Plastic Omnium Auto Components GmbH

Walter-Gropius-Straße 17, 80807 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 170327
Eingetragen
17.10.2007
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Plastikteilen für Kraftfahrzeuge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ashwin Prakash
seit 21.7.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Pablo Daniel Farina
seit 23.1.2023
Prokura
Tommy Pitsch
seit 30.11.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
OPmobility SEFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
OPmobility Holding Germany GmbH
Germany
5.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Plastic Omnium Auto Components GmbH

München

Jahresabschluss/Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Plastic Omnium Auto Components GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Plastic Omnium Auto Components GmbH, München - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Plastic Omnium Auto Components GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 13. Juli 2022

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Jean-Marc Fournier, Wirtschaftsprüfer

Patrick Riedel, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Software 17.771.275,96 14.789,59
17.771.275,96 14.789,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.283.290,69 2.719.732,86
2. technische Anlagen und Maschinen 48.208.385,63 1.269,56
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.530,89 150.416,88
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 255.763,89 33.144,87
51.900.971,10 2.904.564,17
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.026.015,52 7.026.015,52
76.698.262,58 9.945.369,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.432.738,48 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 48.227.937,94 0,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.680.743,27 0,00
56.341.419,69 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 392.722,43 559.578,48
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.333.707,01 6.406.611,13
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 24.395.736,76
4. sonstige Vermögensgegenstände 2.817.791,97 104.217,21
44.544.221,41 31.466.143,58
III. Guthaben bei Kreditinstituten 366.659,85 13.925,17
101.252.300,95 31.480.068,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 166.289,68 87.963,26
178.116.853,21 41.513.401,29

Passiva

31.12.2020 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Kapitalrücklage 14.149.502,32 8.499.502,32
19.149.502,32 13.499.502,32
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellung 877.184,88 448.356,00
2. sonstige Rückstellungen 11.006.756,46 1.601.248,29
11.883.941,34 2.049.604,29
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40.289.389,27 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.192.151,57 315.227,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 75.340.795,77 25.169.284,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 9.544.122,94 0,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 5.716.950,00 479.782,94
-davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 62.644,29 (Vorjahr: EUR 69.450,6)
-davon aus Steuern EUR 1.348.568,75 (Vorjahr: EUR 420.271,6)
147.083.409,55 25.964.294,68
147.083.409,55 25.964.294,68
178.116.853,21 41.513.401,29

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 403.874.477,26 49.598.656,83
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 34.562.056,78 0,00
3. sonstige betriebliche Erträge 5.671.037,11 456.028,30
444.107.571,15 50.054.685,13
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -205.123.002,57 -162.290,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -150.645.712,74 -16.149.399,26
-355.768.715,31 -16.311.689,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -15.398.532,38 -13.382.679,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.221.566,22 -2.046.613,34
-davon für Altersversorgung TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 13,7) -17.620.098,60 -15.429.292,74
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -22.077.326,62 -390.434,10
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -36.041.018,44 -13.923.494,65
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,02 0,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -27.469.699,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.040.596,03 -587.117,31
-davon an verbundenen Unternehmen TEUR 861 (Vorjahr: TEUR 584,1)
-davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1,0)
11. Ergebnis nach Steuern 9.559.816,17 -24.057.042,15
12. sonstige Steuern -15.693,23 -338.694,61
13. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen ausgeglichener Verlust 0,00 24.395.736,76
14. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen abgeführte Gewinne -9.544.122,94 0,00
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss der Plastic Omnium Auto Components GmbH, München, Amtsgericht München, HRB 170327, zum 31. Dezember 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Gesetzes die Gesellschaften mit beschränkter Haftung betreffend aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 Abs. 3 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

COVID-19-Pandemie

Das Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2020 von der COVID-19-Pandemie betroffen. Dadurch ist die Vergleichbarkeit der Zahlen mit dem Vorjahr eingeschränkt. In strikter Einhaltung der von den lokalen Behörden ergriffenen Maßnahmen und aufgrund der Stilllegung der Produktionsketten der Automobilhersteller war das Unternehmen in 2020 gezwungen, seine eigenen Produktionsstätten Ende März 2020 vorübergehend zu schließen. Die Produktionsstätten wurden sukzessive im Zeitraum von Mitte Mai 2020 bis Mitte Juni 2020 wieder hochgefahren. Zusätzlich wurden notwendige Maßnahmen ergriffen, um sich an die neue Situation anzupassen. In Deutschland wurden Maßnahmen zur Kurzarbeit in den Forschungs- und Entwicklungs- sowie in den Verwaltungszentren in Anspruch genommen, sowie auch in der mexikanischen Betriebsstätte.

Verschmelzung

Rückwirkend zum 1 Januar 2020 wurde die Plastic Omnium Composites GmbH, München als übertragender Rechtsträger auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 9. November 2020 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der Plastic Omnium Auto Components GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurdeam 30. November 2020 durch Eintragung in das Handelsregister rechtswirksam und fand zu Buchwerten und ohne Kapitalerhöhung statt.

Im Zuge der Verschmelzung gingen die Betriebsstätten der Plastic Omnium Composites GmbH in Mexiko in Ramos Arizpe/Coahuila, Silao/Guanajuato, Puebla/Puebla, San Luis Potosi/San Luis Potosi und Aguascalientes/ San Louis Potosi auf die Plastic Omnium Auto Components GmbH über. Aus diesen Betriebsstätten (POAC Mexiko) werden die Kunden Chrysler, Caterpillar, General Motors, Daimlel, Volkswagen und HBPO mit Stoßfängern, Heckklappen und weiteren Plastikteilen direkt beliefert. Die Rechnungsstellung an die Kunden erfolgt über die Gesellschaft Plastic Omnium Auto Exteriores S.A. de C.V. Der Vertrag mit dem Kunden besteht dementsprechend auch mit der Plastic Omnium Auto Exteriores S.A. de C.V, lediglich die Lieferung wird durch die POAC durchgeführt.

Business Unit Eastern Europe

Die POAC leitet die Business Unit Central and Easten Europe, zu der neben den deutschen Gesellschafen auch die IES Gesellschaften in Belgien, in der Slowakei und in Polen gehören. In 2019 wurde die zu diesem Zeitpunkt (noch) bestehende Business Unit Europe (neben der vorgenannten Gesellschaften gehörten auch die IES Gesellschaften in Spanien, UK und Frankreich zu der Buisness Unit Europe) von der Plastic Omnium Composites GmbH geführt; zu den Änderungen verweisen wir auch auf den Jahresabschlussbericht der Plastic Omnium Composites GmbH für das Geschäftsjahr 2019. In 2020 wurde die Business Unit Europe wieder in zwei separat geführte Business Units aufgeteilt (Business Unit Central and Eastern und Business Unit Western Europe).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens sowie des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, durchgeführt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, die der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibung auf das Anlagevermögen und Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Unter den unfertigen Leistungen werden noch nicht abgerechnete Leistungen für Entwicklungsprojekte und Werkzeugherstellung ausgewiesen, welche nach der Completed Contract Methode bilanziert werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten angesetzt. Soweit erforderlich, werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf sonstige Forderungen Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden gemäß den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bei Bestehen einer rechtlichen oder faktischen Verpflichtung in Höhe des voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre unter der pauschalen Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird und 1,60 % (Vorjahr 1,97 %) beträgt, abgezinst. Für die Rückstellung für Altersteilzeit wurde als Gehaltstrend 2,5 % (Vorjahr 2,0%) angewendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

In den mexikanischen Betriebsstätten anfallende Geschäftsvorfälle werden systemseitig mit dem jeweiligen Kurs zum Transaktionszeitpunkt in EURO umgerechnet.

Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die zu den Konsolidierungskreisen der Compagnie Plastic Omnium S.A. und der Burelle S.A., Lyon, Frankreich gehören.

Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin nicht angesetzt, da latente Steuern soweit beim Organträger zu erfassen sind.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) Anlagevermögen

Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge im Zusammenhang mit einer Verschmelzung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Software 266,14 33.447,19 7.567,32 -7.081,96 0,00 34.198,69
266,14 33.447,19 7.567,32 -7.081,96 0,00 34.198,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.411,22 1.077,62 8,04 0,00 0,00 16.496,88
2. technische Anlagen und Maschinen 1.006,49 82.027,55 6.408,59 0,00 1.825,87 91.268,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 698,50 256,35 3,83 0,00 28,23 986,92
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33,14 2.047,12 29,60 0,00 -1.854,10 255,76
17.149,36 85.408,64 6.450,06 0,00 0,00 109.008,07
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 34.495,71 0,00 0,00 0,00 0,00 34.495,71
51.911,22 118.855,83 14.017,38 -7.081,96 0,00 177.702,47
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge im Zusammenhang mit einer Verschmelzung Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Software -251,35 -13.886,15 -9.266,73 6.976,83 0,00 -16.427,41
-251,35 -13.886,15 -9.266,73 6.976,83 0,00 -16.427,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten -12.691,49 -127,69 -394,41 0,00 0,00 -13.213,59
2. technische Anlagen und Maschinen -1.005,22 -29.714,27 -12.340,62 0,00 0,00 -43.060,11
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -548,09 -209,75 -75,56 0,00 0,00 -833,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
-14.244,80 -30.051,71 -12.810,59 0,00 0,00 -57.107,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen -27,469,70 0,00 0,00 0,00 0,00 -27.469,70
-41.965,85 -43.937,86 -22.077,33 6.976,83 0,00 -101.004,21
Nettobuchwert
31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten und Software 17.771,28 14,79
17.771,28 14,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.283,29 2.719,73
2. technische Anlagen und Maschinen 48.208,39 1,27
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153,53 150,42
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 255,76 33,14
51.900,97 2.904,56
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.026,02 7.026,02
76.698,26 9.945,37

Aufgrund der Verschmelzung sind immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zum 1. Januar 2020 mit einem Restbuchwert von TEUR 74.918 hinzugekommen, aufgeteilt in Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von TEUR 118.856 und kumulierte Abschreibungen in Höhe von TEUR 43.938.

