Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 735113
Eingetragen
30.9.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermittlungstätigkeiten für medizinische, zahnärztliche und andere Gesundheitstätigkeiten
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Dienstleistungen für die am Gesundheitswesen Beteiligten, dazu gehören auch die Beratung und Unterstützung (Interessenvertretung) von mit ihr verbundenen Gesellschaften und Vereinigungen und deren Mitglieder. Die Gesellschaft kann auch soweit und insofern die Geschäftsbesorgung für anderen Unternehmen übernehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEDIVERBUND AG

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Die MEDIVERBUND AG ist im Handelsregister unter HRB 735113 beim Amtsgericht Stuttgart eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Managementdienstleistungen für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten, vorwiegend in Baden-Württemberg, aber auch deutschlandweit. Sie unterhält ihren Firmensitz in Stuttgart-Vaihingen.

Das Unternehmen besteht in der Rechtsform der Aktiengesellschaft seit dem 30.09.2010, beruhend auf dem Umwandlungsbeschluss vom 24.08.2010 und entstanden aus der formwechselnden Umwandlung der MEDIVERBUND Dienstleistungs GmbH (HRB 23184, Amtsgericht Stuttgart), welche ihrerseits im Jahr 2005 gegründet wurde und als Geschäftsgegenstand die Erbringung von Dienstleistungen, für die am Gesundheitswesen Beteiligten, auswies. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen 65 Mitarbeiter beschäftigt.

Kerngeschäft des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Verhandlung, Durchführung und Abrechnung von Selektivverträgen insbesondere im Bundesland Baden-Württemberg, die mit den Krankenkassen abgeschlossen werden (AOK BW, BKK, Ersatzkassen).

Neben diesem Geschäftsbereich ist das Unternehmen noch in weiteren Bereichen tätig, um die Aktivitäten und Risiken zu diversifizieren. So wird die Ärzteschaft über die MEDIVERBUND Praxisbedarf GmbH, einer Tochtergesellschaft des Unternehmens, mit dem täglichen Bedarf von Sprechstunden- und Praxisbedarf versorgt. Ferner unterstützt die Gesellschaft den Aufbau von sogenannten Medizinischen Versorgungszentren im rechtlich zulässigen Rahmen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weltweite und deutsche Konjunkturentwicklung im Jahr 2023 stand unter dem Einfluss internationaler Krisen, wie der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine. Daneben haben auch wirtschaftspolitische Entscheidungen der Bundesregierung - wie die angestrebte Umgestaltung der deutschen Energiepolitik zur Klimaneutralität - das wirtschaftspolitische Gesamtklima erheblich beeinflusst. Das Bruttoinlandsprodukt nahm daher auf das Gesamtjahr um 0,3 % ab. So sieht sich die deutsche Wirtschaft auch weiterhin großen Herausforderungen ausgesetzt, so stellen, neben den politischen Grundsatzentscheidungen, weiterhin Schwierigkeiten in den Lieferketten und steigende Energiekosten die Wirtschaft vor wachsende Probleme. So war im Jahr 2023 eine durchschnittliche Inflationsrate von + 5,9 %, im Vergleich gegenüber 2022, festzustellen.

Auch die Wirtschaft im Bundesland Baden-Württemberg sah sich diesen Herausforderungen ausgesetzt. So schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt auf das Gesamtjahr betrachtet um 0,6 %, was einem preisunbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 615,1 Mrd. Euro entspricht. Darunter litt auch die Beschäftigungssituation in Baden-Württemberg, diese erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich geringfügig auf 3,9 % (Vorjahr 3,5 %).

Die Effekte der Corona-Pandemie nahmen im Jahr 2023 weiter ab, dennoch sah sich auch der Gesundheitssektor weiterhin großen Belastungen, einerseits aufgrund coronabedingter Sondereffekte (bis April 2023 unter anderem noch Test- und Impfkampagnen) und andererseits wegen schleppender und teils falscher Umsetzung von Reformprozessen, ausgesetzt.

Die Krankenkassen, als wesentliche Vertragspartner des Unternehmens, erhielten auch im Jahr 2023 erhebliche staatliche Zuschüsse und eine reguläre Bundesbeteiligung in Höhe von rund 14,5 Mrd. Euro und ergänzende Bundeszuschüsse von weiteren 2,0 Mrd. Euro. Damit hat sich der Bund maßgeblich an der Kompensation der finanziellen Folgen der Corona-Pandemie und der Gesamtentwicklung für das Gesundheitssystem beteiligt und übernahm in hohem Maße Ausgaben für gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die dem Gesundheitssystem insgesamt und damit sowohl gesetzlich als auch privat Krankenversicherten zugutekommen.

Auch für das Jahr 2024 wird mit einem Bedarf nach staatlichen Zuschüssen gerechnet, da weiterhin mit einer unsicheren Einnahmenseite und gleichzeitig steigenden Ausgaben zu rechnen ist.

2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

2.1 Umsatz- und Ertragslage

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 zeigten sich auch bei der MEDIVERBUND AG weiterhin Einflüsse der Corona-Pandemie, auch im Kerngeschäft der Gesellschaft. Diese betrafen in erster Linie jedoch weiterhin die Geschäftspartner und Ärzte, als Vertragsteilnehmer an den Selektivverträgen. Diese waren durch die coronabedingten Verhaltensänderungen bei der Inanspruchnahme von ärztlichen Leistungen bedingt, die selbstverständlich auch weiterhin Einfluss auf die abrechenbaren Leistungen nahmen. Zusätzlich sahen sich die Ärzte dem steigenden Druck aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ausgesetzt. So musste die Ärzteschaft im vierten Quartal des Jahres 2023 zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine Budgetierung von ärztlichen Leistungen hinnehmen.

