Petersbrunnerstraße Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Franz Karl Scheuermann seit 26.11.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Erik Weiß seit 26.11.2025 | Geschäftsführer |
Gerben Wijbenga seit 30.4.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Dr. Seyferth seit 3.11.2023 | Geschäftsführer |
Florian Buzin seit 30.3.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Gamma Europe Holdco Limited | 99.27% |
SF Technologies Holding GmbHEigenbeteiligung | 0.73% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
estos GmbHStarnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand der estos GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Hard- und Software und Erbringung von Dienstleistungen jeder Art im EDV-Bereich. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Standardsoftware-Produktentwicklung und indirektem Vertrieb von Softwareprodukten sowie begleitenden Dienstleistungen (Beratung, Softwarepflege, Support) für Unternehmens-Kommunikationslösungen (Unified Communications) über qualifizierte Partner aus dem Informationstechnologie- und Telekommunikationssegment. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Branche Der Telekommunikationsmarkt entwickelte sich im Jahr 2023 leicht positiv. Dies zeigt sich in 2023 mit einer Umsatzsteigerung für den Markt Deutschland um 3,4% gegenüber 2022 (DeStatis Online Stand April 2024). Der Umsatz für Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie stieg in 2023 ebenfalls leicht um 3,1% im Vergleich zu 2023 (DeStatis Stand April 2024). Insgesamt ist der Umsatz in der Telekommunikation jedoch seit Jahren rückläufig, da zunehmende Teile des Branchenumsatzes von der Informationstechnologie absorbiert werden. Gleichzeitig nahm estos innerhalb des Telekommunikationsmarktes eine weiterhin zunehmende Verschiebung der Umsätze von On-Premise-Lösungen in Richtung von cloud-basierten Lösungen wahr. 2.2 Marktpositionierung Als unabhängiger Anbieter von Standardsoftware zur Integration von Applikationen mit gängigen Telekommunikations-Systemen und einem routinierten Vertrieb über ein qualifiziertes Partnernetzwerk, ist die estos GmbH sowohl im Markt der Telekommunikation als auch im Bereich der Dienstleistungen im Segment Informationstechnologie etabliert. Gleichzeitig unterstreicht der estos Markenclaim "enables easy collaboration", dass die Software einfach zu installieren, konfigurieren und zu bedienen ist. Dies ist angesichts des Fachkräftemangels im Bereich IT ein Vorteil für Partner und Kunden. Einen Wettbewerbsvorteil besitzt die estos GmbH mit der selbst und in Deutschland für Europa entwickelten Software und einem auf die Heimatmärkte optimierten Produkt- und Dienstleistungsangebot, sowie wegen der hohen technischen Qualifikation und dem leidenschaftlichen Engagement ihrer Mitarbeiter. Durch neue und bekannte, nun aber durchschlagende Trends (z.B. Cloud-Telefonie) ist das Kerngeschäft der estos unter Druck geraten. Um die Firma mittelfristig wieder auf einen Wachstumspfad zurückzubringen, ist eine umfassende Neuausrichtung der Firma notwendig. 2.3 Beschaffung Dienstleistungen Im Berichtsjahr 2023 wurde die Zusammenarbeit mit externen Spezialisten zum Thema Technologie-, Prozess-Beratung und Marketing weiter ausgebaut. Grund dafür war im Wesentlichen der im Frühjahr 2023 vollzogene Managementwechsel mit darauffolgenden Interims-Management und der Nachbesetzung einer Geschäftsleitungsposition. Unterstützt wurde das Interim-Management auch von Kräften aus der STARFACE-Gruppe, was Intercompany-Mehraufwände nach sich zog. Im Bereich Softwareentwicklung wurden Experten aus den Bereichen Web, Back- und Frontend, UX Design und Software-Architektur zur Beratung bestehender Projektteams engagiert. Ein im Zuge der Neuausrichtung der Geschäftsleitung initialisiertes Strategieprojekt unter Hinzuziehung eines Strategieberaters ("Strategie 2028") konnte vor Weihnachten abgeschlossen werden. 2.4 Niederlassungen und Tochtergesellschaften Die Gesellschaft ist in Deutschland 2023 durchgängig mit der Zentrale in Starnberg und einer Betriebsstätte in Leonberg sowie München vertreten. Die Schließung der NL Leonberg zu Ende März 2024 wurde beschlossen und der Mietvertrag gekündigt, da die Liegenschaft ohnehin kaum noch genutzt wird (Homeoffice). 