Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 53749
Eingetragen
24.6.1993
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind ausschließlich die kollektive Verwaltung von Spezial-AIF und alle damit zusammenhängenden Geschäfte, soweit eine entsprechende Registrierung oder Erlaubnis nach dem KAGB vorliegt, sowie der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen sowie die Durchführung von Geschäften, die darüber hinaus nach dem "Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften" in der jeweils gültigen Fassung zulässige Geschäfte einer offenen Unternehmensbeteiligungsgesellschaft sein können, wie insbesondere die Beratung von Beteiligungsunternehmen. Zweck der Gesellschaft ist insbesondere die Erzielung von nachhaltigen Erträgen aus der Beratung und Geschäftsbesorgung sowie die langfristige Förderung und Unternehmenswertsteigerung der gehaltenen Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Larissa-Patricia Naue
seit 8.10.2024
Prokura
Geschäftsführer
Janik Möhlmann
seit 14.3.2024
Prokura
Wolfgang Bartels
seit 14.3.2024
Prokura
Robert Hubert Pauli
seit 6.9.2021
Geschäftsführer
Mirco Thelen
seit 7.7.2020
Prokura
Joachim von Lohr
seit 29.3.2019
Prokura
Steffen Frenzel
seit 17.7.2017
Prokura
Christian Lömker
seit 1.8.2016
Prokura
Frank Löffler
seit 23.3.2011
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

18 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 18 angezeigt

Hannover Rück SE
Germany
17.250.000 €
27.78%
Hertz-Eichenrode-Beteiligungs GmbH
Germany
14.119.670 €
22.74%
Gehrke Treuhand Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
6.900.000 €
11.11%
SETUBAL Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Germany
6.900.000 €
11.11%
Basler Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
Germany
6.900.000 €
11.11%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HANNOVER Finanz GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens sind die Verwaltung von SPEZIAL-AIF und alle damit zusammenhängenden Geschäfte, soweit eine entsprechende Registrierung oder Erlaubnis nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs ("KAGB") vorliegt, sowie der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen sowie die Durchführung von Geschäften, die darüber hinaus nach dem Gesetz über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften ("UBGG") in der jeweils gültigen Fassung zulässige Geschäfte einer offenen Unternehmensbeteiligungsgesellschaft sein können, wie insbesondere die Beratung von Beteiligungsunternehmen.

Die HANNOVER Finanz GmbH unterliegt als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft einer Registrierungspflicht nach dem KAGB. Am 7. Oktober 2014 erfolgte die Registrierung der HANNOVER Finanz GmbH als Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß § 44 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB. Auf Grund der Registrierung darf die HANNOVER Finanz GmbH Spezial-AIF verwalten und in diesem Rahmen auch mit den von ihr verwalteten Spezial-AIF co-investieren. Derzeit verwaltet sie fünf Spezial-AIF, die auch als Unternehmensbeteiligungsgesellschaften nach dem UBGG anerkannt sind.

1.2 Ziele und Strategien

Die Investitionen der von der Gesellschaft verwalteten Spezia l-AIF im Zusammenhang mit dem Erwerb von Minderheitsbeteiligungen bzw. im Rahmen von Wachstumsfinanzierungen - im Wesentlichen in Form direkter und stiller Beteiligungen sowie Gesellschafterdarlehen - und die sonstigen Beiträge der Spezial-AIF als Gesellschafter verfolgen das Ziel einer langfristigen Wertsteigerung dieser Unternehmen und damit eine Förderung des Mittelstandes durch Stärkung des Eigenkapitals. Die überwiegende Zahl der Unternehmen hat ihren Sitz in Deutschland.

Bei Akquisitionen werden sich die Spezial-AIF sowie die HANNOVER Finanz GmbH auch zukünftig nicht auf bestimmte Branchen beschränken. Dennoch wurde der Investitionsfokus in den vergangenen Jahren weiter geschärft und konzentriert sich insbesondere auf Unternehmen aus den Bereichen IT Services, Software, Advanced Industrials, Medizintechnik und Business Services.

1.3 Steuerungssystem

Die Steuerung der HANNOVER Finanz GmbH erfolgt anhand finanzieller Leistungsindikatoren. Hervorzuheben ist dabei insbesondere die Ausschüttungsrendite. Einschränkend muss dabei jedoch erwähnt werden, dass die Ausschüttungsrendite vor allem auch von mittelbaren Veräußerungsergebnissen sowie dem Bewertungsergebnis beeinflusst wird, die naturgemäß nur bedingt steuerbar sind und deshalb die Ergebnisse einzelner Jahre in der Vergangenheit zum Teil erhebliche Schwankungen aufwiesen. Weitere Ziele sind die langfristige Steigerung des Portfoliowerts der HANNOVER Finanz GmbH (Nettobuchwert der Beteiligungen) sowie die nachhaltige Aufrechterhaltung der Vertragsbeziehungen zu den verwalteten Spezial-AIF.

