chemfidence services gmbh

Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 50099
Vorher
chemfidence GmbHchemfidence gmbh
Eingetragen
7.8.2000
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
der Handel mit und die Distribution von chemischen und agrarischen Produkten, Mineralien und Energierohstoffen, Laborchemikalien, Schutzausrüstungen und Packmitteln, sowie die Vornahme aller Geschäfte, die mit der Betätigung auf diesen Gebieten zusammenhängen, die Produktion, Umarbeitung, Veredelung und Aufbereitung von Chemikalien aller Art, die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Vorstehenden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Eberhard Zorn
seit 8.9.2023
Geschäftsführer
Sabine Prediger
seit 27.4.2023
Prokura
Oliver Düll
seit 27.4.2023
Prokura
Michael Dr. Wohlers
seit 2.11.2022
Geschäftsführer
Frank-Andreas Neumann
seit 20.2.2013
Prokura
Stefan Westenberger
seit 24.3.2009
Prokura
Michael Dr. Schöber
seit 18.11.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sojitz Corporation of Europe B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sojitz SOLVADIS GmbH
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

chemfidence services gmbh

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 118.367,72 184.456,25
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.486,82 135.677,58
2. Anlagen im Bau 0,00 103.486,82 7.200,00 142.877,58
221.854,54 327.333,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 6.384.106,83 10.742.373,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.916.602,29 13.231.844,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 14.492,25
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.990,07 491.955,49
4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.443.327,64 22.361.920,00 3.285.057,52 17.023.349,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.136.836,43 7.225.803,55
32.882.863,26 34.991.526,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.007.713,60 3.326.752,10
36.112.431,40 38.645.612,55

Passiva

31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.033.362,00 1.033.362,00
III. Gewinnvortrag 3.295.306,74 3.295.306,74
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
6.328.668,74 6.328.668,74
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.442.094,00 7.293.979,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.007.277,94 973.817,79
9.449.371,94 8.267.796,79
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.103.609,71 15.963.906,73
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 457.236,06 113.662,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 5.436.953,37 5.808.352,48
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.336.591,58 2.163.225,20
- davon aus Steuern EUR 1.922.642,59 (i. Vj. EUR 1.992.347,83) -
20.334.390,72 24.049.147,02
36.112.431,40 38.645.612,55

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1.4.2023-31.3.2024 1.4.2022-31.3.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 139.937.873,24 159.249.911,41
2. Sonstige betriebliche Erträge 127.078,91 119.384,40
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -123.035.570,24 -142.064.189,73
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.389.293,73 -125.424.863,97 -2.240.413,30 -144.304.603,03
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.227.017,30 -2.542.051,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.057.608,57 -4.284.625,87 -1.468.175,41 -4.010.226,84
- davon für Altersversorgung EUR -1.633.477,57
(i. Vj. EUR -1.065.551,14) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -143.155,07 -98.709,51
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.587.278,38 -4.881.025,77
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.521,10 1.585,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -198.596,59 -267.963,38
- davon an verbundene Unternehmen EUR 5,30 (i. Vj. EUR -21.232,90) -
9. Ergebnis nach Steuern 5.436.953,37 5.808.352,48
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -5.436.953,37 -5.808.352,48
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024

Anschaffungskosten
1.4.2023 Zugänge Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 533.176,50 18.697,47 0,00 551.873,97
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 616.857,89 26.178,31 39.128,03 603.908,17
2. Anlagen im Bau 7.200,00 0,00 7.200,00 0,00
624.057,89 26.178,31 46.328,03 603.908,17
1.157.234,39 44.875,78 46.328,03 1.155.782,14
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.3.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 348.720,25 84.786,00 0,00 433.506,25
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 481.180,31 58.369,07 39.128,03 500.421,35
2. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
481.180,31 58.369,07 39.128,03 500.421,35
829.900,56 143.155,07 39.128,03 933.927,60
Buchwerte
31.3.2024 31.3.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 118.367,72 184.456,25
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 103.486,82 135.677,58
2. Anlagen im Bau 0,00 7.200,00
103.486,82 142.877,58
221.854,54 327.333,83

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Allgemeine Angaben

Die chemfidence services gmbh hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRB 50099 eingetragen.

