Zwiesel Fortessa Aktiengesellschaft

Dr.-Schott-Straße 35, 94227 Zwiesel, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Deggendorf HRB 3
Vorher
Schott Zwiesel AktiengesellschaftZwiesel Kristallglas Aktiengesellschaft
Eingetragen
5.6.1898
Branche
Herstellung, Veredlung und Bearbeitung von sonstigem Glas einschließlich technischen GlaswarenHerstellung von Trinkgläsern und anderen Haushaltswaren aus Glas a. n. g.Herstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Herstellung und Verarbeitung von Glas und Vertrieb von Produkten des gedeckten Tisches aller Art sowie Herstellung und Vertrieb von Maschinen, Anlagen und Werkzeugen für die Glasindustrie und artverwandte Branchen.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Kathrin Strous
seit 21.2.2024
Vorstandsmitglied
Eike Christian Radtke
seit 28.6.2023
Prokura
Sven Stockinger
seit 12.11.2020
Prokura
Andreas Gerold Fath
seit 17.8.2020
Prokura
Maximilian Mühl
seit 15.10.2014
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zwiesel Kristallglas AG

Zwiesel

Jahresabschluss zum 30. September 2006

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005/2006

A. Wirtschaftsbericht

Die Zwiesel Kristallglas AG stellt als inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Zwiesel hochwertige Trinkgläser und Geschenkartikel her und vertreibt diese weltweit.

1. Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die wirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland hat sich im Jahre 2006 deutlich verbessert. Vom Wirtschaftsaufschwung in Deutschland konnte die Glas-, Porzellan-, Keramik- und Besteck-Branche jedoch nicht profitieren. Zwar hat sich die Stimmung des Handels, insbesondere im 1. Halbjahr 2006, aufgehellt, die reale Lage der Branche hat sich jedoch kaum verbessert. Im 1. Halbjahr musste der Hausrat, GPKB- und Geschenkartikel-Bereich einen Umsatzrückgang von rund 5 % hinnehmen. Für das Gesamtjahr ist maximal mit einem Umsatz dieser Branche auf Vorjahresebene zu rechnen. Zwar haben die Endverbraucher grundlegend wieder mehr investiert und spontan gekauft; diese Investitionen in den letzten Monaten sind jedoch vorwiegend in andere Bereiche abgeflossen. Exemplarisch sei hier die Fußballweltmeisterschaft genannt, die nicht unerhebliche finanzielle Mittel der Verbraucher gebunden hat, welche nicht mehr für Produkte des GPKB-Bereichs zur Verfügung standen. Der Vertriebskanal Gastronomie konnte ein leichtes Wachstum verzeichnen. Zudem wird die nach wie vor schwache Konjunktur in der gesamten Branche durch aggressive Preisstellung im globalen Wettbewerb sowie hohe Energie- und Rohstoffpreise negativ beeinflusst.

Amerika verzeichnet insbesondere in dem für unser Haus relevanten Gastronomie- und Hotellerie-Bereich signifikante Investitionszuwächse (Hotelneuprojekte), so dass auch hier weiterhin von einem stabilen Umsatzzuwachs ausgegangen werden kann. Negativ beeinflusst wird dieser Markt jedoch durch den weiterhin schwachen US-Dollar. Auch der südostasiatische Markt ist durch grundlegend hohe Investitionen im Hotellerie- und Gastronomie-Bereich gekennzeichnet, so dass analog dem amerikanischen Markt auch hier weiterhin mit entsprechendem Wachstum gerechnet werden kann.

Für das Jahr 2007 festigen sich die Konjunkturaussichten. Die Erholung gewinnt an Breite, wenngleich in Deutschland aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung der private Konsum negativ beeinflusst wird. Zudem werden sich weiterhin hohe Energie- und Rohstoffpreise negativ auswirken. Auch im Jahr 2007 ist mit einer weiteren Expansion der Weltwirtschaft zu rechnen, welche die Exporte nachhaltig stützen wird.

2. Geschäftsverlauf

Zur Frühjahrsmesse 2005 wurde in Frankfurt (Ambiente) mit der Luxusmarke "Zwiesel 1872" eine neue Marke eingeführt, die sich eindeutig qualitativ durch handwerkliche Meisterschaft und über eine einzigartige Designhandschrift differenziert. Die angestrebte Erschließung des Marktsegments der 6-Sterne-plus-Hotellerie sowie der Sterne-Gastronomie sowie das Upgrading des Markenportfolios im Hotelbereich konnte umfassend erreicht werden. Die angestrebte Anzahl der Markenoutlets für "Zwiesel 1872" in Deutschland wurde deutlich übertroffen. Die angestrebten Referenzobjekte konnten überwiegend für Kelchgläser der Marke "Zwiesel 1872" gewonnen werden. Der Zuwachs allein in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr beläuft sich auf rund 300 %; der gesamte Umsatzanteil der Marke "Zwiesel 1872" lag im Geschäftsjahr 2005/2006 bei über 5 %.

