Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 721312
Vorher
SYSTERION GmbH
Eingetragen
21.10.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenUnternehmensberatung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Beratung auf dem Gebiet der Engineering Software Produkte sowie deren Vertrieb.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ravi Nirankari
seit 16.10.2006
Geschäftsführer
Mourad Othman
seit 16.10.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ravi Nirankari
München
10.300 €
41.20%
Mourad Othman
Tübingen
10.100 €
40.40%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PITERION GmbH

Böblingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Unternehmensstruktur

Die PITERION GmbH mit Sitz in Böblingen ist einer der größten deutschen, inhabergeführten Lösungsanbieter im Bereich Product Lifecycle Management (PLM) und bietet als international tätiges Unternehmen aus der Softwareberatungs-, Softwareentwicklungs- sowie der Ingenieursdienstleistungsbranche seit ihrer Gründung im Jahr 2004 umfassenden Service und Lösungen in den Bereichen Product Lifecycle Management (PLM), Softwareentwicklung und Engineering an.

Die PITERION GmbH verfügt in Deutschland neben dem Hauptsitz in Böblingen auch über Niederlassungen in Ismaning bei München, in Fürth sowie in Wolfsburg. Darüber hinaus unterhält die PITERION GmbH neben einer Betriebsstätte in der Schweiz noch die rechtlich selbständigen Tochter-PITERION India Pvt. Ltd, PITERION North America Inc., PITERION Polska sp. Z o. o., PITERION Sweden AB, PITERION Italy srl, PITERION Canada Inc., FLEXILION Singapore PTE. LTD, sowie FLEXILION GmbH.

Die PITERION ist ein Dienstleistungspartner auf den Gebieten der digitalen Transformation, PLM, MES, Engineering IT und kundenspezifische Engineering IT-Lösungen. Unser unermüdliches Engagement für diese Themen hat uns zur bevorzugten Wahl für zahlreiche Kunden aus verschiedenen Branchen gemacht. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung gelten wir als Pioniere auf diesem Gebiet und bieten ein umfassendes Dienstleistungspaket, einschließlich Analyse, Prozessverbesserung, Implementierung, Betrieb und Support aus einer Hand.

Unser Engagement für Exzellenz:

• Ökosystem im Digital Transformation Network: Wir sind mehr als nur ein Dienstleister. Wir sind Teil eines leistungsstarken Ökosystems innerhalb des Digital Transformation Network und arbeiten mit Unternehmen zusammen, die unser Engagement für Innovation und Exzellenz teilen. Gemeinsam bilden wir eine beeindruckende Kraft, die die Zukunft der Technologie vorantreibt.

• Über 20 Jahre vertrauensvolle Partnerschaft: Seit über 20 Jahren ist PITERION der Ansprechpartner für Unternehmen, vom Großunternehmen bis zum Mittelstand. Unsere langjährigen Beziehungen zu unseren Kunden sind ein Beweis für die Qualität unserer Dienstleistungen und der Ergebnisse, die wir liefern.

• Zusammenarbeit mit Softwareanbietern: Wir pflegen eine enge Zusammenarbeit mit einigen der wichtigsten Softwareanbieter der Branche. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, bei Technologietrends immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und über kommende Softwareversionen bestens informiert zu sein. Wir nutzen diese Beziehungen, um Ihnen innovative Lösungen anzubieten.

• Steckverbinder und Integrationstechnologien: Unsere Expertise erstreckt sich auf die Entwicklung von Steckverbindern und Integrationstechnologien mit unserem geistigen Eigentum (IP). Diese Innovationen werden sowohl von großen als auch mittelständischen Kunden intensiv genutzt, um ihre Prozesse zu verschlanken, die Effizienz zu steigern und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Bei PITERION verstehen wir, dass jedes Unternehmen einzigartig ist. Deshalb passen wir unsere Lösungen individuell an Ihre spezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen an. Ganz gleich, ob Sie sich auf den Weg zur digitalen Transformation begeben, Ihre PLM-Prozesse optimieren möchten oder maßgeschneiderte Engineering-IT-Lösungen benötigen: Wir verfügen über das Wissen, die Erfahrung und das Ökosystem, um Ihnen zum Erfolg zu verhelfen.

Geschäftsmodell und Positionierung

Die PITERION GmbH ist darauf spezialisiert, sowohl interne als auch externe Geschäftsprozesse entlang des Produktlebenszyklus industrieller Produkte zu optimieren. Hierbei hat sich die PITERION GmbH vor allem auf die Anpassung, Migration und Performanceoptimierung, Schnittstellenentwicklung, System- und Lieferantenintegration sowie internationalen Support und Service rund um Systeme von Siemens Industry Software, Dassault Systèmes und PTC fokussiert und spezialisiert. Diesbezüglich unterhält die PITERION GmbH diverse Partnerschaften, wie z.B. eine Dienstleistungspartnerschaft mit Siemens Industry Software, eine Softwareentwicklungspartnerschaft mit dem Unternehmen Dassault Systèmes sowie auch eine Softwareentwicklungs- und Servicepartnerschaft mit dem Unternehmen PTC.

