Buffalo Boots GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Schuhen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Bredlow seit 5.11.2025 | Geschäftsführer |
Amela Hodzic seit 12.12.2024 | Prokura |
Michael Jerome Johnson seit 6.8.2024 | Prokura |
Christoph Maximilian Henatsch seit 6.8.2024 | Prokura |
Daniel Bontjer seit 27.7.2023 | Geschäftsführer |
Dennis Michael Schröder seit 22.6.2023 | Geschäftsführer |
Philipp Semmann seit 26.2.2018 | Prokura |
Kristina Ruppel seit 26.2.2018 | Prokura |
Oliver Seebach seit 2.5.2017 | Prokura |
Karen Christina Böhme seit 5.7.2016 | Prokura |
Martin Heynen seit 10.2.2015 | Geschäftsführer |
Olaf Bernd Ihde seit 10.2.2015 | Geschäftsführer |
Matthias Kirstein seit 10.2.2015 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Snipes SEKölnJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231 Allgemeine Angaben Die Snipes SE, Köln, Amtsgericht Köln, HRB 83528, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i.S.d. §§ 264, 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, Art. 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (kurz auch "SE-VO"), des SE-Ausführungsgesetzes (kurz auch "SEAG") i.V.m. den anwendbaren Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird beim elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht. Die Snipes SE, Köln, ist entsprechend § 290 HGB zur Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses grundsätzlich verpflichtet, jedoch nach § 291 HGB aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Deichmann SE, Essen, von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der Deichmann SE wird ebenfalls im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Die Deichmann SE stellt den Konzernabschluss für den größten als auch für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt bei der Snipes SE entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes sowie unter Berücksichtigung von SE-VO und SEAG. Die Vorschriften werden in ihrer Gesamtheit im Abschluss der Snipes SE angewandt. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Sofern den Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedriger Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Nutzungsdauern für Lizenzmarken werden anhand extern erstellter Gutachten ermittelt. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen. Die Abschreibung der Ladeneinbauten erfolgt pauschal über eine Nutzungsdauer von acht Jahren bzw. über die kürzere Restmietvertragslaufzeit. Sofern den Gegenständen des Anlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedriger Wert beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anlagenzugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden aus allgemein akzeptierten Vereinfachungsgründen vor dem Hintergrund der Wesentlichkeit im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren planmäßig mit 20 von Hundert p.a. abgeschrieben wird. Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 HGB, angesetzt. Sofern den Gegenständen des Finanzanlagevermögens am Abschlussstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, wird dem durch Abschreibungen Rechnung getragen. Bei voraussichtlich nicht dauerhafter Wertminderung wird das Wahlrecht des § 253 Abs. 3 S. 6 HGB nicht in Anspruch genommen und es werden grundsätzlich keine Abschreibungen für Anteile an verbundenen Unternehmen vorgenommen. Soweit Wertminderungen nicht mehr bestehen, wird dem Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB Rechnung getragen. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten auf der Basis des gleitenden Durchschnittsverfahrens oder den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen den Einkaufspreis sowie die dem einzelnen Artikel zurechenbaren Anschaffungsnebenkosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Bei der Handelsware wird einer absatzbezogenen Betrachtung und den modischen und sonstigen Risiken branchenüblich durch angemessene Abschläge Rechnung getragen. Warenbezüge, bei denen der Gefahrenübergang zum Bilanzstichtag stattgefunden hat, werden als Vorräte ausgewiesen (Unterwegsware). Übriges Umlaufvermögen Die Vermögensgegenstände des übrigen Umlaufvermögens werden mit ihren Nominalwerten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten gemäß § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen bestehen pauschal ermittelte Wertberichtigungen. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken sowie für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die Außenverpflichtungen darstellen, in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt, einschließlich künftiger Kosten- und Preissteigerungen. Die Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst. Darüber hinaus werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten abgezinst. Der relevante Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vor dem Bilanzstichtag. Dieser Marktzins wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelt und monatlich bekannt gegeben. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Geleistete Anzahlungen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Zum 31. Dezember 2023 bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten in US-Dollar, welche zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs (1 EUR = 1,1050 USD) umgerechnet wurden. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen werden zum amtlichen Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt gemäß § 256a HGB die Umrechnung dieser auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände zum Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Insoweit werden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip nicht beachtet. Zum 31. Dezember 2023 bestehen im Wesentlichen kurzfristige Forderungen gegen die Snipes (Schweiz) AG in Schweizer Franken, gegen die Snipes Polska S.A. in Polnischen Zloty, sowie gegen die Jako Enterprises Inc. in US-Dollar, welche zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs (1 EUR = 0,9260 CHF = 4,3395 PLN = 1,1050 USD) umgerechnet werden. Aktive und passive latente Steuern Es bestehen ausschließlich aktive latente Steuern die sich aus den Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von immateriellen Vermögensgegenständen und Schulden (sonstigen Rückstellungen) ergeben. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30%. Von dem Wahlrecht zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wird gemäß § 274 Abs. 1 S.2 HGB kein Gebrauch gemacht. 3 Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 3.1 Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens der Gesellschaft ist aus dem Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Lizenzmarken. Der Firmenwert betrifft die Übernahme der Marketingagentur Clubkind Marketing und wurde aufgrund der Schnelllebigkeit des damit verbundenen Geschäftes über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen beinhaltet im Wesentlichen Ladeneinbauten sowie die Einrichtung der Distributionszentren. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen der Snipes SE weisen im Geschäftsjahr 2023 folgende Werte aus:
