Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide
Selbe AdresseBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Kuhlage seit 13.5.2020 | Geschäftsführer |
Herbert Zweck seit 15.12.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fluorsid Deutschland GmbH | 50.00% |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CF Carbons GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung wurde die vorliegende gemäß § 276 S. 1 HGB verkürzte Form der G+V geprüft. Die verkürzte Form entspricht der gesetzlichen Vorschrift und stimmt summarisch mit der G+V gemäß § 275 HGB überein. AnhangA. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die CF Carbons GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist beim Handelsregister des Amtsgerichtes Frankfurt am Main unter HRB 92599 eingetragen. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. 2. Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. 3. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. 4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig wurden Wertberichtigungen gebildet. 5. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme Rechnung. 6. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. ANGABEN ZU EINZELNEN BILANZPOSITIONEN 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist auf der nachfolgenden Seite in einem Anlagenspiegel dargestellt. Für die geplante temporäre Stilllegung der Anlage ab 2025 bis maximal Ende 2027 wurden die Nutzungsdauern der Technischen Anlagen und Maschinen und der Be-triebs- und Geschäftsausstattung auf 60 Monate verkürzt. Die Differenzen zu den Abschreibungen über die betriebsüblichen Nutzungsdauern wurden als außerplanmäßige Abschreiben für außergewöhnliche wirtschaftliche Abnutzung erfasst. 2. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine Wertberichtung der Ersatz- und Reserveteilen um 25% in Höhe von 101.660,66 Euro. Begründet ist diese Wertberichtung mit dem Alter und der Verwertbarkeit der Ersatz- und Reserveteilen im Betrieb, nicht zuletzt wegen der beabsichtigten temporären Stilllegung der Anlage ab Ende 2024. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Salden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 0,00 (Vj. € 0,00) ausgewiesen. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 38.700,00 (Vj. 65.914,17) enthalten. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
D. SONSTIGE ANGABEN 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden keine (Vj. 0) Mitarbeiter beschäftigt. 2. Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgte im Berichtszeitraum durch die Geschäftsführer Herbert Zweck (Betriebswirt) und Klaus Kuhlage (Dipl.-Ingenieur). Die Geschäftsführer sind gemeinsam zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Die Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer unterbleiben gemäß der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB. 3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Der Hauptkunde der Gesellschaft, die Firma 3M, hat zur Antizipation eines drohenden europaweiten Verbots am 20. Dezember 2022 bekannt gegeben die Herstellung und Verwendung von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) aufzugeben und in seinem ganzen Produktportfolio bis Ende 2025 einzustellen. Dies betrifft unter anderem auch das von der Gesellschaft belieferte Werk in Gendorf, welches geschlossen werden soll. Die Geschäftsführung weist im Lagebericht auf diese Situation hin und beschreibt dort die ergriffenen Maßnahmen. 4. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 gez. Herbert Zweck, Geschäftsführer gez. Klaus Kuhlage, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Nettowerte
Lagebericht1. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die CF Carbons GmbH gehört zur Branche der chemischen Industrie und ist ein Produktionsbetrieb, der unter Verwendung der Rohstoffe Fluorwasserstoff und Chloroform am Industriepark Höchst das Endprodukt Chlordifluormethan (R22) herstellt. Die Geschäftsanteile an der CF Carbons GmbH gehören zu 50% der Nobian GmbH und zu 50% der Alkeemia Deutschland GmbH. Die NOBIAN produziert im Industriepark Höchst Chloroform und ist daran interessiert, die R22- Produktionsanlage exklusiv mit Chloroform zu beliefern und die bei dem Betrieb der R22- Produktionsanlage entstehende Salzsäure (HCl) zurückzunehmen. Die Alkeemia Deutschland GmbH, deren Muttergesellschaft, die Alkeemia S.P.A. am Standort Porto Marghera Fluorwasserstoff (AHF) produziert, ist daran interessiert, AHF exklusiv an die R22-Produktionsanlage zu liefern. Die CF Carbons GmbH stellt damit ein Gemeinschaftsunternehmen dar, mit dem Ziel langfristig die bei den Anteilseignern verfügbaren Produkte als Rohstoff