MSO Digital GmbH & Co. KG

49074 Osnabrück, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRA 201965
Vorher
ELcommunity GmbH & Co. KG
Eingetragen
27.1.2010

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MSO Digital GmbH & Co. KG

Osnabrück

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

Die MSO Digital GmbH & Co. KG ist zum einen eine Performance-Marketing-Agentur für Unternehmen, die digitale Marketingmaßnahmen im Auftrag unterschiedlichster Kunden steuert und umsetzt. Dies erfolgt in den Segmenten Suchmaschinenmarketing (SEA) und -Optimierung (SEO) sowie weiteren Digitalen Marketing Kanälen.

Und zum anderen einen Publishing-Agentur im Bereich Yield Management. Hier stellt der Kunde (Publisher) Werbeflächen auf seinen Webseiten zur Verfügung, die die MSO Digital GmbH & Co. KG bestmöglich für den Kunden monetarisiert, um dessen Werbeerlöse zu steigern.

Dabei setzt MSO Digital GmbH & Co. KG auf Maßnahmen für Sichtbarkeit, Leadgewinnung, Kundenbindung, Customer-Journey-Optimierung und Umsatzsteigerung.

Die Agentur bietet kanalübergreifende Performance-Kampagnen für Retail- und B2B-Unternehmen, skalierbare Online-Werbe-Lösungen sowie Vermarktungs- und Monetarisierungsoptionen.

MSO Digital GmbH & Co. KG gehört weltweit zu dem Netzwerk der 30 Google zertifizierten Agenturen, die über alle Zertifizierungen von Google verfügen.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Osnabrück, sowie weiteren Standorten in Lingen und Hamburg, bietet seinen Kunden aus der Verbindung mit den Unternehmen unter der GROW Digital Group GmbH & Co. KG eine ganzheitliche Unternehmensbetreuung im Kommunikations- und Marketingsegment, mit dem Schwerpunkt Digitalisierung an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren im Jahr 2020 aufgrund der Corona Pandemie anders als in den Vorjahren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -4,9%. Damit ist die deutsche Wirtschaft nach zehn Jahren Wachstum in Folge erstmals geschrumpft.

Gleichzeitig sank die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland von 45,3 Millionen um -0,7 Millionen auf 44,6 Millionen Erwerbstätige in Q4 2020, was einer Reduzierung von -1,5 % entspricht. Die Erwerbslosenquote lag im Dezember 2020 bei 4,6% (Vorjahresmonat Dezember 3,2 %).

Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt 2020 um nur +0,4%. Damit lag die Jahresteuerungsrate erheblich niedriger als noch im Vorjahr (2019: +1,4%).

Von diesen Faktoren beeinflusst brach die private Konsumlaune in Deutschland in 2020 um ca. -6,0 % = -100 Milliarden Euro ein. Vor allem die Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen reduzierten sich (-34,9%). Zudem sanken die privaten Ausgaben im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur (-15,0 %). Demgegenüber stehen höhere staatliche Konsumausgaben (+6,5 % = +46 Milliarden Euro) zur Teilkompensierung der Konsumflaute.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Die gesamtwirtschaftliche schwierige Lage betraft auch die MSO Digital. Die Kundenzielgruppe der MSO Digital hat in der Krise zunächst im Marketing Einsparungen vorgenommen. Zudem nimmt der Wettbewerb um die hochwertigen Aufträge der Publisher zu. Auffällig ist, dass insbesondere ausländische Agenturen mit programmatisch skalierten Lösungen, überwiegend aus Nord Amerika und Asien, auf den deutschsprachigen Publisher-Markt eintreten und für eine verschärfte Wettbewerbssituation sorgen.

Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen hat sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 482 T€ verringert. Das Unternehmen MSO Digital GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2020 die Planziele nicht erreichen. Dieses war unter anderem durch die Corona Pandemie bedingt.

Neben der Corona Pandemie ist der Umsatzrückgang darauf zurückzuführen, dass das durchlaufende Marketingbudget der Kunden im Bereich Digital Marketing sukzessiv auf Honorarerlöse umgestellt wird. Im Ergebnis ist diese Umstellung ergebnisneutral. Zur internen Steuerung wird deshalb der Agenturumsatz für die einzelnen Geschäftsmodelle der MSO Digital GmbH & Co. KG herangezogen. Der Agenturumsatz wird aus der GuV abgeleitet und dargestellt. Er ist im Geschäftsjahr um T€ 120 zurückgegangen.

