Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 110377
Eingetragen
31.7.2009
Branche
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingPersonenbeförderung mit Fahrzeug mit Fahrer auf AbrufVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen sowie die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen im Internet und/oder anderen digitalen Plattformen im Mobilitätssektor und damit verwandten Waren und/oder Dienstleistungen. Dies beinhaltet u.a. den Betrieb eines Taxi- und Mietwagen-Ruf-Services und die Vermittlung von weiteren Mobilitätsdienstleistungen wie beispielsweise von Carsharing und Sharing von Mopeds, Fahrrädern und Scootern. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst dabei auch den Einkauf, die Vermarktung und den Vertrieb von damit direkt und indirekt im Zusammenhang stehenden Produkten und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Elena Kashkina
seit 19.12.2022
Prokura
Marlot van der Wal
seit 19.8.2022
Prokura
Peter Haberrecker
seit 14.6.2022
Prokura
Felix Brand
seit 11.4.2022
Prokura
Thomas Zimmermann
seit 11.4.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Lyft, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Lyft, Inc.
United States
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
Ride Hive GmbHAufgelöst
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Intelligent Apps GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.834.330,92 7.475.472,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.305,00 153.771,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.972.008,28 103.535.348,23
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 14.180.235,48 71.152.243,76 16.494.847,77 120.030.196,00
75.056.879,68 127.659.439,88
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.439.174,71 4.575.619,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.151.887,89 25.755.929,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.754.737,10 29.345.799,70 3.515.106,40 33.846.655,01
II. Guthaben bei Kreditinstituten 14.793.502,18 21.894.871,45
44.139.301,88 55.741.526,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.628.761,18 4.375.867,79
123.824.942,74 187.776.834,13

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.821.034,00 2.427.401,00
II. Kapitalrücklage 1.730.606.878,01 1.671.000.511,01
III. Bilanzverlust -1.653.768.960,51 -1.522.533.571,45
79.658.951,50 150.894.340,56
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 74.305,49
2. Sonstige Rückstellungen 19.461.040,74 31.705.178,62
19.461.040,74 31.779.484,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.549.570,46 2.632.617,13
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.465.872,52 16.201,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.531.878,71 2.365.370,54
24.547.321,69 5.014.189,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 157.628,81 88.819,95
123.824.942,74 187.776.834,13

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.2023-31.12.2023 1.1.2022-31.12.2022
1. Umsatzerlöse 56.871.635,72 45.383.326,40
2. Sonstige betriebliche Erträge 16.359.379,15 33.069.458,67
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.212.840,09 -8.052.244,18
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -40.532.897,81 -40.995.824,76
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.116.214,22 -46.649.112,03 -7.483.553,06 -48.479.377,82
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.753.987,50 -10.896.745,92
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -96.411.020,17 -214.738.122,94
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.236.754,67
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.534.059,63 3.362.309,52
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -56.657.908,10 -355.932.272,27
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -68.033,99 -837.087,91
11. Ergebnis vor Steuern -130.987.827,38 -555.884.001,78
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -233.364,62 135.921,06
13. Ergebnis nach Steuern -131.221.192,00 -555.748.080,72
14. Sonstige Steuern -14.197,06 -2.032,00
15. Jahresfehlbetrag -131.235.389,06 -555.750.112,72
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.522.533.571,45 -966.783.458,73
17. Bilanzverlust -1.653.768.960,51 -1.522.533.571,45

Entwicklung des Anlagevermögens

- Anlage zum Anhang -

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2023 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.583.722,55 0,00 0,00 28.583.722,55
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.927.586,22 36.631,54 1.102.211,00 2.862.006,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 965.374.697,52 13.778.664,65 7.000.000,00 972.153.362,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.737.992,27 1.001.291,21 0,00 18.739.283,48
983.112.689,79 14.779.955,86 7.000.000,00 990.892.645,65
1.015.623.998,56 14.816.587,40 8.102.211,00 1.022.338.374,96
Kumulierte Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2023 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.108.250,03 3.641.141,60 0,00 24.749.391,63
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.773.814,86 112.845,90 1.094.959,00 2.791.701,76
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 861.839.349,29 53.342.004,60 0,00 915.181.353,89
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.243.144,50 3.315.903,50 0,00 4.559.048,00
863.082.493,79 56.657.908,10 0,00 919.740.401,89
887.964.558,68 60.411.895,60 1.094.959,00 947.281.495,28
Buchwerte
Stand Stand
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.834.330,92 7.475.472,52
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.305,00 153.771,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.972.008,28 103.535.348,23
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 14.180.235,48 16.494.847,77
71.152.243,76 120.030.196,00
75.056.879,68 127.659.439,88

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

A. Grundlagen

Die Intelligent Apps GmbH mit Sitz in Hamburg, eingetragen im Handelsregister Hamburg, HRB 110377, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen sowie die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen im Internet und/oder anderen digitalen Plattformen im Mobilitätssektor und damit verwandten Waren und/oder Dienstleistungen. Dies beinhaltet u.a. den Betrieb eines Taxi- und Mietwagen-Ruf-Services und die Vermittlung von weiteren Mobilitätsdienstleistungen wie beispielsweise von Carsharing und Sharing von Mopeds, Fahrrädern und Scootern. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst dabei auch den Einkauf, die Vermarktung und den Vertrieb von damit direkt und indirekt im Zusammenhang stehenden Produkten und Dienstleistungen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter der Annahme erstellt, dass die Intelligent Apps GmbH in der Lage sein wird, den Geschäftsbetrieb fortzuführen. Die Gesellschafterin der Intelligent Apps GmbH, die YOUR NOW Holding GmbH, München, hat die Liquidität der Intelligent Apps GmbH zuletzt im Februar 2023 über eine Kapitalerhöhung in Höhe von 60.000 T€ und einem Darlehen gesichert. Die Darlehensausgabe erfolgte im Dezember 2023 in Höhe von 12.000 T€.

Gemäß der an die Gesellschafter kommunizierten Geschäfts- und Liquiditätsplanung, deckt der aktuelle Bestand liquider Mittel den Liquiditätsbedarf des operativen Geschäfts bis zum Erreichen der Profitabilitätsmarke im Geschäftsjahr 2024.

B. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Finanzierungsmaßnahmen durch die Gesellschafterin

Im März 2024 beschloss der Aufsichtsrat, Restrukturierungsmaßnahmen der Gesellschaft durchzuführen. Mit dem klaren Unternehmensziel, kurzfristig Profitabilität zu erreichen, erfolgte eine strategische Refokussierung der Geschäftstätigkeit auf das margenstarke Taxigeschäft. Dies wurde begleitet von einem stufenweisen Umbau der Organisationsstruktur und Reduktion der betrieblichen Fixkosten.

Weitere wesentliche relevante Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

C. Vorbemerkungen

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt worden (§§ 238 ff. HGB). Die ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften im zweiten Abschnitt des dritten Buchs (§§ 264 ff. HGB) sowie des Gesetzes über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) wurden beachtet.

Die Angabe zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz wird in Abschnitt E. I. vorgenommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Die Bilanzierung und die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schuldposten entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr wurden grundsätzlich beibehalten und der neuen Buchungslogik des Kerngeschäfts angepasst. Aufgrund der Umstellung auf das neue ERP-System und der damit zusammenhängenden Erfassung von Einzeltransaktionen des Kerngeschäfts wurden Ausweisänderungen in der Bilanz vorgenommen. Die Forderungen der einzelnen Payment Service Providern (im Vorjahr Umlaufvermögen) werden nunmehr unter Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gezeigt.