Die chemfidence services gmbh ist wie im Vorjahr eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, überwiegend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei wird entgeltlich erworbene Software über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen ab dem Zugangsjahr 2010 werden grundsätzlich linear vorgenommen. Für bewegliche Sachanlagen, die vor Inkrafttreten des BilMoG aktiviert wurden, wird von der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB Gebrauch gemacht und die bisherige aus steuerlichen Gründen angewandte degressive Abschreibungsmethode fortgeführt. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zur linearen Abschreibung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Nutzungsdauer liegt zwischen drei bis zehn Jahren. Soweit erforderlich, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre Anschaffungskosten EUR 800 nicht übersteigen. Bei Anschaffungskosten unter EUR 250 werden diese sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Hiervon ausgenommen sind der Ansatz und die Bewertung von Großraumpaletten. Aufgrund der besonderen Bedeutung für das Unternehmen und der Höhe des Gesamtwertes werden diese Vermögensgegenstände, deren Einzelanschaffungskosten unter EUR 800 liegen, nicht sofort, sondern über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Diese Anlagegegenstände werden in regelmäßigen Abständen in größeren Mengen angeschafft bzw. ersetzt.

Die Vorräte (Waren) sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h., soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, werden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Für im Einzelnen nicht erkennbare Wertminderungen sind angemessene Abschreibungen vorgenommen worden. Für länger lagernde und unbewegte Vorräte werden Gängigkeitsabschläge zwischen 50 % und 100 % berücksichtigt, und auf die danach verbleibenden Bestände wird pauschal ein Lagerhüterabschlag von 1 % vorgenommen. Zusätzlich wurden aufgrund der Lagerreichweitenanalyse bei Vorräten mit Reichweiten von mehr als drei Jahren Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Gesellschaft verkauft im Rahmen eines echten Factorings Forderungen an einen Dritten. Dabei geht das Delkredererisiko vollständig auf den Käufer über. Die Gesellschaft erzielt da-raus neben dem positiven Liquiditätseffekt den Vorteil der Unabhängigkeit von Kunden-Zahlungszielen. Das Veritätsrisiko in Bezug auf die Forderungen trägt die Gesellschaft.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen (Richttafeln Heubeck 2018 G) bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat März 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,83 % p. a. (i. Vj. 1,79 % p. a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,35 % p. a. (i. Vj. 2,35 % p. a.) und Rentensteigerungen von jährlich 2,20 % p. a. (i. Vj. 2,20 % p. a.) zugrunde gelegt. Zur Berücksichtigung der bereits zum Stichtag aufgelaufenen Anpassungsverpflichtungen (aufgrund hoher Inflation) wurden die aktuellen laufenden Renten pauschal um 10 % erhöht. Ferner wurde eine Fluktuation in Höhe von 1,5 % p. a. unterstellt.

Im Zusammenhang mit der einzelvertraglich vereinbarten Gewährung von Zuschüssen zur privaten Krankenversicherung während des Ruhestands (Restkostenversicherung) wurden die sich hieraus ergebenden pensionsähnlichen Verpflichtungen auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens in die Rückstellungen eingestellt. Die unterstellten Annahmen wurden analog den Pensionsverpflichtungen angewendet.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Bei der Rückstellungsbemessung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Der Jubiläumsrückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Ermittlung erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Berechnung nach den biometrischen Rechnungsgrundlagen (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Der Rechnungszinssatz beträgt 1,80 % p. a. (i. Vj. 1,50 % p. a.).

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden bei der Erfassung mit dem aktuellen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Abschlussstichtag bewertet.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Vorräte

Bei den Vorräten (Waren) wurden Abschreibungen auf zukünftige niedrigere Marktpreise in Höhe von TEUR 332 (i. Vj. TEUR 400) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.228 (i. Vj. TEUR 8.867) verkauft.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 506) resultieren aus Finanzkrediten (TEUR 2; i. Vj. TEUR 492).

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegen die Factoring-Gesellschaft aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 9.437 (i. Vj. TEUR 3.281) enthalten.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Mietvorauszahlungen in Höhe von TEUR 2.522 (i. Vj. TEUR 2.796) und sonstige Kostenabgrenzungen in Höhe von TEUR 485 (i. Vj. TEUR 531).