Das Jahr 2020 wurde darüber hinaus für Umstrukturierungsmaßnahmen genutzt. So wurde zum einem organisatorisch umstrukturiert und z.B. der Standort Xanten geschlossen und zum anderen auch die Geschäftsführung angepasst. Außerdem wurde das Jahr intensiv für Fortbildungsmaßnahmen, das Erschließen weiterer Geschäftsfelder, sowie der Optimierung von internen Prozessen mit einhergehender Effizienzsteigerung, genutzt. Zusammen mit dem Rückgang des Agenturumsatzes ergibt sich damit ein Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um T€ 519.

Der Auftragsbestand im Digital Marketing und Yield Management ist überwiegend geprägt durch Bestandskunden, die kontinuierlich betreut werden.

Die Neukundengewinnung erfolgt einerseits durch eine eigene Sales-Einheit, deren Aufgabe es ist durchgeführte Marketing-Kampagnen in qualifizierte Leads umzuwandeln. Darüber hinaus werden Newsletter, Webinare, Events und Vortragsveranstaltungen angeboten. Zusätzlich ist eine Funktion von der GROW Digital Group das Cross-Selling bestehender Kunden innerhalb des Netzwerks.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Die Entwicklung des operativen Geschäfts hat sich analog zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen entwickelt. So sank der Agenturumsatz trotz der Corona Pandemie gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 119 T€ (2020: 4.467 T€, 2019: 4.586 T€). Zwar sind die Mitarbeiterzahlen zum Stichtag 31.12. dabei relativ konstant (2020: 60,4 FTE, 2019: 61,4 FTE) geblieben, aber im Jahresdurchschnitt sind diese gestiegen (2020: 61,7 FTE, 2019: 54,6 FTE). Daraus resultiert teilweise die Personalkostensteigerung (2020: 3.510 T€, 2019: 3.224 T€). Im Jahr 2020 wurde bewusst trotz Umsatzrückgang auf Kurzarbeit verzichtet und freie Kapazitäten für Fortbildungsmaßnahmen, Prozessoptimierung und organisatorische Strukturmaßnahmen genutzt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2020: 1.343 T€, 2019: 1.156 T€).

Der Jahresergebnisüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 439 T€ negativ entwickelt. Haupteinflussfaktor für diese Entwicklung ist die Corona Pandemie mit gegenläufigen Effekten durch Umstrukturierungsmaßnahmen.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr um 0,5 Mio. € auf 6,2 Mio. € (VJ: 5,7 Mio. €)

Die Erhöhung auf der Aktivseite spiegelt sich hauptsächlich im Anlagevermögen in den Positionen Finanzanlagen wider. Zum 01.01.2020 wurden weitere 29% der Anteile am Kommanditkapital der netspirits GmbH & Co. KG und am Stammkapital der netspirits GmbH erworben.

Im laufenden Geschäftsjahr wurden neben den Investitionen in Finanzanlagen Investitionen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung (2020: 65 T€) und im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände (2020: 18 T€) getätigt.

Auf der Passivseite haben sich hauptsächlich die Positionen Kapitalrücklage und Rückstellungen erhöht und das Darlehen der Kommanditisten vermindert.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Zusammenarbeit im GROW Netzwerk wird fortlaufend fokussiert. Der gemeinsame Marktauftritt ermöglicht ein breiteres und zugleich spezialisiertes Angebotsspektrum um übergreifende Agenturleistungen.

Um ein stetiges Wachstum sicher zu stellen, wird weiterhin in den Bereich Personal konsequent investiert. Dies erfolgt u. a. durch das Recruiting von externem qualifiziertem Personal, als auch durch die internen Ausbildungsprogramme. Der strategische Fokus liegt hierbei auf einer Dezentralisierung der HR-Maßnahmen. Sowohl standortübergreifend als auch das mobile Arbeiten erhalten eine hohe Priorität.

Die mittelfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind aktuell schwer abschätzbar. Daraus resultiert ein Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung und Geschäftsmodelle, die sich den neuen Marktgegebenheiten anpassen müssen. Des Weiteren hängt die Wachstumsstrategie auch vom Recruiting-Erfolg ab. Schwierigkeiten bei dem Recruiting von externem qualifiziertem Personal werden aber durch interne Ausbildungsprobramme kompensiert.

V. Prognosebericht

Das Jahr 2020 konnte die MSO Digital GmbH & Co. KG während der Corona-Pandemie nutzen, um sich optimaler aufzustellen. Es ist zu erwarten, dass die digitalen Geschäftsbereiche kontinuierlich wachsen. Digital Marketing Agenturen müssen sich jedoch stetig neuen Herausforderungen und wandelnden Markt- / Kundenbedürfnissen stellen, um weiterhin erfolgreich zu bleiben. Dies erfolgt durch individuelle Kundenlösungen und einen hohen Automatisierungsgrad in den Prozessen.

