REMONDIS Service International GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Czarnecki seit 2.2.2015 | Geschäftsführer |
Andreas Denker seit 2.11.2007 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REMONDIS ThermWert GmbH.LünenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31.12.2014REMONDIS ThermWert GmbH, Lünen
Lagebericht zum 31. Dezember 2014REMONDIS ThermWert GmbH, LünenA. GrundlagenOrganisation und Leistungsangebot Die REMONDIS ThermWert GmbH - als 100%-Beteiligungsunternehmen der REMONDIS Assets & Services GmbH & Co. KG - ist eine zugehörige Konzerngesellschaft der REMONDIS SE & Co. KG. Die REMONDIS-Gruppe leistet als größtes Unternehmen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland sowie in vielen anderen Ländern mit ihren Anlagen und Dienstleistungen einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung und zur Versorgung der Industrie mit Sekundärrohstoffen. Die REMONDIS-Gruppe verfügt über eine flächendeckende regionale Organisationsstruktur mit Niederlassungen und Beteiligungen. International ist die Gruppe in 35 verschiedenen Ländern der Welt mit über 500 Standorten und Anlagen und über 8.000 Nutzfahrzeugen vertreten. Schwerpunkt ist Europa, die regionale Entwicklung zielt auf Osteuropa inklusive der GUS-Staaten, Asien und Ozeanien ab. Das Dienstleistungsangebot erreicht weltweit über 30 Millionen Bürger sowie viele tausend Unternehmen und Gebietskörperschaften. Die Unternehmensgruppe bietet in der Wasserwirtschaft ganzheitliche Lösungen auf allen Wertschöpfungsstufen, von der Wasserversorgung über Abwasserentsorgung sowie dem zugehörigen Stoffstrommanagement bis hin zu branchenspezifischen Dienstleistungen, an. Die REMONDIS Thermwert GmbH ist eine Spezialgesellschaft auf dem Gebiet der thermischen Verwertung und bietet ihre Leistung sowohl innerhalb der REMONDIS-Gruppe als auch auf dem externen Markt an. Sie verfügt in ihrer Funktion über vertraglich abgesicherte thermische Verwertungskapazitäten, um die akquirierten Stoffströme - insbesondere für Klärschlämme, Papierschlämme und Sekundärbrennstoffe - einer kreislaufwirtschaftlichen Nutzung zuzuführen. Die REMONDIS-Gruppe konnte im Jahr 2014 ihre führende Position in Deutschland bestätigen. In Europa nimmt REMONDIS hinter Veolia und Suez weiterhin den dritten Platz in der Branche ein. B. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Die Abfallwirtschaft in Deutschland hat sich im Jahr 2014 weiterhin auf Konsolidierungskurs befunden. Im Zuge einer gesamtwirtschaftlich leicht positiven Entwicklung hat sich eine gleich lautende Tendenz auch in der Kreislaufwirtschaft gezeigt. Die Aktivitäten des Gesetzgebers in Bezug auf die Sammlung von Wertstoffen in einem separaten Sammelsystem, die Novellierung der Düngemittelverordnung sowie die Rahmenbedingungen für eine Umsetzung der Energiewende im Bereich der Kreislaufwirtschaft, sind die wesentlichen Einflussgrößen für die Märkte der Berichtsgesellschaft. Die EEG-Steuer hat sich massiv auf die Produktionskosten der Sekundärbrennstoff-Produktionsanlagen ausgewirkt. Dennoch hat sich der Markt für Sekundärbrennstoffe aufgrund einer ausgewogenen Marktlage mit Blick auf Produktion und Absatz gefestigt. Insgesamt ist eine gesteigerte Nachfrage der Industrie nach Rohstoffen zu verzeichnen, die sich positiv für die Entwicklung der Berichtsgesellschaft ausgewirkt hat, da Letztere den entsprechenden Märkten innovative Sekundär-Rohstoffe anbieten kann. Marktsituation in den Geschäftsbereichen Alternative Brennstoffe Im Fachbereich Sekundärbrennstoff war der Markt in 2014 durch eine starke Abnahme der Zementwerkindustrie geprägt. Die deutsche Zementwerkindustrie besitzt die höchste Substitutionsrate