Eigenkapital

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. März 2024 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Sojitz SOLVADIS GmbH, Ratingen (bis 30.11.2023 solvadis deutschland gmbh, Frankfurt am Main / Deutschland).

Das im Handelsregister eingetragene und in bar voll eingezahltes gezeichnetes Kapital beträgt TEUR 2.000 und ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten Pensionsverpflichtungen (TEUR 8.277; i. Vj. TEUR 7.137) und die einzelvertraglich vereinbarte Gewährung von Zuschüssen zur privaten Krankenversicherung während des Ruhestands (Restkostenversicherung) (TEUR 165; i. Vj. TEUR 157).

Der Unterschiedsbetrag für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR -706 (i. Vj. TEUR 258). Der Unterschiedsbetrag ermittelt sich aus dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,83 %; i. Vj. 1,79 %), und dem Ansatz der Rückstellungen, abgezinst mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,80 %; i. Vj 1,50 %).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 663 (i. Vj. TEUR 615) und ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 247 (i. Vj. TEUR 284).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 457 (i. Vj. TEUR 114) betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 5.437 (i. Vj. TEUR 5.808) resultieren aus Verbindlichkeiten für Ergebnisabführung.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft vermarktet im Wesentlichen chemische Rohstoffe, Packmittel und Schutzausrüstungen im Inland. Die Umsätze wurden in folgenden Bereichen erzielt:

2023/2024 2022/2023
EUR Mio EUR Mio
Umsatzerlöse nach Bereichen
Chemicals 115,2 129,0
Packmittel 20,8 26,0
Persönliche Schutzausrüstung 3,9 4,2
139,9 159,2

Sonstige betriebliche Erträge

Die periodenfremden Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 118 (i. Vj. TEUR 116) betreffen vor allem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 35 (i. Vj. TEUR 67).

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 15) angefallen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Betrag der Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 134 (i. Vj. TEUR 458) betrifft im Wesentlichen die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 20 (i. Vj. TEUR 16) sind wie im Vorjahr im Gewinn- und Verlustrechnungsposten Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt wurden insgesamt 28 (i. Vj. 27) angestellte und keine gewerblichen Mitarbeiter im Vertrieb beschäftigt.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der chemfidence services gmbh ist Herr Andreas Weimann, Eltville am Rhein, zum 8. September 2023 ausgeschieden.

Herr Weimann war als Geschäftsführer hauptberuflich tätig.

Neue Geschäftsführer sind:

Herr Dr. Michael Wohlers, Hofheim am Taunus. (seit dem 1. Oktober 2022)

Herr Eberhard Zorn, Friedberg (seit dem 8. September 2023)

Beide sind als Geschäftsführer hauptberuflich tätig.

Bei der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Bezüge für ehemalige Geschäftsführer betrugen TEUR 265 (i. Vj. TEUR 278).

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zum 31. März 2024 aus Kreditverträgen. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für verschiedene Gesellschaften der solvadis-Gruppe mit einem Gesamtbetrag in Höhe von bis zu EUR 78,5 Mio (i. Vj. EUR 78,5 Mio). Das Risiko aus diesen Haftungsverhältnissen wird als gering eingeschätzt, da keine Indizien für eine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung vorliegen. Die Gesellschaften sind in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit aus eigenen Mitteln zu begleichen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB gegenüber Dritten bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7.353 (i. Vj. TEUR 8.993), davon im Geschäftsjahr 2024/2025 in Höhe von TEUR 2.514. Für den Zeitraum 2025/2026 bis 2027/ 2028 bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von zusammen TEUR 3.475.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen das Verwaltungsgebäude an dem Standort der Gesellschaft sowie Mieten für Lagerkapazitäten, Infrastruktureinrichtungen, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. "Operating-Lease"-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 57 (i. Vj. TEUR 51).

Ergebnisabführungsvertrag

Die Gesellschaft hat mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss als Organgesell-schaft mit der Sojitz SOLVADIS GmbH Ratingen/Deutschland (bis 30. November 2023 solvadis deutschland gmbh, Frankfurt am Main/Deutschland) als Organträger einen Unternehmensvertrag in Form eines Ergebnisabführungsvertrages abgeschlossen, der ab dem 1. April 2019 wirksam ist.

