TRUMPF SE + Co. KG
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Historie
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Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
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Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
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Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRUMPF SE + Co. KG (vormals: TRUMPF GmbH + Co. KG)DitzingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23Struktur und TätigkeitsbereicheLicht und Maschinen - unser Portfolio Unser größter Tätigkeitsbereich sind Werkzeugmaschinen für die flexible Blech- und Rohrbearbeitung. Wir haben Maschinen zum Biegen, zum Stanzen, für kombinierte Stanz-Laser-Prozesse sowie für Laserschneid- und Laserschweißanwendungen im Programm. Vielfältige Automatisierungslösungen und ein breites Softwareangebot für vernetzte Fertigungslösungen runden das Portfolio ab. Unser Produktprogramm in der Lasertechnik umfasst Lasersysteme für das Schneiden, das Schweißen, die Oberflächenbearbeitung dreidimensionaler Teile sowie Beschriftungslaser und -systeme. Wir bieten Hochleistungs-CO 2 -Laser, Scheiben- und Faserlaser, Diodenlaser und Ultrakurzpulslaser an. Teil der Lasertechnik ist das Geschäftsfeld Elektronik. Dieses umfasst Produkte mit Gleichstrom-, Hoch- und Mittelfrequenzgeneratoren für die induktive Materialerwärmung, für die Oberflächenbeschichtung und -bearbeitung mittels Plasmatechnologie sowie für die Laseranregung. 3D-Drucksysteme für metallische Bauteile oder medizinische Implantate gehören ebenfalls zu unserem Portfolio. Dafür nutzen wir im Rahmen von Additive Manufacturing die beiden relevanten Technologien Laser Metal Fusion und Laser Metal Deposition. Ein weiteres Geschäftsfeld sind CO 2 -Laser für die EUV-Lithographie. Hierbei wird extrem ultraviolette Strahlung eingesetzt, um noch kleinere, effizientere Schaltkreise oder Mikrochips herstellen zu können. Zusätzlich zum bereits bestehenden Geschäft mit Hochleistungsdiodenlasern werden die Laserdioden des Geschäftsfelds Photonic Components in Smartphones, in der digitalen Datenübertragung sowie in Sensoren für das autonome Fahren eingesetzt. Organisationsstruktur Die Management-Holding TRUMPF SE + Co. KG bildet das organisatorische Dach der TRUMPF Gruppe. Die operative Verantwortung für die Geschäftsbereiche und Geschäftsfelder ist auf verschiedene Vorstandsmitglieder verteilt. Das operative Geschäft der TRUMPF Gruppe ist überwiegend in den beiden Geschäftsbereichen Werkzeugmaschinen und Lasertechnik organisiert. Innerhalb der Geschäftsbereiche werden einzelne Produkt- beziehungsweise Marktsegmente als eigene Geschäftsfelder geführt. Im Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen betrifft dies beispielsweise unsere chinesische Werkzeugmaschinenmarke JFY und im Geschäftsbereich Lasertechnik die Elektronik. Die Geschäftsbereiche Werkzeugmaschinen und Lasertechnik werden durch eine Geschäftsbereichsgeschäftsführung verantwortet. Die jeweiligen geschäftsführenden Direktoren beziehungsweise Geschäftsführer der Geschäftsbereiche werden durch ein funktional organisiertes Managementteam unterstützt, das entlang der Wertschöpfungskette die Funktionsbereiche Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service sowie Finanzen und Personal abdeckt. Die beiden Geschäftsbereichsverantwortlichen sind gleichzeitig Mitglieder des Vorstands der Management-Holding. Neben den beiden Geschäftsbereichen werden die Geschäftstätigkeiten in den Bereichen EUV und Photonic Components sowie Financial Services in separaten Geschäftsfeldern geführt. Diese werden von eigenen Managementteams geleitet, die direkt jeweils an ein Vorstandsmitglied berichten. Weltweite Präsenz - nah an unseren Kunden Die TRUMPF Gruppe ist weltweit in allen für sie wichtigen Märkten vertreten. Wir haben 87 operativ tätige Gesellschaften in Europa, Amerika und Asien-Pazifik. Unsere industriellen Produktionsstandorte liegen in Europa in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, in der Schweiz und in der Tschechischen Republik, auf dem amerikanischen Kontinent in den USA und in Mexiko sowie in China. Darüber hinaus betreiben wir an unseren Standorten in Deutschland, Spanien und Indien Softwareentwicklung. Unser Stammsitz befindet sich in Ditzingen. Unsere Kunden unterstützen wir mit einem umfassenden Serviceangebot, das den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte umfasst. Wir bieten alle Leistungen, von der Finanzierung über Werkzeuge und Ersatzteile, technischen Service, Beratung und Schulung bis hin zu Funktionserweiterungen, Prozessoptimierungskonzepten, Monitoring- und Analysetools und Gebrauchtmaschinenhandel. Finanzielle Steuerung der TRUMPF GruppeGeschäftsbereiche und Geschäftsfelder Die TRUMPF Gruppe bildet die geschäftsbereichsorientierte Organisationsstruktur betriebswirtschaftlich durch eine Spartenrechnung ab. Dadurch werden unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Struktur innerhalb der einzelnen rechtlichen Einheiten alle Umsätze und Kosten den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern zugeordnet, die hierfür die weltweite Managementverantwortung tragen. Funktionale Managementverantwortung Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt bei TRUMPF nach dem Umsatzkostenverfahren. Hierdurch wird die Wahrnehmung der funktionalen Managementverantwortung in den Geschäftsbereichsgeschäftsführungen betriebswirtschaftlich unterstützt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die dem Umsatz gegenüberstehenden Herstellungskosten sowie die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung als auch Verwaltung transparent gemacht. Nachhaltige Wertsteigerung Das oberste betriebswirtschaftliche Ziel der TRUMPF Gruppe ist die kontinuierliche Wertsteigerung des Unternehmens. Dies soll durch einen nachhaltig positiven Wertbeitrag erreicht werden. Der Wertbeitrag der TRUMPF Gruppe ist dabei definiert als operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT - Earnings Before Interest and Tax) abzüglich der Kapitalkosten des operativ investierten Kapitals. Die Kapitalkosten ergeben sich als Mindestverzinsung auf das durchschnittlich gebundene investierte Kapital. Die Mindestverzinsung (WACC - Weighted Average Cost of Capital) für das Geschäftsjahr 2022/23 in Höhe von 9,5 Prozent (Vorjahr 9,5 Prozent) versteht sich vor Steuern und ist aus einer repräsentativen Peer Group von Unternehmen aus den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern abgeleitet. Der WACC wird regelmäßig überprüft. Das oberste betriebswirtschaftliche Ziel der kontinuierlichen Wertsteigerung wird bei TRUMPF in drei operative Ziele heruntergebrochen: (1) Hohes Wachstum (2) Angemessene Profitabilität (3) Effizienter Kapitaleinsatz
1) in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten 2) Durchschnitt über die 12 Monate des Geschäftsjahres Finanzielle Unabhängigkeit Die TRUMPF Gruppe ist ein Familienunternehmen. Das Ziel der Familie ist es, TRUMPF nachhaltig selbstständig und unabhängig von externen Kapitalgebern zu führen. Das nachhaltig hohe Wachstumsziel soll daher weitestgehend aus eigener Kraft erreicht werden. Die hierfür notwendigen Investitionen sollen in der Regel durch den operativen Cash Flow finanziert werden, um einen positiven Free Cash Flow zu generieren. Der positive Free Cash Flow wiederum dient der Stärkung der Nettofinanzposition. Eine starke Nettofinanzposition versetzt TRUMPF in die Lage, auch größere Einzelinvestitionen, wie zum Beispiel den Zukauf von Unternehmen, aus eigener Kraft zu finanzieren. Ebenso ist die Beibehaltung der hohen Eigenkapitalquote der Garant für wirtschaftliche Unabhängigkeit. Als zusätzliche Kennzahl dient das wirtschaftliche Eigenkapital, das die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern mit einbezieht.
* Ab dem GJ 2022/23 werden die sonstigen Finanzforderungen nicht mehr in der Nettofinanzposition berücksichtigt. Insoweit ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. WirtschaftsberichtWirtschaftliches Umfeld
Inflation, steigende Zinsen und hohe Energiepreise dominieren die globale Wirtschaftsentwicklung Das Geschäftsjahr 2022/23 zeichnete sich durch die Erholung der Lieferketten und verbesserte Lieferzeiten aus, während die anhaltend hohe Inflation sowie Leitzinsanhebungen der Zentralbanken die Wirtschaftsleistung beeinträchtigten. Die erhoffte Erholung der globalen Wirtschaftsentwicklung durch das Ende der Coronapandemie im Jahr 2022 wurde von steigenden Zinssätzen, hohen Energiepreisen und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestoppt. Auch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs beeinträchtigten diese Faktoren das globale Wachstum. Nach Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaft im Gesamtjahr 2022 um 3,5 Prozent gewachsen. Für das Gesamtjahr 2023 erwartet der IWF einen Anstieg von 3,0 Prozent. Im globalen Vergleich wuchs die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern im Jahr 2022 lediglich um 2,7 Prozent nach 5,4 Prozent im Vorjahr. Ein etwas stärkeres Wachstum berechnete der IWF für den Euroraum mit 3,5 Prozent. Mit 1,8 Prozent gehörte Deutschland zu den Ländern mit einem geringeren Wachstum im Vergleich zum Durchschnitt des Euroraums. Für 2023 liegt die Wachstumserwartung lediglich bei 0,9 Prozent, wobei für Deutschland ein Rückgang um 0,3 Prozent prognostiziert wird. Die USA hingegen wuchsen im Jahr 2022 mit 2,1 Prozent unterhalb des Durchschnitts der Industrieländer; für 2023 werden 1,8 Prozent Wachstum erwartet. Das Wachstum in Japan lag im Jahr 2022 mit 1,0 Prozent ähnlich wie in Deutschland am unteren Ende der Industrieländer und soll sich im Jahr 2023 leicht auf 1,4 Prozent erhöhen. Auch in den Schwellenländern schwächte sich die Wachstumsrate im Jahr 2022 ab und lag im Durchschnitt bei 4,0 Prozent. Chinas Wirtschaft konnte im Jahr 2022 nur um 3,0 Prozent zulegen, nach starken 8,4 Prozent Wachstum im Vorjahr. Auch die Volkswirtschaften in Brasilien sowie in Mexiko wuchsen mit 2,9 Prozent beziehungsweise 3,0 Prozent weniger stark als im Vorjahr. Dagegen verzeichnete Indien mit 7,2 Prozent weiterhin ein hohes Wachstum. Für 2023 erwartet der IWF in den Schwellenländern eine gleichbleibende Wachstumsrate von durchschnittlich 4,0 Prozent. Während sich die Energie- und Lebensmittelpreise in den meisten Ländern stabilisierten, wirkte sich die Straffung der Geldpolitik in der ersten Jahreshälfte 2023 destabilisierend auf die Finanzmärkte aus. Turbulenzen bei den Banken, wie zuletzt in den USA und der Schweiz, trugen zusätzlich zur Verunsicherung bei, blieben aber in ihrer Auswirkung vorerst lokal begrenzt. Auch der anhaltende Krieg Russlands in der Ukraine sowie das zurückhaltende Konsumverhalten in China bleiben maßgebliche Faktoren in der globalen Wachstumsentwicklung der Weltwirtschaft. Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau schwächer Der Maschinen- und Anlagenbau bewies 2022 dank solider Auftragsbestände seine Widerstandsfähigkeit. Durch die Entspannung der Lieferengpässe konnte die globale Maschinenindustrie ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 12 Prozent auf 3.385 Milliarden Euro steigern. Erwähnenswert sind hier die Wechselkurs- sowie Preissteigerungseffekte, sodass der Umsatz unter reiner Mengenbetrachtung nur 2 Prozent wachsen konnte. Trotz Entspannung der Lieferkettenproblematik bleibt das Jahr 2023 aus Sicht des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) weiterhin mit Unsicherheiten behaftet - vor allem durch den schwächelnden Auftragseingang in den ersten Monaten des Kalenderjahrs. Daher prognostiziert der VDMA für 2023 lediglich ein preisbereinigtes Umsatzwachstum von einem Prozent. Markt für Lasertechnik stagniert trotz Wachstum der E-Mobilität Basierend auf einer Studie von Optech Consulting konnte der Gesamtmarkt für industrielle Lasersysteme 2022 die starken 25,0 Prozent Wachstum des Vorjahrs nicht fortführen und stagnierte bei einem Marktvolumen von 22 Milliarden US-Dollar. Auch hier ist die Branche von Währungseffekten betroffen - während die Nachfrage in lokalen Währungen wuchs, konnte der Markt in Dollar gerechnet kein Wachstum verzeichnen. Die Marktentwicklung im Jahr 2022 zeichnete sich vor allem durch gegenläufige regionale Trends aus - mit robuster Nachfrage in Amerika und gleichzeitigem Rückgang der Nachfrage in China. Nach Anwendungsbereichen konnten die E-Mobilität sowie die Halbleiterfertigung weiterhin durch hohes Wachstum überzeugen. Für das Jahr 2023 prognostiziert Optech Consulting ein Wachstum des Gesamtmarkts für industrielle Lasersysteme zwischen 5 und 10 Prozent. Als Wachstumstreiber wird insbesondere Nordamerika gesehen. GeschäftsverlaufTrotz schwieriger Rahmenbedingungen Höchstwerte bei Umsatz und Ergebnis TRUMPF konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Auftragseingang erneut die 5-Milliarden-Grenze übertreffen, blieb aber hinter dem bisherigen Höchstwert aus dem Vorjahr zurück. Für das gesamte Geschäftsjahr lag der Auftragseingang der TRUMPF Gruppe mit 5.088 Millionen Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 5.577 Millionen Euro. Damit konnten wir die Prognose, die ein ähnlich hohes Niveau im Auftragseingang vorgesehen hatte, nicht ganz erreichen. Der Umsatz hingegen stieg im abgelaufenen Jahr stark an: um 27,0 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 5.365 Millionen Euro (Vorjahr 4.223 Millionen Euro). Das starke Wachstum ist unter anderem auf eine deutlich reduzierte Lieferkettenproblematik sowie den hohen Auftragsbestand des Vorjahrs zurückzuführen, den wir in stärkerem Maße abarbeiten konnten als erwartet. Das prognostizierte Umsatzwachstum konnte deutlich übertroffen werden. Unsere Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz, lag bei 0,95 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (1,32) deutlich verringert. Das EBIT lag mit 615 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (468 Millionen Euro). Die Ergebnissteigerung ist insbesondere getrieben durch das starke Umsatzwachstum. Das erwartete EBIT aus der Prognose konnten wir damit erreichen. Das gute Renditeniveau des Vorjahrs wurde nochmals leicht übertroffen, die EBIT-Rendite stieg von 11,1 Prozent auf 11,5 Prozent. Die prognostizierte EBIT-Rendite konnte folglich ebenfalls erreicht werden. Insbesondere vor dem Hintergrund des weiterhin sehr unsicheren wirtschaftlichen Umfelds sind wir mit der erzielten Rendite insgesamt sehr zufrieden. Wir erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 316 Millionen Euro wieder einen deutlich positiven Wertbeitrag. Das EBIT-Wachstum war signifikant höher als das Wachstum der durchschnittlichen Kapitalkosten, sodass der Wertbeitrag gegenüber dem Vorjahr (222 Millionen Euro) um 94 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Die prognostizierte Wertbeitragssteigerung konnte somit erreicht werden. Insgesamt konnten wir unsere Prognosen für das Berichtsjahr im Wesentlichen erfüllen. Während unsere Ziele beim Umsatz deutlich übertroffen wurden, entwickelte sich der Auftragseingang unter den Erwartungen. Bei EBIT, EBIT-Rendite und Wertbeitrag liegen wir jeweils auf dem prognostizierten Niveau.
Auftragseingang blieb hinter dem Höchstwert des Vorjahrs zurück Der Auftragseingang blieb mit 5.088 Millionen Euro um 8,8 Prozent hinter dem bisherigen Allzeithoch des Vorjahrs (5.577 Millionen Euro) zurück. In den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern war die Entwicklung unterschiedlich. Der Geschäftsbereich Werkzeugmaschinen hatte nach dem starken Vorjahr bereits in der Prognose mit einem rückläufigen Auftragseingang gerechnet. Mit 2.818 Millionen Euro fiel der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (-9,0 Prozent) aber weniger stark aus als erwartet. Der Geschäftsbereich Lasertechnik konnte hingegen das prognostizierte Wachstum im Auftragseingang erreichen und lag mit 2.080 Millionen Euro um 14,0 Prozent über dem Vorjahr (1.824 Millionen Euro). Dies ist vor allem bedingt durch ein weiterhin starkes Wachstum im Geschäftsfeld Elektronik. Das Geschäftsfeld EUV verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Rückgang der Aufträge. Mit 809 Millionen Euro lag der Auftragseingang um 23,5 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahrs (1.057 Millionen Euro) und auch deutlich unter der Prognose. Der Auftragsbestand reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 276 Millionen Euro und liegt mit 2.504 Millionen Euro jedoch immer noch auf einem sehr hohen Niveau (Vorjahr 2.780 Millionen Euro).
Umsatz stieg stark und erreichte neues Allzeithoch TRUMPF verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein starkes Umsatzwachstum. Maßgeblich getrieben wurde dies von deutlich reduzierten Lieferkettenengpässen sowie dem hohen Auftragsbestand des Vorjahrs, den wir in stärkerem Maße abarbeiten konnten als erwartet. Der Umsatz stieg um 27,0 Prozent von 4.223 Millionen Euro auf 5.365 Millionen Euro und erreichte im Jahr des 100. Firmenjubiläums einen neuen historischen Höchstwert. Der Umsatz unseres Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen stieg um starke 32,8 Prozent auf 3.038 Millionen Euro (Vorjahr 2.289 Millionen Euro). Der Geschäftsbereich konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr besonders stark von reduzierten Problemen in der Lieferkette profitieren, was in Kombination mit dem hohen Auftragsbestand zu den starken Umsatzzuwächsen führte. Damit übertraf der Geschäftsbereich auch das erwartete Wachstum aus der Prognose deutlich. Der Geschäftsbereich Lasertechnik erzielte mit 2.059 Millionen Euro (+28,0 Prozent; Vorjahr 1.609 Millionen Euro) ebenfalls ein hohes Umsatzwachstum verglichen mit dem Vorjahr. Auch der prognostizierte Umsatz wurde übertroffen. Die Lasertechnik profitierte dabei vom weiterhin starken Wachstum im Elektronikgeschäft sowie im Bereich Elektromobilität. Das EUV-Geschäft verzeichnete beim Umsatz erneut ein starkes Wachstum. Getrieben von den starken Zuwächsen im Auftragseingang des Vorjahrs stieg der Umsatz im aktuellen Geschäftsjahr um 22,2 Prozent auf 971 Millionen Euro (Vorjahr 795 Millionen Euro). Die ambitionierte Umsatzprognose konnte damit erreicht werden. Zwischen den Geschäftsbereichen und Geschäftsfeldern bestehen wesentliche Lieferbeziehungen. Der Umsatz der TRUMPF Gruppe ist um diese konsolidiert. Deutliches Umsatzwachstum in allen Regionen Unser EUV-Geschäft tätigen wir aufgrund des Hauptsitzes unseres Kunden ASML nahezu ausschließlich in den Niederlanden. Da dies die Regionensicht verzerrt, erfolgt die Kommentierung der Umsatzentwicklung nach Regionen im Folgenden ohne Berücksichtigung der Umsätze aus dem EUV-Geschäft als Kooperation.
In unserem Heimatmarkt Deutschland konnten wir unseren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich steigern. Dieser erhöhte sich um 32,2 Prozent auf 779 Millionen Euro (Vorjahr 589 Millionen Euro). Nach dem eher verhaltenen Wachstum im Vorjahr ist diese Entwicklung sehr erfreulich. Die Wachstumsrate lag über dem Gruppendurchschnitt; lediglich in Amerika war das Wachstum noch höher. Die Märkte im übrigen Europa verzeichneten im Durchschnitt ebenfalls ein zweistelliges Wachstum. Die großen westeuropäischen Märkte Italien (+46,9 Prozent), Frankreich (+39,0 Prozent), Spanien (+36,3 Prozent) und Großbritannien (+20,5 Prozent) legten allesamt sehr deutlich zu, während der Umsatz in Österreich stagnierte (+0,9 Prozent). Nach einem leichten Rückgang im Vorjahr stieg der Umsatz in unserem großen osteuropäischen Markt, der Tschechischen Republik, wieder sehr deutlich an (+40,6 Prozent). In Polen (+16,4 Prozent) und insbesondere in Ungarn (+50,2 Prozent) konnten wir weiterhin signifikant zulegen. Bedingt durch den anhaltenden Krieg gingen die Umsätze in Russland auf ein Minimum zurück (-91,2 Prozent), während sich der Umsatz in der Ukraine weiterhin auf sehr niedrigem Niveau bewegt. Dies führte dazu, dass sich der kumulierte Umsatzanteil beider Länder auf mittlerweile nur noch 0,1 Prozent des Gruppenumsatzes reduzierte. Die amerikanischen Märkte blicken auf ein besonders erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. In den USA konnten wir unser starkes Wachstum aus dem Vorjahr fortsetzen; der Umsatz stieg um 38,5 Prozent auf 899 Millionen Euro. In Mexiko konnten wir unseren Umsatz sogar mehr als verdoppeln (+160,4 Prozent); in Kanada hingegen wurde lediglich eine leichte Umsatzsteigerung erzielt (+5,4 Prozent). Ein erneut starkes Wachstum verzeichneten wir in Südamerika - im dort größten Markt Brasilien legte der Umsatz um 59,9 Prozent zu. Die asiatischen Märkte konnten insgesamt ebenfalls zweistellig wachsen. In China haben wir den Umsatz trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf 602 Millionen Euro gesteigert. Damit blieben wir aber mit 4,7 Prozent Umsatzwachstum hinter der Wachstumsrate des Vorjahrs zurück. In den restlichen asiatischen Märkten hingegen konnten wir in Summe deutlich zulegen. Wachstumstreiber waren die beiden größten Märkte Südkorea (+43,4 Prozent) und Japan (+29,7 Prozent). Indien verzeichnete erneut ein hohes Wachstum (+30,1 Prozent), während der Umsatz in Taiwan rückläufig war (-10,1 Prozent). Umsatzanteil Amerikas erhöhte sich, Asien rückläufig Deutschlands Umsatzanteil erhöhte sich zum Vorjahr leicht auf 14,5 Prozent (Vorjahr 13,9 Prozent). Dagegen blieb der Anteil von Europa ohne Deutschland nahezu konstant bei 23,9 Prozent (Vorjahr 24,0 Prozent). Der Anteil der amerikanischen Märkte erhöhte sich auf 21,6 Prozent (Vorjahr 19,3 Prozent). Hingegen lag der Anteil Asiens am Umsatz mit 21,6 Prozent unter dem Vorjahr (23,7 Prozent). Der Umsatzanteil des EUV-Geschäfts lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 18,1 Prozent (Vorjahr 18,8 Prozent). Vermögens- und Finanzlage