Auch die historisch eindeutig für Innovation und gutes Preis-Leistungsverhältnis und Qualität stehende Marke "Schott Zwiesel" konnte weiter an Fahrt gewinnen und ihre Position im 3 - 5 Sterne Bereich der Gastronomie und Hotellerie gezielt weiter ausbauen. Konsequenterweise ist der Anteil des Non-Markengeschäfts weiter zurückgegangen.

Die klare Markenführung, insbesondere die Fokussierung auf definierte Zielgruppen, sowie die einzigartige Produkt- und Designqualität und damit der hohe Gebrauchswert der Trinkgläser und Geschenkartikel, welche letztlich ihren Spiegel im Vertrauen zu den Marken "Schott Zwiesel" und "Zwiesel 1872" hielten, haben der Zwiesel Kristallglas AG trotz der weiterhin schwierigen, marktseitigen Randbedingungen eine Fortsetzung des erfolgreichen Geschäftsverlaufs ermöglicht.

Während des Geschäftsjahres wurde die Integration der Kommissionierung und der Lagerbewirtschaftung vollzogen sowie die Eingliederung der Werksverkäufe in die Zwiesel Kristallglas AG vorbereitet und zum 01. Oktober 2006 umgesetzt. Zielsetzung ist eine deutliche Effizienzsteigerung durch Verschlankung und straffere Führung der Prozesse - hier die Vermeidung von Administrativfunktionen. Die ersten Monate des neuen Geschäftsjahres belegen die Richtigkeit der Änderung.

Das Tochterunternehmen Hungarian Table Top Kft arbeitet weiterhin als verlängerte Werkbank und liefert vorwiegend handgefertigte Kelchgläser in hervorragender marktgerechter Qualität. Die Auslastung der Produktionseinheit konnte im letzten Geschäftsjahr deutlich gesteigert und zudem erste Dritt-Aufträge von relevanter Größe gewonnen werden. Das Tochterunternehmen Bohemia Table Top sro (Tschechien) wurde aufgrund rückläufiger Umsätze im Schliffbereich für eine Schließung vorbereitet, welche final nach Erfüllung aller relevanten Geschäftsbeziehungen für 2007 vorgesehen ist.

Ebenso ist eine Umstellung der Vertriebsgesellschaft in Schweden von einer 50 %igen Tochtergesellschaft zu einer Handelsvertretung zur Reduzierung von Verwaltungskosten vorgenommen worden. Auswirkungen auf die Marktbearbeitung sind nicht zu erwarten.

Für ein gemeinsam zielgerichtetes Handeln wurde nach Erarbeitung und Abstimmung von Vision und Strategie zwischen Vorstand und Führungskräften und Aufsichtsrat eine sogenannte Balanced Scorecard erarbeitet, in der neben den zentralen strategischen Zielen relevante Maßnahmen zur Zielerreichung festgehalten sind. Die Umsetzung obliegt den Führungskräften, welche wiederum den Zielerreichungsbeitrag des jeweiligen Bereiches mit ihren Mitarbeitern umfassend sicherstellen. Eine regelmäßige Überprüfung stellt die Effizienz der zielgerichteten Strategieumsetzung sicher.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Gesamtumsatz konnte von 54,3 Mio Euro im Vorjahr auf 60,1 Mio Euro gehoben werden. Der Inlandsumsatz betrug dabei 22,3 Mio Euro und fiel damit um 12 % höher als im Vorjahr aus. Auf den internationalen Märkten wurden 37,8 Mio Euro umgesetzt (+ 10 %). Die wertmäßige Exportquote beträgt damit im Geschäftsjahreszeitraum 62,8 % (Vorjahr 63,4 %).

Der kundenspezifisch angepasste Produktmix und die konsequente regelmäßige Sortimentsoptimierung in Richtung Lagerhaltung von Kernsortimenten ermöglichte es, den Umsatzanstieg bei weitgehend konstantem Lagerbestand von 11,1 Mio Stück (Vorjahr 10,6 Mio Stück) zu erreichen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 5,5 Mio Euro (Vorjahr 5,9 Mio Euro) und konnte damit trotz gestiegener Rohstoff- und Energiepreise sowie notwendiger Abschreibungen auf Finanzanlagen (0,5 Mio Euro) weitgehend auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Zudem wurde das Ergebnis des Geschäftsjahres durch einmalige Aufwendungen für Ausgleichszahlungen aus einem Termingeschäft in Höhe von 0,5 Mio belastet.

