Generali Deutschland Lebensversicherung AG
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lisa Weber seit 13.5.2026 | Prokura |
Fabian Lajtkep seit 13.5.2026 | Prokura |
Julia Compera seit 14.4.2026 | Prokura |
Hendrik Halbach seit 14.4.2026 | Prokura |
Susanne Grattenthaler seit 14.4.2026 | Prokura |
Mariella Niederkofler seit 23.1.2026 | Prokura |
Tamara Pagel seit 23.1.2026 | Vorstandsmitglied |
Feriha Dr. Zingal-Krpanic seit 23.1.2026 | Prokura |
Bernd Stommel seit 23.1.2026 | Prokura |
Johannes Frank seit 23.1.2026 | Prokura |
Christopher Kevin Ohst seit 30.12.2025 | Prokura |
Fabian Strohm seit 30.12.2025 | Prokura |
Thomas Oetter seit 30.12.2025 | Prokura |
Martin Thierock seit 30.12.2025 | Prokura |
Damaris Kleist seit 30.12.2025 | Prokura |
Eva Viehöfer seit 30.12.2025 | Prokura |
Max Peters seit 30.12.2025 | Prokura |
Johanna Weigand seit 30.12.2025 | Prokura |
Sarah Brandl seit 17.11.2025 | Prokura |
Wiebke Burdag seit 17.11.2025 | Prokura |
Lars Hans Rogge seit 17.11.2025 | Vorstandsmitglied |
Arne Dr. Benzin seit 2.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Melanie Dr. Kramp-Gerstner seit 23.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Edoardo Malpaga seit 23.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Marcela Středová seit 2.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Katrin Gruber seit 10.3.2022 | Vorstandsmitglied |
Ulrich Ostholt seit 11.3.2021 | Vorstandsmitglied |
Roland Stoffels seit 6.8.2019 | Vorstandsmitglied |
Uli Rothaufe seit 31.1.2019 | Vorstandsmitglied |
Stefan Lehmann seit 5.7.2017 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Generali Deutschland AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Geschäftsbericht 2023AufsichtsratGIOVANNI LIVERANIVorsitzender CEO der Business Unit Germany-Austria-Switzerland DANIEL-CHRISTOPH SCHMIDT *stellvertretender Vorsitzender (seit 1.1.2024) Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Generali Deutschland Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats und Vorsitzender des Betriebsrats der Direktion Hamburg der Generali Deutschland AG und ADVOCARD Rechtsschutzversicherung im Gemeinschaftsbetrieb ULRICH EFFENBERG *(bis 31.12.2023) stellvertretender Vorsitzender ehemaliger Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Generali Deutschland ehemaliger Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Generali Deutschland Services GmbH ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrats Köln/Saarbrücken/Frankfurt der Generali Deutschland Services GmbH MIRJAM ALEX *Syndikusanwältin ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesverwaltung Berlin, Bereich Recht/Rechtspolitik THOMAS BOLDER *(seit 20.3.2023) Versicherungskaufmann Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Generali Deutschland Services GmbH Vorsitzender des Betriebsrats Köln/Saarbrücken/Frankfurt der Generali Deutschland Services GmbH CRISTIANO BOREANGroup Chief Financial Officer der Assicurazioni Generali S.p.A. ANTONIO CANGERIGroup General Counsel der Assicurazioni Generali S.p.A. MICHAEL KARL FEULNER *Versicherungsfachwirt Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Generali Deutschland Vorsitzender des Betriebsrats der Hauptverwaltung München der Generali Deutschland AG PROF. DR. GERD GEIBWirtschaftsprüfer und Steuerberater MAXIMILIAN JETZLSPERGER *Bereichsleiter Sach-, Unfall, Haftpflicht-Schaden der Generali Deutschland AG CHRISTIAN KLINGER *(seit 1.1.2024) Bankkaufmann Betriebsratsvorsitzender Deutsche Bausparkasse Badenia AG GEORG KONSTANTINOU *Vorsitzender des Betriebsrats der Direktion Aachen der Generali Deutschland AG ANDREAS POHLVorsitzender des Vorstands der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG REINFRIED POHL(bis 21.4.2023) Generalbevollmächtigter der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG ELISABETH PRINZESSIN ZU SAYN-WITTGENSTEIN(bis 20.3.2023) Asset-Managerin BRUNO SCARONI(bis 31.12.2023) Group Chief Transformation Officer der Assicurazioni Generali S.p.A. LUCIA SILVA(seit 20.3.2023) Group Chief Sustainability Officer der Assicurazioni Generali S.p.A. ISABELLE TILLY *(bis 20.3.2023) Diplom Betriebswirtin für Personal- und Sozialwesen Mitarbeiterin Optimierung Qualitätsmanagement CARLO TRABATTONI(seit 4.5.2023) Group Chief Executive Officer of Asset & Wealth Management der Assicurazioni Generali S.p.A. GIULIO TERZARIOL(seit 21.2.2024) Group Chief Executive Officer Insurance der Assicurazioni Generali S.p.A. GREGOR VÖLKL *(seit 7.2.2023) Gewerkschaftssekretär Fachbereich Finanzdienste, Kommunikation und Technologie, Kultur, Ver- und Entsorgung Bezirk München ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft VorstandStefan LehmannVorsitzender des Vorstands Chief Executive Officer Katrin GruberMitglied des Vorstands Chief Performance Management Officer Benedikt KalteierMitglied des Vorstands (bis 31.5.2023) Chief Distribution Officer Dr. Melanie KrampMitglied des Vorstands (seit 4.8.2023) Chief Customer Officer Edoardo MalpagaMitglied des Vorstands (seit 1.7.2023) Chief Financial Officer Milan NovotnýMitglied des Vorstands (bis 30.6.2023) Chief Financial Officer Ulrich OstholtMitglied des Vorstands Chief Investment Officer Dr. Jochen PetinMitglied des Vorstands (bis 7.9.2023) Chief Bausparkassen Officer Uli RothaufeMitglied des Vorstands Chief Insurance Officer Life & Health Jean-Pierre SchmidMitglied des Vorstands, Arbeitsdirektor Chief HR & Organization Officer Roland StoffelsMitglied des Vorstands Chief Insurance Officer P&C Marcela StředováMitglied des Vorstands Chief Risk Officer Dr. Robert WehnMitglied des Vorstands Chief Operating Officer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der Generali Deutschland AG hat im Berichtsjahr die Führung der Geschäfte durch den Vorstand entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben laufend überwacht und beratend begleitet. Zu diesem Zweck ließ er sich regelmäßig durch den Vorstand über die Geschäftspolitik, die Entwicklung und die Lage der Gesellschaft sowie ihrer wesentlichen Beteiligungsunternehmen unterrichten. Gegenstand dieser Berichte war ein umfassender Überblick über die Entwicklung des Neugeschäfts, der versicherungstechnischen Rückstellungen, der Kapitalanlagen, des Geschäftsverlaufs sowie über die Entwicklung der Eigenmittel. Ferner enthielten die Informationen Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung an den Kapitalmärkten. Ausführungen zur Risikolage und -entwicklung, zur Unternehmensplanung, zu Compliance und zu den Aktivitäten der Internen Revision sowie zu den konzernweiten Initiativen und Projekten waren ebenfalls Bestandteil der Berichterstattung. Der Vorstand berichtete zudem in den Sitzungen des Gremiums und stand für Rückfragen und ausführliche Erörterungen im Plenum und in den Ausschüssen, insbesondere im Prüfungsausschuss, zur Verfügung. Außerhalb der Sitzungen erfolgten zusätzlich vierteljährliche schriftliche Berichte. Ferner stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Giovanni Liverani, kontinuierlich in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands und hat sich regelmäßig über aktuelle Entscheidungen der Geschäftsleitung informiert. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat neben dem zuvor erwähnten Prüfungsausschuss und dem gesetzlich zu bildenden Ausschuss nach § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz einen Allgemeinen Ausschuss sowie einen Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten gebildet. Diese Ausschüsse bereiten die im Plenum zu behandelnden Themen vor und treffen die ihnen im Rahmen des gesetzlich Zulässigen übertragenen Entscheidungen. AllgemeinesIm Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat zwei ordentliche Sitzungen, eine konstituierende Sitzung und zwei außerordentliche Sitzungen abgehalten, die z.T. in Präsenz und z.T. in Form von Videokonferenzen stattfanden. Der Prüfungsausschuss, der sich mit der Überwachung des Abschlussprüfers sowie vorwiegend mit der Rechnungslegung, der Geschäfts- und Risikoentwicklung sowie dem Risikomanagement und dem internen Kontrollsystem unserer Gruppe befasst, tagte im Geschäftsjahr dreimal. Darüber hinaus wurden vom Plenum, vom Prüfungsausschuss und vom Allgemeinen Ausschuss Beschlüsse im schriftlichen Verfahren getroffen. Wesentliche Beratungspunkte und EntscheidungenDie folgenden Themen waren für die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2023 von besonderer Bedeutung: Neubesetzung des VorstandsZum 1. Januar 2023 wurden Frau Marcela Středová und Herr Jean-Pierre Schmid neu in den Vorstand berufen. Frau Středová übernahm die Position des Chief Risk Officer, nachdem Frau Gruber zum selben Zeitpunkt das neue Ressort des Chief Performance Management Officer übernommen hatte. Herr Schmid übernahm das Ressort des Chief Human Resources and Organization Officer, das bis dahin von Herrn Dr. Robert Wehn geleitet wurde. Herr Dr. Wehn übernahm zum selben Zeitpunkt das Ressort des Chief Operating Officer. Außerdem übernahm am 1. Juli 2023 Herr Edoardo Malpaga das Ressort des Chief Financial Officer, das bis dahin von Herrn Milan Novotný geleitet worden war, der ab diesem Zeitpunkt neue Aufgaben in der Assicurazioni Generali übernahm. Des Weiteren wurde Frau Dr. Melanie Kramp mit Wirkung zum 4. August 2023 als Chief Customer Service Officer in den Vorstand berufen. Herr Benedikt Kalteier legte zum Ablauf des 31. Mai 2023 sein Mandat als Mitglied des Vorstands nieder und schied aus dem Generali Konzern aus. Herr Dr. Jochen Petin, der im Vorstand für das Bausparkassengeschäft verantwortlich war, ging am 8. September 2023 in den Ruhestand. SMART WorkingSMART Working, das in der Generali Deutschland eingeführte Modell zur Flexibilisierung des Arbeitsortes im "Next Normal", ermöglicht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die flexible Teilnahme am mobilen Arbeiten (remote) sowie an den Büro-Standorten im Desksharing-Modell. Wichtige Weiterentwicklungen, wie die Umsetzung einer neuen Konzernbetriebsvereinbarung nach Mitarbeiter-Feedback und Verfeinerungen, vor allem in Richtung Zusammenarbeit und Kultur, Büroausstattung sowie zu den technischen Gesichtspunkten, waren Gegenstand der Initiativen in SMART Working 2.0 im Jahr 2023. Risikomanagement und -entwicklungDer Aufsichtsrat wurde regelmäßig und umfassend über die Entwicklungen im Risikomanagement sowie des Risikoprofils informiert. Dies umfasste u.a. die Risikostrategie sowie den Bericht über die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) einschließlich der Darstellung des quantitativen und qualitativen Risikoprofils. Daneben wurde die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems bzw. die Angemessenheit des Risikofrüherkennungssystems erörtert. Im Mittelpunkt der Diskussionen zur Risikoentwicklung standen im Berichtsjahr - neben den Auswirkungen der gegenwärtigen geopolitischen Konflikte - insbesondere verschiedene aktuelle Risikothemen, z.B. die hohe Inflation, die volatilen Kapitalmärkte sowie die anhaltende Gefährdung durch Cyber-Risiken. VergütungssystemDer Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr auch mit dem Vergütungssystem befasst. Unter Solvency II und dem Versicherungsaufsichtsgesetz gelten für die Vergütungsmodelle der Generali Deutschland AG die Vorgaben des § 87 AktG in Verbindung mit Art. 275 DVO (EU) 2015/35. Die existierenden Vergütungsmodelle sind auf die Einhaltung dieser gesetzlichen Regelungen überprüft worden. In diesem Zusammenhang wurde vom Aufsichtsrat und vom Vorstand die Group Remuneration Internal Policy 2023 - Version Germany nebst Anlagen für den Vorstand, alle Leitende Angestellte mit Generali Leadership Group Status (GLG) und die Inhaber von Schlüsselfunktionen und risikorelevanten Funktionen verabschiedet. Für die übrigen Mitarbeitenden aller Konzerngesellschaften wurde auch für das Jahr 2023 eine einheitliche Vergütungsrichtlinie erstellt und verabschiedet. Wichtige EreignisseDer Aufsichtsrat hat in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 27. April 2023 einer Übertragung der Aktien der Generali Deutschland AG an der Generali Deutschland Pensionskasse AG auf den Spezialisten Frankfurter Leben zugestimmt. Mit der Übertragung erwartet die Generali Deutschland unter anderem eine Erhöhung ihrer Solvabilitätsquote um rund 10 Prozentpunkte unter unveränderten Rahmenbedingungen. Die Generali Deutschland Pensionskasse AG mit rund 2,8 Mrd. € Kapitalanlagen und rund 150.000 Verträgen wurde 2002 als spezialisierte Altersvorsorgegesellschaft gegründet. Ihr Portfolio wurde hauptsächlich in den Jahren 2003 bis 2005 gezeichnet. Zum Jahresende 2016 wurde das Neugeschäft der Generali Deutschland Pensionskasse AG eingestellt. Internationale ProjekteDie Generali in Deutschland hat im Berichtsjahr auch weiter an verschiedenen Projekten in der internationalen Generali Gruppe mitgearbeitet. Im Rahmen der Berichte des Vorstands wurde der Aufsichtsrat kontinuierlich über den Fortgang dieser Projekte informiert. Die Strategie mit dem Fokus Lifetime Partner wird mit dem Strategiezyklus "Lifetime Partner 24: Driving Growth" fortgeführt. Die Lifetime Partner-Aktivitäten unterstützen das Ziel der internationalen und deutschen Gruppe, von ihren Kunden als lebenslanger Partner an ihrer Seite wahrgenommen zu werden. Haupttreiber der Strategie sind die drei Kundenversprechen "Effortless & Caring Experience", "Personalised Value Propositions" und "Phygital Advice". Ein Maßnahmenpaket zur Steigerung der Kontaktrate und Kundenzufriedenheit führte zu einer weiteren Verbesserung in der regelmäßigen Messung der Kundenzufriedenheit. Die Generali in Deutschland konnte sich dabei vor den Blue Peers in 2023 positionieren. Der Abbau von Bürokratie ist eine wesentliche Stütze betrieblicher Effizienz, Innovationskraft und Mitarbeiterzufriedenheit. Das vom Group Management Committee (GMC) geförderte länderübergreifende Projekt "Detox" setzt hier an und reduziert durch gezielte Maßnahmen die Bürokratie und Komplexität innerhalb des Geschäftsbetriebs. Die Steuerung erfolgt über das COO-Netzwerk (mit dem Group-COO) als Hauptsponsor. Daten, künstliche Intelligenz und Automatisierung stellen einen weiteren wichtigen Transformationshebel bei der Umsetzung der Lifetime Partner Strategie dar, um mittels Innovation den Geschäftswert für die Generali Deutschland nachhaltig zu steigern, Kosten zu senken, die Markteinführungszeit zu verkürzen und das Kundenerlebnis zu verbessern. Um das volle Potenzial in der DACH-Region im Einklang mit der Gruppen-Strategie auszuschöpfen, wurde die DACH-Roadmap ins Leben gerufen, welche eine Reihe von wertschöpfenden Use Cases enthält. So gelingt es, auf DACH-Ebene und mit dem Group Head Office Best Practices auszutauschen. Generali Deutschland arbeitet mit mehr als 35 Startups vom Piloten bis zur ausgereiften Partnerschaft zusammen. Die Partnerschaft mit dem Accelerator Plug and Play wurde im Jahr 2023 gefestigt und zur weiteren Steigerung der Innovationskraft wurde auch ein lokaler "Innovation Fund" fortgeführt, mit dem Ziel, neue Ideen zu fördern und diese am Kunden mit neuen Technologien zu testen. Für einen möglichen Einsatz auch in der internationalen Gruppe werden erfolgversprechende Innovationen kontinuierlich mit dem Group Head Office besprochen. In Zusammenarbeit mit dem israelischen Startup Binah.ai und dem globalen Datenanalyse-Beratungsunternehmen SDG Group wurde ferner die "VitalSigns&Care" App, eine innovative App zur Messung von Vitalparametern mit dem Smartphone, auf Basis von User Feedback aus einer umfangreichen Befragung weiterentwickelt. JahresabschlussprüfungDie zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Generali Deutschland AG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Wir erhielten den Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sowie die Berichte des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts jeweils fristgerecht zur Prüfung. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats wurden die Berichte vom Wirtschaftsprüfer erläutert und von uns eingehend erörtert. Auch der Prüfungsausschuss, der den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie auch die wichtigen Abschlusssachverhalte zuvor bereits mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer diskutiert hatte, erstattete dem Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung Bericht. Aus der umfassenden Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer erstatteten Berichte und des Jahresabschlusses ergaben sich für uns keine Einwände. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Personelle Veränderungen im AufsichtsratMit Ablauf der Hauptversammlung am 20. März 2023, in der die Entlastung des Aufsichtsrats beschlossen wurde, endete die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder, so dass eine Neuwahl erforderlich war. Als Anteilseignervertreter wurden von der Hauptversammlung Frau Lucia Silva sowie die Herren Giovanni Liverani, Antonio Cangeri, Cristiano Borean, Prof. Dr. Gerd Geib, Bruno Scaroni sowie Herr Andreas Pohl und Herr Reinfried Pohl in den Aufsichtsrat gewählt. Die fünf Arbeitnehmervertreter, ein Vertreter der Leitenden Angestellten und zwei Vertreter der Gewerkschaften wurden in einer konzernweiten Wahl durch die Mitarbeiter gewählt: Dies waren die Herren Ulrich Effenberg, Thomas Bolder, Karl-Michael Feulner, Georg Konstantinou und Daniel-Christoph Schmidt (Arbeitnehmervertreter), Maximilian Jetzlsperger (Leitender Angestellter), Gregor Völkl und Frau Mirjam Alex (ver.di). Zum 21. April 2023 legte Herr Reinfried Pohl sein Mandat im Aufsichtsrat nieder. Als Nachfolger wurde in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 4. Mai 2023 Herr Carlo Trabattoni, Group Chief Executive Officer of Asset & Wealth Management der Assicurazioni Generali S.p.A, zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Zum Ablauf des 31. Dezember 2023 schieden Herr Bruno Scaroni und Herr Ulrich Effenberg aus dem Aufsichtsrat aus. Als Nachfolger für Herrn Effenberg rückte der als Ersatzmitglied gewählte Herr Christian Klinger ab 1. Januar 2024 als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat nach. Als Nachfolger für Herrn Scaroni wurde in der außerordentlichen Hauptversammlung am 21. Februar 2024 Herr Giulio Terzariol als Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Liverani, Herr Borean, Herr Terzariol und Herr Prof. Dr. Geib sind Finanzexperten im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG. Wie in den vergangenen Jahren möchten wir unsere besondere Anerkennung und unseren aufrichtigen Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Generali Deutschland AG und unserer Konzerngesellschaften sowie deren Vorständen und Geschäftsführern zum Ausdruck bringen, ohne deren Kompetenz und Engagement die weitere positive Entwicklung der Generali in Deutschland in einem weiteren herausfordernden Jahr nicht möglich gewesen wäre. Wir wünschen dem Vorstand der Generali Deutschland AG und mit ihm allen Vorständen und Geschäftsführern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns auch weiterhin viel Erfolg.
