Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 241272
Eingetragen
29.5.2018
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Erstellen von Software sowie Erbringen von Dienstleistungen für Webseiten und Web-Technologien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Donna Dror
seit 1.12.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Usercentrics GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A. Allgemeines und Geschäftsmodell

Die Usercentrics GmbH (kurz: Usercentrics) fokussiert sich auf die Entwicklung und den Vertrieb von Software über das Internet zur datenschutzkonformen Einwilligungseinholung von Internetnutzern für Datennachverfolgungstechnologien in kleinen, mittelständischen sowie großen Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgt sowohl direkt als auch indirekt über hundertprozentige Tochtergesellschaften, darunter insbesondere die Tochtergesellschaft in Dänemark Usercentrics A/S. Der Fokus der Gesellschaft liegt auf dem Betrieb von Consent Management Plattformen (CMP), welche für Transparenz bei der Verwendung von Cookies und anderen Tracking-Technologien auf Webseiten und in Apps sorgen. Durch die Nutzung einer CMP können Webseiten- sowie App-Betreiber Datenschutzkonformität und gleichzeitig Werbeeinnahmen durch digitales Marketing sicherstellen. Kunden schließen Abonnements für die Software ab und können je nach Kundenwunsch zwischen verschiedenen Abonnements mit unterschiedlichem Funktionsumfang und Laufzeiten wählen.

Das Kundenportfolio der Usercentrics besteht aus kleinen, mittelständischen sowie großen Unternehmen mit 10 bis +100.000 Mitarbeitern. Um das europaweite Wachstum weiter voranzutreiben und eine breite Basis für das Recruitment von internationalen Talenten aufzubauen, betreibt Usercentrics Gesellschaften in Portugal, Dänemark (nebst Zweigniederlassung in Tschechien) sowie den USA. Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft in Portugal durchschnittlich 18 Mitarbeiter, in Dänemark 87 (einschließlich der Niederlassung in Tschechien mit 26) und in den USA 1 Mitarbeiter.

B. Forschung und Entwicklung

Usercentrics investiert rund 30 % der verfügbaren Personalressourcen in Forschung und Entwicklung, wobei anstelle von grundsätzlichen Veränderungen auf fortlaufende Verbesserungen gesetzt wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 wurde das bestehende Produkt insbesondere im Bereich User Experience und Performance des Cookie-Banners weiter verbessert. Darüber hinaus wurden die Partnerschaftsstrategien mit dem Ziel weiterverfolgt, die Partnerschaftskanäle zu einem wesentlichen Faktor für das Geschäftswachstum auszubauen.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der EU-Volkswirtschaften war im gesamten Jahr 2023 verhalten und betrug insgesamt 0,4 % gegenüber dem Vorjahr (Quelle: Europäische Kommission: "Frühjahrsprognose 2024: Eine allmähliche Expansion angesichts hoher geopolitischer Risiken", April 2024), wobei in den folgenden Jahren mit einer allmählichen Verbesserung gerechnet wird. Das verhaltene Wachstum, insbesondere in den reiferen Volkswirtschaften der EU, wird durch weitere Datenschutzgesetze wie dem Digital Markets Act und einer verstärkten Durchsetzung der DSGVO in aufstrebenden Bereichen wie Apps ausgeglichen. Insgesamt prognostiziert die Europäische Kommission ein Wachstum von 1 % im Jahr 2024 und 1,6 % im Jahr 2025, wobei die erwartete Inflation deutlich sinken wird, voraussichtlich von 6,4 % im Jahr 2023 auf 2,2 % im Jahr 2025. Außerhalb der EU haben jedoch mehr als 10 US-Bundesstaaten ihre eigenen Online-Datenschutzrahmen entwickelt oder sind dabei, diese zu entwickeln. Die Zukunft der Bundesgesetzgebung in den USA ist ungewiss. Die weltweite Einführung von Datenschutzgesetzen nimmt zu und orientiert sich weitgehend an der DSGVO. Der Trend wird sich fortsetzen, obwohl die Umsetzung, insbesondere in großen Volkswirtschaften, Zeit in Anspruch nimmt. Ein Beispiel ist Indien und seine DPDP-Gesetzgebung, die seit Mitte 2023 in Kraft getreten ist, deren wesentliche Umsetzungsregeln jedoch noch ausstehen.