Auch das Geschäftsjahr 2005/2006 war erfreulicherweise durch eine überproportionale Auslastung gekennzeichnet, so dass der Personalstand in Zwiesel auf 518,9 Vollzeitäquivalente (Vorjahr 486,2 Vollzeitäquivalente) ausgebaut werden konnte.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr wurden erhebliche Sachinvestitionen vorgenommen (2,3 Mio Euro - Vorjahr 2,7 Mio Euro).

Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung beläuft sich wie im Vorjahr auf 1,1 Mio Euro.

Die Eigenkapitalquote beträgt 65,4% (Vorjahr 62,0%) bei einer gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio Euro höheren Bilanzsumme (61,6 Mio Euro).

Die Aktivseite der Bilanz weist eine Anlagenintensität von 35,6% (Vorjahr 36,4%) sowie eine Umlaufquote von 55,4% (Vorjahr 53,1%) auf. Das Fremdkapital setzt sich aus 16,1 Mio Euro Rückstellungen und 5,2 Mio Euro Verbindlichkeiten zusammen.

Die kurzfristige Finanzierung war im Geschäftsjahr durch die Inanspruchnahme von ausreichenden Kreditlinien jederzeit gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Geschäftsjahr komplett zurückgeführt werden.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 08. August 2006 wurde das Grundkapital in Höhe von 35 Mio DM auf Euro umgestellt und um 15,9 Mio Euro auf 2 Mio Euro herabgesetzt. Dieser Herabsetzungsbetrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Ferner wurde vom Vorstand beschlossen, 14,9 Mio Euro aus der Kapitalrücklage zu entnehmen und in den Bilanzgewinn einzustellen.

Die Zwiesel Kristallglas AG steht weiterhin im mehrheitlichen Besitz der Table Top Alliances GmbH in Zwiesel. Aus diesem Grund hat der Vorstand gemäß § 312 Aktiengesetz einen Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitraum bekannt waren, in dem die jeweiligen Rechtsgeschäfte vorgenommen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt war.

B. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet.

C. Risiko- und Prognosebericht

Für die künftige Entwicklung des Unternehmens sind folgende Risiken beschrieben und in der entsprechenden Einflussnahme abgegrenzt. Tochterunternehmen bzw. Beteiligungsunternehmen stellen mit ihren mehrjährigen Vertriebsfunktionen keine erkennbaren Risiken dar. Für die Produktionsstätten mit den kapitalintensiven Produktionseinheiten sind die funktionalen Risiken durch die relativ neuen Wannen weitgehend eingegrenzt, wobei die hohen Fixkosten im Falle einer Minderauslastung und Effizienzschwankung Risiken bleiben. Die Preis-Mengenelastizität und das Projektgeschäft im Markt werden mit Kosten- und Kapazitätsgrenzen detailliert abgestimmt und überwacht.

Die kontinuierliche Verbesserung der Verfahrenstechnik, die rechnergestützte Wartung und Instandsetzung sowie die weitgehend neuen Anlagen reduzieren das Risiko im Produktionsbereich nahezu auf ein Minimum. Zudem hat sich die Transparenz zur Risikosituation sowie insbesondere die Risikosteuerung durch das zwischenzeitlich etablierte, umfassende rechnergestützte Risikomanagementsystem verbessert. Im regelmäßig überprüften Risikoinventar sind die relevanten Risiken strukturiert und priorisiert. Die laufende Überwachung der Risiken obliegt definierten Risikobeauftragten. Die Risikosituation ist mit den halbjährlichen Risikoberichten dargestellt, indem neben dem aktuellen Risikoinventar mit relevanten Risikokennzahlen Erläuterungen gegeben werden, die bei der Risikobewältigung herangezogen werden.

Durch die Kontinuität in der Unternehmensführung und dem nachhaltigen Erfolg der Marken "Schott Zwiesel" und "Zwiesel 1872" kann die Zwiesel Kristallglas AG , weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die auf die Kernkompetenzen fokussierte markenorientierte Unternehmenspolitik wird begleitet durch weiterhin hohe Innovations- und Investitionsraten zur Aufrechterhaltung der technologischen Führerschaft sowohl in den Prozessen als auch in den Produkten.