Die Angaben beziehen sich auf die für Konsolidierungszwecke aufgestellten Handelsbilanzen (HB II). Das Eigenkapital von in Fremdwährung bilanzierenden Tochterunternehmen ist zum Mittelkurs vom Bilanzstichtag und das Ergebnis zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Forderungsspiegel
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie Darlehen gegenüber der Snipes België B.V., Antwerpen, Belgien i.H.v. EUR 3.800.000,00 (i. Vj.: EUR 0,00) und der Snipes S.R.L. Mailand, Italien i.H.v. EUR 6.500.000,00 (i. VJ: EUR 0,00). Übriges Umlaufvermögen In den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum 31. Dezember 2023 im Wesentlichen Forderungen gegen Geld- und Wertdienstleister aus unterwegs befindlichen Geldern sowie sonstige Steuerforderungen ausgewiesen. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Auszahlungen für Nutzungsrechte sowie Messekosten. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.000.000,00 (i.Vj. EUR 3.000.000,00). Es ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von jeweils EUR 1,00. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB weist zum 31. Dezember 2023 einen Wert i.H.v. EUR 61.720.000,00 (i.Vj: EUR 61.720.000,00) aus. Gewinnrücklage Die gesetzliche Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG i.V.m. Art. 61 SE-VO weist zum 31. Dezember 2023 einen Wert i.H.v. EUR 300.000,00 (i.Vj. EUR 300.000,00) aus. Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 99.433.392,56 (i.Vj .: EUR 91.849.685,60). Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich im Wesentlichen auf personal- sowie warenbezogene Verpflichtungen, noch zu erwartende Kundenreklamationen und -retouren, ausstehende Eingangsrechnungen und Umsatzmieten. Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ein Darlehen der Deichmann-Schuhe Service-GmbH, Essen, in Höhe von EUR 136.000.000,00 (i.Vj.: EUR 107.724.267,89) sowie gegenüber der D/O Europa-Holding SE, Essen, in Höhe von EUR 1.500.000,00. Aufgrund der Einbringung aller Anteile der Gesellschaft in die Schwestergesellschaft ONYGO SE, Köln, wurde das Darlehen von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern umgegliedert (i.Vj.: EUR 5.500.000,00). Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten weist im Wesentlichen einen Zuschuss für zwei übernommene Verkaufsstellen der Ochsner Sport SE aus, welcher hauptsächlich zur Verrechnung mit zukünftigen Mietverpflichtungen in Anspruch genommen wird. 3.2 Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse im Einzelhandel wurden im Inland erzielt, während die Umsatzerlöse im Großhandel zu 17,25 % im Inland und zu 82,75 % Ausland erwirtschaftet wurden. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Marketingerträge i.H.v. EUR 5.391.184,78, Versicherungsentschädigungen i.H.v. EUR 177.020,03 periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. EUR 1.597.794,35, aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigung i.H.v. EUR 96.427,30, aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 37.121,17 (i.Vj.: EUR 15.345,29) sowie aus dem Abgang von Anlagevermögen i.H.v. EUR 2.172,77. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen sind in der Entwicklung des Anlagevermögens nach Einzelposten aufgegliedert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens i.H.v. EUR 150.354,29, Wertberichtigungen von Forderungen i.H.v. EUR 1.052.427,81, sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i.H.v. EUR 15.208,54 (i.Vj.: EUR 22.332,29). Der Snipes Spain S.L., Barcelona wurden für das Geschäftsjahr 2022 nachträglich Nachlässe auf Warenrechnungen i.H.v. EUR 1.800.000,00 gewährt. Zinsergebnis
Die Zinserträge enthalten Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen i.H.v. EUR 5.267,44 (i.Vj.: EUR 0,00), in den Zinsaufwendungen sind keine Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten (i.Vj.: EUR 6.116,04). Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens sind Abschreibungen auf den Beteiligungsbuchwert der Snipes SAS, Saint-Priest, Frankreich i.H.v. EUR 3.600.000,00 sowie der Snipes Unipessoal LDA, Lissabon/Portugal i.H.v. EUR 1.000.000,00 enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen den Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand der Gesellschaft. Sie entfallen i.H.v. EUR -987.834,85 (i.Vj.: EUR 2.695.878,19) auf die Körperschaftsteuer und i.H.v. EUR 21.505,30 (i.Vj.: EUR 3.541.159,35) auf die Gewerbesteuer. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen für Vorjahre i.H.v. EUR -1.189.333,55 (i.Vj.: Steuererträge für Vorjahre EUR -16.857,46) enthalten. 4 Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse bestehen bei der Gesellschaft aus einer Patronatserklärung gegenüber der INTESA SANPAOLO S.p.A., Cordaredo, Italien, i.H.v. EUR 2.000.000,00 zur Absicherung von Mietavalen der italienischen Tochtergesellschaft sowie gegenüber der Snipes Polska S.A., Wroclaw, Polen, zur Sicherstellung diese mit liquiden Mitteln so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihren Verpflichtungen gegenüber Dritten nachzukommen. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Haftungsverhältnisse aus Patronatserklärungen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen, liegen uns nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Angaben zu Organmitgliedern Im Geschäftsjahr 2023 waren geschäftsführende Direktoren der Snipes SE: Herr Sven Voth, Köln (Unternehmensentwicklung, Produkt, Großhandel, Expansion) (bis 31. Mai 2024) Herr Tim Spickenbom, Oberhausen (Finanzen, Controlling, Zoll) Herr Peter Buse, Gütersloh (Logistik, IT) (ab 01. Februar 2023) Herr Dennis Schröder, Köln (Unternehmensentwicklung, Digitalbusiness, Einkauf, Bau, Marketing) (ab 01. Mai 2023) Herr Daniel Bontjer, Köln (Verkauf, Personal) (ab 01. Juli 2023) Die geschäftsführenden Direktoren schlagen der Hauptversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 11.480.671,56 gemeinsam mit dem Gewinnvortrag von EUR 99.433.392,56 auf neue Rechnung vorzutragen. Im Geschäftsjahr 2023 waren Verwaltungsräte (Kaufleute) der Gesellschaft Herr Dr. Olaf B. Ihde, Essen (Vorsitzender) (bis 31. Januar 2023) Herr Dr. Lars Jendrian, Düsseldorf (Vorsitzender) (ab 01. Februar 2023) Herr Samuel Deichmann, Essen (seit 01. März 2023) Das Verwaltungsratsmitglied erhält keine Bezüge für die Tätigkeit als Verwaltungsrat der Snipes SE. Mitarbeiteranzahl Die Anzahl der bei Snipes durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar:
Es waren 67,25 Auszubildene im Durchschnitt im Geschäftsjahr 2023 beschäftigt. Aufwendungen für den Abschlussprüfer Für das Geschäftsjahr 2023 wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von EUR 54.000,00 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 52.500,00 und auf andere Bestätigungsleistungen EUR 1.500,00.
