Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 460687
Vorher
Hoffmann + Krippner GmbH
Eingetragen
7.12.2004
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von nichtelektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Bearbeitung, Herstellung und Vertrieb von Folientastaturen, Gerätefrontplatten, Flacheingabetastaturen mit Elektronik und von drucktechnischen Erzeugnissen. Erwerb von Beteiligungen - soweit hierfür eine Genehmigung nicht erforderlich ist - im eigenen Namen für eigene Rechnung zur Anlage des Gesellschaftsvermögens und nicht als Dienstleistung für Dritte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Ralf Krippner
seit 8.5.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ralf Krippner
Sonnenstr. 12, 74222 Buchen
7.608.350 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hoffmann + Krippner GmbH

Buchen Odenwald

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Hoffmann + Krippner GmbH (H+K) deckt speziell die Entwicklung und Produktion kleiner und mittlerer Bedarfsgrößen von hoch qualitativen Sensoren und Bedieneinheiten inklusive Elektronik ab. Im Bereich der kapazitiven Sensoren für die Verwendung in Bedienelementen im Automotiv-Sektor auch Stückzahlen im Bereich von mehr als 1 Mio. Sensoren im Jahr.

H+K entwickelt und produziert komplette Einheiten mit Gehäuse, mechanischen Metall- oder Kunststoffteilen, Display, Touch-Screen, Elektronik und der zugehörigen Schnittstellentechnik. Das Angebot beginnt bereits bei der Begleitung der Konzeptphase, um die Unternehmensstärken bereits zu Projektbeginn gezielt einzubringen. Zunehmend wird die Anbindung von Baugruppen an cloudbasierte Datenbanken und Plattformen nachgefragt - dieser Entwicklung beeinflusst seit einigen Jahren die strategische Ausrichtung mit dem Aufbau spezifischen Knowhows.

Im Geschäftsbereich Sensorik und Funktionale Folie entwickelt und produziert H+K kundenspezifische Sensorik für Positions-, Weg- und Winkelmessung, Elemente für Kraft-, Gewichts- und Betätigungserfassung sowie kapazitive Erfassung. Die Fertigung ausschließlich am Standort Deutschland bietet eine hohe Flexibilität, hohe Kommunikationsqualität sowie eine qualitativ hohe Produktionskontrolle.

Das Geschäftsmodell der Hoffmann + Krippner GmbH zentralisiert den engen Kundenkontakt. Eigene Entwicklungskapazitäten, schnelles Prototyping und eine hohe Anpassungsfähigkeit an Kundenwünsche sind die Grundlage für flexibles Agieren. Unsere Kunden legen großen Wert auf direkte Ansprechpartner in Entwicklung, Disposition, Fertigung und Service. Sie fordern schnelle und flexible Entwicklung und Lieferung von Muster- und Serienteilen.

2. Forschung und Entwicklung

In der Forschung wurden die Grundlagen für eine neue Eingabetechnologie gelegt, bei der eine kapazitive Touch-Eingabe in ein Kunststoffteil integriert wurde. Diese Kunststoff-Front beinhaltet die Eingabetechnik und eine separate Tastatur kann dadurch entfallen. Die Weiterentwicklung zu Kunden-Mustern erfolgt dann mit Interessenten, besonders geeignet erscheint dieses Produkt für die Medizintechnik.

In Erweiterung der Kombination von Eingabeeinheit und IoT-Technologie wird dem Bediener einer Anlage per "tap" mit seinem Smartphone Zugriff auf Informationen und die Nachbestellung von passendem Verbrauchsmaterial eröffnet. Die Kombination der verwendeten Technologien wurde durch eine Patentanmeldung abgesichert und bietet vielversprechendes Potential. Auch hier sollen Funktionsmuster mit interessierten Kunden weiterentwickelt werden. Die Vermarktung wird unter der Marke tap2.cloud und einer dazu neu zu gründenden Gesellschaft erfolgen.

Der Entwicklungsstandort Frankfurt wurde funktionell in die Organisation eingegliedert und arbeitet nun als Team eng mit den Kollegen am Standort Buchen zusammen.

Die Technologie der kapazitiven Folie wurde auf der Seite der verwendeten Materialien weiterentwickelt und die laufenden Serienproduktionen konnten effizienter gestaltet werden.

Zusammen mit den Tochterfirmen ROBIOTIC GmbH und HK.SYSTEMS GmbH konnte das System der IoT-Füllstandsmessung für einen großen Kunden auf weitere Varianten erweitert werden, zu denen die Serienproduktion in den Jahren 2023 und 2024 geplant wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Branche der geschlossenen Eingabesysteme für Maschinenbau, Medizingeräte, Lebensmittel-Verarbeitung und Verpackung, Labor/Messtechnik, Fahrzeug-, Bahn- und Luftfahrttechnik ist laut Vergleichszahlen der Fachgemeinschaft Eingabesysteme im FMI im Berichtszeitraum 2022 mit 408 Mio. € Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 25,6 % gestiegen. Bei H+K ist der Umsatz 2022 im gleichen Zeitraum um 9,0 % gestiegen.

