SWK - EGN Verwaltungs GmbHLiquidiert

47804 Krefeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 10791
Eingetragen
22.9.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
die Beteiligung an Unternehmen, die in der Entsorgungswirtschaft tätig sind und die Verwaltung solcher Beteiligungen sowie die Vornahme anderer damit in Zusammenhang stehender Geschäfte. Die Gesellschaft nimmt diese Aufgaben im Interesse der Stadt Krefeld und im Einklang mit § 107 GO NW wahr. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben oder pachten.

Historie

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Management

NameRolle
Kerstin Abraham
seit 11.5.2012
Geschäftsführer
Michael Depenbrock
seit 22.9.2005
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

SWK - EGN Verwaltungs GmbH

Krefeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die SWK - EGN Verwaltungs GmbH, im Folgenden SWK - EGN, ist ein Tochterunternehmen der SWK STADTWERKE KREFELD AG, im Folgenden SWK AG.

Der Unternehmensgegenstand der SWK-EGN ist die Beteiligung an anderen Unternehmen und die Verwaltung solcher Beteiligungen sowie die Vornahme anderer damit im Zusammenhang stehender Geschäfte, insbesondere hinsichtlich Unternehmen, die in der Entsorgungswirtschaft tätig sind. Daneben kann die SWK-EGN weitere Aufgaben wahrnehmen, insbesondere solche, die im Interesse der Stadt Krefeld liegen, soweit sie im Einklang mit § 107 GO NRW stehen.

In diesem Rahmen leistet die Gesellschaft einen Beitrag zur Erfüllung gemeinwohlorientierter Aufgaben. Die Gesellschaft hat diese öffentliche Zwecksetzung eingehalten und erreicht.

Zwischen der SWK-EGN und der Muttergesellschaft SWK AG besteht ein Geschäftsbesorgungvertrag, durch den die SWK AG zur Erbringung zentraler Management-, Service- und Steuerungsfunktionen verpflichtet ist.

Darüber hinaus besteht mit der SWK AG ein Organschaftsvertrag. Dort ist unter anderem eine Ergebnisabführung an bzw. ein Ergebnisausgleich durch die Muttergesellschaft SWK AG vereinbart.

Die SWK-EGN hielt im Berichtsjahr ausschließlich die 100 %ige Beteiligung an der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, im Folgenden EGN.

Die Entwicklung der SWK - EGN wird somit durch den Beteiligungsertrag der EGN bestimmt. Die branchenspezifische Entwicklung der EGN hat damit erheblichen mittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der SWK - EGN.

B. Wirtschaftsbericht

Das Jahresergebnis vor Ergebnisausgleich 2015 der SWK - EGN ist besser ausgefallen als im Vorjahr geplant. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass GBV-Aufwendungen nicht im geplanten Umfang angefallen sind.

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Einschätzung der Wirtschaftsinstitute hat sich der wirtschaftliche Aufschwung im Verlauf des Jahres 2015 weiter fortgesetzt. Nach einem Anstieg des deutschen Bruttoinlandproduktes von rund 1,7 Prozent in 2015 wird auch für 2016 und 2017 mit einem anhaltenden Aufschwung gerechnet.

Die Bauinvestitionen sind aufgrund des anhaltenden niedrigen Leitzinses in 2015 annähernd auf dem hohen Vorjahresniveau geblieben.

Für die Entsorgungsbranche resultierte hieraus ein stabiles Marktumfeld. Im Bereich der thermischen Entsorgung führten das konjunkturbedingt erhöhte Gewerbeabfallaufkommen sowie anhaltend hohe Abfallimporte zu einer guten Auslastung der Entsorgungsanlagen. Im Spotmarktgeschäft konnten Preissteigerungen, aufgrund des erhöhten Mengenstromes aus dem Ausland und der damit verbundenen gestiegenen Auslastungen der Verbrennungsanlagen, erzielt werden. Insgesamt liegen die Spotmarktpreise aber weiterhin deutlich unter den Durchschnittskosten der Verbrennung.

Trotz des erhöhten Mengenaufkommens sind die Preise für die Entsorgung kommunaler Restabfälle weiterhin unter Druck. Anlagen, deren Entsorgungsverträge auslaufen, haben es zunehmend schwer, die Kapazitäten langfristig zu wirtschaftlichen Preisen zu befüllen.