Konzernverhältnisse

Die chemfidence services gmbh wird nicht mehr in den Konzernabschluss zum 31. März 2024 der Sojitz SOLVADIS GmbH (bis 30. November 2023 solvadis deutschland gmbh) einbezogen, da diese nach § 294 Abs. 1 Nr. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Die Sojitz Corporation, Tokio (Japan), stellt für den größten Organkreis einen Konzernab-schluss zum 31. März 2024 auf, in den die chemfidence services gmbh ebenfalls einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist auf der Homepage www. sojitz. com der Sojitz Corporation erhältlich.

Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwarten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine eingetreten.

Ergebnisabführung

Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wurde zum 31. März 2024 ein Gewinn in Höhe von TEUR 5.437 an den Gesellschafter abgeführt.

 

Frankfurt am Main, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Michael Wohlers

Eberhard Zorn

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

A. Grundlagen des Unternehmens

Die chemfidence services gmbh ("chemfidence" oder "Gesellschaft") ist in den Bereichen

Chemicals

Packmittel und

Persönliche Schutzausrüstung

tätig und erbringt ihre Dienstleistungen und Warenlieferungen hauptsächlich für Kunden im Industriepark Höchst. Betriebsstätte und Sitz der Gesellschaft sind Frankfurt am Main.

Die chemfidence ist eine 100-prozentige Tochter der international tätigen Sojitz SOLVADIS GmbH, Ratingen/Deutschland. Die Gesellschafter der Sojitz SOLVADIS GmbH sind die Sojitz Europe Trade Holdings GmbH, Düsseldorf/Deutschland (bis 30.11.2023 Sojitz Europe GmbH, Düsseldorf/Deutschland), und die Sojitz Corporation of Europe B.V., Amsterdam/Niederlande. Damit gehört die chemfidence zum weltweit operierenden Sojitz-Konzern.

Die Gesellschaft hat mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss als Organgesellschaft mit der Sojitz SOLVADIS GmbH Ratingen/Deutschland (bis 30.11.2023 solvadis deutschland gmbh, Frankfurt/Deutschland) als Organträger einen Unternehmensvertrag in Form eines Ergebnisabführungsvertrages abgeschlossen, der ab dem 1. April 2019 wirksam ist.

Wichtige Kennzahlen, d. h. die bedeutsamsten Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung der chemfidence, sind die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT).

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchensituation und Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung der chemfidence ist vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland, Europa und weltweit zu betrachten. Weltweit befand sich die Konjunktur 2023 in einer Schwächephase. Die Zinsen und Inflation waren weiterhin auf einem hohen Niveau und dämpften die Investitionen. Die europäische Wirtschaft stagnierte und ist seit Herbst 2022 nicht mehr gewachsen. Der Branchenumsatz der chemischen Industrie in Deutschland ist in 2023 um 17,6 % auf EUR 166,8 Mrd gesunken.

Die chemfidence hat im Geschäftsjahr 2023/2024 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 139,9 Mio erzielt und liegt damit deutlich unter dem Umsatz des Geschäftsjahres 2022/2023 (EUR 159,2 Mio). Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023/2024 2022/2023
EUR Mio EUR Mio
Umsatzerlöse nach Bereichen
Chemicals 115,2 129,0
Packmittel 20,8 26,0
Persönliche Schutzausrüstung 3,9 4,2
139,9 159,2

Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf konjunkturbedingte Mengenrückgänge in den Bereichen Chemicals und Packmittel zurückzuführen.

Trotz der gesunkenen Mengen konnte im Geschäftsjahr 2023/2024 ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von EUR 5,4 Mio (i. Vj. EUR 5,8 Mio) erzielt werden.

2. Risikomanagement

Grundsätzlich wird jede unternehmerische Entscheidung mit der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der Unternehmensumwelt getroffen, sodass unternehmerisches Handeln untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden ist. Vor dem Hintergrund der steigenden Dynamik und Komplexität unserer Unternehmensumwelt kommt einer risikoorientierten Unternehmenssteuerung damit eine immer wichtigere Bedeutung zu, denn ein wirksames Risikomanagement verbessert die Entscheidungsqualität und ist damit ein bedeutender Erfolgsfaktor.