Die Aussichten für den Markt für digitalen Datenschutz sind sehr positiv. Aufgrund der schrittweisen Umsetzung gesetzlicher Rahmenbedingungen wird in den kommenden Jahren mit einem Wachstum gerechnet.

B. Geschäftsverlauf

1. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 konnte Usercentrics den Umsatz steigern, die bestehenden Produkte kontinuierlich weiterentwickeln, die Kundenbeziehungen sowohl in der DACH-Region als auch in ganz Europa ausbauen sowie die Bedeutung von Partnerschaften stärken. Darüber hinaus ist die Weiterbelastung von Shared Services an andere Konzerneinheiten zu einer bedeutenden Umsatzquelle geworden.

2. Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (einschließlich Teilzeitbeschäftigte, Werkstudenten und Praktikanten) des Unternehmens betrug im Jahr 2023 81 Mitarbeiter. Der Zugang zu Bewerbern im europäischen Rahmen wurde in der Gruppe weiterhin genutzt. Der Fokus blieb im Einklang mit dem seit 2022 verfolgten Ansatz bestehen, Mitarbeiter an den Standorten Portugal und Tschechien zu rekrutieren - wogegen die Beschäftigung in der deutschen Niederlassung leicht rückläufig war. Usercentrics investiert weiterhin aktiv in die Mitarbeiterbindung durch interne und externe Unterstützungsangebote für aktive Fort- und Weiterbildung.

C. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 13.673 (2022: T€ 10.516) erwirtschaftet, die den Vorjahreswert um 30 % übertrafen. Diese Entwicklung entspricht der im Vorjahr abgegebenen Umsatzprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge entwickelten sich aufgrund geringerer Erträge aus Währungsumrechnungen leicht rückläufig. Diese resultierten im Vorjahr aus einem einmaligen Sachverhalt.

Der Materialaufwand ist um T€ 1.059 auf T€ 3.274 gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung der Serverkosten von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die bezogenen Leistungen aufgrund einer sinnvolleren Zuordnung der Kosten für die Leistungserbringung des Unternehmens. Darüber hinaus ist der Anstieg zum Teil auf die höhere Nachfrage nach bezogenen Leistungen im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlösen zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich die bezogenen Leistungen von Verbundunternehmen, welche sich aufgrund der Verbesserung der Verrechnungssystematik reduziert haben.

Der Personalaufwand verringerte sich um T€ 221 auf T€ 7.538 aufgrund der leicht rückläufigen Mitarbeiterzahl. Das Personalkostenniveau im Berichtsjahr ist, bei deutlich höherem Umsatzvolumen, im Wesentlichen mit dem des Vorjahres vergleichbar.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 972 auf T€ 11.823 und setzten damit den Trend des Vorjahres fort. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Marketing- und Vertriebskosten zurückzuführen. Dies steht im Einklang mit den Wachstumsplänen der Gesellschaft. Dagegen wirkte sich Umgliederung der Serverkosten in die bezogenen Leistungen mindernd auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus.

Der Jahresfehlbetrag von T€ 8.561 ist aufgrund höherer Umsätze sowie gesteigerter Effizienzen um T€ 1.244 geringer als im Vorjahr. Diese Entwicklung liegt im Planungsbereich der Gesellschaft und ist der Wachstumsstrategie geschuldet.

D. Finanzlage

Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein insgesamt negativer Cashflow in Höhe von T€ 9.043 zu verzeichnen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit weist wachstumsbedingt einen negativen Saldo auf. Aufgrund von Produktänderungen, dem Abschluss des Integrationsprozesses der Gruppe und dem damit verbundenen geschlossenen System konzerninterner Verrechnungen rechnen wir damit, bis voraussichtlich 2025 einen positiven Netto-Cashflow zu erzielen. Die Kombination eines umfassenden Systems von Konzernumlagen an umsatzgenerierende Tochtergesellschaften mit dem steigenden Geschäftsvolumen der Gesellschaft soll zu einem nachhaltigen und profitablen Betrieb auf Gesellschaftsebene führen.