Hinsichtlich der Darstellung und Gliederung des Geschäftsjahresabschlusses verweisen wir auf die folgenden Hinweise zu den einzelnen Posten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt unter Anwendung des § 266 Abs. 2 und 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Erläuterungen folgen unter Punkt E. II. Gewinn- und Verlustrechnung.

D. Rechnungslegungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie abnutzbar sind, planmäßig linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei den planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände wird von einer Nutzungsdauer von 5 bis 10 Jahren ausgegangen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei den planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens wird von einer Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren ausgegangen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter, die selbstständig nutzbar sind, mit netto Anschaffungskosten von 250,00 € bis 1.000,00 € werden per Sofortabschreibung im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Bei Kosten von weniger als 250,00 € werden die Gegenstände direkt in den Aufwand gebucht.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens, bei denen eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt, wurden außerplanmäßig abgeschrieben und sind mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Darüber hinaus werden Ausleihungen an verbundene Unternehmen, durch eine Kapitalhingabe begründete langfristige Forderung, die länger als fünf Jahre im Unternehmen verbleibt, entsprechend im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt und im Falle der nachweisbaren Uneinbringlichkeit einzeln wertberichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Des Weiteren wurden Forderungen gegen Tochtergesellschaften einzelwertberichtigt, die aus Darlehensverträgen stammen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben bzw. Einnahmen des Geschäftsjahres angesetzt, soweit diese Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital als Teil des Eigenkapitals der Gesellschaft wird zum Nennwert angesetzt. In der ausgewiesenen Kapitalrücklage werden neben den Zuzahlungen der Gesellschafter auch die Beträge erfasst, die bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen über den Rückzahlungsbetrag hinaus für die Wandlungsrechte zum Erwerb von Anteilen erzielt werden.

Die Rückstellungen wurden für Personalaufwendungen, Beratungsaufwendungen, Prüfungsaufwendungen und ausstehende Rechnungen gebildet und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden, soweit erforderlich, bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in € umgerechnet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen (kombinierter Steuersatz 30%) bewertet; die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung werden hierbei nicht abgezinst. Von dem Wahlrecht zum Ansatz der per Saldo aktiven latenten Steuern wurde nicht Gebrauch gemacht.

E. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Laufe des Geschäftsjahres auf 75 Mio. € (VJ 128 Mio. €) vermindert. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen Rückgang der Finanzanlagen auf 71 Mio. € (VJ 120 Mio. €).

Die Abnahme der Finanzanlagen ist im Wesentlichen auf Abschreibungen und eine Kapitalrückführung zurückzuführen.

Für die Gesellschaften mytaxi Iberia SL (Sociedad Unipersonal), Madrid / Spanien, mytaxi Polska Sp. z o.o., Warschau / Polen sowie mytaxi Italia Srl., Mailand / Italien erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Eigenkapitalerhöhung an die bereits im Vorjahr abgeschriebene Tochtergesellschaft Beat Ride App, S.A. de C.V., Mexikostadt / Mexiko wurde im Jahr 2023 auf Grund der fehlenden Werthaltigkeit entsprechend wertberichtigt.

Mit Beschluss vom 15. März 2023 zahlte die Tochtergesellschaft Free Now Ireland Limited, Dublin der Intelligent Apps GmbH eine Kapitalrückführung in Höhe von insgesamt 7.000 T€, die die Anschaffungskosten des Beteiligungsansatzes in gleicher Höhe mindern.

Zudem wird im Geschäftsjahr das Darlehen an die FREE NOW Hellas S.A. als langfristige Ausleihung im Finanzanlagevermögen ausgewiesen, da dessen Laufzeit mehr als fünf Jahre beträgt.

Die Abschreibungssumme der Finanzanlagen beträgt insgesamt 57 Mio. € (VJ 356 Mio. €).

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nach § 284 Abs. 3 HGB im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.439 T€ (VJ 4.576 T€) wird die Wertberichtigung auf Forderungen des Firmenkundengeschäftes 853 T€ (VJ 323 T€) fortan um die Wertberichtigung auf Forderungen gegenüber den Nutzern/-innen der Mobilitätsdienstleistungen erweitert 1.099 T€ (VJ 0 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Geschäftsjahr 2023 aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr 19.265 T€ (VJ 15.614 T€) sowie aus ausgegebenen Darlehen 2.887 T€ (VJ 10.142 T€) gegenüber den Tochtergesellschaften Free Now Portugal Unipessoal Lda, Transopco UK Ltd. sowie an die Beteiligung Transopco France SAS (100%ige Tochtergesellschaft von Transcovo SAS).

Die Darlehen haben eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

Sämtliche andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Kautionen 1.723 T€ (VJ 2.714 T€) zusammen. Die Forderung gegenüber dem Payment Service Provider Paypal 541 T€ (VJ 276 T€) wird ab 2023 zu Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umgegliedert.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Die in diesem Posten ausgewiesenen Zahlungsmittel betreffen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 14.794 T€ (VJ 21.895 T€). Die Payment Service Provider werden ab dem 01.01.2023 im Umlaufvermögen unter Guthaben bei Kreditinstituten gezeigt 1.458 T€ (VJ 0 T€). Hier sind Forderungen gegenüber Paypal in Höhe von 541 T€ (VJ 276 T€) enthalten.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten 4.629 T€ (VJ 4.376 T€) enthält im Wesentlichen im Voraus bezahlte Lieferantenrechnungen für den Leistungszeitraum der Folgeperiode.

5. Eigenkapital

Die Intelligent Apps GmbH konnte ihren Jahresfehlbetrag in 2023 fast 76 % reduziert werden.

Mit Beschluss vom 14. Februar 2023 wurde der Gesellschaft eine weitere Finanzierung durch die Gesellschafterin YOUR NOW Holding GmbH in Form einer Eigenkapitalzuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt 60.000 T€ an die Intelligent Apps GmbH gewährt.

Das Stammkapital der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 auf 2.821 T€ erhöht (VJ 2.427 T€). Die neuen Geschäftsanteile mit Nennwert von jeweils EUR 1 wurden ausschließlich von der YOUR NOW Holding GmbH erworben. Dieses wird durch die YOUR NOW Holding GmbH in Höhe von 2.716 T€ (VJ 2.322 T€) sowie die HNH Group Ltd. mit 105 T€ (VJ 105 T€) gehalten und ist in voller Höhe eingezahlt.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (7.446 T€; VJ 13.780 T€), Rückstellungen für Weiterverrechnungen aus Kostenweiterbelastungen an Tochtergesellschaften (5.000 T€; VJ 4.918 T€) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (5.485 T€; VJ 12.176 T€). Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Beratungs- und Prüfungsaufwendungen in Höhe von 1.530 T€ (VJ 831 T€).

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von 12.047 T€ (VJ: 0 T€) sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehen nebst Zinsen gegenüber dem Gesellschafter YOUR NOW Holding GmbH und mit 4.419 T€ (VJ 16 T€) Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr gegenüber verbundenen Unternehmen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verrechnungskonten und sonstige Verpflichtungen in Höhe von 3.890 T€ (VJ 1.650 T€) sowie sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 642 T€ (VJ 715 T€) enthalten.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 betrugen 56.872 T€ (VJ 45.383 T€). Die Umsatzerlöse lassen sich im Wesentlichen in zwei verschiedene Kategorien gliedern. Im Geschäftsjahr wurden für erbrachte Mobilitätsdienstleistungen im Ride Hailing- und Multi Mobility-Geschäft 36.097 T€ (VJ 34.127 T€) erzielt. Darüber hinaus wurden durch konzerninterne Dienstleistungen Erträge in Höhe von 24.329 T€ (VJ 17.217 T€) eingenommen.