Das Risikomanagementsystem der chemfidence ist grundsätzlich geeignet, um unternehmensgefährdende Entwicklungen früh zu erkennen bzw. präventiv im Vorfeld zu vermeiden. Die für die Gesellschaft relevanten Risiken und Risikopotenziale sind hauptsächlich marktbezogen (Mengen- und Preisrisiken und in geringerem Umfang auch Währungsrisiken) sowie im Bereich der Logistik und Distribution auch betriebsbedingt.

Das Risikomanagementsystem umfasst im Wesentlichen Methoden zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und -bewertung sowie zur Risikoüberwachung und -steuerung. Schwerpunkte liegen insbesondere im Vertragsmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Dokumentation gewerblicher Verträge in Abhängigkeit von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung) und im Kreditmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Überwachung von Geschäftspartnerrisiken bzw. Kundenforderungen). Betrieblichen Risiken wird mit umfangreichen Verfahrensanweisungen und Verordnungen zur Handhabung, Lagerung, Verpackung und zum Versand von Chemikalien begegnet. Ein monatliches Berichtswesen liefert der Geschäftsführung zeitnah aktuelle Informationen über die gesamte wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Neben diesen organisatorischen Maßnahmen kommt der Risikokultur, d. h. der Stärkung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter im täglichen Geschäft, eine wesentliche Bedeutung zu.

3. Personal

Am Bilanzstichtag 31. März 2024 waren bei chemfidence 28 (i. Vj. 27) Mitarbeiter angestellt. Darin sind Mitglieder der Geschäftsführung und geringfügig Beschäftigte nicht enthalten.

4. Finanzierung

Die chemfidence finanziert sich durch Forderungsverkäufe an ein Factoringunternehmen und kann direkt über ihren Gesellschafter, die Sojitz SOLVADIS GmbH, externe Kreditlinien in Anspruch nehmen. Sie ist gemeinsam mit ihren deutschen Schwestergesellschaften in das Cash-Management-System der Sojitz SOLVADIS GmbH eingebunden. Hieraus ergeben sich zum Bilanzstichtag 31. März 2024 Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von EUR 0,0 Mio aus kurzfristigen Finanzkrediten (i. Vj. Verbindlichkeiten EUR 0,5 Mio) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter im Zusammenhang mit dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von EUR 5,4 Mio (i. Vj. EUR 5,8 Mio).

5. Umwelt und Sicherheit

Für die chemfidence ist die Qualitätssicherung von Produkten und Prozessen ein zentraler Bestandteil eines verantwortungsbewussten Handelns. Die Leitlinien des Chemiehandels zum sicheren Umgang mit Chemikalien werden beachtet. Unsere Standardprodukte erfüllen die hohen Anforderungen internationaler Qualitätsnormen, so wird beispielsweise Methanol von uns nur dann in unsere Tanks übernommen und an Kunden weitergeleitet, wenn es mindestens den IMPCA (International Methanol Producers & Consumers Association) Spezifikationen entspricht. Die Reinheit des Methanols lassen wir dementsprechend vor jeder Übernahme durch eine standardisierte chemische Qualitätsanalyse bestätigen.

Die Geschäftsprozesse der chemfidence werden regelmäßig gemäß den Vorgaben für Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 9001) auditiert. Wiederholungsbegutachtungen werden regelmäßig durchgeführt und bestätigten die Aufrechterhaltung der Zertifikate. Im ersten Quartal 2024 erfolgte eine Rezertifizierung nach ISCC-PLUS und REDcert2, um die Qualifikation für den Handel mit nachhaltigen Produkten sicherzustellen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Thema Nachhaltigkeit. Hier ist chemfidence bei "Ecovadis", einer Ratingplattform für Unternehmen, gelistet und hat mittlerweile Goldstatus erreicht. Viele große und namhafte Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie betrachten ein solches Listing als notwendige Bedingung für einen Geschäftsabschluss.

