envia Netzservice GmbHLiquidiert

06112 Halle (Saale), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 9617
Eingetragen
18.11.2004
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Bau, Wartung und Instandhaltung von Transport-, Verteilungs- und Speicherungssystemen für Energie (insbesondere Strom und Gas), Wärme und Telekommunikationsanlagen sowie sonstige Anlagen der Informationsübertragung sowie Erbringung und Vermarktung von Dienstleistungen auf diesen Gebieten.

Historie

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Management

NameRolle
Ralf Hiersig
seit 20.1.2012
Geschäftsführer
Adolf Dr. Schweer
seit 3.12.2009
Geschäftsführer
Jan Pohl
seit 8.9.2009
Prokura
Dirk Hünlich
seit 8.9.2009
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

envia Netzservice GmbH

Kabelsketal

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Inhaltsverzeichnis

1.
Lagebericht
1.1.

Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

1.2.

Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage

1.3.

Chancen und Risiken

1.4.

Ausblick

2.
Jahresabschluss
2.1.

Bilanz

2.2.

Gewinn- und Verlustrechnung

3.
Anhang
3.1.

Allgemeines

3.2.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.3.

Entwicklung des Anlagevermögens

3.4.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3.5.

Eigenkapital

3.6.

Sonderposten

3.7.

Rückstellungen

3.8.

Verbindlichkeiten

3.9.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

3.10.

Umsatzerlöse

3.11.

Sonstige betriebliche Erträge

3.12.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

3.13.

Zinsergebnis

3.14.

Außerordentliches Ergebnis

3.15.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

3.16.

Ausschüttungsgesperrter Betrag

3.17.

Sonstige Angaben

1. Lagebericht

1.1 Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

Die Geschäftstätigkeit der envia Netzservice GmbH (envia NSG), Kabelsketal, besteht in der Errichtung und Betriebsführung von Stromverteilernetzen sowie Dienstleistungen an Stromnetzanlagen.

envia NSG als Teil der enviaM-Gruppe

Die envia NSG ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, und mit dieser durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag verbunden. Die Gesellschaft bündelt die Aktivitäten der enviaM-Gruppe in den Bereichen Bau, Betrieb, Wartung sowie Instandhaltung von Stromnetzanlagen, envia NSG ist in den von der RWE AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss einbezogen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Wirtschaft Deutschlands hat sich im Jahr 2011 positiv entwickelt, obwohl schwierige Umfeldbedingungen wie die angespannte Weltwirtschaftslage oder die Schuldenkrise in Europa dieser Entwicklung entgegenwirkten. Allerdings wuchs die Wirtschaft nicht mehr so stark wie noch 2010. Die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes lag bei 3,0 Prozent 1. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch in 2011 fortgesetzt und folgte damit der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei rund 2,98 Millionen 2.

envia NSG ist in den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen tätig. Gemeinsam mit den beauftragten Drittfirmen leistet envia NSG einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung in unserer Region. Mit einem Volumen von ca. 183,4 Mio. € wurde der überwiegende Anteil unserer Aufträge an regionale Partner vergeben.

Zum 01.01.2011 wurden entsprechend den Anforderungen der Bundesnetzagentur bisher von envia NSG erbrachte Netzbetreiberaufgaben organisatorisch in MITNETZ STROM (bis 29. Dezember 2011 firmiert unter envia Verteilnetz GmbH) integriert.

1 Statistisches Bundesamt Deutschland, Stand: 11.01.2012.
2 Bundesagentur für Arbeit, Stand: Dezember 2011.

Das betrifft Aufgaben der Netzführung des Hochspannungsnetzes, des Netzkundenservices und des Energiedatenmanagements. In diesem Zusammenhang sind die für diese Aufgaben bislang für envia NSG tätigen und überwiegend durch enviaM personalgestellten Mitarbeiter organisatorisch und disziplinarisch auf MITNETZ STROM übergegangen.

