Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 11194
Vorher
Dr. Schrick GmbH
Eingetragen
9.9.2003
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Die Konstruktion, Simulation, Entwicklung und Integration von Antriebssystemen und Energiesystemen für stationäre und mobile Anwendungen, sowie die Herstellung und Montage von Nischenprodukten in kleinen Produktionsmengen auf vorgenannten Gebieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Niels Möller
seit 19.2.2024
Geschäftsführer
Renato Sensi
seit 19.2.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AVL List GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AVL Holding Deutschland GmbH
Germany
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVL Schrick GmbH

Remscheid

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT ZUM 31.12.2023

1. Vorstellung des Unternehmens

Die AVL SCHRICK GmbH gehört seit ihrer Gründung 1969 zu den führenden Entwicklungsdienstleistern für alle Themen rund um Antriebssysteme sowohl im Automotive Sektor wie auch in diversen anderen Industriezweigen.

Im Jahr 2002 erfolgte die Eingliederung in den AVL-Konzern, dem weltweit größten unabhängigen Anbieter für die Entwicklung von Antriebssystemen mit Verbrennungsmotoren und alternativen Antriebskonzepten, Simulationssoftware und -methoden sowie Mess- und Prüftechnik. Die AVL-Gruppe besteht heute aus über 45 Niederlassungen und ist mit mehr als 12.000 Mitarbeitern in über 20 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten.

Die AVL SCHRICK GmbH, als eine der großen Konzerngesellschaften, legt besonderen Wert auf die Erforschung und Entwicklung von neuen Antriebstechnologien und Energiesystemen. So hat sie bereits 2004 mit der Entwicklung von Hybrid- und E-Fahrzeugantrieben in Remscheid begonnen, ein seither ständig wachsender und profitabler Bereich, der heute innerhalb der AVLGruppe neben Graz einer der wichtigsten Standorte ist.

Der AVL-Konzern ist einer der Marktführer der E-Mobilität. Die AVL SCHRICK GmbH partizipiert am weltweiten Know-how der Gruppe und stellt zusätzlich das Entwicklungsportfolio konsequent auf Brennstoffzellen- und lektrolyseurentwicklung, Batterieentwicklung, Wärmepumpen und weitere Themen der Energietechnik um.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Das Wirtschaftsjahr 2023 war weiterhin durch Unsicherheiten geprägt. Anhaltender Krieg und Krisen, unklare politische Energiepreispolitik, Inflation und Fachkräftemangel. Alles zusammen brachte Unternehmen und Staat an neue Grenzen. Nach einem kräftigen Jahresauftakt 2023 und vorsichtigem Optimismus schien die Wirtschaft sich trotz aller Einschränkungen zu behaupten. Die Nachholeffekte beim Konsum flachten dann ab, Insolvenzen stiegen an. Die Automobilindustrie, als einer der großen Wirtschaftszeige im Land, steht durch Technologie- und Preisrückstand bei der E-Mobilität unter Zugzwang.

Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im Jahresdurchschnitt 5,9 % gegenüber dem Vorjahr und beschreibt damit eine leichte Erholung gegenüber 2022. Diese immer noch hohe Inflationsrate reduzierte die Kaufkraft der privaten Haushalte und belastete die Industrie zusätzlich zu der globalen Konjunkturabkühlung sowie den anhaltenden Lieferengpässen.

Die führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland gehen in den beiden Folgejahren von grundsätzlich sinkenden Inflationsraten aus, die im Jahr 2025 mit einer erwarteten Preissteigerung von unter 2% für Entspannung sorgen kann. Insbesondere gesunkene Energierohstoffpreise haben hier maßgeblichen Einfluss auf die Industrie und private Haushalte.

Trotz des angespannten wirtschaftlichen Rahmens hat sich die deutsche Wirtschaft als widerstandsfähig erwiesen und das BIP ist zum Vergleichszeitraum 2021 im Jahr 2022 um 1,9 % gestiegen. Sowohl die Geschäftserwartungen der Unternehmen als auch der Verbraucher liegen weiter tief im negativen Bereich - die deutsche Wirtschaft wird nach wie vor von großer Unsicherheit und hohen Energiepreisen belastet. Für das Jahr 2023 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,9 % prognostiziert.

Die politischen Entscheidungsträger müssen versuchen, ein optimales Gleichgewicht zwischen der Bekämpfung der Inflation, der Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigung und der Förderung wichtiger politischer Ziele, wie dem Übergang zu 100% regenerativer Energie zu finden. Der Handel ist und bleibt damit ein wichtiges Instrument zur Senkung der Kosten für das Erreichen von Netto-Null-Kohlenstoffemissionen und für den Umbau hin zu erneuerbaren Energien.

Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich etwas aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Februar auf 85,5 Punkte gestiegen, nach 85,2 Punkten im Januar. Dies war auf etwas weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau.

2.2 Entwicklung der Branchen

AVL SCHRICK erreicht mit der Neuausrichtung der vergangenen Jahre einen Umsatz von ca. 40% im Energiesektor und anderen Non-Automotive Anwendungen. Damit ist die AVL SCHRICK GmbH nicht mehr nur einer Branche zuzuordnen. Im Folgenden beschreiben wir dementsprechend die Entwicklung des Automotive-Bereichs mit Schwerpunkt Volkswagen sowie die des für AVL SCHRICK relevanten Anteils des Wasserstoff- und Energiesektors.

2.2.1 Entwicklung der Automobilbranche

Der weltweite Automobilabsatz hat sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 um ca. 5% erhöht, liegt aber 5% unter dem des Jahres 2019 .

Laut VDA wurden in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt 2,8 Millionen neue PKWs zugelassen, was gegenüber dem Vorjahr einer Erhöhung von 7% bzw. gegenüber dem Jahr 2019 einem Rückgang von 21% entspricht.