Ein weiterer Meilenstein bildet die mehrjährige Sicherung der Lizenzrechte an der Traditionsmarke "Jenaer Glas", welche im Herbst 2006 im Rahmen des sogenannten "3. Zwieseler Marktforums" im Markt vorgestellt wurde. Die internationale Einführung der Marke "Jenaer Glas" erfolgt auf der Frühjahrsmesse Ambiente im Februar 2007 in Frankfurt. Die weitgehend neu entworfene Kollektion trägt der Bauhaus-Tradition Rechnung und ermöglicht, das Unternehmen konsequent weiter als Vollsortimenter aufzustellen.

Auch zukünftig können die negativen Einflüsse aus den weiterhin steigenden Rohstoff- und Energiepreisen durch intensives Vertriebs- und Kostenmanagement weitgehend minimiert werden. Auch hierdurch wird die Grundlage für den Erhalt und die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens geschaffen. Die ersten Monate im neuen Geschäftsjahr lassen einen nachhaltig stabilen Verlauf für das Geschäftsjahr 2006/07 erwarten.

 

Zwiesel, im Januar 2007

Dr. Robert Hartel

Dr. Andreas Buske

Bilanz der Zwiesel Kristallglas AG, Zwiesel zum 30.09.2006

AKTIVA

  30.09.2006
30.09.2005
A. ANLAGEVERMÖGEN    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 286.884,86 155.135,62
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.012.277,69 4.232.666,48
2. technische Anlagen und Maschinen 11.310.783,91 11.523.797,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.848,61 1.704.839,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 307.350,30 426.451,81
  17.678.260,51 17.887.755,13
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.702.696,13 2.185.121,91
2. Beteiligungen 1.700.022,19 1.700.022,19
3. sonstige Ausleihungen 39.684,46 107.899,28
4. Rückdeckung Pensionszusagen 495.861,40 0,00
  3.938.264,18 3.993.043,38
  21.903.409,55 22.035.934,13
B. UMLAUFVERMÖGEN    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.275.637,36 2.141.736,40
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 604.605,80 645.716,12
3. fertige Erzeugnisse und Waren 6.209.823,76 5.224.619,99
4. erhaltene Anzahlungen 0,00 - 16.803,71
  9.090.066,92 7.995.268,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.978.389,75 6.688.718,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.684.859,46 15.343.496,08
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.422.820,92 616.225,06
4. sonstige Vermögensgegenstände 396.890,52 448.212,16
• davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
€ 15.088,97 (Vj. € 4.601,63)
   
  23.482.960,65 23.096.652,29
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.548.816,00 1.073.482,47
  34.121.843,57 32.165.403,56
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.561.892,94 6.345.493,65
  61.587.146,06 60.546.831,34

PASSIVA

   
  30.09.2006
30.09.2005
A. EIGENKAPITAL    
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 17.895.215,84
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 2.000.000,00
III. Gewinnrücklagen:    
1. gesetzliche Rücklage 664.679,45 664.679,45
2. andere Gewinnrücklagen 255.645,94 255.645,94
IV. Bilanzgewinn 34.380.563,04 16.696.056,89
  40.300.888,43 37.511.598,12
B. RÜCKSTELLUNGEN    
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.263.525,00 7.953.691,00
2. Steuerrückstellungen 2.808.658,99 2.069.574,74
3. sonstige Rückstellungen 5.049.230,98 4.326.840,70
  16.121.414,97 14.350.106,44
C. VERBINDLICHKEITEN    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.006,06 3.001.312,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.601.095,58 3.124.170,04
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 326.568,47 264.243,50
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.235.172,55 2.295.400,67
• davon aus Steuern: € 247.915,75 (Vj. € 222.754,33)    
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 33.179,91 (Vj. € 492.964,09)    
  5.164.842,66 8.685.126,78
  61.587.146,06 60.546.831,34

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2005 bis 30.09.2006

der Zwiesel Kristallglas AG, Zwiesel

  01.10.2005-30.09.2006 01.10.2004-30.09.2005
 
1. Umsatzerlöse   60.131.512,10   54.320.369,73
2. Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   459.026,56   -46.012,98
3. andere aktivierte Eigenleistungen   185.382,47   306.034,92
Gesamtleistung   60.775.921,13   54.580.391,67
4. sonstige betriebliche Erträge   4.600.263,83   4.716.601,05
    65.376.184,96   59.296.992,72
5. Materialaufwand:        
a) Aufwendungen für bezogene Waren 16.652.782,34   13.536.920,11  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 145.561,07 -16.798.343,41 185.187,58 -13.722.107,69
Rohergebnis   48.577.841,55   45.574.885,03
6. Personalaufwand:        
a) Löhne und Gehälter 18.169.535,58   16.794.273,21  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.465.244,06   4.504.178,12  
• davon für Altersversorgung: € 912.709,48
(Vj. € 1.070.508,51)
       
