Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 97680
Eingetragen
30.1.1992
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungReparatur und Instandhaltung von MaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Vertrieb und Wartung von Maschinen und Geräten, insbesondere der Fördertechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Liebfried
seit 14.4.2023
Prokura
Sophie Gruber
seit 6.3.2017
Prokura
Lothar Schafnitzel
seit 6.3.2017
Prokura
Oliver Paul
seit 13.8.2012
Geschäftsführer
Johann Dr. Gruber
seit 30.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Gruma Nutzfahrzeuge Gesellschaft mit beschränkter Haftung
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Gruma Nutzfahrzeuge Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GRUMA Fördertechnik GmbH

Garching-Hochbrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

HRB 97680 Amtsgericht München

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.[1]

Die Märkte für Flurförderzeuge wurden im Jahr 2023 nach Einschätzung der KION Group [2] und gestützt durch Marktstudien von Interact Analysis von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten, dem gestiegenen Zinsniveau und hohen Inflationsraten beeinflusst. Sie wirkten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft und damit auf die Nachfrage nach Flurförderzeugen und Supply-Chain-Lösungen aus. Geplante Investitionen wurden aufgrund der Marktbelastungen teilweise aufgeschoben oder gestoppt.

Der globale Markt für Flurförderzeuge war nach Einschätzung der KION Group gemessen am Auftragseingang im Berichtsjahr von rückläufigen Bestellzahlen geprägt. Die Entspannung der Lieferkettenproblematik aus dem Vorjahr führte nach Einschätzung der KION Group im Berichtsjahr 2023 zur beschleunigten Abarbeitung der Auftragsbücher. Dem steht ein verlangsamter Auftragseingang gegenüber.

In der Region EMEA dürften sich nach Einschätzung der KION Group die Stückzahlen im Berichtszeitraum stark verringert haben. Noch deutlicher fiel der Rückgang in der Region Americas aus, wo sich die Marktdynamik im zweiten Halbjahr nach Einschätzung der KION Group weiter zurückbildete. In der Region APAC wurde demgegenüber ein solides Wachstum erreicht, das vorwiegend von einem wachsenden Neugeschäft in China positiv beeinflusst war.

Der Anteil von Elektrostaplern und Lagertechnikgeräten am Weltmarkt hat sich in den ersten zehn Monaten des Berichtsjahres auf Basis verbandsseitig veröffentlichter Marktdaten zum Auftragseingang für Flurförderzeuge auf einem hohen Niveau stabilisiert und liegt weiterhin bei 71 Prozent. Gegengewichtsstapler mit Verbrennungsmotor machten entsprechend 29 Prozent vom globalen Bestellvolumen aus (World Industrial Truck Statistics, Februar 2024).

Der Weltmarkt für Supply-Chain-Lösungen hat im Berichtsjahr, gestützt durch Erhebungen von Interact Analysis, wertmäßig gemessen am Umsatz das Vorjahresniveau nicht erreicht. Getrieben wurde dies insbesondere von den Regionen EMEA und Americas. Dabei wirkten sich die gestiegenen Kapitalkosten negativ auf Investitionsentscheidungen für den Bau zur Schaffung neuer Lagerflächen und somit auch auf Investitionen in Lagerautomatisierung aus. Eine Verlangsamung des Wachstums im E-Commerce beeinflusste zudem insbesondere die Nachfrage nach Lagerautomatisierung aus Kundensegmenten wie dem allgemeinen Warenhandel, den Paketdienstleistern, der Bekleidungsindustrie und dem Lebensmitteleinzelhandel negativ (Interact Analysis, November 2023).

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Marktumfeld, der Wettbewerbs- und letztlich auch Margendruck wurden aufgrund des zögerlichen Investitionsverhaltens und der Planungsunsicherheit als angespannt wahrgenommen.

Der Vertrieb von Neufahrzeugen sowie Spezialfahrzeugen und Intralogistik waren insgesamt leicht rückläufig. In der Kurzfristmiete konnten Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Das Service- und Ersatzteilgeschäft und das anhaltend hohe Niveau der Langzeitvermietung konnten ebenfalls ausgebaut werden. Die gute Auslastung war geprägt durch die weiterhin hohe Bedeutung des mittelständischen Flächengeschäfts sowie den Unsicherheiten für Neuinvestitionen.

Durch den gezielten Abverkauf von jungen Gebrauchtstaplern aus dem Lagerbestand sowie aus der Mietflotte zeigte sich die Vermarktung von Gebrauchtgeräten durch eine gute Verfügbarkeit an Produkten widerstandsfähig und konnte einen maßgeblichen Ergebnisbeitrag leisten, erreichte jedoch nicht das Vorjahresniveau.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 887 auf TEUR 80.828. Hinsichtlich der Entwicklung wird auf vorstehende Ausführungen zum Geschäftsverlauf verwiesen.