Der Auftragseingang hat sich im Durchschnitt der Mitglieder der Fachgemeinschaft Eingabesysteme im FMI im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert (± 0%). Bei H+K gab es nach einer Reduzierung des Auftragseingangs im Jahr 2019 um 9,3 % auf 20,6 Mio. €, eine Steigerung im Jahr 2020 i. H. v. 10 % auf 22,6 Mio. €. Im Jahr 2021 konnte der Auftragseingang ein weiteres Mal gesteigert werden um 36,0 % auf 30,2 Mio. €. Im Jahr 2022 konnte der Auftragseingang bei H+K im Vergleich zum Vorjahr um 36,1% auf 41,1 Mio. € gesteigert werden, was insbesondere durch eine Sonderkonjunktur bei einer kleinen Anzahl an Stammkunden begründet ist. Etwa 10 Mio. Euro dieses Auftragseingangs ist auf eine mehrjährige Auslieferungsphase bezogen, während Rahmenaufträge sonst i.d.R. auf 12 Monate abgeschlossen werden.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 ist teilweise noch durch die Abarbeitung von Aufträgen im Bereich der Medizintechnik geprägt. Die Nachfrage nach bestimmten Produkten der Medizinbranche ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Diese Branche sorgt für 25% des erzielten Umsatzes. Etwas gewachsen ist die Branche der Meß- und Regeltechnik insbesondere durch einen herausragenden Kunden mit einem Anteil von 20% dieser Branche am gesamten Umsatz.

Insgesamt konnte durch den erhöhten Auftragseingang und durch Preiserhöhungen ein Umsatz-Plus von 9% realisiert werden.

Das Unternehmen sieht sich konfrontiert mit erhöhten Aufwendungen im Bereich der Materialbeschaffung sowie der stark gestiegenen Energiepreise. Gegensteuern konnte das Unternehmen durch erhebliche Preiserhöhungen mit Wirksamkeit ab dem zweiten Halbjahr. Die teilweise stark gestiegenen Bezugspreise für elektronische Bauelemente und Verbrauchsmaterialien im Bereich Folie, Kleber und Farbe konnten durch erheblichen Lageraufbau mit "letzten Bestellungen" zu noch angemessenen Preisen etwas entschärft werden. Die Beschaffung von elektronischen Bauteilen, insbesondere IC's und Controller-Baugruppen ist noch immer gestört. Durch die angepasste Lagerhaltung konnte die Auswirkung auf den produzierbaren Umsatz in Grenzen gehalten werden.

3. Lagebericht

a) Ertragslage

Im Jahr 2022 ist der Umsatz um 9 % gestiegen. Der Auftragseingang erhöhte sich um 36,1 % von 30,2 Mio. € auf 41,1 Mio. €.

Im Jahr 2022 steigt damit ebenso der Materialeinsatz im Wert um 9,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist zum einen bedingt durch starke Erhöhung der Bezugspreise im Bereich der Elektronik und durch eine Steigerung des Umsatzes vor allem im Bereich der Produkte mit hohem Anteil an Elektronik.

In Summe ergab sich aus dem Geschäftsverlauf eine Rohertragswertsteigerung um 990 T€ auf insgesamt 16 Mio. €.

Die Mitarbeiterzahl lag am Ende des Geschäftsjahres bei 225 Mitarbeitern zzgl. 14 Auszubildenden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Personalaufwendungen um 0,8 % reduziert. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung konnte gesenkt werden und liegt bei 43,0 % nach 46,6 % im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % reduziert. Die größten Aufwandsposten betreffen Aufwendungen für Gebäudemiete, Instandhaltungen sowie Rechts- und Beratungskosten.

Das EBIT konnte von negativen 18 T€ im Vorjahr auf 1,1 Mio. € im Jahr 2022 gesteigert werden. Das Finanzergebnis beträgt -167 T€ und resultiert aus Beteiligungserträgen von 257 T€, sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen von 31 T€ sowie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen von 454 T€.

Insgesamt beträgt der Jahresüberschuss 880.341 € nach einem Gewinn von 631.387 € im Vorjahr.

b) Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist mit 41,5 % unverändert im Vergleich zum Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind von 8.111 T€ auf 7.870 T€ gesunken. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Stichtag innerhalb eines Jahres 2.745 T€ fällig. Zwischen 1 und 5 Jahren ist ein Betrag von 4.439 T€ fällig. Entsprechend hat ein Betrag von 686 T€ eine Fälligkeit von über 5 Jahren.

Kontokorrentlinien wurden im Jahr 2022 in Anspruch genommen.

Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden in Höhe von 353 T€ vorgenommen. Weitere Investitionen betreffen mit 20 T€ die immateriellen Vermögensgegenstände sowie 2,3 Mio. € im Bereich der Finanzanlagen.

