Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 4322
Eingetragen
1.10.2003
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Geändert, nunmehr Die Erbringung von Serviceleistungen auf dem Logistiksektor für Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Mayer
seit 16.9.2020
Geschäftsführer
Dirk Philipp
seit 19.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RCL Dortmund GmbH

Holzwickede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

Grundlagen des Unternehmens

Die RCL Dortmund GmbH, Holzwickede (RCL-DO) ist eine Gesellschaft der Rhenus-Gruppe.

Die RCL-DO bietet Personaldienstleistungen mit dem Schwerpunkt Logistiksektor am Standort der Betriebsstätte der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG, Niederlassung Dortmund an.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Leider hat auch im Jahr 2021 die Corona-Pandemie das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben gekennzeichnet und die Auswirkungen stark beeinflusst. Anhaltende Kontaktbeschränkungen, Hygienemaßnahmen und vor allem die Steigerung der Impfquote standen weiterhin im Fokus.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wuchs 2021 um 2,8%. Im vorangegangenen Krisenjahr, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, ist die Wirtschaftsleistung noch um 4,6% gesunken. Damit konnte sich die deutsche Wirtschaft vom Einbruch des Vorjahres erholen, auch wenn die Wirtschaftsleistung des Vorkrisenniveaus noch nicht wieder erreicht wurde. Verwendungsseitig stabilisierten sich die privaten Konsumausgaben 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres, die des Staates erhöhten sich um 3,4%. Ausrüstungsinvestitionen wuchsen um 3,2%, Bauinvestitionen um 0,5% 1 . Im Vergleich zum Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg sowohl im verarbeitenden Gewerbe (+4,4%) als auch in den meisten Dienstleistungsbereichen deutlich an.

Lieferengpässe behindern im Verarbeitenden Gewerbe massiv die Produktion und es entstehen sehr lange Lieferzeiten, die auch der Endverbraucher zu spüren bekommt. Weltweit ist der Mangel an Halbleitern ein beschränkender Faktor, aber auch andere Engpässe bei Baumaterialien und Chemiegrundstoffen sind zu verzeichnen. Diese haben auch einen preistreibenden Effekt, der durch die Verteuerung von Rohstoffen noch verstärkt wird. Die privaten Konsumausgaben haben sich wieder spürbar belebt. Maßgeblich sind hier die Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen zu nennen, die die Wirtschaftsbereiche im unterschiedlichem Maß tangierten. Die Lockerungen im Einzelhandel wurden dabei deutlich früher aufgehoben als in vielen anderen Dienstleistungsbranchen. Demnach erholte sich der Warenkonsum kräftig und die Normalisierung der Konsumgewohnheiten konnte verzeichnet werden. Dies zeigte sich auch durch rückläufige Umsätze im Online-Handel. 2

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2021 der RCL-DO war wie im Vorjahr weiterhin durch vorgenannte Pandemieauswirkungen beeinflusst. Zudem hat die Blockade im Suezkanal einen erheblichen Teil der Warenströme beeinflusst und die damit verbundenen Prozesse gestört bzw. verlangsamt.

Die schrittweisen und konstanten Öffnungen der zuvor eingeschränkten stationären Absatzkanäle von Fast Moving Consumer Goods, kurz FMCG, wie z.B. der stationäre Handel von Sportartikeln, gepaart mit einem belebenden Konsumverhalten sind in den Zahlen der RCL-DO mit einer deutlichen Steigerung der WS zu erkennen.

Die bestehenden langjährigen Dienstleistungsverträge werden seitens der RCL-DO vollumfänglich erfüllt. Durch die Teilkündigung eines Automobilzulieferers und den Weggang eines Gefahrstoffkunden bei der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG wird auch die RCL-DO eine Umsatzreduzierung im Jahr 2022 erfahren.

Im Jahr 2021 wurden die Weichen für den weiteren Ausbau des Standortes Dortmund der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG zum Gefahrstoffstandort gestellt. Neben den vorhandenen Kapazitäten in B04 und B06 ist eine Erweiterung mit B05 auf dann 42.000m² mit der Genehmigung zum Betrieb nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) vorgesehen.

