Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 96713
Vorher
Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH
Eingetragen
17.2.1937
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Der Erwerb, die Bewirtschaftung und die Verwaltung von Grundstücken und Bauten für eigene Zwecke jeder Art und in allen Rechts- und Nutzungsformen. Die Gesellschaft kann Grundstücke, Gebäude, grundstücksgleiche Rechte und Erbbaurechte erwerben und veräußern, Grundstücke entwickeln, erschließen, sanieren und belasten, Erbbaurechte jeder Art begründen, ändern oder beenden, und Gebäude errichten, umbauen und modernisieren.

Historie

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Management

NameRolle
Gerd Bunzeck
seit 8.2.2024
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Volker Dr. Wiegel
seit 8.3.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
50.98%
49.02%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
LEG Grundstücksverwaltung GmbH
Germany
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH

Wilhelmshaven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

Grundlagen des Unternehmens

Das Unternehmen vermietet und betreut mit Stand 31. Dezember 2019 6.652 eigene Wohnungen mit einer Wohnfläche von rd. 385.000 m 2, 41 Gewerbeeinheiten sowie Stellplätze und Garagen in Wilhelmshaven. Die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH ist der größte Wohnungsanbieter in der Stadt Wilhelmshaven.

Die Bevölkerungszahl in Wilhelmshaven blieb in den letzten Jahren im Wesentlichen konstant, wobei jedoch zukünftig insbesondere bedingt durch den Strukturwandel eine leicht rückläufige Tendenz zu erwarten ist. Im direkten Vergleich des Monats Dezember 2019 mit dem Monat Dezember 2018 sank die Bevölkerungsdichte leicht von 79.218 Personen auf 79.025 Personen. Der Altersdurchschnitt der Wilhelmshavener lag im Jahr 2019 bei 46,1 Jahren.

Die aus Sicht der Geschäftsführung wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Mieterlöse, Leerstand und Instandhaltungsaufwendungen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2019 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behauptet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2019 um 0,6 % im Vorjahresvergleich an. Der Arbeitsmarkt erwies sich im Jahr 2019 weiterhin als sehr robust. Neben einem weiteren Anstieg der Erwerbstätigenzahl auf über 46,5 Mio. sank die Arbeitslosenquote um 0,2 %-Punkte auf 5,0 %. Maßnahmen zur Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank sind auch nach dem Wechsel in der Präsidentschaft der Institution weiterhin nicht in Sicht.

Trotz Wachstumsabschwächung erscheinen die branchenspezifischen Rahmenbedingungen für die Immobilienbranche daher weiterhin recht positiv. Denn für ein Unternehmen wie die WBG Jade ist vor allem die Entwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt von Bedeutung. Der hat sich 2019 erneut als stabil erwiesen und ist weiterhin von Knappheit geprägt. Die Mieten lagen gemäß Ausweis im Index der Lebenshaltungskosten deutschlandweit im Dezember 2019 um 1,4 % höher als im Vorjahr. Damit nahmen sie etwas schwächer zu als die Lebenshaltungskosten insgesamt, die im Dezember 2019 um 1,5 % höher lagen als ein Jahr zuvor. 2018 hatten die Mieten noch um 1,6 % zugenommen. Es sieht also so aus, als würden sich die Mietsteigerungen in Deutschland ein wenig abflachen.

Die insgesamt aufwärts gerichtete konjunkturelle Entwicklung hat sich in 2019 durchaus auch in Wilhelmshaven niedergeschlagen. Die Arbeitslosenquote hat sich von 10,4% im Dezember 2018 auf 9,8% im Dezember 2019 weiter verringert.

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Veräußerung von Verkaufsobjekten

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2019 vier Wohneinheiten (Wohnungen) aus ihrem Immobilienbestand veräußert. Die Erlöse in Höhe von TEUR 270 überstiegen die Buchwerte der Wohneinheiten (TEUR 128). Die Veräußerung dieser Wohnungen diente der Optimierung des Portfolios und der Konzentration auf Core-Immobilien.