Die Umsatzerlöse entfallen zu 32.543 T€ (VJ 28.187 T€) auf Umsätze im Inland und zu 24.329 T€ (VJ 17.196 T€) auf Umsätze im Ausland.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen zusammen aus: Kostenweiterbelastungen für Tochtergesellschaften in Höhe von 11.784 T€ (VJ 16.754 T€) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.866 T€ (VJ 10.593 T€). Darüber hinaus enthalten sie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 233 T€ (VJ 184 T€).

3. Materialaufwand

Bei dem Materialaufwand in Höhe von 7.213 T€ (VJ 8.052 T€) handelt es sich ausschließlich um Aufwendungen für bezogene Leistungen. Dabei lassen sich 3.626 T€ (VJ 4.914 T€) auf essenzielle Leistungen für das Betreiben der FREENOW App und 2.774 T€ (2.309 T€) auf Leistungen der Payment Provider, die im Rahmen des Zahlungsverkehrs zum Tragen kommen, zurückführen.

4. Personalaufwand

Der im Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand beträgt 46.649 T€ (VJ 48.479 T€). Des Weiteren wurden freiwillige Zahlungen bei Austritt in Höhe von 2.031 T€ (VJ 713 T€) getätigt.

In den sozialen Abgaben sind die gesetzlichen sozialen Aufwendungen in Höhe von 5.770 T€ (VJ 6.961 T€) vorhanden sowie Aufwendungen für Altersversorgung 135 T€ (VJ 141 T€), freiwillige soziale Aufwendungen und die pauschale Versteuerung in Höhe von 211 T€ (VJ 382 T€) enthalten.

5. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 60.412 T€ (VJ 366.829 T€). Dabei sind 3.754 T€ (VJ 10.897 T€) auf die planmäßigen Abschreibungen immaterieller Vermögensgegenstände und Sachanlagen zurückzuführen. Der wesentliche Anteil der Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 resultiert aus den Abschreibungen der Beteiligungswerte in Höhe von insgesamt 53.342 T€ (VJ 355.932 T€). Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2023 außerplanmäßig abgeschrieben: mytaxi Iberia SL (Sociedad Unipersonal), Madrid / Spanien, mytaxi Polska Sp. z o.o., Warschau / Polen, mytaxi Italia Srl., Mailand / Italien sowie die Beat Ride App, S.A. de C.V., Mexikostadt / Mexiko. Die langfristige Ausleihung an die FREE NOW Hellas S.A. wurde in Höhe von 3.316 T€ abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens betragen in Summe 28.545 T€ (VJ 127.305 T€) und betreffen folgende verbundenen Unternehmen: mytaxi Polska Sp. z o.o., Warschau / Polen, Free Now Portugal Unipessoal Lda, Lissabon / Portugal, Clever Tech Srl, Bukarest / Rumänien, BEAT Ride App S.A. de C.V., Mexiko City / Mexiko, BEAT Research B.V., Amsterdam / Niederlande.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 auf 96.411 T€ (VJ 214.738 T€) vermindert. Die Verringerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Wertberichtigung und Abschreibung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Summe von 28.545 T€ (VJ 127.305 T€). Die Aufwendungen bezogen auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr aus Kostenweiterbelastungen haben sich um knapp 30% reduziert (11.783 T€, VJ 16.750 T€). Ebenso sind die Marketingkosten (20.261 T€, VJ 35.231 T€) um fast 42% sowie Aufwendungen aus gemeinnützigen Spenden 10 T€ (VJ 345 T€) und die Rechts- und Beratungskosten 4.499 T€ (VJ 5.050 T€) gesunken.

Die Aufwendungen der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen des Firmenkundengeschäftes wird ab 2023 um jene aus den Forderungen der FREENOW App Nutzer/-innen erweitert und fortan unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen 1.629 T€ (VJ 901 T€).

Die Kosten für Freelancer 11.179 T€ (VJ 8.599 T€), die Miete 8.792 T€ (VJ 8.425 T€) und Aufwendungen für Lizenzen 4.541 T€ (VJ 4.205 T€) sind im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Es sind des Weiteren Aufwendungen aus Währungsdifferenzen in Höhe von 466 T€ (VJ 324 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 482 T€ (VJ 321 T€) enthalten.

7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten im Wesentlichen Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 5.705 T€ (VJ 3.283 T€) aus Darlehen.

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen sowie aus einem kurzfristigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von 68 T€ (VJ 837 T€).

9. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern resultieren im Jahr 2023 vornehmlich aus den Einnahmen aus Kapitalerträgen in Höhe von 246 T€.

F. Sonstige Angaben

1. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

Gesellschaft / Sitz Anteilsbesitz Stichtag Eigenkapital (Mio. €) Jahres-ergebnis (Mio. €)
mytaxi Iberia S.L., Madrid / Spanien 100% 31.12.2023 3,93 -1,51
mytaxi Polska Sp. z o.o.c, Warschau / Polen 100% 31.12.2023 -12,39 -6,75
mytaxi Italia S.r.L., Mailand / Italien 100% 31.12.2023 3,60 2,55
Free Now Portugal Unipessoal Lda, Lissabon / Portugal 100% 31.12.2023 -5,53 -3,19
mytaxi Austria GmbH, Wien / Österreich 100% 31.12.2023 -0,02 -0,11
Transopco UK Ltd., London / UK 100% 31.12.2023 -28,79 -8,05
Free Now Ireland Limited (vormals bekannt als MyTaxi Network Ireland Ltd), Dublin, Irland 100% 31.12.2023 19,85 3,29
Hailo Network IP Ltd. London/UK 100% 31.12.2023 1,02 -0,04
Taxibeat Ltd. (UK), London / UK 100% 31.12.2023 74,23 -0,90
Clever Tech Srl, Bukarest / Rumänien 100% 31.12.2023 4,76 1,34
Transcovo SAS, Clichy Levallois / Frankreich 100% 31.12.2023 199,84 2,19
Transopco France SAS, Levallois-Peret / Frankreich 100% 1 31.12.2023 -117,62 -7,16
BEAT Ride Colombia LTDA, Bogota / Kolumbien 100% 2 31.12.2023 -14,25 0,66
BEAT Ride App S.A. de C.V., Mexiko City / Mexiko 100% 2 31.12.2023 5,36 -5,80
BEAT Research B.V., Amsterdam / Niederlande 100% 31.12.2023 7,80 -1,59
BEAT Research UK Ltd.,Milton Keynes, UK 100% 31.12.2023 0,00 -0,02
BEAT Research Germany GmbH, Hamburg, Germany 100% 31.12.2023 0,00 -0,06
Taxibeat Peru S.A., Lima / Peru 100% 2 31.12.2023 24,13 -0,81
Beat Chile SpA, Santiago de Chile / Chile 100% 1 31.12.2023 -26,08 -0,82
Beat App SAU, Buenos Aires / Argentinien 100% 1 31.12.2023 -22,87 -49,80
BEAT Mobility Services Single Member Societe Anonyme, Athen / Griechenland 100% 1 31.12.2023 -16,62 -2,55
FREE NOW Hellas S.A., Athen / Griechenland 100% 31.12.2023 -21,99 -3,35
FREE NOW Netherlands B.V., Capelle aan den IJssel, Niederlande 100% 31.12.2023 0,03 0,03
Viral Code S.A. de VC, Mexiko City / Mexiko 100% 1 31.12.2023 -15,96 -1,46
Viral Code Holding B.V., Amsterdam / Niederlande 100% 31.12.2023 8,48 -0,11
Viral Code Chile SpA, Santiago de Chile / Chile 100% 31.12.2023 0,49 -0,18
NEXT Multimodal GmbH (vormals Ride Hive Asset Company GmbH), Hamburg / Deutschland 100% 31.12.2023 0,00 -0,02
Ride Hive Operations SL, Barcelona / Spanien 100% 1 31.12.2023 0,00 0
Ride Hive sp z o.o., Warschau / Polen 100% 1 31.12.2023 0,00 0
Ride Hive S.R.L. (ITA), Mailand / Italien 100% 1 31.12.2023 0,00 0
MyTaxi Network Ltd., London / United Kingdom 100% 31.12.2023 0,00 0
Ride Hive Single Member Private Capital Company (also Ride Hive IKE), RIDE HIVE ΜΟΝΟΠΡΟΣΩΠΗ ΙΔΙΩΤΙΚΗ ΚΕΦΑΛΑΙΟΥΧΙΚΗ ΕΤΑΙΡΕΙΑ, Athen / Griechenland 100% 1 31.12.2023 0,00 0
Ride Hive GmbH (Germany), Hamburg / Deutschland 100% 1 31.12.2023 0,00 0

