Sasse Traffic Logistic GmbH

Schöneberger Ufer 71, 10785 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 45208
Eingetragen
13.10.2004
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Landverkehr a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Logistische Tätigkeiten und Dienstleistungen in Zusammenhang mit Verkehrsmitteln und Einrichtungen aller Art, Beteiligungen, Consulting und Durchführung von gesamtheitlichen Aufträgen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Lüling
seit 5.2.2024
Geschäftsführer
Sebastian Lull
seit 30.7.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

10.00% identifiziert90.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
5.00%
A**** T******
5.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Dr. Sasse Aktiengesellschaft
Germany
180000
90.00%
M***** M*** T******
10000
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sasse Traffic Logistic GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT Geschäftsjahr 2023

SASSE TRAFFIC LOGISTIC GMBH, BERLIN

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Sasse Traffic Logistic GmbH (nachfolgend auch kurz "STL" genannt) ist eine Tochtergesellschaft der Dr. Sasse AG und wurde 1992 unter dem Firmennamen Dr. Sasse Gebäudedienste GmbH mit dem Schwerpunkt Gebäudereinigung in Berlin gegründet. Um auf dem Markt effizienter als spezialisierter Systemdienstleister im Verkehrsmittelbereich auftreten zu können, wurde das Unternehmen im Jahr 2003 in die Sasse Traffic Logistic GmbH umfirmiert. Im April 2000 wurde darüber hinaus eine Niederlassung in Köln gegründet, um den Markt im Raum NRW zu erschließen.

Das Leistungsspektrum der Sasse Traffic Logistic GmbH umfasst unter anderem die Fahrzeugpflege und -bereitstellung. Zudem werden Dienstleistungen wie Rangierdienste, das Auffüllen von Flyern und Graffitientfernung erbracht.

Unsere Identität ist geprägt von der systematisch betriebenen Ausrichtung zum Systemanbieter für Dienstleistungen im Bereich Mobility Services. Kurze Entscheidungswege, wechselseitiges Vertrauen, die Bereitschaft zu durchgängig hohem Leistungsniveau entspringen unserer Kultur als Familienunternehmen. Unsere Rolle definieren wir mit dem Selbstverständnis eines ganzheitlichen, von Synergien und innovativ agierenden Dienstleisters und Marktpartners. Direkt umgesetztes Anwendungswissen ist unsere Antwort auf den wachsenden Bedarf der Marktteilnehmer nach der Maximierung von Wirtschaftlichkeit und Effizienz genutzter Dienstleistungen sowie dem Einsatz innovativer Technik und flexibel gestaltbarer Prozesse. In diesem gesamtwirtschaftlichen Trend setzt die Dr, Sasse Gruppe innerhalb der EMEA-Region mit ihren rund 8.900 Mitarbeitenden eigene Akzente bei der ganzheitlichen Ausrichtung von Facility Management.

Unsere Dienstleistungen umfassen daher nicht nur das Erfüllen gestellter Aufgaben, sondern die proaktive, konstruktive und innovative Weiterentwicklung einzelner Services und von Servicepaketen, um den Auftraggebern nachhaltige Wertschöpfung und Support zugunsten ihrer Kernaufgaben zu bieten. Über ein flächendeckend ausgebautes Netz an Niederlassungen werden unseren Kunden infrastrukturelle, technische und kaufmännische Services auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene angeboten. Dies sichert, neben einer hohen geografischen Abdeckung, die notwendige Nähe zu unseren Auftraggebern sowie schnelle Entscheidungsprozesse ab. Durch ein kundenspezifisches Key Account Management können unsere Leistungen aus einer zentralen Organisationseinheit, standort- bzw. länderübergreifend gesteuert und überwacht werden. Auf dieser Grundlage bauen unser Geschäftsmodell und die strategische Ausrichtung der Dr. Sasse Gruppe auf. Wir verstehen uns als fokussierter, systematisch agierender Partner unserer Kunden. Das Verständnis von Facility Management als gleichwertige Dienstleistung für die Menschen, die sich in und mit diesen Facilities bewegen, prägt seit jeher das Angebot unseres Unternehmens. Mit dem Bedeutungsgewinn von "Arbeitgeberattraktivität", "Smart Work" und "New Work" fällt dieser Strategie neues und zusätzliches Gewicht zu. Das gleiche gilt angesichts der erhöhten Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Sicherheit - nicht zuletzt zugunsten der Kunden und Mitarbeitenden der Auftraggeber.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Dr. Sasse Gruppe schon deutlich im Vorfeld der aktuellen Krisen, dass Leistungen und deren Ausführung über definierte Bedarfe hinausgehen und erhöhte Flexibilität im laufenden Betrieb erfordern. Die Basis dafür bildet, wie sich z.B. während der Coronakrise mit ihren rasch wechselnden Regeln und Vorschriften zeigte, ein hoher Qualifizierungs- und Verantwortungsgrad aller Mitarbeitenden. Dies stellt das Unternehmen auf allen Ebenen durch ein konsequent umgesetztes Programm zur Aus- und Weiterbildung sowie zum internen Wissensmanagement um. Damit befähigt die Dr. Sasse Gruppe alle ihre Mitarbeitenden, im unmittelbaren Dialog mit den Kunden schnell, konstruktiv und zielführend Veränderungen und Verbesserungen durchzuführen.

Diese Entwicklung erfolgt in einem jederzeit transparenten und prüfbaren Rahmen. Hierbei kommt insbesondere digitalen Kommunikations- und Reporting-Instrumenten eine wichtige und wachsende Bedeutung zu. Die Unternehmensgruppe wird darüber hinaus durch den TÜV Rheinland regelmäßig und unabhängig nach den Qualitäts-, Umweltschutz- und Arbeitssicherheitsmanagementsystemen gemäß DIN ISO EN 9001, 14001 und 45001 zertifiziert.

2. Ziele und Strategien

Facility Management speziell im Segment Mobility hat sich aus der Rolle des nachgeordneten Dienstleisters emanzipiert und wird heute - von Anbietern wie von Kunden - als feste Größe sowohl im Tagesgeschäft wie im strategischen Management wahrgenommen. FM hat den Status "systemrelevant" erworben. Damit überträgt sich unser gelebtes Selbstverständnis als Wertschöpfungspartner in den Wahrnehmungsmodus unserer Geschäftspartner.

Auch wenn sich diese Sichtweise noch nicht flächendeckend durchgesetzt hat, so ist sie doch bei den führenden Marktteilnehmern durchgängig präsent. Dies ist quer durch alle Wirtschaftszweige zu beobachten und unterliegt auch grenzüberschreitend nur geringen Unterschieden. Im Zuge eines verschärften Wettbewerbs sowie eines umfassenden Benchmarkings wird ganzheitliches FM - und damit die Strategie der Dr. Sasse Gruppe - künftig weitere Standards setzen.

Dazu tragen eine ganze Reihe Faktoren bei, die aus unterschiedlichen Quellen gespeist werden, aber sämtlich in die Qualität der vom FM betreuten Anlagen, Systeme und Objekte münden - und die kurz- und langfristig unsere Arbeit prägen.

- Die überregionale, mitunter auch Zielmärkte übergreifende Ausrichtung unserer Kunden erzeugt einen wachsenden Bedarf nach einheitlicher, qualitätsorientierter und verlässlicher Servicestruktur durch einen bewährten, mit Umfeld und Zielsetzung des Kunden vertrauten Dienstleister.

- Ganzheitlich gestaltete und in der Praxis verlässlich umgesetzte Dienstleistungen, wie wir sie konsequent anbieten und mit Kunden gemeinsam entwickeln, erweisen sich der Einzelvergabe als überlegen, wie sie bis vor kurzem noch den Markt geprägt hat. Im betrieblichen Alltag ist alles mit allem verknüpft. Wie zum Beispiel in Beschaffungsprozesse für die Produktion oder in Lieferketten bestehen direkte Abhängigkeiten zwischen den unterschiedlichsten Bereichen und Gewerken. Eine organisatorische Trennung beim Kunden ist damit ebenso kontraproduktiv wie eine separierte Leistungserbringung.

- Höhere Zuverlässigkeit bei reduzierten Organisationskosten sprechen schon grundsätzlich zugunsten von Ganzheitlichkeit. Unter dem Blickwinkel fortschreitender Optimierung von Prozessen und Strukturen verstärkt sich dieser Vorteil. Indem wir dies abbilden, sind wir jederzeit befähigt, die Diversifikation und die Expansion unserer Kunden unabhängig von Branchen und Standorten zu begleiten.