Umsatz- und Vermietungsentwicklung

Die Mieterlöse aus der Bewirtschaftung eigener Immobilien haben sich im vergangenen Jahr durch eine adäquate Steigerung der Vermietungsleistung sowie höhere Erlöse aus Nebenkostenabrechnungen auf EUR 32,6 Mio. (Vj. EUR 31,8 Mio.) erhöht. Die Vermietungsquote (Fläche) verbesserte sich zum Stichtag auf 94,1% (Vj. 92,5%).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine neuen Objektkäufe getätigt. Die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH hat rd. EUR 10,1 Mio. in die laufende Instandhaltung und Renovierung von Wohnungen zur Wiedervermietung investiert.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2019 in Höhe von EUR 237,2 Mio. hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. EUR 3,0 Mio. verringert.

Mit EUR 167,8 Mio. sind rd. 70,7 % des Gesamtvermögens im Immobilienbesitz gebunden. Das Sachanlagevermögen verminderte sich um die planmäßigen Abschreibungen (EUR 3,5 Mio.) sowie um die im Jahre 2019 getätigten Verkäufe von Wohneinheiten. Gegenläufig wurden EUR 0,4 Mio. für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau aktiviert. Die Ausleihungen haben sich zum Stichtag um EUR 3,4 Mio. erhöht, gegenläufig sind die kurzfristigen Verrechnungskonten gegen Gesellschafter um EUR 4,3 Mio. zurückgeführt worden.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden erstmals unfertige Leistungen für aktivierte Betriebskosten mit erhaltenen Anzahlungen der Mieter für Betriebskostenvorauszahlungen saldiert.

Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Die flüssigen Mittel betrugen zum 31. Dezember 2019 EUR 16,2 Mio.

Die Gesellschaft hat in 2015 Schuldscheindarlehensverträge mit der Deutsche Bank AG über einen Betrag von insgesamt bis zu EUR 164,0 Mio. abgeschlossen und damit die bislang bestehenden Finanzierungen abgelöst. Beide Verträge haben eine Laufzeit bis zum 30. Januar 2025 und werden durch erstrangige Grundpfandrechte sowie weitere Ansprüche an die Kreditgeberin gesichert. Ein Darlehen über EUR 123,0 Mio. wird mit 3,5% p.a. verzinst und ist endfällig. Ein weiteres Darlehen über EUR 41,0 Mio. wird mit 7,0% p.a. verzinst und wird mit 3,0% p.a. getilgt. Zum 31. Dezember 2019 valutieren die Darlehen in Höhe von EUR 158,5 Mio. (Vj. EUR 159,7 Mio.).

Ein Teil der aufgenommenen Mittel (Stand per 31. Dezember 2019: EUR 46,2 Mio.) wurden an die Gesellschafterin Magnus Fünfte Immobilienbesitz und Verwaltungs GmbH, Hamburg, als endfälliges Darlehen ausgereicht, das am 31. Januar 2025 zurückzuzahlen ist.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten mit TEUR 14.747 im Wesentlichen Rückstellungen für Finanzierungsaufwendungen für den Erwerb von Schuldscheinen. Die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH hat sich gemäß Verpflichtungserklärung vom 12. Dezember 2019 dazu bereit erklärt, die Schuldscheine zu Anschaffungskosten der ADLER Real Estate AG zu übernehmen, die über Nennwert liegen.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Jahr 2019 jederzeit gewährleistet.

Der Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft werden aufgrund der Optimierung des bestehenden Immobilienportfolios durch umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen und die langfristig gesicherte Finanzierung als positiv eingeschätzt. Die Voraussetzungen für eine zukünftig stabile Entwicklung sind dadurch vorhanden.

Im Vorjahr hatten wir für 2019 mit steigenden Umsatzerlösen aufgrund einer vergleichbaren Vermietungsleistung bei höheren erzielbaren Mieten pro qm gerechnet. Neben den gestiegenen Mieten hat sich auch die Vermietungsquote im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Den um EUR 0,8 Mio. höheren Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung stehen allerdings EUR 4,6 Mio. höhere Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen für die Hausbewirtschaftung gegenüber. In 2019 konnten deutlich höhere Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden als im Vorjahr noch geplant. Im Vergleich zu 2018 haben sich Aufwendungen in diesem Bereich um rd. 5,4 Mio. erhöht.

Somit konnte für das Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftungen von EUR 6,1 Mio. erzielt werden.