Die PITERION GmbH unterstützt als strategischer und operativer Partner ihre Kunden bei der Erarbeitung und Integration von maßgeschneiderten PLM-Lösungen für Neu- bzw. Weiterentwicklungen der kundenspezifischen Produkte, verbesserter Prozesseffizienz und Produktqualität, schnellerer Marktreife und Reduzierung der Kosten und steigert somit die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit ihrer Kunden im Zeitalter der fortschreitenden Digitalisierung im Zeichen von Industrie 4.0.

Forschung und Entwicklung

Bereits seit ihrer Gründung ist die PITERION GmbH bestrebt, über eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung Innovationen in den Markt zu tragen und dadurch ihren Kunden aktuelle Trends und Technologiemöglichkeiten aufzuzeigen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Themenfelder CAD-CAM-PLM-MOM-MES sowie Individual Engineering IT gerichtet, wobei in diesen Bereichen kommerzielle Technologien sowie Lösungen von spezialisierten Anbietern entlang von Kunden-Geschäftsprozessen in die Lösungen großer Softwarevendoren - vor allem der Partner der PITERION GmbH in diesem Bereich - integriert und damit industriell verwertbar gemacht werden.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Laut einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gab die Konjunktur nach einem guten Start ins Jahr 2023 im Laufe des Sommers deutlich nach. Dies war vor allem auf die schwache Industrieproduktion und den starken Zinsanstieg in den meisten Regionen der Welt zurückzuführen. Ein weiterer dämpfender Faktor war die verhaltene Entwicklung in China. Gemäß Wirtschaftsbericht der Europäische Zentralbank (EZB) ist die Weltwirtschaft in 2023 in moderatem, aber stetigem Tempo gewachsen. Diese Entwicklung ist auf einen kräftigen privaten Konsum und die Unterstützung durch die robusten Arbeitsmärkte zurückzuführen. Dabei wuchs in 2023 die Weltwirtschaft nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch um 3,2 Prozent.

Europa verzeichnete in 2023 ein sehr geringfügiges Wirtschaftswachstum. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone stieg in 2023 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) lediglich moderat um rund 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Laut der Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, hinkte die deutsche Wirtschaft international betrachtet in 2023 anderen EU-Schwergewichten oder großen Volkswirtschaften wie bspw. den USA oder China deutlich hinterher. Als einziger großer europäischer Staat musste Deutschland ein schrumpfendes BIP verzeichnen. Gemäß Statistischem Bundesamt haben eine hohe Inflation, steigende Zinsen und eine maue Weltkonjunktur die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 schrumpfen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank hierbei um 0,3 Prozent und verzeichnete damit erstmals seit dem Corona-Jahr 2020 ein Minus.

Bzgl. des IT-Marktes stellte des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens International Data Corporation (IDC) fest, dass das Zeitalter der digitalen Wirtschaft angebrochen sei. Die Ausgaben für digitale Technologien würden steigen, während die Ausgaben für herkömmliche, nicht digitale Produkte stagnieren oder sogar leicht rückläufig seien. Kunden, Mitarbeitende, Partner und Lieferanten äußerten nicht mehr nur den Wunsch nach digitalen Lösungen, sondern würden diese inzwischen erwarten. Unternehmen, die sich im Wettbewerb behaupten und ihr Geschäft ausbauen möchten, zielten durch die Digitalisierung ihrer Abläufe auf die Senkung ihrer Kosten und Effizienzsteigerungen ab.

Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die PITERION GmbH von den positiven Ergebnissen der bereits in 2022 begonnen sowie im weiteren Verlauf fortgesetzten Intensivierung der Vertriebsanstrengungen gekennzeichnet: So ist es uns gelungen, nach zwei Geschäftsjahren mit rückläufigem Umsatz in 2020 und 2021 sowie dem Geschäftsjahr 2022 mit erneutem Umsatzwachstum nunmehr im Berichtsjahr 2023 eine im Vergleich zum Vorjahr signifikante Ausweitung des Umsatzes zu erreichen und damit die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Jahres, für welches lediglich ein Überschuss innerhalb einer Bandbreite zwischen TEUR 1.800 und TEUR 2.200 erwartet worden war, deutlich zu übertreffen.

So wurde im Geschäftsjahr 2023 das EBIT im Vergleich zum Vorjahr um 246 % übertroffen - dies bei einer Umsatzsteigerung von 58 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im internationalen Kontext wurden einerseits die begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen fortgesetzt und andererseits durch Neugründungen von Auslandsgesellschaften die Internationalisierungsstrategie der PITERION fortgesetzt. Einem positiven Geschäftsverlauf bei den Tochtergesellschaften in Indien, Polen sowie in Italien stehen jeweils schwach negative Ergebnisse der Tochtergesellschaften in den USA, Schweden sowie Singapur gegenüber.

Das Geschäftsjahr 2023 der PITERION GmbH kann somit insgesamt als überaus zufriedenstellend bezeichnet werden.

Ertragslage

Die Ertragslage veranschaulicht für das Geschäftsjahr 2023 eine signifikante Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr.