Kernkompetenz: Betriebsführung von Stromverteilernetzen

Die Geschäftsschwerpunkte der envia NSG liegen auf der Betriebsführung der Stromverteilernetze von MITNETZ STROM, sowie auf der Erbringung weiterer Netzdienstleistungen für andere Kunden, zum Beispiel für Verteilnetz Plauzen GmbH (Mauen NETZ), Plauzen, die Industriepark LH Verteilnetz GmbH (ILH), Chemnitz, und andere Stadtwerke.

Betriebsführung für MITNETZ STROM

envia NSG führt für MITNETZ STROM die operativen Tätigkeiten des Netzbetriebes durch. Der operative Netzbetrieb umfasst vor allem Schaltdienst, Netzführung MS/NS- Netz, Inspektionen, Instandhaltung und die Beseitigung von Störungen. Weiterhin realisiert envia NSG den Netzanschluss neuer Kunden sowie umfangreiche Neubau- und Erneuerungsmaßnahmen, einschließlich Bau- und Projektmanagement. Im Geschäftsjahr 2011 wurden, wie auch schon 2010, eine erhebliche Anzahl neuer EEG-Anlagen an das Verteilernetz angeschlossen.

Weitere Netzdienstleistungen

Weiteren Kunden bietet envia NSG ein umfangreiches Programm von Netzdienstleistungen an. Dazu gehören unter anderem technische Betriebsführungen von Stadtwerks- und Industrienetzen, Bau und Betrieb von Straßenbeleuchtungsanlagen im Auftrag von Kommunen, Vermietung von Transformatorenstationen sowie Bau von kundeneigenen Hoch- und Mittelspannungsanlagen.

Zum Ausbau des Geschäftes mit weiteren Netzdienstleistungen wurde in 2011 ein Team zur Akquise von Netzdienstleistungen in den neuen Bundesländern tätig. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich durch zusätzliche Bauleistungen gesteigert werden.

Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag waren 12 eigene Mitarbeiter für envia NSG tätig. Weitere 1.167 Mitarbeiter waren über einen Personalgestellungsvertrag mit enviaM bei envia NSG beschäftigt.

1.2 Ertrags-, Vermögens-, Finanzlage

Ergebnisentwicklung

envia NSG erzielte im Geschäftsjahr 2011 Umsatzerlöse von insgesamt 452,6 Mio. € (Vj. 406,3 Mio. €).

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 16,5 Mio. € (Vj. 15,0 Mio. €). Den erhöhten Umsatzerlösen standen auch entsprechend höhere Aufwendungen gegenüber, die mit erhöhten Material- und Leistungspreisen verbunden waren. Aufgrund dieser Preissteigerungen konnte kein vergleichbar höheres Ergebnis generiert werden,

Der zur Realisierung des Umsatzvolumens erforderliche Materialaufwand beinhaltet vor allem Material und bezogene Fremdleistungen sowie Aufwendungen für Personalgestellung von enviaM. Materialaufwand und Fremdleistungsaufwand erhöhten sich deutlich. Die Mitarbeiter aus Personalgestellung von enviaM wurden zusätzlich durch befristete Arbeitnehmer aus Arbeitnehmerüberlassung unterstützt.

Der Personalaufwand für die eigenen Mitarbeiter der envia NSG sinkt gegenüber dem Vorjahr.

Der sonstige betriebliche Aufwand beinhaltet im Wesentlichen kaufmännische Dienstleistungen und Gewerbemieten.

Investitionstätigkeit

Das Anlagevermögen der envia NSG umfasst sowohl Betriebs- und Geschäftsausstattung als auch technische Anlagen. Das Investitionsvolumen der envia NSG in 2011 betrug 2,9 Mio. € und liegt damit über dem Niveau des Vorjahres (2,0 Mio. €).

Entwicklung der Finanz- und Vermögenslage

Im Berichtsjahr wurde mit 145,6 Mio. € eine höhere Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr (65,3 Mio. €) ausgewiesen. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Vorräte um 2,9 Mio. € und das Anlagevermögen um 1,3 Mio. €. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhen sich in Summe um 75,4 Mio. €, wobei sich die Finanzforderungen um 76,0 Mio. € erhöhen.