Im Sekundärrohstoffbereich sind die Preise für Eisen- und Nichteisenmetalle sowie für Kunststoffe im Jahresdurchschnitt 2015 im Wesentlichen gesunken. Die Preise für Papier sind leicht gestiegen.

Im Jahr 2015 gab es keine relevanten rechtlichen Entwicklungen, die für die EGN von Bedeutung waren.

Die Umsetzung des am 01.06.2012 in Kraft getretenen Kreislaufwirtschaftsgesetzes mit der Einführung der im EU-Recht geforderten fünfstufigen Hierarchie zum Umgang mit Abfällen, welche auf Ziele des Ressourcen- und Klimaschutzes ausgerichtet ist, sowie die Verpflichtung zur flächendeckenden Getrenntsammlung von Bioabfällen und von Papier-, Metall-, Kunststoff- und Glasabfällen ab dem Jahr 2015, ist bei der EGN bereits seit Jahren gelebte Praxis.

Die Verabschiedung des Abfallwirtschaftsplanes ist zeitlich in Verzug geraten. Gemäß derzeitigem Kenntnisstand soll der Plan nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens in 2016 in Kraft gesetzt werden.

2. Geschäftsverlauf

2.1 Ursächliche Entwicklungen und Ereignisse

Aufgrund des Jahresfehlbetrags sowie des bestehenden Verlustvortrags auf Ebene der EGN wurde für das Jahr 2015 weiterhin kein Beteiligungsertrag vereinnahmt.

Die Geschäftsführung der EGN stellt die Entwicklung in der Entsorgungsbranche und bezogen auf die EGN im Geschäftsjahr 2015 wie folgt dar:

Die EGN konnte aufgrund einer guten Auftragslage und die Erweiterung der regionalen Aktivitäten in den Großräumen Düsseldorf und Köln in 2015 eine Umsatzsteigerung im Gewerbe-, Industrie- und Privatkundensegment erzielen.

Die Belieferung der Verbrennungsanlagen erfolgte mengenmäßig insgesamt über Plan und demzufolge sehr zufriedenstellend. Die Spotmarktpreise für Abfälle zur thermischen Verwertung sind aufgrund von Zusatzmengen aus dem Ausland, die zu einer temporären Auslastung der Müllverbrennungsanlagen auf dem deutschen Markt führen, im Jahresverlauf gestiegen.

Um ihren Kontingentverpflichtungen bei den Müllverbrennungsanlagen Krefeld, Düsseldorf und Weisweiler weiterhin nachkommen zu können, hat die EGN im Jahr 2015 diverse Verträge auf dem Spotmarkt geschlossen. Angesichts des intensiven Preiswettbewerbs musste die EGN dabei Preise anbieten, die deutlich unter den eigenen vertraglichen Verpflichtungen bei den betreffenden Verbrennungsanlagen liegen. Hieraus resultierte auch in 2015 ein erheblicher Rückstellungsbedarf. Demgegenüber stehen Inanspruchnahmen aus den in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte die EGN ein Schiedsverfahren bezüglich eines Preisanpassungsbegehrens gegen die AWA Entsorgung GmbH erfolgreich abschließen. Hierdurch reduzieren sich für die EGN die Verbrennungspreise bei der MVA Weisweiler in dem Zeitraum Oktober 2013 bis November 2017. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hiervon die auf den Zeitraum Oktober 2013 bis Dezember 2015 anfallenden Beträge ergebniswirksam vereinnahmt.

Die Gewerbeabfallaufbereitungsanlage in Düren brannte im 1. Quartal 2015 nahezu komplett ab, wodurch ein Betrieb der Anlage bis zum Wiederaufbau, der voraussichtlich Mitte 2016 abgeschlossen sein wird, nur begrenzt erfolgen kann. Ein Großteil der Mengenströme wurde auf eigene und externe Anlagen umgeleitet.

Aufgrund einer von der Stadt Mönchengladbach angestrebten Rekommunalisierung hat die EGN ihre Anteile an der GEM Gesellschaft für Wertstofferfassung, Wertstoffverwertung und Entsorgung Mönchengladbach mbH zum 31.12.2015 zu einem angemessenen Kaufpreis veräußert.