- Digitalisierung und Automatisierung erlauben uns heute mehr Kommunikation, mehr Information und mehr Flexibilität beim Ausführen unserer Dienstleistungen. Indem wir die Kunden unmittelbar und transparent an den Fortschritten teilhaben lassen, die daraus entstehen, heben wir die Effizienz und Wirksamkeit von FM auf eine neue Stufe. So lassen sich zum Beispiel Anpassungen und Veränderungen schneller und im laufenden Betrieb vornehmen, was gerade im Krisen- und Risikomanagement wertvoll ist.

- Der unmittelbare, persönliche Kontakt zwischen unseren Auftraggebern und unseren Mitarbeitenden gewinnt durch das Automatisieren von Prozessen und durch den wachsenden Einsatz neuer Technologien neuen Raum. Wegfallende Routinearbeiten werden ersetzt durch konstruktiven Dialog. Damit erhöhen sich die Chancen, zeitnah und effizient Verbesserungen herbeizuführen.

- Die veränderten Kommunikationswege und -strukturen, wie sie sich insbesondere während der Coronakrise entwickelt haben, geben dem Werkzeug "Daten" ein neues Gewicht im Miteinander von Auftraggeber und Dienstleister. Gerade im FM laufen aus der genuinen Tätigkeit eine Vielzahl von Informationen auf, die nicht nur im Tagesbetrieb relevant sind. Mit dem Sammeln und Auswerten von Betriebsdaten können wir unseren Kunden jetzt über beliebige Zeitfenster hinweg konkrete Zahlen und Analysen liefern, die sie für ihre einschlägigen Aufgaben benötigen. Gleichzeitig rückt uns dies in die Position eines Ratgebers für Optimierung und Anpassung. Gemeinsam entwickelte neue Prozesse und Verfahren lassen sich dann zielgenau ausführen.

- In ihren internen Prozessen genauso wie im Angebot für ihre Kunden geht die gesamte Dr. Sasse Gruppe mit Weitblick und Nachdruck auf die steigenden Anforderungen und Wünsche nach weitreichender Nachhaltigkeit unternehmerischen Handelns ein. Dabei greifen wir den Input, den wir von unseren Kunden gewinnen, unmittelbar auf, um die Qualität und Tiefe unserer Services zu verbessern. Was wir als lernendes Unternehmen hier aufgreifen, wirkt sich unmittelbar auf die Systematik aus, mit der wir unser Geschäft betreiben.

- Das wirtschaftliche Selbstverständnis von Kunden der öffentlichen Hand und von privaten Investoren gleicht sich immer mehr an. Dennoch folgen beide noch immer sehr unterschiedlichen Zielsetzungen und haben abweichende Anforderungsprofile. Durch internes Informations- und Wissensmanagement in der Dr. Sasse Gruppe erzeugen wir einen Knowhow-Transfer zugunsten unserer Kunden und sind damit auch in der Lage, uns direkt auf individuelle Auftragsprofile einzustellen.

- Übergreifend verstehen wir in diesem Szenario "Ressourcenschonung" und "Energieeffizienz" nicht nur unter betriebswirtschaftlichen Aspekten, sondern als Teil einer ganzheitlichen Dienstleistung für unsere Kunden, die "Employer Branding" genauso als Kernaufgabe verstehen wie gesellschaftliche Verantwortung, Resilienz und Werteorientierung. Wir folgen dabei im eigenen Handeln den gleichen Maßstäben.

Als Klammer um diese Faktoren hat die Dr- Sasse Gruppe für die STL das Sasse Service Excellence Programm entwickelt und an allen Stellen im Unternehmen verankert. Es ist Synonym für Qualität, Innovation, vorausschauendes Denken und Handeln sowie eine professionelle Kundenkommunikation.

Unser Markt wird weitgehend und noch auf absehbare Zeit durch einen preisorientierten Verdrängungswettbewerb bestimmt. Aus unserer Sicht ist dies weder zeitgemäß noch wirtschaftlich - auch für unsere Kunden. Verträge, die wir mit unseren Kunden haben bilden dieser veränderten Sicht keinen ausreichenden Entscheidungs- und Handlungsspielraum. Sie sind auch nicht geeignet, dem rapiden Wandel dauerhaften Nutzen entgegenzuhalten. Bessere, effizientere oder umweltfreundlichere Verfahren befinden sich in einem schnell fließenden Prozess der Veränderung.

Die Dr. Sasse Gruppe antwortet darauf mit der stringenten Umsetzung des ganzheitlichen FM und kommuniziert dies ihren Kunden anschaulich und umfassend. Tragende Komponenten sind dabei hocheffiziente Unternehmens- und Dienstleistungsprozesse, die wir unseren Kunden transparent darlegen und mit ihnen unter individuellen Anforderungsprofilen entwickeln. Unser Innovations- und Digitalisierungsprogramm "Sasse 4.0" nimmt damit eine fundamentale Rolle zur erfolgreichen Umsetzung dieser Anforderung ein. Intelligenter und kreativer Einsatz von technischem Fortschritt wie der Robotik und Sensorik sowie der Anwendung Cloud gestützter IT- und Servicemanagementsysteme bereitet dabei den Weg zu kunden- und objektspezifischen "Service on Demand"-Lösungen. Dies erhöht nicht nur die Effizienz unserer Dienstleistungen. So entstehen auch Alleinstellungsmerkmale für das "FM by Sasse", die Grundlage für dauerhafte Geschäftsbeziehungen sind.

Aus eigenem Antrieb verfolgen wir dabei die Strategie, Innovationen und technischen Fortschritt frühzeitig zu prüfen, ihren Nutzen in der Praxis zu erproben, ihre Vorteile zu analysieren und die Ergebnisse in den laufenden Betrieb einzuspeisen. Wir investieren uns regelmäßig in Pilot- und Testbetriebe für alle unsere Geschäftsbereiche, um hier fundierte Daten und Erkenntnisse zu gewinnen. Zugleich stellen wir sicher, dass die Kunden unmittelbar an neuen Erkenntnissen und an den positiven Effekten unmittelbar teilhaben. Dies erweist sich vor allem dort als Vorteil, wo eine naht- und reibungslose Integration in deren Strukturen und Prozesse erfolgen soll - bis hin zur gewünschten Außenwirkung etwa bei Fragen, die sich rund um ESG ergeben. Unsere Internationalität ermöglicht uns zudem, frühzeitig Trends und Veränderungen zu erkennen und aufzugreifen, die sich grenzübergreifend in die Tat umsetzen lassen.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, in welchem Umfang eine adäquate Strategie gefordert ist, die qualifizierte Mitarbeitende gewinnen, integrieren, begeistern und vorankommen lässt. Das weitreichende Qualifizierungsangebot in eigener Hand der Dr. Sasse Akademie ist dabei eine leistungsfähige und praxisorientierte Plattform - nicht zuletzt, um schnell und intensiv auf veränderte Anforderungen am Markt generell oder individuell bei Kunden reagieren zu können. Gleichzeitig adressieren wir diese Angebote ausdrücklich als Zeichen der Wertschätzung für vorhandene Fähigkeiten und sichtbare Leistungsbereitschaft. Sie sind verbunden mit der Option, das eigene Profil der Mitarbeitenden zu schärfen, Verantwortung zu übernehmen und den persönlichen Karrierezielen näher zu kommen.

Die internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen dienen einer strukturierten Personalentwicklung in den Kompetenzbereichen Leadership, Customer Relationship, Performance, Strategy, Profession und Digitalisierung. Sie sind geprägt von einem hohen Best-Practice-Anteil und sichern so die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe ab.

Besonderen Wert legen wir bei der Personalentwicklung auf die direkte Kommunikation zwischen der Eigentümerfamilie und den Mitarbeitenden auf allen Ebenen. Besuche vor Ort mit ausführlichen Gesprächen gehören unter dem Titel "Sasse@work" zum gelebten Miteinander. Führung und Dialog sind in der Dr. Sasse Gruppe unmittelbar miteinander verbunden, weil wir uns bewusst sind, dass eine lebendige Organisation vom Gegenverkehr der Gedanken, Ideen und Wünsche lebt und profitiert. Die Stärkung digitaler Kommunikationswege steht in unmittelbarer Verbindung mit dem Ziel, mehr Zeit und Gelegenheit für persönliche Gespräche zu schaffen.

Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs in unserem personalintensiven Facility Management haben wir verschiedene Instrumente entwickelt, um nicht nur akuten Bedarf zu stillen, sondern nachhaltig vorzusorgen. So sprechen wir gezielt Um- und Seiteneinsteiger, vor allem aus handwerklichen und technischen Berufen an, die in der Vielfalt der Aufgaben des FM neue Herausforderungen und Entwicklungschancen finden. Die öffentliche Sichtbarkeit, z.B. durch die Berichterstattung über Roboter-Einsätze oder die technischen Lösungen im Umweltbereich, liefert hier einen wichtigen Beitrag.

Im Zeichen von Diversity und Integration öffnen wir uns über die schon mehr als 90 verschiedenen Nationen unter den Mitarbeitenden der Dr. Sasse Gruppe hinaus und sprechen gezielt Geflüchtete an, denen wir einen guten Einstieg in das Berufs- und Erwerbsleben in Deutschland bieten.

Wie unsere Kunden auch befassen wir uns ausführlich mit den veränderten Bedingungen am Arbeitsplatz, die das Konzept "new work" mit sich bringt. Die sich abzeichnende Reduktion von Präsenzarbeitsplätzen zieht ein Mehr an Home-Office- bzw. Mobile-Office-Arbeitsplätzen nach sich. Das hat sowohl Einfluss auf das Leistungsprofil für das FM an den Unternehmensstandorten - das sich reduzieren wird - als auch für das FM für die individuellen, externen Arbeitsplätze, die ebenfalls einen Bedarf an Betreuung und Ausstattung haben, der unternehmensseitig erfüllt werden muss. Hierfür entwickeln wir Modelle, um den absehbaren Bedarf zu bedienen. Gleichzeitig fließen die Beobachtungen und Erkenntnisse, die wir bei unseren Kunden gewinnen, in unsere eigene Ausgestaltung von Arbeitsbereichen ein.

Stark ausbaufähig ist aus unserer Sicht jede FM-Dienstleistung, die Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit unserer Kunden hat. Als Dienstleister erfüllen wir hier nicht nur eine Pflicht, sondern sind Wegbereiter und Wissensträger. Wir arbeiten, gerade im ganzheitlichen FM, direkt den Feldern zu, die für Positionen im Wettbewerb relevant sind: Absicherung von Investitionen, souveräne Position in der öffentlichen Wahrnehmung sowie gegenüber den Gesetzgebern und Shareholdern, nicht zuletzt aber auch im Sinne der Arbeitgeberattraktivität. In der weiteren Entwicklung positionieren wir uns mit einem intelligenten, verstärkt datengetriebenen FM einerseits und dessen sozialem wie gesellschaftlichem Nutzen andererseits bewusst als Dienstleister im ESG-Kontext. Als Familienunternehmen hat die Dr. Sasse Gruppe das Konzept des "Ehrbaren Kaufmanns" seit jeher verinnerlicht. Darauf baut unsere eigene ESG-Strategie heute auf - und die dort erzielten Erfolge werden mit den Kunden geteilt, um deren Aktivitäten und Ergebnisse positiv zu beeinflussen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2023 stagniert. Das Bruttoinlandsprodukt sank um rund 0,3 Prozent. Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung halfen, konnten aber den negativen Trend nicht ausgleichen. Prägende Kräfte für die Entwicklung der Wirtschaft waren neben den massiven Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine die verschärften Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresdurchschnitt gegenüber Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte höher bei 5,7 Prozent.

Was die spezifische Entwicklung im Facility Management-Markt angeht, liefern die Analysen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder deutliche Hinweise. Ihnen zufolge prognostizieren die Facility-Service-Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz für 2024 ein Umsatzwachstum von 6,7 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2023 erwarten sie ein Plus von 10,5 Prozent. Demgegenüber steht eine Steigerung der Anzahl an Beschäftigten um 3,9 Prozent für 2024.

Rückblickend auf 2022 ist das Marktvolumen für Facility Services um 7,3 Prozent auf 59,0 Milliarden Euro gestiegen. Damit ist es nach dem Corona-bedingten erstmaligen Rückgang des Marktvolumens in 2020 auf 54,0 Milliarden Euro wieder gewachsen. Sogar das Vor-Krisen-Niveau von 55,4 Milliarden Euro wurde mittlerweile übertroffen. In 2022 ist die durchschnittliche Umsatzentwicklung der Top 25 Unternehmen der Lünendonk-Liste um 9,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und damit so stark wie seit 2007 nicht mehr. Der Umsatz aller Facility-Service-Unternehmen in Deutschland stieg im Jahr 2022 um 3,0 %, für 2022 wurde ein Umsatzplus von 5,6 % gegenüber 2021 prognostiziert.

In einem White Paper definieren Lünendonk & Hossenfelder derzeit sechs Haupttrends als Dominanten für das FM-Geschäft, die sich gegenseitig bedingen und beeinflussen: Integriertes Facility Management, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und ESG, nutzerzentriertes FM, Personalmangel und Volatilität. Diese Trends seien teilweise Folgen von Ereignissen, die in dieser Form nicht vorhersehbar waren - wie der Krieg in der Ukraine. Zum anderen handelt es sich um Themen, die bereits seit Jahren den Facility-Management-Markt prägen und daher in Grundzügen erwartbar und planbar sind.

Die Bedarfe, die diese sechs großen Trends im FM generieren, setzen aus Sicht der Branchenbeobachter einen echten Kulturwandel voraus, der sich in einer grundlegend neuen Beziehung zwischen Anbieter und Anwender manifestiert. Eine moderne FM-Kultur lasse sich dabei an zwei Dimensionen messen: Zum einen an der Partnerschaftlichkeit zwischen Dienstleister und Auftraggeber und zum anderen an der vorherrschenden digitalen Innovationsfreude. Sei beides hoch ausgeprägt, entstehe eine daten- und menschenbasierte, dynamische Kooperation auf Augenhöhe.

Die Dr. Sasse Gruppe verfolgt diesen Ansatz seit geraumer Zeit. Interne Bewertungen, die eigenen Initiativen zu einer tiefgreifenden und umfassenden Analysierung sowie der fortlaufende Change-Prozess im operativen wie im organisatorischen Bereich haben in eigener Dynamik diese Kultur bewirkt. Die Ganzheitlichkeit von FM-Dienstleistungen, die sich daraus ergibt, ist unmittelbarer Anlass für den integrierten Vergabeansatz, den die Dr. Sasse Gruppe aktiv in den Markt einbringt. Indem Bündelung einzelner Services auf einen Systemdienstleister gebündelt werden, steigen Effizienz und Qualität jeder einzelnen Dienstleistung genauso wie im Gesamtpaket. Denn auf dieser Basis lassen sich sowohl nationale, internationale sowie kundenspezifische Rahmenbedingungen stimmig integrieren, nahtlos umsetzen und einheitlich weiterentwickeln.

Bei einem Teil der Kunden braucht dieser Ansatz noch intensive Überzeugungsarbeit - ein typischer Begleiter von Veränderungsprozessen. Die umfangreichen Daten, wie sie die Dr. Sasse Gruppe aus ihrer laufenden Arbeit gewinnt und mit ihren Auftraggebern teilt, liefert indes überzeugende Argumente, die Partnerschaft in diese Richtung neu zu denken.

Mobility in starkem Wandel

Exemplarisch für neue Aufgabengebiete im FM sowie eine stärkere Integration von Dienstleistungen ist die Sparte Mobility. Gerade im Zuge der massiven Umwälzungen am Markt des Öffentlichen Personennahverkehrs - in Deutschland das 49-Euro-Ticket, in anderen Ländern eine allgemeine Umgestaltung des Angebots - stehen hier intensive strukturelle und organisatorische Veränderungen ins Haus. Im Wettbewerb von Nachhaltigkeit, Dienstleistungsqualität und Kosten werden zahlreiche ÖPNV-Anbieter über neue Möglichkeiten nachdenken, wie sie ihr Geschäft umgestalten müssen, um leistungs- und konkurrenzfähig zu bleiben.

Hier verfügt die Dr. Sasse Gruppe nicht zuletzt aufgrund langjähriger Erfahrungen auf dem UK-Markt und des intensiven Wissensaustausches mit Kunden, die auch in Asien aktiv sind, über ein umfassendes Anwendungswissen. Bei der Gestaltung der Verkehrswende, insbesondere in Großstädten, macht uns das zu einem gefragten Ansprechpartner und Wegbegleiter. Besonders wertvoll erweisen sich hier die vielfältigen Erfahrungen unserer Mitarbeitenden, die sowohl bei der Ausführung von Dienstleistungen wie auch bei der persönlichen Nutzung des ÖPNV nah am Markt sind und unmittelbar zu Innovationen und Optimierungen beitragen.

