Generali Deutschland Lebensversicherung AG
Selbe AdresseTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eva Viehöfer seit 22.1.2026 | Prokura |
Banafsheh Voit seit 17.12.2025 | Prokura |
Christopher Kevin Ohst seit 17.12.2025 | Prokura |
Thomas Oetter seit 17.12.2025 | Prokura |
Nils Heise seit 18.6.2025 | Prokura |
Stefan Exler seit 18.6.2025 | Prokura |
Mirko Dr. Tillmann seit 18.6.2025 | Prokura |
Daniel Bernhard Spooren seit 30.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Tanya Waeber seit 30.4.2025 | Vorstandsmitglied |
Tamara Pagel seit 30.4.2025 | Vorsitzender des Vorstands |
Michael Franz Reinelt seit 24.1.2025 | Vorstandsmitglied |
Andreas Michael Fürst seit 17.1.2025 | Prokura |
Eva Thomas seit 1.8.2024 | Prokura |
Julian Dietze seit 1.8.2024 | Prokura |
Dirk Bartholomy seit 23.3.2023 | Prokura |
Simon Tobias Dr. Hammerstingl seit 23.3.2023 | Prokura |
Daniela Egensperger seit 13.2.2023 | Prokura |
Susanne Auerbach-Brachmann seit 13.2.2023 | Prokura |
Anja Hertzer seit 22.2.2022 | Prokura |
Anja Heibach seit 22.2.2022 | Prokura |
Stephan Visel seit 30.3.2020 | Prokura |
Christian Schöneborn seit 30.3.2020 | Prokura |
Eva Christine Kopp seit 30.3.2020 | Prokura |
Hendrik Dr. Vogel seit 7.10.2019 | Prokura |
Ulrike Krabbe seit 7.10.2019 | Prokura |
Andreas Soiron seit 7.10.2019 | Prokura |
Peter Lange seit 7.10.2019 | Prokura |
Sebastian Unterbuchberger seit 7.10.2019 | Prokura |
Andreas Robin seit 7.10.2019 | Prokura |
Nicole Lotz seit 28.7.2017 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dialog Versicherung AktiengesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023AufsichtsratStefan Lehmann Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands der Generali Deutschland AG Chief Executive Officer der Generali Deutschland AG Dr. Robert Wehn stellvertretender Vorsitzender Mitglied des Vorstands der Generali Deutschland AG Chief Operating Officer der Generali Deutschland AG Daniel Spooren Head of Accounting and Taxes der Generali Deutschland AG Francesco Ranut Head of Strategic Initiatives, Data & IT Project Portfolio Management der Generali Deutschland AG VorstandRoland Stoffels Vorsitzender des Vorstands (seit 4.8.2023 Chief Executive Officer Mitglied des Vorstands (bis 3.8.2023) Chief Insurance Officer P & C Benedikt Kalteier Vorsitzender des Vorstands (bis 31.5.2023) Chief Executive Officer Nils Heise Mitglied des Vorstands Chief Operating Officer Dr. Melanie Kramp Mitglied des Vorstands Chief Insurance Officer P & C (seit 7.8.2023) Chief Insurance Officer SME (bis 6.8.2023) Dr. Florian Sallmann Mitglied des Vorstands Chief Business Officer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres entsprechend den ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben laufend überwacht. Er wurde turnusmäßig und anlassbezogen durch Berichterstattungen des Vorstands über die Geschäftsentwicklung sowie über wesentliche Vorgänge unterrichtet. Der Aufsichtsrat trat darüber hinaus zu zwei ordentlichen Sitzungen zusammen. Der Vorstand berichtete in diesen Sitzungen des Gremiums und stand für Rückfragen und ausführliche Erörterungen im Plenum sowie im Prüfungsausschuss zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat außerdem im Geschäftsjahr mehrere Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Dialog Versicherung AG geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss mit Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sowie der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts wurden dem Aufsichtsrat jeweils fristgerecht zur Prüfung vorgelegt. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich behandelt. Insbesondere legte der Abschlussprüfer die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Ausführungen zur Verfügung. Auch der Prüfungsausschuss, der den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie auch die wichtigen Abschlusssachverhalte zuvor bereits mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer diskutiert hatte, erstattete dem Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung Bericht. Aus der umfassenden Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer erstatteten Berichte sowie vorgelegten Unterlagen ergaben sich für den Aufsichtsrat keine Einwände. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Im Vorstand der Gesellschaft gab es im Geschäftsjahr 2023 folgende Veränderungen: Herr Benedikt Kalteier hat sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands mit Wirkung zum Ablauf des 31.05.2023 niedergelegt. Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 04.08.2023 wurde Herr Roland Stoffels mit sofortiger Wirkung zum Vorsitzenden des Vorstands der Gesellschaft benannt. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtszeitraum keine Veränderungen.
München, 7. März 2024 Der Aufsichtsrat Stefan Lehmann, Vorsitzender Dr. Robert Wehn, stellvertretender, Vorsitzender Francesco Ranut, Mitglied des Aufsichtsrats Daniel Spooren, Mitglied des Aufsichtsrats LageberichtWichtige Ereignisse der Generali in DeutschlandPolitisches und makroökonomisches UmfeldWie bereits im Vorjahr hat der Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2023 die gesellschaftliche und gesamtwirtschaftliche Entwicklung direkt und indirekt beeinflusst. Eine Gasmangellage in Folge des Wegfalls russischer Gasimporte ist bislang ausgeblieben und mittelfristig - angesichts voller Speicher im Herbst 2023 und neuer, alternativer Importquellen - zunehmend unwahrscheinlich. Jedoch wirkt der Energiepreisschock des Vorjahres wirtschaftlich weiter nach, auch wenn vor allem die Gaspreise im Jahresverlauf 2023 wieder rückläufig waren. Da ein Kriegsende in der Ukraine nicht in Sicht ist, bleibt die Zahl ukrainischer Geflüchteter in Deutschland weiterhin hoch. Eine weitere Krise ist durch den Angriff der Hamas auf Israel und den sich anschließenden Kämpfen in der Region entstanden, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Entspannung gab es 2023 dagegen im Hinblick auf die Anzahl an Covid-19-Erkrankungen, die erheblich zurückgegangen ist. Die Infektion ist inzwischen als endemisch eingestuft und führte 2023 zu keinen nennenswerten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen mehr. Auch die Störungen der Lieferketten, allen voran im Handel mit China, sind inzwischen größtenteils behoben. Es hat sich auch eine Normalisierung der betrieblichen Abläufe im Geschäftsbetrieb der Generali in Deutschland eingestellt. Dennoch werden Elemente der Arbeitsorganisation, die sich während der Pandemie bewährt haben, weiterhin genutzt. Insbesondere betrifft dies mobiles bzw. hybrides Arbeiten, denn diese schonen Ressourcen und erhöhen die Flexibilität für die Beschäftigten. Wichtig bei der Analyse des politischen und makroökonomischen Umfelds ist auch die Beobachtung und Bewertung der Risiken für die Kapitalanlagen der Konzernunternehmen. Derzeit sind keine direkten kritischen Auswirkungen auf die Gesamtrisikosituation der Generali in Deutschland zu erkennen bzw. zu erwarten. Inflation und ZinsanstiegDie im Jahr 2022 erheblich angestiegenen Strom- und Gaspreise führten bereits im selben Jahr zu hohen Inflationsraten. Um dem entgegenzusteuern, nahmen die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) eine Reihe von Zinserhöhungen vor, wodurch im Jahr 2023 unterjährig auch die Kapitalmarktzinsen anstiegen. Erst ab dem Herbst 2023 setzte die EZB weitere Anhebungen der Euro-Leitzinsen aus, um zu beobachten, ob die vorgenommenen Zinsschritte hinreichend sind, die angestrebte Inflationsrate von 2% im Euroraum wieder zu erreichen. Tatsächlich ging die Inflationsrate im 2. Halbjahr 2023 wieder deutlich zurück. Im letzten Quartal 2023 herrschte an den Kapitalmärkten die Erwartung, dass die Zentralbanken in Folge der rückläufigen Inflationsraten in 2024 zu Leitzinssenkungen übergehen werden. Daher sanken die Kapitalmarktzinsen zum Jahresende 2023 bis unter das Niveau vom Jahresende 2022. In der Folge der unterjährigen Zinssteigerungen ist es in Deutschland im Jahr 2023 zu einer leichten Rezession gekommen. Durch den bis zum Herbst 2023 eingetretenen Zinsanstieg hatte sich der bereits im Vorjahr begonnene Rückgang der Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere der Versicherungsunternehmen weiter verstärkt. Der Zinsrückgang am Jahresende 2023 führte dann zu einer Verminderung der stillen Lasten für festverzinsliche Positionen. Im Fall erneuter Zinssteigerungen in 2024 würden sich die stillen Lasten festverzinslicher Titel wieder erhöhen, was ggf. zu zusätzlichem Abschreibungsbedarf führen könnte. Gleichzeitig vergrößert sich in diesem Fall durch den im Vergleich zum Marktzins im Kapitalanlagebestand zeitverzögert einsetzenden Anstieg der Gesamtrendite das Risiko von Liquiditätsabflüssen. Deshalb beobachtet und steuert die Generali in Deutschland die Entwicklung ihrer Liquiditätsposition sehr eng, um mögliche Liquiditätsabflüsse vorausschauend über die Anpassung der Kapitalanlagestrategie abzufangen. Weiter rückläufige Zinsen können erneut in eine Niedrigzinsphase münden. Die damit verbundenen geringen laufenden Erträge aus Neuanlagen in festverzinslichen Wertpapieren würden langfristig negative Einflüsse auf die Ertrags- und Vermögenslage unseres Unternehmens mit sich bringen. An den Aktienmärkten gab es nach den Kursverlusten des Vorjahres im Jahr 2023 eine positive Gegenbewegung. Die Aktienbestände der Konzernunternehmen orientieren sich jeweils an der spezifischen, sicherheitsorientierten sowie an der Risikotragfähigkeit des jeweiligen Unternehmens ausgerichteten Anlagepolitik. Angesichts der anhaltenden und möglichen neuen politisch-wirtschaftlichen Krisen wurden von der Generali in Deutschland im Jahresverlauf Aktienverkäufe vorgenommen. Der Anstieg der Inflation hat auch unmittelbare Folgen für Kunden der Kompositversicherer: Höhere Baupreise und steigende Kosten für Ersatzteile und Reparaturen erhöhen die Schadenzahlungen, vor allem in der Wohngebäude- und Kfz-Versicherung. Inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen sind die Folge. Sowohl im Vorjahr, als dieser Preisanstieg besonders ausgeprägt war, als auch im Jahr 2023, mit immer noch hohen Inflationsraten, hat die Generali diese Entwicklung in der Dotierung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Schadenfälle berücksichtigt. Für die vollständige und reibungslose Regulierung der Schäden unserer Kunden ist damit ausreichend Vorsorge getroffen. Wesentliche Aktivitäten im Bereich Digitalisierung und Data AnalyticsDie konsequente Digitalisierung der Wertschöpfung ist auch weiterhin eine der Top-Prioritäten im Geschäftsbetrieb der Generali in Deutschland. So wurden im Geschäftsjahr 2023 erneut zahlreiche Projekte und Initiativen umgesetzt bzw. neu auf den Weg gebracht. Diese unterstützen die Transformation hin zu einem digitalisierten Geschäftsmodell. Darüber hinaus setzt eine neue Servicestrategie Leitplanken für die Ausgestaltung zukünftiger digitaler Erlebnisse für Kunden und Vertriebspartner. Digitale Anwendungen und Services sollen weiter ausgebaut werden, um die bisherigen physischen Vertriebs- und Serviceprozesse bestmöglich zu unterstützen und in die digitale Welt zu verlagern. Hier wurden im Geschäftsjahr 2023 wesentliche Meilensteine erreicht. So hat die Generali in Deutschland zahlreiche Leistungs- und Vertragsprozesse optimiert, die Dunkelverarbeitung weiter ausgebaut und Produktivitätsgewinne realisiert. Im Bereich des Schadenmanagements wurden neue Schadenaufnahmedialoge implementiert, die es dem Kunden ermöglichen, einen Schaden mit wenigen Klicks zu melden. Zusätzlich wurden Initiativen gestartet, um im Bereich der Künstlichen Intelligenz (vor allem Generative AI) erste Anwendungsbeispiele zu pilotieren. Durch eine Vielzahl von Softwarerobotern (Robotic Process Automation) kommt die Prozessautomatisierung in den Kundenservicebereichen weiter voran. Im Jahr 2023 standen insbesondere die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Services sowie der Auf- und Ausbau relevanter Analytics Fähigkeiten im Fokus. In der zentralen Analytics Plattform hat die Generali in Deutschland die technischen Grundlagen weiter ausgebaut, um Daten wertschöpfend zu nutzen und Kundenanliegen schneller und qualitativ besser zu servicieren. Hierfür wurden zahlreiche Anwendungsfälle entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt, in eine Analytics-Roadmap überführt und systematisch in die Umsetzung gebracht. Analytics unterstützt damit wichtige Kernprozesse, wie z. B. Marketing und Vertrieb, Schadenbearbeitung oder Risikoprüfung. In der Lebensversicherung wurde ein automatisiertes Underwriting für Biometrieprodukte implementiert bzw. befindet sich in Umsetzung, dies führt zu einem verbesserten Antragsprozess und erhöhter Produktivität. Status quo Nachhaltigkeitsstrategie für ESG (Environmental-Social-Governance)Die Nachhaltigkeitsstrategie der Generali ist eng verbunden mit den Zielen, die sich die Generali Gruppe weltweit gesetzt hat. Die Strategie in Deutschland ist durchgängig mit konkreten Zielwerten unterlegt. Im Jahr 2023 arbeitete die Generali in Deutschland erfolgreich an der Erreichung der Zwischenziele für dieses Jahr. Zu den diesbezüglichen Ergebnissen zählen unter anderem die Steigerung des Geschäfts mit Versicherungslösungen mit ESG-Komponenten, die Dekarbonisierung des Anlageportfolios und des Unternehmensbetriebs sowie der Wandel hin zu einer Kultur, die alle ESG-Aspekte stärker berücksichtigt. Auch setzte die Generali in Deutschland sich weiterhin bei der Unterstützung von Flüchtlingen und benachteiligten Familien ein. Zur Steigerung des Geschäfts mit Versicherungslösungen mit ESG-Komponenten hat die Generali in Deutschland spezifische Produkte mit ESG-Komponenten auf den Markt gebracht, wie zum Beispiel ein Angebot zum Vermögensaufbau für junge Kunden. Auch wurde das Kapitalanlageportfolio weiter umgeschichtet, so dass Emittenten mit hohen Umweltbelastungen reduziert und die allgemeine Dekarbonisierung mit hohem Tempo fortgesetzt worden ist. Maßnahmen zur Optimierung von Büroflächen, zur Einschränkung unnötiger Geschäftsreisen und zur Steigerung der Energieeffizienz trugen zum Ziel der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks bei und ermöglichten die Einführung eines noch ehrgeizigeren Ziels für das Jahresende 2025. So verpflichtet sich die Generali in Deutschland, ihren CO 2 -Ausstoß aus dem Betrieb von 2019 bis 2025 um 35% zu senken (bisheriges Ziel: -25%). Was den kulturellen Wandel anbelangt, setzte sich Generali weiterhin für Vielfalt, Gerechtigkeit und Inklusion ein und startete eine digitale Bildungsinitiative und ein Programm für "Botschafterinnen und Botschafter" mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt intensivierte die Generali in Deutschland ihr soziales Engagement durch die Ausweitung der Aktivitäten der Unternehmensstiftung The Human Safety Net. So startete 2023 eine Initiative mit dem führenden Sozialunternehmen JOBLINGE, wodurch 400 Geflüchtete in ganz Deutschland den Zugang zu einer Ausbildung bekommen sollen. Ein zweites Programm unterstützt Familien mit kleinen Kindern und investiert gezielt in frühkindliche Entwicklung. Auch haben in diesem Jahr mehr als 430 Mitarbeitende der Generali in Deutschland ihre Zeit und Kompetenzen im ehrenamtlichen Engagement für The Human Safety Net eingesetzt. Die Fortschritte der Generali in Deutschland im Bereich Nachhaltigkeit wurden auch von führenden unabhängigen Agenturen gewürdigt: Im Native-Ranking landete die Generali Deutschland im Juni 2023 erstmals unter den Top 5 der nachhaltigsten Versicherer Deutschlands, mit einem Plus von mehr als 18 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Im September zählte das Magazin Focus Business die Generali Deutschland zu den nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands in seiner "Top-Klima-Engagement"-Liste. Im Oktober zeichnete die auf die Versicherungsbranche spezialisierte Ratingagentur Franke + Bornberg die Generali Deutschland beim ESG Award 2023 als "Gesamtsieger" aus. In Bezug auf D & I (Diversity & Inclusion) nahm Forbes die Generali Group in die Liste der weltweit besten Arbeitgeber für Frauen auf. Gesamtwirtschaftliche LageDie gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 durch eine globale Schwäche der Industriekonjunktur bei gleichzeitig nachlassender Inflation sowie durch eine zunehmend restriktive Geldpolitik gekennzeichnet. Die geopolitischen Spannungen weiteten sich aus, insbesondere durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die aufflammenden Konflikte in Nahost. Nachdem die Konjunktur in Deutschland im 1. Halbjahr 2023 nahezu stagnierte, rutschte sie im 2. Halbjahr in die Rezession. Im Vergleich zum Vorjahr ging das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 zurück - und zwar um 0,1%. Verursacht wurde dieser Rückgang vor allem durch eine Schwäche des realen privaten Konsums, während gleichzeitig auch die Staatsnachfrage und die Exporte abnahmen. Der private Konsum wurde insbesondere durch die hohe, aber im Jahresverlauf nachlassende Inflation gehemmt. Trotz hoher Nominallohn-Abschlüsse gingen die Reallöhne zu Jahresbeginn noch zurück, drehten mit der nachlassenden Inflation dann jedoch ins Positive. Die Inflationsrate gab im 4. Quartal spürbar nach. Die Energiekomponente wirkte aufgrund von sinkenden Energiepreisen und Basiseffekten disinflationär, während vor allem Nahrungsmittel weiter hohe Preissteigerungsraten aufwiesen. Für das Gesamtjahr 2023 betrug die harmonisierte Inflationsrate 6,0%, nach 8,7% im Vorjahr. Die Konjunktur im Euroraum konnte im 2. Halbjahr eine technische Rezession knapp vermeiden. Insgesamt ist der Euroraum jedoch weniger exportabhängig und weniger durch das verarbeitende Gewerbe geprägt als Deutschland, sodass wir für das Gesamtjahr ein bescheidenes Wachstum von 0,5% erwarten. Die Inflation hat im Euroraum im Jahresverlauf ebenfalls deutlich nachgelassen und betrug im Jahresdurchschnitt 2023 5,5%. Aufgrund der hohen Inflation hat die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik deutlich gestrafft und damit zu einer nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrage beigetragen. Sie hat den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und die Einlagenfazilität schrittweise bis Mitte September auf 4,5% bzw. 4% erhöht, danach aber unverändert belassen. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zudem beschlossen, die Tilgungsbeträge aus dem Vermögensankaufsprogramm (Asset Purchase Programme) ab Juli 2023 nicht wieder anzulegen. Im Dezember kündigte die EZB an, dass dies auch für das Pandemie-Notfallankaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme - PEPP) ab dem zweiten Halbjahr 2024 geschehen soll. Auch in den USA wurde die Geldpolitik stark gestrafft, mit einem Zinsband für die Leitzinsen von 5,25% bis 5,5%. Im Gegensatz zu Europa und anderen Teilen der Welt blieb hier die Konjunktur jedoch widerstandsfähiger, was in erster Linie auf einen robusten Dienstleistungskonsum sowie einen Fokus von Investitionen auf immaterielle Wirtschaftsgüter zurückzuführen war. Die Inflation hat sich ebenfalls abgeschwächt und lag im Jahr 2023 bei 4,2%, nach 8,0% im Vorjahr. In China dagegen hat sich der Boom nach dem Wegfall der Corona-Beschränkungen als kurzlebig erwiesen. Der Bausektor stellt weiterhin die Hauptbelastung dar. Die Jahresinflationsrate fiel mit 0,2% äußerst gering aus, nach rund 2,0% im Vorjahr. FinanzmärkteIm Jahr 2023 dominierten zunächst die hohe Inflation sowie die Auswirkungen der Leitzinsanhebungen das Marktgeschehen. Die Pleite der Silicon Valley Bank im März ließ vorübergehend Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität des Finanzsektors aufkommen. Zu Beginn des Sommers beförderte der nunmehr deutliche Rückgang der Inflationsraten von ihren Spitzenwerten die Erwartung, dass die Stagflation überwunden werden könnte. Im Verlauf des dritten Quartals setzte sich zudem die Erwartung durch, dass sowohl die Fed als auch die EZB keine weiteren Leitzinsanhebungen planen. Trotz Unsicherheiten auf Grund gestiegener geopolitischer Risiken nahm der Optimismus an den Märkten zu, getrieben von der Erwartung rückläufiger Leitzinsen im Jahr 2024. In diesem Umfeld sank die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen im Verlauf des Jahres. Sie stieg zunächst allerdings bis weit in das Jahr hinein bis auf 3%. Dabei machte sich an den Märkten auch der Entzug von Liquidität seitens der EZB sowie der Stopp von Reinvestitionen auslaufender Staatsanleihen bemerkbar, die unter dem Vermögensankaufsprogramm (Asset Purchase Programme) erworben wurden. Im Zuge niedrigerer Inflationsraten und einer rezessiven Konjunktur begann diese Rendite aber wieder zu sinken. Am Jahresende lag sie bei 2,03%, nach 2,56% ein Jahr zuvor. Im Euroraum engte sich die Renditedifferenz zwischen Anleihen der südeuropäischen Länder und Bundesanleihen ein, diese Volkswirtschaften profitierten unter anderem von Höherstufungen durch Ratingagenturen und zeigten sich konjunkturell wesentlich stärker als Deutschland. Über das gesamte Jahr tendierten die Aktienmärkte aufwärts: Im Schlussquartal trugen vor allem Spekulationen über eine geldpolitische Wende der Zentralbanken zusammen mit der Erwartung einer in den USA soliden und im Euroraum sich aufhellenden Konjunktur zu einer Aufwärtsbewegung bei. Der US-Aktienmarkt gewann über das Jahr 24,2%, der europäische Markt nahm mit 16% etwas weniger zu. Der Euro gewann über das Jahr an Wert gegenüber dem US-Dollar. VersicherungswirtschaftTrotz der weiterhin unsicheren konjunkturellen Wirtschaftslage sowie einer rückläufigen Inflation erwartet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für die Branche ein leichtes Beitragsplus für das Geschäftsjahr 2023. Die großen Trends bleiben recht konstant und wirken sich auf die einzelnen Geschäftssegmente der Versicherung unterschiedlich aus: Reale Einkommensrückgänge belasten insbesondere das Geschäft der Lebensversicherer. In den Sparten der Schaden- und Unfallversicherung und der Privaten Krankenversicherung kommt es zu Wachstum, vor allem aufgrund erforderlicher Beitragsanpassungen. Über alle Sparten hinweg wird 2023 ein Beitragsplus von 0,6% erwartet. Auf Basis vorläufiger Informationen des GDV rechnen wir für das Jahr 2023 für die Lebensversicherung insgesamt (einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds) mit einem Beitragsrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem eine weiterhin schwache Nachfrage nach Lebensversicherungsverträgen gegen Einmalbeitrag belastet hier das Geschäft. Für die Private Krankenversicherung ist ein Anstieg der Beitragseinnahmen zu erwarten. Dahinter stehen insbesondere höhere Leistungen, eine anhaltende Nachfrage nach Krankenzusatzversicherungen und auch das wachsende Segment der Betrieblichen Krankenversicherung. In der Schaden- und Unfallversicherung wird ebenfalls mit einem Beitragswachstum gerechnet. Dieses ist auch auf die Summenanpassungen in der Sach- und Unfallversicherung zurückzuführen. Die Anzahl der Kraftfahrzeug-Neuzulassungen bewegte sich 2023 weiterhin auf niedrigem Niveau, sodass nur geringe Bestandszuwächse erreicht werden konnten. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2023 daher vor allem durch Beitragsanpassungen in der Folge des deutlichen Anstiegs im Schadenaufwand vor allem durch die dynamische Preisentwicklung bei Kfz-Ersatzteilen. Zudem war ein Wiederanstieg der Schadenhäufigkeit zu beobachten, bedingt durch die Zunahme der Mobilität nach der Covid-19-Pandemie. Insgesamt konnte der Anstieg der Durchschnittsbeiträge den Anstieg der Schadenaufwände nicht vollständig ausgleichen. In der Sach- und Haftpflichtversicherung führten inflationsbedingte hohe Indizes zu einem starken Beitragswachstum. Dem stand jedoch auch ein deutlich angestiegener Schadenaufwand gegenüber. Hier wirkten neben der allgemeinen Inflation auch der Mangel an Baumaterialien und Handwerkern und die damit einhergehende verzögerte Schadenregulierung negativ. In der Allgemeinen Unfallversicherung zeigte sich dagegen eine stabile Entwicklung. Aufgrund der Wetterereignisse der letzten Jahre stieg die Nachfrage nach Elementarschadendeckungen durch ein erhöhtes Risikobewusstsein der Verbraucher für Naturgefahren weiter an. Auch im Geschäftsjahr 2023 waren einige Sturm- und Starkregenereignisse zu verzeichnen. Zuletzt zog insbesondere das Sturmtief Zoltan vom 21. bis 24. Dezember 2023 über Deutschland und verursachte anschließende Überschwemmungen. IFRS 9 & 17Die Generali Deutschland AG und ihre Tochterunternehmen, die in Deutschland auf Basis der HGB-Rechnungslegung berichten, werden international in die Konzernberichterstattung nach IFRS der Assicurazioni Generali S.p.A. eingebunden. Daher wurden beide Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 17 am 1. Januar 2023 fristgerecht eingeführt und verursachten - ähnlich wie bereits Solvency II - einen hohen Aufwand bei den umsetzenden Unternehmen. Aufgrund der insbesondere im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung deutlich unterschiedlichen Bilanzierung von Versicherungsverträgen sowie der unterschiedlichen Bilanzierung von Finanzinstrumenten gegenüber vorherigen Standards waren hohe Investitionen in Abschlussprozesse und IT-Systeme erforderlich. Solvency II (SII)Das europäische Aufsichts- und Regulierungssystem Solvency II ist bereits seit dem 1. Januar 2016 in Kraft. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Erfahrungen werden die Kernelemente von Solvency II derzeit in einem mehrstufigen Prozess überprüft (Solvency II Review). Im September 2021 hat die EU-Kommission ihren Richtlinienentwurf veröffentlicht. Das EU-Parlament hat im Juli 2023 zur Solvency-II-Reform abgestimmt und sich zu Kompromissen für seine Änderungsanträge bereit erklärt. Im Dezember 2023 haben sich dann Rat, Kommission und Parlament der EU vorläufig auf Änderungen an den europäischen Eigenkapitalregeln Solvency II geeinigt. KapitalanlagenSeit Beginn des Jahres 2022 ist ein deutlicher Anstieg der Zinsen zu beobachten, der sich auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt hat. Orchestriert wurde dieser Anstieg von den wichtigsten Notenbanken (insbesondere Fed und EZB), die in mehreren Zinsschritten die jeweiligen Leitzinsen weiter erhöht haben. Am Markt sind somit Wiederanlagerenditen beispielsweise auf Staats- und Unternehmensanleihen mit gutem Rating zu erzielen, die nochmals über dem Vorjahr liegen und damit deutlich über dem durchschnittlichen Niveau der letzten Jahre. Insofern bieten sich Investoren aktuell weiterhin gute Rahmenbedingungen in der Kapitalanlage, wenngleich die globalen Faktoren weiterhin von hoher Unsicherheit gekennzeichnet sind. Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine kam im Jahr 2023 auch noch der Konflikt im Nahen Osten hinzu - und damit ein weiteres geopolitisches Risiko. Entsprechend ausgeprägt ist die Volatilität bei einigen Assetklassen. Technologische Entwicklung und DigitalisierungDie Digitalisierung bietet weiter wachsende Chancen in allen Elementen der Wertschöpfungskette der Versicherung: Durch digitale Technologie verändert sich die Kommunikation im Zusammenspiel von Kunde, Vertrieb und Versicherung. Auch steigen die Chancen, Geschäftsvorfälle schneller und produktiver abzuwickeln. Und es vergrößern sich die Möglichkeiten, Produkt- und Preisgestaltung zu optimieren. Außerdem bieten die digitalen Devices sowie die digitale Infrastruktur Ansatzpunkte, das klassische Versicherungsangebot mit zusätzlichen Informationen und Dienstleistungen anzureichern und so die Attraktivität der Versicherungsprodukte zu steigern. Die Digitalisierung und eine verstärkte Nutzung von IoT-Devices (Internet of Things) bietet im Privat-, Firmen- und Industriekundensektor viele Möglichkeiten zur Individualisierung von Produkten und zur Prävention von Schäden bzw. Leistungen. Die Sammlung, Aufbereitung und Analyse von Daten wird in Zukunft von essenzieller Bedeutung für Versicherungsunternehmen sein. Die Anwendung von Data Analytics und Künstlicher Intelligenz (KI) ist sowohl Grundlage für die Optimierung von Prozessen und Pricing als auch Basis zur Erfüllung von Kundenerwartungen hinsichtlich Produkten und Services. Dabei steht die verantwortungsvolle Nutzung von Daten und Algorithmen an oberster Stelle, um digitales Vertrauen sicherzustellen. Die Etablierung einer KI-Governance im ständigen Einklang mit den sich in Ausprägung befindlichen regulatorischen Vorgaben, wie z. B. der KI-Verordnung, ist daher von zentraler Bedeutung, um sichere Prozesse risikoadäquat zu etablieren und zu dokumentieren. Eine große Herausforderung wird in den nächsten Jahren zudem die optimale Bedienung der Kundenschnittstelle sein. Verändertes Kundenverhalten, das Bedürfnis nach immer stärkerer Personalisierung und die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen erfordern eine stärkere Digitalisierung der Kundenschnittstelle. Der Druck auf Versicherungen steigt zunehmend, die Grenzen zwischen physischem und digitalem Kommunikationskanal reibungsfrei zu gestalten. Auch der digitale Vertrieb über Kooperationspartner und insbesondere die Entwicklung oder Beteiligung an digitalen Ökosystemen werden die Zukunft des Versicherungsvertriebs beeinflussen. Geschäftsentwicklung der Dialog Versicherung AGDer Geschäftsbereich der Dialog Versicherung AG umfasst den Betrieb der Schaden- und Unfallversicherung einschließlich Beistandsleistungen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft und den anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen). Der Geschäftsbereich erstreckt sich auf die Erst- und Rückversicherung. Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Gebuchten Bruttobeiträge im Direkten Versicherungsgeschäft von 534,4 Mio. € auf 548,4 Mio. €. In den Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen betrugen die Gebuchten Bruttobeiträge 415,7 Mio. € (Vorjahr 393,8 Mio. €) und in den Kraftfahrtversicherungen 132,7 Mio. € (Vorjahr 140,6 Mio. €). Die Combined Ratio Brutto (Summe aus Schaden- und Kostenquote bezogen auf die Verdienten Bruttobeiträge) im Direkten Versicherungsgeschäft lag im Geschäftsjahr bei einem Wert von 100,8% und damit unter dem Vorjahreswert von 102,6%. Nach Rückversicherung und Veränderungen der Schwankungs- und Drohverlustrückstellungen ergab sich im Direkten Versicherungsgeschäft ein Nettoverlust von 19,4 Mio. € (Vorjahr Verlust 7,3 Mio. €). Im Indirekten Geschäft wurde insgesamt ein Nettogewinn in Höhe von 91 Tsd. € (im Vorjahr Gewinn von 32 Tsd. €) erzielt. Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen betrug 9,9 Mio. € nach 15,0 Mio. € im Vorjahr. Den Erträgen in Höhe von 16,8 Mio. € (Vorjahr 20,4 Mio. €) standen Aufwendungen in Höhe von 6,9 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €) entgegen. Das Sonstige Ergebnis belief sich auf einen negativen Saldo von 16,2 Mio. € (Vorjahr negativer Saldo von 19,5 Mio. €). Im Geschäftsjahr sind keine Außerordentliche Erträge und Aufwendungen angefallen. Das Steuerergebnis ergab einen Ertrag in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr Ertrag 0,4 Mio. €). Das Jahresergebnis vor Verlustübernahme lag im Geschäftsjahr bei -24,9 Mio. € (Vorjahresverlust in Höhe von 12,1 Mio. € vor Verlustübernahme). Geschäftsverlauf der einzelnen Versicherungszweige und -artenDie im Geschäftsjahr betriebenen Versicherungszweige und -arten sind in einer Übersicht im Anhang zusammengestellt. Der Bestand an Direkten, mindestens einjährigen, Schaden- und Unfallversicherungen ist ebenfalls im Anhang dargestellt. Direktes VersicherungsgeschäftUnfallversicherungIn der gesamten Unfallversicherung lagen die Gebuchten Beitragseinnahmen mit 39,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 40,6 Mio. €. Hiervon entfielen auf den Versicherungszweig Allgemeine Unfallversicherung (ohne Kraftfahrtunfallversicherung) 38,5 Mio. € (Vorjahr 39,8 Mio. €) und auf die Kraftfahrtunfallversicherung 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,8 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote in der gesamten Unfallversicherung lag mit 54,5% über dem Vorjahreswert von 41,8% (insbesondere aufgrund einer höheren Zuführung zu den Geschäftsjahres-Schadenreserven als auch aus einem verschlechtertem Vorjahres-Abwicklungsergebnis). Die Brutto-Kostenquote betrug 29,0% nach 29,5% im Vorjahr. Nach Rückversicherung und einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr Zuführung 0,7 Mio. €) verblieb ein Nettogewinn von 4,1 Mio. € (Vorjahr 9,9 Mio. €). HaftpflichtversicherungIn der Haftpflichtversicherung wurden Gebuchte Brutto-Beitragseinnahmen von 89,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 89,9 Mio. € erzielt. Die Brutto-Schadenquote betrug nach 53,2% im Vorjahr 37,7% (vor allem aufgrund verbesserter Vorjahres-Schadenabwicklung) und die Brutto-Kostenquote 36,7% (Vorjahr 37,3%). Nach Rückversicherung und einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,1 Mio. € (im Vorjahr geringe Entnahme) schloss die Haftpflichtversicherung mit einem Nettogewinn von 23,4 Mio. € nach einem Gewinn von 9,4 Mio. € im Vorjahr. Kraftfahrzeug-HaftpflichtversicherungDie Gebuchten Bruttobeiträge in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung lagen am Ende des Geschäftsjahres bei 74,8 Mio. € (Vorjahr 80,7 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote belief sich auf 84,4% (Vorjahr 91,2%) (insbesondere aufgrund geringerer Zuführung zu den Geschäftsjahres-Schadenreserven) und die Brutto-Kostenquote auf 20,3% (Vorjahr 20,7%). Nach Rückversicherung und nach einer Zuführung von 1,3 Mio. € zur Schwankungsrückstellung (Vorjahr Entnahme 7,6 Mio. €) ergab sich netto ein Verlust von 3,0 Mio. € gegenüber einem Vorjahresverlust von 2,3 Mio. €. Sonstige KraftfahrtversicherungIn der Fahrzeugvoll- und Fahrzeugteilversicherung beliefen sich die Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen auf 57,9 Mio. € (Vorjahr 59,8 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote lag bei 95,3% und damit über dem Vorjahreswert von 83,5% (vor allem aufgrund höherer Zuführung zu den Geschäftsjahres-Schadenreserven in der Fahrzeugvollversicherung) und die Brutto-Kostenquote lag mit 22,1% auf Vorjahresniveau. Nach Rückversicherung und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 7,2 Mio. € (Vorjahr Entnahme 2,0 Mio. €) ergab sich netto ein Verlust von 3,8 Mio. € (Vorjahr Verlust von 2,7 Mio. €). Feuer- und SachversicherungUnter dieser Versicherungszweiggruppe werden die Versicherungszweige Feuerversicherung (ohne Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung), Verbundene Hausratversicherung, Verbundene Wohngebäudeversicherung und Sonstige Sachversicherungen zusammengefasst. FeuerversicherungDie Gebuchten Bruttobeiträge betrugen 33,8 Mio. € (Vorjahr 30,6 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote errechnete sich zu 88,3% und lag damit unter dem Vorjahreswert von 121,0% (vor allem aufgrund deutlich geringerer Belastung durch nicht-elementare Großschäden). Die Brutto-Kostenquote lag bei 26,8% (Vorjahr 27,7%). Nach Rückversicherung und einer Zuführung von 0,5 Mio. € zur Schwankungsrückstellung (Vorjahr Zuführung von 0,6 Mio. €) ergab sich ein Nettoverlust in Höhe von 7,1 Mio. € (Vorjahresverlust 5,2 Mio. €). Verbundene HausratversicherungIm Geschäftsjahr betrugen die Gebuchten Bruttobeiträge 28,2 Mio. € nach 28,4 Mio. € im Vorjahr. Bei einer Brutto-Schadenquote von 43,6% gegenüber einem Vorjahreswert von 38,9% (insbesondere aufgrund verschlechterter Vorjahres-Schadenabwicklung) und einer Brutto-Kostenquote von 45,6% (Vorjahr 46,2%) errechnete sich nach Rückversicherung und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr Zuführung 1,4 Mio. €) ein Nettoverlust von 0,1 Mio. € (Vorjahresverlust 0,2 Mio. €). Verbundene WohngebäudeversicherungDie Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen lagen bei 89,1 Mio. € (Vorjahr 85,7 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote lag bei 76,6% und damit über dem Vorjahreswert von 75,0% (vor allem aufgrund höherer Zuführung zu den Geschäftsjahres-Schadenreserven trotz geringerer Zahlungen für Geschäftsjahresschäden). Die Brutto-Kostenquote betrug 31,8% (Vorjahr 32,2%). Nach Rückversicherung und einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr Zuführung 0,1 Mio. €) errechnete sich ein Nettoverlust von 15,4 Mio. € gegenüber einem Verlust im Vorjahr von 14,9 Mio. €. Sonstige SachversicherungenDiese Versicherungszweiggruppe beinhaltet die Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-Versicherung, die Leitungswasser(LW)-Versicherung, die Glasversicherung, die Technischen Versicherungen sowie die Übrigen Sachversicherungen. Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-VersicherungDie Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen in der ED-Versicherung beliefen sich wie im Vorjahr auf 7,6 Mio. €. Die Brutto-Schadenquote betrug 24,1% gegenüber dem Vorjahreswert von 19,8% (insbesondere aufgrund höherer Zuführung zu den Geschäftsjahres-Schadenreserven) und die Brutto-Kostenquote lag bei 32,1% (Vorjahr 33,0%). Nach Rückversicherung ergab sich ein Versicherungstechnischer Nettogewinn von 3,0 Mio. € (Vorjahr Gewinn 3,3 Mio. €). Leitungswasser(LW)-VersicherungDie Gebuchten Bruttobeiträge lagen mit 9,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von 7,7 Mio. €. Die Brutto-Schadenquote lag mit 119,8% über dem Vorjahreswert von 107,3% (vor allem aufgrund verschlechterter Vorjahres-Schadenabwicklung) und die Brutto-Kostenquote lag bei 29,8% (Vorjahr 31,1%). Nach Rückversicherung und einer Zuführung zur Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,1 Mio. € wurde ein Nettoverlust von 5,1 Mio. € (Vorjahr Verlust 3,2 Mio. €) ausgewiesen. GlasversicherungIn der Glasversicherung betrugen die Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen 7,2 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote errechnete sich zu 40,8% (Vorjahr 38,8%) und die Brutto-Kostenquote zu 51,2% (Vorjahr 50,7%). Das Versicherungstechnische Ergebnis schloss nach Rückversicherung ausgeglichen (Vorjahr Gewinn 0,3 Mio. €). Technische VersicherungenDie Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen lagen bei 23,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 22,6 Mio. €. Bei einer Brutto-Schadenquote von 59,2% gegenüber dem Vorjahreswert von 66,3% (vor allem aufgrund verbesserter Vorjahres-Schadenabwicklung) und einer Brutto-Kostenquote von 32,8% (Vorjahr 33,7%) ergab sich nach Rückversicherung ein Nettoverlust im Geschäftsjahr von 0,9 Mio. € gegenüber einem Gewinn im Vorjahr von 0,9 Mio. €. Übrige SachversicherungenUnter Übrige Sachversicherungen werden die Versicherungszweige Sturm, Extended Coverage, Einheit sowie Sonstige Sachschadenversicherungen ausgewiesen. Die Gebuchten Bruttobeiträge hierzu beliefen sich auf 26,3 Mio. € (Vorjahr 22,3 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote betrug nach einem Vorjahreswert von 75,3% im Geschäftsjahr 75,4% (insbesondere zeigte sich eine Entlastung im elementaren Großschaden Aufwand im Versicherungszeig Sturm, gegenläufig zeigte sich im Versicherungszweig Extended Coverage ein gestiegener Aufwand bei nicht-elementaren Großschäden) und die Brutto-Kostenquote lag bei 37,3% (Vorjahr 38,3%). Nach Rückversicherung ergab sich ein Nettoverlust von 1,9 Mio. € (Vorjahr Nettoverlust 4,4 Mio. €). Im Vorjahr gab es eine Entnahme aus der Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,1 Mio. €. Transport- und Luftfahrt-VersicherungDie Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen der Transport- und Luftfahrtversicherung ergaben 18,9 Mio. € (Vorjahr 18,3 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote lag bei 61,7% (Vorjahr 76,0%) (vor allem aufgrund geringerer Belastung aus nicht-elementaren Großschäden sowie verbesserter Vorjahres-Schadenabwicklung). Bei einer Brutto-Kostenquote von 35,4% (Vorjahr 33,6%) ergab sich nach Rückversicherung und nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr Entnahme 1,5 Mio. €) ein Nettoverlust von 1,0 Mio. € gegenüber einem Verlust von 0,5 Mio. € im Vorjahr. BeistandsleistungsversicherungIn der Beistandsleistungsversicherung betrugen die Gebuchten Bruttobeiträge im Geschäftsjahr 19,0 Mio. € nach 14,7 Mio. € im Vorjahr. Die Brutto-Schadenquote lag bei 93,0% (Vorjahr 97,9%) und die Brutto-Kostenquote bei 15,0% (Vorjahr 15,2%). Das Versicherungstechnische Nettoergebnis nach Rückversicherung und einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr geringe Entnahme) belief sich auf einen Verlust in Höhe von 2,2 Mio. € (Vorjahr Verlust von 2,8 Mio. €). Kredit- und KautionsversicherungIn der Kredit- und Kautionsversicherung ergaben sich praktisch keine Gebuchten Bruttobeiträge und keine Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb. Der Brutto-Schadenaufwand lag bei 0,3 Mio. € (Vorjahr -0,2 Mio. € resultierend aus Vorjahresschäden). Nach Rückversicherung schloss die Sparte mit einem Versicherungstechnischen Nettoverlust von 0,1 Mio. € (im Vorjahr Verlust 0,6 Mio. €). Sonstige VersicherungenDie sonstigen Versicherungen umfassen die verschiedenen Formen der Betriebsunterbrechungsversicherung, die sonstigen Vermögensschadenversicherungen und die sonstigen gemischten Versicherungen, hierunter insbesondere die Dynamische Sachversicherung. Insgesamt beliefen sich die Gebuchten Bruttobeiträge auf 24,8 Mio. € (Vorjahr 19,1 Mio. €). Die Brutto-Schadenquote betrug 93,2% nach einem Vorjahreswert von 61,6% (vor allem aufgrund