Das Rohergebnis der Gesellschaft[3] lag mit TEUR 24.591 leicht über dem Vorjahreswert von TEUR 24.116. Die Rohertragsmarge lag bei 30,4 % und damit leicht über dem Vorjahresniveau von 30,2 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken, bedingt durch geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und einem Sonderertrag im Vorjahr aus einem Wegfall einer Leibrentenverpflichtung, um TEUR 225 auf TEUR 1.130 (Vj. TEUR 1.355).

Das Betriebsergebnis liegt mit TEUR 5.175 um TEUR 995 unter dem Vorjahresniveau, wobei die Personalkosten um TEUR 821 stiegen.

Die Abschreibungen ohne Vorführ- und Mietstapler lagen um TEUR 56 unter dem Vorjahreswert bei TEUR 157.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf TEUR 7.421 (Vj. TEUR 6.941); insbesondere bedingt durch allgemeine Erhöhungen in den Vertriebs- und Verwaltungskosten.

Das Finanzergebnis blieb fast auf dem Vorjahresniveau bei TEUR -1 (Vj. TEUR 1). Beteiligungserträge waren aufgrund der zur Stärkung des Geschäftswachstums der Tochtergesellschaften dort vorgenommen Gewinnthesaurierungen nicht zu verzeichnen.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt somit TEUR 5.174 und liegt um TEUR 997 unter dem Vorjahresniveau. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag und der Sonstigen Steuern ergibt sich somit ein Jahresüberschuss von TEUR 3.882 (Vj. TEUR 4.619).

3.2 Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 48.613 (Vj. TEUR 48.649) annähernd unverändert.

Das Anlagevermögen ist hierbei um TEUR 4.785 erhöht. Neuzugängen von TEUR 22.521 stehen mit TEUR 17.243 Abschreibungen und mit TEUR 493 Abgänge gegenüber. Investitionen und Desinvestitionen betreffen dabei im Wesentlichen die Mietflotte, die auch als wesentlicher Bestandteil des Sachanlagevermögens anzusehen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um TEUR 1.207, die Forderungen gegen Gesellschafter stiegen um TEUR 1.381, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um TEUR 2, die Vorräte erhöhten sich um TEUR 1.772 und die Flüssigen Mittel verminderten sich um TEUR 6.959.

Das Eigenkapital verzeichnete eine Erhöhung um 4,5 % auf TEUR 32.147, was einer Eigenkapitalquote von 66,1 % (Vj. 63,2 %) entspricht.

Die Sonstigen Rückstellungen sanken um TEUR 768 auf TEUR 7.575.

Die Lieferantenverbindlichkeiten lagen bei TEUR 1.830 und damit um TEUR 507 unter dem Vorjahr.

Die - soweit zukünftige Wirtschaftsjahre betreffend - als passiver Rechnungsabgrenzungsposten bilanzierten Full Service Raten verminderten sich um TEUR 97 auf TEUR 6.619.

Für die laufende Finanzierung im Kurzfristbereich besteht mit der Muttergesellschaft eine Cash-Pool-Abwicklung. Weiterhin stehen ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung. Mittel- bis langfristige Finanzierungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Fremddarlehensaufnahmen waren zur Finanzierung der getätigten Investitionen nicht erforderlich. Die Finanzierungsstruktur war zu jeder Zeit als geordnet anzusehen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

3.3 Gesamtbeurteilung

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist als geordnet anzusehen. Der prognostizierte Umsatz- und Ergebnisrückgang konnte vermieden werden. Insgesamt liegt der Umsatz und das Jahresergebnis 2023 über der im Vorjahreslagebericht abgegebenen Prognose und wird als stabil und positiv beurteilt.

4. Beteiligungen

4.1 Schefer Mietstapler GmbH

Der Geschäftsbereich Verkauf von Handelsware konnte sich in dem Marktumfeld steigern. Auch die Rohertragsmarge verbesserte sich aufgrund der sinkenden Überseefrachten und der Erhöhung der Verkaufspreise. Der Geschäftsbereich Vermietung konnte aufgrund der leicht negativen Konjunktur- und Marktentwicklung den Vorjahresumsatz nicht erreichen. Beide Bereiche festigten die Kundennähe und investierten in erweiterte Marktpräsenz, z.B. durch Online-Tätigkeiten, um Kundenanfragen professioneller bedienen zu können.