In 2023 haben sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf ca. TEUR 20.464 (Vorjahr: TEUR 12.921) erhöht. Zurückzuführen ist diese Umsatzsteigerung um ca. 58 % im Vergleich zum Vorjahr vor allem auf eine sehr erfolgreiche Intensivierung der Vertriebsanstrengungen mit dem Hinzugewinnen weiterer Neukunden auf dem deutschen sowie europäischen Markt, eine signifikante Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr - dies v.a. bei den umsatzrelevanten Produktivmitarbeitern - sowie einen sehr hohen Auslastungsgrad der umsatzrelevanten produktiven Mitarbeiter

Die Gesamtleistung hat sich im Berichtsjahr um TEUR 7.654 auf nunmehr TEUR 20.584 (Vorjahr: TEUR 12.930) erhöht. Die Betriebsleistung (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) hat sich in 2023 auf TEUR 17.808 (Vorjahr: TEUR 11.275) erhöht. Bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen war im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung um ca. 68 % auf nunmehr TEUR 2.776 (Vorjahr: TEUR 1.655) zu verzeichnen, was insbesondere auf eine signifikant erhöhte Inanspruchnahme von Offshore-Leistungen der indischen Tochtergesellschaft sowie einer erhöhten Inanspruchnahme von Leistungen der übrigen Auslandstochtergesellschaften der PITERION GmbH zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand hat sich v.a. aufgrund der signifikanten Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 11.889 im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: TEUR 8.684) um ca. 37 % erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich 2023 um ca. 33,5 % auf TEUR 1.746 (Vorjahr: TEUR 1.307) erhöht.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen haben sich in 2023 geringfügig auf nunmehr TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 82) verringert.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in Kapitalgesellschaften üblichen Abschreibungen überschreiten, wurden in 2023 im Vergleich zum Vorjahr in annähernd gleicher Höhe von knapp TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12) vorgenommen. Hintergrund für diese dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip folgenden Abschreibungen sind Abschreibungen von Forderungen der Gesellschaft an die Tochtergesellschaften PITERION North America Inc.

An Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens entfielen in 2023 TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 79).

Das Ergebnis nach Steuern konnte in 2023 mit knapp TEUR 2.982 um mehr als 250 % gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 851) erheblich gesteigert werden und hat damit die Erwartungen weit übertroffen.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage ist unverändert als sehr stabil zu bezeichnen. Die stichtagsbezogene Liquidität weist in 2023 einen Wert von TEUR 4.043 (Vorjahr: TEUR 2.653) aus, was einem Aufwuchs um mehr als 52 % entspricht. Bankverbindlichkeiten sind nicht gegeben.

Um eine hohe finanzielle Flexibilität sicherzustellen, stehen uns über verschiedene Kreditlinien im Bedarfsfall weitere Liquiditätsquellen zur Verfügung. Die bestehenden Kreditlinien bei Finanzinstituten wurden im Berichtsjahr seitens der Gesellschaft nicht in Anspruch genommen; eine Inanspruchnahme ist zurzeit auch nicht beabsichtigt. Unsere primäre Liquiditätsquelle zum Aufbau von Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und sonstigen Geldanlagen ist unsere laufende Geschäftstätigkeit.

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr 2023 auf TEUR 10.784 (Vorjahr: TEUR 7.090) erhöht. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag mit 67 % im Vergleich zum Vorjahr auf einem etwas niedrigerem Niveau (Vorjahr: 71 %).

Die Vermögenslage ist auf der Aktivseite hauptsächlich geprägt von kurzfristigen Forderungen in Höhe von TEUR 6.170 (Vorjahr: TEUR 3.869) und den flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 4.043 (Vorjahr: TEUR 2.653). Die Passivseite ist neben dem Eigenkapital von TEUR 7.181 (Vorjahr: TEUR 5.002) geprägt von Rückstellungen im Umfang von TEUR 2.071 (Vorjahr: TEUR 770) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.532 (Vorjahr: TEUR 1.317).

Der Forderungsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf nunmehr TEUR 6.302 (Vorjahr: TEUR 4.119) erhöht und betrifft vor allem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.170 (Vorjahr: TEUR 3.869). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen in 2023 bei TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12).

Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr um ca. 58,4% auf nunmehr TEUR 3.907 (Vorjahr: TEUR 2.467) erhöht. Der Gesellschaft standen unterjährig jederzeit ausreichende liquide Mittel zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 16 % auf nunmehr TEUR 1.532 (Vorjahr: TEUR 1.317) erhöht. Hierauf entfallen auf die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 245), sowie auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen aufgrund der Abrechnungen von Projekten TEUR 380 (Vorjahr: TEUR 256).

Die Rückstellungen haben eine Erhöhung um ca. 169% auf nunmehr TEUR 2.071 (Vorjahr: TEUR 770) erfahren.

Die wesentlichen Investitionen entfielen in 2023 wie in den Vorjahren auf die Erneuerung und den Ausbau der IT -Infrastruktur, insbesondere durch die Erweiterung mit cloudbasierten Lösungen. Zudem wurden in 2023 auch weitere Investitionen in Softwareentwicklungsaktivitäten vorgenommen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft betrug im Berichtsjahr 123 Personen (Vorjahr: 103 Personen), wobei die PITERION GmbH in 2023 insgesamt 28 (Vorjahr: 36 Mitarbeiter) festangestellte Mitarbeiter (davon 25 festangestellte Vollzeit-Mitarbeiter, 0 Auszubildender, 2 Mitarbeiter in geringfügiger Beschäftigung, 1 Werkstudent) neu einstellte.

