PLANSEE Composite Materials GmbH
Selbe AdresseHerstellung von pulvermetallurgischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ulf Horst Wolfgang Lützow seit 14.2.2013 | Prokura |
Jürgen Manfred MMag. Dr. Fritz seit 7.6.2010 | Prokura |
Josef Langenwalder seit 28.1.2003 | Prokura |
Robert Dr. Riedl seit 28.1.2003 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plansee Composite Materials GmbHLechbruck (Allgäu)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2011 bis zum 29.02.2012Lagebericht zum 29. Februar 20121. Geschäft und RahmenbedingungenDie Plansee Composite Materials GmbH ("PCM") befasst sich mit der Herstellung, der Veredelung, dem Vertrieb und Handel von Hochleistungswerkstoffen und daraus gefertigten Komponenten. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/2012 verlief auf durchgehend hohem Niveau. Die höchsten Auftragseingänge wurden projektbedingt um die Jahresmitte gebucht. Somit konnte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordauftragseingang verbuchen, der nicht nur auf eine gestiegene mengenmäßige Nachfrage zurückzuführen war, sondern auch auf gestiegene Preise bei den Wolframlegierungen. Die Nachfrage war in den wichtigsten belieferten Branchen sehr stark. Besondere Wachstumstreiber waren die Medizin- und Sicherheitstechnik und auch die Energietechnik. Stabil war die Nachfrage für Anwendungen im Maschinenbau, in der Elektronik, in der Wehrtechnik und in der Beschichtungstechnik. Auf dem Rohstoffmarkt verhielten sich die Notierungen für die Refraktärmetalle Wolfram und Molybdän unterschiedlich. Der Molybdänkurs war über das gesamte Geschäftjahr äußerst stabil. Die Wolframnotierung, die sich bereits im Geschäftsjahr 2010/11 verdoppelt hatte, setzte den Aufwärtstrend bis in den Sommer 2011 fort und erreichte ein Allzeithoch von 460 bis 490 USD/mtu. Bis Ende des Geschäftsjahres verharrte Wolfram auf einem hohen Niveau von etwa 465 USD/mtu. Getrieben wird dieser Preisanstieg von der Nachfrage in China und den daraus resultierenden, reduzierten Exportquoten der Volksrepublik China. Hauptförderland ist derzeit mit Abstand China, das 80 Prozent der weltweiten Produktion stellt. In der Volksrepublik gibt es sowohl für die Erze als auch für weiterverarbeitete Wolframprodukte ein Veredelungsverbot, Einfuhr- und Ausfuhrsteuern sowie zum Teil Exportverbote. Begründet wird diese Industriepolitik unter anderem damit, dass durch den forcierten Abbau von Wolfram die Umwelt vor Ort zu stark zu Schaden kommt. Durch die Rückwärtsintegration der Plansee-Gruppe und ein langjähriges professionelles Lieferantenmanagement konnte die Versorgungssicherheit immer gewährleistet werden, was im Wettrennen um seltene Rohstoffe immer wichtiger werden wird. Das Metall Wolfram liegt nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln an der 5. Stelle der am meisten risikobehafteten Rohstoffe, Molybdän an 14. Stelle. Andere, für die PCM wichtige Rohstoffe, wie Aluminium, Titan, Kupfer, Chrom oder Nickel blieben während des Geschäftsjahres preisstabil. Die in nahezu allen Branchen stark anziehenden Industrieaktivitäten führten auch zu Verzögerungen im Produktionsausbau, weil in Deutschland die Rekrutierung von technisch ausgebildetem Fachpersonal zunehmend schwieriger wird. Kürzere Produktzeitzyklen und rasche Marktveränderungen erfordern in unserem Geschäft immer schnellere Produktionsanpassungen. Durch die anhaltend gute Auftragslage stieg die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf 149 (VJ 144). Die Vertriebsabläufe wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 im SAP-System optimiert und mit dem weltweiten Plansee-Netzwerk standardisiert. Infolge der gestiegenen Nachfrage und den höheren Rohstoffpreisen haben die Bestände im Laufe des Geschäftsjahres trotz eines strengen Bestandscontrollings zugenommen. 2011/12 sind wichtige Investitionsvorhaben für die Präzisionsbearbeitung, das Bonden von Targets und in der Automatisierung der Presserei fertig gestellt worden. Dank ihres modernen Anlagenparks, ihrer Flexibilität und Kapazität konnte die Gesellschaft den konjunkturellen Schwung der Weltwirtschaft optimal nutzen, der einen sehr guten Geschäftsverlauf 2011/12 bescherte. Um auf Änderungen im Marktumfeld schnell reagieren zu können, erfolgt die Budgetfreigabe für die Gesellschaft weiterhin quartalsweise. 