Ein Umsatzrückgang von 5,3 % führte, bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Materialeinsatzquote, zu einem um 8,8 % erhöhten Rohergebnis gemäß verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig waren Kostenerhöhungen in den Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt demnach TEUR 1.116 (Vj. TEUR 956). Die Eigenkapitalquote stieg auf 88,7 % (Vj. 73,8 %). Die Bilanzsumme sank insbesondere aufgrund von verminderten Vorräten im Bereich Handel auf TEUR 11.497 (Vj. TEUR 12.299).

4.2 Gruma Agrar GmbH

Die landwirtschaftlichen Aktivitäten der Gesellschaft sowie der Tochtergesellschaften Salzgitter Güterverwaltung GmbH, Gut Engelsdorf Agrarprodukte GmbH, Gut Engelsdorf Bioprodukte GmbH, Gruma Dienstleistungs GmbH und Landgut Chursdorf GmbH haben sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Bei wieder schwieriger werdenden Bedingungen auf dem Markt für Agrarprodukte wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 639 (Vj. TEUR 782) ausgewiesen.

Das Eigenkapital beträgt bei einer Bilanzsumme von TEUR 18.249 (Vj. TEUR 16.041) TEUR 9.164 (Vj. TEUR 8.525); die Eigenkapitalquote beträgt somit 50,2 % (Vj. 53,1 %).

B. Personalbericht

Der Personalstand ist mit durchschnittlich 208 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (203) leicht erhöht. Nach wie vor verfolgt die Gesellschaft einen investiven Ansatz im Bereich der Personalrekrutierung und -bindung, ist jedoch mit dem allgemeinen Fachkräftemangel konfrontiert. Insbesondere im gewerblichen Bereich ist der wachsende Bedarf an technisch gut ausgebildetem Personal spürbar. Durch ein verstärkt ausgerichtetes Ausbildungsprogramm und eine Förderung von individuellen inner- und außerbetrieblichen Schulungsmaßnahmen wird dem im Markt spürbaren Fachkräftemangel im gewerblichen Bereich entgegengewirkt.

C. Risikomanagementsysteme und Risikobericht Finanzinstrumente

Die Risikomanagementziele der Gruma Nutzfahrzeuge GmbH und ihrer Tochtergesellschaften, zu denen die GRUMA Fördertechnik GmbH gehört, sind darauf ausgerichtet, Risiken zu identifizieren, sie zu analysieren, zu bewerten und Risiken zu steuern. Als Risiko wird hierbei die Möglichkeit von negativen Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft angesehen.

Die Geschäftsführung hat ein der Größe des Unternehmens angepasstes Berichts- und Reportingsystem eingerichtet, das eine ausreichende Überwachung, Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Abläufe sowie der Debitoren- und Kreditorenbestände garantiert. Gleiches gilt auch für das bestehende Planungssystem und die Sicherheit der IT-Struktur.

Die operativen Risiken werden regelmäßig überwacht und hierüber berichtet, sodass bestandsgefährdende, aufkommende Risiken, aber auch Chancen, vollständig, zeitnah und angemessen gesteuert werden.

Mit einer eigenen Arbeitssicherheitsabteilung und der Zertifizierung durch die Berufsgenossenschaft "Sicher mit System" entsprechend der branchenspezifischen Umsetzung des NLF / ILO-OSH 2001 verbessert die Gesellschaft kontinuierlich die Qualität der Arbeitssicherheit. Daneben werden andere Bereiche im Facility Management gefördert. Die Gesellschaft unterzieht sich regelmäßig einem Energie- sowie Umweltaudit und dokumentiert Maßnahmen sowie Fortschritte im eigenen Managementhandbuch.

Die betrieblichen Abläufe werden des Weiteren durch eine eigene Projekt- und Prozessmanagementabteilung unterstützt. Dabei wird durch eine sorgfältige Dokumentation der internen Prozesse und der Beschreibung von Geschäftsvorgängen eine Optimierung der innerbetrieblichen Abwicklungen verfolgt. Die Qualitätsverbesserung der Prozesse wird durch die Einführung entsprechender IT-Programme (z.B. Dokumentenmanagementsysteme) sowie der Anpassung bestehender Software gefördert.

Aufgrund der konservativen Finanzierungsstruktur bestehen keine bedeutenden Risiken aus Finanzinstrumenten; derivative Finanzinstrumente werden dabei nicht eingesetzt. Durch die vorhandenen Kreditlinien der Gruma-Gruppe in Verbindung mit dem Cash-Pooling sowie aufgrund des Bestandes an liquiden Mitteln ist eine ausreichende Finanzierung des laufenden Geschäfts und der geplanten Investitionen gesichert. Risiken, dass das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der bestehenden Verbindlichkeiten notwendig sind, bestehen somit nicht.

