Duismann Beteiligungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nehlsen AktiengesellschaftBremenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht Geschäftsjahr 2022Nehlsen AG, BremenI. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Nehlsen AG Die Nehlsen-Gruppe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen, welches 1923 gegründet wurde und in den Geschäftsfeldern Entsorgung, Recycling, Stoffstrommanagement, Reinigung/Winterdienst sowie Kanal- und Abwasserservice tätig ist; überwiegend national, aber auch in geringerem Umfang international mit Beteiligungsunternehmen in Osteuropa und in den Niederlanden. Die Nehlsen AG fungiert dabei als Management-Holding für eine Vielzahl von rechtlich selbstständigen Beteiligungsunternehmen. Nehlsen betreibt insgesamt 70 Standorte im In- und Ausland. Zu den Kunden zählen neben Gewerbe-, Handel- und Industrieunternehmen auch Verbände, Kommunen und Privatkunden. Der Geschäftsumfang der Nehlsen AG umfasst folgende Tätigkeitsfelder und Leistungsspektren:
Nehlsen ist damit in der Lage nahezu alle Dienstleistungen rund um Entsorgung, Reinigung und Recycling anzubieten und kann dabei neben eigener Kapazitäten auch auf ein leistungsfähiges und verlässliches Partnernetzwerk zurückgreifen. Die Muttergesellschaft Nehlsen AG steuert dabei übergreifend für die gesamte Gruppe zentral die Bereiche Strategie, Unternehmensentwicklung, Recht, Finanzen, Vertrieb, IT, Einkauf, Marketing und Versicherungen. Die Unternehmenssteuerung findet zur Sicherstellung von Unternehmenszielen über ein umfassendes und konzernweites Controllingsystem sowie regelmäßigen Meetings mit den Verantwortlichen aller Beteiligungsunternehmen statt. 2. Forschung und Entwicklung Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2022 waren weiterhin die Digitalisierung sämtlicher Geschäftsprozesse. Neben der flächendeckenden Einführung einer Telematik-Lösung für alle Fahrzeuge und damit verbundener automatisierter Auftragsabwicklung, stand auch der durchgängige elektronische Versand von Ausgangsrechnungen/Zahlungserinnerungen weiterhin im Fokus. Die Umsetzungsquote konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Außerdem wurde ein digitales Kundenportal eingeführt, um die Kommunikation mit ausgewählten Kunden zu automatisieren und zu verbessern. Es wurden im Geschäftsjahr weitere Projekte zur Verbesserung von Schlüsselprozessen gestartet, welche sich auf die Kernthemen Vertrieb, Administration, Logistik, Personal und Abfallbehandlung beziehen. Zudem wurde der Bereich Business-Development weiter ausgebaut und beschäftigt sich gezielt mit der Entwicklung neuer Geschäftsfelder sowie Verbesserungs-Vorhaben im Bestandsgeschäft. Es wurden einzelne Projekte bereits im Geschäftsjahr 2022 mit der Umsetzung begonnen. II. Wirtschaftsbericht 1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren auch im Geschäftsjahr 2022 weiterhin durch die Corona-Pandemie geprägt. Zudem stellte sich im Februar 2022 mit der Ukraine-Krise eine neue geopolitische Krise ein, deren Ausmaß auch das Geschäftsjahr 2023 deutlich beeinflusste und auch für neue Herausforderungen in den kommenden Jahren sorgen wird. Die wirtschaftliche Erholung gegenüber dem Vorjahr stellte sich nicht wie erhofft ein. Die Nachfrage für Dienstleistungen der Entsorgungsbranche verlief aber weiterhin auf stabilem Niveau, jedoch waren ab dem 2. Halbjahr Mengenrückgänge und ein Preisverfall bei Rezyklaten zu verzeichnen, was auf leicht rezessive Tendenzen in der Wirtschaft und privatem Konsum hinweist. Der Markt ist seit Jahren weiterhin von einer hohen Wettbewerbsintensität durch eine Vielzahl größerer und kleinerer Marktbegleiter gekennzeichnet. Überregional findet der Wettbewerb in erster Linie mit den bekannten großen familiengeführten deutschen und einem großen französischen konzerngeführten Entsorgungsunternehmen statt. Die Suez-Aktivitäten in Deutschland wurden im Geschäftsjahr 2022 von Prezero und Veolia übernommen. Durch den verstärkten Markteintritt von Prezero, verbunden mit einer Expansionsstrategie, bleibt der Wettbewerbs- und Veränderungsdruck weiter hoch. Regional besetzen kleinere Wettbewerber einzelne Stufen der Wertschöpfungskette mit günstigen Angeboten - hier besonders Dienstleistungen auf logistischer Ebene. Weiterhin sind Konzentrationstendenzen am Markt mit anhaltendem Verdrängungswettbewerb wahrnehmbar. Zahlreiche größere Aufträge werden nur noch in europaweiten Ausschreibungen vergeben. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Fortführung von technologisch aufwendiger Sortierung, Aufbereitung und Verwertung von Wertstoffen waren auch im Geschäftsjahr 2022 und weiterhin durch die Volatilität der dahinterliegenden Absatzmärkte geprägt. Die Anforderungen an die Branche werden hier immer komplexer und anspruchsvoller. Neben technologischem Know-How ist ein erhöhter und verstärkter Kapitaleinsatz notwendig. Der Preisauftrieb für thermische Verwertung aus den Vorjahren setzte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 nicht weiter fort. Nehlsen profitierte bereits im Geschäftsjahr 2022 durch rückgängige Auslastung und die wirtschaftlich bessere Auskopplung von Energie durch Preisnachlässe. Im Geschäftsjahr wurden steigende Kosten aus verschiedenen Beschaffungsbereichen überwiegend weitergegeben, was nicht zu nennenswerten Kundenverlusten führte. Insgesamt sind die Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd, da sich sowohl bei den Preisen für die thermische Verwertung als auch bei der Preisentwicklung der Rohstoffe und Primärenergieträger mittelfristig kein abschließender Trend erkennen lässt. Die Digitalisierung bietet weiter große Chancen, die gesamte Prozesskette zu den Geschäftspartnern deutlich effizienter zu gestalten. Zudem sollen Qualität und Geschwindigkeit des Informationsaustausches deutlich verbessert werden. Für Nehlsen bedeutet dies, den Weg über die Stabilisierung bestehender Systeme und Etablierung neuer Technologien noch intensiver voranzutreiben, um kundenorientiertere Lösungen anzubieten. Durch die Corona- und anschließende Ukraine-Krise wurden zahlreiche Projekte deutlich schneller und entschlossener umgesetzt, was sich in höherer Produktivität, Effizienz und auch Mitarbeiterzufriedenheit auswirkte. Die Entsorgungs- und Recyclingbranche gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit entsprechenden Regelwerken hat die EU-Kommission ehrgeizige Ziele gesetzt, von denen nahezu alle Stoffströme betroffen sein werden. Trotz der aktuellen Kriseneinflüsse wird an den Verordnungsvorhaben festgehalten. Die Gewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe, Energieeffizienz und Reduzierung von Restabfallmengen stellen die zentralen Zielsetzungen dar. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind in großen Teilen umgesetzt bzw. noch in Vorbereitung. Der Vollzug erscheint allerdings immer noch nicht ausreichend geregelt zu sein und erlaubt Trittbrettfahrern immer wieder Wege die Verpflichtungen zu umgehen. 2. Geschäftsverlauf Die durchschnittliche Auslastung im Anlagen- und Logistikbereich war im Geschäftsjahr 2022 auf dem erwarteten Niveau. Erst im zweiten Halbjahr 2022 erfolgten leichte Eintrübungen, die aber zu keinen signifikanten Einbrüchen führten. Der weiterhin gute Geschäftsverlauf in der Entsorgungs- und Recyclingbranche spiegelte die gesamtkonjunkturelle Lage und Entwicklung 2022 nicht wider. Das Ergebnis des Konzerns Nehlsen AG konnte gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr nicht wiederholt werden und fiel geringer aus; wenngleich war es weiterhin auf hohem Niveau. Die im 1. Halbjahr 2022 immer noch guten Marktbedingungen am Sekundär-Rohstoffmarkt prägten das Geschäftsjahr 2022 weiterhin positiv. Neben den guten Vermarktungsbedingungen für Papier, Kunststoffe und Metalle, war auch die gesamte Auftragslage in allen Kundensegmenten auf erwartetem Niveau. In der zweiten Jahreshälfte reduzierten sich allerdings die Mengen und die Erlöse für die Rezyklate merklich. Im Geschäftsjahr wurden weiter Investitionen in Anlagen getätigt, um u. a. weiterhin die Vorgaben der Gewerbeabfallverordnung zu erfüllen. Neben der weiteren Ertüchtigung bestehender Anlagen wurden an vielen Standorten Bedingungen für Vorbehandlungsaktivitäten weiter verbessert, um die geforderten Qualitäten und Verwertungsquoten sicherzustellen. Große Investitionen erfolgten im Bereich der Produktionshallen und Geschäftsbauten zur Realisierung zukünftiger Projekte. Weiterhin wurden notwendige Ersatz- und Ertüchtigungsinvestitionen an Standorten und Fuhrpark durchgeführt. Schwerpunkte liegen, wie in jedem Geschäftsjahr auf der Anschaffung von Nutzfahrzeugen und Behältern. Insgesamt wurden Investitionen für immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen in einer Höhe von 37 Mio. EUR getätigt. Zudem werden Gewerbe- und Industriekunden weiter intensiv durch Beratung zur verstärkten Getrennthaltung von Wertstoffen und Abfällen angehalten. Die allgemeinen IT-Kosten erhöhten sich um ca. 20 % zum Vorjahr, was zum einen der Sicherheit und zum anderen der Weiterführung der Digitalisierung dient. Das operative Ergebnis entwickelte sich im Geschäftsjahr geringfügig unter Plan und deutlich unter dem vorherigen Geschäftsjahr. Auch einige Beteiligungsunternehmen hatten im Geschäftsjahr einen rückläufigen Geschäftsverlauf zu verzeichnen. Die Erträge aus den assoziierten Unternehmen lagen überwiegend über Plan, aber teilweise unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt lag das Beteiligungsergebnis über dem Vorjahr. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Auftragslage im Berichtsjahr hat sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres verbessert und die Gesamtleistung erhöhte sich im Nehlsen-Konzern mit 443,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 442,4 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR und 0,2 %. Die Materialaufwandsquote veränderte sich auf 57,4 % (Vorjahr: 56,1 %). Die Personalaufwandsquote liegt mit 27,8 % unter dem Vorjahresniveau (26,9 %). Der sonstige betriebliche Aufwand bleibt mit 36,7 Mio. EUR annähernd konstant gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis aus der Beteiligung an assoziierten Unternehmen lag im Geschäftsjahr bei 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Wie prognostiziert verringerte sich der Konzernjahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Mio. EUR und 34,3 % und beträgt 15,2 Mio. EUR. Der operative Cash-Flow betrug im Geschäftsjahr 27,5 Mio. EUR. Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt mit Abschluss des Berichtsjahres bei 51,7 % und damit 1 % über dem Vorjahreswert von 50,7 %. Im Rahmen eines funktionierenden Forderungsmanagements konnten im Geschäftsjahr 2022 nennenswerte Forderungsausfälle vermieden werden. Es erfolgte eine fristgerechte Vereinnahmung aller Forderungen. Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgeglichen. Die Unternehmensfinanzierung wurde zum 30. August 2021 neu geordnet. Es bestanden ausreichende finanzielle Mittel zur Durchführung der geplanten Investitionsmaßnahmen. Der Investitionsbedarf konnte mit eigenen Mitteln als auch mit günstigem Fremdkapital realisiert werden. Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages, in Ergänzung zu dem Bestand an liquiden Mitteln am Jahresende, besteht eine sehr komfortable Liquiditätslage. Zum 31. März 2023 wurde die Konsortialfinanzierung angepasst. Mit einer neuen Laufzeit von 3 Jahren mit zwei 1-jährigen Verlängerungsoptionen, dient diese Anpassung u.a. der Refinanzierung der bestehenden Konsortialfinanzierungen über ursprünglich EUR 81.470.000 vom 30. August 2021 und der Erweiterung. Die Anpassung stellt sich in zwei Kreditlinien (Kreditlinie A Darlehen, 28 Mio. EUR und Kreditlinie B RCF, 55 Mio. EUR) dar. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 2.544 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.448 Mitarbeiter) in der Nehlsen-Gruppe beschäftigt. Die derzeitige Frauenquote in den Führungspositionen der Nehlsen AG beträgt rd. 30%. Es ist angestrebt, die bereits erreichte Frauenquote in der Zukunft zu halten bzw. zu steigern. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose Für das Geschäftsjahr 2023 rechnet die Unternehmensleitung mit einem schwierigerem Geschäftsverlauf als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Neben den anhaltenden Unsicherheiten durch geopolitische Krisen, sind die mittel und langfristigen Auswirkungen der Ukraine-Krise nicht abschließend bewertbar. Die Auswirkungen auf alle für die Geschäftsentwicklung von Nehlsen relevanten Märkte sind von Unsicherheiten geprägt, ebenso wie mögliche gesamtwirtschaftliche Auswirkungen; insbesondere Inflations- und Zinsentwicklung. Die für eine positive Geschäftsentwicklung wichtigen Sekundärrohstoff-Märkte (u.a. Papier, Kunststoffe, Metalle) zeigten im zweiten Halbjahr 2022 eine stark rückläufige Tendenz. Wir rechnen im Laufe des Jahres 2023 mit einer schrittweisen Erholung. Mit einer Vielzahl von Bestandskunden konnte eine Weiterführung von langjährigen Geschäftsbeziehungen vereinbart werden. Auch die politischen Rahmenbedingungen in der gesetzlich stark reglementierten Entsorgungs- und Recyclingbranche zeigen sich vorerst stabil. Die von der neuen Bundesregierung im Koalitionsvertrag verankerten Vorhaben, u.a. früherer Kohleausstieg, sind auch für die Entsorgungsbranche herausfordernd. Mit den bereits erfolgten Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretungen wurde auch für das Geschäftsjahr 2022 der Grundstein für eine hohe Motivation und Identifikation der Mitarbeiter gelegt, welche auch wesentliche Eckpfeiler des guten Geschäftsverlaufes waren. Das geplante Investitionsvolumen für das Geschäftsjahr 2023 wird gezielt zur Substanzerhaltung und Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie der Standorte eingesetzt. Hierbei sind die Auswirkungen auf Lieferzeiten und Beschaffungskosten besonders zu beobachten. Es wird ab 2024 mit den geplanten Erweiterungsinvestitionen mit einer Umsatz- und Ergebnisstärkung gerechnet. Die Geschwindigkeit in der Digitalisierung der Geschäftsprozesse wird auch im Geschäftsjahr 2023 weiter beibehalten. Dies erstreckt sich auf die Bereiche Infrastruktur und Software. Die Planung des Prognosejahres 2023 wurde unter Beteiligung aller ergebnisverantwortlichen Führungskräfte der Nehlsen-Gruppe erstellt. Die Unternehmensleitung sieht mit den in den vergangenen Jahren durchgeführten Veränderungen weiterhin positiv in die Zukunft und ist auch in den räumlichen und sachlichen Märkten gut aufgestellt. Weitere bedeutsame Projekte (u.a. Digitalisierung) werden diesen Weg unterstützen und zur steigenden Prozessqualität sowie spezifischer Kostensenkung beitragen. Der Start in das Geschäftsjahr 2023 verlief planmäßig trotz deutlicher, durch die Ukraine-Krise verursachter Kostensteigerungen und der deutlichen Inflationsentwicklung. Es wurden die Preise gegenüber den Kunden in notwendigem Maße angepasst. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein leicht fallender Konzernjahresüberschuss erwartet. 2. Chancen In einem trotz der Ukraine-Krise weiterhin sehr dynamischen und sich verändernden Wettbewerbsumfeld, sieht die Nehlsen-Gruppe gute Chancen, diese Marktstellung weiter zu festigen und gezielt auszubauen. Dabei sollen neben organischem Wachstum auch weiterhin gezielte Zukäufe und Unternehmensbeteiligungen an interessanten Geschäftsfeldern dieses Ziel unterstützen. Die Nehlsen-Gruppe verfügt in den Kernregionen über eine starke Marktpräsenz und steht den Kunden als leistungsstarker Partner zur Verfügung. Elementar wird weiterhin für das erfolgreiche Management von Chancen und Risiken die gezielte Weiterentwicklung und das Engagement des Personals sein. Die gezielte Förderung von Nachwuchs, umfassende Ausbildung in einer Vielzahl von Ausbildungsberufen, Traineeprogramme und duale Studienangebote sind ein bedeutender Eckpfeiler dafür. Die Nehlsen-Gruppe will weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber mit langfristiger Know-How-Sicherung sein. Mit gezielten Projekten für Energie- und Treibstoffeinsparungen sowie nachhaltigem Handeln zum Schutz von natürlichen Ressourcen, sollen weitere Chancen in Abgrenzung zu Marktbegleitern aktiv umgesetzt werden. Das Projekt "Nehlsen ProKlima II" wird mit hohem Engagement fortgesetzt, um nennenswerte CO 2 -Einsparungen zu erzielen. 3. Risiken Das Risikomanagement in der Nehlsen AG soll Risiken vorausschauend beurteilen, damit die Auswirkung von potenziellen Risiken auf eine negative Wertschöpfung innerhalb des Konzerns minimiert werden können. Hierin wird in die Bereiche Allgemeine externe Risiken, Markt- und Wettbewerbsrisiken als auch internen Risiken differenziert. In den allgemeinen externen Risiken ist in der aktuellen Situation insbesondere die Preisentwicklungen im Energie- und Rohstoffbereich auf den Konzern zu benennen, sowie die Herausforderungen im Rahmen der Cyberkriminalität. Neben einem regelmäßigen Monitoring wurde im Jahr 2022 ein detailliertes Risikomanagement im Bereich der IT-Sicherheit installiert. Als Markt- und Wettbewerbsrisiken werden die Bereiche Produkte, Wettbewerber, sowie Kunden und Lieferanten näher beleuchtet. Im Bereich der Produkte werden Risiken berücksichtigt, die zum einen den Beschaffungsmarkt betreffen, als auch die Absatz- und Entsorgungswege. Durch verschiedene Maßnahmen sind in diesem Bereich die Eintrittswahrscheinlichkeiten minimiert worden. Diese werden durch die kontinuierliche Marktbeobachtung als beherrschbar betrachtet. Im Bereich der internen Risiken werden die Risikofelder Finanzen, Organisation, Kommunikation, Betrieb/Vertrieb und Personal beurteilt. Hier sind unter anderem Risiken insbesondere durch Überalterung von Anlagen- und Maschinenbestandteilen an einigen Standorten zu benennen, welches neben hohen Instandhaltungskosten auch ein größeres Investitionsvolumen beinhaltet. Durch Neu- und Ertüchtigungskonzepte sowie einen weiteren Ausbau des Investitionscontrollings wird diesen Risiken entgegengetreten. Im Bereich des Anlagenbetriebes ist das Risiko von Brand- und Feuerschäden gegeben. Diesem Risiko wird mittels Brandschutzkonzepten sowie entsprechender Versicherungspolicen entgegengetreten. Herausfordernd bleibt die Berücksichtigung von internen Folgeschäden durch Ausfall von Anlagen innerhalb des Konzerns. Die Bewertung der Risiken aus den benannten Handlungsfeldern ist im Bereich der niedrigen bis mittleren Risikoklasse einzuordnen. Aus dem Gesamtbild der Risikolage sind keine Hinweise für bestandsgefährdende Risiken erkennbar. Gesamtaussage Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird als gut bezeichnet und die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist ebenso zu beurteilen.