Der Portfoliowert wird dabei mit dem beizulegenden Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen überprüft. Der beizulegende Wert (oder auch Fair Value) wird durch Multiplikatorverfahren ermittelt und im Einzelfall zusätzlich durch ein Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF-Verfahren) konkretisiert. Aufgrund des handelsrechtlichen Anschaffungskostenprinzips werden im Jahresabschluss keine stillen Reserven gezeigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das makroökonomische Umfeld wird durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie teilweise massive Preisanstiege für Verbraucher und Wirtschaft bei zugleich kräftigen Zinsschritten der Notenbanken zur Bekämpfung der Inflation beeinflusst.

Vor diesem Hintergrund sind für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) im historischen Vergleich geringe und ungleichmäßige Wachstumsraten, mit wachsenden globalen Divergenzen zu erwarten. Für Deutschland wird als einzigem Land der Eurozone sogar mit einem absoluten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2023 gerechnet.

Die Portfoliounternehmen der von uns verwalteten Spezial-AIF spüren die herausfordernden Rahmenbedingungen, wenngleich sie selbst nur in geringem Umfang in Konfliktregionen tätig sind. Auch die gestiegenen Energiepreise stellen für die meisten Portfoliounternehmen eine Belastung dar. Durch die Ausweitung der Investitionsstrategie auf Branchen außerhalb der produzierenden Industrie in den vorangegangenen Jahren sollen die Risiken aus konjunkturellen und strukturellen Veränderungen für das Gesamtportfolio gesenkt werden. So kann vom Digitalisierungstrend und der steigenden Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten der Beteiligungen im Bereich IT-Services und Software profitiert werden.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Finanzierungsbedingungen durch mehrere Faktoren verschlechtert. Insbesondere haben seit Mitte 2022 zehn Zinserhöhungen in Folge dazu geführt, dass die Finanzierungskosten für Transaktionen sowie für die laufende Unternehmensfinanzierung in kurzer Zeit stark angestiegen sind. Gleichzeitig finanzieren Kreditinstitute Transaktionen sehr viel restriktiver als noch vor zwei oder drei Jahren. Insgesamt haben sich die Finanzierungsbedingungen der Unternehmen in Deutschland damit verschlechtert. Auf Grund der jahrzehntelangen Erfahrung werden die Portfoliounternehmen kontinuierlich bei der Anpassung ihrer Finanzierungsstrukturen an sich verändernde Rahmenbedingungen begleitet und dabei unterstützt, sich in dem jeweiligen Umfeld möglichst optimal aufzustellen.

Diese Entwicklung kann dazu führen, dass die Stärkung der Eigenkapitalbasis zu einem wesentlichen Punkt der Unternehmensfinanzierung werden kann. Dies gilt insbesondere für mittelständische Unternehmen, die ihre Position im internationalen Wettbewerb sichern oder ausbauen wollen. Die HANNOVER Finanz GmbH sieht sich daher gut gerüstet, in ihren Geschäftsfeldern Wachstumsfinanzierung und Unternehmensnachfolge von dieser Situation zu profitieren.

Noch immer sind - trotz gestiegener Zinsen - vermögende Privatinvestoren, Industrieholdinggesellschaften und insbesondere Family Offices bemüht, Kapital in Form von Mehrheits-/Minderheitsbeteiligungen am Beteiligungsmarkt zur Verfügung zu stellen. Das Wettbewerbsumfeld bleibt daher auch zukünftig für die Gesellschaft anspruchsvoll.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Ertragslage

Die Mehrzahl der Annahmen wurde in unserer ursprünglichen Planung unter konservativen Gesichtspunkten gewählt. Gleiches gilt für die Portfoliounternehmen der von uns verwalteten Spezial-AIF, die die Geschäftsplanungen für 2023 eher unter Vorsichtsgesichtspunkten erstellt haben. Diese Erwartungen der Portfoliounternehmen wurden - trotz operativer Gegenmaßnahmen wie z.B. Preiserhöhungen - nicht in allen Fällen erfüllt.

Die Verringerung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um € 2,4 Mio. auf € 10,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die um € 2,0 Mio. geringere Geschäftsbesorgungsvergütung in Höhe von € 8,9 Mio. zurückzuführen. Zudem fielen gegenüber dem Vorjahr (€ 0,8 Mio.) keine Provisionen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Beteiligungen durch verwaltete Unternehmen an. Ferner sind gegenüber dem Vorjahr € 0,3 Mio. höhere Erträge aus Strukturierungsgebühren im Zusammenhang mit dem Erwerb von Beteiligungen erzielt worden. Die Erträge aus Beteiligungen sanken gegenüber dem Vorjahr um insgesamt € 0,3 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um € 0,9 Mio. auf € 1,8 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Zuschreibungen auf Finanzanlagevermögen bei zwei Beteiligungsengagements zurückzuführen.

Die Senkung des Personalaufwands um € 1,6 Mio. auf € 4,9 Mio. ist im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr verringerten Aufwendungen für Tantiemen zurückzuführen.