Trotzdem blieben für die Gesellschaft die Erträge aus dem Kerngeschäft stabil und die Gesellschaft blickt auch im Jahr 2023 auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Wirtschaftsjahr 2023
in TEuro
2022
in TEuro
Veränderung
in TEuro
Erlöse Facharztverträge 7.789 7.158 631
Sonstige Erlöse 4.707 5.059 -352
Gesamt 12.496 12.217 279

Zusammensetzung des Umsatzes: Die Umsätze der Gesellschaft setzen sich im Wesentlichen aus Erlösen aus der Abrechnung der Haus- und Facharztverträge und sonstigen betrieblichen Erlösen zusammen. Demzufolge konnte eine geringfügige Zunahme der Umsatzerlöse, der Gesamtumsatz erhöhte sich auf TEuro 12.469 (Vorjahr TEuro 12.217), festgestellt werden.

Diese Zunahme begründet sich auf der Ausweitung der Aktivitäten im Bereich der Facharztverträge.

Das Betriebsergebnis stieg auf TEuro 1.125,5 (Vorjahr TEuro 994,2). Kostenreduzierungen ergaben sich in nahezu allen Bereichen.

Die Personalkosten verringerten sich geringfügig um 0,14 % auf TEuro 5.661,5 (Vorjahr: TEuro 5.669,5). Die Abnahme steht im Zusammenhang mit Fluktuationen im Personalbereich.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEuro 5.224,0 (Vorjahr: TEuro 5.503,6).

Die Abschreibungen stiegen bei steigender Investitionstätigkeit auf TEuro 490,4 (Vorjahr TEuro 215,9).

Das EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) stieg um 13,2 %, auf TEuro 1.125,5 (Vorjahr: TEuro 994,2). In einem weiterhin schwierigen Umfeld verzeichnen wir, aufgrund der stabilen Entwicklung des Kerngeschäftes und trotz weiterhin hoher Investitionstätigkeit, ein Jahresergebnis von TEuro 1.111,9. Wir sind daher mit dem Geschäftsverlauf zufrieden.

Bewirtschaftung, Beschaffung, Investitionen und ökologische Aspekte

Insgesamt verdeutlichten die Erfahrungen während der "Corona-Pandemie", dass sich durch verstärkte Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung, Synergieeffekte für das gesamte Unternehmen erreichen lassen. So wird durch die Entwicklung des Praxisverwaltungssystems nicht nur der Bereich des Vertragswesens profitieren, sondern auch der künftige Handel mit Praxis- und Sprechstundenbedarf. Und es werden neue Geschäftsfelder erschlossen, bei denen bereits im Geschäftsjahr 2024 mit ersten Aktivitäten zu rechnen ist.

Aus diesem Grund erstreckten sich die wesentlichen Investitionstätigkeiten der Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf Anzahlungen zur Entwicklung IT-basierter Projekte, wie zum Beispiel des Messengerdienstes.

Diese Produkte dienen entweder Dritten oder sind unmittelbar für die Effektivierung der Prozesse und Abläufe der Gesellschaft in der Entwicklung begriffen. Aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen im Bereich des Handels mit Praxis- und Sprechstundenbedarf wurde durch die Gesellschaft endgültig entschieden, dass die Einführung eines Warenwirtschaftssystems nicht erforderlich ist und die Abwägung von Kosten und Nutzen eine Fortführung des Projektes ausschloss.

2.2 Finanzlage

Die Liquiditätssteuerung unseres Unternehmens erfolgt mit Hilfe des Finanzmittelbestands und der Kennzahlen Cashfllow, Liquidität 2. Grades sowie working capital. Der Finanzmittelbestand verringerte sich auf TEuro 3.017. Angesichts der weiterhin ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beurteilen wir unsere Liquidität auch für den Fall längerer Umsatzausfälle trotzdem als ausreichend zur Deckung der Fixkosten.

2023 2022 Veränderung
TEuro TEuro TEuro %
Periodenergebnis 1.111 939 172 18,3
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens 490 215 275 127,9
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 546 335 211 62,9
vereinfacht ermittelter operativer Cashflow 2.147 1.489 658 44,2

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Der operative Cashflow des Geschäftsjahres stieg um TEuro 843 auf TEuro 2.553 (Vorjahr TEuro 1.710). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit verringerte sich, aufgrund verstärkter Investitionen im Vorjahr und damit geringerem Investitionsbedarf im laufenden Geschäftsjahr, um TEuro 2.251 auf TEuro -1.655 (Vorjahr: TEuro -3.906).

2.3 Vermögenslage

Das Gesamtvermögen wuchs im Geschäftsjahr weiter auf TEuro 18.658 (Vorjahr: TEuro 16.547). Dabei ist das Eigenkapital auf TEuro 11.914 (Vorjahr: TEuro 10.802) gestiegen.

Das langfristig gebundene Anlagevermögen beträgt 60,1 % der Bilanzsumme. 34,1 % oder TEuro 6.370 des Vermögens (Vorjahr: TEuro 6.102) der Gesellschaft ist kurzfristig verfügbar.

Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf TEuro 2.984(Vorjahr: Teuro 1.722) beruht im Wesentlichen auf Veränderungen in der Abrechnung der Facharztverträge des 4. Quartal 2023.

2.4 Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft entwickelte sich im Jahr 2023 zufriedenstellend.

Die Umsatzerlöse stiegen um 2,3 %, auf TEuro 12.469,9(Vorjahr TEuro 12.217,6). Dem stand ein erneut um 14,3 %, auf TEuro 85,4 (Vorjahr TEuro 99,7) verringerter Materialaufwand gegenüber. Das Rohergebnis der Gesellschaft stieg leicht um 1,0 %, auf TEuro 12.501,4 (Vorjahr TEuro12.383,2).

Unter Berücksichtigung des Personalaufwandes und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich das Betriebsergebnis um 13,2 %, auf TEuro 1.125,5 (Vorjahr TEuro 994,2), was zu einer Erhöhung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 19,9 %, auf TEuro 1.418,2 (Vorjahr TEuro 1.183,2) führt.