Die Forderungen der Gesellschaft werden durch das Debitorenmanagement überwacht und mit einem nachhaltigen Mahnwesen Forderungsausfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten. Identifizierten Forderungsausfallrisiken wird durch entsprechende bilanzielle Wertberichtigungen Rechnung getragen. Bereits bei Geschäftsanbahnung werden Ausfallrisiken regelmäßig durch bei namhaften Auskunfteien eingeholte Bonitätsnachweise vermieden.

Zinserträge und Zinsaufwendungen sind hinsichtlich des Geschäftsergebnisses als nachrangig zu beurteilen; Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, insbesondere im Hinblick auf das gestiegene Zinsniveau, bestehen somit nicht. Auch die Beteiligungsrisiken hinsichtlich der Tochtergesellschaften sind angesichts des Verhältnisses der Beteiligungsbuchwerte (TEUR 2.996) zu den positiven Geschäftsergebnissen und den guten Eigenkapitalausstattungen als sehr niedrig einzustufen.

D. Chancen- und Risikobericht mit Ausblick auf die voraussichtliche Entwicklung

Eine erfolgreiche Vertriebs- und Servicestruktur im Bereich der Fördertechnik muss vernünftige Lösungen auf die Entwicklung im Kaufverhalten der Industriekunden nach Ausbruch der Corona-Pandemie finden. Die Entwicklung weg vom klassischen Neufahrzeuggeschäft und hin zum flexiblen Full Service Abschluss im Rahmen eines Mietvertrages mit planbaren und einsatzgerechten Kostenverlauf wird dabei eine maßgebliche Rolle spielen. Andererseits müssen Herausforderungen im Hinblick auf den Bedarf an automatisierten Lagerlogistikprozessen sowie integrierten Kunden-Lieferanten-Anbindungen begegnet werden.

Die Dynamik der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen nach wie vor zu einem volatilen und verhältnismäßig schwer planbaren Nachfrageverhalten am Markt.

Der Kundenanspruch, nämlich erhöhte Flexibilität und kurzfristige Verfügbarkeit und Rückgabe der Fahrzeugflotte, hat aus unternehmerischer Sicht unmittelbar zur Folge, dass der Bedarf an einer professionell ausgestatteten Mietflotte unverändert hoch ist und letztendlich mit einer erhöhten Stückzahl an Rückläufern und einem hohen Gebrauchtstaplerbestand zu rechnen ist. Auch die wieder verbesserte Verfügbarkeit von Neuware belastet die Vermarktung von Gebrauchtware und führt zu höheren Beständen mit damit einhergehenden Vermarktungsrisiken. Eine erfolgreiche Vermarktung, hohe Umschlagszahlen sowie der Ausbau von Vertriebspersonal im Gebrauchtstaplerbereich muss deshalb in den kommenden Jahren weiter fokussiert werden. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung des Geschäfts und dem damit einhergehenden stärkeren Wettbewerb im Markt, müssen weiterhin verstärkt neue Märkte national und international erschlossen werden.

Wegen der weiterhin steigenden Bedeutung des Full Service-Geschäfts und des Gebrauchtstaplergeschäfts werden Kundenkalkulationen sowie Restwertberechnungen verstärkt überprüft und kontrolliert werden müssen, um systemische Risiken frühzeitig erkennen zu können, sie vorweg zu vermeiden und wenn notwendig frühzeitig Risiken durch entsprechende Rückstellungen abdecken zu können. Die dafür gebildeten bzw. zu bildenden Risikovorsorgen sind stark von der Entwicklung der kommenden Jahre im Bereich des Förder- und Nutzfahrzeugbereichs abhängig und müssen die Tendenzen im Markt genau berücksichtigen und abbilden. Dabei stellt zum Beispiel die Sensibilität der Kunden für Umweltfragen und die Chancen und Risiken von neuen Antriebsarten, wie z.B. Lithium-Ionen, eine erhebliche Herausforderung und ein schwer einzuschätzendes Risiko bei der Vermarktung von verbrennungsmotorischen Staplertypen aber auch von Staplertypen mit neuen Antriebsarten dar. Die deutlichen Preiserhöhungen in den Einkaufskonditionen bzw. die Inflation im Allgemeinen belasten die Ergebnissituation, insbesondere im Bereich des Full-Service-Geschäfts.

Des Weiteren wird die Notwendigkeit einer professionellen, flexiblen und gut ausgestatteten Mietflotte weiterhin hohe Bedeutung haben. Die am Markt zu beobachtenden Zukäufe im Bereich der Vermietung durch große Marktspieler zeugen ebenfalls davon, dass eine gewisse Größe und Reputation unabdingbar für ein Durchdringen des Mietmarktes bleiben. In diesem Bereich wird eine strategische Ausrichtung durch entsprechende Investitionen in Fachpersonal und das Dienstleistungsspektrum gefördert werden müssen, um den Wettbewerbsdruck auszuhalten und das Geschäftsprofil weiter zu stärken. Gleichzeitig müssen Kontrollsysteme im Unternehmen die Fuhrparkgrößen und den abgeleiteten Finanzierungsbedarf eng im Auge behalten.