einzusetzen und zu R22 zu verarbeiten. Dieses gemeinsame Interesse der beiden Gesellschafter der CF Carbons GmbH stellt einen wichtigen Erfolgsfaktor der Gesellschaft dar. R22 ist ein Gas und seinerseits Rohstoff zur Herstellung von Fluorpolymeren wie z.B. Hostaflon® und Teflon®. Die CF Carbons GmbH versorgt europaweit überwiegend Fluorpolymerhersteller mit dem Produkt R22, die keine eigene Herstellung von R22 haben, tätigt aber auch Absätze an Fluorpolymerhersteller mit eigener R22 Anlage, bei Ausfall von deren Anlagen. Die Produktionsanlage wird weiterhin - in ehemals Höchster Tradition - von NOBIAN geführt. Es existiert ein Betriebsführungsvertrag mit der NOBIAN, dessen umfangreiche Leistungen gegenüber der Gesellschaft monatlich gesondert abgerechnet werden. Dieser Betriebsführungsvertrag enthält die Bedingung, dass die Anlage von Personal geführt wird, welches allein unter der Direktion von NOBIAN steht. Die Alkeemia Deutschland GmbH führt im Auftrag der Gesellschaft die kaufmännische Geschäftsführung, die Finanzbuchhaltung und Betriebsabrechnung durch und erbringt weitere Services im logistischen Bereich. Die CF Carbons GmbH hat ein eigenes ERP System aufgebaut und bedient sich dem Programm Microsoft Navision. Die weitere Aufgabenverteilung bei der CF Carbons GmbH regelt eine Geschäftsordnung und ein Geschäftsverteilungsplan. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft betreibt eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, die insbesondere der ständigen Verbesserung des Produktionsprozesses, des Abfallmanagements und der sicheren und kosteneffektiven Produktlogistik dienen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung Laut der Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 vom Statistisches Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Die Branche der chemischen Industrie ist laut Bericht des Verbandes der chemischen Industrie geschrumpft. Die Produktion der chemischen Industrie ist im Jahr 2023 um 7,9% zurückgegangen. Der Gesamtumsatz in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist im Jahr 2023 gegenüber Vorjahr um 12,2% gesunken. 2. Unternehmensentwicklung 2.1. Darstellung der Vermögenslage
Die Vermögenslage hat sich durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 195 T€ verschlechtert. Die Abnahme des kurzfristigen Vermögens erfolgte in etwa gleicher Größenordnung wie die Abnahme der kurzfristigen Schulden, beides ca. 6,2 Mio.€. Das Eigenkapital hat sich weiter verringert. Die Eigenkapitalquote ist relativ unverändert und mit 6,8 % (im Vorjahr 4,8 %) niedrig. Die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft ist nicht gut. Die Gesellschaft ist eigenfinanziert und arbeitet ohne Bankkredite. Diese Finanzierung ist nur durch das Engagement der Gesellschafter möglich. Der von den Gesellschaftern gewährte kurzfristige Zahlungsaufschub bei den Lieferantenschulden und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis beträgt ca. 4 Mio.€. 2.2. Darstellung der Ertragslage der Gesellschaft
Die Ertragslage der Gesellschaft ist seit Jahren negativ. Die Produktionsmenge von R 22 lag im Geschäftsjahr mit 5.918 t deutlich unter der des Vorjahrs mit 13.079 t (-65%). Grund war die begrenzte Abnahmesituation beim wesentlichen Großkunden und der Verlust eines weiteren Kunden. Das Geschäftsjahr wurde im operativen Geschäft wieder mit einem Verlust abgeschlossen. Der jährliche Verlust hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert (-205 T€). Grund sind bei dem relativ unverändertem Rohergebnis (-96 T€) die gesunkenen übrigen Betriebsaufwendungen (-496 T€). Diese haben auch die gestiegenen Abschreibungen (+140) kompensiert. Die gesunkenen übrigen Betriebsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus gesunkenen Reparaturen und Instandhaltungen der technischen Ablagen. Ursächlich hier ist die gesunkene Produktion und fehlende Anschlussaufträge Ende 2024. Die Rentabilität, bezogen auf das eingesetzte Kapital (gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage) ist negativ. 2.3. Darstellung der Finanzlage der Gesellschaft
Vorstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Finanzlage ausgehend vom Jahresfehlbetrag in Höhe von 195 T€ bis zum Bestand der liquiden Mittel am 31.12.2023 in Höhe von 969 T€ (Vorjahr: 2.706 T€). Der Cash-Flow der Gesellschaft ist negativ. Er wurde nur in Höhe von 298 T€ durch die Abschreibungen positiv beeinflusst. Zu weiteren wesentlichen Mittelzuflüssen kam es im Geschäftsjahr durch die Abnahme der Vorräte (325 T€) und der Kundenforderungen (4.136 T€). Die Mittelabflüsse des Geschäftsjahrs in Höhe von 1.737 T€ erklären sich im Wesentlichen aus der Abnahme der Verbindlichkeiten (-6.297 T€).