Köln, 15. März 2024 Snipes SE, Köln Dennis Schröder Daniel Bontjer Peter Buse Sven Voth Tim Spickenbom Entwicklung des Anlagevermögens in 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Der vorliegende Lagebericht der Snipes SE, Köln (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "Snipes" genannt), wurde gemäß § 289 Handelsgesetzbuch ("HGB") erstellt. 1 Grundlagen der Gesellschaft Die Gesellschaft und die mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen betreiben Einzelhandel mit Schuhen, Textilien und Accessoires in Deutschland und sind über ihre Tochterunternehmen in zehn weiteren europäischen Ländern tätig. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft einen europaweiten Großhandel, in dem ebenfalls die Warenversorgung der europäischen Tochtergesellschaften erfolgt. Snipes hat sich zur Aufgabe gemacht, der "Head-to-Toe"-Outfitter im urbanen Lifestyle zu sein. Die Gesellschaft und die mit ihr verbundenen Unternehmen verfügen über keine eigenen Produktionsstätten, sondern vertreiben ein Sortiment an Sportswear von namenhaften Lieferanten. Snipes verfolgt das Ziel, mit seinen Einkäufern den neuesten Strömungen stets auf der Spur zu sein und aktuelle modische Entwicklungen für die Kollektionen aufzugreifen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die für die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften maßgeblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Wesentlichen durch die Entwicklungen in Deutschland sowie den weiteren Absatzmärkten in Europa bestimmt. Indikatoren für diese Entwicklungen sind die jeweiligen Bruttoinlandsprodukte ("BIP"). Die verwendeten volkswirtschaftlichen Rahmendaten stammen im Wesentlichen aus der ifo Konjunkturprognose Winter 2023 des Ifo Instituts, München. Deutschland Im Jahr 2023 ging das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3 % zurück. Die Wirtschaft trat im Gesamtjahr 2023 auf der Stelle. Zwar hat die Inflationsrate im Verlauf des Jahres wieder nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum auch deshalb bislang aus, weil ein Teil des Kaufkraftzuwachses gespart wurde. Impulse durch den globalen Warenhandel und die globale Industrieproduktion blieben ebenfalls aus. Deshalb setzten auch die deutschen Exporte ihre Talfahrt fort. Für das Jahr 2024 ist eine Erholung der deutschen Wirtschaft in Sicht. Die Inflation ist weiter auf dem Rückzug, die Lohneinkommen steigen, und die Beschäftigung ist hoch. Damit wird auch die Kaufkraft zurückkehren und die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wieder zulegen. Zudem dürfte angesichts der sinkenden Inflation auch der Zinshöhepunkt überschritten sein. Im Frühsommer wird eine erste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank erwartet. Daher sollten der globale Warenhandel und der Warenkonsum wieder zulegen. Das BIP dürfte im Jahr 2024 um 0,9 % zunehmen. Am Arbeitsmarkt zeigen sich die Auswirkungen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwächephase erst nach und nach. Die abnehmende Arbeitsproduktivität deutet auf ein Horten von Arbeitskräften hin, denn passende Qualifikationen sind weiterhin schwer zu finden. Die Arbeitslosenquote liegt im Jahr 2023 bei 5,7%. Trotz einer zu erwartenden leichten Erholung der Konjunktur im Jahr 2024 wird die Arbeitslosenquote - nicht zuletzt infolge der verzögerten Reaktion - noch weiter ansteigen und wird im Jahresdurchschnitt bei 6,0% erwartet. In der Schuheinzelhandels-Branche zeichnete sich auf Basis der durch das Statistische Bundesamt vorgelegten Statistik nach einer deutlichen Erholung im Vorjahr insbesondere bedingt durch das Ende der COVID-19-Pandemie im Jahr 2023 erneut ein starker Anstieg ab. In Deutschland stiegen die Umsätze der Branche gegenüber dem Vorjahr um 9,6 % (i. Vj.: + 34,3 %).