Es wurden Abschreibungen auf zwei Portfoliounternehmen in Höhe von € 0,8 Mio. vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um € 0,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Kosten im Bereich Personalbeschaffung und Instandhaltung zurückzuführen.

Das negative Zinsergebnis verbesserte sich um € 0,2 Mio. auf € 0,2 Mio., was im Wesentlichen auf den gestiegenen Zinssatz für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen ist.

Die Steuern vom Einkommen weisen im Geschäftsjahr 2023 einen Aufwand in Höhe von € 0,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr in Höhe von € 0,7 Mio. aus.

2.2.2 Finanzlage

Kapitalstruktur: Das Eigenkapital beläuft sich auf € 67,7 Mio. Die Eigenkapitalquote vor Berücksichtigung des zur Ausschüttung vorgesehenen Teils des Bilanzgewinns beträgt 84 %.

Investitionen in Finanzanlagen: Im Geschäftsjahr 2023 hat die HANNOVER Finanz GmbH zwei Neuinvestitionen und Anschlussinvestitionen in bestehende Beteiligungen vorgenommen. Insgesamt wurden € 3,7 Mio. investiert. Die Rückführung von Buchwerten in Höhe von € 0,2 Mio. erfolgte ausschließlich durch Kapitalrückzahlungen.

Liquidität: Vom Umlaufvermögen in Höhe von € 7,5 Mio. entfielen am Bilanzstichtag € 5,2 Mio. (Vorjahr: € 7,8 Mio.) auf Bankguthaben. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements wurden die nicht investierten Mittel ausschließlich bei inländischen Kreditinstituten angelegt.

2.2.3 Vermögenslage

Bei einer Bilanzsumme von € 80,8 Mio. (Vorjahr: € 82,4 Mio.) machen die Finanzanlagen mit € 72,9 Mio. (Vorjahr: € 68,8 Mio.) rund 90 % der Bilanzsumme aus. Die HANNOVER Finanz GmbH hält zum 31. Dezember 2023 Beteiligungen an 25 (Vorjahr: 23) Unternehmen.

Die Finanzanlagen entfallen mit € 48,9 Mio. überwiegend auf die von uns verwalteten Spezial-AIF. Gegenüber dem Vorjahr ist das Umlaufvermögen um € 5,7 Mio. gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Forderungen aus Geschäftsbesorgungen und Provisionen.

Auf der Passivseite werden zum 31. Dezember 2023 um € 0,2 Mio. geringere Steuerrückstellungen aufgrund des für das Jahr 2023 berechneten Steueraufwandes ausgewiesen. Die Sonstigen Rückstellungen fielen gegenüber Vorjahr um € 1,7 Mio. geringer aus, was im Wesentlichen auf um € 1,8 Mio. geringere Personalkostenrückstellungen zurückzuführen ist. Gegenüber dem Vorjahr werden um € 0,3 Mio. höhere Verbindlichkeiten ausgewiesen. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten für veranlagte Körperschaftsteuer aus Vorjahren.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs der HANNOVER Finanz GmbH dient neben dem Portfoliowert (langfristiger Leistungsindikator) insbesondere die Ausschüttungsrendite (Leistungsindikator), also das Verhältnis von Ausschüttungen zu Eigenkapital sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Wie im Vorjahr kann für das Geschäftsjahr 2023 eine Ausschüttung vorgenommen werden. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre belief sich die Ausschüttungsrendite mit 8,2 % wie prognostiziert auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (Vorjahr: 8,9 %).

Darüber hinaus ist der Portfoliowert im Vergleich zum Vorjahr in Folge von höheren Investitionen sowie nahezu gleichen Abschreibungen von T€ 67.949 auf T€ 72.260 gestiegen. Die prognostizierte leichte Steigerung des Portfoliowerts wurde somit erreicht. Das sich aus laufenden Erträgen und Aufwendungen ergebende Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich für 2023 auf T€ 3.496 (Vorjahr T€ 1.942).

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancenbericht

Chancenmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil des operativen Geschäfts. Dort - in unseren Kerntätigkeiten Investieren, Entwickeln und Realisieren der Unternehmensbeteiligungen - findet die Wertschöpfung im Wesentlichen statt. Wir legen deshalb unser Augenmerk darauf, unsere Geschäftsprozesse kontinuierlich zu verbessern.