Die Finanzierung des Geschäftsbetriebs mit seinem positiven Eigenkapital ist nur noch kurzfristig möglich. Bankkredite wurden bislang nicht benötigt. Die Wahrscheinlichkeit von Liquiditätsengpässen - auch kurzfristig - ist hoch. Diese Finanzierung ist nur durch das Engagement der Gesellschafter möglich. Der von den Gesellschaftern gewährte kurzfristige Zahlungsaufschub bei den Lieferantenschulden und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis beträgt ca. 4 Mio.€. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Identifizierung bestandsgefährdender Ereignisse und Gegebenheiten Der Hauptkunde hat bekanntgegeben die Herstellung und Verwendung von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) aufzugeben und in seinem ganzen Produktportfolio bis Ende 2025 einzustellen. Der Kunde hat angekündigt seinen bis zum 31.12.2024 laufenden Liefer- und Abnahmevertrag zu erfüllen und bis Mitte Oktober die vertragliche Mindestabnahmemenge von 6.000mt an R22 abzunehmen. Diese angekündigte ratierliche Abnahme wird derzeit vom Hauptkunden eingehalten. Ein weiterer Kunde hat durch die Ankündigung der Geschäftsaufgabe des Hauptkunden die Abnahme bei der Gesellschaft eingestellt und sich eine anderweitige Versorgung aufgebaut. 2. Pläne und Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zum Umgang mit diesen Ereignissen und Gegebenheiten Auf Grund der negativen wirtschaftlichen Aussichten für die Gesellschaft hat die Geschäftsführung bereits umfangreiche Maßnahmen ergriffen: i. Optionsprüfung für Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit Es werden, auch mit Unterstützung von Beratern, die Optionen für eine Weiterführung der Gesellschaft geprüft. Derzeit werden folgende vielversprechende Optionen verfolgt: a. Die Gewinnung neuer Großkunden für die Abnahme von R 22. b. Eine temporäre Stilllegung der Anlage, bis eine entsprechende Nachfrage wieder da ist. Dieses Vorgehen ist in der chemischen Industrie geübte Praxis und soll bis zum Ende des Jahres 2027 aufrechterhalten werden falls 3M/Dyneon nicht doch noch bis Oktober 2024 zu dem Entschluss kommt, unseren Vertrag bis zum Ende 25 hinaus zu verlängern, oder sogar von einer Schließung zurücktritt. Dazu finden derzeit auch auf hoher politischer Ebene Gespräche mit 3M/Dyneon statt. ii. Liquiditätsmanagement Die Geschäftsführung stellt ihre notwendige Liquidität zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs sicher. Sie überwacht diese im Rahmen einer Liquiditätsplanung im Turnus von 14 Tagen. Es wurde auch eine Liquiditätsplanung bis Ende 2025 auf Basis der Ergebnisplanung erstellt. Es besteht laut dieser Planung zu keinem Zeitpunkt eine Liquiditätslücke bis zum Ende des Prognosezeitraums. iii. Kostenreduktion Es werden stetig mögliche Kostenreduktionen umgesetzt. Für das Jahr 2024 ist eine geänderte Produktionssteuerung geplant, die eine Produktion in Kampagnen vorsieht, wodurch die indirekten Personalkosten reduziert werden sollen. Die Belegschaftsstärke wurde bereits bis Ende 2023 durch kostenneutrale Versetzungen in andere Bereiche des Betriebsführers Nobian von 27 Mitarbeiter auf 20 Mitarbeiter reduziert. Ab November 2024 bis März 2025 ist ein weiterer stufenweiser Abbau des restlichen Personals durch weitere Versetzungen geplant. Drei bis vier Mitarbeiter die eventuell nicht versetzt werden können sollen gegebenenfalls abgefunden werden. Die langfristigen Mietverträge für die verbleibenden 10 Kesselwagen für R22 können durch die Übernahme der Wagen bei Nobian verkürzt werden. Zur Vermeidung beziehungsweise Verringerung von remanenten Kosten wurden per Gesellschafterbeschluss vom 28. September 2023 alle Service- und Lieferverträge gekündigt. iv. Liquiditätssichernde/Gesellschaftsrechtliche Maßnahmen Zur Vermeidung einer Überschuldung wurde den Gesellschaftern durch die Geschäftsführung eine Rangrücktrittsvereinbarung vorgelegt, die nach Freigabe durch die Gremien der Gesellschafter im Sommer 2024 unterzeichnet werden soll. Die derzeit nicht ernsthaft