von primären Brennstoffen durch abfallstämmige Produkte weltweit und ersetzt mittlerweile rund 61 % des thermischen Energiebedarfes zur Klinkerherstellung in den deutschen Werken. Ein Trend, der sich auch weiterhin zu höheren Substitutionsraten in den folgenden Jahren fortsetzen und die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Sekundärbrennstoffen steigern wird. Die Abnahme von Sekundär-Rohstoffen in der Kraftwerksindustrie hat in diesem Sinne einen rückläufigen Trend aufgewiesen. Die Umsetzung der deutschen Energiepolitik hat mittlerweile spürbar zu einer geringen Laufzeit der konventionellen Kraftwerke geführt. Folglich waren auch die Einsatzquoten insbesondere der sekundären Brennstoffe geringer als im Vorjahr. Die Berichtsgesellschaft konnte in diesem Zusammenhang die eigenen Kapazitäten vollständig ausschöpfen und wird zukünftig in diesem Bereich ihre Position festigen. Auf dem Sekundärbrennstoffmarkt existiert ein steigendes Angebot an heizwertreichen Fraktionen, die für eine Aufbereitung zu Sekundärbrennstoff geeignet sind. Mit Blick auf die Beseitigungspreise des Wettbewerbes der Müllverbrennungsanlagen ist in diesem Segment ein Wachstum zugunsten der Brennstoffhersteller zu erwarten. Der Fachbereich Papierschlamm konnte sich im Berichtsjahr mengenmäßig auf dem Vorjahresniveau stabilisieren. Die Kooperation im Bereich der mineralischen Verwertung der Inhaltsstoffe der vorgenannten Schlämme hat sich in 2014 bewährt und als zukunftsfähig erwiesen. Insofern wird die Berichtsgesellschaft auch zukünftig der abfallerzeugenden Papierindustrie ein wettbewerbsfähiges und absatzsicheres Verwertungsangebot unterbreiten können. Aufgrund eines rückläufigen Aufkommens an Papierschlämmen am Markt werden wir in Kooperation mit Beteiligungsgesellschaften der REMONDIS-Gruppe die Geschäftstätigkeit in diesem Fachbereich stärker überregional ausdehnen und unsere Wachstumschancen auch im angrenzenden europäischen Raum suchen. Das Angebot an ganzjährig zur Verfügung stehenden Kapazitäten zur Verwertung ist allerdings rückläufig und entfaltet eine entsprechende Wirkung auf die Preisgestaltung. Darüber hinaus konnte das Angebot an die Papierindustrie um einige weitere Stoffströme neben den Papierschlämmen erweitert werden und hat der Berichtsgesellschaft steigende Umsätze gebracht. Das Jahr 2014 war im Fachbereich Klärschlamm durch eine steigende Kapazität sowie Verfügbarkeit der Verwertungskapazitäten für Klärschlamm geprägt und führte zu einer deutlichen Steigerung der gelieferten Tonnage. Die vertraglichen Pflichten der Berichtsgesellschaft bezüglich der gelieferten Mengen, wurden vollumfänglich erfüllt. In der weiteren Entwicklung wird die Düngemittelverordnung ihre Wirkung hin zu mehr thermisch zu verwertenden Klärschlämmen entfalten. Die Berichtsgesellschaft hat dieser zu erwartenden Entwicklung mit einer entsprechenden Aufstockung der thermisch unter Vertrag stehenden Kapazitäten Rechnung getragen und ist für die Anforderungen des Marktes auch in Zukunft gut aufgestellt. C. ErtragslageIm Berichtsjahr ergibt sich unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge eine Gesamtleistung von 21,4 Mio. €, welche um rd. 2,8 Mio. € über dem Vorjahreswert liegt. Zu dieser Steigerung führte i.W. die Steigerung der gelieferten Tonnage im Fachbereich Klärschlamm. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um rd. 156 T€ gesunken. Dies resultiert überwiegend aus einer geringeren Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr. Im Verhältnis zu der Entwicklung der Umsatzerlöse ist der Materialaufwand um 2,8 Mio. € auf 20,2 Mio € gestiegen, wodurch ein Rohertrag generiert wurde, der mit 1,2 Mio. € um 16,4 T€ über dem Wert des Vorjahres liegt. Der gestiegene Rohertrag führte nach Abzug des Personalaufwands, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Berücksichtigung des Finanzergebnisses, der Ertragssteuern sowie der sonstigen Steuern zu einem Jahresüberschuss von rd. 490 T€, der mit 44 T€ unter dem Vorjahreswert liegt. Der Personalaufwand der Gesellschaft beläuft sich auf 222,5 T€ (VJ 349,9 T€). Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 1 Mitarbeiter (VJ 2) beschäftigt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 30,2 T€ gesunken. Ursächlich hierfür waren geringere öffentlich-rechtliche Gebühren sowie geringere KfZ-Kosten. Die Zinserträge erhöhten sich im Geschäftsjahr um 6,7 T€ und die Zinsaufwendungen waren um 16,7 T€ rückläufig. Der Rückgang ist insgesamt auf ein geringeres Zinsniveau zurückzuführen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind um 241,4 T€ auf 245,6 T€ gestiegen. Die Zunahme der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr den laufenden Aufwendungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer ein gegenläufiger Effekt aus der Berücksichtigung von Erträgen aus latenter Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer gegenüberstand, so dass im Vorjahr lediglich ein im Vergleich zum Jahresergebnis 2013 geringer Steueraufwand ausgewiesen wurde. Die Rentabilität der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Gesamtkapitalrentabilität = ((Jahresüberschuss + Zinsaufwand) x 100)) / Gesamtkapital zum Bilanzstichtag Eigenkapitalrentabilität = (Jahresüberschuss x 100) / Eigenkapital zum Bilanzstichtag Der Umsatz sowie der Rohertrag werden als finanzielle Leistungsindikatoren betrachtet:
Rohertrag = Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung bzw. abzgl. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen zzgl. andere aktivierte Eigenleistungen zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren abzgl. Aufwendungen für bezogene Leistungen Der Umsatz sowie der Rohertrag haben sich der Prognose aus dem Vorjahr entsprechend erhöht. D. FinanzlageDie Gesellschaft ist in das zentrale Cash-Management des Konzerns eingebunden und weist ihren positiven Cash-Pool-Bestand von 2.890,3 T€ (Vj. 2.717,7 T€) bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus. Da im Berichtsjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden haben, ergeben sich somit keine Änderungen der Konditionen. E. VermögenslageDie Bilanzsumme der REMONDIS ThermWert beläuft sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 6.262,2 T€ (VJ 5.849,0 T€). Auf der Aktivseite der Bilanz wird zum Bilanzstichtag 31.12.2014 ein Anlagevermögen von 0,2 T€ (VJ 0,4 T€) ausgewiesen. Das Umlaufvermögen verringerte sich auf 5.315 T€ (VJ 5.804 T€) und enthält die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 454 T€ (VJ 640 T€), welche sich stichtagsbedingt verringert haben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf 4.573 T€ (VJ 4.494 T€). Hierin enthalten sind die Forderung aus dem Cash-Pool-Guthaben gegenüber der REMONDIS GmbH & Co. KG mit 2.890 T€ sowie verminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 288 T€ (VJ 670 T€) enthalten überwiegend Vorsteueransprüche i. H. v. 270 T€, die erst im Januar 2015 abzugsfähig sind. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 900,0 T€ (VJ 0 T€) werden Ausgaben für das 1. Quartal 2015 ausgewiesen, die im Rahmen eines Liefervertrages in den ersten 3 Monaten 2015 bei der Durchführung der entsprechenden Spitzabrechnungen verrechnet werden. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital auf Grund des Jahresüberschusses (490 T€) erhöht. Bezogen auf die Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 57,3% (Vorjahr: 53,0%).