München, den 13. März 2024 Der Aufsichtsrat Giovanni Liverani, Vorsitzender Daniel-Christoph Schmidt, Stellv. Vorsitzender Mirjam Alex Thomas Bolder Cristiano Borean Antonio Cangeri Michael Feulner Prof. Dr. Gerd Geib Maximilian Jetzlsperger Christian Klinger Georg Konstantinou Andreas Pohl Lucia Silva Giulio Terzariol Carlo Trabattoni Gregor Völkl LageberichtWichtige Ereignisse der Generali in DeutschlandPolitisches und makroökonomisches UmfeldWie bereits im Vorjahr hat der Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2023 die gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Entwicklung direkt und indirekt beeinflusst. Eine Gasmangellage in Folge des Wegfalls russischer Gasimporte ist bislang ausgeblieben und mittelfristig - angesichts voller Speicher im Herbst 2023 und neuer, alternativer Importquellen - zunehmend unwahrscheinlich. Jedoch wirkt der Energiepreisschock des Vorjahres wirtschaftlich weiter nach, auch wenn vor allem die Gaspreise im Jahresverlauf 2023 wieder rückläufig waren. Da ein Kriegsende in der Ukraine nicht in Sicht ist, bleibt die Zahl ukrainischer Geflüchteter in Deutschland weiterhin hoch. Eine weitere Krise ist durch den Angriff der Hamas auf Israel und den sich anschließenden Kämpfen in der Region entstanden, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Entspannung gab es 2023 dagegen im Hinblick auf die Anzahl an Covid-19-Erkrankungen, die erheblich zurückgegangen ist. Die Infektion ist inzwischen als endemisch eingestuft und führte 2023 zu keinen nennenswerten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen mehr. Auch die Störungen der Lieferketten, allen voran im Handel mit China, sind inzwischen größtenteils behoben. Es hat sich auch eine Normalisierung der betrieblichen Abläufe im Geschäftsbetrieb der Generali in Deutschland eingestellt. Dennoch werden Elemente der Arbeitsorganisation, die sich während der Pandemie bewährt haben, weiterhin genutzt. Insbesondere betrifft dies mobiles bzw. hybrides Arbeiten, denn diese schonen Ressourcen und erhöhen die Flexibilität für die Beschäftigten. Wichtig bei der Analyse des politischen und makroökonomischen Umfelds ist auch die Beobachtung und Bewertung der Risiken für die Kapitalanlagen der Konzernunternehmen. Derzeit sind keine direkten kritischen Auswirkungen auf die Gesamtrisikosituation der Generali in Deutschland zu erkennen bzw. zu erwarten. Inflation und ZinsanstiegDie im Jahr 2022 erheblich angestiegenen Strom- und Gaspreise führten bereits im selben Jahr zu hohen Inflationsraten. Um dem entgegenzusteuern, nahmen die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) eine Reihe von Zinserhöhungen vor, wodurch im Jahr 2023 unterjährig auch die Kapitalmarktzinsen anstiegen. Erst ab dem Herbst 2023 setzte die EZB weitere Anhebungen der Euro-Leitzinsen aus, um zu beobachten, ob die vorgenommenen Zinsschritte hinreichend sind, die angestrebte Inflationsrate von 2% im Euroraum wieder zu erreichen. Tatsächlich ging die Inflationsrate im 2. Halbjahr 2023 wieder deutlich zurück. Im letzten Quartal 2023 herrschte an den Kapitalmärkten die Erwartung, dass die Zentralbanken in Folge der rückläufigen Inflationsraten in 2024 zu Leitzinssenkungen übergehen werden. Daher sanken die Kapitalmarktzinsen zum Jahresende 2023 bis unter das Niveau vom Jahresende 2022. In der Folge der unterjährigen Zinssteigerungen ist es in Deutschland im Jahr 2023 zu einer leichten Rezession gekommen. Durch den bis zum Herbst 2023 eingetretenen Zinsanstieg hatte sich der bereits im Vorjahr begonnene Rückgang der Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere der Versicherungsunternehmen weiter verstärkt. Der Zinsrückgang am Jahresende 2023 führte dann zu einer Verminderung der stillen Lasten für festverzinsliche Positionen. Im Fall erneuter Zinssteigerungen in 2024 würden sich die stillen Lasten festverzinslicher Titel wieder erhöhen, was ggf. zu zusätzlichem Abschreibungsbedarf führen könnte. Gleichzeitig vergrößert sich in diesem Fall durch den im Vergleich zum Marktzins im Kapitalanlagebestand zeitverzögert einsetzenden Anstieg der Gesamtrendite das Risiko von Liquiditätsabflüssen. Deshalb beobachtet und steuert die Generali in Deutschland die Entwicklung ihrer Liquiditätsposition sehr eng, um mögliche Liquiditätsabflüsse vorausschauend über die Anpassung der Kapitalanlagestrategie abzufangen. Weiter rückläufige Zinsen können erneut in eine Niedrigzinsphase münden. Die damit verbundenen geringen laufenden Erträge aus Neuanlagen in festverzinslichen Wertpapieren würden langfristig negative Einflüsse auf die Ertrags- und Vermögenslage unseres Unternehmens mit sich bringen. An den Aktienmärkten gab es nach den Kursverlusten des Vorjahres im Jahr 2023 eine positive Gegenbewegung. Die Aktienbestände der Konzernunternehmen orientieren sich jeweils an der spezifischen, sicherheitsorientierten sowie an der Risikotragfähigkeit des jeweiligen Unternehmens ausgerichteten Anlagepolitik. Angesichts der anhaltenden und möglichen neuen politisch-wirtschaftlichen Krisen wurden von der Generali in Deutschland im Jahresverlauf Aktienverkäufe vorgenommen. Der Anstieg der Inflation hat auch unmittelbare Folgen für Kunden der Kompositversicherer: Höhere Baupreise und steigende Kosten für Ersatzteile und Reparaturen erhöhen die Schadenzahlungen, vor allem in der Wohngebäude- und Kfz-Versicherung. Inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen sind die Folge. Sowohl im Vorjahr, als dieser Preisanstieg besonders ausgeprägt war, als auch im Jahr 2023, mit immer noch hohen Inflationsraten, hat die Generali diese Entwicklung in der Dotierung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Schadenfälle berücksichtigt. Für die vollständige und reibungslose Regulierung der Schäden unserer Kunden ist damit ausreichend Vorsorge getroffen. Stärkung des globalen Vermögensverwaltungsgeschäfts durch die Übernahme von Conning und ihrer Tochtergesellschaften sowie Schaffung einer langfristigen Partnerschaft mit Cathay LifeDie internationale Generali Group hat im Juli die Übernahme der Conning Holdings Limited von Cathay Life Insurance Co., Ltd. bekannt gegeben. Conning ist ein führender globaler Vermögensverwalter für Versicherungen und institutionelle Kunden. Cathay Life Insurance Co., Ltd. ist eine Tochtergesellschaft von Cathay Financial Holdings Co. Ltd, einem der größten Finanzinstitute in Asien. Durch die Übernahme von Conning und ihrer Tochtergesellschaften erhöht sich das von der Generali verwaltete Vermögen auf 845 Mrd. US-Dollar (775 Mrd. Euro). Der Ausbau des globalen Vermögensverwaltungsgeschäfts ist eines der Ziele der Generali Group in ihrem aktuellen Strategieplan "Lifetime Partner 24: Driving Growth". Mit der Übernahme von Conning und ihrer Tochtergesellschaften löst die Generali dieses Versprechen ein. Conning verwaltet ein Vermögen von rund 157 Mrd. US-Dollar. Die Generali kann so ihre Position auf den Märkten in den USA und Asien festigen und dank starker Anlage- und Vertriebskapazitäten ihr Drittgeschäft weltweit weiter ausbauen. Mit der Übernahme von Conning Holdings Limited durch die Generali Investments Holding S.p.A., an der die Generali Deutschland AG mit rund 20,1 % beteiligt ist, geht die Generali Group auch eine langfristige Partnerschaft mit Cathay Life Insurance Co., Ltd. ein. Dazu erwirbt Cathy eine Minderheitsbeteiligung an der Generali Investments Holding S.p.A. Wesentliche Aktivitäten im Bereich Digitalisierung und Data AnalyticsDie konsequente Digitalisierung der Wertschöpfung ist auch weiterhin eine der Top-Prioritäten im Geschäftsbetrieb der Generali in Deutschland. So wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut zahlreiche Projekte und Initiativen umgesetzt bzw. neu auf den Weg gebracht. Diese unterstützen die Transformation hin zu einem digitalisierten Geschäftsmodell. Darüber hinaus setzt eine neue Servicestrategie Leitplanken für die Ausgestaltung zukünftiger digitaler Erlebnisse für Kunden und Vertriebspartner. Digitale Anwendungen und Services sollen weiter ausgebaut werden, um die bisherigen physischen Vertriebs- und Serviceprozesse bestmöglich zu unterstützen und in die digitale Welt zu verlagern. Hier wurden im Geschäftsjahr 2023 wesentliche Meilensteine erreicht. So hat die Generali in Deutschland zahlreiche Leistungs- und Vertragsprozesse optimiert, die Dunkelverarbeitung weiter ausgebaut und Produktivitätsgewinne realisiert. Im Bereich des Schadenmanagements wurden neue Schadenaufnahmedialoge implementiert, die es dem Kunden ermöglichen, einen Schaden mit wenigen Klicks zu melden. Zusätzlich wurden Initiativen gestartet, um im Bereich der Künstlichen Intelligenz (vor allem Generative AI) erste Anwendungsbeispiele zu pilotieren. Durch eine Vielzahl von Softwarerobotern (Robotic Process Automation) kommt die Prozessautomatisierung in den Kundenservicebereichen weiter voran. Im Jahr 2023 standen insbesondere die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Services sowie der Auf- und Ausbau relevanter Analytics Fähigkeiten im Fokus. In der zentralen Analytics Plattform hat die Generali in Deutschland die technischen Grundlagen weiter ausgebaut, um Daten wertschöpfend zu nutzen und Kundenanliegen schneller und qualitativ besser zu servicieren. Hierfür wurden zahlreiche Anwendungsfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt, in eine Analytics-Roadmap überführt und systematisch in die Umsetzung gebracht. Analytics unterstützt damit wichtige Kernprozesse, wie z. B. Marketing und Vertrieb, Schadenbearbeitung oder Risikoprüfung. In der Lebensversicherung wurde ein automatisiertes Underwriting für Biometrieprodukte implementiert bzw. befindet sich in Umsetzung, dies führt zu einem verbesserten Antragsprozess und erhöhter Produktivität. Übertragung der Generali Deutschland Pensionskasse AG an Frankfurter LebenDie Generali Deutschland AG hat sich Anfang Mai 2023 mit dem Spezialisten Frankfurter Leben auf eine Übertragung der Generali Deutschland Pensionskasse AG geeinigt. Die Transaktion steht im Einklang mit der Strategie der Generali Group "Lifetime Partner 24: Driving Growth". Mit der Übertragung erwartet die Generali Deutschland unter anderem eine Erhöhung ihrer Solvabilitätsquote um rund 10 Prozentpunkte unter unveränderten Rahmenbedingungen. Die Generali Deutschland Pensionskasse AG mit rund 2,8 Mrd. € Kapitalanlagen und rund 150.000 Verträgen wurde 2002 als spezialisierte Altersvorsorgegesellschaft gegründet. Ihr Portfolio wurde hauptsächlich in den Jahren 2003 bis 2005 gezeichnet. Zum Jahresende 2016 wurde das Neugeschäft der Generali Deutschland Pensionskasse AG eingestellt. Status quo Nachhaltigkeitsstrategie für ESG (Environmental-Social-Governance)Die Nachhaltigkeitsstrategie der Generali ist eng verbunden mit den Zielen, die sich die Generali Gruppe weltweit gesetzt hat. Die Strategie in Deutschland ist durchgängig mit konkreten Zielwerten unterlegt. Im Jahr 2023 arbeitete die Generali in Deutschland erfolgreich an der Erreichung der Zwischenziele für dieses Jahr. Zu den diesbezüglichen Ergebnissen zählen unter anderem die Steigerung des Geschäfts mit Versicherungslösungen mit ESG-Komponenten, die Dekarbonisierung des Anlageportfolios und des Unternehmensbetriebs sowie der Wandel hin zu einer Kultur, die alle ESG-Aspekte stärker berücksichtigt. Auch setzte die Generali in Deutschland sich weiterhin bei der Unterstützung von Flüchtlingen und benachteiligten Familien ein. Zur Steigerung des Geschäfts mit Versicherungslösungen mit ESG-Komponenten hat die Generali in Deutschland spezifische Produkte mit ESG-Komponenten auf den Markt gebracht, wie zum Beispiel ein Angebot zum Vermögensaufbau für junge Kunden. Auch wurde das Kapitalanlageportfolio weiter umgeschichtet, so dass Emittenten mit hohen Umweltbelastungen reduziert und die allgemeine Dekarbonisierung mit hohem Tempo fortgesetzt worden ist. Maßnahmen zur Optimierung von Büroflächen, zur Einschränkung unnötiger Geschäftsreisen und zur Steigerung der Energieeffizienz trugen zum Ziel der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei und ermöglichten die Einführung eines noch ehrgeizigeren Ziels für das Jahresende 2025. So verpflichtet sich die Generali in Deutschland, ihren CO 2 -Ausstoß aus dem Betrieb von 2019 bis 2025 um 35% zu senken (bisheriges Ziel: -25%). Was den kulturellen Wandel anbelangt, setzte sich Generali weiterhin für Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion ein und startete eine digitale Bildungsinitiative und ein Programm für "Botschafterinnen und Botschafter" mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt intensivierte die Generali in Deutschland ihr soziales Engagement durch die Ausweitung der Aktivitäten der Unternehmensstiftung The Human Safety Net. So startete 2023 eine Initiative mit dem führenden Sozialunternehmen JOBLINGE, wodurch 400 Geflüchtete in ganz Deutschland den Zugang zu einer Ausbildung bekommen sollen. Ein zweites Programm unterstützt Familien mit kleinen Kindern und investiert gezielt in frühkindliche Entwicklung. Auch haben in diesem Jahr mehr als 430 Mitarbeitende der Generali in Deutschland ihre Zeit und Kompetenzen im ehrenamtlichen Engagement für The Human Safety Net eingesetzt. Die Fortschritte der Generali in Deutschland im Bereich Nachhaltigkeit wurden auch von führenden unabhängigen Agenturen gewürdigt: Im Native-Ranking landete die Generali Deutschland im Juni 2023 erstmals unter den Top 5 der nachhaltigsten Versicherer Deutschlands, mit einem Plus von mehr als 18 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im September zählte das Magazin Focus Business die Generali Deutschland zu den nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands in seiner "Top-Klima-Engagement"-Liste. Im Oktober zeichnete die auf die Versicherungsbranche spezialisierte Ratingagentur Franke + Bornberg die Generali Deutschland beim ESG Award 2023 als "Gesamtsieger" aus. In Bezug auf D&I (Diversity & Inclusion) nahm Forbes die Generali Group in die Liste der weltweit besten Arbeitgeber für Frauen auf. Gesamtwirtschaftliche LageDie gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 durch eine globale Schwäche der Industriekonjunktur bei gleichzeitig nachlassender Inflation sowie durch eine zunehmend restriktive Geldpolitik gekennzeichnet. Die geopolitischen Spannungen weiteten sich aus, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die aufflammenden Konflikte in Nahost. Nachdem die Konjunktur in Deutschland im 1. Halbjahr 2023 nahezu stagnierte, rutschte sie im 2. Halbjahr in die Rezession. Im Vergleich zum Vorjahr ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 zurück - und zwar um 0,1%. Verursacht wurde dieser Rückgang vor allem durch eine Schwäche des realen privaten Konsums, während gleichzeitig auch die Staatsnachfrage und die Exporte abnahmen. Der private Konsum wurde insbesondere durch die hohe, aber im Jahresverlauf nachlassende Inflation gehemmt. Trotz hoher Nominallohn-Abschlüsse gingen die Reallöhne zu Jahresbeginn noch zurück, drehten mit der nachlassenden Inflation dann jedoch ins Positive. Die Inflationsrate gab im 4. Quartal spürbar nach. Die Energiekomponente wirkte aufgrund von sinkenden Energiepreisen und Basiseffekten disinflationär, während vor allem Nahrungsmittel weiter hohe Preissteigerungsraten aufwiesen. Für das Gesamtjahr 2023 betrug die harmonisierte Inflationsrate 6,0%, nach 8,7% im Vorjahr. Die Konjunktur im Euroraum konnte im 2. Halbjahr eine technische Rezession knapp vermeiden. Insgesamt ist der Euroraum jedoch weniger exportabhängig und weniger durch das verarbeitende Gewerbe geprägt als Deutschland, sodass wir für das Gesamtjahr ein bescheidenes Wachstum von 0,5% erwarten. Die Inflation hat im Euroraum im Jahresverlauf ebenfalls deutlich nachgelassen und betrug im Jahresdurchschnitt 2023 5,5%. Aufgrund der hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik deutlich gestrafft und damit zu einer nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrage beigetragen. Sie hat den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und die Einlagenfazilität schrittweise bis Mitte September auf 4,5% bzw. 4% erhöht, danach aber unverändert belassen. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zudem beschlossen, die Tilgungsbeträge aus dem Vermögensankaufsprogramm (Asset Purchase Programme) ab Juli 2023 nicht wieder anzulegen. Im Dezember kündigte die EZB an, dass dies auch für das Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme - PEPP) ab dem zweiten Halbjahr 2024 geschehen soll. Auch in den USA wurde die Geldpolitik stark gestrafft, mit einem Zinsband für die Leitzinsen von 5,25% bis 5,5%. Im Gegensatz zu Europa und anderen Teilen der Welt blieb hier die Konjunktur jedoch widerstandsfähiger, was in erster Linie auf einen robusten Dienstleistungskonsum sowie einen Fokus von Investitionen auf immaterielle Wirtschaftsgüter zurückzuführen war. Die Inflation hat sich ebenfalls abgeschwächt und lag im Jahr 2023 bei 4,2%, nach 8,0% im Vorjahr. In China dagegen hat sich der Boom nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen als kurzlebig erwiesen. Der Bausektor stellt weiterhin die Hauptbelastung dar. Die Jahresinflationsrate fiel mit 0,2% äußerst gering aus, nach rund 2,0% im Vorjahr. FinanzmärkteIm Jahr 2023 dominierten zunächst die hohe Inflation sowie die Auswirkungen der Leitzinsanhebungen das Marktgeschehen. Die Pleite der Silicon Valley Bank im März ließ vorübergehend Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität des Finanzsektors aufkommen. Zu Beginn des Sommers beförderte der nunmehr deutliche Rückgang der Inflationsraten von ihren Spitzenwerten die Erwartung, dass die Stagflation überwunden werden könnte. Im Verlauf des dritten Quartals setzte sich zudem die Erwartung durch, dass sowohl die Fed als auch die EZB keine weiteren Leitzinsanhebungen planen. Trotz Unsicherheiten auf Grund gestiegener geopolitischer Risiken nahm der Optimismus an den Märkten zu, getrieben von der Erwartung rückläufiger Leitzinsen im Jahr 2024. In diesem Umfeld sank die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen im Verlauf des Jahres. Sie stieg zunächst allerdings bis weit in das Jahr hinein bis auf 3%. Dabei machte sich an den Märkten auch der Entzug von Liquidität seitens der EZB sowie der Stopp von Reinvestitionen auslaufender Staatsanleihen bemerkbar, die unter dem Vermögensankaufsprogramm (Asset Purchase Programme) erworben wurden. Im Zuge niedrigerer Inflationsraten und einer rezessiven Konjunktur begann diese Rendite aber wieder zu sinken. Am Jahresende lag sie bei 2,03%, nach 2,56% ein Jahr zuvor. Im Euroraum engte sich die Renditedifferenz zwischen Anleihen der südeuropäischen Länder und Bundesanleihen ein, diese Volkswirtschaften profitierten unter anderem von Höherstufungen durch Ratingagenturen und zeigten sich konjunkturell wesentlich stärker als Deutschland. Über das gesamte Jahr tendierten die Aktienmärkte aufwärts: Im Schlussquartal trugen vor allem Spekulationen über eine geldpolitische Wende der Zentralbanken zusammen mit der Erwartung einer in den USA soliden und im Euroraum sich aufhellenden Konjunktur zu einer Aufwärtsbewegung bei. Der US-Aktienmarkt gewann über das Jahr 24,2%, der europäische Markt nahm mit 16% etwas weniger zu. Der Euro gewann über das Jahr an Wert gegenüber dem US-Dollar. VersicherungswirtschaftTrotz der weiterhin unsicheren konjunkturellen Wirtschaftslage sowie einer rückläufigen Inflation erwartet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für die Branche ein leichtes Beitragsplus für das Geschäftsjahr 2023. Die großen Trends bleiben recht konstant und wirken sich auf die einzelnen Geschäftssegmente der Versicherung unterschiedlich aus: Reale Einkommensrückgänge belasten insbesondere das Geschäft der Lebensversicherer. In den Sparten der Schaden- und Unfallversicherung und der Privaten Krankenversicherung kommt es zu Wachstum, vor allem aufgrund erforderlicher Beitragsanpassungen. Über alle Sparten hinweg wird 2023 ein Beitragsplus von 0,6% erwartet. Auf Basis vorläufiger Informationen des GDV rechnen wir für das Jahr 2023 für die Lebensversicherung insgesamt (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) mit einem Beitragsrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem eine weiterhin schwache Nachfrage nach Lebensversicherungsverträgen gegen Einmalbeitrag belastet hier das Geschäft. Für die Private Krankenversicherung ist ein Anstieg der Beitragseinnahmen zu erwarten. Dahinter stehen insbesondere höhere Leistungen, eine anhaltende Nachfrage nach Krankenzusatzversicherungen und auch das wachsende Segment der Betrieblichen Krankenversicherung. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ebenfalls mit einem Beitragswachstum gerechnet. Dieses ist auch auf die Summenanpassungen in der Sach- und Unfallversicherung zurückzuführen. Die Anzahl der Kraftfahrzeug-Neuzulassungen bewegte sich 2023 weiterhin auf niedrigem Niveau, sodass nur geringe Bestandszuwächse erreicht werden konnten. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2023 daher vor allem durch Beitragsanpassungen in der Folge des deutlichen Anstiegs im Schadenaufwand vor allem durch die dynamische Preisentwicklung bei Kfz-Ersatzteilen. Zudem war ein Wiederanstieg der Schadenhäufigkeit zu beobachten, bedingt durch die Zunahme der Mobilität nach der Covid-19-Pandemie. Insgesamt konnte der Anstieg der Durchschnittsbeiträge den Anstieg der Schadenaufwände nicht vollständig ausgleichen. In der Sach- und Haftpflichtversicherung führten inflationsbedingte hohe Indizes zu einem starken Beitragswachstum. Dem stand jedoch auch ein deutlich angestiegener Schadenaufwand gegenüber. Hier wirkten neben der allgemeinen Inflation auch der Mangel an Baumaterialien und Handwerkern und die damit einhergehende verzögerte Schadenregulierung negativ. In der Allgemeinen Unfallversicherung zeigte sich dagegen eine stabile Entwicklung. Aufgrund der Wetterereignisse der letzten Jahre stieg die Nachfrage nach Elementarschadendeckungen durch ein erhöhtes Risikobewusstsein der Verbraucher für Naturgefahren weiter an. Auch im Geschäftsjahr 2023 waren einige Sturm- und Starkregenereignisse zu verzeichnen. Zuletzt zog insbesondere das Sturmtief Zoltan vom 21. bis 24. Dezember 2023 über Deutschland und verursachte anschließende Überschwemmungen. IFRS 9 & 17Die Generali Deutschland AG und ihre Tochterunternehmen, die in Deutschland auf Basis der HGB-Rechnungslegung berichten, werden international in die Konzernberichterstattung nach IFRS der Assicurazioni Generali S.p.A. eingebunden. Daher wurden beide Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17 am 1. Januar 2023 fristgerecht eingeführt und verursachten - ähnlich wie bereits Solvency II - einen hohen Aufwand bei den umsetzenden Unternehmen. Aufgrund der insbesondere im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung deutlich unterschiedlichen Bilanzierung von Versicherungsverträgen sowie der unterschiedlichen Bilanzierung von Finanzinstrumenten gegenüber vorherigen Standards waren hohe Investitionen in Abschlussprozesse und IT-Systeme erforderlich. Solvency II (SII)Das europäische Aufsichts- und Regulierungssystem Solvency II ist bereits seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Erfahrungen werden die Kernelemente von Solvency II derzeit in einem mehrstufigen Prozess überprüft (Solvency II Review). Im September 2021 hat die EU-Kommission ihren Richtlinienentwurf veröffentlicht. Das EU-Parlament hat im Juli 2023 zur Solvency-II-Reform abgestimmt und sich zu Kompromissen für seine Änderungsanträge bereit erklärt. Im Dezember 2023 haben sich dann Rat, Kommission und Parlament der EU vorläufig auf Änderungen an den europäischen Eigenkapitalregeln Solvency II geeinigt. Technische Regulierungsstandards zur Offenlegungsverordnung (OffVO)Seit 1. Januar 2023 ist es gemäß der technischen Regulierungsstandards zur OffVO für Versicherungsanlageprodukte erforderlich, vorvertragliche Informationen (Pre-Contractual Disclosures) an Neukunden, sowie regelmäßige Informationen (Periodic Disclosures) an Bestandskunden mit jeweils standardisierten Informationen über die ESG-Anteile (Environmental, Social and Governance) in den gewählten Kapitalanlagen zu übermitteln. Hierfür wurden im Jahr 2023 alle von den Fondsgesellschaften übermittelten Pre-Contractual Disclosures sowie Periodic Disclosures in die Kundeninformationen der betroffenen Gesellschaften Generali Deutschland Lebensversicherung AG, Cosmos Lebensversicherungs-AG sowie Generali Pensionsfonds AG integriert, wobei die Periodic Disclosure für den Generali Pensionsfonds im Anhang zum Lagebericht veröffentlicht wurde. Darüber hinaus ist es seit 30. Juni 2023 gemäß der technischen Regulierungsstandards zur OffVO für Versicherungsanlageprodukte erforderlich, eine Erklärung zu den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (Principle Adverse Impact Statement) auf Ebene des Unternehmens abzugeben, sofern diese berücksichtigt werden. Diese umfasst folgende Inhalte:
Die Veröffentlichung erfolgte termingerecht für die betroffenen Gesellschaften Generali Deutschland Lebensversicherung AG, Cosmos Lebensversicherungs-AG, Dialog Lebensversicherungs-AG sowie Generali Pensionsfonds AG. KapitalanlagenSeit Beginn des Jahres 2022 ist ein deutlicher Anstieg der Zinsen zu beobachten, der sich auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt hat. Orchestriert wurde dieser Anstieg von den wichtigsten Notenbanken (insbesondere Fed und EZB), die in mehreren Zinsschritten die jeweiligen Leitzinsen weiter erhöht haben. Am Markt sind somit Wiederanlagerenditen beispielsweise auf Staats- und Unternehmensanleihen mit gutem Rating zu erzielen, die nochmals über dem Vorjahr liegen und damit deutlich über dem durchschnittlichen Niveau der letzten Jahre. Insofern bieten sich Investoren aktuell weiterhin gute Rahmenbedingungen in der Kapitalanlage, wenngleich die globalen Faktoren weiterhin von hoher Unsicherheit gekennzeichnet sind. Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine kam im Jahr 2023 auch noch der Konflikt im Nahen Osten hinzu - und damit ein weiteres geopolitisches Risiko. Entsprechend ausgeprägt ist die Volatilität bei einigen Assetklassen. Technologische Entwicklung und DigitalisierungDie Digitalisierung bietet weiter wachsende Chancen in allen Elementen der Wertschöpfungskette der Versicherung: Durch digitale Technologie verändert sich die Kommunikation im Zusammenspiel von Kunde, Vertrieb und Versicherung. Auch steigen die Chancen, Geschäftsvorfälle schneller und produktiver abzuwickeln. Und es vergrößern sich die Möglichkeiten, Produkt- und Preisgestaltung zu optimieren. Außerdem bieten die digitalen Devices sowie die digitale Infrastruktur Ansatzpunkte, das klassische Versicherungsangebot mit zusätzlichen Informationen und Dienstleistungen anzureichern und so die Attraktivität der Versicherungsprodukte zu steigern. Die Digitalisierung und eine verstärkte Nutzung von IoT-Devices (Internet of Things) bietet im Privat-, Firmen- und Industriekundensektor viele Möglichkeiten zur Individualisierung von Produkten und zur Prävention von Schäden bzw. Leistungen. Die Sammlung, Aufbereitung und Analyse von Daten wird in Zukunft von essenzieller Bedeutung für Versicherungsunternehmen sein. Die Anwendung von Data Analytics und Künstlicher Intelligenz (KI) ist sowohl Grundlage für die Optimierung von Prozessen und Pricing als auch Basis zur Erfüllung von Kundenerwartungen hinsichtlich Produkten und Services. Dabei steht die verantwortungsvolle Nutzung von Daten und Algorithmen an oberster Stelle, um digitales Vertrauen sicherzustellen. Die Etablierung einer KI-Governance im ständigen Einklang mit den sich in Ausprägung befindlichen regulatorischen Vorgaben, wie z. B. der KI-Verordnung, ist daher von zentraler Bedeutung, um sichere Prozesse risikoadäquat zu etablieren und zu dokumentieren. Eine große Herausforderung wird in den nächsten Jahren zudem die optimale Bedienung der Kundenschnittstelle sein. Verändertes Kundenverhalten, das Bedürfnis nach immer stärkerer Personalisierung und die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen erfordern eine stärkere Digitalisierung der Kundenschnittstelle. Der Druck auf Versicherungen steigt zunehmend, die Grenzen zwischen physischem und digitalem Kommunikationskanal reibungsfrei zu gestalten. Auch der digitale Vertrieb über Kooperationspartner und insbesondere die Entwicklung oder Beteiligung an digitalen Ökosystemen werden die Zukunft des Versicherungsvertriebs beeinflussen. Geschäftsentwicklung der Generali Deutschland AGDie Generali Deutschland AG (GD AG) steuert durch eine funktionale Matrixorganisation das Geschäft der deutschen Gesellschaften der Generali Gruppe. Innerhalb des Unternehmensverbundes fungiert sie neben ihrer Rolle als Arbeitgebergesellschaft und Holdinggesellschaft zudem als interner Rückversicherer und übernimmt somit die Rückversicherung für die Konzerngesellschaften und die Beschaffung des erforderlichen Retrozessionsschutzes der deutschen Gruppe. RückversicherungsgeschäftAls zentraler Rückversicherer der Generali in Deutschland unterstützt die Generali Deutschland AG die Konzerngesellschaften in deren Kerngeschäft - der Risikoentlastung ihrer Versicherungsnehmer. Als wesentliches Element der gruppenweiten Risikosteuerung übernimmt sie für die Konzerngesellschaften die Rückversicherung und verantwortet das Management der Rückversicherungsnahme der Gruppe bei Dritten. Dabei kann die Generali Deutschland AG die Rückversicherungsfunktion weitgehend durch ihre eigene Risikotragfähigkeit erfüllen. Sofern aus Risikoaspekten eine Weitergabe dieser Risiken sinnvoll erscheint, nimmt die Generali Deutschland AG unter Berücksichtigung einer wertorientierten Perspektive im Wege der Retrozession Rückversicherungsschutz bei Assicurazioni Generali S.p.A. als wesentlichem Retrozessionär und konzernfremden Dritten. Bei der Auswahl der Rückversicherungspartner wird auf hohe Bonität geachtet. Die Risikotragfähigkeit der Generali Deutschland AG basiert auf der Eigenmittelausstattung sowie dem Beitrags- und Rückstellungsvolumen, das aus den konzerninternen Rückversicherungsbeziehungen stammt. Die Generali in Deutschland verwendet ein modernes und leistungsstarkes Steuerungsinstrumentarium, mit dem die eigene Risikotragfähigkeit gemessen und kontinuierlich optimiert wird. Zu diesem Instrumentarium gehören Modelle zur risikobasierten Kapitalallokation sowie zur Einschätzung und Quantifizierung des Retrozessionsbedarfs. Da die ertragsorientierte Ausrichtung der Zeichnungspolitik unserer Gruppengesellschaften eine hohe Qualität unseres Bruttogeschäfts mit sich bringt und konzerninterne Diversifikationseffekte genutzt werden, liegt der Retrozessionsbedarf der Generali in Deutschland auf einem im Marktvergleich niedrigen Niveau. Das Jahr 2023 wurde vor allem von den NatCat-Ereignissen Lambert und Denis sowie Man-Made-Schäden (Feuer) im Segment Komposit geprägt. Die verdienten Bruttobeiträge aus dem Rückversicherungsgeschäft lagen mit 840,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 848,7 Mio. €). Dies resultierte aus dem Wegfall einer Geschäftsbeziehung bei den Rückversicherungsverträgen im Segment Leben, zu der im nächsten Absatz weitere Erläuterungen folgen und wodurch die verdienten Bruttobeiträge mit 142,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 195,0 Mio. € lagen. Im Segment Kranken bewegten sich die verdienten Bruttobeiträge annähernd auf Vorjahresniveau und betrugen 12,1 Mio. € nach 11,2 Mio. € im Vorjahr. In Komposit stiegen die Bruttobeiträge auf 685,6 Mio. € (Vorjahr: 642,5 Mio. €) aufgrund der von den Konzernunternehmen abgegebenen Prämien für die Quotenverträge sowie der Erhöhung der Festentgelte im Rahmen der Erneuerung 2023 bei den nichtproportionalen Rückversicherungsabgaben. Eine zusätzliche Erhöhung ergab sich bei diesen Abgaben durch die Wiederauffüllungsprämien. In den Segmenten Komposit und Leben überwiegt das proportionale Geschäft. In Kranken überwiegt das nicht-proportionale Geschäft. Durch den Wegfall einer kompletten Geschäftsbeziehung in der aktiven Rückversicherung im Segment Leben reduzierten sich die verdienten Bruttobeiträge um 55,8 Mio. € (netto nach Abzug Retrozession um 47,0 Mio. €). Die Auflösung der Deckungsrückstellung in Höhe von 910,6 Mio. € (netto nach Abzug Retrozession 908,1 Mio. €) sowie der Beitragsüberträge in Höhe von 3,4 Mio. € erfolgte durch Portefeuille-Austritte. Die Depotforderungen reduzierten sich im Gegenzug um 914,0 Mio. €. Die retrozedierten Prämien stiegen im Jahr 2023 im Wesentlichen im Segment Komposit bei den nichtproportionalen Deckungen wegen der Erhöhung der Festentgelte im Rahmen der Erneuerung, während aus der Wiederauffüllungsregelung für diese Deckungen eine Reduzierung zu verzeichnen war. Insgesamt stiegen die retrozedierten Prämien um 5,2% auf 137,8 Mio. € (Vorjahr: 131,0 Mio. €) und führten damit zu einer Rückversicherungsquote von 16,4% (Vorjahr: 15,4%). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb netto betrugen im Jahr 2023 217,6 Mio. €, was einer Kostenquote für eigene Rechnung von 31,0% (Vorjahr: 29,5%) entsprach. Im Jahr 2023 betrug die Entlastung aus Naturkatastrophen insgesamt 11,1 Mio. €. Für die Ereignisse im Geschäftsjahr Lambert und Denis betrug die Entlastung 21,3 Mio. €, während aus der Abwicklung der Ereignisse aus den Vorjahren eine Besserabwicklung in Höhe von 10,2 Mio. € zu verzeichnen war. Die Schadenentlastung aus Man Made-Ereignissen betrug 21,6 Mio. € (Vorjahr: 34,7 Mio. €). Die bilanzielle Bruttoschadenquote betrug im Jahr 2023 59,9% nach 67,9% in 2022. Im Segment Komposit betrug die Bruttoschadenquote 57,9% im Jahr 2023 nach 61,6% im Vorjahr. Im Segment Kranken konnte ein starker Anstieg der Schadenquote verzeichnet werden (von 38,6% auf 103,6%), wegen des vergleichsweise sehr niedrigen Beitragsvolumens in diesem Segment aber noch im Rahmen der erwartbaren Schwankung. Im Segment Leben sank die Schadenquote von 90,3% in 2022 auf 67,6% in 2023. Beeinflusst von der Bruttoschadenquote und den vorhandenen Retro-Deckungen lag die bilanzielle Nettoschadenquote bei 63,9%, das heißt 5,8%-Punkte unter dem Wert des Vorjahres (69,7%). Im Segment Komposit liegt die Nettoschadenquote annähernd auf Vorjahresniveau. Im Segment Komposit ergibt sich eine Combined Ratio brutto von 87,8% (Vorjahr: 91,2%) sowie eine Combined Ratio netto von 97,5% (Vorjahr: 96,0%). Das eingehende Geschäft zusammengefasst über die Versicherungszweige Leben, Kranken sowie Komposit zeigte damit ein versicherungstechnisches Ergebnis brutto in Höhe von 126,3 Mio. € (Vorjahr: 97,7 Mio. €). Die Retrozession zeigte ein negatives Ergebnis von -82,3 Mio. € (Vorjahr: -48,9 Mio. €). Das Nettoergebnis vor Dotierung der Schwankungsrückstellung betrug insgesamt 44,1 Mio. €. Dies entspricht einer technischen Marge von 6,3% (Vorjahr: 6,8%). Der Schwankungsrückstellung war in diesem Jahr ein Betrag in Höhe von 0,5 Mio. € zuzuführen. Der Zuführung zur Schwankungsrückstellung, im Wesentlichen in den Sparten Allgemeine Unfall, Kraftfahrt-Haftpflicht, Feuer Sonstige und Verbundene Wohngebäude stand die Entnahme in Kraftfahrt-Kasko gegenüber. Die Schwankungsrückstellungen belaufen sich nunmehr in Summe auf 140,5 Mio. € (Vorjahr: 140,0 Mio. €). Nach Berücksichtigung der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung erzielte die Gesellschaft insgesamt ein positives versicherungstechnisches Netto-Ergebnis in Höhe von 43,5 Mio. € (Vorjahr: 58,6 Mio. €). Die in der Rückversicherung betriebenen Versicherungszweige werden am Ende des Lageberichts aufgeführt. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufIn der Versicherungstechnik Netto ergaben sich leicht gesunkene Verdiente Beiträge, deutlich gesunkene Aufwendungen für Versicherungsfälle und leicht gestiegene Aufwendungen aus dem Versicherungsbetrieb. Das Kapitalanlageergebnis zeigte sich stark verschlechtert. Gegenläufig ergab sich ein deutlich verbesserter Saldo aus Sonstigen Erträgen und Aufwendungen bei einem moderat verschlechterten Außerordentlichen Ergebnis. Insgesamt fiel das Gesamtergebnis im Geschäftsjahr 2023 deutlich schlechter als im Vorjahr aus. Die Generali Deutschland AG blickt aber weiterhin erfolgversprechend in die Zukunft und sieht sich für die Herausforderungen des kommenden Geschäftsjahres gut aufgestellt. LiquiditätDie Liquiditätsplanung der Gesellschaft erfolgt konsistent zum Strategischen Planungsprozess. Im Rahmen der Liquiditätsplanung wird eine detaillierte Projektion der Zahlungsflüsse erstellt. Im Wesentlichen enthält diese die Zahlungsströme aus operativen Aktivitäten (Zahlungen zu Rückversicherungs- und Dienstleistungsaktivitäten etc.), Investmentaktivitäten (Zinszahlungen, Fälligkeiten festverzinslicher Titel etc.), Ergebnisabführungen sowie Steuerumlagen. Darüber hinaus werden die Zahlungsströme der taktischen und strategischen Kapitalanlagenplanung entsprechend berücksichtigt. Die Gesellschaft ist dem international bestehenden Cashpool beigetreten, wodurch die temporär überschüssige Liquidität (vor Anlage in langfristige Kapitalanlagen) zu marktüblichen Konditionen in unterschiedliche Produkte angelegt werden kann. Darüber hinaus ergeben sich, aufgrund des Endes von negativen Zinsen im kurzfristigen Geldmarkt, nun auch wieder zusätzliche Anlagemöglichkeiten, die parallel betrachtet werden. Ein kurzfristig bestehender Liquiditätsbedarf wird durch die entsprechende Wahl der Produkte sichergestellt. Zusätzlich zur beschriebenen Liquiditätsplanung führen wir mithilfe unseres konzerninternen Liquiditätsrisikomodells kennzahlgesteuerte Liquiditätsanalysen durch. VermögenslageDie Forderungen beliefen sich auf 921,6 Mio. € (Vorjahr 684,5 Mio. €). Enthalten waren Forderungen aus dem RV-Geschäft in Höhe von 60,5 Mio. € (Vorjahr 39,9 Mio. €) und Sonstige Forderungen in Höhe von 861,1 Mio. € (Vorjahr 644,2 Mio. €) v.a. gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Anderen Verbindlichkeiten betrugen 939,7 Mio. € (Vorjahr 979,2 Mio. €) und resultierten vor allem aus Verbindlichkeiten aus dem RV-Geschäft in Höhe von 73,0 Mio. € (Vorjahr 47,5 Mio. €) und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 866,3 Mio. € (Vorjahr 931,2 Mio. €) v.a. gegenüber verbundenen Unternehmen. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich auf 39,7 Mio. € (Vorjahr 35,1 Mio. €). EigenkapitalDas Eigenkapital blieb im Vorjahresvergleich mit 2.537,4 Mio. € unverändert. Dabei entfielen unverändert 137,6 Mio. € auf das Gezeichnete Kapital sowie 1.282,5 Mio. € auf die Kapitalrücklagen. Nach einer Entnahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 164,0 Mio. € (Vorjahr 0 Mio. €), deren Ausweis im Bilanzgewinn erfolgt, beliefen sich die Gewinnrücklagen auf 953,4 Mio. € (Vorjahr 1.117,4 Mio. €). Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung folgende Verwendung des Bilanzgewinns vor:
KapitalanlagenEntwicklung Kapitalanlagenbestand und ReservenDer Gesamtbestand an Kapitalanlagen verringerte sich im Geschäftsjahr um 1.301,2 Mio. € bzw. 17,1% auf 6.309,5 Mio. € (Vorjahr 7.610,7 Mio. €). Das Bruttoanlagevolumen der Kapitalanlagen im Jahr 2023 betrug 601,3 Mio. € (Vorjahr 960,8 Mio. €). Die Neuanlagen erfolgten zu einem großen Teil in Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Den Zugängen an Kapitalanlagen standen im gleichen Zeitraum Abgänge aus Fälligkeiten, Verkäufen und sonstigen Abgängen in Höhe von 924,0 Mio. € (Vorjahr 894,7 Mio. €) gegenüber. Zusätzlich verringerte sich der Bestand an Depotforderungen im aktuellen Geschäftsjahr von 1.737,0 Mio. € auf 835,5 Mio. €. Der Saldo aus Bewertungsreserven abzüglich Stiller Lasten reduzierte sich im Berichtszeitraum von 2.371,9 Mio. € auf 2.265,0 Mio. €. Die Anlagekategorie "Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen" stellte mit 4.751,4 Mio. € bzw. 75,3% die größte Kategorie aller Kapitalanlagen dar. Die Kapitalanlagen, die der Kategorie "Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft" zugeordnet waren, beliefen sich auf 835,5 Mio. € bzw. 13,2% aller Kapitalanlagen. Die Kategorie "Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" umfasste einen Betrag von 483,9 Mio. € bzw. 7,7% aller Kapitalanlagen. Ergebnis aus KapitalanlagenIm Geschäftsjahr konnten laufende Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 558,7 Mio. € (Vorjahr 633,5 Mio. €) erzielt werden. Dabei betrugen die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 218,7 Mio. € (Vorjahr 294,6 Mio. €). Aus Zuschreibungen wurden Erträge in Höhe von 68,4 Mio. € (Vorjahr 33,3 Mio. €) vereinnahmt. Diese erreichten ihre Höhe im Wesentlichen durch eine Zuschreibung auf die Deutsche Bausparkasse Badenia AG (61,5 Mio. €). Als Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden 38,9 Mio. € (Vorjahr 83,9 Mio. €) realisiert. Diese stammten überwiegend aus dem Verkauf von eines Immobilienfonds. Damit beliefen sich die Erträge aus Kapitalanlagen insgesamt auf 666,0 Mio. € (Vorjahr 750,7 Mio. €). Die Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen insgesamt 260,0 Mio. € (Vorjahr 62,4 Mio. €). Davon entfielen auf Verwaltungs-, Zins- und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen 10,1 Mio. € (Vorjahr 24,8 Mio. €), auf Abschreibungen auf Kapitalanlagen 145,4 Mio. € (Vorjahr 25,1 Mio. €) und auf Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 0,6 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen beliefen sich auf 104,0 Mio. € (Vorjahr 12,1 Mio. €). Ein großer Teil der Abschreibungen betraf die Generali Deutschland Pensionskasse AG (100,0 Mio. €), die zuvor eine Kapitalzuführung in gleicher Höhe erhalten hatte. Per Saldo ergab sich ein Nettoergebnis in Höhe von 406,0 Mio. € (Vorjahr 688,3 Mio. €). Die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen nach der Berechnungsmethode des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. belief sich auf 6,4% (Vorjahr 7,9%). Die Nettoverzinsung betrug 5,8% (Vorjahr 9,1%). Sonstiges Ergebnis und SteuernDer Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen ergab einen Gewinn in Höhe von 90,9 Mio. € (Vorjahr Verlust 20,4 Mio. €). Die sonstigen Erträge betrugen insgesamt 1.163,8 Mio. € (Vorjahr 1.060,4 Mio. €) und beinhalteten überwiegend Dienstleistungs- und Vermittlungserträge in Höhe von 952,5 Mio. € (Vorjahr 971,5 Mio. €) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 144,4 Mio. € (Vorjahr 55,4 Mio. €). Die sonstigen Aufwendungen betrugen insgesamt 1.072,9 Mio. € (Vorjahr 1.080,8 Mio. €) und beinhalteten im Wesentlichen Aufwendungen zur Erbringung von Dienstleistungen und Vermittlung in Höhe von 909,5 Mio. € (Vorjahr 920,6 Mio. €). Den Funktionsbereichen nicht zuzuordnende Aufwendungen beliefen sich auf 70,1 Mio. € (Vorjahr 93,9 Mio. €). Weiterhin enthielten die sonstigen Aufwendungen Zinsen in Höhe von 33,8 Mio. € (Vorjahr 36,4 Mio. €). Hierin berücksichtigt waren Aufwendungen aus der Zinszuführung zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 27,7 Mio. € (Vorjahr 28,4 Mio. €). Der Steuerertrag im Geschäftsjahr betrug 13,4 Mio. € (Vorjahr Steueraufwand 31,4 Mio. €). Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 518,9 Mio. € (Vorjahr 677,5 Mio. €). Außerordentliches ErgebnisIm Geschäftsjahr betrugen die außerordentlichen Erträge insgesamt 30 Tsd. € (Vorjahr 51 Tsd. €) und resultierten aus der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen aus Vorjahren. Die außerordentlichen Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt 17,1 Mio. € (Vorjahr 4,2 Mio. €). Sie betrafen im Wesentlichen Aufwendungen aus sonstigen Restrukturierungmaßnahmen in Höhe von 14,4 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €) sowie Aufwendungen aus dem Zuführungsbedarf zu den Pensionsrückstellungen infolge der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €) JahresüberschussIm Geschäftsjahr betrug der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung 515,3 Mio. € (Vorjahr 641,9 Mio. €). Beherrschungs- und GewinnabführungsvertragDie Generali Deutschland AG hat im Jahr 2014 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Generali Beteiligungs-GmbH geschlossen. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 vor Gewinnabführung belief sich auf 515,3 Mio. € (Vorjahr 641,9 Mio. €). Dieses Ergebnis ist an die Generali Beteiligungs-GmbH abzuführen. Unsere MitarbeitendenBelegschaftsstrukturZum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Generali Deutschland AG insgesamt 6.438 Mitarbeitende (ggü. 6.358 im Vorjahr). Der Anteil der weiblichen Arbeitskräfte ist ggü. 2022 bei 52% stabil geblieben. In Teilzeit waren wie im Vorjahr 29% der Belegschaft beschäftigt. Die folgenden Ausführungen beschreiben die Programme, Angebote und Initiativen der gesamten Generali in Deutschland (Konzern), die mithin auch für die Belegschaft der Generali Deutschland AG galten, auch wenn sie im Einzelnen nicht durchgängig in Anspruch genommen wurden. People & CultureDie Generali Deutschland hat das Ziel, ihre Mitarbeitenden zu befähigen, einen erstklassigen Service für Kunden und Vertriebspartner zu leisten. Darüber hinaus wollen wir die Führungskräfte unterstützen, Effizienz und Effektivität in ihren Verantwortungsbereichen zu steigern. Im vergangenen Jahr haben wir weitere Initiativen, Maßnahmen und Projekte auf den Weg gebracht, die darauf einzahlen, diese Ziele zu erreichen und darüber hinaus einen wichtigen Beitrag leisten, Wunscharbeitgeber für die Mitarbeitenden zu sein. Im Zuge der Weiterentwicklung der internationalen GPeople Personalstrategie haben wir unsere Aktivitäten insbesondere auf die geänderten Rahmenbedingungen, Anforderungen von Kapitalgebern sowie die allgemeinen gesellschaftlichen Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 ausgerichtet. Wesentliche Bausteine unseres HR-Projektportfolios werden im Folgenden beschrieben. SMART WorkingSMART Working, das in der Generali Deutschland eingeführte Modell zur Flexibilisierung des Arbeitsortes im "Next Normal", ermöglicht allen Mitarbeitenden die flexible Teilnahme am mobilen Arbeiten (remote) sowie an den Büro-Standorten im Desksharing-Modell. Im Jahr 2023 haben wir diesen Ansatz unter Einbeziehung des Feedbacks unserer Mitarbeitenden weiterentwickelt und eine neue Konzernbetriebsvereinbarung abgeschlossen mit dem Ziel, die Zusammenarbeit und Unternehmenskultur zu fördern sowie die Büroausstattung zu verbessern. AusbildungIm Jahr 2023 haben die Unternehmen der Generali in Deutschland 133 Auszubildende nach ihrer erfolgreichen Abschlussprüfung übernommen; dies entspricht einer Übernahmequote von fast 88 %. Zum Jahresende stehen insgesamt 479 sogenannte Young LIONs in einem Ausbildungsverhältnis, nachdem 109 neue Auszubildende in diesem Jahr ihre Ausbildung bei der Generali in Deutschland (Konzern) begonnen haben. Die Generali Deutschland AG selbst bildet aktuell 385 Young LIONs aus und hat 103 Auszubildende übernommen. Personal- und ManagemententwicklungIm Bereich der Führungskräfteentwicklung werden neue Führungskräfte durch ein umfassendes Qualifizierungsprogramm über mehrere Module fit für ihre neue Rolle gemacht. Als Basis für die Weiterentwicklung unserer etablierten Führungskräfte evaluieren wir großflächig den Qualifizierungsbedarf, um auch in 2024 passgenaue Programme anbieten zu können. Mit mehreren nationalen wie internationalen Talentprogrammen bietet die Generali in Deutschland attraktive Weiterentwicklungsmöglichkeiten für alle Zielgruppen an. Mit gleich zwei Gruppen ist die neue Talentinitiative Growing LIONs - das Programm für stellvertretende Teamleiter - in diesem Jahr gestartet. Mit einer neuen Gruppe hat auch eine weitere Edition des Aufstiegsprogramms Senior LIONs begonnen. Während das Young LIONs Talents Programm im November seinen Abschluss gefunden hat, läuft das Graduate LIONs Trainee-Programm mit steigender Teilnehmerzahl weiter. Das Jahr 2024 wird mit dem dritten Junior LIONs Programm beginnen, welches sich an Berufseinsteiger mit 1-2 Jahren Erfahrung richtet. Auf internationaler Ebene ist der Startschuss zu einer neuen Generali DACH-Initiative gefallen. Die Manager Group Talent Community bringt die internationalen Talente auf Manager-Ebene aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Mit Blick auf 2024 werden spannende selbstinitiierte Events mit dem Ziel der Vernetzung, Entwicklung und Sichtbarkeit erwartet. Global Engagement Survey und Global Pulse SurveyDie umfassende Mitarbeiterbefragung der Generali Group weltweit - der Global Engagement Survey (GES) - wird angelehnt an den Strategiezyklus alle drei Jahre durchgeführt - das nächste Mal im Jahr 2024. In den Jahren dazwischen haben die Mitarbeitenden beim Global Pulse Survey - eine kurze und fokussierte Liste von Fragen - die Gelegenheit, ihre Meinungen zu äußern. Der Pulse Survey ging dieses Jahr in die zweite Runde. Mit der Initiative wollen wir messen, welche der aus der GES abgeleiteten Maßnahmen wirksam sind und ob es ggf. Anpassungsbedarf gibt. Beim diesjährigen Pulse Survey nutzten 79%, das heißt über 6.800 Mitarbeitende im Konzern, die Möglichkeit, ihr Feedback zu geben. Die Umfrage ist anonymisiert und wurde wie bisher vom unabhängigen Beratungsunternehmen Willis Towers Watson durchgeführt. Die Ergebnisse werden an die Mitarbeitenden aller Ebenen kommuniziert, analysiert und gemeinsam erforderliche Schritte daraus abgeleitet. Nachhaltige UnternehmenskulturNachhaltigkeit bleibt ein wichtiger strategischer Fokus der Generali. Zahlreiche Initiativen wurden auf den Weg gebracht, um das nachhaltige Denken und Handeln der Mitarbeitenden weiter zu fördern. So war Nachhaltigkeit auch 2023 Bestandteil der Vergütungssystematik auf Mitarbeitenden- und Managementebene, um die gemeinsame Fokussierung von Nachhaltigkeit zu unterstützen. Zudem wurde ein für alle Mitarbeitenden verpflichtendes eLearning angeboten, um diese weiter für die Bedeutung von Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, die von Generali ergriffenen Maßnahmen transparent zu machen sowie aufzuzeigen, wie sie persönlich dazu beitragen können. Darüber hinaus wurde ein Netzwerk von unternehmensinternen Nachhaltigkeitsbotschaftern gegründet. Diese haben sich intensiv mit verschiedensten Aspekten von Nachhaltigkeit vertraut gemacht und haben dabei unterstützt, die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Unternehmen zu vermitteln. Einen wichtigen Faktor für eine nachhaltige Unternehmenskultur spielen gesunde und leistungsfähige Mitarbeitende, denn sie sind die Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg der Generali. Als Lifetime Partner setzt das Unternehmen den Fokus auf Prävention - auch bei der Gesundheit der Mitarbeitenden. Mit einem ganzheitlichen Gesundheitsmanagement unterstützt die Generali ihre Mitarbeitenden dabei, gesund zu bleiben und hilft dabei wieder gesund zu werden - in allen Lebenslagen. So können Mitarbeitende fortlaufend von vielfältigen Leistungen profitieren, die von der Förderung der körperlichen und seelischen Gesundheit über Arbeitsplatzmassagen, (Betriebs-)Sport und gesunde Ernährung bis hin zu Angeboten zur Unterstützung der Integration von Beruf und Familie reichen. Zudem fanden auch 2023 wieder Gesundheitstage mit einem vielfältigen Programm statt, unter anderem Health Checks, Gesundheitsworkshops, Vorträge und gesunde Give-Aways, und setzten wichtige Impulse für die Mitarbeitendengesundheit - dieses Jahr an 12 Standorten sowie mit virtuellen Elementen. Als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt hat die Generali 2023 wichtige Ziele ihrer Strategie zu Diversity, Equity & Inclusion (DEI) mit einem umfangreichen Bündel von Maßnahmen und vergütungsrelevanten Messgrößen erreicht. Das Thema wurde auch organisatorisch in einer neuen Abteilung, die sich mit Unternehmenskultur und DEI Management befasst, verankert. Der Fokus der Aktivitäten der Generali lag vor allem darauf, den Anteil von Frauen in den oberen Managementpositionen konsequent zu erhöhen. Begleitet wurde dies durch Programme zur Stärkung von Frauen, zum Beispiel mit Women Mentoring Programmen und Empowerment Workshops. Die Bündelung der DEI Governance auf Ebene der deutschsprachigen Gesellschaften der Gruppe, Deutschland, Österreich und Schweiz, durch einen eigenen DEI Council mit Top-Management-Besetzung unterstützt und ergänzt eine konsequente Ausrichtung auf nationale wie internationale DEI-Ziele. Dies ermöglicht Synergien durch gemeinsame DEI-Awareness-Veranstaltungen, aktuell insbesondere zur Förderung von Gender Balance und Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung. Die Generali Deutschland fördert mit weiteren Aktivitäten wie der Teilnahme als einziges Versicherungsunternehmen an Innoklusio, einem von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Modell-Projekt zur Steigerung von innovativer Inklusion, und dem "MyAbility"-Hospitations-Programm für Menschen mit Beeinträchtigung, ein besseres Bewusstsein für Inklusion. Die mittlerweile fünf Employee Resource Groups sind wichtiger Bestandteil der DEI-Kultur in der Generali Deutschland und decken die Schwerpunkte Gender, Generationen, Menschen mit Beeinträchtigung, LGBTQAI+ und Eltern ab. Sie geben Vortrieb dabei, eine zunehmend vielfältige und inklusive Arbeitswelt in der Generali zu schaffen. In den fokussierten DEI-Bereichen wurden messbare Erfolge erzielt. Dank an die MitarbeitendenDer Vorstand der Generali Deutschland AG dankt allen Mitarbeitenden und Führungskräften für ihr großes Engagement und ihre herausragenden Leistungen. Nicht zuletzt gilt der Dank auch der Arbeitnehmervertretung für die konstruktive, vertrauensvolle und stets von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Zusammenarbeit. Erklärung zur UnternehmensführungDEI (Diversity, Equity and Inclusion)Bei der Generali Deutschland sind unabhängig von Alter, Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Herkunft, Beeinträchtigung, ethnischer Zugehörigkeit oder Weltanschauung alle willkommen: DEI zu fördern ist in der Unternehmensstrategie der Generali Deutschland fest verankert. Unser Bestreben ist es, mit einer vielfältigen Mitarbeiterschaft und einer offenen, inklusiven Kultur durch innovative Ideen maßgeblich zum Erfolg der Geschäftsstrategie beizutragen und Lifetime Partner für Kundinnen und Kunden sowie Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner zu sein. Dazu wurde die DEI Governance auf Ebene der neuen DACH-Geschäftseinheit der Gruppe durch einen eigenen DEI Council mit Top-Management-Besetzung gebündelt unter dem Vorsitz von Giovanni Liverani, dem CEO der DACH-Geschäftseinheit. Der Council verantwortet und unterstützt die konsequente Ausrichtung auf nationale wie internationale DEI-Ziele, insbesondere in den drei Handlungsfeldern Gender Diversity, Generationen und Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung. Im Hinblick auf Gender Diversity ist die kontinuierliche Steigerung des Anteils der weiblichen Führungskräfte auf allen hierarchischen Ebenen ein zentrales Ziel. Im Jahr 2022 wurden folgende Ziele im Rahmen des FüPoG II (Führungspositionengesetz II) mit dem Zielzeitpunkt 30. Juni 2027 für die verschiedenen Organe und Ebenen der Generali Deutschland AG beschlossen:
Neben der Festlegung entsprechender Ziele lag auch inhaltlich der Fokus der Aktivitäten vor allem darauf, den Anteil von Frauen in den oberen Managementpositionen konsequent zu erhöhen, z.B. durch Women Mentoring Programme und verschiedene Awareness-Veranstaltungen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wesentlicher Hebel zur Steigerung des Anteils weiblicher Führungskräfte. Die Generali Deutschland kooperiert mit dem ,pme Familienservice', sodass Mitarbeitende Beratung zu Leistungen wie Kinder(notfall)betreuung sowie HomeCare in Anspruch nehmen können. Zudem stehen Eltern-Kind-Büros sowie am Standort München eine Betriebs-Kindertagesstätte zur Verfügung. DEI ist auch in allen strategischen Personalaktivitäten verankert: Bei den Teilnehmenden in Talent Pools wird genauso auf eine vielfältige Zusammensetzung geachtet wie bei Qualifizierungsprogrammen zu neuen Rollen und Skills. Dies gilt insbesondere auch für die Gewinnung junger Menschen für Ausbildung und Duales Studium. Das Miteinander von Generationen ist ein zweiter Schwerpunkt der Generali Deutschland im Kontext DEI mit dem Ziel, die Belegschaft zu verjüngen. Dabei wird Wert daraufgelegt, dass sich alle Generationen mit ihren spezifischen Stärken einbringen können und Know-How-Transfer sowie ein positives Miteinander sichergestellt werden. Ein dritter Schwerpunkt ist die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung. Die Generali Deutschland fördert ein besseres Bewusstsein für Inklusion. Zentrale Maßnahmen sind dabei die Teilnahme an Innoklusio, einem bundesweiten Projekt zur Steigerung von innovativer Inklusion, und dem "MyAbility"-Hospitations-Programm für Menschen mit Beeinträchtigung. Ergänzt werden die strategischen DEI-Aktivitäten durch die aktive Unterstützung von mittlerweile fünf Employee Resource Groups. Diese sind wesentlicher Teil der DEI-Kultur des Unternehmens. Sie helfen dabei, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren und agieren als Resonanzkreis und als kulturprägende Netzwerke in den Handlungsfeldern Gender, Generationen, Menschen mit Beeinträchtigung, LGBTQAI+ und Eltern. ChancenberichtMarktchancen Schaden- und UnfallversicherungIn der Schaden- und Unfallversicherung bieten die neuen digitalen Technologien große Chancen. Dazu zählen in zunehmenden Maßen auch Anwendungen, bei denen KI zum Einsatz kommen kann, wie z.B. Chatbots oder Text- und Bilderkennung. Auf diese Weise wird die Interaktion mit Kundinnen und Kunden vereinfacht und der Zugang zu Versicherungsschutz lässt sich beschleunigen. Die zunehmende Leistungsfähigkeit digitaler Technologien wird auch dazu beitragen, Schadenfälle schneller, fehlerfreier und produktiver abzuwickeln - beispielsweise durch Sensortechnologie. Insgesamt werden dafür hohe Investitionen und ein mittlerer Zeithorizont erforderlich sein, die Langfristigkeit im Geschäftsmodell der Versicherung erlaubt dies aber. Ein weiteres Chancenfeld liegt in der Bereitstellung von Versicherungsangeboten, die verstärkt ESG-Kriterien und Nachhaltigkeitszielen verpflichtet sind. Hier können neue Impulse für die Versicherungswirtschaft entstehen. Die Schaden- und Unfallversicherer begleiten und unterstützen so die versicherungsnehmende Wirtschaft bei der notwendigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Durch Risikoforschung können sich neue Möglichkeiten der Schadenverhütung und -minderung eröffnen. Marktchancen LebensversicherungDas traditionelle Kerngeschäftsfeld der Lebensversicherung, das Sparprodukt gegen laufenden Beitrag kann bei Wiederanstieg des allgemeinen Zinsniveaus wieder an Attraktivität gewinnen. Dies liegt zum einen an den Renditen in der Neuanlage, zum anderen daran, dass die Zinszusatzreserve nicht weiter dotiert werden braucht, sondern gegebenenfalls aufgelöst werden kann. Produkte gegen laufenden Beitrag könnten auch deshalb wieder stärker nachgefragt werden, weil der aktuelle Inflationsschub die Notwendigkeit vor Augen führt, langfristig in Altersvorsorge zu investieren und biometrische Risiken abzusichern. Sofern die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarte Reform der Altersvorsorge noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet wird, ergeben sich Absatzchancen bei der geförderten Altersvorsorge, beispielsweise durch die Versicherungspflicht von Selbstständigen, die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung und die Bereitstellung eines Nachfolgeprodukts für Riester. Das Interesse der Verbraucher, nachhaltige Versicherungsprodukte abzuschließen ist weiterhin vorhanden. Zur Nutzung des Absatzpotenzials sind passgenaue und bedarfsgerechte Produkte mit den entsprechenden Beratungskonzepten im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen bereitzustellen. Erhöhten Anforderungen und der berechtigten Erwartung an ein kostengünstiges und zugleich flexibles Management der Vertragsbestände kann durch die sich laufend erweiternden Möglichkeiten der Digitalisierung entsprochen werden. An die Stelle von Insellösungen und zahlreichen Schnittstellen treten umfassende Lösungen, bei denen Kunde, Vermittler und Produktgeber schnittstellenarm agieren können. Im Rahmen des EU-Aktionsplans für eine umweltfreundlichere und sauberere Wirtschaft wird das Produktangebot der Lebensversicherer in wachsendem Maße mit nachhaltigen Anlageoptionen ausgebaut und entspricht damit zugleich den sich verändernden Kundenerwartungen. Marktchancen Private Krankenversicherung (PKV)Die Anhebung der Versicherungspflichtgrenze sowie zunehmend auch das Schrumpfen der Jahrgänge, in denen die Entscheidung für eine Private Krankenversicherung getroffen wird, wirkt sich dämpfend auf die Neugeschäftsentwicklung in der Vollversicherung aus. Allerdings ist auch festzustellen, dass die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze die Wettbewerbsfähigkeit der PKV gegenüber der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verbessert. Das Zusatzversicherungsgeschäft könnte weiterhin ein Wachstumstreiber im PKV-Geschäft sein. Die hohe Zufriedenheit von Kunden mit Zusatzversicherungsprodukten sowie die Wertschätzung eines hochwertigen und umfassenden Gesundheitsschutzes stützen den anhaltenden Wachstumstrend in diesem Geschäftsfeld. In dem insgesamt noch vergleichsweise kleinen Geschäftsfeld der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) gehen wir weiter von einem sehr hohen Wachstum im Markt aus, an dem die Generali Deutschland Krankenversicherung stark partizipieren wird. Die Digitalisierung bietet in der PKV Chancen zur Etablierung von effizienteren Geschäftsprozessen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) kann bei der Optimierung interner Prozesse unterstützen. Beispielsweise können die Prozesse der Leistungsbearbeitung deutlich schneller und mit trotzdem gleichbleibender Qualität reguliert werden. Bei der Ausgestaltung von Prozessen und bei neuen Produktangeboten werden verstärkt ESG-Kriterien und Nachhaltigkeitsziele berücksichtigt. Zunehmender WettbewerbAls wichtiger Teil einer in Europa führenden und strategisch klar im Privatkundenmarkt für Versicherungen und der Vermögensverwaltung aufgestellten Gruppe hat die Generali in Deutschland sehr gute Bedingungen, von einem zunehmenden Wettbewerb zu profitieren. Der Austausch zu Produktideen in der Gruppe, die Nutzung von Skalenvorteilen sowie ein sehr breites Produktangebot über alle Sparten hinweg sind wichtige Voraussetzungen für einen überdurchschnittlichen Erfolg in der Zukunft. Stärke und Profil der Marke sind ebenfalls ein wichtiges Moment, um angesichts der Vielfalt neuer Anbieter mit oftmals sehr selektiver Abdeckung der Wertschöpfungskette, erfolgreich bleiben zu können. Die starke Kapitalposition ist ebenfalls ein Merkmal, das der Generali hilft, sich im Wettbewerb gut zu behaupten. NachhaltigkeitDie Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in Wirtschaft und Gesellschaft führt zu tiefgreifenden Veränderungen. Aufgabe der Versicherungsbranche ist es, dies zu unterstützen und selber entsprechend zu handeln. Besonders wichtig ist dabei eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Gestaltung von Produkten und Geschäftsprozessen sowie eine an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtete Kapitalanlage. Die Generali wie auch viele andere bedeutende Versicherungsgruppen bekennen sich zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015. Sie unterstützt das Ziel eines klimaneutralen Europas bis 2050 und den Green Deal der EU. An den Nachhaltigkeitszielen richtet die Branche ihre Kapitalanlagen, die Versicherung von Risiken sowie ihre eigenen Geschäftsprozesse aus. Versicherer können Kapital für den mit hohen Kosten verbundenen Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur und den European Green Deal zur Verfügung stellen. Die Absicherung solcher Investitionen durch Risikoschutz sowie die Bevorzugung nachhaltiger Reparaturleistungen ("Build back better") sind ein konkreter Beitrag der Versicherungsbranche auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Geändertes KundenverhaltenAus der Erfahrung in vielen anderen Lebensbereichen erwarten Kunden auch von ihrer Versicherung mehr Individualität in der Gestaltung von Versicherungsschutz, einen einfacheren und schnelleren Kundenservice, digitale Kommunikationswege sowie Präventions- und Assistance-Angebote. Kunden schätzen es hierbei, wenn sie ihr Anliegen nach eigenen Vorstellungen kommunizieren können und dieses möglichst einfach und schnell erledigt wird. Daher bieten sich große Chancen für Unternehmen, die dem gerecht werden. Denn Servicequalität steigert die Kundenloyalität und ist damit eine wichtige Quelle für ertragreiches Wachstum. Weiterhin bieten schnelle Fortschritte im Bereich der digitalen Kundenansprache große Chancen, bestehende Kundenverbindungen zu halten oder auszubauen sowie neue Kunden anzusprechen und zu gewinnen. Fortschritt in der ITDie fortschreitende Digitalisierung birgt durchaus Risiken denen zu begegnen ist; sie ist aber alternativlos, denn sie bietet große Chancen für bessere Prozesse in der Kommunikation und der Leistungserbringung der Versicherung. Der Fortschritt in der IT ermöglicht es, die Schnittstellen der Informationsbeschaffung, der Kommunikation und der Abwicklung von Vorgängen schneller, sicherer und einfacher zu gestalten. Dies gilt im Austausch sowohl mit den Kunden als auch den Vertriebspartnern sowie Dritten. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz unterstützt zudem die Optimierung interner Prozesse, sodass z.B. Schäden schneller und mit gleichbleibender Qualität reguliert werden können. Mit dem "Internet of Things" entstehen neue Möglichkeiten der Schadenverhütung. Voraussetzung für die Nutzung dieser Chancen sind Investitionen zur Schaffung einer zukunftsgerichteten IT-Landschaft und die Befähigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese Veränderungen mitzugestalten. Erfolgschancen durch die exklusive Vertriebspartnerschaft mit der Deutschen VermögensberatungDie Deutsche Vermögensberatung (DVAG) ist seit ihrer Gründung vor mehr als 48 Jahren exklusiver Vertriebspartner der Generali in Deutschland im Bereich Versicherungen und Bausparen. Die DVAG ist in Deutschland der mit Abstand größte und erfolgreichste eigenständige Finanzvertrieb. Gerade auch in einem schwierigen Umfeld, wie dem Lockdown während der Covid-19-Pandemie, hat sich die DVAG schnell und wirkungsvoll auf diese Situation eingestellt und ihren Kundenstamm hervorragend betreut und vergrößert. Für die Generali in Deutschland ist die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der DVAG deshalb von zentraler Bedeutung. Die Versicherungsprodukte der Marke Generali werden ausschließlich über diesen Vertriebsweg angeboten. In mehr als 5.200 Direktionen und Geschäftsstellen deutschlandweit bieten die rund 18.000 selbstständigen Vermögensberaterinnen und Vermögensberater Produkte der Lebens, Komposit- und Krankenversicherung der Generali Versicherungen, der ADVOCARD Rechtsschutzversicherung sowie Bausparverträge der Deutschen Bausparkasse Badenia an. Aus der erfolgreichen, wachstumsorientierten Beratungs- und Vertriebsstärke der DVAG ergeben sich in Verbindung mit der exzellenten Produkt- und Servicekompetenz der Generali Jahr für Jahr überdurchschnittliche Chancen für den gemeinsamen Geschäftserfolg. Vertriebliche Chancen der Direkt-VertriebswegeCosmosDirekt als Direktversicherer ist ein wichtiges Standbein der Vertriebswegestrategie der Generali in Deutschland. Nach gebuchten Brutto-Beiträgen ist CosmosDirekt in Deutschland Marktführer in der Direktversicherung und bietet ihren Kunden Produkte in den Segmenten Lebens-, Komposit-, Kranken- (Envivas & Europ Assistance) und Rechtsschutzversicherung (ADVOCARD) an. Diese Angebote werden kontinuierlich weiterentwickelt, um profitabel und nachhaltig zu wachsen. CosmosDirekt setzt den strategischen Fokus auf die große Gruppe der Kunden, die ein durchgängiges digitales Angebot in allen Phasen der Geschäftsbeziehung suchen. Der Ausbau von Kooperationen, z. B. mit Vergleichsportalen ist als zusätzliches strategisches Wachstumsfeld wichtig und chancenträchtig. Vertriebliche Chancen der Makler-VertriebswegeDie Generali in Deutschland konzentriert unter der Marke Dialog das Maklergeschäft des Konzerns in der Lebens- und Kompositversicherung. In der Lebensversicherung verfügt die Dialog über ein umfassendes Portfolio im Bereich der biometrischen Produktangebote und setzt dabei ihren Fokus zum einen auf das Segment der überdurchschnittlich wachsenden und auch ertragreichen Biometrie-Produkte für Privatkunden. Zum anderen nutzt sie die Chancen des ebenfalls wachstumsträchtigen Markts der biometrischen Absicherung im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. In der Kompositversicherung wird für das private- und das gewerbliche Geschäft ein sehr breites Produktportfolio angeboten. Wachstumschancen bestehen aus Sicht der Dialog vor allem in einer Intensivierung der Kontakte zu ihren Vertriebspartnern. Dazu ist die Digitalisierung und Optimierung der Schnittstellen zu ihnen von großer Bedeutung und soll die ertragreiche Entwicklung des Portfolios wirksam unterstützen. Chancen in der KapitalanlageAls großer Kapitalanleger verfügt die Generali Gruppe, zu der auch die Generali Deutschland AG gehört, über eine hohe Expertise in allen relevanten Feldern des Kapitalmarkts und über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Die Kapitalanlage erfolgt auf Basis einer strategischen und taktischen Asset-Allokation, die Chancen und Risiken auf dem Kapitalmarkt und der jeweiligen Zusammensetzung der Portfolien abwägt und berücksichtigt. Die Möglichkeiten der Diversifikation der Kapitalanlagen hinsichtlich Regionen und Assetklassen sind unverändert hoch; insbesondere für opportunistische Investoren können sich hier weitere Chancen in den Bereichen Private Debt, Infrastruktur, Real Estate und Wagniskapital ergeben. Auch das Thema nachhaltiger Investments ist über alle Assetklassen hinweg weiterhin von besonderer Bedeutung: Neben der grundsätzlichen Einbeziehung von ESG-Kriterien bei der Kapitalanlage rückt vor allem das Thema Green Investments in den Fokus. Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren SteuerungZiele und Aufgaben des RisikomanagementsUnsere Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) ermöglicht es uns, den Fokus auf unsere Kernkompetenzen - Übernahme und Steuerung von Risiken - zu legen. Darauf basierend steuern wir als ein bedeutender Finanzdienstleistungskonzern mit dem Schwerpunkt Versicherungsgeschäft vielfältige Risiken innerhalb der Generali in Deutschland. Diese sind durch das Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft bestimmt. Daneben existieren Risiken aus dem allgemeinen Geschäftsbetrieb. Wir verfolgen dabei das Ziel, die Anforderungen aller Anspruchsgruppen zu berücksichtigen; so gewährleisten wir den nachhaltigen Erfolg unserer Gesellschaft und der Generali in Deutschland. Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind:
Auf der Grundlage dieses Risikomanagementansatzes überwachen wir laufend die Risikoexponierung und leiten konkrete Maßnahmen entsprechend den Beschlüssen ein, um die nachhaltige Risikotragfähigkeit sicherzustellen und eine Gefährdung sowie eine Entwicklungsbeeinträchtigung unseres Unternehmens als auch der Generali in Deutschland auszuschließen. Governance-SystemKernbestandteile des Governance-Systems sind das Risikomanagementsystem und das Interne Kontrollsystem (IKS) sowie angemessene Regelungen zum Outsourcing. Daneben werden Vorstand und Aufsichtsrat innerhalb der Organisationsstruktur des Unternehmens bestimmte Leitungs- und Überwachungsfunktionen zugewiesen. Die Einrichtung der vier unabhängigen Schlüsselfunktionen im Governance-System
folgt einer Leitliniensystematik, die durch den Vorstand der Generali Deutschland AG sowie die Vorstände der Konzernunternehmen verabschiedet wurde und einem jährlichen Aktualisierungsprozess unterliegt. Daneben besteht die Anti Financial Crime-Funktion (AFC) als (fachlich) unabhängige, den Schlüsselfunktionen der zweiten Verteidigungslinie gleichgestellte Einheit innerhalb der Compliance-Funktion. Sie übernimmt Kontrollaufgaben der zweiten Verteidigungslinie hinsichtlich Anti Financial Crime-Themen der betroffenen Konzernunternehmen und stellt für diese, ausgeübt durch die Leiterin der Funktion, auch die Geldwäschebeauftragte. Die Compliance-Funktion behält hierbei eine überwachende Rolle. Die Risikomanagement-Funktion der Generali in Deutschland ist für alle Konzernunternehmen (mit Ausnahme der Deutschen Bausparkasse Badenia AG, die eigene Schlüsselfunktionen eingerichtet hat) zentral im Vorstandsressort Risikomanagement der Generali Deutschland AG eingerichtet. Der Ressortvorstand Risikomanagement ist Inhaber dieser Funktion und Chief Risk Officer (CRO) der Generali in Deutschland. Der CRO agiert unabhängig vom operativen Geschäft und verantwortet die Umsetzung und den Betrieb des Risikomanagementsystems. Grundsätze, Ziele und wesentliche Vorgaben des Risikomanagements sowie des Internen Kontrollsystems werden in spezifischen Leitlinien definiert. VorstandDer gesamte Vorstand ist für Einrichtung und Aufrechterhaltung einer ordnungsgemäßen sowie wirksamen Geschäftsorganisation des Unternehmens, die laufende Überwachung des Risikoprofils sowie die Einrichtung eines Frühwarnsystems verantwortlich. Der Vorstand wird regelmäßig über die unternehmensspezifischen Risiken sowie deren Auswirkungen und die ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen zu ihrer Steuerung informiert. Im Hinblick auf das Risikomanagement ist der Vorstand insbesondere verantwortlich für die:
Aufsichtsrat (inkl. Prüfungsausschuss)Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand in seiner Geschäftsführung und berät ihn u.a. im Hinblick auf die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) und das Risikomanagement. Er wird durch regelmäßige schriftliche Berichterstattung des Vorstands über das Risikomanagement sowie über wesentliche Risiken informiert. Zur Erfüllung der Anforderungen des § 107 Abs. 3 AktG hat der Aufsichtsrat der Generali Deutschland AG einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der ihn bei der Überwachung des Vorstands bzgl. der Geschäftsführung unterstützt. Gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat der Generali Deutschland AG werden dem Prüfungsausschuss die folgenden Aufgaben zugewiesen:
Darüber hinaus sind ab dem 1. Januar 2022 ebenso Prüfungsausschüsse bei den Solvency-II-Gesellschaften der Generali in Deutschland eingerichtet worden. Grundlage hierfür ist das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG). Weitere Einzelheiten zu den Prüfungsausschüssen regeln die Geschäftsordnungen der jeweiligen Aufsichtsräte. RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem muss so gestaltet sein, dass die Identifikation, Bewertung, Überwachung, Steuerung und Berichterstattung der eingegangenen und potenziellen Risiken, jederzeit möglich ist. Darüber hinaus wird die Integration des Risikomanagements in die Entscheidungsprozesse gefordert. Gegenstand des Risikomanagementsystems sind alle erkennbaren internen und externen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Für Versicherungsunternehmen lassen sich diese unterteilen in Risiken, die in die Berechnung der Solvenzkapitalanforderung einfließen sowie weitere, die bei dieser Berechnung nicht oder nicht vollständig erfasst werden. Das Risikomanagementsystem deckt insbesondere die folgenden Bereiche ab:
Die Umsetzung des Risikomanagementsystems erfolgt mittels der Gremienstruktur sowie über Vorgaben und Strategien, die die Risikoneigung sowie den konkreten Umgang mit einzelnen Risiken festlegen. Die zentralen Gremien sind das "Country Risk Committee" sowie die segmentspezifischen Risk Management Committees, die bei der Generali Deutschland AG angesiedelt sind. Auf Ebene der Konzernunternehmen finden regelmäßig "Risk Management Committees" mit Fokus auf unternehmensspezifische Themen mit Risikorelevanz während der Vorstandssitzungen anlässlich der Verabschiedung der Risikoberichte (quartärliche Risikozwischenmitteilungen, Own Risk and Solvency Assessment (ORSA)-Berichte) statt. Das "Internal Model Committee" ist ein Beratungsgremium hinsichtlich der Internal Model Governance. Regelmäßige Teilnehmer sind der CRO und die für das Interne Modell verantwortlichen Führungskräfte. Der strukturierte Prozess zur Risikoidentifikation und -klassifikation ist über die Konzernrisikokonferenz der Generali in Deutschland implementiert und findet jährlich mit Teilnahme des Vorstands der Generali Deutschland AG sowie weiterer Führungskräfte statt. Themen sind Risikominderungsmaßnahmen, die Entwicklung der Risikosituation sowie potenzielle neue Risiken. Internes KontrollsystemDas Interne Kontrollsystem (IKS) der Generali in Deutschland umfasst zum einen die Kontroll- und Überwachungsinstrumente der operativen Arbeitsprozesse in Form von Leitlinien, Arbeitsanweisungen und Verantwortlichkeiten und zum anderen die Überwachungsaufgaben der Governance-Funktionen in den ihnen zugewiesenen Bereichen. Hierdurch sollen das Unternehmensvermögen geschützt und eine ordnungsgemäße Rechnungslegung sowie die Einhaltung rechtlicher Vorschriften (z.B. aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz) sichergestellt werden. Gemäß den von der Assicurazioni Generali S.p.A. erstellten und für alle Konzernunternehmen geltenden "Group Directives on the System of Governance" umfasst das IKS alle operativen, nicht-operativen und technischen Kontrollen im Unternehmen. Das IKS folgt der Systematik der "Three Lines of Defense" (Verteidigungslinien) und spiegelt operative und verantwortungsspezifische Aspekte wider. In diesem Zusammenhang bilden die prozessimmanenten Kontrollen in den organisatorischen Abläufen sowie Managementkontrollen die erste Ebene der "Three Lines of Defense", Risikomanagement-Funktion, Compliance-Funktion und die versicherungsmathematische Funktion bilden die zweite Ebene und die unabhängige Überwachung durch die Interne Revisionsfunktion stellt die dritte Ebene dar. Bei den "Three Lines of Defense" handelt es sich um eine Systematik, die drei Arten von Überwachungsfunktionen unterschiedlichen Unternehmensebenen zuordnet. Die drei Kontrollinstanzen stehen sowohl mit dem Management und dem Aufsichtsrat als auch untereinander in Interaktion. SchlüsselfunktionenDie Hauptaufgaben der jeweiligen Schlüsselfunktionen sowie der Anti Financial Crime-Funktion sind im Folgenden genannt. Risikomanagement-Funktion
Compliance-Funktion
Interne Revisionsfunktion
Versicherungsmathematische Funktion
Anti Financial Crime-Funktion
Risiko- und SolvabilitätsbeurteilungIm Rahmen des Aufsichtsregimes Solvency II fordert § 27 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Durchführung einer unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) sowie eine entsprechende Berichterstattung (ORSA-Berichte). Dies beinhaltet mindestens einmal jährlich eine Beurteilung des vollständigen Risikoprofils zum gewählten Stichtag sowie in der Mittelfristplanung. Insbesondere muss überprüft werden, inwieweit die vorhandenen Eigenmittel ausreichen, um alle Risiken, d.h. sowohl quantifizierbare als auch qualitativ beurteilte Risiken, zu bedecken. Die Ergebnisse der mit einem Internen Modell bzw. der Standardformel durchgeführten Berechnungen sind auf wesentliche Abweichungen vom tatsächlichen Risikoprofil der Gesellschaft zu untersuchen. Des Weiteren ist die Signifikanz der Abweichung zwischen dem Risikoprofil und den der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung zu Grunde liegenden Annahmen zu beurteilen und zu kommentieren. Durch den ORSA-Prozess in der Generali in Deutschland wird der Vorstand bei der Sicherstellung eines effektiven Risikomanagementsystems und der Operationalisierung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) unterstützt. Im ORSA-Bericht werden die wesentlichen Ergebnisse des ORSA-Prozesses beschrieben und der Aufsichtsbehörde übermittelt. Der ORSA-Prozess wird als Teil des strategischen Planungsprozesses durch die Risikomanagement-Funktion durchgeführt. Der Prozess umfasst die Planung der Solvency-II-Quoten sowie Risikobetrachtungen und mündet in der Erstellung des ORSA-Berichts. Seine Ergebnisse sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Struktur des ORSA-ProzessesErhebung der RisikosituationDie Erhebung der Risikosituation erfolgt durch die Identifikation und Bewertung aller quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risiken sowie durch Beschreibung entsprechender Maßnahmen zur Risikominderung. Die Identifikation der Risiken, die nicht explizit durch das Interne Modell bzw. die Standardformel berücksichtigt werden oder eine weitere qualitative Betrachtung erfordern, erfolgt durch Expertenschätzungen und folgt dem etablierten Prozess der Risikoidentifikation und Risikokontrolle. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Interviews mit allen Führungskräften mit gruppenübergreifender Verantwortung geführt, um eine Einschätzung der Risikolage der Generali in Deutschland zu erhalten. Im Nachgang erfolgt - ggf. unter Berücksichtigung weiterer Interviews mit Risikoverantwortlichen - die Konzernrisikokonferenz, in der die entsprechende Risikoeinschätzung vorgestellt und erörtert wird. Die Konzernrisikoliste, die konzernweite sowie individuelle Risiken der Tochterunternehmen umfasst, wird vierteljährlich überprüft, umfasst Maßnahmen sowie deren Überwachung und deckt wesentliche operationelle Risiken und qualitativ bewertete Risiken (Liquiditätsrisiko, Strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko, Emerging Risk und Nachhaltigkeitsrisiko) ab. Wenn neue Risiken (auch auf Ebene der Tochterunternehmen) identifiziert werden und/oder sich das Risikoprofil wesentlich verändert, wird ein Ad-hoc-Meldeprozess ausgelöst. Liegt eine entsprechende Risikoindikation z.B. durch Meldung eines operativen Bereiches (Risikoverantwortliche) vor, entscheidet der CRO über die Notwendigkeit eines Ad-hoc-ORSA und informiert im Bedarfsfall das Group Risk Management der Assicurazioni Generali S.p.A. Empfänger von Ad-hoc-ORSA-Berichten sind grundsätzlich der Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft, der Vorstand und Aufsichtsrat der Generali Deutschland AG, Schlüsselfunktionen, weitere Führungskräfte mit gruppenübergreifender Verantwortung sowie die BaFin. Die Identifikation von Geschäftsprozessrisiken findet im Rahmen der regulären Geschäftsprozesse und unmittelbar durch die Risikoverantwortlichen statt. Liegt der potenzielle Schaden eines identifizierten Risikos oberhalb einer definierten Wesentlichkeitsschwelle, wird das Risiko in die laufende Beobachtung durch das Risikomanagement aufgenommen. Quantitative Bewertung der SolvabilitätDie Bestimmung der Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung für quantifizierbare Risiken erfolgt zum Ende eines jeden Jahres. Zu Vergleichszwecken wird die Solvenzsituation der Gesellschaft neben der Berechnung mit dem Internen Modell auch mit der Standardformel ermittelt. Die Solvenzkapitalanforderung wird sowohl auf Ebene einzelner Risikokategorien als auch auf Gesamtunternehmensebene berechnet und den vorhandenen Eigenmitteln gegenübergestellt. Im Rahmen des strategischen Planungsprozesses werden die Eigenmittel, die Solvenzkapitalanforderung und die Solvabilitätsquoten über drei Jahre projiziert. Beurteilung der GesamtsolvabilitätDie Beurteilung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs umfasst - im Gegensatz zur quantitativen Bewertung mit Hilfe des Internen Modells bzw. der Standardformel - eine Berücksichtigung des vollständigen Risikoprofils der Gesellschaft. Im Ergebnis bestimmt das Unternehmen den für die Unternehmenssteuerung relevanten Bedarf an Eigenmitteln, der für die dauerhafte Bedeckung aller unternehmensspezifischen Risiken erforderlich ist. UnternehmenssteuerungDie Ergebnisse des ORSA sind ein integraler Bestandteil der Managemententscheidungen, u.a. im Kapitalanlagenmanagement und der Produktentwicklung, der Unternehmenssteuerung sowie im strategischen Planungsprozess und darauf aufbauend bei der kurz- und langfristigen Kapitalplanung. Aktivitäten bzw. Ergebnisse des ORSA sind ein regelmäßiger Tagesordnungspunkt in allen Risikomanagement-Gremien der Generali in Deutschland. Die Zertifizierung des Internen Modells setzte voraus, dass das Management dieses versteht und seine Ergebnisse in alle relevanten Entscheidungsprozesse integriert. Die Umsetzung dieses sog. Use-Tests stellt einen Eckpfeiler des ORSA dar, da die mit dem Internen Modell bestimmte Solvabilitätsquote eine wesentliche Messgröße zur Beurteilung der Risikosituation ist. Das Risikomanagement überprüft regelmäßig das Risikoprofil, die Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) sowie die identifizierten Risiken und überwacht die für die Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Mögliche Limitverletzungen werden analysiert, ggf. werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet und deren Wirksamkeit fortlaufend kontrolliert. Auf dieser Basis werden Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikoexponierung sowie über die implementierten Maßnahmen informiert. Beurteilung des Governance-SystemsIm Rahmen des ORSA wird ferner das Governance-System beurteilt. Das Governance-System wird auf die Umsetzung der regulatorischen sowie der gesetzlichen Anforderungen und auf die Berücksichtigung der ORSA-Ergebnisse bei strategischen Entscheidungen untersucht. Im Rahmen des ORSA wurde das Governance-System überprüft und als angemessen bewertet. BerichterstattungDer ORSA-Bericht wird jährlich zum Ende des Geschäftsjahres für jedes Versicherungsunternehmen erstellt und durch den Vorstand erörtert, überprüft und verabschiedet. Bei wesentlichen Änderungen des Risikoprofils (z.B. infolge wesentlicher Änderungen in der Geschäftstätigkeit oder außergewöhnlicher Ereignisse) erfolgt ein sogenannter "Ad-hoc-ORSA" ("nicht-regelmäßiger ORSA"), dessen zugehöriger Bericht der Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Im Berichtsjahr wurde kein Ad-hoc-ORSA durchgeführt. Zusätzlich zum jährlichen ORSA-Bericht erhält der Vorstand Risikozwischenmitteilungen zu den Quartalsstichtagen. Diese enthalten eine übergreifende Bewertung der aktuellen Risikosituation, Solvabilitätsberechnungen sowie die Ergebnisse der qualitativen Risikoberichterstattung. Durch den ORSA-Bericht wird der Vorstand über die Risiken in Bezug auf die Vermögenswerte und Verpflichtungen, über Eventualverbindlichkeiten, über deren quantitative und qualitative Bewertung sowie die Gesamtrisikolage des Unternehmens informiert. Dies dient u.a. der Unterstützung des Managements bei der Entscheidungsfindung und bei der Integration der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) in das operative Geschäft. OutsourcingUnter Outsourcing ist die Ausgliederung von Funktionen oder Prozessen an ein anderes Unternehmen (Dienstleister) zu verstehen; dabei kann es sich um konzerninterne oder konzernexterne Unternehmen handeln. Alle Aktivitäten und Prozesse mit Ausnahme von Leitungsaufgaben (u.a. die Verantwortlichkeit für die Einrichtung und Weiterentwicklung des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems) der Geschäftsleitung können ausgegliedert werden. Es muss dabei sichergestellt sein, dass die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation, die Qualität des Governance-Systems sowie die Prüfungs- und Kontrollrechte z.B. der Aufsichtsbehörde, der Internen Revision etc. nicht beeinträchtigt sind. Das bedeutet, dass - auch unter Berücksichtigung der Leitlinien der internationalen Gruppe und der gesetzlichen Rahmenbedingungen - die vier Schlüsselfunktionen ausgegliedert werden können. Die Operationalisierung der Outsourcinganforderungen unter Berücksichtigung der nationalen aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden für die deutsche Gruppe in der Outsourcing-Richtlinie sichergestellt. Sie standardisiert zur praktischen Umsetzung die Tools zum Performance- und Risikomanagement. In der Generali in Deutschland finden die regulatorischen Anforderungen in der Ausgestaltung der Dienstleistungsverträge ihre Berücksichtigung. Die Verträge spezifizieren die Leistungserbringung, z.B. durch Service Level Agreements, und enthalten zusätzlich Weisungs- und Kontrollrechte für die ausgliedernden Versicherungsunternehmen sowie Kontrollrechte für die interne Revision und die Aufsichtsbehörden. Dies betrifft ebenso die Weiterverlagerung von Funktionen und Dienstleistungen an gruppenfremde Dienstleistungsgesellschaften, wie z.B. in Teilbereichen der IT. Im Rahmen des One Company-Ansatzes sind die Funktionen der mitarbeiterlosen Konzernunternehmen überwiegend auf die Generali Deutschland AG sowie nationale und internationale Dienstleistungsgesellschaften der gesamten Generali Gruppe ausgegliedert. Die konzerninternen Gesellschaften sind vollständig in die Strukturen der Generali Gruppe eingebunden. Um die regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Aufsichts- und Monitoringaufgaben der outgesourcten Funktionen gewährleisten zu können, werden die Vorstände durch das Ausgliederungscontrolling unterstützt. Einige Kapitalanlageprozesse sind, soweit es sich um dispositive Prozesse und Prozesse zur Bewertung sowie zur Portfolioverwaltung handelt, an die internationalen Gesellschaften Generali Insurance Asset Management S.p.A. und Generali Real Estate S.p.A. ausgegliedert, die beide auch über Zweigniederlassungen in Deutschland verfügen. Diese Gesellschaften unterliegen direkt dem Governance-System der Assicurazioni Generali S.p.A., so dass die Anwendung einheitlicher Grundsätze sichergestellt ist. Entsprechende Funktionen bzw. Prozesse, das Rechnungswesen sowie das Kapitalanlage-Controlling betreffend, werden in der Generali Deutschland AG betrieben. Zur Einbindung in das Governance-System und zur regelmäßigen Sicherstellung der Leistungserbringung benennen die Dienstleister fachliche Ansprechpartner. Die ausgliedernden Gesellschaften benennen ihrerseits für alle ausgegliederten Prozesse interne Verantwortliche, sog. Ausgliederungsbeauftragte. Die Ausgliederungsbeauftragten sammeln, dokumentieren und berichten risikorelevante Informationen und sind für die gesamte Outsourcing Lifecycle Dokumentation auf der jeweiligen Ebene der Leistungskette der Generali in Deutschland verantwortlich. Sie überwachen die jeweilige entsprechende Leistungserbringung durch den Dienstleister und stellen dem Vorstand bei Bedarf Informationen über den ausgegliederten Prozess sowie dessen Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit der Kontrollen zur Verfügung. Für die ausgegliederten Funktionen und Prozesse findet ein regelmäßiges Monitoring und Reporting auf der Basis von Service Level Agreements und bestimmten Key Performance Indicators statt. Die Letztverantwortung für Risiken in ausgegliederten Prozessen oder Funktionen und die Funktionsfähigkeit sowie Wirksamkeit des IKS in diesen Prozessen obliegt weiterhin den Vorständen der ausgliedernden Versicherungsunternehmen. Das zentrale Risikomanagement umfasst auch das Risikomanagement der konzerninternen Dienstleister und die mit der Dienstleistungserbringung verbundenen Risiken. Dabei wird über angemessene Risikomanagementmethoden sichergestellt, dass alle Risiken, die den ausgegliederten Prozessen innewohnen bzw. durch Outsourcing entstehen können, wirksam begrenzt, überwacht und berichtet werden. Basierend auf diesen Informationen werden regelmäßig bestimmte Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in den ausgliedernden Unternehmen durchgeführt. RisikostrategieDie Risikostrategie basiert auf der Geschäftsstrategie und dokumentiert die Risikoneigung der Gesellschaft sowie den Umgang mit den identifizierten und bewerteten Risiken. Dargestellt wird der potenzielle Einfluss von Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie daraus resultierende Leitlinien für deren Handhabung. Dabei werden Risikoerwägungen und Risikokapitalbedarf in den Management- und Entscheidungsfindungsprozess einbezogen. Die Geschäfts- und Risikostrategie ist so gestaltet, dass sie von den für die operative Steuerung der Risiken Verantwortlichen umgesetzt werden kann. Die Geschäftsleitung überprüft die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) mindestens einmal im Jahr. Bei substanziellen Veränderungen des Gesamtrisikoprofils, bspw. bei Aufnahme neuer Geschäftsfelder, Einführung neuer Kapitalmarkt-, Versicherungs- oder Rückversicherungsprodukte und Auswirkungen von Veränderungen in der Risikoeinschätzung oder Änderung der Konzerngeschäftsstrategie, können Änderungen der Geschäfts- und Risikostrategie - auch unterjährig - erforderlich werden. Die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) wird von der Geschäftsleitung verabschiedet, dem Aufsichtsrat berichtet und je nach Bedarf mit diesem erörtert. RisikotragfähigkeitskonzeptDer Begriff Risikotragfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Versicherungsunternehmens, Verluste mit Hilfe der vorhandenen Risikodeckungsmasse, d.h. der anrechenbaren Eigenmittel, zu kompensieren, ohne dass daraus eine Gefahr für die Existenz des Unternehmens resultiert. Zur Sicherstellung einer hinreichenden Risikotragfähigkeit aller Versicherungsgesellschaften im Konzern hat die Assicurazioni Generali S.p.A. ein Risikotragfähigkeitskonzept, das sog. Group Risk Appetite Framework (RAF), etabliert. Gegenstand dieses RAF ist die Festlegung der Risikoneigung. Dies erfolgt über die Definition des Risikoappetits und der Risikopräferenzen mittels quantitativer Indikatoren zur Begrenzung der Risikoübernahme und über die Etablierung von Prozessen zur Integration des Risikoappetits in die Entscheidungsprozesse unter Berücksichtigung der drei Hauptdimensionen Kapitalausstattung, Liquidität und Ertrag. Die Assicurazioni Generali Gruppe definiert Limite, die lokal ausgestaltet werden, und überwacht diese auf Gruppen- und auf lokaler Ebene. Diese Limite werden in "harter" (Hard Limit) sowie in "weicher" Ausprägung (Soft Limit) festgelegt, wobei die Verletzung harter Limite umgehend die Festlegung von Maßnahmen zur Wiedereinhaltung der Hard Limits auslöst. Bei Verletzung eines weichen Limits erfolgt eine Evaluierung von Risikominderungsmaßnahmen in Kombination mit einer engen Überwachung der betroffenen Gesellschaft. Risikominderungsmaßnahmen umfassen zum Beispiel den Einsatz von Rückversicherungslösungen und den Verkauf risikobehafteter Kapitalanlagen. Risikostrategische ElementeWesentliche risikostrategische Elemente der Geschäfts- und Risikostrategie der Generali in Deutschland sind:
SolvenzkapitalanforderungDie Solvenzkapitalanforderung von Versicherungsunternehmen kann auf der Basis einer Standardformel oder eines Internen Risikomodells ermittelt werden. Hierbei handelt es sich um Modelle zur internen Bewertung und Steuerung von Risiken und der Risikotragfähigkeit. Dabei sind mindestens die folgenden Risiken zu berücksichtigen:
Die modellierbaren Risiken werden abgebildet und das benötigte Risikokapital mittels des Risikomaßes Value-at-Risk (VaR) über einen einjährigen Horizont zu einem Sicherheitsniveau von 99,5% bestimmt. Die Standardformel ist in der Anlage des VAG beschrieben und enthält eine standardisierte Vorgehensweise zur Ermittlung des Solvenzkapitals. Dem Internen Modell sowie der Standardformel liegt eine ökonomische Sichtweise zugrunde. Im Gegensatz zur Standardformel sind Interne Modelle auf die individuellen Gegebenheiten eines Versicherungsunternehmens zugeschnitten. Als Risikokapitalmodell setzen wir in der Generali in Deutschland ein Internes Modell zur wert- und risikoorientierten Steuerung ein. Hierbei handelt es sich um ein volles Internes Modell, d.h. auch das benötigte Risikokapital für operationelle Risiken wird mit diesem Modell ermittelt. Das Interne Risikomodell zur Verwendung unter Solvency II wurde für die Generali in Deutschland durch die für die Generali Gruppe als Aufsichtsbehörde für den Zertifizierungsprozess zuständige IVASS (Istituto per la Vigilanza sulle Assicurazioni, italienische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen) zertifiziert. RisikoprofilDas Risikoprofil der Generali Deutschland AG wird hauptsächlich durch ihre Beteiligungen an den Versicherungsunternehmen der Generali in Deutschland bestimmt. Die übrigen Kapitalanlagen nehmen eine untergeordnete Rolle ein. Die Berechnung der Solvenzkapitalanforderung auf Basis des Internen Modells umfasst die Risikokategorien Markt- und Kreditrisiko, segmentspezifisches versicherungstechnisches Risiko sowie das operationelle Risiko. Die sogenannten Sonstigen Risiken (Liquiditätsrisiko, Strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko, Emerging Risk und Nachhaltigkeitsrisiko) werden ausschließlich qualitativ bewertet. Im Folgenden werden die Risiken entsprechend der Risikokategorien und nicht gemäß der Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. MarktrisikoDas Marktrisiko bezeichnet das Risiko einer nachteiligen Veränderung der Vermögens- und Finanzlage, die sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe und in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte ergibt. Marktrisiken bestehen aus Aktienkurs-, Zinsänderungs-, Immobilien-, Währungs- und Konzentrationsrisiken. Als weiteres Marktrisiko besteht bei der Generali Deutschland AG das Beteiligungsrisiko, welches durch die Entwicklung der vorgenannten Marktrisiken bei den Tochterunternehmen beeinflusst werden kann. Die Versicherungsunternehmen der Generali in Deutschland stehen der zentralen Herausforderung gegenüber, eine angemessene Rendite bei gleichzeitig begrenztem Risiko zu erwirtschaften. Unsere sicherheitsorientierte Anlagepolitik ist unter Zugrundelegung eines aktiven Asset-Liability-Managements (ALM) konsequent an der Risikotragfähigkeit unserer Unternehmen ausgerichtet. Diese Strategie werden wir auch in Zukunft weiterverfolgen, um eine attraktive Verzinsung zu erzielen. Auch für die Generali Deutschland AG werden Vorgaben für die strategische Anlagestruktur definiert und sorgfältig überwacht mit dem Ziel, die Ausgewogenheit des Portfolios zu wahren. Ziel des jährlichen ALM-Prozesses ist es, unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) und der Risikotragfähigkeit, der Wettbewerbssituation sowie aufsichtsrechtlicher Rahmenbedingungen, eine verpflichtungsgerechte Kapitalanlagestruktur zu entwickeln. Unter diesen Rahmenbedingungen wird die Kapitalanlagestrategie für die Konzerngesellschaften mit Hilfe von ALM- und SAA-Analysen (Strategische Asset Allokation) auf die Zielsetzung und das Geschäftsmodell des jeweiligen Unternehmens abgestimmt, wobei die aktuelle Portfoliostruktur von Aktiv- und Passivseite berücksichtigt wird. Die Kapitalanlagestrategie der Konzernunternehmen setzt daher darauf, die Kapitalanlagen breit zu mischen und zu streuen. Exklusive der Beteiligungen nutzen wir für die übrigen Vermögenswerte Diversifikationseffekte und reduzieren Kapitalanlagerisiken, so dass mögliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage begrenzt werden können. Voraussetzung dafür ist die Annahme, dass das Finanzsystem insgesamt stabil bleibt und sich keine allgemeine Systemkrise entwickelt. BeteiligungsrisikoDa die Generali Deutschland AG durch Ergebnisabführungsverträge und Dividendenzahlungen unmittelbar an der geschäftlichen Entwicklung und den Risiken von Tochtergesellschaften beteiligt ist, ist sie dem Risiko ausgesetzt, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Tochterunternehmen reduzieren. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass annähernd drei Viertel der Prämieneinnahmen aus dem Segment Leben/Kranken und rd. ein Viertel aus dem Segment Komposit stammen. Negative geschäftliche Entwicklungen in den Tochtergesellschaften können zudem Abschreibungsbedarf auf die Beteiligungsbuchwerte bei der Generali Deutschland AG auslösen. Zur Analyse möglicher negativer Auswirkungen auf Beteiligungswerte werden für große, strategisch relevante und aktiv Neugeschäft betreibende Versicherungsunternehmen der Generali in Deutschland Sensitivitätsberechnungen durchgeführt. Hierbei werden wesentliche Einflussgrößen der Unternehmenswerte hinsichtlich der zu erwartenden Überschüsse und Kapitalkosten sowie nachhaltig erzielbaren Kapitalmarktrenditen positiv wie negativ variiert, miteinander kombiniert und die Auswirkung auf den jeweiligen Unternehmenswert ermittelt. Im Rahmen dieser Analyse wurden je Versicherungsunternehmen die Auswirkungen auf die Beteiligungswerte untersucht. Die Analyse zeigte, dass bei negativen Entwicklungen der Risikotreiber Wertkorrekturen bei einem Personen- und einem Sachversicherer nicht vollständig auszuschließen wären. Die Ausschüttungssperre für Dividenden bei Lebensversicherungsunternehmen ist in § 139 Abs. 2 und Abs. 4 VAG geregelt. Hiervon ist die Generali Deutschland AG als Mutterunternehmen nicht betroffen, da Gewinnabführungsverträge mit den wichtigsten Tochterunternehmen bestehen. Die Gewinnabführung wird von § 139 Abs. 2 VAG nicht berührt, da im Falle eines negativen Ergebnisses des Tochterunternehmens auch eine Verlustübernahme durch die Generali Deutschland AG erfolgen muss. AktienkursrisikoDas Aktienkursrisiko bezeichnet die Wertschwankung von Aktien bzw. aktienbasierten Fonds. Dieses Risiko kann als "Volatilität" (= Schwankungsbreite der Aktienkurse) ausgedrückt werden. Mit Blick auf die Generali Deutschland AG ist das Aktienexposure (ohne Verbundene Unternehmen) insgesamt sehr gering und damit unter Risikogesichtspunkten von geringer Relevanz. Wir beobachten die Entwicklung der Aktienmärkte kontinuierlich, um auf Veränderungen im Markt angemessen reagieren zu können. ZinsänderungsrisikoDas Zinsänderungsrisiko bezeichnet das Risiko nicht gleichartiger Wertveränderungen von zinssensitiven Aktiv- und Passivpositionen. Ursache ist die unterschiedliche Duration von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Belastungen der Generali Deutschland AG sind bei einem weiteren Zinsanstieg im Wesentlichen durch einen Rückgang der Marktwerte und Reserven der festverzinslichen Positionen bei den Tochterunternehmen determiniert, ohne dass die Risikotragfähigkeit in bestandsgefährdender Art und Weise beeinträchtigt würde. Das wirtschaftliche Umfeld und die Zinsentwicklung lassen erwarten, dass die langjährige Phase sehr niedriger und negativer Zinsen beendet ist. Für den Fall einer Rückkehr der Inflationsraten Richtung EZB-Korridor lässt sich allerdings ein erneuter Eintritt in eine Niedrigzinsphase mit den damit einhergehenden negativen Auswirkungen einer rückläufigen Kapitalanlagerendite auf die Unternehmen nicht vollständig ausschließen. Zur Früherkennung möglicher Konsequenzen aus Schwankungen von Marktpreisen werden unter anderem auch Stresstests verwendet. Diese simulieren beispielsweise die Veränderung der Marktwerte von festverzinslichen Wertpapieren bei einer Veränderung der jeweiligen Zinsstrukturkurve um +/- 20 sowie +/-50 und +/- 100 Basispunkte (BP) im Vorjahr: ZinsveränderungMarktwerte zinssensitiver Kapitalanlagen
Die Rentenmärkte werden kontinuierlich beobachtet, um zeitnah angemessene Maßnahmen ergreifen zu können. ImmobilienrisikoIm Bereich der Immobilienanlagen verfolgen wir eine auf laufende Erträge ausgerichtete Strategie. Das Immobilienportfolio der Generali Deutschland AG besteht aus konzern- und fremdgenutzten Immobilien. Aufgrund des vergleichsweise geringen Volumens der Immobilieninvestments sind Immobilienrisiken in unserer Gesellschaft sowie bei den meisten Konzerngesellschaften nur von untergeordneter Bedeutung. WährungsrisikoIm Vergleich zu den auf Euro lautenden Kapitalanlagen ist unser Fremdwährungsexposure von deutlich untergeordneter Bedeutung. Es wird zudem aktiv überwacht und gesteuert, so dass hieraus keine materielle Risikoposition resultiert. Die Steuerung des Risikos aus Fremdwährung besteht im Wesentlichen in der permanenten Sicherung des überwiegenden Teils dieses Risikos aus Devisentermingeschäften. KonzentrationsrisikoDas Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen einzelne oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotenzial haben. Diese können in der Kapitalanlage, im Vertrieb, in der Versicherungstechnik oder in Form von Aktiv-/Passivkonzentration auftreten. Aufbauend auf dem Konzerngeschäftsmodell richten sich die Konzernunternehmen der Generali in Deutschland auf das Erstversicherungsgeschäft mit Privatkunden sowie kleinen und mittleren Unternehmen aus. Eine wesentliche Einzelsparte der Schaden-/Unfallversicherung in der Generali in Deutschland ist die Kfz-Versicherung. Daneben zeichnen wir selektiv Industrierisiken, die jedoch durch eine geeignete gruppeninterne Rückversicherungsdeckung keine Nettobelastung für die Generali in Deutschland darstellen. Für die Versicherungsunternehmen des deutschen Konzerns fungiert die Generali Deutschland AG als Gruppenrückversicherer, um Diversifikationseffekte der einzelnen Erstversicherungs-Portfolien zu nutzen und unternehmensübergreifende Kumule zu steuern. Durch entsprechend große und diversifizierte Portfolien existieren keine erhöhten Exponierungen gegenüber einzelnen Kunden. Die für die Generali in Deutschland erforderliche Retrozession kaufen wir auf der Basis konsolidierter Portfolien unserer Erstversicherer bei entsprechend wenigen Marktteilnehmern mit entsprechend gutem Rating ein, einschließlich der Assicurazioni Generali S.p.A., in der Schaden- und Unfallversicherung ausschließlich bei der Assicurazioni Generali S.p.A. Die Produkte der Generali Deutschland Versicherungen sind exklusiv bei der Deutschen Vermögensberatung Unternehmensgruppe erhältlich. Insgesamt wird das entsprechende Konzentrationsrisiko der Generali in Deutschland dadurch vermindert, dass das Vertriebsmodell auf insgesamt drei Säulen basiert: Neben der langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft mit der DVAG treiben wir im Rahmen einer nachhaltigen Wachstumsstrategie sowohl die weitere Entwicklung des digitalen Vertriebskanals als auch die Fortführung des Maklergeschäfts voran. Dem Konzentrationsrisiko auf der Aktivseite treten wir aufgrund der breiten Mischung und Streuung unserer Anlagebestände entgegen. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines Ausfalls oder aufgrund einer Veränderung der Bonität oder der Bewertung der Bonität, Credit Spreads von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber denen das Unternehmen Forderungen hat. KapitalanlagenDer insgesamt starke und von hoher Volatilität geprägte Zinsanstieg der letzten beiden Jahre führt bei einem Großteil der Zinstitel im Durchschnitt zu einer Umkehr der Bestandsbewertung von stillen Reserven zu stillen Lasten. Mit Bezug auf die Wieder- und Neuanlage ist jedoch eine erneute deutliche Verbesserung der Konditionen im Vorjahresvergleich festzustellen. Zur weiteren Stabilisierung der Neuanlagerendite setzen wir den moderaten Ausbau alternativer und auch globaler Anlagen fort. Insgesamt ist die Kreditqualität der Kapitalanlagen in 2023 weitestgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Konzerngesellschaften orientieren sich bei der Neuanlage von Kapitalanlagen am Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht und unter Einbezug einer Adäquanz zu den vorhandenen Eigenmitteln. Der Anlageschwerpunkt liegt weiterhin auf Staatsanleihen sowie auf europäischen Unternehmensanleihen. Unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einer Systemkrise kommt und aufgrund unseres aktiven Risikomanagements sowie unter Berücksichtigung der Diversifikationsgrade unserer Investmentportfolien, sehen wir allein in Bezug auf das Kreditrisiko keine Gefährdung unserer Risikotragfähigkeit. Wir überwachen und managen unsere Kreditrisiken mittels eigenem Creditresearch sowie einer sehr engen Überwachung und Kontrolle aller Bestände, um jederzeit unsere Verbindlichkeiten vollständig und fristgerecht begleichen zu können. Durch die von uns verfolgte Kapitalanlagepolitik und unter Berücksichtigung der Ergebnisse unseres Internen Modells sehen wir zusammenfassend derzeit keine Kapitalanlagerisiken, welche die Risikotragfähigkeit in bestandsgefährdender Art und Weise beeinträchtigen würden. Nichtsdestotrotz bedeuten die Zinssteigerungen eine Belastung der Marktwerte und Reserven festverzinslicher Positionen. RückversicherungsforderungenDa sich die Generali Deutschland AG in der aktiven Rückversicherung weitgehend auf das von anderen Konzernunternehmen abgegebene Rückversicherungsgeschäft beschränkt, ist das Forderungsausfallrisiko gegenüber den Zedenten/Konzernunternehmen grundsätzlich von nachrangiger Bedeutung. Aufgrund ihrer Rolle als zentraler Rückversicherer der Generali in Deutschland sind Kredit- bzw. Forderungsausfallrisiken in der Retrozession jedoch von besonderer Bedeutung für die Generali Deutschland AG. Insbesondere im Geschäft mit langfristiger Abwicklung achten wir auf die finanzielle Solidität der Retrozessionäre. Dabei orientieren wir uns an den Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes sowie an den Hinweisen zur Prüfung der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Rückversicherern und Retrozessionären gemäß BAV-Rundschreiben R 1/97. Bei der Beurteilung unserer Retrozessionäre stützen wir uns zusätzlich auf Einschätzungen international anerkannter Ratingagenturen sowie auf eigene Analysen auf Basis unserer Marktexpertise. Ausstehende Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft mit mehr als 90 Tage zurückliegendem Fälligkeitszeitpunkt bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von 4,2 Mio. €. Gegenüber Rückversicherern sind zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 60,5 Mio. € ausgewiesen worden. Forderung aus dem Rückversicherungsgeschäft an Geschäftspartner nach Ratingklassen *
* Ratingklassen vergleichbar mit Standard and
Poor's
Segmentspezifisches RisikoZur Überwachung der segmentspezifischen Risiken überprüfen wir fortlaufend Risikoverläufe sowie die Rechnungsgrundlagen der Beiträge und versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Aktuariate der Konzernunternehmen gewährleisten die sachgerechte Tarifierung der Produkte, bestimmen angemessene versicherungstechnische Rückstellungen und beachten dabei die internen Zeichnungsrichtlinien und gesetzlichen Vorgaben. Um Risiken neuer Produkte vorab auf ihre Auswirkung auf das Gesamtrisikoprofil zu untersuchen, wurde in der Generali Gruppe der Product Approval Process (PAP) etabliert. Trotz risikoadäquater Steuerung des Versicherungsgeschäfts können weitere ungeplante Risiken auftreten, die wir erkennen und begrenzen müssen. Darunter fallen unter anderem Risiken aus Kumulereignissen und Katastrophenschäden, die - soweit sie nicht über das Kollektiv ausgeglichen werden können - durch Rückversicherung abgedeckt werden. Grundsätzlich stellt die nicht-proportionale Rückversicherung mit adäquaten Kapazitäten eine wichtige Entlastung zur Risikosteuerung für die Konzernunternehmen dar. Segmentspezifische Risiken im Rahmen des RückversicherungsgeschäftsDie segmentspezifischen versicherungstechnischen Risiken der Generali Deutschland AG resultieren aus ihrer Rolle als aktiver Rückversicherer der Konzernunternehmen. Diese umfassen für den Bereich der Schaden- und Unfallversicherung in erster Linie das Prämien- und Reservierungsrisiko, im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung das Tarifierungsrisiko inklusive biometrischer Risiken, insbesondere Berufs-/Erwerbsunfähigkeit. Für diese Risiken greifen die für das Bruttogeschäft geltenden Maßnahmen auch bezüglich der übernommenen Rückversicherung. Wir betreiben im Wesentlichen die passive Rückversicherung, indem wir Rückversicherungsschutz für die Unternehmen der Generali in Deutschland im freien Markt bei gut gerateten Marktteilnehmern - in der Schaden- und Unfallversicherung nahezu vollständig bei der Assicurazioni Generali S.p.A. - einkaufen. Als aktiver Rückversicherer treten wir nahezu ausschließlich als zentraler Rückversicherer und Risikoträger gegenüber unseren Tochtergesellschaften auf. Die segmentspezifischen Risiken werden durch die Nutzung zahlreicher interner und externer Mechanismen und Funktionen gesteuert. Zur Beurteilung der Angemessenheit von Prämien, zur Festlegung adäquater versicherungstechnischer Rückstellungen, zur Bewertung und Steuerung des Exposures sowie zur Kumulkontrolle werden der aktuarielle Service unserer professionellen Rückversicherungspartner und anderer externer Experten sowie eigene aktuarielle Analysen und Szenarioberechnungen eingesetzt. Ein weiteres wesentliches Instrument der Risikobegrenzung ist für uns die Retrozession. Das von uns übernommene Geschäft verbleibt nicht vollständig im Selbstbehalt, sondern wird nach Bedarf retrozediert. Dies gilt insbesondere für groß- und kumulschadenexponierte Risiken. Das Instrument der Retrozession im Bereich der Katastrophenschäden aus Elementargefahren wird so eingesetzt, dass wir bei Groß- bzw. Größtschäden weitestgehend komplett entlastet werden und der bewusst gewählte Selbstbehalt nicht überschritten wird. Grundsätzlich sind jedoch Szenarien mit einer hohen Frequenz von Katastrophenschäden innerhalb eines Jahres vorstellbar, die zu einer erhöhten Belastung führen können. Unsere Schadenquoten für eigene Rechnung entwickelten sich im Zeitraum von 2014 bis 2023 wie folgt: Schadenquoten (f.e.R.) *[IN PROZENT]