Die Ursachen für die im Vergleich zu 2019 niedrigeren Verkaufszahlen sind vielfältig:

- hohe Endverkaufspreise

- schwindende Kaufkraft der Endverbraucher durch hohe Inflation

- geopolitische Disruptionen (sehr stark rückläufige ukrainische und russische Automobilverkäufe)

- reduzierte Förderungsregime für Elektrofahrzeuge (z. B. in Deutschland wurden im Jahr 2023 insgesamt 16 Prozent weniger Elektro-PKWs /BEV und /PHEV als im Vorjahr zugelassen).

Im Jahr 2023 hat sich der Trend in Deutschland zur E-Mobilität weiter verstärkt und der BEV-Marktanteil stieg auf 18% in den ersten zehn Monaten des Jahres.

Das Jahr 2024 wird für die BEV-Verkäufe voraussichtlich kritisch sein, steigende Zinsen und rückläufige Förderungen treffen auf ein fehlendes niedrigpreisiges BEVMarktangebot in den niedrigen Segmenten.

BEV-Absatz in Deutschland nach Automarken (Januar - Oktober 2023):

Bestimmend für den deutschen Markt und mit besonderer Relevanz für die AVL SCHRICK GmbH ist der Volkswagen-Konzern.

Die Fahrzeugauslieferungen des Volkswagen-Konzerns stiegen im Jahr 2023 auf 9,2 Millionen Einheiten.

Die Auslieferung von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) stieg um 35% auf 394.000 Einheiten.

Trotz einer Umsatzsteigerung im Jahr 2023 von 15% ggü. dem Vorjahr auf 322 Mrd. € und einer operativen Marge von 7% (abs. 22.6 Mrd. €) erwartet der Volkswagen-Konzern ein langsameres Wachstum im Jahr 2024, im Wesentlichen durch makroökonomische Herausforderungen.

Das Umsatzwachstum ggü. dem Vorjahr wird nur noch mit 5% angenommen und resultiert im Jahr 2024 in einem Umsatz von 338 Mrd. € mit einer ähnlichen operativen Marge i.H.v. 7,0-7,5%.

Im Bereich der batterieelektrischen Fahrzeuge sieht sich der Konzern in einem gewachsenen Wettbewerb und einer abnehmenden Nachfrage, insbesondere für die Marke Volkswagen in seinem größten Markt China.

Gegenmaßnahmen zu diesen Rahmenbedingungen entwickelt der Volkswagen-Konzern in einem gruppenweiten Effizienz-Programm (10-Punkte-Plan).

Neben der Weiterentwicklung des assistierten Fahrens (SAE Level 2 & Level 3) für seine Serienfahrzeuge will der VW-Konzern in Zukunft verstärkt auf die Entwicklung des autonomen Fahrens setzen. Der ID Buzz AD (SAE Level 4) soll 2025 Marktreife erreichen. Zeitgleich zum Testlauf in München hat VW im Jahr 2023 auch in den USA mit Testreihen zum autonomen Fahren begonnen.

IONWAY, ein Joint Venture zwischen dem Volkswageneigenen Batteriehersteller PowerCo und dem belgischen Materialtechnologie-Konzern Umicore, hat mit Nysa in Polen, den Standort für seine Fabrik zur Kathodenmaterial-Fertigung bekannt gegeben. IONWAY ist die erste Partnerschaft dieser Art für regionale, transparente und nachhaltige Batteriematerialien (Ziel: 160 Gigawattstunden Zellkapazität pro Jahr).

Bei den Haupttreibern (Elektrifizierung, Mobilität, Assistenz Systeme und Software-Entwicklung) hat die AVL SCHRICK GmbH bereits nicht nur in den richtigen Domänen, sondern auch in Verbindung mit der neuen SSP-Plattform sehr wichtige Projekte im Jahr 2023 gewonnen. Die AVL SCHRICK GmbH verfügt über die besten Voraussetzungen, um die von Volkswagen verfolgte Strategie weiter zu unterstützen.

2.2.2 Entwicklung der H2 Branche

Die Entwicklung der H2 Branche wird maßgeblich durch politische Faktoren beeinflusst:

- Politisches Ziel von CO 2 Neutralität bis 2050

o In vielen Industrieprozessen ist H2 fast die einzige Alternative zu Öl und Gas als Ausgangsprodukt

o Im Transportbereich (insb. Flugzeuge, Schiffe, LKW) ist die Energiedichte der heutigen Batterien für die Applikation nicht ausreichend

- Geopolitische Spannungen

o sehr wenige große Energieexporteure

o Preise und Versorgungssicherheit sind sehr volatil

- Gesellschaftliches Image - Klimaerwärmung

H2 und seine Nachprodukte versprechen eine gute Eignung als Energiespeichermedium (keine Energiequelle) für sehr große Energiemengen.

Laufende H2-Sektor-relevante Aktivitäten bei der AVL SCHRICK GmbH fokussieren sich auf das Testen von Komponenten und Systemen im Bereich der Energieversorgung und Mobilität.

2.3 Entwicklung des Unternehmens

Die Neuausrichtung der AVL SCHRICK GmbH mit der Schließung der Motorenprüfstände und dem Weg zur zweiteiligen Ausrichtung schreitet erfolgreich voran.

Zum einen eine Fokussierung auf den Kunden Volkswagen mit entsprechenden Schritten, wie der Gründung der 100% Tochter AVL Czech Republic s.r.o., zum anderen dem weiteren Ausbau der Engineering Tätigkeiten von Energiesystemen, die eine nachhaltige Energiewirtschaft ermöglichen.

Durch die Anpassungen des Produktportfolios und der Organisationsstruktur wurden die Maßnahmen zur Gewährleistung einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung fortgeführt. Ein weiterer prägender Schritt der AVL SCHRICK GmbH im Jahr 2023 war die Veräußerung des Fertigungszentrums. Ab dem 01.01.2023 firmiert das Fertigungszentrum als eigenständiges Unternehmen innerhalb der AVL-Gruppe unter AVL SCHRICK Performance Components GmbH.