Eigenkapital = Gezeichnetes Kapital zzgl. Kapitalrücklage zzgl. Gewinnrücklagen zzgl. Gewinnvortrag zzgl. Jahresüberschuss (jeweils zum Stichtag) Bilanzsumme = Summe Aktiva oder Summe Passiva (jeweils zu Stichtag) Die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich leicht auf 571 T€, da die Zahlungen an die anspruchsberechtigten Pensionäre nahezu dem Aufzinsungseffekt entsprachen. In den sonstigen Rückstellungen i. H. v. 138 T€ (VJ. 560 T€) sind im Wesentlichen ausstehende Eingangsrechnungen (110 T€) sowie sonstige Personalkosten (15 T€) enthalten. Die Verbindlichkeiten sind stichtagsbezogen auf 1.841 T€ (VJ 1.622 T€) gestiegen und enthalten als größten Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. 1.374 T€ (VJ 1.488 T€), welche ausschließlich operativ in der Ausübung des Vermarktungsauftrages der Gesellschaft bestehen. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um 260 T€ resultiert aus einer Umsatzsteuerzahllast für den Dezember 2014. F. Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen GeschäftsjahrZusammenfassend zeigt sich aus Sicht der Unternehmensleitung im Berichtsjahr eine zufriedenstellende Entwicklung der Berichtsgesellschaft. G. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. H. Chancen- und RisikoberichtZur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzen wir wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Zudem ist unsere Gesellschaft in das konzernweite Risikofrüherkennungssystem der Rethmann SE & Co. KG einbezogen. Die Rethmann SE & Co. KG hat das von ihr angewandte Risikofrüherkennungssystem formalisiert und dokumentiert. Zusätzlich zum Ad-hoc-Reporting werden halbjährlich die zum vorhergehenden Halbjahr aufgetretenen Änderungen in das Risikomanagement eingearbeitet, dokumentiert und über das entsprechende Berichtswesen kommuniziert. Die Berichtsgesellschaft ist in das monatliche Ergebnisreporting und die jährliche Budgetierung inklusive Mittelfristplanung eingebunden. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätssituation der Gesellschaft überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine verbesserte Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht. Für das Jahr 2015 geht die Bundesregierung von einer jahresdurchschnittlichen Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 1,5 Prozent aus. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland liegt damit voraussichtlich abermals deutlich über dem Durchschnitt des Euroraums. In gleichem Sinne geht die Berichtsgesellschaft von einer steigenden Nachfrage der Dienstleistung aus, die sie dem deutschen Markt vermittels der 3 Sparten der Gesellschaft anbietet. Dabei sind die Bereiche Klärschlamm und Sekundärbrennstoff von legislativen Maßnahmen des Gesetzgebers tangiert. Die Düngemittelverordnung mit verschärften Vorgaben für die landwirtschaftliche Ausbringung, wird ein steigendes Mengenpotential für die thermische Verwertung von Klärschlämmen erzeugen, dass die Berichtsgesellschaft im Zuge der bereits vertraglich ausgebauten Kapazitäten nutzen kann und sicherlich im positiven Sinne zu einer Vollauslastung der Kapazitäten der Gesellschaft führen wird. Die Auswirkung der EEG-Stromsteuer wird zwar die Produktion des Sekundärbrennstoffes verteuern, allerdings steht dem gegenüber ein deutliches steigendes Preisniveau auf der Erlösseite der Anlagen. Die Berichtsgesellschaft geht insofern auch zukünftig von einem positiven Trend in der Vermarktung der vertraglich gebundenen Kapazitäten aus. I. Entwicklung der RahmenbedingungenAngesichts der anhaltenden Erholung auf den Wirtschafts- und Finanzmärkten ist mit einem leichten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage zu rechnen. Damit verbundene Produktionssteigerungen führen zu höheren Gewerbeabfallmengen und steigender Nachfrage nach Sekundärrohstoffen mit einhergehenden Erlös- und Ergebniseffekten. Chancen aus Investitions- oder Kooperationsmöglichkeiten werden einzelfall-spezifisch geprüft. Dem Ausfallrisiko von Leistungsforderungen begegnen wir mit einem intensiven Debitorenmanagement mit optimierten Mahn- und Inkassoprozessen. Die REMONDIS-Gruppe verfügt über erhebliche Kreditlinien bei Banken sowohl für Finanzierungen als auch für Cash-Management-Abwicklungen. Diese Konzernlinien werden den Konzerngesellschaften auf Basis der Mithaft der REMONDIS SE & Co. KG zur Verfügung gestellt. Die Linien stehen auch der daran teilnehmenden Berichtsgesellschaft zur Verfügung und waren zum Jahresende zum überwiegenden Anteil nicht ausgeschöpft. Die Einhaltung der für diese REMONDIS-Kredite mit den Banken auf Ebene des Konzernabschlusses der REMONDIS SE & Co. KG vereinbarten Covenants war jederzeit gewährleistet. J. Ausblick des UnternehmensDennoch wird der Sekundärrohstoffmarkt für REMONDIS weiter eine wachsende Bedeutung haben. Die Berichtsgesellschaft erwartet langfristig eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen. Die energetische Verwertung von Abfällen und Sekundärbrennstoffen wird ebenfalls angesichts steigender Energiekosten an wirtschaftlicher Relevanz behalten. Wir erwarten für das Jahr 2015 einen gegenüber dem Vorjahr leicht steigenden Umsatz,einen leicht steigenden Rohertrag sowie ein leicht steigendes Jahresergebnis. Hinweise auf wesentliche Risiken, die einen bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung haben, sind derzeit nicht bekannt.
