EgoMind GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jay Bradley Nelson seit 25.4.2024 | Prokura |
Louise Jane Norbury seit 25.4.2024 | Prokura |
Anna Cajsa Margareta Elinor Sydhoff Weibring seit 3.4.2023 | Geschäftsführer |
Melanie Grote seit 14.1.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PlanView Benelux B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Planview GmbH, Software & ConsultingKarlsruheJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)
Anhang zum 31. Dezember 2023(gemäß § 327 HGB)I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe ("Gesellschaft"), Amtsgericht Mannheim HRB 106682, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen. Zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2023 wurde die Tochtergesellschaft Troux Technologies GmbH, Karlsruhe (übertragender Rechtsträger), auf die Gesellschaft verschmolzen; die Verschmelzung wurde wirksam am 20. März 2023. Die Verschmelzung führte durch die gewählte Methode der Buchwertverknüpfung zu einem Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 4.510. Als Folge der Verschmelzung kam es zu Erträgen aus Verbindlichkeitsausbuchungen in Höhe von TEUR 2.994 sowie zu Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen in Höhe von TEUR 9. Zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2023 wurde die Tochtergesellschaft Clarizen GmbH, München (übertragender Rechtsträger), auf die Gesellschaft verschmolzen; die Verschmelzung wurde wirksam am 14. April 2023. Die Verschmelzung führte durch die gewählte Methode der Buchwertverknüpfung zu einem Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 49. Als Folge der Verschmelzung kam es zu Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen in Höhe von TEUR 29. Zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2023 wurde die Schwestergesellschaft MJC (Germany) GmbH, Alzenau (übertragender Rechtsträger), auf die Gesellschaft verschmolzen; die Verschmelzung wurde wirksam am 16. Mai 2023. Die Verschmelzung erfolgte ohne Kapitalerhöhung zu Buchwerten. Der negative Buchwert des übernommenen Reinvermögens in Höhe von TEUR -672 wurde mit frei verfügbaren Eigenkapitalteilen (Gewinnvortrag) verrechnet. Als Folge der Verschmelzung kam es zu Erträgen aus Verbindlichkeits-/Forderungsanpassungen in Höhe von TEUR 679 sowie zu Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen in Höhe von TEUR 219. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Hardware 3 Jahre, bei Büroausstattung 3 bis 13 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % (i.Vj. 1,0 %) zu Forderungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt. In der Bilanz werden die aktiven und passiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt zu einem Steuersatz in Höhe von 31,6 % (i.Vj. 31,6 %). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. II. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen Die zum 1. Januar 2023 verschmolzenen drei Gesellschaften (s. o. Punkt I.1) übten keine Geschäftstätigkeit mehr aus, weshalb die Vergleichbarkeit mit den Vorjahresbeträgen bis auf die unter Punkt I.1 bzw. als außergewöhnliche Erträge/Aufwendungen genannten Beträge nicht beeinträchtigt ist. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 27.216 (i.Vj. TEUR 25.436). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen TEUR 3.255 (Vj. TEUR -) gegen Gesellschafter. Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
Erträge / Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verschmelzungsverluste aus den unter Punkt I.1 beschriebenen Verschmelzungen in Höhe von TEUR 4.559 sowie Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen als Folge der Verschmelzungen in Höhe von TEUR 257. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und Verbindlichkeits-/Forderungsanpassungen als Folge der vorgenannten Verschmelzungen in Höhe von TEUR 3.673. III. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet- und Leasingverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, in Höhe von TEUR 23. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus unbefristeten Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 7 p.a. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Herr Razat Gaurav, Chief Executive Officer der Planview Inc., Austin, Texas/USA; Frau Anna Cajsa Margareta Elinor Sydhoff Weibring, Associate General Counsel & DPO der Planview Inc., Austin, Texas/USA (seit 21. März 2023). Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 47 Angestellte beschäftigt, davon 2 leitende Mitarbeiter. Ergebnisverwendung Für die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2023 ist der Gewinnvortrag vorgeschlagen. Konzernabschluss, Mutterunternehmen Die Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe, wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens des Planview-Konzerns, der Planview Inc., Austin, Texas/USA, einbezogen (kleinster und größter Kreis von Unternehmen), der am Sitz der Planview Inc. erhältlich ist.