Note: Die Angaben zu Eigenkapital und Jahresergebnis wurden auf Grundlage der IFRS-Berichtspakete der Gesellschaften ermittelt.

1 100% der Anteile werden mittelbar über Tochtergesellschaften der Intelligent Apps GmbH gehalten.

2 100% der Anteile werden unmittelbar und mittelbar über Tochtergesellschaften der Intelligent Apps GmbH gehalten.

2. Personal

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 2022
Leitende Angestellte 29 36
Angestellte 446 496
Summe 475 532

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft ist Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB in Form gewährter Patronatserklärungen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von rund 8,8 Mio. € für das Geschäftsjahr 2022 und 16,4 Mio. € für 2023 (gesamt: 25,2 Mio. €) eingegangen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für eventuelle Inanspruchnahmen wird als niedrig eingeschätzt, da die Gesellschaften entweder selbst über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügen oder bei Bedarf zusätzliche Mittel über Kapitalerhöhungen bereitgestellt werden.

Die Aufwendungen für Altersvorsorge betragen im Geschäftsjahr 135 T€ (VJ 141 T€).

Darüber hinaus bestehen weitere Haftungsverhältnisse der Gesellschaft in Höhe von 1,2 Mio. € aus der Bestellung von Banksicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von Tochtergesellschaften.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Stichtag 15.915 T€ (VJ 18.032 T€) und resultiert im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen. Von dem Gesamtbetrag sind 2.623 T€ (VJ 3.747 T€) innerhalb eines Jahres, 9.407 T€ (VJ 8.573 T€) bis zu fünf Jahren und 3.885 T€ (VJ 5.712 T€) mehr als zehn Jahre fällig.

Das französisches Tochterunternehmen Transopco wurde von einer französischen Behörde (URSSAF) aufgefordert, sich zu Untersuchungen über den Status der Fahrer in Frankreich zu äußern. In diesem Zusammenhang wurde dem Unternehmen eine Stellungnahme der französischen Behörden zusammen mit der Aufforderung vorgelegt, eine Geldgarantie für die untersuchten Zeiträume zu leisten. Eine Garantieerklärung wurde von beiden Parteien am 14. Dezember 2021 unterzeichnet. Die Intelligent Apps GmbH bürgt persönlich und solidarisch für Transopco gegenüber der URSSAF bis zu einem Betrag von 13.500.000 €. Das Unternehmen schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Standpunkt der Behörden bestätigt wird und somit die Geldgarantie in Anspruch genommen wird, als gering ein.

4. Organe der Gesellschaft und Namen der Geschäftsführer

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Dr. Johannes Prantl, Chief Financial Officer

 

Thomas Zimmermann, Chief Executive Office

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein und ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung belaufen sich für das Geschäftsjahr 2023 auf 1.193 T€ (VJ 1.692 T€). Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 b) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Aufsichtsrat

Bis zum 31. August 2023 waren als Aufsichtsrat bestellt:

 

Gero Götzenberger, Bereichsleiter Strategie, Mercedes-Benz Mobility AG, Stuttgart

 

Dr. Rainer Feurer, SVP Corporate Investments BMW AG, Niederpöcking

 

Gerrit-Michael Dülks, Finanzvorstand Mercedes-Benz Mobility AG, Stuttgart

 

Marcus Krieg, Vice President Mobility-& Energy-Services, BMW Group, Vaterstetten

Ab dem 1. September 2023 waren als Aufsichtsrat bestellt:

 

Juliane Gebhardt, Head of Strategy Mercedes-Benz Mobility AG, Mercedes-Benz Mobility AG, Stuttgart (Vorsitzende bis 7. Juli 2024)

 

Dr. Rainer Feurer, SVP Corporate Investments BMW AG, Niederpöcking (abberufen 07. Juli 2024)

 

Christina Schenck, CFO and Member of the Board of Management Mercedes-Benz Mobility AG, Mercedes-Benz Mobility AG, Stuttgart

 

Marcus Krieg, Vice President Mobility-& Energy-Services, BMW Group, Vaterstetten

Ab dem 8. Juli 2024 waren als Aufsichtsrat bestellt:

 

Dr. Ulrich Quay, VP Mobility Service, BMW Group, München (Vorsitzender ab 8. Juli 2024),

 

Juliane Gebhardt, Head of Strategy Mercedes-Benz Mobility AG, Mercedes-Benz Mobility AG, Stuttgart

 

Christina Schenck, CFO and Member of the Board of Management Mercedes-Benz Mobility AG, Mercedes-Benz Mobility AG, Stuttgart

 

Marcus Krieg, Vice President Mobility-& Energy-Services, BMW Group, Vaterstetten

Der Aufsichtsrat erhält keine Bezüge durch die Intelligent Apps GmbH.

5. Abschlussprüferhonorar

Hinsichtlich der Angabe des für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars des Abschlussprüfers nimmt die Intelligent Apps GmbH die Befreiungsmöglichkeit gem. § 285 Nr. 17 Halbsatz 2 HGB in Anspruch.

6. Konzernabschluss

Die Intelligent Apps GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, welcher am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist.

Die Intelligent Apps GmbH wird in den befreienden Konzernabschluss der YOUR NOW Holding GmbH, München, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Darüber hinaus wird er im Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Hamburg, den 8. August 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Johannes Prantl

Thomas Zimmermann

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Intelligent Apps GmbH hat ihren Sitz in Hamburg (Geschäftsanschrift: Neumühlen 19) und ist im Handelsregister Hamburg unter der Nummer HRB 110377 eingetragen.

Unmittelbares Mutterunternehmen der Intelligent Apps GmbH, Hamburg (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt), ist zum Stichtag die YOUR NOW Holding GmbH, München, die den befreienden Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Die Intelligent Apps GmbH ist seit dem 1. Februar 2019 - über die YOUR NOW Holding GmbH (96,26 %), München, als mittelbare Holding - Teil eines Joint Ventures zwischen der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW AG), München, und der Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart. Darüber hinaus hält die HNH Group Ltd. mit Sitz in London, Vereinigtes Königreich, eine Minderheitsbeteiligung (3,74 %) an der Intelligent Apps GmbH, Hamburg.

Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen sowie die Vermittlung von Waren und Dienstleistungen im Internet und/oder anderen digitalen Plattformen im Mobilitätssektor und damit verwandten Waren und/oder Dienstleistungen. Dies beinhaltet u.a. den Betrieb eines Taxi- und Mietwagen-Ruf-Services und die Vermittlung von weiteren Mobilitätsdienstleistungen wie beispielsweise von Carsharing und Sharing von Mopeds, Fahrrädern und Scootern. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst dabei auch den Einkauf, die Vermarktung und den Vertrieb von damit direkt und indirekt im Zusammenhang stehenden Produkten und Dienstleistungen.

1.1 Geschäftstätigkeit

FREENOW, wie die Intelligent Apps GmbH nach außen auftritt, wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, den Taximarkt zu revolutionieren, indem man per Smartphone eine direkte Verbindung zwischen Taxifahrer und Fahrgast herstellt. Über die vergangenen fünf Jahre entwickelte sich die Intelligent Apps GmbH zu einem multimodalen Aggregator von vielen Dienstleistungen im Rahmen der Personenbeförderung. Derzeit bietet FREENOW neben Vermittlungsdienstleistungen von Taxis, Elektrotaxis, Großraumtaxis, und barrierefreien Taxis auch Mietwagenfahrten mit lizenzierten Fahrern (PHV, private hire vehicle) im Ride-Hailing Segment an. Des Weiteren kann man über die Smartphone App E-Scooter, E-Roller, E-Fahrräder und Carsharing Angebote nutzen, sowie Tickets für den öffentlichen Nahverkehr - darunter auch das Deutschlandticket - kaufen.

Das Geschäftskundensegment umfasst Lösungen für Geschäftsreisen sowie Buchungsoptionen für Gäste und Kunden. Darüber hinaus bietet FREENOW seit 2021 ein "Mobility Budget" für deutsche Geschäftskunden als Alternative zum klassischen Flottenmanagement, indem man seinen Mitarbeitern unter Berücksichtigung von monatlichen zugeteilten Budgets Zugriff auf die verschiedenen Beförderungsleistungen der FREENOW App und ermöglicht.

Neben dem Geschäft in Deutschland bietet FREENOW mit ihren eigenen Tochtergesellschaften Vermittlungsdienstleistungen auch in Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Polen, Griechenland, Italien und Österreich an und ist derzeit in über 150 Städten innerhalb von 9 europäischen Ländern verfügbar. Mit dem Ziel, Investitionen verstärkt auf den Aufbau einer umfassenden Multimobilitätsplattform in ihren wichtigsten europäischen Märkten zu konzentrieren, hat die Gruppe ihre Ride-Hailing-Aktivitäten in Portugal im April 2023 eingestellt.

Ziel von FREENOW bleibt es auch zukünftig, sich in den bestehenden Märkten als führender Anbieter zu etablieren, um von dem Marktwachstum im Bereich Mobilität/Digitalisierung profitieren zu können. Der Fokus liegt dabei auf dem Ausbau des Angebots im Bereich der multimodalen Mobilität im Rahmen eines Plattformmodells als Vermittler zwischen Kunden und Anbieter, wobei das Taxi-Segment eine wesentliche Stütze des Geschäftsmodells von FREENOW ist. Als Vorreiter in diesem Segment gestaltet das Unternehmen den Wechsel von der analogen zur digitalen Fahrtenvermittlung über alle europäischen Märkte hinweg aktiv mit.

1.2 Marktlage und Wettbewerbssituation

Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist nach Angaben des Bundesfinanzministeriums im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Dabei belastete die hohe Inflation von 6,0 % die Konsumentenstimmung und damit die Nachfrage, nicht nur in Deutschland sondern ganz Europa. Für das aktuelle Jahr wird aus Sicht der Bundesregierung ein Wirtschaftswachstum von 0,3 % erwartet, das nominal aufgrund der Inflation jedoch deutlich höher liegt. 1

1 https://www.bundesfinanzministerium.de/Datenportal/Daten/offene-daten/wirtschaft-und-finanzen/s33-bruttoinlandsprodukt/s33-bruttoinlandsprodukt.html (Stand: Juni 2024)https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Basistabelle/Wirtschaft-Finanzen.html (Stand: Juni 2024)

Während das Geschäftsjahr 2023 das erste seit der COVID-19-Pandemie ohne direkte Einschränkungen von Reisen und Mobilität war, bleibt zumindest der Geschäftsreisesektor durch die Verbreitung von Remote-Arbeit nachhaltig beeinträchtigt. Darüber hinaus hatte der inflationsgetriebene Nachfragerückgang die Geschäftsentwicklung von FREENOW - aber auch die Mobilitätsbranche im Allgemeinen - negativ beeinflusst. Mit einem Umsatzwachstum von 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr, blieb die deutsche Taxi- und Ride Hailing-Branche hinter der Inflation zurück. Gleichzeitig ist eine weitere Verschiebung des Marktes von Offline hin zu Online zu beobachten. 2 In diesem Zusammenhang bleibt der Wettbewerbsdruck hoch, während Mobilitätsanbieter zunehmend unter Druck stehen, profitabel zu operieren, da Finanzierungsvolumen angesichts der Inflation abnehmen. So verstärkte auch FREENOW den Fokus auf effizientes Wachstum in den wichtigsten europäischen Märkten und schaffte es durch Partnerschaften sein Alleinstellungsmerkmal in Bezug auf Flottengröße und Angebotsvielfalt im Bereich Mobilität innerhalb Europas zu erhalten. Mitbewerber wie UBER Technologies Inc. (kurz: UBER) und Bolt Technology OÜ (kurz: BOLT) versuchen zunehmend auch in den klassischen Taximarkt einzudringen, und haben darüber hinaus ihr Angebot in den letzten Jahren um Lieferdienste wie Uber Eats, Bolt Food und Bolt Grocery erweitert. Die größten Mitbewerber im Bereich Mobilität sind neben UBER und BOLT auch lokale Anbieter.

2 https://www.statista.com/outlook/mmo/shared-mobility/taxi/germany?currency=EUR, https://www.statista.com/outlook/mmo/shared-mobility/ride-hailing/germany?currency=EUR (Stand: Juni 2024)

2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen

2.1 Ertragslage

Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren zur internen Steuerung der Intelligent Apps GmbH sind die erhobenen Vermittlungsgebühren sowie die Servicegebühren (Plattform-Gebühr) für erfolgreich durchgeführte Mobilitätsdienstleistungen. Die daraus resultierenden Umsatzerlöse aus dem Vermittlungsgeschäft sind ein wichtiger Faktor für die Bewertung der Unternehmenssituation. Ab dem Jahr 2024 ist aufgrund der Fokussierung auf Profitabilität auch EBIT ein bedeutsamer Leistungsindikator.

Die monatlichen Vermittlungs- und Fahrgastgebühren ergeben sich aus dem durchschnittlichen Fahrpreis und der Marge pro Fahrt, sowie der Zahl der erfolgreich vermittelten Transaktionen. Die Zahl der erfolgreich vermittelten Mobilitätsleistungen auf dem deutschen Markt ist im Kontext des Inflationsdrucks auf die Nachfrage sowie die gezieltere Incentivierung von Fahrgästen von 2022 auf 2023 leicht gesunken. Dieser Trend war vor dem Hintergrund einer bewussten Margen-Optimierung insbesondere durch das PHV-Segment getrieben, konnte in den Umsatzerlösen jedoch durch eine verbesserte Monetarisierung ausgeglichen werden. Transaktionen über Mobilitätspartner im Bereich Carsharing, E-Scooter, etc. hingegen machten weiterhin ein Viertel der im Geschäftsjahr 2023 in Deutschland vermittelten Mobilitätsleistungen aus.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 betragen 56.872 T€, im Vorjahr beliefen sich diese auf 45.383 T€. Neben einem Anstieg von über 6 % aus den Einnahmen des operativen Vermittlungsgeschäfts, konnten weitere Umsatzerlöse aus der Bereitstellung der Softwarelizenz gegenüber den Tochtergesellschaften erzielt werden. Dieses Modell ermöglicht die Nutzung der FREENOW App auch außerhalb Deutschlands und wird den ausländischen Gesellschaften im Rahmen eines Franchise Modells zur Verfügung gestellt.

