TRS - Technology Refresh Services AGLiquidiert

Georg-Wimmer-Ring 18, 85604 Zorneding, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 152365
Eingetragen
10.5.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Handel, Vermietung und Betreiben von Hardware für die elektronische Datenverarbeitung und andere Industriebzw. Investitionsgüter, Beratung bei derartigen Geschäften, Herstellung von Software und Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Informationstechnologie sowie alle damit unmittelbar und mittelbar zusammenhängenden Geschäften. Erwerb, Halten und Veräußerung von Beteiligungen an Gesellschaften jedweder Rechtsform, insbesondere von Gesellschaften deren Gegenstand im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bzw. vermittlung, in der Immobilienwirtschaft, sowie in der Produktion und Herstellung, den Vertrieb und den Handel mit Gütern beinhaltet. Außerdem sind alle oben genannten Unternehmensgegenstände an Unternehmen möglich, welche im Gesundheitsmarkt sowie im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Erbringung von Managementdienstleistungen und von sonstigen Dienstleistungen für Töchter- und Beteiligungsunternehmen, wobei die Aktivitäten sowohl von der Gesellschaft selbst als auch über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften verfolgt oder auf solche übertragen werden können.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRS - Technology Refresh Services AG

Zorneding

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
1. Barreserve 129,93 137,50
2. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 10.712.217,72 7.696.757,34
3. Forderungen an Kunden 261.007,42 265.311,50
4. Beteiligungen 1,00 1,00
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.273,50 25.273,50
6. Leasingvermögen 19.564.411,70 21.385.481,71
7. Immaterielle Vermögensgegenstände 139.494,10 131.832,10
8. Sachanlagen 32.840,94 46.327,94
9. Sonstige Vermögensgegenstände 845.225,78 1.022.124,82
10. Rechnungsabgrenzungsposten 35.658,58 23.753,67
11. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.330.124,81 2.671.946,32
33.946.385,48 33.268.947,40

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 0,00 13.833,19
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 31.292.374,92 30.993.497,27
31.292.374,92 31.007.330,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 406.010,21 103.283,95
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.218.550,35 1.066.632,52
4. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 34.000,00
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 50.288,00
b) andere Rückstellungen 1.029.450,00 1.007.412,47
1.029.450,00 1.057.700,47
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 488.750,00 488.750,00
b) nicht eingeforte ausstehende Einlagen -228.750,00 -228.750,00
260.000,00 260.000,00
c) Bilanzverlust -2.590.124,81 -2.931.946,32
d) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.330.124,81 2.671.946,32
33.946.385,48 33.268.947,40

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR
1. Leasingerträge 14.125.499,85 12.509.488,15
2. Leasingaufwendungen -298.756,31 -178.104,47
13.826.743,54 12.331.383,68
3. Zinserträge
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 31.792,38 33.127,65
4. Zinsaufwendungen -502.518,67 -518.659,25
-470.726,29 -485.531,60
5. Sonstige betriebliche Erträge 202.821,13 51.706,20
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -1.373.736,81 -1.240.913,01
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -109.443,36 -110.879,95
darunter: für Altersversorgung: EUR 2.322,00 (Vorjahr: TEUR 0)
-1.483.180,17 -1.351.792,96
b) andere Verwaltungsaufwendungen -852.274,28 -954.551,55
-2.335.454,45 -2.306.344,51
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen a uf
a) Leasingvermögen -10.911.519,49 -9.430.397,52
b) immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -35.236,23 -32.430,26
-10.946.755,72 -9.462.827,78
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.074,30 0,00
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -4.750,00 -11.594,78
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 61.500,00 73.000,00
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 0,00 0,00
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 331.303,91 189.791,21
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.583,32 -281,71
14. Sonstige Steuern 3.934,28 -58,00
15. Jahresüberschuss 341.821,51 189.451,50
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -2.931.946,32 -3.121.397,82
17. Bilanzverlust -2.590.124,81 -2.931.946,32

ANHANG für das Geschäftsjahr 2020

der TRS - Technology Refresh Services AG, Zorneding

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die TRS - Technology Refresh Services AG hat ihren Sitz in Zorneding und ist unter der Nummer HRB 152365 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Regelungen der §§ 340 ff. HGB i.V. mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt.