Nachhaltigkeit, ESG und Wirtschaftlichkeit: Dreieinigkeit des Wandels

Nicht nur im Luftverkehr - wobei dort die Dringlichkeit angesichts der öffentlichen Haltung am größten ist - genießt der Beitrag des FM zu einer zukunftstauglichen, klimafreundlichen Ausrichtung von Unternehmen eine wachsende Wertschätzung. Angefangen bei der Arbeitgeberattraktivität über die Kundenakzeptanz bis zur Kreditwürdigkeit sind Firmen aller Branchen und Größen inzwischen gefordert, substantielle Fortschritte bei Umweltfreundlichkeit, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit zu erzielen. Die aktuellen Entwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten haben den Druck auf entsprechende Anpassungs- und Veränderungsfähigkeiten noch verstärkt.

Die kurzen, unmittelbaren Kommunikationswege innerhalb der Dr. Sasse Gruppe in Verbindung mit einer intensiven Auswertung von Betriebsdaten machen uns in diesem Umfeld zu einem Träger von Basis- und Anwendungswissen zugleich. Der Transfer von Informationen, die flexibel nutzbare, spartenübergreifende Innovationsplattform und der unmittelbare Kontakt zu unseren Kunden beschleunigt und verstärkt den Fluss von Daten und Analysen. So schaffen wir einen Mehrwert, der nicht mehr in das traditionelle, an einzelnen Gewerken orientierte Abrechnungssystem passt, sondern unseren Ansatz des integrierten Vergabeansatzes bestätigt. Genauso, wie das Ergebnis unserer Dienstleistungen sich nicht mehr nur in einer singulären Facility bemerkbar macht, sondern in der Bilanz des ganzen Unternehmens.

Unter betriebswirtschaftlichen Aspekten ist ESG für uns längst von der "Pflichtaufgabe" zur Breitband-Anwendung gewonnen. Mögen zu Beginn überwiegend Motive zur Problemvermeidung und Marktkonformität im Raum gestanden haben, sind wir heute fest davon überzeugt - und handeln auch entsprechend - dass uns hier vielgestaltige Werkzeuge zur Verfügung stehen, um unternehmerisch selbständig, kreativ und innovativ zu agieren. Das reflektieren die Inhalte des 2023 veröffentlichten, inzwischen vierten Nachhaltigkeitsberichts der Dr. Sasse Gruppe - zugleich der zweite nach DNK Standard.

Nicht zuletzt dank der Digitalisierung erkennen in diesem Kontext wir immer besser die Chancen und Potenziale, die sich einem ganzheitlichen Facility Management bieten. Zudem kennt CSR, wie wir sie in der Dr. Sasse Gruppe als Familienunternehmen verstehen, kein Datum und keine Gebrauchsanweisung. Sie ist ein fortlaufender, sich stetig erneuernder Prozess, der aus einer gemeinsamen und ganzheitlichen Betrachtung durch Auftraggeber und Dienstleister entsteht.

Bewertung von Facilities unter neuem Blickwinkel

Die verschiedenen Krisen der jüngsten Zeit haben zahlreiche Perspektiven verschoben, die über lange Jahre als zuverlässiger Standard quer durch die diversen Wirtschaftszweige gegolten haben. Der Einzelhandel ist davon genauso betroffen wie der Betrieb von Büro- und Verwaltungseinheiten, der Umgang mit mobilen und immobilen Objekten oder die Organisation der Arbeit. Dies hatte bereits spürbaren Einfluss auf das Volumen und die Form von Aufträgen an FM-Dienstleister. Dieser Trend wird sich auch in die Zukunft fortsetzen.

So sehen wir uns gefordert, unsere Kunden in der Um- und Nachnutzung bestehender Objekte zu begleiten oder für sie neue Konzepte zu entwickeln, die ein zuverlässiges und standardisiertes FM auch für das Home und Mobile Office möglich machen. Die Vernetzung von Aufgaben werden wir ebenfalls weiter betreiben und dabei den Management-Aspekt des FM über bisherige Grenzen ausdehnen. So, wie wir bisher die Reinigungsmittel für unsere Arbeit in Eigenregie beschaffen, erkennen wir zahlreiche Optionen, um im Sinne einer ganzheitlichen Betreuung auch an anderer Stelle für unsere Auftraggeber tätig zu werden. Auf dem Schritt in die Systemrelevanz hat sich dies z.B. während der Corona-Pandemie beim Umsetzen von Hygienekonzepten "aus einer Hand" schon bewährt.

Die Entwicklung wird angetrieben durch die zusätzlichen Möglichkeiten, die sich aus der Digitalisierung ergeben. Inzwischen arbeiten wir vielfach mit Dashboard-Lösungen auf Basis der Sasse App, um ohne Zeitverzug den Informationsfluss zwischen unseren Teams und den Verantwortlichen bei unseren Kunden sicherzustellen. Das Potenzial ist aus unserer Sicht noch nicht ausgereizt und wird unter wachsendem Effizienz- und Kostendruck weiter an Gewicht gewinnen.

Antworten für den Umgang mit dem Fachkräftemangel

Beim Wettbewerb um eine ausreichende Zahl qualifizierter Fachkräfte befinden sich FM-Dienstleister verstärkt in einer gegenseitigen Konkurrenzsituation. Gleichzeitig bewerben wir uns aber auch gemeinsam mit allen anderen Branchen um Mitarbeitende auf allen Ebenen - von denen, die gerade ins Berufsleben einsteigen bis zu jenen, die nach Verantwortung und Führungsrollen streben. Mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit ist es dem FM gelungen, sich besser wahrnehmbar zu machen. Der Dr. Sasse Konzern versteht sich hier als Vorreiter, nicht zuletzt mit Blick auf eine dezidierte Berufsausbildung für unsere Branche. Wir werden diesen Kurs weiter intensiv verfolgen und jede Gelegenheit nutzen, die uns zielführend erscheint.

Auf gleichem Niveau bewegen sich unsere Anstrengungen, sowohl bei "new work" als auch bei der Arbeitgeberattraktivität eigeninitiativ zu handeln. Der hohe Digitalisierungsgrad, ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsmodell sowie vielfältige Möglichkeiten für Seiten- und Wiedereinsteiger tragen dazu bei; ebenso strahlen die Vielfalt der Aufgaben und die Aufstiegs- sowie Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb einer flachen Hierarchie positiv aus.

Unsere Stärke als Familienunternehmen liegt zudem in unmittelbarer persönlicher Wertschätzung der Mitarbeitenden. Wir legen größten Wert auf den direkten Dialog mit Mitarbeitenden genauso wie mit Kunden - was sich gerade mit Blick auf das Selbstverständnis als "lernendes Unternehmen" auszahlt. Der Wert unserer Dienstleistung liegt nicht im Abarbeiten von Pflichtenheften, sondern in der kreativen und schnellen Erfüllung von Kundenwünschen. Dies wiederum erzeugt wechselseitige Wertschätzung. Auf diesem Weg können wir individuelle Qualitäten erkennen und neu bewerten, erhalten Hinweise auf Potenziale und auf ein eventuell verändertes Einsatzgebiet der einzelnen Mitarbeitenden.

Gefragt sind Mitarbeitende, die ihren Arbeitsplatz verstehen und die Abläufe dort durchschauen. Wir haben gerade in den oft überraschenden Wendungen der Krisenjahre 2020 und 2021 bestehende Prozesse in diesem Sinn verstärkt oder neu aufgesetzt - mit einem Löwenanteil von bottom-to-top. Daraus ist inzwischen eine Innovationskultur entstanden, die alle Beteiligten zusätzlich motiviert und die Begeisterung für den Arbeitsplatz weiter verstärkt. Mit der Folge, dass dies zu echter Unterscheidbarkeit führt. Was unter "Respekt", "Achtsamkeit" und "Teilhabe" bisher als "weiche Faktoren" galt, ist heute hartes Kriterium dafür, ob sich ein Mensch bei uns als Arbeitgeber so wohl fühlt, dass er dort bleiben und Leistung bringen will.

Wir machen uns daher heute schon bei den Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen darüber Gedanken, welche Eigenschaften und Talente bei Bewerbenden ausgeprägt sind und wie wir das für uns nutzen können. Seit wir diesen Kurs verfolgen, sind Seiteneinsteiger für uns zur Fundgrube geworden. Wir haben die Bandbreite der Chancen und Möglichkeiten deutlich vergrößert. Das beschert uns auch mehr Anknüpfungspunkte in der Kommunikation untereinander.