Starkes Umsatzwachstum führte zu deutlicher Ergebnissteigerung Das EBIT lag mit 615 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (468 Millionen Euro). Die Ergebnissteigerung war insbesondere getrieben durch das starke Umsatzwachstum. Das gute Renditeniveau des Vorjahrs haben wir damit übertroffen. Die EBIT-Rendite stieg von 11,1 Prozent im Vorjahr auf 11,5 Prozent im abgelaufenen Geschäftsjahr. In den Herstellungskosten werden sämtliche Aufwendungen ausgewiesen, die auf die im Geschäftsjahr abgesetzten Produkte oder Leistungen entfallen; hinzu kommen die verbleibenden, nicht auf Produkte und Leistungen verrechneten Kosten der operativen Bereiche Einkauf, Produktion und Service. Korrespondierend zur Umsatzentwicklung lagen die Herstellungskosten mit 3.353 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr (2.556 Millionen Euro). Die Herstellungskostenquote stieg auf 62,5 Prozent (Vorjahr 60,5 Prozent). Der deutliche Anstieg ist bedingt durch Kostensteigerungen auf der Einkaufsseite. Dazu zählen vor allem inflationsbedingte Preisanpassungen unserer Lieferanten sowie höhere Energiekosten, die wir nicht vollständig durch Preiserhöhungen weitergegeben haben. Das Bruttoergebnis lag bei 2.012 Millionen Euro (Vorjahr 1.667 Millionen Euro). Die Vertriebskosten umfassen alle dem Vertriebsbereich zugeordneten Personalaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen (vor allem Reise- und Marketingkosten) sowie Abschreibungen und Materialkosten unserer Showrooms. Außerdem werden hier die Fracht- und Verpackungskosten ausgewiesen, soweit sie dem Weg vom Produktionswerk zum Kunden zuzuordnen sind. Der Anstieg um 25,3 Prozent auf 687 Millionen Euro ist zum einen auf umsatzbedingt höhere Provisions- und Frachtkosten zurückzuführen. Zum anderen stiegen die Personalaufwendungen durch den Personalaufbau und Tariferhöhungen. Des Weiteren erhöhten sich die Sachkosten, insbesondere aufgrund höherer Marketing-, Messe- und Reisekosten. Der Anstieg in den Sachkosten war nicht nur volumen-, sondern auch inflationsbedingt. Die Vertriebskostenquote blieb im Geschäftsjahr 2022/23 mit 12,8 Prozent nahezu konstant (Vorjahr 13,0 Prozent). In den Forschungs- und Entwicklungskosten werden sämtliche Kosten ausgewiesen, die für Grundlagenforschung oder Neuentwicklungen aufgewendet werden und nicht im Zusammenhang mit der laufenden Produktion stehen. Dazu zählen insbesondere Personal-, Sach- und Materialkosten sowie Abschreibungen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2022/23 von 448 Millionen Euro auf 476 Millionen Euro. Die wesentlichen Kostentreiber waren der Personalaufbau sowie Tariferhöhungen. Die Entwicklungskostenquote lag mit 8,9 Prozent unter dem Vorjahr (10,6 Prozent). Historisch liegt sie weiter auf einem hohen Niveau. Die Verwaltungskosten enthalten insbesondere Personalaufwendungen, Abschreibungen sowie übrige Sachkosten der Bereiche Geschäftsführung, IT, Personalwesen, Recht, Unternehmenskommunikation, Infrastruktur und Finanzen. Auch im Verwaltungsbereich stiegen die Kosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Sie betrugen 281 Millionen Euro (Vorjahr 237 Millionen Euro). Der Anstieg resultiert ebenfalls aus dem Personalaufbau, Tariferhöhungen sowie deutlich gestiegenen IT-Aufwendungen. Ein Grund für die höheren IT-Aufwendungen ist unter anderem die Vorbereitung auf die Einführung von SAP S/4HANA, hinzu kommen eine insgesamt höhere Projektanzahl sowie inflationsbedingte Preisanpassungen unserer Lieferanten. Die Verwaltungskostenquote blieb mit 5,2 Prozent nahezu konstant (Vorjahr 5,6 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge (327 Millionen Euro, Vorjahr 267 Millionen Euro) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (277 Millionen Euro, Vorjahr 228 Millionen Euro) enthalten vor allem nicht funktionsbereichsgetreu zuordenbare Posten sowie gegenläufige Währungskursgewinne und -verluste, die aus operativen Geschäften beziehungsweise Finanzierungsgeschäften und deren Absicherung resultieren. Der hohe Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert vor allem aus deutlich gestiegenen Währungskursgewinnen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren konnten wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge aus Versicherungsentschädigungen für den letztjährigen Flugzeugabsturz am Standort Farmington (USA) in Höhe von 28,5 Millionen Euro realisieren. Höhere Währungskursverluste sowie gestiegene Forderungsabwertungen waren die wesentlichen Treiber für den deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Aufwendungen aus dem Flugzeugabsturz des Vorjahrs waren noch in Höhe von 6,2 Millionen Euro enthalten. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis fiel mit -9 Millionen Euro um 55 Millionen Euro besser aus als im Vorjahr (-64 Millionen Euro). Die Hauptursache für das deutlich bessere Finanzergebnis liegt in wesentlich geringeren Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen. Aus der Bewertung der Contractual-Trust-Agreement-Anlage resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein leichter Ertrag, während im Vorjahr noch ein Kursverlust in Höhe von 14 Millionen Euro zu Buche stand. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr 2022/23 betrugen 147 Millionen Euro und lagen damit um 48 Millionen Euro über dem Vorjahr (99 Millionen Euro). Insgesamt wurde ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 462 Millionen Euro erzielt (Vorjahr 310 Millionen Euro).
Vermögens- und Finanzlage: hoher Anstieg vor allem bei den Forderungen Die Bilanzsumme im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg um 9,4 Prozent auf 5.019 Millionen Euro (Vorjahr 4.586 Millionen Euro). Das Anlagevermögen erhöhte sich auf 1.840 Millionen Euro (Vorjahr 1.656 Millionen Euro) - das entspricht einem Plus von 11,1 Prozent. Der Anstieg ist größtenteils bedingt durch deutlich angestiegene Neuinvestitionen im Bereich der Sachanlagen (siehe dazu die Erläuterungen im Abschnitt Investitionen). Das Umlaufvermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten und aktiver latenter Steuern stieg um 8,5 Prozent auf 3.179 Millionen Euro (Vorjahr 2.930 Millionen Euro). Die Vorräte (vor erhaltenen Anzahlungen) stiegen durch die deutlich höhere Produktionsleistung um 14,5 Prozent auf 1.437 Millionen Euro (Vorjahr 1.255 Millionen Euro). Des Weiteren führte auch unser Bestreben, die Lieferzeiten gegenüber unseren Kunden möglichst gering zu halten, zur Erhöhung der Bestände. Im Vergleich zum Umsatz stiegen die Vorräte jedoch unterdurchschnittlich, wodurch sich die Vorratsreichweite (Days Inventories Outstanding - DIO) von 107 auf 96 Tage reduzierte. Die erhaltenen Anzahlungen sanken leicht und lagen bei 386 Millionen Euro (Vorjahr 458 Millionen Euro). Aufgrund des deutlich gestiegenen Umsatzes ging die Reichweite der erhaltenen Anzahlungen (Days Payments Received - DPR) deutlicher zurück; sie sank um 13 Tage auf 26 Tage (Vorjahr 39 Tage). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich, bedingt durch den starken Umsatzanstieg, um 29,0 Prozent auf 1.090 Millionen Euro (Vorjahr 845 Millionen Euro). Die Forderungen stiegen damit nahezu proportional zum Umsatz, womit sich die Forderungsreichweite (Days Sales Outstanding - DSO) lediglich um 1 Tag auf 73 Tage erhöhte (Vorjahr 72 Tage). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 6,5 Prozent auf 448 Millionen Euro (Vorjahr 420 Millionen Euro). Umsatzbedingt sank die Verbindlichkeitenreichweite (Days Payables Outstanding - DPO) um 6 Tage auf 30 Tage (Vorjahr 36 Tage). Das Working Capital - die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der erhaltenen Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - erhöhte sich um 38,6 Prozent auf 1.693 Millionen Euro (Vorjahr 1.222 Millionen Euro). Durch die überproportionale Erhöhung des Working Capitals im Vergleich zum Umsatz stieg die Working-Capital-Quote bezogen auf den Umsatz von 28,9 Prozent auf 31,6 Prozent. Die flüssigen Mittel sind um 19,2 Prozent auf 649 Millionen Euro (Vorjahr 803 Millionen Euro) gesunken. Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit lag mit 306 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (431 Millionen Euro). Negativ wirkte hier insbesondere die signifikante Erhöhung des Working Capitals. Bedingt durch das stark angestiegene Investitionsbudget fiel der Mittelabfluss aus der operativen Investitionstätigkeit mit 389 Millionen Euro deutlich höher aus als im Vorjahr (Mittelabfluss 219 Millionen Euro). Damit war der Free Cash Flow im abgelaufenen Geschäftsjahr mit -84 Millionen Euro negativ (Vorjahr 212 Millionen Euro). Der Mittelzufluss aus der übrigen Investitionstätigkeit belief sich auf 84 Millionen Euro (Vorjahr Mittelabfluss 143 Millionen Euro). Der Mittelzufluss resultiert vor allem aus der deutlichen Reduktion der mittelfristigen Finanzanlagen (Anlagen mit Restlaufzeit von mehr als drei Monaten). Hinzu kamen rückläufige Nettoinvestitionen in das Finanzanlagevermögen sowie nur sehr geringe Zugänge im Konsolidierungskreis. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit reduzierte sich auf 129 Millionen Euro (Vorjahr 280 Millionen Euro). Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden neue Verbindlichkeiten in Höhe von 102 Millionen Euro aufgenommen sowie bestehende Verbindlichkeiten gegenüber externen Kreditgebern in Höhe von 13 Millionen Euro zurückgeführt. Die Summe der zahlungsrelevanten Veränderungen des Finanzmittelbestands beträgt damit -129 Millionen Euro (Vorjahr -210 Millionen Euro). Die Nettofinanzposition - die Summe aus flüssigen Mitteln, Wertpapieren des Umlaufvermögens, Finanzforderungen und den mittelfristigen Finanzmittelanlagen in den sonstigen Vermögensgegenständen abzüglich der Finanzverbindlichkeiten - sank vor allem durch die höhere Investitionstätigkeit sowie den Anstieg des Working Capitals um 52,6 Prozent auf 344 Millionen Euro (Vorjahr 727 Millionen Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 13,1 Prozent auf 2.700 Millionen Euro (Vorjahr 2.387 Millionen Euro). Der starke Anstieg resultiert vor allem aus der sehr guten Ergebnisentwicklung. Analog zum Vorjahr wird über die Gewinnverwendung teilweise erst im Folgegeschäftsjahr entschieden, sodass ein dem Mutterunternehmen zuzurechnender Konzernjahresüberschuss im Eigenkapital ausgewiesen wird. Aufgrund des geringeren Anstiegs der Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 53,8 Prozent (Vorjahr 52,1 Prozent). Das wirtschaftliche Eigenkapital, das die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern miteinbezieht, stieg um 8,4 Prozent auf 2.710 Millionen Euro (Vorjahr 2.500 Millionen Euro). Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote sank von 54,5 Prozent auf 54,0 Prozent. Die Rückstellungen stiegen um 5,2 Prozent auf 909 Millionen Euro (Vorjahr 864 Millionen Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Personalrückstellungen sowie der kundenbezogenen Rückstellungen. Gegenläufig wirkte sich die Aufstockung der Investition in das Deckungsvermögen für die Pensionsrückstellungen aus. Die Verbindlichkeiten stiegen in Summe um 4,4 Prozent auf 1.282 Millionen Euro (Vorjahr 1.227 Millionen Euro). Die Entwicklung der Finanzverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurde bereits oben erläutert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verringerten sich um 24,8 Prozent von 372 Millionen Euro auf 280 Millionen Euro. Wie im Vorjahr wird über die Gewinnverwendung teilweise erst nach dem Jahresabschluss entschieden. Investitionen und Akquisitionen