Im Berichtsjahr sind keine Mittelzuflüsse aus Finanzierungsrunden mit Investoren oder aus Finanzierungsmaßnahmen im Verbundbereich zu verzeichnen, weshalb kein zusätzlicher Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten erzielt wurde. Weitere Mittelzuflüsse durch Investoren sind derzeit nicht vorgesehen. Neben den bereits dargelegten operativen Aspekten plant Usercentrics, sich kurzfristig durch Dividenden ihrer Tochtergesellschaften zu finanzieren, insbesondere der Usercentrics A/S, Dänemark, sowie mittel- und langfristig durch Konzernumlagen für die Leistungserbringung an Tochtergesellschaften.

Da kein Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten erzielt wurde, finanzierte sich die Gesellschaft im Berichtsjahr ausschließlich durch den Cashlow aus laufender Geschäftstätigkeit, einschließlich der Konzernumlagen.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben und es waren ausreichende liquide Mittel für die Finanzierung der Geschäftstätigkeiten vorhanden.

E. Vermögenslage

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betragen unverändert T€ 87.422. Zusammen mit langfristigen Darlehensgewährungen an Tochtergesellschaften verringerten sich die Finanzanlagen im Berichtsjahr aufgrund von Teilrückzahlungen der gewährten Darlehen leicht auf T€ 88.518.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich deutlich um T€ 1.869 auf T€ 2.486, was auf die erhöhte Geschäftstätigkeit sowie die Konzernumlagen im Verbundbereich zurückzuführen ist. Zwar ist der Anstieg der Forderungen im Berichtsjahr durch einen einmaligen Effekt im Zusammenhang mit Weiterbelastungen an die Tochtergesellschaft in Portugal beeinflusst, jedoch erwartet die Gesellschaft, dass die Bedeutung konzerninterner Weiterbelastungen im Vergleich zu den Vorjahren dauerhaft zunehmen wird.

Das Bankguthaben in Höhe von T€ 2.078 resultiert im Wesentlichen aus Finanzierungsmaßnahmen der Gesellschafter im Vorjahr sowie dem laufenden Geschäftsbetrieb. Insgesamt ergibt sich für die Usercentrics ein Eigenkapital in Höhe von T€ 85.363.

Die Rückstellungen verringerten sich im Berichtsjahr um T€ 79 auf T€ 487, was auf natürliche Schwankungen der ausstehenden Rechnungen im Jahresvergleich zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr um T€ 555 auf T€ 5.659 gestiegen. Ursächlich für den Anstieg sind die mit der Umsatzsteigerung verbundenen höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Konzernumlagen im Verbundbereich.

Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um T€ 1.083 auf T€ 2.785 ist im Wesentlichen auf einen Anstieg des abgeschlossenen Vertragsvolumens zurückzuführen. Die meisten Kundenverträge werden für eine Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen, sodass ein Großteil der Erträge im neuen Geschäftsjahr realisiert wird.

F. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren des Gesellschaft stellen der Umsatz und der Cashflow dar.

Die gestiegenen Umsatzerlöse und der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stehen im Einklang mit den Wachstumsplänen des Unternehmens.

G. Gesamtaussage

In einem positiven Branchenumfeld und mit dem strategischen Fokus auf weiteres Umsatzwachstum hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr erneut positiv entwickelt.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Bankbestände in den kommenden Jahren aufgrund von Produktänderungen und einer neuen Organisation der Gruppe steigen werden, was mit vermehrten Weiterbelastungen von Dienstleistungen an Tochtergesellschaften einhergehen wird. Der vollständige Übergang zu einem einheitlichen Gruppenmodell dürfte auch dazu führen, dass das Unternehmen in eine nachhaltige Situation der Eigenfinanzierung gelangt, insbesondere durch die erwähnten Maßnahmen im Verbundbereich.

Aufgrund der zunehmenden Akquise von Kunden mit Interesse an einer langfristigen vertraglichen Bindung an Usercentrics und einem stabilen System von Konzernumlagen konnte ein signifikanter Anteil des geplanten Umsatzes bereits für das Folgejahr gebunden werden.