Der Ausweis der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den nach § 2 RechKredV vorgeschriebenen Formblättern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in der Staffelform aufgestellt.

Die Positionen in der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung - bis auf die in diesem Anhang unter den Punkten III. Angaben zur Bilanz und IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung erläuterten Beträge - betreffen das Leasinggeschäft.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung wurde trotz der bestehenden bilanziellen Überschuldung weiterhin unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) vorgenommen, da entsprechend der Einschätzung der Geschäftsführung die Überschuldung durch nicht aktivierbare stille Reserven beseitigt wird. Die stillen Reserven führen zu einer positiven Fortführungsprognose für die Gesellschaft durch die Geschäftsführung.

1. Barreserve

Die Barreserve wurde mit ihrem Nennwert angesetzt.

2. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden sind zum Nennwert bilanziert.

3. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

4. Leasingvermögen

Die Bilanzierung des Leasingvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Das Leasingvermögen wird linear über i.d.R. 42 Monaten abgeschrieben.

5. Immaterielle Anlagewerte

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren linear abgeschrieben.

6. Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 13 Jahre

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst.

Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

7. Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bilanziert.

8. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erlöse für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

9. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Andere Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

III. ANGABEN ZUR BILANZ

1. Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind gemäß ihrer Restlaufzeit in der nachfolgenden Fristengliederung dargestellt:

31.12.2020 31.12.2019
Forderungen an Kunden
bis 3 Monate 261.007,42 265.311,50
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,00 0,00
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 0,00
mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
261.007,42 265.311,50

2. Anlagespiegel

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen nicht das Leasinggeschäft.

Die Entwicklung der wie Anlagevermögen bewerteten Vermögensgegenstände ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel auf der folgenden Seite dargestellt:

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Beteiligungen 216.390,00 0,00 0,00 216.390,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.273,50 0,00 0,00 25.273,50
Leasingvermögen 56.159.164,39 9.366.683,75 8.777.119,46 56.748.728,68
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 745.858,44 0,00 18.600,00 727.258,44
Geleistete Anzahlungen 78.890,60 27.000,00 0,00 105.890,60
824.749,04 27.000,00 18.600,00 833.149,04
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.854,85 4.154,73 0,00 234.009,58
Sonstige Vermögensgegenstände
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.286.241,67 0,00 242.291,67 2.043.950,00
59.741.673,45 9.397.838,48 9.038.011,13 60.101.500,80
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Abschreibungen Abgänge Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
Beteiligungen 216.389,00 0,00 0,00 216.389,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Leasingvermögen 34.773.682,68 10.911.519,49 8.500.885,19 37.184.316,98
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 692.916,94 17.594,50 16.856,50 693.654,94
Geleistete Zahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
692.916,94 17.594,50 16.856,50 693.654,94
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 183.526,91 17.641,73 0,00 201.168,64
Sonstige Vermögensgegenstände
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.275.450,00 0,00 61.500,00 1.213.950,00
37.141.965,53 10.946.755,72 8.579.241,69 39.509.479,56
Restbuchwerte
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
EUR EUR
Beteiligungen 1,00 1,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.273,50 25.273,50
Leasingvermögen 19.564.411,70 21.385.481,71
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.603,50 52.941,50
Geleistete Anzahlungen 105.890,60 78.890,60
139.494,10 131.832,10
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.840,94 46.327,94
Sonstige Vermögensgegenstände
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 830.000,00 1.010.791,67
20.592.021,24 22.599.707,92

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von insgesamt TEUR 845 (Vorjahr TEUR 1.022) betreffen TEUR 845 (Vorjahr TEUR 1.022) nicht das Leasinggeschäft.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 830 (Vorjahr TEUR 1.011) enthalten. Hiervon haben TEUR 430 (Vorjahr TEUR 1.011) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 830 (Vorjahr TEUR 1.011) enthalten.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind partiarische Darlehen in Höhe von TEUR 430 (Vorjahr TEUR 580) enthalten.

4. Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Bilanzpositionen sind nachrangige Vermögensgegenstände in Höhe der jeweils angegebenen Beträgen enthalten:

TEUR
Sonstige Vermögensgegenstände 335

5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist) sind in der nachstehenden Fristengliederung zu ersehen:

31.12.2020 31.12.2019
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
bis 3 Monate 2.352.214,46 2.326.474,85
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 7.110.904,78 7.036.363,34
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 21.829.225,6 21.630.659,08
8
mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
31.292.374,92 30.993.497,27

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen branchenübliche Sicherheiten, insbesondere Sicherungsübereignungen der Leasingobjekte.