Zur Sicherung der Liquidität wurde im Jahr 2022 ein KfW-Betriebsmitteldarlehen in Höhe von 1 Mio. € aufgenommen.

Der Maschinenpark befindet sich auf aktuellem Stand, Neuerungen wurden gemäß Plan umgesetzt. Der Investitionsplan wird quartalsweise von der Geschäftsleitung überarbeitet und aktualisiert und fließt in die Budgetplanung ein.

Zur Sicherung der Liquidität wurde im Jahr 2021 mit einer Aktiengesellschaft ein Darlehensvertrag über bis zu 1 Mio. € geschlossen. Die Mittel wurden vollständig abgerufen. Die entsprechende Verbindlichkeit bestand zum Stichtag. Weiterhin bestanden zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 1.500 T€.

Bei der Tochtergesellschaft Helicom wurde ein Schutzschirmverfahren in Eigenregie geplant und im Januar 2022 erfolgreich abgeschlossen. Der Geschäftsbetrieb verlief ungestört.

Bei der Tochtergesellschaft ROBIOTIC GmbH konnten kundenspezifische Entwicklungen umgesetzt werden und weitere IoT-Geräte auf der Plattform RICO in Betrieb genommen werden. Der Geschäftsbetrieb ist geprägt durch das Geschäft mit zwei großen Kunden. Die Ausroll-Planung von Geräten bei diesen Kunden hat sich 2022 im Schwerpunkt auf die Folgejahre verschoben. Die Businessplanung wurde darauf angepasst und sieht Umsatzverschiebungen im Schwerpunkt auf 2023 und 2024 vor.

Die Darlehensforderungen gegenüber der ROBIOTIC GmbH belaufen sich auf 500 T€. Weiterhin bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 480 T€.

Im Geschäft der Tochtergesellschaft HK.SYSTEMS GmbH mit IoT-Geräten und deren Entwicklung wurde eine Umstrukturierung im Management durchgeführt und Kosten eingespart. Dies war notwendig, weil zwei Großkunden die Abnahme ihrer Geräte während und unmittelbar nach der Corona-Krise in die Jahre 23 und 24 gestreckt und verlagert haben. Entwicklungskapazität wurde in dieser Zeit auch in die Entwicklung eines eigenen Geräts "FRED Pager" aufgewendet, das im Bereich der Feuerwehren eingesetzt wird. Mit der Serienreife und Produktion wird für Mitte 2023 geplant.

Die Forderungen gegenüber der HK.SYSTEMS GmbH belaufen sich auf 1.326 T€.

Hinsichtlich der aktuellen Finanz- und Liquiditätssituation verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht.

c) Vermögenslage

Das Gesamtvermögen ist von 23.917 T€ im Vorjahr auf 26.034 T€ gestiegen. Dies ist insbesondere auf den Anstieg im Bereich des Umlaufvermögens zurückzuführen. Erschwerte Beschaffungslogistik und gestiegene Preise führten zu einer veränderten Einkaufsstrategie. Der Materialeinkauf zur Absicherung der Lieferfähigkeit und der Milderung der Preissteigerung hat zugenommen. So ist im Bereich des Vorratsvermögens ein Anstieg um 2.517 T€ zu verzeichnen. Zusätzlich ist ein Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung um 773 T€ zu verzeichnen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um 727 T€ reduziert.

Das Anlagevermögen ist nach dem Anstieg in den Vorjahren verursacht durch die Bautätigkeit von 2021 auf 2022 um 403 T€ auf 13 Mio. € gesunken.

Die Passivseite verzeichnet einen Anstieg der Rückstellungen um 26% auf 2,37 Mio. € - dieser resultiert im Wesentlichen auf Steuerrückstellungen sowie Rückstellungen betreffend Zeitwertkonten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 241 T€ auf 7.870 T€ reduziert.

d) Fazit zum Geschäftsverlauf

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als herausfordernd, aber wieder zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Ausrichtung des Finanzmanagement zielt auf die Einhaltungen von Zahlungszielen im Bereich Forderungen und Verbindlichkeiten.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die interne Unternehmenssteuerung erfolgt wesentlich anhand der Kennzahlen Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand. Zunehmend werden Indikatoren wie Forderungen und Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit der Liquiditätssituation durch die veränderte Beschaffungsdynamik engmaschiger gemonitort. Entsprechend stellen diese Kennzahlen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Der Umsatz konnte im Jahr 2022 um 9 % gesteigert werden. Der Auftragseingang betrug in 2022 41,1 Mio. € und der Auftragsbestand 37,9 Mio. €. Die Vorjahresprognose hinsichtlich der Umsatzentwicklung, des Auftragseingangs sowie des Auftragsbestands konnte übertroffen werden.