Als Dienstleistungsunternehmen ist sich die PITERION GmbH der Bedeutung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Fachwissen als wichtigstes Asset bewusst. Unsere Mitarbeitenden sind der Mittelpunkt unseres Unternehmens. Unser Ziel ist eine hoch motivierte, von Vielfalt geprägte und zukunftsorientierte Belegschaft mit den richtigen Qualifikationen für künftige Anforderungen. Hierbei verfolgt die Gesellschaft eine Strategie der kontinuierlichen Förderung Ihrer Mitarbeitenden durch eine zielgerichtete Personalentwicklung und Weiterbildung der Belegschaft des Unternehmens. Zudem entwickelt die PITERION GmbH die Art der Zusammenarbeit und die Führungskultur stetig weiter, um als Unternehmen weiterhin erfolgreich zu sein.

Die PITERION GmbH ist hierbei v.a. auch im Zusammenspiel mit der indischen Tochtergesellschaft und den weiteren Auslandstochtergesellschaften, qualifizierte Talente weiter auszubauen, sowie mit dem Fachwissen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den laufenden Betrieb und die Ausweitung des Geschäftes im Hinblick auf Knowhow, Kapazitäten, Qualitätssicherung einzigartig und extrem wettbewerbsfähig aufgestellt.

Die IT-Infrastruktur, so u.a. die Sicherstellung der technischen Bereitstellung digitaler Formate wie Video- und Telefonkonferenzen, wurde mit Blick auf die Ermöglichung bzw. Optimierung mobilen Arbeitens weiter verbessert bzw. erweitert.

Gesamtaussage

Insgesamt betrachtet ist die Geschäftsführung mit dem operativen Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Lage des Jahres 2023 zufrieden.

III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Chancen- und Risikomanagement

Das primäre Ziel der PITERION GmbH ist es, nachhaltig und dabei profitabel zu wachsen sowie die Marktposition national und international auszubauen und damit einhergehend den Unternehmenswert stetig zu steigern. Das Chancen- und Risikomanagement trägt hierbei wesentlich dazu bei, diese Ziele zu erreichen.

Das Risikomanagement der PITERION GmbH hat die grundlegende Zielsetzung, den Unternehmenserfolg gegen jegliche Risiken mit signifikanter Ausprägung abzusichern. Die Unternehmensführung verfolgt hierbei überwiegend eine konservative Risikopolitik. Die PITERION GmbH versteht Risikomanagement in diesem Zuge als Identifikation von Risiken, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen können und die verantwortungsbewusste Analyse und Überwachung dieser Risiken sowie das Einleiten geeigneter Gegenmaßnahmen, um adäquat und zeitnah auf beeinträchtigende Entwicklungen reagieren zu können. Begünstigt wird dies durch einen schnellen Informationsfluss aufgrund klar definierter Anweisungen und flacher Hierarchien.

Das Chancenmanagement der PITERION GmbH ist an das Risikomanagementsystem angelehnt. Ziel des Chancenmanagements ist es, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen potentiellen Chancen frühzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Maßnahmen möglichst optimal für das Unternehmen zu nutzen. Durch das Ergreifen von Chancen sollen geplante Ziele abgesichert oder übertroffen werden. Im Chancenmanagement werden relevante, umsetzbare Chancen betrachtet, die bisher nicht in eine Planung eingeflossen sind.

Die PITERION GmbH achtet hierbei insbesondere auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken. Etwaige Risiken müssen abschätzbar und beherrschbar sein, sowie etwaige Chancen eine nachhaltige Wertsteigerung für das Unternehmen mit sich bringen. Entsprechend detaillierte Maßnahmen zur Risikoprävention sind die Voraussetzung dafür, die Chancen, die sich aus den Risiken für die Geschäftstätigkeit der PITERION GmbH ergeben, voll auszuschöpfen. Hierzu wird das Chancen- und Risikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt.

Risikobericht

Volkswirtschaftliche Risiken / Branchenspezifische Risiken

Die größten Risiken über alle Risikokategorien hinweg bestehen für die Gesellschaft in einer negativen Markt- und Absatzentwicklung - dies insbesondere auf dem Hauptmarkt Deutschland.

Laut einer Prognose der Europäischen Zentralbank (EZB) in ihrem Wirtschaftsbericht wird das globale Wirtschaftswachstum 2024 leicht sinken, was vor allem auf die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung in den Industrieländern zurückzuführen ist. Das bedeutet, dass die Weltwirtschaft im Projektionszeitraum der EZB zwar wachsen wird, jedoch langsamer, als es im historischen Durchschnitt der Fall war. Mit der Abschwächung der durch das Ende der Corona-Pandemie entstandenen Wachstumsdynamik könnte 2024 auch im Dienstleistungssektor, der sich zuvor noch widerstandsfähig gezeigt hatte, eine stärkere Abkühlung folgen.