III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognoseberichterstattung

Dieser Bericht behandelt die Chancen und Risiken, die für die Usercentrics von Bedeutung sind. Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken genutzt.

A. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Als wesentliches Risiko hat Usercentrics das operationelle Risiko identifiziert. Unter einem operationellen Risiko versteht Usercentrics die Möglichkeit von Verlusten durch fehlerhafte interne Prozesse, Systeme, menschliche Fehler oder externe Ereignisse. Externe Ereignisse durch eine Schwächung der Konjunktur und damit verbundenen Insolvenzen von Unternehmen können sich negativ auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft auswirken. Neben den bestehenden Wettbewerbern besteht die Gefahr in Unternehmen, die mit ihren breit aufgestellten Produkt-Suiten aggressiv den Markt von CMP fokussieren und damit die Gewinnung von Kunden erschweren.

In den kommenden Jahren gehen wir von einer weiteren Konsolidierung des Marktes aus, was sich durch die Etablierung zahlreicher Lösungen neben der CMP als zusätzliche Wettbewerbsverschärfung zeigen wird. Durch die Fokussierung auf die Produktentwicklungen und die bestehende breite Kundenbasis sieht sich die Gesellschaft in einer Position, die Konsolidierung des Marktes zu betreiben und zu bestimmen.

Risiken assoziiert mit Verlusten durch fehlerhafte interne Prozesse, Systeme oder menschliche Fehler, minimiert die Gesellschaft durch konstante Weiterbildung der Mitarbeiter und Prozesse sowie eine regelmäßige Überprüfung der Systeme.

Durch diese Maßnahmen werden auch Reputationsrisiken, welche als Risiken aus negativen Ergebniseffekten, bedingt durch unerwünschte Reaktionen von Kunden oder anderen Stakeholdern hervorgerufen werden, minimiert. Darüber hinaus besteht eine Abhängigkeit zu den Regulatoren und damit den Vorgaben der Datenschutzbehörden, ebenso zu den Infrastrukturanbietern wie Google und Apple, die die Architektur zur Ausspielung einer CMP bieten.

B. Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken bestehen in Abänderungen der Datenschutzgrundverordnung und künftigen Änderungen oder Einführungen anderer datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen und Gesetze. Diese Entwicklungen wirken sich grundsätzlich auf die damit verbundene gesetzliche Verpflichtung zum Einsatz von CMP-Lösungen aus.

Darüber hinaus können Risiken aus der fehlerhaften Anwendung von Gesetzen sowie der Nichtbeachtung, Nichtanwendung oder Übertretung von Gesetzen entstehen. Usercentrics haftet jedoch nicht für bestimmte Umsetzungsentscheidungen seiner Kunden, auch wenn diese zur Nichtbeachtung der CMP-Umsetzung innerhalb einer bestimmten Gerichtsbarkeit führen.

Aus der Bereitstellung der Software zur Nutzung durch die Kunden bestehen für die Usercentrics grundsätzlich Risiken wie Haftung, Gewährleistung oder Ansprüchen aufgrund der Nichteinhaltung vereinbarter Service Level Agreements. Diese beziehen sich jedoch meist auf die Verfügbarkeit/Leistung des Produkts auf der Website oder App des Kunden .

Die Usercentrics wird von internen und externen Juristen zu den unterschiedlichen Rechtsgebieten und Jurisdiktionen beraten, um etwaige rechtliche Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Um diese vorstehenden Risiken zu minimieren, wurden entsprechende Abstimmungsprozesse und Meldewege implementiert, um etwaige Risiken im Vorfeld zu identifizieren und nach Möglichkeit angemessen zu reduzieren. Weiterhin besteht ein regelmäßiger Austausch mit dem externen Datenschutzbeauftragten der Gesellschaft, welcher die Datenschutzkonformität überwacht und sicherstellt.

C. Technische Risiken

Ein technisches Risiko stellt insbesondere ein längerer Ausfall der Software-Plattform und die damit einhergehende eingeschränkte Verfügbarkeit der Services der Usercentrics dar. Dieses Risiko wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie einem entsprechenden Kapazitätsmanagement, dem kontinuierlichen Monitoring und der Verbesserung der Server Infrastruktur sowie der regelmäßigen Sicherung aller relevanten Daten begegnet.