Die Passiva sind durch den Anstieg der Verbindlichkeiten um 81,1 Mio. geprägt. Ursache hierfür ist der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 92,4 Mio. €, die im Wesentlichen aus einer erhaltenen Anzahlung resultiert.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Management-System der enviaM eingebunden. Die Liquidität erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 120,7 Mio. (Vj. 44,7 Mio. €). Diese wird als Finanzforderung ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 89,2 Mio. (Vj. 19,9 Mio. €) erwirtschaftet.

1.3 Chancen und Risiken

Jedes unternehmerische Handeln birgt neben Chancen auch Risiken. Ziel der envia NSG ist es, Chancen erfolgsorientiert zu nutzen und möglichst frühzeitig Informationen über Risiken und die daraus resultierenden Auswirkungen zu gewinnen, um mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können.

Das Controlling der envia NSG stellt in einem regelmäßigen Reporting und in Prognoserechnungen sowie in darüber hinausgehenden Analysen ein umfassendes Bild der jeweiligen aktuellen wirtschaftlichen Situation sowie der zukünftigen Entwicklung bereit.

Die Weiterentwicklung und kontinuierliche Nutzung des Managementinformationssystems als maßgebliches Steuerungsinstrument und die Durchführung regelmäßiger Strategie-, Planungs- und Prognosegespräche, sowohl innerhalb der envia NSG als auch gemeinsam mit dem Anteilseigner enviaM, gewährleisten eine vollständige und zeitnahe Information.

Das interne Kontrollsystem wurde weiter ausgebaut, um zusätzliche, teilweise automatisierte Kontrollen der ordnungsmäßigen Abarbeitung kaufmännischer Aufgaben zu ermöglichen.

envia NSG ist in das ganzheitlich organisierte Risikomanagementsystem der enviaM-Gruppe integriert. Das bewährte Risikomanagementsystem der envia NSG ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensführung. Damit sind die Identifikation, Bewertung und Begrenzung von Risiken kontinuierlich gewährleistet. Die potentiellen

Risiken werden regelmäßig hinsichtlich ihrer möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und nach Risikokategorien zugeordnet. Die Risikobewertung erfolgt für das aktuelle Geschäftsjahr und für alle Planungsjahre.

Der wirtschaftliche Erfolg wird durch Beschaffungspreise von Materialien und Leistungen mitbestimmt. Aufgrund des umfangreichen Leistungsbezuges der envia NSG bestand das Risiko von Preiserhöhungen.

Im Geschäftsjahr 2012 besteht ein Risiko aus Preissteigerungen der Rahmenverträge über die in der Mittelfristplanung eingeschätzte Inflationierung hinaus.

Während des Geschäftsjahres 2011 bestanden keine, den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken. Derartige Risiken sind auch für die beiden folgenden Geschäftsjahre derzeit nicht erkennbar.

Chancen sieht envia NSG in der weiteren Effizienzsteigerung der Prozesse sowie in der konsequenten Weiterführung des Geschäftes mit Netzdienstleistungen.

1.4 Ausblick

Als Folge der Energiewende wird weiter mit einem hohen Auftragsvolumen von der MITNETZ STROM und unseren anderen Kunden gerechnet. Die Realisierung des erwarteten Auftragsvolumens ist die wichtigste Herausforderung im Geschäftsjahr 2012. Die internen Prozesse wurden effizient gestaltet und sind bereits auf diese Entwicklung ausgerichtet.

envia NSG rechnet auch in den kommenden Jahren mit einem anhaltenden Druck auf die Preise. Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 prognostiziert envia NSG ein Ergebnis leicht unter dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres. Diese Entwicklung wird durch den weiteren Ausbau des automatisierten Netzbetriebes als Basis für effiziente Prozesse möglich.