31.12.2020 31.12.2019
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
bis 3 Monate 406.010,21 103.283,95
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 0,00 0,00
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 0,00 0,00
mehr als 5 Jahre 0,00 0,00
406.010,21 103.283,95

6. Sonstige Verbindlichkeiten

Von den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 1.219 (Vorjahr TEUR 1.067) betreffen TEUR 1.012 (Vorjahr TEUR 982) das Leasinggeschäft.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Tantiemen 508 415
Erfolgsabhängige Vergütung
Beratung 303 349
Boni Mitarbeiter 113 102
Urlaub und Überstunden 11 10
Sonstige, je unter TEUR 50 94 131
1.029 1.007

8. Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 488.750,00 und ist in 488.750 Inhaberaktien zum Nennbetrag von jeweils EUR 1,00 unterteilt. Es ist in Höhe von EUR 260.000,00 einbezahlt.

Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:

EUR
Verlustvortrag zum 1. Januar 2020 2.931.946,32
Jahresüberschuss 2020 341.821,51
Bilanzverlust zum Stand 31. Dezember 2020 2.590.124,81

Zum 31.12.2020 weist die Gesellschaft einen Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.330 (Vorjahr TEUR 2.672) aus. Eine Überschuldung im Sinne von § 19 der Insolvenzordnung ist jedoch nicht gegeben.

Die bilanzielle Überschuldung resultiert im Wesentlichen aus der handelsrechtlichen Abschreibung eines Leasingmietparks. Die Entgelte für diese Nutzungsüberlassungen übersteigen bis zum Ende der Laufzeit der Leasingverträge die Abschreibungen und die Zinsen. Die Fortführung der Gesellschaft ist gesichert.

Unter der Annahme einer Unternehmensfortführung sind daher bei einer Bewertung des Vermögens der TRS AG zu Verkehrswerten im Vermögen der TRS AG stille Reserven vorhanden, die den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag übersteigen. Dies wird durch die Ermittlung des Substanzwertes bestätigt.

9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre ab 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
50 136 0 186

Im Vorjahr betrugen die nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen TEUR 235.

IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Leasingerträge

Die Leasingerträge betreffen Erlöse aus Leasingraten (TEUR 12.781, Vorjahr TEUR 11.454) und der Verwertung von Vermietvermögen (TEUR 1.344, Vorjahr TEUR 1.056).

2. Leasingaufwendungen

Die Leasingaufwendungen betreffen Buchwertabgänge in Höhe von TEUR 299 (Vorjahr TEUR 178).

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus periodenfremden Zinserträgen in Höhe von TEUR 150.

4. Abschreibungen

Auf Zinsforderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgten im Jahr 2020 Wertberichtigungen in Höhe von EUR 4.750,00.

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 10 Angestellte (Vorjahr: 10 Angestellte).

2. Gesellschaftsorgane

Als Mitglieder des Vorstands sind bestellt:

Herr Dr. Otto Harder, Kaufmann

Zum Aufsichtsrat sind bestellt:

Herr Josef Rentmeister, Geschäftsführer (Vorsitzender)

Herr Peter Lothar Robert Nebel, Diplom-Ökonom (stv. Vorsitzender)

Frau Gabriele Harder, Bankkauffrau

Die Vergütungen der Aufsichtsräte für das Jahr 2020 betrugen insgesamt EUR 28.000,00.

3. Anteilsbesitz

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hat:

Name Sitz Art der Bet. Beteiligungsquote Eigenkapital 31.12.2019 Jahresergebnis 2019
% TEUR TEUR
AAA Beteiligungen GmbH Zorneding u 100,00 -1.038 -3
financialbot.com AG, Neuss Neuss u / m 42,98 8 154
Dieselstraße Verwaltungs GmbH Zorneding m 100,00 30 0
Dieselstraße GmbH & Co. KG (1) Zorneding m 100,00 1 45
Trisana GmbH i.L. (2) Zorneding m 85,00 -761 -17
Columbus AG Düsseldorf m 39,00 1.539 50
human4farma GmbH Wolfratshausen m 60,00 1.018 408
My Beautique GmbH Zorneding m 50,00 -49 -18

u = unmittelbare Beteiligung
m = mittelbare Beteiligung über AAA Beteiligungen GmbH
(1) = Eigenkapital sind die Kapitalanteile der Kommanditisten
(2) = Eigenkapital zum 30. Juli 2019, Jahresergebnis für Rumpfwirtschaftsjahr 01.01.2019 bis 30.07.2019

Bei den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um nicht börsennotierte Wertpapiere.

4. Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 13 (Vorjahr TEUR 13).

5. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 341.821,51 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 2.931.946,32 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Zorneding, 29. März 2021

TRS - Technology Refresh Services AG

Dr. Otto Harder

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

A. Unternehmensgegenstand und Umfang der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die TRS - Technology Refresh Services AG (nachfolgend TRS AG) stellt als Hauptprodukt für große heterogene Technologie-Portfolien, auf Basis strukturierter Finanzierungen, Lösungen für flexibles Finanz- und Assetmanagement unter dem Markennamen TECONOMY zur Verfügung. Ein webbasiertes Portfoliomanagement mit umfangreichen Reporting- und Analysemöglichkeiten ermöglicht dabei dem Kunden eine einheitliche Steuerung der operativen Prozesse innerhalb des Lebenszyklus der finanzierten Geräte. Durch das, auch unabhängig von einer Finanzierung nutzbare, Assetmanagement kann der Kunde die Life-Cycle-Prozesse für seine Infrastruktur von der Planung über die Verwaltung und das Controlling bis hin zur Wiedervermarktung und Entsorgung optimieren.

Daneben schließt die TRS AG mit ihren Kunden auch klassische Leasingverträge ab und vermittelt gegen Provision diese Verträge an Dritte. Über Kooperationen und Beteiligungen werden zusätzliche Vertriebsmöglichkeiten geschaffen.

Die TRS AG hat im Januar 2009 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre Tätigkeit als Leasingunternehmen angezeigt und hat damit gemäß § 64j KWG die aufsichtsrechtliche Erlaubnis als Finanzdienstleistungsinstitut für das Finanzierungsleasing erhalten. Der Jahresabschluss wird daher seit dem Abschluss per 31.12.2009 nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) gegliedert.

B. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war 2020 gekennzeichnet durch einen deutlich abgeschwächten Wachstumskurs. Der Shutdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat zu einem massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt und nahezu alle Branchen in ihrer gesamten Breite getroffen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 %. Corona hat sofort und weltweit 80 Prozent aller Branchen erfasst. Je nach Branchenausrichtung berichten Leasinggesellschaften von fünf in Einzelfällen bis 20 Prozent Ausfällen ihrer aktuellen Raten. Besonders hart betroffen waren Finanzierer in Gastronomie, Tourismus, Kfz-Zulieferbereich, Logistik oder Event mit Ausfällen bis 100 Prozent.

Im Jahr 2020 fanden folgende wesentlichen Änderungen im Beteiligungsportfolio der Gesellschaft statt:

Die TRS AG hat im Dezember 2020, über ihre Beteiligungsgesellschaft AAA Beteiligungen GmbH, die Unterlagen zur Löschung von zwei Gesellschaften aus dem Bereich Nahrungsergänzungsmittel beim Amtsgericht eingereicht.

Weitere gesellschaftsrechtlichen Änderungen von Relevanz fanden nicht statt.

1. Entwicklung des Leasingportfolios

In 2020 generierte die TRS AG mit ihren Vertriebsaktivitäten ein bilanziertes Neugeschäftsvolumen von 9,4 Mio. € (Vorjahr 15,7 Mio. €). Hintergrund dieses gesunkenen Volumens ist eine Konsolidierung des Investitionsverhaltens auf das Niveau des Geschäftsjahres 2018. Im Geschäftsjahr 2019 wurden durch den Kunden unter anderem Servertechnik im einstelligen Millionenbereich investiert.

2. Ertragslage

Die gesamten Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf 14,1 Mio. € (Vorjahr 12,5 Mio. €). Die Summe der TRO und Leasingentgelte beliefen sich auf 12,7 Mio. € (Vorjahr 11,4 Mio. €). Mit der Vermarktung von Leasinggütern wurden Erlöse in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) erzielt.

