Sunrise GP GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Brandt seit 16.1.2014 | Geschäftsführer |
Rainer Bigge seit 21.10.2013 | Geschäftsführer |
Benedikt Preker seit 10.4.2006 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 7.50% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Sunset Espana S.L. | 69.37% |
AGR Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhrgebiet mbH | 15.00% |
GAVEMA, s.r.o. | 7.50% |
| 0.63% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Minegas GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Minegas GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Essen, 16. März 2017 Ernst
& Young GmbH
Broschk, Wirtschaftsprüfer Micheel, Wirtschaftsprüferin Bilanz Minegas GmbH, Essen, zum 31. Dezember 2016AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung Minegas GmbH, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2016I. Grundlagen des JahresabschlussesA) Allgemeine Erläuterungen Der Abschluss der Minegas GmbH wird nach den Vorschriften des HGB in der für diesen Abschluss gültigen Fassung und des GmbHG aufgestellt. Darüber hinaus werden die Vorschriften des EnWG und des Gesellschaftsvertrages beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Minegas GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wird aufgrund der Regelungen des Gesellschaftsvertrages nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. B) Bilanzierung und Bewertung Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Als Nutzungsdauer gelten grundsätzlich drei bis fünf Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden grundsätzlich nicht angesetzt. Bis zum Geschäftsjahr 2009 angeschaffte Wirtschaftsgüter des abnutzbaren Sachanlagevermögens werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv - mit Übergang auf die lineare Abschreibungsmethode - abgeschrieben. Für Neuzugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 kommt dagegen ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Der Bemessung der Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis zu einem Wert von 150,00 EUR, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zeitpunkt ihres Zuganges als Aufwand erfasst. Anlagengegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150,00 EUR, aber nicht über 1.000,00 EUR liegen, werden seit 2008 im Jahr ihres Zuganges in einen Jahressammelposten eingestellt. Dieser wird im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben. Nach ihrer Vollabschreibung werden die Sammelposten ausgebucht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen in ausreichendem Umfang alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Minegas GmbH ist Organgesellschaft einer ertragsteuerlichen Organschaft. Die latenten Steuern werden bei dem Organträger ausgewiesen. Somit unterbleibt die Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB. II. Erläuterung der Bilanz(1) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagengitter gesondert dargestellt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr bei den Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 3 vorgenommen (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(3) Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Verpflichtungen aufgrund erhaltener, aber noch nicht berechneter Lieferungen und Leistungen. Außerdem werden in diesem Posten, die sich gemäß Bundesberggesetz (BbergG) und aufgrund vertraglicher Verpflichtungen ergebenden Rückbauverpflichtungen der BHKW-Standorte mit TEUR 1.711 (Vorjahr TEUR 1.896), sowie die im Rahmen der Verordnung über Feldes- und Förderabgabe (FFVO) an das Land NRW abzuführenden Abgaben, berücksichtigt. Von den sonstigen Rückstellungen haben TEUR 1.711 (Vorjahr TEUR 1.753) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. (4) Verbindlichkeiten
III. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung(5) Umsatzerlöse Aufgrund der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) ist ein Vergleich der Umsatzerlöse mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. Unter Anwendung der durch das BilRUG geänderten Umsatzerlösdefinition nach § 277 Abs. 1 HGB auf das Vorjahr, stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland generiert. (6) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 624 (Vorjahr TEUR 411). (7) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Geschäftsführungsentgelte TEUR 932 (Vorjahr TEUR 934), Abgaben nach FFVO (Verordnung über Feldes- und Förderabgaben) TEUR 134 (Vorjahr TEUR 115) sowie Mieten