* Netto-Schadenaufwendungen im Verhältnis
zu den verdienten Nettobeiträgen
Die Nettoschadenquote in 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der Rückgang resultiert aus dem Segment Leben. Hier kam es zu einem Rückgang des Nettoschadenaufwandes und der verdienten Nettobeiträge aufgrund der Auflösung einer Geschäftsbeziehung. In den Segmenten Komposit und Kranken kam es zu einem Anstieg der Nettoschadenquoten. Der Anstieg im Segment Komposit ergibt sich durch eine höhere Belastung des Schadenaufwandes aus den proportionalen Abgaben der Konzernunternehmen. Im kleinvolumigen Segment Kranken kam es zu einem Anstieg des Nettoschadenaufwandes bei annähernd gleich gebliebenen verdienten Nettobeiträgen. Das Abwicklungsergebnis aus der Rückstellung für Versicherungsfälle entwickelte sich im dargestellten Zeitraum wie folgt: Abwicklungsquote der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle am 1.1. des Jahres * :[IN PROZENT]
Der Rückgang beim Abwicklungsergebnis, das nur für das Segment Komposit eine Rolle spielt, ist im Wesentlichen auf die proportionalen Verträge im aktiven Geschäft zurückzuführen, welches von den Konzernunternehmen gezeichnet wird und bewegt sich beim Absolutwert annähernd auf Höhe des Vorjahreswertes. Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder aber externen Vorfällen. Das operationelle Risiko umfasst zudem Rechtsrisiken, nach unserer Definition jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Operationelle Risiken sind ein unvermeidlicher Bestandteil der täglichen Geschäftstätigkeit. Dementsprechend wird mittels eines zweistufigen Verfahrens das Risikoprofil der Gesellschaft im Hinblick auf operationelle Risiken erfasst:
Des Weiteren wurde die systematische und zeitnahe Erfassung von Verlustereignissen (sog. Loss Data Collection) in 2023 weiterentwickelt. Eine zentralisierte Bewertung der Datenbasis hilft, zielgerichtet Risikovermeidungs- bzw. Risikominderungsmaßnahmen einzurichten. Unabhängig davon findet in Bezug auf die operationellen Risiken und die Ergebnisse der Risikoinventur stets eine ganzheitliche Betrachtung aller Risiken statt. D.h. Risiken, die in der Risikoinventur als besonders hoch eingeschätzt werden, wie z.B. Unzureichende Datensicherheit/Cyber-Attacken werden auch im Bereich der operationellen Risiken entsprechend hoch bewertet und im Hinblick auf das Risikoprofil professionell gemanagt. Rechtliche RisikenGesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorgaben können erhebliche Auswirkungen auf unser Unternehmen haben. Wir beobachten kontinuierlich die aktuelle Rechtsprechung und Gesetzgebung auf nationaler und europäischer Ebene. Dadurch ist es uns möglich, die Rechtsrisiken zu steuern. Das Rechtsmonitoring, unterstützt durch eine aktive Verbands- und Gremienarbeit, erfolgt sowohl durch die einzelnen Fachbereiche auf Unternehmensebene als auch fachbereichsübergreifend, insbesondere durch die Bereiche General Counsel, Compliance, Steuern, Rechnungswesen und Datenschutz. Darüber hinaus sind die Vorstände bzw. Geschäftsführer und Mitarbeiter an einen Code of Conduct gebunden, der verbindliche Verhaltensregeln statuiert und damit die Grundlage für eine korrekte Geschäftstätigkeit zur Wahrung der Integrität der Generali in Deutschland bildet. Konkret sehen wir aktuell Rechtsrisiken aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) zu Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Policen- und Antragsmodell. Policenmodell /§ 5a VVG a.F. /Antragsmodell § 8 VVG a.F.Für die Lebensversicherer der Generali in Deutschland ergeben sich Risiken aus der Rechtsprechung des BGH zu Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Policen- bzw. Antragsmodell; dies erhöht das Beteiligungsrisiko. Darüber hinaus hat der BGH am 17. Dezember 2014 entschieden, dass § 8 Abs. 4 Satz 4 und § 8 Abs. 5 Satz 4 VVG a.F. (Erlöschen des Rücktrittsrechts im Antragsmodell ein Monat nach Zahlung der ersten Prämie) richtlinienkonform einschränkend dahingehend auszulegen sind, dass diese Regelungen im Bereich der Lebens- und Rentenversicherung und der Zusatzversicherung zur Lebensversicherung nicht anwendbar sind. Infolge der unwirksamen Ausschlussfrist bei nicht ordnungsgemäßer Belehrung ist bei Rücktritt das Versicherungsverhältnis rückabzuwickeln. Gemäß BGH-Entscheidung kann für das Rücktrittsrecht nach dem Antragsmodell nichts anderes gelten als für das Widerspruchsrecht nach dem Policenmodell, falls der Versicherungsnehmer nicht ordnungsgemäß belehrt bzw. informiert wurde. Wann eine Belehrung nach dem Policenmodell bzw. Antragsmodell als fehlerhaft bzw. eine Verbraucherinformation als unzureichend anzusehen ist bzw. wann ein Widerspruchsrecht trotz unzureichender Belehrung wiederum verwirkt ist, wird von der Rechtsprechung nicht einheitlich beurteilt. Da die in der Vergangenheit verwendeten Belehrungstexte und Gestaltungen sowie die Umstände, aus denen sich eine Verwirkung ergeben könnte, variieren, variiert das Rückabwicklungsrisiko ebenfalls in Abhängigkeit des jeweiligen zugrundeliegenden vertragsabhängigen Abschlussverfahrens. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir aufgrund dieses rechtlichen Risikos erstmalig eine Rückstellung gebildet und deren Angemessenheit nach dem Ausgang der Verfassungsbeschwerden fortlaufend unter Berücksichtigung der Entwicklung der geltend gemachten Ansprüche überprüft. Im Berichtsjahr konnte gegenüber dem Vorjahr in Bezug auf die eingelegten Widersprüche zur Durchsetzung von Rückabwicklungsansprüchen eine leicht sinkende Tendenz festgestellt werden. Durch ein entsprechendes Monitoring wird die weitere Entwicklung dieses Trends beobachtet und in den Folgejahren in unserer aktuellen Risikovorsorge entsprechend berücksichtigt. Risiken aus Stör- und NotfällenSchwerwiegende Ereignisse wie der Ausfall von Mitarbeitern, Gebäuden, kritischen Dienstleistern sowie der IT-Systeme können wesentliche operative Geschäftsprozesse oder die Reputation unseres Unternehmens gefährden. Im Rahmen unserer IT-Notfallplanung treffen wir Vorsorge für Störfälle, Notfälle und Krisen, welche die Aufrechterhaltung unserer wichtigsten Unternehmensprozesse und -systeme gefährden können. Im Rahmen unseres Business Continuity Managements (BCM) nutzen wir für einen möglichen Gebäudeausfall vorhandene mobile Arbeitsplätze oder legen Ausweichlokationen sowie Strategien und Pläne für einen übermäßigen Ausfall des Personals fest und bestimmen die Wiederanlaufzeiten geschäftskritischer Prozesse, einschließlich der Prozesse, die an dienstleistende Unternehmen ausgelagert sind. Ziel der IT-Notfallplanung ist es, die Geschäftstätigkeit mit Hilfe von definierten Verfahren aufrechtzuerhalten und Personen, Sachwerte sowie Vermögen zu schützen. Welche organisatorischen und technischen Maßnahmen in einem IT-Notfall unternommen werden, um die Verfügbarkeit der kritischen Services sicherzustellen, ist in einem "Disaster Recovery Plan" (kurz DRP) beschrieben. Der DRP unterstützt die Steuerung und Handhabung unerwarteter Ereignisse, die von einer solchen Tragweite sind, dass sie außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. Im Jahr 2023 wurden die Prozesse und Maßnahmen aus dem BCM auf Basis der durch jedes Versicherungsunternehmen bearbeiteten Business Impact Analyse aktualisiert. Sämtliche BC-Pläne (Wiederanlaufpläne, Notfallpläne) entsprechen somit dem Status Quo. Der Prozess "Continuity Management" wurde im Rahmen der International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3402 Prüfung extern geprüft und ohne Auffälligkeiten positiv bewertet. Unsere Verfahren haben wir zudem mit Blick auf mögliche regulatorische Lücken in Bezug auf die im Januar 2025 in Kraft tretende Digital Operational Resilience Act (DORA)-Verordnung untersucht. Im April 2023 wurde bei einem umfassenden zweitägigen Notfalltest der IT-Notbetrieb mit Beteiligung von etwa 250 Kolleginnen und Kollegen aus den Geschäftsbereichen und der IT der Generali in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Bei diesem IT-Notfalltest wurde die Außerbetriebnahme eines Rechenzentrums simuliert und die Bereitstellung von kritischen IT-Services ausschließlich aus dem Ausweichrechenzentrum intensiv getestet. Der erfolgreiche Notfalltest konnte den störungsfreien Betrieb der Anwendungssysteme im Notbetrieb verifizieren, wodurch die Angemessenheit und Wirksamkeit der Notfallvorsorge nachgewiesen werden. Risiken zur InformationssicherheitAnforderungen zur Informationssicherheit der Generali in Deutschland werden übergreifend durch die-Funktionseinheit "Chief Information Security Officer" (CISO) gesteuert. Diese ist seit 2022 Bestandteil der ganzheitlich alle Sicherheitsbelange steuernden Organisationseinheit "Chief Security Officer" (CSO). Diese Organisationseinheit regelt für alle Unternehmen der Generali in Deutschland die zentralen Vorgaben, Methoden und deren Durchführung im Bereich Sicherheit und umfasst die Teilbereiche Informationssicherheit, physische- und Unternehmenssicherheit sowie Management von Identitäten und Berechtigungen. Die IT-Abteilung der Generali Deutschland AG und, soweit es sich um IT-Infrastruktur handelt, die Generali Operations Service Platform S.r.l. (GOSP), sind für alle Aufgaben im Bereich IT-Systeme der Generali in Deutschland im Rahmen der Auftragsverarbeitung zuständig. Der in der IT-Abteilung angesiedelte Bereich der operativen IT-Sicherheit steuert und setzt die Anforderungen des CISO zur Informationssicherheit in der IT um. Identifizierte Risiken fließen in das Risikomanagementsystem der Generali in Deutschland ein. Hierdurch ist gewährleistet, dass effiziente und effektive Instrumente, um Informationssicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern, eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2023 konnte im Bereich der Generali in Deutschland eine zu den Vorjahren vergleichbare Anzahl an Sicherheitsvorfällen festgestellt werden. Insbesondere die hohe Anzahl an bekannten Schwachstellen in genutzten Softwareprodukten und die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die IT-Supply-Chain sowie die große Anzahl und die Kombination von verfügbaren Angriffsmethoden (z.B. Ransomware, DDoS, Identitätsdiebstahl, Phishing etc.) bedeuten eine hohe Gefährdung auch für die Generali in Deutschland. Direkte Angriffe mit Schad-Software wurden zeitnah erkannt und erfolgreich abgewehrt. Generell konnten in 2023 die ergriffenen Maßnahmen zum Schutz vor Computerviren, Cyber-Attacken und Hacker-Angriffen sowie zur Erkennung und Beseitigung von Schwachstellen und Angriffen, Störungen mit nennenswerten Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb verhindern. Die steigende Anzahl von Cyber-Attacken (inkl. der unentdeckten Cyberexponierung, dem sog. Silent Cyber) stellt ein branchenweites Risiko in den heute stark vernetzten Informationssystemen sowie den digitalen Portalen dar. Wir sind uns dessen bewusst und begegnen diesem Risiko mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit. Maßnahmen zur Verbesserung der Risikosituation in der InformationssicherheitDer CISO initiiert und verfolgt, in enger Abstimmung mit den Geschäftsleitungen der Generali in Deutschland, dem Datenschutzbeauftragten, der IT, den Informationseigentümern und weiteren Stakeholdern geeignete Maßnahmen, um die Informationssicherheit mittel- und langfristig zu gewährleisten. Hierzu zählt insbesondere die Unterstützung des gruppenweiten, in 2022 gestarteten Security Strategic-Program (SSP), das Initiativen zur digitalen Transformation durch angemessene und sichere digitale Verfahren unterstützen und die Widerstandsfähigkeit der IT gegenüber Cyber-Angriffen verbessern soll. Weitere Schwerpunkte der Verbesserungsmaßnahmen in 2023 waren u.a. die Erstellung und Abstimmung eines zentralen Sollmaßnahmenkatalogs mit abstrakten Sicherheitsanforderungen, strukturiert nach ISO 27001 und abgeleitet aus den bestehenden Vorgaben der Assicurazioni Generali S.p.A. Anfang 2023 wurde durch Ernst & Young die alle zwei Jahre fällige Prüfung gemäß IT-Sicherheitsgesetz für die als kritische Infrastruktur (KRITIS) klassifizierten Gesellschaften Generali Deutschland Krankenversicherung AG und Generali Deutschland Versicherung AG durchgeführt. Die Ergebnisse der Überprüfung der auf ISO 27001 beruhenden Risk Control Matrix weisen gemäß Ernst & Young im Vergleich mit weiteren KRITIS-Betreibern einen hohen Reifegrad der Informationssicherheit auf. Für die in der Prüfung identifizierten Mängel wurden Maßnahmen zur Beseitigung eingeleitet. BetrugsrisikoWie alle Wirtschaftsunternehmen unterliegen wir der Gefahr, durch interne sowie externe wirtschaftskriminelle Handlungen Vermögens- und Reputationsverluste zu erleiden. Um einer nachhaltigen Schädigung des Unternehmens präventiv entgegenwirken und betrügerische Handlungen aufklären zu können, entwickeln wir unser diesbezügliches internes Kontrollsystem kontinuierlich fort. Zudem haben wir die Anstrengungen weiter verstärkt, mögliche Betrugsversuche durch Externe zu erkennen und zu verhindern, unter anderem durch den Ausbau eines spartenübergreifenden Informations- und Know-how-Transfers auf anonymisierter Basis sowie der Einrichtung eines Anti-Fraud-Management-Arbeitskreises. Sonstige RisikenLiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, insbesondere aus den Rückversicherungsverträgen und aus Großschadenereignissen nicht zeitgerecht oder nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch eine konzernweite und unternehmensindividuelle, unterjährige sowie mehrjährige Liquiditätsplanung. Dabei verfolgen wir das Ziel, die vorhandene Liquidität an den Verpflichtungen unseres Unternehmens auszurichten, um jederzeit die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Zahlungsverpflichtungen leiten wir aus bekannten Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden sowie aus typischen Abwicklungsmustern der Rückstellungen ab, um so die Fälligkeitsstruktur der Kapitalanlagen und die Geldmittel an den Liquiditätsbedarfen auszurichten. Obwohl wir die zukünftigen Leistungs- und Schadenzahlungen gut prognostizieren können, ist es dennoch nicht möglich, die Höhe und den Zeitpunkt dieser Zahlungen mit Sicherheit vorherzusagen. Aufgrund dieses Restrisikos haben wir unsere Kapitalanlagen konservativ mit dem Fokus auf hohe Liquidität und Qualität ausgerichtet. Die sich verändernden Rahmenbedingungen im Hinblick auf ansteigende Zinsen sowie dem Rückgang von stillen Reserven werden im Rahmen eines Liquidity-Risiko-Modells beleuchtet. Somit verfügen wir über zusätzliche Frühwarnindikatoren im Hinblick auf unseren Liquiditätsbedarf und der möglichen Generierung von Liquidität aus den Kapitalanlagen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass wir im Rahmen der engen aufsichtsrechtlichen Restriktionen Liquidität auch über den zentralen Cash-Pool des Assicurazioni Generali Konzerns erhalten können. Wir gehen davon aus, dass wir diese Alternative aufgrund der o.g. eigenen Maßnahmen und aufgrund unserer Geschäftsstruktur zu keinem Zeitpunkt benötigen werden. Sie stellt aber ein zusätzliches Sicherheitsnetz für Extremsituationen dar. Um die Beziehungen zum stärksten Vertriebspartner, der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), zu festigen, wurde zugesagt, auf entsprechende Aufforderung hin nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarung Anteile an der Deutschen Vermögensberatung AG zu erwerben oder durch einen von uns benannten Dritten erwerben zu lassen. Das Risiko im Falle der Aufforderung zur Übernahme besteht insbesondere in einer Liquiditätsbelastung. Das grundsätzliche Vorgehen hat sich auch im Jahr 2023 nicht verändert. Wir konnten durchgängig in 2023 eine stabile Liquiditätsposition darstellen. Die Veräußerung von Kapitalanlagen - zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen - bewegte sich im üblichen Rahmen und musste zu keiner Zeit ad-hoc erfolgen. Strategisches RisikoStrategische Risiken entstehen, wenn sich Veränderungen im Unternehmensumfeld (inklusive Gesetzesänderung und Rechtsprechung) und/oder interne Entscheidungen nachteilig auf die zukünftige Wettbewerbsposition des Unternehmens oder der Generali in Deutschland auswirken können. Durch die vierteljährliche Berichterstattung unterliegen diese Risiken ebenfalls der Beobachtung unseres Risikomanagements. Herausforderungen in der BrancheDie aktuellen Herausforderungen in der Versicherungsbranche
haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und das Geschäftsmodell unserer Gesellschaft. Die mittelfristige Strategie "Generali Deutschland Lifetime Partner 24" der Generali in Deutschland umfasst das übergeordnete Ziel, Lifetime Partner für Kunden und Vertriebspartner zu sein. Basierend auf der internationalen Strategie der Assicurazioni Generali für die Jahre 2022-2024 wurden folgende Ziele definiert:
Neben der beschriebenen Strategie sind diverse Projekte zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen eingerichtet (z.B. IFRS 9/17, VAIT), die ebenfalls zusätzliche Umsetzungskapazitäten (insb. IT-Kapazitäten) benötigen. Vor diesem Hintergrund der zunehmenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurde ein stringentes Multi-Projektmanagement inkl. sinnvoller Priorisierung und enger Begleitung durch das Top-Management etabliert, um nachhaltig die Bereitstellung angemessener Ressourcen sowie die Sicherstellung der operativen Stabilität zu gewährleisten. LebensversicherungIn der Lebensversicherung führen die veränderten Rahmenbedingungen im ökonomischen Umfeld zu großen Veränderungen. Der insgesamt starke aber auch von hoher Unsicherheit geprägte Zinsanstieg entlastet die Finanzierung der Garantien in den Portfolien der Lebensversicherer, führt aber auch zu deutlichen stillen Lasten bei den festverzinslichen Wertpapieren. Diese Entwicklung könnte mittelfristig nachhaltig Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und das Geschäftsmodell der gesamten Branche haben. Wir sehen im Bestands- und Neugeschäft die aktuelle Zinssituation und ihre Bedeutung für die gegebenen Garantien als strategisches Risiko, insbesondere weil die Entwicklung an den Kapitalmärkten durch geo- und wirtschaftspolitische Unsicherheit und hohe Inflationsraten aktuell nur schwer vorhersehbar ist. Die Lebensversicherer der Generali in Deutschland sind durch unterschiedliche Versicherungsbestände charakterisiert. Insbesondere die Lebensversicherer mit Fokus auf Absicherung biometrischer Risiken sowie auf die fondsgebundene Lebensversicherung sind in einer guten Position, da sich ihr Rohüberschuss aus hohen Anteilen biometrischer Bestandteile zusammensetzt bzw. das Anlagerisiko nicht vom Versicherungsunternehmen getragen wird. Nach Zustimmung der BaFin und der zuständigen deutschen Kartellbehörden hat die Generali Deutschland AG die Generali Deutschland Pensionskasse AG an die Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG im Dezember 2023 verkauft. Mit dieser Transaktion setzt die Generali in Deutschland ihren eingeschlagenen Weg weiter fort, das Lebensversicherungsportfolio konsequent auf Produkte mit weniger Kapitalbindung auszurichten und es gegen volatile Marktbedingungen abzusichern. Wie in den Vorjahren haben wir im Geschäftsjahr 2023 bei den Lebensversicherern der Generali in Deutschland eine Zinszusatzreserve (ZZR) gebildet. Aufgrund der seit 2018 geltenden Korridormethode entspricht der Referenzzinssatz in Höhe von 1,57% dem des Vorjahres. Unter Berücksichtigung der Bestandsstruktur ist es dementsprechend Ende des Jahres zu einem Abbau der ZZR gekommen, was eine deutliche Entlastung der Lebensversicherer bedeutet und somit zur Stärkung der Finanzstabilität führt. KrankenversicherungEin strategisches Risiko besteht für die PKV grundsätzlich aufgrund von sich ändernden rechtlichen Rahmenbedingungen - Gesundheitsreformen können zu politischen Eingriffen in das Geschäftsmodell der PKV führen. Diese gegebenenfalls grundlegenden und für das Geschäftsmodell existenziellen Eingriffe stellen potenzielle neue Herausforderungen für die Branche dar. Um diesen Risiken zu begegnen, engagieren wir uns gemeinsam mit dem PKV-Verband in den politischen Diskussionen für tragfähige und zukunftsgerichtete Lösungen. Der BGH hat in mittlerweile ständiger Rechtsprechung seit den Grundsatzurteilen vom 16. Dezember 2020 klargestellt, dass der Versicherer in den Begründungsschreiben zur Beitragsanpassung (BAP) die Rechnungsgrundlage konkret benennen muss, die zur Beitragsanpassung geführt hat. Eine allgemein gehaltene Begründung, die nicht auf die konkrete Beitragsanpassung Bezug nehme, sei hingegen nicht ausreichend. Allerdings würde eine etwaig unzureichende Begründung durch die nächste ordnungsgemäß begründete BAP für die Zukunft geheilt. Die weitere Entwicklung der Rechtsprechung zu einzelnen, noch nicht final geklärten Einzelfragen, die auch das Bestehen etwaiger Rückforderungsansprüche der Versicherungsnehmer dem Grunde und der Höhe nach betreffen, ist weiter zu beobachten. Etwaigen sich hieraus ergebenden Risiken bezüglich der durch die Generali Deutschland Krankenversicherung AG verwendeten BAP-Schreiben wurde durch eine entsprechende Rückstellungsbildung Rechnung getragen. KompositversicherungDie Inflation ist im Vergleich zum sehr hohen Niveau des Vorjahres gesunken, ist aber noch auf einem relativ hohen Niveau verglichen mit den Jahren zuvor. Es wird ein weiterer Rückgang der Inflation erwartet, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Schadendurchschnitte. Mehrere kleine und mittelgroße Naturereignisse belasteten in diesem Jahr den Schadenaufwand insbesondere in der Kfz-Voll- und Teilkaskoversicherung. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, einen Imageschaden bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären sowie Aufsichtsbehörden und dadurch potenzielle Verluste zu erleiden. Die Produkt- und Unternehmensratings der Unternehmen der Generali in Deutschland, die gezielte Kundenkommunikation und unser aktives Reputationsmanagement sind dabei entscheidende Faktoren, um Imageschäden für die Generali in Deutschland präventiv entgegenzutreten. Da theoretisch jede Aktivität eines Unternehmens der Generali in Deutschland zu Reputationsverlusten führen kann und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risikokategorien bestehen, ist ein aktives Reputationsmanagement von großer Bedeutung. Die Kommunikationseinheit der Generali in Deutschland beobachtet intensiv sämtliche Aktivitäten der Generali in Deutschland im Hinblick auf mögliche Reputationsrisiken. Ziel ist es, Reputation und Image gegenüber allen relevanten Anspruchsgruppen kontinuierlich auszubauen. Im Rahmen des o.g. aktiven Reputationsmanagements wurde ein klares Kommunikationskonzept mit fokussierten Botschaften an alle relevanten Zielegruppen eingerichtet. Das Risiko wird zudem hinsichtlich des Aspekts des Klimawandels und dem Risiko des sog. "Greenwashing" innerhalb des qualitativen Risikomanagementsystems laufend überwacht. Ansteckungsrisiko und Emerging RiskDas Ansteckungsrisiko umfasst das Risiko, das sich von anderen Risikokategorien in einer Konzerngesellschaft ableitet und auf die Unternehmen der Generali in Deutschland ausbreiten kann. Darüber hinaus können auch durch externe Einflüsse Ansteckungsrisiken entstehen (Branchenrisiko). Emerging Risks beziehen sich dagegen auf neue Risiken infolge von Veränderungen des internen oder externen Umfelds. Wesentliche Treiber der sich ändernden Risikolandschaft umfassen neue wirtschaftliche, technologische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ökologische Entwicklungen; die wachsenden Interdependenzen zwischen diesen Bereichen können darüber hinaus zu einer verstärkten Anhäufung von Risiken führen. Risiken dieser Art können zu einem Anstieg der Risikoexponierung bereits definierter Risikoarten führen oder die Definition neuer Risikokategorien erfordern. Ein besonderes Augenmerk soll auf sogenannte ESG-Faktoren (Environmental, Social and Governance) gelegt werden, die oft mit Emerging Risks verbunden sind. Hierbei ist anzumerken, dass ESG-Faktoren für mehrere Risikokategorien relevant sind, nicht nur für Emerging Risks. Ansteckungsrisiko und Emerging Risks sind in den Risikomanagementprozess der Generali in Deutschland integriert und werden in den Risikomanagementgremien erörtert. NachhaltigkeitsrisikoDas Nachhaltigkeitsrisiko bezeichnet die Risiken, die auf den - gemäß Del. Reg. (EU) 2021/1256 - definierten Nachhaltigkeitsfaktoren Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung beruhen. Gemäß Del. Reg. (EU) 2021/1256 müssen Versicherungsunternehmen Nachhaltigkeitsrisiken in ihr Risikomanagement und ihren ORSA-Prozess integrieren. Die Nachhaltigkeitsrisiken werden einerseits im Rahmen des qualitativen Risikomanagementprozesses analog zu den Risiken, die nicht explizit quantifiziert werden oder einer weiteren qualitativen Betrachtung bedürfen (Liquiditätsrisiko, strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko und Emerging Risks) berücksichtigt und mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt. Darüber hinaus werden Klimawandelszenarien im ORSA-Prozess quantifiziert. Gesamtsolvabilitätsbedarf und RisikolageDie Solvenzkapitalanforderung für die Generali Deutschland AG wird mithilfe des genehmigten Internen Modells der Assicurazioni Generali S.p.A. berechnet. Ziel unseres etablierten Validierungsprozesses ist es, die Angemessenheit und Verlässlichkeit des Modells und der entsprechenden Modellergebnisse zu bestätigen. Dabei werden auch ökonomische und rechtliche Dimensionen berücksichtigt sowie die Integration des Modells in die Entscheidungs- und Risikomanagementprozesse des Unternehmens. In den Ergebnissen des Internen Modells wird der Gesamtsolvabilitätsbedarf der Generali Deutschland AG in angemessener Weise wiedergegeben. Die vorhandenen Eigenmittel reichten im Geschäftsjahr aus, um den nach dem Internen Modell ermittelten Solvabilitätsbedarf zu decken. Basis sind die bislang im Laufe des Jahres 2023 eingereichten Quantitative Reporting Templates (Berichtsformulare, die von Versicherungsunternehmen regelmäßig an die BaFin zu übermitteln sind). Aktuelle Werte zum Jahresende lagen zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht vor. Das Jahr 2023 war insbesondere geprägt von einem schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld (Ukrainekrieg und Nahostkonflikt). Die damit verbundenen unsicheren und volatilen wirtschaftlichen Rahmenbedingen stellen ein Risikopotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die weitere Geschäftsentwicklung unserer Gesellschaft und der Generali in Deutschland dar. Unsere Kapitalausstattung ist dem Geschäftszweck angemessen, wir verfügen über ausreichende Mittel, um unsere Verpflichtungen erfüllen zu können. Wir verfügen über die notwendigen Instrumentarien, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zeitnah und angemessen zu begegnen. Unser gruppenweit etabliertes Risikomanagementsystem entwickeln wir kontinuierlich weiter. Damit ist es uns möglich, auf veränderte Rahmenbedingungen und adverse Entwicklungen flexibel zu reagieren. Wir überprüfen regelmäßig das Risikoprofil, die Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) sowie die identifizierten Risiken und überwachen die für die Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Mögliche Limitverletzungen analysieren wir, leiten gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ein und kontrollieren ihre Wirksamkeit. Auf dieser Basis werden Vorstand beziehungsweise Geschäftsführung und Aufsichtsorgane regelmäßig über die Risikoexponierung sowie über die eingeleiteten Maßnahmen informiert. Zusammengefasst zeichnet sich aus den zum Bilanzstichtag identifizierten und aktuell bewerteten Risiken auf Basis der bestehenden Anforderungen nach unserer Ansicht aktuell keine Entwicklung ab, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet. Die aktuelle Risikosituation liegt innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Ausblick und Weiterentwicklung des RisikomanagementsDie Generali in Deutschland hat auch im Geschäftsjahr 2023 die ab dem 1. Januar 2016 verbindlich