Karlsruhe, den 4. Februar 2025 Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe Die Geschäftsführung Razat Gaurav, Geschäftsführer Cajsa Weibring, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens(gemäß § 327 HGB)
Lagebericht zum 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe ("Gesellschaft" oder "Unternehmen"), befasst sich mit der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Software, dem Vertrieb von Hardwaresystemlösungen und der Unternehmensberatung (Consulting) für das Projekt- und Ressourcenmanagement. Der Begriff des Consultings umfasst die Beratung von Unternehmen in betriebswirtschaftlichen und technischen Bereichen sowie Training, Mentoring und die Optimierung von Geschäftsprozessen. Die Geschäftstätigkeit ist dabei in die drei Kernsparten Vertrieb (Sales), Consulting (Beratung) und Softwarewartung untergliedert. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich mit Kunden aus den Branchen Medizintechnik, Versicherungen, IT-Bereiche und Automobile in Deutschland, Österreich und der Schweiz erzielt. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumlichkeiten in Karlsruhe. Das Unternehmen ist in den Konzern der Planview Inc., Austin, Texas, USA, integriert und stellt den Vertriebsstandort für den deutschsprachigen Raum dar. I.2. Forschung und Entwicklung Aufgrund der Zugehörigkeit zum Planview-Konzern betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung, ist jedoch von der Forschung und Entwicklung des Planview-Konzerns sowie der Branchenfortentwicklung beeinflusst. II. Wirtschaftsbericht II.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen (BMWK 13.12.2023). Im 1. Quartal 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken, im 2. Quartal 2023 unverändert geblieben, im 3. Quartal 2023 um 0,1 % und im 4. Quartal 2023 um 0,3 % gesunken (jeweils im Vergleich zum Vorquartal). Im Gesamtjahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 0,3 % geringer als im Vorjahr; Deutschland befand sich in einer Rezession (Statista und tagesschau.de 30.1.2024). Demgegenüber ist nach Schätzungen das reale BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU im Jahr 2023 um 0,5 % gestiegen Eurostat (30.1.2024). Das weltweite BIP-Wachstum wird für das vergangene Jahr 2023 auf rund 3,1 % geschätzt (statista 31.1.2024). Die Inflation, die wegen hoher Energiepreise und Lieferschwierigkeiten in vielen Branchen in 2022 sprunghaft gestiegen ist, war in Deutschland auch im Jahr 2023 mit 5,9 % hoch (Destatis 16.1.2024). Die in 2022 und 2023 ergriffenen Zinsmaßnahmen der Zentralbanken sollten die Inflationsraten senken, stellten aber auch ein Konjunkturrisiko dar. Der US-Dollar ist im Jahr 2023 wieder unter die Parität des Eurokurses zum USD gesunken, nachdem es im Juli 2022 erstmals seit 20 Jahren zu einer Parität des EUR zu USD gekommen war (tagesschau.de 12.7.2022), was die in USD gehandelten Güter wie Energie und Rohstoffe erheblich verteuert hatte. Auch 2023 stieg der Umsatz auf dem ITK-Markt (Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik) gegenüber dem Vorjahr an. Das Volumen wuchs um 2,4 % auf 215,6 Milliarden Euro. Die Umsätze im Markt für Informationstechnik als größtem Branchensegment lagen 2023 mit 143,4 Milliarden Euro um 2,6 % über dem Vorjahreswert, was vor allem am guten Geschäft mit Software und IT- Services lag (bitkom Juni 2024, Dezember 2024). II.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Planview GmbH positiv. Aufgrund der in 2018 begonnenen Umstrukturierung der Vertriebsstruktur hat sich der Umsatz mit Drittkunden in 2023 erwartungsgemäß weiter reduziert. Seit 2018 werden neue Verträge mit Kunden hauptsächlich über die Planview International AB, Stockholm, Schweden, abgeschlossen. Die Planview GmbH erhält einen Kostenersatz (Cost-plus-Agreement). Die Umsatzerlöse haben sich 2023 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 2,3 % von TEUR 14.199 (2022) auf TEUR 13.875 verringert. Der größte Teil der Umsatzerlöse entfällt dabei wie im Vorjahr auf Erlöse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen. Diese sind 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 10.832 auf TEUR 10.720 zurückgegangen (-1,0%). Der Hauptteil der externen Umsätze stammt im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr aus dem Bereich "Software