Investitionsniveau stieg im Geschäftsjahr 2022/23 auf neues Rekordhoch TRUMPF investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr so viel wie noch nie zuvor: Die Investitionen stiegen gegenüber dem Niveau des Vorjahrs (218 Millionen Euro) um 44,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 316 Millionen Euro. Auf Sachanlagen entfielen dabei 311 Millionen Euro (exklusive der intern genutzten, selbst erstellten Maschinen in Höhe von 105 Millionen Euro) und auf immaterielle Vermögensgegenstände 5 Millionen Euro. Auf Grundstücke und bauliche Erweiterungen entfielen 39,7 Prozent der gesamten, oben genannten Investitionssumme. In technische Anlagen und Maschinen flossen 23,9 Prozent, in Betriebs- und Geschäftsausstattung 34,9 Prozent. In Deutschland tätigten wir 59,1 Prozent der Investitionen. Etwa 44,6 Prozent davon entfielen auf Bauinvestitionen, die überwiegend am Stammsitz in Ditzingen vorgenommen wurden. Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung der bereits in Vorjahren begonnenen Bauvorhaben. 28,2 Prozent unserer Investitionen erfolgten im übrigen Europa. 6,1 Prozent der Investitionen entfielen auf Amerika, 6,7 Prozent auf Asien. Die Investitionsquote des Anlagevermögens bezogen auf den Umsatz betrug 5,9 Prozent (Vorjahr 5,2 Prozent). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 316 Millionen Euro lagen in diesem Geschäftsjahr über dem Niveau der Abschreibungen in Höhe von 242 Millionen Euro (Vorjahr 207 Millionen Euro). Akquisitionen und Devestitionen Im Februar 2023 haben wir mit STOPA, einem der führenden Hersteller für automatisierte Lagersysteme, eine strategische Partnerschaft für Smart-Factory-Lösungen vereinbart. In diesem Zusammenhang hat TRUMPF eine Beteiligung in Höhe von 25,1 Prozent an der STOPA Anlagenbau GmbH erworben. STOPA liefert unter anderem automatisierte Lagersysteme für die Smart-Factory-Lösungen von TRUMPF. Kunden können damit ihre Maschinen automatisiert be- und entladen und logistisch miteinander vernetzen. Im März 2023 haben wir die Beteiligung an der Auroma Technologies Co. Dba Access Laser Company (USA) von 85,0 Prozent auf 100,0 Prozent aufgestockt. Mitarbeiter
Neue Mitarbeiter weltweit Die Anzahl der für TRUMPF weltweit tätigen Mitarbeiter ist im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gestiegen. Insbesondere in den Wachstumsfeldern EUV und Elektronik wurden neue Stellen geschaffen. Zum 30. Juni 2023 haben wir 18.352 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 16.554 Mitarbeiter). In Deutschland beschäftigte TRUMPF zum Bilanzstichtag 9.124 Mitarbeiter (Vorjahr 8.417 Mitarbeiter). Das sind 8,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Außerhalb Deutschlands stieg die Anzahl der Beschäftigten um 13,4 Prozent auf 9.228 Mitarbeiter (Vorjahr 8.137 Mitarbeiter). Die Ausbildung junger Facharbeiter, Ingenieure, Betriebswirte und Informatiker ist uns sehr wichtig. Im Berichtsjahr absolvierten 550 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium an der Dualen Hochschule. Die Ausbildungsquote lag damit bei 3,5 Prozent (Vorjahr 3,3 Prozent). Forschung und EntwicklungWeiterhin hohe Entwicklungskostenquote
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 476 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr mit 448 Millionen Euro. Die Entwicklungskostenquote hat sich auf 8,9 Prozent reduziert (Vorjahr 10,6 Prozent), befindet sich jedoch historisch weiter auf einem hohen Niveau.
Die Anzahl der Mitarbeiter, die für TRUMPF an neuen Produkten arbeiten, stieg um 8,8 Prozent auf 2.853 Mitarbeiter (Vorjahr 2.623 Mitarbeiter). TRUMPF möchte durch ein intensives Technologiescouting Trends in den für die Gruppe relevanten Technologiebereichen frühzeitig bewerten und dann geeignete Maßnahmen anstoßen. Diese Maßnahmen reichen von der Initiierung des Aufbaus neuer Kompetenzen über die Anbahnung von Kooperationen mit Start-ups bis hin zu der Bewertung anorganischer Wachstumsoptionen entlang eines strategisch ausgerichteten Pre-M&A-Prozesses. Das Ziel ist dabei, neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln beziehungsweise bestehende Geschäftsfelder auszubauen. Neben Kooperationen mit Start-ups können diese auch als Zulieferer für TRUMPF gewonnen werden oder es können Venture-Capital-Projekte entstehen. Im Bereich Minderheitsbeteiligungen ergänzen wir weiterhin die internen Entwicklungen. So investierte die TRUMPF Venture II GmbH im Juli 2022 in die "digitale Nase", ein norwegisches Start-up, das kompakte Gassensoren basierend auf MEMS-Technologie entwickelt. Hiermit kann ein weiteres Element der Mensch-Maschine-Interaktion digitalisiert werden. Im Oktober 2022 folgte eine Beteiligung an einem spanischen Start-up, das Chips für äußerst leistungsstarke Zufallszahlengeneratoren für hochsichere Verschlüsselung entwickelt, die insbesondere für Quanten-Computing-Verschlüsselungsverfahren mittels TRUMPF Lasern eingesetzt werden. Ebenfalls im Oktober 2022 konnte eine Minderheitsbeteiligung an einem deutschen Start-up eingegangen werden, das in der TRUMPF Service-App Ersatzteile einfach über Fotos und künstliche Intelligenz identifizierbar macht. Die Beteiligung an einer Ausgründung der TU München, die eine medizinische Anwendung entwickelt hat, die mittels optoakustischer Bildgebung bisher unerreichte Auflösung ermöglicht, folgte im Dezember 2022. Schließlich konnte im Mai 2023 die Beteiligung an einem deutschen Start-up für simulationsgestützte Entwicklung von Quantensystemen abgeschlossen werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat TRUMPF das Start-up sus.raw GmbH ausgegründet, das nachhaltige Sekundärrohstoffe direkt von TRUMPF Kunden in die Metallherstellung zurückführt. Seit 2017 betreibt TRUMPF das eigene Gründerprogramm "Internehmertum". Im Rahmen dieses Programms werden aus innovativen Ideen skalierbare Geschäftsmodelle entwickelt und eigenständige Unternehmen aufgebaut. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Ausgründung eines Start-ups zur Wertschätzungskultur in Unternehmen als HR-Tech-Tool vorbereitet. Chancen und RisikenRisikomanagement TRUMPF ist als weltweit tätiges Hochtechnologieunternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die über ein integriertes Risikomanagement-System behandelt werden. Das zentrale Risikomanagement identifiziert und bewertet im Rahmen der Risikoanalyse regelmäßig Risiken der TRUMPF Gruppe und definiert Strategien zum Umgang mit diesen Risiken. Durch die Zusammenarbeit von Bereichen mit spezifischen Risikoanalysen, dem Business Continuity Management (BCM) und dem zentralen Risikomanagement soll der integrierte Prozess sichergestellt werden, der Risikotransparenz auf allen Ebenen schafft. Die Ergebnisse werden mit den verantwortlichen Geschäftsführungen in den Ländern diskutiert und bearbeitet. Zusätzlich wird der Vorstand jährlich und bei Bedarf gesondert über die Risikolage informiert. Neue Technologien und weitere Innovationen garantieren nachhaltiges Wachstum. Andererseits sind damit Markteinführungsrisiken und Risiken bei der Produktentwicklung verbunden. Diesen potenziell auftretenden Technologie- und Qualitätsrisiken wirken wir mit konkreten Maßnahmen entgegen. Eine der Stärken der TRUMPF Gruppe ist die Sicherung von elementarer Technologie auch innerhalb der eigenen Lieferkette (Produktionsnetzwerk). Gleichzeitig können Unterbrechungen der internen Produktion damit zu einem hohen Risiko für den Wertstrom führen. Die Verbindungen und Abhängigkeiten innerhalb des internen Produktionsnetzwerks sind daher zu schützen. Unterbrechungsrisiken sollen durch eine konsequente Implementierung des BCM bei kritischen internen Zulieferungen weiter reduziert werden. Gleichzeitig ist die Risikowahrnehmung in Bezug auf IT-Risiken und Informationssicherheitsrisiken weiterhin hoch. Auch mit Blick auf die Versorgungslage, die sich insgesamt entspannt , ergeben sich noch vereinzelte hohe Risiken in Bezug auf die Verfügbarkeit von Materialien. Dagegen führen insbesondere die geopolitischen Unsicherheiten in der Weltwirtschaft zu einer hohen Risikowahrnehmung in Bezug auf Handelskriege, Sanktionen und Genehmigungen. Konflikte zwischen Ländern können zu einer Unterbrechung der Lieferkette oder zum Verlust von Kapital und Märkten führen. Für relevante Produktlinien wird dieses Risiko berücksichtigt, um den Wertstrom zu sichern. Das Risikomanagement und das Business Continuity Management beobachten die Lage fortlaufend. Szenarien zu Betriebsunterbrechungen der Infrastruktur (insbesondere in der Produktion), Personal, IT und Versorgung werden standardmäßig durch das BCM betrachtet. Der Vorstand sowie die Verantwortlichen der Geschäftsbereiche und Zentralfunktionen werden monatlich über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage informiert. Die wichtige Kennzahl Auftragseingang wird tagesaktuell berichtet. Die Finanzkennzahlen und deren Analyse durch das Controlling bieten die Basis, anhand welcher der Vorstand mögliche Risiken identifizieren, bewerten und entsprechende Gegenmaßnahmen beschließen kann. Zur Risikoeinschätzung analysieren wir im Rahmen der Unternehmensplanung alternative Szenarien der möglichen Entwicklung der TRUMPF Gruppe. Ein monatlich tagender Zins- und Währungsausschuss führt auf Gruppenebene die Steuerung und Kontrolle der Cash-Flow-, Währungs- und Zinsrisiken durch. Zusätzlich erhöhen Markt- und Wettbewerbsanalysen die Risikotransparenz. Zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronapandemie haben der Zentrale Krisenstab im Stammhaus sowie die lokalen Krisenstäbe der Tochtergesellschaften bis März 2023 eng zusammengearbeitet. Mit dem offiziellen Ende der Pandemie und dem damit einhergehenden stark verringerten Risiko hat der Coronakrisenstab im März seine Arbeit eingestellt. Marktchancen und -risiken Die negativen konjunkturellen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die hohen Inflationsraten und die damit verbundene straffere Geldpolitik der Zentralbanken werden sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 bemerkbar machen. Daher erwartet der IWF für das Jahr 2024 mit 3,0 Prozent ein ähnlich moderates Wachstum wie für das Jahr 2023. Durch unsere weltweite Präsenz sehen wir dennoch gute Chancen, vom Wachstum einzelner Märkte der globalen Weltwirtschaft zu profitieren. Gleichzeitig führen die genannten globalen Unsicherheiten zu Risiken für unser Geschäft. Darauf sind wir vorbereitet durch gezielte Maßnahmen insbesondere in Einkauf und Produktion sowie durch vorbereitete Maßnahmen, um globale wirtschaftliche Risiken zu kompensieren. Insgesamt überwiegen auch in unsicheren Zeiten für uns die Chancen deutlich. Chancen und Risiken durch eine konsequente Digitalisierung der Kundenprozesse TRUMPF bietet seinen Kunden ein umfassendes Produktportfolio für die vernetzte Fertigung. Die Lösungsbausteine ermöglichen