Der Bereich Engineering stand im Jahr 2023 vollumfänglich unter dem Einfluss der konsequenten Verlagerung des Entwicklungsschwerpunktes hin zu den verschiedenen Facetten der E-Mobilität sowie zu vielfältigen Entwicklungen rund um die Wasserstoff- und Stromerzeugung.

Der strategische Schritt hin zur Strom- und Wasserstoffwirtschaft sowie die Erhöhung der Anzahl der Kernkunden zahlt sich weiterhin aus. Die Produkte der AVL SCHRICK GmbH werden auf dem Markt angenommen, die Kundenzufriedenheit ist enorm hoch und die wirtschaftlichen Kernzahlen verbessern sich weiter.

Das Jahr 2023 war dementsprechend durch folgende Eckpunkte geprägt:

- Vollauslastung des Entwicklungsteams

- Ausbau der "Non-Automotive"-Aktivitäten

- Gründung der Czech Republic s.r.o. und weiterer Aufbau des Entwicklungsteams

- Übertragung des Geschäftsbereichs Fertigungszentrums auf die AVL SCHRICK Performance Components

- Ausbau der Batterieentwicklung

- Aufbau und Validierung eines Entwicklungshubs für die Systemintegration von stationären SOFC ́s und SOEC ́s

- Maximale Nutzung von vorhandenem Equipment für E-Komponenten-Testing

- Extremer Fachkräftemangel

2023 war in vielerlei Hinsicht ein positives Jahr, unsere Prognosen der strategischen Richtungen in unseren Branchen war zutreffend, und unser Produktportfolio passend.

In Europa und China ist der Weg zur Elektromobilität im PKW-Sektor klar beschrieben und wird auch entwicklungsseitig umgesetzt. Bei den Nutzfahrzeugen haben praktisch alle Hersteller neue Verbrennungsmotoren entwickelt, parallel gibt es Aktivitäten die direkte Verbrennung von Wasserstoff im Verbrenner und in der Brennstoffzelle darstellen.

Demzufolge haben sich bei AVL SCHRICK die "E-spezifischen" und vor allem die "non-Automotive" relevanten Bereiche positiv entwickelt.

Der Auftragseingang liegt im Jahr 2023 um ca. 7% höher als im Vorjahr, dies garantiert eine gute Auftragslage sowie Wachstum im Jahr 2024.

Der hohe Anteil von Ingenieuren und promovierten Ingenieuren (>75%) mit entsprechend breiter Ausbildung bleibt trotz der Ausrichtungsänderung bestehen und sichert eine reibungslose Umsetzung der Anforderungen von Automotive und non-Automotive OEM`s ab. Der Ausbau der Brennstoffzellentätigkeiten, der Batterietätigkeiten sowie alle Umfänge der Wasserstoffwirtschaft werden im Jahr 2024 zu weiter steigendem Umsatz führen.

Der Aufbau und das Wachstum der Filiale Wolfsburg wird in vollem Planungsumfang weitergeführt. Der Aufbau der Filiale in Tschechien (Mlada Boleslav) zur Unterstützung des Volkswagen-Konzerns schreitet voran.

Das Ergebnis der AVL SCHRICK GmbH verbessert sich zunehmend über die nächsten Jahre. Die Neuausrichtung war der strategisch richtige Schritt.

3. Ertrags- Vermögens- und Finanzlage

3.1 Ertragslage

Der Jahresumsatz stieg im Jahr 2023 auf insgesamt 70,2 Mio. € und lag somit 10,3 Mio. € über dem Vorjahr (59,9 Mio. €). Zusammen mit den Bestandsveränderungen sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen, ergab sich eine Gesamtleistung von 73,6 Mio. € (Vorjahr 59,4 Mio. €).

Der Gesamtaufwand für Material und bezogene Dienstleistungen stieg um 15,7 Mio. €. Sein Anteil an der Gesamtleistung stieg entsprechend der ausgewiesenen Materialkosten auf 64,1% (Vorjahr 53,1 %). Das Rohergebnis belief sich auf 26,4 Mio. € (Vorjahr 27,9 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 7,0 Mio. € (Vorjahr 8,8 Mio. €).

Der Personalaufwand lag mit 18,0 Mio. € um 10,4 Mio. € unter dem Vorjahres-Niveau (28,4 Mio. €), resultierend aus der Restrukturierung und der Ausgliederung des Fertigungszentrums.

Die Quote der Abschreibungen sank auf 0,7% der Gesamtleistung (Vorjahr 1,6%).

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen, saldiert um Förderbeträge, 0,2 Mio. € (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 11,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 0,8 Mio. € (Vorjahr: -10,4 Mio. €). Der Jahresüberschuss wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die AVL Holding Deutschland GmbH abgeführt.

Die Ergebnismarge stieg um 18,5 Prozentpunkte auf 1,0% im Vergleich zum Vorjahr (-17,5%) an.

Der Auftragsbestand per Dezember 2023 verringert sich auf 25,9 Mio. € (Vorjahr 46,5 Mio. €) im Wesentlichen durch die Abspaltung des Fertigungszentrums.

3.2 Vermögenslage und Investitionen

Das Eigenkapital beträgt in 2023 5,1 Mio. € (Vorjahr 5,1 Mio. €). Die Eigenkapitalquote ist im Jahr 2023 auf 22,2% gegenüber 23,4% im Vorjahr bei einer Bilanzsumme von 23,2 Mio. € (Vorjahr 21,8 Mio. €) zurückgegangen.

Die Gesamtkapitalrentabilität steigt auf 3,4% (Vorjahr -47,5%).

Die getätigten Investitionen betrugen im Geschäftsjahr rund 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €).