Ein weiteres Risiko besteht darin, jederzeit geeignetes Personal für die technische Weiterentwicklung der Software zu finden. Diesem Risiko wird durch die entsprechende Ausrichtung des Recruiting-Teams und die Zusammenarbeit mit externen Agenturen begegnet.

Darüber hinaus sind gängige Sicherheitsmaßnahmen wie ein Incident Response Management Prozess, ein Host-Based Intrusion Detection System oder eine serverseitige Firewall implementiert. Außerdem wurde in 2023 erneut ein Penetrationstest der Web-Applikation durchgeführt, um etwaige Schwachstellen zu identifizieren. Es wurden dabei keine kritischen Schwachstellen entdeckt. Usercentrics unterzieht sich regelmäßigen ISO-Zertifizierungsprüfungen, um stabile Prozesse, einschließlich der oben genannten technischen Sicherheitsbereiche, zu bestätigen.

D. Finanzielle Risiken

Bei einzelnen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, insbesondere, wenn Zahlungsmittel nicht gedeckt sind oder falsche Daten übermittelt werden. Vereinzelt besteht hierbei ein erhöhtes Risiko, da die Usercentrics unter anderem bei relativ kleinen und jungen Unternehmen beliebt ist, welche ggf. eine erhöhte Insolvenzwahrscheinlichkeit aufweisen können. Wie in den Vorjahren erwartet die Geschäftsführung einen geringen Forderungsausfall, da die Gesellschaft ein konsistentes Forderungsmanagement bei Zahlungsverzögerungen durchführt. Signifikant erhöhte Forderungsausfälle, geprägt durch die wirtschaftliche Entwicklung sind nicht eingetreten.

Risiken entstehen für die Usercentrics auch aus dem Betrug bei diversen Bezahlmöglichkeiten. In Zusammenarbeit mit dem kooperierenden Payment-Provider der Usercentrics können entsprechende Betrugsfälle erkannt und überwacht werden. Aufgrund des B2B Fokus der Usercentrics und der vorherigen Legitimation der Kunden ist das Gesamtrisiko durch diesen Betrug jedoch als sehr gering einzuschätzen.

Ein weiteres Risiko liegt in der teilweisen Abhängigkeit der Finanzierung von verbundenen Unternehmen, insbesondere der UC A/S. Aufgrund der hundertprozentigen Beteiligungen an den Tochtergesellschaften sowie des voraussichtlich in 2025 abgeschlossenen Integrationsprozesses der Gruppe und des damit verbundenen geschlossenen Systems konzerninterner Verrechnungen ist das Gesamtrisiko als sehr gering einzuschätzen. Die Überwachung der Ertragslage der Gruppe als Ganzes erfolgt mittels einer integrierten Planungsrechnung als zentrales Steuerungselement.

Weitere, neue Risiken wurden im Berichtsjahr nicht identifiziert.

E. Gesamtrisiko

Es bestehen derzeit weder unternehmenskritische noch sonstige die Gesellschaft wesentlich beeinträchtigende Risiken.

F. Chancen

Die Entwicklung der Usercentrics in den abgelaufenen Geschäftsjahren hat gezeigt, dass der Markt für CMP und Privacy im Allgemeinen stark wachsend ist und die Gesellschaft in der Lage ist, diesen zur Zufriedenstellung der Kunden zu bedienen, was sich in der geringen Zahl an verlorenen existierenden Kunden zeigt.

Angrenzende Bereiche an die Lösung der CMP zeigen zudem hohe weitere Chancen, welche die Usercentrics durch eigene Entwicklungen anstrebt zu besetzen.

Im Weiteren zeigt sich das App Segment als wachsender Markt, in welchem bislang eine geringere Marktabdeckung durch Privacy-Lösungen zu beobachten ist.