Bremen, den 5. Mai 2023 Nehlsen AG gez. Oliver Groß, Vorstandsvorsitzender gez. Dirk Peter, Vorstand KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge resultieren insbesondere aus der Anwendung der Equity-Methode. Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang1. Allgemeine Angaben Die Nehlsen AG, Bremen, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 20365 eingetragen. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Nehlsen AG, Bremen, als Mutterunternehmen folgende Gesellschaften unter Anwendung der Vollkonsolidierung einbezogen:
Die mit * gekennzeichneten Gesellschaften machen von der Befreiung des § 264b HGB bzw. § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Die mit *# gekennzeichneten Gesellschaften sind Unternehmen, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist. Bei den folgenden Unternehmen handelt es sich um Tochterunternehmen der Nehlsen AG, Bremen, die unter Anwendung von § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen worden sind, weil ihre Umsatzerlöse insgesamt lediglich ca. 2 % des Konzernumsatzes ausmachen:
Unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 313 Absatz 3 HGB wurden für ein Tochterunternehmen nicht alle im Konzern befindlichen Anteile am Kapital ausgewiesen. Die Grundstücksgesellschaft Verden Beteiligungs-GmbH, Bremen, wurde im Geschäftsjahr 2022 auf die Nehlsen AG, Bremen, verschmolzen. Das Vermögen der Grundstücksgesellschaft Verden GmbH & Co. KG, Bremen, ist im Wege der Anwachsung auf die Nehlsen AG, Bremen, übergegangen. 3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Im Konzernabschluss sind folgende Gesellschaften als Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten:
Unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 313 Absatz 3 HGB wurde eine Beteiligung nicht ausgewiesen. 4. Konsolidierungsmethoden Der Stichtag des Konzernabschlusses und der Abschlussstichtag der einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2022. Aufgrund der Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erfolgt die Erstkonsolidierung gemäß § 301 Absatz 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung des Beteiligungsansatzes mit den auf diese Anteile entfallenden Beträgen des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Für die in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode konsolidierten Unternehmen wird die Buchwertmethode fortgeführt. Für nicht dem Mutterunternehmen mittelbar oder unmittelbar gehörende Anteile an einbezogenen Unternehmen wird ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile gebildet. Der Wertansatz der in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und die Behandlung des Unterschiedsbetrags erfolgt gemäß §§ 311 und 312 HGB nach der Equity-Methode. Die Anteile werden gemäß § 312 Absatz 1 HGB zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist, mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt und in den Folgejahren fortgeführt. Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen werden eliminiert, soweit diese für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses nicht von untergeordneter Bedeutung sind. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Einzelabschlüssen an. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ausländischer Tochterunternehmen werden im Rahmen des Konzernabschlusses an die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs angepasst. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Der seit dem Jahr 2011 entstandene Geschäfts- und Firmenwert wird unter der Annahme einer Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Art und die voraussichtliche Bestandsdauer der Geschäfts- und Firmenwerte rechtfertigen die entsprechenden Nutzungsdauern. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Soweit erforderlich, werden im Einzelfall außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der über einen Zeitraum von fünf Jahren gewinnmindernd aufgelöst wird. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 250,00 werden im Zugangsjahr unter den Aufwendungen ausgewiesen. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne sowie angemessene Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten, die regelmäßig dem Nennwert entsprechen, erforderlichenfalls abzüglich angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, bilanziert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Anschaffungskosten (in der Regel dem Nennwert) bilanziert. Disagiobeträge werden unter den Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert und linear über die Zinsbindungsdauer der Kredite aufgelöst. Zudem werden unter diesem Posten bereits gezahlte zukünftige Geschäftsjahre betreffende Aufwendungen aktiviert. Der Posten wird in der Rechnungsperiode aufgelöst, in der der Aufwand wirtschaftlich entstanden ist. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wird mit zugehörigen Aufwendungen und Erträgen verfahren. Erhaltene Investitionszuschüsse auf Sachanlagen werden unter dem Posten Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen und über die Nutzungsdauer des betreffenden Vermögensgegenstands ertragswirksam vereinnahmt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Den Berechnungen liegen die Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst. Bewertungseinheiten werden gebildet, soweit wirksame gegenläufige Wertänderungen oder Zahlungsströme bei einzelnen Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen bestehen. In dem Umfang, in dem Bewertungseinheiten wirksam gebildet werden, finden das Einzelbewertungs- und Vorsichtsprinzip keine Anwendung. Die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften werden nach der Einfrierungsmethode in Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unberücksichtigt gelassen. Auf fremde Währung lautende Posten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d. h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion. Die Umrechnung von Jahresabschlüssen in Fremdwährung ausländischer Tochterunternehmen erfolgt entsprechend der Regelung in § 308a HGB. 6. Erläuterungen zum Konzernabschluss Erläuterungen zur Konzernbilanz Aktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in einer Anlage zum Konzernanhang dargestellt. In dem Posten Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag in Höhe von TEUR 499 (Vorjahr: TEUR 648) aus der Kapitalkonsolidierung enthalten. Im Rahmen der Anwendung der Equity-Methode hat sich ein zu verteilender Unterschiedsbetrag ergeben, der zum Bilanzstichtag einem Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 43) zugeordnet worden ist. Es besteht ein statistischer Verlust bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 516 (Vorjahr: TEUR 529), welcher zu keinen weiteren Abschreibungen führt, da die Buchwerte der entsprechenden Beteiligungen bereits auf einen Erinnerungswert von EUR 1,00 gesunken sind. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen wiesen im Vorjahr zudem TEUR 35 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 1.449 (Vorjahr: TEUR 1.459) Steuererstattungsansprüche ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Passiva Das ausschließlich in Stammaktien unterteilte gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 15 Mio. Inhaberaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 1,00. Zur Optimierung der Finanzstruktur des Konzerns wurden in 2012 1,5 Mio. Stammaktien von der Muttergesellschaft für TEUR 8.854 zurückgekauft. Dieser Aktienanteil entspricht 10 % des gezeichneten Kapitals. In der Bilanz wird der Saldo als ausgegebenes Kapital ausgewiesen. Die Kapitalrücklage betrifft eine Rücklage der Muttergesellschaft gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 1 HGB. In die anderen Gewinnrücklagen wurden TEUR 4.896 aus dem Bilanzgewinn der Muttergesellschaft des Vorjahres eingestellt. Im Konzernbilanzgewinn ist ein Konzerngewinnvortrag von TEUR 11.784 (Vorjahr: TEUR 1.156) enthalten. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtungen wurde von einem Rechnungszins von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %), von einem Gehaltstrend bzw. einer Anwartschaftsdynamik von 0 % sowie einer vereinbarten Rentendynamik von 0 % bis 2,2 % ausgegangen. Aktivwerte aus einer bestehenden verpfändeten Rückdeckungsversicherung werden mit der entsprechenden Pensionsrückstellung verrechnet. Die Anschaffungskosten bzw. der Zeitwert des Aktivwerts zu der Rückdeckungsversicherung betragen TEUR 1.036 (Vorjahr: TEUR 974), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtung TEUR 1.405 (Vorjahr: TEUR 1.362), Zinsen und ähnliche Aufwendungen TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 103) sowie mit diesen verrechnete sonstige Zinsen und ähnliche Erträge TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0). Bei den Pensionsrückstellungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 124). Im Konzern bestehen daneben Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung für verschiedene Mitarbeiter/innen, die als Pensionskassenzusagen über die Kölner Pensionskasse VVaG, Köln (im Folgenden: KPK), durchgeführt werden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat aufgrund der Nichterfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen eine Sanierung dieser Pensionskasse zum 31. Dezember 2017 angeordnet, die zu Leistungskürzungen bei Anwärtern und Rentnern der Gesellschaft führte. Hieraus ergibt sich, dass die ursprünglich über die KPK zugesagten Versorgungsleistungen den Anwärtern und Leistungsempfängern auf Basis einer Subsidiärhaftung nunmehr durch die Gesellschaft selbst ungekürzt verschafft werden müssen (§ 1 Absatz 1 Satz 3 BetrAVG). Die Nehlsen AG, Bremen, hatte daher in dem Konzernabschluss eine entsprechende Rückstellung zu passivieren. Die Ermittlung der Rückstellung für den Verschaffensanspruch wurde durch einen beauftragten Sachverständigen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Generationentafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) und einem Rechnungszins von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %) p. a. vorgenommen. Gemäß § 16 Absatz 3 Nr. 2 BetrAVG - nach dem eine Anpassung der laufenden Leistungen entfällt, wenn die betriebliche Altersversorgung über eine Pensionskasse erfolgt - wurde für die Berechnung ein Rententrend von 0 % berücksichtigt. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Personalkosten (Sonderzahlungen, Urlaub und Arbeitszeitkonten) sowie für Entsorgung/Sortierung/Abraumbeseitigung. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren neben Darlehen im Wesentlichen aus dem Leistungsverkehr. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
Von den sonstigen Verbindlichkeiten waren am Bilanzstichtag TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 42) durch die Sicherungsübereignung von Vermögenswerten besichert. Aktive latente Steuern beruhen auf der Zwischenergebniskonsolidierung. Die latenten Steuern wurden mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 33 % bewertet. Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hat die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Cap-Vereinbarungen abgeschlossen. Die genannten Geschäfte wurden bis zum 31. Dezember 2022 nicht bilanziert, da gemäß § 254 HGB Bewertungseinheiten mit den entsprechenden Verbindlichkeiten bestanden. Für die zum Bilanzstichtag bestehenden Zins-Cap-Vereinbarungen über nominell TEUR 21.800 werden die Marktwerte nach finanzmathematischen Methoden ermittelt (mark-to-market). Diese betrugen zum Stichtag TEUR 206. Die Zins-Cap-Vereinbarungen haben eine Laufzeit bis 30. Juni 2024. Haftungsverhältnisse Zum Abschlussstichtag bestanden Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 579) und Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 297). Die Angabe erfolgt jeweils in Höhe der Nominalwerte. Die Verpflichtungen aus Bürgschaften entfielen im Vorjahr in Höhe von TEUR 263 auf zwei assoziierte Unternehmen. Die Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen entfallen mit TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 43) auf ein assoziiertes Unternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Eventualverbindlichkeiten wird als gering eingeschätzt, da die zu Grunde liegenden Verpflichtungen voraussichtlich durch das Unternehmen erfüllt werden können. Somit wurde auch keine Passivierung der Risiken vorgenommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Miet- und Pachtverhältnissen in Höhe von TEUR 23.137 (Vorjahr: TEUR 20.683) (davon sind TEUR 3.747; Vorjahr: TEUR 2.656 innerhalb eines Jahres fällig), aus Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 45.570 (Vorjahr: TEUR 51.418 (davon sind TEUR 13.082; Vorjahr: TEUR 13.638 innerhalb eines Jahres fällig), aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 3.167 (Vorjahr: TEUR 1.376) (davon sind TEUR 2.070; Vorjahr: TEUR 1.020 innerhalb eines Jahres fällig) sowie aus Auftragsvergaben in Höhe von TEUR 14.589 (davon sind TEUR 12.824 innerhalb eines Jahres fällig; Vorjahr: TEUR 11.468). In Höhe von TEUR 6.018 (Vorjahr: TEUR 11.561) bestehen Einzahlungsverpflichtungen aus Folgeinvestitionen. Aus den Konsortialfinanzierungen bestehen darüber hinaus Verpflichtungen zur Zahlung von Provisionen und Gebühren in Höhe von insgesamt TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 883). Die Miet- und Leasingverhältnisse wurden im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs unter Berücksichtigung von Aspekten der Kapitalbindung und der Liquidität abgeschlossen. Weitere Vorteile bestehen in teilweise kurzen Vertragsbindungen, da die Anlagen und Ausstattungen bei eintretendem technischen Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den möglicherweise höheren Refinanzierungskosten. Ansonsten bestehen keine, nicht aus der Konzernbilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Erläuterungen zur Konzern Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse des Konzerns betreffen überwiegend im Inland erzielte Erlöse und entfallen auf den Entsorgungsbereich, der das vollständige Angebot der modernen Kreislauf- und Abfallwirtschaft zur Verfügung stellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten überwiegend Weiterberechnungen, Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen, Sachbezüge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 579) enthalten. Aufwendungen für Altersversorgung sind in Höhe von TEUR 1.535 (Vorjahr: TEUR 1.743) in der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" enthalten. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen entfallen in Höhe von TEUR 435 (Vorjahr: TEUR 142) auf außerplanmäßige Abschreibungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 793 (Vorjahr: TEUR 970) enthalten. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen im Ergebnis aus nicht vollkonsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 300 enthalten. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens betreffen in voller Höhe außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen an ein assoziiertes Unternehmen. Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen Zinsaufwendungen von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) auf verbundene Unternehmen. In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 55) enthalten. 7. Nachtragsbericht Es haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben. 8. Sonstige Angaben Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen gemäß § 313 Absatz 2 Nr. 7 HGB der Nehlsen AG, Bremen, ist die Panta Re AG, Bremen. Das Bestehen der Mehrheitsbeteiligung der Panta Re AG, Bremen, an der Nehlsen AG, Bremen, ist nach § 20 Absatz 4 AktG mitgeteilt worden. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022 verteilt sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche Abschlussprüferleistungen (TEUR 334; Vorjahr: TEUR 332), Steuerberatungsleistungen (TEUR 140; Vorjahr: TEUR 147) und sonstige Leistungen (TEUR 36; Vorjahr: TEUR 35). Im Jahr 2022 wurden 2.544 (Vorjahr: 2.448) Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 764 (Vorjahr: 765) Angestellte und 1.780 (Vorjahr: 1.683) gewerbliche Arbeitnehmer. Der Vorstand schlägt vor, aus dem im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Nehlsen AG, Bremen, ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 11.940.024,07 einen Betrag von EUR 6.940.024,07 in andere Gewinnrücklagen einzustellen und einen Betrag in Höhe von EUR 5.000.000,00 als Dividende auszuschütten.
Bremen, den 5. Mai 2023 gez. Oliver Groß, Vorstandsvorsitzender gez. Dirk Peter, Vorstand Weitere Angaben zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 24. Mai 2023 gebilligt. Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Nehlsen AG, Bremen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Nehlsen AG, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Nehlsen AG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 22. Mai 2023 FIDES
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. Wagener, Wirtschaftsprüfer gez. Rogge, Wirtschaftsprüferin Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich in der Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 in 3 Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die Lage der Gesellschaft sowie über aktuelle und grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen. Zudem hat im September 2022 eine zusätzliche Strategiesitzung stattgefunden, in der die weitere Entwicklung für die nachhaltige Aufstellung der Unternehmensgruppe in Bezug auf Wettbewerb und Rendite erarbeitet wurde. Darüber hinaus erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig ausreichend kommentierte betriebswirtschaftliche Auswertungen, die Gegenstand von vertiefenden Gesprächen waren. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er wurde vom Vorstand über sämtliche wichtige Geschäftsvorgänge unterrichtet, alle zustimmungspflichtigen Einzelvorgänge wurden ihm in angemessenen Zeiträumen zur Beratung und Beschlussfassung unterbreitet. Schwerpunkt der Sitzungen des Aufsichtsrats waren Erörterungen der wirtschaftlichen Geschäftslage, einschließlich der Entwicklungschancen und Risiken, die Ergebnissituation der Nehlsen AG sowie der gesamten Unternehmensgruppe, die laufende operative Geschäftsentwicklung, die Entwicklung der Liquidität und die Konzernfinanzierung sowie der strategische Kauf und Verkauf von Unternehmen und Beteiligungen. Die Hauptversammlung hat die Fides Treuhandgesellschaft KG, Bremen, für das Geschäftsjahr als Abschlussprüfer gewählt. Die Fides hat den Jahresabschluss der Nehlsen AG ebenso wie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2022 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer der Gesellschaft hat an der Jahresabschlussbesprechung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Er hat Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns abgegeben. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurde jedem Aufsichtsratsmitglied ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis zugestimmt und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Betriebsräten und allen Mitarbeiter:innen für die im zurückliegenden Wirtschaftsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.
Bremen, den 24. Mai 2023 gez. Peter Hoffmeyer, Vorsitzender Aufsichtsrat |
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