erhöhtem nichtelementaren Großschaden Aufwand sowie verschlechterter Vorjahres-Schadenabwicklung in der Betriebsunterbrechungsversicherung) und die Brutto-Kostenquote betrug 37,5% (Vorjahr 36,4%). Das Versicherungstechnische Nettoergebnis nach Rückversicherung und einer Zuführung zur Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,5 Mio. € ergab einen Verlust von 9,5 Mio. € nach einem Gewinn von 5,7 Mio. € im Vorjahr. Indirektes VersicherungsgeschäftDie Gebuchten Nettobeiträge lagen bei 2,9 Mio. € (Vorjahr 3,0 Mio. €). Der Netto-Schadenaufwand lag bei 3,6 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) und der Netto-Aufwand für den Versicherungsbetrieb bei 0,6 Mio. € (0,5 Mio. €). Der Ertrag aus der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung betrug 0,7 Mio. € (Vorjahr Zuführung 0,4 Mio. €). Insgesamt ergab sich ein Nettogewinn in Höhe von 91 Tsd. € (Vorjahr 32 Tsd. €). NeugeschäftSpartenübergreifend wurde ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in Höhe von 66,1 Mio. € Jahresversicherungsbeitrag (JVB) gegenüber 59,5 Mio. € JVB im Vorjahr realisiert. In der Unfallversicherung (inkl. Kraftfahrtunfallversicherung) wurde ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in Höhe von 2,1 Mio. € JVB (Vorjahr 2,5 Mio. € JVB) und in der Haftpflichtversicherung in Höhe von 7,8 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. € JVB) erzielt. Der Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung betrug nach einem Vorjahreswert von 14,9 Mio. € JVB im Geschäftsjahr 14,0 Mio. € JVB. In den Sonstigen Kraftfahrtversicherungen (exkl. Kraftfahrtunfallversicherung) wurde ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in Höhe von 12,6 Mio. € JVB erzielt (Vorjahr 12,8 Mio. € JVB). In der Feuerversicherung ergab sich ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in Höhe von 4,2 Mio. € JVB nach 3,3 Mio. € JVB im Vorjahr. Der Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in der Hausratversicherung betrug 2,1 Mio. € JVB (Vorjahr 1,6 Mio. € JVB) und in der Wohngebäudeversicherung 3,7 Mio. € JVB nach 4,5 Mio. € JVB im Vorjahr. Der Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) betrug in der Einbruchdiebstahl- und Raub (ED)-Versicherung wie im Vorjahr 0,4 Mio. € JVB, in der Leitungswasser (LW)-Versicherung 1,3 Mio. € JVB (Vorjahr 0,7 Mio. € JVB), in der Glasversicherung 0,4 Mio. € JVB (Vorjahr 0,3 Mio. € JVB) und in den Technischen Versicherungen wie im Vorjahr 2,1 Mio. € JVB. In den Übrigen Sachversicherungen (Sturm, Extended Coverage, Einheit sowie Sonstige Sachschadenversicherungen) wurde ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in Höhe von 10,5 Mio. € JVB (Vorjahr 3,6 Mio. € JVB) erreicht. In der Transport- und Luftfahrt-Versicherung wurde ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) von 3,5 Mio. € JVB (Vorjahr 5,3 Mio. € JVB) generiert. Der Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) in der Beistandsleistungsversicherung betrug wie im Vorjahr 0,3 Mio. € JVB. Die sonstigen Versicherungen umfassen die verschiedenen Formen der Betriebsunterbrechungsversicherung, die sonstigen Vermögensschadenversicherungen und die sonstigen gemischten Versicherungen, hierunter insbesondere die Dynamische Sachversicherung. Hier ergab sich ein Bruttoneuzugang (inkl. Zugang aus Bestand) wie im Vorjahr von 0,9 Mio. € JVB. BeitragseinnahmenDie gesamten Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen im Direkten Versicherungsgeschäft beliefen sich auf 548,4 Mio. € nach 534,4 Mio. € im Vorjahr. In den Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen lagen die Gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen bei 415,7 Mio. € (Vorjahr 393,8 Mio. €) und in den Kraftfahrtversicherungen bei 132,7 Mio. € (Vorjahr 140,6 Mio. €). Die abgegebenen Rückversicherungsbeiträge betrugen 102,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreswert von 93,8 Mio. €. Es ergaben sich somit Gebuchte Netto-Beitragseinnahmen im Direkten Versicherungsgeschäft von 446,1 Mio. € (Vorjahr 440,6 Mio. €). Das entsprach einem Prämien-Selbstbehalt von 81,4%. SchadenverlaufDie Bruttoschadenbelastung für Geschäftsjahresschäden (inkl. internen Regulierungskosten) im Direkten Versicherungsgeschäft betrug 414,6 Mio. € (Vorjahr 423,9 Mio. €). Dies resultierte insbesondere aus dem Rückgang der Bruttoschadenbelastung in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung (-13,8 Mio. €) und der Feuerversicherung (-8,6 Mio. €). Insgesamt lagen die Zahlungen für Geschäftsjahresschäden bei 165,7 Mio. € (Vorjahr 183,7 Mio. €) und die Rückstellungen für Geschäftsjahresschäden bei 248,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 240,2 Mio. €. Aufgrund des zum Jahresende eingetretenen Sturmes "Zoltan" und des Flutereignisses wurde die GJ-Spätschadenpauschale um 4,0 Mio. € verstärkt. Die Anzahl der gemeldeten Schäden im Geschäftsjahr betrug 73.193 Stück und im Vorjahr 87.428 Stück (ohne Beistandsleistungsversicherung). Der Nicht-Elementarschadenaufwand (exkl. internen Regulierungskosten) in Sach-, Unfall-, Haftpflicht und Kraftfahrt (SUHK) sank gegenüber dem Vorjahreswert von 335,5 Mio. € auf 299,7 Mio. €. Davon entfielen auf Basisschäden 231,0 Mio. € (Vorjahr 231,2 Mio. €) und auf Großschäden 68,7 Mio. € (Vorjahr 104,3 Mio. €). Die Elementarschadenbelastung (exkl. internen Regulierungskosten) in SUHK betrug 27,7 Mio. € nach einen Vorjahreswert in Höhe von 31,3 Mio. €. Hier entfielen 23,4 Mio. € (Vorjahr 22,8 Mio. €) auf Basisschäden und 4,3 Mio. € (Vorjahr 8,5 Mio. €) auf Großschäden. Aus der Abwicklung der Vorjahresversicherungsfälle konnte ein Bruttogewinn von 29,6 Mio. € (Vorjahr 38,6 Mio. €) erzielt werden. Nach Abwicklung ergab sich eine Brutto-Schadenquote in Höhe von 70,3% die unter dem Vorjahreswert von 71,9% lag. Die Netto-Schadenquote betrug 72,4% und dotierte aufgrund geringerer Rückversicherungsentlastungen über der Vorjahresquote von 70,1%. Eine Übersicht der Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäfts- und Vorjahres nach Versicherungszweigen findet sich im Anhang. Aufwendungen für den VersicherungsbetriebDie Abschlussaufwendungen bezogen auf die Verdienten Bruttobeiträge lagen im Geschäftsjahr bei 7,5% (Vorjahr 8,0%). Bei den Verwaltungsaufwendungen lag die Quote bei 23,0% nach 22,8% im Vorjahr. Die gesamten Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 167,2 Mio. € und lagen damit über dem Vorjahreswert von 164,6 Mio. €. Insgesamt errechnete sich bei gestiegenen Verdienten Beiträgen eine gesunkene Brutto-Kostenquote von 30,5% (Vorjahr 30,7%). Nach Rückversicherungsabgaben betrug die Netto-Kostenquote wie im Vorjahr 32,4%. Aufwendungen für die BeitragsrückerstattungDie Aufwendungen für die Beitragsrückerstattung beliefen sich auf 0,4 Mio. € (Vorjahr 0,5 Mio. €). Diese resultierten vor allem aus Aufwendungen für die erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung in der Kraftfahrtversicherung. Versicherungstechnisches ErgebnisDas Versicherungstechnische Bruttoergebnis im Direkten Geschäft vor Schwankungs- und Drohverlustrückstellung belief sich auf einen Verlust in Höhe von 10,5 Mio. € gegenüber einem Verlust von 17,7 Mio. € im Vorjahr. Es ergaben sich gegenüber dem Vorjahr gestiegene Verdiente Beiträge in Höhe von 547,6 Mio. € (Vorjahr 535,8 Mio. €). Gleichzeitig wurde ein Gesamtschadenaufwand in Höhe von 385,0 Mio. € (Vorjahr 385,4 Mio. €) verzeichnet. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 167,2 Mio. € (Vorjahr 164,6 Mio. €). Die Sonstigen Versicherungstechnische Aufwendungen und Erträge ergaben per Saldo einen Verlust in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahresverlust 3,5 Mio. €). Die Combined Ratio Brutto (Summe aus Schaden- und Kostenquote bezogen auf die Verdienten Bruttobeiträge) lag bei 100,8% (Vorjahr 102,6%). Das Ergebnis aus der Rückversicherung ergab einen Verlust von 16,6 Mio. € (Vorjahr Gewinn 2,0 Mio. € (vor allem geringere Entlastung im Geschäftsjahres-Schadenaufwand sowie gestiegene Beitragsabgaben). Nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 8,3 Mio. € (wie im Vorjahr) und Zuführung zur Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr Entnahme 0,1 Mio. €) ergab sich insgesamt ein Versicherungstechnischer Nettoverlust von 19,4 Mio. € nach einem Verlust von 7,3 Mio. € im Vorjahr. Im Indirekten Geschäft ergab sich ein Versicherungstechnischer Nettogewinn in Höhe von 91 Tsd. € (im Vorjahr 32 Tsd. €). KapitalanlagenergebnisAus den Kapitalanlagen konnten Erträge von 16,8 Mio. € (Vorjahr 20,4 Mio. €) erwirtschaftet werden. Als Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden 0,2 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) realisiert. Diese stammten aus dem Verkauf von Inhaberschuldverschreibungen und Investmentanteilen. Den Erträgen standen im Geschäftsjahr Aufwendungen von 6,9 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €) entgegen. Darin enthalten waren Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 0,03 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €). Die Abschreibungen wurden dabei vor allem auf Investmentanteile vorgenommen. Per Saldo wurde ein Kapitalanlagenergebnis von 9,9 Mio. € (Vorjahr 15,0 Mio. €) erreicht. Sonstiges ErgebnisDer technische Zins betrug wie im Vorjahr -0,7 Mio. €. Der Saldo aus Sonstigen Erträgen und Sonstigen Aufwendungen schloss mit einem Verlust von 16,2 Mio. € gegenüber einem Vorjahresverlust von 19,5 Mio. € (vor allem aus Sonstige Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes und einem verbesserten Saldo aus Erträgen und Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen). Außerordentliches ErgebnisIm Geschäftsjahr sind wie im Vorjahr keine Außerordentliche Erträge und Aufwendungen angefallen. Ergebnis vor Gewinnabführung/VerlustübernahmeDas Gesamtergebnis vor Steuern wies einen Verlust von 26,5 Mio. € (Vorjahr Verlust 12,6 Mio. €) aus. Nach Berücksichtigung eines Steuerertrages in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr Steuerertrag 0,4 Mio. €) verblieb ein Verlust in Höhe von 24,9 Mio. € vor Verlustübernahme (Vorjahresverlust vor Verlustübernahme 12,1 Mio. €). Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufZusammenfassend ist festzustellen, dass sich das Brutto-Ergebnis im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr moderat verbessert hat. Bei einem gegenüber dem Vorjahresniveau leicht verschlechterten Schadenverlauf und leicht gestiegenen Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, zeigte sich insbesondere die Beitragsseite mit einem deutlichen Wachstum positiv. Deutlich verschlechtert zeigte sich das Rückversicherungsergebnis. Auch ging das Kapitalanlageergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Insgesamt fiel das Gesamtergebnis somit negativ aus und deutlich verschlechtert gegenüber dem Vorjahr. Die Dialog Versicherung AG blickt aber Erfolg versprechend in die Zukunft und sieht sich für die Herausforderungen des kommenden Geschäftsjahres gut aufgestellt. LiquiditätDie Liquiditätsplanung der Gesellschaft erfolgt konsistent zum Strategischen Planungsprozess. Im Rahmen der Liquiditätsplanung wird eine detaillierte Projektion der Zahlungsflüsse erstellt. Im Wesentlichen enthält diese die Zahlungsströme aus operativen Aktivitäten (Prämien, Schadenzahlungen, etc.), Investmentaktivitäten (Zinszahlungen, Fälligkeiten festverzinslicher Titel etc.), Ergebnisabführungen sowie Steuerumlagen. Darüber hinaus werden die Zahlungsströme der taktischen und strategischen Kapitalanlagenplanung entsprechend berücksichtigt. Die Gesellschaft ist dem international bestehenden Cashpool beigetreten, wodurch die temporär überschüssige Liquidität (vor Anlage in langfristige Kapitalanlagen) zu marktüblichen Konditionen in unterschiedliche Produkte angelegt werden kann. Die mögliche Anlage im kurzfristigen Geldmarkt, als zusätzliche Anlagemöglichkeit wird parallel betrachtet. Ein kurzfristig bestehender Liquiditätsbedarf wird durch die entsprechende Wahl der Produkte sichergestellt. Zusätzlich zur beschriebenen Liquiditätsplanung führen wir mithilfe unseres konzerninternen Liquiditätsrisikomodells kennzahlgesteuerte Liquiditätsanalysen durch. VermögenslageDie Forderungen beliefen sich auf 71,6 Mio. € (Vorjahr 33,6 Mio. €). Darin enthalten waren Forderungen an Versicherungsnehmer in Höhe von 19,2 Mio. € (Vorjahr 18,6 Mio. €) und an Versicherungsvermittler in Höhe von 7,6 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €). Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft betrugen 15,4 Mio. € nach 2,6 Mio. € im Vorjahr. Die Sonstigen Forderungen betrugen 29,3 Mio. € (Vorjahr 6,9 Mio. €). Laufende Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich auf 14,1 Mio. € (Vorjahr 14,5 Mio. €). Die nachrangigen Verbindlichkeiten lagen mit 99,3 Mio. € auf Vorjahresniveau (davon 98,0 Mio. € nachrangiges Passivdarlehen). Die anderen Verbindlichkeiten lagen bei 74,3 Mio. € (Vorjahr 66,2 Mio. €). Die versicherungstechnischen Rückstellungen beliefen sich auf 768,4 Mio. € (Vorjahr 750,9 Mio. €). Hiervon entfielen auf die Rückstellung von nicht abgewickelten Versicherungsfällen 614,8 Mio. € (Vorjahr 589,1 Mio. €) und auf die Schwankungs- und ähnliche Rückstellung 83,4 Mio. € (Vorjahr 92,3 Mio. €). Das Eigenkapital betrug wie im Vorjahr 64,1 Mio. €. KapitalanlagenEntwicklung Kapitalanlagenbestand und ReservenDer Gesamtbestand an Kapitalanlagen verringerte sich im Geschäftsjahr um 13,1 Mio. € bzw. 1,4% auf 909,0 Mio. € (Vorjahr 922,1 Mio. €). Das Bruttoanlagevolumen der Kapitalanlagen im Jahr 2023 betrug 48,6 Mio. € (Vorjahr 188,1 Mio. €). Die Neuanlagen erfolgten weit überwiegend in Investmentanteilen. Den Zugängen an Kapitalanlagen standen im gleichen Zeitraum Abgänge aus Fälligkeiten, Verkäufen und sonstigen Abgängen in Höhe von 56,2 Mio. € (Vorjahr 171,6 Mio. €) gegenüber. Der Saldo aus Stillen Reserven abzüglich Stiller Lasten erhöhte sich im Berichtszeitraum von -77,7 Mio. € auf -42,3 Mio. €. Der überwiegende Teil der Kapitalanlagen war zwei verschiedenen Anlagekategorien zuzuordnen. "Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" stellten mit 514,9 Mio. € bzw. 56,6% die größte Kategorie dar. Die Kapitalanlagen, die der Kategorie "Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" zugeordnet waren, beliefen sich auf 327,7 Mio. € bzw. 36,1% aller Kapitalanlagen. Ergebnis aus KapitalanlagenIm Geschäftsjahr konnten laufende Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 16,5 Mio. € (Vorjahr 18,5 Mio. €) erzielt werden. Aus Zuschreibungen wurden Erträge in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr 0,0 Mio. €) vereinnahmt. Als Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden 0,2 Mio. € (Vorjahr 1,9 Mio. €) realisiert. Damit beliefen sich die Erträge aus Kapitalanlagen insgesamt auf 16,8 Mio. € (Vorjahr 20,4 Mio. €). Die Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen insgesamt 6,9 Mio. € (Vorjahr 5,5 Mio. €). Davon entfielen auf Verwaltungs-, Zins- und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen 1,3 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €) und auf Abschreibungen auf Kapitalanlagen 5,6 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €). Aus dem Abgang von Kapitalanlagen ergaben sich praktisch keine Verluste (Vorjahr 0,4 Mio. €). Die Abschreibungen wurden dabei vor allem auf Investmentanteile vorgenommen. Per Saldo ergab sich ein Nettoergebnis in Höhe von 9,9 Mio. € (Vorjahr 15,0 Mio. €). Die laufende Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen nach der Berechnungsmethode des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. belief sich auf 1,7% (Vorjahr 1,9%). Die Nettoverzinsung betrug 1,1% (Vorjahr 1,6%). Beherrschungs- und ErgebnisabführungsvertragDie Gesellschaft hat am 07.12.2018 mit der Generali Deutschland AG, mit Sitz in München, als herrschender Gesellschaft, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Dieser wurde am 12.12.2018 in das Handelsregister der Dialog Versicherung AG eingetragen. Unsere Mitarbeiterinnen und MitarbeiterBei der Dialog Versicherung AG waren im Geschäftsjahr 2023 keine Mitarbeiter beschäftigt. Neue Produkte und DienstleistungenIm Geschäftsjahr 2023 wurde die jährliche Überarbeitung der Kfz-Versicherung zum Oktober durchgeführt. Nachdem das Leistungsniveau im Wettbewerb weiterhin sehr gut ist, lag der Fokus auf punktuellen Änderungen sowie auf Tarifgestaltung im Sinne einer Neukalkulation. Der Klassiktarif, welcher als günstiges Einstiegsprodukt mit reduzierten Leistungen konzipiert war, wird seit der neuen Produktgeneration 10/2023 nicht mehr angeboten. Dies trägt der rückläufigen Nachfrage Rechnung und verringert die Produktkomplexität. Der Verkauf fokussiert sich somit im Breitengeschäft auf den leistungsstarken Premium-Schutz. Eingestellt wurde im Neugeschäft zudem der Unfallmeldedienst (UMD). Neben Verbesserungen der Leistungen im Kfz-Schutzbrief - insbesondere Erhöhung der Leistungsgrenzen bei Abschleppkosten - wurde im Bereich der Hilfe- und Serviceleistungen ein vollständig neuer Ansatz umgesetzt: Mit dem Produkt MobilitätsschutzPLUS wird die Mobilität von Einzelpersonen oder Familien versichert, unabhängig vom genutzten Auto. Kunden sind so z.B. auch als Mitfahrer bei anderen oder Nutzer von Carsharing versichert und erhalten z.B. sofortige Hilfe bei Pannen. Damit wird der Gedanke des oft grundsätzlich veränderten Mobilitätsverhaltens und der daraus veränderten Kundenanforderungen aufgegriffen. Für den Bereich gewerblicher Kleinflotten (Dialog Kleinflottenmodell) erfolgte im Zuge der Neukalkulation eine Optimierung des Tarifierungsansatzes. Hierdurch wird eine verbesserte Risikogerechtigkeit in der Preisgestaltung erreicht. Der Fokus der Dialog Versicherung lag im Privatkundengeschäft auch in 2023 auf Digitalisierung und dem Ausbau von Partnerschaften mit Vertriebspartnern. Es wird weiterhin daran gearbeitet, die Sach- Unfall- und Haftpflichtprodukte für Privatkunden optimiert auf den Vergleichsplattformen zu platzieren. Seit Juli 2023 sind mit dem neuen Tarifrechner Sach- / Haftpflicht alle privaten Versicherungsprodukte der Dialog in neuer, moderner technischer Umgebung beantragbar. Der neue Rechner umfasst neben den Sparten Wohngebäude, Unfall und Kleingarten nun neu auch die Sparten Hausrat, Glas und die privaten Haftpflichtsparten (Privathaftpflicht-, Tierhalterhaftpflicht- und private Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung). Zum 01. Juli 2023 wurde ein neues, leistungsstarkes Hausratprodukt auf den Markt gebracht. In den beiden Produktvarianten Premium und Premium Plus gilt nun neu die Wohnfläche als Tarifierungsgrundlage. Das neue Produkt zeichnet sich mit einem stark verbesserten Leistungsniveau und einem risikogerechteren Tarif aus. Besondere Highlights sind die Absicherungsmöglichkeit von unbenannten Gefahren und der Bestleistungsgarantie in PremiumPlus sowie unbegrenzter Versicherungsschutz in den meisten Leistungen durch das Wohnflächenmodell. Verbesserungen im Leistungsumfang kommen seit der Tarifgeneration 2021 auch den Bestandskunden über die Leistungsupdategarantie zugute. Auch in 2023 begegnete der Versicherungsmarkt im Bereich SUH Firmenkundengeschäft großen Herausforderungen als Ergebnis aus der aktuellen Wirtschaftslage basierend auf der z. B: Ukraine-Krise und der Inflation. Als Lifetime-Partner lag der Fokus daher weiterhin auf Digitalisierung und einfachen Abschlussmöglichkeiten. Infolgedessen konnte die Tarifierung des Haftpflichtschutzes über den neuen und modernen Tarifierungsrechner erfolgen. Nach dem Nachbau des Betriebshaftpflichttarifs auf der Vergleichsplattform Thinksurance in 2020 wurden in 2021 weitere Produkte auf der Ausschreibungsplattform zur Verfügung gestellt. In 2022 wurde der Betriebshaftpflichttarif vervollständigt und in 2023 weiter optimiert. Zudem wurden weitere Anbindungen aus den Bereichen Heilwesen Haftpflicht, sowie Technische und Transportversicherung ermöglicht All diese Maßnahmen zielen darauf ab, den Makler im Rahmen der Kundenberatung zu unterstützen und ihm zu ermöglichen der Maklerhaftung gerecht zu werden. Je nach Bedarf wird der Zugang zur Tarifierung der Produkte erweitert bzw. verbessert. ChancenberichtMarktchancen Schaden- und UnfallversicherungIn der Schaden- und Unfallversicherung bieten die neuen digitalen Technologien große Chancen. Dazu zählen in zunehmenden Maßen auch Anwendungen, bei denen KI zum Einsatz kommen kann, wie z.B. Chatbots oder Text- und Bilderkennung. Auf diese Weise wird die Interaktion mit Kundinnen und Kunden vereinfacht und der Zugang zu Versicherungsschutz lässt sich beschleunigen. Die zunehmende Leistungsfähigkeit digitaler Technologien wird auch dazu beitragen, Schadenfälle schneller, fehlerfreier und produktiver abzuwickeln - beispielsweise durch