Die Zugänge zu den Abschreibungen beinhalten TEUR 3.429 Sonderabschreibungen auf Werkzeugprojekte.

Aufgrund der Verschmelzung sind konzernintern entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände i.H.v. TEUR 33.447 hinzugekommen. Ausgewiesen werden Entwicklungs- und Projektierungskosten (Anpassungsentwicklung), um neue Produkte oder Prozesse für einen Kunden zu planen oder zu entwerfen, sowie die Serienproduktion im definierten Produktionsstandort zu implementieren. Die Abschreibungen auf Entwicklungs- und Projektierungskosten erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 3 Jahre.

(2) Vorräte

Die aufgrund der Verschmelzung hinzugekommenen Vorräte setzen sich zum Jahresende wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO
TEUR TEUR TEUR 31.12.2019
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.433 0 6.433 7.574
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 48.228 0 48.228 18.534
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.681 0 1.681 1.772
56.342 0 56.342 27.880

Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten projektbezogene Entwicklungsleistungen und Prototypen in Höhe von TEUR 46.892 (Vorjahr: TEUR 16.865). Diese sind abhängig von den Modellwechseln bei den Automobilherstellern.

Langfristige Projektaufträge werden nach der Completed Contract Methode bewertet, d.h. die angefallenen Entwicklungskosten werden als unfertige Leistungen aktiviert und Teilabrechnungen als erhaltene Anzahlungen erfasst. Mit dem Start der Produktion und der Fertigstellung der Werkzeuge werden die unfertigen Erzeugnisse und Umsätze ergebniswirksam erfasst.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Dritte bestehen in Höhe von TEUR 393 (Vorjahr: TEUR 560; Vorjahr: POCO: TEUR 253).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Berichtsjahr aufgrund der Verschmelzung angestiegen und belaufen sich auf TEUR 41.334 (Vorjahr: TEUR 6.407; POCO: TEUR 55.584). Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungen aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr innerhalb der Plastic Omnium Gruppe, sowie Cash Pool Forderungen im Rahmen des bestehenden Cash-Pool-Agreements mit einer Schwestergesellschaft (Plastic Omnium Finance, Levallois, Frankreich).

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Cash pool Forderungen 13.657 0 13.657 0
Forderungen aus L&L 27.621 6.407 21.214 41.728
Noch abzurechnende Projekte 55 0 55 13.856
Forderungen gegen Verb. Untern. 41.333 6.407 34.926 55.584

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.818 setzen sich vor allem aus Quellensteuer zusammen (Vorjahr: TEUR 104):

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzsteuer 0 79 -79 0
Quellensteuer & andere Steuern 2.770 0 2.770 3
Sonstige (Debitorische Kreditoren) 48 25 23 0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.818 104 2.714 3

(4) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Es ist eine Rechnungsabgrenzung für Versicherungsaufwendungen, IT- Aufwendungen und Schulungsaufwendungen in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 88) ausgewiesen.

(5) Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25. Am 5. Dezember 2008 haben die Gesellschafterversammlungen der Plastic Omnium Auto Components GmbH, München (Organgesellschaft), und der Plastic Omnium GmbH, München (Organträger), einen Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag beschlossen. Der Gesellschafterbeschluss wurde am 16. Dezember 2014 zuletzt geändert. Die Änderung wurde am 30. Dezember 2014 im Handelsregister bekannt gemacht. Ertragsteuerlich ergibt sich dadurch ein Organschaftsverhältnis i.S.d. §§ 14ff. KStG.

Aufgrund der Verschmelzung der Plastic Omnium Composites GmbH auf die Plastic Omnium Auto Components GmbH erhöht sich die Kapitalrücklage der Plastic Omnium Auto Components GmbH zum 31.12.2020 von TEUR 8.499,5 auf TEUR 14.149,5. Der Anstieg beruht auf dem ehemaligen Stammkapital der POCO in Höhe von TEUR 150 und der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.500.

(6) Steuerrückstellungen

Enthalten sind TEUR 877 (Vorjahr: TEUR 448; POCO: TEUR 0) für Grunderwerbssteuern aus der Aquisition der POAE und ihres Grundvermögens im Jahr 2016.

(7) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Ausstehende Rechunungen 9.798 827 8.971 5.766
Rückstellung für Prämien 654 364 290 293
Resturlaubsansprüche 218 131 87 143
Berufsgenossenschaftsbeiträge 105 117 -12 4
Jubiläum und Altersteilzeit 104 67 37 0
Übrige 128 96 32 58
Sonstige Rückstellungen 11.007 1.601 9.405 6.264

Von den Rückstellungen für ausstehende Rechnungen entfällt ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 2.761 (Vorjahr: TEUR 474; POCO: TEUR 16) auf verbundene Unternehmen.

Die Position "Übrige" enthält Rückstellungen für Restrukturierung sowie für sonstige Personalkosten.

(8) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten g Kreditinstituten 0 0 0 1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellung 40.289 0 40.289 21.523
Verbindlichkeiten aus L&L 16.192 315 15.877 21.051
Verbindlichkeiten verbundene Unt. 75.341 25.169 50.172 86.039
Verbindlichkeiten ggü Gesellschafter 9.544 0 9.544 16.761
Sonstige Verbindlichkeiten 5.717 480 5.237 1.475
Verbindlichkeiten 147.083 25.964 121.119 146.850

Sämtliche Verbindlichkeiten - mit Ausnahme des endfälligen Darlehens gegenüber Compagne Plastic Omnium in Höhe von TEUR 44.043 aus der Verschmelzung mit der Plastic Omnium Composites GmbH - haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von 3 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Cash pool Verbindlichkeiten 33 23.204 -23.171 1.794
Darlehensverbindlichkeit 44.043 0 44.043 44.043
Verbindlichkeiten aus L&L 31.265 1.965 29.300 40.204
Verbindlichkeiten ggü. Verb. Untern. 75.341 25.169 50.172 86.041

In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 9.544 (Vorjahr: TEUR 0; Vorjahr POCO: TEUR 16,761) enthalten. Im Vorjahr hat die POAC einen Verlust in Höhe von TEUR 24.396 als Forderung gegen Gesellschafter ausgewiesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung POCO 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehalt 1.564 10 1.554 996
Lohnsteuerverbindlichkeiten 434 420 14 78
Sozialversicherung 13 0 13 24
Umsatzsteuer 3.682 0 3.682 330
Sonstige 24 60 -36 47
Sonstige Verbindlichkeiten 5.717 490 5.227 1.475

(9) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen
fällig bis zu 1 Jahr 1.425 1.321
fällig mehr als 1 Jahr 3.189 3.178
fällig nach mehr als 5 Jahren 128 128
Total 4.614 4.499

In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Miet- und Leasingverträge für von der Gesellschaft genutzte Vertriebs- und Verwaltungsgebäude an verschiedenen Standorten in Deutschland enthalten. Die jährlichen Miet- und Leasingzahlungen für diese Objekte betragen TEUR 800. Die Verträge haben Laufzeiten bis zu 5 Jahren. Für die Gesellschaft resultieren Risiken aus den vertraglich vereinbarten üblichen Kündigungsrechten. Zweck des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen ist u. a. die Liquiditätsverschonung, die Bilanzneutralität und eine transparente Kalkulationsgrundlage.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

POAC 01.01.2020-31.12.2020 POAC 01.01.2019-31.12.2019 POCO 01.01.2019-31.12.2019
TEUR TEUR TEUR
Umsatz nach geographischen Regionen
Deutschland 11.654 11.970 5.562
Ausland (incl. USA & Mexiko) 392.220 37.629 510.702
Umsatzerlöse gesamt 403.874 49.599 516.264
Umsatz nach Tätigkeitsbereichen
Teile (Produktionsumsatz) 344.766 134 457.276
Werkzeugfertigung und -entwicklung 5.746 0 52.658
Dienstleistungen 48.921 49.465 0
Sonstige 4.441 0 6.330
Umsatzerlöse gesamt 403.874 49.599 516.264

Die Umsätze sind auf Grund der Verschmelzung vor allem im Bereich des Produktionsumsatzes der mexikanischen Betriebstätten stark angestiegen, auch wenn dieser durch Covid 19-bedingte Schließungen der Werke von Anfang April 2020 und der sukzessiven Wiedereröffnung in den Monaten Mai/ Juni 2020 geringer ausfallen als im Vorjahreszeitraum.

In den Dienstleistungsumsätzen sind u.a. Mieteinnahmen enthalten.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 248) für die Auflösung von Rückstellungen enthalten. Auf Fremdwährungsgewinne entfällt ein Betrag von TEUR 4.017 (Vorjahr: TEUR 124; POCO: 3.823).

POAC 01.01.2020-31.12.2020 POAC 01.01.2019-31.12.2019
TEUR TEUR
Fremdwährungseffekte 4.017 124
Sonstige 1.654 332
Sonstige betriebliche Erträge 5.671 456

(3) Personalaufwand

Die Nutzung von Kurzarbeit in Deutschland in Folge der COVID-19-Pandemie führte zu Erstattungen von Kurzarbeitergeld von der Bundesagentur für Arbeit, die im Personalaufwand in Höhe von insgesamt TEUR 80 enthalten sind. Ebenfalls enthalten sind die seitens des Arbeitgebers gewährten Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 61.