Im Lager- und Transportbereich arbeitet die chemfidence ausschließlich mit qualifizierten Drittfirmen zusammen, die über eine ausreichende Expertise im jeweiligen Dienstleistungsbereich verfügen. Hierdurch wird sichergestellt, dass die einschlägigen Anforderungen gemäß Chemikaliengesetz, den Gefahrstoff- und Gefahrgut-Verordnungen und den TRGS (Technische Regeln für Gefahrstoffe) erfüllen werden können. Damit leistet die Gesellschaft einen wichtigen Beitrag, mögliche Unfälle mit Belastungen für Mensch und Umwelt schon im Vorfeld zu vermeiden.

Gemeinsam mit externen Dienstleistern arbeitet die chemfidence an der Umsetzung der REACH-Verordnung (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) und CLP-Verordnung (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen). Die Umsetzung dieser Anforderungen ist Bestandteil des Qualitätssicherungsprozesses.

6. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der chemfidence beläuft sich zum 31. März 2024 auf EUR 36,1 Mio (i. Vj. EUR 38,6 Mio) und ist damit um EUR 2,5 Mio oder 6,6 % gesunken.

Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,2 Mio (i. Vj. EUR 0,3 Mio) beinhaltet hauptsächlich erworbene Software sowie Europaletten. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 0,6 % (i. Vj. 0,9 %).

Das Umlaufvermögen beträgt EUR 32,9 Mio (i. Vj. EUR 35,0 Mio), was einem Anteil von 91,1 % (i. Vj. 90,5 %) an der Bilanzsumme entspricht. Der Warenbestand ist stichtagsbedingt um EUR 4,3 Mio auf EUR 6,4 Mio (i. Vj. EUR 10,7 Mio) gesunken. Auch die Lieferforderungen (gegen Fremde und verbundene Unternehmen) haben sich stichtagsbedingt um EUR 0,3 Mio auf EUR 12,9 Mio (i. Vj. EUR 13,2 Mio) verringert.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegen die Factoring-Gesellschaft aus dem laufenden Verrechnungsverkehr in Höhe von EUR 9,4 Mio (i. Vj. EUR 3,3 Mio) enthalten, welche stichtagsbedingt gestiegen ist.

Die flüssigen Mittel haben sich zum 31. März 2024 um EUR 3,1 Mio auf EUR 4,1 Mio (i. Vj. EUR 7,2 Mio) stichtagsbedingt verringert.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert EUR 6,3 Mio (i. Vj. EUR 6,3 Mio). Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 in Höhe von EUR 5,4 Mio wurde an den Organträger Sojitz SOLVADIS GmbH abgeführt.

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Bilanzsumme) zum 31. März 2024 beträgt 17,5 % (i. Vj. 16,4 %) und ist damit um 1,1%-Punkte gestiegen. Die Steigerung resultiert aus einer leicht niedrigeren Bilanzsumme, da das Eigenkapital aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages im Vergleich zum Vorjahr unverändert ist.

Die Pensionsrückstellungen betragen zum Bilanzstichtag EUR 8,4 Mio (i. Vj. EUR 7,3 Mio).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (gegenüber Fremden und verbundenen Unternehmen) haben sich stichtagsbedingt um EUR 3,5 Mio auf EUR 12,6 Mio (i. Vj. EUR 16,1 Mio) reduziert.

7. Ertragslage

Die chemfidence erzielte im Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von EUR 139,9 Mio (i. Vj. EUR 159,2 Mio), der wie im Vorjahr nahezu ausschließlich in Deutschland erwirtschaftet wurde. Ebenso ist der Rohertrag leicht gestiegen. Dem gegenüber betrug die Rohertragsmarge (Differenz zwischen Umsatzerlösen und Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) 10,4 % (i. Vj. 9,4 %).

Der Personalaufwand betrug EUR 4,3 Mio (i. Vj. EUR 4,0 Mio) und ist somit um EUR 0,3 Mio gestiegen. Zu dem Anstieg kam es im Wesentlichen durch gestiegene Aufwendungen für Altersvorsorge.

Die Abschreibungen beinhalten wie im Vorjahr nur planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt EUR 0,1 Mio (i. Vj. EUR 0,1 Mio).