und Pachten TEUR 285 (Vorjahr TEUR 245) enthalten. (8) Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages wurde der Gewinn von TEUR 4.359 (Vorjahr TEUR 4.552) an die STEAG New Energies GmbH abgeführt. IV. Sonstige Angaben(9) Periodenangaben Wirtschaftsprüferhonorare Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, da diese in den Konzernabschluss der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen, einfließt. (10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(11) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die Aufstellung enthält Geschäfte mit verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die außerhalb der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit liegen. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. (12) Angaben zum Energiewirtschaftsgesetz Die Minegas GmbH unterliegt als Energieversorgungsunternehmen den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) in der aktuellen Fassung. § 6b EnWG enthält besondere Vorschriften zur Buchführung und Rechnungslegung von Energieversorgungsunternehmen. Gemäß § 6b Abs. 1 EnWG besteht für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 grundsätzlich die Offenlegungspflicht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB. Die Anwendung des § 326 HGB ist hierbei nach § 6b Abs. 4 EnWG ausgeschlossen. Die Geschäfte mit verbundenen Unternehmen oder Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, sind im Jahresabschluss dargestellt. Es bestehen ausschließlich andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors gemäß § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG. (13) Organe der Gesellschaft Mitglieder der Geschäftsführung
(14) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. (15) Einbeziehung in den Konzernabschluss Die Minegas GmbH ist ein verbundenes Unternehmen der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG, Essen (KSBG), sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KSBG für den größten Kreis und in den der STEAG GmbH, Essen, für den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der STEAG GmbH ist ein freiwillig erstellter Konzernabschluss, der nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Beide Konzernabschlüsse werden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, die seitens der Europäischen Union in das Gemeinschaftsrecht übernommen wurden. Der Konzernabschluss der KSBG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Essen, 16. März 2017 Minegas GmbH Die Geschäftsführung Andreas Brandt Rainer Bigge Benedikt Preker Entwicklung des Anlagevermögens der Minegas GmbH, Essen, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20161. Grundlagen des Unternehmens Die Minegas GmbH (Minegas) ist ein verbundenes Unternehmen der STEAG GmbH, Essen, sowie deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die STEAG New Energies GmbH, Saarbrücken, hält 74,8 % der Anteile der Minegas GmbH, Essen. Die Green Gas Germany GmbH, Krefeld, und die LAMBDA Gesellschaft für Gastechnik mbH, Herten, halten jeweils 12,6 % der Anteile der Minegas GmbH, Essen. Die Minegas befasst sich mit der Verwertung von Grubengas. Dieses wird aus stillgelegten Bergwerken im Ruhrgebiet gewonnen und in Gasmotoren verstromt. Neben der gewonnenen Elektrizität wird zunehmend auch die anfallende Wärme veräußert. Da Grubengas in das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) aufgenommen ist, gibt es festgelegte Vergütungssätze für den aus Grubengas gewonnenen Strom. Weiterhin haben die Anlagen einen 20-jährigen Bestandsschutz und der Netzbetreiber ist zur Abnahme verpflichtet. Da es sich bei Grubengas um einen bergfreien Bodenschatz handelt, ist für die Gewinnung eine Bewilligung erforderlich. Die Bewilligung verleiht das Recht, im räumlichen Geltungsbereich der Bewilligung für 30 Jahre exklusiv Grubengas zu gewinnen. Die Stromproduktion aus Grubengas in NRW im Jahr 2016 beträgt 0,76 TWh. Davon entfallen 35,2 % auf die Minegas GmbH. Im Berichtszeitraum ergaben sich in der Geschäftsführung der Minegas GmbH keine Veränderungen. Die Minegas ist eine Managementgesellschaft ohne eigenes Personal. Die kaufmännische Geschäftsbesorgung und die technische Betriebsführung erfolgt durch Mitarbeiter der drei Gesellschafter. Dies ist über entsprechende Verträge mit den Gesellschaftern geregelt. Der von der Minegas produzierte Strom wird nach den Regelungen des Emeuerbaren Energien Gesetzes in das Netz der öffentlichen Versorgung eingespeist und die erzeugte Wärme