(4) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kostenweiterbelastungen von Schwestergesellschaften & Royalties in Höhe von TEUR 9.124 (Vorjahr: TEUR 3.369; POCO: TEUR 8.750) sowie umsatzabhängige Aufwendungen in Form von IT- Fees und Management Fees in Höhe von insgesamt TEUR 23.421 (Vorjahr: TEUR 26.421) enthalten. Zudem enthält der Posten Miet- und Leasingaufwendungen i.H.v. insgesamt TEUR 1.664 (Vorjahr: TEUR 1.706; POCO: TEUR 16).

(5) Finanzergebnis

Die Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Zinsen für Cash Pool i.H.v. TEUR 861 (Vorjahr: TEUR 584; POCO: TEUR 5.328) sowie Zinsen für das Darlehen i.H.v. TEUR 2.179 (Vorjahr: TEUR 0; POCO: TEUR 1.882) mit der Plastic Omnium Compagnie S.A..

(6) Sonstige Steuern

Bei den sonstigen Steuern handelt es sich um Grundsteuern in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 339; POCO: TEUR 0,2).

(7) Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages mit der Plastic Omnium GmbH an diese abgeführt.

Am 20. Oktober 2020 begann die steuerliche Außenprüfung für die Veranlagungszeiträume 2015- 2018.

V. Sonstige Angaben

(1) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Einkäufe Verkäufe
TEUR TEUR
sonstige Dienstleistungen 120.445 45.784
Zinsen 2.587 0
Fertige Erzeugnisse 3.059 342.135
Entwicklungsleistung 46.370 3.399
Rohstoffe 3.563 92
Managementleistung 22.312 4.075
198.337 395.485

(2) Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft:

POAC 2020 Anzahl POAC 2019 Anzahl Differenz in % POCO 2019 Anzahl
Angestellte 135 138 -2,17 15
Praktikanten 0 7 -100 0
135 145 -6,9 15

(3) Geschäftsführung

Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:

Herr Bryan Barr, Maisons-Laffitte, Frankreich, Vice President Finance & Information Technology, Plastic Omnium Auto Exterior, Levallois, Paris/Frankreich. (bis 8. Februar 2021)

Herr Patrick Le Garrec, Geschäftsführer, President & CEO Business Unit Europe, Plastic Omnium Auto Exterior, Levallois, Paris/Frankreich. (bis 30. März 2020).

Herr Pierre-Henri Marie Desportes, Geschäftsführer, CEO Business Unit Central Europe, Plastic Omnium Auto Exterior, Levallois, Paris/Frankreich. (ab 30. März 2020)

Herr Olivier Henri Dabi, Geschäftsführer, CFO and Information Systems Vice President, Intelligent Exterior Systems, Levallois, Paris/Frankreich (ab 8. Februar 2021)

Herr Bryan Barr und Herr Patrick Le Garrec haben im Geschäftsjahr 2020 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Absatz 4 HGB im Zusammenhang mit den Angaben zu § 285 Nr. 9a HGB wurde Gebrauch gemacht.

(4) Anteile an verbundene Unternehmen

Beteiligung Eigenkapital zum 31. Dezember 2020 Beteiligung Jahresfehlbetrag 2020
in TEUR in % inTEUR
Plastic Omnium Automotive Exteriors GmbH, München 7.031 100 -78.265

(5) Konzernzugehörigkeit

Die Muttergesellschaft der Plastic Omnium Auto Components GmbH ist die Plastic Omnium GmbH mit Sitz in München, Deutschland. Diese Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Burelle S.A., Lyon, Frankreich einbezogen. Dies stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Weiterhin wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Compagnie Plastic Omnium S.A., Lyon, Frankreich, als kleinstem Konsolidierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft auf Anfrage, oder unter https://www.plasticom- nium.com/fr/finance/nos-resultats.html erhältlich.

Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teilkonzern der Gesellschaft besteht nach § 291 Abs. 2 HGB nicht, da die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Plastic Omnium S.A., Paris (Frankreich), einbezogen wird. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den von der EU übernommenen IFRS aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Wesentliche Bewertungsunterschiede zwischen den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungsgrundsätzen und den im Konzernabschluss verwendeten IFRS betreffen unterschiedliche Abschreibungsdauern bei den Posten des Anlagevermögens, die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen sowie die Ermittlung der latenten Steuern.

Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers unterbleibt gemäß § 285 Nr. 17 letzer Satzteil HGB, da es in dem die Plastic Omnium Auto Components GmbH einbeziehenden Konzernabschluss der Burelle S.A, Lyon, enthalten ist.

VI. Nachtragsbericht

Bisher sind von der Ukraine-Krise weder die mexikanischen, noch die amerikanischen PO Standorte betroffen. Zurzeit gibt es keine absehbaren Risiken seitens Kunden und Lieferanten bezüglich Unterbrechung der Produktions- bzw. Lieferketten, sowie erhebliche Preisänderungen.

Der deutsche Standort der Entwicklungs- und Vetriebszentrale ist von den Auswirkungen der Ukraine-Krise ebenfalls noch nicht betroffen. Jedoch besteht das Risiko im Zusammenhang mit umsatzbezogenen Intercompany Verrechnungen, da ein Teil der PO Intercompany Produktionsstätten bereits von Auswirkungen wie Produktionsstopp durch den Kunden, als auch durch Lieferengpässe der Lieferanten betroffen sind.

Für die Zukunft ist die Entwicklung der aus der Krise resultierenden Auswirkungen sehr schwer abschätzbar, besonders im Bezug auf eventuelle Preissteigerungen. Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Risikobericht" des Lageberichts.

 

München, den 1. Juni 2022

Olivier Henri Dabi

Pierre-Henri Marie Desportes

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1 Januar bis 31. Dezember 2020

Inhalt

1. Grundlagen

Geschäftstätigkeit

Anwendungs-Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf

Lage

Ertragslage

Finanzlage Vermögenslage

3. Chancen- und Risikobericht

4. Prognosebericht

Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur Entwicklung der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen einzelner Länder und Wirtschaftsräume, insbesondere für die Automobilindustrie, zugrunde, die wir auf Basis der uns vorliegenden Informationen getroffen haben und die wir zurzeit als realistisch ansehen. Die Einschätzungen sind mit Risiken behaftet, und die tatsächliche Entwicklung kann von der erwarteten abweichen. Sollte es daher in den wichtigsten Absatzmärkten unserer Kunden zu unerwarteten Nachfragerückgängen oder zu einer Stagnation kommen, wird das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. Darüber hinaus kann es auch zu Abweichungen von der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung kommen, wenn dargestellte Einschätzungen zu wertsteigernden Faktoren und Risiken sich anders verhalten als derzeit von uns erwartet oder sich zusätzliche Risiken oder sonstige den Geschäftsverlauf negativ beeinflussende Faktoren ergeben.

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Plastic Omnium Auto Components (im Folgenden "POAC" genannt) ist ein integraler Entwicklungs- und Vertriebsbestandteil der Plastic Omnium Gruppe. Die Plastic Omnium Gruppe, mit Sitz in Frankreich, ist ein Anbieter von Kunststoff Produkten im Außenbereich von Fahrzeugen für global agierende Kunden. In diesem Geschäftsfeld hat sich Plastic Omnium als innovativer und zuverlässiger Partner der Automobilindustrie etabliert.

Die POAC hat ihren Sitz in München und darüber hinaus zwei zusätzliche Standorte in Neu-Isenburg und Wolfsburg.

Die Gesellschaft ist die Global "KeyAccountFunktion" für deutsche Automobilhersteller: Ziel ist es, neue Aufträge zu generieren, die in den deutschen Standorten entwickelt werden, um sie dann zur Produktion an Schwestergesellschaften des Konzerns zu übergeben.

Business Unit Eastern Europe

Die POAC leitet die Business Unit Central and Eastern Europe, zu der neben den deutschen Gesellschafen auch die IES Gesellschaften in Belgien, Slowakei und Polen gehören. In 2019 wurde die zu diesem Zeitpunkt (noch) bestehende Business Unit Europe (neben den vorgenannten Gesellschaften gehörten auch die IES Gesellschaften in Spanien, UK und Frankreich zu der Buisness Unit Europe) von der Plastic Omnium Composites GmbH geführt; zu den Änderungen verweisen wir auch auf den Jahresabschlussbericht der Plastic Omnium Composites GmbH für das Geschäftsjahr 2019. In 2020 wurde die Business Unit Europe wieder in zwei separat geführte Business Units aufgeteilt (Business Unit Central and Eastern und Business Unit Western Europe).

Verschmelzung

Rückwirkend zum 1. Januar 2020 wurde die Plastic Omnium Composites GmbH, München, (im Folgenden "POCO" genannt) als übertragender Rechtsträger auf Grund des Verschmelzungsvertrages vom 9. November 2020 und der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag mit der Plastic Omnium Auto Components GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 11. November 2020 im Handelsregister der Plastic Omnium Composites GmbH und am 11. November 2020 im Handelsregister der Plastic Omnium Auto Components GmbH eingetragen. Die Verschmelzung wurde somit am 11. November 2020 rechtswirksam. Hierdurch erlosch die Plastic Omnium Composites GmbH am 11. November 2020. Die Verschmelzung fand zu Buchwerten und ohne Kapitalerhöhung statt.