Im Geschäftsjahr 2023, mit seinen geopolitischen und realwirtschaftlichen Herausforderungen (z.B. zunehmender Protektionismus, vielfältige Sanktionen, hohe Inflationsrate, zunehmende Staatsverschuldung, mehrfache Zinserhöhungen) hat sich das langfristig ausgerichtete Geschäftsmodell der HANNOVER Finanz GmbH einmal mehr bewährt. Insgesamt wird - ausgehend von einem gesamtwirtschaftlich niedrigen Niveau - eine Verbesserung der mittelfristigen Chancen- und Risikosituation erwartet. Auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir weiterhin großes Potential für Wertsteigerungen im Portfolio aufgrund von Wachstumsaussichten allgemein und in den jeweiligen Branchen sowie gewinnbringende Veräußerungen.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagementsystem

Die HANNOVER Finanz GmbH hat im Rahmen ihrer Tätigkeit ein Risikomanagementsystem entwickelt und installiert. Die Schwerpunkte des Risikomanagements liegen in der Beteiligungsauswahl (Akquisitionsphase) und in der Betreuung der bestehenden Beteiligungen. Die hierfür notwendigen Maßnahmen, Entscheidungen und Prozesse unterliegen umfangreichen Dokumentationspflichten.

Bei der Beteiligungsakquisition werden alle notwendigen Entscheidungen und Maßnahmen auf Basis der Vorgaben aus dem Risikomanagement aufbereitet und auf mehreren Ebenen nachgehalten. Die Aufsichtsgremien der HANNOVER Finanz GmbH und der verwalteten Spezial-AIF erhalten im Vorfeld einer Entscheidung ausführliche Informationen über das Unternehmen, das Umfeld, das Management und den Verhandlungsstand. Die HANNOVER Finanz GmbH erarbeitet und optimiert das Beteiligungsmodell für eigene Projekte und steht zudem in der Funktion als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft in enger Abstimmung mit den Geschäftsführungen der verwalteten Spezial-AIF bezüglich deren Portfolio. Die endgültige Beteiligungsentscheidung liegt jenseits der Eigenkompetenz der Geschäftsführungen bei den Aufsichtsgremien.

Die Portfoliounternehmen der HANNOVER Finanz GmbH und die von ihr verwalteten Spezial-AIF berichten grundsätzlich monatlich bzw. quartalsweise über die aktuelle wirtschaftliche Lage. Die HANNOVER Finanz GmbH fasst die Entwicklung quartalsweise in einem Reporting für die Aufsichtsgremien zusammen und koordiniert das Risikomanagement. Ein Schwerpunkt liegt hier auf den bewertungsrelevanten Ergebnisgrößen (EBITDA) sowie der Nettoverschuldung des jeweiligen Beteiligungsengagements. Die Aufsichtsgremien erhalten fortlaufend Berichte über Veränderungen im Portfolio.

3.2.2 Risiken

Seit einigen Jahren nehmen gesellschaftliche, geopolitische und wirtschaftliche Spannungen weltweit zu. Damit könnten sich die Anforderungen an Unternehmen in fundamentaler Weise kurzfristig verändern. Mehr denn je sind die Fähigkeit, Veränderungen schnell zu erkennen, und die Bereitschaft, sich darauf einzustellen, gefragt.

Die gegenwärtige Entwicklung wird spürbar z.B. durch das signifikant gestiegene Zinsniveau, eine noch immer hohe Inflationsrate, zunehmende Abgabenlast für Unternehmen und private Haushalte sowie eine damit einhergehende Kaufzurückhaltung privater Verbraucher geprägt. Darüber hinaus fehlen durch Fachkräftemangel, steigende Lohnkosten und Unsicherheiten in der Energieversorgung nachhaltige Wachstumsimpulse. Dies führt zu Unsicherheiten im außenwirtschaftlichen Umfeld vieler Volkswirtschaften, in denen unsere Portfoliounternehmen produzieren oder in denen Produkte und Dienstleistungen nachgefragt werden. Darüber hinaus verstärken stark schwankende Euro-Wechselkurse gegenüber wirtschaftlich wichtigen Währungen (z.B. US-Dollar, Renminbi) die Gefahr von sich ändernden Export-/Importpreisen, Spekulationsblasen und von Fehlinvestitionen. Dies gilt international wie national für alle Anlageklassen und damit auch für das Beteiligungsgeschäft in Deutschland. Die aktuellen Einschätzungen des IWF prognostizieren für Deutschland ein leichtes Wachstum, ebenso für die USA und die übrigen EU-Staaten.

Anhand der Ergebnisprognosen für 2024 und 2025 sehen wir jedoch auch, dass eine Vielzahl von Portfoliounternehmen aufgrund ihrer starken Marktposition von Zuversicht und Wachstum ausgehen. Die Herausforderungen erscheinen beherrschbar.

Allerdings ist auch darauf hinzuweisen, dass die Prognosen über die Ergebnisentwicklung in den Jahren 2024 und 2025 gerade auch wegen der beschriebenen realwirtschaftlichen Herausforderungen z.T. mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sind.

Auf der Grundlage der im letzten Jahr gesammelten Erfahrungen und der zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Einschätzungen und erhobenen Daten sind die unmittelbaren Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf unsere Portfoliounternehmen derzeit als gering einzuschätzen und nicht von wesentlicher Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund verlangt die intensive Begleitung bestehender Portfoliounternehmen weiterhin unser besonderes Augenmerk. Aber auch die Prüfung neuer Beteiligungsmöglichkeiten erfordert aufgrund des anhaltend hohen Bewertungsniveaus hohe Aufmerksamkeit.