Der Bereich des Neufahrzeuggeschäfts wird mehr denn je umkämpft und unter Preis- und Margendruck stehen. Zusätzlich zeigt sich dieser Bereich als weiterhin stark abhängig von den globalen Lieferketten. So haben pandemiebedingte Werksschließungen und Unterbrechungen in der weltweiten Logistik spürbar negative und nachhaltige Auswirkungen auf Lieferzeiten und Verfügbarkeit verursacht. Um die erforderliche Marktdurchdringung auch in Zukunft gewährleisten zu können, müssen die Vertriebskapazitäten verstärkt und unterstützt werden bei gleichzeitigem Kostenbewusstsein. Professionelle Aus- und Fortbildungen der Vertriebsmannschaft plus einer laufenden Nachwuchs- und Spezialistenförderung sind zwingend erforderliche Maßnahmen, ebenso wie die Nutzung neuer Absatzwege durch das Internet, Anbindung von ERP-Systemen und Online-Marketing.

Die Abhängigkeiten im Großkundengeschäft der Fördertechnik bleiben auch in Zukunft bestehen und müssen neben dem flächendeckenden Geschäft mit mittelständischen Unternehmen genau überwacht bleiben. Zugleich wird beobachtet, dass Kunden vermehrt Sonder- und Automatisierungslösungen erfragen und die Beratungsintensivität rund um den individuellen Fahrzeugeinsatz beim Kunden steigt.

Die Digitalisierung wird in allen Bereichen immer präsenter. Diese Digitalisierungstrends im Kundenumfeld müssen grundsätzlich professionell begleitet werden, um die Markposition in Zukunft zu festigen. Dabei wird es nicht reichen, mit Softwarelösungen oder integrierfähigen Produktlösungen am Markt vertreten zu sein. Der Kundenanspruch, eine vollumfängliche digitale Vertriebsabwicklung - angefangen bei Einkaufsplattformen die online und ständig verfügbar ("E-Procurement") sind, bis hin zu einem integrierten, elektronischen Belegaustausch - kann nur durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Innendienstabwicklung und deren Prozesse im Unternehmen gemeistert werden. Um Kundennähe im digitalen Zeitalter voranzutreiben, müssen ebenfalls komplett neue, digitale Angebote und Tools, wie z.B. Online-Schulungen, Online-Webshop, auf dem Markt gebracht werden. Es ist davon auszugehen, dass sich die Möglichkeit und das Portfolio an digitalen Dienstleistungen und Beratungen in Zukunft zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickeln werden.

Es wird erwartet, dass sich auch die Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten in den nächsten Jahren erheblich verändern werden. Für das zukünftige Lieferantenmanagement wird es für die Gesellschaft wichtig bleiben, Einkaufskompetenzen zu bündeln und Abhängigkeiten durch ein strategisches Einkaufsverhalten sowie eine sinnvolle Steuerung des Produktportfolios am Markt zu balancieren. Maßnahmen zum Schutz von Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE, ESG) sind weiterhin von großer Bedeutung. Auch vor dem Hintergrund hoher Energiekosten rückt das Thema Nachhaltigkeit immer weiter in den Fokus.

Die Rekrutierung von qualifiziertem Servicepersonal wird in den kommenden Jahren eine wesentliche Aufgabe bleiben. Der Fachkräftemangel und Wettbewerbsdruck im technischen Bereich ist erheblich spürbar und ein erhöhtes Augenmerk wird deshalb in diesem Bereich auf die Ausbildung von jungen Menschen, auf interne und externe Schulungsmaßnahmen sowie auf innovative Mitarbeiterbindungsprogramme gelegt werden müssen. Dies führt unweigerlich zu einer Erhöhung des Fixkostenblocks mit Risiken im Falle von Umsatzrückgängen.

Die nach wie vor unsichere geopolitische Gemengelage führt zu erhöhten Marktrisiken. Die hohe Nachfrage an Investitionsgütern wird sich aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten verlangsamen. Demgemäß musste die Gesellschaft im bisherigen Verlauf 2024 (Stand Mai 2024) zwar noch keine Umsatzrückgänge gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres verzeichnen, jedoch wird aufgrund aktueller Auftragseingänge ein leichter Umsatzrückgang für 2024 prognostiziert.