eingeforderten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.018.642,66 bei Alkeemia Deutschland GmbH und 2.018.642,66 Nobian Industrial Chemicals BV sollen dann im Rang hinter alle anderen Verbindlichkeiten der Gesellschaft zurücktreten. IV. Voraussichtliche Entwicklung Die Gesellschaft plant das Jahr 2024 mit einem Rohergebnis von 2.006T€ und einem EBITDA von -94T€. Für das Geschäftsjahr 2025 besteht keine Abnahmeverpflichtung des Kunden mehr. Es ist geplant, die Anlage ab dem geplanten Produktionsende im Oktober 2024 temporär bis maximal zum Ende 2027 stillzulegen. Es sollen beginnend im Oktober 2024, nach der letzten Produktionsperiode, Reinigungsarbeiten durchgeführt werden. Die Anlage soll dann Ende März 2025 unter Sticksoff gestellt sein und kann damit ohne weitere Kosten im Bereich Personal und Material für mehrere Jahre "konserviert" werden. Die Einbauten im gepachteten Gebäude sollen als Büro- und Sozialräume an die Muttergesellschaft Nobian vermietet werden. Mit diesen Einnahmen sollen die dann anfallenden laufenden Kosten der CF Carbons getragen werden. Die weiteren remanenten Kosten im Bereich der langfristig bestellten Leistungen bei Infraserv und restliche längerfristige Verträge mit Lieferanten sind in den Planungen enthalten. In weiteren Verhandlungen sollen diese aber weiter reduziert werden. Hierauf aufbauend hat die Gesellschaft eine Planung für 2025 mit einem Rohergebnis von -821T€ und einem EBITDA von -1.668T€ für das Geschäftsjahr 2025 erstellt. Gemäß dieser Planung ist die Liquidität der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2025 gegeben. Die Planung setzt voraus, dass die Gesellschaft weiterhin, wie bisher durch Ihre Gesellschafter, durch Stundung von Lieferantenverbindlichkeiten bzw. einer Rangrücktrittserklärung unterstützt wird. V. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung • Neben den vorstehend aufgezeigten Risiken bestehen für die Gesellschaft weitere Risiken aus den aktuellen geopolitischen Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten. Diese können sich negativ auf die Lieferketten und die Versorgung der Gesellschaft mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auswirken. Aufgrund der hohen Energieintensität besteht ein weiteres Kostenrisiko. • Die Gesellschaft sieht jedoch auch die Chance durch eine Umstellung der Produktion neue Geschäftsfelder zu erschließen. z. B. im Bereich der Batterietechnik. Es besteht zunehmend der Trend der Kunden sich kontinental im europäischen Inland zu versorgen und den Einkauf aus den asiatischen Märkten zurückzustellen. Dadurch wird die Marktstellung der Gesellschaft und ihre Absatzchancen gestärkt. Der Standort Höchst bietet der Gesellschaft durch seine Rahmenbedingungen die Möglichkeiten sich perspektivisch wieder wettbewerbsfähig aufzustellen. VI. Fazit und abschließende Bemerkung Aufgrund der vorstehend geschilderten Ereignisse und Gegebenheiten besteht eine wesentliche Unsicherheit, ob die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Unternehmenstätigkeit fortzuführen. Aufgrund dieser bestandsgefährdenden Risiken ist die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage im gewöhnlichen Geschäftsverkehr ihre Vermögenswerte zu realisieren und ihre Schulden zu begleichen. In der Gesamtaussage beurteilt die Geschäftsführung die aktuelle und zukünftige Lage der Gesellschaft als risikobehaftet und unsicher, gleichwohl gehen sie aber im Gesamturteil vom Fortbestand der Gesellschaft aus, soweit die Gesellschafter die Gesellschaft weiterhin unterstützen VII. Sonstige Anlagen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Frankfurt am Main, den 16. Mai 2024 gez. Herbert Zweck, Geschäftsführer gez. Klaus Kuhlage, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen WirtschaftsprüfersAn die: Geschäftsführer der CF Carbons GmbH Brüningstr. 