In Bezug auf die Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) könnte das Wirtschaftswachstum im Euroraum auf kurze Sicht verhalten bleiben, da Zinserhöhungen möglicherweise zu restriktiveren Finanzierungsbedingungen führen und die Nachfrage dämpfen. Dies könnte aber gleichzeitig zu einem Rückgang der Inflation beitragen. Diese Effekte dürften nach Ansicht der EZB jedoch später im Betrachtungszeitraum aufgrund steigender Realeinkommen und zunehmender Auslandsnachfrage nachlassen. Die EZB rechnet auch damit, dass die Aktivität im Dienstleistungssektor in der Region EMEA in den kommenden Monaten nachlassen wird. Dies führt sie auf von der schwächeren Industriekonjunktur ausgehende Ansteckungseffekte, nachlassende Effekte des Wiederhochfahrens der Wirtschaft und die sich ausweitenden Auswirkungen restriktiverer Finanzierungsbedingungen zurück.

In Deutschland setzt laut Sommerprognose des IfW Kiel eine moderate Konjunkturerholung ein. Im laufenden Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung um 0,2 % zulegen (Frühjahrsprognose: 0,1 %). Getragen wird die Erholung vor allem von den wieder anziehenden Exporten und dem Konsum. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichnet sich jedoch nicht ab. Für 2025 rechnet das IfW Kiel mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,1 % (Frühjahrsprognose: 1,2 %). Die Inflationsrate dürfte sich bei etwa 2 Prozent einpendeln, der Arbeitsmarkt zeigt sich weitgehend robust.

Geopolitische Risiken, insbesondere im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen, könnten die weltwirtschaftliche Aktivität beeinträchtigen. Eine Zuspitzung von Handelskonflikten würde die weltwirtschaftliche Aktivität belasten. Geopolitische Spannungen bergen weiterhin erhebliche kurzfristige Risiken - dies insbesondere für den Fall, dass sich bspw. die Konflikte im Nahen Osten verschärfen und die Energie- und Finanzmärkte beeinträchtigen sollten. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Inflationseindämmung langsamer als erwartet voranschreitet. Auch wenn die bisherige Entwicklung dies nicht nahelegt, besteht zudem auch weiterhin das Risiko, dass verzögerte Auswirkungen früherer geldpolitischer Maßnahmen auf Wachstum und Beschäftigung stärker als erwartet ausfallen.

Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen jedoch keine volkswirtschaftlichen Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, obgleich die Gesellschaft natürlich immer auch durch volkswirtschaftliche Entwicklungen - vor allem in Deutschland und Europa -, welche einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit unserer Endkunden haben, mittelbar betroffen sein wird.

Daneben konnte weiterhin beobachtet werden, dass im Bereich der Standard-Dienstleistungen im Bereich PLM eine Verschiebung zu neuen Themengebieten - wie bspw. der Prozessoptimierung und der Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) - stattfindet, wodurch bestimmte Entwicklungsvorhaben der Kunden verändert werden (bspw. in der Automobilindustrie). In diesem Zusammenhang haben wir u.a. auch eine Partnerschaft mit Microsoft gestartet.

Aufgrund der langjährigen Historie des Unternehmens PITERION und der damit gewonnenen Erfahrung wurde der im Vorjahr eingeschlagene Weg, Kunden aus vielversprechende Branchen, in welchen ein größerer Digitalisierungsbedarf erkennbar ist, wie z.B. im Bereich Life Sciences, Pharma und Healthcare, wo verschärfte Regulierungsvorschriften diesen Bedarf noch verstärken, zu gewinnen, fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wird vermehrt auf die Partnerschaft mit unterschiedlichen, größeren Software-Vendoren, wie bspw. Siemens Industry Software, PTC und Dassault Systèmes sowie SAP, gesetzt. Das Know-How der PITERION wird fortlaufend gebündelt und u.a. durch Best-Practice-Accelerators und Templates eingebracht. Zudem investiert die PITERION verstärkt in cloudbasierte Projektmanagement- und Arbeitsumgebungen, die die Zusammenarbeit mit den Kunden auch unter Berücksichtigung von Home-Office etc. erlauben.

Strategische Risiken

Unternehmensstrategische Risiken, wie auf der einen Seite eine mangelnde Auslastung der produktiven Belegschaft und auf der anderen Seite eine ausreichende Sicherstellung der Lieferkapazitäten sowie daraus möglicherweise resultierende finanzielle Belastungen werden durch detaillierte Forecast-Planungen weitgehend abgefedert.

Personalrisiken

Personelle Risiken können entstehen, wenn projektverantwortliche Mitarbeiter dem Unternehmen nicht mehr zur Verfügung stehen und kurzfristig nicht substituiert werden können bzw. notwendiges neues Personal zur Bewältigung der angestrebten Wachstumsziele nicht durch den Arbeitsmarkt adäquat abgedeckt werden könnte. Als größte Herausforderung hinsichtlich des weiteren Wachstums der Gesellschaft hat sich die ausreichende Anwerbung von qualifiziertem und standortflexiblem Personal herausgestellt. Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Beschäftigte und Führungskräfte ist in der Branche, in welcher das Unternehmen tätig ist, nach wie vor sehr stark. Der künftige Erfolg des Unternehmens wird hierbei davon abhängen, inwieweit es gelingt, qualifiziertes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Der Wettbewerb um Fachkräfte bleibt eine große Herausforderung.