as a Service" (SaaS), liegt aber mit TEUR 2.219 leicht unter den Erlösen des Vorjahres (TEUR 2.303; -3,6 %). Die Umsätze aus externen Consulting-Aufträgen liegen 2023 mit TEUR 823 unter denen des Vorjahres (TEUR 998, -17,5%). Die Umsätze aus Maintenance und Managed Services sind 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 67 auf TEUR 113 angestiegen (+68,7 %), spielen jedoch keine nennenswerte Rolle. Zum 1. Januar 2023 wurden drei nicht mehr operativ tätige Gesellschaften auf die Planview GmbH verschmolzen, wodurch das Jahresergebnis (vor Steuern) 2023 mit TEUR 1.143 belastet wurde. Des Weiteren waren die Währungsumrechnungseffekte 2023 um TEUR 1.409 geringer als im Vorjahr. Bereinigt um die vorgenannten Verschmelzungs- und Währungseffekte sowie um andere neutrale Effekte ging das Betriebsergebnis des Geschäftsjahres 2022 um 44,6 % zurück (TEUR 2.397; i.Vj. TEUR 4.256; -44,6 %). Der Jahresüberschuss 2023 hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 4.530 auf TEUR 1.189 signifikant verringert (-73,8 %), wobei sich das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.522 auf TEUR 1.101 vermindert hat (-80,1 %). Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung der Planview GmbH im Geschäftsjahr 2023 als günstig. Im Geschäftsjahr 2023 konnte bei den Umsatzerlösen die Prognose des Vorjahreslageberichts deutlich übertroffen werden (EUR 13,9 Mio. ggü. Prognose EUR 12,7 Mio.) Beim EBIT wirkten sich neben einer operativen Verschlechterung die Verschmelzungs- und Währungseffekte aus, so dass die Prognose des Vorjahreslageberichts deutlich verfehlt wurde (EUR 1,1 Mio. ggü. Prognose EUR 5,9 Mio.). II.3. Lage II.3.1. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.875 (Vj. TEUR 14.199; -2,3%). Der Materialeinsatz 2023 lag bei TEUR 3.438 (Vj. TEUR 3.302; +4,1%) und erhöhte sich damit überproportional zu den Umsatzerlösen. Die Materialaufwandsquote 2023 (Materialaufwand/Umsatzerlöse) lag damit mit 24,8 % über der des Vorjahres (23,3%). Der Rohertrag (Umsatzerlöse = Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) betrug 2023 TEUR 10.437 (Vj. TEUR 10.897; -4,2 %) und damit 75,2% (Vj. 76,7%) der Umsatzerlöse. Die sonstigen betrieblichen Erträge 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.993 auf TEUR 4.280 erhöht (+232,6 %). Während sich die Erträge aus Währungsumrechnungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verringerten (TEUR 564; i.Vj. TEUR 1.271), ergaben sich in 2023 Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und Verbindlichkeits-/Forderungsanpassungen als Folge der Verschmelzungen in Höhe von TEUR 3.673 (i.Vj. TEUR -). Die Personalaufwendungen haben sich 2023 gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.051 um 33,4 % auf TEUR 6.737 erhöht. Der Anstieg ergibt sich aus Veränderungen in der Belegschaft. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 40 Mitarbeitern im Jahr 2022 auf 47 Mitarbeiter im Jahr 2023 erhöht, für ausgeschiedene Mitarbeiter wurden Abfindungen gezahlt. Die Personalaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse betrug 2023 48,6 % gegenüber 35,5 % in 2022. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 betragen TEUR 6.854 (i.Vj. TEUR 1.562) und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.292 bzw. 338,8 % erhöht. Die operativen sonstigen betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich dabei wie folgt: Die Vertriebsaufwendungen 2023 gingen um TEUR 226 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 224 zurück, was im Wesentlichen auf geringere Kosten für Kundenveranstaltungen, Werbung und Messen (TEUR -231) zurückzuführen ist. Die Kosten wurden in größerem Umfang als bisher von der Konzernmuttergesellschaft getragen. Die Verwaltungsaufwendungen 2023 sind in der Zusammensetzung in etwa vergleichbar zum Vorjahr und liegen mit TEUR 1.089 auch der Höhe nach auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.090). Während die Kosten für Fremdleistung und Rechts- und Beratungskosten um TEUR 84 bzw. TEUR 39 unter denen des Vorjahres liegen, haben sich die Kosten für Personalgewinnung und die von Konzernunternehmen weiterbelasteten Personalkosten um TEUR 86 bzw. TEUR 21 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Für den signifikanten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verschmelzungsverluste (TEUR 4.559; i.Vj. TEUR -), Währungskursverluste (TEUR 717; i.Vj. TEUR 15) sowie Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen als Folge der Verschmelzungen (TEUR 257; i.Vj. TEUR -) verantwortlich. Aufgrund der vorgenannten Entwicklungen wurde im Geschäftsjahr 2023 ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe TEUR 1.101 (Vj. TEUR 5.522) erzielt, das damit deutlich unter dem Vorjahresniveau lag. Nach Bereinigung um Sondereffekte liegt das vergleichbare operative Ergebnis 2023 um TEUR 1.899 (44,6 %) unter dem Vorjahr (TEUR 4.256). Bezogen auf die Umsatzerlöse betrug das bereinigte operative Ergebnis 2023 17,0 % gegenüber 2022 30,0 %. Bei einem Finanzergebnis 2023 von TEUR 1.260 (Vj. TEUR 1.099), das sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis aus dem Konzernverbund ergibt, und einem Ertragsteueraufwand 2023 von TEUR 1.172 (Vj. TEUR 2.091) ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.189 (Vj. TEUR 4.530). Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss/Umsatzerlöse) verringerte sich von 31,9% im Vorjahr auf 8,6 % im Geschäftsjahr 2023. Die Eigenkapitalrentabilität des Geschäftsjahres 2023 betrug 4,6 % (i.Vj. 19,5%) und die Gesamtkapitalrentabilität 4,2 % (i.Vj. 17,7 %). II.3.2. Finanzlage Bei einer Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 von 86,8 % (i.Vj. 91,9 %) und einer Eigenkapital-rendite 2023 (Jahresüberschuss/durchschnittliches Eigenkapital) von 4,6 % (i.Vj. 19,5 %) ist die Gesellschaft solide finanziert. Die geringfügige Verminderung der Eigenkapitalquote resultiert bei einer Erhöhung des Eigenkapitals aus einer gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.273 erhöhten Bilanzsumme. Die Verminderung der Eigenkapitalrendite resultiert aus dem Anstieg des durchschnittlichen Eigenkapitals bei einem gegenüber dem Vorjahr deutlich verringerten Jahresüberschuss. Der Rückgang des Jahresüberschusses resultiert dabei allerdings zu einem wesentlichen Teil nicht aus der operativen Tätigkeit der Gesellschaft (s.o. Ertragslage). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich für das Geschäftsjahr 2023 von im Vorjahr TEUR -1.028 auf TEUR +706 verbessert. Dieser positive Cashflow 2023 ergibt sich im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.189 zuzüglich der Erhöhung der Verbindlichkeiten und anderer Passiva um TEUR 1.731 sowie abzüglich der Erhöhung der Forderungen und anderer kurzfristiger Aktiva um TEUR 2.239. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 2023 TEUR -10 und liegt damit geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (Vj. TEUR -16). Die getätigten Investitionen 2023 betreffen in erster Linie Hardware. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR -647 (i.Vj. TEUR -) und resultiert aus einer Einlage in die Kapitalrücklage (TEUR +25) sowie aus einer Verminderung des Gewinnvortrags aufgrund einer Verschmelzung (TEUR -672). Somit ergab sich im Geschäftsjahr 2023 eine Erhöhung der liquiden Mittel (Finanzmittelfonds) um TEUR 49 von TEUR 701 auf TEUR 750. Die Liquidität ersten Grades (liquide Mittel zu kurzfristigen Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen) beträgt zum 31. Dezember 2023 22,1 % (Vj. 46,8 %). Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 - wie im Vorjahr - jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. II.3.3. Vermögenslage Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 verringerte sich, bei einem um TEUR 542 (Jahresüberschuss 2023 TEUR 1.189 und Verschmelzungseffekte von TEUR -647) erhöhten Eigenkapital und einer um TEUR 2.273 erhöhten Bilanzsumme, von 91,9 % auf 86,8 %. Zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 8,2 % auf TEUR 29.976. Auf der Aktivseite steht einer Verringerung des Anlagevermögens (TEUR -15) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR -89) eine Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR +1.780), der sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR +443), des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens (+TEUR 105) sowie der liquiden Mittel (+TEUR 49) gegenüber. Die Erhöhung der Bilanzsumme auf der Passivseite resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Eigenkapitals (TEUR +542), der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR +1.459), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR +311), der Steuer- und sonstigen Rückstellungen (TEUR +87) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR +30). Gegenläufig wirkte sich die Verminderung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens (TEUR -157) aus. Die Nettoforderung gegen Unternehmen des Planview-Konzerns betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 25.616 (i.Vj. TEUR 25.295). Insgesamt befindet sich die Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in einer soliden Vermögens- und Finanz- und Ertragslage. II.