* Korrektur gegenüber Vorjahresbericht
Europa Das BIP im Euroraum stieg im Gesamtjahr 2023 um 0,6%. Das Wirtschaftswachstum wurde insbesondere belastet durch verschärfte Finanzierungsbedingungen und Verluste bei der Wettbewerbsfähigkeit. Auch die Konsumnachfrage der privaten Haushalte hat sich angesichts der ungünstigen Reallohnentwicklungen abgeschwächt. Zudem belastet der Energiepreisschock des Vorjahres noch die Industriekonjunktur. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass das Wachstum wieder anziehen dürfte, da das real verfügbare Einkommen steigt - unterstützt durch eine sinkende Inflation, robuste Lohnzuwächse und eine stabile Beschäftigung - und das Exportwachstum durch eine steigende Auslandsnachfrage wieder anziehen wird. Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum weiterhin durch die restriktive Geldpolitik der EZB und die ungünstigen Kreditbedingungen. Diese dämpfenden Effekte werden im weiteren Verlauf des Jahres abklingen. Insgesamt wird für das Gesamtjahr 2024 ein BIP-Wachstum von 0,8% erwartet. Die Arbeitsmärkte im Euroraum sind weiterhin angespannt. Die Arbeitslosenquote im Jahr 2023 lag bei 6,5%. Für das Jahr 2024 wird ein leichter Anstieg auf 6,6% erwartet. Schweiz Die Wirtschaft in der Schweiz entwickelte sich im Jahresverlauf 2023 moderat, fiel aber günstiger aus als im Euroraum. Die Schwäche der internationalen Industriekonjunktur wirkte sich auf das verarbeitende Gewerbe in der Schweiz aus. Auch die Binnennachfrage entwickelte sich schwach. Demgegenüber blickte die weniger konjunktursensitive Sparte der chemisch-pharmazeutischen Produkte im Zuge dynamischer Exporte auf ein positives Jahr zurück. Insgesamt stieg das BIP in der Schweiz im Gesamtjahr 2023 um 1,3 %. Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum von 1,1% erwartet. Das schwächelnde Wachstum ist insbesondere durch die schwächer prognostizierte Weltwirtschaft sowie durch zu erwartende dämpfende Effekte der internationalen Geldpolitik begründet. Stützende Effekte sind weiterhin vom privaten Konsum zu erwarten. Damit würde die Schweizer Wirtschaft zwei Jahre in Folge deutlich unterdurchschnittlich wachsen, ohne aber in eine Rezession zu geraten. Im Zuge der konjunkturellen Abschwächung sollte die Arbeitslosenquote nach 2,0 % im abgelaufenen Jahr auf 2,3% im Jahresdurchschnitt 2024 steigen. Die Inflation ging in den letzten Monaten. es Jahres zurück, in der Schweiz ähnlich wie in den anderen europäischen Ländern. Der Rückgang ist in der Schweiz allerdings weniger stark ausgeprägt, da die Inflation in den vergangenen Jahren auch deutlich weniger stark angestiegen war. Nach 2,1 % im Gesamtjahr 2023 sollte die Inflation im Jahr 2024 um 1,9 % liegen. 2.2 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die Snipes SE sind bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind
Ein bedeutendes Steuerungsinstrument der Gesellschaft ist das interne Kontrollsystem ("IKS"). Es dient im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der gesamten Unternehmensgruppe insbesondere dazu, eine ordnungsgemäße Buchführung und Rechnungslegung sicherzustellen. Ziel ist, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Snipes SE und ihrer Tochtergesellschaften richtig und vollständig darzustellen. Für Auswertungen zur internen Steuerung der Gesellschaft wie zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft werden neben den bedeutsamsten Leistungsindikatoren auch aus ihnen berechenbare weitere Kennzahlen (z. B. Durchschnittspreis als Quotient aus Umsatzerlösen und Paarzahl) sowie weitere wichtige Leistungsindikatoren verwendet. 2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 ist im Wesentlichen von dem Abflache der Konsumentenlaune in Folge stark gestiegener Inflation geprägt. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch das Einzelhandelsgeschäft und die Großhandelsfunktion sowohl für die Tochtergesellschaften als auch für fremde Dritte gekennzeichnet. Das Finanzanlagevermögen und die Sachanlagen stellen zusammen mit den Vorräten die wesentlichen Aktiva zum 31. Dezember 2023 dar Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023, primär durch die Anschaffung eines neuen ERP-Systems für den Großhandel, von TEUR 6.425 auf TEUR 7.079. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt TEUR 33.090 in das Sachanlagevermögen investiert (i. Vj.: TEUR 10.027). In den Investitionen ist der Kauf eines Grundstückes in Bedburg in Höhe von TERU 19.176 enthalten. Die restlichen Investitionen entfallen mit TEUR 10.847 auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und mit TEUR 3.067 auf Anlagen im Bau. Die Anzahl der Verkaufsstellen nahm im Geschäftsjahr 2023 von 143 bei 13 Neueröffnungen und 4 Schließungen auf insgesamt 152 zu. Die im Vorjahr getätigte Prognose eines leichten Anstiegs der Neueröffnungen wurde somit erreicht. Sämtliche Verkaufsstellen werden in angemieteten Räumlichkeiten betrieben. Die Finanzanlagen erhöhten sich um TEUR 4.716 auf TEUR 144.790. Bei der Snipes SAS, Frankreich, wurde das Eigenkapital um TEUR 6.500 erhöht. Der Beteiligungsansatz wurde im Geschäftsjahr einer Überprüfung der Werthaltigkeit unterzogen und infolgedessen im Jahresvergleich um TEUR 3.600 außerplanmäßig abgeschrieben. Die zusätzlichen Investitionen in das Finanzanlagevermögen entfallen mit TEUR 2.661 auf die Snipes Polska S.A., Polen, mit TEUR 150 auf die Snipes Islas Canarias, S.L., Spanien, und mit TEUR 5 auf die Urban Styles Agency GmbH, Deutschland. Zusätzlich wurde auf der Beteiligungsansatz der Snipes Unipessoal LDA, Portugal, um TEUR 1.000 gemindert. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.386 auf TEUR 67.015 zurückgegangen. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen durch höhere Wertberichtigungen aufgrund der Altersstruktur der Ware. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von TEUR 57.877 auf TEUR 57.059 gesunken. Einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.601 und bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 6.030 aufgrund von Steuerguthaben steht ein Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TERU 8.448 gegenüber. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
