Emitec Technologies GmbH

Hauptstraße 128, 53797 Lohmar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 13275
Vorher
IDM GmbH IndustriesensorenContinental Emitec GmbHVitesco Technologies Emitec GmbH
Eingetragen
4.9.2002
Branche
Herstellung von SolarwärmekollektorenHerstellung von Heizkörpern für ZentralheizungenGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Handel und Vertrieb von Produkten zur Verringerung von Abgasemissionen, von Produkten zur Herstellung von Wasserstoff als Energieträger, von Komponenten und Bauteilen zur Herstellung von Wärmetauschern, von Metallfilterprodukten und Solarreceiverkomponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Karl Kotterba
seit 19.5.2021
Prokura
Martin Kohn
seit 9.12.2015
Geschäftsführer
Rolf Brueck
seit 9.2.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.51% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (13)

NameAnteil
70.00%
Qualitas Mutual Private Equity Program IV, FCRESP
5.50%
Qualitas Funds Direct I, SCR, S.A.ESP
5.50%
QF Direct I, FCRESP
5.00%
Qualitas Mutual Private Equity Program V, FCRESP
4.99%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

LEO II.-VV12 GmbH
Germany
42.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Emitec Technologies GmbH (vormals: Vitesco Technologies Emitec GmbH)

Lohmar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Anhang 31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 56.449,78 85.599,17
II. Sachanlagen (1) 31.490.805,63 29.182.245,64
31.547.255,41 29.267.844,81
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 9.280.145,77 9.449.762,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 41.601.343,47 38.405.246,35
50.881.489,24 47.855.008,60
82.428.744,65 77.122.853,41

Passiva

Anhang 31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (4) 42.000,00 42.000,00
II. Gewinnvortrag (5) 697.751,03 697.751,03
739.751,03 739.751,03
B. Rückstellungen (6) 68.123.791,88 64.510.101,94
C. Verbindlichkeiten (7) 13.565.201,74 11.873.000,44
82.428.744,65 77.122.853,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Anhang 2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse (9) 100.262.369,41 90.831.941,52
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -941.593,57 3.440.933,45
3. Sonstige betriebliche Erträge (10) 18.454.403,93 15.895.259,09
4. Materialaufwand (11) 47.417.068,04 42.035.879,87
5. Personalaufwand (12) 44.891.430,57 46.418.794,95
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (13) 3.074.582,24 2.960.366,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) 17.397.297,47 14.787.015,18
8. Zinsergebnis (15) -535.919,59 -1.011.210,59
9. Steuern vom Ertrag 279.964,25 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 4.178.917,61 2.954.867,26
11. Sonstige Steuern 371.197,46 83.421,68
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne (16) 3.807.720,15 2.871.445,58
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Die Vitesco Technologies Emitec GmbH hat ihren Sitz in Lohmar und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (Reg.-Nr. HRB 13275).

Auf den Jahresabschluss 2022 wurden die Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes angewandt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurden die mit arabischen Zahlen versehenen Posten in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst; sie sind in diesem Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren entsprechend linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Leistungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst, die auf der Grundlage wirtschaftlicher Nutzungsdauern bemessen werden.

Anlagenklasse Nutzungsdauer
in Jahren
Werkzeuge 4
Maschinen und Anlagen 10
Andere Maschinen / Betriebs- u. Geschäftsausstattung 10
EDV Hardware 3

Gegenstände des Sachanlagevermögens sowie immaterielle Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear und pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten € 250,00 aber nicht € 1.500,00 übersteigen, werden im Zugangsjahr in gesonderte Aufwandskonten gebucht.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Bei der Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wie auch bei den Waren wurde das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Einzelwertberichtigungen angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge in Höhe von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen. Die bei der Arbeitsagentur auf Grundlage von § 2 Abs. 1 der Verordnung über Erleichterungen der Kurzarbeit (KugV) beantragte, aber noch nicht ausgezahlte Erstattung der vom Arbeitgeber allein zu tragenden Sozialversicherung wird mit dem beantragten Erstattungsbetrag angesetzt. Die erhaltenen Erstattungen mindern den Personalaufwand um T€ 19 (Vorjahr T€ 19).

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) angewendet. Weiterhin wurden folgende Parameter verwendet:

- Rechnungszins: 1,79 % p.a.
- Gehaltsdynamik: 3,00 % p.a.
- Rentendynamik: 2,20 % p.a.
- Fluktuation: unternehmensindividuelle Tafeln, im Durchschnitt 3 % p.a
- Biometrie: Heubeck-Richttafeln 2018 G

Der Rechnungszins beruht auf dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der für die Vergleichsberechnung gemäß § 253 Abs. 6 HGB benötigte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich auf gleiche Weise und zum gleichen Zeitpunkt zu 1,45 %. Der Unterschiedsbetrag beläuft sich auf T€ 4.053 (Vorjahr T€ 6.095).