Neben der hohen Instandhaltungsaufwendungen hat der hohe Zinsaufwand für die Rückstellungsbildung der Finanzierungsaufwendungen für die Übernahme der Schuldscheindarlehen im Geschäftsjahr 2019 zu einem negativen Jahresergebnis in Höhe von EUR 17,3 Mio. geführt.

Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem ist auf das Geschäftsmodell in der Immobilienverwaltung mit flachen Hierarchieebenen zugeschnitten. Die Geschäftsführung nimmt in dieser Organisationsstruktur die Risikofrüherkennungsfunktion selbst wahr.

Zentraler Bestandteil dieses Systems ist ein Reporting, das kontinuierlich überwacht und weiterentwickelt wird.

Das Reporting fokussiert besonders auf die Kennzahlen zur Entwicklung der Vermietungen und Verkäufe, auf den Cashflow und die Liquidität. Abweichende Entwicklungen oder entstehende Risiken, die potenziell bestandsgefährdend sein könnten, werden damit frühzeitig aufgedeckt und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem der Muttergesellschaft, der ADLER Real Estate Aktiengesellschaft, Berlin, eingebunden.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken

Großen Einfluss auf das Geschäft der Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH haben die Bewirtschaftung und die Pflege der Wohnimmobilien, die konjunkturelle Entwicklung, die Entwicklung der Beschäftigung sowie die Entwicklung der Zinsen und der Inflationsrate.

Diese Faktoren wirken sich auf die Mieterlöse aus. Auch gesellschaftliche Entwicklungen in der Region können die Entwicklung von Angebot und Nachfrage bzw. so auch die Preis- und Mietentwicklung beeinflussen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den wirtschaftlichen Erfolg ist schwerlich absehbar, könnte aber auch in 2021 durchaus zu wesentlichen Risiken führen. Solange aber die Mieten steigen, wie es in Deutschland gegenwärtig zu beobachten ist, hält sich daher das Risiko, aufgrund einer Veränderung der allgemeinen Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt Mieter zu verlieren und dadurch einen höheren Leerstand in Kauf nehmen zu müssen, in Grenzen.

Finanzielle Risiken

Die Finanzabteilung im Konzern identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung der Gesellschaft.

Zinsrisiko: Die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH ist langfristig über Darlehen zu festen Zinssätzen finanziert, sodass das Marktzinsrisiko die Gesellschaft nur indirekt trifft.

Ausfallrisiko: Das Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Risiko, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Die Geschäftsführung stellt sicher, dass Geschäfte mit Geschäftspartnern nur getätigt werden, wenn diese in der Vergangenheit ein angemessenes Zahlungsverhalten aufgewiesen haben.

Liquiditätsrisiko: Liquiditätsrisiken bestehen in möglichen finanziellen Engpässen und dadurch verursachten erhöhten Refinanzierungskosten. Die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH schöpft ihre Liquiditätseingänge im Wesentlichen aus den Nettomieten der bewirtschafteten Immobilien und aus dem gelegentlichen Abverkauf von Wohneinheiten des Verkaufsportfolios, so dass ein konstanter Liquiditätszufluss gewährleistet ist.

Risiken aus rechtlichen Rahmenbedingungen

Im Januar 2019 fand eine erste Verschärfung zum "Gesetz zur Begrenzung des Mietpreiswachstums" statt, wozu insbesondere die Auskunftspflicht des Vermieters u. a. zur Höhe der bislang gezahlten Miete sowie eine Erleichterung des Widerspruchs seitens des Mieters in Form einer einfachen Rüge zu zählen sind. Im Oktober 2019 wurden im Rahmen eines Gesetzentwurfs zusätzliche Erweiterungen vorgestellt, wie die Verlängerung der Mietpreisbremse bis zum Jahr 2025 (anstatt bislang 2020), eine rückwirkende Erstattung zu viel gezahlten Geldes (bislang erst ab dem Zeitpunkt der Rüge) sowie eine Ausdehnung des Berechnungszeitraums für die ortsübliche Vergleichsmiete von bislang vier auf sechs Jahre.