Die Gesellschaft kann damit ein Jahresergebnis in Höhe von TEuro 1.111,9 (Vorjahr: Teuro 939,5) ausweisen.

2.5 Gesamtbewertung

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage liegt das Jahresergebnis im Rahmen der im Lagebericht des Vorjahres getroffenen Prognosen. Dies begründet sich darin, dass das Kerngeschäft von den ausklingenden Auswirkungen der Pandemie und den gesamtwirtschaftlichen Faktoren weiterhin nicht so stark betroffen war.

Verbindlichkeiten wurden schnellstmöglich unter Inanspruchnahme gewährter Skonti ausgeglichen. Zum Geschäftsjahresende werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen vollständig durch die liquiden Mittel gedeckt. Die Schuldendeckungskraft schätzen wir unter Einbeziehung der kurzfristigen Vermögenswerte als gesichert ein.

III. Risiko- und Chancenbericht

Die wirtschaftliche Stabilität der Gesellschaft soll auch in den Folgejahren weiter gestärkt werden. Bei der Erreichung dieses Ziels berücksichtigen wir eine Vielzahl von Risiken, die die Geschäftstätigkeit und Zielerreichung beeinflussen können, ebenso wie die langfristige Strategie der Gesellschaft. Durch Marktanalysen sind uns die Wettbewerbsrisiken und auch politischen Risiken, insbesondere im Bereich der Selektivverträge, bekannt. Die Gesellschaft befindet sich in ständigen Verhandlungen mit den Vertragspartnern, um weitere Facharztverträge abzuschließen. Hierbei sind jedoch künftige politische Vorgaben zu berücksichtigen, die zu Umsatzreduzierungen oder -ausfällen, auch im Kerngeschäft, führen können, und somit ein Risiko darstellen.

Quartalsberichterstattungen an den Aufsichtsrat sichern die Früherkennung und Dokumentation operativer und strategischer Risiken. Darüber hinaus unterhält die Gesellschaft ein System zur Sicherstellung des Qualitätsmanagements, welches regelmäßig durch interne und externe Prüfer auditiert und zertifiziert wird (ISO 9001:2015).

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken

In der Corona-Pandemie und nunmehr auch in Folge internationaler Konflikte zeigten sich weiterhin zum einen die Auswirkungen der hohen Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Export, die Folgen der systematischen Verlagerung von Produktionskapazitäten in das Ausland und zum anderen die Abhängigkeit von Rohstoffimporten deutlich. Neben der Abhängigkeit von der weltwirtschaftlichen Konjunktur treten Risiken durch Unterbrechung von Lieferketten und Protektionismus. Infolge der anhaltenden Konfliktfelder verzeichnete die Weltwirtschaft eine Rezession oder nur schwache Erholungstendenzen. Eine Fortsetzung der Unsicherheiten mit und im Zusammenhang von internationalen Konflikten kann weitere negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft haben. Sinkende Realeinkommen durch Inflation, abnehmende Beschäftigung und Kurzarbeit sind nicht auszuschließen. Dies kann unmittelbaren Einfluss auf die Finanzsituation wesentlicher Geschäftspartner haben, namentlich sind hier die Krankenkassen zu nennen, die unmittelbar von einer hohen Zahl von beitragspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und damit vom Beitragsaufkommen abhängig sind.

Die Beibehaltung von Beschränkungen und Einschränkungen der Gesamtwirtschaft durch überregionale Krisen, stellen weiterhin ein großes Risiko, wenn auch in erster Linie mittelbarer Natur, für unsere Geschäftstätigkeit dar. Diese Risiken sind durch die Gesellschaft nicht beeinflussbar.

Eine Änderung des gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Kaufkraft und Konjunktur), wie sie nicht nur durch eine Pandemie, als zusätzlichen Faktor, ausgelöst werden kann, sondern auch durch davon losgelöste Parameter (politische Entscheidungen, Naturkatastrophen) ist als Risiko identifiziert, wird jedoch als beherrschbar angesehen, da die Nachfrage sowohl nach einer grundlegenden ärztlichen Versorgung (abgebildet auch in Facharztverträgen) wie auch nach medizinisch notwendigen Produkten, nicht so stark den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterliegen.

2. Geschäftsspezifische Risiken und Chancen

Geschäftsspezifische Risiken können sich in erster Linie durch politische Entscheidungen manifestieren, wobei hier Einschränkungen im Bereich der Selektivverträge zu nennen sind. Aber auch die Finanzierungsituation der Krankenkassen stellt ein geschäftsspezifisches Risiko dar, welches nur eingeschränkt durch die Gesellschaft beeinflusst werden kann.

Das Gesamt-Abrechnungsvolumen für Facharztverträge zur selektivvertraglichen ambulanten Behandlung zeigt im Jahresvergleich kontinuierliche Steigerungsraten. Das betrifft insbesondere die Facharztverträge mit der AOK Baden-Württemberg. Seitens der AOK gibt es positive Signale zur Weiterführung und Weiterentwicklung der Facharztverträge und des Hausarztvertrags (einschl. Kinder- und Jugendarztvertrags). Dadurch ist zu erwarten, dass die Einnahmen der MEDIVERBUND AG aus dem Management von Selektivverträgen erhalten bleiben.