Auf Basis der heute zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir - trotz der realwirtschaftlichen und politischen Herausforderungen - keine Risiken, die einzeln oder in Kombination miteinander eine Gefahr für den Fortbestand der HANNOVER Finanz GmbH darstellen. Diese Aussage beruht auf der Analyse und Beurteilung wesentlicher Einzelrisiken bei den verwalteten Spezial-AIF, den Beteiligungen sowie auf dem bestehenden Risikomanagementsystem.

Branchenspezifischen und konjunkturellen Risiken, die einen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der HANNOVER Finanz GmbH haben könnten, wirkt die langfristig vertraglich vereinbarte Verwaltung mehrerer Spezial-AIF mit stark diversifizierten Beteiligungsportfolios und Beteiligungen an diesen sowie verschiedene Beteiligungen an Produktions-und Dienstleistungsunternehmen entgegen.

3.3 Prognosebericht

Unsere Planung unterstellt die zuvor dargestellten Erwartungen hinsichtlich der Marktentwicklung, des Fremdfinanzierungs- und Kapitalangebots sowie der Konjunktur.

In unserer Planung haben wir aufgrund der geschäftsmodelltypischen Prognoseunsicherheit keine Veräußerungsergebnisse bzw. Bewertungsmaßnahmen berücksichtigt. Eine diesbezüglich konkrete Prognose für 2024 oder die Folgejahre ist aufgrund dieser nicht planbaren Effekte nicht sachgerecht. Wir erwarten jedoch insgesamt, dass sich die im Durchschnitt der letzten fünf Jahre ermittelte Ausschüttungsrendite für 2024 auf ähnlichem Niveau des Jahres 2023 bewegen und eine leichte Steigerung des Portfoliowertes erzielt wird.

Das sich aus laufenden Erträgen und Aufwendungen ergebende Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich für 2023 auf T€ 3.496 (Vorjahr: T€ 1.942). Im laufenden Jahr 2024 gehen wir bei leicht steigenden Erlösen aus fixen Geschäftsbesorgungsvergütungen von deutlich geringeren Erträgen aus Beteiligungen und verbundenen Unternehmen sowie von geringeren Sachkosten und deutlich höheren Personalkosten aus. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 ein sich aus den vorgenannten Komponenten ergebendes, planbares Ergebnis, welches deutlich unter dem des Jahres 2023 liegen wird.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 machen wir angesichts der realwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen unter erneut hoher Unsicherheit. Sollten sich die realwirtschaftlichen und politischen Herausforderungen verschärfen, wird unsere Planung nicht erreichbar sein. Dies gilt auch, wenn sich Handelsstreitigkeiten zwischen großen Volkswirtschaften verschärfen oder Bewertungsrelationen an den Kapitalmärkten deutlich zurückgehen. Dann sind nicht nur niedrigere Ergebnisse im Beteiligungsgeschäft möglich, sondern auch ein langsamerer Investitionsfortschritt und Verzögerungen bei der Veräußerung von Portfoliounternehmen. Auch hätte dies u.U. Abschreibungen auf Beteiligungen zur Folge.

 

Hannover, 27. März 2024

HANNOVER Finanz GmbH

Die Geschäftsführung

Goetz Hertz-Eichenrode

Robert Pauli

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.724,00 24
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.996,00 7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.929,50 201
298.925,50 208
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.028.173,86 3.914
2. Beteiligungen 66.231.634,59 64.035
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 631.494,18 568
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 295
72.891.302,63 68.812
73.193.952,13 69.044
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 354.446,86 587
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.141.192,41 4.433
3. Sonstige Vermögensgegenstände 807.184,45 362
2.302.823,72 5.382
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.228.120,81 7.795
7.530.944,53 13.177
C. Rechnungsabgrenzungsposten 102.649,17 132
80.827.545,83 82.353

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 62.100.000,00 62.100
Eigene Anteile -29.460,00 -29
62.070.540,00 62.071
II. Kapitalrücklage 1.033.583,76 1.034
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 259.114,00 259
IV. Bilanzgewinn 4.205.005,74 4.408
67.568.243,50 67.772
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 638.519,60 364
2. Steuerrückstellungen 100.000,00 273
3. Sonstige Rückstellungen 726.385,00 2.425
1.464.904,60 3.062
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.667.708,33 10.586
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 164.867,39 161
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133,06 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.455,00 177
5. Sonstige Verbindlichkeiten 956.233,95 595
11.794.397,73 11.519
80.827.545,83 82.353