Technologische Risiken

Technologische Risiken werden in erster Linie in der hohen Dynamik des Digitalisierungsmarktes und dem damit verbundenen Wegfall, bzw. Ersatzes aktuell bestehender Technologien gesehen (schnelle Alterung von Technologien). Dem wird konsequent u.a. durch die Erarbeitung von Templates (vorgefertigte Lösungsbausteine) begegnet. Ein weiterer wichtiger Aspekt hierbei ist auch die Ausbildung der Mitarbeitenden in diesen Themen.

Ertragsorientierte Risiken

Leistungswirtschaftliche Risiken wegen einer geänderten Markt- oder Wettbewerbssituation sind aufgrund eines verstärkten, teils aggressiven Engagements internationaler Dienstleistungskonzerne mit niedrigen Preisen erkennbar. So entsteht im Bereich der Standard-PLM-Dienstleistungen ein erhöhter Wettbewerbsdruck, der alternative Ertragsmechanismen und Alleinstellungsmerkmale erforderlich macht. Aufgrund unserer qualitativ hochwertigen Dienstleistungen mit entsprechender Kundenbindung und der bereits erreichten Marktposition ist mittelfristig dennoch von einer weiteren Ausdehnung der Marktanteile auszugehen.

Der grundsätzliche Kostendruck auf Kundenseite (bspw. wegen Elektromobilität und Autonomes Fahren in der Automobilindustrie im Internationalen Wettbewerb) wird aus unserer Sicht weiterhin Bestand haben. Risiken, auch hinsichtlich unserer Ertragslage, können sich aus einem zunehmenden Einsatz von Fremdleistungen ergeben, wobei hierbei insbesondere die Themen Qualifikation, Preis und Verfügbarkeit von Relevanz sein werden.

Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risiken im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg oder auch dem Nahost-Konflikt im Jahr 2024 möglicherweise ertragsorientierte Risiken darstellen könnte, deren Auswirkungen aufgrund der allgemeinen Unsicherheiten zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht vollumfänglich einschätzbar sind.

Aufgrund der weiterhin erhöhten Inflation in Deutschland besteht zudem auch das Risiko, dass in einem IT-Arbeitsmarkt mit weiterhin knappen Ressourcen mit weiterhin starken Gehaltserhöhungen zu rechnen sein dürfte, woraus sich die Herausforderung ergibt, diese Auswirkungen durch Steigerungen auf der Umsatzseite zu kompensieren.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Unternehmen verfügt über eine stabile und solide Liquiditäts- und auch Eigenkapitalsituation. Aus diesem Grund sind derzeit keine Liquiditätsrisiken ersichtlich. Währungs- und Zinsrisiken sind derzeit nur in sehr geringfügigem Ausmaß gegeben. Sollte es zu einem signifikanten Anstieg des Währungs- und Zinsrisikos kommen, so wird dem mit dem Abschluss von geeigneten und auch wirtschaftlich vertretbaren Sicherungsgeschäften begegnet werden.

Gesamtwertung

Stand heute sehen wir keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens als Ganzes gefährden.

Aufgrund strukturierter Prozesse zur Risikofrüherkennung ist die Gesellschaft zuversichtlich, den Herausforderungen und Risiken auch in 2024 erfolgreich begegnen zu können.

Chancenbericht

Laut einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mehren sich die Anzeichen, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Phase unterdurchschnittlichen Wachstums steht. Die mittelfristigen Perspektiven für das Wirtschaftswachstum stellen sich schwächer dar und sind auf so niedrigem Niveau wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Diese wirtschaftliche Lage wird von internationalen Organisationen wie dem Internationalem Währungsfonds (IWF) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sehr ähnlich eingeschätzt. Gemäß der Sommerprognose des IfW Kiel dürfte sich moderate weltwirtschaftliche Expansion fortsetzen, die Weltproduktion dürfte in 2024 und im kommenden Jahr um 3,2 Prozent steigen. Dabei kurbeln steigende Reallöhne in Europa den privaten Konsum an. In 2025 wird die gelockerte Geldpolitik spürbar.

Allerdings ging in 2023 die Inflation zurück, nachdem sie im vergangenen Jahr ein Mehrjahreshoch erreicht hatte. Der IWF rechnet damit, dass die Inflationsraten weiter sinken werden -von 6,9 % im Jahr 2023 auf 5,8 % im Jahr 2024. Die meisten Länder werden nach Ansicht des IWF die Inflationsziele ihrer Zentralbanken jedoch nicht vor 2025 erreichen. Nach Einschätzung der OECD wird die durchschnittliche Inflationsrate im Jahr 2025 bei mindestens 2 % liegen, sowohl im Euroraum als auch in den USA.