Insgesamt lagen die Umsätze aus den Vermittlungsgeschäften für das Geschäftsjahr von Januar bis Dezember 2023 um 18 % unter Plan und konnten somit die Wachstumserwartungen in einer von Inflation geprägten Marktlage und bei gleichzeitiger Refokussierung des Geschäfts nicht erfüllen. Das Vermittlungsgeschäft beinhaltet neben den Umsätzen aus dem Ride-Hailing Sektor zudem die Geschäftsbeziehung mit anderen Mobilitätsdienstleistern sowie die Gebühren aus der Beziehung mit den Fahrgästen und Geschäftspartnern.

Der Personalaufwand ist bezogen auf 12 Monate im zu betrachtenden Geschäftsjahr 2023 um 3,8 % gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 96.411 T€ (2022: 214.738 T€) haben sich verringert. Die Verringerung im Vergleich zum Vorjahr ist unter Anderem auf die im Rahmen der strategischen Fokussierung auf das Taxi-Geschäft gesunkenen Marketingaufwendungen (2023: 20.261 T€ , 2022: 35.231 T€) - insbesondere auch im Vergleich zu dem von hohen Investitionen geprägten Post-Covid Jahr 2022 zurückzuführen. Aber auch die Wertberichtigung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2023: 28.545 T€, 2022: 127.306 T€), auf die Aufwendungen bezogen auf den Lieferungs- und Leistungsverkehr aus Kostenweiterbelastungen an Tochtergesellschaften (2023: 11.783 T€, 2022: 16.750 T€) haben wesentlich zum Rückgang beigetragen.

Ein erheblicher Ergebniseffekt im Jahr 2023 ergibt sich aus den Abschreibungen der Anteile an verbundenen Unternehmen von FREENOW in Höhe von 53.342 T€ (VJ: 355.932 T€), die durch die Neubewertungen der Ertragsaussichten der Tochterunternehmen zustande kommen und eine entsprechende konservative Einschätzung der aktuellen Risikobewertung des Unternehmens aufzeigt. Die Abschreibung der Anteile an verbundenen Unternehmen ist im Jahr 2023 deutlich geringer im Vergleich zum Vorjahr, was auf die Einstellung der operativen Tätigkeit in Lateinamerika im Jahr 2022 zurückzuführen ist.

Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen konnten durch Wandlung der bestehenden Darlehen in Eigenkapital im Jahr 2023 auf 68 T€ (2022: 837 T€) gesenkt werden.

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von 131.235 T€ (VJ: 555.750 T€), der auf das neue Geschäftsjahr vorgetragen wird. Bereinigt um die Abschreibungen der Finanzanlagen ergibt sich für das Jahr 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von 74.577 T€ (VJ: 199.818 T€). Die Entwicklung der Aufwandssituation wird als positiv beurteilt.

Um die Ertragslage auch zukünftig erfolgreich gestalten zu können, hat FREENOW im Geschäftsjahr 2023 wesentliche Maßnahmen für einen nachhaltig profitablen Wachstumspfad umgesetzt: Während FREENOW seine Positionierung als führender Anbieter multimodaler Mobilität sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich weiter festigen konnte, erfolgte eine Re-Fokussierung der Geschäftstätigkeit auf das margenstarke Taxigeschäft. Diese Maßnahmen wurden begleitet von einem stufenweisen Umbau der Organisationsstruktur und Reduktion der betrieblichen Fixkosten.

2.2 Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 79.659 T€ (VJ 150.894 T€). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresfehlbetrag, teilweise kompensiert durch die Zuführung von Eigenkapital durch die Gesellschafter im Februar 2023 in Höhe von 60.000 T€.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 16.466 T€ (VJ 16 T€). Die Erhöhung entsteht durch die Ausgabe des Darlehens durch die YOUR NOW Holding GmbH.

Die Verbindlichkeiten insgesamt sind von 5.014 T€ im Vorjahr auf 24.547 T€ zum 31. Dezember 2023 gestiegen. Sie betreffen mit 4.532 T€ die sonstigen Verbindlichkeiten (Zahlungsabwicklung im Rahmen der FREENOW App). Der Rest der Verbindlichkeiten entfällt auf Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.549 T€ sowie aus verbundenen Unternehmen mit 16.465 T€.

Die Gesellschaft war im vergangenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

2.3 Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Bilanzsumme der Gesellschaft 123.825 T€ (VJ 187.777 T€). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen der Anteile an den Tochtergesellschaften.

Das Anlagevermögen in Höhe von 75.057 T€ (VJ 127.659 T€) besteht zum größten Teil aus den Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 71.152 T€ (VJ 120.030 T€). Die Veränderung bei den immateriellen Vermögensgegenständen besteht aus der planmäßigen linearen Abschreibung.

Das Umlaufvermögen in Höhe von 44.139 T€ (VJ 55.742 T€) setzt sich hauptsächlich aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (2023: 22.152 T€, 2022: 25.756 T€) und aus dem Guthaben bei Kreditinstituten (2023: 14.794 T€, 2022: 21.895 T€) zusammen. Die Verringerung der Guthaben bei Kreditinstituten ergibt sich aus dem negativen operativen Ergebnis.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind gesunken, da Kautionen für Mietobjekte (2023: 1.718 T€, 2022: 2.714 T€) zurückgezahlt wurden.

2.4 Zusammenfassung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Jahr 2023 markierte die Rückkehr zu einer neuen Normalität der Alltagsmobilität in Folge der Corona-Pandemie und der Mobilitätssektor hat sich damit weiter stabilisiert. Nach Einschätzung der Geschäftsführung bringen die aktuelle Markt- und Wettbewerbslage, insbesondere im Zusammenhang mit Inflation, sowie der eingeschlagene Profitabilitätspfad der Gesellschaft dennoch wesentliche Herausforderungen mit sich.

Die Erlöse aus dem Vermittlungsgeschäft konnten dank einer verbesserten Monetarisierung erneut signifikant gesteigert werden, sind jedoch hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Durch eine verantwortungsvolle Kostensteuerung konnte das negative Jahresergebnis, bereinigt um die Abschreibungen auf Finanzanlagen, in dem zu erwartenden Rahmen gehalten werden. Gleichzeitig wurden Maßnahmen in die Wege geleitet, die dazu beitragen, das Unternehmen im folgenden Geschäftsjahr zu nachhaltiger Profitabilität zu führen. Das EBIT entspricht den Erwartungen, wurde im Gesamtergebnis durch die Abschreibungen der Anteile an verbundenen Unternehmen von FREENOW erheblich reduziert.

Als Konsequenz des Umschwungs hin zu einem nachhaltigen und kurzfristig profitablen Geschäftsmodell, war die Finanz- und Vermögenslage 2023 von einer bewussten Abkehr von unprofitablen Geschäftsbereichen, dem Fokus auf Wachstum im historisch starken Taxisegment, sowie einer Reduktion der betrieblichen Fixkosten geprägt. Die Geschäftsführung ist sich darüber bewusst, dass die erfolgreiche Zielerreichung eines profitablen Geschäftsmodells nur mittels gezielter Investitionen zu erreichen ist. Die Steuerung des Unternehmensergebnisses unter Berücksichtigung dieser Kosten Nutzen Abwägung steht im Vordergrund aller unternehmerischen Entscheidungen.