Lünen, 12.04.2015 Geschäftsführung Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2014 - 31.12.2014REMONDIS ThermWert GmbH, Lünen
Anhang für das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2014REMONDIS ThermWert GmbH , LünenI. GRUNDLAGENDie REMONDIS Thermwert GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der Rethmann-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND AUSWEISMETHODENIm Rahmen der Aufstellung des Anhangs werden für das Berichtsjahr 2014 die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen. Folgende Abweichungen von in Vorperioden praktizierten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr vorgenommen: Die im Vorjahr unter den Posten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden in diesem Jahr unter den Posten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind (ansonsten) jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. Aktiva: Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Bei vor dem 01.01.2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Anlagegütern, die nach dem 01.01.2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Zugänge an Geringwertigen Wirtschaftsgütern bis 150 € werden direkt als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. In den Jahren 2008 und 2009 wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Nettoanschaffungskosten den Betrag von 150 €, nicht aber den Betrag von 1.000 € überschritten, eine Gruppenbewertung vorgenommen. Danach wurde für diese Vermögensgegenstände ein Sammelposten gebildet, welcher im Jahr der Bildung und in den folgenden 4 Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wurde bzw. fortgeführt wird. Seit 2010 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 410 € aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach Ablauf von 5 Jahren unterstellt. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes (ohne Umsatzsteuer) vorgenommen. Langfristige unverzinsliche Forderungen und Steuererstattungsansprüche i. S. d. § 37 KStG werden zum Barwert angesetzt. Wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen für das Bestehen der Aufrechnungslage gegeben sind, werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit Verbindlichkeiten gegenüber demselben Unternehmen miteinander verrechnet. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Der Ausweis erfolgt dann unter den aktiven latenten Steuern. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,66% bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Im vorigen Jahr wurde ein Rechnungszinssatz von 4,91% zugrunde gelegt. Weiterhin wird unverändert zum Vorjahr eine dynamische Entwicklung der Löhne und Gehälter von 2,0% und der Renten in Höhe von 1,5% p.a. zugrunde gelegt, sowie eine Fluktuation in Höhe von 3,2% p.a. unterstellt. Bei der Bildung der anderen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögen: Das Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist dem Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.682.220,64 € (VJ 1.776.210,21 €) sowie Forderungen aus dem Cash-Pool Guthaben in Höhe von 2.890.337,73 € (VJ 2.717.654,02 €). Eigenkapital: Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 500.000,00 €. Im Eigenkapital ist ein Betrag von 47.202,79 € aus der Aktivierung latenter Steuern zur Ausschüttung gesperrt. Rückstellungen: Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem aufgrund Verpflichtungen aus dem Personalbereich und ausstehenden Eingangsrechnungen gebildet. Verbindlichkeiten: Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 154.099,16 € (VJ 80.912,03 €). Weitere Angaben zur Bilanz: Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von 490.407,40 € soll in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGSteuern vom Einkommen und vom Ertrag: Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten im Umfang von 245.604,42 € das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen in Höhe von 2.670,14 € für Vorperioden enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Körperschaftsteuern in Höhe von 1.251,15 € und latenten Gewerbesteuern in Höhe von 1.154,48 € enthalten. V. ERGÄNZENDE ANGABENArbeitnehmerzahlen: Im Jahr 2014 waren durchschnittlich beschäftigt:
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte: Verträge mit unbedingter Zahlungsverpflichtung sind Langzeitlieferverträge. Die REMONDIS ThermWert GmbH hat solche Verträge mit Anlagenbetreibern abgeschlossen, um die Mengenabsteuerung während der Vertragslaufzeit preislich abzusichern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers: Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
VI. BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMENMitgliedschaft im Konzern: Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der REMONDIS AG & Co. KG mit Sitz in Lünen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG mit Sitz in Selm, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Rethmann AG & Co. KG ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. VII. ANGABEN ZU GESELLSCHAFTSORGANENDer Geschäftsführung der Berichtsgesellschaft gehörten im Berichtsjahr an: Georg Bator Geschäftsführer der REMONDIS Trade and Sales GmbH Andreas Denker Geschäftsführer der REMONDIS ThermWert GmbH Auf die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrates wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Lünen, den 31.05.2015 REMONDIS ThermWert GmbH Ralf Czarnecki Andreas Denker III. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks9. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 25. Juni 2015 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der REMONDIS ThermWert GmbH, Lünen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." |
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