2. Geschäftsverlauf

Die Energiekrise und die hohe Inflation belasten die Haushalte und die Unternehmen in Deutschland massiv. In 2023 sank die Inflation im Jahresdurchschnitt laut dem Statistischen Bundesamt auf 5,9% und ist damit immer noch eine der höchsten Jahresteuerungsraten seit der Ölkrise zu Beginn der 1970er-Jahre.

Dies wirkte sich natürlich auch auf den Geschäftsverlauf und das Ergebnis der STL aus. Das operative Ergebnis EBITDA sank im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 415 auf TEUR 669.

3. Lage: Darstellung, Analyse und Beurteilung

a) Ertragslage

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 28.402 98,9% 29.154 98,2% -752 -2,6%
Bestandsveränderungen -67 -0,2% -21 -0,1% -46 219,0%
Sonstige betriebliche Erträge 371 1,3% 567 1,9% -196 -34,6%
Betriebsleistung 28.706 100,0% 29.700 100,0% -994 -3,3%
Materialaufwand 5.297 18,5% 6.621 22,3% -1.324 -20,0%
Personalaufwand 20.293 70,7% 18.903 63,6% 1.390 7,4%
Abschreibungen 267 0,9% 265 0,9% 2 0,8%
Betriebliche Steuern 5 0,0% 5 0,0% 0 0,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.442 8,5% 3.087 10,4% -645 -20,9%
Betriebsergebnis 402 1,5% 819 2,9% -417 -50,9%
Finanzergebnis -150 -0,5% 46 0,2% -196 -426,1%
Geschäftsergebnis 252 0,9% 865 2,9% -613 -70,9%
Ertragssteuern 81 0,3% 267 0,9% -186 -69,7%
Jahresüberschuss 171 0,6% 598 2,0% -427 -71,4%

Im Geschäftsjahr sanken die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,6% auf TEUR 28.402.

Die Region Ost konnte im Bereich der bodengebundenen Verkehrsdienste bestehende Aufträge halten und einen Großauftrag in Berlin wiedergewinnen. In der Region West sanken die Umsätze aufgrund eines Auftragsverlusts.

Der Materialaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 20,0% gesunken und betrug TEUR 5.297.

Der Personalaufwand lag mit TEUR 20.293 (Vorjahr: TEUR 18.903) um 7,4% über dem Vorjahresniveau. Ursächlich dafür sind neben dem höheren Personalbestand die Tariferhöhungen in der Reinigungsbranche. Die Personalaufwandsquote stieg von 64% im Vorjahr auf 71%.

Die Abschreibungen haben sich im Geschäftsjahr mit TEUR 267 (Vorjahr: T€ 265) leicht um 0,8% erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 645 auf TEUR 2.442 gefallen (Vorjahr: TEUR 3.087).

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich im Berichtszeitraum von TEUR 819 im Vorjahr auf TEUR 402 aufgrund der gesunkenen Sonderleistungen und der im Berichtszeitraum überproportional gestiegenen Personalaufwendungen. Das Jahresergebnis sank von TEUR 598 um TEUR 427 auf TEUR 171.

b) Finanzlage

Die Finanzmittel für die STL werden über die Dr. Sasse Gruppe bereitgestellt. Damit wird gewährleistet, dass alle Konzerngesellschaften stets über ausreichend Liquidität verfügen. Seit dem Jahr 2012 existiert ein gruppenweites Cash-Pooling mit täglichem Ausgleich der Salden über die Bankkonten der Muttergesellschaft.

Die STL ist zum Stichtag Darlehensgeber im Rahmen des Konzern-Cash-Managements (siehe unten zur Vermögenslage).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um rund TEUR 1.024 Mio. auf TEUR 5.066 gesunken (-16,8%).

Aktiva

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Sachanlagen 498 9,8% 590 9,7% -92 -15,6%
Mittel-und langfristig gebundenes Vermögen 498 9,8% 590 9,7% -92 -15,6%
Vorräte / unfertige Leistungen 250 4,9% 320 5,3% -70 -21,9%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.320 26,1% 429 7,0% 891 207,7%
Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen 1.380 27,2% 2.596 42,6% -1.216 -46,8%
Sonstige kurzfristige Posten 1.615 31,9% 2.150 35,3% -535 -24,9%
Flüssige Mittel 3 0,1% 5 0,1% -2 -40,0%
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.568 90,2% 5.500 90,3% -932 -16,9%
Vermögen insgesamt 5.066 100,0% 6.090 100,0% -1.024 -16,8%

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt (und factoringbedingt) um 207,7% auf TEUR 1.320 (Vorjahr: TEUR 429). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten zum Bilanzstichtag noch nicht gezahlte Abrechnungsguthaben und Sicherheitseinbehalte aus Factoring in Höhe von TEUR 942 (Vorjahr: TEUR 1.393). Zum Stichtag waren TEUR 3.610 an Forderungen im Rahmen von Factoring Vereinbarungen verkauft.

Des Weiteren verringerten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.596 auf TEUR 1.380 insbesondere durch die Verringerung der Forderungen gegenüber dem Mutterunternehmen aus der Teilnahme am Cash Pooling (Stand zum Stichtag: TEUR 599).

Die sonstigen kurzfristigen Posten beinhalten zum Bilanzstichtag vor allem Forderungen aus Körperschaft- und Gewerbesteuerguthaben.

Passiva 2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Gezeichnetes Kapital 102 1,9% 102 1,6% 0 0,0%
Bilanzgewinn 1.176 23,2% 1.605 26,4% -429 -26,7%
Eigenkapital 1.278 25,2% 1.707 28,0% -429 -25,1%
Darlehen Familie Sasse 228 4,5% 228 3,8% 0 0,0%
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 228 4,5% 228 3,8% 0 0,0%
Übrige Rückstellungen 1.192 23,5% 1.372 22,5% -180 -13,1%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 517 10,2% 493 8,1% 24 4,9%
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 136 2,7% 891 14,6% -755 -84,7%
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.715 33,9% 1.399 23,0% 316 22,6%
Kurzfristiges Fremdkapital 3.560 70,3% 4.155 68,2% -595 -14,3%
Kapital gesamt 5.066 100,0% 6.090 100,0% -1.024 -16,8%

Das Eigenkapital sank im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund der Gewinnausschüttung auf TEUR 1.278. Die Eigenkapitalquote beträgt 25,2% (Vorjahr: 28,0%).

Die Abnahme bei den Rückstellungen ist auf einen Rückgang bei Tantieme- (-T€ 90) und sonstigen Rückstellungen (-T€ 166) zurückzuführen. Hinsichtlich der Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen wird auf die Erläuterungen im Anhang der Gesellschaft verwiesen.

Die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf T€ 136 (Vorjahr: T€ 891).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Geschäfts erfolgt auf Basis der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses (EBIT).

Die Umsatzerlöse sanken im Vergleich zur Vorperiode um TEUR 752 auf T€ 28.402. Das Betriebsergebnis beträgt T€ 402 (Vorjahr: T€ 819).

5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2023 war wieder ein anspruchsvolles Jahr für die STL. In einem schwierigen Marktumfeld gelang es, Bestandskunden zu halten und Verträge neu zu gewinnen. Die Geschäftsentwicklung für die STL war geprägt durch Ergebnisverbesserungsmaßnahmen und die aus Kundensicht angespannte Budget- bzw. Haushaltslage, die durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und die Energiekriese verstärkt wurde. Zudem wirkten sich gestiegene Materialaufwendungen sowie Aufwendungen für Digitalisierung und ERP-Erweiterungen aus.

Mit Blick auf die unter Punkt II.4. dargestellten Leistungsindikatoren sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres trotz des gesunkenen operativen Ergebnisses zufrieden.

Im Lagebericht der STL 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein Umsatz innerhalb einer Bandbreite von EUR 28,0 Mio. und EUR 30,0 Mio. erwartet. Für das Betriebsergebnis (EBIT) wurde eine Bandbreite von 1,3 Mio. EUR bis 1,5 Mio. EUR prognostiziert.

Diese Prognose wurde für den Umsatz erreicht und für das EBIT deutlich verfehlt. Dies resultiert insbesondere aus dem gesunkenen Umsatz und den gestiegenen Personalkosten.