Die Leasingaufwendungen beruhen auf Buchwertabgängen des Vermietparks in Höhe von k€ 2992 (Vorjahr k€ 178).

Die Zinsaufwendungen lagen bei 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €).

Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen sind mit 10,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (9,4 Mio. €) um 1,5 Mio. € gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,1 Mio. €) davon k€ 160 periodenfremd.

Der Personalaufwand, unter Einbeziehung der Boni- und Tantiemezahlungen an Mitarbeiter und Vorstände, beträgt 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €).

Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 0,9 Mio. € nach 1,0 Mio. € im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr k€ 7 (Vorjahr k€ 7).

Die Erträge aus Zuschreibung zu Forderungen betrugen im Berichtsjahr k€ 61 (Vorjahr k€ 73). Hintergrund sind Auflösung von Einstellungen in Einzelwertberichtigungen an Beteiligungsgesellschaften aus Vorjahren.

Der Jahresüberschuss nach Steuern liegt bei 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme beträgt 33,9 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €).

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegenüber Kreditinstituten von 10,7 Mio. € (Vorjahr 7,7 Mio. €), davon 10,7 Mio. € täglich fällig (Vorjahr 7,7 Mio. €). Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus dem Leasingvermögen (19,6 Mio. € Buchwert). Dieses stellt einen Anteil an der Bilanzsumme von 58 % dar (Vorjahr: 64 %).

Die sonstigen Vermögensgegenstände von 0,8 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €) beinhalten als größte Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr 1,0 Mio. €).

Wesentliche Passivposition sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 31,3 Mio. € (Vorjahr 31,0 T€) und einem Anteil an der Bilanzsumme von 92,0 %. Diese dienen zur Refinanzierung von Leasingverträgen.

Die bilanzielle Überschuldung (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) beträgt damit 2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €). Eine Überschuldung im Sinne von § 19 der Insolvenzordnung ist jedoch nicht gegeben. Die bilanzielle Überschuldung resultiert aus den handelsrechtlichen Abschreibungen des Vermietparks. Dieser ist Kunden der TRS AG im Rahmen von Leasingverträgen zur Nutzung überlassen. Die Entgelte für diese Nutzungsüberlassungen übersteigen bis zum Ende der Laufzeit der Leasingverträge die Abschreibungen und die Zinsen. Unter der Annahme einer Unternehmensfortführung sind daher bei einer Bewertung des Vermögens zu Verkehrswerten stille Reserven vorhanden, die die bilanzielle Überschuldung deutlich übersteigen. Eine Insolvenzantragspflicht besteht daher nicht.

Gesamtaussage der Geschäftsleitung zur wirtschaftlichen Lage:

Die TRS - Technology Refresh Services AG bewegte sich im Geschäftsjahr 2020 in einem wirtschaftlichen Umfeld, das im Wesentlichen durch die Corona Pandemie und somit wirtschaftlicher Unsicherheit gekennzeichnet war. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TRS - Technology Refresh Services AG ist trotzdem solide und stabil. Die operativen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Risiken aus unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen sind keine wesentlichen mehr vorhanden. Der Verlustvortrag der Gesellschaft wurde im Berichtszeitraum aus eigener Kraft weiter reduziert.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Risikostrategie und -management

Durch ein umfangreiches Risikomanagement wird sichergestellt, dass Risiken frühzeitig erkannt und entsprechend gesteuert werden können.

In einem Risikohandbuch sind in Verbindung mit einem Qualitätsmanagement die Vorgaben der Geschäftsführung hinsichtlich der Organisation, der Geschäfts- und Risikostrategie und des Geschäfts- und Risikomanagements festgehalten.

Entsprechend dem Angebot von Leasingverträgen als Hauptprodukt der TRS AG sind die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die entsprechende EDV-Unterstützung ausgerichtet.

Die Geschäfts- und Risikostrategie wird vom Vorstand regelmäßig auf ihre Nachhaltigkeit überprüft, dies auch insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen am Refinanzierungsmarkt und in der Wirtschaft im Allgemeinen.