Die Wertpapiere, die im Rahmen der Insolvenzsicherung der Ansprüche von Mitarbeitern und Sozialversicherungsträgern auf einen Treuhandverein übertragen wurden, erfüllen die Anforderungen an Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB und wurden dementsprechend mit dem Verpflichtungsbetrag verrechnet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte mit dem beizulegenden Zeitwert am Stichtag in Höhe von T€ 1.702 (Vorjahr T€ 1.756), der auch den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte unter Zugrundelegung der folgenden Parameter:

- Rechnungszins: 1 ,45 %
- Gehaltsdynamik: 3,00 %
- Fluktuation: 3,00 %
- Biometrie: Heubeck-Richttafeln 2018 G

Die Berechnung der Altersteilzeitrückstellung erfolgte unter Zugrundelegung der folgenden Parameter:

- Rechnungszins: 0,41 %
- Gehaltsdynamik: 3,00 %
- Fluktuation: 0,00 %
- Biometrie: Heubeck-Richttafel 2018 G

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem gültigen Wechselkurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

II. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56 86
56 86
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.660 11.670
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.390 2.566
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.441 14.946
31.491 29.182

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

(2) Vorräte

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.328 2.537
2. Unfertige Erzeugnisse 1.276 921
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.676 5.991
9.280 9.450

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.357 11.671
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.700 26.164
- davon gegen Gesellschafter T€ 27.592 (i. Vj. T€ 25.832) -
- davon aus Lieferungen und Leistungen T€ 3.087 (i. Vj. T€ 524) -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.544 570
41.601 38.405

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
Forderungen gegen Gesellschafter aus Lieferungen und Leistungen 1.934 191
Übrige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.129 332
Übrige Forderungen aus dem Finanzverkehr (Cash-Pooling) 25.614 25.641
Währungsdifferenzen 23 1
28.700 26.164

(4) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital von € 42.000 ist voll eingezahlt.

Anteilseigner des Stammkapitals ist die Vitesco Technologies GmbH, Hannover.

(5) Gewinnvortrag

Der Gewinnvortrag resultiert aus einem Zeitpunkt, der vor dem Ergebnisabführungsvertrag liegt.

(6) Rückstellungen

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 60.244 57.676
2. Sonstige Rückstellungen 7.880 6.834
68.124 64.510

Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen (T€ 1.101) mit Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens (T€ 56) verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen neben Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 442; Vorjahr T€ 443) Risiken für ausstehende Lieferantenrechnungen (T€ 1.589; Vorjahr T€ 770) sowie arbeitsund sozialrechtliche Verpflichtungen. Letztere betreffen unter anderem noch abzugeltende Verpflichtungen aus Altersteilzeit- (T€ 1.026; Vorjahr T€ 764), Jubiläums- (T€ 1.629; Vorjahr T€ 1.559) und Abfindungsansprüchen (T€ 116; Vorjahr T€ 225) sowie Guthaben auf Zeitkonten (T€ 1.390; Vorjahr T€ 1.138).

Mit Vertrag vom 23. August 2021 wurde zwischen der Gesellschaft und der PensTrust e.V., Bensheim, ein Treuhandvertrag abgeschlossen, bei dem Vitesco Technologies zur Sicherung der aufgrund der Altersteilzeitvereinbarungen angesammelten Wertguthaben und der Ansprüche aus Leistungen aus Wertguthaben Treuhandvermögen auf den Treuhänder übertragen hat. Laut Vertrag erfüllt das Treuhand-Vermögen die Vorgaben des § 246 Abs. 2 S.2 HGB als saldierungsfähiges Deckungsvermögen.

Zum 31. Dezember 2022 beträgt der Aktivwert des Deckungsvermögens T€ 1.225 (Vorjahr T€ 1.228). Nach Verrechnung verbleibt ein Verpflichtungsüberhang von T€ 1.026 (Vorjahr T€ 764).

(7) Verbindlichkeiten

31.12.2022
T€
31.12.2021
T€
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.437 10.846
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 97 50
- davon gegenüber Gesellschafter T€ 0 (i. Vj. T€ 0) -
- davon aus Lieferungen und Leistungen T€ 97 (i.Vj. T€ 50) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.031 976
- davon aus Steuern T€ 546 (i.Vj. T€ 493) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 466 (i.Vj. T€ 434) -
13.565 11.873

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

(8) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Der Gesamtbetrag an sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 11.416 (Vorjahr T€ 5.256) und umfasst das Bestellobligo aus zum 31. Dezember 2022 erteilten Investitionsaufträgen sowie den Betrag mehrjähriger Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Verträgen. Miet- und Leasingverträge wurden aus wirtschaftlichen Gründen abgeschlossen. Risiken liegen in den tatsächlichen oder potenziellen Abflüssen liquider Mittel; Vorteile in der (Weiter-)Nutzung der Vertragsgegenstände. Weitere außerbilanzielle Geschäfte liegen im Geschäftsjahr nicht vor.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren angewandt.

(9) Umsatzerlöse

2022
T€
2021
T€
Inland 26.841 27.924
Ausland 73.421 62.908
100.262 90.832
2022
T€
2021
T€
Übriges Europa 47.164 40.448
Amerika 9.002 8.830
Übrige Länder 17.255 13.630
73.421 62.908

Die Umsatzerlöse stammen allesamt aus dem Vertrieb von Anlagen zur Abgasbehandlung (Katalysatorträger und Prototypen für Kraftfahrzeuge).

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 616 (Vorjahr T€ 383). Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 433 (Vorjahr T€ 200) enthalten.

(11) Materialaufwand

2022
T€
2021
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 47.710 42.129
Aufwendungen für bezogene Leistungen -293 -93
47.417 42.036

(12) Personalaufwand / Mitarbeiter

2022
T€
2021
T€
Löhne und Gehälter 36.230 35.785
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.661 10.634
- davon für Altersversorgung T€ 2.531 (i.Vj. T€ 4.414) -
44.891 46.419

Die Zahl der Beschäftigten ohne Auszubildende und Geschäftsführung betrug im Jahresdurchschnitt:

2022 2021
Angestellte 280 288
Gewerbliche Arbeitnehmer 217 222
497 510

(13) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Jahresabschreibungen sind aus der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

(14) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 338 (Vorjahr T€ 30) und periodenfremde Aufwendungen aus Berufsgenossenschaft Abrechnung 2018 bis 2020 T€ 8 (Vorjahr T€ 0) enthalten.