dabei sowohl die vertikale als auch die horizontale Vernetzung der Produktion bis hin zur Smart Factory, also einer ganzheitlich vernetzten Fertigung. Bei der Einführung digital vernetzter Prozesse beraten wir unsere Kunden umfassend und bieten maßgeschneiderte Software-Lösungen an. Potenzielle Risiken ergeben sich im Rahmen der Digitalisierung insbesondere aufgrund der steigenden Abhängigkeiten von IT-Systemen und damit der Schäden bei Ausfällen. Die Risiken werden betrachtet und finden in der Risikobearbeitung Berücksichtigung. Chancen und Risiken durch eine konsequente Digitalisierung der Geschäftsprozesse Vor dem Hintergrund des anstehenden Umstiegs auf das neue SAP-Release (SAP S/4HANA) findet eine Harmonisierung und Standardisierung der Geschäftsprozesse sowie der Rollout einer Geschäftsprozessorganisation (BPMO) statt. Die Anstrengungen sollen die erfolgreiche Transformation auf SAP S/4HANA ermöglichen und im Nachgang für Prozessinnovationen genutzt werden. TRUMPF geht dabei multifunktional vor und verfolgt einen ganzheitlichen Ende-zu-Ende-Ansatz (E2E) in der Prozessbetrachtung und -optimierung. Im Fokus stehen die Dokumentation und das Training der Prozessstandards und -varianten sowie die Standardisierung der Stamm- und Bewegungsdaten. Auch vereinzelte Risiken in Bezug auf fehlende konsequente Digitalisierung von Prozessen werden über das Risikomanagement aufgenommen und Maßnahmen werden implementiert. Chancen durch weiterhin wachsenden Bedarf an EUV- Lithographie Die Chancen durch den wachsenden Bedarf an EUV-Lithographie wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr bestätigt und sind weiterhin vorhanden. Die Hersteller von Mikrochips erweitern ihre Produktion um EUV-Lithographie-Anlagen signifikant, um den wachsenden weltweiten Bedarf an Halbleiter-Mikrochips zu decken. Neben dem Ausbau der absoluten Kapazitäten erweitern sie dabei auch ihren globalen Footprint über die Fokusländer Taiwan, USA und Korea hinaus. Bei der Herstellung von Mikrochips mit EUV-Lithographie werden Hochleistungslaserverstärker von TRUMPF eingesetzt: Mit ihrer Hilfe wird ein leuchtendes Plasma erzeugt, das die extrem ultraviolette Strahlung (EUV) zur Belichtung der Wafer liefert. Wir gehen davon aus, dass ein über die nächsten Jahre nachhaltig steigender Bedarf an diesen Anlagen besteht. Chancen auf dem Additive-Manufacturing-Markt Der Markt für additive Herstellungsverfahren wächst stetig. Unsere Grundüberzeugung festigt sich, dass Additive Manufacturing ein zukunftsweisendes Verfahren ist, mit dem TRUMPF ein Wachstumsfeld mit Potenzial besetzt. Viele Industrien, zum Beispiel die Medizin- und Dentaltechnik, die Automobilindustrie, Aerospace oder der Werkzeug- und Formenbau nutzen die TruPrint-Maschinen. Auch TRUMPF selbst nutzt die TruPrint-Anlagen zur Fertigung von Serienteilen für die eigenen Maschinen und Komponenten. TRUMPF bietet beide für den industriellen Metall-3D-Druck relevanten Verfahren an: Laser Metal Fusion und Laser Metal Deposition. Chancen durch unsere Absatzfinanzierung TRUMPF bietet seinen Kunden bereits seit 2001 Investitionsfinanzierungen an, seit 2014 auch mit der TRUMPF Financial Services GmbH als Vollbank. Damit haben Kunden in rund 30 Ländern einen Zugang zu passenden Kredit- oder Leasingangeboten. Neben der Finanzierung von TRUMPF Produkten ist auch die Finanzierung von Rohmaterialien zur Bearbeitung auf TRUMPF Maschinen im Rahmen einer Einkaufsfinanzierung möglich. Die TRUMPF Bank bietet darüber hinaus in vielen Märkten gedeckte Finanzkredite für die Exportfinanzierung an. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die TRUMPF Gruppe sichert ihre Liquidität regelmäßig durch mittel- bis langfristige Maßnahmen. Unsere Liquiditätsreserven befinden sich immer noch auf einem hohen Niveau. Die liquiden Mittel sind zu großen Teilen kurzfristig am Geldmarkt angelegt. Bei der Anlage unserer Liquiditätsreserven achten wir auf eine Risikostreuung durch die Aufteilung der Anlagen auf mehrere Finanzinstitute und -instrumente. Wir berücksichtigen dabei ausschließlich Banken mit guter Bonität. Die 2020 erfolgreich abgeschlossene Konsortialkreditlinie über 500 Millionen EUR hat eine Laufzeit bis 2027. Bei der im vergangenen Jahr vereinbarten Nachhaltigkeitskomponente (ESG-Komponente), bestehend aus den Kernkomponenten Mitarbeiterzufriedenheit, Arbeitssicherheit und Klimaschutz, sind zwei von drei Nachhaltigkeitszielwerten erreicht worden. Dementsprechend blieb die Marge unverändert. Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag freie Kreditlinien in Höhe von 479 Millionen EUR. Unser Liquiditätsreportingsystem ermöglicht eine tagesaktuelle Abfrage der Liquidität aller unserer Tochtergesellschaften. Weitere finanzielle Risiken sind für uns Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken. Da der Euroraum mit 46,3 Prozent Umsatzanteil unseren Hauptabsatzmarkt darstellt und wir mit dem internationalen Produktionsverbund und weltweiten Einkauf zum Teil in der Lage sind, Fremdwährungszahlungen auszugleichen, betrachten wir unser Wechselkursrisiko als begrenzt. Derivative Finanzinstrumente werden bei TRUMPF nicht zu Spekulationszwecken, sondern ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften eingesetzt. Somit steht dem Risiko der Marktpreisveränderung von Devisentermingeschäften eine gegenläufige Marktwertentwicklung der Grundgeschäfte entgegen. Die Sicherung erfolgt zum einen konzernintern, also mit den Gesellschaften der TRUMPF Gruppe, zur Abdeckung von Fremdwährungsrisiken aus gebuchten, schwebenden und antizipierten Grundgeschäften. Zum anderen werden entsprechend den intern abgeschlossenen Devisentermingeschäften unter Berücksichtigung der Net Exposures externe Sicherungsgeschäfte mit Banken getätigt. Wir sichern die Net Exposures in den Währungen US-Dollar, Britisches Pfund, Japanischer Yen, Chinesischer Renminbi, Koreanischer Won, Polnischer Złoty und Tschechische Krone systematisch ab und setzen dafür standardisierte Devisensicherungsinstrumente wie Devisentermingeschäfte ein. Andere Währungen sichern wir projektbezogen. Im Euroraum konzentrieren wir unsere Liquidität täglich mit Hilfe eines Cash-Pool-Systems, das einen länderübergreifenden Liquiditätsausgleich gewährleistet. Ein vergleichbares System haben wir bei unseren Tochtergesellschaften in China im Einsatz. Ein multilaterales Netting der Forderungen und Verbindlichkeiten erhöht die Transparenz und erleichtert die Abwicklung der konzerninternen Zahlungsströme. Interne Audits sollen zusätzliche Transparenz über die finanzwirtschaftliche Lage unserer Tochtergesellschaften schaffen. Strategische und operative Chancen und Risiken Innovationen Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir erfolgreich in innovative Technologien investiert, was uns neue Wachstumschancen eröffnet hat. Die Einführung innovativer, neuer Produkte ermöglichte es uns, unsere Marktposition zu stärken. Unsere Innovationsstrategie basiert auf internen und externen Innovationsansätzen. Wir sehen Forschung und Entwicklung als einen wesentlichen Treiber unseres Geschäftserfolgs. Gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eine ausgeprägte Innovationskultur stellen die Basis für unsere innovativen Produkte. Unser Innovationsmanagement sucht kontinuierlich nach Zukunftstechnologien und leitet Schritte ein, um diese in unsere Technologielandschaft einzubinden. Die Identifikation von Technologietrends hilft uns, offene Innovationsansätze gezielt einzusetzen. So stärken wir unsere Wettbewerbsposition durch das Einbinden von externem Fachwissen und Partnerschaften. Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Start-ups ist eine weitere wichtige Säule, um erfolgreich Innovation voranzutreiben. Ein sich schnell veränderndes Technologieumfeld birgt Risiken für die Geschäftskontinuität und den Schutz des geistigen Eigentums. Aus diesem Grund setzen wir uns aktiv mit den Chancen und Risiken der Innovation auseinander. Konkrete Maßnahmen stellen sicher, auch zukünftig erfolgreich am Markt agieren zu können. Geistiges Eigentum Wir sichern unsere Investitionen in Forschung und Entwicklung durch die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Produktmanagement und Patentabteilung. Ziel der Patentarbeit ist der Aufbau und das Management eines an der Geschäftsstrategie ausgerichteten Patentportfolios, das TRUMPF Vorteile hinsichtlich Handlungsfreiheit, Exklusivität und Verwertung von Patenten verschafft. Um dies zu erreichen, begleiten unsere IP-Experten den Einstieg in neue Technologien und sichern unser geistiges Eigentum durch proaktive Generierung, Verteidigung und Durchsetzung von Patenten und Designschutzrechten. Hierbei stehen unsere Kernmärkte im Fokus. Akquisitionen Um unsere strategischen Ziele zu erreichen, führen wir auch gezielte Unternehmensakquisitionen durch. Dies erfolgt ergänzend zum organischen Wachstum. Der Fokus liegt hierbei auf dem Erwerb von technologischem Know-how sowie neuen, nachhaltigen Geschäftsmodellen. Um eine möglichst große Gewissheit über das künftige Entwicklungspotenzial eines Akquisitionsprojekts zu erhalten, ist an den einzelnen Vorhaben eine Vielzahl von Experten und Entscheidungsträgern aus den Geschäfts- und den Zentralbereichen der Gruppe beteiligt. Beschaffung Wir überprüfen regelmäßig das Einkaufsvolumen auf Optimierungspotenziale und führen standortübergreifende Ausschreibungen zentral durch. Risiken halten wir durch ein umfassendes Monitoring gering, welches unter dem Eindruck der vergangenen Jahre nochmals deutlich weiterentwickelt wurde. Eine sorgfältige Auswahl und kontinuierliche Bewertung unserer strategischen Lieferanten, auch mit Blick auf Ausfallwahrscheinlichkeiten, sowie ein stringenter Lieferantenfreigabeprozess verschaffen uns zu jeder Zeit die notwendige Transparenz zu möglichen Risiken. Der enge Austausch unserer technischen Experten bietet zunehmende Transparenz über die Ausfall- und Verfügbarkeitsrisiken einzelner Bauteile. Aus einem kontinuierlichen Monitoring der Lieferqualität und -zuverlässigkeit leiten wir geeignete Qualitätssicherungs- und Lieferantenentwicklungsmaßnahmen ab. Unsere Grundversorgung durch Dritte wurde im vergangenen Geschäftsjahr durch Lieferengpässe, auch aufgrund Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, stark gefordert, was sich in einzelnen Produktfamilien durch verlängerte Lieferzeiten bemerkbar machte. Durch ein aktives Bedarfs- und Eskalationsmanagement konnten die Versorgungsengpässe begrenzt werden. Auch die Verfügbarkeit von Erdgas war jederzeit sichergestellt. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen gehen wir davon aus, dass keine maßgeblichen Versorgungsengpässe im folgenden Geschäftsjahr auftreten werden und sich die Situation in Summe weiter normalisieren wird. Produktion Die Prozesse in unserer Produktion entwickeln wir kontinuierlich weiter, denn die Digitalisierung des gesamten Order-to-Cash-Prozesses berührt auch weite Teile der Produktion. Dafür treiben wir die konsequente Standardisierung von Prozessen, Systemen und Daten weiter voran. Unsere schlanke Produktionsphilosophie mit dem Namen SYNCHRO ist dabei eine entscheidende Voraussetzung. Durch die Verbindung von Risikomanagement und BCM werden Risiken insbesondere in der Produktion systematisch identifiziert, bewertet und Maßnahmen abgeleitet sowie Notfallkonzepte für kritische Bereiche und Szenarien entwickelt. Hierdurch soll der Geschäftsbetrieb auch bei Szenarien, die zu einer Betriebsunterbrechung führen können, sichergestellt werden. Das TRUMPF Produktionsnetzwerk sichert einen elementaren Teil der Wertschöpfung in der TRUMPF Gruppe. Der Ausfall interner Produktionsstandorte stellt somit ein Risiko für die TRUMPF Gruppe dar. Dieses Risiko wird durch die BCM-Aktivitäten konkret abgesichert. Darüber hinaus ergeben sich Herausforderungen mit Blick auf die allgemeine Arbeitsmarktsituation unter anderem bei der Besetzung offener Stellen in der Produktion. Zusätzlich werden mögliche Sach- und Feuerschäden, Betriebsunterbrechungen sowie Betriebs- und Produkthaftpflichtrisiken über ein internationales Versicherungsprogramm und lokale Deckungen versichert. Unsere Produktionsstandorte bewerten und auditieren wir regelmäßig mit unserem Versicherungsmakler. Cyber Security Die IT-Risiken gehören zu den Fokusthemen: Wir überwachen unsere zentralen IT-Systeme permanent und passen unsere Cyber Security Roadmap jährlich und bei Bedarf an die Bedrohungslage und gesetzliche Rahmenbedingungen an. Durch die zunehmende Digitalisierung rückt auch die Sicherheit der Software in den TRUMPF Produkten in den Vordergrund. Die zentrale Governance für sichere Software-Entwicklung, zentrale Sicherheitsvorgaben, Security Response und eine sichere Entwicklungsinfrastruktur wird durch die Unterstützung der Entwicklungsteams durch Experten und durch spezialisierte Schulungen umgesetzt, damit die Sicherheitsanforderungen schon früh im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Durch die neu eingeführte weltweite regelmäßige Phishing-Simulation und die Umstellung auf ein verpflichtendes E-Learning zum Thema Cyber Security für die gesamte TRUMPF Gruppe werden alle Mitarbeiter zum sicherheitsbewussten Handeln geschult. Um die vorgenannten Maßnahmen zum Schutz unserer Daten und der Daten unserer Kunden extern zu validieren, streben wir die Zertifizierung nach ISO 27001 im nächsten Geschäftsjahr an. Cyber-Security-Risiken, die zu einer schweren Betriebsunterbrechung führen könnten, werden durch das BCM aufgenommen und Notfallpläne werden gemeinsam mit den Bereichen sowie der IT geprüft. Mitarbeiter Die Fluktuationsquote in der Gruppe blieb im vergangenen Geschäftsjahr unverändert bei 6,0 Prozent. In Deutschland ist jedoch ein deutlicher Anstieg auf 4,3 Prozent in der Fluktuationsquote zu verzeichnen (Vorjahr 3,4 Prozent). Die seit der Pandemie gestiegene Fluktuationsquote ist ein gesamtwirtschaftliches Phänomen. Die Kündigungs- und Wechselbereitschaft ist massiv gestiegen, der Arbeitsmarkt hat sich inzwischen zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Bedingt durch den Mangel an Fachkräften sowie einen attraktiven Arbeitsmarkt bleibt die Besetzung von bestimmten Stellen, insbesondere in technischen Berufen, herausfordernd. Gleichzeitig bekommt das langfristige Halten von Mitarbeitern (Retention) einen zunehmend hohen Stellenwert für Unternehmen. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns verstärkt auf Aktivitäten zur Mitarbeiterbindung und belassen die Maßnahmen zur Nachwuchssicherung auf einem hohen Niveau. Die Chancen für TRUMPF in der sogenannten "Great Resignation" liegen weiterhin darin, die Aufbruchstimmung von wechselwilligen Mitarbeitern anderer Firmen zu nutzen und diese durch unsere starke Arbeitgebermarke (Employer Brand) zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Mit einem gruppenweit gültigen Arbeitssicherheitsziel haben wir uns vorgenommen, die Anzahl der Unfälle weltweit kontinuierlich zu verringern. Unser Ziel ist es, die Frequency Rate auf ein Best-in-Class-Niveau zu reduzieren. Dafür setzen wir unsere Arbeitssicherheits- und Gesundheitspolitik und die lokalen TRUMPF Sicherheitsstandards um. Durch einheitliche Prozesse und Instrumente sowie die Kontrolle durch gruppenweite Audits verfolgen wir das Ziel, das Arbeitsschutzniveau stetig zu verbessern. Compliance und Datenschutz Der Vorstand erwartet von allen Mitarbeitern, dass sie sich in ihrem geschäftlichen Handeln an Recht und Gesetz halten. Um dies sicherzustellen, entwickelt TRUMPF sein Compliance-Management-System kontinuierlich weiter. Einzelne Handlungsbedarfe zur Verbesserung wurden dabei identifiziert und konkrete Maßnahmen abgeleitet sowie umgesetzt. Das Compliance-Training für Führungskräfte wurde an weiteren Standorten ausgerollt und internationalisiert. Der klare Fokus bei der Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems lag in diesem Geschäftsjahr auf der Umsetzung der Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes. Das Projektteam hat die Anforderungen des Gesetzes in Prozesse implementiert und stellt so die angemessene Umsetzung der Vorgaben sicher. Auch der Schutz personenbezogener Daten ist dem Vorstand wichtig. TRUMPF hat zur Sicherstellung der gesetzlichen Anforderungen aus der EU-Datenschutzgrundverordnung ein Datenschutz-Management-System etabliert, das in der Systematik und im Aufbau dem Compliance-Management-System entspricht und ebenso kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ein Schwerpunkt lag im letzten Geschäftsjahr auf der Einführung eines digitalen Tools zur Abbildung der wesentlichen Datenschutz-Prozesse. Das Verfahrensverzeichnis sowie die Dokumentation von Betroffenenanfragen und Datenpannen wurden in das Tool integriert. Weitere Prozesse folgen. Zudem wurde das Audit-Programm weiterentwickelt. Übergeordnetes Ziel beider Management-Systeme ist es, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der man offen über Compliance und Datenschutz spricht, die Regeln kennt und sich selbstverständlich an sie hält. Beurteilung der Risikosituation des Unternehmens Es sind keine Risiken identifiziert worden, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe substanziell gefährden könnten. Das Risikomanagement bei TRUMPF soll es ermöglichen, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten und die Kontinuität des Geschäftsbetriebs sicherzustellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den TRUMPF-spezifischen Risikokategorien wie Produktion und Entwicklung sowie auf den finanziellen und durch das Umfeld einwirkende Risiken. Betriebsunterbrechungsrisiken werden weiterhin durch das implementierte BCM in der Szenarioanalyse spezifisch betrachtet. Hierdurch entsteht ein weitreichender Ansatz, der Transparenz über die Risikolage schafft. PrognoseberichtMaschinen- und Anlagenbau erwartet Auftrags- und Produktionsrückgang Nach den zu Beginn des Jahres 2023 positiven Signalen der weltwirtschaftlichen Entwicklung geht der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) von einem fragilen Aufschwung aus. Der Bestelleingang im Maschinenbau sinkt seit dem zweiten Quartal 2023 bei der Mehrzahl der Mitgliedsunternehmen. Der Verband geht daher für das Gesamtjahr 2023 von einem Produktionsminus von 2 Prozent aus. Auch für den Umsatz geht der VDMA für die Euro-Länder von einem realen Rückgang in Höhe von einem Prozent aus, weltweit erwartet der Verband ein leichtes Umsatzwachstum von einem Prozent für das Gesamtjahr 2023. Laserindustrie erwartet mehrheitlich Umsatzwachstum Die 86 Prozent der Mitglieder der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Laser erwarten für 2023 einen Umsatzanstieg gegenüber 2022. Die Höhe des Umsatzanstiegs ist nach Aussage der Mitgliedsunternehmen sehr unterschiedlich. 19 Prozent gaben an, dass der Umsatz um bis zu 5 Prozent steigen werde. 53 Prozent erwarten ein Umsatzwachstum von 6 bis 15 Prozent. 14 Prozent der Mitgliedsunternehmen kalkulieren mit einem Umsatzrückgang von 15 bis 20 Prozent. Diejenigen Unternehmen, die ein Umsatzwachstum erwarten, sehen insbesondere die USA als Wachstumstreiber. Hingegen wird China aktuell eher kritisch gesehen. Ausblick des Unternehmens TRUMPF rechnet im Geschäftsjahr 2023/24 mit weiterem Umsatzwachstum Aufgrund der aktuell weiterhin unsicheren Wirtschaftslage gehen wir davon aus, dass der Auftragseingang in der ersten Hälfte des kommenden Geschäftsjahrs auf aktuellem Niveau stagnieren wird. Im zweiten Halbjahr rechnen wir wieder mit einem Anziehen der Aufträge. Insgesamt erwarten wir ein Wachstum des Auftragseingangs im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Beim Umsatz werden wir weiterhin von unserem hohen Auftragsbestand profitieren. Wir prognostizieren daher eine Fortsetzung des Wachstums, allerdings mit geringerer Rate als im starken abgelaufenen Geschäftsjahr. Insgesamt erwarten wir für den Umsatz im kommenden Geschäftsjahr ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT wird sich durch die erwartete Fortsetzung des Umsatzwachstums auch im kommenden Geschäftsjahr deutlich positiv im unteren zweistelligen Prozentbereich entwickeln. In Summe erwarten wir eine leicht höhere EBIT-Rendite als in diesem Jahr. Für den Wertbeitrag gehen wir jedoch von einem leichten Rückgang aus, was vor allem auf die erwartete Erhöhung der Kapitalkosten zurückzuführen ist. Für unsere beiden Geschäftsbereiche Werkzeugmaschinen und Lasertechnik sehen wir im kommenden Geschäftsjahr eine ähnliche Entwicklung im Auftragseingang. Nach dem starken Rückgang der Aufträge bei den Werkzeugmaschinen im abgelaufenen Geschäftsjahr soll der Geschäftsbereich im kommenden Geschäftsjahr wieder leicht wachsen. Ein Anziehen der Aufträge erwarten wir aber erst in der zweiten Geschäftsjahreshälfte. Den Geschäftsbereich Lasertechnik werden wir ab dem kommenden Geschäftsjahr 2023/24 ohne die Elektronik berichten, welche künftig als separates Geschäftsfeld geführt wird. Für die Lasertechnik, dann ohne das separate Geschäftsfeld Elektronik, erwarten wir im Auftragseingang ein leichtes Wachstum. Für beide Geschäftsbereiche erwarten wir einen Umsatzanstieg im einstelligen Prozentbereich, der für die Lasertechnik, dann ohne das Geschäftsfeld Elektronik, voraussichtlich etwas höher ausfallen wird als für die Werkzeugmaschinen. Im Geschäftsfeld EUV sind unsere Prognosen für das kommende Geschäftsjahr optimistisch. In der EUV-Lithographie für die Belichtung von Mikroprozessoren rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr mit wieder deutlich steigenden Auftragseingängen sowie leicht steigenden Umsätzen. In diesem hochinnovativen Herstellungsprozess ist TRUMPF zusammen mit ZEISS nach wie vor der wesentliche Lieferant für den Kunden ASML. Dieser Bericht beinhaltet zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen künftiger Entwicklungen beruhen. Sie unterliegen damit Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die außerhalb unserer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen. Dies kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den hier getroffenen Aussagen abweichen.