Hierzu wurde insbesondere mit den Behörden über die Art und die Umfänge der Antragsstellung diskutiert und die erforderlichen Gutachten erstellt.

Die Einreichung zur Genehmigung erfolgt dann im Jahr 2022.

Die Wertschöpfung 3 konnte in Summe deutlich ausgebaut werden und übertraf damit die Erwartungen.

Der Personalaufwand ist höher als im Vorjahr. Grund hierfür sind die Personalkostensteigerungen.

Diese Entwicklungen führten schlussendlich dazu, dass das prognostizierte Ertragsziel trotz deutlich gesteigerter WS nur zu einer leichten Erhöhung des Deckungsbeitrages (DB) III geführt hat. Jedoch kann das Ergebnis unter den genannten und im Jahresverlauf verändernden sowie herausfordernden Bedingungen als ein gutes und stabiles Ergebnis interpretiert werden.

Der Deckungsbeitrag III (DB) ist das operative Ergebnis und dient als finanzieller Leistungsindikator zur Messung aller operativen Aktivitäten. Diese Kennzahl ergibt sich durch Bereinigung des Ergebnisses vor Steuern um die sonstigen Beteiligungserträge, um neutrale Aufwendungen und Erträge sowie um Konsolidierungseffekte unter Berücksichtigung von kalkulatorischen Steuern.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage:

2021 2020
Eigenkapitalquote in % 3,2 1,7
Bilanzsumme in T€ 1.658 1.897

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2021 T€ 1.658 (Vorjahr T€ 1.897) bei einem Eigenkapital von T€ 53 (Vorjahr T€ 33).

Die Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch den Abbau von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen Gesellschafter zum Stichtag gesunken

Finanzlage:

Die RCL-DO beteiligt sich als Unternehmen der Rhenus- Gruppe an dem Konten-Clearing-Verfahren der Rhenus SE & Co. KG, Holzwickede. Im Geschäftsjahr 2021 war die Liquidität unserer Gesellschaft jederzeit gesichert.

Ertragslage:

2021 2020
Wertschöpfung (Rohergebnis) in T€ 10.303 9.491
EBITDA/ Rohertrag in % 0,3 0,1
Deckungsbeitrag III (DB III) in T€ 18 1
Jahresüberschuss in T€ 27 2
JÜ / Rohertrag in % 0,3 0,0
Personalintensität in % 97,8 97,1
Personalaufwand / Wertschöpfung x 100
Wertschöpfung pro Mitarbeiter in T€ 31,9 30,9

Die RCL-DO hat im Geschäftsjahr 2021 eine Gesamtleistung einschließlich sonstiger betrieblicher Erträge in Höhe von T€ 14.122 (Vorjahr T€ 12.422) erzielt. Damit kann festgehalten werden, dass das Geschäftsjahr umsatzseitig auf Vorjahresniveau abgeschlossen und den prognostizierten Umsatz übertroffen hat.Die meisten Kundengeschäfte der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG konnten von der positiven Konsumentwicklung profitieren und dies ist in Form von gestiegenen Auftragsvolumina in die RCL-DO eingeflossen. Mit den gestiegenen Umsätzen sind auch die Fremdleistungen gestiegen, so dass sich die Wertschöpfung in etwa parallel zum Umsatz entwickelt hat.

Branchenübliche Lohnzuwächse als auch die Auszahlung von Corona-Prämien haben die eigenen Personalkosten ansteigen lassen.

Auch dieses Jahr hat ein gutes Corona-bedingtes Personal-Management richtig auf die sich ständig ändernden Situationen reagiert. Der leicht angewachsene Personalstamm und die gestiegenen Personalkosten führten in Summe zu einer höheren Personalintensitätskennziffer, bezogen auf die Wertschöpfung.

Die RCL-DO erzielte unter Berücksichtigung von Steuern ein operatives Ergebnis (DB III), dass der Rhenus-Gruppe als finanzieller Leistungsindikator für die interne Steuerung dient, in Höhe von 18 T€.