Das schon seit mehreren Jahren etablierte Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm wurde auch in 2015 konsequent fortgeführt. Hierbei wurden erhebliche Einspar- und Effizienzsteigerungspotenziale in insgesamt 10 Arbeitsgruppen gehoben.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Betriebserträge wurden im Berichtsjahr lediglich durch die Auflösung von dem Grunde und der Höhe nach nicht mehr benötigten Rückstellungen in Höhe von 257,50 € (Vj. 0 €) erzielt.

Die Betriebsaufwendungen betragen rd. 313 (Vj. 374) T€. Der Rückgang ist hauptsächlich auf einen geringeren Aufwand aus der Geschäftsbesorgung der SWK AG zurückzuführen. Dies führt damit zu einem Betriebsergebnis in Höhe von rd. -312 (Vj. -374) T€.

Dem Betriebsergebnis steht ein Finanzergebnis in Höhe von -1 T€ (Vj. -11.300 T€) gegenüber. Das Finanzergebnis enthielt im Vorjahr Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 11.300 T€ (Vj. 0 T€). Beteiligungserträge wurden nicht vereinnahmt (Vj. 0 T€).

Im Geschäftsjahr 2015 fielen wie im Vorjahr weder Ertrag- noch sonstige Steuern an.

Die SWK - EGN verzeichnet für 2015 ein Jahresergebnis vor Ergebnisausgleich in Höhe von -313 (Vj. -11.676) T€. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wurde das Jahresergebnis von der SWK AG ausgeglichen.

3.2 Finanzlage

Die SWK - EGN ist im Rahmen des Konzern-Cashmanagements in ein automatisches Cash-Pooling-System eingebunden. Dabei werden die Salden der in das Cash-Pooling einbezogenen Bankkonten bankarbeitstäglich auf die SWK AG übertragen bzw. Unterdeckungen ausgeglichen. Die Gesellschaft weist daher keine liquiden Mittel aus. Im Rahmen des Cash-Poolings besteht ggü. der SWK AG in ihrer Eigenschaft als Cash-Pool- Führerin eine Forderung aus der Inanspruchnahme von Liquidität in Höhe von 8.779 (Vj. Verbindlichkeit 287) T€.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt -409 (Vj. -324) T€. Er resultiert im Wesentlichen aus dem Aufwand aus Geschäftsbesorgung gegenüber dem Gesellschafter SWK AG.

Aufgrund nachträglicher Anschaffungskosten für die Beteiligung an der EGN ergab sich im Berichtsjahr ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 2.200 T€. Im Vorjahr ergab sich weder ein Mittelzufluss noch ein Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit.

Im Geschäftsjahr 2015 ergibt sich ein Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 11.675 (Vj. 420 ) T€. Dieser resultiert aus dem Ausgleich des Vorjahresergebnisses gemäß Ergebnisabführungs- bzw. Ergebnisausgleichsvereinbarung 11.676 T€ abzüglich der gezahlten Zinsen in Höhe von 1 T€.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt unverändert 61.340 T€. Die Aktivseite wird nach wie vor schwerpunktmäßig durch die Finanzanlagen geprägt. Sie entsprechen 85,1 (Vj. 81,5) % der Bilanzsumme.

Auf der Passivseite bildet weiterhin das Eigenkapital den wesentlichen Posten mit unverändert 99,9 % der Bilanzsumme.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1 Mitarbeiter

Die SWK - EGN beschäftigt keine Mitarbeiter.

4.2 Forschung und Entwicklung

Für die SWK - EGN sind Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten vor dem Hintergrund ihres Geschäftsmodells nicht von Bedeutung. Es wurden daher auch im Berichtsjahr 2015 keine solchen Aktivitäten durchgeführt, noch sind derzeit solche beabsichtigt.

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Wie die vorstehenden Ausführungen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen zeigen, war auch für das Berichtsjahr 2015 von Anfang an mit einer schwierigen Geschäftsentwicklung zu rechnen. Die SWK-EGN rechnet auch für das Geschäftsjahr 2016 nicht mit einem Beteiligungsertrag der EGN.