Im Zuge der Verschmelzung gingen die Betriebsstätten der Plastic Omnium Composites GmbH in Mexiko in Ramos Arizpe/Coahuila, Silao/Guanajuato, Puebla/Puebla, San Luis Potosi/San Luis Potosi und Aguascalientes/ San Louis Potosi auf die Plastic Omnium Auto Components GmbH über. Aus diesen Betriebsstätten (POAC Mexiko) werden die Kunden Chrysler, Caterpillar, General Motors, Daimlel, Volkswagen und HBPO mit Stoßfängern, Heckklappen und weiteren Plastikteilen direkt beliefert. Die Rechnungsstellung an die Kunden erfolgt über die Gesellschaft Plastic Omnium Auto Exteriores S.A. de C.V. Der Vertrag mit dem Kunden besteht dementsprechend auch mit der Plastic Omnium Auto Exteriores S.A. de C.V, lediglich die Lieferung wird durch die POAC durchgeführt.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Produkte und Technologien wird grundsätzlich von dem gruppeneigenen Entwicklungszentrum "Sigmatech", einer Schwestergesellschaft in Lyon/Frankreich, und Troy in Michigan/US als Dienstleistung für die Business Unit durchgeführt. Dort wird, wegen der erzielbaren Synergieeffekte, der Hauptteil der notwendigen Ressourcen an Mitarbeitern und Ausrüstungsgegenständen vorgehalten. Als Schwestergesellschaft verrechnet Sigmatech die zentralen Kosten an die Business Units weiter. Neben einem seit dem 1. Januar 2002 gültigen Lizenzvertrag über Know-how und fachliche Unterstützung erfolgt die Berechnung projektbezogen. Kundenbezogene Produktentwicklungen, speziell für einen großen Anteil der deutschen Automobilhersteller, werden zunehmend auch von dem Entwicklungszentrum im Rahmen der Anpassungsentwicklung bin München durchgeführt.

Im Jahr 2020 sind bei der POAC in Deutschland insgesamt 22.079 TEUR (VJ: 13.300 TEUR) Entwicklungskosten angefallen. Entsprechend des Geschäftszwecks wurden diese Kosten teilweise an andere Gesellschaften im Konzernverbund weiterbelastet.

Die aufgrund der Verschmelzung hinzugekommene mexikanische Betriebstätte erwirbt Anwendungstechnologie konzernintern entgeltlich und aktiviert diese dann als Immaterielle Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr 2020 wurden in diesem Zusammenhang 7.500 TEUR aktiviert und 6.600 TEUR Abschreibungen hierfür erfasst. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren, da anschließend Facelifts durch die Kunden durchgeführt werden, was für die Gesellschaft dann Änderungsbedarf am Aussehen der gelieferten Produkte und somit an den Werkzeugen bedeutet.

Daneben zahlt die Gesellschaft für die Nutzung der Grundlagentechnologie Lizenzgebühren an den Konzern.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung des Wirtschaftswachstums kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Wirtschaftswachstum

2021 % 2020 % 2019 % 2018 %
Weltweit 6,0 -3,2 2,9 3,7
USA / Nord-Amerika 6,0 -3,4 2,3 2,9
Euro-Währungsraum 4,6 -7,5 1,2 1,9
Deutschland -7,0 -7,0 0,5 1,5

https://de.statista.com/infografik/17818/iwf-prognose-zur-weltwirtschaft/; USA / Nord-Amerika: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-usa/ EU & Deutschland: https://www.dw.com/de/iwf-senkt-prognosen-wie-noch-nie-weltwirtschaft-vor-dramatischer-rezession/a-53117910

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die Wirtschaft erholt sich zunehmend von der Corona-Krise. Allerdings beeinträchtigen ihre Auswirkungen weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Dies geht aus dem Jahresgutachten 2021/22 des Sachverständigenrats hervor.

Es wird erwartet, dass erst im Verlauf des 1. Quartals 2022 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) das Vorkrisenniveau aus dem 4. Quartal 2019 erreicht.

Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2021 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,7 % 1. Für das Jahr 2022 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,8 % prognostiziert 2.

Allerdings könnte die wirtschaftliche Erholung durch länger anhaltende Liefer- und Kapazitätsengpässe oder erneute umfassende pandemiebedingte Einschränkungen weiterhin beeinträchtigt werden. Letztere könnten vermieden werden, wenn die Impfungen der Bevölkerung zunehmen und dadurch Neuinfektionen zurückgehen und neue Virusvarianten eingedämmt werden.

1 Vgl. Seite 47 Jahresgutachten Sachverständigenrat 2021/22
2 Vgl. Tabelle 3, Seite 48, Jahresgutachten Sachverständigenrat 2021/22

Bleiben die Liefer- und Kapazitätsengpässe länger bestehen und setzen sich die Preissteigerungen für die Energie fort, könnte dies die Industrieproduktion und den Außenhandel weiter belasten, der für Deutschland essenziell ist. Darüber hinaus ist der Fachkräftemangel mehr denn je aktuell.

Andererseits könnten die in den letzten Jahren aufgestauten Konsum- und Investitionsnachfragen für einen dynamischeren Aufschwung sorgen, vorausgesetzt, dass die Liefer- und Kapazitätsengpässe schneller überwunden werden.

Die Inflation, die u. a. durch hohe Energiekosten, Kostensteigerungen aufgrund von Liefer- und Transportengpässen etc. maßgeblich voranschreitet, könnte durch deutlich höhere Lohnabschlüsse zusätzlich beschleunigt werden.

Der Sachverständigenrat erwartet, dass die Effektivlöhne im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % 3 steigen.

Positive Signale sind auch auf dem Arbeitsmarkt erkennbar. Die Erwerbstätigkeit stieg zwischen Januar und August 2021 um rund 279.000 Personen an. Dies ist ein Plus von 0,6 % 4 gegenüber dem Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote ist von 5,9 % im Jahr 2020 auf 5,7 % 5 im Jahr 2021 gesunken.

Das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) rechnet nach den Lockdowns mit einer kräftigen Konjunktur und einer weiteren Erholung des Arbeitsmarktes. Bestimmte Arbeitsbereiche, wie z. B. die Event-Branche werden in Folge der Corona-Krise weiterhin belastet sein. Allerdings haben sich viele Wirtschaftsbereiche erholt. Darüber hinaus dürften mit der digitalen und ökologischen Transformation, die nun zunehmend im Fokus steht, sich die Anforderungen an bisherige Arbeitsplätze verändern und neue Arbeitsplätze entstehen. Das IAB zieht folgendes Fazit: Der Arbeitsmarkt befindet sich auf Erholungskurs. Allerdings verlagert sich der Fokus von akuten Krisenwirkungen auf strukturelle Hausforderungen. Die o.g. Transformation der Wirtschaft sowie der lang bekannte demographische Wandel bewirken Umbrüche in der Beschäftigung. Der weitere Erfolg des Arbeitsmarkts hängt davon ab, wie gut diese Veränderungen bewältigt werden 6.

Die konjunkturelle Lage hat sich im Laufe 2021 zunehmend erholt. Die Unsicherheiten über die kommende wirtschaftliche Entwicklung sind jedoch weiterhin deutlich höher als in der Vorkrisenzeit. Sollte der Pandemieverlauf erneut umfassende Einschränkungen notwendig machen, könnte dies die Erholung wieder negativ beeinflussen.

3 Vgl. Tabelle 9, Seite 78, Jahresgutachten Sachverständigenrat 2021/22
4 Vgl. Seite 68, Jahresgutachten Sachverständigenrat 2021/22
5 Vgl. Tabelle 5, Seite 68, Jahresgutachten Sachverständigenrat 2021/22
6 Vgl. Seite 4-12, IAB-Kurzbericht 20/2021

Außerdem kann man die wirtschaftlichen Folgen aufgrund der aktuell prekären internationalen politischen Situation nicht abschätzen, insbesondere die Entwicklung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine.

"Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2020 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 5,0% niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7%. Die Corona-Pan- demie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7% zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4%. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten." 7

Für das Jahr 2020 war nur mit einer verhaltenen Entwicklung der Konjunktur zu rechnen; in der Jahresprojektion ging die Bundesregierung von einem Wachstum in Höhe von 1,1% aus. Risiken für die Konjunktur lagen insbesondere im außenwirtschaftlichen Umfeld: Die internationalen Handelskonflikte sowie geopolitische Risiken und die davon ausgehende Unsicherheit wirkten dämpfend auf den Welthandel und die globale Industrieproduktion. Zudem schufen die Diskussionen um den Brexit bis zuletzt ein hohes Maß an politischer Unsicherheit. Dies hat auch die Wachstumsdynamik in Europa beeinträchtigt.

Die Bundesregierung rechnete damit, dass sich der Abbau der Arbeitslosigkeit im Zuge der konjunkturellen Erholung im späteren Jahresverlauf allmählich wieder fortsetzen wird. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich bei 5,0% bleiben. 8

"Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) stellt die Welt vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Nachdem das Virus im Dezember 2019 in China zum ersten Mal beobachtet wurde, breitet es sich inzwischen weltweit aus. Zur Eindämmung des Virus wurden in vielen Ländern weitreichende gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen getroffen, welche die sozialen Kontakte stark einschränken.

7 Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14. Januar 2021: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811 .html
8 Quelle: https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-2020.html

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu reduzieren und eine Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Es ist schwer absehbar, wie lange die gesundheitspolitischen Maßnahmen in Kraft bleiben müssen und wann sich das gesellschaftliche Leben wieder normalisiert." 9

9 Quelle: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/sondergutachten-2020.html

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW fuhren allesamt zweistellige Rückgänge ein, am schwersten davon traf es Volkswagen. Opel aus dem französisch-italienischen Stellantis-Konzern (Peugeot, Fiat) kam auf ein Minus von 32,4%. (dpa/gem)" 10

"Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen (inklusive der Töchter Audi und Porsche) sowie Daimler und BMW.

Die Folgen der Pandemie belasteten den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten Monaten des vergangenen Jahres. So schrumpfte der weltgrößte Automarkt 2020 trotz einer kräftigen Belebung in der zweiten Jahreshälfte zum dritten Mal in Folge. Bereits 2018 und 2019 war der Absatz nach Jahrzehnten des Wachstums gefallen. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen wieder an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten. (dpa/swi)" 11

"Im ersten Halbjahr 2020 gingen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um knapp 35% auf 1,21 Mio. Pkw zurück. Das ist der niedrigste Wert für ein erstes Halbjahr in Deutschland seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren. Ähnlich ist das Bild auf den internationalen Märkten: So ging der europäische Pkw-Markt bis Mai um 43% zurück, der US-Markt um 23%, der Markt in China um 27%.