G. Prognosebericht

Die Usercentrics geht davon aus, dass der Markt für CMP weiter wachsen wird und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Webseiten-Betreibern weiterhin gegeben sein wird, um die rechtlichen Auflagen zu erfüllen. Wir sehen eine zunehmende Durchsetzung bestehender Gesetze und langfristig eine weltweite Ausweitung von DSGVO-basierten oder DSGVO-inspirierten Rahmenwerke. Es ist zu erwarten, dass das Wachstum des CMP-Marktes im Jahr 2024 voraussichtlich stärker ausfallen wird als im Jahr 2023. Unter Berücksichtigung der aktuellen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass das Wachstum der Gesellschaft selbst im Jahr 2024 fortgesetzt wird und sich, im Vergleich zu 2023, insbesondere bei der Usercentrics A/S, Dänemark, deutlich stärker abzeichnen wird.

Darüber hinaus lässt sich ein zunehmender Trend zum "Privacy-Led Marketing" beobachten. Dabei stehen kundenseitig nicht nur die Bereiche Compliance, Legal und Technologie im Vordergrund, sondern vorrangig Marketing und Unternehmenswachstum. Die Usercentrics sieht darin einen Schlüsselfaktor für langfristiges Potenzial.

Durch die geplante Weiterentwicklung des Produktangebotes, sowie der effizienten Aufstellung der Marketing- und Vertriebskapazitäten für den europäischen Markt, kann für das kommende Geschäftsjahr von einer deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Berichtsjahr ausgegangen werden.

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Gesellschaft ein stabiles Niveau der Personalkosten, welche sich unabhängig von der prognostizierten, verhältnismäßig höheren Umsatzsteigerung entwickeln. Dies ist in erster Linie auf den Anstieg der Mitarbeiterzahl in anderen Rechtseinheiten der Gruppe zurückzuführen.

Die Erwartungen der Unternehmensleitung an die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 wurden erfüllt, einschließlich eines geplanten negativen Betriebs- und Jahresergebnisses. Sie ist von einem sehr guten Wachstumspotenzial für das Geschäftsjahr 2024 überzeugt. Es wird mit einem wachsenden internationalen Regulierungsumfeld und einem zunehmenden Interesse der Marketingfunktionen von Unternehmen an CMP-Lösungen gerechnet.

Angesichts der deutlich zunehmenden Bedeutung der Holdingfunktion der Usercentrics wird erwartet, dass im kommenden Geschäftsjahr Konzernumlagen sowie Dividendenerträge von Tochtergesellschaften einen weiteren wesentlichen Teil des Cashflows der Gesellschaft ausmachen werden. Insbesondere die Sicherstellung, dass alle Unternehmensaktivitäten entweder direkt Umsatz generieren oder auf umsatzgenerierende Aktivitäten anderer Konzernunternehmen ausgerichtet sind und an die entsprechenden Verbundeinheiten weiterbelastet werden können, wird zu einem nachhaltigen und profitablen Betrieb der Gesellschaft führen.

Auf Basis der guten Geschäftsentwicklung und der Nutzung des im Jahr 2021 erfolgten Unternehmenszusammenschlusses mit der Usercentrics A/S, Dänemark, ist die Liquidität der Gesellschaft für das folgende Geschäftsjahr und darüber hinaus sichergestellt. Kurzfristig sehen wir insbesondere die Dividenden der Usercentrics A/S, Dänemark, als Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Liquidität. Die Gesellschaft plant jedoch, ab dem Geschäftsjahr 2025 die Relevanz der Finanzierung durch Dividenden zu verringern.

 

München, den 9. Dezember 2024

Usercentrics GmbH

gez. Donna Dror

gez. Ibrahim Husseini

gez. Ea Luise Winther Andersen

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 88.766.596,72 89.007.254,64
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.639,00
II. Sachanlagen 248.941,00 209.514,00
III. Finanzanlagen 88.517.655,72 88.795.101,64
B. Umlaufvermögen 4.564.502,61 11.738.663,75
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.486.453,03 617.471,72
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.078.049,58 11.121.192,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 962.705,71 549.899,76
Aktiva 94.293.805,04 101.295.818,15