geltenden Anforderungen unter Solvency II umfassend umgesetzt. Notwendige Anpassungen an das Governance-System wurden vorgenommen. In 2023 wurden für das Geschäftsjahr 2022 die im Rahmen der Säule III zu erstellenden Berichte über die Solvabilität und Finanzlage (Solvency and Financial Condition Report, SFCR) sowie die Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde (Regular Supervisory Report, RSR) erstellt. Für die Weiterentwicklung des Risikomanagements im Jahr 2024 konzentrieren wir uns insbesondere auf die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Internen Modells, um unter veränderten Rahmenbedingungen stets eine angemessene Abbildung unseres Risikoprofils zu gewährleisten. AusblickGesamtwirtschaftliche Erwartungen für 2024Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2024 dürfte von weiter fallenden Inflationsraten, den Nachwirkungen der restriktiven Geldpolitik sowie der zinspolitischen Wende der Notenbanken geprägt sein. Positiv zu vermerken ist, dass der globale negative Lagerzyklus im verarbeitenden Gewerbe zum Ende 2023 erste Stabilisierungstendenzen zeigte und damit auch der internationale Handel seinen Tiefpunkt durchschreiten könnte. Jedoch sind kurzfristige Wirtschaftsindikatoren in Deutschland und im Euroraum, wie zum Beispiel die Einkaufsmanager-Indizes, auf sehr niedrigem Niveau und jüngste Verbesserungstendenzen wurden überwiegend von der Dienstleistungskomponente getragen. Deshalb ist zu erwarten, dass sich eine deutlichere Belebung voraussichtlich erst im weiteren Jahresverlauf bemerkbar machen wird. Die Inflationsrate dürfte weiter nachgeben, jedoch sollte es noch nicht zu einem Absinken der Kerninflationsrate unter 2% kommen. Die nachlassende Inflation dürfte es der EZB erlauben, ihre Geldpolitik ab Juni 2024 zu lockern und zwar um kumulativ 100 Basispunkte bis zum Jahresende. Mitte November 2023 hat das Bundesverfassungsgericht den Transfer von Corona-Notmitteln in einen Klimafonds untersagt und damit den Ausgabenspielraum der öffentlichen Hand über mehrere Jahre deutlich eingeschränkt. Wir erwarten deshalb für das Jahr 2024 einen negativen Fiskalimpuls, der das Wachstum belasten wird. Insgesamt gehen wir von einem schmalen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,1% und einer Inflationsrate von 2,5% aus. Für den Euroraum dürften die Zahlen mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 0,6% und einer Inflationsrate von 2,4% etwas besser ausfallen. In den USA sehen wir nach einer überraschenden Widerstandsfähigkeit der Konjunktur im Jahr 2023 im 1. Halbjahr 2024 eine schwächere Wirtschaftsleistung aufgrund des Gegenwinds der straffen Geldpolitik und des Abebbens von Verbraucherersparnissen aus der Zeit der Covid-19-Pandemie. Im 2. Halbjahr 2024 erwarten wir jedoch Erholungstendenzen: Maßgebliche Gründe sind eine weniger restriktive Geldpolitik der Fed, für die wir eine erste Zinssenkung im Mai prognostizieren und eine kumulative Absenkung des Leitzinses in 2024 von 100 Basispunkten. Weitere Gründe sind der widerstandsfähige Arbeitsmarkt, ein wieder stärkerer Konsum angesichts steigender Einkommen bei nachlassender Inflation sowie eine Aufwärtsbewegung im globalen Lagerzyklus. Entwicklung an den FinanzmärktenIm Jahr 2024 dürfte die Entwicklung an den Finanzmärkten wesentlich von weiter rückläufigen Preissteigerungsraten sowie einer geldpolitischen Kursänderung hin zu niedrigeren Leitzinsen bestimmt werden. Geopolitische Unsicherheiten und Risiken sowie der Ausgang verschiedener wichtiger Wahlen, insbesondere die in den USA werden aber ebenfalls das Marktgeschehen bestimmen. Potenziell damit einhergehende Verwerfungen an den Energiemärkten könnten wieder in den Fokus rücken. In dieser Gemengelage dürfte die Volatilität hoch bleiben. Aber die erwartete Aufhellung der globalen Konjunktur verbunden mit dem Beginn des Zinssenkungszyklus gegen Jahresmitte dürfte die Gewinnerwartungen verbessern. Insgesamt rechnen wir für das Jahr 2024 mit einer Aufwärtsentwicklung risikobehafteter Anlagen. An den Märkten für Staatsanleihen erwarten wir im Euroraum einen moderaten Rückgang der Renditen. US-Staatsanleihen sollten sich besser als die im Euroraum entwickeln, da wir die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB als überzogen betrachten. Wir erwarten, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter etwas an Wert verlieren wird. Trotz des herausfordernden Marktes ergeben sich für die Versicherungsbranche weiterhin gute Chancen für eine positive EntwicklungDie angespannte wirtschaftliche Lage wirkt sich auch auf die Versicherungsbranche in Deutschland aus. 2024 dürften Nachholeffekte beim BIP-Wachstum etwas schwächer als erwartet ausfallen. Die Inflation hat in 2023 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht und wichtige Indikatoren deuten auf einen weiter nachlassenden Inflationsdruck hin. Die Branche rechnet mit einem deutlichen Beitragswachstum über alle Sparten hinweg. Der demografische Wandel, die Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften sowie die Digitalisierung führen zu tiefgreifenden Veränderungen am Versicherungsmarkt. Trotz dieses herausfordernden Marktumfelds ergeben sich für die Generali in Deutschland wie auch für die gesamte Versicherungsbranche weiterhin gute Chancen für eine positive Entwicklung, denn diese Entwicklung erhöht zugleich den Absicherungs- und Vorsorgebedarf in der Bevölkerung. So werden zum Beispiel Produkte zur Schließung der Rentenlücken sowie Versicherungsprodukte, die nachhaltiges Verhalten belohnen, stärker nachgefragt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir - abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Lage - im Segment Lebensversicherung ausgehend vom Geschäftsjahr 2023 und unter Berücksichtigung der Abgänge aus dem Versicherungsbestand eine gleichbleibende bis leicht positive Beitragsentwicklung. Dazu gehen wir von einer rückläufigen Inflation, steigenden realen Einkommen und einem insgesamt leichten Wirtschaftswachstum aus, sodass sich das Konsum- und Sparverhalten der privaten Haushalte verbessern dürfte. Damit dürfte auch die Bereitschaft der Verbraucher wieder zunehmen, Lebensversicherungsprodukte abzuschließen. Vor allem erwarten wir eine erhöhte Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten gegen laufenden Beitrag. Denn auch die geplante Reform der Altersvorsorge der Bundesregierung, welche unter anderem eine Stärkung der betrieblichen Altersversorgung (bAV), eine verpflichtende Altersvorsorge für Selbstständige und die Bereitstellung eines staatlich geförderten Nachfolgeproduktes für Riester vorsieht, könnte das Nachfrageverhalten positiv beeinflussen. Den Absicherungsbedarf bei biometrischen Risiken, insbesondere gegen Berufsunfähigkeit, stufen wir weiterhin als stabil ein. Ein eingependeltes, nicht weiter steigendes Zinsniveau sollte zu einer moderaten Nachfrage nach Einmalbeitragsprodukten führen. Bei den Risikoversicherungen erwarten wir einen Nachfrageanstieg, weil sie auch als Absicherung von Immobilienfinanzierungen dienen und die Nachfrage bei stabileren Darlehenskonditionen wachsen dürfte. In der Kompositversicherung erwarten wir für das Jahr 2024 ein insgesamt weiterhin positives Beitragswachstum. Die Beitragsdynamik dürfte vor allem durch inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen getrieben werden, die der Inflation geschuldet und teilweise aufgrund Indexierung unvermeidlich sind. In der Kraftfahrtversicherung könnten sich aufgrund der konjunkturellen Erholung die PKW-Neuzulassungen wieder besser entwickeln und damit zu einer Bestandserhöhung beitragen. Zudem ist von weiteren Beitragsanpassungen zum Ausgleich der aktuellen Kostendynamik bei den Schadenfällen auszugehen. Inwieweit staatlich unterstützte Verkehrsinitiativen, wie beispielsweise das Deutschland-Ticket, die Mobilität und damit die Schadenhäufigkeit beeinflussen, bleibt abzuwarten. In der Sach- und Haftpflichtversicherung wirken sich die Beitragsanpassungsmöglichkeiten ab dem 3. bzw. 4. Quartal 2023 hauptsächlich im Jahr 2024 aus. Wir gehen insgesamt von einem stabilen Vertragsbestand und unverändert hoher Schadenbelastung aus. Es ist weiterhin mit einer hohen Volatilität der Aufwände für Groß- und Elementarschäden zu rechnen. Für das Jahr 2024 erwarten wir in der Privaten Krankenversicherung weiteres Beitragswachstum, das durch Beitragsanpassungen und steigendes Neugeschäft getrieben sein dürfte. Beim Neugeschäft kommt insbesondere der Krankenzusatzversicherung Bedeutung zu, die vom Bedarf der gesetzlich Versicherten nach zusätzlicher privater Absicherung profitiert. Dies zeigt sich insbesondere im stark wachsenden Geschäftsfeld der betrieblichen Krankenversicherung. In der Krankenvollversicherung gehen wir davon aus, dass die Zahl der privat versicherten Personen abnehmen wird - dies bedingt durch die demografische Entwicklung, den Anstieg der Versicherungspflichtgrenze und durch konjunkturell bedingte Wechsel von privat versicherten Selbstständigen in ein Angestelltenverhältnis mit GKV-Pflicht. Rückversicherungsgeschäft der Generali Deutschland AGDas Geschäftsvolumen in der Rückversicherung, gemessen auf Basis der verdienten Brutto-Beitragseinnahmen, wird sich im Jahr 2024 gegenüber 2023 stabil entwickeln. In allen Segmenten (Komposit- sowie Lebens- und Krankenrückversicherung) gehen wir von einer Entwicklung parallel zum zugrunde liegenden Bruttogeschäft aus. Wie in den Vorjahren sehen wir in der Aufrechterhaltung des hohen Rückversicherungs- und Retrozessionsschutzes gegen Schäden aus Naturgefahrenereignissen ein wesentliches Element zur Risikosteuerung. Bei der Festlegung der Prioritäten und insbesondere der Haftungen zu unseren Rückversicherungs- und Retrozessionsprogrammen gegen Schäden aus Naturgefahren finden die neuesten Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Naturgefahrenmodellierung Eingang. Unter der Voraussetzung, dass der Schadenaufwand aus Größt-, Kumul- und/oder Katastrophenschäden auf dem Volumen eines Normaljahres bleibt, sollte das Ergebnis vor Schwankungsrückstellung erneut positiv und annähernd auf dem Durchschnittsniveau der Vorjahre (ohne Schäden aus Naturgefahrenereignissen) ausfallen. Geschäftsentwicklung für 2024Die Geschäftsentwicklung der Generali Deutschland AG wird auch im Jahr 2024 überwiegend durch ihr versicherungstechnisches Ergebnis und ihre erwirtschafteten Beteiligungserträge bestimmt. Letztere stehen aufgrund der im gesamten Konzern abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge in direktem Zusammenhang mit der Geschäftsentwicklung unserer Konzernunternehmen. Die gesamte Versicherungsbranche und damit auch unsere Konzernunternehmen bewegen sich weiterhin in einem herausfordernden Marktumfeld. Nicht zuletzt auch aufgrund der Entwicklung der Weltwirtschaft und an den internationalen Finanzmärkten und aufgrund der Auswirkungen nationaler und internationaler Krisen. Für 2024 gehen wir davon aus, dass die Generali Deutschland AG bei leicht gestiegenen Nettobeiträgen und Netto-Aufwendungen für Versicherungsfälle sowie bei leicht gesunkenen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb Netto und einer deutlichen Entnahme aus der Schwankungsrückstellung (in 2023 eine geringe Zuführung) einen starken Anstieg im Versicherungstechnischen Ergebnis Netto zeigen wird. Bei einem ebenfalls stark gestiegenen Ergebnis aus Kapitalanlagen trotz einem deutlich verschlechterten Saldo aus Sonstigen Erträgen und Aufwendungen sowie im Außerordentlichen Ergebnis erwarten wir insgesamt ein gegenüber dem Vorjahr stark verbessertes Jahresergebnis vor Gewinnabführung. SonstigesNichtfinanzielle Erklärung im Sinne des § 289b HGBVon der Pflicht, den Lagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung im Sinne des § 289b HGB zu erweitern, ist die Gesellschaft befreit, weil sie in den entsprechenden Bericht des Konzernmutterunternehmens Assicurazioni Generali S.p.A einbezogen ist. Insofern verweisen wir auf die Ausführungen im Rahmen des Annual Integrated Report der Assicurazioni Generali S.p.A. Der Bericht wird unter folgender Webadresse veröffentlicht: https://www.generali.com Betriebene VersicherungszweigeDer Geschäftsbetrieb der Gesellschaft erstreckte sich auf die Rückversicherung des in- und ausländischen Geschäfts in den folgenden Versicherungszweigen:
Jahresabschluss 2023Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine AngabenDie Generali Deutschland AG hat ihren Sitz in München und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 220771. Bilanzierungs-, Bewertungs- und ErmittlungsmethodenMaßgebliche RechtsvorschriftenJahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und nichtversicherungstechnische Rückstellungen wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Für die versicherungstechnischen Posten wurde hiervon abweichend der Devisenkassamittelkurs vom 31. Oktober 2023 verwendet. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet, so dass bei Posten, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB sind, sämtliche fremdwährungsbedingten Wertänderungen erfolgswirksam erfasst wurden. Fremdwährungsbedingte Wertänderungen von Rückstellungen wurden unabhängig von der Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung der Zahlungen in Fremdwährung erfolgte mit dem entsprechenden Devisenkassakurs. Für alle Kapitalanlagen gilt, dass erfolgswirksam zu berücksichtigende Währungskursänderungen im Kapitalanlagenergebnis ausgewiesen wurden. Bilanzwertermittlung AktivaImmaterielle VermögensgegenständeDie immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Das durch Teilbetriebsübergang von der Generali Deutschland Services GmbH an die Generali Deutschland AG zum 1. September 2023 erworbene Know-How wurde mit einer Nutzungsdauer von 2 Jahren angenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den auf ihre Entwicklung entfallenden Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB über die gewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenDie Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden gemäß § 341b Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert erfolgten gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nur bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung. Bei Immobilien erfolgte die Ermittlung des beizulegenden Werts jährlich durch namhafte Gutachter. Alle drei Jahre erfolgt ein Wechsel des Gutachters. Als Bewertungsmethode wird ein ertragsorientiertes Verfahren herangezogen. Anteile an verbundenen Unternehmen und BeteiligungenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden gemäß § 341b Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um notwendige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, bewertet. Wertaufhellende Entwicklungen im Aufstellungszeitraum wurden berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene UnternehmenAusleihungen an verbundene Unternehmen wurden gemäß 341c Abs. 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden die Papiere auf ihre Bonität hin überprüft. Im Rahmen der Bonitätsprüfung wurden neben der Kreditwürdigkeit des Emittenten gegebenenfalls bestehende Sicherheiten und zum Stichtag eingetretene oder erwartete Zinsausfälle berücksichtigt. Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgten nur, wenn nicht mehr mit einer vollständigen Zahlung der vertraglichen Rückflüsse gerechnet wird. Anteile oder Aktien an InvestmentvermögenAktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Bei Vorliegen einer stillen Last erfolgte eine qualitative Prüfung zur Identifizierung einer dauerhaften Wertminderung. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird grundsätzlich angenommen, wenn der Zeitwert der letzten 6 Monate permanent um mehr als 20% unter dem Buchwert liegt oder wenn der durchschnittliche Zeitwert der letzten 12 Monate um mehr als 10% unter dem Buchwert liegt. Anteile und Aktien an Investmentvermögen wurden dabei als eigenständige Bewertungsobjekte betrachtet. Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen, bei welchen eine Durchschau möglich ist, wurde unabhängig von bzw. bei Aktienfonds gegebenenfalls zusätzlich zu den allgemeinen Aufgreifkriterien zur Bestimmung einer dauerhaften Wertminderung auf die im Fonds gehaltenen Vermögenswerte und Schulden abgestellt und ein beizulegender Wert ermittelt. Sofern eine dauerhafte Wertminderung identifiziert wurde, wurde grundsätzlich auf den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2023 abgeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden Wertpapiere in Höhe von 136.700 Tsd. € dem Anlagevermögen zugeordnet. Diese Papiere dienen dauerhaft dem Geschäftsbetrieb. Die Bewertung dieser Papiere erfolgte nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB. Die durch diese Bewertungen vermiedenen Abschreibungen beliefen sich auf 1.684 Tsd. €. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereInhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Zero-Inhaberschuldverschreibungen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich der laufzeitabhängigen Zinsamortisation bewertet. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden die Papiere auf ihre Bonität hin überprüft. Im Rahmen der Bonitätsprüfung wurden neben der Kreditwürdigkeit des Emittenten gegebenenfalls bestehende Sicherheiten und zum Stichtag eingetretene oder erwarteten Zinsausfälle berücksichtigt. Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgten nur, wenn nicht mehr mit einer vollständigen Zahlung der vertraglichen Rückflüsse gerechnet wird. Bei über bzw. unter pari erworbenen Wertpapieren wurde der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennwert über die Laufzeit amortisiert. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden Wertpapiere in Höhe von 477.799 Tsd. € dem Anlagevermögen zugeordnet. Diese Papiere dienen dauerhaft dem Geschäftsbetrieb. Die Bewertung dieser Papiere erfolgte nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB. Die durch diese Bewertungen vermiedenen Abschreibungen beliefen sich auf 58.992 Tsd. €. Anteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereAnteile oder Aktien an Investmentvermögen sowie Inhaberschuldverschreibungen, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften nach § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 4 HGB (strenges Niederstwertprinzip) bewertet. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umwidmung vom Anlagevermögen ins Umlaufvermögen in Höhe von 6.681 Tsd. €, da dieses Papier nicht mehr dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dient. Aufgrund der Umwidmung und Bewertung als Umlaufvermögen erfolgte zum Geschäftsjahresende eine Abschreibung in Höhe von 1.347 Tsd. €. Sonstige AusleihungenNamensschuldverschreibungen wurden mit dem Nennwert nach § 341c Abs. 1 HGB angesetzt. Disagiobeträge wurden passivisch, Agiobeträge aktivisch abgegrenzt und planmäßig aufgelöst. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden die Papiere auf ihre Bonität hin überprüft. Im Rahmen der Bonitätsprüfung wurden neben der Kreditwürdigkeit des Emittenten gegebenenfalls bestehende Sicherheiten und zum Stichtag eingetretene oder erwartete Zinsausfälle berücksichtigt. Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgten nur, wenn nicht mehr mit einer vollständigen Zahlung der vertraglichen Rückflüsse gerechnet wird. Einlagen bei KreditinstitutenEinlagen bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Andere KapitalanlagenAndere Kapitalanlagen wurden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um notwendige Abschreibungen, bewertet. Depot- und AbrechnungsforderungenDepot- und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennwert bilanziert. Forderungen an VersicherungsvermittlerDie Bewertung der Forderungen an Versicherungsvermittler erfolgte zum Nennwert. Hierbei wurden Einzelbzw. Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle mittels Erfahrungssätzen der Vorjahre gebildet. Sonstige Forderungen und andere VermögensgegenständeDie sonstigen Forderungen und andere Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert. Hierbei wurden Einzel bzw. Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. SachanlagenDie Sachanlagen wurden gemäß § 253 Abs. 3 HGB mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert erfolgten gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB nur bei einer dauerhaften Wertminderung. VorräteDie Vorräte wurden einzeln mit den Anschaffungskosten bewertet. Laufende Guthaben bei KreditinstitutenDie laufenden Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenRechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Aktive latente SteuernDie Gesellschaft gehört als Organgesellschaft zum körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organkreis der Generali Beteiligungs-GmbH und weist daher keine latenten Steuern aus. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDie Bewertung der saldierungsfähigen Vermögensgegenstände erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert, den das entsprechende Lebensversicherungsunternehmen mitgeteilt hat. WertaufholungBei allen Vermögensgegenständen wurde das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB beachtet. Als Wertmaßstab nach § 253 Abs. 5 HGB dient grundsätzlich der beizulegende Zeitwert zum Bewertungsstichtag. Für die Kapitalanlagen, für die in der Vergangenheit der beizulegende Wert auf Basis einer Durchschau ermittelt wurde, gilt dieser als Wertmaßstab. Bilanzwertermittlung PassivaBeitragsüberträgeFür das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erfolgte die Berechnung der Rückstellung für Beitragsüberträge grundsätzlich nach den von den Vorversicherern aufgegebenen Beitragsübertragssätzen. Soweit keine oder nur unvollständige Aufgaben der Vorversicherer vorlagen, erfolgte die Ermittlung über die Bruchteilsmethode oder die Pauschalmethode. Bei der Abgrenzung der gekündigten Rückversicherungsverträge betreffenden Beiträge wurden die vereinbarten Portefeuille-Stornosätze, bei der Festsetzung des Anteils für das in Rückdeckung gegebene Geschäft die für Posten aus dem übernommenen Geschäft geltenden Ermittlungsmethoden berücksichtigt. Der koordinierte Ländererlass der obersten Finanzbehörde vom 30. April 1974 wurde beachtet. Deckungsrückstellung Die Deckungsrückstellung resultierte aus dem Lebensversicherungsgeschäft und wurde nach den Angaben der Zedenten entsprechend gebildet. Auf unsere Retrozessionäre entfallende Beträge wurden nach den vertraglichen Bestimmungen oder aufgrund eigener Rechnungsgrundlagen ermittelt. Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft wurde nach den Angaben der Zedenten bilanziert. Soweit erforderlich, wurden angemessene Zuschläge vorgenommen. Die Anteile der Retrozessionäre an der Schadenrückstellung wurden auf der Grundlage der Retrozessionsverträge errechnet. Rückstellung für erfolgsunabhängige BeitragsrückerstattungDie erfolgsunabhängige Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurde nach den Angaben der Zedenten entsprechend gebildet. SchwankungsrückstellungDie Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB i.V.m. § 29 RechVersV sowie zugehöriger Anlage ermittelt und enthält handelsrechtlich vorgeschriebene Rückstellungen zum Ausgleich von Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf. Sonstige versicherungstechnische RückstellungenFür das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erfolgte die Berechnung grundsätzlich nach den von den Zedenten aufgegebenen Werten der Stornorückstellung und der Beitragsnachverrechnung. Die Anteile der Retrozessionäre wurden auf der Grundlage der Retrozessionsverträge errechnet. Rückstellungen für PensionsverpflichtungenDie Pensionsrückstellungen wurden nach § 253 HGB ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected Unit Credit-Methode (PUC-Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren) angewandt. Die Ermittlung der Rückstellung erfolgte unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Heubeck unter Berücksichtigung zukünftiger Einflussfaktoren, wie einer angemessenen Renten- und Gehaltssteigerungsrate mit jeweils 2% bzw. 3% und einer unternehmensindividuellen Fluktuationsrate. Es wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz zu bewerten, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Jahr 2016 wurde der § 253 HGB dahingehend angepasst, dass der Zeitraum für die Durchschnittsbildung bei der Ermittlung des HGB-Rechnungszinssatzes für die Ermittlung von Pensionsrückstellungen von 7 auf 10 Jahre erhöht wurde. Der Unterschiedsbetrag aus der Änderung des HGBRechnungszinses für die Pensionsrückstellung als Unterschied zwischen dem bilanziellen Ansatz der Pensionsrückstellungen auf Basis des 10-Jahres-Durchschnitts und der Bewertung auf Basis des 7-JahresDurchschnitts beläuft sich auf 14.968 Tsd. € (Vorjahr: 78.463 Tsd. €). Zum 31. Dezember 2023 wird auf Basis der bis zum 31. Oktober 2023 (vorgezogener Inventurstichtag) vorliegenden Daten ein prognostizierter 10-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,83% bzw. ein prognostizierter 7-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,76% berücksichtigt. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr gemäß Artikel 67 EGHGB ein Fünfzehntel des zum 1. Januar 2010 ermittelten BilMoG-Unterschiedsbetrags zugeführt. Saldierungsfähige Vermögensgegenstände, die - wie z.B. verpfändete Rückdeckungsversicherungen - die Anforderungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den zugehörigen Versorgungsverpflichtungen saldiert. Teilweise oder vollständig kongruent rückgedeckte Pensionszusagen sind nach der Stellungnahme IDW RS HFA 30 in Verbindung mit dem Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB 1.021 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. wie eine wertpapiergebundene Versorgungszusage zu bewerten. Für diese Zusagen ist nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB als Soll-Wert der durch die zugehörige Rückdeckungsversicherung kongruent rückgedeckten Pensionsverpflichtung der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (Aktivwert) angesetzt worden. Für einen gegebenenfalls darüber hinaus gehenden, nicht rückgedeckten Teilanspruch wurde der versicherungsmathematische Barwert dieser voraussichtlichen Pensionsleistungen angesetzt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert, bei den im Konzern bestehenden Rückdeckungsversicherungen wurde der Aktivwert angesetzt. Der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung entspricht dabei dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zzgl. unwiderruflich zugeteilter Überschussbeteiligungen. Die Bewertung mit dem Aktivwert galt auch für nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungen, allerdings fand hierzu ein eigener Bilanzausweis und keine Saldierung statt. Unsere Gesellschaft hat einen Schuldbeitritt zu Pensionszusagen bei anderen Gesellschaften unseres Konzerns erklärt. Um die arbeitsrechtliche Verpflichtung gegenüber entsprechenden pensionsberechtigten Mitarbeitern auszuweisen und somit die Transparenz im Abschluss zu erhöhen, wurde die nach den vorgenannten Bewertungsgrundsätzen ermittelte entsprechende Pensionsrückstellung bei den Arbeit gebenden Gesellschaften ausgewiesen. In gleicher Höhe wurde ein Erstattungsanspruch entsprechender Gesellschaften gegenüber unserer Gesellschaft geltend gemacht. Aufgrund eines Schuldbeitritts unserer Gesellschaft zu Pensionszusagen der Generali Deutschland Krankenversicherung Aktiengesellschaft (GEDK), ist unsere Gesellschaft im Innenverhältnis zur GEDK verpflichtet, entsprechende Pensionsverpflichtungen der GEDK im Außenverhältnis zu erfüllen. Die dafür geleisteten Deckungsmittel und die entsprechenden Pensionsverpflichtungen werden von der GEDK bilanziert. Aufgrund von Schuldbeitritten unserer Gesellschaft zu Pensionszusagen der Proxalto Lebensversicherung AG (vormals Generali Lebensversicherung AG) ist unsere Gesellschaft im Innenverhältnis zur Proxalto Lebensversicherung AG verpflichtet, entsprechende Pensionsverpflichtungen der Proxalto Lebensversicherung AG im Außenverhältnis zu erfüllen. Die in diesem Zusammenhang von der Proxalto Lebensversicherung AG erhaltenen Deckungsmittel und die entsprechenden Pensionsverpflichtungen werden von unserer Gesellschaft bilanziert. Aufgrund eines Schuldbeitritts unserer Gesellschaft zu Pensionszusagen der Proxalto Service Management GmbH (vormals GEL Management GmbH) ist unsere Gesellschaft im Innenverhältnis zur Proxalto Service Management GmbH verpflichtet, entsprechende Pensionsverpflichtungen der Proxalto Service Management GmbH im Außenverhältnis zu erfüllen. Die in diesem Zusammenhang vorhandenen Deckungsmittel und die entsprechenden Pensionsverpflichtungen werden von unserer Gesellschaft bilanziert. Ein gegenüber der Proxalto Service Management GmbH bestehender Erstattungsanspruch wurde entsprechend aktiviert. Steuerrückstellungen und sonstige RückstellungenDie Bewertung der Rückstellungen, die nach dem 31. Dezember 2009 passiviert wurden, erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Betrug die Restlaufzeit einer Rückstellung mehr als ein Jahr, so wurde eine Abzinsung mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen. Die Abzinsungszinssätze wurden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und bekannt gegeben. Die Erfassung der Rückstellung erfolgte dann mit dem abgezinsten Betrag. Unter den sonstigen Rückstellungen wurden auch die Jubiläums-, Altersteilzeit- und Vorruhestandsverpflichtungen ausgewiesen. Diese den Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen wurden nach § 253 HGB ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected Unit Credit-Methode (PUC-Methode, Anwartschaftsbarwertverfahren) angewandt. Die Ermittlung der Rückstellung erfolgte unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Heubeck unter Berücksichtigung zukünftiger Einflussfaktoren, wie einer angemessenen Gehaltssteigerungsrate mit jeweils 3% und einer unternehmensindividuellen Fluktuationsrate. Es wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Rückstellungen mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz zu bewerten, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zeitraum für die Durchschnittsbildung bei der Ermittlung dieses Zinssatzes beträgt nach § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB 7 Jahre. Zum 31. Dezember 2023 wird auf Basis der bis zum 31. Oktober 2023 (vorgezogener Inventurstichtag) vorliegenden Daten ein prognostizierter 7-Jahres-Durchschnittszinssatz von 1,76% berücksichtigt. Bei den vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen existieren verrechnungsfähige Vermögensgegenstände bei Altersteilzeitverpflichtungen, Konzern-Lebensarbeitszeitkonten und Langzeitkonten. Treuhänderisch in Contractual Trust Arrangements (CTA) ausgelagerte Vermögensgegenstände zur Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit den zugehörigen Verpflichtungen saldiert, ein sich hierbei eventuell ergebender aktiver Überschuss aus der Verrechnung wurde gesondert aktiviert. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgte nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert. Bei den Investmentfondsanteilen entspricht dieser dem Net-Asset-Value, den die Fondsgesellschaft mitteilt. Bei den im Konzern bestehenden Rückdeckungsversicherungen wurde der Aktivwert angesetzt. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Restrukturierungs-Rückstellungen, die ihrerseits sich in Abwicklung befindliche Sozialplanrückstellungen enthalten, sind nach den allgemeinen Grundsätzen für sonstige Rückstellungen ermittelt worden. Eine Saldierung mit Deckungsvermögen findet hier nicht statt. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. RechnungsabgrenzungspostenDie Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz - AktivaEntwicklung der Aktivposten A., B. I. bis III. im Geschäftsjahr 2023