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend ein Überblick über wesentliche Leistungsindikatoren im Vorjahresvergleich:
III. Nachtragsbericht Der Geschäftsführung sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht IV.1 Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In Deutschland setzte sich die wirtschaftliche Stagnation des Jahres 2023 (BIP -0,3 %) auch im Jahr 2024 fort. Im Frühjahr 2024 gingen die OECD, der IWF und der Sachverständigenrat noch von einem geringen Wirtschaftswachstum 2024 von +0,2 %, die Bundesregierung von +0,3 % und die EU-Kommission von +0,1 % aus (OECD 2.5.2024, EU-Kommission 15.5.2024, BMWK 24.4.2024, IWF 16.7.2024, Sachverständigenrat 15.5.2024). Im Herbst 2024 gingen die aktualisierten Prognosen von einem Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, so die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute und der Sachverständigenrat um 0,1 % und die Bundesregierung um 0,2 % (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024). Inzwischen wurde der tatsächliche Rückgang des preisbereinigten deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2024 mit -0,2 % festgestellt (destatis 15.1.2025). Für 2025 wird für Deutschland lediglich eine schwache Erholung mit einem Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 0,4 % bis 1,1 % erwartet (Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024; BMWK 9.10.2024; OECD 25.9.2024, EU-Kommission 15.11.2024). Für die Weltwirtschaft wird (wie in 2023) auch für das Jahr 2024 und 2025 von nur verhaltenem Wachstum in Höhe von jeweils 3,2 % (OECD 25.9.2024) bzw. jeweils 2,6% (Sachverständigenrat 13.11.2024) ausgegangen. Noch schwächer wird das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 in der EU mit 0,9 % und für den Euro-Raum mit 0,8 % bzw. 0,7 % erwartet. Auch für 2025 werden in der EU (+1,5 %) bzw. im Euro-Raum (+1,3 %) keine wesentlichen Wachstumsimpulse prognostiziert (EU-Kommission 15.11.2024, Sachverständigenrat 13.11.2024). Die Inflation hat im Jahr 2024 in Deutschland angehalten, wird jedoch mit erwarteten 2,2 % deutlich geringer sein als im Vorjahr (5,9 %), ebenso im Jahr 2025 mit erwarteten 2,0-2,1 %. Im Euro-Raum wird die Inflation 2024 mit 2,4 % und für 2025 mit 2,1 % erwartet (Sachverständigenrat 13.11.2024, EU-Kommission 15.11.2024, Gemeinschaftsdiagnose 26.9.2024). Die Stimmung der Unternehmen in Deutschland hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Dezember 2024 auf 84,7 Punkte, nach 85,6 Punkten im November. Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2020. Der Rückgang war insbesondere auf die pessimistischeren Erwartungen zurückzuführen. Die aktuelle Lage wurden hingegen von den Unternehmen besser bewertet. Die Schwäche der deutschen Wirtschaft ist chronisch geworden. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index merklich gesunken. Die Unternehmen zeigten sich unzufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem trübten sich ihre Erwartungen deutlich ein. Die Auftragslage verschlechterte sich erneut. Produktionskürzungen sind angekündigt. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Dies war spürbar skeptischeren Erwartungen der Unternehmen geschuldet. Die aktuelle Lage wurde hingegen etwas besser beurteilt. Im Handel konnte der Index seine Aufwärtsbewegung der letzten zwei Monate nicht fortsetzen. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Auch bei den Erwartungen nahm der Pessimismus zu. Diese Entwicklung war vor allem durch den Großhandel getrieben. Aber auch der Einzelhandel zeigt sich eher unzufrieden. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Firmen bewerteten insbesondere ihre aktuelle Lage etwas positiver. Die Erwartungen verschlechterten sich jedoch (ifo Institut 17.12.2024). Branchenentwicklung Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfeldes stieg der Umsatz 2024 auf dem ITK-Markt (Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik) gegenüber dem Vorjahr an. Das Volumen wuchs um 3,3 % auf 222,6 Milliarden Euro. Die Umsätze im Markt für Informationstechnik als größtem Branchensegment lagen 2024 mit 149,7 Milliarden Euro um 4,4 % über dem Vorjahreswert, was vor allem am guten Geschäft mit Software und IT-Services lag (bitkom Dezember 2024). Für das Jahr 2025 rechnet der Digitalverband Bitkom mit einem Umsatzanstieg von 4,6 % gegenüber 2024 (bitkom Dezember 2024). Zukünftige Entwicklung der Gesellschaft Die Geschäftsführung der Planview GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024 Umsatzerlöse in Höhe von ca. EUR 11,6 Mio. und einen Anstieg des Betriebsergebnisses (EBIT) auf ca. EUR 2,9 Mio. Die in 2018 begonnene Umstrukturierung der Vertriebsstruktur und die daraus resultierende Verschiebung des Neukundengeschäfts zu der Muttergesellschaft Planview International AB, Stockholm, Schweden, wird fortgesetzt, was zu einem weiteren Rückgang der Drittumsätze bei der Planview GmbH führen wird. Die Planview GmbH erhält einen Kostenersatz (Cost-plus-Agreement). Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung mit Umsatzerlösen von ca. EUR 12,1 Mio. und einem EBIT von ca. EUR 3,1 Mio. IV.2 Risikobericht Zu den Risiken resultierend aus der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage insbesondere in Deutschland und Europa, aus den internationalen Krisen u.ä. verweisen wir auf Punkt IV.1 Prognosebericht. Sollten die dort genannten Abwärtsrisiken die Kunden der Gesellschaft betreffen, könnte dies auch negative Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragssituation der Gesellschaft haben. Daneben bestehen weiterhin folgende Risiken: Die mit der unternehmerischen Tätigkeit der Planview GmbH verbundenen Risiken werden mit Maßnahmen des Risikomanagements gesteuert. Das Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil des Planungs- und Berichtssystems der Gesellschaft, das in das Risikomanagementsystem des Planview-Konzerns integriert ist. Im Rahmen der Planungs- und Berichtssysteme werden verschiedene Analysen und Auswertungen durchgeführt und gegebenenfalls Maßnahmen festgelegt. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf die Finanzinstrumente, insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und flüssige Mittel, werden dabei ebenfalls erfasst. Die typischen Geschäftsrisiken und -chancen der Kunden der Planview GmbH (Medizintechnik, Versicherungen, IT-Bereiche und Automobile) werden auch zukünftig einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Planview GmbH haben; dazu gehören insbesondere Nachfragerückgänge bzw. -schwankungen. Die sich hieraus ergebenden Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems erfasst, verfolgt und bewertet. Sofern mit einem tatsächlichen Eintritt gerechnet wird, werden im Rahmen der handelsrechtlichen Erfordernisse Rückstellungen gebildet. Die weitere positive Entwicklung der Planview GmbH setzt voraus, dass auch künftig eine technologisch führende Rolle in den Geschäftsfeldern der Gesellschaft besetzt werden kann. Dabei besteht ein Risiko in der Abhängigkeit von den technologischen Entwicklungen des Planview-Konzerns, dessen Produkte sie vertreibt. Neben dem Erkennen zukünftiger Tätigkeitsschwerpunkte (insbesondere durch den Planview-Konzern) ist auch das Halten und Gewinnen von hervorragenden Mitarbeitern eine wichtige Voraussetzung. Hierfür werden die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um dem Risiko eines abnehmenden Know-Hows zu begegnen. Insgesamt sind der Geschäftsführung keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. IV.3 Chancenbericht Nachdem die Planview GmbH integraler Bestandteil des Planview-Konzerns ist, resultieren die Chancen der deutschen Gesellschaft im Wesentlichen aus der Entwicklung der gesamten Gruppe. Hierfür gilt: Mit der Veröffentlichung verschiedener Magic Quadrants beim wichtigsten IT-Analysten Gartner wird Planview weltweit als Leader bewertet. Auch Analysten wie Forrester stufen Planview als weltweit als führend ein. Durch die Übernahmen von Leankit, Innotas (jetzt PPM Pro), Spigit und Projectplace sowie Clarizen und Changepoint, kann Planview