Das geplante Investitionsvolumen bleibt mit 0,9 Mio. € für 2024 knapp unter Vorjahresniveau (1,0 Mio. €). Das geplante Leasingvolumen verringert sich ebenfalls im kommenden Geschäftsjahr auf 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,9 Mio. €).

3.3 Finanzlage

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 5.349 T€ auf 1.645 T€.

Die langfristigen Darlehen unserer Banken und Kredite der Konzernmuttergesellschaft für die SCHRICK-Gruppe, der AVL List GmbH, stehen uns weiterhin zur Verfügung. Der Status der Besicherung ändert sich nicht. Die laufende Finanzierung ist unverändert abgesichert.

Der konzerninterne Liquiditätsausgleich wird seit Ende 2022 durch einen Cash-Pool abgewickelt, dem die Gesellschaft als Teil des Konzerns ebenfalls unterliegt. Da der Konzern damit als strategische Einheit agiert, ist die Überwachung und Steuerung der Liquidität weiterhin sichergestellt und die Gesellschaft profitiert generell von einer besseren finanziellen Leistungsfähigkeit der AVL-Gruppe.

4. Arbeitsmarkt und Mitarbeiterentwicklung

4.1 Arbeitsmarkt

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 2,61 Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos gemeldet. Dies entspricht 8% mehr als im Jahr zuvor. Eine hohe Inflation, gestiegene Zinsen und eine schwache Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland haben die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gedämpft. Dennoch zählte auch 2023 zu dem Jahr mit der niedrigsten Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt bei 5,7% und damit 0,4% höher als der Vorjahresdurchschnitt. Betrachtet man die einzelnen Arten der Beschäftigung, zeigt sich, dass die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zugenommen hat. Allerdings fällt dieser Anstieg deutlich geringer aus als im Jahr 2022. Das Plus bei der Beschäftigung geht ausschließlich auf die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Ausländerinnen und Ausländern zurück.

4.2 Mitarbeiterentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von personellen Veränderungen und organisatorischen Anpassungen, um die Neuausrichtung darzustellen.

Das Engineering verzeichnete im Jahr 2023 eine höhere Fluktuation als in den Vorjahren. Jedoch konnte der gestiegene Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften durch personalgewinnende Maßnahmen gedeckt werden. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes verdeutlicht, dass die Personalgewinnung- und Bindung nach wie vor und tendenziell zunehmend, eine zentrale Rolle im HR-Bereich spielt.

Die Teilnahme an diversen Jobmessen, die verstärkte Präsenz der Stellenausschreibungen in unterschiedlichen Stellenportalen sowie eine engere Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten standen dabei wiederholt im Fokus. Doch auch durch die direkte Ansprache von Kandidatinnen und Kandidaten, sowohl im deutschsprachigen als auch im internationalen Raum, hier vor allem innerhalb der EU, konnte qualifiziertes Personal rekrutiert werden. Zur Gewinnung von ausländischen Mitarbeitenden bietet die AVL SCHRICK GmbH über einen Dienstleister einen "Deutsch-Sprachkurs" an. Ziel ist es, den Einstieg von ausländischen Mitarbeitenden zu vereinfachen und diese frühzeitig ans Unternehmen zu binden. Daher wird auch zukünftig an der Optimierung des "Relocation-Service- Konzeptes" gearbeitet.

Für das neue Geschäftsjahr plant die Personalabteilung weitere Recruiting- und Employer Branding Maßnahmen. Der Bewerbungsprozess soll dabei deutlich schlanker gestaltet werden. Im "War for Talents" sind kurze, transparente Bewerbungsprozesse sowie eine schnelle Kommunikation mit potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten unumgänglich. Die Attraktivität des Arbeitgebers sowie die positive Präsenz in sozialen Medien sind der Schlüssel zum Erfolg. Plattformen wie "kununu" und "LinkedIn" werden nach wie vor von interessierten Kandidatinnen und Kandidaten genutzt, um einen ersten Eindruck vom Unternehmen zu gewinnen.

Die Implementierung von Unternehmensprofilen in sozialen und beruflichen Netzwerken bietet außerdem die Möglichkeit, mit potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten direkt in Kontakt zu treten.

Im Bereich der Personalentwicklung steht die persönliche und berufliche Entwicklung der Mitarbeitenden im Fokus. Im Jahr 2023 wurden in enger Zusammenarbeit mit den Bereichsleitern sogenannte AKV ́s erstellt. AKV ist ein Akronym zur Zuordnung und Darstellung von Aufgaben-, Kompetenz- und Verantwortungsfeldern zu einer Stelle im Unternehmen. Diese ersetzen zukünftig die klassische Stellenbeschreibung.

Ein wesentliches Instrument in der Personalentwicklung ist das jährlich stattfindende Mitarbeiterjahresgespräch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden. Im Rahmen dieser, nun transparenten und nachvollziehbaren Leistungsbeurteilung, wird ebenfalls der Bedarf an entsprechenden Aus- und Weiterbildungen ermittelt und entsprechende Maßnahmen in die Wege geleitet. Im Jahr 2023 wurden diese Gesprächsbögen gänzlich neu überarbeitet und stehen ab Januar 2024 den Führungskräften zur Verfügung. Die weiterentwickelten Gesprächsbögen haben einen klaren Bezug zur AKV.

Neben der Erstellung der AKV ́s und der Überarbeitung der Mitarbeiterjahresgesprächsbögen wird es im neuen Geschäftsjahr eine weiter erhöhte Transparenz in der Gehaltsstruktur geben. Diese beinhaltet 12 Gehaltsgruppen und steht vorerst dem technischen Bereich zur Verfügung. Mit der Einführung einer nachvollziehbaren Gehaltstruktur untermauern wir zusätzlich die Wichtigkeit einer offenen und transparenten Unternehmenskommunikation.