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 10.439.385,44 12.830
2. Erträge aus Beteiligungen 2.230.809,30 2.542
3. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 58.511,58 11
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.833.547,34 855
14.562.253,66 16.238
5. Personalaufwand
a) Gehälter 3.987.974,32 5.930
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 893.565,40 520
4.881.539,72 6.450
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen 812.035,12 934
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 104.858,98 104
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.781.108,34 4.290
10.579.542,16 11.778
3.982.711,50 4.460
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 206.405,23 8
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 440.471,72 364
-234.066,49 -356
3.748.645,01 4.104
11. Steuern vom Einkommen 551.880,01 703
12. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 3.196.765,00 3.401
13. Gewinnvortrag 1.008.240,74 1.007
14. Bilanzgewinn 4.205.005,74 4.408

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die HANNOVER Finanz GmbH mit Sitz in Hannover wird im Handelsregister Abteilung B beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer HRB 53749 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. Dabei wurde von der gesetzlichen Gliederung aufgrund der unternehmenstypischen Gegebenheiten bei drei Posten abgewichen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die betriebliche Nutzungsdauer orientiert sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen und beträgt zwischen einem und 13 Jahren. Dabei werden sowohl lineare als auch degressive Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu € 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert - sofern eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt - angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nennwerten angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Das Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde nicht ausgeübt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Unter den Beteiligungen werden Beteiligungen an Kapital- und Personengesellschaften (T€ 65.888) und Stille Beteiligungen (T€ 344) ausgewiesen.

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus der Anlage 1 zum Anhang.

Der beizulegende Wert der Beteiligungen (Zeitwert) wird auf der Grundlage interner Bewertungsverfahren ermittelt. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfolgt grundsätzlich durch ein Multiplikatorverfahren. Zur Konkretisierung des ermittelten beizulegenden Werts wird in einzelnen Fällen zusätzlich eine Ermittlung durch ein Discounted-Cashflow- Verfahren (DCF-Verfahren) durchgeführt.

Die Ermittlung der beizulegenden Werte der Beteiligungen erfolgt im Geschäftsjahr 2023 durch eine im Vergleich zum Vorjahr geänderte Bewertungsmethode. Abweichend zum Vorjahr erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Werts im Geschäftsjahr unter Verwendung einer prognostizierten durchschnittlichen Ergebnisgröße (EBITDA) der zwei auf den Bewertungsstichtag folgenden Geschäftsjahre und eines unternehmensspezifischen Peer-Multiplikators, der die Entwicklung der jeweiligen Branche abbildet.

Die Bewertung der Anteile an einer im Freiverkehr notierten Beteiligung erfolgt anhand des Net Asset Values (NAV) am Bilanzstichtag. Im Vorjahr erfolgte die Bewertung dieser Anteile zum Stichtagsbörsenkurs.

Aus der Änderung der Bewertungsmethode im Berichtsjahr haben sich zum 31. Dezember 2023 insgesamt Auswirkungen in Höhe von T€ 1.951 auf den Buchwert des Finanzanlagevermögens ergeben. Im Vergleich zur bisherigen Bewertungsmethode ergeben sich die folgenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Bilanz-/GuV-Posten 31.12.2023 (bisherige Methode) 31.12.2023 (neue Methode) Auswirkungen
T€ T€ T€
Finanzanlagevermögen 70.940 72.891 +1.951
Abschreibungen(-)/Zuschreibungen(+) -2.763 -812 +1.951

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 2 zum Anhang beigefügt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben vollständig ebenso wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr und betreffen in Höhe von T€ 1.141 (Vorjahr: T€ 4.433) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 807beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 45 (Vorjahr: T€ 1).

Es bestehen, wie im Vorjahr, keine sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen betreffen in Höhe von T€ 7.947 ehemalige Vorstandsmitglieder sowie Mitarbeiter und werden auf Grundlage der "Richttafeln 2018 G" Klaus Heubeck, Köln, nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung zukünftig zu erwartender Gehaltssteigerungen von 2,0 % p.a. und Rentensteigerungen von 2,0 % p.a. ermittelt. Als Zinssatz wurde u.a. der von der Deutschen Bundesbank ermittelte, durchschnittliche Marktzins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %) zugrundegelegt. Aufgrund des Wahlrechts nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB sind Rückstellungen in Höhe von T€ 97 nicht gebildet worden. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 73 und ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt.

Für arbeitnehmerfinanzierte Pensionsverpflichtungen (deferred compensation) in Höhe von T€ 2.763 erfolgte die Bewertung in Höhe des Werts, der für die kongruenten Rückdeckungsversicherungen zum 31. Dezember 2023 anzusetzen ist.