Aufgrund regulatorischer Anforderungen ist beabsichtigt, im Jahr 2013 envia NSG mit dem Verteilernetzbetreiber MITNETZ STROM zusammenzuführen. Zur konkreten Umsetzung und Ausgestaltung finden derzeit noch konzeptionelle Überlegungen statt.

envia NSG baut 2012 die. Kooperation mit dem Netzservice der MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH (MITGAS), Kabelsketal, weiter aus. Im Bereich der Netzserviceaktivitäten wurde vereinbart, dass beide Unternehmen gemeinsame Strategien in Bezug auf Prozesse sowie IT-Systeme entwickeln und umsetzen werden.

Die Gesellschaften bauen den gemeinsamen Produkt- und Leistungskatalog weiter aus. Bei den weiteren Netzdienstleistungen erwarten wir eine Konsolidierung auf Niveau des Jahres 2011.

 

Kabelsketal, den 18. Januar 2012

Dr. Adolf Schweer, Technischer Geschäftsführer

Ralf Hiersig, Kaufmännischer Geschäftsführer

2. Jahresabschluss

2.1 Bilanz

Aktiva

Anhang 31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Anlagevermögen 3.3    
Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen   7 13
Sachanlagen      
technische Anlagen und Maschinen   533 432
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   6.065 4.881
Anlagen im Bau   79 15
    6.684 5.341
Umlaufvermögen      
Vorräte      
unfertige Leistungen   14.622 12.002
geleistete Anzahlungen   266 0
    14.888 12.002
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.4    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   1.030 447
Forderungen gegen verbundene Unternehmen   122.945 47.506
sonstige Vermögensgegenstände   42 27
    124.017 47.980
    138.905 59.982
    145.589 65.323

Passiva

     
  Anhang 31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Eigenkapital 3.5    
Gezeichnetes Kapital   25 25
Kapitalrücklage   4.021 4.021
Jahresüberschuss      
Bilanzgewinn     0
    4.046 4.046
Sonderposten 3.6 0 10
Rückstellungen 3.7    
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   611 1.014
sonstige Rückstellungen   2.338 2.757
    2.949 3.771
Verbindlichkeiten 3.8    
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   1.941 386
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   10.925 23,733
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   125.677 33.310
Sonstige Verbindlichkeiten   51 67
davon aus Steuern   (33) (42)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit   (3) (4)
    138.594 57.496
    145.589 65.323

2.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Umsatzerlöse 3.10 452.600 406.266
Bestandsveränderung   2.621 3.987
Andere aktivierte Eigenleistungen   9 2
Sonstige betriebliche Erträge 3.11 485 8
Materialaufwand      
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   -64.805 -53.679
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -312.854 -273.521
    -377.659 -327.200
Personalaufwand      
Löhne und Gehälter   -1.718 -2.060
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung   -210 -327
davor für Altersversorgung   (-9) (-92)
    -1.928 -2.387
Abschreibungen   -1.498 -1.663
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.12 -58.495 -64.353
davon sonstige Steuern   (-89) (-81)
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.13 509 153
davon aus verbundenen Unternehmen   (504) (150)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -147 -155
davon an verbundenen Unternehmen   (0) (0)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   16.497 15.038
Außerordentliche Erträge   0 3
Außerordentliche Aufwendungen   -257 -95
Außerordentliches Ergebnis 3.14 -257 -92
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.15 -4.703 -4.458
Ergebnisabführung   -11.537 -10.487
Jahresüberschuss   0 1
Verlustvortrag   - -1
Bilanzgewinn   - 0

3. Anhang

3.1 Allgemeines

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 wurden die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewendet.

envia Netzservice GmbH wendet die Bilanzierungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) seit 1. Januar 2010 an.

Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, erfolgen diese Angaben überwiegend im Anhang.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Anteile am Stammkapital der envia Netzservice GmbH werden zu 100 % von der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, gehalten. Die RWE AG, Essen, ist unmittelbar und mittelbar mehrheitlich an der enviaM beteiligt. Der Jahresabschluss der envia NSG wird in den Konzernabschluss der RWE AG, der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wird, einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Der Ansatz der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Abschreibungen basieren grundsätzlich auf steuerrechtlich anerkannten Nutzungsdauern. Für die Anschaffung und Herstellung von allgemein verwendbaren Wirtschaftsgütern wird zur Bestimmung der Nutzungsdauern die hierfür geltende amtliche AfA-Tabelle vom 15. Dezember 2000 angewendet.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen für alle vor dem 1. Januar 2008 und für alle im Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 angeschafften Sachanlagen - soweit steuerlich zulässig - nach der degressiven Methode. Der Wechsel auf die lineare Abschreibungsmethode erfolgt, sobald die lineare Verteilung des Restbuchwertes auf die Restnutzungsdauer zu einer höheren Abschreibung führt als die Beibehaltung der degressiven Abschreibung. Mit Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz und damit die Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode entfallen. envia NSG macht jedoch von dem in der Übergangsregelung, gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB, vorgesehenen Wahlrecht Gebrauch und führt die Wertansätze unter der bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften fort. Daher wird auch die degressive Abschreibungsmethode dieser Vermögensgegenstände beibehalten. Im Vergleich zur Anwendung der linearen Abschreibungsmethode, seit dem Zugangszeitpunkt, ergeben sich insgesamt im Geschäftsjahr 2011 Minderaufwendungen in Höhe von 66 T€.

Alle im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 sowie alle nach dem 31. Dezember 2009 angeschafften Wirtschaftsgüter werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Für abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 150,00 € und weniger als 1.000,00 € betragen, wurde im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2009, gemäß § 6 Abs. 2 Satz 2a EStG a.F., im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und in den folgenden vier Jahren jeweils zu einem Fünftel linear abgeschrieben wird.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2009 zugegangen sind und deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als 150,00 € und nicht mehr als 410,00 € betragen, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis zu 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in Anlehnung an § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG grundsätzlich aufwandswirksam verbucht.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen sind mit Einzelkosten zuzüglich Fertigungsgemeinkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Sofern es sich bei den sonstigen Vermögensgegenständen um Zweckvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen handelt, erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Zwischen envia NSG als Organgesellschaft und enviaM als Organträger besteht eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Die aus der umsatzsteuerlichen Organschaft resultierenden Umsatzsteuer-Forderungen sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten. Die Ermittlung und ein ggf. erforderlicher Ansatz latenter Steuern erfolgt auf der Ebene des Organträgers.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck - die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) bewertet. Sie werden mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,13 % (Vj. 5,16 %). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurden folgende jährliche Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen unterstellt:

Lohn- und Gehaltssteigerungen 31.12.2011
%
Rentensteigerungen 31.12.2011
%
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen    
Unmittelbare Pensionsverpflichtungen    
Pensionen nach Manteltarifvertrag - 0,00
Ausgleichszahlung Pensionen - 1,75
Deferred compensation - 0,00
Mittelbare Pensionsverpflichtungen - 0,00
Deputatsverpflichtungen - 0,00
Sonstige Rückstellungen    
Vorruhestand 2,30 -
Altersteilzeit und Sterbegeld 2,75 -
Jubiläumsverpflichtungen 0,00 -

Die mittel- und langfristigen sonstigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Oktober 2011 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Diese Zinssätze liegen zwischen 3,93 % und 4,09 % (Vj. 3,91 % und 4,49 %). Geschätzte künftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt.