an Fernwärmenetzbetreiber geliefert. Zunehmend nutzt Minegas die gesetzlichen Möglichkeiten des EEG zur Direktvermarktung von Strom. Nach § 19 ff. EEG-2017 können Betreiber den in der Anlage erzeugten Strom kalendermonatlich an Dritte veräußern, indem dies dem Netzbetreiber vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats angezeigt wird. Für den Zeitraum der Direktvermarktung entfällt der Vergütungsanspruch nach EEG. Der Wechsel in die EEG-Vergütung ist mit gleicher Frist möglich. Zur Direktvermarktung wurde mit STEAG New Energies (SNE) eine Vereinbarung getroffen. SNE vermarktet die Strommengen, verwaltet die Meldungen an die Netzbetreiber und erhält hierfür ein Dienstleistungsentgelt. Minegas erhält für den Strom aus ihren Anlagen eine Vergütung in Höhe der EEG-Vergütung zuzüglich einer Managementprämie. Diese Vereinbarung hatte eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2016 und wurde in 2016 um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. Minegas betreibt zum 31. Dezember 2016 an 16 (15 *) Standorten 55 (55 *) mit Grubengas befeuerte Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Stromerzeugung; alle BHKW befinden sich im Besitz der Minegas GmbH. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Standortentwicklung Minegas hat in der Zeit von 2001 bis 2005 Standorte mit insgesamt 59 BHKW-Modulen (Gasmotor inkl. Generator) mit einer Gesamtleistung von -80 MWei aufgebaut. Aufgrund der Gegebenheiten aus der Lagerstätte wurden zwischenzeitlich ganze Standorte wieder verlassen, sowie einzelne BHKW's zurückgebaut. Eine weitere Erhöhung der BHKW-Anzahl ist aktuell wegen der Begrenztheit der Lagerstätte aus der Sicht der Geschäftsführung nicht sinnvoll. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), unter dessen Regime auch die Verstromung von Grubengas fällt, gewährleistet über einen Zeitraum von 20 Jahren eine feste Vergütung bei garantiertem Einspeiserecht (66,5 E/MWh). Dieser Bestandsschutz währt an einzelnen Modulen bis zum Jahr 2024. Wie im Vorjahr wurde die Stromproduktion insbesondere durch Einflüsse aus der Lagerstätte, die die Qualität und Quantität des Grubengasaufkommens beeinträchtigen, wie z. B. Dichtigkeit der Lagerstätte oder Grubenwasseranstieg im stillgelegten Bergbau, beeinflusst. Die Auswirkungen aus der veränderten Kapazitätsanpassung des aktiven Steinkohlenberg- baus zeigen eindeutig Wirkung auf das Grubengasaufkommen im stillgelegten Bereich. Das Fehlen direkter Eingriffsmöglichkeiten erschwert sowohl die Voraussage als auch die Entscheidung für die jeweils beste Technik. Technische Probleme an Verdichtern, Motoren und Generatoren traten in üblichem Rahmen auf. Lagerstättenuntersuchungen nach Aktenlage, Potenzialanalysen, Ausgasungsgutachten mit nachfolgend mehrwöchiger Testbesaugung und die Infrastruktur am Standort bilden die Grundlage einer Entscheidung zum Aufbau neuer Anlagenkapazität. Die Nutzung niederkalorischer Grubengase wird weiterentwickelt. Für die Verwertung niederkalorischer Grubengase ist eine individuelle, standortspezifische Lösung mittels maschinentechnischer Anpassungen (Gasgemischaufbereitung, Brennraumgeometrie und Abgasbehandlung) erforderlich. Zudem kann auch die Zuführung von reinem Sauerstoff eine weitere Verwertung ermöglichen. Alle Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit und nach Freigabe durch die Genehmigungsbehörde umgesetzt. 2.2 Projektentwicklung 2016 Alle Standorte wurden im Jahr 2015 zur weiteren Teilnahme an der Direktvermarktung mit "EEG-Vermarktungsboxen (Übertragung von Momentanwerten und Schaltmöglichkeit der Anlage für den Stromhändler) nachgerüstet. Am Standort Blumenthal 3/4 wurden die Bauarbeiten zur Erweiterung der Gasförderkapazität in 2016 erfolgreich abgeschlossen. Eine Lagerstättenuntersuchung am Standort Dingen, Castrop-Rauxel führte zum Ergebnis, dass ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb nicht mehr möglich ist. Die vorhandene Ausrüstung wurde in diesem Jahr sukzessive zum Standort Grillo 1 umgesetzt. In 2016 wurde die genutzte Fläche wieder hergestellt und die Entlassung aus der Bergaufsicht wird beantragt. Für den Standort Grillo 1, Kamen, wurden Ende 2013 die Antragsunterlagen zum Bau und Betrieb einer Grubengasverwertungsanlage bei der Genehmigungsbehörde eingereicht. Durch zwischenzeitlich erforderliche, umfangreiche Bodenuntersuchungen und Abstimmungen mit der Denkmalbehörde ergaben sich Verzögerungen. Anfang 2015 lagen alle erforderlichen Genehmigungen