III. Prognosebericht

Die einsetzende Normalität nach der Corona-Pandemie und deren Folgen wurde in Abstimmung mit unseren Kunden in einer wieder anlaufenden Entwicklung von Nachfolgeprodukten und neuen Produkten geplant. Im Jahresverlauf 2023 war die Entwicklungstätigkeit noch geprägt durch vom Kunden beauftragte Re-Designs von Elektronik-Baugruppen durch Beschaffungsprobleme bei einzelnen Komponenten und dem Ersatz durch alternative Bauteile.

Die insbesondere im Bereich der elektronischen Bauteile anhaltende Lieferkettenthematik führt weiterhin zur Erteilung langfristiger Rahmenverträge durch unsere Kunden zur Absicherung ihrer Bedarfe, zu erhöhten Bestellvolumen bei unseren Lieferanten und in der Folge zu weiterem Aufbau der Lagerwerte bei H+K.

Die Erhöhung der Auftragsbestände schreitet das gesamte Jahr fort. Seit September 2022 ist bei der Neuerteilung von Aufträgen aus dem Maschinenbau ein deutlicher Rückgang ersichtlich. Durch starke Auftragseingänge bei einzelnen Kunden aus anderen Branchen steigt der Auftragsbestand trotzdem weiterhin an.

Bedingt durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine verändern viele Staaten ihre Verteidigungspolitik und investieren in neue Güter. Die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu deutschen Rüstungsunternehmen führten zur Erteilung von zusätzlichen Aufträgen in dieser Branche mit Auslieferungen ab Ende 2022 und im Schwerpunkt im Jahr 2024. Die Höhe dieser zusätzlichen Aufträge und deren Abarbeitung wird die Jahre 2023 bis 2025 deutlich prägen.

Nach Änderungen in den Bedingungen unserer Rahmenverträge ist der Vertrieb im Jahr 2022 stark damit beschäftigt, Preiserhöhungen zu kommunizieren und durchzusetzen. Bedingt durch hohe Inflationswerte und Energiekostensteigerungen werden wir diese Politik der Preiserhöhungen auch mittelfristig fortführen müssen.

Im aktuellen Geschäftsjahr 2023 konnten die Umsatzerlöse bis Ende September im Vergleich zum Jahr 2022 um 20 % gesteigert werden.

Auch bis Jahresende 2023 sehen wir eine hohe Auslastung insbesondere der Produktion. Im Vergleich mit dem Mitbewerb im Fachverband Eingabesysteme ist dies eine atypische Entwicklung. Diese ist im direkten Vergleich bedingt durch einige Stammkunden mit abweichendem positivem Wirtschaftsverlauf, insbesondere in den Branchen Mobilität und Verteidigung.

Für das laufende Jahr 2023 lautet die aktualisierte Prognose auf ein Umsatzwachstum von 22 %, einen Auftragseingang von 34,9 Mio. € und einen Auftragsbestand zum 31.12.2023 von 40 Mio. €.

Der Ausblick in das Jahr 2024 zeigt mindestens das Beibehalten des in 2023 hohen Umsatzniveaus bei weiterhin steigenden Bezugspreisen und Personalkosten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Branche der industriellen Eingabesysteme wandelt sich im Technologiemix weg von der einfachen Folientastatur stark hin in Richtung der Integration von Elektronik, insbesondere Touch-Eingabe mit Displays. H+K ist seit einigen Jahren sehr gut aufgestellt im Bereich der neuen Technologien und kann durch ein breites Produktportfolio die aktuellen Kundenanforderungen bedienen. Bewährt hat sich die breite Ausrichtung auf Kunden in den verschiedensten Industriebranchen, um partikular Entwicklungen auszugleichen.

Ertragsorientierte Risiken

Durch den Technologiewandel weg von der einfachen Folientastatur mit einem hohen Wertschöpfungsanteil hin zu Touch-Systemen mit hohem Wert an Zukaufteilen ergibt sich eine Ertragsveränderung. Die Entwicklung führte zu bereits erkennbaren Steigerungen der Materialaufwandsquote.

Ein teilweiser Ausgleich dieses Trends ergibt sich durch steigenden Umsatz mit der Technologie der kapazitiven Folie mit niedrigem Materialeinsatz.

Ein weiterer Punkt des Ausgleichs ist die verstärkte Berechnung von Entwicklungsleistungen. Besonders relevant ist dies im Umfeld der digitalen Produkte über die Beteiligungen ROBIOTIC GmbH und HK.SYSTEMS GmbH. Die Entwicklung dieser Bereiche ist im zeitlichen Verlauf unsicher. Erteilte Kundenaufträge von zwei großen Kunden der ROBIOTIC GmbH und HK.SYSTEMS GmbH verschieben sich im Abruf im Schwerpunkt auf die Jahre 2023 und 2024 womit sich der Break-Even Punkt im Aufbau des IoT-Geschäfts ebenfalls verschiebt. Es besteht daher das Risiko, dass den bereits getätigten Investitionen adäquate Erträge erst mit zeitlichem Verzug gegenüberstehen. Dies kann kurzfristig zu ertragswirksamen Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte sowie Ausleihungen bzw. kurzfristige Darlehen führen. In der Bewertung der unternehmensinternen Ausleihungen und Forderungen bestehen bezogen auf die ROBIOTIC GmbH zum Stichtag Beteiligungsbuchwerte und sonstige kurzfristige Forderungen in Höhe von 1.316 T€. Bezogen auf die HK.SYSTEMS GmbH bestehen Ansprüche und ein Beteiligungsbuchwert von rund 1.376 T€.