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 85.362.815,89 93.923.832,47
I. ausgegebenes Kapital 145.615,00 145.615,00
1. Gezeichnetes Kapital 164.960,00 164.960,00
2. eigene Anteile -19.345,00 -19.345,00
II. Kapitalrücklage 120.308.993,20 120.308.993,20
III. Verlustvortrag 26.530.775,73 16.726.203,07
IV. Jahresfehlbetrag 8.561.016,58 9.804.572,66
B. Rückstellungen 487.031,00 565.937,50
C. Verbindlichkeiten 5.659.083,71 5.103.592,20
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.784.874,44 1.702.455,98
Passiva 94.293.805,04 101.295.818,15

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.992.744,70 8.960.949,16
2. Personalaufwand 7.537.943,19 7.759.700,45
a) Löhne und Gehälter 6.387.482,27 6.568.451,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.150.460,92 1.191.248,92
davon für Altersversorgung 1.885,91 2.508,73
3. Abschreibungen 95.739,49 103.732,08
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 95.739,49 103.732,08
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.823.311,99 10.850.964,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 32.090,46 28.455,31
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 41.582,36 28.480,02
davon aus verbundenen Unternehmen 41.582,36 28.480,02
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,52
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 135.961,00 69.294,49
davon an verbundene Unternehmen 135.961,00 69.097,22
8. Ergebnis nach Steuern -8.558.628,61 -9.794.260,11
9. sonstige Steuern 2.387,97 10.312,55
10. Jahresfehlbetrag 8.561.016,58 9.804.572,66

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Usercentrics GmbH mit Sitz in München ist beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 241272 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft..

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Abschluss wird in Euro aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden grundsätzlich zeitanteilig vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu € 800, die selbständig nutzbar sind, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben und als Anlagenabgang erfasst.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zu Nominalwerten (Anschaffungskosten) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bzw. gegebenenfalls abgezinst mit dem Barwert angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert und die Kapitalrücklage mit den im Rahmen der Kapitalerhöhungen geleisteten Zuzahlungen angesetzt. Der auf die eigenen Anteile entfallende rechnerische Wert des Nennwerts wurde in der Bilanz offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Sofern ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der eigenen Anteile und dem Nennwert besteht, wird dieser mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Verpflichtungen gebildet und mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erlöse für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagepositionen wird im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

2. Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Eigenkapitals Ergebnis des Geschäftsjahres Höhe des Anteils am Kapital
1 Usercentrics, Inc. Wilmington, Delaware, USA -553.746 423.904 100%
2 Usercentrics Unipessoal, Lda., Lissabon, Portugal 319.807 176.515 100%
3 Usercentrics A/S (ehemals Cybot A/S), Kopenhagen, Dänemark 12.780.407 5.919.552 100%

Das Eigenkapital sowie das Ergebnis des Geschäftsjahres wurden mit dem jeweils maßgeblichen Wechselkurs zum Stichtag in volle EUR umgerechnet. Die Höhe des Anteils am Kapital wird nach mathematischem Runden in vollen Prozentpunkten ausgewiesen.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen umfassen langfristige Darlehen und sind zum Nennwert bilanziert und gemäß den Vertragsbedingungen verzinst.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 1.812.994,07 (Vorjahr: € -,--) resultieren aus konzerninternen Weiterbelastungen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

5. Forderungen gegen Gesellschafter

Die Forderungen gegen Gesellschafter des Vorjahres Höhe von € 115.393,28 resultierten aus weiterbelasteten Rechts- und Beratungskosten und betragen dieses Jahr € 0,00.

6. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von € 2.460,00 (Vorjahr: € 61.460,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Darüber hinaus enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Beträge, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Im Einzelnen sind das noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge in Höhe von € 15.517,14 (Vorjahr: € 141.377,73).

7. Aktiver Abgrenzungsposten

Die unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Beträge betreffen Vorauszahlungen für das Jahr 2024.

8. Rückstellungen

Die ausgewiesenen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen von € 301.531,00 (Vorjahr: € 192.175,00) sowie Rückstellungen für die Erstellung und Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses sowie der Steuererklärungen von € 178.000,00 (Vorjahr: € 156.950,00).