Der Bereich Yield Management wächst weiterhin in großen Schritten. Der Branchenführer Google verändert in immer kürzeren Zyklen die Techniken und die Technologien in der Werbeanzeigenauslieferung, welche die Komplexitäten für Publisher erhöhen.

Eine Aussage zur weiteren Entwicklung ist vor dem Hintergrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona Krise und dem damit verbundenen Shutdown nur schwer zu treffen. Es wird aber davon ausgegangen, dass das Unternehme nach der Umstrukturierung auch in der Corona Krise weiterwächst. Aktuell bestätigt sich eine deutliche Steigerung des Agenturumsatzes bei einer moderaten Ergebnisverbesserung vor Steuern. Von entscheidender Bedeutung ist die Dauer der Krise und der damit verbundenen Einschränkungen. Die Liquidität ist für das Geschäftsjahr 2021 und darüber hinaus auch bei einer längeren Krise gesichert.

 

Osnabrück, den 3. Mai 2021

MSO Digital GmbH & Co. KG
vertreten durch MSO Digital Beteiligungsgesellschaft mbH

Sven Beckmann

Dominic Scheppelmann

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.300,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.673,00 136.816,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.871.731,86 1.358.779,86
2.035.704,86 1.495.595,86
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.506.617,42 2.428.024,09
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 138.697,32 99.794,67
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 212.938,97
4. Sonstige Vermögensgegenstände 457.433,15 261.675,19
3.102.747,89 3.002.432,92
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 995.126,16 1.148.143,65
4.097.874,05 4.150.576,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.347,49 32.019,64
6.187.926,40 5.678.192,07

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteil der Kommanditistin 20.000,00 20.000,00
II. Rücklagen 892.052,66 144.800,00
912.052,66 164.800,00
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 25.000,00 25.000,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 49.404,11
2. Sonstige Rückstellungen 1.394.387,00 1.189.350,00
1.394.387,00 1.238.754,11
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.388.668,46 1.381.259,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.272.061,67 2.785.201,58
3. Sonstige Verbindlichkeiten 195.756,61 83.176,44
3.856.486,74 4.249.637,96
6.187.926,40 5.678.192,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 15.195.259,49 15.677.035,80
2. Sonstige betriebliche Erträge 147.879,67 74.438,95
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.840.479,93 11.313.980,44
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.983.812,26 2.741.749,78
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 526.212,29 482.127,87
(davon für Altersversorgung € 0,00; Vorjahr € 798,19)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 52.416,40 39.860,55
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.342.526,77 1.155.519,12
7. Erträge aus Beteiligungen 136.777,64 223.087,97
(davon aus verbundenen Unternehmen € 136.777,64; Vorjahr € 223.087,97)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.274,81 234,44
(davon aus verbundenen Unternehmen € 2.177,52; Vorjahr € 234,44)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.415,28 19.415,96
(davon an verbundene Unternehmen € 34.036,28; Vorjahr € 19.144,96)
10. Steuern vom Ertrag -46.160,62 35.357,34
11. Ergebnis nach Steuern -250.510,70 186.786,10
12. Sonstige Steuern 2.236,00 892,00
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -252.746,70 185.894,10
14. Belastung auf Rücklagenkonto 252.746,70 0,00
15. Gutschrift auf Gesellschafterdarlehenskonto 0,00 185.894,10
16. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

I. Allgemeine Angaben

Die MSO Digital GmbH & Co. KG, Osnabrück, ist eingetragen beim Amtsgericht Osnabrück (HRA 201965).

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen (§§ 252 bis 256a HGB) vorgenommen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Gesellschaft ist erstmals für das Geschäftsjahr 2020 eine mittelgroße Gesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betrieblichen Nutzungsdauern linear "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 13 Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter von € 250,01 bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden um Wertabschläge für spezielle Kreditrisiken gekürzt, darüber hinaus wurde zur Abdeckung des latenten Ausfallrisikos eine Pauschalwertberichtigung von 1 % aktivisch abgesetzt.