Die Ertragslage der ROBIOTIC GmbH verläuft im Jahr 2023 durch eine hohe Abschreibung im Bereich Software negativ. Die Planung sieht für das Geschäftsjahr 2023 einen positiven Rohertrag von 308 T€ und Jahresüberschuss im Bereich von -362 T€ vor. Im Jahr 2024 soll ein Rohertrag von 580 T€ sowie erstmals ein positives EBIT von 21 T€ erzielt werden. Die Liquidität ist unabhängig von der Hoffmann + Krippner GmbH gedeckt. Die HK.SYSTEMS GmbH plant im Jahr 2023 einen negativen Ertrag, der ebenfalls unabhängig von der Hoffmann + Krippner GmbH gedeckt wird. Insbesondere durch die dann ab Q1 2024 in größeren Stückzahlen laufende Auslieferung des neuen Produktes "Pager FRED" soll in 2024 ein Jahresüberschuss von 143 T€ erreicht werden.

Kunden- bzw. Lieferantenausfallrisiken sehen wir derzeit nicht in gesteigertem Umfang.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten zum 31. Dezember 2022 auf 7.870 T€ abgebaut werden. Der Stand der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Darlehensverträgen beträgt zum 30. September 2023 5.673 T€. Darüber hinaus bestehen keine Verbindlichkeiten aus genutzten Kontokorrentlinien.

Für die Jahre 2023 und 2024 ergibt sich aus den Darlehensverträgen ein Kapitaldienst von insgesamt 3.892 T€. Die unklare Entwicklung der Weltwirtschaft durch die Corona-Pandemie, Lieferkettenkrise und dem Kriegsgeschehen in der Ukraine verbunden mit den dargestellten ertragsorientierten Risiken können die Liquiditätslage der Gesellschaft weiter belasten. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2022 negative 380 T€. Steigende Energie- sowie Materialkosten sind in die Planung 2023 eingeflossen und werden planmäßig an die Kunden weitergegeben. Wir prognostizieren für das Jahr 2023 einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit von 1,4 Mio. EUR. Investitionen in das Anlagevermögen sind mit 758 T€ geplant.

Zum 30. September 2023 bestanden insgesamt Kontokorrentlinien bei drei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 1,25 Mio. €. Hiervon waren zu diesem Zeitpunkt keine der Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Die liquiden Mittel betrugen zu diesem Stichtag TEUR 693.

Zum 01.09.2022 wurde das wirtschaftliche Eigentum eines im Jahr 2010/2011 errichteten Bauabschnitts seitens der Hoffmann+Krippner GmbH an die Calla GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von 2,0 Mio. Euro verkauft. Die Nutzung des Gebäudes erfolgt wie bereits in der Vergangenheit auf Basis eines Mietvertrags. Bei der Calla GmbH & Co. KG handelt es sich um ein verbundenes Unternehmen. Der Kaufpreis ist geflossen und ist mit dem Restbetrag i. H. v. 1.013 T€ für das Geschäftsjahr 2023 zur Bedienung der laufenden Zins- und Tilgungszahlungen vorgesehen. Dazu wurde mit der finanzierenden Bank eine Zweckbindung hinsichtlich des Kaufpreises vereinbart.

Die Überwachung von Liquidität und der Cashflow über monatliche Reports und die OP-Verfolgung unter Einbeziehung des Vertriebs ist transparent und zeitnah gegeben.

Währungsrisiken sind im europäischen Bereich derzeit nicht erkennbar, da hier praktisch alle Zahlungen in Euro erfolgen. Das US-$ Währungsrisiko mit amerikanischen Kunden ist in der Kalkulation berücksichtigt und durch den geringen Umsatzanteil nicht kritisch.

2. Chancenbericht

Seit 2018 wird die Technologie der kapazitiven Folie zunächst in der Branche Automotive in Serienprodukten eingesetzt. Der Serienanlauf erfolgte aus branchenbedingten Gründen mit deutlichem Verzug. Mittlerweile ist diese Technologie im Bereich Automotive etabliert und weitere Nominierungen sind erfolgt. Diese Technologie hat hohes Chancenpotential und passt durch die Erweiterung der Druckerei in den Jahren 2020-2021 ins Portfolio und kann ressourcenseitig abgebildet werden.

Die neue Technologie der IMD-Kunststoffteile mit integrierter kapazitiver Touch-Bedienung bietet Chancen insbesondere bei der bei H+K etablierten Branche der Medizintechnik.