III. Zweigniederlassungsbericht

Die Sasse Traffic Logistic GmbH betreibt in Köln eine Zweigniederlassung inklusive einer eigens eingerichteten Verwaltung. Die Niederlassung verfügt nebst Kaufmännischer Sachbearbeitung über einen Bereichsleiter und eine Objektleiter-Ebene. Der Umsatzanteil 2023 gemessen am Gesamtumsatz des Unternehmens beträgt ca. 17%.

IV. Prognosebericht

Den Konjunkturprognosen für 2024 ist gemeinsam, dass sie nicht von einer kritischen Entwicklung ausgehen. Wirtschaftsforscher bewerten vor allem positiv, dass überall in Europa die Regierungen aktiv Vorbeugemaßnahmen betreiben und auch weiter betreiben wollen. Dass dennoch Grund zur Vorsicht geboten ist, liegt im weiter unkalkulierbaren Fortgang des Ukrainekrieges. Als größtes wirtschaftliches Risiko gilt eine Gas- und Energieknappheit in Deutschland und Europa. "Die Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute sieht ein Wachstum von bis zu 0,9 Prozent auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Hierbei ist sind die Auswirkungen von Inflation und schrumpfende Kaufkraft vor allem für Menschen mit mittleren und geringen Einkommen zu berücksichtigen.

Der Sachverständigenrat geht davon aus, dass die globale Abkühlung die Exportnachfrage schwächt. Aufgrund des verschlechterten Ausblicks senkte er die Prognose für das Jahr 2023 und erwartet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nur noch um 0,2 % steigt - für das Jahr 2024 erwartet er ein Wachstum des BIP von 0,7 %. Im Jahr 2024 werden Exporte und Investitionen der Unternehmen allmählich wieder zunehmen. Außerdem ist zu erwarten, dass die Lieferengpässe langsam nachlassen und der Auftragsbestand der Industrie abgearbeitet wird.

Auf diese Faktoren hat sich die Dr. Sasse Gruppe frühzeitig eingestellt. Grundlage dafür sind die Erfahrungen aus den Jahren 2020 bis 2022, in denen das Unternehmen dank seiner Querschnitts-Dienstleistungen in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen umfangreich Beobachtungen machen und Analysen anstellen konnte. Alle Sparten und Teams sind darauf vorbereitet und aktiv damit befasst, kontinuierlich erweiterte und neue Leistungspotenziale zu erschließen, kostenorientiert zu planen und mittels innovativer Prozesse und Techniken so zu wirtschaften, dass die Ertragskraft der Dr. Sasse AG und ihrer Tochterunternehmen nachhaltig sichergestellt ist. Eine Herausforderung für das Jahr 2024 ist, die vereinbarten Lohnsteigerungen auf einen Stundenlohn von EUR 13,50 (+3,8%) im Reinigungsbereich ab dem 01.01.24 in Abstimmung mit den Kunden weiterzugeben.

Aufgrund der dargestellten Rahmenbedingungen wird erwartet, dass der Umsatz im Jahr 2024 innerhalb der Bandbreite von EUR 26,0 Mio. und EUR 28,0 Mio. liegen wird. Für das EBIT wird eine Bandbreite von EUR 1,0 Mio. bis EUR 1,5 Mio. prognostiziert.

Als wirksamstes Instrument, um das Prinzip "Agieren statt Reagieren" umzusetzen, sehen wir die positiven Wirkungen im Kräfteparallelogramm von

- umfassender (Weiter-)Qualifizierung der Mitarbeitenden,

- persönlich geprägtem und glaubwürdigem Dialog auf allen Ebenen,

- intelligenter und kreativer Nutzung innovativer Technik und

- konsequent nachhaltiger Gestaltung aller Prozesse.

Damit wollen und werden wir insbesondere dem menschlichen Faktor im Facility Management gerecht, von dem aller Nutzen und aller Fortschritt unserer Branche ausgeht - sowohl in der Beziehung zu unseren Kunden als auch im Miteinander aller unserer Beschäftigten.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die anhaltenden, diversen Krisen, mit denen die Wirtschaft im heimischen wie auf den internationalen Märkten zu kämpfen hat, wirken sich auf die STL und die gesamte Dr. Sasse Gruppe als überwiegenden industriellen Dienstleister ebenfalls aus. Das generelle Risiko einer negativen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist daher erkannt. Die Kundenstruktur des Unternehmens, in der Auftraggeber der Öffentlichen Hand den größten Anteil bilden, beugt eventuellen Liquiditätsproblemen vor.

Der anhaltende Kostendruck, insbesondere bei den öffentlichen Auftraggebern, sowie das gleichzeitige Einhergehen steigender Qualitätsanforderungen stellen gleichwohl eine Gefahr sowohl für Zuwachs- als auch Ergebnispotentiale bestehender Verträge dar. Dieser gilt es sich durch intensive Kundenpflege in Kombination mit der strategischen Ausrichtung entgegenzustellen, den Mehrwert und Mehrnutzen aus den Dienstleistungen der Dr. Sasse Gruppe transparent zu machen. Dies muss von substanziellen Maßnahmen zur effizienten Gestaltung von Bestands- und Neuaufträgen begleitet sein. Bei Auftragsverlusten können finanzielle Risiken durch einen erforderlichen Mitarbeiterabbau an einzelnen Standorten entstehen.

Es besteht zudem das Risiko, dass tariflich vereinbarte Lohnkostensteigerungen nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können und so zu Margenverlusten führen. Das ist vor allem dann zu berücksichtigen, wenn keine entsprechenden Preisanpassungen mit den Kunden verhandelt werden können. Ab dem 01.01.24 wurde eine Anpassung des Mindestlohnes in der Branche auf EUR 13,50 pro Stunde vereinbart. Dies ist eine Steigerung um 3,8%. Der Konzern erarbeitet bereits Strategien, die eine Margenreduzierung durch die verabschiedeten Lohnkostensteigerungen minimieren sollen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos ist hoch, da erhebliche Lohnkostensteigerungen bereits beschlossen wurden. Dieses Risiko kann sich zudem erheblich auf die Ertragslage der STL auswirken.

Zudem besteht das Risiko, dass bei der aktuellen Wettbewerbssituation im Rahmen von branchenüblichen Ausschreibungen zu einem Preisverfall und einem Verlust von Deckungsbeiträgen kommt.

Allgemeines Branchenrisiko ist in der Regel die kurze Laufzeit von Verträgen. Dies erhöht das Risiko kurzfristiger Umsatzausfälle und kann die effiziente Auslastung von Personalkapazitäten erschweren.

Für laufende Rechtsstreitigkeiten sind aus Sicht der Geschäftsleitung angemessene Rückstellungen gebildet worden. Es kann hingegen nicht ausgeschlossen werden, dass sich die bilanzierten Rückstellungen dennoch als zu niedrig erweisen.

Die STL ist im Rahmen ihrer Tätigkeit den unterschiedlichsten Risiken des unternehmerischen Handelns ausgesetzt. Diese werden jeweils nach dem Prinzip entschieden, erkennbare Chancen optimal auszuschöpfen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ihnen im Gegenzug die Chance auf eine entsprechende Wertsteigerung gegenübersteht.

Ein weiteres finanzielles Risiko besteht in der am Markt zu beobachtenden Verlängerung der Zahlungsziele bei Großkunden, die in der Gruppe zu einem weiter steigenden Finanzierungbedarf führen kann. Ein ggfs. erhöhter Forderungsbestand muss dann durch zusätzliche Eigen- und/oder Fremdmittel oder durch zusätzliche Forderungsverkäufe finanziert werden.

Zudem besteht bei Rechtsfällen und überfälligen Forderungen das Risiko, dass sich gebildete Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als zu niedrig erweisen. Ebenso können sich gebildete Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten aus unterdotiert erweisen.

Weiterhin ist die Gewinnung von qualifiziertem und gleichzeitig bezahlbarem Personal Risiko und Chance zugleich. Diese Aufgabe gestaltet sich zusehends schwieriger bzw. ist mit einem höheren Aufwand verbunden als in der Vergangenheit.

Durch eine zunehmende Digitalisierung und einer Abbildung der internen Abläufe im Rahmen von IT-Anwendungen besteht das Risiko, dass sich Störungen, Umstellungen oder Neueinführungen von IT-Anwendungen zunächst negativ auf betriebliche Abläufe auswirken können.

Im Rahmen einer grundlegenden Risikobegrenzung werden nur solche Risiken eingegangen, die mit anerkannten Methoden und Maßnahmen innerhalb unserer Organisation handhabbar sind. Aus heutiger Sicht weist das Unternehmen keine bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf.