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von EUR 4,6 Mio (i. Vj. EUR 4,9 Mio) setzt sich wie im Vorjahr hauptsächlich zusammen aus Aufwendungen für Mieten, Pachten, Leasing und für sonstige Fremdleistungen sowie für Versicherungen.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 weist die Gesellschaft ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von EUR 5,4 Mio (i. Vj. EUR 5,8 Mio) aus. Es ist ausschließlich operativ bedingt und enthält keine wesentlichen Einmal- oder Sondereffekte.

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023/2024 keinen Jahresüberschuss aus, da das gesamte Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/2024 aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Sojitz SOLVADIS GmbH abgeführt wurde.

8. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der chemfidence für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird von der Geschäftsführung im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als unverändert gut beurteilt. Die Erwartungen an den Geschäftsverlauf wurden unter Berücksichtigung der angespannten konjunkturellen Situation mehr als erfüllt.

C. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht

1. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Reihenfolge der im Folgenden aufgeführten Risken spiegelt auch deren Bedeutung für die Gesellschaft wider.

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist das Geschäftspartnerrisiko in Bezug auf die betragsmäßige Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeit am bedeutsamsten. Chemfidence verfügt zentral über ein internes Kreditlimitkontrollsystem zur weitgehenden Reduzierung des Delkredererisikos. Darüber hinaus werden die Kundenforderungen in großem Umfang kreditversichert.

Chemfidence sieht sich in ihrem derzeitigen Geschäft großen Preisänderungs-, Mengen-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken bei ihren Kunden ausgesetzt. Die Risiken manifestieren sich in unsicheren Mengen- und Produktverfügbarkeiten seitens der Lieferanten sowie in der allgemeinen Volatilität der Rohstoffmärkte. Hier sind insbesondere die Preisentwicklungen für Methanol relevant. Kundenseitig führt die schwache konjunkturelle Gesamtlage zu einem zurückhaltenden Kaufverhalten.

Ausfall- und Liquiditätsrisiken im Finanzierungsbereich begegnet chemfidence, indem sie nur mit deutschen Finanzinstituten erster Bonität zusammenarbeitet. Die verschiedenen Betriebsmittellinien sind durch die Sojitz SOLVADIS GmbH besichert und variabel verzinst, sodass die Gesellschaft hier Zinsänderungsrisiken und -chancen ausgesetzt ist. Währungsrisiken ist die Gesellschaft nur in äußerst geringem Umfang ausgesetzt. Eine Absicherung erfolgt deshalb nicht.

Zusätzlich wird sich die Gesellschaft den neuen Entwicklungen im Bereich Digitalisierung stellen müssen. Die Geschäftsprozesse der chemfidence sind seit vielen Jahren in wichtigen Teilbereichen mit IT-Schnittstellen, e-Business sowie dem Vertrieb mittels eines Online-Shops ausgestaltet. In diesen Teilbereichen ist es notwendig, den technischen Weiterentwicklungen durch Aktualisierungen der IT-Lösungen kontinuierlich Rechnung zu tragen. Neue Systeme minimieren das Risiko von Systemausfällen und bieten deutlich erweiterte Funktionalitäten an. Dies ist zur Erhaltung der Wettbewerbsposition geboten, da immer mehr Kunden und Lieferanten durch die Digitalisierungsinitiativen (z. B. Industrie 4.0) effiziente Versorgungen über elektronische Wege fordern.

Gegenwärtig sind keine wesentlichen Risiken bekannt, die den Fortbestand der chemfidence gefährden könnten.

Die im Folgenden aufgeführten Chancen geben einen Überblick über aktuelle Marktentwicklungen und die daraus resultierenden Geschäftspotenziale für die Gesellschaft.

Die chemfidence services gmbh verfügt über langjährige Erfahrung und umfangreiche Kenntnisse der industriellen Anforderungen für Unternehmen im Industriepark Höchst. Hieraus ergeben sich für die Gesellschaft vielfältige Geschäftschancen, insbesondere Neuansiedlungen von Unternehmen im Industriepark bzw. der Ausbau bestehender Produktionsanlagen bieten gute Voraussetzungen für eine Geschäftserweiterung und damit Wachstumschancen.