Die liquiden Mittel enthalten Bank- und Kassenguthaben, die den Nominalwerten entsprechen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das Kommanditkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Ausgleichsposten für eigene Anteile wurde für die Anteile der Komplementärin, MSO Digital Verwaltungs GmbH, gebildet.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden pauschal mit einem geschätzten Zinssatz von 1,60 % für die unterstellte durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Der von der Deutschen Bundesbank im Januar 2021 für den Monat Dezember 2020 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre beträgt 1,60 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurde ein Anwartschaftstrend (z.B. Gehalt) von 1,0 % und ein BBG-Trend von 1,0 % zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 9,0 % p.a. unterstellt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen. Die sonstigen Rückstellungen haben insgesamt eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen werden nicht angesetzt.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Forderungen

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 324,03 und sonstige Vermögensgegenstände von € 138.373,29 (Vorjahr € 99.794,67).

Eigenkapital

Der Kapitalanteil der Kommanditistin GROW Digital Group GmbH & Co. KG, Osnabrück, entspricht mit € 20.000 der Eintragung im Handelsregister.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
31.12.2019
Jahresabschlussprüfung 10.400,00 2.200,00
Vertragliche Verpflichtungen 15.907,00 14.354,00
Schwerbehindertenausgleichsabgabe 5.280,00 5.280,00
Abgr. Yieldmanagement 1.106.800,00 0,00
Archivierung 100,00 100,00
Prozesskosten 0,00 23.140,00
Ausstehende Rechnungen 18.200,00 875.781,00
Urlaub/freie Tage 0,00 2.230,00
Soziale Verpflichtungen 40.600,00 41.567,00
Sonderzahlungen Tantieme 186.700,00 215.383,00
Berufsgenossenschaft 10.400,00 9.315,00
1.394.387,00 1.238.754,11

Verbindlichkeiten

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von € 2.272.061,67 (Vorjahr € 2.785.201,58) sonstige Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von € 174.680,73 (Vorjahr € 75.615,27) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der im Vergleich zu den Umsatzerlösen aussagekräftigere Agenturumsatz ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der direkt dem jeweiligen Kundenauftrag zuordenbaren Materialaufwänden (Agenturaufwand):

2020
2019
Umsatzerlöse 15.195.259,49 15.677.035,80
Agenturaufwand (direkt zuordenbarer Materialaufwand) - 10.728.381,80 -11.090.146.56
4.466.877,69 4.586.889,24

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:

2020
2019
Erträge aus
der Auflösung von Rückstellungen 69.852,61 379,85
dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 511,25 2.100,84
bereits abgeschriebenen Forderungen 1.539,96 0,00
71.903,82 2.480,69

In den Steuern vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von T€ 46 enthalten.

Sonstige Angaben

a) Angaben zum Anteilsbesitz § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungsanteil
%
Eigenkapital einschließlich Ergebnis
Ergebnis des Geschäftsjahres
MSO Digital Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück 100,0 27.871,49 2.871,49
netspirits GmbH & Co. KG, Köln 80,0 172.972,06 170.972,06

b) Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für Miete in Höhe von 406.386,86 € und für Leasing in Höhe von 104.113,53 €.

c) Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich 69 (Vorjahr 60) Mitarbeiter.

Es handelt sich hierbei ausschließlich um Angestellte.

d) Gesellschaftsorgane

Persönlich haftende Gesellschafterin

 

MSO Digital Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück, (gezeichnetes Kapital € 25.000,00).

Geschäftsführer

 

Sven Beckmann, Osnabrück

 

Sebastian Kmoch, Bünde, bis 28. September 2020

 

Dominic Scheppelmann, Hamburg, ab 1. Oktober 2020

 

Osnabrück, den 3. Mai 2021

MSO Digital GmbH & Co. KG, Osnabrück
MSO Digital Beteiligungsgesellschaft mbH, Osnabrück

Sven Beckmann

Dominic Scheppelmann

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2020
Zugang
Abgang
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und andere Rechte 3.542,44 18.000,00 0,00 21.542,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 309.732,13 65.473,40 5.844,23 369.361,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.358.779,86 512.952,00 0,00 1.871.731,86
1.672.054,43 596.425,40 5.844,23 2.262.635,60
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020
Zugang
Abgang
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und andere Rechte 3.542,44 2.700,00 0,00 6.242,44
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 172.916,13 49.716,40 1.944,23 220.688,30
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
176.458,57 52.416,40 1.944,23 226.930,74
Buchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und andere Rechte 15.300,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.673,00 136.816,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.871.731,86 1.358.779,86
2.035.704,86 1.495.595,86

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die MSO Digital GmbH & Co. KG, Osnabrück

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MSO Digital GmbH & Co. KG, Osnabrück, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MSO Digital GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

G rundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen

- beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Osnabrück, den 3. Mai 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Kruse Schmidt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Stefan Vonstrohe, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde am 09.09.2021 festgestellt.

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