5. Umweltschutz, Qualitätsmanagement und Informationssicherheit

Die Geschäftsprozesse der AVL SCHRICK GmbH werden entsprechend der Kundenvorgaben und unter Beachtung der internationalen Standards DIN EN ISO 9001, 14001 sowie 27001 sowie dem VDA Branchenstandard TISAX ausgelegt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Regelungen und Vorgaben des integrierten QES-Managementsystems wurden auch im Jahr 2023 weiter mit den globalen Vorgaben der AVL-Gruppe harmonisiert, um gruppenweite Synergieeffekte zu nutzen und -wo möglich- betriebswirtschaftliche Vorteile für die AVL SCHRICK GmbH daraus zu generieren.

Chancen und Risiken, die sich aus dem Unternehmenskontext ergeben, wurden im Hinblick auf die internen und externen interessierten Parteien im Rahmen der jährlichen Managementbewertung überprüft und an die aktuelle Situation der Firma angepasst. Die Inhalte sind Teil der in Kapitel 7 beschriebenen Chancen und Risiken.

Die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sowie der Gruppen- und Firmenvorgaben wurde durch interne Audits in den Fachbereichen überprüft und Verbesserungsmöglichkeiten abgeleitet. Darüber hinaus erfolgten konzerninterne Audits des Managementsystems in den Themenbereichen Informationssicherheits- sowie Qualitäts- und Umweltmanagement. Aufgedeckte Verbesserungspotenziale und daraus abgeleitete Maßnahmen wurden in Auditberichten dokumentiert, eingeleitet und umgesetzt sowie deren Wirksamkeit überprüft. Auf diese Weise wurde die kontinuierliche Verbesserung der Unternehmensleistung in allen drei Bereichen des integrierten Managementsystems ermöglicht und überwacht.

Der Standort in München wurde in Q3-2023 wiederholt erfolgreich nach dem VDABranchenstandard TISAX zertifiziert. Durch die erfolgreiche Rezertifizierung werden Kundenanforderungen an die Informationssicherheit im Unternehmen umgesetzt und die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in Projekten gestärkt.

Das integrierte Managementsystem der AVL SCHRICK GmbH wurde in 2023 an die veränderte Unternehmenssituation durch den Carve out des Fertigungszentrums, als AVL SCHRICK Performance Components GmbH, angepasst.

Die AVL SCHRICK GmbH unterstützt auch im Jahr 2023 das Streben der AVL-Gruppe nach CO 2 -Neutralität bis 2026. Durch die kontinuierliche Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen konnte der jährliche CO 2 -Außstoß der AVL SCHRICK GmbH im Vergleich zum Jahr 2020 um mehr als 80% gesenkt werden.

Die Anzahl der nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungspflichtigen Motorenprüfstände wurde im Zuge der Umstrukturierungen in 2023 reduziert. Vier von ehemals neun Prüfständen wurden beim Umweltamt als stillgelegt angezeigt und werden zukünftig ausschließlich für die Entwicklung von elektromechanischen Systemen ohne CO 2 -Außstoß genutzt. Die verbleibenden fünf Motorenprüfstände wurden dem Umweltamt als nur noch teilweise für Tests mit Verbrennungsmotoren angezeigt. Auf diese Weise wird den Veränderungen der Auftragssituation Rechnung getragen und das Streben nach Energieeffizienz fortgeführt.

Die gesetzlichen Vorgaben an Unternehmen für gewerbliche Abfälle werden durch den Abfallbeauftragten des Gebäudemanagements überwacht und durch das Umweltmanagement kontrolliert. Die produzierten Abfallmengen sind seit dem Jahr 2020 rückläufig.

6. Forschung und Entwicklung

Das Geschäft der AVL SCHRICK GmbH besteht im Engineering zu über 90% aus vertraulicher Forschung und Entwicklung im Auftrag unserer Kunden. Nachfolgend berichtet die AVL SCHRICK GmbH daher nur über ihre Eigenentwicklungen.

Diese Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben hauptsächlich das Ziel, das Portfolio der AVL SCHRICK GmbH an die sich verändernden Märkte besser anzupassen und die Dienstleistungen der AVL SCHRICK GmbH besser, schneller und attraktiver zu gestalten. Sie werden dabei häufig in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen der AVL-Gruppe, insbesondere der AVL List GmbH, durchgeführt.

Einige Beispiele aus 2023 hierfür sind:

- Entwicklung eines virtuellen Testfeldes für vernetzte Mobilität in innerstädtischen Verkehrsszenarien

- Entwicklung eines Testparks für Elektrolyseure

- Entwicklung einer KI-Methode zur Analyse und Reduzierung von Alterungsphänomenen in Abgasnachbehandlungssystemen

- Komplexitätsreduktion in der Entwicklung der Ladeinfrastruktur bei E-Fahrzeugen mittels eines modellbasierten Ansatzes

7. Prognosebericht, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

7.1 Prognosebericht

Der nachfolgende Bericht konzentriert sich aufgrund der Ausgliederung des Fertigungszentrums ausschließlich auf die verbleibende AVL SCHRICK GmbH.

Der Preisdruck wird im Engineering durch Konkurrenz aus Niedrigpreisländern in den nächsten Jahren weiter anwachsen.

In diesem Jahr wurden die allgemeinen Engineering-Entwicklungstrends verstärkt. Die nahezu 100% Ausrichtung der PKW OEM ́s auf die E-Mobilität sowie die Entwicklung des autonomen Fahrens setzen sich fort. Erhebliche Umsatzsteigerungen in den verbundenen Gebieten, Batterieentwicklung, ADAS-Software und Hardwareentwicklung sowie erhebliche E/E Umfänge, blieben nicht aus.

Der Umsatzanstieg im Bereich der Neuentwicklungen von Verbrennungsmotoren im Nutzfahrzeugbereich setzt sich nicht fort, obwohl für den Langstreckenbereich bei praktisch allen relevanten Nutzfahrzeugherstellern Projekte gestartet wurden, die Wasserstoff im Verbrennungsmotor oder in Brennstoffzellen nutzen.