50 65926 Frankfurt am Main Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses Prüfungsurteil zum Jahresabschluss Ich habe den Jahresabschluss der CF Carbons GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 zweiter Halbsatz HGB erkläre ich, dass nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 vermittelt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 erster Halbsatz HGB erkläre ich, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil zum Jahresabschluss Ich habe meine Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" meines Vermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und ich habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Ich verweise auf Angaben im Anhang und Lagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass Kunden - unter anderem auch der Hauptkunde ab Ende 2024 wegen Geschäftsaufgabe in 2025 - kein Produkt der Gesellschaft mehr abnehmen werden. Bereits im Geschäftsjahr 2023 waren die Abnahmemengen deutlich reduziert. Es soll die temporäre Stilllegung der Anlage ab Ende 2024 erfolgen. Wie diese und andere Angaben im Lagebericht und Anhang darlegen, bedeuten diese Ereignisse und Gegebenheiten das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit und bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Zwar hat die Gesellschaft im Bereich des Anlage- und Vorratsvermögen ein Mindestmaß an bilanzieller Vorsorge betrieben, daraus ergibt sich aber dennoch ein erhebliches bestandgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB. Mein Prüfungsurteil ist diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, sofern einschlägig, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzugeben sowie dafür, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist, und einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Angabe stets aufdeckt. Falsche Angaben können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung übe ich während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit der Gesellschafterversammlung unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung des Lageberichts Prüfungsurteil zum Lagebericht Ich habe den Lagebericht der CF Carbons GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Lageberichts geführt. Grundlage für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Ich haben meine Prüfung des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung durchgeführt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Gesellschafterversammlung für den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um angemessene und ausreichende Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, und einen Vermerk zu erteilen, der mein Prüfungsurteil zum Lagebericht beinhaltet. Im Rahmen einer Abschlussprüfung prüfe ich den Lagebericht in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichtsprüfung. In diesem Zusammenhang hebe ich hervor:
Vertretbarkeit dieser Annahmen sowie die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen werden.
Frankfurt am Main, den 29. Mai 2024 StB Dipl.-Kfm. Fritz Henning, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses mit Ergebnisverwendung Die Gesellschafter der CF Carbons GmbH, Frankfurt am Main, das sind vertreten durch ihre Geschäftsführer die Firmen:
halten am 13.06.2024 - unter Verzicht auf alle Formen und Fristen der Einberufung und Durchführung - eine ordentliche Gesellschafterversammlung im Umlaufverfahren ab. Die Tagesordnungspunkte sind:
TOP 1 Der Jahresabschluss wird hiermit festgestellt. Das Stammkapital beträgt € 125.000,00 und ist voll eingezahlt. Die Bilanzsumme beträgt € 5.304.156,37. Das Eigenkapital beträgt € 364.006,89. Der Jahresfehlbetrag beträgt € 1 95.049,04. Er wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Verlustvortrag nach 2024 beträgt demnach € 2.303.255,11. TOP 2 Den Geschäftsführern Herrn Klaus Kuhlage und Herrn Herbert Zweck wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Die Gesellschafterversammlung wurde im Umlaufverfahren durchgeführt
Frankfurt am Main, den 13. Juni 2024 gez. Herbert Zweck, Geschäftsführer gez. Klaus Kuhlage, Geschäftsführer |
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