Insbesondere könnten auch positive geopolitische Entwicklungen- bspw. eine Deeskalation des Russland-Ukraine-Kriegs sowie eine Deesakalation im Nahen Osten - und handelspolitische Entwicklungen die Konjunktur weltweit und damit auch in Deutschland und Europa positiv beeinflussen, was auch der Geschäftsentwicklung der PITERION GmbH grundsätzlich zugutekäme.

Gleichsam könnte ein erneuter Abwärtstrend bei wichtigen Rohstoffpreisen, insbesondere im Energiesektor, zu einem schnelleren Inflationsabbau führen als prognostiziert. Mittelfristig könnte künstliche Intelligenz die Produktivität steigern dies aber zunächst wohl eher in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften.

Rund um das Gesamtthema "Digital Twin" als eine der Kerndisziplinen industrieller Produktentwicklung werden von den großen Partnerunternehmen der PITERION weitere umfangreiche Lösungen auf den Markt gebracht, die unmittelbar mit dem eigenen Portfolio abgeglichen werden. Hier werden auch in 2024 bzw. werden auch in den kommenden Jahren Investitionen in Bezug auf die (Weiter-)Entwicklung eines eigenen Lösungsportfolios getätigt.

Durch die zielgerichtete Fortführung des intensiven Dialogs mit unseren Bestandskunden, versetzen wir uns zudem in die Lage, Bedarfe zu klären bzw. neuartige Bedarfe auf Kundenseite zu erkennen, sowie unser Rollenverständnis als Systemintegrator weiterzuentwickeln. Zudem wird weiterhin auch intensiv auf die Ansprache von potentiellen Neukunden gesetzt. Aufgrund der langjährigen Historie des Unternehmens PITERION und der damit gewonnenen Erfahrung wurden und werden weiterhin Anstrengungen unternommen, Kunden aus vielversprechende Branchen, in welchen ein größerer Digitalisierungsbedarf erkennbar ist, wie z.B. im Bereich Life Sciences, Pharma und Healthcare, wo verschärfte Regulierungsvorschriften diesen Bedarf noch verstärken, zu gewinnen. In diesem Zusammenhang wurde bzw. wird auch vermehrt auf die Partnerschaft mit unterschiedlichen, größeren Software-Vendoren, wie bspw. Siemens Industry Software, PTC, Dassault Systèmes und SAP, gesetzt. Die PITERION GmbH verfolgt hierbei die Zielsetzung, die Geschäftstätigkeit als neutraler Integrationspartner für Kunden verstärkt auszubauen. Hierdurch ergeben sich für 2024 und auch die kommenden Jahre vielversprechende Chancen.

Das Know-How der PITERION wird fortlaufend gebündelt und u.a. durch Templates in der Beratung und Best-Practice-Accelerators eingebracht. Zudem investiert die PITERION verstärkt in cloudbasierte Projektmanagement- und Arbeitsumgebungen, die die Zusammenarbeit mit den Kunden auch unter Berücksichtigung von Home-Office etc. erlauben.

Im weiteren Fortgang sind wir sehr zuversichtlich, diese Aspekte in 2024 und den kommenden Jahren weiter ausbauen zu können und sehen dies als wichtigen Beitrag für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens im Hinblick auf Chancenpotentiale an.

Die Gesellschaft bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Basis für die künftige Geschäftsentwicklung darstellt und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen.

IV. PROGNOSEBERICHT

Prognosebericht - Ausblick auf das Jahr 2024

Unseren Planungen liegt die in unterschiedlichen Analysen verschiedener renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, internationaler Organisationen und Branchenverbände erarbeitete Annahme zugrunde, dass trotz der anhaltenden geopolitischen Risiken Anhaltspunkte für vorsichtigen Optimismus gegeben sind.

Die OECD sieht demnach ihre Prognosen in Bezug auf das Wachstum der Weltwirtschaft für die Jahre 2024 und 2025 bei Werten von 3,1% bzw. 3,2%.

Für die Eurozone rechnet bspw. der Internationale Währungsfond IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9% in 2024 sowie 1,7% in 2025.

Die deutsche Wirtschaft ist aufgrund ihres verhältnismäßig großen Sektors des verarbeitenden Gewerbes von den immer noch sichtbaren negativen Auswirkungen der Energiekrise und der restriktiveren Geldpolitik der Europäische Zentralbank (EZB) - - die EZB hat den Leitzins in nur etwas mehr als einem Jahr auf 4,5% angehoben - am stärksten betroffen und wird voraussichtlich im Kalenderjahr 2024 nur verhalten wachsen. Laut Projektionen des IWF und der OECD wird das Wirtschaftswachstum für Deutschland im laufenden Jahr aber zumindest 0,2% - nach einem Wert von -0,3% im Vorjahr - betragen.

Vor dem Hintergrund dieser konjunkturellen Aussichten für den Hauptabsatzmarkt Deutschland und Europa ist es nach wie vor das Ziel des Unternehmens, weiter zu wachsen, die bestehenden Märkte intensiver zu betreuen und so die eigene Marktposition zu festigen und auszubauen. Weiteres Wachstumspotential sieht die Gesellschaft in einer fortgesetzten Internationalisierung, um insbesondere auf dem europäischen Markt weiter zu expandieren. Hierzu soll die bestehende Mannschaft - auch international - verstärkt werden. Damit einher geht die fortgesetzte Neuorganisation von Zuständigkeiten im Unternehmen und die Integration der neuen Auslandsgesellschaften und neuen Mitarbeiter.