Darüber hinaus forciert das Unternehmen weiterhin die Schaffung neuer Geschäftsfelder im Bereich der IT und der Bildung von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Im letztgenannten Bereich stellt sich das Unternehmen ebenfalls breiter auf. Durch personelle Umstrukturierungen im Unternehmen, soll die Entwicklung inländischer MVZ, im Zusammenspiel mit der Tagesklinik in Bad Säckingen und einem starken regionalen Partner, weiter intensiviert werden. Der Bedarf in diesem Geschäftsbereich ist als außergewöhnlich hoch zu bewerten, da sich die Versorgungssituation in der Gesundheitsversorgung weiter verschlechtern wird. Das Engagement durch eine Holdinggesellschaft auf dem vietnamesischen Gesundheitsmarkt ruht weiterhin aufgrund negativer Entwicklungen am vietnamesischen Immobilienmarkt seit dem vierten Quartal 2022. Aufgrund Maßnahmen der vietnamesischen Finanzaufsicht geriet der wichtigste Projektpartner in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, welche im Dezember 2022 zum vorläufigen Ruhen des Projektes führten und dieses Ruhen besteht auch bis zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 fort. Die weitere Entwicklung der Lage am vietnamesischen Immobilienmarkt und damit die Überlebensfähigkeit des Projektpartners musste auch im Jahr 2023 beobachtet werden und wird auch im Jahr 2024beobachtet werden müssen. Die vom Unternehmen getätigten Leistungen in das Stammkapital der Holdinggesellschaft sind zum aktuellen Zeitpunkt noch ungeschmälert vorhanden, sind jedoch gesellschaftsrechtlich in dieser Holdinggesellschaft gebunden. Sollte sich die Lage der Gesellschaft nicht signifikant verbessern oder die Entwicklung des Geschäftspartners keine Änderungen aufweisen, wird die Gesellschaft die eingebrachten Mittel zurückziehen.

Insgesamt soll das Engagement des Unternehmens im Bereich der MVZ dennoch weiter ausgebaut werden, wobei hier die Entwicklung von Strukturen in Deutschland wieder verstärkt in den Fokus gerückt werden soll.

Die Entwicklung der Gesundheitsversorgung - gerade auf dem Land und dabei im haus- und fachärztlichen Bereich - stellt sich weiterhin als besorgniserregend dar. Die Altersstruktur der niedergelassenen Ärzte entwickelt sich weiter negativ, da vielfach keine jungen Nachfolger für Einzelpraxen in der Fläche gefunden werden können und auch in urbanen Regionen nimmt der Altersschnitt von Praxisinhabern weiter zu.

Das Unternehmen sieht in der Einrichtung und dem Betrieb von MVZ einen Lösungsansatz, um diesen Problemen begegnen zu können. So kann zum einen die Versorgung der Patienten durch Zusammenfassung von hausärztlichen und verschieden ausgerichteten fachärztlichen Praxen an einem Ort verbessert werden und zum anderen kann die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit durch die größeren Einheiten signifikant gesteigert werden.

Weiterhin soll es jungen Ärzten, die oft das wirtschaftliche Risiko der Gründung einer Einzelpraxis scheuen oder bestimmte Vorstellungen hinsichtlich einer flexibleren Gestaltung der Arbeit haben, ermöglicht werden, an die wirtschaftliche Tätigkeit eines unternehmerisch tätigen Arztes herangeführt zu werden und dabei flexible Arbeitszeitmodelle bieten zu können.

Da der sozialrechtliche Gesetzgeber die Gründung von MVZ streng reglementiert hat (§ 95 SGB V) und unter anderem die Gründungsberechtigung für ein MVZ an die Krankenhauseigenschaft und Aufnahme in den Landeskrankenhausplan knüpft, hatte sich das Unternehmen mit einem Geschäftspartner dazu entschieden, eine psychiatrische Tagesklinik zu erwerben, welche im Landeskrankenhausplan aufgenommen ist. Über die Trägergesellschaft dieses Krankenhauses verfügt das Unternehmen mittelbar über die Möglichkeit, eine Vielzahl weiterer MVZ zu gründen, ohne dass jeweils ein Arzt als natürliche Person in den Gründungsvorgang involviert sein muss. Hier werden Gesetzgebungsinitiativen begleitet, um eine örtliche und fachliche Begrenzung dieser Gründungsberechtigung zu verhindern.

3. Personalrisiken und -chancen

Das stärkste Potential der Gesellschaft ist ihre hochqualifizierte und stark motivierte Belegschaft.

Zur Verstärkung der Mitarbeiterbindung wurden, auch unter den Erfahrungen während der Corona-Pandemie, einige Neuerungen eingeführt. So wurde den Mitarbeitern ein flexibleres Arbeitsmodell angeboten, welches den Mitarbeitern ermöglicht, bis zu zwei Tage in der Woche im Homeoffice zu arbeiten. Das Unternehmen hat interne Regelungen schaffen, welche die Bedürfnisse der Gesellschaft, nach Strukturierung der Arbeitsabläufe, und die Interessen der Belegschaft in Einklang bringen.

Parallel hierzu ermöglichen wir unseren Mitarbeitern (m/w/d), ihre Arbeitszeit den persönlichen Erfordernissen z.B. durch Teilzeitbeschäftigung oder flexible Gestaltung der Wochenarbeitszeit anzupassen.

Unser Team bestand zum Geschäftsjahresende aus 65 (Vorjahr 76) Mitarbeitern.

Wesentliche Chancen sind in der Gewinnung neuer und hochqualifizierter Mitarbeiter zu sehen, für welche die Gesellschaft als attraktiver Arbeitgeber auftritt, und die laufende Fortbildung der bestehenden Mitarbeiter.

Für die Jahre 2024 und 2025 rechnet das Unternehmen erneut mit einem erhöhten Personalbedarf, da dann die zu entwickelnden IT-Produkte in den Markt eingeführt, vertrieben und gepflegt werden sollen.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken, Verwendung von Finanzinstrumenten

Zur Sicherung des Unternehmenserfolges setzen wir eine konservative Risikopolitik um. Deshalb bestehen die wesentlichen Finanzinstrumente aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Bedingt durch die Finanz- und Zinspolitik der EZB werden unsere Vermögen jedoch durch die sogenannten Verwahrentgelte geschmälert. Eine Kompensation durch Investitionen in risikoreduzierte Geldanlagen ist wegen des niedrigen Zinsniveaus unmöglich. Dennoch bemühen wir uns, diese negativen Effekte zu schmälern. So wurde ein Teil der liquiden Mittel auf Fremdwährungskonten angelegt.