aus dem Produktportfolio allen Kunden eine für sie passende Lösung anbieten. Die Verfügbarkeit der Integration der Planview-Produkte (weiter gefördert durch die Übernahme von Tasktop, dem führenden Anbieter im Bereich Value Stream Management (VSM) in 2022) untereinander unterstreicht die Verlässlichkeit von Planview zu den bei den Übernahmen geweckten Erwartungs-haltungen, dass die Produkte nahtlos zusammen funktionieren. So soll der Umsatz bei Bestandskunden mit maßgeschneiderten Lösungen durch Cross-Selling ausgebaut werden. Von Portfolio-Management über Ideation, Collaboration bis hin zum agilen Produktmanagement werden immer mehr Bereiche eines Unternehmens bedient. Führende Branchenanalysten wie Forrester weisen zudem auf die Vorteile einer Integration von strategischem Portfoliomanagement (SPM) und VSM hin. Durch personelle Erweiterung des Vertriebsteams soll eine bessere regionale Aufstellung für potentielle Neukunden sowie eine bessere Betreuung von Bestandskunden gewährleistet werden. Dies ist besonders für das SaaS Businessmodel von Bedeutung, welches besonders durch Verlängerung der Verträge durch Bestandskunden profitiert. V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Das Risikomanagementsystem der Planview GmbH umfasst auch die Risikosteuerung in Bezug auf Finanzinstrumente. Ziel des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente ist es, diesbezügliche Risiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, zu beseitigen, wobei der Geschäftsführung bewusst ist, dass bestimmte Risiken nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand zu vermeiden sind. Dabei wird durch die fortlaufende Risikoidentifikation, -bewertung und -bewältigung insbesondere hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten das Ziel verfolgt, Risiken bei den Finanzinstrumenten zu minimieren. Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird regelmäßig analysiert, um über ein effektives Mahnwesen Risiken des Forderungsausfalls zu minimieren. Für eventuell bestehende Risiken zum Bilanzstichtag wird mit Einzelwertberichtigungen vorgesorgt. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen große und mittelgroße Kunden aus den Bereichen Medizintechnik, Versicherungen, IT und Automobile, so dass Ausfallrisiken dementsprechend gestreut sind und als überschaubar eingeschätzt werden. In der Vergangenheit waren keine nennenswerten Ausfälle zu verzeichnen. Eine Risikokonzentration besteht zum 31. Dezember 2023 in der Nettoforderung gegen verbundene Unternehmen (EUR 25,6 Mio.; Vj. EUR 25,3 Mio.), hiervon gegen die Konzernmuttergesellschaft Planview Inc., USA, EUR 18,9 Mio. (Vj. EUR 17,3 Mio.). Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze an Kunden überwiegend in Euro, so dass insoweit bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Währungsrisiken bestehen. Die Gesellschaft fakturiert ihre Umsätze jedoch auch in USD, so dass bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insoweit Währungsrisiken bestehen. Dasselbe gilt für die Materialbeschaffung in Euro und Fremdwährung, d.h. für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Konzernunternehmen bestehen teilweise in USD und SEK, so dass sich daraus ein Währungskursrisiko ergibt. Diesbezüglich sind keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind verzinslich. Die Zinssätze sind variabel, so dass insoweit ein Zinsänderungsrisiko besteht. Zur Absicherung von Fremdwährungsgeschäften (Währungsrisiko) werden derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) nur nach Einzelfallabstimmung mit der Planview-Gruppe eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.
Karlsruhe, den 4. Februar 2025 Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe Die Geschäftsführung Razat Gaurav, Geschäftsführer Cajsa Weibring, Geschäftsführerin In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Planview GmbH, Software & Consulting, Karlsruhe, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 4. Februar 2025 Grant
Thornton AG
Hämmerle, Wirtschaftsprüfer Doerges, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss wurde am 18. Februar 2025 festgestellt. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 25.906.177,09 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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