Für das zweite Halbjahr deutet sich eine leichte Erholung an. Ein Zeichen dafür ist der Auftragseingang bei deutschen Herstellern, bei dem das Minus gegenüber dem Vergleichsmonat aus dem Vorjahr im Juni deutlich geringer war als noch im Mai. Doch auch ein fortgesetzter Aufwärtstrend wird den Einbruch aus der ersten Jahreshälfte nicht annährend ausgleichen können.

So rechnete der VDA für das Gesamtjahr 2020 mit einem Rückgang des Pkw-Weltmarkts um 17% auf 65,9 Mio. Einheiten (2019: 79,5 Mio.). Besonders stark wird der Rückgang in Europa mit 24% sein. Für Deutschland geht der VDA von rund 2,8 Mio. Pkw-Neuzulassungen im Gesamtjahr aus (-23%). Demgegenüber etwas glimpflicher verlaufen wird der Einbruch in den USA (-18%) sowie in China (-10%). Den Erwartungen liegt die Annahme zugrunde, dass es gelingt, die Corona-Pandemie in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt weiter einzudämmen." 12

10 Quelle: https://www.automobilwoche.de/article/20210217/AGENTURMELDUNGEN/302179987/1341/auto-markt-bricht-um-fast-ein-viertel-ein
11 Quelle: https://www.automobilwoche.de/article/20210208/AGENTURMELDUNGEN/302089972/1276/januar-absatz-autoverkaeufe-an-endkunden-in-china-ziehen-stark-an
12 Quellen: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/200703-VDA-erwartet-f-r-2020-rund-ein-Viertel-weniger-Pkw-Verk-ufe-in-Deutschland-und-Europa.html

"Die internationalen Automobilmärkte haben ein turbulentes Jahr 2021 hinter sich: Während insbesondere in der ersten Jahreshälfte aufgrund des niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild. Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheiten bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie zu schaffen. Von den drei größten Absatzregionen musste im Gesamtjahr 2021 einzig Europa (EU27, EFTA & UK) einen Rückgang verbuchen. In den USA und in China legte der Absatz hingegen leicht zu.

Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden im Jahr 2021 knapp 11,8 Mio. Neufahrzeuge zugelassen, rund 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Eine Erholung von den pandemiebedingten Rückgängen steht in Europa somit aus. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Jahr unterschiedlich: In Italien wurde ein Plus von knapp 6 Prozent realisiert, in Frankreich, Spanien und dem Vereinigten Königreich wurde ein geringer Zuwachs erzielt (jeweils +1 Prozent). In Deutschland wurden hingegen 10 Prozent weniger Pkw zugelassen als im Vorjahr. Zum Jahresende musste der europäische Gesamtmarkt nochmals Einbußen hinnehmen: 950.200 neuzugelassene Pkw im Dezember bedeuten einen Rückgang um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In den USA, was einen der Hauptmärkte der Gesellschaft darstellt, sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) 2021 um 3 Prozent auf 14,9 Mio. Fahrzeuge gewachsen, lagen aber weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau von rund 17,0 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2019. Der Absatz von Light Trucks (+5 Prozent) entwickelte sich 2021 dynamischer als der Absatz von Pkw (-2 Prozent). Im Dezember steht mit 1,2 Mio. verkauften Neufahrzeugen ein Rückgang von gut einem Viertel (-26 Prozent) zu Buche.

Der chinesische Pkw-Markt hat das Jahr 2021 mit einem Marktvolumen von 21,1 Mio. neu zugelassenen Fahrzeugen beendet und ist somit um 7 Prozent gewachsen. Die Jahresbilanz fiel damit auch besser aus als im Vor-Coronajahr 2019. Hinter dem Rekordjahr 2017 blieb das Absatzvolumen aber weiter deutlich zurück. Zum Jahresende wurden in China im Dezember rund 2,4 Mio. Neufahrzeuge abgesetzt, 2 Prozent mehr als im Vorjahr." 13

13 https://www.vda.de/vda/de/presse/Pressemeldungen/220118_Internationale-Automobilm-rkte-2021-mit-turbulenter-Entwicklung

Automobilabsatz 2021 Jan-Dez Veränderung zum Vorjahr 2020 Jan-Dez
(Einheiten in 1.000) in %
Europa (EU+EFTA) 11.774 -1,6 11.961
Westeuropa (EU15+EFTA) 10.600 -1,9 10.804
USA 14.914 32,8 11.233
China 21.090 6,9 19.734
Automobilabsatz Veränderung zum Vorjahr 2019 Jan-Dez Veränderung zum Vorjahr
(Einheiten in 1.000) in % in %
Europa (EU+EFTA) -24,3 15.806 1,2
Westeuropa (EU15+EFTA) -24,5 14.304 0,7
USA -16,5 13.455 -21,8
China -11,1 22.197 -4,6

Quelle:

https://www.automobilwoche.de/article/20220118/NACHRICHTEN/301189988/weltweite-neuzulassungen--eu-sackt-weiter-ab-china-und-usa-im-plus; https://www.acea.auto/files/Economic_and_Market_Report_full-
year_2020.pdf 2021119_PRPC_2012_FINAL.pdf (acea.auto)

Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Automobildaten- und Marktforschungsunternehmens Inovev (Levallois-Perret, Frankreich) ging die weltweite Automobilproduktion (einschließlich Personenkraftwagen und leichte Nutzfahrzeuge) in den ersten 10 Monaten des Jahres 2020 weltweit um 21% zurück, als ein Ergebnis der Coronavirus-Krise, im Vergleich zur Produktion im gleichen Zeitraum des Jahres 2019. Insbesondere schätzt Inovev, dass in den ersten 10 Monaten des Jahres 2020 weltweit 58,9 Millionen Fahrzeuge produziert wurden, verglichen mit 73,4 Millionen Fahrzeugen im gleichen Zeitraum des Jahres 2019, was einem Rückgang von 14,5 Millionen Fahrzeuge entspricht.

In dem Bericht wird festgestellt, dass nicht alle Länder infolge der Pandemie den gleichen Produktionsrückgang verzeichneten. Beispielsweise hat China seine Produktion früher wiedergeöffnet als in vielen anderen Ländern und Länder wie Japan und Korea waren insgesamt weniger stark von der Pandemie betroffen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren ging Inovev davon aus, dass die weltweite Automobilproduktion im gesamten Jahr 2020 um 17% sinken würde, was einem Verlust von 15 Millionen Fahrzeugen gegenüber 2019 und einer Rückkehr des Volumens auf das Niveau von 2011 entsprechen würde.

In Bezug auf die Gesamtproduktion soll China seinen Marktanteil auf 31% des aktuellen Weltmarktes erhöht haben, wobei der Anteil Europas auf 19% gesunken ist, obwohl er immer noch vor den USA (14%) und Japan (11%) liegt. Auch in Mexiko, Indien, Brasilien, Kanada, Russland und der Türkei wurde ein Rückgang des Marktanteils im Jahr 2020 erwartet. 14

14 Quelle: https://www.compositesworld.com/news/automotive-market-report-predicts-17-decrease-in-global- production-in-2020

2021 : https://www.google.de/search?q=weltweite+pkw+neuzulassungen+2021&source=Inms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahU-KEwiFjO_cwPL2AhVT57sIHRAeAegQ_AUoAnoECAEQBA&biw=1366&bih=625&dpr=1&safe=active&ssui=on#imgrc=JviviasvQ7Bg7M

Wettbewerber

Das Marktumfeld der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch wenige international tätige Automobilhersteller, denen eine relativ geringe Anzahl an Zulieferern gegenübersteht. Die Wettbewerbsstruktur kann demgemäß als zweiseitiges Oligopol bezeichnet werden.

Geschäftsverlauf

Die Erläuterungen und Abweichungen zu den Angaben der POCO zum 31. Dezember 2019 dienen lediglich dem Verständnis des Geschäftsverlaufs da die Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 im Rahmen einer Verschmelzung auf die POAC übergegangen ist und die Werte in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2020 nicht vergleichbar sind.

Die Gesamt-Umsätze der POAC haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 49.599 TEUR auf 403.874 TEUR erhöht:

POAC 01.01.2020-31.12.2020 POAC 01.01.2019-31.12.2019 POCO 01.01.2019-31.12.2019
TEUR TEUR TEUR
Umsatz nach Tätigkeitsbereichen
Teile (Produktionsumsatz) 344.766 134 457.276
Werkzeugfertigung und -entwicklung 5.746 0 52.658
Dienstleistungen 48.921 49.465 0
Sonstige 4.441 0 6.330
Umsatzerlöse gesamt 403.874 49.599 516.264

Dabei sind die Umsätze der POAC aus der regulären Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr mit 49.599 TEUR nahezu konstant geblieben. Signifikant erhöht haben sich die Gesamtumsätze aufgrund der Verschmelzung mit der POCO. In diesem Zuge haben sich die Umsatzerlöse um 354.275 TEUR gesteigert. Die POCO Umsätze sind im Vorjahresvergleich aufgrund der Covid-19-Pandemie um 31 % gesunken. Das betrifft sowohl den Produktionsumsatz fertiger Erzeugnisse und Waren als auch den Umsatz aus Entwicklungsaufträgen (Anwendungsentwicklung).

Eine der Kernkompetenzen der Gesellschaft liegt in der Akquise und Entwicklungsleistung (Anpassungsentwicklung) primär für Stoßfänger. Auch die Projektfederführung mit Großkunden liegt bei der POAC. Die Entwicklungsaufwendungen sind gekoppelt an die Entwicklungsphasen der Projekte, erfolgen in Wellen und schwanken dementsprechend von Jahr zu Jahr. So fällt am Anfang eines Projektes tendenziell mehr Projektarbeit an.