Die Risiken umfassen Kostensteigerungen und gegebenenfalls Kosten der Rechtsverfolgung, soweit eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist.

Die Liquidität der Gesellschaft ist derart gefestigt, dass wir unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit aus dem Barvermögen bedienen können. Liquiditätsrisiken, die als mangelnde Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen verstanden werden, schätzen wir als gering ein.

5. Technische Risiken und Chancen / Sonstige geschäftsspezifische Risiken

Technische Risiken bestehen im Wesentlichen im Rahmen der IT-Projekte der Gesellschaft, die sich in Kostensteigerungen und Verzögerungen bei der Umsetzung der Projekte darstellen können.

Daneben bestehen technische Risiken auch in der Hinsicht, dass das Kerngeschäft der Gesellschaft auf IT-basierten Verfahrensabläufen und Prozessen besteht. Hier können sich sowohl konzeptionelle (Verzögerungen in Entwicklungsprozessen, Wegfall von IT-Partnern und Dienstleistern) wie auch allgemeine betriebliche Risiken (Ausfall von Systemen, Datenmanipulation) verwirklichen.

Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft durch die Schaffung eigener redundanter Systeme, welche durch einen kompetenten Mitarbeiterstab laufend gewartet und überwacht werden. Durch diese Maßnahmen werden Ausfallrisiken ebenso minimiert wie auch Probleme von Datensicherheit und -manipulation.

Diese bestehenden Systeme werden darüber hinaus auch laufend weiterentwickelt und durch passende neue und bessere Systeme ergänzt oder ersetzt. Durch die Einbindung neuer, effektiverer Systeme wird dabei nicht nur deren Sicherheit erhöht, auch bestehen hier Chancen die Entwicklung der Gesellschaft durch Synergien positiv zu beeinflussen.

Weiteres Chancenpotential besteht in einer effektiveren und schnelleren Bearbeitung von Kundenwünschen im Bereich Vertrieb, welche ebenfalls durch Einführung neuer Systeme und Prozesse erreicht werden wird.

6. Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können vor allem aus sozial-, arbeits-, zivil- und steuerrechtlichen Verfahren resultieren. Unsere Gesellschaft nimmt in sämtlichen relevanten rechtlichen Bereichen fundierte juristische Beratung in Anspruch. Insbesondere im Rahmen von sozialrechtlichen und bei der Prüfung steuerlicher Sachverhalte werden rechtlich bestandsgefährdende Potenziale bereits im Vorfeld weitestgehend ausgeschlossen.

Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale bestehen derzeit nicht.

7. Gesamtaussage

Wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft bestehen grundsätzlich in der Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung im Kerngeschäft der Gesellschaft, dem Bereich der Haus- und Facharztverträge. Diese stehen nicht nur in Abhängigkeit der Finanzierungssituation der Krankenkassen, als wesentliche Vertragspartner, sondern sind auch stark durch die politische Entwicklung beeinflusst.

Diesem Gefährdungspotential begegnete und begegnet die Gesellschaft durch die Einrichtung und Aufrechterhaltung enger kooperativer Beziehungen zu den relevanten Geschäftspartnern und durch eine beständige politische Interessenwahrnehmung durch den MEDI Baden-Württemberg e. V..

Die Corona-Pandemie stellt mittlerweile kein signifikantes Risiko mehr dar. Dennoch hat das Unternehmen hieraus auch Erfahrungen sammeln können. Diese Erfahrungen wurden in Regelungen, wie ein Hygienekonzept umgesetzt, auf welche jederzeit bei Bedarf zurückgegriffen werden kann. Weiterhin konnten Erfahrungen aus dieser Situation auch in die Umsetzung der wesentlichen Geschäftsfelder einbezogen werden, wie zum Beispiel eine beschleunigte Digitalisierung im Gesundheitswesen (Abrechenbarkeit von Video- und Fernbehandlungen).

Die weiterhin durch die gesamtwirtschaftlichen und politischen Entwicklungen beeinflusste internationale Wirtschaftslage (Lieferketten, Energieversorgungssicherheit, internationale Spannungen, bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen), stellt für das Unternehmen eine Bedrohungslage dar, welche aber nur mittelbar beherrschbar ist. Dies geschieht durch die bereits oben dargestellte Ausweitung der Geschäftsfelder und den Eintritt in weitere (Wirtschafts-) Märkte, was zu einer Diversifizierung der Risiken beiträgt.

Für unser Unternehmen sehen wir unter den aktuellen Rahmenbedingungen und einer baldigen Ausweitung von bestehenden Geschäftsfeldern (Haus- und Facharztverträge) sowie der Verwirklichung neuer Geschäftsfelder (IT-Projekte), keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen.

IV. Prognosebericht

Die prognostischen Aussagen sind in Zeiten internationaler politischer Spannungsfelder von besonderer Unsicherheit geprägt. Sie enthalten die uns zum Zeitpunkt der Berichterstattung bekannten Ereignisse, die Einfluss auf die Entwicklung unserer Gesellschaft haben könnten und basieren auf zukunftsbezogenen Annahmen. Die tatsächliche Entwicklung kann sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Die Ablösung der Pandemiesituation durch eine von internationalen Spannungen geprägten Weltlage, so besteht weiterhin auch mit Taiwan ein weiterer potentieller Spannungsort, spiegelt sich in der prognostizierten Entwicklung der Weltwirtschaft wider. So konnten zwar eine Energiekrise und eine Gasmangellage vermieden werden und durch die Abkehr von der strengen No-Covid-Politik in China sind weitere Impulse für die Entwicklung der Weltwirtschaft zu erwarten, aber gerade mit der Rückkehr zu einer normalen chinesischen Nachfrage sind auch Risiken einer angetriebenen globalen Inflation verbunden. Die damit einhergehende hohe Unsicherheit zeigt sich in der hohen Bandbreite der Erwartungen zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) durch die führenden nationalen und internationalen Wirtschaftsforschungsinstitute und anderer Institutionen.