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.603.467,11   2.205.482,57  
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 18.394.767,79 -43.633.014,54 17.160.874,48 -40.664.808,38
    4.944.827,01   4.910.076,65
9. Erträge aus Beteiligungen 386.621,30   183.390,19  
• davon aus verbundenen Unternehmen: € 73.394,55
(Vj. € 182.981,16)
       
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.958,94   2.028,49  
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 867.817,16   894.781,05  
• davon aus verbundenen Unternehmen: € 791.638,47
(Vj. € 694.107,05)
       
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -499.190,34   -0,00  
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -229.438,76   -53.887,80  
Finanzergebnis   533.768,30   1.026.311,93
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   5.478.595,31   5.936.388,58
15. außerordentliche Erträge 0,00   6.228.146,00  
16. außerordentlicher Aufwand -538.380,87   -6.198.774,84  
17. außerordentliches Ergebnis   -538.380,87   29.371,16
    4.940.214,44   5.965.759,74
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.043.166,28   1.547.163,05  
19. sonstige Steuern 107.757,85 -2.150.924,13 157.548,88 -1.704.711,93
20. Jahresüberschuss   2.789.290,31   4.261.047,81
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   16.696.056,89   12.435.009,08
22. Entnahme aus der Kapitalrücklage   14.895.215,84   0,00
23. Bilanzgewinn   34.380.563,04   16.696.056,89

Anhang für das Geschäftsjahr 2005/2006

der Zwiesel Kristallglas AG, Zwiesel

1. Anwendung der gesetzlichen Vorschriften

Der Jahresabschluss der Zwiesel Kristallglas Aktiengesellschaft ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes in Euro aufgestellt (Vorjahresangaben erfolgen in Tausend Euro, Anhangangaben in Tausend Euro).

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind vermerkpflichtige Angaben im Anhang enthalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind, soweit nicht nachfolgend näher beschrieben, gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung linearer Abschreibung bewertet. Geringwertige Immaterielle Vermögensgegenstände werden sofort abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Den Abschreibungen liegen die steuerlichen Abschreibungssätze zugrunde. Beim Sachanlagevermögen wird, soweit steuerlich zulässig, degressiv, im Übrigen linear abgeschrieben.

Zugänge ab dem 01.10.2001 werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Für Edelmetallbestände erfolgt, soweit erforderlich, eine Abwertung aufgrund dauerhaft gesunkener Marktpreise.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten angesetzt unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt der Niederstwerttest unter Berücksichtigung der zukünftig aus dem Engagement erwarteten Cashflows.

Die als Rückdeckung für Pensionszusagen dienenden Depots werden mit den Anschaffungskosten der einzelnen enthaltenen Vermögenswerte bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte

Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu den dem jeweiligen Fertigungsgrad entsprechenden Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Material Einzel- und Gemeinkosten, direkte Fertigungslöhne und anteilige Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen, Kosten der allgemeinen Verwaltung und freiwillige soziale Leistungen werden nicht einbezogen.

Die Bewertung der Handelswaren erfolgte zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertung berücksichtigt. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen gebildet worden.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfolgt vereinbarungsgemäß eine Verrechnung mit den jeweiligen Verbindlichkeiten. Der Niederstwerttest erfolgt unter Berücksichtigung der zukünftig aus dem Engagement zu erwartenden Cashflows. Soweit mit keinen Zahlungen mehr zu rechnen ist, werden Einzelwertberichtigungen in entsprechender Höhe gebildet.

Liquide Mittel

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Bei Beständen in Fremdwährung erfolgte, sofern niedriger, ein Ansatz zum Stichtagskurs.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen voraus gezahlte den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnende Aufwendungen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung eines Zinsfußes von 6% mit ihrem versicherungsmathematischen Teilwert angesetzt. Hinsichtlich der zugrunde liegenden Sterbetafeln erfolgte eine Umstellung von den Richttafeln 1998 von Dr. Klaus Heubeck (sog. Periodentafeln) auf die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck (sog. Generationentafeln). Aufgrund der geringen Differenzen erfolgt die Bewertung in der Handelsbilanz nach Maßgabe des dreijährigen Übergangszeitraums gem. § 6a Abs. 4 S. 2 EStG.