Unser Risikomanagementsystem umfasst Vertrieb, Personal und Finanzen. Im Rahmen eines gruppenweit standardisierten monatlichen Berichtswesens werden die entsprechenden Kennzahlen und eventuell aufgetretene Abweichungen ausgewertet und entsprechende Maßnahmen beschlossen.

2. Chancenbericht

Während der COVID-Pandemie hat die Dr. Sasse Gruppe mehrfach bewiesen, dass sie zeitnah und effizient in der Lage ist, ein Risiko in eine Chance zu wandeln. Die tragende Kraft dabei war und ist der Ansatz des ganzheitlichen Facility Managements, angetrieben von einer durchgängigen Digitalisierung und einer innovationsorientierten Produktentwicklung in Verbindung mit einer intensiven Kommunikation mit unseren Kunden. In der Sparte Mobility wurden wir über innovative und leistungsstarke Hygiene-Konzepte zum ganzheitlichen Problemlöser für Auftraggeber, die sich mit einer überraschenden Herausforderung konfrontiert sahen. Unser Verständnis von FM konnte in diesen Fällen unmittelbar und dauerhaft die Servicequalität und Betriebssicherheit der Kunden sicherstellen.

Vorteile der Digitalisierung genutzt

Nicht nur bei dieser Gelegenheit erwies sich die weit fortgeschrittene Digitalisierung unserer Arbeit als Vorteil. Mithilfe der Sasse App konnten wir die Kommunikation und Prozesssteuerung innerhalb unserer Teams soweit vertiefen und beschleunigen, dass wir jederzeit in der Lage waren, unseren Service adäquat auf veränderte Vorschriften und Regeln einzustellen sowie kurzfristige Personalausfälle zu kompensieren. Die Erkenntnisse aus diesen Prozessen fließen spartenübergreifend in alle Prozesse der Dr. Sasse Gruppe ein, um auch dort die Vorteile und Effizienzgewinne zum Tragen zu bringen. Die Ganzheitlichkeit, sprich: die spartenübergreifende Vernetzung von Wissen und Service, führt aus unserer Sicht auch zu einer neuen Form der Auftragsvergabe. Sie wird sich nicht mehr auf einzelne Gewerke ausrichten, sondern auf den vom Kunden erwünschten Gesamteffekt. Auf Dauer lässt sich damit auch vermeiden, dass ausschließlich über Kosten verhandelt wird, aber nicht über Nutzen.

Moderne Technik und transparente Kommunikation

Neue Technologien, allen voran die nächste Stufe der Digitalisierung, der Einstieg in die Robotik, im Wesentlichen aber auch eine personalisierte Kommunikation, tragen dazu bei, dass unsere Services effizienter werden und sich die Wirtschaftlichkeit auch für unsere Kunden erhöht. Indem z.B. neue Reinigungsroboter bei der Dr. Sasse Gruppe im Test- oder Pilotbetrieb unter die Lupe genommen werden, erhalten unsere Kunden unmittelbaren Zugang zu den dabei gewonnenen Erkenntnissen. Das Informations-Dashboard wiederum, das Status und Fortgang von beauftragten Arbeiten ohne Zeitverzug sichtbar macht, vermindert den Aufwand von Qualitäts- und Erfolgskontrollen durch die Verantwortlichen beim Kunden und liefert zugleich belastbare Daten für Anpassung und Optimierung von Prozessen. Für die Teams sowohl auf unserer wie auf Kunden-Seite schafft diese Transparenz eine belastbare Kommunikations- und Entscheidungsgrundlage; die Zeit für den dafür hilfreichen Dialog wird durch Übernahme von Routineaufgaben durch Automatisierung geschaffen.

Neue Perspektive beim Recruiting: FM schafft Nachhaltigkeit

Aus Sicht der STL entsteht auf dieser Ebene eine höhere Wertschätzung nicht nur unserer gesamten Dienstleistungen, sondern auch für die Menschen, die sie erbringen. Dieser Effekt unterstützt die Anstrengungen des Unternehmens, auf einem ausgedünnten Markt für Arbeits- und Fachkräfte attraktive Perspektiven zu bieten. Dank hochwertiger technischer Ausstattung und einem nachweislichen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz bedient jeder Arbeitsplatz den Wunsch nach verantwortungsbewusster, zukunftsorientierter Tätigkeit. Vor allem im Bereich von Quer- und Seiteneinsteigern, aber auch bei Menschen, die sich mit ihren vorhandenen Talenten neu orientieren wollen, verschafft uns dies eine neue Form der Wahrnehmung.

Wertvolle Betriebsdaten für die Kunden

Mehr und mehr entwickelt sich eine bisher oft übersehene Nebenwirkung der digitalisierten Prozesse zum echten FM-Mehrwert. Aus den Daten, die wir durch unsere Arbeit gewinnen, entsteht ein solider und umfassender Fundus, aus dem sich Umweltfolgen, Energieeffizienz oder Ressourcenverbrauch bewerten und verbessern lassen. Schon seit geraumer Zeit nutzen wir dies für die "Predictive Maintenance", über die wir frühzeitig und vorbeugend den Betrieb von technischen Anlagen so überwachen, dass Störungen und Ausfälle vermieden werden können. Zusätzliche Services wie diese, erbracht im Rahmen eines ganzheitlichen FM, sehen wir im Rahmen einer Wertschöpfungs-Partnerschaft, die über das Abarbeiten von Pflichtenheften hinausgeht. Sie sind für die Dr. Sasse Gruppe die Plattform, auf der wir neue, vertiefende und ergänzende Dienste für unsere Kunden entwickeln und anbieten und unserer Arbeit einer Systemrelevanz zuführen, die auf Augenhöhe mit anderen Schlüssel-Funktionen agiert.

Die Unternehmensgruppe ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000, DIN ISO 14001:2004 und dem Arbeitsschutzmanagementsystem DIN EN ISO 45001. Wir betrachten dies als wesentlichen Beitrag zur dauerhaften Qualitätssicherung und als Plattform für die fortlaufende Optimierung von Prozessen, indem wir auch außerhalb der Audit-Phasen die dort relevanten Aspekte beachten und anwenden.

3. Gesamtaussage

Nach Einschätzung der Geschäftsführung weisen die vorgenannten Chancen und Risiken unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der STL keinen bestandsgefährdenden oder existenzbedrohenden Charakter auf.

VI. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Geschäftsführung. Hinsichtlich des CSR Berichts verweisen wir auf den CSR Bereich unserer Webseite: Corporate Social Responsibility | Dr. Sasse Gruppe. Hinsichtlich der Angaben zum Frauenanteil verweisen wir auf die Internetseite www.sasse.de.

 

Berlin, den 22. März 2024

Sebastian Lull, Geschäftsführer

Marcel Lüling, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 498.440,13 589.624,69
I. Sachanlagen 498.440,13 589.624,69
1. technische Anlagen und Maschinen 419.234,51 557.360,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 79.205,62 32.264,01
B. Umlaufvermögen 4.559.920,11 5.489.307,09
I. Vorräte 249.883,43 319.993,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.307.023,24 5.164.363,97
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.380.123,78 2.596.503,53
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.926.899,46 2.567.860,44
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.230,00 1.680,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.013,44 4.949,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.503,44 11.230,52
Aktiva 5.065.863,68 6.090.162,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.278.721,85 1.707.337,16
I. Gezeichnetes Kapital 102.258,38 102.258,38
II. Gewinnvortrag 1.005.078,78 1.007.095,94
III. Jahresüberschuss 171.384,69 597.982,84
B. Rückstellungen 1.191.714,85 1.372.441,88
C. Verbindlichkeiten 2.595.426,98 3.010.383,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 135.951,18 890.874,99
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 135.951,18 890.874,99
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.459.475,80 2.119.508,27
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.231.652,84 1.891.685,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 227.822,96 227.822,96
Passiva 5.065.863,68 6.090.162,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.409.532,14 23.079.677,35
2. Personalaufwand 20.293.310,48 18.903.362,10
a) Löhne und Gehälter 16.746.762,16 15.581.254,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.546.548,32 3.322.107,64
3. Abschreibungen 267.114,16 265.247,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 267.114,16 265.247,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.441.817,18 3.086.556,69
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.073,63 147.219,93
davon aus verbundenen Unternehmen 29.073,63 147.219,93
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 178.680,05 101.536,66
davon an verbundene Unternehmen 23.836,68 23.400,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 80.975,17 267.041,52
8. Ergebnis nach Steuern 176.708,73 603.152,88
9. sonstige Steuern 5.324,04 5.170,04
10. Jahresüberschuss 171.384,69 597.982,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Sasse Traffic Logistic GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 2 und 4 HGB. Sitz der Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin ist Schöneberger Ufer 71 in 10785 Berlin. Die Firma ist unter HRB 45208 im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg (Berlin) erfasst.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungsmethoden für die Aufstellung des Jahresabschlusses haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Ab dem Geschäftsjahr 2012 bis 2020 werden die geringwertigen Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 1.000 in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben (Poolabschreibung). Seit dem Geschäftsjahr 2021 wird bei der Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände handelsrechtlich analog zur steuerrechtlichen Regelung des § 6 Abs. 2 EStG abgeschrieben. Anschaffungskosten von abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungskosten, vermindert um den darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand EUR 800 nicht übersteigen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die in den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen sind mit Ihren zuzurechnenden Kosten angesetzt worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen zu berücksichtigen.