C. Nachtragsbericht

Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Abschlussstichtag ergeben.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiken und Chancen der künftigen Geschäftstätigkeit sind vor allem an die Geschäftsentwicklung der EGN gekoppelt:

1. Chancenbericht

Wesentliche Chancen der EGN sind:

Durch die starke Stellung am linken Niederrhein und den Verbund mit Public Private Partnerships im Entsorgungssektor in der Stadt Krefeld sowie der MVA Weisweiler sieht die EGN gute Chancen, sowohl die Dienstleistungspalette bei bestehenden Kunden zu erweitern als auch neue Kunden zu gewinnen.

Die EGN hat die überregionalen Aktivitäten in den Großräumen Köln und Düsseldorf weiter ausgebaut. Dieser Weg soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden, um neue Kunden zu gewinnen.

Die Möglichkeiten zum stofflichen Recycling werden weiterhin über eigene Anlagen sowie über verschiedene Beteiligungsgesellschaften wahrgenommen. Durch die Entwicklung neuer Verwertungstechnologien hat sich die Gesellschaft eine Prozessstruktur geschaffen, mit der sie auch in dem hart umkämpften Umfeld eine gute Ausgangslage findet.

2. Risikobericht

Das Risikomanagement der SWK - EGN wird im Rahmen des Geschäftsbesorgungsvertrags von der SWK AG durchgeführt. Ziel des Risikomanagementsystems ist es, die Unternehmensrisiken aus dem externen Unternehmensumfeld sowie aus unternehmensinternen Gegebenheiten so früh wie möglich zu erkennen, zu bewerten und gegenzusteuern. Es dient damit der nachhaltigen Sicherung der Unternehmensexistenz. Die bestehende Verfahrensanweisung zum Risikomanagement stellt sicher, dass unternehmensweit eine einheitliche und systematische Methode zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kommunikation der Risiken angewendet wird, die Funktionsfähigkeit und die Integration des Risikomanagements in die Unternehmenssteuerung gewährleistet wird und eine effiziente Überwachung des Risikomanagements erfolgt.

Die SWK AG führt mit allen in das Risikomanagementsystem einbezogenen Fachbereichen/Gesellschaften systematische Risikoinventuren durch. In Abhängigkeit eines derzeit übergreifenden einheitlichen Schwellenwerts wird regelmäßig über Veränderungen von Risiken berichtet. Bei erstmaligem Eintritt erfolgt - in Abhängigkeit des Schadenspotenzials - die Berichterstattung unmittelbar. Auf Basis der Risikoinventuren ergreifen die Risikoverantwortlichen dann Maßnahmen zur Steuerung, Begrenzung und Minimierung von Risiken.

Der Risikoausschuss der SWK AG tagte quartalsweise, analysierte die gemeldeten Risiken und gab den Risikoverantwortlichen Hinweise zum Ansatz, zur Bewertung und zum Umgang mit diesen.

Bei der EGN sind insbesondere folgende Risiken wesentlich:

Branchenspezifische Risiken:

Der Markt wird bundes- und landesweit durch neue Verbrennungsanlagen sowie den Betrieb von Ersatzbrennstoffkraftwerken (EBS-Kraftwerken) belastet, die teilweise deutlich günstigere Kostenstrukturen haben als bestehende Müllverbrennungsanlagen.

Vor diesem Hintergrund stellt der aktuell gültige Abfallwirtschaftsplan Nordrhein-Westfalen ein erhebliches Risiko für die EGN dar, da er die bisher in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf bestehenden verbindlichen Zuweisungen zu bestimmten Entsorgungsanlagen aufgehoben hat.

Diese Situation wird sich auch nicht verbessern durch den zur Zeit in der Aufstellung befindlichen neuen Abfallwirtschaftsplan Nordrhein-Westfalen -Teilplansiedlungsabfälle-, da auch auf diese Basis keine verbindlichen Zuweisungen zu bestimmten Entsorgungsanlagen erfolgen werden und die zur Zeit beabsichtigte Aufteilung des Landesgebietes in nur drei Regionen die Konkurrenzsituation in der für die EGN maßgeblichen Region sogar noch verstärken könnte.