Auf Ebene dieses operativen Ergebnisses (DB III) war eine Verbesserung um 17 T€ zu verzeichnen. Das operative Ergebnis lag damit deutlich über dem Vorjahr und auf Niveau des geplanten Budgets.

Zusammenfassend zeigte das Berichtsjahr aus Sicht der Unternehmensleitung eine unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren zufriedenstellende und stabile Entwicklung.

Wesentliche Chancen und Risiken

Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement der Rhenus SE & Co. KG eingebunden.

Das Risikomanagement der Rhenus-Gruppe hat das Ziel, Risiken frühestmöglich zu identifizieren und zu bewerten, durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen zu begrenzen, sowie eine Bestandsgefährdung der Gruppe zu vermeiden.

Im Rahmen ihres Risikomanagements benutzt die Rhenus-Gruppe wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente für die Erkennung von und den Umgang mit Risiken. Das sehr detaillierte monatliche Berichtswesen erfasst zeitnah die Geschäftsentwicklung in allen Bereichen der Gruppe und erlaubt über einen Plan-/Ist-Vergleich sowie eine umfangreiche Kommentierung die Identifikation von Risikopositionen. Mit der Einführung eines Rolling-Forecasts werden die Abweichungen zwischen den IST Zahlen zur Budgetplanung beispielsweise schneller aufzeigt.

Sofern Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergriffen werden können, wird auch deren Auswirkung auf das Risiko bewertet. Das verbleibende Risiko wird im internen Risikobericht als Nettorisiko dargestellt. Als Risiken werden Sachverhalte betrachtet, die über die im Budget bereits verarbeiteten Sachverhalt hinausgehen.

Sämtliche wesentlichen Beteiligungsgesellschaften sind in die monatliche Ergebnisberichterstattung (MER) der Rhenus eingebunden. Im Rahmen der MER wird die Ergebnissituation der Gesellschaften kontinuierlich überwacht und einem ständigen Plan- und Zielabgleich unterzogen. Zur verbesserten Früherkennung von finanziellen Schieflagen und Fehlentwicklungen findet in der Rhenus-Gruppe eine jährliche Budgetierung und Mittelfristplanung der Berichtseinheiten statt . Auch Chancen und Risiken werden dabei berücksichtigt und bewertet. Die Geschäftsleitung wird außerdem über ein regelmäßiges Liquiditätscontrolling in Form von wöchentlichen Meldungen der Bankkontostände informiert.

Das wesentliche Risiko stellt, wie bereits im Vorjahr, eine zu befürchtende nachhaltige Eintrübung der Konjunktur im Konsumgüterbereich dar. Die Pandemie als Hauptrisikofaktor ist inzwischen durch den Russland-Ukraine-Krieg abgelöst worden. Der russische Angriff auf die Ukraine hat unmittelbare Folgen für die weltweiten Lieferketten sowie die bereits deutlich zu spürenden Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie die Anpassung der Löhne u.a. durch das Mindestlohngesetz (MiLoG).

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Chancen- und Risikostruktur sowohl der einzelnen Geschäftsbereiche als auch der Rhenus-Gruppe mit Ausnahme der Länderrisiken Ukraine und Russland nicht grundlegend verändert.

Als Chancen versteht die Rhenus-Gruppe in ihrem Chancenmanagement die positiven Abweichungen von der Budgetplanung, die auf zukünftigen Ereignissen und Entwicklungen basieren. Die Identifikation und Ergreifung von Chancen leisten einen bedeutenden Beitrag zum Unternehmenswachstum.

Der zukünftige Erfolg ist eng mit dem Markterfolg der Kunden der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG verbunden. Die Absicherung der Zukunftsaussichten in den Kundenprojekten ist nach wie vor eine der zentralen Aufgaben für 2022.

Die Finanzlage sehen wir durch die Einbindung unserer Gesellschaft in die Rhenus- Gruppe für die Folgejahre als gesichert an. Weitere bisher nicht genannte Risiken sind nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht absehbar.

Derzeit sehen wir den weiteren Fortbestand der RCL Dortmund GmbH als nicht gefährdet an. Die Vermögens- und Finanzlage ist ebenfalls solide.