2. ErtragslageIm Vergleich zum Vorjahr stiegen im Geschäftsjahr 2011/12 der Umsatz und das Ergebnis. Bei einem Umsatz von 61.991 T€ (+45,1% gegenüber Vorjahr) wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor Gewinnabführung) von 11.372 T€ (+46,9% gegenüber Vorjahr) erzielt. Im Geschäftsjahr 2011/12 betrug die Umsatzrentabilität (vor Gewinnabführung) 18,3 % (i.Vj. 16,6 %). Im Geschäftsjahr 2011/12 stieg die Gesamtkapitalrendite (vor Gewinnabführung) gegenüber dem Vorjahr von 25,8 % auf 35,7 %. Der Rohertrag der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahreswert um 28,2 % gestiegen. Relativ zur Gesamtleistung ging der Rohertrag aufgrund der gestiegenen Materialpreise von 51,3 % im Vorjahr auf 46,4 % im Geschäftsjahr 2011/12 zurück. Die absolute Steigerung des Rohertrags um 6,6 Mio. € wirkte sich auch positiv auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus, das von 7,7 Mio. € im Vorjahr auf 11,4 Mio. € im Geschäftsjahr 2011/12 gesteigert werden konnte. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Geschäftsjahr 2011/12 um mehr als das Doppelte auf 2,6 Mio. €, was im wesentlichen auf erhöhte Umlagen von verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2011/12 stiegen gegenüber dem Vorjahr um 57 % auf 9,8 Mio. €, was im wesentlichen durch Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie durch erhöhte Vertriebskosten begründet ist. Seit dem Geschäftsjahr 2003/04 besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der PCP GmbH, Lechbruck. Deshalb ist der Jahresüberschuss der Gesellschaft während der Laufzeit des Gewinnabführungsvertrags Null. 3. FinanzlageDie Plansee Composite Materials GmbH ist in das Cash-Pooling des Plansee-Konzerns einbezogen. Am Bilanzstichtag werden 5 T€ (i.Vj. 17 T€) an liquiden Mitteln ausgewiesen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling betragen zum 29.2.2012 1.859 T€ (i.Vj. Verbindlichkeiten 4.922 T€). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2011/12 2.148 T€ (i.Vj. 2.474 T€) und war damit um 13,2% niedriger als im Vorjahr. Analog verminderte sich auch der Cashflow aus der Investitionstätigkeit von -2.459 T€ im Vorjahr auf -2.160 T€ im Geschäftsjahr 2011/12. Die Gesellschaft finanziert sich zum 29.2.2012 im Wesentlichen durch Eigenkapital (8,9 Mio. €; i.Vj. 8,9 Mio. €), durch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (12,0 Mio. €; i.Vj. 12,3 Mio. €) und durch Rückstellungen (5,7 Mio. €; i.Vj. 5,3 Mio. €). Die Plansee Composite Materials GmbH war wie im Vorjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 4. VermögenslageDie Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 4.086 T€ auf 32.672 T€ gestiegen. Das Eigenkapital zum 29. Februar 2012 ist aufgrund des Gewinnabführungsvertrags gleich geblieben. Daraus resultiert ein Sinken der Eigenkapitalquote auf 27,2 % (i.Vj. 31,1 %). Das Anlagevermögen betrug zum Bilanzstichtag 12.256 T€ und hat um 234 T€ gegenüber 28.2.2011 zugenommen. Die Anlagendeckung durch Eigenkapital beträgt 72,6 % (i.Vj. 74,0 %). Das Umlaufvermögen stieg um 23,2 % auf 20.380 T€, im wesentlichen aufgrund gestiegener Vorräte (+2.557 T€) und gestiegener Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+1.856 T€). Die Bilanzposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind gemindert aufgrund von Forderungsverkäufen im Rahmen eines gruppenweiten Factoringprogramms (3,6 Mio. €; i.Vj. 1,1 Mio. €). Der Bilanzposten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen veränderte sich im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aufgrund der Zahlung der Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2010/11 (-7,1 Mio. €), der neuen Verbindlichkeit aus Gewinnabführung für das Geschäftsjahr 2011/12 (11,3 Mio. €) sowie aufgrund des geänderten Saldos aus dem Cash-Pooling. Die Netto-Verbindlichkeit gegenüber Unternehmen des Plansee-Konzerns beträgt zum 29. Februar 2012 EUR 9,7 Mio. (i.Vj. 11,9 Mio.). Gesamt wurden zum 29.2.2012 Rückstellungen in Höhe von 5.689 T€ (i.Vj. 5.345 T€) gebildet, davon für Pensionen 2.966 T€ (i.Vj. 2.920 T€). Die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betrugen 18.075 T€ (i.Vj. 14.330 T€). In erster Linie bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung. 5. Forschung und EntwicklungIm vergangenen Geschäftsjahr sind mehrere Entwicklungsprojekte erfolgreich fortgeführt worden. Zwei Projekte sind im GJ 2011/12 in die Fertigung übergeleitet worden. Die Umsätze mit Neuprodukten betragen 12,4% (VJ 22%). Die standorteigene Entwicklungsgruppe der Plansee Composite Materials GmbH arbeitet darüber hinaus eng mit den Entwicklungsabteilungen der Geschäftsbereiche "Tungsten Heavy Alloys" und "Coating", als auch mit der Zentralabteilung "Innovation Services" der Plansee SE zusammen. 