Eine gewisse Unsicherheit herrscht weiterhin in Bezug auf die Auswirkungen der Grundsteuer-Reform. Die Mitte Oktober 2019 vom Bundestag verabschiedete Neufassung der Grundsteuer sieht eine Orientierung am Wert der Immobilie vor, enthält aber auch eine Öffnungsklausel für Länder, die eine wertunabhängige Bemessungsgrundlage und damit ein "Flächenmodell" vorziehen.

Operative Risiken und Chancen

Die wirtschaftlich bedeutendsten Chancen ergeben sich aus gegenüber den Planungen höheren Mieterträgen bei gleichbleibend niedrigem Zinsniveau. Beides führt zu verbesserten Verkaufspreisen von Immobilien bzw. erhöht den Marktwert der Immobilie.

Insgesamt sind aus Sicht der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen.

Ausblick (Prognosebericht)

Für das Jahr 2020 gehen wir von einer Umsatzentwicklung aus, die der allgemein erwarteten Branchenentwicklung entspricht. Mögliche Auswirkungen aus der Corona-Krise auf das Jahresergebnis könnten insbesondere der Ausfall von Mietzahlungen oder deren Stundung sein, wobei die Effekte aus der ersten Corona-Welle nicht wesentlich waren.

In 2020 rechnen wir mit einer leichten Absenkung der Leerstandsquote.

Wir rechnen für 2020 trotz leicht steigender Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung mit einem deutlich geringeren Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung. Für das Jahr 2020 werden wir die Instandhaltung und Modernisierung unserer Wohnungen deutlich intensivieren (voraussichtlich rd. EUR 12 Mio.), wobei wir in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 bereits EUR 8,4 Mio. beauftragen konnten. Dieser Effekt wird den Anstieg bei den Erträgen aus der Immobilienbewirtschaftung deutlich übersteigen.

Die aus den Vorjahren gesetzten Augenmerke, wie z.B. die Optimierung der zielgruppenorientierten Vermarktung, die Stabilisierung der Mieterklientel durch Steigerung der Mieterzufriedenheit, die Reduzierung der Kündigungsquote mit dem Hintergrund einer Langfristvermietung sowie die Optimierung des Immobilienportfolios, werden weiter konsequent verfolgt. In den ersten drei Quartalen 2020 wurden weitere Immobilien mit Verkaufserlösen von rd. EUR 1,0 Mio. veräußert.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2020 abhängig von der Umsetzung der geplanten Instandhaltungsmaßnahmen mit einem negativen Jahresergebnis von rd. EUR 3,5 Mio. Ein Sondereffekt wie die Finanzierungsaufwendungen in 2019 für die Übernahme von Schuldscheindarlehen erwarten wir nicht.

 

Wilhelmshaven, 27. November 2020

Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH

Geschäftsführung

Maximilian Rienecker

Sven-Christian Frank

Hans-Ulrich Mies

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 165.512.517,41 169.059.839,95
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 1.155.493,91 1.190.733,25
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 648.233,00 648.233,00
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 1,00 1,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.139,93 0,00
167.752.385,25 170.898.807,20
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 46.187.294,31 42.783.662,13
46.187.295,31 42.783.663,13
213.939.680,56 213.682.470,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 4.219.080,36 4.433.874,44
2. Erhaltene Anzahlungen -4.219.080,36 -4.258.525,90
0,00 175.348,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Vermietung 438.000,65 167.017,64
2. Forderungen aus Grundstücksverkäufen 0,00 107.680,00
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 685.594,31 572.232,11
4. Forderungen gegen Gesellschafter 5.193.599,85 9.525.008,31
5. Sonstige Vermögensgegenstände 708.641,21 68.282,09
7.025.836,02 10.440.220,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.217.563,90 15.874.265,19
23.243.399,92 26.489.833,88
237.183.080,48 240.172.304,21

Passiva

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.700.000,00 1.700.000,00
II. Kapitalrücklage 79.469.313,40 79.469.313,40
III. Gewinnrücklagen
1. Satzungsmäßige Rücklagen 879.575,42 879.575,42
2. Andere Gewinnrücklagen 34.670.150,83 34.670.150,83
35.549.726,25 35.549.726,25
IV. Bilanzverlust -61.324.815,14 -44.056.768,23
55.394.224,51 72.662.271,42
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 15.185.146,70 238.110,94
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 161.350.993,68 162.617.202,88
2. Erhaltene Anzahlungen 59.419,61 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 180.354,17 132.255,26
4. Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 1.086,67 2.005,51
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.503.102,04 4.033.841,19
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.000,71 519,11
166.099.956,88 166.785.823,95
D. Rechnungsabgrenzungsposten 503.752,39 486.097,90
237.183.080,48 240.172.304,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