Der im Rahmen der Verschmelzung übernommene Geschäftsbereich der POCO produziert primär in den mexikanischen Betriebsstätten und beliefert aus diesen die Schwestergesellschaften, diese beliefern die Kunden. Weiterhin werden in den mexikanischen Betriebsstätten Entwicklungsleistungen für die Kunden erbracht, der Vertrieb dieser Leistungen erfolgt ebenfalls über die Schwestergesellschaften.

Das Gesamt-EBIT (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) der POAC hat sich im Vergleich zum Vorjahr von -23,5 Mio. EUR auf 12,6 Mio. EUR verbessert:

POAC 01.01.2020 - 31.12.2020 POAC 01.01.2019 - 31.12.2019 Veränderung POCO 01.01.2019 - 31.12.2019
TEUR TEUR in % TEUR
EBIT 12.600 -23.470 >100 25.409
Abschreibung Finanzanlage 0 27.470 0
EBIT ohne Abschreibung 12.600 4.000 215 25.409

Das negative EBIT im Vorjahr resultierte aus der außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von 27,5 Mio. EUR auf die Beteiligung an der Plastic Omnium Automotive Exteriors GmbH, München; ohne diese Abschreibung hätte das Vorjahres-EBIT 4,0 Mio. EUR betragen.

In 2020 zeigt die Gesellschaft ein positives Ergebnis nach Steuern in Höhe von 9,5 Mio. EUR, davon stammen 6,9 Mio. EUR aus der regulären Geschäftstätigkeit sowie 2,6 Mio. EUR aus der Bewertung von kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft konnte trotz Umsatzeinbruch für den Teil der mexikanischen Betriebsstätten aus der Verschmelzung in 2020 aufgrund der Covid-19-Pandemie positives Ergebnis in 2020 erzielen. Im Vorjahr war das Ergebnis der Gesellschaft aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung auf eine Finanzanlage negativ in Höhe von -24.396 TEUR.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft wird im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Plastic Omnium GmbH, München (kurz: "PO GmbH") an diese abgeführt, ein Jahresfehlbetrag - wie im Vorjahr - wird von dieser ausgeglichen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern), welche auch für die Unternehmenssteuerung verwendet werden, haben sich wie folgt entwickelt:

HGB POAC 01.01.-31.12.2020 POAC 01.01.-31.12.2019 POCO 01.01.-31.12.2019
Umsatz T€ 403.874 49.599 516.265
EBIT T€ 12.600 -23.470 25.409
in % vom Umsatzsatz % 3,12% -47,32% 4,92%

Beim Vergleich der Umsatzerlöse mit den Vorjahreswerten mit der POAC sowie der POCO ist eine Verringerung um 152.576 TEUR und somit um 26,96% zu verzeichnen. Das EBIT hingegen ist auf 12.600 TEUR gestiegen.

Die PO Gruppe und damit auch die PO Einzelgesellschaften planen auf Basis von IFRS.

Die für 2020 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 375.500 TEUR wurden mit 413.288 TEUR übertroffen. Statt des geplanten EBIT in Höhe von 65.644 TEUR wurde ein EBIT von 12.600 TEUR erzielt.

Die für 2021 geplanten Umsatzerlöse in Höhe von 359.136 TEUR wurden mit aktuell 322.687 TEUR nicht erreicht. Dem geplanten EBIT in Höhe von 34.950 TEUR steht ein aktuelles EBIT von 12.296 TEUR entgegen. Grund hierfür ist die dreimonatige Werkschließung aufgrund der Chipkrise und die damit zusammenhängende fehlende Abnahme auf Kundenseite.

Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Verschmelzung mit der POCO von 49.599 TEUR um 714,3 % auf 403.874 TEUR gestiegen. Die Umsatzerlöse aufgrund der Verschmelzung mit der POCO aus dem dazu gekommenen Geschäftsbereich der POCO machen dabei 354.843 TEUR aus. Im Vergleich zu den Umsatzerlösen der POCO aus dem Jahr 2019 in Höhe 516.265 TEUR wurde aufgrund der Covid-19 Pandemie ein Rückgang in Höhe von 155.859 TEUR -31,7 % verzeichnet. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus den in allen Mexikanischen Werken gesunkenen Produktionsumsätzen und Umsätzen aus der Werkzeugentwicklung. Hier spielt die Corona Krise eine entscheidende Rolle, von der die Automobilindustrie im Jahr 2020 stark beeinträchtigt war. Bei dem Automobilmarkt handelt es sich um ein beidseitiges Oligopol mit der Tatsache, dass ein nicht unwesentlicher Anteil des Umsatzes mit wenigen wichtigen Abnehmern generiert wird. Der Erfolg der Fahrzeuge dieser Kunden spiegelt sich direkt auf die Produktionsstückzahlen wider und hat einen direkten Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr von 456 TEUR auf 5.671 TEUR gestiegen. Ursächlich hierfür sind die im Rahmen der Verschmelzung mit der POCO und den mit dieser zusammenhängenden Betriebsstätte in Mexiko übernommenen Fremdwährungseffekte, entstanden durch die Verwendung unterschiedlicher Währungen (USD, MXN, EUR).

Die Covid-19 Pandemie bedingte in 2020 einen massiven Rückgang der Absatzzahlen in der Automobilbranche. Aufgrund dieser Entwicklung wurden Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur eingeleitet, die in 2020 zur Reduzierung der Kosten beigetragen haben.

Aufgrund der Verschmelzung erhöhten sich die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr von 15.429 TEUR auf 17.620 TEUR. Aus dem verschmolzenen Geschäftsbereich kamen 13 Mitarbeiter hinzu. Im Allgemeinen stiegen die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 2.191 TEUR (14,2 %) und die Gesellschaft hat zum Stichtag 135 Mitarbeiter. Zur Optimierung der Kostenstruktur wurde Kurzarbeitergeld in Höhe von 79 TEUR in Anspruch genommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen aufgrund der Verschmelzung von 13.923 TEUR auf 36.041 TEUR und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Dienstleistungen innerhalb des Konzerns. Für den Bereich der ehemaligen POCO ist eine Verringerung um 28.764 TEUR zu verzeichnen im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe von 51.454 TEUR, so konnten kumuliert Einsparungen in Höhe von 6.646 TEUR erzielt werden, vor allem durch reduziertere Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, sowie Reisekosten.

Das Ergebnis in 2020 hat sich im Vergleich zu 2019 verbessert. Der wesentliche Effekt auf das Ergebnis in 2020 war die Verschmelzung mit der POCO.

Aufgrund der oben genannten Effekte hat sich das EBIT der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr von -23.470 TEUR auf 12.600 TEUR verbessert.

Insgesamt hat sich das Gesamtergebnis vor Ergebnisabführung von -24.396 TEUR auf 9.544 TEUR aufgrund der Übernahme der mexikanischen Betriebsstätte im Zuge der Verschmelzung mit der POCO verbessert.

Der Gewinn wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die PO GmbH, München abgeführt.

Finanzlage

Innerhalb des Plastic Omnium Konzernverbundes besteht eine kurzfristige Cash-Pooling-Vereinbarung, womit der Gesellschaft jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung steht.

Außerbilanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2020 belaufen sich die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen auf 4.614 TEUR (Vorjahr: 4.499 TEUR).

Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ist die Bilanzsumme aufgrund der Verschmelzung mit der POCO um 136,6 Mio. EUR (328,9 %) von 41,5 Mio. EUR auf 178,1 Mio. EUR gestiegen.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich aufgrund der Verschmelzung von 9,9 Mio. EUR auf 76,7 Mio. EUR. Im Vergleich zu den Werten der POCO vor der Verschmelzung reduzierte sich dieses von 74,9 Mio. EUR in 2019 bei der POCO auf 67,1 Mio. EUR was auf die übliche Abschreibung zurückzuführen ist.

Aufgrund der Verschmelzung mit der POCO werden in 2020 erstmals Vorräte in Höhe von 56,3 Mio. EUR bei der Gesellschaft ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen Granulate sowie Montageteile für die Produktion. Die unfertigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Werkzeugprojekte aus der Auftragsfertigung für Kunden sowie unfertige Produkte aus dem Teileverkauf. Die Vorräte welche ausschließlich in den mexikanischen Betriebsstätten gelagert werden haben sich im Vergleich zu den Werten aus 2019 vor der Konsolidierung von 27,9 Mio. EUR auf 56,3 Mio. EUR erhöht was primär auf die vorangeschrittenen Werkzeugprojekte zurückzuführen ist.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich aufgrund der Verschmelzung von 6,5 Mio. EUR auf 41,3 Mio. EUR. Im Vergleich zur POCO 2019 vor Verschmelzung, reduzierten sich diese von 55,6 Mio. EUR auf 32,6 Mio. EUR was im Wesentlichen auf die Reduzierung der Umsatzerlöse bedingt durch die Covid-19 Pandemie zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen Gesellschafter aus der Abführung des Vorjahresverlustes reduzierten sich von 24,4 Mio. EUR vollständig auf 0 Mio. EUR und es wird stattdessen eine Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter aus der Gewinnabführung in Höhe von 9,5 Mio. EUR ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Quellensteuer in Höhe von 2.770 TEUR.

Das Eigenkapital erhöht sich durch die Seitwärtsverschmelzung ohne Kapitalerhöhung mit der POCO von 13,5 Mio. Euro auf 19,1 Mio. Euro. Dabei wurde das Eigenkapital der übertragenden Rechtsträgerin POCO in die Kapitalrücklage der Gesellschaft eingestellt.