Dies hat dazu geführt, dass entsorgungspflichtige Gebietskörperschaften, die nicht in eine Müllverbrennungsanlage investiert haben, nach Beendigung bestehender Anlieferverträge durch Ausschreibung ihrer Entsorgungsverträge intensiven Preiswettbewerb unter den bestehenden Anlagen ausgelöst haben.

Ertragsorientierte Risiken:

Wesentliche Risiken, die das Ergebnis zukünftig beeinträchtigen könnten, betreffen die Entwicklung der verfügbaren Mengen und der Preise für Abfälle zur Verbrennung.

Im Geschäftsjahr 2015 hat der Rhein-Kreis Neuss seinen mit der EGN geschlossenen Entsorgungsvertrag in weiten Teilen zum 31.12.2016 gekündigt. In 2016 wird der Rhein- Kreis Neuss die Beseitigung seiner Abfälle europaweit ausschreiben. Angesichts der in Nordrhein-Westfalen bestehenden Überkapazitäten bei Verbrennungsanlagen ist, trotz einer temporären Auslastung der Müllverbrennungsanlagen aufgrund von Zusatzmengen aus dem Ausland, ein deutlicher Preisrückgang zu erwarten.

Die EGN hat die Risiken, welche sich aus der Teilnahme an Ausschreibungsverfahren, der Abgabe bindender Angebote und dem Abschluss von mehrjährigen Verträgen ergaben, durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen in ausreichendem Maße im Jahresabschluss 2015 berücksichtigt. Zukünftige Ausschreibungsverfahren können zu weiteren Bildungen von Drohverlustrückstellungen führen

Finanzwirtschaftliche Risiken:

Finanzwirtschaftliche Risiken sieht die Gesellschaft aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalposition keine.

Bestandsgefährdende Risiken sieht die Geschäftsführung nicht.

3. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung vonFinanzinstrumenten

Die SWK-EGN hat neben den Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung, im Wesentlichen nur Kosten für den Jahresabschluss zu tragen. Eine Verwendung von Finanzinstrumenten entfällt somit.

4. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2016 rechnet die SWK - EGN mit einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von rd. -347 T€. Mit einem Beteiligungsertrag der EGN wird vorerst nicht gerechnet.

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 52.200.000,00 50.000.000,00
I. Finanzanlagen 52.200.000,00 50.000.000,00
B. Umlaufvermögen 9.140.130,20 11.339.577,00
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.140.130,20 11.339.577,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 61.340.130,20 61.339.577,00

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 61.325.000,00 61.325.000,00
I. gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto/ Kapitalanteile 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 61.300.000,00 61.300.000,00
B. Rückstellungen 15.130,20 14.538,00
1. sonstige Rückstellungen 15.130,20 14.538,00
C. Verbindlichkeiten   39,00
1. sonstige Verbindlichkeiten   39,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 61.340.130,20 61.339.577,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. sonstige betriebliche Erträge (GKV) 257,50 0,00
2. Abschreibungen (GKV) 0,00 11.300.000,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen (GKV) 312.740,05 374.421,00
4. Finanz- und Beteiligungsergebnis -671,82 -1.330,00
a) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 671,82 1.330,00
5. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -313.154,37 -11.675.751,00
6. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) 313.154,37 11.675.751,00
a) Erträge aus Verlustübernahme 313.154,37 11.675.751,00
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Alleinige Gesellschafterin der SWK - EGN Verwaltungs GmbH, im Folgenden SWK - EGN, ist die SWK STADTWERKE KREFELD AG, Krefeld, im Folgenden SWK AG. Zwischen der SWK AG und der SWK - EGN besteht ein Organschaftsvertrag.

Aufbau von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die SWK - EGN erfüllt im Berichtsjahr die Größenmerkmale einer Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a HGB. Der Jahresabschluss ist entsprechend den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages nach den handelsrechtlichen Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden.