Prognose

Die Wirtschaftsprognose Sommer 2022 legt dar, dass der Krieg in der Ukraine sich weiter negativ auf die EU-Wirtschaft auswirken, das Wachstum beeinträchtigen und zu einer höheren Inflation führen wird, als noch in der Frühjahrsprognose erwartet. Die Kommission prognostizierte für die EU ein BIP-Wachstum von 2,7% (2022) und 1,5% (2023) bei einer Inflationsrate von 8,3% (2022) und 4,6% (2023) 4 .

Ausgehend von der aktuellen Situation, dass ein langjähriges umschlagträchtiges Projekt im Jahr 2022 wegfällt wie auch dem andauernden Russland-Ukraine-Krieg, erwartet die RCL-DO neben zusätzlichen Kostenbelastungen ein eingebremstes Wachstum und somit auch insgesamt negative Auswirkungen auf das Jahresergebnis. Dem gegenüber stehen die guten Erfahrungen aus den vergangenen Jahren unserer verbleibenden Kunden der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG und einer damit verbundenen stabilen Nachfrage alltagsgebräuchlicher Produkte oder die zu deren Herstellung benötigt werden. Mit steigenden Impfquoten sowie der allmählichen Durchseuchung hoffen wir auf eine positive Entwicklung, was die Ausfallzeiten der Mitarbeiter angeht. In Summe hoffen wir, dass sich die negativen Auswirkungen in Grenzen halten, die allgemeine Kostenbelastungen normalisieren und sich damit das Konsumverhalten im Laufe des Jahres 2022 stabilisiert. Diese Annahme unterliegt der Einschätzung, dass wir im Jahr 2022 wie geplant unsere Kundengeschäfte erweitern können und die Kunden der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG ihr Ergebnis durch die Einführung neuer Produktsortimente sowie mit nationalem und internationalem Wachstum weiter verbessern.

Im Geschäftsjahr 2022 ist vor dem Hintergrund der geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Lage von einer schwächeren Entwicklung auszugehen. Mit dem Auszug zweier Kunden der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG, stehen Lager-Umstrukturierungen und -Konsolidierungen an. Die Wertschöpfung wird aufgrund des Kundenwegfalls schwächer ausfallen. Die Personalintensität wird durch knappe Verfügbarkeiten und vor allem durch tarifliche Lohnentwicklungen und Mindestlohnanpassung weiter steigen. Die Kennzahlen der Finanz- und Vermögenslage werden sich 2022 voraussichtlich auf dem Niveau des Jahres 2021 bewegen. Die Lagerkapazitäten der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG werden aufgrund steigender Planmengen der Kunden der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG aller Voraussicht nach weiterhin voll ausgelastet sein. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 einen DB III auf Niveau des Vorjahres.

 

Holzwickede, den 31.07. 2022

RCL Dortmund GmbH, Holzwickede

Die Geschäftsführung

1 BMWK - Wirtschaftliche Lage in Deutschland - Pressetabelle Februar 2022
2 Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2021
3 Wertschöpfung der internen Berichterstattung ähnelt als Differenz aus Umsätzen und Fremdleistungen dem Rohergebnis, bereinigt um neutrale Effekte
4 Europäische Kommission - Wirtschaftsprognose Sommer 2022

Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Umlaufvermögen    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.674,32 0,00
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.619.327,89 1.846.073,17
3. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.294,23 34.777,90
  1.646.296,44 1.880.851,07
B. Aktive latente Steuern 11.557,29 15.915,75
  1.657.853,73 1.896.766,82

Passiva

  31.12.2021 31.12.2020
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 23.970,09 23.970,09
III. Verlustvortrag -16.445,21 -25.479,13
IV. Jahresüberschuss 20.563,14 9.033,92
  53.088,02 32.524,88
B. Rückstellungen 708.849,88 588.869,48
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 252.223,67 806.307,15
2. Übrige Verbindlichkeiten 643.692,16 469.065,31
  895.915,83 1.275.372,46
  1.657.853,73 1.896.766,82