Die Ergebnisse aus der jährlich vorzunehmenden Anpassung des Diskontierungszinssatzes an die Marktentwicklungen werden, wie auch die Aufwendungen und Erträge aus der Auf- bzw. Abzinsung der Pensionsverpflichtungen bzw. des Deckungsvermögens, in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Anschaffungskosten der mit den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen verrechneten Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 10.071 und entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung des Zeitwertes erfolgte auf Basis des geschäftsplanmäßigen Deckungskapitals zuzüglich eines Guthabens aus Überschussanteilen. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beläuft sich auf T€ 10.709. Die mit den Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 100 verrechneten Zinserträge aus dem Deckungsvermögen betragen T€ 234.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Personalkosten sowie Altersteilzeitverpflichtungen und Beiratsvergütungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Laufzeiten auf:

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 168 0 10.500
(Vj.: 10.586) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 165 0 0
(Vj.: 161) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
(Vj.: 0) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 0 0
(Vj.: 177) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
Sonstige Verbindlichkeiten 956 0 0
(Vj.: 595) (Vj.: 0) (Vj.: 0)
1.294 0 10.500
(Vj.:11.519) (Vj.: 0) (Vj.: 0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen in voller Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 177) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 912 (Vorjahr: T€ 544). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 5).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 8.290, hiervon entfallen T€ 2.785 auf verbundene Unternehmen.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 1.834 (Vorjahr: T€ 855) sind Erträge aus Kaufpreisnachbesserungen in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 0) sowie Zuschreibungen auf das Finanzanlagevermögen in Höhe von T€ 1.338 (Vorjahr: T€ 267) enthalten.

Aufgrund der Anwendung der Regelungen des BilMoG wurden im Geschäftsjahr T€ 96 (Vorjahr: T€ 96) zu den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die hieraus resultierenden Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB werden in dem Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen. Es verbleibt zum 31. Dezember 2023 ein spätestens bis zum 31. Dezember 2024 den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ergebniswirksam zuzuführender Betrag von T€ 97.

Die unter dem Personalaufwand ausgewiesenen Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf T€ 468 (Vorjahr: T€ 117).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen in Höhe von T€ 134 (Vorjahr: T€ 0) auf den Saldo aus der Aufzinsung der Rückstellungen (T€ 100; Vorjahr: T€ 227) und den Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen (T€ 234; Vorjahr: T€ 227).

Die Steuern vom Einkommen enthalten Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von T€ 115. Im Vorjahr waren Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von T€ 35 enthalten.

5. Sonstige Angaben

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 30 Mitarbeiter (Vorjahr: 30) beschäftigt, davon 9 (Vorjahr: 10) als Prokurist sowie 21 (Vorjahr: 20) weitere Mitarbeiter.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung:

Goetz Hertz-Eichenrode Diplom-Kaufmann, Hannover - Sprecher der Geschäftsführung
Robert Pauli Diplom-Ingenieur, Hannover
Jürgen von Wendorff Diplom-Ingenieur, Hannover (bis 30. Juni 2023)

Beirat:

Thomas Schlytter-Henrichsen Kaufmann, Königstein - Vorsitzender des Beirats
Roland Vogel Diplom-Ökonom, Gehrden - stellvertretender Vorsitzender des Beirats
Hans-Joachim Bode Bereichsleiter Kapitalanlagen Baloise Lebensversicherung AG, Hamburg
Ulrich Gehrke Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Isernhagen
Ramin Niroumand CEO FinLeap GmbH, Berlin
Prof. Dr. Burkhard Schwenker Senior Fellow Roland Berger GmbH, Hamburg
Dr. Peter Rentrop-Schmid Geschäftsführer HIH Real Estate GmbH, Hamburg
Andreas Schober Diplom-Ingenieur, Hannover
Gerald Segler Head of Investment & Collateral Management HANNOVER Rück SE, Hannover
Dr. Jürgen Voß Vorstandssprecher der Nürnberger Lebensversicherung AG, Nürnberg

Früheren Mitgliedern des Vorstands wurden Bezüge in Höhe von T€ 360 vergütet. Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands sind in Höhe von T€ 6.689 gebildet.

Die Beiratsvergütungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf T€ 144 (Vorjahr: T€ 86).

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach § 285 Nr. 33 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Bilanzgewinn 4.205.005,74
Ausschüttung 3.200.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.005.005,74

 