Aufgrund der Größe und finanziellen Ausstattung der Gesellschaft einerseits und der Zielgruppe der Teconomy-Kunden andererseits sollen entsprechende Risiken aus diesem Geschäft, soweit Adressausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie operationale Risiken betroffen sind, vermieden bzw. limitiert werden. Entsprechende Schritte sind im Risikohandbuch festgelegt, in dem die Steuerung der einzelnen Risikoarten geregelt wird. Dabei werden die relevanten Risikoarten identifiziert und bewertet sowie bezüglich des Einflusses auf die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft beurteilt. Hinsichtlich der Risikotragfähigkeit wird dabei auf das Eigenkapital, unter Einbeziehung des Substanzwertes einerseits und die Liquiditätsausstattung andererseits, abgestellt. Das sich daraus ergebende Deckungspotential stellt damit die maximale Höhe für den Eingang von Risiken dar.

Reports zur laufenden Geschäftsentwicklung und zur Risikosteuerung werden sowohl dem Vorstand als auch dem gesamten Aufsichtsrat regelmäßig zur Verfügung gestellt. In den Aufsichtsratssitzungen werden regelmäßig diese Berichte erläutert und besprochen.

Begleitet wird dies durch eine entsprechende Qualitätspolitik sowie durch ein externes Audit mit Zertifizierung des Qualitätsmanagement-Systems nach ISO 9001.

Mit Bescheid der BaFin vom 19.03.2015 wurde die TRS - Technology Refresh Services AG von der Verpflichtung zur Einrichtung einer eigenen Risikocontrolling- und Compliance-Funktion gemäß § 31 Abs. 2 Satz 2 KWG auf Grund der Institutsgröße (Bilanzsumme kleiner 500 Mio. EUR, Mitarbeiter weniger als 50) befreit. Außerdem sind anderweitige Gründe, die eine eigenständige Risikocontrolling-Funktion oder Compliance-Funktion erforderlich machen, nicht ersichtlich. Die mit diesen Tätigkeiten verbundenen Aufgaben werden vom Controlling und vom Vorstand selbst wahrgenommen.

Auf Offenlegung des Institutsvergütungsberichtes kann seit Sommer 2017 verzichtet werden, da die TRS - Technology Refresh Services AG weder ein CRR-Institut noch ein bedeutendes Institut i.S.v. § 17 InstitutsVergV ist. Die TRS - Technology Refresh Services AG nimmt daher seit dem Geschäftsjahr 2018 keine Veröffentlichung mehr vor.

2. Risikoarten

Folgende Risikoarten wurden im Rahmen der Risikoidentifikation als relevant festgehalten (dabei gilt ein Risiko als relevant, wenn es bei Eintritt die Entwicklung negativ beeinflussen kann bzw. sogar den Fortbestand der Gesellschaft gefährden kann):

Bonitätsrisiken

Bonitätsrisiken, oder auch Adressausfallrisiken genannt, sind solche Risiken, die aus dem teilweisen oder vollständigen Ausfall von vertraglich vereinbarten Zahlungen resultieren können.

Das Bonitätsrisiko unserer Kunden bewerten wir in der Regel zusammen mit unseren Refinanzierungspartnern. Soweit Forderungen aus den Leasingverträgen in der Regel regresslos an den Refinanzierungspartner verkauft werden, erfolgt so eine deutliche Reduzierung etwaiger Bonitätsrisiken für die TRS AG.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass der Ausfall eines großen Kunden, bei dem der Leasingvertrag nicht regresslos refinanziert wurde, dazu führt, dass die Gesellschaft die Refinanzierung hierfür nicht mehr bedienen kann. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Kundenstruktur wurde diese Risikoposition sowohl von der Geschäftsführung der Gesellschaft, als auch von den entsprechenden Refinanzierungsinstituten akzeptiert.

Kleinere, nicht regresslos refinanzierte und eigenfinanzierte Leasingvolumina, können von der Gesellschaft durch ihr Risikotragfähigkeitspotential bei Ausfall abgedeckt werden.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bestehen in der Möglichkeit, dass zukünftige, unerwartete Wertveränderungen bestimmter Marktparameter (insbesondere Zinssätze und Restwerte für IT-Hardware) sich negativ auf die Erträge der Gesellschaft auswirken könnten.

Das Zinsänderungsrisiko wird dadurch beschränkt, dass die Zinsanpassungsmechanismen der Refinanzierung mit denen der Leasingverträge gekoppelt sind. Aktuell sind hier keine Risikoänderungen zu erwarten.