6. NachtragsberichtDer Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt. 7. Chancen- und RisikoberichtRisikobericht Direkt und indirekt (über die Produkte unserer deutschen Kunden) exportiert die PLANSEE Composite Materials GmbH, Lechbruck, rund 80% ihrer Produkte. Daher bestimmen nicht nur die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland den Geschäftsverlauf, sondern auch die Entwicklung der Weltwirtschaft und der globale Wettbewerb. Die Plansee Composite Materials GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Der verantwortungsvolle Umgang sowie die bewusste Steuerung dieser Gefahren sind Ziele der Unternehmensführung. Geschäftsspezifische Bedrohungen werden methodisch, systematisch und regelmäßig nach einem von der PLANSEE-Gruppe weltweit angewendeten Risikomanagement-Leitfaden überprüft und Maßnahmen zu deren Minimierung festgelegt. Bei der PCM konnte im abgelaufenen Jahr durch Umsetzung solcher Maßnahmen das verbleibende Risiko weiter gesenkt werden. Die erfreulich rasche konjunkturelle Erholung nach der Weltwirtschaftskrise hat aber ebenso rasch einige Risiken wiederbelebt. Als Beispiel sei das Rohstoffrisiko genannt. Noch vor einem Jahr sind die Rohstoffpreise verfallen und Bergwerksprojekte wurden weltweit auf Eis gelegt, weil die Nachfrage eingebrochen war. 2011/12 setzte sich die politisch von China gesteuerte Verknappung und die Preissteigerung beim wichtigsten Rohstoff Wolfram weiter fort. Den Beschaffungsrisiken begegnet die PCM durch enge Zusammenarbeit mit dem Strategischen Einkauf der Unternehmensgruppe. Das monatliche Berichtswesen umfasst eine komplette G&V-Rechnung, die zeitnah Abweichungen vom erstellten Jahresbudget bzw. den laufend erfolgenden Vorschauanpassungen ausweist. Darüber hinaus erfolgt eine monatliche Ergebnisdarstellung nach dem Umsatz-Kosten-Verfahren. Der weltweite Auftragseingang wird über das IT-System täglich erfasst und automatisch mit Plan- und Vorjahresdaten verglichen. Die Marktverantwortlichen erstellen außerdem jedes Quartal eine rollierende Auftragseingangs- und Umsatzvorschau. Aufgrund der schnelllebigen Veränderung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Vorschau monatlich überprüft und gegebenenfalls werden Sofortmassnahmen eingeleitet. Die Risiken aus dem operativen Geschäft werden für die einzelnen Markteinheiten getrennt erfasst. Im Zusammenhang mit dem Status eines "Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten" (AEO-F - Authorized Economic Operator) werden alle Geschäftsfälle wie Kunden- oder Lieferantenaufträge, Lieferungen sowie Zahlungen im Hinblick auf Einträge in länderspezifischen Terror- und Sanktionslisten geprüft. Nach den mir heute bekannten Informationen bestehen gesamthaft keine Risiken, die den Fortbestand der Plansee Composite Materials GmbH gefährden. Prognosebericht, Chancen Die Geschäftsführung erwartet für 2012/13 aufgrund des hohen Auftragsstandes, der Einführung neuer Produkte und des schlagkräftigeren Vertriebes ein stabiles Geschäft auf dem Niveau des 2. Halbjahres 2011/12. Allerdings ist aufgrund der anhaltenden Instabilitäten auf den Finanzmärkten und den damit verbundenen volatilen Wechselkursen, den stark steigenden Rohstoffpreisen sowie der langsamer wachsenden chinesischen Wirtschaft Vorsicht geboten. Die Geschäftsführung steuert daher das Unternehmen auf Sicht und passt monatlich ihre Quartalsvorschau an die Markt- und Ergebnisentwicklung an. Die mittelfristige Investitionspolitik hat das Ziel, durch neue Verfahren und moderne Anlagentechnik kontinuierlich und nachhaltig die Produktivität und die Energieeffizienz zu steigern um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch sollen gezielt Kapazitäten ausgebaut werden, um die Nachfrage für erfolgversprechende Zukunftsprojekte befriedigen zu können. Die Investitionen in die Lehrwerkstätte sollen dazu beitragen, die Facharbeiterausbildung auf technologisch höchstem