Aufgrund der erwarteten Umsatzrückgänge und somit der Rückgänge im Rohertrag bei gleichzeitig prognostizierten Kostenerhöhungen im Fix- bzw. Gemeinkostenbereich wird insgesamt von einem erheblichen Rückgang im Jahresergebnis der Gesellschaft für 2024 ausgegangen.

 

Garching-Hochbrück, den 27. August 2024

gez. Hans Gruber

gez. Oliver Paul

[1] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html?nn=577250

[2] https://berichte.kiongroup.com/2023/gb/lagebericht/wirtschaftsbericht/rahmenbedingungen/branchenbezogenes-umfeld.html

[3] Definition: Umsatzerlöse ./. Materialaufwand zzgl. Abschreibungen auf Vorführ- und Mietstapler

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 869,00 2
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 36.257,00 40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.885.918,00 12.727
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.619.282,00 1.989
19.541.457,00 14.756
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.996.128,41 2.996
22.538.454,41 17.754
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.918.356,00 3.149
2. Geleistete Anzahlungen 208.022,76 0
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.489.222,07 -2.284
2.637.156,69 865
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.629.476,03 8.836
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.571,14 5
3. Forderungen gegen Gesellschafter 6.308.792,01 4.928
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.352.924,63 1.156
15.293.763,81 14.925
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.143.161,19 15.102
26.074.081,69 30.892
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 3
48.612.536,10 48.649

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Andere Gewinnrücklagen 27.265.074,83 25.146
III. Jahresüberschuss 3.882.421,27 4.619
32.147.496,10 30.765
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 155
2. Sonstige Rückstellungen 7.575.000,00 8.188
7.575.000,00 8.343
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.829.347,05 2.337
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 393,83 26
3. Sonstige Verbindlichkeiten 441.299,12 462
davon aus Steuern: EUR 176.979,94 (132)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 127.631,92 (133)
2.271.040,00 2.825
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.619.000,00 6.716
48.612.536,10 48.649

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

2023
EUR
EUR 2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 80.827.566,60 79.941
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.130.347,82 1.355
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 33.328.372,86 37.137
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.822.203,72 39.150.576,58 5.441
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.883.911,65 10.156
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.083.839,19 1.991
davon für Altersversorgung: EUR 21.201,04 12.967.750,84 (20)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 17.242.963,89 13.460
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.421.474,23 6.941
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 48,42 (0)
5.175.148,88 6.170
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.076,39 11
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (0)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.035,00 10
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (0)
davon aus Aufzinsung Rückstellungen: EUR 11.035,00 -958,61 (10)
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.268.639,00 1.528
10. Ergebnis nach Steuern 3.905.551,27 4.643
11. Sonstige Steuern 23.130,00 24
12. Jahresüberschuss 3.882.421,27 4.619

Anhang zum Jahresabschluss 31.12.2023

Tz.1 Allgemeines

Die GRUMA Fördertechnik GmbH hat ihren Sitz in Garching-Hochbrück und ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 97680.

Der Jahresabschluss 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet, das der Struktur des Unternehmens angemessen ist.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Vorführstapler sowie Mietstapler werden wie im Vorjahr als Anlagevermögen ausgewiesen und dementsprechend bewertet. Darüber hinaus werden entsprechend den Vorgaben der steuerlichen Außenprüfung weitere Bereiche der im Rahmen von Full-Service-Verträgen genutzten Mietstapler im Anlagevermögen ausgewiesen.

Entsprechend der Geschäftstätigkeit des Unternehmens wird der Abgang der Vorführ- und Mietstapler im Verkaufsfall als Materialeinsatz, der jeweilige Verkaufserlös als Umsatzerlös ausgewiesen.

Soweit ergänzende Angaben nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs oder des GmbH-Gesetzes nicht in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung enthalten sind, werden diese im Anhang gesondert erläutert.

Tz.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden / Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungswerten bis zu EUR 250,00 werden als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen wird im Jahr des Zugangs der Abgang unterstellt.

Anlagespiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt dar:

Historische Anschaffungskosten
01.01.2023
EUR
* Umbuchung Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 6.700,00 0,00 0,00 6.700,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 244.694,83 0,00 0,00 244.694,83
* 1.989.141,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.135.336,30 18.902.147,58 7.679.199,14 88.347.425,74
* -1.989.141,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.989.141,00 3.619.282,00 0,00 3.619.282,00
* 0,00
77.369.172,13 22.521.429,58 7.679.199,14 92.211.402,57
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.996.128,41 0,00 0,00 2.996.128,41
* 0,00
80.372.000,54 22.521.429,58 7.679.199,14 95.214.230,98
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugang 2023
EUR
Abgang 2023
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5.211,00 620,00 0,00 5.831,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 204.436,83 4.001,00 0,00 208.437,83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.408.537,30 17.238.342,89 7.185.372,45 72.461.507,74
62.612.974,13 17.242.343,89 7.185.372,45 72.669.945,57
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
62.618.185,13 17.242.963,89 7.185.372,45 72.675.776,57
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 869,00 1.489,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 36.257,00 40.258,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.885.918,00 12.726.799,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.619.282,00 1.989.141,00
19.541.457,00 14.756.198,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.996.128,41 2.996.128,41
22.538.454,41 17.753.815,41

Der Saldo der außerplanmäßigen Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB beträgt EUR 2.392.794,07 (Vj. TEUR 884).