Soweit Restwerte nicht über Leasingverträge vertraglich gesichert sind, sind diese offenen Positionen regelmäßig mit entsprechenden Marktwertannahmen zu bewerten und vom Vorstand in einer Gesamtentscheidung zu genehmigen.

Währungsrisiken entstehen durch die Internationalität des Geschäftes. Aktuell sind hier keine Risiken relevant.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko resultiert aus der Gefahr, dass für zukünftige Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft nicht ausreichend Liquidität zur Verfügung steht und diese damit nur teilweise oder überhaupt nicht erfüllt werden können. Es sind aktuell hierzu keine Risiken zu erwarten.

Die Liquiditätslage der TRS AG wird regelmäßig überwacht und gesteuert. In monatlichen Abständen wird die entsprechende Prognoserechnung aktualisiert. Dabei wird insbesondere darauf abgestellt, inwieweit zukünftige Zahlungsverpflichtungen durch zukünftige, vertraglich gesicherte und erwartete Zahlungseingänge gedeckt sind. Zum Bilanzstichtag beliefen sich die liquiden Mittel auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag.

Geschäftsprozessrisiko

Geschäftsprozessrisiken bestehen darin, dass die Geschäftsprozesse nicht ausreichend oder fehlerhaft ausgeführt werden und dadurch ein negativer Einfluss auf die Gesellschaft entstehen kann. Ursache hierfür kann das Versagen von Mitarbeitern oder technischer Systeme sein sowie externe Einflüsse. Auf Grund der Erfahrung der langjährigen Mitarbeiter ist hier kein Risiko zu erwarten.

Das Vertragsrisiko wird regelmäßig bewertet und es wird ihm, falls notwendig, durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen.

Die Geschäftsprozesse der TRS AG werden durch ein Qualitätsmanagement-System gesteuert und sind in einem entsprechenden Handbuch dokumentiert. Das Qualitätsmanagement-System wurde erstmals im Jahr 2003 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Diese Zertifizierung wurde im Rahmen des jährlich wiederkehrenden Audits zuletzt im Oktober 2020 durch den TÜV Rheinland bestätigt. Die relevanten Vertragsdokumente werden feuersicher verwahrt, Kopien werden außerhalb der Geschäftsräume zur Sicherheit gelagert. Umfangreiche Sicherungs- und Sicherheitsmaßnahmen schützen die EDV vor Datenverlust und unberechtigten Zugriffen.

Im Rahmen der Gefährdungsanalyse werden die Geschäftsprozesse auf die Möglichkeit potentieller Risiken überprüft und mit vorhandenen Sicherungsmaßnahmen und deren Wirksamkeit abgeglichen. Bei Bedarf werden Prozesse eingeschränkt oder Sicherungsmaßnahmen erweitert.

Soweit neue Geschäftsfelder angegangen werden, werden diese hinsichtlich möglicher Chancen und Risiken vorher überprüft. Soweit kein eigenes Knowhow zur Verfügung steht, wird dabei auf Experten von dritter Seite zurückgegriffen.

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko kann sich dadurch ergeben, dass Investitionen in andere Gesellschaften zu einer negativen Ergebnisauswirkung bei der Gesellschaft führen, sei es durch Nichtrückzahlung gewährter Mittel oder durch Veräußerungsmöglichkeiten unter den Einstandswerten. Daher unterliegen solche Investitionen einer entsprechenden konservativen Vorstandsentscheidung bzw. Aufsichtsratszustimmung. Die Vergabe von zweckgebundenen Darlehen an die Beteiligungsgesellschaft der TRS AG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Nov. 2015 auf einen von der Hauptversammlung festgelegten Höchstbetrag beschränkt, um eine Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft zu gewährleisten.

Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Der Vorstand und der Aufsichtsrat beschäftigen sich auf Basis von regelmäßigen Berichten eingehend mit der jeweils aktuellen Risikosituation im Bereich Beteiligungen und dem operativen Geschäft.

Zum Jahresende 2020 wurden sämtliche Forderungen an Beteiligungen neu bewertet. Den erkannten Risiken stehen ausreichende Wertberichtigungen gegenüber. Erkennbare wesentliche Risiken aus dem operativen Geschäft sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes nicht vorhanden.

3. Risikotragfähigkeit

Die oben dargestellten Risiken werden hinsichtlich der Höhe und Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts bewertet.