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

  2021 2020
 
1. Rohergebnis 10.303.359,83 9.491.011,41
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -8.346.153,82 -7.690.259,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.725.866,50 -1.522.880,02
und für Unterstützung    
(davon für Altersversorgung € 5.386,49; Vorjahr € 10.322,12)    
  -10.072.020,32 -9.213.139,33
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -197.168,68 -270.228,26
(davon aus Währungsumrechnung € 0,00; Vorjahr € 0,10)    
4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.709,23 -6.043,04
(davon an verbundene Unternehmen € 1.006,23;    
Vorjahr € 685,04)    
5. Ergebnis vor Steuern 27.461,60 1.600,78
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -6.898,46 7.433,14
(davon Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter    
Steuern € 4.358,46; Vorjahr Ertrag € 7.433,14)    
7. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 20.563,14 9.033,92

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2021

RCL Dortmund GmbH , Holzwickede
Amtsgericht Hamm
HRB 4322

I. GRUNDLAGEN

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEIS-METHODEN

Die Gliederungsschemata gemäß §§ 266 und 275 HGB wurden zur verbesserten Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage um folgende Positionen geändert:

In der Bilanz:

Ausweis der Forderungen gegen Gesellschafter.

In der Gewinn- und Verlustrechnung:

Eingefügte Zwischensummen: Gesamtleistung, Rohergebnis, Ergebnis vor Steuern.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben.

Aktiva:

Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten.

Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von 5 Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes . Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern.

Passiva:

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,87 % p.a. (Vorjahr: 2,31 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 2,25 % p.a. (wie im Vorjahr) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 1,75 % p.a. (wie im Vorjahr) sowie eine Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. (wie im Vorjahr) unterstellt.

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungs-abzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen Gesellschafter handelt es sich um Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Eigenkapital:

Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 €.

Im Eigenkapital ist ein Betrag von 4.222,00 € aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen zur Ausschüttung gesperrt.

R ückstellungen:

Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31.12.2021 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 4.222,00 €.

Verbindlichkeiten:

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Weitere Angaben zur Bilanz:

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 20.563,14 € soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Zinsen und ähnliche Aufwendungen:

In den Zinsen ist ein Zinsanteil aus der Zuführung zu Rückstellungen in Höhe von 5.703,00 € (Vorjahr 5.358,00 €) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag :

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind latente Körperschaftsteuer in Höhe von 2.178,46 € und latente Gewerbesteuer in Höhe von 2.180,00 € enthalten.

V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES

Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

VI. ERGÄNZENDE ANGABEN

Arbeitnehmerzahlen:

Im Jahr 2021 waren durchschnittlich beschäftigt:

  2021 2020
Angestellte 19 19
gewerbliche Mitarbeiter 238 241
Aushilfen 53 31
Summe Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB 310 291
Auszubildende 13 16
Gesamtsumme 323 307

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 a HGB sind nach Art und Betrag zu nennen:

    Restlaufzeiten
Gesamt  ≤ 1 Jahr > 1 Jahr D avon > 5 Jahre
 
- Leasingverträgen 83.110,02  35.182,56 47.927,46 0,00
  83.110,02   35.182,56 47.927,46 0,00

VII. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Mitgliedschaft im Konzern:

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Rhenus SE & Co. KG mit Sitz in Holzwickede, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen.

VIII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANEN

Der Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehören bzw. gehörten an:

Andreas Mayer
Mitglied der Geschäftsleitung der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG
Geschäftsführer der RCL Dortmund GmbH

Dirk Philipp
Niederlassungsleiter der NL Dortmund der Rhenus Warehousing Solutions SE & Co. KG
Geschäftsführer der RCL Dortmund GmbH

Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

RCL Dortmund GmbH

Holzwickede, den 31.07.2022

(Die Geschäftsführung)
Andreas Mayer
Dirk Philipp


Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:


"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RCL Dortmund GmbH, Holzwickede

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RCL Dortmund GmbH, Holzwickede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RCL Dortmund GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2020 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sind nicht geprüft.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 07. Dezember 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer
ppa. Manuela Broser, Wirtschaftsprüferin"


Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 07.12.2022 festgestellt.

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