Die Urlaubsrückstellung wird erstmalig unter Zugrundelegung der effektiven Arbeitstage ermittelt. Ferner erfolgt die erstmalige Einbeziehung von Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Berufsgenossenschaftsbeitrag sowie Zuführung zu Pensions- und Jubiläumsrückstellung in die Personalkosten. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit eine Erhöhung von rd. 34 %. Die Vorjahresrückstellung wäre bei Anwendung der 2005/2006 angewandten Bewertungsmethoden um TEUR 283 höher ausgefallen.

Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen zu erwartenden Risiken Rechnung tragen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zum historischen Anschaffungskurs angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit einem monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet.

Verluste aus Kursänderungen werden durch Neubewertung am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei den Wertpapieren, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung erfolgt, soweit es das Niederstwertprinzip erfordert, die Umrechnung zum Geld- bzw. Briefkurs des Stichtages.

3. Erläuterung zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Die Beteiligung an der Bohemia Table Top s.r.o., Tschechien wurde um TEUR 279 auf TEUR 153 wertberichtigt. Die Gesellschaft befindet sich in Abwicklung.

Die Beteiligung an der T-Top Service-Zwiesel Svenska AB, Schweden wurde um TEUR 203 auf TEUR 45 wertberichtigt. Auch diese Gesellschaft befindet sich in Liquidation.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen mit TEUR 15 (Vj. TEUR 5) enthalten.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Positionen beinhalten Verrechnungskonten mit Tochtergesellschaften und haben teilweise einen längerfristigen Charakter.

Eigenkapital

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 8. August 2006 wurde das Grundkapital in Höhe von DM 35.000.000,00 auf Euro umgestellt und um Euro 15.895.215,84 auf Euro 2.000.000,00 herabgesetzt.

Der Herabsetzungsbetrag in Höhe von Euro 15.895.215,84 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 30.09.2006 wurde vom Vorstand beschlossen, Euro 14.895.215,84 aus der Kapitalrücklage zu entnehmen und in den Bilanzgewinn einzustellen.

Die Kapitalrücklage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2005/2006 wie folgt:

Stand zum 1.10.2005 Euro 2.000.000,00
Einstellung aus Kapitalherabsetzung Euro 15.895.215,84
Entnahmen aus der Kapitalrücklage Euro 14.895.215,84
Stand zum 30.09.2006 Euro 3.000.000,00

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2005/2006 wie folgt:

Bilanzgewinnvortrag per 1.10.2005 Euro 16.696.056,89
Jahresüberschuss 2005/2006 Euro 2.789.290,31
Entnahmen aus der Kapitalrücklage Euro 14.895.215,84
Stand zum 30.09.2006 Euro 34.380.563,04

Rückstellungen

Zu den Pensionsrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2005/2006 gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten TEUR 310 zugeführt. Zum ertragsteuerlichen Teilwert zum 30.09.2006 bestehen Fehlbeträge i.H.v. TEUR 23.

Die Steuerrückstellungen bestehen für erwartete Steuernachzahlungen betreffend Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer für das Veranlagungsjahr 2005/2006 (TEUR 1.207) sowie für Vorjahre (TEUR 1.602).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich mit TEUR 3.931, noch ausstehende Rechnungen mit TEUR 397 sowie Umweltschutzmaßnahmen mit TEUR 216 und Drohverlustrückstellungen mit TEUR 104. Aufgrund von Nichtinanspruchnahme konnten für Umweltschutzmaßnahmen TEUR 249, für Prozessrisiken TEUR 134, für den Wegfall einer Kaufpreisrente TEUR 89 sowie für Garantieleistungen TEUR 72 aufgelöst werden.

Verbindlichkeiten

    Restlaufzeit  
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
1- 5 Jahre
TEUR
>5 Jahre
TEUR
Vorjahr gesamt
TEUR
Kreditinstitute 2 2 0 0 3.001
Lieferungen und Leistungen 3.601 3.601 0 0 3.124
Verbundene Unternehmen 327 327 0 0 264
Sonstige 1.235 1.235 0 0 2.295
Gesamt 5.165 5.165 0 0 8.685

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuerschulden TEUR 248 (Vj. TEUR 223), auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 33 (Vj. TEUR 493).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Der Umsatz wurde im Wesentlichen mit Glasprodukten erzielt und gliedert sich wie folgt:

Inland Mio. Euro 22,3
Ausland Mio. Euro 37,8
  Mio. Euro 60,1

Sonstige betriebliche Erträge

Die Investitionszuschüsse werden jeweils in dem Zeitpunkt in voller Höhe als Ertrag erfasst, in dem die geförderten Investitionen fertig gestellt werden.