Sensortechnologie. Insgesamt werden dafür hohe Investitionen und ein mittlerer Zeithorizont erforderlich sein, die Langfristigkeit im Geschäftsmodell der Versicherung erlaubt dies aber. Ein weiteres Chancenfeld liegt in der Bereitstellung von Versicherungsangeboten, die verstärkt ESG-Kriterien und Nachhaltigkeitszielen verpflichtet sind. Hier können neue Impulse für die Versicherungswirtschaft entstehen. Die Schaden- und Unfallversicherer begleiten und unterstützen so die versicherungsnehmende Wirtschaft bei der notwendigen Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Durch Risikoforschung können sich neue Möglichkeiten der Schadenverhütung und -minderung eröffnen. Zunehmender WettbewerbAls wichtiger Teil einer in Europa führenden und strategisch klar im Privatkundenmarkt für Versicherungen und der Vermögensverwaltung aufgestellten Gruppe hat die Generali in Deutschland sehr gute Bedingungen, von einem zunehmenden Wettbewerb zu profitieren. Der Austausch zu Produktideen in der Gruppe, die Nutzung von Skalenvorteilen sowie ein sehr breites Produktangebot über alle Sparten hinweg sind wichtige Voraussetzungen für einen überdurchschnittlichen Erfolg in der Zukunft. Stärke und Profil der Marke sind ebenfalls ein wichtiges Moment, um angesichts der Vielfalt neuer Anbieter mit oftmals sehr selektiver Abdeckung der Wertschöpfungskette, erfolgreich bleiben zu können. Die starke Kapitalposition ist ebenfalls ein Merkmal, das der Generali hilft, sich im Wettbewerb gut zu behaupten. NachhaltigkeitDie Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise in Wirtschaft und Gesellschaft führt zu tiefgreifenden Veränderungen. Aufgabe der Versicherungsbranche ist es, dies zu unterstützen und selber entsprechend zu handeln. Besonders wichtig ist dabei eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Gestaltung von Produkten und Geschäftsprozessen sowie eine an Nachhaltigkeitszielen ausgerichtete Kapitalanlage. Die Generali wie auch viele andere bedeutende Versicherungsgruppen bekennen sich zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015. Sie unterstützt das Ziel eines klimaneutralen Europas bis 2050 und den Green Deal der EU. An den Nachhaltigkeitszielen richtet die Branche ihre Kapitalanlagen, die Versicherung von Risiken sowie ihre eigenen Geschäftsprozesse aus. Versicherer können Kapital für den mit hohen Kosten verbundenen Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur und den European Green Deal zur Verfügung stellen. Die Absicherung solcher Investitionen durch Risikoschutz sowie die Bevorzugung nachhaltiger Reparaturleistungen ("Build back better") sind ein konkreter Beitrag der Versicherungsbranche auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Geändertes KundenverhaltenAus der Erfahrung in vielen anderen Lebensbereichen erwarten Kunden auch von ihrer Versicherung mehr Individualität in der Gestaltung von Versicherungsschutz, einen einfacheren und schnelleren Kundenservice, digitale Kommunikationswege sowie Präventions- und Assistance-Angebote. Kunden schätzen es hierbei, wenn sie ihr Anliegen nach eigenen Vorstellungen kommunizieren können und dieses möglichst einfach und schnell erledigt wird. Daher bieten sich große Chancen für Unternehmen, die dem gerecht werden. Denn Servicequalität steigert die Kundenloyalität und ist damit eine wichtige Quelle für ertragreiches Wachstum. Weiterhin bieten schnelle Fortschritte im Bereich der digitalen Kundenansprache große Chancen, bestehende Kundenverbindungen zu halten oder auszubauen sowie neue Kunden anzusprechen und zu gewinnen. Fortschritt in der ITDie fortschreitende Digitalisierung birgt durchaus Risiken denen zu begegnen ist; sie ist aber alternativlos, denn sie bietet große Chancen für bessere Prozesse in der Kommunikation und der Leistungserbringung der Versicherung. Der Fortschritt in der IT ermöglicht es, die Schnittstellen der Informationsbeschaffung, der Kommunikation und der Abwicklung von Vorgängen schneller, sicherer und einfacher zu gestalten. Dies gilt im Austausch sowohl mit den Kunden als auch den Vertriebspartnern sowie Dritten. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz unterstützt zudem die Optimierung interner Prozesse, sodass z.B. Schäden schneller und mit gleichbleibender Qualität reguliert werden können. Mit dem "Internet of Things" entstehen neue Möglichkeiten der Schadenverhütung. Voraussetzung für die Nutzung dieser Chancen sind Investitionen zur Schaffung einer zukunftsgerichteten IT-Landschaft und die Befähigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diese Veränderungen mitzugestalten. Vertriebliche Chancen der Makler-VertriebswegeDie Generali in Deutschland konzentriert unter der Marke Dialog das Maklergeschäft des Konzerns in der Lebens- und Kompositversicherung. In der Lebensversicherung verfügt die Dialog über ein umfassendes Portfolio im Bereich der biometrischen Produktangebote und setzt dabei ihren Fokus zum einen auf das Segment der überdurchschnittlich wachsenden und auch ertragreichen Biometrie-Produkte für Privatkunden. Zum anderen nutzt sie die Chancen des ebenfalls wachstumsträchtigen Markts der biometrischen Absicherung im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. In der Kompositversicherung wird für das private- und das gewerbliche Geschäft ein sehr breites Produktportfolio angeboten. Wachstumschancen bestehen aus Sicht der Dialog vor allem in einer Intensivierung der Kontakte zu ihren Vertriebspartnern. Dazu ist die Digitalisierung und Optimierung der Schnittstellen zu ihnen von großer Bedeutung und soll die ertragreiche Entwicklung des Portfolios wirksam unterstützen. Chancen in der KapitalanlageAls großer Kapitalanleger verfügt die Generali Gruppe, zu der auch die Dialog Versicherung AG gehört, über eine hohe Expertise in allen relevanten Feldern des Kapitalmarkts und über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Die Kapitalanlage erfolgt auf Basis einer strategischen und taktischen Asset-Allokation, die Chancen und Risiken auf dem Kapitalmarkt und der jeweiligen Zusammensetzung der Portfolien abwägt und berücksichtigt. Die Möglichkeiten der Diversifikation der Kapitalanlagen hinsichtlich Regionen und Assetklassen sind unverändert hoch; insbesondere für opportunistische Investoren können sich hier weitere Chancen in den Bereichen Private Debt, Infrastruktur, Real Estate und Wagniskapital ergeben. Auch das Thema nachhaltiger Investments ist über alle Assetklassen hinweg weiterhin von besonderer Bedeutung: Neben der grundsätzlichen Einbeziehung von ESG-Kriterien bei der Kapitalanlage rückt vor allem das Thema Green Investments in den Fokus. Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren SteuerungZiele und Aufgaben des RisikomanagementsUnsere Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) ermöglicht es uns, den Fokus auf unsere Kernkompetenzen - Übernahme und Steuerung von Risiken - zu legen. Darauf basierend steuern wir als ein bedeutender Finanzdienstleistungskonzern mit dem Schwerpunkt Versicherungsgeschäft vielfältige Risiken innerhalb der Generali in Deutschland. Diese sind durch das Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft bestimmt. Daneben existieren Risiken aus dem allgemeinen Geschäftsbetrieb. Wir verfolgen dabei das Ziel, die Anforderungen aller Anspruchsgruppen zu berücksichtigen; so gewährleisten wir den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens und der Generali in Deutschland. Wesentliche Elemente des Risikomanagements sind:
Auf der Grundlage dieses Risikomanagementansatzes überwachen wir laufend die Risikoexponierung und leiten konkrete Maßnahmen entsprechend den Beschlüssen ein, um die nachhaltige Risikotragfähigkeit sicherzustellen und eine Gefährdung sowie eine Entwicklungsbeeinträchtigung unserer Gesellschaft als auch der Generali in Deutschland auszuschließen. Governance-SystemKernbestandteile des Governance-Systems sind das Risikomanagementsystem und das Interne Kontrollsystem (IKS) sowie angemessene Regelungen zum Outsourcing. Daneben werden Vorstand und Aufsichtsrat innerhalb der Organisationsstruktur des Unternehmens bestimmte Leitungs- und Überwachungsfunktionen zugewiesen. Die Einrichtung der vier unabhängigen Schlüsselfunktionen im Governance-System
folgt einer Leitliniensystematik, die durch den Vorstand der Generali Deutschland AG sowie die Vorstände unserer Gesellschaft verabschiedet wurde und einem jährlichen Aktualisierungsprozess unterliegt. Daneben besteht die Anti Financial Crime-Funktion (AFC) als (fachlich) unabhängige, den Schlüsselfunktionen der zweiten Verteidigungslinie gleichgestellte Einheit innerhalb der Compliance-Funktion. Sie übernimmt Kontrollaufgaben der zweiten Verteidigungslinie hinsichtlich Anti Financial Crime-Themen der betroffenen Konzernunternehmen und stellt für diese, ausgeübt durch die Leiterin der Funktion, auch die Geldwäschebeauftragte. Die Compliance-Funktion behält hierbei eine überwachende Rolle. Die Risikomanagement-Funktion ist zentral im Vorstandsressort Risikomanagement bei der Generali Deutschland AG eingerichtet. Der Ressortvorstand Risikomanagement ist Inhaber dieser Funktion und Chief Risk Officer (CRO) der Generali in Deutschland. Der CRO agiert unabhängig vom operativen Geschäft und verantwortet die Umsetzung und den Betrieb des Risikomanagementsystems. Grundsätze, Ziele und wesentliche Vorgaben des Risikomanagements sowie des Internen Kontrollsystems werden in spezifischen Leitlinien definiert. VorstandDer gesamte Vorstand ist für Einrichtung und Aufrechterhaltung einer ordnungsgemäßen sowie wirksamen Geschäftsorganisation des Unternehmens, die laufende Überwachung des Risikoprofils sowie die Einrichtung eines Frühwarnsystems verantwortlich. Der Vorstand wird regelmäßig über die unternehmensspezifischen Risiken sowie deren Auswirkungen und die ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen zu deren Steuerung informiert. Im Hinblick auf das Risikomanagement ist der Vorstand insbesondere verantwortlich für die:
Aufsichtsrat (inkl. Prüfungsausschuss)Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand in seiner Geschäftsführung und berät ihn u.a. im Hinblick auf die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) und das Risikomanagement. Er wird durch regelmäßige schriftliche Berichterstattung des Vorstands über das Risikomanagement sowie über wesentliche Risiken informiert. Zur Erfüllung der Anforderungen des § 107 Abs. 3 AktG hat der Aufsichtsrat der Generali Deutschland AG einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der ihn bei der Überwachung des Vorstands bzgl. der Geschäftsführung unterstützt. Darüber hinaus ist ab dem 1. Januar 2022 ebenso ein Prüfungsausschuss bei unserer Gesellschaft eingerichtet worden. Grundlage hierfür ist das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG). Weitere Einzelheiten zu den Prüfungsausschüssen regeln die Geschäftsordnungen der jeweiligen Aufsichtsräte. RisikomanagementsystemDas Risikomanagementsystem muss so gestaltet sein, dass die Identifikation, Bewertung, Überwachung, Steuerung und Berichterstattung der eingegangenen und potenziellen Risiken, jederzeit möglich ist. Darüber hinaus wird die Integration des Risikomanagements in die Entscheidungsprozesse gefordert. Gegenstand des Risikomanagementsystems sind alle erkennbaren internen und externen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Für Versicherungsunternehmen lassen sich diese unterteilen in Risiken, die in die Berechnung der Solvenzkapitalanforderung einfließen sowie weitere, die bei dieser Berechnung nicht oder nicht vollständig erfasst werden. Das Risikomanagementsystem deckt insbesondere die folgenden Bereiche ab:
Die Umsetzung des Risikomanagementsystems erfolgt mittels der Gremienstruktur sowie über Vorgaben und Strategien, die die Risikoneigung sowie den konkreten Umgang mit einzelnen Risiken festlegen. Die zentralen Gremien sind das "Country Risk Committee" sowie die segmentspezifischen Risk Management Committees, die bei der Generali Deutschland AG angesiedelt sind. In unserem Unternehmen finden regelmäßig "Risk Management Committees" mit Fokus auf unternehmensspezifische Themen mit Risikorelevanz während der Vorstandssitzungen anlässlich der Verabschiedung der Risikoberichte (quartärliche Risikozwischenmitteilungen, Own Risk and Solvency Assessment (ORSA)-Berichte) statt. Der strukturierte Prozess zur Risikoidentifikation und -klassifikation ist über die Konzernrisikokonferenz der Generali in Deutschland implementiert und findet jährlich mit Teilnahme des Vorstands der Generali Deutschland AG sowie weiterer Führungskräfte statt. Themen sind Risikominderungsmaßnahmen, die Entwicklung der Risikosituation sowie potenzielle neue Risiken. Internes KontrollsystemDas Interne Kontrollsystem (IKS) der Generali in Deutschland umfasst zum einen die Kontroll- und Überwachungsinstrumente der operativen Arbeitsprozesse in Form von Leitlinien, Arbeitsanweisungen und Verantwortlichkeiten und zum anderen die Überwachungsaufgaben der Governance-Funktionen in den ihnen zugewiesenen Bereichen. Hierdurch sollen das Unternehmensvermögen geschützt und eine ordnungsgemäße Rechnungslegung sowie die Einhaltung rechtlicher Vorschriften (z.B. aus dem Versicherungsaufsichtsgesetz) sichergestellt werden. Gemäß den von der Assicurazioni Generali S.p.A. erstellten und für alle Konzernunternehmen geltenden "Group Directives on the System of Governance" umfasst das IKS alle operativen, nicht-operativen und technischen Kontrollen im Unternehmen. Das IKS folgt der Systematik der "Three Lines of Defense" (Verteidigungslinien) und spiegelt operative und verantwortungsspezifische Aspekte wider. In diesem Zusammenhang bilden die prozessimmanenten Kontrollen in den organisatorischen Abläufen sowie Managementkontrollen die erste Ebene der "Three Lines of Defense". Risikomanagement-Funktion, Compliance-Funktion und die versicherungsmathematische Funktion bilden die zweite Ebene und die unabhängige Überwachung durch die Interne Revisionsfunktion stellt die dritte Ebene dar. Bei den "Three Lines of Defense" handelt es sich um eine Systematik, die drei Arten von Überwachungsfunktionen unterschiedlichen Unternehmensebenen zuordnet. Die drei Kontrollinstanzen stehen sowohl mit dem Management und dem Aufsichtsrat als auch untereinander in Interaktion. SchlüsselfunktionenDie Hauptaufgaben der jeweiligen Schlüsselfunktionen sowie der Anti Financial Crime-Funktion sind im Folgenden genannt. Risikomanagement-Funktion
Compliance-Funktion
Interne Revisionsfunktion
Versicherungsmathematische Funktion
Anti Financial Crime-Funktion
Risiko- und SolvabilitätsbeurteilungIm Rahmen des Aufsichtsregimes Solvency II fordert § 27 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG die Durchführung einer unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA) sowie eine entsprechende Berichterstattung (ORSA-Berichte). Dies beinhaltet mindestens einmal jährlich eine Beurteilung des vollständigen Risikoprofils zum gewählten Stichtag sowie in der Mittelfristplanung. Insbesondere muss überprüft werden, inwieweit die vorhandenen Eigenmittel ausreichen, um alle Risiken, d.h. sowohl quantifizierbare als auch qualitativ beurteilte Risiken, zu bedecken. Die Ergebnisse der mit einem Internen Modell durchgeführten Berechnungen sind auf wesentliche Abweichungen vom tatsächlichen Risikoprofil der Gesellschaft zu untersuchen. Des Weiteren ist die Signifikanz der Abweichung zwischen dem Risikoprofil und den der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung zu Grunde liegenden Annahmen zu beurteilen und zu kommentieren. Durch den ORSA-Prozess in der Generali in Deutschland wird der Vorstand bei der Sicherstellung eines effektiven Risikomanagementsystems und der Operationalisierung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) unterstützt. Im ORSA-Bericht werden die wesentlichen Ergebnisse des ORSA-Prozesses beschrieben und der Aufsichtsbehörde übermittelt. Der ORSA-Prozess wird als Teil des strategischen Planungsprozesses durch die Risikomanagement-Funktion durchgeführt. Der Prozess umfasst die Planung der Solvency-II-Quoten sowie Risikobetrachtungen und mündet in der Erstellung des ORSA-Berichts. Seine Ergebnisse sind ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Struktur des ORSA-ProzessesErhebung der RisikosituationDie Erhebung der Risikosituation erfolgt durch die Identifikation und Bewertung aller quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risiken sowie durch Beschreibung entsprechender Maßnahmen zur Risikominderung. Die Identifikation der Risiken, die nicht explizit durch das Interne Modell berücksichtigt werden oder eine weitere qualitative Betrachtung erfordern, erfolgt durch Expertenschätzungen und folgt dem etablierten Prozess der Risikoidentifikation und Risikokontrolle. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Interviews mit allen Führungskräften mit gruppenübergreifender Verantwortung geführt, um eine Einschätzung der Risikolage der Generali in Deutschland zu erhalten. Die in der sog. Konzernrisikoliste zusammengefassten Ergebnisse dieser Gespräche werden in der Konzernrisikokonferenz vorgestellt und erörtert. Im Nachgang erfolgt - ggf. unter Berücksichtigung weiterer Interviews mit Risikoverantwortlichen - die Konzernrisikokonferenz, in der die entsprechende Risikoeinschätzung vorgestellt und erörtert wird. Die Konzernrisikoliste, die konzernweite sowie individuelle Risiken der Tochterunternehmen umfasst, wird vierteljährlich überprüft, umfasst Maßnahmen sowie deren Überwachung und deckt wesentliche operationelle Risiken und qualitativ bewertete Risiken (Liquiditätsrisiko, Strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko, Emerging Risk und Nachhaltigkeitsrisiko) ab. Wenn neue Risiken identifiziert werden und/oder sich das Risikoprofil wesentlich verändert, wird ein Ad-hoc-Meldeprozess ausgelöst. Liegt eine entsprechende Risikoindikation z.B. durch Meldung eines operativen Bereiches (Risikoverantwortliche) vor, entscheidet der CRO über die Notwendigkeit eines Ad-hoc-ORSA und informiert im Bedarfsfall das Group Risk Management der Assicurazioni Generali S.p.A. Empfänger von Ad-hoc-ORSA-Berichten sind grundsätzlich der Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft, der Vorstand und Aufsichtsrat der Generali Deutschland AG, Schlüsselfunktionen, weitere Führungskräfte mit gruppenübergreifender Verantwortung sowie die BaFin. Die Identifikation von Geschäftsprozessrisiken findet im Rahmen der regulären Geschäftsprozesse und unmittelbar durch die Risikoverantwortlichen statt. Liegt der potenzielle Schaden eines identifizierten Risikos oberhalb einer definierten Wesentlichkeitsschwelle, wird das Risiko in die laufende Beobachtung durch das Risikomanagement aufgenommen. Quantitative Bewertung der SolvabilitätDie Bestimmung der Eigenmittel und der Solvenzkapitalanforderung für quantifizierbare Risiken erfolgt zum Ende eines jeden Jahres. Nachdem 2021 das Interne Modell für die Dialog Versicherung AG vollständig implementiert wurde, wird die Solvenzsituation der Gesellschaft zu Vergleichszwecken neben der Berechnung mit dem Internen Modell auch mit der Standardformel ermittelt. Die Solvenzkapitalanforderung wird sowohl auf Ebene einzelner Risikokategorien als auch auf Gesamtunternehmensebene berechnet und den vorhandenen Eigenmitteln gegenübergestellt. Im Rahmen des strategischen Planungsprozesses werden die Eigenmittel, die Solvenzkapitalanforderung und die Solvabilitätsquoten über drei Jahre projiziert. Beurteilung der GesamtsolvabilitätDie Beurteilung des Gesamtsolvabilitätsbedarfs umfasst - im Gegensatz zur quantitativen Bewertung mit Hilfe des Internen Modells - eine Berücksichtigung des vollständigen Risikoprofils der Gesellschaft. Im Ergebnis bestimmt das Unternehmen den für die Unternehmenssteuerung relevanten Bedarf an Eigenmitteln, der für die dauerhafte Bedeckung aller unternehmensspezifischen Risiken erforderlich ist. UnternehmenssteuerungDie Ergebnisse des ORSA sind ein integraler Bestandteil der Managemententscheidungen, u.a. im Kapitalanlagenmanagement und der Produktentwicklung, der Unternehmenssteuerung sowie im strategischen Planungsprozess und darauf aufbauend bei der kurz- und langfristigen Kapitalplanung. Aktivitäten bzw. Ergebnisse des ORSA sind ein regelmäßiger Tagesordnungspunkt in allen Risikomanagement-Gremien der Generali in Deutschland. Die Zertifizierung des Internen Modells setzte voraus, dass das Management dieses versteht und seine Ergebnisse in alle relevanten Entscheidungsprozesse integriert. Die Umsetzung dieses sog. Use-Tests stellt einen Eckpfeiler des ORSA dar, da die mit dem Internen Modell bestimmte Solvabilitätsquote eine wesentliche Messgröße zur Beurteilung der Risikosituation ist. Das