Anteilsbesitz

Anteil
%
Eigenkapital
EUR
Ergebnis des Geschäftsjahres
EUR
Schefer Mietstapler GmbH, Garching-Hochbrück 100,00 10.197.991,56 1.115.900,64
GRUMA Agrar GmbH, Leipzig 66,67 9.164.337,98 639.289,41
Gut Engelsdorf Agrarprodukte GmbH, Leipzig * / ** 66,67 3.719.095,88 0,00
Gruma Dienstleistungs GmbH, Leipzig * 66,67 904.832,30 77.023,43
Salzgitter Güterverwaltung GmbH, Salzgitter * 66,67 2.462.899,22 94.496,80
Landgut Chursdorf GmbH, Penig * 66,67 598.504,56 68.679,58
Gut Engelsdorf Bioprodukte GmbH, Leipzig * 66,67 26.232,70 1.232,70

* mittelbare Beteiligung

** Jahresüberschuss nach Gewinnabführung

2.2 Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschlägen entsprechend der Lagerdauer und Verwertbarkeit angesetzt.

2.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von notwendigen Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko angesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - sämtlich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter mit TEUR 6.309 (Vj. TEUR 4.928) betreffen Forderungen aus dem Cash-Pool-Konto (TEUR 7.252; Vj. TEUR 5.772), saldiert mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 768; Vj. TEUR 127) und Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer (TEUR 175; Vj. TEUR 717).

Die Forderungen gegen Gesellschafter haben - wie im Vorjahr - sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Bank- und Kassenguthaben entsprechen den Nominalwerten.

2.5 Rechnungsabgrenzung

Die Verteilung der Rechnungsabgrenzungsposten auf spätere Rechnungsperioden erfolgt zeitanteilig.

2.6 Antizipative Posten

Antizipative Posten sind, wie im Vorjahr, weder in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen noch in den Verbindlichkeiten enthalten.

2.7 Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Vom Wahlrecht, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr abzuzinsen, wurde kein Gebrauch gemacht. Zinseffekte aus der Zinssatzänderung sind in den entsprechenden Sachaufwandskonten ausgewiesen.

Pauschalrückstellungen wurden auf Grundlage von Erfahrungswerten und Kostenschätzungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalbereich 708 776
Betriebs- und Verwaltungsbereich 309 306
Gewährleistung und Kulanz 2.433 2.415
Vertrieb 419 464
Full-Service Geschäft 2.356 2.375
Strukturrisiken und Sonderrisiken Vertrieb 1.350 1.852
7.575 8.188

2.8 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
EUR
von 1 bis 5 Jahren
EUR
von mehr als 5 Jahren
EUR
Gesamt
EUR
besichert
EUR
Art der Sicherheit
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen 1.829.347,05 0,00 0,00 1.829.347,05 0,00 -
und Leistungen (2.337.439,16) (0,00) (0,00) (2.337.439,16) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 393,83 0,00 0,00 393,83 0,00 -
Unternehmen (26.319,83) (0,00) (0,00) (26.319,83) (0,00)
Sonstige 441.299,12 0,00 0,00 441.299,12 0,00 -
Verbindlichkeiten (461.560,84) (0,00) (0,00) (461.560,84) (0,00)
2.271.040,00 0,00 0,00 2.271.040,00 0,00 -
(2.825.319,83) (0,00) (0,00) (2.825.319,83) (0,00)

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr.

2.9 Umsatzerlöse

2023
TEUR
2022
TEUR
Verkauf 32.454 34.484
Mieten/Full Service 28.295 25.224
Ersatzteile 8.660 7.358
Werkstatt / Service 7.541 6.448
Konzerninterne Warenumsätze 3.736 6.347
Sonstiges 142 80
80.828 79.941

Der Gesamtumsatz 2023 von TEUR 80.828 betrifft mit TEUR 2.015 Lieferungen bzw. Leistungen ins EU-Ausland und mit TEUR 222 Lieferungen bzw. Leistungen ins Drittland. Im Übrigen betrifft der Umsatz das Inland.