(15) Zinsergebnis

2022
T€
2021
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 569 238
- davon aus verbundenen Unternehmen T€ 513 (i.Vj. T€ 181) -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.105 -1.249
- davon an verbundenen Unternehmen T€ 0 (i.Vj. T€ 0) -
- davon aus Aufzinsung T€ 1.105 (i.Vj. T€ 1.249) -
-536 -1.011

(16) Aufwendungen / Erträge aus Ergebnisabführung

2022
T€
2021
T€
Erträge aus Verlustübernahme 0 0
Aufwendungen aus Ergebnisabführung 3.808 2.871
3.808 2.871

Mit Wirkung vom 1. Januar 2019 wurde mit der Alleingesellschafterin Vitesco Technologies GmbH, Regensburg, ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

IV. Ergänzende Angaben

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beläuft sich auf T€ 146 (Vorjahr T€ 86) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Vitesco Technologies Group Aktiengesellschaft, Regensburg, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Am 6. Oktober 2022 wurde durch notariell beurkundete Vertragsunterzeichnung ein Eigentümerwechsel der Vitesco Technologies Emitec GmbH vom gegenwärtigen Gesellschafter Vitesco Technologies GmbH zu der in München ansässigen Lenbach Equity Opportunities II GmbH & Co KG (LEO II), beraten durch die Dubag Gruppe, eingeleitet. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2023 erwartet.

Für die Vorbereitung des geplanten Carve Outs sind bereits in 2022 Aufwendungen in Höhe von T€ 600 entstanden.

Organe der Gesellschaft Aufsichtsrat

Oliver Nelke Vorsitzender, Head of Finance und Controlling Business Unit Sensing and Actuation, Vitesco Technologies GmbH
Gabriele Wild-Pleines Stellvertretende Vorsitzende, Head of Operations Controlling, Vitesco Technologies GmbH
Annette Grimm Ehemals Leiterin Personalpolitik, Vitesco Technologies GmbH
Fritz Schirrmacher Betriebsratsmitglied Standort Lohmar
Jens Müller Betriebsratsmitglied Standort Eisenach
Dr. Nicolai Nahrgang Head of Corporate Law, Vitesco Technologies GmbH

Geschäftsführung

 

Rolf Brück, Diplom Ingenieur, Bergisch Gladbach

 

Martin Kohn, Diplom Kaufmann, Bonn

 

Lohmar, den 10. März 2023

Vitesco Technologies Emitec GmbH

Geschäftsführung

Brück

Kohn

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.253.595,24 8.607,00 0,00 1.172.775,15 8.089.427,09
-. Geschäfts- oder Firmenwert 86.645.479,09 0,00 0,00 0,00 86.645.479,09
95.899.074,33 8.607,00 0,00 1.172.775,15 94.734.906,18
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 72.580.573,37 719.583,67 5.666.292,50 3.724.209,34 75.242.240,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.305.619,12 653.607,52 851.389,43 755.424,18 19.055.191,89
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.946.445,74 4.011.666,45 -6.517.681,93 0,00 12.440.430,26
Sachanlagen 105.832.638,23 5.384.857,64 0,00 4.479.633,52 106.737.862,35
Anlagevermögen gesamt 201.731.712,56 5.393.464,64 0,00 5.652.408,67 201.472.768,53
Abschreibungen
1.01.2022
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.167.996,07 37.756,39 0,00 1.172.775,15 8.032.977,31
-. Geschäfts- oder Firmenwert 86.645.479,09 0,00 0,00 0,00 86.645.479,09
95.813.475,16 37.756,39 0,00 1.172.775,15 94.678.456,40
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 60.911.031,96 2.354.148,68 2.300,90 3.685.235,88 59.582.245,66
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.739.360,63 682.677,17 -2.300,90 754.925,84 15.664.811,06
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 76.650.392,59 3.036.825,85 0,00 4.440.161,72 75.247.056,72
Anlagevermögen gesamt 172.463.867,75 3.074.582,24 0,00 5.612.936,87 169.925.513,12
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.449,78 85.599,17
-. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
56.449,78 85.599,17
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.659.994,54 11.669.541,41
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.390.380,83 2.566.258,49
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.440.430,26 14.946.445,74
Sachanlagen 31.490.805,63 29.182.245,64
Anlagevermögen gesamt 31.547.255,41 29.267.844,81

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Heute ist Vitesco Technologies Emitec GmbH in der Produktlinie "Catalysts und Filters" Weltmarktführer 1 auf dem Sektor Metallträger für Abgas-Katalysatoren für Kraftfahrzeuge und mobile Maschinen.

Darüber hinaus ist Vitesco Technologies Emitec GmbH langjähriger Entwicklungspartner der Motoren- und Automobilhersteller - vom Zweirad über PKW zum Nutzfahrzeug - und auch für die Land- und Baumaschinenindustrie. Mit diesen Kunden werden Produkt- und SystemEntwicklungen im eigenen Entwicklungs- und Testzentrum in der Regel gemeinschaftlich durchgeführt.

Etwa 1.000 Mitarbeiter/innen sind an den Standorten in Lohmar und Eisenach (Deutschland) und in Pune (Indien) beschäftigt. Entwicklungszentren befinden sich in Deutschland. Unterstützung erfolgt durch Büros in Japan, Süd-Korea, China und in den USA. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen in Europa, Nordamerika und Asien.