Risikomanagement überprüft regelmäßig das Risikoprofil, die Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) sowie die identifizierten Risiken und überwacht die für die Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Mögliche Limitverletzungen werden analysiert, ggf. werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet und deren Wirksamkeit fortlaufend kontrolliert. Auf dieser Basis werden Vorstand und Aufsichtsrat regelmäßig über die Risikoexponierung sowie über die implementierten Maßnahmen informiert. Beurteilung des Governance-SystemsIm Rahmen des ORSA wird ferner das Governance-System beurteilt. Das Governance-System wird auf die Umsetzung der regulatorischen sowie der gesetzlichen Anforderungen und auf die Berücksichtigung der ORSA-Ergebnisse bei strategischen Entscheidungen untersucht. Im Rahmen des ORSA wurde das Governance-System überprüft und als angemessen bewertet. BerichterstattungDer ORSA-Bericht wird jährlich zum Ende des Geschäftsjahres für jedes Versicherungsunternehmen erstellt und durch den Vorstand erörtert, überprüft und verabschiedet. Bei wesentlichen Änderungen des Risikoprofils (z.B. infolge wesentlicher Änderungen in der Geschäftstätigkeit oder außergewöhnlicher Ereignisse) erfolgt ein sogenannter "Ad-hoc-ORSA" ("nicht-regulärer ORSA"), dessen zugehöriger Bericht der Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Im Berichtsjahr wurde kein Ad-hoc-ORSA durchgeführt. Zusätzlich zum jährlichen ORSA-Bericht erhält der Vorstand Risikozwischenmitteilungen zu den Quartalsstichtagen. Diese enthalten eine übergreifende Bewertung der aktuellen Risikosituation, Solvabilitätsberechnungen sowie die Ergebnisse der qualitativen Risikoberichterstattung. Durch den ORSA-Bericht wird der Vorstand über die Risiken in Bezug auf die Vermögenswerte und Verpflichtungen, über Eventualverbindlichkeiten, über deren quantitative und qualitative Bewertung sowie die Gesamtrisikolage des Unternehmens informiert. Dies dient u.a. der Unterstützung des Managements bei der Entscheidungsfindung und bei der Integration der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) in das operative Geschäft. OutsourcingUnter Outsourcing ist die Ausgliederung von Funktionen oder Prozessen an ein anderes Unternehmen (Dienstleister) zu verstehen; dabei kann es sich um konzerninterne oder konzernexterne Unternehmen handeln. Alle Aktivitäten und Prozesse mit Ausnahme von Leitungsaufgaben (u.a. die Verantwortlichkeit für die Einrichtung und Weiterentwicklung des Risikomanagement- und Internen Kontrollsystems) der Geschäftsleitung können ausgegliedert werden. Es muss dabei sichergestellt sein, dass die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsorganisation, die Qualität des Governance-Systems sowie die Prüfungs- und Kontrollrechte z.B. der Aufsichtsbehörde, der Internen Revision etc. nicht beeinträchtigt sind. Das bedeutet, dass - auch unter Berücksichtigung der Leitlinien der internationalen Gruppe und der gesetzlichen Rahmenbedingungen - die vier Schlüsselfunktionen ausgegliedert werden können. Die Operationalisierung der Outsourcinganforderungen unter Berücksichtigung der nationalen aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden für die deutsche Gruppe in der Outsourcing-Richtlinie sichergestellt. Sie standardisiert zur praktischen Umsetzung die Tools zum Performance- und Risikomanagement. In der Generali in Deutschland finden die regulatorischen Anforderungen in der Ausgestaltung der Dienstleistungsverträge ihre Berücksichtigung. Die Verträge spezifizieren die Leistungserbringung, z.B. durch Service Level Agreements, und enthalten zusätzlich Weisungs- und Kontrollrechte für die ausgliedernden Versicherungsunternehmen sowie Kontrollrechte für die Interne Revision und die Aufsichtsbehörden. Dies betrifft ebenso die Weiterverlagerung von Funktionen und Dienstleistungen an gruppenfremde Dienstleistungsgesellschaften, wie z.B. in Teilbereichen der IT. Im Rahmen des One Company-Ansatzes sind die Funktionen der mitarbeiterlosen Konzernunternehmen überwiegend auf die Generali Deutschland AG sowie nationale und internationale Dienstleistungsgesellschaften der gesamten Generali Gruppe ausgegliedert. Die konzerninternen Gesellschaften sind vollständig in die Strukturen der Generali Gruppe eingebunden. Um die regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Aufsichts- und Monitoringaufgaben der outgesourcten Funktionen gewährleisten zu können, werden die Vorstände durch das Ausgliederungscontrolling unterstützt. Einige Kapitalanlageprozesse sind, soweit es sich um dispositive Prozesse und Prozesse zur Bewertung sowie zur Portfolioverwaltung handelt, an die internationalen Gesellschaften Generali Insurance Asset Management S.p.A. und Generali Real Estate S.p.A. ausgegliedert, die beide auch über Zweigniederlassungen in Deutschland verfügen. Diese Gesellschaften unterliegen direkt dem Governance-System der Assicurazioni Generali S.p.A., so dass die Anwendung einheitlicher Grundsätze sichergestellt ist. Entsprechende Funktionen bzw. Prozesse, das Rechnungswesen sowie das Kapitalanlage-Controlling betreffend, werden in der Generali Deutschland AG betrieben. Zur Einbindung in das Governance-System und zur regelmäßigen Sicherstellung der Leistungserbringung benennen die Dienstleister fachliche Ansprechpartner. Die ausgliedernden Gesellschaften benennen ihrerseits für alle ausgegliederten Prozesse interne Verantwortliche, sog. Ausgliederungsbeauftragte. Die Ausgliederungsbeauftragen sammeln, dokumentieren und berichten risikorelevante Informationen und sind für die gesamte Outsourcing Lifecycle Dokumentation auf der jeweiligen Ebene der Leistungskette der Generali in Deutschland verantwortlich. Sie überwachen die jeweilige entsprechende Leistungserbringung durch den Dienstleister und stellen dem Vorstand bei Bedarf Informationen über den ausgegliederten Prozess sowie dessen Funktionsfähigkeit und die Wirksamkeit der Kontrollen zur Verfügung. Für die ausgegliederten Funktionen und Prozesse findet ein regelmäßiges Monitoring und Reporting auf der Basis von Service Level Agreements und bestimmten Key Performance Indicators statt. Die Letztverantwortung für Risiken in ausgegliederten Prozessen oder Funktionen und die Funktionsfähigkeit sowie Wirksamkeit des IKS in diesen Prozessen obliegt weiterhin den Vorständen der ausgliedernden Versicherungsunternehmen. Das zentrale Risikomanagement umfasst auch das Risikomanagement der konzerninternen Dienstleister und die mit der Dienstleistungserbringung verbundenen Risiken. Dabei wird über angemessene Risikomanagementmethoden sichergestellt, dass alle Risiken, die den ausgegliederten Prozessen innewohnen bzw. durch Outsourcing entstehen können, wirksam begrenzt, überwacht und berichtet werden. Basierend auf diesen Informationen werden regelmäßig bestimmte Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in den ausgliedernden Unternehmen durchgeführt. RisikostrategieDie Risikostrategie basiert auf der Geschäftsstrategie und dokumentiert die Risikoneigung der Gesellschaft sowie den Umgang mit den identifizierten und bewerteten Risiken. Dargestellt wird der potenzielle Einfluss von Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie daraus resultierende Leitlinien für deren Handhabung. Dabei werden Risikoerwägungen und Risikokapitalbedarf in den Management- und Entscheidungsfindungsprozess einbezogen. Die Geschäfts- und Risikostrategie ist so gestaltet, dass sie von den für die operative Steuerung der Risiken Verantwortlichen umgesetzt werden kann. Die Geschäftsleitung überprüft die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) mindestens einmal im Jahr. Bei substanziellen Veränderungen des Gesamtrisikoprofils, bspw. bei Aufnahme neuer Geschäftsfelder, Einführung neuer Kapitalmarkt-, Versicherungs- oder Rückversicherungsprodukte und Auswirkungen von Veränderungen in der Risikoeinschätzung oder Änderung der Konzerngeschäftsstrategie, können Änderungen der Geschäfts- und Risikostrategie - auch unterjährig - erforderlich werden. Die Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) wird von der Geschäftsleitung verabschiedet, dem Aufsichtsrat berichtet und je nach Bedarf mit diesem erörtert. RisikotragfähigkeitskonzeptDer Begriff Risikotragfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Versicherungsunternehmens, Verluste mit Hilfe der vorhandenen Risikodeckungsmasse, d.h. der ökonomischen Eigenmittel, zu kompensieren, ohne dass daraus eine Gefahr für die Existenz des Unternehmens resultiert. Zur Sicherstellung einer hinreichenden Risikotragfähigkeit aller Versicherungsgesellschaften im Konzern hat die Assicurazioni Generali S.p.A. ein Risikotragfähigkeitskonzept, das sog. Group Risk Appetite Framework (RAF), etabliert, auch für die Generali Deutschland AG. Gegenstand dieses RAF ist die Festlegung der Risikoneigung. Dies erfolgt über die Definition des Risikoappetits und der Risikopräferenzen mittels quantitativer Indikatoren zur Begrenzung der Risikoübernahme und über die Etablierung von Prozessen zur Integration des Risikoappetits in die Entscheidungsprozesse unter Berücksichtigung der drei Hauptdimensionen Kapitalausstattung, Liquidität und Ertrag. Die Assicurazioni Generali Gruppe definiert Limite, die lokal ausgestaltet werden, und überwacht diese auf Gruppen- und auf lokaler Ebene. Diese Limite werden in "harter" (Hard Limit) sowie in "weicher" Ausprägung (Soft Limit) festgelegt, wobei die Verletzung harter Limite umgehend die Festlegung von Maßnahmen zur Wiedereinhaltung der Hard Limits auslöst. Bei Verletzung eines weichen Limits erfolgt eine Evaluierung von Risikominderungsmaßnahmen in Kombination mit einer engen Überwachung der betroffenen Gesellschaft. Risikominderungsmaßnahmen umfassen zum Beispiel den Einsatz von Rückversicherungslösungen und den Verkauf risikobehafteter Kapitalanlagen. Risikostrategische ElementeWesentliche risikostrategische Elemente der Geschäfts- und Risikostrategie der Generali in Deutschland sind:
SolvenzkapitalanforderungDie Solvenzkapitalanforderung von Versicherungsunternehmen kann auf der Basis einer Standardformel oder eines Internen Risikomodells ermittelt werden. Hierbei handelt es sich um Modelle zur internen Bewertung und Steuerung von Risiken und der Risikotragfähigkeit. Dabei sind mindestens die folgenden Risiken zu berücksichtigen:
Die modellierbaren Risiken werden abgebildet und das benötigte Risikokapital mittels des Risikomaßes Value-at-Risk (VaR) über einen einjährigen Horizont zu einem Sicherheitsniveau von 99,5% bestimmt. Die Standardformel ist in der Anlage des VAG beschrieben und enthält eine standardisierte Vorgehensweise zur Ermittlung des Solvenzkapitals. Dem Internen Modell sowie der Standardformel liegt eine ökonomische Sichtweise zugrunde. Im Gegensatz zur Standardformel sind Interne Modelle auf die individuellen Gegebenheiten eines Versicherungsunternehmens zugeschnitten. Als Risikokapitalmodell setzen wir in der Generali in Deutschland ein Internes Modell zur wert- und risikoorientierten Steuerung ein. Hierbei handelt es sich um ein volles Internes Modell, d.h. auch das benötigte Risikokapital für operationelle Risiken wird mit diesem Modell ermittelt. Das Interne Risikomodell zur Verwendung unter Solvency II wurde für die Generali in Deutschland durch die für die Generali Gruppe als Aufsichtsbehörde für den Zertifizierungsprozess zuständige IVASS (Istituto per la Vigilanza sulle Assicurazioni, italienische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen) zertifiziert. RisikoprofilDie Berechnung der Solvenzkapitalanforderung auf Basis des Internen Modells umfasst die Risikokategorien Markt- und Kreditrisiko, segmentspezifisches versicherungstechnisches Risiko sowie das operationelle Risiko. Die sogenannten Sonstigen Risiken (Liquiditätsrisiko, Strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko, Emerging Risk und Nachhaltigkeitsrisiko) werden ausschließlich qualitativ bewertet. Im Folgenden werden die Risiken entsprechend der Risikokategorien und nicht gemäß der Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben. MarktrisikoDas Marktrisiko bezeichnet das Risiko einer nachteiligen Veränderung der Vermögens- und Finanzlage, die sich direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe und in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte ergibt. Marktrisiken bestehen aus Aktienkurs-, Zinsänderungs-, Immobilien-, Währungs- und Konzentrationsrisiken. Unsere Gesellschaft steht der zentralen Herausforderung gegenüber, eine angemessene Rendite bei gleichzeitig begrenztem Risiko zu erwirtschaften. Unsere sicherheitsorientierte Anlagepolitik ist unter Zugrundelegung eines aktiven Asset-Liability-Managements (ALM) konsequent an der Risikotragfähigkeit unseres Unternehmens ausgerichtet. Diese Strategie werden wir auch in Zukunft weiterverfolgen, um eine attraktive Verzinsung zu erzielen. Ziel des jährlichen ALM-Prozesses ist es, unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) und der Risikotragfähigkeit, der Wettbewerbssituation sowie aufsichtsrechtlicher Rahmenbedingungen eine verpflichtungsgerechte Kapitalanlagestruktur zu entwickeln. Unter diesen Rahmenbedingungen wird die Kapitalanlagestrategie für unsere Gesellschaft mit Hilfe von ALM- und SAA-Analysen (Strategische Asset Allokation) auf die Zielsetzung und das Geschäftsmodell unseres Unternehmens abgestimmt, wobei die aktuelle Portfoliostruktur von Aktiv- und Passivseite berücksichtigt wird. Unsere Kapitalanlagestrategie setzt daher darauf, die Kapitalanlagen breit zu mischen und zu streuen. Wir nutzen für die übrigen Vermögenswerte Diversifikationseffekte und reduzieren Kapitalanlagerisiken, so dass mögliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage begrenzt werden können. Voraussetzung dafür ist die Annahme, dass das Finanzsystem insgesamt stabil bleibt und sich keine allgemeine Systemkrise entwickelt. AktienkursrisikoDas Aktienkursrisiko bezeichnet die Wertschwankung von Aktien bzw. aktienbasierten Fonds. Dieses Risiko kann als "Volatilität" (= Schwankungsbreite der Aktienkurse) ausgedrückt werden. Die durchgerechnete Aktienquote unserer Gesellschaft beträgt zum Jahresende 0,2% (Vj. 0,2%), wobei wir zur Absicherung von Kursrisiken bei Bedarf Derivatestrategien nutzen. Wir verfolgen eine sicherheitsorientierte und an der Risikotragfähigkeit unseres Unternehmens ausgerichtete Anlagepolitik. Diese Strategie werden wir auch zukünftig fortsetzen, um die Chancen auf eine dauerhaft ausreichende und stabile Verzinsung unseres Portfolios zu wahren. Bestandsgefährdende Entwicklungen aus dem Aktienkursrisiko sehen wir derzeit - auch aufgrund der geringen Höhe unseres Exposures - nicht. Wir beobachten kontinuierlich die Entwicklung der Aktienmärkte, um auf Veränderungen im Markt angemessen reagieren zu können. ZinsänderungsrisikoDas Zinsänderungsrisiko bezeichnet das Risiko nicht gleichartiger Wertveränderungen von zinssensitiven Aktiv- und Passivpositionen. Ursache ist die unterschiedliche Duration von Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Belastungen bei einem weiteren Zinsanstieg sind im Wesentlichen durch einen Rückgang der Marktwerte und Reserven der festverzinslichen Positionen determiniert, ohne dass die Risikotragfähigkeit in bestandsgefährdender Art und Weise beeinträchtigt würde. Das wirtschaftliche Umfeld und die Zinsentwicklung lassen erwarten, dass die langjährige Phase sehr niedriger und negativer Zinsen beendet ist. Für den Fall einer Rückkehr der Inflationsraten Richtung EZB-Korridor lässt sich allerdings ein erneuter Eintritt in eine Niedrigzinsphase mit den damit einhergehenden negativen Auswirkungen einer rückläufigen Kapitalanlagerendite auf das Unternehmen nicht vollständig ausschließen. Zur Früherkennung möglicher Konsequenzen aus Schwankungen von Marktpreisen werden unter anderem auch Stresstests verwendet. Diese simulieren beispielsweise die Veränderung der Marktwerte von festverzinslichen Wertpapieren bei einer Veränderung der jeweiligen Zinsstrukturkurve um +/- 20 sowie +/-50 und +/- 100 Basispunkte (BP) im Vorjahr: ZinsveränderungMarktwerte zinssensitiver Kapitalanlagen
Die Rentenmärkte werden kontinuierlich beobachtet, um zeitnah angemessene Maßnahmen ergreifen zu können. ImmobilienrisikoIm Kapitalanlageportfolio unserer Gesellschaft sind keine direkten Immobilieninvestments enthalten, insoweit ergibt sich hieraus keine Risikoposition. Die positive Bewertungsdynamik am Immobilienmarkt hat sich nach Jahren des Wachstums auch in 2023 in den meisten Segmenten weiter abgekühlt, teilweise sind die Bewertungen rückläufig. In Abhängigkeit der weiteren Marktentwicklung ist ein selektiver Ausbau der indirekten Investments mit Fokus auf konzerneigene Fonds denkbar, sofern sich geeignete Marktopportunitäten bieten. WährungsrisikoIm Vergleich zu den auf Euro lautenden Kapitalanlagen ist unser Fremdwährungsexposure von deutlich untergeordneter Bedeutung. Es wird zudem aktiv überwacht und gesteuert, so dass hieraus keine materielle Risikoposition resultiert. Die Steuerung des Risikos aus Fremdwährung besteht im Wesentlichen in der permanenten Sicherung des überwiegenden Teils dieses Risikos aus Devisentermingeschäften. Insgesamt liegen die "offenen" Fremdwährungs-Positionen bei rd. 0,2% der gesamten Assets. KonzentrationsrisikoDas Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko, das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen einzelne oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotenzial haben. Diese können in der Kapitalanlage, im Vertrieb, in der Versicherungstechnik oder in Form von Aktiv-/Passivkonzentration auftreten. Aufbauend auf unserem Geschäftsmodell richten wir uns auf das Erstversicherungsgeschäft mit Privat- und Firmenkunden aus. Eine wesentliche Einzelsparte in der Schaden-/Unfallversicherung ist die Kfz-Versicherung. Auch Risiken des Großgewerbes werden nach eingehender Risikoprüfung gemäß Zeichnungsrichtlinien gezeichnet. Für die Versicherungsunternehmen der Generali in Deutschland fungiert die Generali Deutschland AG als Rückversicherer, um Diversifikationseffekte der einzelnen Erstversicherungs-Portfolien zu nutzen und unternehmensübergreifende Kumule zu steuern. Durch entsprechend große und diversifizierte Portfolien existiert keine erhöhte Exponierung gegenüber einzelnen Kunden. Die erforderliche Retrozession kauft die Generali Deutschland AG auf der Basis konsolidierter Portfolien ihrer Erstversicherer bei wenigen Marktteilnehmern mit entsprechend gutem Rating ein, einschließlich bei der Assicurazioni Generali S.p.A. Aufgrund der hohen Bonität der Assicurazioni Generali S.p.A. besteht hieraus kein bzw. nur ein marginales Ausfallrisiko. Unsere Kapitalanlagen mischen und streuen wir und beachten dabei die Einzellimite, die internen Grenzen unserer Kapitalanlagerichtlinie und auch die aufsichtsrechtlichen Grenzen. Aufgrund unserer Kapitalanlagetätigkeit sind dennoch größervolumige Exposures gegenüber bestimmten Emittenten, Branchen, Staaten und Regionen unvermeidbar. Da wir beispielsweise Teile unserer Kapitalanlagen - wie branchenüblich - bei Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen investieren, sind wir gegenüber diesen entsprechend exponiert. Wir werten diese Exposures auf der Grundlage von Bonitätseinschätzungen regelmäßig aus und berichten darüber im Rahmen von Performance- und Risikoberichten. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich aufgrund eines Ausfalls oder aufgrund einer Veränderung der Bewertung der Bonität (Credit Spread) von Wertpapieremittenten, Versicherungsnehmern, Rückversicherern und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber denen das Unternehmen Forderungen hat. KapitalanlagenDer insgesamt starke und von hoher Volatilität geprägte Zinsanstieg der letzten beiden Jahre führt bei einem Großteil der Zinstitel im Durchschnitt zu einer Umkehr der Bestandsbewertung von stillen Reserven zu stillen Lasten. Mit Bezug auf die Wieder- und Neuanlage ist jedoch eine erneute deutliche Verbesserung der Konditionen im Vorjahresvergleich festzustellen. Zur weiteren Stabilisierung der Neuanlagerendite setzen wir den moderaten Ausbau alternativer und auch globaler Anlagen fort. Insgesamt ist die Kreditqualität der Kapitalanlagen in 2023 weitestgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr. Wir orientieren uns bei der Neuanlage von Kapitalanlagen am Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht unter Einbezug einer Adäquanz zu den vorhandenen Eigenmitteln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem weiteren Ausbau von Staatsanleihen sowie von europäischen Unternehmensanleihen. Unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einer Systemkrise kommt und aufgrund des aktiven Risikomanagements sowie unter Berücksichtigung der Diversifikationsgrade unserer Investmentportfolien sehen wir allein in Bezug auf das Kreditrisiko keine Gefährdung unserer Risikotragfähigkeit. Wir überwachen und managen unsere Kreditrisiken mittels eigenem Creditresearch sowie einer sehr engen Überwachung und Kontrolle aller Bestände, um jederzeit unsere Verbindlichkeiten vollständig und fristgerecht begleichen zu können. Durch die von uns verfolgte Kapitalanlagepolitik und unter Berücksichtigung der Ergebnisse unseres Internen Modells sehen wir zusammenfassend derzeit keine Kapitalanlagerisiken, welche die Risikotragfähigkeit in bestandsgefährdender Art und Weise beeinträchtigen würden. Nichtsdestotrotz bedeuten die Zinssteigerungen eine Belastung der Marktwerte und Reserven festverzinslicher Positionen. ForderungsausfallrisikoNeben dem Kreditrisiko im Bereich der Kapitalanlagen umfasst das Forderungsausfallrisiko Forderungspositionen speziell gegenüber Versicherungsnehmern und Vermittlern. Dem begegnen wir durch ein effizientes und konsequentes Mahnwesen unter Einbindung aller verantwortlichen Bereiche. In der passiven Rückversicherung sind alle wesentlichen Rückversicherungsverträge mit der Generali Deutschland AG abgeschlossen. Aufgrund der hohen Bonität der Generali Deutschland AG besteht hieraus kein erkennbares Ausfallrisiko. Segmentspezifische Risiken in der Schaden- und UnfallversicherungZur Überwachung der segmentspezifischen Risiken überprüfen wir fortlaufend die Schaden- und Risikoverläufe sowie die Rechnungsgrundlagen der Beiträge und versicherungstechnischen Rückstellungen. Unser Aktuariat gewährleistet die sachgerechte Tarifierung der Produkte und bestimmt angemessene versicherungstechnische Rückstellungen. Daneben beachten wir unsere internen Zeichnungsrichtlinien und die gesetzlichen Vorgaben. Um Risiken neuer Produkte vorab auf ihre Auswirkung auf das Gesamtrisikoprofil zu untersuchen, wurde in der Generali Gruppe der Product Approval Process (PAP) etabliert. Trotz risikoadäquater Steuerung des Versicherungsgeschäfts können weitere ungeplante Risiken auftreten, die wir erkennen und begrenzen müssen. Darunter fallen unter anderem Risiken aus Kumulereignissen und Katastrophenschäden, die - soweit sie nicht über das Kollektiv ausgeglichen werden können - durch Rückversicherung abgedeckt werden. Grundsätzlich stellt die nicht-proportionale Rückversicherung mit adäquaten Kapazitäten eine wichtige Maßnahme zur Risikosteuerung für die Konzernunternehmen dar. Die segmentspezifischen versicherungstechnischen Risiken umfassen das Prämien- und Reservierungs-sowie das Stornorisiko. Wir müssen die im Voraus festgesetzten Prämien ausreichend bemessen, um in der Zukunft entstehende Entschädigungen leisten zu können. Allerdings können wir zukünftige Leistungen bei der Prämienfestsetzung nur begrenzt prognostizieren und kalkulieren. Das daraus resultierende Prämienrisiko minimieren wir durch eine geeignete Prämiendifferenzierung und Zeichnungspolitik. Dabei kalkulieren wir für Risiken mit einer höheren Exponierung eine entsprechend höhere Prämie. Zudem überarbeiten wir regelmäßig unsere Produkte und Tarife, wobei wir die spartenspezifischen Belange berücksichtigen. Das Reservierungsrisiko entsteht - trotz unseres Grundsatzes einer vorsichtigen Reservierung - gegebenenfalls daraus, dass unsere Schadenreservebildung unzureichend sein könnte und in diesem Fall eine Nachreservierung erforderlich wird. Dem Reservierungsrisiko begegnen wir, indem wir die Angemessenheit der Schadenreserven regelmäßig mittels aktuarieller Methoden (z.B. Chain-Ladder-Verfahren) überprüfen. Die Modellierung und Analyse erfolgt hierbei auf Spartenebene, um den jeweiligen Spezifika Rechnung zu tragen. Wir berücksichtigen hierbei die Entwicklung in den Vorjahren durch entsprechend lange Zeitreihen. Das Stornorisiko spiegelt die Unsicherheit der bereits ausgewiesenen Beitragsrückstellungen für Mehrjahresverträge wider. Die Schadenquoten für eigene Rechnung entwickelten sich wie folgt: Schadenquoten (f.e.R.) *[IN PROZENT]
* Netto-Schadenaufwendungen im Verhältnis
zu den verdienten Nettobeiträgen
Das Abwicklungsergebnis aus der Rückstellung für Versicherungsfälle entwickelte sich wie folgt: Abwicklungsquote der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle am 1.1. des Jahres *[IN PROZENT]
Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter- und systembedingten oder aber externen Vorfällen. Das operationelle Risiko umfasst zudem Rechtsrisiken, nach unserer Definition jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken. Operationelle Risiken sind ein unvermeidlicher Bestandteil der täglichen Geschäftstätigkeit. Dementsprechend wird mittels eines zweistufigen Verfahrens das Risikoprofil der Gesellschaft im Hinblick auf operationelle Risiken erfasst:
Des Weiteren wurde die systematische und zeitnahe Erfassung von Verlustereignissen (sog. Loss Data Collection) in 2023 weiterentwickelt. Eine zentralisierte Bewertung der Datenbasis hilft, zielgerichtet Risikovermeidungs- bzw. Risikominderungsmaßnahmen einzurichten. Unabhängig davon findet in Bezug auf die operationellen Risiken und die Ergebnisse der Risikoinventur stets eine ganzheitliche Betrachtung aller Risiken statt. D.h. Risiken, die in der Risikoinventur als besonders hoch eingeschätzt werden, wie z.B. Unzureichende Datensicherheit/Cyber-Attacken sowie Verstöße gegen internationale Sanktionen und Embargos, insbesondere im Zusammenhang mit der Ukraine, werden auch im Bereich der operationellen Risiken entsprechend hoch bewertet und im Hinblick auf das Risikoprofil professionell gemanagt. Rechtliche RisikenGesetzliche und aufsichtsrechtliche Vorgaben können erhebliche Auswirkungen auf unser Unternehmen haben. Wir beobachten kontinuierlich die aktuelle Rechtsprechung und Gesetzgebung auf nationaler und europäischer Ebene. Dadurch ist es uns möglich, die Rechtsrisiken zu steuern. Das Rechtsmonitoring, unterstützt durch eine aktive Verbands- und Gremienarbeit, erfolgt sowohl durch die einzelnen Fachbereiche auf Unternehmensebene als auch fachbereichsübergreifend, insbesondere durch die Bereiche General Counsel, Compliance, Steuern, Rechnungswesen und Datenschutz. Darüber hinaus sind die Vorstände bzw. Geschäftsführer und Mitarbeiter an den Code of Conduct gebunden, der verbindliche Verhaltensregeln statuiert und damit die Grundlage für eine korrekte Geschäftstätigkeit zur Wahrung der Integrität der Generali in Deutschland bildet. Risiken aus Stör- und NotfällenSchwerwiegende Ereignisse wie der Ausfall von Mitarbeitern, Gebäuden, kritischen Dienstleistern sowie der IT-Systeme können wesentliche operative Geschäftsprozesse oder die Reputation unseres Unternehmens gefährden. Im Rahmen unserer IT-Notfallplanung treffen wir Vorsorge für Störfälle, Notfälle und Krisen, welche die Aufrechterhaltung unserer wichtigsten Unternehmensprozesse und -systeme gefährden können. Im Rahmen unseres Business Continuity Managements (BCM) nutzen wir für einen möglichen Gebäudeausfall vorhandene mobile Arbeitsplätze oder legen Ausweichlokationen sowie Strategien und Pläne für einen übermäßigen Ausfall des Personals fest und bestimmen die Wiederanlaufzeiten geschäftskritischer Prozesse, einschließlich der Prozesse, die an dienstleistende Unternehmen ausgelagert sind. Ziel der IT-Notfallplanung ist es, die Geschäftstätigkeit mit Hilfe von definierten Verfahren aufrechtzuerhalten und Personen, Sachwerte sowie Vermögen zu schützen. Welche organisatorischen und technischen Maßnahmen in einem IT-Notfall unternommen werden, um die Verfügbarkeit der kritischen Services sicherzustellen, ist in einem "Disaster Recovery Plan" (kurz DRP) beschrieben. Der DRP unterstützt die Steuerung und Handhabung unerwarteter Ereignisse, die von einer solchen Tragweite sind, dass sie außergewöhnliche Maßnahmen erfordern. Im Jahr 2023 wurden die Prozesse und Maßnahmen aus dem BCM auf Basis der durch jedes Versicherungsunternehmen bearbeiteten Business Impact Analyse aktualisiert. Sämtliche BC-Pläne (Wiederanlaufpläne, Notfallpläne) entsprechen somit dem Status Quo. Der Prozess "Continuity Management" wurde im Rahmen der International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3402 Prüfung extern geprüft und ohne Auffälligkeiten positiv bewertet. Unsere Verfahren haben wir zudem mit Blick auf mögliche regulatorische Lücken in Bezug auf die im Januar 2025 in Kraft tretende Digital Operational Resilience Act (DORA)-Verordnung untersucht. Im April 2023 wurde bei einem umfassenden zweitägigen Notfalltest der IT-Notbetrieb mit Beteiligung von etwa 250 Kolleginnen und Kollegen aus den Geschäftsbereichen und der IT der Generali in Deutschland erfolgreich durchgeführt. Bei diesem IT-Notfalltest wurde die Außerbetriebnahme eines Rechenzentrums simuliert und die Bereitstellung von kritischen IT-Services ausschließlich aus dem Ausweichrechenzentrum intensiv getestet. Der erfolgreiche Notfalltest konnte den störungsfreien Betrieb der Anwendungssysteme im Notbetrieb verifizieren, wodurch die Angemessenheit und Wirksamkeit der Notfallvorsorge nachgewiesen werden. Risiken zur InformationssicherheitAnforderungen zur Informationssicherheit der Generali in Deutschland werden übergreifend durch die Funktionseinheit "Chief Information Security Officer" (CISO) gesteuert. Diese ist seit 2022 Bestandteil der ganzheitlich alle Sicherheitsbelange steuernden Organisationseinheit "Chief Security Officer" (CSO). Diese Organisationseinheit regelt für alle Unternehmen der Generali in Deutschland die zentralen Vorgaben, Methoden und deren Durchführung im Bereich Sicherheit und umfasst die Teilbereiche Informationssicherheit, physische- und Unternehmenssicherheit sowie Management von Identitäten und Berechtigungen. Die IT-Abteilung der Generali Deutschland AG und, soweit es sich um IT-Infrastruktur handelt, die Generali Operations Service Platform S.r.l. (GOSP), sind für alle Aufgaben im Bereich IT-Systeme der Generali in Deutschland im Rahmen der Auftragsverarbeitung zuständig. Der in der IT-Abteilung angesiedelte Bereich der operativen IT-Sicherheit steuert und setzt die Anforderungen des CISO zur Informationssicherheit in der IT um. Identifizierte Risiken fließen in das Risikomanagementsystem der Generali in Deutschland ein. Hierdurch ist gewährleistet, dass effiziente und effektive Instrumente, um Informationssicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu steuern, eingesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2023 konnte im Bereich der Generali in Deutschland eine zu den Vorjahren vergleichbare Anzahl an Sicherheitsvorfällen festgestellt werden. Insbesondere die hohe Anzahl an bekannten Schwachstellen in genutzten Softwareprodukten und die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die IT-Supply-Chain sowie die große Anzahl und die Kombination von verfügbaren Angriffsmethoden (z.B. Ransomware, DDoS, Identitätsdiebstahl, Phishing etc.) bedeuten eine hohe Gefährdung auch für die Generali in Deutschland. Direkte Angriffe mit Schad-Software wurden zeitnah erkannt und erfolgreich abgewehrt. Generell konnten in 2023 die ergriffenen Maßnahmen zum Schutz vor Computerviren, Cyber-Attacken und Hacker-Angriffen sowie zur Erkennung und Beseitigung von Schwachstellen und Angriffen, Störungen mit nennenswerten Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb verhindern. Die steigende Anzahl von Cyber-Attacken (inkl. der unentdeckten Cyberexponierung, dem sog. Silent Cyber) stellt ein branchenweites Risiko in den heute stark vernetzten Informationssystemen sowie den digitalen Portalen dar. Wir sind uns dessen bewusst und begegnen diesem Risiko mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit. Maßnahmen zur Verbesserung der Risikosituation in der InformationssicherheitDer CISO initiiert und verfolgt, in enger Abstimmung mit den Geschäftsleitungen der Generali in Deutschland, dem Datenschutzbeauftragten, der IT, den Informationseigentümern und weiteren Stakeholdern geeignete Maßnahmen, um die Informationssicherheit mittel- und langfristig zu gewährleisten. Hierzu zählt insbesondere die Unterstützung des gruppenweiten, in 2022 gestarteten Security Strategic-Program (SSP), das Initiativen zur digitalen Transformation durch angemessene und sichere digitale Verfahren unterstützen und die Widerstandsfähigkeit der IT gegenüber Cyber-Angriffen verbessern soll. Weitere Schwerpunkte der Verbesserungsmaßnahmen in 2023 waren u.a. die Erstellung und Abstimmung eines zentralen Sollmaßnahmenkatalogs mit abstrakten Sicherheitsanforderungen, strukturiert nach ISO 27001 und abgeleitet aus den bestehenden Vorgaben der Assicurazioni Generali S.p.A. BetrugsrisikoWie alle Wirtschaftsunternehmen unterliegen wir der Gefahr, durch interne sowie externe wirtschaftskriminelle Handlungen Vermögens- und Reputationsverluste zu erleiden. Um einer nachhaltigen Schädigung des Unternehmens präventiv entgegenwirken und betrügerische Handlungen aufklären zu können, entwickeln wir unser diesbezügliches internes Kontrollsystem kontinuierlich fort. Zudem haben wir die Anstrengungen weiter verstärkt, mögliche Betrugsversuche durch Externe zu erkennen und zu verhindern, unter anderem durch den Ausbau eines spartenübergreifenden Informations- und Know-how-Transfers auf anonymisierter Basis sowie der Einrichtung eines Anti-Fraud-Management-Arbeitskreises. Sonstige RisikenLiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen, insbesondere aus Versicherungsverträgen und aus Großschadenereignissen, nicht zeitgerecht oder nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch eine konzernweite und unternehmensindividuelle, unterjährige sowie mehrjährige Liquiditätsplanung. Dabei verfolgen wir das Ziel, die operative, nicht für die Kapitalanlage vorgesehene Liquidität an den Verpflichtungen unseres Unternehmens auszurichten, um jederzeit die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten. Die Zahlungsverpflichtungen leiten wir aus bekannten Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden sowie aus typischen Abwicklungsmustern der Rückstellungen ab, um so die Fälligkeitsstruktur der Kapitalanlagen und die Geldmittel an den Liquiditätsbedarfen auszurichten. Obwohl wir die zukünftigen Leistungs- und Schadenzahlungen gut prognostizieren können, ist es dennoch nicht möglich, die Höhe und den Zeitpunkt dieser Zahlungen mit Sicherheit vorherzusagen. Aufgrund dieses Restrisikos haben wir unsere Kapitalanlagen konservativ mit dem Fokus auf hohe Liquidität und Qualität ausgerichtet. Die sich verändernden Rahmenbedingungen im Hinblick auf ansteigende Zinsen sowie dem Rückgang von stillen Reserven werden im Rahmen eines Liquidity-Risiko-Modells beleuchtet. Somit verfügen wir über zusätzliche Frühwarnindikatoren im Hinblick auf unseren Liquiditätsbedarf und der möglichen Generierung von Liquidität aus den Kapitalanlagen. Das grundsätzliche Vorgehen hat sich auch im Jahr 2023 nicht verändert. Wir konnten durchgängig in 2023 eine stabile Liquiditätsposition darstellen. Die Veräußerung von Kapitalanlagen - zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen - bewegte sich im üblichen Rahmen und musste zu keiner Zeit ad-hoc erfolgen. Strategisches RisikoStrategische Risiken entstehen, wenn sich Veränderungen im Unternehmensumfeld (inklusive Gesetzesänderung und Rechtsprechung) und/oder interne Entscheidungen nachteilig auf die zukünftige Wettbewerbsposition des Unternehmens oder der Generali in Deutschland auswirken können. Durch die vierteljährliche Berichterstattung unterliegen diese Risiken ebenfalls der Beobachtung unseres Risikomanagements. Herausforderungen in der BrancheDie aktuellen Herausforderungen in der Versicherungsbranche
haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und das Geschäftsmodell unserer Gesellschaft. Die mittelfristige Strategie "Generali Deutschland Lifetime Partner 24" der Generali in Deutschland umfasst das übergeordnete Ziel, Lifetime Partner für Kunden und Vertriebspartner zu sein. Basierend auf der internationalen Strategie der Assicurazioni Generali für die Jahre 2022-2024 wurden folgende Ziele definiert:
Neben der beschriebenen Strategie sind diverse Projekte zur Umsetzung regulatorischer Anforderungen eingerichtet (z.B. IFRS/17, VAIT), die ebenfalls zusätzliche Umsetzungskapazitäten (insb. IT-Kapazitäten) benötigen. Vor diesem Hintergrund der zunehmenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurde ein stringentes Multi-Projektmanagement inkl. sinnvoller Priorisierung und enger Begleitung durch das Top-Management etabliert, um nachhaltig die Bereitstellung angemessener Ressourcen sowie die Sicherstellung der operativen Stabilität zu gewährleisten. KompositversicherungDie Inflation ist im Vergleich zum sehr hohen Niveau des Vorjahres gesunken, ist aber noch auf einem relativ hohen Niveau verglichen mit den Jahren zuvor. Es wird ein weiterer Rückgang der Inflation erwartet, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Schadendurchschnitte. Mehrere kleine und mittelgroße Naturereignisse belasteten in diesem Jahr den Schadenaufwand insbesondere in der Kfz-Voll- und Teilkaskoversicherung. VertriebDie Sicherung der Vertriebskraft über unsere freien Vertriebspartner sowie die Fokussierung auf den Maklermarkt sind essenzielle Bausteine für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens und ein Kernelement unserer Strategie. Aus diesem Grund stellen wir unseren Vertriebspartnern attraktive Produkte, Services und Verkaufshilfen zur Verfügung, die sich an den Bedürfnissen der Makler, Pools und Vertriebe orientieren. Zur Unterstützung der Vertriebspartner haben wir in den letzten Jahren umfangreiche Initiativen gestartet, die die angebotenen Services und den IT-Support erweitert haben. Dadurch wurde die Informationsbasis der Vertriebspartner weiter verbessert und es wurden vielfältige Möglichkeiten für eine noch effizientere Arbeit sowie für eine optimale Betreuung der Kunden ermöglicht. Wir gelangen so in unserer strategischen Ausrichtung zu tragfähigen und zukunftsgerichteten Lösungen und erreichen einen Mehrwert für Kunden und Vertriebspartner. ReputationsrisikoDas Reputationsrisiko bezeichnet das Risiko eines Unternehmens, einen Imageschaden bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären sowie Aufsichtsbehörden und dadurch potenzielle Verluste zu erleiden. Unsere Produkt- und Unternehmensratings, die gezielte Kundenkommunikation und unser aktives Reputationsmanagement sind dabei entscheidende Faktoren, um Imageschäden für uns sowie der Generali in Deutschland präventiv entgegenzutreten. Da theoretisch jede Aktivität unserer Gesellschaft und der Generali in Deutschland zu Reputationsverlusten führen kann und Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risikokategorien bestehen, ist ein aktives Reputationsmanagement von großer Bedeutung. Die Kommunikationseinheit der Generali in Deutschland beobachtet sämtliche Aktivitäten unserer Gesellschaft sowie der Generali in Deutschland im Hinblick auf mögliche Reputationsrisiken. Ziel ist es, Reputation und Image gegenüber allen relevanten Anspruchsgruppen kontinuierlich auszubauen. Das Risiko wird zudem hinsichtlich des Aspekts des Klimawandels und dem Risiko des sog. "Greenwashing" innerhalb des qualitativen Risikomanagementsystems laufend überwacht. Ansteckungsrisiko und Emerging RiskDas Ansteckungsrisiko umfasst das Risiko, das sich von anderen Risikokategorien in einer Konzerngesellschaft ableitet und auf die Unternehmen der Generali in Deutschland ausbreiten kann. Darüber hinaus können auch durch externe Einflüsse Ansteckungsrisiken entstehen (Branchenrisiko). Emerging Risks beziehen sich dagegen auf neue Risiken infolge von Veränderungen des internen oder externen Umfelds. Wesentliche Treiber der sich ändernden Risikolandschaft umfassen neue wirtschaftliche, technologische, gesellschaftspolitische, rechtliche und ökologische Entwicklungen; die wachsenden Interdependenzen zwischen diesen Bereichen können darüber hinaus zu einer verstärkten Anhäufung von Risiken führen. Risiken dieser Art können zu einem Anstieg der Risikoexponierung bereits definierter Risikoarten führen oder die Definition neuer Risikokategorien erfordern. Ein besonderes Augenmerk soll auf sogenannte ESG-Faktoren (Environmental, Social and Governance) gelegt werden, die oft mit Emerging Risks verbunden sind. Hierbei ist anzumerken, dass ESG-Faktoren für mehrere Risikokategorien relevant sind, nicht nur für Emerging Risks. Ansteckungsrisiko und Emerging Risks sind in den Risikomanagementprozess der Generali in Deutschland integriert und werden in den Risikomanagementgremien erörtert. NachhaltigkeitsrisikoDas Nachhaltigkeitsrisiko bezeichnet die Risiken, die auf den - gemäß Del. Reg. (EU) 2021/1256 - definierten Nachhaltigkeitsfaktoren Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung beruhen. Gemäß Del. Reg. (EU) 2021/1256 müssen Versicherungsunternehmen Nachhaltigkeitsrisiken in ihr Risikomanagement und ihren ORSA-Prozess integrieren. Die Nachhaltigkeitsrisiken werden einerseits im Rahmen des qualitativen Risikomanagementprozesses analog zu den Risiken, die nicht explizit quantifiziert werden oder einer weiteren qualitativen Betrachtung bedürfen (Liquiditätsrisiko, strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Ansteckungsrisiko und Emerging Risks) berücksichtigt und mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt. Darüber hinaus werden Klimawandelszenarien im ORSA-Prozess quantifiziert. Gesamtsolvabilitätsbedarf und RisikolageDie Solvenzkapitalanforderung unserer Gesellschaft wird mithilfe des genehmigten Internen Modells der Assicurazioni Generali S.p.A. berechnet. Ziel unseres etablierten Validierungsprozesses ist es, die Angemessenheit und Verlässlichkeit des Modells und der entsprechenden Modellergebnisse zu bestätigen. Dabei werden auch ökonomische und rechtliche Dimensionen berücksichtigt sowie die Integration des Modells in die Entscheidungs- und Risikomanagementprozesse des Unternehmens. In den Ergebnissen des Internen Modells wird der Gesamtsolvabilitätsbedarf der Dialog Versicherung AG in angemessener Weise wiedergegeben. Die vorhandenen Eigenmittel reichten im Geschäftsjahr aus, um den nach dem Internen Modell ermittelten Solvabilitätsbedarf zu decken. Basis sind die bislang im Laufe des Jahres 2023 eingereichten Quantitative Reporting Templates (Berichtsformulare, die von Versicherungsunternehmen regelmäßig an die BaFin zu übermitteln sind). Aktuelle Werte zum Jahresende lagen zum Zeitpunkt der Berichterstellung noch nicht vor. Das Jahr 2023 war insbesondere geprägt von einem schwierigen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld (Ukrainekrieg und Nahostkonflikt). Die damit verbundenen unsicheren und volatilen wirtschaftlichen Rahmenbedingen stellen ein Risikopotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die weitere Geschäftsentwicklung unserer Gesellschaft und der Generali in Deutschland dar. Unsere Kapitalausstattung ist dem Geschäftszweck angemessen, wir verfügen über ausreichende Mittel, um unsere Verpflichtungen erfüllen zu können. Wir verfügen über die notwendigen Instrumentarien, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen zeitnah und angemessen zu begegnen. Unser gruppenweit etabliertes Risikomanagementsystem entwickeln wir kontinuierlich weiter. Damit ist es uns möglich, auf veränderte Rahmenbedingungen und adverse Entwicklungen flexibel zu reagieren. Wir überprüfen regelmäßig das Risikoprofil, die Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie (inkl. der IT-Strategie) sowie die identifizierten Risiken und überwachen die für die Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Mögliche Limitverletzungen analysieren wir, leiten gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ein und kontrollieren ihre Wirksamkeit. Auf dieser Basis werden Vorstand beziehungsweise Geschäftsführung und Aufsichtsorgane regelmäßig über die Risikoexponierung sowie über die eingeleiteten Maßnahmen informiert. Zusammengefasst zeichnet sich aus den zum Bilanzstichtag identifizierten und aktuell bewerteten Risiken auf Basis der bestehenden Anforderungen nach unserer Ansicht aktuell keine Entwicklung ab, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährdet. Die aktuelle Risikosituation liegt innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Ausblick und Weiterentwicklung des RisikomanagementsDie Generali in Deutschland hat auch im Geschäftsjahr 2023 die ab dem 1. Januar 2016 verbindlich geltenden Anforderungen unter Solvency II umfassend umgesetzt. Notwendige Anpassungen an das Governance-System wurden vorgenommen. In 2023 wurden für das Geschäftsjahr 2022 die im Rahmen der Säule III zu erstellenden Berichte über die Solvabilität und Finanzlage (Solvency and Financial Condition Report, SFCR) sowie die Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde (Regular Supervisory Report, RSR) erstellt. Für die Weiterentwicklung des Risikomanagements im Jahr 2024 konzentrieren wir uns insbesondere auf die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Internen Modells, um unter veränderten Rahmenbedingungen stets eine angemessene Abbildung unseres Risikoprofils zu gewährleisten. AusblickGesamtwirtschaftliche Erwartungen für 2024Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für das Jahr 2024 dürfte von weiter fallenden Inflationsraten, den Nachwirkungen der restriktiven Geldpolitik sowie der zinspolitischen Wende der Notenbanken geprägt sein. Positiv zu vermerken ist, dass der globale negative Lagerzyklus im verarbeitenden Gewerbe zum Ende 2023 erste Stabilisierungstendenzen zeigte und damit auch der internationale Handel seinen Tiefpunkt durchschreiten könnte. Jedoch sind kurzfristige Wirtschaftsindikatoren in Deutschland und im Euroraum, wie zum Beispiel die Einkaufsmanager-Indizes, auf sehr niedrigem Niveau und jüngste Verbesserungstendenzen wurden überwiegend von der Dienstleistungskomponente getragen. Deshalb ist zu erwarten, dass sich eine deutlichere Belebung voraussichtlich erst im weiteren Jahresverlauf bemerkbar machen wird. Die Inflationsrate dürfte weiter nachgeben, jedoch sollte es noch nicht zu einem Absinken der Kerninflationsrate unter 2% kommen. Die nachlassende Inflation dürfte es der EZB erlauben, ihre Geldpolitik ab Juni 2024 zu lockern und zwar um kumulativ 100 Basispunkte bis zum Jahresende. Mitte November 2023 hat das Bundesverfassungsgericht den Transfer von Corona-Notmitteln in einen Klimafonds untersagt und damit den Ausgabenspielraum der öffentlichen Hand über mehrere Jahre deutlich eingeschränkt. Wir erwarten deshalb für das Jahr 2024 einen negativen Fiskalimpuls, der das Wachstum belasten wird. Insgesamt gehen wir von einem schmalen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,1% und einer Inflationsrate von 2,5% aus. Für den Euroraum dürften die Zahlen mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 0,6% und einer Inflationsrate von 2,4% etwas besser ausfallen. In den USA sehen wir nach einer überraschenden Widerstandsfähigkeit der Konjunktur im Jahr 2023 im 1. Halbjahr 2024 eine schwächere Wirtschaftsleistung aufgrund des Gegenwinds der straffen Geldpolitik und des Abebbens von Verbraucherersparnissen aus der Zeit der Covid-19-Pandemie. Im 2. Halbjahr 2024 erwarten wir jedoch Erholungstendenzen: Maßgebliche Gründe sind eine weniger restriktive Geldpolitik der Fed, für die wir eine erste Zinssenkung im Mai prognostizieren und eine kumulative Absenkung des Leitzinses in 2024 von 100 Basispunkten. Weitere Gründe sind der widerstandsfähige Arbeitsmarkt, ein wieder stärkerer Konsum angesichts steigender Einkommen bei nachlassender Inflation sowie eine Aufwärtsbewegung im globalen Lagerzyklus. Entwicklung an den FinanzmärktenIm Jahr 2024 dürfte die Entwicklung an den Finanzmärkten wesentlich von weiter rückläufigen Preissteigerungsraten sowie einer geldpolitischen Kursänderung hin zu niedrigeren Leitzinsen bestimmt werden. Geopolitische Unsicherheiten und Risiken sowie der Ausgang verschiedener wichtiger Wahlen, insbesondere die in den USA werden aber ebenfalls das Marktgeschehen bestimmen. Potenziell damit einhergehende Verwerfungen an den Energiemärkten könnten wieder in den Fokus rücken. In dieser Gemengelage dürfte die Volatilität hoch bleiben. Aber die erwartete Aufhellung der globalen Konjunktur verbunden mit dem Beginn des Zinssenkungszyklus gegen Jahresmitte dürfte die Gewinnerwartungen verbessern. Insgesamt rechnen wir für das Jahr 2024 mit einer Aufwärtsentwicklung risikobehafteter Anlagen. An den Märkten für Staatsanleihen erwarten wir im Euroraum einen moderaten Rückgang der Renditen. US-Staatsanleihen sollten sich besser als die im Euroraum entwickeln, da wir die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB als überzogen betrachten. Wir erwarten, dass der US-Dollar gegenüber dem Euro weiter etwas an Wert verlieren wird. Trotz des herausfordernden Marktes ergeben sich für die Versicherungsbranche weiterhin gute Chancen für eine positive EntwicklungDie angespannte wirtschaftliche Lage wirkt sich auch auf die Versicherungsbranche in Deutschland aus. 2024 dürften Nachholeffekte beim BIP-Wachstum etwas schwächer als erwartet ausfallen. Die Inflation hat in 2023 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht und wichtige Indikatoren deuten auf einen weiter nachlassenden Inflationsdruck hin. Die Branche rechnet mit einem deutlichen Beitragswachstum über alle Sparten hinweg. Der demografische Wandel, die Transformation zu nachhaltigem Wirtschaften sowie die Digitalisierung führen zu tiefgreifenden Veränderungen am Versicherungsmarkt. Trotz dieses herausfordernden Marktumfelds ergeben sich für die Generali in Deutschland wie auch für die gesamte Versicherungsbranche weiterhin gute Chancen für eine positive Entwicklung, denn diese Entwicklung erhöht zugleich den Absicherungs- und Vorsorgebedarf in der Bevölkerung. So werden zum Beispiel Produkte zur Schließung der Rentenlücken sowie Versicherungsprodukte, die nachhaltiges Verhalten belohnen, stärker nachgefragt werden. In der Kompositversicherung erwarten wir für das Jahr 2024 ein insgesamt weiterhin positives Beitragswachstum. Die Beitragsdynamik dürfte vor allem durch inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen getrieben werden, die der Inflation geschuldet und teilweise aufgrund Indexierung unvermeidlich sind. In der Kraftfahrtversicherung könnten sich aufgrund der konjunkturellen Erholung die PKW-Neuzulassungen wieder besser entwickeln und damit zu einer Bestandserhöhung beitragen. Zudem ist von weiteren Beitragsanpassungen zum Ausgleich der aktuellen Kostendynamik bei den Schadenfällen auszugehen. Inwieweit staatlich unterstützte Verkehrsinitiativen, wie beispielsweise das Deutschland-Ticket, die Mobilität und damit die Schadenhäufigkeit beeinflussen, bleibt abzuwarten. In der Sach- und Haftpflichtversicherung wirken sich die Beitragsanpassungsmöglichkeiten ab dem 3. bzw. 4. Quartal 2023 hauptsächlich im Jahr 2024 aus. Wir gehen insgesamt von einem stabilen Vertragsbestand und unverändert hoher Schadenbelastung aus. Es ist weiterhin mit einer hohen Volatilität der Aufwände für Groß- und Elementarschäden zu rechnen. Zukünftige EntwicklungDie Dialog Versicherung AG erwartet für 2024 leicht sinkende Beitragseinnahmen, eine deutlich verbesserte Combined Ratio Brutto, ein deutlich steigendes Versicherungstechnisches Nettoergebnis und ein moderat steigendes Nettoergebnis aus den Kapitalanlagen. Insgesamt gehen wir daher von einem deutlich verbesserten Jahresergebnis vor Gewinnabführung aus. Voraussetzung dafür ist eine positive Entwicklung der Weltwirtschaft und an den internationalen Finanzmärkten sowie das Ausbleiben von größeren Naturkatastrophen, Großschadenereignissen und negativer Auswirkungen nationaler sowie internationaler Krisen. Betriebene Versicherungszweige und VersicherungsartenIm selbst abgeschlossenen VersicherungsgeschäftUnfallversicherungEinzelunfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr Gruppen-Unfallversicherung ohne Beitragsrückgewähr Kraftfahrtunfallversicherung Probandenversicherung Luftfahrtunfallversicherung Reiseunfallversicherung übrige und nicht aufgegliederte Allgemeine Unfallversicherung HaftpflichtversicherungPrivathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot-Haftpflichtversicherung) Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung Umwelt-Haftpflichtversicherung Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Pharmahaftpflichtversicherung Strahlen- und Atomanlagen-Haftpflichtversicherung Feuerhaftungsversicherung Haftpflichtversicherung für nichtversicherungspflichtige Landfahrzeuge übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung KraftfahrtversicherungKraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung Fahrzeugvollversicherung Fahrzeugteilversicherung LuftfahrtversicherungLuftfahrzeug-Kaskoversicherung FeuerversicherungFeuer-Industrie-Versicherung landwirtschaftliche Feuerversicherung sonstige Feuerversicherung Einbruchdiebstahl- und Raub(ED)-VersicherungLeitungswasser (Lw)-VersicherungGlasversicherungSturmversicherungVersicherung weiterer Elementarschäden bei gewerblichen Risiken Verbundene HausratversicherungVerbundene WohngebäudeversicherungTechnische VersicherungenMaschinenversicherung (einschließlich der Baugeräteversicherung) Elektronikversicherung Montageversicherung Bauleistungsversicherung übrige und nicht aufgegliederte technische Versicherung EinheitsversicherungTransportversicherungSportboot-Kaskoversicherung Kaskoversicherung Transportgüterversicherung Valorenversicherung (gewerblich) Filmversicherung Verkehrshaftungsversicherung (einschließlich der Speditions- und Rollfuhrversicherung) Kriegsrisikoversicherung übrige und nicht aufgegliederte Transportversicherung (einschließlich Versicherung von Offshore-Risiken) Kredit- und KautionsversicherungVersicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung)BetriebsunterbrechungsversicherungFeuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung Technische Betriebsunterbrechungs-Versicherung sonstige Betriebsunterbrechungs-Versicherung BeistandsleistungsversicherungSchutzbriefversicherung Luft- und Raumfahrzeug-HaftpflichtversicherungLuftfahrt-Haftpflichtversicherung (einschließlich der Luftfrachtführer-Haftpflichtversicherung) Raumfahrzeug-Haftpflichtversicherung Sonstige Schadenversicherungsonstige Sachschadenversicherungen sonstige Vermögensschadenversicherungen sonstige gemischte Versicherungen Vertrauensschadenversicherung In dem in Rückdeckung übernommenen VersicherungsgeschäftUnfallversicherungHaftpflichtversicherungPrivathaftpflichtversicherung (einschließlich Sportboot-Haftpflichtversicherung) Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung Umwelt-Haftpflichtversicherung Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung Pharmahaftpflichtversicherung Feuerhaftungsversicherung Haftpflichtversicherung für nichtversicherungspflichtige Landfahrzeuge übrige und nicht aufgegliederte Haftpflichtversicherung KraftfahrzeugversicherungKraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung Fahrzeugvollversicherung Fahrzeugteilversicherung LuftfahrtversicherungFeuerversicherungFeuer-Industrie-Versicherung sonstige Feuerversicherung Betriebsunterbrechungs-VersicherungTechnische Betriebsunterbrechungs-Versicherung TransportversicherungVersicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage (EC)-Versicherung)Luft- und Raumfahrzeug-HaftpflichtversicherungSonstige Schadenversicherungsonstige gemischte Versicherungen sonstige Sachschadenversicherungen Vertrauensschadenversicherung Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
München, 14. Februar 2024 Der Verantwortliche Aktuar Dirk Wallkötter Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine AngabenDie Dialog Versicherung Aktiengesellschaft (kurz: Dialog Versicherung AG) hat ihren Sitz in München und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 234855. Bilanzierungs-, Bewertungs- und ErmittlungsmethodenMaßgebliche RechtsvorschriftenJahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und nicht-versicherungstechnische Rückstellungen wurden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Für die versicherungstechnischen Posten wurde hiervon abweichend der Devisenkassamittelkurs vom 31. Oktober 2023 verwendet. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet, so dass bei Posten, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB sind, sämtliche fremdwährungsbedingten Wertänderungen erfolgswirksam erfasst wurden. Fremdwährungsbedingte Wertänderungen von Rückstellungen wurden unabhängig von der Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung der Zahlungen in Fremdwährung erfolgte mit dem entsprechenden Devisenkassakurs. Für alle Kapitalanlagen gilt, dass erfolgswirksam zu berücksichtigende Währungskursänderungen im Kapitalanlagenergebnis ausgewiesen wurden. Bilanzwertermittlung AktivaAnteile an verbundenen Unternehmen und BeteiligungenAnteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden gemäß § 341b Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um notwendige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB, bewertet. Wertaufhellende Entwicklungen im Aufstellungszeitraum wurden berücksichtigt. Ausleihungen an verbundene UnternehmenAusleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden gemäß § 341c Abs. 1 HGB mit dem Nennwert oder gemäß § 341c Abs. 3 HGB mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden die Papiere auf ihre Bonität hin überprüft. Im Rahmen der Bonitätsprüfung wurden neben der Kreditwürdigkeit des Emittenten gegebenenfalls bestehende Sicherheiten und zum Stichtag eingetretene oder erwartete Zinsausfälle berücksichtigt. Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgten nur, wenn nicht mehr mit einer vollständigen Zahlung der vertraglichen Rückflüsse gerechnet wird. Anteile oder Aktien an InvestmentvermögenAktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Bei Vorliegen einer stillen Last erfolgte eine qualitative Prüfung zur Identifizierung einer dauerhaften Wertminderung. Eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung wird grundsätzlich angenommen, wenn der Zeitwert der letzten 6 Monate permanent um mehr als 20% unter dem Buchwert liegt oder wenn der durchschnittliche Zeitwert der letzten 12 Monate um mehr als 10% unter dem Buchwert liegt. Anteile und Aktien an Investmentvermögen wurden dabei als eigenständige Bewertungsobjekte betrachtet. Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen, bei welchen eine Durchschau möglich ist, wurde unabhängig von bzw. bei Aktienfonds gegebenenfalls zusätzlich zu den allgemeinen Aufgreifkriterien zur Bestimmung einer dauerhaften Wertminderung auf die im Fonds gehaltenen Vermögenswerte und Schulden abgestellt und ein beizulegender Wert ermittelt. Sofern eine dauerhafte Wertminderung identifiziert wurde, wurde grundsätzlich auf den beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2023 abgeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden Wertpapiere in Höhe von 300.040 Tsd. € dem Anlagevermögen zugeordnet. Diese Papiere dienen dauerhaft dem Geschäftsbetrieb. Die Bewertung dieser Papiere erfolgte nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB. Die durch diese Bewertungen vermiedenen Abschreibungen beliefen sich auf 10.559 Tsd. €. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereInhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Zero-Inhaberschuldverschreibungen wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich der laufzeitabhängigen Zinsamortisation bewertet. Zur Feststellung einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB wurden die Papiere auf ihre Bonität hin überprüft. Im Rahmen der Bonitätsprüfung wurden neben der Kreditwürdigkeit des Emittenten gegebenenfalls bestehende Sicherheiten und zum Stichtag eingetretene oder erwarteten Zinsausfälle berücksichtigt. Abschreibungen aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgten nur, wenn nicht mehr mit einer vollständigen Zahlung der vertraglichen Rückflüsse gerechnet wird. Bei über bzw. unter pari erworbenen Wertpapieren wurde der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Nennwert über die Laufzeit amortisiert. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden Wertpapiere in Höhe von 510.368 Tsd. € dem Anlagevermögen zugeordnet. Diese Papiere dienen dauerhaft dem Geschäftsbetrieb. Die Bewertung dieser Papiere erfolgte nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 3 HGB. Die durch diese Bewertungen vermiedenen Abschreibungen beliefen sich auf 62.511 Tsd. €. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereAktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die nicht dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt und nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften nach § 341b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253 Abs. 4 HGB (strenges Niederstwertprinzip) bewertet. Forderungen an Versicherungsnehmer und -vermittlerDie Forderungen an Versicherungsnehmer und -vermittler wurden mit dem Nennwert bilanziert. Hierbei wurden Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe der nach dem Bilanzstichtag voraussichtlich eintretenden Ausfälle mittels Erfahrungssätzen der Vorjahre gebildet. AbrechnungsforderungenAbrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennwert bilanziert. Sonstige Forderungen und andere VermögensgegenständeDie sonstigen Forderungen und andere Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und KassenbestandDie laufenden Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurden zum Nennwert angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenRechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Latente SteuernDie Gesellschaft gehört als Organgesellschaft zum körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organkreis der Generali Beteiligungs-GmbH und weist daher keine latenten Steuern aus. WertaufholungBei allen Vermögensgegenständen wurde das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Abs. 5 HGB beachtet. Bilanzwertermittlung PassivaBeitragsüberträgeDie Ermittlung der Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft erfolgte grundsätzlich nach der pro-rata-temporis-Methode auf Basis der gebuchten Beiträge. Für die Sparte "Transport" und "andere Sachversicherungen" erfolgte die Berechnung nach der Pauschalmethode. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erfolgte die Berechnung der Rückstellung für Beitragsüberträge grundsätzlich nach den von den Vorversicherern aufgegebenen Beitragsüberträgen bzw. Beitragsübertragssätzen. Soweit keine oder nur unvollständige Aufgaben der Vorversicherer vorlagen, erfolgte die Ermittlung über die Bruchteilsmethode oder die Pauschalmethode. Der koordinierte Ländererlass der obersten Finanzbehörde vom 30. April 1974 wurde beachtet. Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde für jeden bekannten Anspruch einzeln ermittelt; darüber hinaus wurden für noch nicht bekannte Ansprüche aus Schadenfällen bis zum Bilanzstichtag auf den Erfahrungen der Vorjahre beruhende Spätschadenrückstellungen passiviert. Auf die Schadenrückstellung in der Kraftfahrthaftpflichtversicherung, Fahrzeugvollversicherung, Fahrzeugteilversicherung, Allgemeine Haftpflichtversicherung, Allgemeinen Unfallversicherung und Feuerversicherung wurde unter Berücksichtigung der tatsächlichen Schadenzahlungen in der Vergangenheit ein Abschlag für einzelne Anfalljahre vorgenommen. Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Berücksichtigung des koordinierten Ländererlasses vom 2. Februar 1973 dotiert. Rentendeckungsrückstellungen wurden unter Beachtung der §§ 341f und 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Bei der Bildung der Rentendeckungsrückstellung wurden sogenannte Zinszusatzreserven nach § 341f Abs. 2 HGB und § 5 Abs. 3 und Abs. 4 DeckRV analog berücksichtigt. Ansprüche aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen oder mit den Erwartungswerten bilanziert und von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle abgesetzt. Die Anteile der Rückversicherer an der Schadenrückstellung wurden auf der Grundlage der Rückversicherungsverträge errechnet. Rückstellung für erfolgsunabhängige BeitragsrückerstattungDie Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wird für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft geschätzt und für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft von den Vorversicherern aufgegeben. SchwankungsrückstellungDie Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB i.V.m. § 29 RechVersV sowie zugehöriger Anlage ermittelt und enthält handelsrechtlich vorgeschriebene Rückstellungen zum Ausgleich von Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf. Die Rückstellung für Pharmarisiken wurde gemäß § 341h HGB i.V.m. § 30 RechVersV bilanziert. Sonstige versicherungstechnische RückstellungenDie Stornorückstellung wurde auf der Grundlage von Erfahrungswerten ermittelt. Der Anteil der Rückversicherer wurde abgesetzt. Die Rückstellung für drohende Verluste wurde gebildet, wenn am Bilanzstichtag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit abzusehen war, dass die künftigen Leistungsverpflichtungen aus schwebenden Versicherungsgeschäften die Gegenleistungsansprüche übersteigen. Die Rückstellung für drohende Verluste wurde mit Hilfe eines Schätzverfahrens einzeln je Versicherungszweig ermittelt. Die unter sonstige versicherungstechnische Rückstellungen aufgrund der Verpflichtung aus der Mitgliedschaft zur Verkehrsopferhilfe e. V. gebildete Rückstellung wurde auf Basis der Abrechnung des Vereins gebildet und um ein Jahr zeitversetzt erfasst. Der Ausweis der Rückstellung für Beitragsnachverrechnungen erfolgte in Höhe der geschätzten voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Anteile der Rückversicherer wurden mit den brutto ermittelten Nachverrechnungs-Sätzen berechnet. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft erfolgte die Berechnung grundsätzlich nach den von den Zedenten aufgegebenen Werten der Stornorückstellung und der Beitragsnachverrechnung. Steuerrückstellungen und sonstige RückstellungenDie Bewertung der Rückstellungen, erfolgte mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Betrug die Restlaufzeit einer Rückstellung mehr als ein Jahr, so wurde eine Abzinsung mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen. Die Abzinsungszinssätze wurden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und bekannt gegeben. Die Erfassung der Rückstellung erfolgte dann mit dem abgezinsten Betrag. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Erläuterungen zur Bilanz - AktivaEntwicklung der Aktivposten A. I. bis B III. im Geschäftsjahr 2023
KapitalanlagenZeitwerteDie Zeitwerte für Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden im Wesentlichen mit dem Ertragswertverfahren zum Bewertungsstichtag bestimmt. Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung oder Gesellschaften, für die keine Planungsinformationen verfügbar sind, wurden üblicherweise mit dem Net-Asset-Value oder dem Dividend-Discount-Modell bewertet. Die Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Ausleihungen und Asset Backed Securities (ABS) wurden mittels der Discounted Cash Flow-Methode ermittelt. Als Grundlage der Bewertung dienten dabei Swapzinssätze unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der Anlage, der Kreditqualität des Emittenten, des Liquiditätsrisikos sowie des emissionsabhängigen Kreditzu- oder -abschlags. Bei ABS werden die Arten des Forderungspools berücksichtigt. Hinsichtlich der Inhaberschuldverschreibungen, Aktien und Anteile oder Aktien an Investmentvermögen richtete sich der Zeitwert der börsengängigen Titel nach den Börsenkursen zum Bewertungsstichtag und derjenige der nicht börsenfähigen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen grundsätzlich nach den Rücknahmepreisen zum Bewertungsstichtag. Bei in Fremdwährung notierten Kapitalanlagen wurde der Devisenkassamittelkurs zum Bewertungsstichtag zur Währungsumrechnung herangezogen. Bei den Einlagen bei Kreditinstituten entspricht der Zeitwert dem Nennwert. Zeitwerte der Kapitalanlagen
Hinsichtlich der Abschreibungsmodalitäten wird auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Folgende Finanzanlagen werden über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen: Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinslicheWertpapiere
Inhaberschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen
Wir gehen davon aus, dass es sich lediglich um vorübergehende Wertminderungen handelt. Bei den Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Buchwert von 239.300 Tsd. € (Zeitwert 246.773 Tsd. €) erfolgte die Bestimmung einer ggf. dauerhaften Wertminderung auf Basis einer Durchschau. Zu den Details unserer Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden zu den jeweiligen Bilanzposten. Angaben zu Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Anteilsbesitz von mehr als 10%
1) Bestimmung der unterlassenen Abschreibung auf
Basis einer Durchschau.
2) Bestimmung der unterlassenen Abschreibung auf
Basis qualitativer Prüfung.
Bei den Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen mit einem Anteilsbesitz von mehr als 10%, bei denen der Buchwert über dem Marktwert liegt, gehen wir davon aus, dass es sich lediglich um eine vorübergehende Wertminderung handelt. Zu den Details unserer Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden zu den jeweiligen Bilanzposten. Nominal-, Buch- und Zeitwert offener Derivatepositionen
Nominal-, Buch- und Zeitwert offener Derivatepositionen
Die aktivischen Derivatepositionen wurden in dem Bilanzposten Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere erfasst bzw. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Die passivischen Derivatepositionen wurden in den Bilanzpositionen sonstige Verbindlichkeiten und/oder sonstige Rückstellungen erfasst. Darüber hinaus bestanden zum Stichtag ökonomisch geschlossene Derivatepositionen in Höhe von nominal 1.267,98 Tsd. €, einem Marktwert von -1,24 Tsd. € und einem Buchwert von -1,72 Tsd. €. Bei diesen Positionen handelte es sich um im Geschäftsjahr durch ein Gegengeschäft glattgestellte Derivate. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und BeteiligungenAufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB zum 31. Dezember 2023Die Angaben über Eigenkapital und Ergebnis sind den jeweils zum 31.12.2023 zuletzt verfügbaren Jahresabschlüssen entnommen.
Sonstige KapitalanlagenZum Bilanzstichtag sind Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere und Inhaberschuldverschreibungen mit einem Buchwert von insgesamt 810.408 Tsd. € (Vj. 829.907 Tsd. €) dem Anlagevermögen zugeordnet. Hierdurch wurden Abschreibungen in Höhe von insgesamt 73.070 Tsd. € (Vj. 110.562 Tsd. €) vermieden. Insgesamt betrugen die Buchwerte 105,6 % (Vj. 110,6 %) der Zeitwerte. Sonstige VermögensgegenständeHierin sind vorausbezahlte Versicherungsleistungen in Höhe von 9.003 Tsd. € (Vj. 7.984 Tsd. €) enthalten. Erläuterungen zur Bilanz - PassivaEigenkapitalDas gezeichnete Kapital von 5.000 Tsd. € bestand zum 31. Dezember 2023 unverändert aus 5.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien, die von der Generali Deutschland AG, München gehalten wurden. Nachrangige DarlehenIm Jahr 2019 hat die Dialog Versicherung AG ein konzerninternes nachrangiges Darlehen bei der Generali Deutschland Finanzierungs-GmbH in Höhe von 98.000 Tsd. € aufgenommen. Die Laufzeit hierfür beträgt 10 Jahre. Im Passivposten C. sind die abgegrenzten Zinsen in Höhe von 1.340 Tsd. € enthalten. Versicherungstechnische Rückstellungen
Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Andere Rückstellungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungVersicherungstechnische RechnungZusätzliche Erläuterungen gemäß § 51 RechVersV
Die Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 167.777 Tsd. € (Vj. 165.143 Tsd. €) betrafen mit 41.331 Tsd. € (Vj. 42.610 Tsd. €) Abschlussaufwendungen und mit 126.446 Tsd. € (Vj. 122.533 Tsd. €) Verwaltungsaufwendungen.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter
Technischer Zinsertrag f. e. R.Die Berechnung des technischen Zinsertrags und seine Umgliederung aus der nichtversicherungstechnischen in die versicherungstechnische Rechnung entsprachen § 38 RechVersV. Hierbei wurde der Zins für die Rentendeckungsrückstellungen aus der selbst abgeschlossenen Unfall- und Haftpflichtversicherung aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung berechnet. Die Anteile der Rückversicherer am technischen Zinsertrag wurden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.Aus den im Vorjahr übernommenen Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für eigene Rechnung erzielten wir einen Gewinn von 21.415 Tsd. € (Vj 35.662 Tsd. €). Nichtversicherungstechnische RechnungErträge aus KapitalanlagenIm Abgangsergebnis aus Kapitalanlagen sind Währungskursgewinne in Höhe von 2 Tsd. € (Vj. 3 Tsd. €) enthalten. Ergebnis aus dem Abgang von KapitalanlagenIm Abgangsergebnis aus Kapitalanlagen sind Währungskursgewinne in Höhe von 3 Tsd. € (Vj. 5 Tsd. €) enthalten. Sonstige AufwendungenDie sonstigen Aufwendungen enthielten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2 Tsd. € (Vj. 2 Tsd. €) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 3 Tsd. € (Vj. 11 Tsd. €). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Ertrag aus Steuern vom Einkommen für Vorjahre in Höhe von 1.594 Tsd. € (Vj. 500 Tsd. €) resultiert im Wesentlichen aus der steuerlichen Neubewertung von Agio-Papieren. Geschäftsjahressteuern für das laufende Jahr fallen aufgrund des Verlustes nicht an. Sonstige AngabenMitglieder des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind am Anfang dieses Berichts aufgeführt. Bezüge des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat erhielt für seine Tätigkeit keine Vergütung. Bezüge des VorstandsDer Vorstand ist in weiteren Gesellschaften der Generali Gruppe tätig und erhält von der Dialog Versicherung AG keine Bezüge. Gewährte Vorschüsse und Kredite sowie HaftungsverhältnisseDen Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Zu ihren Gunsten bestehen keine Haftungsverhältnisse. Anzahl der Mitarbeiter im JahresdurchschnittDie Dialog Versicherung AG beschäftigt keine Mitarbeiter. Gesamthonorar des AbschlussprüfersDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers aufgeteilt nach Leistungsarten wird im Konzernabschluss der Assicurazioni Generali S.p.A. (Triest/Italien) angegeben. KonzernverbindungenDie Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Assicurazioni Generali S.p.A. (Triest/Italien). Die Assicurazioni Generali S.p.A. erstellt einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) für die gesamte Generali Gruppe. Sie hinterlegt ihn an ihrem Geschäftssitz und reicht ihn beim italienischen Handelsregister ein. Beherrschungs- und ErgebnisabführungsvertragDie Gesellschaft hat am 07.12.2018 mit der Generali Deutschland AG, mit Sitz in München, als herrschender Gesellschaft, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Dieser wurde am 12.12.2018 in das Handelsregister der Dialog Versicherung AG eingetragen. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und andere nicht in der Bilanz enthaltene GeschäfteDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB beläuft sich auf Tsd. 2.165 Tsd. € (Vj. 2.645 Tsd. €). Hierbei handelt es sich ausschließlich um andere sonstige finanzielle Verpflichtungen. Als Mitglied im Verein Verkehrsopferhilfe e.V. sind wir verpflichtet dem Verein die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Diese bemessen sich an unserem Anteil an den Bruttobeitragseinnahmen in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung in Deutschland. Globale MindeststeuerAm 27.12.2023 wurde das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) im Bundessteuerblatt veröffentlicht. Es soll eine effektive Mindestbesteuerung von Unternehmensgewinnen in Höhe von 15% sicherstellen, unabhängig davon in welchen Ländern diese Gewinne angefallen sind (Bekämpfung sogenannter Steueroasen). Wird diese effektive Steuerlast nicht bereits durch die Anwendung der weiterhin gültigen nationalen steuerlichen Vorschriften (in Deutschland z.B. des Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuergesetzes) erreicht, wird eine Ergänzungssteuer erhoben. Das Gesetz ist erstmals auf das Geschäftsjahr 2024 anzuwenden und hat keine Auswirkung auf den Jahresabschluss 2023. Als Teil der Generali Group unterliegt unsere Gesellschaft den Regelungen der globalen Mindestbesteuerung. Im Rahmen eines internationalen Projektes legen wir die Grundlagen, um deren Anforderungen zu erfüllen (u.a. Steuererklärungspflichten). Weil die Bemessungsgrundlage für die globale Mindestbesteuerung von der weiterhin gültigen nationalen Steuerbemessungsgrundlage abweicht, können gegenwärtig keine quantitativen Aussagen getroffen werden. NachtragsberichtEs sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.
München, 15. Februar 2024 Dialog Versicherung Aktiengesellschaft Der Vorstand Roland Stoffels, Vorsitzender Nils Heise Dr. Melanie Kramp Dr. Florian Sallmann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dialog Versicherung Aktiengesellschaft, München Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Dialog Versicherung Aktiengesellschaft, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dialog Versicherung Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft im Abschnitt "Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden". Risikoangaben sind im Lagebericht im Abschnitt Risiken der zukünftigen Entwicklung und deren Steuerung enthalten. DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSSDie Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft beträgt EUR 836,6 Mio. Dies entspricht 83,0 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft. Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle setzt sich aus verschiedenen Teilschadenrückstellungen zusammen. Die Rückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle bilden hiervon den wesentlichen Teil. Die Bewertung der Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe und ist daher stark ermessensbehaftet. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern hat unter Beachtung des Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen. Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall geschätzt. Für unbekannte Versicherungsfälle werden Spätschadenrückstellungen gebildet, die überwiegend nach Erfahrungssätzen berechnet werden; dabei kommen anerkannte versicherungsmathematische Verfahren zur Anwendung. In ausgewählten Sparten und Anfalljahren erfolgt unter Berücksichtigung der tatsächlichen Schadenzahlungen in der Vergangenheit eine Anpassung der Rückstellung für Versicherungsfälle durch versicherungsmathematisch ermittelte Abschläge. Das Risiko besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch zu erwartenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Bei den unbekannten Schadenfällen besteht daneben das Risiko, dass diese nicht in zutreffendem Umfang geschätzt werden. UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNGBei der Prüfung der Rückstellung für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende wesentlichen Prüfungshandlungen durchgeführt: Wir haben uns einen grundlegenden Überblick über den Prozess zur Ermittlung der Rückstellungen verschafft, wesentliche Kontrollen identifiziert, die auf eine sachgerechte Erfassung und Bearbeitung von Versicherungsfällen abzielen, und diese auf ihre Angemessenheit und Wirksamkeit hin getestet. Auf Basis einer bewussten Auswahl haben wir die Ordnungsmäßigkeit der Aktenführung und die Höhe einzelner, bekannter Schadenrückstellungen anhand der Aktenlage für verschiedene Versicherungszweige und -arten nachvollzogen. Wir haben die Berechnung der Gesellschaft zur Ermittlung der Rückstellung für unbekannte Versicherungsfälle für ausgewählte Sparten nachvollzogen. Dabei haben wir insbesondere die Herleitung der geschätzten Anzahl der Schäden und deren Höhe auf der Grundlage historischer Erfahrungen und aktueller Entwicklungen gewürdigt. Wir haben das Verfahren zur Anpassung der Rückstellung für Versicherungsfälle hinsichtlich konsistenter Anwendung, zutreffender Datenübernahme und korrekter Berechnung für ausgewählte Sparten nachvollzogen. Die tatsächliche Entwicklung der im Vorjahr gebuchten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir anhand der Abwicklungsergebnisse analysiert. Anhand eines Zeitreihenvergleichs insbesondere von Schadenstückzahlen, Schadenhäufigkeiten, durchschnittliche Schadenhöhen und Abwicklungsgeschwindigkeiten sowie der Geschäftsjahres- und bilanziellen Schadenquoten haben wir die Entwicklung der Schadenrückstellung analysiert. Wir haben eigene aktuarielle Reserveberechnungen für ausgewählte Segmente durchgeführt, die wir auf Basis von Risikoüberlegungen ausgewählt haben. Hierbei haben wir jeweils eine Punktschätzung vorgenommen und diese mit den Berechnungen der Gesellschaft verglichen. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGENDie verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen und wurden korrekt angewendet. Die zugrunde liegenden Annahmen wurden in geeigneter Weise abgeleitet. Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für die sonstige Information "Bericht des Aufsichtsrats" verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 24. Februar 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Dezember 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der Dialog Versicherung Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung erbracht: Für das geprüfte Unternehmen haben wir die Prüfung der Solvabilitätsübersicht sowie die Prüfung des Berichtspaketes nach IFRS und Solvency II erbracht. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dirk Hildebrand.
München, den 28. Februar 2024 KPMG
AG
Hildebrand, Wirtschaftsprüfer Sotow, Wirtschaftsprüfer ImpressumDialog Versicherung AG Adenauerring 7 81737 München Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 234855 www.dialog-versicherung.de Datum der Feststellung 07.03.2024 |
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