Die Eigenkapitalquote ist um 6,2 %-Punkte zurückgegangen, was durch das rückläufige Eigenkapital aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 11.481 und der Erhöhung der Bilanzsumme um TEUR 19.897 im Vergleich zum Vorjahr bedingt ist. Die übrigen Passiva betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Rückstellungen. Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist im Wesentlichen auf eine weitere Darlehensaufnahme im Geschäftsjahr 2023 für die Finanzierung der weiteren Expansion des Unternehmens in Höhe von TEUR 28.276 bei der Deichmann-Schuhe Service-GmbH zurückzuführen. Die Erhöhung der übrigen Rückstellungen betrifft insbesondere Rückstellungen für Urlaub und sonstige Rückstellungen. Finanzlage Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert und beläuft sich auf TEUR 21.350 (i.Vj. TEUR -953). Trotz des negativen Jahresergebnisses in Höhe von TEUR -11.481 (i. Vj. TEUR 7.584) konnte ein positiver Cash Flow erzielt werden. Ursächlich für den positiven Cash Flow ist der deutliche Rückgang des Working Capitals (Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten). Der im Vergleich zum Vorjahr höhere negative Cash Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR - 43.471 (i. Vj. TEUR -35.185) ist im Wesentlichen begründet durch höhere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (TEUR 33.090 zu TEUR 10.027 in 2022) aufgrund des Kaufes eines Grundstücks in der Stadt Bedburg. Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (TEUR 1.897 zu TEUR 6.797 in 2022), sowie geringere Auszahlungen in das Finanzanlagevermögen (TEUR 9.316 zu TEUR 20.361 in 2022) bildeten gegenläufige Effekte. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden liquide Mittel im Rahmen der Konzernfinanzierung von der Deichmann-Schuhe Service-GmbH, Essen, angefordert, was im Wesentlichen den Cash- Flow-Zufluss aus Finanzierungstätigkeit erklärt (TEUR 19.878 zu TEUR 21.371 in 2022). Die gute Eigenkapitalausstattung gibt genügend Spielraum zur Deckung des Finanzbedarfs. Die Fremdmittel im Rahmen der Konzernfinanzierung in Form von Darlehen betragen zum Stichtag TEUR 137.500 (i. Vj. TEUR 113.224). Zukünftige Investitionen erfolgen aus dem operativen Cash-Flow und bei Bedarf durch Bereitstellung weiterer liquider Mittel im Rahmen der Konzernfinanzierung. Ertragslage Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2023 insbesondere expansionsbedingt von TEUR 675.666 auf TEUR 743.123 (+10%) gesteigert werden. Im Einzelhandel wurden Umsatzerlöse von TEUR 363.230 (i. Vj. TEUR 332.436) und im Großhandel TEUR 346.295 (i. Vj. TEUR 313.271) erzielt. Die Umsatzerlöse des Einzelhandels wurden im Wesentlichen in Deutschland erzielt und entfallen zu circa 65% auf Schuhe. Bei den Umsatzerlösen (Einzelhandel) inklusive Onlineshop ist ein Anstieg von circa 9,2% zu verzeichnen, wobei der Anstieg im Wesentlichen auf das stationäre Geschäft entfällt (+12%) und der Onlineshop seinen Vorjahresumsatz um minimal unterschritten (-0,8%) hat. Der Umsatz im Großhandel konnte um circa 11% gesteigert werden. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel, die Umsatzerlöse deutlich zu steigern, konnte in Summe sowohl im Einzel- als auch im Großhandel übertroffen werden. Die Anzahl verkaufter Schuhe bei Snipes in Deutschland ist von 2,6 Mio Paar im Jahr 2022 auf 3,1 Mio Paar im Jahr 2023 besonders stark gestiegen. Das im Vorjahr ausgegebene Ziel, die Anzahl verkaufter Schuhe deutlich zu steigern, konnte damit erreicht übertroffen werden Bedingt durch die schwache Entwicklung des privaten Konsums in Folge der stark angestiegenen Inflation, konnten die gestiegenen Umsatzerlöse nur mit einer erhöhten Preisreduzierung erzielt werden. In diesem Zuge verringerte sich die Rohertragsquote (definiert als Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) der Snipes SE (25,2% in 2023 zu 27,7% in 2022). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr expansionsbedingt um TEUR 2.147 auf TEUR 12.327 gestiegen. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 70.012 um TEUR 16.232 auf TEUR 86.244 erhöht. Die Erhöhung ergibt sich aus der Expansion und höheren Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen ebenfalls expansionsbedingt, sowie aufgrund des Onlinewachstums von TEUR 101.614 um TEUR 7.203 auf TEUR 108.817 an. Besonders stark fällt aus diesem Grund der Anstieg der Betriebsaufwendungen mit TEUR 8.329 für gestiegene Mieten und periodenfremde Aufwendungen aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Beteiligungen an der Snipes SAS, Frankreich, um TEUR 3.600 und an der Snipes Unipessoal LDA, Portugal, um TEUR 1.000 im Wert berichtigt. Zum Abschluss des Geschäftsjahres weist die Snipes SE ein im Gegensatz zum Vorjahr ein negatives Ergebnis vor Steuern von TEUR -12.078 (i.Vj. TEUR 13.821) aus. Das prognostizierte Ergebnis vor Steuern wurde damit deutlich verfehlt. Die Snipes SE blickt insgesamt auf ein unzufriedenstellendes Jahr 2023 zurück. Die Positionierung am Markt konnte durch die Erweiterung des Filialnetzes und digitalen Plattformen weiter ausgebaut und gestärkt werden, jedoch führen die Konsumschwäche und die inflationsbedingten Kostensteigerungen zu deutlichen Ergebnisrückgängen. Statt der für das Jahr 2023 geplanten 7 konnten die Neueröffnungen von 13 Verkaufsstellen umgesetzt werden. 