Immaterielle VermögensgegenständeUnter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 8.799 Tsd. € (Vj. 2.706 Tsd. €) ausgewiesen. Die allgemeine Nutzungsdauer des auf uns übertragenen Know-how wird mit zwei Jahren angenommen. Dies fand bei dem Teilbetriebsübergang der ATLAS Dienstleistungen für Vermögensberatung GmbH aus dem Vorjahr Anwendung. Das im Rahmen des Teilbetriebsübergangs der Generali Deutschland Services GmbH auf unsere Gesellschaft übertragene Know-how betrifft 28 übergegangene Mitarbeiter. Wirtschaftlich handelt es sich hierbei um die ersparte Einarbeitungszeit. KapitalanlagenZeitwerteDie Ermittlung der Zeitwerte der Grundstücke und Bauten zum Bilanzstichtag erfolgt jährlich durch namhafte Gutachter. Alle drei Jahre erfolgt ein Wechsel des Gutachters. Als Bewertungsmethode wird ein ertragsorientiertes Verfahren herangezogen. Die Zeitwerte für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden im Wesentlichen mit dem Ertragswertverfahren zum Bewertungsstichtag bestimmt. Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung oder Gesellschaften, für die keine Planungsinformationen verfügbar sind, wurden üblicherweise mit dem Net-Asset-Value oder dem Dividend-Discount-Modell bewertet. Die Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Ausleihungen, nicht börsengängige festverzinsliche Wertpapiere sowie der zum Nennwert bilanzierten Namensschuldverschreibungen wurden mittels der Discounted Cash FlowMethode ermittelt. Als Grundlage der Bewertung dienten dabei Swapzinssätze unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der Anlage, der Kreditqualität des Emittenten, des Liquiditätsrisikos sowie des emissionsabhängigen Kreditzu- oder -abschlags. Bei derivativen Bestandteilen beachteten wir darüber hinaus implizite Volatilitäten und Korrelationen. Die Zeitwertermittlung für freistehende Derivate erfolgt - soweit keine notierten Preise vorliegen - auf Basis von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten. Hinsichtlich der Inhaberschuldverschreibungen, Aktien und Anteile oder Aktien an Investmentvermögen richtete sich der Zeitwert der börsengängigen Titel nach den Börsenkursen zum Bewertungsstichtag und derjenige der nicht börsenfähigen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen grundsätzlich nach den Rücknahmepreisen zum Bewertungsstichtag. Bei in Fremdwährung notierten Kapitalanlagen wurde der Devisenkassamittelkurs zum Bewertungsstichtag zur Währungsumrechnung herangezogen. Bei den Einlagen bei Kreditinstituten entspricht der Zeitwert dem Nennwert. Die Zeitwerte der Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft, die zu Nennwerten bilanziert wurden, entsprachen den jeweiligen fortgeführten Anschaffungskosten. Zeitwerte der Kapitalanlagen
Hinsichtlich der Abschreibungsmodalitäten wird auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Folgende Finanzanlagen werden über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen: Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen
Inhaberschuldverschreibungen, andere festverzinsliche Wertpapiere und sonstige Ausleihungen
Wir gehen davon aus, dass es sich lediglich um vorübergehende Wertminderungen handelt. Bei den Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert von 52.143 Tsd. € (Zeitwert 50.459 Tsd. €) erfolgte die Bestimmung einer ggf. dauerhaften Wertminderung auf Basis einer Durchschau. Zu den Details unserer Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden zu den jeweiligen Bilanzposten. Angaben zu Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Anteilsbesitz von mehr als 10%
1 Bestimmung der unterlassenen Abschreibung auf
Basis einer Durchschau.
Bei den Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Anteilsbesitz von mehr als 10% bei denen Buchwert und Marktwert voneinander abweichen, gehen wir davon aus, dass es sich lediglich um eine nicht dauerhafte Abweichung handelt. Zu den Details unserer Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden zu den jeweiligen Bilanzposten. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenDer Grundbesitz setzte sich zum Bilanzstichtag aus sechs überwiegend fremdgenutzten Geschäftsbauten zusammen. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und BeteiligungenAufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2023Die Angaben über Eigenkapital und Ergebnis sind den jeweils zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen zum 31.12.2023 entnommen. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen
3 Bilanzieller Abgang zum 31.12.2023
2. Beteiligungen
Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen VersicherungsgeschäftDer Rückgang der Depotforderungen resultierte aus der Entwicklung der rückversicherten Bestände des Lebensrückversicherungsgeschäfts. Korrespondierend dazu reduzierte sich die Brutto-Deckungsrückstellung. ForderungenSonstige ForderungenDie Sonstigen Forderungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Ansprüchen auf Gewinnabführung, Forderungen aus dem konzerninternem Liquiditätsmanagement (Cash Pooling) sowie Steuererstattungsansprüchen. Sonstige VermögensgegenständeSachanlagen und VorräteDieser Bilanzposten enthielt im Wesentlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Kraftfahrzeuge. RechnungsabgrenzungspostenZur periodischen Abgrenzung des Jahresergebnisses wurden im Wesentlichen nicht fällige Zinsen sowie Abgrenzungen aus Aufwendungen für Miete und Wartung Software erfasst. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungZur Bedeckung von Verpflichtungen aus Konzernlebensarbeitszeitkonten bestehen insolvenzsichere und zweckgebundene Rückdeckungsversicherungen (sog. Deckungsvermögen). Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB) und mit den entsprechenden Rückstellungen für Konzernlebensarbeitszeitkonten zu saldieren (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB). Der Überhang dieser Vermögenswerte über die Rückstellungen wird im Bilanzposten "Aktivischer Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert, den das Lebensversicherungsunternehmen mitgeteilt hat. Der Aktivwert einer Rückdeckungsversicherung entspricht dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital zzgl. unwiderruflich zugeteilter Überschussbeteiligungen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der beizulegende Zeitwert 4.542 Tsd. €. Dieser wurde mit Rückstellungen für Konzernlebensarbeitszeitkonten in Höhe von 4.465 Tsd. € saldiert. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Aufwendungen und Erträge aus diesen Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 75 Tsd. € ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz - PassivaEigenkapital
Die Entnahmen aus den anderen Gewinnrücklagen betreffen Gewinnrücklagen in Höhe von 164.000 Tsd. €, die vor Abschluss des bestehenden Gewinnabführungsvertrages gebildet wurden. Das gezeichnete Eigenkapital per 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 137.560.202,24 €. Es entspricht 53.734.454 voll eingezahlten Stückaktien, die auf den Inhaber lauten. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte, d.h. es gibt keine unterschiedlichen Gattungen von Aktien. Zum 31. Dezember 2023 wurden sämtliche Aktien der Generali Deutschland AG (vormals Generali Deutschland Holding AG) von der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest/Italien, und mit ihr verbundenen Unternehmen gehalten. Die Generali Beteiligungs-GmbH, Aachen, hat uns zugleich im Namen der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest/Italien, gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG Folgendes mitgeteilt: I. "Wir, die Generali Beteiligungs-GmbH, Aachen, teilen gemäß § 20 Abs. 1 AktG i.V.m. § 16 Abs. 2 Satz 1 AktG mit, dass uns unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Generali Deutschland Holding AG gehört. Außerdem teilen wir gemäß § 20 Abs. 4 AktG i.V.m § 16 Abs. 1 AktG mit, dass uns eine unmittelbare Mehrheitsbeteiligung an der Generali Deutschland Holding AG gehört, und zwar sowohl bezogen auf das Grundkapital als auch bezogen auf die Stimmrechte." II. "Im Namen der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, Italien, teilen wir gemäß § 20 Abs. 1 AktG i.V.m. § 16 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4 AktG mit, dass dieser mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Generali Deutschland Holding AG gehört. Außerdem teilen wir im Namen der Assicurazioni Generali S.p.A. gemäß § 20 Abs. 4 AktG i.V.m. § 16 Abs. 1, Abs. 4 AktG mit, dass dieser eine mittelbare Mehrheitsbeteiligung an der Generali Deutschland Holding AG gehört, und zwar sowohl bezogen auf das Grundkapital als auch bezogen auf die Stimmrechte. Die unter I. genannten Beteiligungen werden der Assicurazioni Generali S.p.A. zugerechnet." Andere RückstellungenPensionsrückstellungenIm Rahmen des Teilbetriebsübergangs der Generali Deutschland Services GmbH wurden im Geschäftsjahr Pensionsverpflichtungen in Höhe von 37 Tsd. € zum BilMoG-Sollwert auf unsere Gesellschaft übertragen. Im Geschäftsjahr wurde gemäß Artikel 67 EGHGB ein Fünfzehntel des zum 1. Januar 2010 ermittelten BilMoG-Unterschiedsbetrags in Höhe von 1.341 Tsd. € vollständig zugeführt. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Saldierung von Deckungsvermögen und Pensionsverpflichtungen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Der Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 24.186 Tsd. €. Der Zeitwert entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung. Die Rückstellung der abgedeckten Pensionsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2023 30.449 Tsd. €. Es bestehen weitere ungedeckte Pensionszusagen an Mitarbeiter und Pensionäre in Höhe von 1.535.842 Tsd. €. Hierin enthalten sind Rückstellungen zu Pensionszusagen anderer Gesellschaften des Generali Konzerns in Höhe von 719.880 Tsd. € (siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden). Sonstige RückstellungenZur Bedeckung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen werden Investmentfondsanteile insolvenzsicher und zweckgebunden angelegt (sog. Deckungsvermögen). Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB) und mit den entsprechenden Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen zu saldieren (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Anschaffungskosten der Investmentfondsanteile belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 3.112 Tsd. €. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der beizulegende Zeitwert 3.128 Tsd. €. Dieser wurde mit Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 6.421 Tsd. € saldiert. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden Erträge aus diesen Investmentfondsanteilen in Höhe von 130 Tsd. € mit der Zinszuführung der entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 53 Tsd. € ausgewiesen. Zur Bedeckung von Verpflichtungen aus Langzeitkonten oder Konzernlebensarbeitszeitkonten bestehen insolvenzsichere und zweckgebundene Rückdeckungsversicherungen (sog. Deckungsvermögen). Diese sind mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten (§ 253 Abs. 1 S. 4 HGB) und mit den entsprechenden Rückstellungen für Langzeitkonten oder Konzernlebensarbeitszeitkonten zu saldieren (§ 246 Abs. 2 S. 2 HGB). Der Überhang der Verpflichtungen aus Konzernlebensarbeitszeitkonten über die Rückstellungen wird im Bilanzposten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert, den das Lebensversicherungsunternehmen mitgeteilt hat. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der beizulegende Zeitwert für Langzeitkonten 16.647 Tsd. €. Dieser wurde mit Rückstellungen für Langzeitkonten in Höhe von 18.046 Tsd. € saldiert. Sonstige Rückstellungen
Im Rahmen des Teilbetriebsübergangs der Generali Deutschland Services GmbH wurden insgesamt Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von 57 Tsd. €, Verpflichtungen aus Urlaub in Höhe von 54 Tsd. €, Verpflichtungen aus Gleitzeit in Höhe von 38 Tsd. € sowie Verpflichtungen aus Erfolgsvergütung und ähnlichem in Höhe von 99 Tsd. € auf unsere Gesellschaft übertragen. Andere VerbindlichkeitenSonstige VerbindlichkeitenIn den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein konzerninternes Schuldscheindarlehen in Höhe von 200.000 Tsd. € mit einer Restlaufzeit bis zum 16. Oktober 2026 ausgewiesen. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestanden nicht. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zur Besicherung von Verpflichtungen aus dem Rückversicherungsgeschäft Wertpapierdepots zugunsten anderer Versicherungs- sowie Rückversicherungsgesellschaften mit einem Buchwert von 6.185 Tsd. € enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungVersicherungstechnische RechnungGebuchte Bruttobeiträge
Technischer Zinsertrag für eigene RechnungDie Berechnung des technischen Zinsertrags und seine Umgliederung aus der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung entsprachen § 38 RechVersV. Es handelte sich im Wesentlichen um Depotzinserträge aus den bei Versicherern gestellten Sicherheiten, die einzelvertraglich ermittelt wurden. Veränderung der SchwankungsrückstellungIm Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 531 Tsd. €. Hingegen wurden im Vorjahr 9.835 Tsd. € aufgelöst. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene RechnungAus der Abwicklung der aus dem Vorjahr übernommen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für eigene Rechnung wurde ein Gewinn in Höhe von 9.610 Tsd. € (Vj. 14.690 Tsd. €) erzielt und betraf zum überwiegenden Teil die Versicherungszweige Feuer mit 6.997 Tsd. €, Allgemeine Unfall mit 5.986 Tsd. €, Rechtschutz mit 3.194 Tsd. € sowie den Versicherungszweig Haftpflicht mit 1.824 Tsd. €. Nichtversicherungstechnische RechnungSonstige ErträgeDie sonstigen Erträge beinhalteten überwiegend Dienstleistungs- und Vermittlungserträge in Höhe von 952.521 Tsd. € (Vorjahr: 971.511 Tsd. €), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 144.375 Tsd. € (Vorjahr: 55.431 Tsd. €) sowie Erträge aus der Weiterverrechnung von Sozialplankosten 36.799 Tsd. € (Vorjahr: 14.518 Tsd. €). Ferner waren im Geschäftsjahr Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 106 Tsd.€ (Vorjahr: 779 Tsd. €) enthalten. Sonstige AufwendungenDie sonstigen Aufwendungen beinhalteten im Wesentlichen Aufwendungen zur Erbringung von Dienstleistungen und Vermittlung in Höhe von 909.502 Tsd. € (Vorjahr: 920.551 Tsd. €). Den Funktionsbereichen nicht zuzuordnende Aufwendungen beliefen sich auf 70.133 Tsd. € (Vorjahr: 93.934 Tsd. €). Weiterhin enthielten die sonstigen Aufwendungen Zinsen in Höhe von 33.813 Tsd. € (Vorjahr: 36.392 Tsd. €). Hierin berücksichtigt waren Aufwendungen aus der Zinszuführung zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 28.128 Tsd. € (Vorjahr: 28.849 Tsd. €) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2 Tsd. € (Vorjahr: 4 Tsd. €). Ferner enthielten die sonstigen Aufwendungen Wechselkursverluste in Höhe von 5 Tsd. € (Vorjahr: 16 Tsd. €). Außerordentliche ErträgeIm Geschäftsjahr betrugen die außerordentlichen Erträge insgesamt 30 Tsd. € (Vorjahr: 51 Tsd. €) und resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen aus Vorjahren. Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen beliefen sich auf insgesamt 17.082 Tsd. € (Vorjahr: 4.186 Tsd. €). Sie betrafen im Wesentlichen Aufwendungen in Höhe von 14.406 Tsd. € (Vorjahr: 646 Tsd. €) aus sonstigen Restrukturierungsmaßnahmen sowie Aufwendungen in Höhe von 1.341 Tsd. € (Vorjahr: 2.223 Tsd. €) aus dem Zuführungsbedarf zu den Pensionsrückstellungen infolge der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Sonstige Angaben zu Personalaufwendungen
Sonstige AngabenMitglieder des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands, einschließlich des ausgeübten Berufs, sind am Anfang dieses Berichts aufgeführt. Bezüge des AufsichtsratsFür die Tätigkeiten der Mitglieder des Aufsichtsrats während des Geschäftsjahres fielen Gesamtbezüge in Höhe von 577 Tsd. € (Vorjahr: 636 Tsd. €) an. Bezüge des VorstandsDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen 10.457 Tsd. € (Vj. 10.816 Tsd. €), diejenigen der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen 8.128 Tsd. € (Vj. 6.627 Tsd. €). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr insgesamt 96.954 (Vorjahr: 96.922) Tsd. € zurückgestellt. Die Verrechnung für Mehrfachmandate von Vorständen betrug im Geschäftsjahr 53 Tsd. €. Gewährte Vorschüsse und Kredite sowie HaftungsverhältnisseDen Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Zu ihren Gunsten bestehen keine Haftungsverhältnisse. Bilanzgewinn und GewinnverwendungWir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 164.000 Tsd. € vollständig an die Aktionäre auszuschütten. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Für die Durchführung des Geschäftsbetriebes wurden Arbeiten auch von Mitarbeitern der Konzernunternehmen der Generali Deutschland Gruppe ausgeübt. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers aufgeteilt nach Leistungsarten wird im Konzernabschluss der Assicurazioni Generali S.p.A. angegeben. KonzernverbindungenDie Generali Deutschland AG, München ist ein Tochterunternehmen der Assicurazioni Generali S.p.A. (Triest/Italien). Die Assicurazioni Generali S.p.A. erstellt einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) für die gesamte Generali Gruppe. Sie hinterlegt ihn an ihrem Geschäftssitz und reicht ihn bei den italienischen Aufsichtsbehörden ein. Die Generali Deutschland AG wird in diesen für sie befreienden Konzernabschluss einbezogen. Die Assicurazioni Generali S.p.A. und mit ihr verbundene Unternehmen hielten zum 31. Dezember 2023 100% der Anteile der Generali Deutschland AG. Beherrschungs- und GewinnabführungsvertragZwischen der Generali Deutschland AG als Mutterunternehmen der Generali in Deutschland und nachfolgenden Konzernunternehmen bestehen Unternehmensverträge: Beherrschungsvertrag
Gewinnabführungsvertrag
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
AusschüttungssperreDer Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre in Höhe von 23.788 Tsd. € (Vorjahr: 81.169 Tsd. €) ergibt sich aus der Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert. Globale MindeststeuerAm 27.12.2023 wurde das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Es soll eine effektive Mindestbesteuerung von Unternehmensgewinnen in Höhe von 15% sicherstellen, unabhängig davon in welchen Ländern diese Gewinne angefallen sind (Bekämpfung sogenannter Steueroasen). Wird diese effektive Steuerlast nicht bereits durch die Anwendung der weiterhin gültigen nationalen steuerlichen Vorschriften (in Deutschland z.B. des Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuergesetzes) erreicht, wird eine Ergänzungssteuer erhoben. Das Gesetz ist erstmals auf das Geschäftsjahr 2024 anzuwenden und hat keine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023. Als Teil der Generali Group unterliegt unsere Gesellschaft den Regelungen der globalen Mindestbesteuerung. Im Rahmen eines internationalen Projektes legen wir die Grundlagen, um deren Anforderungen zu erfüllen (u.a. Steuererklärungspflichten). Weil die Bemessungsgrundlage für die globale Mindestbesteuerung von der weiterhin gültigen nationalen Steuerbemessungsgrundlage abweicht, können gegenwärtig keine quantitativen Aussagen getroffen werden. NachtragsberichtEs sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
München, den 19. Februar 2024 Generali Deutschland AG Der Vorstand Stefan Lehmann, Vorsitzender Katrin Gruber Dr. Melanie Kramp Edoardo Malpaga Ulrich Ostholt Uli Rothaufe Jean-Pierre Schmid Roland Stoffels Marcela Středová Dr. Robert Wehn Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Generali Deutschland AG, München Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Generali Deutschland AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Generali Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Die Bewertung der in den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen wesentlichen KonzernunternehmenHinsichtlich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Geschäftsberichtes der Gesellschaft in Abschnitt "Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden - Bilanzwertermittlung Aktiva". Für die Darstellung der Zeitwerte und Bewertungsreserven sowie bezüglich der Darstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Unternehmens in Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz - Aktiva". Risikoangaben sind im Lagebericht in Abschnitt "Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren Steuerung" enthalten. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSDie im Jahresabschluss der Generali Deutschland AG zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3.392,1 Mio entsprechen einem Anteil von 46,0 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens. Hierin sind weit überwiegend Anteile an Versicherungsunternehmen sowie an einer Bausparkasse (wesentliche Konzernunternehmen) enthalten. Der Zeitwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beträgt EUR 5.419,9 Mio. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Übersteigt der beizulegende Wert den Buchwert, so erfolgt - im Falle einer vorausgegangenen außerplanmäßigen Abschreibung - eine Zuschreibung bis maximal zu den ursprünglichen Anschaffungskosten, da insoweit die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht an einem aktiven Markt notiert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft mithilfe des Ertragswertverfahrens. Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen in der Regel auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten drei Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist. Die Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist komplex und hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt insbesondere für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten, die Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie die Einschätzung der Dauerhaftigkeit der Wertminderung. Im Geschäftsjahr 2023 kam es zu einer außerplanmäßigen Abschreibung sowie zu einer Zuschreibung. In Bezug auf den Jahresabschluss besteht bei Anteilen an verbundenen Unternehmen allgemein das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag nicht angemessen ermittelt wird und daher nötige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert unterbleiben bzw. Zuschreibungen unbegründet bzw. in unzutreffender Höhe vorgenommen oder unterlassen werden. Ein erhöhtes Risiko liegt insbesondere vor, da hier die beizulegenden Werte nicht unmittelbar aus aktiven Märkten am Bilanzstichtag abgeleitet werden können. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGBei der Prüfung der Anteile an wesentlichen Konzernunternehmen haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Bewertungsspezialisten eingesetzt und insbesondere die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDie verwendeten Methoden zur Ermittlung der beizulegenden Werte der wesentlichen Konzernunternehmen sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsrundsätzen. Die verwendeten Annahmen und Daten wurden angemessen abgeleitet. Sonstige InformationenDer Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 20. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 16. Dezember 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der Generali Deutschland AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht: Für das geprüfte Unternehmen haben wir die Prüfung der Solvabilitätsübersicht, die Prüfung bzw. prüferische Durchsicht des (Halbjahres-) Berichtspaketes nach IFRS und Solvency II, Prüfungsleistungen nach Maßgabe des ISAE 3402 Typ II sowie einen SCR-Review erbracht. Für beherrschte Unternehmen erfolgte die Prüfung von Jahresabschlüssen und Solvabilitätsübersichten, die Prüfung bzw. prüferische Durchsicht von (Halbjahres-) Berichtspaketen nach IFRS und Solvency II, die Prüfung der Beitragsmeldung gem. § 7 Abs. 5 SichLVFinV sowie eine projektbezogene Qualitätssicherung der Maßnahmen zur Aufarbeitung der Ergebnisse nach § 44 KWG. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dirk Hildebrand.
Köln, den 12. März 2024 KPMG
AG
gez. Hildebrand, Wirtschaftsprüfer gez. Feemers, Wirtschaftsprüfer ImpressumGenerali Deutschland AGAdenauerring 7 81737 München Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 220771 UnternehmenskommunikationGiulio Benedetti Telefon: +49 (0) 89 5121-8294 E-Mail: presse.de@generali.com www.generali-deutschland.de Datum der Feststellung: 13.03.2024 GewinnverwendungsbeschlussDie ordentliche Hauptversammlung hat am 13. März 2024 auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2023 von 164.000.000,00 € wie folgt zu verwenden: 1. Ausschüttung an die Aktionäre 164.000.000 € 2. Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 € 3. Gewinnvortrag 0 € |
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