Die Verpflichtungen aus ausstehenden Eingangsrechnungen werden auf Grund ihrer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

3.3 Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten Vortrag zum 01.01.2011
T€
Zugänge
T€
Umbuchungen
T€
Abgänge
T€
Stand am 31.12.2011
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände          
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34 0 0 0 34
  34 0 0 0 34
Sachanlagen          
Technische Anlagen und Maschinen 1.011 178 15 -59 1.145
Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.234 2.644 0 -354 16.524
Anlagen im Bau 15 79 -15 0 79
  15.260 2 901 0 -413 17.748
Anlagevermögen 15.294 2.901 0 -413 17.782
Kumulierte Abschreibungen Vortrag zum
01.01.2011
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Stand am
31.12.2011
T€
Stand
31.12.2011 Buchwert
T€
Stand
31.12.2010 Buchwerte
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22 5 0 27 7 13
  22 5 0 27 7 13
Sachanlagen            
Technische Anlagen und Maschinen 579 73 -40 612 533 432
Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.353 1.420 -314 10.459 6.065 4.881
Anlagen im Bau 0 0 0 0 79 15
  9.932 1.493 -354 11.071 6.677 5.328
Anlagevermögen 9.954 1.498 -354 11.098 6.684 5.341

3.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.030 447
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 122.945 47.506
davon Finanzforderungen (120.717) (44.716)
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (93) (30)
davon sonstige Forderungen (2.135) (2.760)
Sonstige Vermögensgegenstände 42 27
  124.017 47.980

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind kurzfristig. Die Finanzforderungen resultieren aus der Cash-Management-Vereinbarung mit der Gesellschafterin enviaM. Die sonstigen Forderungen stellen Forderungen aus Umsatzsteuer gegen die Gesellschafterin enviaM dar.

Im Geschäftsjahr wurden Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf die sonstigen Vermögensgegenstände sowie 11 % Pauschalwertberichtigung insgesamt in Höhe von 24 T€ vorgenommen.

3.5 Eigenkapital

Das Eigenkapital umfasst das gezeichnete Kapital mit 25 T€ und die Kapitalrücklage mit 4.021 T€.

Auf Grund des im Jahr 2005 mit der enviaM geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages erfolgte im Geschäftsjahr 2011 eine Gewinnabführung in Höhe von 11.537 T€.

3.6 Sonderposten

Der im Geschäftsjahr 2010 unter der Position Sonderposten ausgewiesene Investitionszuschuss zur Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde in 2011 planmäßig vollständig aufgelöst.

3.7 Rückstellungen

31.12.2011
T€
31.12.2010
T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 611 1.014
Sonstige Rückstellungen 2.338 2.757
  2.949 3.771

Nachstehende aufgeführte Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit diesen Schulden verrechnet; entsprechend wurde mit den zugehörigen Aufwendungen aus der Aufzinsung und den Zinserträgen aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

Anschaffungskosten 31.12.2011
T€
Einzelbeträge Zeitwert 31.12.2011
T€
vor Verrechnung, Erfüllungsbetrag 31.12.2011
T€
Unmittelbare Pensionsverpflichtungen aus Deferred compensation      
Verrechnete Vermögensgegenstände      
Sonstige Vermögensgegenstände aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen 102 102 -
Verrechnete Schulden      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aus Deferred compensation - - 102
Mittelbare Pensionsverpflichtungen (Unterstützungskasse für die Mitteldeutsche Wirtschaft e.V.)      
Verrechnete Vermögensgegenstände      
Kassenvermögen bei der Unterstützungskasse für die Mitteldeutsche Wirtschaft e.V.. 319 319 -
Verrechnete Schulden      
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - - 436

Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Ferner wurden Zinserträge in Höhe von 4 T€ mit Zinsaufwendungen in Höhe von 22 T€ aus Deferred compensation und mittelbaren Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Auf Grund der durch das BilMoG geänderten Bewertung der laufenden Pensionen und Anwartschaften wurde eine Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erforderlich, die gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 1/15 und im Geschäftsjahr 2011 mit 14/15 des Unterschiedsbetrages in Höhe von 257 T€ vorgenommen wurde.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Altersteilzeit/Vorruhestand, sowie variable Vergütungsbestandteile und andere ungewisse Verbindlichkeiten.