Hannover, 27. März 2024

HANNOVER Finanz GmbH

Die Geschäftsführung

Goetz Hertz-Eichenrode

Robert Pauli

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 220.785,27 0,00 0,00 220.785,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 633.938,01 0,00 0,00 633.938,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.401.719,96 176.063,98 14.535,79 1.563.248,15
2.035.657,97 176.063,98 14.535,79 2.197.186,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.913.751,44 2.240.593,90 126.171,48 6.028.173,86
2. Beteiligungen 66.767.362,54 1.417.488,04 42.138,78 68.142.711,80
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 576.275,58 63.218,60 0,00 639.494,18
4. Sonstige Ausleihungen 295.137,00 0,00 0,00 295.137,00
71.552.526,56 3.721.300,54 168.310,26 75.105.516,84
73.808.969,80 3.897.364,52 182.846,05 77.523.488,27
Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 197.214,77 19.846,50 0,00 0,00 217.061,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 626.449,01 2.493,00 0,00 0,00 628.942,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.200.820,46 82.519,48 0,00 14.021,29 1.269.318,65
1.827.269,47 85.012,48 0,00 14.021,29 1.898.260,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.732.215,09 516.898,12 1.338.036,00 0,00 1.911.077,21
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.000,00 0,00 0,00 0,00 8.000,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 295.137,00 0,00 0,00 295.137,00
2.740.215,09 812.035,12 1.338.036,00 0,00 2.214.214,21
4.764.699,33 916.894,10 1.338.036,00 14.021,29 4.329.536,14
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 Vorjahr
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.724,00 24
II. Sachanlagen
1. Grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.996,00 7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.929,50 201
298.925,50 208
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.028.173,86 3.914
2. Beteiligungen 66.231.634,59 64.035
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 631.494,18 568
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 295
72.891.302,63 68.812
73.193.952,13 69.044
Angaben zum Beteiligungsbesitz:
Name des Unternehmens: Sitz Stichtag Eigenkapital Jahresergebnis Höhe des Anteils
T€ T€ %
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Frankfurt am Main 31.12.2022 18.451 1.022 10,00
Coubag Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 31.12.2022 102.046 6.099 40,00
Digital Growth Fund II GmbH & Co. KG München 31.12.2022 127.170 -9.783 0,12
F&W Frey & Winkler Beteiligungs GmbH Königsbach-Stein 31.12.2022 6.135 -1.123 2,98
FINVIA Verwaltungs GmbH Hannover 31.12.2022 5.412 -13 8,89
GBK Beteiligungen Aktiengesellschaft Hannover 31.12.2022 53.969 511 11,30
HANNOVER Finanz Austria GmbH Wien 31.12.2022 450 151 99,86
HF Debt GmbH Hannover 31.12.2021 288 143 49,90
HF Private Debt Fonds SCSp Senningerberg (Lux) 31.12.2022 67.490 11.969 3,84
HF Private Debt Fonds II SCSp Senningerberg (Lux) 31.12.2022 44.541 1.693 1,29
HF Private Debt Fund Team I, SCSp Senningerberg (Lux) 31.12.2022 2.718 735 86,00
HF Private Debt Fund Team II SCSp. Senningerberg (Lux) 31.12.2022 1.888 98 87,06
HF Opportunities GmbH Hannover 31.12.2022 25 0 84,00
HF-Fonds VI GmbH Hannover 31.12.2022 1.241 -13 40,00
HF-Fonds VII Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH Hannover 31.12.2022 68.598 4.595 2,50
HF-Fonds IX Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH Hannover 31.12.2022 76.912 6.373 6,25
HF-Fonds X Unternehmensbeteiligungsgesellschaft mbH Hannover 31.12.2022 118.607 10.791 3,79
IPR Verwaltungs GmbH Hannover 31.12.2022 6 -5 3,73
Management Beteiligungsgesellschaft mbH Hannover 31.12.2022 432 43 99,60
MPA Pharma GmbH Trittau 31.12.2022 71.312 -890 10,00
Overlack Verwaltungs GmbH Hannover 31.08.2023 34.679 3.708 5,54
SIMPLON Verwaltungs GmbH Hannover 31.12.2022 248 -2.919 10,25

§ 286 (3) HGB wurde angewandt.

* Gründung in 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HANNOVER Finanz GmbH, Hannover

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HANNOVER Finanz GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HANNOVER Finanz GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Vorschriften des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften aufgrund § 8 Abs. 3 UBGG

Wir haben die Einhaltung der Vorschriften des Gesetzes über Unternehmensbeteiligungsgesellschaften (UBGG), wonach insbesondere die Vorschriften zur Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit der Geschäfte, zu den Anlagegrenzen und zur Anteilsstruktur zu beachten sind, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse wurden die Vorschriften des UBGG, insbesondere die Vorschriften zur Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit der Geschäfte, zu den Anlagegrenzen und zur Anteilsstruktur, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Wir haben unsere Prüfung aufgrund von § 8 Abs. 3 UBGG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend sowie im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" weitergehend beschrieben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil hierzu zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Vorschriften des UBGG sowie für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie zur Einhaltung dieser Pflichten als notwendig erachtet haben.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob in allen wesentlichen Belangen die Vorschriften des UBGG im Geschäftsjahr eingehalten wurden, sowie einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Vorschriften des UBGG beinhaltet. Die Prüfung umfasst die Beurteilung, ob die Vorschriften des UBGG, insbesondere die Vorschriften zur Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit der Geschäfte, zu den Anlagegrenzen und zur Anteilsstruktur, beachtet wurden.

 

Hannover, den 27. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Flögel, Wirtschaftsprüfer

Timo Hansen, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss

Die ordentliche Gesellschafterversammlung der Gesellschaft hat am 15. April 2024 beschlossen, den im Jahresabschluss zum 31.12.2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.205.005,74 zur Ausschüttung einer

Dividende von EUR 3.200.000,00

zu verwenden, die am 16.04.2024 von der Gesellschaft ausgezahlt wird, und den Restbetrag von EUR 1.005.005,74 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hannover, im April 2024

Die Geschäftsführung

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

99 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
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