Bei den sonstigen Rückstellungen haben vor allem 3,9 Mio. EUR höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen zu einer Erhöhung beigetragen. Durch die Verschmelzung erhöhten sich die Rückstellungen insgesamt um 9,4 Mio. EUR aufgrund des Anteils der verschmolzenen POCO.

Durch die Verschmelzung werden zudem erstmalig erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 40,3 Mio. EUR ausgewiesen, welche die Anzahlungen aus den Werkzeugentwicklungsprojekten betreffen. Im Vergleich zu dem Stand vor der Verschmelzung stiegen wie die Vorräte und die darin enthaltenen Werkzeugprojekte auch die erhaltenen Anzahlungen von 21,5 Mio. EUR auf 40,2 Mio. EUR an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund der Verschmelzung von 0,3 Mio. EUR auf 16,2 Mio. EUR an. Im Vergleich zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen der POCO in 2019 reduzierten sich diese von 21,0 Mio. EUR um 4,9 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 25,1 Mio. EUR auf 75,3 Mio. EUR was auf 74,7 Mio. EUR übernommene Verbindlichkeiten aus der Verschmelzung zurückzuführen ist. In diesen ist eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 44,0 Mio. EUR sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 31,2 Mio. EUR enthalten. Im Vergleich zu den Werten der POCO vor der Verschmelzung reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 10,7 Mio. EUR.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 3.682 TEUR, Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt von 1.564 TEUR und Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer von 434 TEUR.

3. Angaben zu einzelnen Chancen und Risiken

Angaben zu einzelnen Chancen und Risiken

Die Entwicklung der Folgejahre wird hauptsächlich von der Entwicklung der Großkunden, abhängig sein. Ziel ist es neue Aufträge zu gewinnen, die notwendige Entwicklungsarbeit zu leisten und dann die Serienteile an den PO-Standorten durch andere Gesellschaften aus der PO Gruppe zu produzieren.

Die Automobilindustrie befindet sich aktuell mit Themen wie Elektrifizierung der Fahrzeuge oder dem Bereich autonomes Fahren in einer Umbruchphase, die unserer Meinung nach mittelfristig zu weitreichenden Veränderungen führen wird.

Ziel des Konzerns ist es weiterhin mit innovativen Lösungen die Erfordernisse unserer Kunden zur Gewichtsreduzierung, neue Herausforderungen durch elektrisch betriebene Fahrzeuge sowie neue Umsetzungsmöglichkeiten von Designelementen zu befriedigen und zu wettbewerbsfähigen Bedingungen anzubieten. Dementsprechend wird unser Fokus auf hoher Qualität, Effizienzsteigerungen und Flexibilität liegen. Gleichzeitig werden wir an der Sicherung von Aufträgen arbeiten, um in den nächsten Jahren zu einem profitablen Wachstum der Gruppe beitragen zu können.

Der Gesamtkonzern Plastic Omnium ist für weitere Innovationen eine Kooperation zur Entwicklung von Lichttechnik (Hella) eingegangen.

Die Eindämmungsmaßnahmen zur Covid-19 Pandemie schränken die wirtschaftliche Entwicklung in den für uns wichtigen Automobilmärkten ein. Die Auswirkung der Maßnahmen auf die Gesellschaft ist noch unbestimmbar. Sollte sich die Absatzsituation in den für uns relevanten Märkten jedoch nicht normalisieren, wird sich dies weiterhin negativ auf unseren Absatz auswirken. Notwendige Maßnahmen zur Kostensenkung wurden ergriffen, um sich an die neue Situation anzupassen.

Wir sehen eine wesentliche Chance für die Entwicklung in den Folgejahren durch die am 1.Oktober 2018 erzielte Einigung der USA und Kanada über die Verlängerung des NAFTA-Abkommens incl. Mexiko. Das Abkommen unter dem neuen Namen "United States Mexico Canada Agreement", kurz USMCA, regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen EUR) ab. Unsere Entwicklung wird hauptsächlich von der Entwicklung auf dem USMCA Markt und der dortigen Marktposition unserer Großkunden abhängen. Eine weitere Chance sehen wir in der Produktentwicklung, da selbstfahrende Konzepte im Wesentlichen auf Sensoren, Mikroradar- sowie Scannersystemen basieren, die sich hinter Kunststoffabdichtungen verbergen lassen. Hier sehen wir Chancen für unsere Kernkompetenz in der Kunststofffertigung, da Metall die benötigte Sensorik eher behindert, während Kunststoff wesentlich durchlässiger ist. Wir gehen außerdem davon aus, dass in Zukunft Modularität einen höheren Stellenwert in Fahrzeugen haben wird und wir hierzu einiges durch unsere Kooperation zwischen Plastic Omnium Frankreich mit Brose und Hella zum Beispiel für Türmodule beisteuern werden können. Gleichzeitig werden wir an der Sicherung von Aufträgen arbeiten, um auch in den nächsten Jahren zu einem profitablen Wachstum der Gruppe beizutragen.

Durch die Akquisition von neuen Kunden und Projekten schaffen wir uns die Grundlage, um auch in den kommenden Jahren zu wachsen. Eine Chance bieten hier die deutschen Automobilhersteller, die auf dem sich positiv entwickelnden amerikanischen Markt agieren. Hier ist insbesondere der Kunde Mercedes zu nennen, der neu gewonnen wurde.

Neben Chancen bietet der amerikanische Markt auch Risiken, denn der Automobilmarkt ist direkt durch die wirtschaftliche Entwicklung auf dem amerikanischen Gesamtmarkt beeinflusst.

Zudem bietet auch die Entwicklung der Rohstoffpreise sowohl Chancen, als auch Risikopotential. Hier ist insbesondere die Entwicklung des Rohölpreises von Bedeutung, da dieser einen direkten Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft hat. Das Risiko eines weiteren Ölpreisanstieges wird als bedeutend angesehen. Ein weiteres Risiko ist die Konzentration auf einige Großkunden, das wir allerdings durch die Akquisition von neuen Kunden reduzieren wollen. Diese Risiken bergen ein mittleres Eintrittsrisiko, je nach Veränderung der örtlichen Marktlagen. Jedoch wird versucht die einzelnen Risiken durch geeignete Maßnahmen zu minimieren, um so die Auswirkung auf das Ergebnis und den Cash Flow gering zu halten.

Die konjunkturelle Lage hat sich im Laufe 2021 zunehmend erholt. Die Unsicherheiten über die kommende wirtschaftliche Entwicklung sind jedoch weiterhin deutlich höher als in der Vorkrisenzeit. Sollte der Pandemieverlauf erneut umfassende Einschränkungen notwendig machen, könnte dies die Erholung wieder negativ beeinflussen.

Außerdem kann man die wirtschaftlichen Folgen aufgrund der aktuell prekären internationalen politischen Situation nicht abschätzen, insbesondere die Entwicklung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine.

Risikomanagement System

Unternehmerisches Handeln und die Wahrnehmung von Chancen sind stets auch mit Risiken verbunden. Zum Schutz des Fortbestands der Plastic Omnium Gruppe wie auch zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Gesellschaft in das Risk Management System der Plastic Omnium Gruppe eingebunden. Die identifizierten Hauptrisiken werden beobachtet und analysiert. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement sind unter der Verantwortung des Senior Managements.

Nach Wichtigkeit geordnet sehen wir folgende Risiken, beginnend mit dem wichtigsten:

1. Auswirkung Corona Krise

Das Unternehmen ist von der Covid-19-Pandemie betroffen. In strikter Einhaltung der von den lokalen Behörden ergriffenen Maßnahmen und aufgrund der Stilllegung der Produktionsketten der Automobilhersteller war der PO Konzern gezwungen, seine eigenen Produktionszentren zu schließen.

Die Eindämmungsmaßnahmen schränken die wirtschaftliche Entwicklung in den für uns wichtigen Automobilmärkten ein. Die Maßnahmen wirken sich aus in Form von Produktionsstilllegungen, u.a. aufgrund von Rissen in den Lieferketten der Automobilherstellern und den damit verbundenen verringerten Abrufen bei der Gesellschaft. Die Absatzsituation in den relevanten Märkten hat sich nicht normalisiert, dies führt zu einer Verringerung des Absatzes. Notwendige Maßnahmen werden ergriffen, um sich an die neue Situation anzupassen: Das Mittel der Kurzarbeit wird für die projektbezogenen Auftragsentwicklung - und Verwaltungsarbeiten angewendet.

2. Risiken aus dem Ukraine-Konflikt

Seit Ende Februar 2022 ist ein offener militärischer Konflikt zwischen der russischen Föderation und der Ukraine ausgebrochen. Hieraus sich ergebende Risiken sind deutliche Einschränkungen in diesen beiden Absatzmärkten sowie Weißrussland.

Ebenso sind auf Grund dieser Entwicklungen zusätzliche Störungen in den internationalen Lieferketten eingetreten.

3. Wettbewerbsrisiko

Durch den oben angesprochenen Umbruch in der Automobilindustrie beinhaltet die gesamte Entwicklung des Automobilmarktes Chancen und Risiken, an der die POAC als verantwortliche Gesellschaft im nordamerikanischen Markt über die Akquise und Entwicklung von Projekten für Großkunden im Automobilmarkt partizipiert.

4. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Das Risiko befindet sich in überschaubarem Rahmen, da die Gesellschaft in das kurzfristige Cash-pooling-Programm des PO Konzerns eingebunden ist.

5. Währungsrisiko

Risiken im Währungsbereich bestehen insofern, da die Gesellschaft ihre Geschäfte in den Währungen Euro, mexikanischen Peso und US-Dollar abwickelt. Eine negative Entwicklung der Kurse kann sich daher direkt auf das Ergebnis der Gesellschaft auswirken.