Die seit Jahren intensiv vorbereitete IoT-Technologie läuft mit den Kunden zu langsam an, vermutlich als Folge von krisenbedingt verzögerten Investitionsbudgets bei den Endkunden und Anwendern. Unsere Kunden haben hohe sechs- und siebenstellige Summen in die Produkte investiert und haben ihre Planungen nicht grundsätzlich gekürzt, sondern zeitlich verschoben. Die Umsätze sind in den nächsten Jahren erzielbar und alle notwendigen Entwicklungen sind bereits erfolgt. Intellectual Property ist durch Patenanmeldungen gesichert. Der Kundenstamm von Hoffmann+Krippner ist grundsätzlich an diesen digitalen Technologien in Ergänzung zur Eingabeelektronik sehr interessiert.

Insgesamt sehen wir unser Unternehmen als gut aufgestellt an, den laufenden Technologiewandel als Chance zum Wachstum zu nutzen. Das IoT Knowhow bietet eine gute Grundlage für ein überdurchschnittlich wachsendes Segment. Die große Entwicklungskapazität, die breite Fertigungstiefe und der langfristige treue Kundenstamm sorgen für ein stabiles Geschäft.

Das Managementsystem funktioniert gut. Entscheidungen sind im Unternehmen transparent dokumentiert. Wichtige Entscheidungen können flexibel und zeitnah getroffen werden. Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Buchen, 01.12.2023

Hoffmann + Krippner GmbH

gez. Ralf Krippner, Geschäftsführer

gez. Stefan Kieser, Geschäftsführer

gez. Frank Wahlandt, Geschäftsführer

gez. Thomas Grimm, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 13.008.787,44 13.411.614,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 395.960,00 730.658,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.958,00 730.656,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
II. Sachanlagen 6.294.558,90 8.391.582,90
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.541.908,00 6.433.328,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.188.258,00 1.409.731,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.572,00 544.503,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.820,90 4.020,90
III. Finanzanlagen 6.318.268,54 4.289.373,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.914.611,47 3.873.716,43
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 339.776,07 364.776,07
3. Beteiligungen 50.831,00 50.831,00
4. sonstige Ausleihungen 1.013.000,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
B. Umlaufvermögen 12.890.760,87 10.390.342,82
I. Vorräte 7.816.436,80 5.299.691,73
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.784.688,12 3.278.067,28
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.540.788,67 1.237.196,16
3. fertige Erzeugnisse und Waren 605.111,83 804.663,94
4. geleistete Anzahlungen 29.208,18 18.898,35
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 143.360,00 39.134,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.033.925,96 5.069.214,85
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.293.596,58 1.520.463,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.573.745,45 3.300.433,88
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 1.682,13
4. sonstige Vermögensgegenstände 166.583,93 246.635,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 40.398,11 21.436,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.524,56 114.891,64
Bilanzsumme, Summe Aktiva 26.034.072,87 23.916.848,86

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 10.800.340,96 9.919.999,94
I. gezeichnetes Kapital 7.608.350,00 7.608.350,00
II. Kapitalrücklage 1.500.000,00 1.500.000,00
III. Gewinnvortrag 811.649,94 180.262,83
IV. Jahresüberschuss 880.341,02 631.387,11
B. Rückstellungen 2.374.254,46 1.877.906,06
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 478.783,00 501.846,00
2. Steuerrückstellungen 110.882,45 0,00
3. sonstige Rückstellungen 1.784.589,01 1.376.060,06
C. Verbindlichkeiten 12.859.477,45 11.980.934,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.869.636,06 8.110.955,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.918.156,96 808.298,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.291,77 20.001,54
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.014.392,66 3.041.678,76
D. Passive latente Steuern 0,00 138.008,34
Bilanzsumme, Summe Passiva 26.034.072,87 23.916.848,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 16.544.513,42 15.534.284,22
2. Personalaufwand 10.985.122,60 11.075.103,16
a) Löhne und Gehälter 9.057.242,14 9.204.289,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.927.880,46 1.870.813,71
3. Abschreibungen 1.086.373,89 1.100.676,56
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.086.373,89 1.100.676,56
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.351.814,20 3.377.242,80
5. Erträge aus Beteiligungen 257.476,63 658.426,86
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 30.197,70 19.796,71
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 749,07 206.836,98
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 454.208,32 179.598,03
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 67.047,42 47.927,74
10. Ergebnis nach Steuern 888.370,39 638.796,48
11. sonstige Steuern 8.029,37 7.409,37
Jahresüberschuss 880.341,02 631.387,11

Anhang

1. Rechnungslegungsgrundsätze

Sitz der Hoffmann + Krippner GmbH ist Buchen. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 460687 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG angewandt worden.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen, mit unten dargestellter Ausnahme, den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerken in diesem Anhang dargestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen grds. zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder niedrigeren Zeitwerten angesetzt, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden. Grundlage für die Bewertung bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen Stückkosten, die auf der Basis der tatsächlichen Beschäftigung ermittelt worden sind. Hierin sind Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen enthalten. Soweit eine verlustfreie Bewertung von Aufträgen erforderlich ist, werden entsprechende Abschläge vorgenommen.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden nach Abzug der Umsatzsteuer netto ausgewiesen und in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgegrenzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,78 %

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Wertpapiere) entspricht dem Börsen- oder Marktpreis gemäß § 255 Abs. 4 Satz 1 HGB.