3 Chancen-, Risiko- und Prognosebericht Chancenbericht Die Snipes SE agiert im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in einem Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen - und dabei unnötige Risiken zu vermeiden - ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens. Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir bspw. Markt- und Wettbewerbsanalysen aus und befassen uns mit der Ausrichtung unseres Produktportfolios, den Kostentreibern sowie den kritischen Erfolgsfaktoren unserer Branche. Daraus werden konkrete Marktchancen abgeleitet, über die der Verwaltungsrat und die geschäftsführenden Direktoren im Rahmen der Geschäftsplanung entscheiden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Snipes SE. Sollten sich die künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltiger erholen als wir in unserer Prognose dargestellt haben, könnten sich positive Auswirkungen auf VKST, Paarzahlen, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse vor Steuern ergeben. Die geschäftsführenden Direktoren der Snipes SE sind sich der Tatsache bewusst, dass sich Chancen durch eine weitere Stärkung der Marke "SNIPES" ergeben können, wenn der Bekanntheitsgrad durch die fortschreitende Expansion gesteigert werden kann. Wir rechnen damit, dass aufgrund der Konzentration der Expansion auf die bestehenden Märkte national und international das Snipes-Konzept erfolgreich weiter an Bekanntheit zulegt und die Marktanteile erhöht werden können. Zusätzlich kann durch eine zielgerichtete Online-Strategie weiteres Umsatzwachstum realisiert werden. Risikobericht Als international agierendes Unternehmen sind die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Die internen Controllingprozesse sind darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Insbesondere vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Pandemie haben wir diese Prozesse sowohl in der unterjährigen Frequenz also auch im Detailgrad intensiviert. Monatliche Hochrechnungsprozesse und Szenario-Simulationen gewährleisten die schnelle Adaption der Gesamtlage des Unternehmens und dokumentieren die Wirkung von steuernden Eingriffen zeitnah. Unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken und der Risikobegrenzungsmaßnahmen, kombiniert mit den geschätzten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wird eine Klassifizierung der Risiken als "hoch", "mittel" oder "gering" im Hinblick auf ihren bestandsgefährdenden Charakter für die Gesellschaft vorgenommen. Snipes ist wie jedes Unternehmen im Einzelhandel stark vom Konsumverhalten der Verbraucher sowie vom modischen Wandel abhängig ("Moderisiko"). Zusätzlich können atypische Wetterverhältnisse die Nachfrage stark verändern ("Wetterrisiko"). Durch intensive und frühzeitige Analyse der Modetrends und deren Entwicklung kann die Gesellschaft dieses Risiko gut kontrollieren und führt Maßnahmen zu dessen Begrenzung durch, indem durch den unternehmensinternen Abstimmungs- und Auswahlprozess der von Snipes angebotenen Handelswaren eine innovative Sortimentsentwicklung gefunden wird. Das Mode- und Wetterrisiko wird unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Die Gesellschaft beschafft die Handelswaren bei namhaften Lieferanten und hat keine eigenen Produktionsstätten. Durch die zunehmende Warenbeschaffung aus den Schwellenländern Asiens ergeben sich Risiken aus Veränderungen bei Abgaben und Zöllen, Handelsbeschränkungen, sowie politischen Instabilitäten. Diese Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft durch eine genaue Analyse der aktuellen Beschaffungsmärkte sowie etwaiger Alternativen. Die Beschaffungsrisiken eines negativen Einflusses auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage - insbesondere Jahresergebnisse - werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Das vom stationären Einzelhandel geprägte Wettbewerbsumfeld der Gesellschaft wandelt sich stetig durch voranschreitende Digitalisierung und zunehmenden Onlinehandel ("Wettbewerbsrisiken"). Snipes stellt sich diesem Wettbewerb durch die Weiterentwicklung und enge Verzahnung von stationärem und Online-Geschäft im Rahmen einer Omnichannel-Strategie. Starke Marktpositionen können strategische Einkaufsvorteile zur Folge haben, um mit einem besonderen Sortiment die modebewusste Kundschaft für sich zu gewinnen. Diesem Risiko wird mit Diversifikation von den Konzepten im Wettbewerb begegnet mit dem Ziel, in der relevanten Kundengruppe als der Meinungsführer zum Thema Mode und Jugendkultur zu gelten. Abgerundet wird diese Strategie durch intensives Bemühen um die Servicequalität, damit jeder Einkauf zu einem Erlebnis wird. Lieferanten und Kunden sollen aufgrund der Marktposition nicht an Snipes vorbeikommen können. Die Wettbewerbsrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel eingeschätzt. Durch die Anmietung von Verkaufsstellen werden Risiken infolge der Langfristigkeit der Mietverträge eingegangen ("Mietrisiken"). Snipes reduziert diese Mietrisiken durch die sorgfältige Auswahl von Standorten sowie durch den Einsatz von Mitarbeitern mit langjähriger Erfahrung im Retail-Geschäft, die auch bestehende Mietverträge einer permanenten Beobachtung im Hinblick auf Profitabilität der betriebenen VKST unterziehen. Die Mietrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als gering eingeschätzt. Für ein Einzelhandelsunternehmen mit einem Omnichannel-Vertriebsansatz ist das Funktionieren der IT-Systeme notwendig. Ein Ausfall der IT-Systeme würde die lokalen Vertriebsaktivitäten und den ordnungsgemäßen Betrieb des Warenflusses des Unternehmens und des Konzerns einschränken ("IT-Risiken") und zählt damit zu den wesentlichen Risiken der IT-Sicherheit. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von technischen und organisatorischen Maßnahmen, um den Schutz von Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit unserer Systeme und Daten sicherstellen zu können. Hierunter fällt beispielhaft das Rechenzentrum der Muttergesellschaft, mithilfe dessen ebenfalls eine Risikobegrenzung erfolgt, das bedeutet: kein Single Point of Failure in der Versorgung, erhöhte Einbruchhemmung, Absicherung der Versorgungsstraßen, Überwachung der Zustände sowie Brandbeherrschung. Ferner ist der Schutz unserer IT-Systeme, vertraulicher und personenbezogener Daten vor unberechtigtem Zugriff und Missbrauch für uns von wesentlicher Bedeutung. Im Rahmen unseres Information Security Managements beschäftigen wir uns zudem aktiv auch mit kritischen Situationen, schulen unsere Mitarbeitenden regelmäßig entsprechend und setzen auf einen vielschichtigen Sicherheitsansatz, bei dem präventive, detektive sowie korrigierende Maßnahmen gemeinsam interagieren, sodass die beschriebenen IT-Risiken unter Berücksichtigung der vorgenommenen und geplanten Risikobegrenzungsmaßnahmen als mittel klassifiziert werden können. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihrer Auswirkungen grundsätzlich weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Wir sind zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die notwendigen Ressourcen sorgt, um die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Angesichts dieser Tatsachen werden wir den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2024 begegnen können. Prognosebericht Der konsequente Ausbau und die kontinuierliche Modernisierung des Filialnetzes werden auch im Jahr 2024 weiter vorangetrieben, um für moderne Verkaufsstellen der Gesellschaft zu sorgen. Im Jahr 2024 sind Investitionen in den Ausbau der Verkaufsstellen und die Infrastruktur von EUR 89,8 Mio. geplant. Ein wesentlicher Anteil dieser Investitionen entfällt auf den Bau eines neuen Logistikcenters. Hierdurch können sich langfristig positive Effekte auf die Paarzahl, die Umsatzerlöse und damit auch auf die Jahresergebnisse ergeben. Insgesamt sind im Jahr 2024 für die Snipes SE insgesamt 10 Neueröffnungen und 8 Schließungen geplant. Die äußeren Umstände führten zu einem Anstieg der Mieten aufgrund der häufig vertraglich vereinbarten Mietenanpassung nach Verbraucherpreisindex. Ein Schwerpunkt der Expansion lag daher in diesem Jahr in der Nachverhandlung von Mietverträgen, um diesen Effekt zu reduzieren. Ein gesundes Verhältnis zwischen Umsatz und Mietzins wird auch im Jahr 2024 weiterhin priorisiert. Für das Jahr 2024 werden für die Gesellschaft solide wachsende Umsatzerlöse erwartet bei einer im Vergleich zum Vorjahr kräftig abnehmenden Anzahl verkaufter Schuhe ("Paarzahl"). Das Wachstum im Umsatz ergibt sich aus einem stark wachsenden durchschnittlichen Verkaufspreis der Schuhe. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kann die tatsächliche Umsatzsteigerung wesentlich von diesem Ziel abweichen und die für das Jahr 2023 geplanten verkauften Schuhe sowie das Jahresergebnis vor Steuern beeinflussen. Das Online-Business wird konsequent im Sinne einer ambitionierten Omnichannel Strategie vorangetrieben. Die Steigerung der Kundenzufriedenheit über die Verknüpfung des Online- und Offline-Geschäfts sowie auch die Excellenz je Kanal stehen nach wie vor im Fokus. Omnichannel Services, wie Click & Collect, Ship to Home oder Ship to Store wurden hierzu weiter ausgebaut. Im Jahr 2023 konnten bereits wichtige Meilensteine im Zuge einer umfassenden Transformation erreicht werden, um zukünftige Expansion und signifikantes Wachstum zu ermöglichen. Erste Bereiche der IT-Infrastruktur wurden überarbeitet. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Umzug des Onlineshops auf die zentral neu aufgesetzte Plattform Scayle geplant. Modernisierung und Professionalisierung in den Arbeitsabläufen sorgen für eine deutlich effizientere Ausrichtung. In der Zukunft wird der Fokus daraufgelegt, wesentliche Weiterentwicklungen für weitere Expansion und ambitioniertes Wachstum zu schaffen. Die IT-Infrastruktur wird überarbeitet und die Organisation deutlich ausgebaut und professionalisiert. Moderne Arbeitsmethoden, zeitgemäße Softwareentwicklungsframeworks sowie interdisziplinäre Kollaboration sollen die Synergien und damit die Effizienzen innerhalb des Konzerns deutlich steigern. Unterstützt wird die digitale Expansion durch ein nochmals erweitertes Artikelangebot, welches exklusiv im Online-Shop erhältlich sein wird. Die Gesellschaft setzt damit insgesamt auf Synergieeffekte zwischen Internetauftritt, Onlineshop und stationärem Einzelhandel, die Umsatzerlöse und die Jahresergebnisse vor Steuern positiv beeinflussen können. Zur besseren Abwicklung der Großhandelsprozesse mit externen Kunden ist für das Geschäftsjahr 2024 eine Ausgliederung dieser geschäftlichen Aktivitäten in eine eigenständige Gesellschaft geplant. Einhergehend mit dieser Ausgliederung wird das Großhandelsgeschäft künftig in einer neuen IT-Umgebung auf einer speziellen Fashion-Software-Lösung abgebildet, die dann den aktuellen Marktanforderungen an die entsprechenden Geschäftsprozessen abbilden wird, wie den elektronischen Austausch von Daten mit den Lieferanten und Kunden. Die geschäftsführenden Direktoren der Gesellschaft sind davon überzeugt, dass die Snipes SE im relevanten Markt gut positioniert ist und erwarten, dass sich das Jahresergebnis vor Steuern in 2024 über dem Ergebnis im Jahr 2023 bewegen wird. 4 Beziehung zu verbundenen Unternehmen Die geschäftsführenden Direktoren der Snipes SE, Köln, erklären, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihnen in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch nicht benachteiligt wurde. Andere berichtspflichtige Maßnahmen haben im Berichtszeitraum nicht vorgelegen.