2019 2018
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
a. aus der Hausbewirtschaftung 32.630.319,96 31.801.253,85
b. aus dem Verkauf von Grundstücken 269.800,00 234.338,16
32.900.119,96 32.035.592,01
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -214.794,08 238.209,60
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.152.820,60 330.263,43
33.838.146,48 32.604.065,04
4. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen
a. Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 26.307.499,86 21.682.050,47
b. Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke 127.839,10 148.855,06
26.435.338,96 21.830.905,53
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 3.486.772,87 3.480.858,72
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.389.011,92 1.348.441,54
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.770.901,04 2.635.334,44
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.770.901,04 (Vj. EUR 2.635.334,44)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 93.070,67 88.350,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 92.329,22 (Vj. EUR 88.350,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.659.041,35 6.990.424,81
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresfehlbetrag (Vj. Jahresüberschuss) -17.268.046,91 1.677.118,88
11. Verlustvortrag -44.056.768,23 -45.733.887,11
12. Bilanzverlust -61.324.815,14 -44.056.768,23

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen aufgestellt.

Die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH (Amtsgericht Oldenburg (Oldenburg) HRB 130003) ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB Abs. 1 HGB.

Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Saldierung von erhaltenen Anzahlungen von Mietern für Betriebskostenvorauszahlungen und unfertigen Leistungen für aktivierte Betriebskostenvorauszahlungen nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB erstmalig im Geschäftsjahr 2019 in Anspruch. Die Saldierung führte bei den Vorjahreswerten im Vergleich zum unsaldierten Ausweis zu einer Bilanzverkürzung von TEUR 4.259.

Ansonsten entsprechen Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/ Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zugänge werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigen beizulegenden Wert bewertet.

Die Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Unter den Vorräten werden die unfertigen Leistungen in Höhe der umlagefähigen Kosten der Hausbewirtschaftung saldiert mit den enthaltenen Nebenkostenvorauszahlungen der Mieter ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. mit am Bilanzstichtag niedrigerem beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Unter den erhaltenen Anzahlungen werden die von den Mietern geleisteten Betriebskostenvorauszahlungen zum Nennwert erfasst, soweit diese die aktivierten Betriebskosten der Gesellschaft übersteigen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden ferner Forderungen aus der Instandhaltungsrücklage für Wohnungseigentümergesellschaften in Höhe von TEUR 697 ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5.194 (Vj. TEUR 9.525) Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen resultieren aus Zinsforderungen und Verrechnungsverkehr.

3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel betragen TEUR 16.218. Darin enthalten ist ein Konto bei der Berliner Sparkasse in Höhe von TEUR 8.835, welches der Barabsicherung einer Bürgschaft der Berlin Hyp AG gegenüber der VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) dient.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten mit TEUR 14.747 im Wesentlichen Rückstellungen für Finanzierungsaufwendungen. Die Gesellschaft hat sich gegenüber der ADLER Real Estate AG verpflichtet, die von der ADLER Real Estate AG gehaltenen Schuldscheindarlehen vor ihrem Ablauf zu deren Anschaffungskosten zu erwerben. Der Differenzbetrag zu den Nominalwerten der Schuldscheindarlehen wurde aufwandswirksam im Jahresabschluss berücksichtigt.

Des Weiteren beinhalten die sonstigen Rückstellungen ausstehende Rechnungen für Instandhaltungen in Höhe von TEUR 266.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit
davon
Insgesamt bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 161.351 4.116 4.920 152.315
(Vj.) (162.617) (4.353) (4.920) (153.344)
2. Erhaltene Anzahlungen 60 60 0 0
(Vj.) (0) (0) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 180 180 0 0
(Vj.) (132) (132) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 1 1 0 0
(Vj.) (2) (2) (0) (0)
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.503 4.503 0 0
(Vj.) (4.034) (4.034) (0) (0)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5 5 0 0
(Vj.) (1) (1) (0) (0)
166.100 8.865 4.920 152.315
(Vj.) (166.786) (8.522) (4.920) (153.344)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe des ursprünglichen Nennwerts der Schuldscheindarlehen von insgesamt EUR 164 Mio. besichert. Darüber hinaus wurden seitens der Gesellschaft Guthabenkonten verpfändet sowie Mietforderungen und andere Ansprüche sicherungshalber abgetreten.

