Ensinger GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Peter Ensinger seit 29.11.2013 | Geschäftsführer |
Achim Lehmann seit 29.11.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ekural GmbHNufringen (vormals: Hildesheim)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2013 bis zum 31.03.2014XXXX Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ekural GmbH, Nufringen (vormals: Hildesheim), für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin, wonach am 20. Mai 2013 durch einen Brand alle Produktionsanlagen und die dazugehörigen Steuerungselemente beschädigt wurden. Als Folge dessen beschloss die Geschäftsführung im Juli 2013 die Beendigung der operativen Tätigkeit der Gesellschaft und hat daher den Jahresabschluss unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.
Stuttgart, 3. Juli 2014 Ernst
& Young GmbH
Heubach, Wirtschaftsprüfer Storz, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. März 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2013/2014AllgemeinesIm Juli 2013 beschloss die Geschäftsführung, die Geschäftstätigkeit der ekural GmbH zu beenden. Der Geschäftsbetrieb wurde zum 31.12.2013 eingestellt. Die Mitarbeiter wurden zum 31.12.2013 und 31.01.2014 gekündigt. Die weitere Abwicklung, insbesondere der Verkauf der Anlagegüter, erfolgt durch die Muttergesellschaft Ensinger GmbH in Nufringen. Der Firmensitz der ekural GmbH wurde nach 71154 Nufringen verlegt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 29. November 2013. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gesellschaft erfüllt erstmals die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft, die Rechtsfolgen treten daher noch nicht ein und es sind für den Jahresabschluss noch die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften anzuwenden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise in diesem Anhang gesondert dargestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAuf Grund der Beendigung der operativen Geschäftstätigkeit der ekural GmbH wurde bei der Bilanzierung und Bewertung nicht mehr von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bis zum Zeitpunkt des Brandes planmäßig abgeschrieben. Alle Anlagegegenstände werden linear abgeschrieben. Die Bewertung erfolgte unter Abkehr der Going-Concern-Prämisse zu Liquidationswerten. Hiermit in Zusammenhang stehende außerplanmäßige Abschreibungen werden im Anlagespiegel separat ausgewiesen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 sind im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst worden. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p. a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Vorräte wurden im Vorjahr zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Notwendige Abschreibungen auf den Marktwert aufgrund der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse wurden vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und fertigen Erzeugnisse wurden im GJ 2013/14 komplett veräußert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Auf Grund der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse wurden Verpflichtungen und Drohverluste aus Miet- und Leasingverhältnissen, die im Zusammenhang mit der geplanten Auflösung der Gesellschaft stehen, als Rückstellungen erfasst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Einbuchung der langfristigen Rückstellungen erfolgte mit der Nettomethode. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmens-individuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Davon-Vermerke in der Gewinn- und Verlustrechnung umfassen sowohl die unrealisierten als auch die realisierten Währungskursdifferenzen. Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Erläuterungen zur BilanzAktiva Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die Bewertung unter Abkehr der Going-Concern-Prämisse erfolgt nach den Verhältnissen am Absatzmarkt. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden aufgrund der fehlenden Verwertbarkeit und der nicht vorhandenen Werthaltigkeit die "entgeltlich erworbene Software" und der "Geschäfts- und Firmenwert" außerplanmäßig voll abgeschrieben. Im Sachanlagevermögen wurde zur Ermittlung der außerplanmäßigen Abschreibung ein Gutachten bzgl. der Werthaltigkeit der Sachanlagegegenstände sowie zu erwartende Leistung der Versicherung, soweit diese schon als gesichert erscheinen, verwertet. Weitere im Geschäftsjahr 2013/2014 vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden im Anlagespiegel separat ausgewiesen. Vorratsvermögen Das Vorratsvermögen wurde im Geschäftsjahr 2013/14 veräußert bzw. komplett wertberichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren aus einer Vorsteuererstattung des Finanzamts. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Latente Steuern Die Ermittlung der latenten Steuern zum 1. April 2013 bzw. 31. März 2014 führte zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern. Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz ergaben sich im Wesentlichen aus den im Handelsrecht gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste. In Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde auf die Aktivierung des Überschusses von aktiven latenten Steuern verzichtet. Es wird ein Steuersatz von 27,82 % für die Berechnung der latenten Steuern verwendet. Passiva Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für Rechts- und Beratungskosten, die in Verbindung mit der Schließung stehen, in Höhe von TEUR 50 und für die sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit Fälligkeit über 1 Jahr eingestellt. Dies beinhaltet Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 570. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen enden zwischen 2014 und 2018. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Darlehensverträgen (TEUR 6.086, Vj. TEUR 6.086). Die Verbindlichkeiten umfassen solche gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.086 (Vj. TEUR 6.086). Mit Schreiben vom 24. September 2013 hat die Ensinger GmbH gegenüber der ekural den Rangrücktritt ihrer Forderungen in Höhe von TEUR 8.085 erklärt. Zum Stichtag beträgt diese Forderung TEUR 6.086. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungMaterialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Erträge Im sonstigen betrieblichen Ertrag ist ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 34) enthalten. Außerordentliche Erträge Die außerordentlichen Erträge betreffen Schadensersatzzahlungen der Versicherungen aufgrund des Brandes im Mai 2013 in Höhe von TEUR 3.961 sowie Auflösungen von Rückstellungen für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (TEUR 712) und Rechts- und Beratungskosten (TEUR 200). Außerordentliche Aufwendungen Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Kosten, die zur Reparatur der beschädigten Maschinen in Höhe von TEUR 726 aufgrund des Brandes aufgewendet werden mussten sowie Sonderabschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 33. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 2.750. Im Einzelnen betreffen diese zwei Forderungsverzichte mit Besserungsschein gegenüber der Ensinger GmbH. Beschäftigte Im Jahresdurchschnitt wies die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr folgende Mitarbeiterzahl auf:
Geschäftsführer
Geschäftsführervergütung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss der ekural GmbH wird in den Konzernabschluss der Ensinger Holding GmbH & Co. KG, Nufringen, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
3. Juli 2014 Gezeichnet Klaus Ensinger Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2013/2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014der eKuraL GmbHWirtschaftliches Umfeld Mit einem Wachstum von 3 Prozent hat die Kunststoff verarbeitende Industrie Deutschlands im Jahr 2013 einen Rekorderlös erwirtschaftet. Nach zögerlichem Auftakt hatte die Umsatzentwicklung zunehmend an Fahrt gewonnen (GKV, D-61348 Bad Homburg; www.gkv.de). Alle wesentlichen Segmente der Kunststoffverarbeitung - Verpackung, Bau, Konsumwaren, Technische Teile - legten 2013 nach dem langen Winter beim Umsatz stetig zu und übertrafen mit "einem fulminanten Endspurt" im vierten Quartal die Erwartungen. Dass die Umsätze mit +3 Prozent stärker stiegen als die verarbeitete Menge an Kunststoffen - hier gab es ein Plus von 1,5 Prozent auf 13,2 Mio. t -, kann vor allem auf die hohe Innovationskraft der Branche zurück geführt werden. Die gute Gesamtentwicklung schlug sich auch in den Beschäftigtenzahlen nieder. So stieg die Zahl der Arbeitnehmer in der Kunststoff verarbeitenden Industrie binnen Jahresfrist um 1,3 Prozent auf 303.000 und diejenige der Betriebe mit über 20 Mitarbeitern um 0,9 Prozent auf 2.849. Der für die ekural wichtige Bausektor konnte bei konstantem Mengenverbrauch von 3,1 Mio. t Kunststoffen die Erlöse um 2,1 Prozent auf 11,7 Mrd. EUR steigern, obwohl die Umsätze nach dem sehr langen Winter noch im Mai aussichtslos unter dem Vorjahreswert gelegen hatten - wider Erwarten holten die meisten Unternehmen die entgangenen Geschäfte in der verbleibenden kurzen Zeit auf. Im Bereich Konsumwaren und sonstige Anwendungen gab es bei einem ebenfalls stabilen Verbrauch von 3,1 Mio. t Kunststoffen einen Umsatzzuwachs von 2,7 Prozent auf 18,5 Mrd. EUR. Die Exporte der Kunststoff verarbeitenden Industrie zogen im vergangenen Jahr mit +4,6 Prozent auf 20,5 Mrd. EUR stärker an als die Inlandsumsätze (+2 Prozent auf 37,1 Mrd. EUR). Vorrangiges Exportziel waren die anderen Länder der Eurozone. Die Schatten der Euro-Krise traten im Jahresverlauf zunehmend in den Hintergrund. Das Unternehmen eKuraL eKuraL mit Hauptsitz in Deutschland, Nufringen (vormals Hildesheim), war ein international tätiges Unternehmen auf dem Gebiet der Verwertung und materiellen Wiedergewinnung von Industrieresten basierend auf Polyamid 6 und 66. Das Unternehmen wurde im Mai 2008 gegründet und ist eine 100%-ige Tochter der Ensinger GmbH. Bei eKuraL wurden Industriereste, wie Garn- und Faserabfälle, Folienreste aus PA6 und PA66 zerkleinert, getrocknet, geschmolzen und zum Regranulat, je nach Rezeptur, mit bestimmten Eigenschaften verarbeitet. Die Firma ekural befindet sich auf Grund des Brandes in der Beendigung der Tätigkeiten. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Die Gesellschaft begann das Jahr mit einem guten Umsatzmonat April, bei dem das Umsatzziel nur knapp (-8,2 %) verfehlt wurde. Der Operating Profit im April lag auf dem geplanten Niveau. Am 20.05.2013 entstand ein Brand in der Produktionshalle 1 der eKuraL in Hildesheim. Dabei wurden alle Produktionsanlagen und die dazugehörigen Steuerungselemente beschädigt sowie Teile der dort gelagerten Rohstoffe. Ebensowurde ein Teil der angemieteten Halle beschädigt. Im Juli 2013 beschloss die Geschäftsleitung, die eKuraL aufzulösen. Die operative Tätigkeit der eKuraL wurde zum 31.12.2013 eingestellt. Bis Oktober 2014 wurde die Produktion mit Lohngranulierern fortgesetzt; anschließend erfolgte der Abverkauf der Lagerbestände. Die Verträge mit Mitarbeitern wurden zum 31.12.2013 und 31.01.2014 aufgelöst. Der Firmensitz wurde zum 20.11.2013 nach Nufringen verlegt. 1. Vermögens- und Finanzlage Auf Grund der Beendigung der Tätigkeit der eKuraL zum 31. Dezember 2013 wurde bei der Bilanzierung und Bewertung per 31.03.2014 nicht mehr von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, sondern vielmehr Werte, basierend auf den derzeit herrschenden Marktverhältnissen, vor dem Hintergrund der Abkehr von der Going-Concern-Prämisse umgesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht mehr. Auf der Passivseite wurden Verpflichtungen und Drohverluste im Zusammenhang mit der Beendigung der operativen Tätigkeit berücksichtigt. Die gemietete Produktionshalle konnte für die Restlaufzeit des Mietvertrags teilweise untervermietet werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf TEUR 14,6. Im Geschäftsjahr 2013 / 2014 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 393. Das Eigenkapital bleibt negativ (TEUR -3.731) und wird als nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag auf der Aktivseite ausgewiesen. 2. Ertragslage Das operative Geschäft der ekural wurde zum 31.12.2013 eingestellt. Der Umsatz beläuft sich hierdurch lediglich auf TEUR 6.051. Die Herstellkosten konnten im Berichtszeitraum nicht in gleicher Höhe reduziert werden. Die Auslagerung der Fertigung nach dem Brand auf Lohnfertiger hielt die Herstellkosten auf hohem Niveau. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wurde hierdurch negativ mit TEUR -2.586 beeinflusst. Die Vertriebskosten und Verwaltungskosten sanken im Berichtszeitraum aufgrund der reduzierten Tätigkeit. Die Versicherung der ekural erstattete im Berichtsjahr Schäden aus der Brandschutz- sowie der Betriebsunterbrechungsversicherung in Höhe von TEUR 3.961. Diese Erstattungen wurden als außerordentlicher Ertrag erfasst. Der außerordentliche Aufwand zeigt Aufwendungen zur Reparatur der beschädigten Maschinen in Höhe von TEUR 726. 3. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2013/14 waren durchschnittlich 26 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Bilanzstichtag sind keine Mitarbeiter mehr bei der ekural beschäftigt. 4. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag wurde eine der beiden Produktionslinien verkauft. Der Kaufpreis lag über den bilanzierten Buchwerten. Ab Juli 2014 wird ein Teil der Produktionshalle untervermietet. Risiken in Verbindung mit der Beendigung der Tätigkeit der Gesellschaft Die Risiken, die mit der Beendigung der Tätigkeit der Gesellschaft in Verbindung stehen, werden regelmäßig durch das Management überwacht. Man befindet sich in laufenden Verhandlungen mit der für den Schaden zuständigen Versicherung und dem zuständigen Gutachter, dennoch ist man dem Risikoausgesetzt, dass die Versicherungsleistungen nicht in dem Umfang anfallen wie es erwartet wird. Als Folge der Beendigung der Tätigkeiten ist man in Verhandlungen mit potentiellen Käufern der verbleibenden Vermögenswerte. Man ist hier jedoch auch dem Risikoausgesetzt, dass die Vermögenswerte nicht zu dem angestrebten Preis veräußert werden können. Wir sehen die Wahrscheinlichkeit als gering an, dass sich aus dem förmlichen Prüfungsverfahren der EU-Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland ein Nachzahlungsrisikofür bereits gewährte EEG-Entlastungen ergibt. Für das Jahr 2013 läge der Betrag bei weniger als TEUR 100. Ausblick Im Geschäftsjahr 2014/15 wird die eKuraL das verbliebene Anlagevermögen veräußern. Demgegenüber werden abschließende Versicherungsleistungen erwartet. Hieraus erwartet die Gesellschaft einen leichten Jahresüberschuss.
Nufringen, 3. Juli 2014 Klaus Ensinger |
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