Mit Ausnahme der Rückstellung für Aufbewahrungskosten bestehen keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Auf die Abzinsung dieser Rückstellung wurde wegen des geringfügigen Zinseffekts verzichtet, ebenso auf die Berücksichtigung von Kostensteigerungen.

9. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der Darlehensverbindlichkeit gegenüber dem verbundenen Unternehmen Usercentrics A/S in Höhe von € 2.732.343,36 (Vorjahr: € 3.032.076,84), haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Das Darlehen wird entsprechend den vertraglichen Regelungen verzinst und hat eine Laufzeit von einem bis zu fünf Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von 1.135.966,08 (Vorjahr: € 260.581,38) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 2.732.343,36 (Vorjahr: € 3.120.369,26).

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von € 7.594,00 (Vorjahr: € 7.594,00) und betreffen eine Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb von eigenen Anteilen.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind durch die üblichen (verlängerten) Eigentumsvorbehalte besichert.

10. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesene Betrag betrifft ausschließlich die Umsatzabgrenzung aus den laufenden Kundenverträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Materialaufwand

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2023 sind Aufwendungen für Serverkosten von € 1.479.505,20 in dem Posten "bezogene Leistungen" ausgewiesen, die Ihrer Art nach im Vorjahr mit € 1.107.651,66 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Die Ausweisänderung erfolgte aufgrund der Art der Vorleistung für die Leistungserbringung der Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bezeichnung Gesamtbetrag
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) betragen insgesamt 1.997.793

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge in Höhe von € 477.683,16 und sonstige Dauerschuldverhältnisse in Höhe von € 1.520.110,23.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

Ergänzende Angaben

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 86 (Vorjahr: 95) Arbeitnehmer beschäftigt.

Davon entfallen circa 29% (25 Mitarbeiter) auf den Funktionsbereich Produktentwicklung bzw. Programmierung, etwa 23% (20 Mitarbeiter) auf den Bereich Marketing & Sales und 48% (41 Mitarbeiter) auf die restlichen Funktionsbereiche.

Die Geschäftsführung erfolgte im Berichtsjahr durch:

• Frau Donna Dror, Chief Executive Officer Angestellte bei der Usercentrics Inc., USA

• Frau Ea Luise Winther Andersen, Chief Operating Officer, Angestellte bei der Usercentrics A/S, Dänemark

• Herr Ibrahim Husseini, Chief Procurement Officer, Angestellter bei der Unipessoal Lda., Portugal

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

München, den 9. Dezember 2024

gez. Donna Dror

gez. Ibrahim Husseini

gez. Ea Luise Winther Andersen

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.399,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.399,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.142,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 342.190,65 133.515,49 5.407,94
Summe Sachanlagen 425.332,82 133.515,49 5.407,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87.422.300,58
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.372.801,06 87.673,81 365.119,73
Summe Finanzanlagen 88.795.101,64 87.673,81 365.119,73
Summe Anlagevermögen 89.234.833,46 221.189,30 370.527,67
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.399,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.399,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 83.142,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 470.298,20
Summe Sachanlagen 553.440,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87.422.300,58
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.095.355,14
Summe Finanzanlagen 88.517.655,72
Summe Anlagevermögen 89.085.495,09
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.760,00 2.639,00 14.399,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 11.760,00 2.639,00 14.399,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.237,17 6.673,00 20.910,17
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.581,65 86.427,49 4.419,94 283.589,20
Summe Sachanlagen 215.818,82 93.100,49 4.419,94 304.499,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 227.578,82 95.739,49 4.419,94 318.898,37
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.639,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.639,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.232,00 68.905,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 186.709,00 140.609,00
Summe Sachanlagen 248.941,00 209.514,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 87.422.300,58 87.422.300,58
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.095.355,14 1.372.801,06
Summe Finanzanlagen 88.517.655,72 88.795.101,64
Summe Anlagevermögen 88.766.596,72 89.007.254,64

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offelegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Usercentrics GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Usercentrics GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Usercentrics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

§ entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

§ vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

§ identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

§ gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

§ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

§ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

§ beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

§ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

§ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg, den 9. Dezember 2024

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gez. Schell, Wirtschaftsprüfer

gez. Neininger, Wirtschaftsprüfer

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