Zu den Kunden zählen sehr viele namhafte PKW-, LKW- und Motorradhersteller der Welt sowie im Non-Road-Bereich die Produzenten von Traktoren, Land- und Baumaschinen, Schiffsmotoren und Diesellokomotiven.

Die Vitesco Technologies Emitec GmbH gehört als legale Einheit zur Vitesco Technologies Group Aktiengesellschaft, welche seit September 2021 nach Abspaltung von der Continental Aktiengesellschaft als eigenständige und an der Frankfurter Börse gelistete Unternehmensgruppe geführt wird.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags führt die Gesellschaft ihr Ergebnis an die Alleingesellschafterin Vitesco Technologies GmbH, Regensburg, ab.

Seit mehr als 30 Jahren sind innovative Produkte und Lösungen die Garanten für eine stabile Geschäftsentwicklung der Emitec.

Basis für zukünftiges Wachstum stellt die immer strikter werdende Abgasgesetzgebung dar. In Zukunft wird es weltweit noch breitere Analyse-Anforderungen wie zum Beispiel "Real Driving Emission Tests" und "On-road Tests", nicht nur im PKW-Bereich sondern auch für Off-Road, Marine, Nutzfahrzeuge, etc. geben.

Hierfür müssen die passenden Systeme und Komponenten rechtzeitig und wirtschaftlich zur Verfügung gestellt werden.

1 In Relation der Umsatzerlöse; Quelle: IHS Markt Light Vehicle Forecast und Medium and Heavy Commercial Vehicle Forecasts

Forschung und Entwicklung

Die zukünftigen, aber auch die schon heute gültigen Abgasgesetzgebungen haben für die Motorenhersteller folgende Herausforderungen:

Einhaltung der zukünftigen Emissionsgrenzwerte nicht nur im Abgaszyklus, sondern auch unter realen Fahrbedingungen (RDE).

"On-Road" Messungen der Emissionen unabhängig von Fahrer und Fahrsituation bis hin zu - 10°C - + 45°C Fahrten.

Übergang von der On-Board Diagnose auf On Board Monitoring.

Reduktion des Verbrauchs bzw. der CO 2 -Emissionen auf Basis des "Fit for 55" Paketes der Europäischen Kommission und im Speziellen der darin enthaltenden Revision der CO 2 - Emissionen für den Automotive Bereich.

Neue Grenzwerte - für heute in Europa noch nicht regulierte Gase - wie zum Beispiel Ammoniak für PKW und Methan.

Verlängerung der Dauerhaltbarkeit auf bis zu 200.000 km oder zehn Jahre.

Reduktion der Streckenlänge für die "as per normal use On-Road" Messungen incl. der Einführung eines Kaltstartbudgets für die Emissionen in den ersten zwei Kilometer.

Damit stehen die Automobilhersteller und die Zulieferer vor der Herausforderung, im Umfeld einer zunehmenden Elektrifizierung robuste Abgasnachbehandlungssysteme zu entwickeln und gleichzeitig CO 2 -Emissionen zu verringern. Durch die neuen Grenzwertszenarien werden die Anforderungen in Richtung Kaltstartemissionen nochmals verschärft. Auch die besonderen Anforderungen von elektrifizierten Antriebssträngen hinsichtlich Emissionen bei Motorstart mit erhöhter Beschleunigung (Autobahnauffahrt) oder längerem "Motor aus" sind im Fokus.

Die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren wird weitergeführt und bringt insbesondere mit dem Trend zur Elektrifizierung der Antriebe noch große Potentiale. Durch die insbesondere in 2022 und vermutlich auch in der Zukunft erwarteten höheren Kraftstoffpreise und die schärferen zukünftigen CO 2 -Normen amortisieren sich komplexere Systeme schneller. Für die spezielle Problemstellung Kaltstarteffektivität der Katalysatorsysteme und Thermomanagement der Abgasnachbehandlung von elektrifizierten Antrieben (Hybride) hat die Vitesco Technologies Emitec GmbH Lösungen verfügbar. Die zukünftige, höhere Bordnetzspannung von 48V wirkt als Enabler für den Elektrisch Heizbaren Katalysator (EHC). Der EHC wird in Abhängigkeit der zukünftigen Gesetzgebung sowohl für PKW mit Otto- und Dieselmotoren, aber auch für Nutzfahrzeuge (z.B. für die CARB 2027er Gesetzgebung) eine wirkungsvolle Komponente sein, die Emissionen, insbesondere die von CO 2 , zu senken.

Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt zum einen in der Weiterentwicklung des EHC mit dem Ziel der Kostenreduktion und der Vorbereitung auf die Massenproduktion. Als weiteres Produkt in der Kategorie elektrische Heizer wird eine Heizscheibe (EHD) entwickelt. Damit kann die Gesellschaft auf Basis der Heizkatalysatorerfahrung ein weiteres Produkt auf den Markt bringen. Zusätzlich werden vorhandene Produkte durch geringeren Abgasgegendruck zur Verbrauchsreduzierung beitragen und durch Weiterentwicklungen noch effizienter werden. Schwerpunkt der Arbeiten liegt in der Verbesserung des Kaltstartverhaltens.

Ebenfalls wird an der Ausweitung des Produktportfolios für Industriekatanwendungen und Katalysatoren für Kamine gearbeitet. Ähnlich den Grenzwerten im Automotive Bereich gibt es zukünftig auch in diesen Bereichen strengere Anforderungen. In 2022 wurde die erste Lösung für Holzfeuerstätten zertifiziert und wird in Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern 2023 vermarktet.