2.5 Prognose- und Chancenbericht

Die Intelligent Apps GmbH verfolgt im Jahr 2024 weiterhin die Strategie, ihre starke Marktposition im Gründungsland Deutschland, aber vor allem in Europa weiter auszubauen. Hierzu trägt auch die Etablierung der Marke FREENOW als angebotsstärkster Mobilitätsanbieter in Europa bei. Die Pflege bestehender Partnerschaften auf der FREENOW Plattform und der Erhalt eines breiten Mobilitätsangebots wird hierbei weiterhin als Stärke gesehen. So lässt sich mit Hilfe von Partnerschaften nicht nur das Ride-Hailing-Geschäft mit geringem Kapitalbedarf erweitern. Das Unternehmen kann seine zentrale Stellung zwischen Kunden und verschiedenen Anbietern für Mobilitätsleistungen weiter etablieren und somit den Markt maßgeblich mitgestalten. Die Standardisierung von Anbindungsprozessen der Partnerunternehmen spielt dabei weiterhin eine wesentliche Rolle, um auch kleinere Anbieter effizient integrieren zu können, somit die Skalierung ökonomisch zu gestalten und damit positiv zum Unternehmensergebnis beizutragen.

So waren zum Ende des Jahres 2023 18 Mobilitätspartner mit einem Gesamtangebot von über 200 Tausend Fahrzeugen erfolgreich in die App integriert. Ziel ist es, ein möglichst breites Spektrum des Mobilitätsbedarfs von Kunden in urbanen Gebieten abzudecken, um die Kundenbindung zu erhöhen. Durch die Einbindung von Autovermietungsangeboten, dem Vertrieb des Deutschlandtickets, sowie der Einführung monatlicher Sparpakete für Vielnutzer, konnte das Angebotsspektrum 2023 noch erweitert werden.

Darüber hinaus wurde auch die Partnerschaftsstrategie im Jahr 2023 breiter aufgestellt: neben bisherigen Partnerschaften mit anderen Mobilitätsanbietern zur Erweiterung des Angebots auf der Plattform, kooperiert FREENOW auch in den Bereichen Marketing, Mobilitätsnachfrage, sowie zur Erweiterung des Geschäftskundenangebots.

Ein wesentlicher Pfeiler der Wachstumsstrategie des Unternehmens für die kommenden Jahre ist die Refokussierung auf das Taxisegment. Mit einem noch immer auf 15,6 Milliarden Euro Außenumsatz geschätzten Offline-Taxi-Markt 3 , sieht die Intelligent Apps GmbH großes Potenzial im Wachstum durch das aktive Vorantreiben und die Partizipation in der Transformation dieses Segments hin zur digitalen Fahrtenvermittlung. Durch neue Partnerschaften mit Anbietern für traditionell offline abgewickelte Nachfragesegmente konnte das Unternehmen bereits im Jahr 2023 einen wesentlichen Schritt in diese Richtung machen. Allein in Deutschland wird für die kommenden fünf Jahre eine Verdoppelung des Anteils online vermittelter Fahrten von 40,4 % 2023 auf über 85 % 2028 prognostiziert. 4 Auch angesichts der Inflation und des damit verbundenen Drucks auf die Nachfrage, wird dem weniger preissensiblen Taximarkt und dem Geschäftskundensegment eine hohe Bedeutung für Wachstum beigemessen. Die historisch starke Positionierung von FREENOW in beiden Segmenten im Vergleich zu globalen Wettbewerbern wird dabei als Vorteil angesehen.

3 https://www.statista.com/outlook/mmo/shared-mobility/taxi/custom?currency=EUR&locale=en&token=HJ0hT4pMj0r5mSz4FHlh-9tRZVV5_k139kgtFZNOSGJHFTl9QawNQq8j5XQ5FnIv5sq9l_ISS76Pq5Bhyg== (Stand: Juni 2024)

4 https://www.statista.com/outlook/mmo/shared-mobility/taxi/germany?currency=EUR, https://www.statista.com/outlook/mmo/shared-mobility/ride-hailing/germany?currency=EUR (Stand: Juni 2024)

Desweiteren wird das Wachstum im klassischen Taxi-Segment durch regulatorische Trends begünstigt, die den Wettbewerb im Mietwagen (PHV) -Segment weiter einschränken und durch erhöhte Flexibilität in der Preissetzung bei der Taxi-Vermittlung neue Chancen eröffnen.

Auch die frühzeitige Fokussierung auf ein nachhaltiges Produktportfolio wird als Chance angesehen, langfristig planen und konkurrenzfähige attraktive Services anbieten zu können sowie eine Vorreiterrolle bei emissionsneutralen Mobilitätsdienstleistungen einzunehmen.

Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass Zusammenschlüsse, Übernahmen oder neue Markteintritte im Mobilitätsbereich die Wettbewerbssituation verschärfen.

Hinsichtlich der Umsätze aus dem Vermittlungsgeschäft wird für das Geschäftsjahr 2024 ein Ergebnis von 31,6 Mio. € avisiert. Der Rückgang der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 12 % ist auf einen Rückgang im PHV-Segment in Folge der auf Profitabilität ausgerichteten Investitionsstrategie zurückzuführen. Dieser kann nur teilweise durch Wachstum in den Bereichen Taxi und Multimobilität ausgeglichen werden.

Die deutsche Automobilindustrie erlebte ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2023 und konnte durch erhöhte Nachfrage und überwundene Produktionsengpässe Rekordumsätze verzeichnen. Dies hat auch die betriebswirtschaftliche Situation der wichtigsten Gesellschafter der Intelligent Apps GmbH positiv beeinflusst. Dennoch bleibt es von entscheidender Bedeutung, dass sich die FREENOW Gruppe über die eigene Profitabilität eine flexible Finanzierung des eigenen Geschäfts ermöglicht. Der weitere Ausbau eines attraktiven, plattform- und partnerschaftsbasierten Mobilitätsangebots für Privat- und Geschäftskunden, eine stärkere regionale Fokussierung, sowie weitere Kostenkonsolidierung bilden die Basis dafür.

Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2024 in Folge der strategischen Refokussierung und des weiteren Umbaus der Organisationsstruktur gepaart mit Einmalkosten aus der Restrukturierung ein ähnliches EBIT wie in 2023 (EUR -130,9 Mio.) erzielen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit, dass das geplante Unternehmensergebnis der Intelligent Apps GmbH für 2024 auf Grund von Marktgegebenheiten unterschritten wird, wird derzeit noch als gering eingestuft und ggf. im Rahmen der Aufwandssteuerung begegnet.

2.6 Risikobericht

Die Inflation hat einen negativen Einfluss auf Kaufkraft und Ausgabeverhalten der Nutzer von FREENOW und übt Druck auf die Betriebskosten aus. Umsatz- sowie Kostenoptimierungsinitiativen tragen dazu bei, die Auswirkungen der Inflation auf das Geschäftsergebnis der Gruppe abzumildern und weiterhin den Mehrwert für Nutzer, Fahrer und Partner zu erhalten. Das Management überwacht die Auswirkungen der Inflation auf die Plattformnachfrage genau und bewertet kontinuierlich die Marktbedingungen, um Preisstrategien auszugleichen.