2.5 Personal Die Mehrzahl der Mitarbeitenden arbeitet im Jahr 2023 in einem der Büros in Starnberg, München oder Leonberg. Im Zuge des "new work" arbeitet indessen eine wachsende Anzahl Beschäftigter remote, mehrere neue Arbeitsplätze konnten nur durch Beschäftigte außerhalb des Einzugsbereiches der bestehenden Büros besetzt werden, sodass die Quote der Remote-Arbeitenden weiter zunimmt. Diesem Trend soll durch eine Erhöhung der Attraktivität des Arbeitsstandortes Starnberg entgegengewirkt werden, daher wurde im Herbst 2023 ein Umzug in ein neues, moderneres Bürogebäude beschlossen. Zum Ende des Berichtsjahres waren 85 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt. 2.6 Geschäftsverlauf Den Geschäftsverlauf im Jahr 2023 zeichneten unterschiedliche Halbjahre aus. Auf Basis der im Herbst 2022 veröffentlichten neuen ProCall-Version 8 konnten im ersten Halbjahr namentlich viele Upgrade-Projekte umgesetzt werden, was zu einem deutlichen Wachstum verhalf. Der Einstieg via ProCall 8 in das Recurring Revenue legte zudem einen Grundstein für planbare zukünftige Umsätze. Im zweiten Halbjahr wurden indessen die Mehrumsätze aufgrund schwächelnder Konjunktur, vertrieblicher Schwächen und zunehmender Verbreitung komplementärer (Cloud-) Produkte negativ überkompensiert, sodass auch für das Jahr 2023 ein Umsatzrückgang konstatiert werden muss. Die Schwerpunkte bei der Weiterentwicklung der operativen Systeme waren kennzahlen-gestütztes Reporting, Verbesserungen für ein gruppeneinheitliches Controlling sowie die Verschränkung mit den estos-Online-Service-Portalen. Das IT-Sicherheitsmanagement-System wurde in 2023 erneut erfolgreich gemäß VDS 10000 zertifiziert. Bei den Erlösen durch Softwarewartung und -pflege sowie den Online-Diensten konnten Umsätze planungsgemäß gesteigert werden. Aufgrund der fokussierten Marktstellung in Deutschland wurde auch in diesem Berichtsjahr der Umsatz zum überwiegenden Teil in Deutschland erzielt. Generell war der Umsatz auf zahlreiche Partner und Kunden verteilt, sodass die Gesellschaft weiterhin nicht von einzelnen Kunden abhängig ist. Im Berichtsjahr wurde das bestehende Produktportfolio mit plangemäßen Service Releases und vielen Interoperabilitätstests und -freigaben weiterentwickelt. Weitere strategische Produktneuerungen wurden nicht an den Markt gebracht, wohl aber der so wichtige Aufbau einer eigenen Cloud-Lösung initialisiert, die im Herbst 2024 produktiv gehen soll. 3. Lage des Unternehmens 3.1 Vermögenslage Die Vermögenslage der estos GmbH ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr durch eine Erhöhung der Bilanzsumme um TEuro 627 auf TEuro 7.865 (Vorjahr: 7.238) geprägt. Wesentliche Veränderungen ergaben sich auf der Aktivseite bei den liquiden Mitteln (-76,3% auf TEuro 1.059, Vorjahr TEuro 4.468) sowie bei den Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um TEuro +3.843, (Vorjahr TEuro 0). Wesentliche Veränderungen ergaben sich auch auf der Passivseite bei den Rückstellungen (- 50,5% auf TEuro 131, Vorjahr TEuro 259) und bei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten (+ 25,5% auf TEuro 3.636, Vorjahr TEuro 2.898). 3.2 Finanzlage Das Kapital der Gesellschaft ist im Wesentlichen in kurzfristig liquidierbaren Vermögensgegenständen, insbesondere in Forderungen gegen verbundene Unternehmen (STARFACE Group), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und liquiden Mitteln gebunden. Hierdurch ist die Gesellschaft in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht zu erfüllen. Die Investitionen in 2023 lagen bei TEuro 163. Die für die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs im Berichtsjahr notwendigen Mittel konnten aus dem im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit erzielten Cash Flow generiert werden. 3.3 Ertragslage Die Entwicklung der Ertragslage war im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch einen Rückgang bei den Umsatzerlösen und eine Steigerung bei den Kosten für externe Dienstleister (insbesondere des Interim-Managements und Personaldienstleister) geprägt. Der Gewinn wird gem. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt, sodass sich keine Ertragsteuerbelastung ergibt. Nach Abzug der Zinsen und Ertragsteuerdifferenzen der Vorjahre weist der Jahresabschluss des Berichtsjahres einen abzuführenden Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 1.135 aus. 4. Chancen und Risiken 4.1 Risikofrüherkennungssystem Im Rahmen des unternehmensinternen Berichtswesens der Gesellschaft werden monatliche Auswertungen erstellt, aus denen kanal- und produktbezogene Umsatzstatistiken, die Entwicklung des Auftragsbestands, des Umsatzes sowie das monatliche Betriebsergebnis sowie Planabweichungen ersichtlich sind. Aufgrund dieser Auswertungen können negative Entwicklungen zeitnah erkannt werden und als Reaktion auf diese Entwicklungen kurzfristig geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden. 4.2 Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft verfügt in ausreichendem Umfang über liquide Mittel, um ihre fälligen Verbindlichkeiten jederzeit fristgerecht tilgen und um auftretende Schwankungen in den Zahlungsströmen ausgleichen zu können. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Darlehen von Gesellschaftern bestehen nicht. Die Gesellschaft finanziert sich vollständig aus eigenen Mitteln. Insoweit sind aus diesen Positionen keine Liquiditätsrisiken für die Gesellschaft zu erwarten. 4.3 Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Chancen ergeben sich durch das erneuerte und erweiterte Unified Communications Kernprodukt und die daraus resultierende Ausweitung der Umsätze in den deutschsprachigen Märkten. Große Hoffnung setzt die Gesellschaft auf die Entwicklung eines eigenen Full-Service-Cloud-Telefonieangebotes auf Basis der ProCall-Infrastruktur, dessen Grundstein im Sommer 2023 gelegt wurde, aber die kaufmännisch erst in 2025 Raum greifen wird. Hierbei spielen die Kooperationen mit Unternehmen, die die Software unter ihrer eigenen Marke verkaufen und begleitende Dienstleistungen anbieten, weiterhin eine wichtige Rolle. Chancen ergeben sich zusätzlich aus der konsequenten Anpassung des Geschäftsmodells hin zu einem auf Serviceleistungen basierten Angebot mit wiederkehrenden Umsätzen. Risiken ergeben sich aus der Abhängigkeit des Geschäftes von wenigen großen Softwarefirmen, insbesondere von Microsoft und Apple sowie zunehmendem Wettbewerbsdruck durch neue global agierende Anbieter, die auf den deutschen Markt drängen. Das auf klassische Telekommunikation ausgerichtete Partnernetzwerk der estos erschwert die Erschließung neuer Zielkunden und die Etablierung neuer, modernster Kommunikationslösungen. Dabei spielt die Migration wichtiger Komponenten der Unternehmens-IT in die Cloud eine wesentliche Rolle. Die damit verbundene notwendige Neuausrichtung der estos-Softwarelandschaft birgt ein besonderes Kosten- und Ressourcenrisiko für die nächsten Jahre. Die Entwicklung des estos Geschäftsmodells hin zu einem primär auf cloudbasierten Angebot erfordert zudem Investitionen, die sich in einer mehrjährigen Umstellungsphase auf die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis auswirken werden. Die Kollaboration innerhalb der STARFACE Group zeitigte 2023 erste Früchte: Mit der in 2023 erstmals erfolgten engeren Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe wurde das estos Portfolio mit neuen Funktionen angereichert und mit Telefonanlagen-Funktionalität abgerundet. Im nächsten Schritt wird das Portfolio mit einem für Kunden und Partner attraktiven Cloud-Angebot erweitert. 5. Prognosebericht Das Jahr 2024 wird für die estos GmbH ein weiteres Jahr des Umbruchs sein. Nach dem Führungswechsel und der eingehenden Analyse des Ist-Zustandes der Firma in 2023 gilt es im folgenden Jahr, den Grundstein zur Rückkehr zum Wachstumspfad der Firma zu legen. Wichtige strukturelle, personelle und prozessuale Weichenstellungen müssen vorgenommen werden, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Neue Zielkunden und Partner müssen erschlossen, die in 2023 entwickelte Cloud-Strategie durch erste neue Produkte mit Leben gefüllt und insbesondere eine konsequent marktorientierte Unternehmensstruktur aufgesetzt und etabliert werden. Die Planung für 2024 sieht ein moderates Umsatzwachstum der Gesellschaft auf Basis des steigenden Recurring Revenue vor, während mit einem deutlichen Ergebnisrückgang aufgrund der skizzierten Restrukturierungsmaßnahmen geplant wird. Die Stabilität des Geschäftsmodells wird der Gesellschaft auch über etwaige negative konjunkturelle Einflüsse hinweghelfen, sodass aufgrund der sehr stabilen Finanzlage mit einer langfristig positiven Entwicklung der estos GmbH fest gerechnet wird - sofern die notwendige strukturelle Erneuerung des Unternehmens erfolgreich umgesetzt wird. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft estos GmbH hat ihren Sitz in Starnberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der HRB 133670 eingetragen. II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Allgemeine Angaben Die Gesellschaft wurde mit Vertrag vom 03.08.2000 errichtet. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbHG beachtet. Die Gesellschaft weist die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsvorschriften nach dem für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Auf Bilanzposten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach dessen Produktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- / Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Es wurde die lineare Abschreibungsmethode gewählt. Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum entspricht der für zulässig gehaltenen branchenüblichen Nutzungsdauer bzw. den voraussichtlichen Restnutzungsdauern. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Beim Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte der Ansatz mit dem Nennwert. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen wurden berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Nutzungsdauer des im Geschäftsjahr 2016 erworbenen Firmenwertes wurde auf fünfzehn Jahre festgelegt, da die verbleibende voraussichtliche Lebensdauer der dem Firmenwert zugrundeliegenden Produktlinien ebenfalls voraussichtlich fünfzehn Jahre beträgt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr (wie Vorjahr). In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 3.842.847,22 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 2.147.610,36 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten in Höhe von Euro 76.150,00 (Vorjahr 204.571,21) Rückstellungen in einem nicht unerheblichen Umfang für Personalkosten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis 1 Jahr (wie Vorjahr). Die Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 1.487.063,42 (Vorjahr Euro 1.502.152,86). V. Haftungsverhältnisse Zur Sicherung der Darlehensverbindlichkeiten des Mutterunternehmens STARFACE Group GmbH (vormals SF Technologies Verwaltungs GmbH) bestehen Sicherheiten an konzernfremde Dritte. Diese Sicherheiten setzen sich zusammen aus Bürgschaften und Globalzessionen. Diese Sicherheiten dienen der von der Sparkasse Karlsruhe gewährten Darlehen in Höhe von Euro 33 Mio. Die Gesellschaft schätzt die Wahrscheinlichkeit, aus den angegebenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Globalzessionen in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen mit einer Laufzeit bis längstens 2030 bestehen folgende Verpflichtungen:
VII. Sonstige Angaben Personalstand Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
Organmitglieder Geschäftsführer der Gesellschaft waren Herr Florian Buzin, kaufmännische Gesamtleitung Herr Dr. Alexander Seyferth, kaufmännische Gesamtleitung, ab 03.11.2023 Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der Auskunft zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführer wurde die Schutzklausel nach § 286 IV HGB in Anspruch genommen. Mutterunternehmen Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die RAG Stiftung. Diese reicht ihren Einzel- und Konzernabschluss für Offenlegungszwecke gemäß § 325 HGB beim elektronischen Unternehmensregister ein. Ergebnisverwendung: Aufgrund des am 05.04.2022 mit der STARFACE Group GmbH (vormals SF Technologies Verwaltungs GmbH), Karlsruhe, als herrschende Gesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von Euro 1.135.113,91 gemäß gültigem Ergebnisabführungsvertrag in voller Höhe an die STARFACE Group GmbH abgeführt. Der aus Vorjahren verbleibende Gewinnvortrag in Höhe von Euro 2.147.610,36 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige Berichtsbestandteile
Starnberg, 10. Juni 2024 gez. Herr Florian Buzin gez. Herr Dr. Alexander Seyferth Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.07.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die estos GmbH, Starnberg Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der estos GmbH, Starnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der estos GmbH für das Geschäftsjahr vom1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.
Köln, den 10. Juni 2024 MAUREL
GmbH
Martin Josef Philippsen, Wirtschaftsprüfer |
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