Zeitpunkt, Umfang und Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung wird von der weiteren Entwicklung des kriegerischen Konfliktes in der Ukraine und von der Gesamtentwicklung gerade in Asien abhängen. Auch staatliche Unterstützungsmaßnahmen von Bund und dem Land Baden-Württemberg sowie deren Investitionstätigkeiten werden für eine Belebung der Wirtschaft von Bedeutung sein. Bei aller Unsicherheit gehen wir nach endgültiger Überwindung der Pandemie mittelfristig von einer gesicherten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aus. Basis hierfür bilden die Ausgestaltung der Haus- und Fachverträge in unserem Kerngeschäft, sowie das Engagement im Bereich Vertrieb und Versorgung der Ärzteschaft mit Produkten aus dem Bereich Praxis-, Sprechstundenbedarf. Eine konkrete Aussage zur Ertragslage 2024 ist vor dem Hintergrund der unsicheren Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Klimas nicht möglich. Bei Fortsetzung der derzeitigen Rahmenbedingungen erwarten wir, aufgrund einer Erweiterung der geschäftlichen Aktivitäten im Bereich des Vertragswesens, eine leichte Steigerung des Jahresergebnis

Die Vermögens- und Liquiditätslage schätzen wir daher als gesichert ein.

Unterschrift des Vorstandes,

 

Stuttgart, den 31. Mai 2024

gez. Herr Dr. jur. Wolfgang Schnörer, Vorstandsvorsitzender

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.328.692,85 9.899.461,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.210.009,46 5.718.429,16
II. Sachanlagen 525.140,00 459.550,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.589,00 35.066,00
2. technische Anlagen und Maschinen 461.921,00 379.062,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.630,00 45.422,00
III. Finanzanlagen 3.593.543,39 3.721.482,39
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.376.371,00 1.363.621,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 205.000,00 205.000,00
3. Beteiligungen 1.313.224,39 1.263.864,39
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 440.000,00 640.000,00
5. Sonstige Finanzanlagen 258.948,00 248.997,00
B. Umlaufvermögen 7.250.670,94 6.569.793,13
I. Vorräte 19.090,00 100.800,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.214.141,82 3.335.226,89
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 959.228,18 545.316,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 800.000,00 500.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.254.913,64 2.789.909,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.017.439,12 3.133.766,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.689,61 78.624,47
Summe Aktiva 18.658.053,40 16.547.879,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.913.570,99 10.801.629,85
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Gewinnrücklagen 3.061.338,43 3.061.338,43
III. Bilanzgewinn 8.252.232,56 7.140.291,42
davon Gewinnvortrag 7.140.291,42 8.200.862,88
B. Rückstellungen 1.545.721,09 930.255,00
C. Verbindlichkeiten 5.198.761,32 4.713.621,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.865.380,00 3.888.460,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.865.380,00 3.888.460,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 171,21 3.389,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 171,21 3.389,52
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.333.210,11 821.771,66
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.126.210,11 617.824,44
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 207.000,00 203.947,22
D. Passive latente Steuern 0,00 102.373,12
Summe Passiva 18.658.053,40 16.547.879,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.501.380,37 12.383.175,52
2. Personalaufwand 5.661.489,32 5.669.478,07
a) Löhne und Gehälter 4.692.801,82 4.679.046,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 968.687,50 990.431,26
davon für Altersversorgung 56.936,11 50.648,35
3. Abschreibungen 490.364,27 215.970,69
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 490.364,27 215.970,69
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.224.013,19 5.503.634,85
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 22.790,36 7.637,61
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 102.373,12 102.373,12
5. Erträge aus Beteiligungen 185.000,00 215.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 185.000,00 215.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 85.800,00 26,25
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.977,21 23.803,07
davon aus verbundenen Unternehmen 33.397,08 23.189,16
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.048,06 49.752,74
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 305.994,60 241.546,50
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 204.746,24
10. Ergebnis nach Steuern 1.112.248,14 941.621,99
11. sonstige Steuern 307,00 2.193,45
12. Jahresüberschuss 1.111.941,14 939.428,54
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.140.291,42 8.200.862,88
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen 2.000.000,00
a) in andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00
15. Bilanzgewinn 8.252.232,56 7.140.291,42

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Die MEDIVERBUND AG hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Registernummer, HRB 735113. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien - Umsetzungsgesetzes (BILRUG) sowie den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzbuches (AktG). Der Jahresabschluss umfasst die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang einschließlich des Anlagenspiegels. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Absatz 1 HGB Anwendung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firmenname laut Registergericht: MEDIVERBUND AG
Firmensitz laut Registergericht: Stuttgart, Liebknechtstraße 29
Registereintrag: Handelsregister, letzte Eintragung vom 09.01.2024
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 735113

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a HGB, §§ 276-278 HGB und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der § 252-256a HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetztes erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungsmethoden fand gegenüber dem Vorjahr nicht statt. Auf die Gliederung der Bilanz finden die Vorschriften der § 266 HGB und § 275 HGB sowie §§ 152 ff AktG Anwendung.