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen bestehen unmittelbar gegenüber Kreditinstituten, zum Stichtag hat die ADLER Real Estate AG von diesen Schuldscheindarlehen insgesamt TEUR 129.000 erworben.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 4.495 (Vj. TEUR 3.910) aus Leistungsbeziehungen enthalten.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEUR 66 ausgewiesen.

Ferner wurden als außergewöhnliche Erträge TEUR 763 für die Aktivierung von Guthaben aus Instandhaltungsrücklagen bei Wohnungseigentümergesellschaften gebucht. In Vorjahren wurden die laufenden Zahlungen in die Instandhaltungsrücklagen statt der tatsächlichen Verbräuche durch Instandhaltungsmaßnahmen als Aufwand berücksichtigt.

2. Verbundene Unternehmen

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens verbundene Unternehmen betreffend hat es im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 2.771 gegeben (Vj. TEUR 2.635).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 92 (Vj. TEUR 88) verbundene Unternehmen.

3. Außergewöhnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 14.747 Finanzierungsaufwendungen enthalten. Diese resultieren aus der Verpflichtungserklärung vom 12. Dezember 2019, in der die Gesellschaft von der ADLER Real Estate AG erworbene Schuldscheindarlehen zu den gezahlten Anschaffungskosten übernehmen wird. Die Finanzierungskosten resultieren aus dem über den Nominalbetrag hinausgehenden Betrag.

D. Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind bzw. waren im Geschäftsjahr 2019:

Sven-Christian Frank, Vorstand ADLER Real Estate AG, Berlin

Maximilian Rienecker, Vorstand ADLER Real Estate AG, Berlin

Hans-Ulrich Mies, Kaufmann, Odenthal

Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft keine Vergütung.

2. Konzernabschluss, Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ADLER Real Estate Aktiengesellschaft, Berlin, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3. Haftungsverhältnisse

Im Auftrag der Gesellschaft hat die JADE Immobilien Management GmbH mit der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), Karlsruhe, eine Beteiligungsvereinbarung geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat sie die Verpflichtung übernommen, den Arbeitnehmern eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren.

Nach § 5 der Beteiligungsvereinbarung vom 24. November / 9. Dezember 2014 umfasst diese auch alle der Wohnungsbaugesellschaft Jade mbH aufgrund der in der Vergangenheit mit dieser bestehenden Beteiligungsvereinbarung zuzurechnenden und zum Stichtag der Berechnung noch vorhandenen Renten und Rentenanwartschaften. Nach § 7 der Beteiligungsvereinbarung ist die JADE Immobilien Management GmbH in vollem Umfang in die Rechte und Pflichten aus den Beteiligungsvereinbarungen zwischen der Wohnungsbaugesellschaft Jade mbH und der VBL vom 9. März 1945 / 19. November 1945 sowie vom 20. Juni 2002 / 3. Juli 2002 eingetreten.

Da die Finanzierung der Versorgungsleistungen der VBL im sogenannten Umlageverfahren (Abschnittsdeckungsverfahren) erfolgt, bestehen Unterdeckungen für zukünftige Versorgungslasten. Nach Auffassung des HFA des IDW liegt bei dieser Art der Zusatzversorgung eine mittelbare Pensionsverpflichtung vor, für die nach Art. 28 Abs. 1 EGHGB ein Passivierungswahlrecht besteht. Der Gegenwartswert betrug zum 1. Januar 2020 TEUR 7.826. Die bestehende Unterdeckung ist zum Bilanzstichtag über eine Bürgschaft der Berliner Sparkasse, Berlin, in Höhe von TEUR 8.835 gegenüber der VBL abgesichert.