Im PKW-Bereich sind in Europa keine nennenswerten Neuentwicklungen bei den Verbrennungsmotoren mehr zu sehen.

OEM ́s verlagern ihre Entwicklungskapazitäten vom Verbrenner hin zur E-Mobilität. Einige Diesel- und Benzinmotoren werden für Euro 7 ertüchtigt Das Management dieser Projekte wird eine der Herausforderungen in den nächsten Jahren, da es sich um zeitlich begrenzte Projekte mit extrem hohen Auftragsvolumina handelt.

Die heute genutzte AVL-Kalibriermethodik ist nahezu vollständig für den Einsatz an Hybrid- und reinen BEV-Fahrzeugen einsetzbar und damit ein zukunftsorientiertes Betätigungsfeld. Sie wird in den nächsten Jahren einer der Hauptumsatzträger für die AVL SCHRICK GmbH bleiben.

Die AVL SCHRICK GmbH ist in allen Bereichen strategisch sehr gut positioniert.

Sämtliche Entwicklungswerkzeuge von Software über Batteriesimulatoren und -tester sowie entsprechende Prüfstände für elektrische Komponenten und Systeme stehen zur Verfügung.

Die Wasserstoffinitiativen der Bundesregierung und der europäischen Nachbarn steigern den Entwicklungsdruck auf die E-Mobilität, aber auch auf die stationäre Nutzung der H2 Technologie.

Dementsprechend bauen wir parallel zum Automotivsektor nachhaltige Kundenbeziehungen in der Wasserstoffwirtschaft und dem Energiesektor auf. Unser Ziel ist es, den "non-Automotive"-Anteil unseres Umsatzes auf über 40% zu steigern. Der allgemeine Trend zu CO 2 -neutralen Technologien unterstützt dieses Ziel.

Der notwendige Aufbau der Ressourcen mit spezifischem Wissen in diesem Gebiet bleibt eine der Herausforderungen der nächsten Jahre, gepaart mit einer verstärkten Internationalisierung der Zusammenarbeit innerhalb der AVL-Gruppe. Diese Internationalisierung ist auch ein strategisches Mittel der AVL-Gruppe und damit der AVL SCHRICK GmbH, um dem steigenden Kostendruck erfolgreich zu begegnen.

Die Best Value Countries (BVC) innerhalb der AVL-Gruppe wachsen permanent an. Sie werden uns nicht nur helfen, dem Kostendruck standzuhalten, sondern auch Fachkräfte mit spezifischem Wissen aufzubauen.

Die strategische Ausrichtung der AVL SCHRICK GmbH sieht, wie schon beschrieben, eine deutliche Verschiebung des Produktportfolios vor.

Dieses Ziel setzen wir konsequent weiter um. Dementsprechend wird sich das operative Ergebnis im Engineering weiterhin positiv gestalten. Ein entsprechender "Mid Term Plan" wurde vom Beirat genehmigt.

7.2 Chancenbericht

Besondere Chancen für die Zukunft des Engineerings bestehen in:

- der weltweiten Vernetzung durch die Zugehörigkeit zur AVL-Gruppe und damit dem Zugriff auf weltweites Wissen; Ressourcen aus Ländern mit deutlich niedrigerem Lohnniveau stehen ebenfalls in der Gruppe zur Verfügung

- der Elektrifizierungswelle in der Automobilindustrie - insbesondere der Kunde Volkswagen benötigt in seiner oben beschriebenen Strategie Unterstützung aus dem EDL-Sektor

- die langfristige Auslagerung des Managements und der Serienbetreuung von PKW-Verbrennungsmotoren vom OEM zum EDL

- der Anteilnahme an H2 Projekten des Landes und der Bundesregierung

- dem massiven Ausbau des Entwicklungsgeschäfts mit "non-Automotive"- Kunden in den folgenden Bereichen:

o Wärmerückgewinnung & Wärmepumpen

o Mini BHKW`s o System Tests von Brennstoffzellensystemen, im Speziellen SOEC ́s o Kompressoren o Sondermotoren.

Der Markt bietet hier unverändert gutes Potenzial im Engineering-Bereich.

7.3 Risikobericht

Die wesentlichen Risiken des Engineerings bestehen in:

- der politischen Unsicherheit, welche Technologien gefördert werden

- der herausfordernden Situation der Mitarbeiterbeschaffung; Teilnahme am "battle for talents", die im Speziellen bei Software, Batterie, Brennstoffzelle etc. sehr präsent sind

- dem unvermindert steigenden Wettbewerbs- und Preisdruck mit klaren Vorteilen der europäischen Nachbarn

- der Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für langfristig notwendige Investitionen.

Die mit der unternehmerischen Tätigkeit der AVL SCHRICK GmbH verbundenen Risiken werden über ein internes Kontrollsystem gesteuert.

Dieses besteht aus dem Qualitätsmanagement, den Planungs- und implementierten Berichts- und Informationssystemen mit aussagekräftigen Kennzahlen sowie Soll-Ist-Abweichungsanalysen auf der einen Seite und einem speziellen Risikomanagementsystem mit regelmäßiger Risikoanalyse sowie entsprechenden Maßnahmenplänen zur Vermeidung potenzieller Risiken auf der anderen Seite. Besonderes Augenmerk gilt dabei Ausfall-, Bestands- und Projektrisiken. Die kurz- bis langfristigen Planungszyklen sowie ein aussagefähiges detailliertes Berichtswesen und Kennzahlensystem, das über das Konzernberichtswesen hinausgeht, unterstützen das Management in der frühzeitigen Erkennung und Steuerung potenzieller und aktueller Risiken.

Die versicherbaren Risiken wie z. B. Elementar- bzw. Haftungsschäden sind durch entsprechende Versicherungen ausreichend abgedeckt. Eine entsprechende Überprüfung findet jährlich statt.