Parallel arbeitet die Entwicklung an interessanten Lösungsansätzen zur Nutzung der Wabenkörpertechnologie für andere Anwendungsbereiche, z.B. für Wärmetauscher und Solarreceiver. Speziell der metallische Solarreceiver wurde in Zusammenarbeit mit dem DLR entwickelt und zeigt im Vergleich zu heutigen Lösungen deutliche Vorteile in der Effektivität.

In diesem Rahmen werden bei der Vitesco Technologies Emitec GmbH Produkte von der Ideenfindung bis zur Überprüfung der Dauerhaltbarkeit auf Komponenten-, Motoren- und Chassis-Prüfständen entwickelt und in die Serienfertigung überführt.

Diese Produktentwicklungen sowohl auf dem Gebiet der Benzin- als auch der Dieselmotorabgassysteme werden durch 17 neue Patentanmeldungen (Familien) im abgelaufenen Jahr flankiert, die in relevanten Industrie- und Schwellenländern registriert werden oder wurden. Die zugehörigen Innovationsprojekte werden in Zusammenarbeit mit internationalen Leitkunden industrialisiert.

Die Patentstrategie soll auch künftig sicherstellen, dass bestehende und zukünftige Produkte in relevanten Märkten patentrechtlich abgesichert sind. Somit sichert diese Patentstrategie unsere Position als Marktführer auf dem Gebiet der metallischen Katalysatorträger für die Abgasnachbehandlung mobiler On- und Off-Road-Motorapplikationen. Die oben genannte Entwicklung für non automotive Anwendungen soll, trotz Einführung von batterieelektrischen Fahrzeugen, langfristig die Produktionsstandorte in Deutschland sichern.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung 2

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD sieht für Deutschland eine stärkere Rezession im Jahre 2023 voraus als die Wirtschaftsweisen, welche die deutsche Bundesregierung beraten.

Das Bruttoinlandsprodukt werde im kommenden Jahr um 0,5% schrumpfen, heißt es im Januar 2023 veröffentlichten OECD Konjunkturausblick. Die fünf Wirtschaftsweisen gehen in ihrem Jahresgutachten für die Bundesregierung von minus 0,2% aus.

Die starke Volatilität der Energiepreise und die schwierige Energieversorgung verunsichern Unternehmen und Haushalte. Darüber hinaus führt eine hohe Inflation zu einem Rückgang der Realeinkommen, der den Konsum der Verbraucher negativ beeinträchtigt.

Die Industriestaaten-Organisation OECD macht aber auch Hoffnungszeichen aus. Stabilisierend wirkten der hohe Investitionsbedarf im Zusammenhang mit der Verlagerung von Lieferketten und dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Auch dürften sich die Exporte angesichts eines beträchtlichen Auftragsbestandes und nachlassender Engpässe in den Lieferketten erholen.

Keine rasche Entspannung wird bei der Verteuerung erwartet. Ein potentielles Risiko ergibt sich aus möglichen Gasrationalisierungen, wenn die geplanten fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen als Anreiz für Gaseinsparungen nicht ausreichen.

Schwere Zeiten sagt die OECD auch der Weltwirtschaft voraus. Das Wachstum habe an Dynamik verloren, während sich die Inflation auf einem hohen Level bewegt. Der RusslandUkraine Konflikt treibt besonders die Preise für Energie.

Es wird erwartet, dass das globale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 nur um 2,2% wachsen werde. Dabei werden die globalen Aussichten unausgewogener. Im kommenden Jahr dürften fast drei Viertel des globalen Wachstums auf die großen asiatischen Schwellenländer entfallen, während der Aufschwung in den USA und in Europa an Tempo verlieren werde.

In Deutschland sind 2022 etwas mehr Neuwagen zugelassen worden als ein Jahr zuvor. Gemäß Informationen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) kamen im Gesamtjahr 2,65 Millionen Neuwagen zur Anmeldung, 1,1% mehr als im Jahr davor.

2 Quelle: Autohaus, KBA, OECD Wirtschaftsausblick, Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen

Während die Autobranche im ersten Halbjahr 2022 noch mit elf Prozent weniger Neuzulassungen konfrontiert war, gingen die Zahlen ab September stetig nach oben.

Durch Entspannungen in den Lieferketten der Hersteller konnten die hohen Auftragsbestände nach und nach abgearbeitet werden.

Weltweit betrachtet wurden im vergangenen Jahr 71,2 Millionen neue PKW zugelassen. Davon entfielen rund 23,2 Millionen auf den chinesischen Markt, ein Plus von 10% gegenüber 2021.

Zweitgrößter Markt waren die USA. Hier gab es 13,7 Millionen Neuzulassungen. Dies entspricht einer Reduktion um 8% im Vergleich zum Vorjahr.

Auf dem europäischen PKW-Markt wurden 11,3 Millionen neue PKW zugelassen, was einem Rückgang im Vorjahresvergleich um 4% darstellt.

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2022 konnte die Vitesco Technologies Emitec GmbH nach einem durch die CoronaPandemie beeinflussten Jahr 2021 eine positive geschäftliche Entwicklung vollziehen.

Durch die sich stetig verbessernde Entwicklung der Corona-Pandemie und durch eine allgemeine Verbesserung in den Lieferkettenprozessen konnten wir eine stetig steigende Nachfrage im Jahresverlauf registrieren.

Im vierten Quartal 2022 wurde durch die EU-Behörden der erste Entwurf der zukünftigen EURO 7 Abgasnorm vorgestellt. Unerwartet für alle Europäischen Original Equipment Manufacturer (OEM) und für alle Automotive Zulieferer war das geplante Vorziehen des Einführungsdatums auf nun Juli 2025.