Auf Grund der durch das BilMoG geänderten Bewertung von Rückstellungen wäre zum 01. Januar 2010 eine Auflösung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 33 T€ erforderlich gewesen, die in Anwendung des Beibehaltungswahlrechtes nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht vorgenommen wurde, weil der aufzulösende Betrag bis spätestens 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Zum 31. Dezember 2011 besteht noch eine Überdeckung in Höhe von 8 T€.

3.8 Verbindlichkeiten

31.12.2011
T€
davon RLZ 1) ≤ 1 Jahr
T€
davon RLZ 1) > 5 Jahre
T€
31.12.2010
T€
davon RLZ 1)≤ 1 Jahr davon RLZ 1) > 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.941 1.941 0 386 386 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.925 10.925 0 23.733 23.733 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 125.677 125.677 0 33.310 33.310 0
davon aus erhaltenen Anzahlungen (75.600) (75.600) (0) (0) (0) (0)
davon aus Lieferungen und Leistungen (33.837) (33.837) (0) (18.365) (18.365) (0)
davon Sonstige Verbindlichkeiten (16.240) (16.240) (0) (14.915) (14.915) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 51 49 0 67 64 0
davon aus Steuern (33) (33) (0) (42) (42) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (3) (2) (0) (4) (1) (0)
  138.594 138.592 0 57.496 57.493 0

1) RLZ = Restlaufzeit

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen und Ergebnisabführung gegenüber der Gesellschafterin enviaM von 16.240 T€ (Vj. 14.945 T€) enthalten.

3.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 86 T€.

3.10 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2011 (452.600 T€) wurden fast ausschließlich mit Unternehmen der enviaM-Gruppe realisiert. Der wesentliche Anteil der Umsatzerlöse entfiel auf die Gesellschaft MITNETZ STROM.

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich in der Bundesrepublik Deutschland erwirtschaftet

3.11 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (171 T€), Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (109 T€) und Erträge aus Kostenerstattungen (108 T€).

3.12 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2011
T€
2010
T€
Kaufmännische Betriebsführung 48.943 54.037
Mieten, Pachten und Leasing 6.307 6.260
sonstige Steuern 89 81
Übrige sonstige Aufwendungen 3.156 3.975
  58.495 64.353

3.13 Zinsergebnis

2011
T€
2010
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 509 153
davon aus verbundenen Unternehmen (504) (150)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -147 -155
davon aus Zuführung Rückstellung (147) (155)
  362 -2

3.14 Außerordentliches Ergebnis

Auf Grund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften für laufende Pensionen und Anwartschaften, gemäß den Vorschriften des BilMoG, wurde im Geschäftsjahr 2011 eine Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 14/15 des Unterschiedsbetrages vorgenommen und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den außerordentlichen Aufwendungen (257 T€) ausgewiesen.

3.15 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen aus Steuerumlagen der enviaM für Körperschaftsteuer (2.365 T€), Gewerbesteuer (2.208 T€) und Solidaritätszuschlag (130 T€).

3.16 Ausschüttungsgesperrter Betrag

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2011 gegen Ausschüttung gesperrten Beträge, gemäß § 268 Abs. 8 HGB, beträgt 0,00 €.

3.17 Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 12 Angestellte (Vj. 13 Angestellte) beschäftigt.

Geschäftsführer sind die Herren

Herr Dr. Adolf Schweer, Doktor-Ingenieur, Ahlen

Herr Falk Hawig, Diplom-Kaufmann, Chemnitz bis zum 31.12.2011

Herr Ralf Hiersig, Diplom-Ingenieur, Braschwitz ab dem 01.01.2012

Es erfolgen keine Angaben zu Geschäftsführerbezügen. Von der Freistellung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

 

Kabelsketal, den 18. Januar 2012

Dr. Adolf Schweer, Technischer Geschäftsführer

Ralf Hiersig, Kaufmännischer Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der envia Netzservice GmbH, Kabelsketal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dresden, den 20. Januar 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Dornaus, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dr. Anett Schaarschmidt, Wirtschaftsprüfer

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