Dem zunehmenden Preisdruck, insbesondere seitens der OEMs, wird durch entsprechende Projekte und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung in allen Bereichen begegnet.

Die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens ist sichergestellt.

Die Personalbeschaffung nutzt sämtliche Möglichkeiten und Werkzeuge, insbesondere aus den "Recruitingkanälen" der sozialen Medien, um erfolgreich zu sein.

Die Planung für die Jahre 2024 bis 2026 sieht ein deutliches Wachstum im Engineering vor.

Für 2024 erwarten wir wieder eine Umsatzsteigerung sowie ein abermals verbessertes Ergebnis.

 

Remscheid, 7. März 2024

Die Geschäftsführung der AVL SCHRICK GmbH

Renato Sensi

Niels Möller

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.838.099,98 2.918.751,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 66.018,08 207.906,44
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.018,08 207.906,44
II. Sachanlagen 1.763.385,76 2.710.844,14
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 285.897,83 422.254,07
2. technische Anlagen und Maschinen 971.566,39 1.425.734,67
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 505.921,54 862.135,40
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 720,00
III. Finanzanlagen 8.696,14 1,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.695,14
2. Beteiligungen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 21.150.113,66 24.713.209,04
I. Vorräte 1.688.126,41 5.447.902,03
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 584.716,93 1.583.693,41
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.618.832,39 2.506.761,12
3. fertige Erzeugnisse und Waren 810.156,28 1.241.850,93
4. geleistete Anzahlungen 61.265,45 115.596,57
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.386.844,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.238.887,41 12.114.060,11
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.407.499,14 8.227.006,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.614.780,30 3.781.317,45
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.356.169,23
3. sonstige Vermögensgegenstände 216.607,97 105.735,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.223.099,84 7.151.246,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.518,49 49.805,60
Aktiva 23.019.732,13 27.681.766,22

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.106.210,66 5.106.210,66
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Kapitalrücklage 2.411.670,20 2.411.670,20
III. Gewinnrücklagen 2.556,46 2.556,46
1. andere Gewinnrücklagen 2.556,46 2.556,46
IV. Gewinnvortrag 2.541.984,00 2.541.984,00
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.818.078,07 6.398.476,40
1. sonstige Rückstellungen 2.818.078,07 6.398.476,40
C. Verbindlichkeiten 15.095.443,40 16.177.079,16
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.630.239,47 5.344.361,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.630.239,47 5.344.361,01
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.769.266,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.769.266,74
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 582.633,49 1.467.021,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 582.633,49 1.467.021,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.663.916,48 2.044.088,49
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.663.916,48 2.044.088,49
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.218.653,96 1.552.340,94
davon aus Steuern 785.829,54 1.296.900,17
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 54.941,43 50.993,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.216.010,09 1.552.214,01
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.643,87
Passiva 23.019.732,13 27.681.766,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 70.200.545,26 59.848.659,74
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.441.656,41 -1.957.217,42
3. sonstige betriebliche Erträge 1.981.705,79 1.437.175,35
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 8.875,08 592,81
4. Materialaufwand 47.187.235,12 5.486.282,48
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 12.807.223,96 3.921.941,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 34.380.011,16 1.564.340,64
5. Personalaufwand 18.029.994,90 28.446.290,63
a) Löhne und Gehälter 15.399.757,01 24.722.765,69
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.630.237,89 3.723.524,94
6. Abschreibungen 495.314,64 960.434,80
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 495.314,64 960.434,80
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.983.911,79 34.791.189,11
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.008,29 4.238,28
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 98.859,20 137.605,83
davon aus verbundenen Unternehmen 99.237,33 143.794,51
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 94.909,28 152.878,88
davon an verbundene Unternehmen 24.583,34
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 98.074,50
11. Ergebnis nach Steuern 833.326,43 -10.370.852,40
12. sonstige Steuern 9.425,10 12.019,57
13. Erträge aus Verlustübernahme 10.382.871,97
14. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 823.901,33
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die AVL SCHRICK GmbH mit Sitz in Remscheid ist beim Amtsgericht Wuppertal im Handelsregister unter HRB 11194 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB sowie unter der Anwendung der Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zum 01.01.2023 wurden die Vermögensgegenstände des Profitcenter "Fertigungszentrum" im Rahmen eines Asset Deals an die AVL Schrick Performance Components GmbH übertragen. Infolgedessen sind die ausgewiesenen Jahreswerte nicht mit den Werten des Jahresabschlusses zum 31.12.2022 vergleichbar.

2. Bilanzierungs-/Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare und, sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfolgt grundsätzlich in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

In der Regel sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe des Umlaufvermögens mit den Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Entsprechend ihrem Fertigungsgrad werden die unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Bemessungsgrundlagen beinhalten die Materialkosten zuzüglich der Materialgemeinkosten und die Fertigungslöhne einschließlich der Fertigungsgemeinkosten. Teile der Herstellungskosten (Stundensätze) wurden durch Eliminierung der in ihnen kalkulierten Vertriebskosten, nicht aktivierbaren Verwaltungskosten und der Gewinnzuschläge retrograd ermittelt.

Gemäß dem Niederstwertprinzip wurden alle erkennbaren Risiken in den Vorräten, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen werden auf der Aktivseite der Bilanz mit den Vorräten verrechnet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. Barwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung weiterer Ausfallrisiken wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen vorgenommen.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle nach dem Grundsatz der kaufmännischen Vorsicht am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

In dem Anlagenspiegel am Ende des Anhangs ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens dargestellt.

Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen handelt es sich um Anzahlungen von Kunden für Projektaufträge sowie für die Fertigung von Prototypen- und Serienteilen. Sie werden aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 4.259 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 5.356 TEUR die Cash Pool Finanzierung.

Die AVL SCHRICK GmbH ist seit Ende Dezember 2022 in den konzerninternen Cash-Pool eingebunden.