Chancen

1. Wandel der Automobilindustrie

Die Entwicklung zwischen Elektromobilität und Verbrennungsmotoren ist zurzeit schwer vorherzusagen. Dadurch, dass PO in beiden Antriebskonzepten Projektaufträge akquiriert hat und mit der Entwicklung neuer Produkte und Technologien aktiv beteiligt ist, gehen wir unabhängig von dem sich durchsetzenden Konzept von ausgeglichenen Absätzen für die Zukunft aus.

2. Produktentwicklung

Selbstfahrende Konzepte basieren im Wesentlichen auf Sensoren, Mikroradar- sowie Scannersystemen, die sich hinter Kunststoffabdichtungen verbergen lassen. Hier sieht der Konzern Chancen für unsere Kernkompetenz in der Kunststofffertigung, da Metall die benötigte Sensorik eher behindert, während Kunststoff wesentlich durchlässiger ist.

Des Weiteren erweitert der PO Konzern seine Entwicklungskompetenz mit strategischen Partnerschaften um neue innovative Elemente wie z.B. Lichttechnik oder Sensoren in Kunststoffelementen zu integrieren. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklungspartnerschaft mit Hella zu nennen. An diesen Entwicklungen partizipiert auch die Gesellschaft.

3. Modularität

Wir gehen davon aus, dass in Zukunft die Modularität einen höheren Stellenwert in Autos haben wird. Hier werden durch den Konzern neue Einsatzmöglichkeiten der Kunststofftechnik in modularen Elementen der Karosserie entwickelt. An diesen Entwicklungen partizipiert auch die Gesellschaft aufgrund der gestiegenen Attraktivität für die Kunden.

4. Prognosebericht

Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft weiterhin fest im Griff, doch der Internationale Währungsfonds ist inzwischen etwas zuversichtlicher für 2021. Für Deutschland sind die IWF-Ökonomen aber zurückhaltend.

"Die Impfstoffe gegen das Coronavirus verbessern die globalen Wachstumsaussichten: Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für die Aussichten der Weltwirtschaft in diesem Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5% angehoben. Neben der positiven Wirkung der Impfkampagnen rechnet der IWF auch in einigen größeren Industriestaaten mit weiteren Konjunkturspritzen. Für Deutschland und Europa erwartet der IWF aber in diesem Jahr ein schwächeres Wachstum als zuletzt angenommen.

Für das kommende Jahr prognostiziert der IWF wie bereits im Oktober ein globales Wirtschaftswachstum von 4,2%. Alle Prognosen seien angesichts der Pandemie und der Zunahme der Infektionen in vielen Industriestaaten Ende vergangenen Jahres weiter mit einer großen Unsicherheit verbunden, schränkte Chefvolkswirtin Gita Gopinath am Dienstag ein. "Um die Pandemie zu beenden, hängt jetzt viel ab von dem Rennen zwischen einem mutierenden Virus und den Impfungen sowie von der Fähigkeit der Politik, effektive Unterstützung zu gewährleisten, bis es soweit ist", erklärte Gopinath.

Für Deutschland senkt der IWF seine Prognose für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5%, gefolgt von einem Wachstum von 3,1% im Folgejahr. Erst in der vergangenen Woche hatte der Währungsfonds Deutschland in einer separaten Länderstudie ein vergleichsweise gutes Corona-Krisenmanagement bescheinigt, zugleich aber gemahnt, wirtschaftliche Hilfen nicht zu früh wieder einzustellen.

Für die Eurozone insgesamt reduziert der IWF seine Prognose für 2021 um 1 Prozentpunkt auf ein Plus von 4,2%. Für die weltgrößte Volkswirtschaft USA wird ein Wachstum von 5,1% erwartet, zwei Prozentpunkte mehr als noch im Oktober. China trauen die IWF-Ökonomen ein deutliches Plus von 8,1% zu." 15

"Laut Winterprognose 2021 dürfte die Wirtschaft im Euroraum 2021 und 2022 um jeweils 3,8% wachsen. Für die EU-Wirtschaft wird 2021 ein Wachstum von 3,7% und 2022 ein Wachstum von 3,9% prognostiziert.

Sowohl im Euroraum als auch in der EU dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion ihr Vorkrisenniveau früher wieder erreichen, als in der Herbstprognose 2020 erwartet worden war, vor allem, weil in der zweiten Jahreshälfte 2021 und im Jahr 2022 nun eine stärkere Wachstumsdynamik prognostiziert wird." 16

15 Quelle: https://www.dw.com/de/iwf-optimistischer-für-wirtschaftsentwicklung/a-56349318
16 Quelle: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_21_504

2022 % 2021 % 2020 % 2019 %
Prognose Prognose
Weltweit 4,2 5,5 3,3 2,9
USA 4,0 5,1 -3,4 2,3
Euro-Währungsraum 3,9 3,7 1,3 1,2
Deutschland 3,1 3,5 1,1 0,5

Quelle: 12 & 13; https://www.dw.com/de/iwf-optimistischer-f%C3%BCr-wirtschaftsentwicklung/a-56349318#:~:text=F%C3%BCr%20die%20Eurozone%20insgesamt%20re-duziert,von%208%2C1%20Prozent%20zu; https://ec.europa.eu/commission/presscorner/de-tail/de/ip_21_504; https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/wirtschaftsprognose-duester-iwf-rechnet-fuer-2022-weltweit-mit-deutlich-hoeherer-inflationsrate-10959785

USA : https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-usa/

Am 22. März 2020 hat der Sachverständigenrat ein Sondergutachten zur gesamtwirtschaftlichen Lage angesichts der Corona Pandemie herausgegeben und die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung nicht zuletzt auf Grund der außergewöhnlichen Situation betont. Der Sachverständigenrat hat 3 unterschiedliche Szenarien für die wirtschaftliche Entwicklung der Jahre 2020 und 2021 vorgestellt - basierend auf unterschiedlichen Annahmen über Ausmaß und Dauer der Beeinträchtigungen:

Im Basisszenario, dem wahrscheinlichsten Szenario würde sich die Lage - ähnlich dem Verlauf in China - im Sommer 2020 normalisieren. Für das Jahr 2020 wäre ein Wachstum des BIP von 2,8 % zu erwarten und in 2021 aufgrund von Aufholeffekten ein Wachstum von 3.7%.

Im 1. Risikoszenario könnte es im Falle großflächiger Produktionsstillegungen oder länger anhaltender einschränkender Maßnahmen - zu einem Rückgang des BIP in 2020 von 5,4 % kommen und in 2021 aufgrund von Aufholeffekten zu einem Wachstum von 4,9 %.

Im 2. Risikoszenario, unter der Annahme, dass die Eindämmung des Corona-Virus über den Sommer andauert, könnte sich die wirtschaftliche Erholung in das Jahr 2021 verzögern und es zu tiefgreifenden Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur kommen. Das Wachstum 2020 könnte in einem solchen Szenario -4,5 % betragen, und das Wachstum in 2021 läge bei nur 1,0 %). 17

17 Quelle: Sondergutachten des Sachverständigenrats vom 22. März 2020: "Die gesamtwirtschaftliche Lage angesichts der Corona-Pandemie"

In den ersten drei Monaten des Jahres 2020, vor dem Produktionsstopp aller Automobilhersteller aufgrund der Corona Krise, entwickelten sich die finanziellen Kennzahlen sehr gut. Der Umsatz nach IFRS 2020 lag mit 16,0 Mio. EUR geringfügig unter dem geplanten Betrag, während das EBIT nach IFRS in Höhe von 4,0 Mio. EUR über dem geplanten Betrag liegt. Es konnte gegenüber dem Budget ein um 17% gesteigertes EBIT erzielt werden. Für das Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse nach IFRS in Höhe von 322.687 TEUR sowie ein EBIT nach IFRS in Höhe von 12.296 TEUR erzielt. Für das Gesamtjahr 2022 wird aktuell mit einem Umsatz nach IFRS in Höhe von 329.979 TEUR, ca. 2,3 % über dem Vorjahr gerechnet, sowie einem EBIT nach IFRS in Höhe von 31.409 TEUR. Diese Verbesserung soll durch erhöhte Absatzvolumen bei gleichzeitig verbesserter Kapazitätsauslastung in den Werken sowie Prozesskostenoptimierungen erreicht werden.

Der Fokus der Geschäftsleitung liegt neben der der Akquise von Kundenprojekten, auf der Analyse der aktuellen Entwicklungen und hieraus resultierenden Maßnahmen.

Aufgrund geplanter Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Zukunft und den damit verbundenen positiven Ergebniseffekten sowie der Finanzierung über das konzerneigene Cash-Pooling-System geht die Geschäftsführung auch für die Folgejahre von einer Sicherstellung der Unternehmensfortführung aus. Ein regelmäßiges Follow-up aller Projekte sowie die Bewertung von Chancen und Risiken helfen dem Management geeignete Maßnahmen zu treffen.

Ebenso wird die Kooperation mit den anderen Projekt-Entwicklungszentren der Intelligent Exterior Systems der Plastic Omnium Gruppe die internationale Zusammenarbeit stärken und zu einer Verbesserung der Innovationsfähigkeit in den Bereichen Produkte und Prozesse führen. Durch den innovativen Einsatz von Kunststoffteilen wird die Gesellschaft im Produktbereich in die Lage versetzt, Lösungen für die Herausforderungen der Kunden und des Automobilmarktes durch die Elektrifizierung der Fahrzeuge und den hiermit verbundenen Gewichtseinsparungsanforderungen sowie neuen Designansprüchen anzubieten. Wir erwarten hierdurch mittelfristig Wachstumschancen zum einen durch Aufwertung unserer aktuellen Produkte durch z.B. integrierte Lichtelemente und Sensoren. Zum anderen entwickelt der Konzern modulare Strukturen, die den Einsatz von Kunststoffkomponenten im Karosseriebereich erweitern können.

 

München, den 1. Juni 2022

Olivier Dabi

Pierre-Henri Marie Desportes

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