Angaben zur Bilanz

Angaben zum Anlagevermögen

Das erworbene immaterielle Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet und sofern die Wirtschaftsgüter der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen wurde bei dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Das erworbene Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear abgeschrieben. Die Abschreibung beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens von einem Wert bis zu 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs im Rahmen der GwG-Regelung voll abgeschrieben. Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € aber nicht mehr als 1.000,00 € wurde in den Vorjahren ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Eine Zuführung zum GWG-Sammelposten findet nicht mehr statt, der restliche GWG-Sammelposten wird über die verbleibende Restlaufzeit abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet. Die Finanzanlagen werden bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung gemäß § 253 Absatz 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Sofern in Folgejahren die Gründe für die Wertminderung entfallen, erfolgen Zuschreibungen gemäß dem Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie die Ausleihungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist nachfolgend aus dem Anlagenspiegel (Anlage III) zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 414.074,25 0,00 0,00 0,00 414.074,25
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 120.282,25 0,00 0,00 0,00 120.282,25
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.023.501,26 -948,86 0,00 133.390,08 1.155.942,48
4. geleistete Anzahlungen 5.315.218,16 1.868.013,38 0,00 -133.390,08 7.049.841,46
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 6.873.075,92 1.867.064,52 0,00 0,00 8.740.140,44
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 92.796,55 0,00 0,00 0,00 92.796,55
2. technische Anlagen und Maschinen 834.666,81 177.704,86 38.013,82 0,00 974.357,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.914,53 4.070,19 742,83 0,00 360.241,89
Summe Sachanlagen 1.284.377,89 181.775,05 38.756,65 0,00 1.427.396,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.052.540,74 12.750,00 0,00 0,00 2.065.290,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 205.000,00 0,00 0,00 0,00 205.000,00
3. Beteiligungen 1.263.864,39 55.860,00 6.500,00 0,00 1.313.224,39
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 640.000,00 0,00 200.000,00 0,00 440.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.170,00 0,00 0,00 0,00 23.170,00
6. sonstige Ausleihungen 248.246,00 9.951,00 0,00 0,00 258.197,00
7. Genossenschaftsanteile 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
Summe Finanzanlagen 4.433.571,13 78.561,00 206.500,00 0,00 4.305.632,13
Summe Anlagevermögen 12.591.024,94 2.127.400,57 245.256,65 0,00 14.473.168,86
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 414.074,25 0,00 0,00 0,00 414.074,25
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 120.282,25 0,00 0,00 0,00 120.282,25
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 620.290,26 375.484,22 0,00 0,00 995.774,48
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.154.646,76 375.484,22 0,00 0,00 1.530.130,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.730,55 10.477,00 0,00 0,00 68.207,55
2. technische Anlagen und Maschinen 455.604,81 93.540,86 36.708,82 0,00 512.436,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.492,53 10.862,19 742,83 0,00 321.611,89
Summe Sachanlagen 824.827,89 114.880,05 37.451,65 0,00 902.256,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 688.919,74 0,00 0,00 0,00 688.919,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 23.169,00 0,00 0,00 0,00 23.169,00
6. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 712.088,74 0,00 0,00 0,00 712.088,74
Summe Anlagevermögen 2.691.563,39 490.364,27 37.451,65 0,00 3.144.476,01
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 160.168,00 403.211,00
4. geleistete Anzahlungen 0,00 7.049.841,46 5.315.218,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.210.009,46 5.718.429,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 24.589,00 35.066,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 461.921,00 379.062,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 38.630,00 45.422,00
Summe Sachanlagen 0,00 525.140,00 459.550,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.376.371,00 1.363.621,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 205.000,00 205.000,00
3. Beteiligungen 0,00 1.313.224,39 1.263.864,39
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 440.000,00 640.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1,00 1,00
6. sonstige Ausleihungen 0,00 258.197,00 248.246,00
7. Genossenschaftsanteile 0,00 750,00 750,00
Summe Finanzanlagen 0,00 3.593.543,39 3.721.482,39
Summe Anlagevermögen 0,00 11.328.692,85 9.899.461,55

Angaben zum Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Eine Einzelwertberichtigung bzw. Pauschalwertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht erforderlich. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitutionen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Angaben zu Forderungen mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr

Art der Forderung zum Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
Forderungen aus L. u. L. 2.984,1 2.984,1 0,0
Forderungen gegenüber verb. UT 959,2 159,2 800,0
Sonstige Vermögensgegenstände 270,8 270,8 0,0
Summe 4.214,1 3.414,1 800,0

Angaben zum Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich zum Bilanzstichtage aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 600.000,00 € (VJ: 600.000,00 €), der Gesetzlichen Gewinnrücklage in Höhe von 61.338,43 € (VJ: 61.338,43 €) sowie der Anderen Gewinnrücklage in Höhe von 3.000.000,00 € (VJ: 3.000.000,00 €) und dem Bilanzgewinn in Höhe von 8.252.232,56 € (VJ: 7.140.291,42 €) zusammen. Die gesetzlich vorgeschriebene Gewinnrücklage wurde entsprechend nach § 150 Abs. 1 AktG in Höhe von 10 % des gezeichneten Kapitals gebildet. Eigene Aktien wurden am Bilanzstichtag nicht gehalten.

Angaben über die Gattung der Aktien

Gezeichnetes Kapital zum 31.12.2023 Nennwert je Aktie
in Euro
Betrag
Euro
60.000,00 Stück 10,00 600.000,00
Namensaktien mit Stimmrecht
Gezeichnetes Kapital zum 31.12.2023 600.000,00

Angaben über die Entwicklung der Gewinnrücklage

Gewinnrücklage zum 31.12.2023 Betrag
Euro
Gesetzliche Gewinnrücklage zum 01.01.2023 61.338,43
Zuführung / Entnahme in 2023 0,00
Andere Gewinnrücklage zum 01.01.2023 3.000.000,00
Zuführung in 2023 aus dem Bilanzgewinn 2022 0,00
Gewinnrücklage zum 31.12.2023 3.061.338,43

Angaben zur Fortführung des Jahresergebnisses nach § 158 (1) AktG

Posten der Ergebnisverwendung zum 31.12.2023 Betrag
Euro
+ Jahresüberschuss zum 31.12.2023 1.111.941,14
+ Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 2022 nach Verwendung durch die Hauptversammlung 7.140.291,42
- Einstellung in die Anderen Gewinnrücklagen 2023 0,00
= Bilanzgewinn zum 31.12.2023 8.252.232,56

Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung des Jahresabschlusses 2023 unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn 2023 in Höhe von 8.252.232,56 Euro der Bilanzgewinn aus dem Vorjahr 2022 nach Verwendung durch die Hauptversammlung in Höhe von Euro 7.140.291,42 Euro mit einbezogen.