Das Kundeninteresse an EHC-Produkten (Elektrisch Heizbare Katalysatoren) der Vitesco Technologies Emitec GmbH wurde dadurch noch verstärkt und bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Am 6. Oktober 2022 wurde durch notariell beurkundete Vertragsunterzeichnung ein Eigentümerwechsel der Vitesco Technologies Emitec GmbH vom gegenwärtigen Gesellschafter Vitesco Technologies GmbH zu der in München ansässigen Lenbach Equity Opportunities II GmbH & Co KG (LEO II), beraten durch die Dubag Gruppe, eingeleitet. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2023 erwartet.

Das Unternehmen wird hauptsächlich durch die Kennzahlen Umsatz, Ergebnis und Cash Flow gesteuert. Im folgenden Abschnitt wird darauf entsprechend eingegangen.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2022 über den Erwartungen um € +9,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr und erreichten € 100,3 Mio.

Umsätze mit Komponenten für Motorradanwendungen gingen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück und trugen mit 11,6% (Vorjahr = 12,6%) zum Gesamtumsatz bei.

PKW-Anwendungen entwickelten sich positiv und hatten einen Anteil am Gesamtumsatz von 59,5% gegenüber einem Umsatzanteil von 58,9% in 2021.

Die Umsätze mit Applikationen für Nutzfahrzeuge und im Off-Road-Geschäft fielen absolut gesehen etwas höher aus im Vergleich zum Vorjahr, relativ gesehen belief sich der Umsatzanteil am Gesamtumsatz im Jahr 2022 auf 20,6%. Im Vorjahr betrug der Vergleichswert noch 21,2%.

Darüber hinaus konnten Umsätze im Bereich Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen erwirtschaftet werden. Im Jahre 2022 machte dies 4,3% vom Gesamtumsatz aus. Im Jahre 2021 wurden in dieser Kategorie 5,6% erwirtschaftet.

Im Jahresdurchschnitt 2022 sind die Rohstoffpreise für die Vitesco Technologies Emitec GmbH verglichen mit dem Vorjahr stark angestiegen.

Im Jahresverlauf konnte mit einem Kunden eine Einigung hinsichtlich einer Kostenkompensation erreicht werden, so dass sich diese positiv auf das Jahresergebnis der Vitesco Technologies Emitec GmbH auswirkte.

Der Jahresüberschuss beläuft sich - über Vorjahresprognose - im Jahre 2022 auf € +3,8 Mio.

Die Gesellschaft ist im Rahmen des Bankkonten-Ausgleichverfahrens (Cash Pooling) in die Konzernfinanzierung eingebunden und hatte dadurch auch die Finanzliquidität im Geschäftsjahr abgesichert.

Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2022 erwartungsgemäß einen positiven Cash Flow (Free Cash Flow) in Höhe von € +0,2 Mio. aus (Vorjahr € -1,4 Mio.).

Während sich auf der Aktivseite das Sachanlagevermögen sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nennenswert erhöhten, haben sich auf der Passivseite insbesondere die Pensionsrückstellungen und die Verbindlichkeiten erhöht.

Die Anzahl der Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 514 (Vorjahr = 527), einschließlich der zwei Geschäftsführer. Zum 31. Dezember 2022 befanden sich 18 Auszubildende im Unternehmen.

Chancen und Risiken der weiteren Entwicklung

Die weitere wirtschaftliche Entwicklung in 2023 wird entscheidend vom globalen Konjunkturverlauf, dem Krieg in der Ukraine und durch die finale Bewältigung der CoronavirusPandemie beeinflußt. Die Beseitigung der durch die Pandemie hervorgerufenen Lieferkettenprobleme, höhere Material- Energie- und Personalkosten sowie die Umstrukturierung in der Automobilindustrie in Richtung elektrischer Antriebe werden einen erheblichen Einfluß haben.

Im Rahmen der weltweiten geschäftlichen Tätigkeiten auf dem Gebiet der Abgasnachbehandlung von Automobilen, Lastkraftwagen, Zweirädern und Off-Road-Anwendungen ist die Vitesco Technologies Emitec GmbH einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Im Rahmen unserer Strategie-, Planungs- und Budgetprozesse sowie in der Unternehmensberichterstattung werden diese Risiken laufend beobachtet und bewertet.

Die Vitesco Technologies Emitec GmbH hat sich in den letzten Jahren in den Märkten differenziert, sodass eine einseitige Kundenabhängigkeit vermieden wird. Geschäfte mit PKW-, Motorrad- und Nutzfahrzeugkunden wurden weiter auf mehrere Kunden ausbalanciert, die ihrerseits in unterschiedlichen Regionen tätig sind.

Durch aktuell laufende Diskussionen zu neuen und verschärften Abgasgesetzgebungen wie EU7 / VII, China 7, CARB ACC2 sowie in den Schwellenländern werden in den nächsten Jahren sowohl neue Märkte entstehen als auch bestehende Wachstumsimpulse generiert. Zur Vorbereitung auf dieses Wachstum muss sowohl in neue Produkte als auch in neues Equipment investiert werden.

Es erfolgt eine jährliche Überprüfung unserer ISO/TS-Zertifizierung sowie eine regelmäßige Überprüfung unserer IT-Infrastruktur & IT-Sicherheit. Darüber hinaus werden im Rahmen der vorhandenen internen Kontrollprozesse fortwährend die Maßnahmen zur Kontrolle von Risiken überprüft und verbessert. Das Risikomanagement ist Teil der Corporate Governance.