Im Geschäftsjahr 2005/2006 wurden TEUR 1.126 Versicherungserstattungen für Schneeschäden vereinnahmt. TEUR 526 betreffen den Warenbereich und wurden entsprechend mit dem Warenaufwand verrechnet. TEUR 600 betreffen Gebäude und werden als Ertrag gezeigt.

Personalaufwand

Die Personalkosten enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 913 (Vj. TEUR 1.071).

Hinsichtlich der Zuführung zur Urlaubsrückstellung verweisen wir auf die geänderten Bewertungsgrundsätze zur Ermittlung der Urlaubsrückstellung.

Die Abschreibungen setzen sich zusammen aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.571 und den außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 33. Die außerplanmäßigen Abschreibungen stehen in Zusammenhang mit Wertminderungen beim Edelmetall Palladium.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen mit TEUR 482 außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die Beteiligungen an der Bohemia Table Top s.r.o., Tschechien und auf die Beteiligung an der T-Top Service Zwiesel Svenska AB, Schweden.

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Das außerordentliche Ergebnis enthält einmalige Aufwendungen für Ausgleichszahlungen aus einem Termingeschäft in Höhe von TEUR 538.

Weitere vermerkpflichtige Erträge und Aufwendungen aus Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sind enthalten in

  2005/2006
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus Beteiligungen 73 183
- davon Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 49 183
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 792 694

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

  30.09.2006
TEUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 1.266 1.039
Nachschussverpflichtung (Baugenossenschaft) 5 5

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Aufwendungen aus Leasing-, Miet-, Pacht- und ähnlichen Nutzungsverträgen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 705.

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen hieraus beträgt ca. 1,9 Mio. Euro. Auf das Folgejahr entfallen ca. 1,0 Mio. Euro.

Lizenzaufwendungen sind in Höhe von TEUR 1.876 angefallen (davon TEUR 1.094 gegen verbundene Unternehmen). In Folgejahren sind zahlungswirksame Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.076 (davon TEUR 1.025 gegenüber verbundenen Unternehmen) zu erwarten.

Im Geschäftsjahr 05/06 wurde ein Finanztermingeschäft über ungarische Forint mit einem Gesamtbetrag von TEUR 2.160 und einer Laufzeit von 2,5 Jahren abgeschlossen. Zum 30.09.2006 beläuft sich das noch offene Volumen auf TEUR 1.545. Zur Absicherung dient ein korrespondierender kombinierter Zinssatz- und Währungsswap. Drohende Verluste werden im Rahmen der Rückstellungen berücksichtigt.

Gesellschaftsrechtliche Grundlagen

Es bestehen nur Inhaberaktien. Das Grundkapital beträgt TEUR 2.000 und ist eingeteilt in 700.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Anteilsbesitz

Firma Eigenkapital Beteiligungsquote Ergebnis des letzten Gj.
Zwiesel-Glas en Kristal B.V., Nijkerk/Niederlande TEUR 513 75% TEUR 35 (2005/2006)
Z-Glas-Vertriebsgesellschaft m.b.H., Zwiesel TEUR 51 100% TEUR 49 (2005/2006)
Bohemia Table Top s.r.o., Husinec/Tschechien TEUR 538 (TCZK 15.255) 100% TEUR 29 (TCZK 844) (2005/2006)
T-Top Service-Zwiesel Svenska AB, Stockholm/Schweden TEUR- 167 (TSEK- 1.547) 100% TEUR - 302 (TSEK - 2.822) (2005/2006)
Zwiesel Iberica S.L., Barcelona/Spanien TEUR 452 99,5% TEUR 154 (2005/2006)
Hungarian Table Top Kft., Halimba/Ungarn TEUR 30 (THUF 8.257) 96,7% TEUR 21 (THUF 5.564) (2005/2006)
Porta Kft., Halimba/Ungarn TEUR - 9 (THUF - 2.593) 75% TEUR - 22 (THUF - 5.749) (2005/2006)
Fortessa Ltd., Chantilly/USA TEUR 2.385 (TUSD 3.026) 20% TEUR 487 (TUSD 607) (2005)
Zwiesel Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur TEUR 34 (TSGD 68) 99% TEUR 4 (TSGD 7) (2005/2006)
Zwiesel Japan Co. Ltd., Tokyo/Japan TEUR - 32 (TJPY - 4.778) 100% TEUR- 106 (TJPY- 15.192) (2005/2006)

Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigt:

Angestellte 123
Gewerbliche Arbeitnehmer 367
Gesamt 490
Auszubildende 19

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der Table Top Alliances GmbH, Zwiesel, die einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt.