Das Geschäftsjahr 2024/2025 wird aufgrund des nach wie vor hohen Niveaus der Energie- und Rohstoffpreise und einer schwachen Konjunktur ein schwieriges Geschäftsjahr für die Gesellschaft werden. Insbesondere in der ersten Jahreshälfte könnten Bestandskunden der chemfidence im Industriepark Höchst die Auswirkungen der schwachen Konjunktur spüren, dementsprechend würde die kundenseitige Nachfrage nach den Dienstleistungen und Produkten der chemfidence sinken. Je nach Entwicklung der einzelnen Faktoren bestehen hier trotz offensichtlicher Risiken auch Chancen für eine positive Entwicklung von Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft.

Die wirtschaftliche Positionierung der chemfidence services gmbh im Industriepark Höchst wird sich über die nächsten Jahre im Kern nicht verändern. Die Gesellschaft arbeitet eng mit den dort ansässigen Dienstleistungspartnern und Kunden zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei die kontinuierliche Optimierung der Versorgungsprozesse durch technische und ablauforganisatorische Verbesserungen. Die Neuansiedlung von Firmen mit neuen Produktionsanlagen im Industriepark Höchst und die ständige Erweiterung der Produktionskapazitäten werden zusätzlich zur Absicherung der Geschäftsentwicklung beitragen.

Die Gesellschaft geht unverändert davon aus, dass die im Industriepark Höchst ansässigen Unternehmen trotz der anhaltend schwachen Chemiekonjunktur keine wesentlichen Änderung bei ihren Produktionsmengen haben werden. Eine stabile Geschäftsentwicklung in den Bereichen Chemicals und Packmittel erscheint daher als gesichert. Zusätzliches Neugeschäft mit Packmitteln wird durch Kundenakquise innerhalb und besonders außerhalb des Industrieparks entwickelt werden können. Im Bereich persönliche Schutzausrüstung wird weiterhin daran gearbeitet, neue Kunden innerhalb und außerhalb des Industrieparks zu akquirieren und die Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Anpassung des Produktportfolios zu verbessern.

2. Ausblick

Der VCI geht in seinem Bericht für das Jahr 2024 davon aus, dass sich der Umsatz der chemischen Industrie in Deutschland bei gleichbleibenden Produktionsmengen um rund 3,5 % verringern wird. Die Prognose ist allerdings aufgrund der vorherrschenden volatilen Rahmenbedingungen mit hohen Risiken behaftet.

Die Planung der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurde unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Situation vorgenommen und basiert im Wesentlichen auf der Annahme sinkender Rohstoffpreise und Absatzmengen. Insgesamt ist daher zu erwarten, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2024/2025 auf Vorjahresniveau bleibt, das Ergebnis wird allerdings leicht niedriger erwartet.

Aufgrund der vorherrschenden volatilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen können nicht vorhersehbare Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Situation auftreten. Mögliche Auslöser hierfür sind in der aktuellen Lage in vielen Bereichen zu finden, beispielsweise Auswirkungen des Ukraine-Krieges, Eskalation der aktuellen Nahost-Krise, Engpässe bei den Lieferketten und der Logistik, Änderungen von Energie- und Rohstoffpreisen, inflationsbedingte Abschwächung der Konjunktur oder zinspolitisch bedingte Reduzierung von Neu- oder Erweiterungsinvestitionen von Unternehmen. Durch diese unplanbaren Effekte kann zum aktuellen Zeitpunkt grundsätzlich das Risiko nicht ausgeschlossen werden, dass die chemfidence services gmbh ihre Umsatz- und Profitabilitätsziele nicht in jedem Fall voll erreichen kann.

 

Frankfurt am Main, den 12. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Michael Wohlers

Eberhard Zorn

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die chemfidence services gmbh, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der chemfidence services gmbh, Frankfurt am Main,- bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der chemfidence services gmbh für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 12. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sperling, Wirtschaftsprüfer

Hannemann, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr der chemfidence services gmbh zum 31. März 2024

Mit Gesellschafterbeschluss vom 04. September 2024 wird der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. März 2024 festgestellt und das ausgewiesene positive Ergebnis nach Steuern vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 5.436.953,37 im Rahmen des mit der Gesellschafterin abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt. Die Auszahlung ist am 17. September 2024 fällig.

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