Ditzingen, 4. September 2023 TRUMPF
SE + Co. KG
diese vertreten durch den Vorstand Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende Dr. rer. pol. Lars Grünert Dr.-Ing. Mathias Kammüller Dipl.-Betriebsw. Oliver Maassen Dr.-Ing. Stephan Mayer Dr. rer. nat. Berthold Schmidt Dr. rer. nat. Hagen Zimer Konzernbilanz zum 30. Juni 2023AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022/23
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022/23Grundlagen und MethodenDie TRUMPF SE + Co. KG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRA 201460 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Johann-Maus-Straße 2, 71254 Ditzingen, Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde gemäß § 264a HGB in Anwendung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB unter Berücksichtigung der gesonderten Regelungen für Personengesellschaften, den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags des Mutterunternehmens sowie unter teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt. Gemäß § 298 Absatz 1 i. V. m. § 244 HGB wurde der Konzernabschluss in Euro aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Sie sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Bilanzierung und BewertungDie Abschlüsse der Gesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind unverändert nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sind aufgrund landesrechtlicher Regelungen Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften notwendig, so geschieht dies in einer Handelsbilanz II. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear. Waren niedrigere Wertansätze geboten, erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert. Die planmäßigen Abschreibungen gehen im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus: 3 bis 5 Jahre für Software, 6 bis 8 Jahre für erworbene Kundenstämme, 5 bis 8 Jahre für Technologie-Know-how, 10 Jahre für Markenrechte, 25 bis 50 Jahre für Gebäude, 12 Jahre für technische Anlagen und Maschinen, 3 bis 20 Jahre für andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden basierend auf betriebsinternen Erfahrungswerten aus der Vergangenheit, insbesondere hinsichtlich der Produktlebenszyklen, über 5 Jahre abgeschrieben. Intern genutzte Maschinen werden zu Versuchs- oder Schulungszwecken genutzt oder als Showroom- und Vorführmaschinen eingesetzt. Diese werden im Anlagevermögen ausgewiesen und über 5 Jahre abgeschrieben. An Kunden verleaste Maschinen werden ebenfalls im Anlagevermögen ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Finanzanlagen sind die Beteiligungen und die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Zur Bilanzierung und Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkten Material- und Fertigungskosten werden dabei in angemessenem Umfang auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, berücksichtigt. In den Herstellungskosten sind Zinsen für Fremdkapital nicht einbezogen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung nicht aktiviert. Die Vorräte werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben, wenn dieser aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder Absatzmarktpreisen, Überbestand oder Ungängigkeit am Abschlussstichtag niedriger ist als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert und offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert beziehungsweise mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen. Liquide Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks) werden zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Disagiobeträge werden aktiviert und planmäßig über die Laufzeit der entsprechenden Darlehen aufgelöst. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- oder -entlastung mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden zum Bilanzstichtag wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Das Festkapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Sonderposten enthält Investitionszuschüsse und -zulagen für das Anlagevermögen. Diese werden über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände ratierlich aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Entsprechend der Regelung in § 253 Absatz 1 HGB werden bei der versicherungsmathematischen Berechnung der Pensionsrückstellungen zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie die erwartete Fluktuation berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen folgende Parameter zugrunde gelegt: ‒ Zinssatz: 1,80 Prozent p. a. (Vorjahr 1,76 Prozent p. a.) ‒ Lohn- und Gehaltssteigerungen: 3,00 Prozent p. a. (Vorjahr 3,00 Prozent p. a.) ‒ Rententrend: 2,00 Prozent p. a. (Vorjahr 1,75 Prozent p. a.) Die Rückstellungen für die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen saldiert. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wurde aus den Marktwerten abgeleitet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB abgezinst. Ökonomische Sicherungsbeziehungen zwischen derivativen Finanzinstrumenten und Grundgeschäften werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Entsprechend wird bei effektiven Sicherungsbeziehungen auf die Bildung einer Drohverlustrückstellung bei Finanzinstrumenten mit negativem Marktwert verzichtet. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinsfuß von 0,76 Prozent p. a. (Vorjahr 0,34 Prozent p. a.) ermittelt. Sie wurden mit ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus den Marktwerten abgeleitet. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszinsfuß von 1,57 Prozent p. a. (Vorjahr 1,34 Prozent p. a.) ermittelt. Die Rückstellungen für die Verpflichtungen aus dem TRUMPF Familien- und Weiterbildungskonto wurden mit ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenständen saldiert. Der beizulegende Zeitwert wurde aus den Marktwerten abgeleitet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis Die Familie Leibinger sowie die Berthold Leibinger Stiftung GmbH halten direkt und indirekt sämtliche Anteile an der TRUMPF SE + Co. KG, Ditzingen. Die TRUMPF SE + Co. KG übt die Leitung sämtlicher in- und ausländischer Tochterunternehmen der TRUMPF Gruppe aus. Die Konsolidierung erfolgt auf Ebene der TRUMPF SE + Co. KG als Mutterunternehmen. Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes wird auf die gesonderte Anlage zum Konzernanhang verwiesen. Der Konsolidierungskreis umfasst ─ neben dem Mutterunternehmen ─ 29 (Vorjahr 28) deutsche und 57 (Vorjahr 56) ausländische Tochterunternehmen. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurden zwei Unternehmen erstmalig nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erstkonsolidierungen hatten auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns keine wesentlichen Auswirkungen, sodass die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr hierdurch nicht eingeschränkt ist. 37 (Vorjahr 35) Tochterunternehmen und 13 (Vorjahr 5) assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist, da ihr Jahresergebnis in Summe und ihre Umsatzerlöse in Summe weniger als 1 Prozent des Konzernergebnisses beziehungsweise des Konzernumsatzes ausmachen, werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Absatz 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das Eigenkapital der Tochterunternehmen mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert auf der Aktivseite ausgewiesen und über die betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag bestehen aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 46.047 T€. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über 5 Jahre und ergibt sich aus der historischen Nutzbarkeit der erworbenen Firmenwerte. Resultieren aus den Konsolidierungsmaßnahmen der §§ 300 bis 305 HGB Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen, so werden die sich zukünftig ergebenden Steuerentlastungen beziehungsweise Steuerbelastungen als aktive beziehungsweise passive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Der Ermittlung der latenten Steuern werden die im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenzen geltenden unternehmensindividuellen Steuersätze zugrunde gelegt. Auf Konzernebene werden die Steuersätze der betroffenen Tochterunternehmen verwendet. Diese liegen zwischen 9 Prozent und 34 Prozent. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden mit den aus der Anwendung des § 274 HGB resultierenden passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz zu einem Posten zusammengefasst. Zwischenergebnisse, die aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, werden erfolgswirksam eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Währungsbedingte Differenzen hieraus werden gemäß den Vorschriften des Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) 25 erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Erlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Absatz 1 i. V. m. § 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Absatz 1 i. V. m. § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB) beachtet. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten von nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Dabei werden die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zum historischen Kurs umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen der nicht in Euro bilanzierenden Tochterunternehmen werden mit dem monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Differenzen werden gemäß § 308a HGB innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Erläuterungen zur KonzernbilanzDie angegebenen Ziffern verweisen auf die entsprechende Position in der Konzernbilanz beziehungsweise der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert im Anlagespiegel dargestellt. Dabei wurden in den Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie in den kumulierten Abschreibungen Differenzen aus der Währungsumrechnung berücksichtigt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 19.363 T€. 2. Vorräte (nach Verrechnung mit erhaltenen Anzahlungen)
3. Forderungen
4. Sonstige Vermögensgegenstände
Die übrigen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen Forderungen an das Finanzamt aus Ertrag- beziehungsweise Umsatzsteuern. In den mittelfristigen Finanzmittelanlagen werden alle Finanzmittelanlagen mit einer Fristigkeit von mehr als drei Monaten ausgewiesen. Von den mittelfristigen Finanzmittelanlagen in Höhe von 105.787 T€ haben 44.000 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5. Liquide Mittel und Wertpapiere
In den liquiden Mitteln sind kurzfristige Finanzmittelanlagen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten enthalten. 6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Urlaubszuschüsse, Versicherungsprämien, Mieten, Beiträge, Wartungsverträge und sonstige durch das abweichende Geschäftsjahr bedingte Abgrenzungen. 7. Aktive latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die saldierten passiven latenten Steuern resultieren aus latenten Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze von immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagevermögen und Rückstellungen.