Basis für die Ermittlung der Risikotragfähigkeit ist der Substanzwert der Gesellschaft, aus der sich das potentielle Risikodeckungskapital ermittelt. Dem werden die bewerteten Risiken gegenübergestellt und auf die Einhaltung vorher definierter Limitwerte überprüft.

Mögliche Stressszenarien wurden dabei auf Basis der definierten Risiken gegen das Tragfähigkeitspotential simuliert und haben - mit Ausnahme der unter Bonitätsrisiken dargestellten Einschränkung - ein ausreichendes Risikodeckungspotential gezeigt. Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung (Prognosebericht)

Aus bestehenden Verträgen wird für 2021 weiteres Neugeschäft erwartet. Die Gesellschaft geht vom Niveau des Geschäftsjahres 2020 aus. Neben dem IT-Bereich wird dabei auch aus dem Asset-Management-Bereich mit Beiträgen zum Ergebnis gerechnet.

Die Refinanzierung des Volumens mit neuen Leasingkunden stellt angesichts der unverändert gegebenen Zurückhaltung der Refinanzierungspartner eine Herausforderung dar, was unter Umständen eine Limitierung der Neugeschäftsmöglichkeiten bedeutet. Verstärkt wird dabei unter Beachtung der Risikoleitlinien und der Liquiditätsplanung, auch mit einem höheren eigenen Liquiditätsanteil der TRS AG bei solchen Finanzierungen gearbeitet werden.

Im Bereich Beteiligungen hat die Gesellschaft für verbundene Unternehmen bereits in den Vorjahren ausreichend Wertberichtigungen gebildet, so dass kein wesentliches Adressausfallrisiko für die TRS AG mehr vorhanden ist. Für die mittelbaren Beteiligungen aus dem Bereich "Nahrungsergänzungsmittel" wurden zum Jahresende beim Amtsgericht die Schließungen beantragt.

All diese Aktivitäten stehen unter dem Vorbehalt der Finanzierungsmöglichkeiten im Markt. Entsprechend eingeschränkte oder wegfallende Finanzierungspotentiale würden diese Geschäftsmöglichkeiten beschränken oder entfallen lassen und damit zum Wegfall zukünftiger zusätzlicher Gewinne führen. Ebenso können steigende Refinanzierungskosten zu entsprechenden Ergebnisreduktionen führen.

Das Geschäftsjahr 2020 stand, neben kontinuierlicher Fortführung der Gesellschaft, unter der Prämisse einer Geschäftsausweitung, hauptsächlich mit den bestehenden Kunden.

Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Gesellschaft als stabil dar. Für 2021 wird ebenfalls mit einem guten Geschäftsverlauf und einem positiven Ergebnis gerechnet.

 

Zorneding, im März 2021

TRS - Technology Refresh Services AG

Der Vorstand

Dr. Otto Harder

Bericht des Aufsichtsrats gemäß § 171 Abs. 2 AktG

Sehr geehrte Aktionäre,

in der Sitzung am 15. Juni 2021, die auf Grund der Corona Krise per Videokonferenz stattfand, hat der Vorstand den Mitgliedern des Aufsichtsrats den vom Vorstand erstellten Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020 vorgestellt. Ebenso wurde in dieser Sitzung der vom Abschlussprüfer erstellte Prüfungsbericht zum Geschäftsjahr 2020 besprochen. Die Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand ausführlich erörtert.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht sind durch den Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis dieser Prüfung zu.

Bei der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat haben sich keine Einwendungen ergeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2020 gebilligt und in der o.a. Sitzung festgestellt.

Der Aufsichtsrat lässt sich regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft informieren. Hierzu dienen sowohl die mit dem Vorstand vereinbarten vierteljährlichen Berichte als auch die halbjährlichen Aufsichtsratssitzungen (27.05.2020 und 17.11.2020), in denen der Vorstand persönlich berichtet.

 

Zorneding, den 15. Juni 2021

Der Aufsichtsrat

Josef Rentmeister, Vorsitzender

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TRS - Technology Refresh Services AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRS Technology Refresh Services AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRS Technology Refresh Services AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neuburg a.d. Donau, den 28. April 2021

PRIMUS Revision GmbH
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gez. Rainer Besenthal, Wirtschaftsprüfer

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