Weiterhin wurden neben den Vorschriften des HGB die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos zum Nennwert bilanziert. Soweit erforderlich, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Soweit nicht gesondert ausgewiesen, haben alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Werteansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

II. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Finanzanlagen

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Für die Beteiligung an der EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, Viersen, im Folgenden EGN, wurde der niedrigere beizulegende Wert auf Basis der abgezinsten, zukünftig erwarteten Ergebnisse ermittelt.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.140 11.340
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (-) (-)
Gesamt 9.140 11.340

Im Berichtsjahr bestehen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 9.140 T€ gegenüber der Gesellschafterin SWK AG. Aus dem in 2010 für einen Teil der Konzernunternehmen eingeführten Cash-Pooling resultieren Forderungen gegenüber der Cash-Pool-Führerin in Höhe von 8.779 T€. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegenüber der SWK AG aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag in Höhe von 47 T€, aus Verlustübernahme 313 T€ und aus Umsatzsteuer in Höhe von 1 T€.

(3) Kapitalrücklage

31.12.2015
T€
31.12.2014
T€
Kapitalrücklage 61.300 61.300

(4) Rückstellungen

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 15 (Vj. 15) T€ sind für die Jahresabschlusskosten in Höhe der erwarteten Aufwendungen gebildet worden.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(5) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 313 (Vj. 374) T€ betreffen hauptsächlich die Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung durch die SWK AG in Höhe von 293 (Vj. 356) T€ und Rechts- und sonstige Beratungskosten (Steuer, Jahresabschluss) in Höhe von 19 (Vj. 18) T€.

(6) Finanzergebnis

2015
T€
2014
T€
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -11.300
- davon auf verbundene Unternehmen (-0) (-11.300)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1 -1
- davon an verbundene Unternehmen (-1) (-1)
Gesamt -1 -11.301

IV. Sonstige Angaben

Angaben zum Anteilsbesitz

Name der Gesellschaft Sitz Anteil
%
Kapitalanteile31.12.2015T€ Eigenkapital31.12.2015T€ Ergebnis2015T€
EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein GmbH Viersen 100 1.001 55.624 -2.613

Angaben zur Belegschaft

Die SWK - EGN hat keine Mitarbeiter.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der SWK AG als verbundenem Unternehmen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund 300 T€ p. a.

Gesamtbezüge der Geschäftsführer

Die Geschäftsführung hat von der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 keine Vergütung für ihre Tätigkeit erhalten.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers erfolgen im Konzernanhang der SWK AG zum 31.12.2015.

Angaben zum Konzernabschluss

Die SWK - EGN wird in den Konzernabschluss der SWK STADTWERKE KREFELD AG, Krefeld, einbezogen. Die Gesellschaft verzichtet gem. § 291 Abs. 1 HGB auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses. Der Konzernabschluss der SWK AG wird nach dem HGB aufgestellt und beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht sowie bekannt gemacht.

Mitglieder der Geschäftsführung

Frau Kerstin Abraham, Krefeld

Dipl.-Kauffrau

Mitglied des Vorstands der SWK STADTWERKE KREFELD AG

Herr Michael Depenbrock, Krefeld

Rechtsanwalt

Leiter Rechtswesen der SWK STADTWERKE KREFELD AG

 

Krefeld, den 30. März 2016

SWK - EGN Verwaltungs GmbH

Die Geschäftsführung

Abraham

Depenbrock

Anlagenspiegel

der SWK - EGN Verwaltungs GmbH 2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2015
Zugänge
Stand 31.12.2015
Finanzanlagen      
Anteile an verbundenen Unternehmen 86.635.640,82 2.200.000,00 88.835.640,82
Anlagevermögen gesamt 86.635.640,82 2.200.000,00 88.835.640,82
Wertberichtigungen
Stand 01.01.2015 Stand 31.12.2015
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 36.635.640,82 36.635.640,82
Anlagevermögen gesamt 36.635.640,82 36.635.640,82
Buchwerte
31.12.2015
01.01.2015
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 52.200.000,00 50.000.000,00
Anlagevermögen gesamt 52.200.000,00 50.000.000,00

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2015 der Gesellschaft wurde von der Gesellschafterversammlung am 27. Juni 2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die SWK ‑ EGN Verwaltungs GmbH

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SWK ‑ EGN Verwaltungs GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bonn, 27. Mai 2016

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Veldboer, Wirtschaftsprüfer

gez. Semelka, Wirtschaftsprüfer

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