8. Eigenkapital
Die Position Festkapital entspricht den Pflichteinlagen der Kommanditisten der TRUMPF SE + Co. KG. Die Pflichteinlagen der Kommanditisten sind mit den Hafteinlagen identisch. Das Grundkapital der persönlich haftenden Komplementärin beträgt 4.000 T€. Die Gewinnrücklagen enthalten Gewinne und Verluste, die auf die in- und ausländischen Tochterunternehmen zurückgehen, sowie Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen. Eine anteilige Gewinnverwendung erfolgte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen. Im Folgegeschäftsjahr wird über die weitere Gewinnverwendung entschieden. Für das Geschäftsjahr 2022/23 wird daher analog zum Vorjahr ein Konzernjahresüberschuss ausgewiesen, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen im Wesentlichen die Beteiligungen an der TRUMPF Hüttinger Sp. z o.o. Die Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis entfallen mit 6.793 T€ (Vorjahr 7.007 T€) auf Anteile am Gewinn und mit 0 T€ (Vorjahr 0 T€) auf Anteile am Verlust. Die Gesamtentwicklung des Konzern-Eigenkapitals ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel gesondert dargestellt. 9. Sonderposten Der Sonderposten betrifft erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen. 10. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Aus der Bewertung des Contractual Trust Agreements zum 30. Juni 2023 ergibt sich ein Ertrag von 3.751 T€. Dieser wurde mit dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen, welche nach § 246 Absatz 2 HGB saldiert werden, in Höhe von 2.739 T€ verrechnet. Die historischen Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 243.331 T€. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzins von zehn Jahren und dem durchschnittlichen Marktzinssatz von sieben Jahren beträgt zum 30. Juni 2023 18.408 T€ (Vorjahr 34.923 T€). 11. Übrige Rückstellungen Der beizulegende Zeitwert des verrechneten Deckungsvermögens der Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt 12.661 T€ (Vorjahr 14.267 T€) und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt zum Bilanzstichtag 13.605 T€ (Vorjahr 12.971 T€). Die historischen Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 13.348 T€. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände der Rückstellungen für die Verpflichtungen aus dem TRUMPF Familien- und Weiterbildungskonto beträgt 35.893 T€ (Vorjahr 30.721 T€) und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt ebenfalls 35.893 T€ (Vorjahr 30.721 T€). Die historischen Anschaffungskosten des verrechneten Deckungsvermögens betragen 32.450 T€. Auf eine Saldierung von Aufwendungen und Erträgen wurde jeweils aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich, Garantieverpflichtungen, ausstehende Eingangsrechnungen sowie sonstige ungewisse Verbindlichkeiten. 12. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten sämtliche verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten, die der Finanzierung dienen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 205.000 T€ (Vorjahr 205.000 T€). Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten bestehen aus Darlehen und Spareinlagen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren 4.062 T€ (Vorjahr 5.346 T€) durch Grundpfandrechte gesichert. 13. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Abgrenzung von Einnahmen aus Wartungsleistungen, Schulungen und Leasingverträgen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung14. Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen
Umsatzerlöse nach Regionen
Der Umsatz wurde zu 15 Prozent (Vorjahr 14 Prozent) in Deutschland und zu 85 Prozent (Vorjahr 86 Prozent) außerhalb Deutschlands erzielt. 15. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen In den Herstellungskosten (3.352.520 T€, Vorjahr 2.555.577 T€) werden sämtliche Aufwendungen ausgewiesen, die auf die im Geschäftsjahr abgesetzten Produkte oder Leistungen entfallen, sowie die verbleibenden nicht auf Produkte und Leistungen verrechneten Kosten der operativen Bereiche Produktion und Service. In den Herstellungskosten sind Erträge aus dem Entlastungsbetrag im Rahmen des Strompreisbremsegesetzes (StromPBG) in Höhe von 4.000 T€ (Vorjahr 0 T€) enthalten. 16. Vertriebskosten Zu den Vertriebskosten in Höhe von 686.556 T€ (Vorjahr 547.822 T€) zählen alle dem Vertriebsbereich zugeordneten Personalaufwendungen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen wie Provisionen, Reise- und Marketingkosten sowie Abschreibungen und Materialkosten unserer Showrooms. Außerdem werden hier die Fracht- und Verpackungskosten ausgewiesen, soweit sie dem Weg vom Produktionswerk zum Kunden zuzuordnen sind. 17. Forschungs- und Entwicklungskosten In den Forschungs- und Entwicklungskosten (476.315 T€, Vorjahr 448.007 T€) werden sämtliche Kosten ausgewiesen, die für Grundlagenforschung oder Neuentwicklungen aufgewendet werden und nicht im Zusammenhang mit der laufenden Produktion stehen. Dazu zählen insbesondere Personal-, Sach- und Materialkosten sowie Abschreibungen. 18. Allgemeine Verwaltungskosten Die allgemeinen Verwaltungskosten betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 281.396 T€ (Vorjahr 236.772 T€) und enthalten insbesondere Personalaufwendungen, Abschreibungen sowie übrige Sachkosten der Bereiche Geschäftsführung, IT, Personalwesen, Recht, Unternehmenskommunikation, Infrastruktur und Finanzen. 19. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und Erträge aus Anlagenabgängen. Weiterhin ist ein positiver Sondereffekt aus der Versicherungsentschädigung für den letztjährigen Flugzeugabsturz am Standort Farmington (USA) in Höhe von 28.491 T€ (Vorjahr 47.033 T€) enthalten sowie öffentliche Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 6.476 T€ (Vorjahr 3.252 T€). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 226.068 T€ (Vorjahr 156.411 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 47.618 T€ (Vorjahr 25.264 T€). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 20. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kursverluste, Abschreibungen auf Firmenwerte, Aufwendungen aus Forderungsverlusten, Zuführungen zu Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie betriebliche Aufwendungen, die keinem anderen Funktionsbereich eindeutig zugeordnet werden können. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf 204.252 T€ (Vorjahr 142.588 T€). Aufwendungen aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen bei Finanzinstrumenten sind in Höhe von 129 T€ (Vorjahr 2.217 T€) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4.370 T€ (Vorjahr 310 T€). Aus dem Flugzeugabsturz am Standort Farmington (USA) resultieren 6.197 T€ (Vorjahr 27.339 T€) an betrieblichen Aufwendungen. 21. Finanz- und Beteiligungsergebnis
22. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Bei der TRUMPF SE + Co. KG sowie den in- und ausländischen Tochterunternehmen fallen effektive und latente Gewerbe- und Körperschaftsteuern an. Die effektiven Steueraufwendungen betragen im Berichtsjahr 160.547 T€ (Vorjahr 116.910 T€). Die Erträge aus latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr 13.743 T€ (Vorjahr Aufwand in Höhe von 17.552 T€). Diese resultieren aus unterschiedlichen Bilanzansätzen in der Handels- und Steuerbilanz und aus Konsolidierungsmaßnahmen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der Gesellschafter wurden in Anlehnung an § 264c Absatz 3 HGB nachrichtlich nach dem Konzernjahresüberschuss dargestellt. Bei der Berechnung der latenten Steuern werden diese nicht berücksichtigt. 23. Personalaufwand In den Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Personalaufwendungen in folgender Höhe enthalten:
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung24. Zusammensetzung des Finanzmittelbestands In den Finanzmittelbestand werden liquide Mittel (648.628 T€) und jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten (733 T€) einbezogen. Die kurzfristigen Geldanlagen können innerhalb von maximal drei Monaten in Zahlungsmittel umgewandelt werden. Die jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten betreffen Kontokorrentverbindlichkeiten. Sonstige Angaben25. Haftungsverhältnisse
Aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmen, für die Bürgschaften sowie Gewährleistungsverträge übernommen wurden, wird das Risiko der Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten als gering eingeschätzt. 26. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich um Devisentermingeschäfte in den Währungspaaren EUR/JPY, EUR/KRW, EUR/USD, EUR/CZK, EUR/PLN und EUR/GBP. Für Sicherungsgeschäfte, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen wurden und die zum Bilanzstichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert aufweisen, werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Die Bewertung erfolgt dabei nach allgemein anerkannten Bewertungsmethoden wie zum Beispiel Barwertmodellen. Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
1 Umfang der Sicherung für das Geschäftsjahr 2023/24 Bezüglich der zum Bilanzstichtag bestehenden Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gilt Folgendes: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften über den gesamten Sicherungszeitraum vollständig aus. Zur Messung der Effektivität sowie der Ineffektivität der Sicherungsmaßnahmen werden diese im Rahmen des bestehenden Risikomanagements regelmäßig überwacht. Die Messung erfolgt mittels der Critical-Term-Match-Methode. Hierbei wird die Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten wie Währungspaar, Laufzeit und Nominalbeträge geprüft. Des Weiteren werden retrospektiv die Zahlungsströme aus den Grundgeschäften mit den Zahlungen aus den Devisensicherungen verglichen. Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Ineffektivitäten festgestellt. Bei der Absicherung bilanzwirksamer Grundgeschäfte wird in der Regel die "Durchbuchungsmethode" angewandt, d. h. sowohl die Grundgeschäfte als auch die Sicherungsgeschäfte werden zum Stichtag bewertet. Sich ausgleichende, gegenläufige Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften werden in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto erfasst. Bei der Absicherung nicht bilanzwirksamer Grundgeschäfte werden Derivate als schwebende Geschäfte nicht bilanziert (Einfrierungsmethode). Gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Sicherungsstrategie werden zeitnah vorgenommen. Es kann daher sowohl prospektiv als auch retrospektiv von einer effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen, die bezüglich Laufzeit, Nominalbetrag und Fremdwährung dem erwarteten Nettozahlungsstrom entsprechen (Macro Hedges). Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Ein- und Auszahlungen aus geplanten Absatz- und Beschaffungsgeschäften sind aus der Unternehmensplanung abgeleitet. Die vergangenheitsbezogene Überprüfung der Planung hat gezeigt, dass die angesetzten Transaktionen hoch wahrscheinlich sind. Die Devisentermingeschäfte wurden für den Zeitraum vom Geschäftsjahr 2023/24 bis zum Geschäftsjahr 2025/26 abgeschlossen. Freistehende Derivate ohne Bewertungseinheit bestehen für das Währungspaar EUR/CNY. Hierbei handelt es sich um Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von 419.086 TCNY. Der Gegenwert beträgt 55.351 T€. Es wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des negativen Marktwerts gebildet, die mit einem Buchwert von -30 T€ unter dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst wurde. Der Marktwert wurde mit einer anerkannten Bewertungsmethode bestimmt (Barwertmethode). Für freistehende Derivate insbesondere des Währungspaars EUR/USD wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe des negativen Marktwerts gebildet, die mit einem Buchwert von -92 T€ unter dem Bilanzposten sonstige Rückstellungen erfasst wurde. Der Marktwert wurde mit einer anerkannten Bewertungsmethode bestimmt (Barwertmethode). 27. Außerbilanzielle Geschäfte Im Berichtsjahr bestehen außerbilanzielle Geschäfte in Form von Operate-Lease-Vertragsverhältnissen. Diese betreffen im Wesentlichen Kfz sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und dienen der Kostenreduktion. Die Summe der laufenden Leasingraten beträgt im Geschäftsjahr 2022/23 11.980 T€. 28. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Rahmenkontrakten und Anschaffungsgeschäften im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit in betriebsgewöhnlichem Umfang. 29. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH setzt sich wie folgt zusammen:
30. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:
31. Vorstand Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, die durch die folgenden Personen vertreten wird:
Die Bezüge des Vorstands der Leibinger SE für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betragen 16.879 T€ (Vorjahr 15.395 T€). Ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung wurden Pensionszusagen in Höhe von 15.613 T€ (Vorjahr 14.110 T€) gewährt und zurückgestellt. Im Geschäftsjahr 2022/23 erhielten ehemalige Geschäftsführer beziehungsweise ihre Hinterbliebenen Bezüge in Höhe von 974 T€ (Vorjahr 781 T€). 32. Befreiung gemäß HGB Für folgende Kapitalgesellschaften wird von der Befreiung des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch gemacht: TRUMPF Campus 1 GmbH, TRUMPF Werkzeugmaschinen Deutschland Vertrieb + Service Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Werkzeugmaschinen Teningen GmbH, TRUMPF International Beteiligungs-GmbH, TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH, TRUMPF Hüttinger Verwaltung GmbH, TRUMPF Laser GmbH, Celtia Verwaltungs-GmbH, TRUMPF Lasertechnik GmbH, TRUMPF Finance GmbH, Berthold Leibinger Immobilien GmbH, TRUMPF Kapitalbeteiligungen GmbH, TRUMPF Sachsen GmbH, TRUMPF Scientific Lasers Verwaltungsgesellschaft mbH, INGENERIC GmbH, TRUMPF Lasersystems for Semiconductor Manufacturing GmbH, TRUMPF New Business GmbH, Amphos GmbH, TRUMPF Tracking Technologies GmbH. Für folgende Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Absatz 1 HGB wird von der Befreiung zur Aufstellung eines Jahresabschlusses gemäß § 264b HGB nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht: TRUMPF SE + Co. KG, TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG, TRUMPF Hüttinger GmbH + Co. KG, TRUMPF Immobilien GmbH + Co. KG, TRUMPF Werkzeugmaschinen Deutschland Vertrieb + Service GmbH + Co. KG, TRUMPF Scientific Lasers GmbH + Co. KG. 33. Konzernabschluss Die TRUMPF SE + Co. KG, Ditzingen, stellt den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss kann im Unternehmensregister eingesehen werden. 34. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. 35. Gewinnverwendung Eine anteilige Gewinnverwendung erfolgte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen. Im Folgegeschäftsjahr wird über die weitere Gewinnverwendung entschieden. 36. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für den Konzernabschluss eingetreten.
Ditzingen, 4. September 2023 TRUMPF
SE + Co. KG
diese vertreten durch den Vorstand Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende Dr. rer. pol. Lars Grünert Dr.-Ing. Mathias Kammüller Dipl.-Betriebsw. Oliver Maassen Dr.-Ing. Stephan Mayer Dr. rer. nat. Berthold Schmidt Dr. rer. nat. Hagen Zimer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022/23
Aufstellung des Anteilsbesitzes 30. Juni 2023
Zu (1) : Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist Zu (2) : Gesellschaften sind konsolidiert, da bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise die Chancen und Risiken den Mutterunternehmen zuzurechnen sind Zu (3) : In Liquidation BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TRUMPF SE + CO. KG, Ditzingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TRUMPF SE + Co. KG, Ditzingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TRUMPF SE + Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen - mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 4. September 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 30.06.2023 wurde am 06.12.2023 gebilligt. |
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