Angaben zu Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Rückzahlungsbetrag beziehungsweise Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zu Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und bewertet.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.865,4 0,0 2.865,4
Verbindlichkeiten aus L.u.L. 1.316,5 1.316,5 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verb. UT 0,2 0,2 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.016,8 809,8 207,0
Summe 5.198,9 2.126,5 3.072,4

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um Fremdleistungen für Beratung und andere Dienstleistungen in Höhe von 1.075.978,63 € (VJ: 784.626,99 €).

Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag wurde von der MEDIVERBUND AG Treuhandvermögen in Höhe von 1.538.448,53 € treuhänderisch verwaltet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Gewerbliche Mitarbeiter 0
Kaufmännische Angestellte 65
Auszubildende 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 65
Davon
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 56
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 9

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Es wurde von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB gebrauch gemacht.

Name der Mitglieder des Vorstandes

Während des Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Frank Hofmann, Stuttgart, 12.10.1960, bis 09.01.2024

Dr. jur. Wolfgang Schnörer, Weil im Schönbuch, 09.06.1970

Name der Mitglieder des Aufsichtsrates

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Aufsichtsrat an:

Dr. med. Norbert Smetak, Facharzt für Innere Medizin

Dr. med. Michael Ruland, Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Werner Baumgärtner, Facharzt für Allgemeinmedizin

Dr. med. Michael Eckstein, Facharzt für Innere Medizin

Dr. med. Bernhard Schuknecht, Facharzt für Orthopädie

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung für die Finanz- Vermögens- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft von untergeordneter Bedeutung ist.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung durch die Gesellschafterversammlung

Der Vorstand und Aufsichtsrat der MEDIVERBUND AG haben den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und genehmigt und schlagen der Hauptversammlung die folgende Ergebnisverwendung vor. Der festgestellte Bilanzgewinn des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 in Höhe von 8.252.232,56 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 sind keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung bekannt geworden oder eingetreten, die Einfluss auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 gehabt haben.

Unterschrift des Vorstandes,

 

Stuttgart, den 31. März 2024

gez. Herr Dr. jur. Wolfgang Schnörer, Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2023 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand regelmäßig mündlich und schriftlich über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Gesellschaft.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit den Vorständen in regelmäßigem Kontakt, hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert und sich zu strategischen Themen und zur Risikolage ausgetauscht.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, haben sich nicht ergeben.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt.

Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Entwicklung im Bereich der Selektivverträge sowie die Entwicklungen in den neuen Geschäftsfeldern der Gesellschaft waren Gegenstand in allen quartalsweisen Aufsichtsratssitzungen.

Gegenstand der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 01.04.2023 war die Verlängerung des Vorstandsanstellungsvertrages von Herrn Dr. jur. Wolfgang Schnörer. Der Anstellungsvertrag war den Mitgliedern des Aufsichtsrates in der ordentlichen Sitzung vom 07.03.2023 zur Prüfung überlassen worden.

In der Bilanzsitzung im Juli 2023 zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022 wurden der Jahresabschluss und der zugehörige Prüfungsbericht unter Berücksichtigung des Vorstandes zur Gewinnverwendung vorgestellt und geprüft. Die Formulierung des Bestätigungsvermerks zum Prüfungsbericht wurden besprochen.

Der Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2022 wurde durch den Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt.

Weiterhin wurden auch im Jahr 2023 die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkung insbesondere auf die zukunft der Selektivverträge beobachtet, diskutiert und Maßnahmen beraten, welche zur Sicherstellung der Selektivverträge in der Zukunft ergriffen werden sollten.

PRÄSENZ

Wie auch in den vorangegangenen Jahren konnte im Geschäftsjahr 2023 eine konstant hohe Teilnahmequote bei den Beratungen des Aufsichtsratsplenums sowie seiner Ausschüsse verzeichnet werden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2023 an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen, so dass bei allen Beratungen die Mitglieder vollständig anwesend waren.

Die Sitzungen wurden im Geschäftsjahr 2023, überwiegend als Videokonferenzen durchgeführt.

JAHRESABSCHLUSSPRÜFUNG

Der Jahresabschluss der MEDIVERBUND AG zum 31. Dezember 2022 wurde durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, Dr. Daum & Partner, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Karlsruhe, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss einer Prüfung unterzogen. Der Abschlussprüfer stand dem Aufsichtsrat jederzeit für Erläuterungen des Abschlussberichtes und des Bestätigungsvermerks zur Verfügung.

Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt und von diesen geprüft. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben und der Veröffentlichung des Jahresabschlussberichtes wurde zugestimmt. Der Jahresabschluss der MEDIVERBUND AG wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 1. Juli 2023 behandelt und durch nachfolgende Beschlussfassung gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDIVERBUND AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 11. Juli 2023 ausführlich besprochen. Aufgrund unserer eigenen Prüfung der von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat

 

Stuttgart, im August 2024

gez. Dr. med. Norbert Smetak, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MEDIVERBUND AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MEDIVERBUND AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MEDIVERBUND AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 30. Juni 2024

D&P - DR. DAUM TREUHAND - GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Werner Seitz, Wirtschaftsprüfer

gez. Dr. Edmund J. Daum, Wirtschaftsprüfer

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