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer oder quasi-permanenter Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen werden diese mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Zahlungsströme aus dem Eintritt vergleichbarer Risiken werden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. In dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgleichen, findet keine buchmäßige Erfassung der Bewertung statt (Einfrierungsmethode).

2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Zum Bilanzstichtag ist ein Betrag von TEUR 1.013 innerhalb des Finanzanlagevermögens in der Verfügung beschränkt, da über diesen Betrag mit einem Kreditinstitut vereinbart wurde, dass dieser ausschließlich zur Tilgung bestehender Darlehen verwendet werden darf.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 758 (i. V. TEUR 622).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 4 (i. V. TEUR 14) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen und Forderungen von TEUR 8 (i. V. TEUR 16) enthalten, die rechtlich nach dem Bilanzstichtag entstanden sind.

3. Eigenkapital

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von TEUR 11 ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 1.334) und für Garantieleistungen (TEUR 170).

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen (Wertpapiere) nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2022
EUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten 3.176.604,11
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 2.211.462,72
Rückstellungsbetrag 965.141,39
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 2.609.211,00
Zinsertrag aus der Bewertung der Verpflichtung 138.826,12
Aufwand aus Deckungsvermögen 399.908,67
Zinsaufwand 261.082,55

5. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 5.630 (i. V. TEUR 7.497) durch Sicherungsübereignung der Lagerbestände, diverser Maschinen, sowie eines Blockheizkraftwerks, durch Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch die Verpfändung von Gesellschaftsanteilen besichert. Weiterhin bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren zu TEUR 237 (i. V. TEUR 206) aus Steuern; TEUR 53 (i.V. TEUR 57) sind im Rahmen der sozialen Sicherheit entstanden. Des Weiteren beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten ein Darlehen in Höhe von 1 Mio. EUR. Zudem sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.500 (i.V. TEUR 1.602) enthalten.

Erwartete Restlaufzeiten
Gesamt
EUR
bis 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.869.636,06 2.744.575,92 4.438.609,87 686.450,27
(i. Vj.) (8.110.955,40) (2.145.834,82) (4.482.701,74) (1.482.418,84)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.918.156,96 1.918.156,96 0,00 0,00
(i. Vj.) (808.298,82) (808.298,82) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57.291,77 57.291,77 0,00 0,00
(i. Vj.) (20.001,54) (20.001,54) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 3.014.392,66 3.014.392,66 0,00 0,00
(i. Vj.) (3.041.678,76) (3.041.678,76) (0,00) (0,00)
12.859.477,45 7.734.417,31 4.438.609,87 686.450,27
(11.980.934,52) (6.015.813,94) (4.482.701,74) (1.482.418,84)

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufwendungen für Altersversorgung

Im Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 29 (i. V. TEUR 44) enthalten.

2. Verbundene Unternehmen

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betreffen mit TEUR 30 (i. V. TEUR 20) verbundene Unternehmen. Die Erträge aus Beteiligungen entfallen in Höhe von TEUR 257 (i. V. TEUR 658) auf verbundene Unternehmen.

3. Auf- und Abzinsung von Rückstellungen

Im Geschäftsjahr resultiert ein Aufwand in Höhe von TEUR 9 (i. V. TEUR 12) aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Zudem resultieren in Höhe von TEUR 138 (i. V. TEUR -182) ein Ertrag aus der Abzinsung von Rückstellungen.

4. Übrige Angaben

Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind Währungsaufwendungen in Höhe von TEUR 43 (i. V. TEUR 10) enthalten. Im sonstigen betrieblichen Ertrag sind Währungserträge in Höhe von TEUR 28 (i. V. TEUR 11) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Gewinn aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 281 enthalten. Es handelt sich hierbei um einen Ertrag von außergewöhnlicher Größenordnung.

5. Latente Steuern

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Ertrag aus der Entwicklung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 138 (i. V. TEUR -30) enthalten.

III. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

Anzahl
Angestellte 72
Gewerbliche 155
Insgesamt 227

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr zusätzlich durchschnittlich 16 Auszubildende.

2. Außerbilanzielle Geschäfte

Zur Beschaffung liquider Mittel bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Maschinen, die sich auf TEUR 714 belaufen. Die getätigten Geschäfte dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken aus den Vertragsbindungen sind aus der Erfahrung heraus nicht zu erkennen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für das ursprüngliche Betriebsgrundstück mit aufstehendem Produktions- und Verwaltungsgebäude wurde in 2022 ein Mietvertrag abgeschlossen. Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2032 ist das Gebäude gemietet. Die Verpflichtungen aus dem Immobilien-Mietvertrag betragen bis zum Ende der Vertragslaufzeit TEUR 3.569. Die Verpflichtung besteht gegenüber einem verbundenen Unternehmen.