Niveau durchführen zu können. Das traditionelle, weltweite Wettbewerbsumfeld in unserer Nischenbranche hat sich in der westlichen Welt kaum verändert. Der chinesische Wettbewerb ist weiter auf dem Vormarsch und erweitert systematisch sein Produktangebot in Richtung höhere Wertschöpfungsstufen. Dadurch und durch seine aggressive Preispolitik gewinnt er auf Kosten der wenigen westlichen Anbieter immer mehr Marktanteile. Durch den Aufschwung am Markt, die regionale demographische Entwicklung und zunehmende Technikfeindlichkeit unserer Gesellschaft wird es immer schwieriger, genügend qualifizierte Ingenieure/-innen oder Facharbeiter/-innen in der Metallbearbeitung zu finden. Dadurch fällt der innerbetrieblichen Ausbildung eine wichtige Rolle in der Zukunftssicherung des Standortes zu. Da die pulvermetallurgische Erzeugung trotz aller Optimierungsprogramme energieintensiv ist, gefährdet die Energiewende in Deutschland langfristig die Zukunft dieses Werkes. Die geplante Abschaltung der Atomkraftwerke bzw. die weitere Förderung der erneuerbaren Energien werden den im Vergleich zum EU-Durchschnitt ohnehin schon hohen Strompreis weiter nach oben treiben und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen. Kurzzeitige Stromabschaltungen infolge von Netzinstabilitäten würden fatale Folgen auslösen und erhöhte Ausschussraten unserer teuren Werkstoffe zur Folge haben. Trotz der, zur Vorsicht gebietenden Rahmenbedingungen ist die Geschäftsführung für das kommende Geschäftsjahr 2012/2013 weiter optimistisch. 9. Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenDas Risikomanagementsystem der Gesellschaft umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Forderungen bestehen im wesentlichen gegen namhafte Unternehmen der deutschen und internationalen Industrie, so dass die wesentlichen Ausfallrisiken sich auf große Kunden konzentrieren, jedoch als gering eingeschätzt werden. Zusätzlich zum reglementierten Forderungsmanagement ist das Risiko von Zahlungsausfällen durch eine Forderungsausfallversicherung und von Factoring minimiert. Den sich aus unserem operativen Geschäft ergebenden Währungs- und Liquiditätsrisiken begegnen wir durch aktives Treasury-Management innerhalb der Holding. Beispielsweise gibt es Währungsabsicherungen bei Fremdwährungsgeschäften. Allerdings wird unser Geschäft durch die raschen und auch von Experten kaum vorausgesehenen Schwankungen der Wechselkurse sowohl beim Einkauf von Rohstoffen, die in Dollar notiert werden, als auch bei Verkäufen außerhalb der EU tagtäglich beeinflusst. Derivative Finanzinstrumente werden nur nach Einzelfallbetrachtung abgeschlossen und lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Lechbruck, 11. April 2012 Die Geschäftsführung Dr. Robert Riedl, Geschäftsführer Bilanz zum 29. Februar 2012Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. März 2011 bis 29. Februar 2012
Anhang zum 29. Februar 2012I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Plansee Composite Materials GmbH ("Gesellschaft") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG in der seither geltenden Fassung an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 410 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden in Abhängigkeit von der errechneten Reichweite gestaffelte Abschläge zwischen 15 % und 90 % vorgenommen. Bei fertigen Erzeugnissen und Waren werden Reichweitenabschläge von 50 % bzw. 90 % vorgenommen. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % (i.Vj. 2 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Der Prozentsatz der Pauschalwertberichtigung wurde aufgrund neuer Einschätzungen im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Diese Bewertungsänderung hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung findet aufgrund der bestehenden Organschaft keine Anwendung. Für die Berechnung der latenten Steuern würde ein Steuersatz in Höhe von 27,2 % (i.Vj. 27,0 %) zugrunde liegen. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen. Die Jubiläumsrückstellungen sowie die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis eines Zinsfußes von 5,14 % unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Prozentsatz der Gewährleistungsrückstellung hat sich aufgrund neuer Einschätzungen im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Dies führte zu einer verminderten Rückstellung und einem positiven Ergebniseffekt im Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von TEUR 135. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung1. Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen weist ein Betrag von TEUR 972 (i.Vj. TEUR 976) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 457 (i.Vj. TEUR 460) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 1.859 (i.Vj. TEUR -) sonstige Vermögensgegenstände. Rückstellungen für Pensionen Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewandt. Folgende Annahmen wurden der Berechnung zugrunde gelegt:
Sonstige Rückstellungen
Für den Ausweis der Rückstellung für Altersteilzeit wurden in der Bilanz folgende Verrechnungen vorgenommen:
Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden wie folgt verrechnet:
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Zeitkontenrückdeckungsvertrag) wurde mit dem Aktivwert bewertet, der aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet ist. Verbindlichkeiten Bis auf nachfolgende haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr: Von den sonstigen Verbindlichkeiten weist ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 4 (i.Vj. TEUR 7) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren auf. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 532; i.Vj. TEUR 151) und sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 11.492; i.Vj. TEUR 12.184). Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 11.478 (i.Vj. TEUR 7.257). 2. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 207 (i.Vj. TEUR 139) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 190; i.Vj. TEUR 139) sowie übrige periodenfremde Erträge (TEUR 17; i.Vj. TEUR -). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von TEUR - (i.Vj. TEUR 54), im Vorjahr aus Verlusten aus dem Abgang von Anlagenabgängen. Die sonstigen Steuern enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von TEUR 34 (i.Vj. TEUR -) aus Grundsteuernachzahlungen für Vorjahre. Außerordentliche Aufwendungen Die Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und Art. 67 Abs. 1-5 betrafen im Vorjahr die Anpassung der Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläen an die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. III. Sonstige AngabenNicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte In Bezug auf die zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat das Unternehmen einen Factoringvertrag mit einem verbundenen Unternehmen abgeschlossen und dadurch Forderungen zum Zweck der Verbesserung der im Rahmen des Cash Poolings bestehenden Liquidität sowie der Minimierung des Ausfallrisikos verkauft. Durch das Factoring verbesserte sich der im Rahmen des Cash Poolings bestehende Saldo gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 3.624) und es ergaben sich geringfügige Auswirkungen auf die Zinsaufwendungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 344. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen in Form von Bestellobligos für Investitionsvorhaben in Höhe von TEUR 1.789. Abschlussprüferhonorar Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011/2012 berechnete Gesamthonorar beträgt für:
Organe der Gesellschaft
Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 373 bilanziert; die Gesamtbezüge dieser Personengruppe im Geschäftsjahr 2011/2012 betrugen TEUR 27. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden im Durchschnitt 149 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Mutterunternehmen Die Plansee Composite Materials GmbH, Lechbruck/Allgäu, wird zusammen mit ihrer Gesellschafterin PCP GmbH, Lechbruck am See, in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft des Plansee-Konzerns, der Plansee Holding AG, Reutte/Tirol, Österreich, einbezogen (größter und kleinster Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Plansee Holding AG erhältlich.
Lechbruck, 11. April 2012 Die Geschäftsführung Dr. Robert Riedl, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Plansee Composite Materials GmbH, Lechbruck/Allgäu, für das Geschäftsjahr vom 1. März 2011 bis 29. Februar 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 13. April 2012 Warth
& Klein Grant Thornton GmbH & Co. KG
Höfer, Wirtschaftsprüfer Hämmerle, Wirtschaftsprüfer |
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