2.10 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche periodenfremde bzw. außergewöhnliche Erträge ausgewiesen:

2023
EUR
2022
TEUR
Ertrag aus Wegfall Leibrentenverpflichtung (außergewöhnlich) 0 255
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (periodenfremd) 689 766
689 1.021

2.11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Vom Wahlrecht der Aktivierung der aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für Steuerentlastungsbeträge aufgrund der Bildung von Drohverlustrückstellungen und weiterer aktiver Latenzen der Passiva wurde kein Gebrauch gemacht.

Tz.3 Sonstige Angaben

3.1 Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

2023
EUR
2022
TEUR
Absatzfinanzierung (Gewährleistungsobligo) 169.741,65 279
Kreditinstitut
Gesamtschuldnerische Haftung
Konzern Cash-Pooling
Kreditrahmen EUR 6.000.000,00, begrenzt auf die Verursachung der Gesellschaft i.H.v. EUR 0,00; Valuta zum 31.12.2023 0,00 0
169.741,65 279

Die Haftungsverhältnisse bestehen in Höhe von EUR 0,00 (Vj. TEUR 0) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aufgrund der geordneten wirtschaftlichen Verhältnisse im Konzern der Gruma Nutzfahrzeuge GmbH zum 31.12.2023 und einer entsprechend positiven bzw. stabilen Prognose für einen mittel- bis langfristigen Planungshorizont ist nicht mit einer Haftungsinanspruchnahme der GRUMA Fördertechnik GmbH aus Cash-Pooling-Verbindlichkeiten zu rechnen.

Hinsichtlich des Gewährleistungsobligos bestehen ausreichende Risikovorsorgen in Form von Rückstellungen, so dass daraus keine Risiken drohen.

3.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Insgesamt bestehen Rücknahme- und Garantieverpflichtungen (Stillhalter) bis 10/2028. Die Verpflichtungen hieraus gliedern sich wie folgt:

2024
EUR
2025
EUR
2026
EUR
2027
EUR
2028
EUR
Restwerte 73.984,23 26.900,99 10.736,95 12.163,59 82.955,89
Gesamt
EUR
Restwerte 206.741,65

Zusätzlich bestehen Mietverträge ohne Befristung für gewerbliche Räume mit einem jährlichen Mietzins von derzeit TEUR 670 (davon an verbundene Unternehmen TEUR 602).

Die Risiken und Vorteile der nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasinggeschäfte sind für die Finanzlage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung.

Der Gesamtbetrag der zum Stand 31.12.2023 bestehenden Rücknahme- und Garantieverpflichtungen aus Leasingverträgen beträgt EUR 206.741,15 (Vj. TEUR 343). Zweck der Rücknahmeverpflichtung ist, dass Fahrzeuggeschäfte für Fremdkunden mit Leasinggesellschaften ermöglicht werden, da die Gesellschaft den Leasing- und Finanzierungsgeschäften das Vermarktungsrisiko abnimmt. Die diesbezüglich bestehenden Risiken sind durch Rückstellungen abgedeckt.

3.3 Personal

Die Gesellschaft beschäftigt nach Köpfen gerechnet und ohne Geschäftsführer im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 99 93
Kaufmännische Arbeitnehmer 89 92
Auszubildende 11 11
Aushilfen 9 7
208 203

3.4 Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Hans Gruber, Diplom-Kaufmann, Aichach

Herr Oliver Paul, Betriebswirt, Warngau

Auf eine Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 285 Nr. 9 a HGB wird in Ausübung des Wahlrechts von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3.5 Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben sind im Anhang des Konzernabschlusses der Gruma Nutzfahrzeuge GmbH, Friedberg-Derching, zum 31.12.2023 enthalten.

3.6 Mutterunternehmen

An der Gesellschaft ist die Gruma Nutzfahrzeuge GmbH, Friedberg-Derching, mit 100 % beteiligt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offengelegt.

Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft gemäß § 291 Abs. 1 HGB durch den Konzernabschluss der Muttergesellschaft befreit.

3.7 Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Jahresüberschuss 2023 von EUR 3.882.421,27 einen Teilbetrag von EUR 2.500.000,00 auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von EUR 1.382.421,27 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Garching-Hochbrück, den 27. August 2024

gez. Hans Gruber

gez. Oliver Paul

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GRUMA Fördertechnik GmbH, Garching-Hochbrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GRUMA Fördertechnik GmbH, Garching-Hochbrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRUMA Fördertechnik GmbH, Garching-Hochbrück, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 28. August 2024

Kesel & Partner PartGmbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
München

gez. Stefan Fichtl, Wirtschaftsprüfer

gez. Rainer Brunner, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Ergebnisverwendungsbeschluss entspricht dem Ergebnisverwendungsvorschlag der Geschäftsführung.

Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 05. September 2024.

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