vor, so dass mit Aufbau des Standortes begonnen wurde. Aufgrund der personellen Unterbesetzung des Kampfmittelräumdienstes kam es schon im Sommer 2015 zu erheblichen Verzögerungen. Da der beauftragte Hallenbauer nicht in der Lage war das geforderte Schalldämmmaß zu liefern, musste der Hallenbau erneut ausgeschrieben werden. Die Inbetriebnahme erfolgte im Juni 2016. Die Standortentwicklung für Schlägel und Eisen 3/4/7, Herten, wurde in 2016 nicht weiter verfolgt. Nach der endgültigen Stilllegung des Standortes Ickern im Jahr 2012 wurde der Verkauf des Grundstücks (Gesellschafterbeschluss vom 26./27. April/4. Mai 2012) auch im Jahr 2016 ohne Erfolg weiterverfolgt. Für den Standort Ewald-Fortsetzung ist der Aufbau einer neuen zweistufigen Verdichtung geplant. Dies erfolgt, um die außergewöhnlich häufigen Schäden an der bestehenden Verdichteranlage zu reduzieren. Mit einer Inbetriebnahme ist im ersten Quartal 2017 zu rechnen. Mit der A-TEC Anlagentechnik GmbH wurde in 2016 ein Nutzungsvertrag für das Bewilligungsfeld Jupiter abgeschlossen. Die Planungen zur Errichtung eines kleinen Standortes (<1 MWeI) am Schacht Zweckel werden aufgenommen. Ziel ist, in 2017 hier einen neuen Standort zu errichten. 2.3 Politische Rahmenbedingungen Die Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) hat im Januar 2013 ein Klima-schutzgesetz verabschiedet. Im Vergleich zum Jahr 1990 sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 25 % und bis 2050 um mindestens 80 % verringert werden. Die Vermeidung von Emissionen wie auch die Vermeidung von diffusen Grubengasaustritten an die Tagesoberfläche sind weiterhin Klimaschutzziele der Landesregierung NRW. Mit der Absaugung und der Verwertung von Grubengas unterstützt Minegas GmbH aktiv die Erreichung dieser Ziele. 2.4 Erläuterungen zur Ertrags,- Finanz- und Vermögenslage 2.4.1 Ertragslage Durch den Rückgang der Gashöffigkeit an einzelnen Standorten schließt die Jahresproduktion bei einer Gesamtverwertung von 267,4 GWh um -27,4 GWh (-9,3 %) unter dem Vorjahreswert (294,8 GWh *) ab. Von 52 BHKW-Modulen am Netz produzieren aktuell 35 durchgehend Strom. Eine Wärmeabgabe fand in 2016 an fünf Standorten statt und betrug in Summe 37,4 GWh (37,0 GWh *). Im Jahr 2016 wurden 253 GWh Strom direkt vermarktet (204,0 GWh*). Aufgrund des Marktumfeldes und der vertraglichen Gestaltungen liegen die Erträge in 2016 über dem EEG Ertrag. Das Jahresergebnis vor Steuern beträgt 5,7 Mio. € (6,0 Mio. €*) und liegt unter dem Planwert von 7,8 Mio. €. Im Einzelnen liegen die Umsatzerlöse (-1,6 Mio. €), und die Summe von Materialaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-1,1 Mio. €) unter den Vorjahreswerten. Dies ist im Wesentlichen durch die gegenüber dem Vorjahr geringere Produktion zu erläutern. Aufgrund des Alters der Anlagen sind die Abschreibungen um -0,1 Mio. € niedriger ausgefallen. Die sonstigen betrieblichen Erträge (0,6 Mio. €) sind im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. 2.4.2 Finanzlage Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2016 6,8 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. € erhöht. Investitionen für die Ertüchtigung bestehender Standorte und Maßnahmen zur Standortentwicklung wurden in einer Höhe von insgesamt 1,4 Mio. € getätigt. Die dafür erforderlichen Finanzmittel wurden im Rahmen der STEAG-Konzernfinanzierung bereitgestellt. Unter Berücksichtigung der vertragsgemäßen Abführung des Vorjahresergebnisses in Höhe von 4,5 Mio. € an die Gesellschafter hat sich die Cashpooling-Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2016 um 1,0 Mio. € auf 1,3 Mio. € verringert. 2.4.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. € auf 15,2 Mio. €. Das Anlagevermögen im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände verringerte sich um 0,7 Mio. €, da die Abschreibungen bei den Sachanlagen nicht durch Zugänge kompensiert wurden. Insgesamt schloss das Anlagevermögen mit einer Summe von 13,1 Mio. € (13,9 Mio. € *) ab. Der Anteil an der Bilanzsumme beträgt somit 86,5 % (83,0 % *). Die Forderungen sind im Vergleich um 0,7 Mio. € geringer und betragen 1,8 Mio. € (2,5 Mio. € *). Das Eigenkapital bleibt mit einem Bestand von 5,1 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Zuführungen oder Entnahmen aus der Gewinnrücklage erfolgten nicht. Der Rückstellungsstand veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig und beträgt 2,2 Mio. € (2,5 Mio. € *). Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. € vermindert. Dabei zeigte sich im Bereich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten eine leichte Erhöhung um 0,1 Mio. € auf 1,0 Mio. € (0,9 Mio. € *) und bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund der positiven Veränderung des Cash-Pool-Kontos eine Verminderung um 1,4 Mio. €. Die übrigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Investitionen im Bereich der Sachanlagen in die Erweiterung des bestehenden Maschinenbestandes, sowie in die Erweiterung der bestehenden Standortkapazitäten. Insgesamt wurde in 2016 ein Volumen von 1,4 Mio. € investiert. Zusammenfassend lässt sich die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage als positiv bewerten. 3. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. 4. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht 4.1 Chancen- und Risikobericht Die Minegas ist in das bei STEAG GmbH eingeführte Risikomanagementsystem eingebunden. Ziel ist die Früherkennung von Chancen und Risiken, die Abschätzung ihrer Folgen und die Einleitung von Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Aufgrund von zu schlechten und somit nicht verwertbaren Gasqualitäten sowie einer stark schwankenden Grubengasdarbietung, besteht ein Risiko von Maschinenstillständen und damit verbundenen Produktionsausfällen. Die an den einzelnen Produktionsstandorten vorhandenen Grubengasqualitäten werden permanent überwacht, um das Risiko von Produktionsausfällen aufgrund nicht verwertbarer Gasqualitäten zu minimieren. Der Grubenwasseranstieg nach Einstellung der Steinkohleförderung bildet ein weiteres Risiko in der Nutzung der Grubengaslagerstätte. Die Überprüfung der Lagerstätten wird von der Geschäftsführung mit besonderer Sorgfalt und unter Zuhilfenahme von internen und externen Experten verfolgt. Die Vorhaltung möglicher potenzieller Nachfolgestandorte, oder auch schon entwickelter Standorte, bietet unter Abwägung wirtschaftlicher Möglichkeiten eine Chance, das Risiko von Produktionsausfällen und/oder Maschinenstillständen zu kompensieren. Der ungewisse Zeitbedarf für die Genehmigungen (Bergrecht und Immissionsschutz) birgt das Risiko des verzögerten Betriebsbeginns und damit des Produktionsausfalls im Jahr der geplanten Inbetriebnahme. Zur Minderung des Risikos werden bei der Standortauswahl nicht nur die Gegebenheiten im aufgelassenen Grubengebäude, sondern auch an der Tagesoberfläche bewertet. Da das Erstinbetriebnahmedatum der Bestandsanlagen (BHKW's) vor dem 31. Dezember 2004 liegt, hat ein verzögerter Betriebsbeginn keine Auswirkungen auf die EEG Vergütungssätze. Die Restlaufzeit mit den Vergütungssätzen des EEG 2000 verkürzt sich jedoch. Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wurde novelliert und trat am 22. Dezember 2016 in Kraft. Minegas wird auch die im neuen EEG gegebene Möglichkeit nutzen, und Strom außerhalb der festen EEG-Vergütung vermarkten (Direktvermarktung). 4.2 Prognosebericht Die Stromproduktion und damit die Umsatzerlöse werden für 2017 in etwas geringerer Höhe als 2016 erwartet. Die Neuanschaffung und Optimierung der technischen Anlagen, die Aufklärung und die Standortentwicklung der genehmigten Grubengasfelder ziehen in den nächsten Jahren weitere Investitionen nach sich (Plan 2017: 1,9 Mio. €, Folgejahre 2018 bis 2021: 7,7 Mio. €). Die hierfür erforderlichen Finanzmittel werden im Rahmen der Konzernfinanzierung von STEAG bereitgestellt. Da es nicht überall geeignete Lagerstättenzugänge gibt, ist in den nächsten Jahren unter Umständen die Planung und Durchführung von Grubengasförderbohrungen an optimalen Standorten nicht auszuschließen. Für 2017 werden eine Stromproduktion von rund 259 GWh und Umsatzerlöse in Höhe von rund 19,2 Mio. € erwartet. Das Ergebnis vor Steuern wird rund 5,8 Mio. € betragen. Im Zeitraum der Mittelfristplanung 2017 bis 2021 werden die jährliche Stromproduktion (ca. - 20 GWh pro Jahr) und die Umsatzerlöse rückläufig sein (in Summe rund -30 %). Ab 2018 wird aufgrund der dann voraussichtlich abnehmenden Stromproduktion ein geringeres Ergebnis vor Steuern als bisher erwartet. Die in diesem Lagebericht zukunftsbezogenen Aussagen beinhalten das inhärente Risiko, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Die Geschäftsführung erwartet in den nächsten Jahren positive Ergebnisse und sieht daher den Fortbestand der Gesellschaft als gesichert an.
Essen, den 16. März 2017 Minegas GmbH Geschäftsführung Andreas Brandt Rainer Bigge Benedikt Preker |
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