4. Organe

Geschäftsführer sind:

Ralf Krippner, Kaufmann

Stefan Kieser, Techniker Frank Wahlandt, Kaufmann (ab dem 28. August 2023)

Thomas Grimm, Techniker (ab dem 28. August 2023)

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Krippner ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Beirat:

Fritz Krippner

Unter Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB werden die Angaben nach § 285 Nr. 9a und b HGB nicht getätigt.

5. Beteiligungsverhältnisse

Name Anteilsquote
in %
Währung Eigenkapital Jahresergebnis
Calla GmbH 100% TEUR 26 1
HK.SYSTEMS GmbH, Buchen 100% TEUR -1.071 -611
Hoffmann + Krippner Inc., Frisco/USA 100% TUSD -595 54
Calla Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbh & Co. Vermietungs-KG, Buchen 88% TEUR 2.305 160
TES Frontdesign GmbH, Neuruppin 70% TEUR 8.152 1.775
Hannaleck/H+K GbR, Neuruppin ** 70% TEUR 133 67
ROBIOTIC GmbH, Paderborn 60% TEUR -1.232 -21
Helicom Entwicklungsgesellschaft für Telekommunikation und Medientechnik mbH, Münster * 100% TEUR -1.039 -93
Connect One Digital AG, Frankfurt am Main 31,67% TEUR 113 5

* Werte lt. Jahresabschluss 31.12.2021 und Rumpfgeschäftsjahr 2021

** Gesellschaft, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter die Hoffmann + Krippner GmbH ist

6. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Gewinn in Höhe von EUR 880.341,02 zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 811.649,94 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge, die für die Beurteilung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2022 nicht eingetreten.

 

Buchen, 21. November 2023

Hoffmann + Krippner Geschäftsführung

gez. Ralf Krippner

gez. Stefan Kieser

gez. Frank Wahlandt

gez. Thomas Grimm

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.321.646,56 20.483,00 0,00 2.342.129,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.043.451,07 0,00 0,00 6.043.451,07
8.365.097,63 20.483,00 0,00 8.385.580,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.513.610,78 34.021,73 2.607.654,89 4.939.977,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.614.223,54 68.046,55 3.735,00 5.678.535,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.696.398,65 200.488,61 459.717,51 3.437.169,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.020,90 50.800,00 0,00 54.820,90
16.828.253,87 353.356,89 3.071.107,40 14.110.503,36
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.086.600,72 1.273.418,41 232.523,37 6.127.495,76
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.371.712,89 0,00 25.000,00 1.346.712,89
3. Beteiligungen 50.831,00 0,00 0,00 50.831,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 1.013.000,00 0,00 1.013.000,00
5. Genossenschaftsanteile 50,00 0,00 0,00 50,00
6.509.194,61 2.286.418,41 257.523,37 8.538.089,65
31.702.546,11 2.660.258,30 3.328.630,77 31.034.173,64
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.590.990,56 355.181,00 0,00 1.946.171,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.043.449,07 0,00 0,00 6.043.449,07
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.634.439,63 355.181,00 0,00 7.989.620,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.080.282,78 206.713,73 888.926,89 398.069,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.204.492,54 289.519,55 3.735,00 4.490.277,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.151.895,65 234.959,61 459.257,51 2.927.597,75
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.436.670,97 731.192,89 1.351.919,40 7.815.944,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.212.884,29 0,00 0,00 1.212.884,29
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.006.936,82 0,00 0,00 1.006.936,82
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
2.219.821,11 0,00 0,00 2.219.821,11
18.290.931,71 1.086.373,89 1.351.919,40 18.025.386,20
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 395.958,00 730.656,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
395.960,00 730.658,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.541.908,00 6.433.328,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.188.258,00 1.409.731,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 509.572,00 544.503,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 54.820,90 4.020,90
6.294.558,90 8.391.582,90
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.914.611,47 3.873.716,43
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 339.776,07 364.776,07
3. Beteiligungen 50.831,00 50.831,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.013.000,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 50,00 50,00
6.318.268,54 4.289.373,50
13.008.787,44 13.411.614,40

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2022 - 31.12.2022

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 23.118,98 EUR.

1.1.2021 - 31.12.2021

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 124.465,98 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zum vollständigen Jahresabschluss sowie dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Hoffmann + Krippner GmbH, Buchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hoffmann + Krippner GmbH, Buchen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hoffmann + Krippner GmbH, Buchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unseren Beurteilungen aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidelberg, 19. Dezember 2023

OT-audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dirk Müller, Wirtschaftsprüfer

gez. Oskar Ulrich, Wirtschaftsprüfer

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