4. Anteilsbesitz

Gesellschaft Anteil am Kapital % Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
EUR Jahr EUR
JADE Immobilien Management GmbH, Wilhelmshaven 100 82.691,94 2019 0,00

Das gezeichnete Kapital der JADE Immobilien Management GmbH beträgt unverändert TEUR 100. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Münchener Baugesellschaft mbH, Hamburg.

E. Nachtragsbericht

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft ist zu einem wesentlichen Teil von der Entwicklung des deutschen Immobilienmarktes abhängig, der wiederum von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst wird. Zwar sind die Auswirkungen des Coronavirus seit März 2020 auf die Gesamtwirtschaft in Deutschland zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses kaum absehbar und könnten durchaus beträchtlich sein. Unmittelbare und vor allem wesentliche Auswirkungen auf den deutschen Wohnimmobilienmarkt sind hieraus allerdings noch nicht zu erwarten. Als Hauptindikator für die Knappheit von Mietraum gilt der Preis, der für dessen zeitweise Überlassung gezahlt wird. Solange die Mieten steigen, wie es in Deutschland gegenwärtig zu beobachten ist, hält sich daher das Risiko, aufgrund einer Veränderung der allgemeinen Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt Mieter zu verlieren und dadurch einen höheren Leerstand in Kauf nehmen zu müssen, in Grenzen.

Die Immobilienbranche und Wohnimmobilien insbesondere können als sichere Anlageform gelten. Gleichwohl können die Einschränkungen im Alltagsleben zu deutlich verzögerten Prozessabläufen sowie eventuell auch Mietforderungsausfällen führen.

Die Tochtergesellschaft JADE Immobilien Management GmH wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2020 auf die ADLER Wohnen Service GmbH verschmolzen.

 

Wilhelmshaven, den 27. November 2020

Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH

Die Geschäftsführer

Maximilian Rienecker

Sven-Christian Frank

Hans-Ulrich Mies

Entwicklung des Anlagevermögens der Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH, Wilhelmshaven, im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 230.709.453,88 32.050,09 172.682,03 230.568.821,94
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 1.749.319,59 0,00 0,00 1.749.319,59
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 648.233,00 0,00 0,00 648.233,00
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 1,00 0,00 0,00 1,00
5. Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattung 68.689,00 0,00 0,00 68.689,00
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 436.139,93 0,00 436.139,93
234.010.186,29 32.050,09 172.682,03 233.035.064,53
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 269.122,09 0,00 0,00 269.122,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1) 42.783.662,13 3.403.632,18 0,00 46.187.294,31
43.052.784,22 3.403.632,18 0,00 46.456.416,40
273.704.443,08 3.435.682,27 172.682,03 279.491.480,93
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2019 Zugänge Abgänge 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 61.649.613,93 3.451.533,53 44.842,93 65.056.304,53
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 558.586,34 35.239,34 0,00 593.825,68
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattung 68.689,00 0,00 0,00 68.689,00
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
55.547.079,78 3.486.772,87 44.842,93 65.718.819,21
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 269.121,09 0,00 0,00 269.121,09
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1) 0,00 0,00 0,00 0,00
269.121,09 0,00 0,00 269.121,09
55.943.713,28 3.486.772,87 44.842,93 65.987.940,30
Buchwerte
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 165.512.517,41 169.059.839,95
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 1.155.493,91 1.190.733,25
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 648.233,00 648.233,00
4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 1,00 1,00
5. Andere Anlagen, Betriebs-Geschäftsausstattung 0,00 0,00
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.139,93 0,00
167.752.385,25 170.898.807,20
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1) 46.187.294,31 42.783.662,13
46.187.295,31 42.783.663,13
213.939.680,56 213.682.470,33

1) Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Ausleihungen an Gesellschafter.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH, Wilhelmshaven

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH, Wilhelmshaven, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wohnungsbaugesellschaft JADE mbH, Wilhelmshaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 30. November 2020

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Stefan Gahl, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Mit Datum vom 15. Dezember 2020 wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 17.268.046,91 dem Verlustvortrag des Vorjahres von in Höhe von EUR 44.056.768,23 zuzurechnen. Somit ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von EUR 61.324.815,14.

Feststellung des Jahresabschlusses

Mit Datum vom 15. Dezember 2020 wurde der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 festgestellt.

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