Die Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten enthält im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten und einen Kassenbestand in Höhe von 1 TEUR.

Der Rechnungsabgrenzungsposten besteht wesentlich aus vorausbezahlten Lizenzen und Softwarewartungsverträgen.

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital wird am Bilanzstichtag ausschließlich von der AVL Holding Deutschland GmbH mit Sitz in Remscheid gehalten.

Bei den sonstigen Rückstellungen sind hauptsächlich die folgenden Rückstellungen ausgewiesen:

Rückstellungen für Vergütungsansprüche an Arbeitnehmer (1.447 TEUR), für Garantieleistungen (1.102 TEUR) sowie Sonstige (269 TEUR).

Es erfolgte eine Verrechnung der Altersteilzeitrückstellung mit den zugunsten der Arbeitnehmer verpfändeten Rückdeckungsversicherung. Hierbei stand dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von 138 T€ der Erfüllungsrückstand der Altersteilzeitrückstellung (198 T€) gegenüber. Es wird daher eine Rückstellung in Höhe von 60 T€ ausgewiesen. Die Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen den zugehörigen Anschaffungskosten von 138 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verpflichtungen

- mit einer Restlaufzeit
von bis zu einem Jahr in Höhe von 1.320 TEUR
(Vorjahr 1.322 TEUR)
- mit einer Restlaufzeit
von einem bis zu fünf Jahren 2.310 TEUR
(Vorjahr 3.630 TEUR)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthält kurzfristige Zahlungsverpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.706 TEUR, sowie sonstige kurzfristige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 958 TEUR, davon gegenüber Gesellschaftern 824 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 785 TEUR (VJ 1.297 TEUR) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von 39 TEUR (VJ 48 TEUR) und sind in ihrer Gesamtheit innerhalb eines Jahres fällig.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 70.201 TEUR (vor Erlösschmälerungen) wurden zum größten Teil mit der Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Motoren und neuen Antriebstechnologien sowie dem Verkauf von Konstruktionsdienstleistungen, Motorenkomponenten, Achsschenkeln, Gehäusen für Elektromotoren und Teilen für Antriebsachsen wie auch Zubehörteilen erzielt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Inlandsumsätze 40.508 TEUR
Umsätze innerhalb der Europäischen Union 19.747 TEUR
Umsätze außerhalb der Europäischen Union 9.946 TEUR

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende größere Erträge enthalten:

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 972 TEUR
Zuschüsse für Forschungs- und Entwicklungsprojekte 125 TEUR

Personalaufwand

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 bei einem Personalstand von durchschnittlich 197 (VJ 306) Mitarbeitern (174 Angestellte, 23 gewerbliche Arbeitnehmer; ohne Auszubildende) insgesamt 18.030 TEUR (VJ 28.446 TEUR).

Gesamthonorar Abschlussprüfer

Im Berichtsjahr 2023 wurden für die Abschlussprüfungsleistungen der Abschlussprüfer Gesamthonorare in Höhe von 22 TEUR erfasst.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen.

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Fälligkeit in 2024 792 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 490 TEUR
Fälligkeit in 2025 235 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 89 TEUR
Fälligkeit in 2026 10 TEUR
- davon verbundene Unternehmen 0 TEUR

5. Sonstige Angaben

Anteile an verbundenen Unternehmen

Hier wird die Beteiligung an der AVL Czech Republic. s.r.o., Mladá Boloslav, Tschechische Republik, in Höhe von 20 TCZK (810,93 EUR) zuzüglich Nebenkosten von 7.884,21 EUR ausgewiesen. Die Höhe der Beteiligung betrug am 31.12.2023 100%. Der Jahresabschluss der tschechischen Gesellschaft weist auf den 31.12.2023 ein negatives Ergebnis in Höhe von 495 TCZK (20 TEUR) bei einem negativen Eigenkapital von 475 TCZK (19 TEUR) aus.

Konzernzugehörigkeit

Der Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die AVL SCHRICK GmbH mit einbezogen ist, wird von dem Mutterunternehmen, der AVL List GmbH, Graz, Österreich, aufgestellt. Der Konzernabschluss der AVL List GmbH ist beim Firmenbuchgericht Graz/Österreich offenzulegen.

Mitglieder der Geschäftsführung

Während des Berichtszeitraums bis zum Aufstellungszeitpunkt lag die Geschäftsführung bei

§ Herrn Andreas Knaup, Berlin

Geschäftsführer (bis 10/2023)

§ Herrn Dipl.-Ing. Roger Wildemann, Wermelskirchen

Geschäftsführer (bis 2/2024)

§ Herrn Niels Möller, Remlingen-Semmenstedt

Geschäftsführer (ab 1/2024)

§ Herrn Renato Sensi, Düsseldorf

Geschäftsführer (ab 1/2024)

Die Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB in Verbindung mit § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstaben a und b HGB wird in Anspruch genommen.

6. Ergebnisabführung

Der erwirtschaftete Gewinn des Geschäftsjahres 2023 wird aufgrund des mit der AVL Holding Deutschland GmbH, Remscheid, abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Remscheid, 7. März 2024

Die Geschäftsführung der AVL SCHRICK GmbH

Niels Möller

Renato Sensi

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS UND SCHLUSSBEMERKUNG

I. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlage I) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage II) der AVL SCHRICK GmbH, Remscheid, unter dem Datum vom 15. März 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVL SCHRICK GmbH, Remscheid

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVL SCHRICK GmbH, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVL SCHRICK GmbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und / oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

II. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der AVL SCHRICK GmbH, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450).

Der von uns mit Datum vom 15. März 2024 erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt E) I. "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.

 

Köln, den 15. März 2024

DIPL.-KFM. HANS M. KLEIN + PARTNER mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Matthias Klein, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Ing. agr. T. Hobbold, Wirtschaftsprüfer

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