Organe der Gesellschaft

Vorstand:    
Dr. Robert Hartel Dipl.-Ingenieur  
Dr. Andreas Karl Buske Dipl.-Wirtschaftsingenieur  
Aufsichtsrat:    
Prof. Dr. Dr. h.c. Dr.-Ing. h.c. Dietger Hahn Professor em. für industrielles Management und Controlling, Justus-Liebig-Universität Gießen Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh Professor für Produktionssystematik an der RWTH Aachen, Direktor des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen und des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnologie (IPT) Stellv. Vorsitzender
Dr. Wolfgang Majer Patrick M. Liedtke Unternehmensberater, WWM Consult
Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Secretary General, The Geneva Association
 
Hans-Jürgen Miedler Schlosser (bis 08.03.2006)
Christian Probst Elektroniker (ab 08.03.2006)
Walter Bayerl Einzelhandelskaufmann  

Die Bezüge des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2005/2006 betrugen TEUR 78.

 

Der Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens der Zwiesel Kristallglas AG für die Zeit vom 01.10.2005 bis 30.09.2006

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.10.2005
Zugang 2005/2006
Abgang 2005/2006
Umbuchung 2005/2006
Stand 30.09.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 993.444,26 276.215,80 35.878,53 0,00 1.233.781,53
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.574.605,58 55.529,65 514.360,42 0,00 23.115.774,81
2. technische Anlagen und Maschinen 47.071.454,01 926.063,41 1.584.212,69 180.247,06 46.593.551,79
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.078.692,78 1.284.756,27 2.201.665,29 0,00 34.161.783,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 426.451,81 61.145,55 0,00 -180.247,06 307.350,30
  106.151.204,18 2.327.494,88 4.300.238,40 0,00 104.178.460,66
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.956.938,17 0,11 0,00 0,00 6.956.938,28
2. Beteiligungen 1.700.022,19 0,00 0,00 0,00 1.700.022,19
3. sonstige Ausleihungen 107.899,28 1.960,00 14.955,29 -55.219,53 39.684,46
4. Rückdeckung Pensionszusagen 0,00 512.625,85 0,00 0,00 512.625,85
  8.764.859,64 514.585,96 14.955,29 -55.219,53 9.209.270,78
  115.909.508,08 3.118.296,64 4.351.072,22 -55.219,53 114.621.512,97
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.2005
Zugang 2005/2006
Abgang 2005/2006
Stand 30.09.2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 838.308,64 144.466,56 35.878,53 946.896,67
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.341.939,10 238.385,88 476.827,86 19.103.497,12
2. technische Anlagen und Maschinen 35.547.656,98 1.296.508,84 1.561.397,94 35.282.767,88
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.373.852,97 924.105,83 2.184.023,65 32.113.935,15
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  88.263.449,05 2.459.000,55 4.222.249,45 86.500.200,15
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.771.816,26 482.425,89 0,00 5.254.242,15
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckung Pensionszusagen 0,00 16.764,45 0,00 16.764,45
  4.771.816,26 499.190,34 0,00 5.271.006,60
  93.873.573,95 3.102.657,45 4.258.127,98 92.718.103,42
       
  Buchwert 30.09.2006
Buchwert 30.09.2005
Abschreibungen des Geschäftsjahres 2005/2006
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 286.884,86 155.135,62 144.466,56
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.012.277,69 4.232.666,48 238.385,88
2. technische Anlagen und Maschinen 11.310.783,91 11.523.797,03 1.296.508,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.047.848,61 1.704.839,81 924.105,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 307.350,30 426.451,81 0,00
  17.678.260,51 17.887.755,13 2.459.000,55
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.702.696,13 2.185.121,91 482.425,89
2. Beteiligungen 1.700.022,19 1.700.022,19 0,00
3. sonstige Ausleihungen 39.684,46 107.899,28 0,00
4. Rückdeckung Pensionszusagen 495.861,40 0,00 16.764,45
  3.938.264,18 3.993.043,38 499.190,34
  21.903.409,55 22.035.934,13 3.102.657,45

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Zwiesel Kristallglas AG für das Geschäftsjahr vom 01.10.2005 bis 30.09.2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Zwiesel Kristallglas AG den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 26. Februar 2007

AWT Horwath GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

S. Denk, Wirtschaftsprüfer

ppa. A. Haas, Wirtschaftsprüfer

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