Folgenden Risikokategorien wird weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt, die entsprechend ihrer Bedeutung für das Unternehmen genannt sind:

Strategische Risiken

Die weltweiten Märkte für unsere Produkte sind durch einen harten Wettbewerb geprägt: Dies gilt insbesondere für Technologie, Preise, Produktqualität sowie Entwicklungs- und Markteinführungszeit. Die Abgastechnologie ist darüber hinaus stark abhängig von den jeweiligen gesetzlichen Regelungen der Länder/Regionen. Durch den Ausbau unserer globalen Vertriebsaktivitäten sind wir verstärkt auch den Risiken ausgesetzt, die aus politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in bestimmten Weltregionen erwachsen. Die in einigen Ländern verstärkt politisch gewollte und geförderte Einführung der Elektromobilität reduziert die Gesamtanzahl der Verbrennungsmotoren und damit den potenziellen Markt für Katalysatoren.

Dazu zählen auch unvorhersehbare Preissteigerungen bei Material, Energie und Lohnsteigerungen. Wir beobachten diese Risiken intensiv, um gegen bedrohliche Entwicklungen gewappnet zu sein und um mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen gegebenenfalls angemessen reagieren zu können.

Operative Risiken

Entsprechend den positiven Erwartungen gegenüber unseren Märkten werden wir unsere Produktpalette fortlaufend weiterentwickeln. Dazu dienen unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die im Rahmen der strategischen Planung jährlich innerhalb des Konzerns abgestimmt und genehmigt werden.

Um Prozess- und Wertschöpfungsrisiken zu begegnen, haben wir umfassende Verfahrensvorgaben zu Projekt- und Qualitätsmanagement, Produkt- und Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz festgelegt.

Die Zertifizierungen des Qualitätsmanagements nach ISO/TS 16949 und die des Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001 werden jährlich neu bestätigt.

Zudem werden unsere Produktionsverfahren, Herstellungstechniken und Abläufe in der Verwaltung ständig weiterentwickelt und verbessert, unsere Anlagen sorgfältig gewartet und unsere Mitarbeiter entsprechend aus- und weitergebildet.

Die IT-Zuverlässigkeit und -Sicherheit haben einen hohen Stellenwert und werden ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Eine IT-Security-Policy wurde eingeführt und wird laufend verbessert.

Lieferantenrisiken

Bei der Versorgung mit Vormaterial und Investitionsgütern sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Einbeziehung Dritter reduziert unsere Einflussmöglichkeiten auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Ein potenzielles Risiko für die Ergebnisse der Gesellschaft ist das schwankende Preisniveau in den Energie- und Rohstoffmärkten, insbesondere bei den Stahlfolien.

Diesen Risiken begegnen wir durch intensive Marktbeobachtung, eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten sowie langfristige Lieferverträge und Überwachung der gesamten Lieferkette. Wo möglich werden entsprechende Preisanpassungsvereinbarungen mit unseren Kunden getroffen.

Zur zumindest teilweisen Kompensation der steigenden Energiekosten wurde und wird in Solarfelder und Blockheizkraftwerke investiert, womit auch der CO 2 -Ausstoß der Produktionsstätten vermindert wird.

Personalrisiken

In unserem Geschäftsfeld herrscht ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte; dies betrifft insbesondere Mitarbeiter mit wissenschaftlichem, technischem und branchenspezifischem Hintergrund für die Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Der Trend hin zur Elektromobilität und damit das Entstehen neuer Industrien verschärft noch einmal den Wettbewerb und macht es für Firmen, die überwiegend an klassischen Antriebskonzepten arbeiten, schwieriger. Unser zukünftiger Erfolg hängt auch davon ab, dass wir in der Lage sind, qualifizierte Fach- und Führungskräfte einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die Entwicklung von neuen Produkten für den Non Automotive Bereich erhöht die Attraktivität.

Chancen

Das Jahr 2023 wird einige schwere Aufgaben für Vitesco Technologies Emitec GmbH bereithalten, die bereits in Angriff genommen wurden. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten unserer Gesellschaft wird auch im kommenden Geschäftsjahr die weitere Vorbereitung der Serienfertigung von EHC-Produkten sowie die Steigerung der Produktivität der Produktionswerke sein. Ebenso die Weiterentwicklung unserer Systemkompetenz für die komplette Abgasnachbehandlung, insbesondere für die RDE (Real Driving Emissions) und "as per normal use On Road" Anforderungen, werden, wie bereits an Demonstratoren gezeigt, weitergeführt. Damit wollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.

Mittel- und langfristig wird der Unternehmenserfolg der Vitesco Technologies Emitec GmbH durch die in Vorbereitung befindende Abgasgesetzgebung (Euro 7 / VII) in Europa als auch eine weitere Verschärfung der Vorschriften für PKW, LKW und NRMM ("Non Road Mobile Machinery") in wichtigen Ländern und Regionen wie NAFTA, China (China 7), Brasilien oder Indien flankiert. Die Bekanntgabe der EU7-Gesetzgebung hat sich von Mitte 2021 auf November 2022 verzögert und wird im Laufe 2023 final festgelegt.

Neue Trends, wie elektrifizierte Antriebsstränge, erhöhen die Nachfrage nach Abgasnachbehandlungskonzepten mit aktivem Thermomanagement. Im Motorenbau werden für serielle Hybridantriebe in der Zukunft Magermotoren eine Rolle spielen, die eine zusätzliche Herausforderung für die Abgasnachbehandlung darstellen. Innovative, kompakte Abgasnachbehandlungskomponenten mit hoher spezifischer Effektivität werden dafür benötigt.

Auch diese zukünftigen Anforderungen bieten weiteres Wachstums potential für die Vitesco Technologies Emitec GmbH.