Der Krieg in der Ukraine stellt kein direktes Risiko für das Geschäftsmodell der Gruppe dar, jedoch bewertet das Management regelmäßig indirekte Auswirkungen wie Inflation, um angemessene Maßnahmen ergreifen zu können.

Das Geschäftsmodell der Intelligent Apps GmbH als Teil der sog. "Plattform-" bzw. "Gig Economy" ist immer noch durch ein hohes Maß an Rechtsunsicherheit geprägt. Die Geschäftsfelder sind in den allermeisten Ländern und Märkten ihrer Beteiligungen nur wenig, überhaupt nicht oder nicht ausreichend reguliert. Nationale Verwaltungen und Gerichte haben aufgrund der fehlenden Regulierung ein hohes Gestaltungspotential und entscheiden gerade in jüngerer Zeit teilweise zum Nachteil der Plattformindustrie. Die wesentlichen Risiken bzw. Anwendungsfelder für drohende Rechtsstreitigkeiten lassen sich weiterhin wie folgt zusammenfassen:

den Gesellschaften der FREENOW Gruppe als Plattformbetreiber werden vermehrt transportrechtliche oder sonstige öffentlich-rechtliche Verstöße der über die Plattform agierenden Transportunternehmen zugerechnet; dadurch sind sie entsprechenden Unterlassungsklagen und Bußgeldrisiken ausgesetzt, die ihr Geschäftsmodell erheblich einschränken oder im schlimmsten Fall sogar vollständig untersagen können

den Gesellschaften der FREENOW Gruppe als Plattformbetreiber wird vermehrt die Rolle eines eigenständigen Transportunternehmers zugerechnet; dadurch laufen sie Gefahr, dass sie sämtliche öffentlich-rechtlichen Pflichten sowie die zivilrechtliche Verantwortlichkeit für die Durchführung der von ihr vermittelten Transportdienstleistungen treffen; auch derartige Tendenzen können ihr Geschäftsmodell erheblich beeinträchtigen

Plattformbetreibern für Transportdienstleistungen wird in Europa vermehrt eine Arbeitgebereigenschaft für die Fahrer zugerechnet, die mit Hilfe der Plattform Transportdienstleistungen erbringen; dieses Risiko besteht insbesondere in den sog. "Private Hire" (PHV) - Märkten der FREENOW Gruppe (insbesondere UK und Frankreich)

Auch in Zukunft muss das Ride-Hailing Gewerbe sich mit rechtlichen Auseinandersetzungen in Bezug auf Wettbewerber, wie den klassischen Taxizentralen, konfrontiert sehen. Bestehende anhängige Verfahren auf nationaler und internationaler Ebene werden das Umfeld der Geschäftstätigkeit der FREENOW Gruppe weiterhin beeinflussen und den wachsenden Markt der Mobilitätsdienstleistungen stärker definieren. Die Rechtsrisiken in Bezug auf die Plattformindustrie werden zum jetzigen Zeitpunkt als mittelhoch eingeschätzt.

Es bestehen auch Marktrisiken, deren Ausprägung insbesondere von der Strategie der Wettbewerber abhängen. Markteintritte von kapitalstarken Mitbewerbern können schnell erfolgen und erhebliche Mittel binden bzw. erfordern. Dies würde zu einem verstärkten Wettbewerbsdruck auf dem Markt für FREENOW führen. Auch Insolvenzen von Partnern oder Zusammenschlüsse von Partnern mit Wettbewerbern können einen negativen Einfluss auf das Mobilitätsangebot auf der FREENOW Plattform haben. Das Marktrisiko wird hinsichtlich seiner Bedeutung und potenziellen Auswirkung derzeit als ein mittleres Risiko eingestuft.

Auch als bedeutendes geschäftsfeldspezifisches mittleres Risiko schätzt die Geschäftsführung das Risiko im Zusammenhang mit Betrug und Datenmissbrauch innerhalb der Zahlungssysteme ein. Neben externen Dienstleistern zur Betrugsprävention im klassischen E-Commerce setzt FREENOW hier ebenfalls eigene Mitarbeiter zur Analyse und Überwachung ein.

Als Unternehmen, dessen Umsätze überwiegend über das Medium Smartphone generiert werden, ist ebenso das Technologierisiko zu berücksichtigen: Die regelmäßige Verfügbarkeit des FREENOW Services und die ständige Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Informationstechnologie sind zwingend erforderlich. Eventuell auftretende Herausforderungen in diesem Bereich stellen demzufolge ein besonderes Risiko dar, das erhebliche Ausmaße annehmen kann. Das Hosting der Server für die Apps sowie der damit in Verbindung stehende Service erfolgen durch einen spezialisierten externen Dienstleister, um das Risiko von Serverausfällen zu minimieren, die Stabilität und jederzeitige Verfügbarkeit der EDV-Systeme zu gewährleisten sowie die Skalierbarkeit aufgrund von Schwankungen innerhalb des Kerngeschäfts stets sicherzustellen.

Das Technologierisiko wird hinsichtlich seiner Bedeutung und potenziellen Auswirkung als gering eingestuft. Das Department der Cyber Risk & Information Security überwacht und steuert die Cyber- und Informationssicherheitsrisiken im gesamten Interesse der Gesellschaft. Die Abteilung behandelt alle in den Themen der Cyber- und Informationssicherheit relevanten regulatorischen Aspekte und gewährleistet diesbezüglich ein angemessenes Risikomanagement gemäß international anerkannten Standards.

Durch die Ausrichtung der Geschäftstätigkeit auf Profitabilität und das im laufenden Geschäftsjahr erwartete Durchbrechen der Gewinnschwelle hat sich das Risiko der fortlaufenden Sicherstellung der Kapitalisierung der Gesellschaft zu den Vorjahren deutlich verringert. Die Gesellschafterin der Intelligent Apps GmbH, die YOUR NOW Holding GmbH, München, hat die Liquidität der Intelligent Apps GmbH in den letzten Jahren via Kapitalerhöhungen und Gesellschafterdarlehen gesichert. Zuletzt wurde im Dezember 2023 ein Gesellschafterdarlehen erbracht. Gemäß der an die Gesellschafter kommunizierten Geschäfts- und Liquiditätsplanung, deckt der aktuelle Bestand liquider Mittel den Liquiditätsbedarf des operativen Geschäfts bis zum Erreichen der Profitabilitätsmarke im Geschäftsjahr 2024. Zur Deckung etwaiger einmaliger Kosten im Zusammenhang mit dem Umbau der Organisationsstruktur sowie der Abwicklung der Beat-Gesellschaften in Lateinamerika wurden - bei Bedarf - weitere liquide Mittel durch die Gesellschafter zugesagt. Sollte es der Intelligent Apps nicht gelingen, die operative Planung zu realisieren, ist die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft von der Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel durch die Gesellschafter abhängig. Sollten diese Mittel entgegen der aktuellen Erwartung der Geschäftsführung nicht zur Verfügung stehen, ist die Intelligent Apps dazu in der Lage, die Marketingausgaben kurzfristig zu reduzieren, um die benötigten Mittel zu verringern.

Das Management der Gesellschaft stellt durch permanente Marktbeobachtung sicher, dass auf Risiken, die aus der Veränderung der oben genannten Risiken oder einer veränderten Wettbewerbssituation erwachsen, schnellstmöglich reagiert werden kann.

 

Hamburg, den 8. August 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Johannes Prantl

Thomas Zimmermann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Intelligent Apps GmbH, Hamburg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Intelligent Apps GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Intelligent Apps GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 9. August 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Sartori, Wirtschaftsprüferin

gez. Wirth, Wirtschaftsprüfer

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