Köln, 15. März 2024 Snipes SE Dennis Schröder Daniel Bontjer Peter Buse Sven Voth Tim Spickenbom BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Snipes SE, Köln Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht Wir haben den Jahresabschluss der Snipes SE, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Snipes SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht Entgegen § 285 Nr. 9 Buchstabe a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 7. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcus Finke, Wirtschaftsprüfer Bericht des Verwaltungsrats der Snipes SE Der Verwaltungsrat der Snipes SE hat im Geschäftsjahr 2023 die Gesellschaft nach Gesetz und Satzung geleitet, die Grundlinien ihrer Tätigkeit bestimmt und deren Umsetzung überwacht. Er hat sich durch mündliche Berichte der geschäftsführenden Direktoren eingehend über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, wichtige Geschäftsvorfälle sowie das Risikomanagement informiert. Der Verwaltungsrat befasste sich u.a. mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2023. Jahresabschluss Die durch die geschäftsführenden Direktoren mit einer Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2023 beauftragte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 45128 Essen, hat den durch die geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht einschließlich des Abhängigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit einem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Verwaltungsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren Einwendungen nicht zu erheben. Der Verwaltungsrat hat den durch die geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht einschließlich des Abhängigkeitsberichtes für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2023 der Snipes SE festgestellt.
Köln, 20.06.2024 Dr. Lars Jendrian Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Köln, 20. Juni 2024 Heute fand in den Geschäftsräumen der Snipes SE, Köln, die ordentliche Hauptversammlungder Snipes SE, Köln,statt. Zu Punkt 2 der Tagesordnung: Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 Der Vorsitzende stellte den Beschlussvorschlag des Verwaltungsrates zur Verwendung des Bilanzgewinns vor. Der Verwaltungsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn der Snipes SE aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 87.952.721,00 (Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i.H.v. EUR 99.433.392,56 abzüglich Jahresfehlbetrag i.H.v. EUR 11.480.671,56) wie folgt zu verwenden:
Auf Vorschlag des Verwaltungsrates wurde ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen einstimmig folgender Beschluss gefasst: Der Bilanzgewinn der Snipes SE für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 87.952.721,00 wird wie folgt verwendet:
Der Vorsitzende stellte den Beschluss fest und verkündete ihn.
Köln, 20. Juni 2024 Vorsitzende des Verwaltungsrates Gemäß den Bestimmungen des Entgelttransparenzgesetzes (EntgTranspG) ist alle drei Jahre ein gesonderter Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit zu erstellen. Dieser turnusmäßige Bericht bezieht sich auf die Jahre 2020 bis 2023. Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und ihre Wirkung Die Mitarbeiter bei der SNIPES SE arbeiten nicht nur bei SNIPES; sie leben SNIPES. Dabei sind jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter etwas Besonderes - so wie sie oder er ist. SNIPES legt viel Wert darauf, dass jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter unabhängig von seiner Position auf Augenhöhe begegnet wird. Chancengleichheit, Fairness und Respekt werden bei SNIPES ganz groß geschrieben. Dies gilt auch im Rahmen der Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern. SNIPES schafft in allen Unternehmensbereichen eine einzigartige Arbeitsatmosphäre, in der die Mitarbeiter ihre individuellen Stärke entfalten und den Erfolg mitgestalten können. SNIPES schafft die notwendigen Spielräume für Eigeninitiative, Selbstverantwortung und fördert den Stolz auf das Erreichte. Wer bei SNIPES arbeitet ist nicht Teil der Belegschaft, sondern ein fester Bestandteil der SNIPES-Family. Für die tägliche Zusammenarbeit sind unsere Führungskräfte durch diverse Schulungen dafür geschult und sensibilisiert, individuell auf die Belange der weiblichen und männlichen Mitarbeiter einzugehen. Unsere Führungskräfte stehen ihren Mitarbeitern-/ innen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Um darüber hinaus die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördert, wurden folgende Maßnahmen initiiert: Die Schaffung und Umsetzung flexibler Arbeitszeitmodelle dient der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So ermöglichen es die in der Verwaltung geltenden Regeln bzgl. der Arbeitszeit den dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Rahmen der Gleitzeit, ihre Arbeitszeit flexibel einzuteilen. Die geleistete Arbeitszeit wird durch ein Arbeitszeitkonto dokumentiert. Auch im Verkauf besteht gemäß den dortigen Arbeitszeitregelungen die Möglichkeit die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Darüber hinaus bieten wir verschiedene Arbeitszeitmodelle mit unterschiedlicher monatlicher Arbeitszeit an. Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit Die Entgeltregelungen erfolgen in Anwendung von vorgegebenen Gehaltsrahmen. Diese differenzieren hinsichtlich der Vergütung nicht nach Geschlechtern, sondern nach den ausgeübten Tätigkeiten. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass Frauen und Männer für gleiche Arbeit gleichwertig bezahlt werden. Zudem sind auch im Übrigen die Prozesse bezüglich Gehaltsüberprüfungen, Leistungsprüfungen und Bonuszahlungspraktiken geschlechtsneutral ausgestaltet und werden regelmäßig kontrolliert. Statistische Angaben (Stichtag 31.12.2023)
Statistische Angaben (Veränderungen im Vergleich zum Stichtag 31.12.2019)
Köln, 15. März 2024 Snipes SE Dennis Schröder, Geschäftsführender Direktor Tim Spickenbom, Geschäftsführender Direktor |
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