Für alle neuen und innovativen Lösungen gilt, dass bereits vorhandene Motoren nachgerüstet werden können. Somit wird sich immer wieder eine Möglichkeit für ein Zusatzgeschäft durch Nachrüstungsanwendungen in diesem Markt ergeben.

Eine wesentliche Herausforderung entsteht durch den Verkauf der Vitesco Technologies Emitec GmbH an einen Private Equity Fund. Insbesondere im ersten Halbjahr wird ein interner Schwerpunkt in der Vorbereitung der Unabhängigkeit vom Großkonzern liegen. Nach heutigen Wissenstand wird die Gesellschaft in der Zukunft unter dem Namen Emitec Technologies GmbH ohne Änderung der Produktionsstätten, des Managements und des Personals entsprechend der bereits eingeschlagenen Strategie weitergeführt.

Prognose / Ausblick

Für 2023 erwarten wir nach einem soliden Jahr 2022 bedingt durch die Rezessionsängste in den Märkten und den stark gestiegenen Energiepreisen ein sehr herausforderndes Jahr.

Die Aussichten für das erste Quartal 2023 entsprechen aktuell noch unseren Erwartungen, die in unseren Budgetplanungen für die ersten drei Monate des Jahres 2023 Berücksichtigung gefunden haben.

Darüber hinaus ist es gegenwärtig sehr schwierig, Prognosen abzugeben. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2023 werden letztlich von verschiedenen Faktoren abhängen. Aus heutiger Sicht ist noch nicht abzusehen, wie sich die Material- und Energiekosten weiterentwickeln. Auch die erhöhte Inflationsrate ist nicht kalkulierbar. Über welchen Zeitraum und in welchem Maße es zu negativen Effekten aufgrund der genannten Randbedingungen kommen wird ist schwer abzuschätzen. Letztlich wird sich der tatsächliche Effekt auf die Geschäftstätigkeit der Vitesco Technologies Emitec GmbH, bzw. der zukünftigen Emitec Technologies GmbH erst bei einer wieder normalisierten Situation genauer bestimmen lassen.

Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche zusätzlichen konjunkturbelebenden Maßnahmen die deutsche Bundesregierung sowie die Europäische Union verabschieden werden und wie die Europäische Zentralbank die Zinspolitik betreiben wird.

Unsere Erwartungen hinsichtlich der Indikatoren Umsatz, Ergebnis und Cash Flow für das Jahr 2023, bereinigt um Einmaleffekte (z.B. "Carve-Out" Kosten aus dem Vitesco Konzern), liegen gegenwärtig auf etwa gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Der Anteil weiblicher Mitarbeiter veränderte sich vom Betrachtungszeitpunkt 31. Dezember 2021 von 15,9 % zum Betrachtungszeitpunkt 31. Dezember 2022 hin geringfügig und weist nun einen Anteil weiblicher Mitarbeiter in Höhe von 16,0% aus.

Auf der zweiten Managementebene hatten wir zum 31. Dezember 2021 einen Frauenanteil von 37,5%, zum 31. Dezember 2022 lag der Frauenanteil bei 28,6%.

Die Gesellschafterversammlung hat am 13. Dezember 2022 beschlossen:

1.

Die Gesellschafterversammlung legt für den Anteil der Frauen im Aufsichtsrat im Einklang mit den Vorgaben des FüPoG II eine Zielgröße von mindestens zwei Frauen fest, bei einer Anzahl von sechs Aufsichtsratsmitgliedern (33,3%). Die Zielgröße soll innerhalb des nächsten Jahres, spätestens bis zum 31. Dezember 2023, erreicht werden.

2.

Die Gesellschafterversammlung legt für den Anteil der Frauen in der Geschäftsführung im Einklang mit den Vorgaben des FüPoG II eine Zielgröße von mindestens einer Frau fest, wenn die Geschäftsführung aus drei Mitgliedern besteht (33,3%). Die Zielgröße soll innerhalb des nächsten Jahres, spätestens bis zum 31. Dezember 2023, erreicht werden.

 

Lohmar, den 10. März 2023

Vitesco Technologies Emitec GmbH

Geschäftsführung

R. Brück

M. Kohn

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vitesco Technologies Emitec GmbH, Lohmar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vitesco Technologies Emitec GmbH, Lohmar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vitesco Technologies Emitec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB" des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 10. März 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Obergarz, Wirtschaftsprüfer

Offermann, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

der Vitesco Technologies Emitec GmbH

Der Aufsichtsrat hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2022 aufgrund der Berichte der Geschäftsführung eingehend über die Lage und Entwicklung der Vitesco Technologies Emitec GmbH unterrichtet. In der Sitzung am 27. März 2023 hat der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2022 zur Prüfung durch den Aufsichtsrat vorgelegen. Mit der Geschäftsführung wurden der Jahresabschluss und die geschäftliche und finanzielle Situation der Gesellschaft, ihre Beschäftigungslage, die Investitionsvorhaben sowie weitere Einzelfragen erörtert.

Der Abschluss des Geschäftsjahres 2022 ist von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, so dass eine uneingeschränkte Bescheinigung darüber ausgestellt werden konnte, dass nach ihrer Beurteilung der Abschluss zum 31. Dezember 2022 nach den Vorschriften des HGB aufgestellt ist. Der Abschlussprüfer hat an der Aufsichtsratssitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, sowie des internen Kontroll- und Risikomanagements bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, berichtet. Dem Ergebnis seiner Prüfung wird zugestimmt.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Er billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, der Belegschaft und ihren Vertretungen für die geleistete erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Lohmar, 27. März 2023

Der Aufsichtsrat der Vitesco Technologies Emitec GmbH

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