Die Verbindlichkeiten werden mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. Unter den Finanzanlagen ist eine Beteiligung an einer GbR (Sasse Aviation Service ARGE BER, Berlin) ausgewiesen.

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - insbesondere das Reinigungsmaterial - ausgewiesen. Die unfertigen Leistungen in Höhe von T€ 219 betreffen Kundenaufträge, deren Abnahme erst im Folgejahr stattfand. Der Ansatz der Kosten erfolgte mit ca. 70% des Auftragswertes.

Die Mitzugehörigkeit der Forderungen stellt sich wie folgt dar:

Gesamt davon Lieferungen und Leistungen davon sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 1.380.123,78 EUR 114.673,20 EUR 1.265.450,58
(Vorjahr) (2.596.503,53) (3.438,39) (2.593.065,14)

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von EUR 1.265.450,58 (Vj. EUR 2.593.065,14) Forderungen gegen die Gesellschafterin (§ 42 Absatz 3 GmbHG), die Dr. Sasse AG, München, enthalten. Davon betreffen EUR 598.733,95 (Vj. EUR 2.585.013,69) Forderungen aus dem Konzern-Cash-Pooling mit der Dr. Sasse AG.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.320), Forderungen gegen die Factoringgesellschaft aus Sicherheitseinbehalten (T€ 692) und den laufenden Bank-Überträgen (T€ 250), Steuererstattungsansprüche aus Körperschaft- und Gewerbesteuer (T€ 564) sowie im Übrigen Kautionen und Forderungen gegenüber Mitarbeitern enthalten.

Bei den Kautionen wird von einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgegangen (T€ 1) - im Übrigen haben die Forderungen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 200.000,00 (EUR 102.258,38).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamt
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
größer 1 bis zu 5 Jahren
EUR
Gesamt 2.595.426,98 2.367.604,02 227.822,96
(Vorjahr) (3.010.383,26) (2.782.560,30) (227.822,96)

davon

1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 135.951,18 135.951,18 0,00
(Vorjahr) (890.874,99) (890.874,99) (0,00)

Bei den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 1 bis zu 5 Jahren handelt es sich im Vorjahr um Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.01.2026. Mit den Darlehensgebern bestehen qualifizierte Rangrücktrittsvereinbarungen, bei denen die Darlehensgeber zur Vermeidung einer etwaigen Überschuldung hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der übrigen Gläubiger der Gesellschaft zurücktreten.

Die Mitzugehörigkeit der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Gesamt
EUR
davon Lieferungen und Leistungen
EUR
davon sonstige Verbindlichkeiten
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 135.951,18 112.551,18 23.400,00
(Vorjahr) (890.874,99) (890.874,99) (0,00)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 23.400,00 (Vj.: EUR 778.855,00) Verbindlichkeiten gegenüber einer Gesellschafterin (§ 42 Absatz 3 GmbHG), der Dr. Sasse AG, München, enthalten. Davon sind EUR 23.400,00 (Vj.: EUR 0,00) gleichzeitig sonstige Verbindlichkeiten.

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Sachbezüge und Versicherungserstattungen sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 200) enthalten. Soweit keine Inanspruchnahmen bei in Vorjahren gebildeten Rückstellungen zu erwarten ist, wurden diese aufgelöst (Prämien, Schadensrisiken, Prozessrisiken). Insoweit handelt es sich um periodenfremde Erträge.

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen Altersversorgung EUR 2.523,11 (Vj. 1.345,65).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Konzernumlagen (T€ 950), Fahrzeugkosten (T€ 559) und Aufwendungen für Einstellungen in die Einzelwertberichtigung zu Forderungen (T€ 57) enthalten.

Die Zinserträge aus dem Cash-Management in Höhe von T€ 29 sind unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen enthalten.

V. Sonstige Angaben

Zur Beschaffung von liquiden Mitteln sowie zur Bilanzverkürzung und damit Verbesserung der Eigenkapitalquote verkauft die Gesellschaft - im Rahmen eines Kooperations- Factoring-Vertrags der Sasse-Gruppe - ihre Forderungen (angekaufte Forderungen zum 31.12.2023: T€ 3.298). Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch mit Ihrem Guthaben (Sicherheitseinbehalt und Verrechnungskonten zum 31.12.2023: T€ 942) bei der Factoring Bank für die Ansprüche aller der am Factoring beteiligten Sasse-Gesellschaften. Das Risiko der Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung halten wir aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Sasse-Gruppe für gering.

Die Außenstände sind an die Bank abgetreten worden. Für einen an die Dr. Sasse AG zur Verfügung gestellten Kontokorrentrahmen wurden Bürgschaften in Höhe von T€ 1.085 gegenüber der Berliner Sparkasse übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Bürgschaften halten wir aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Dr. Sasse AG für gering.

Bankguthaben in Höhe von T€ 0,4 sind als Mietkautionen verpfändet worden.

Die Gesellschaft hat aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Maschinen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 95 (davon mit Restlaufzeit bis zu einem 1 Jahr: T€ 47). Die Vorteile der Leasinggeschäfte sind die Verbesserung der Liquidität und die Verbesserung der Eigenkapitalquote. Risiken bestehen bei einer vorzeitigen Auflösung des Leasingvertrages oder höheren als im Vertrag vorgesehenen Kilometerleistungen (bei Fahrzeugen).

Die Mietverpflichtungen betragen T€ 98 (davon innerhalb 1 Jahres: T€ 72). Darin enthalten sind Mietverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 16 (davon innerhalb eines Jahres: T€ 16).

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahre 2023:

Angestellte und Arbeiter: 519
Aushilfen: 17

Ein Aufsichtsrat besteht nicht.

Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023 besorgten:

Herr Sebastian Lull, Betriebswirt (FH)

Herr Heiko Röskes, Dipl.-Kfm. (bis 30.08.2023, Eintragung Handelsregister: 19.09.2023)

Frau Katja Böhmer, Dipl.-Ing. (ab 30.08.2023, Eintragung Handelsregister: 13.09.2023 - bis 12.01.2024, Eintragung Handelsregister: 05.02.2024)

Herr Marcel Lüling, Betriebswirt (ab 12.01.2024, Eintragung Handelsregister: 05.02.2024)

Die Schutzklausel nach § 286 Absatz 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die Gesellschaft hält eine 33,33%-Beteiligung an der Sasse Aviation Service ARGE BER ( GbR), Berlin. Lt. Jahresabschluss der GbR beträgt das Eigenkapital T€ 0 bei einem Ergebnis von T€ 0,00

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Dr. Sasse Holding GmbH & Co. KG, München, einbezogen. Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Unternehmensregister.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

Ergebnisverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin, 22.03.2024

Sebastian Lull, Geschäftsführer

Marcel Lüling, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 852.050,14 68.666,38 35.125,70 885.590,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 300.008,16 107.382,70 41.513,93 365.876,93
1.152.058,30 176.049,08 76.639,63 1.251.467,75
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.152.058,30 176.049,08 76.639,63 1.251.467,75
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 294.689,46 206.786,55 35.119,70 466.356,31 419.234,51 557.360,68
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 267.744,15 60.327,61 41.400,45 286.671,31 79.205,62 32.264,01
562.433,61 267.114,16 76.520,15 753.027,62 498.440,13 589.624,69
II. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
562.433,61 267.114,16 76.520,15 753.027,62 498.440,13 589.624,69

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Sasse Traffic Logistic GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) habe ich in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Mein Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend gebe ich weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit meiner Prüfung habe ich die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu meinen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls ich auf Grundlage der von mir durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelange, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, bin ich verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Ich habe in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter

https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

München, den 22. März 2024

Michael Hirtreiter, Wirtschaftsprüfer

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