Auch die Weiterentwicklung des bestehenden Personals über Schulungen ist Teil des Wachstumskonzepts. Hier wird vor allem ein Augenmerk auf die fachspezifische Kompetenz gelegt, um die Kunden qualitativ noch hochwertiger und zielgerichteter beraten zu können.

Daneben wird auch die Optimierung von Prozessen und Abläufen eine wesentliche Rolle spielen - so bspw. auch die Digitalisierung von Prozessen, um die Aufwände bei der Bearbeitung zu minimieren. Hierfür bieten sich in allen Abteilungen bzw. Funktionsbereichen entsprechende Möglichkeiten.

Die von der Unternehmensleitung aufgestellte Liquiditätsprognose unter Einbezug der vorstehend beschriebenen Risiken kommt zum Ergebnis, dass unter den derzeitigen Parametern die Zahlungsfähigkeit für die nächsten Monate gesichert ist.

Darüber hinaus stehen weitere Liquiditätsreserven der Gesellschaft zur Verfügung.

Wir weisen darauf hin, dass die im Lagebericht getroffenen zukunftsbezogenen Einschätzungen auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen basieren. Angesichts der Vielzahl aktueller und potenzieller geopolitischer Konflikte ist der Ausblick jedoch auch mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheit können die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

In ihren jüngsten Prognosen erwarten die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) bzw. der IWF (Internationale Währungsfonds), dass die Inflation schneller zurückgehen wird als erwartet und sich die Arbeitslosigkeit in den meisten Regionen auf oder nahe einem Rekordtief bewegen wird. Die weiterhin restriktiven Finanzierungsbedingungen bleiben allerdings spürbar, insbesondere auf den Immobilien- und Kreditmärkten. Vor diesem Hintergrund haben sowohl die OECD als auch der IWF ihre Prognosen für das Weltwirtschaftswachstum leicht nach oben korrigiert: Die OECD erhöhte ihre Prognosen für 2024 und 2025 auf 3,1 bzw. 3,2 %, der IWF erwartet für 2024 und 2025 somit für beide Jahre 3,2 %.

In Bezug auf Europa könnte das Wirtschaftswachstum im Euroraum auf kurze Sicht verhalten bleiben, da Zinserhöhungen möglicherweise zu restriktiveren Finanzierungsbedingungen führen und die Nachfrage und damit das Wachstum dämpfen. Dies könnte aber gleichzeitig zu einem Rückgang der Inflation beitragen. Auch zeigen die Auswirkungen der Energiekrise immer noch negative Folgen, insbesondere in energieintensiven Industrien. Laut einer Prognose des IWF rechnet dieser für die Eurozone mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9% in 2024 sowie 1,7% in 2025.

Gemäß der Kieler Konjunkturberichte des IfW Kiel (Institut für Weltwirtschaft Kiel) lässt die deutsche Wirtschaft in 2024 die Rezession hinter sich und es setzt laut Sommerprognose des IfW Kiel eine moderate Konjunkturerholung ein. Das BIP wird nach Ansicht des IfW Kiel nach dem Anstieg im ersten Quartal 2024 weiter aufwärtsgerichtet bleiben. Im laufenden Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,2% steigen. Getragen wird die Erholung vor allem von den wieder anziehenden Exporten und dem Konsum. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichnet sich laut IfW Kiel jedoch nicht ab. Für 2025 rechnet das IfW Kiel mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,1%. Die Inflation hat sich merklich abgeflacht und wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2,2% und im kommenden Jahr 1,9% betragen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weitgehend robust.

Aus branchenspezifischer Sicht lässt der weiterhin voranschreitende massive Umbau der Industrielandschaft im Zuge der Digitalisierung, verbunden mit der Verfügbarkeit immer neuer Technologien und Methoden (z.B. Machine Learning, Datenkataloge, vertikale Integration von Systemen, Model Based Systems Engineering) auch in absehbarer Zukunft grundsätzlich auf stabile Märkte rund um das Product Lifecycle Management als eine der Kerndisziplinen von Industrie 4.0 schließen. Gerade im Hinblick auf die Digitalisierung verfolgen viele Unternehmen derzeit einen Trend, ihre Fertigung mit der Produktentwicklung datentechnisch zu integrieren. Dies führt zu einem erweiterten Integrationspotential im Hinblick auf bestehende MOM/MES-Systeme sowie im Hinblick auf die Maschinenanbindung (IIoT).

Laut dem US-amerikanischen Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC) werden Unternehmen, die aufgrund ihrer digitalen Geschäftsplattformen intelligentere Investitionen tätigen und ihre Strategien besser umsetzen können, in den nächsten fünf Jahren einen deutlichen Wettbewerbsvorteil haben und sich wesentliche Anteile am digitalen Markt sichern. Die Ausgaben von Unternehmen für digitale Technologien werden laut der Prognose der IDC im Jahr 2024 sieben Mal schneller wachsen als die Wirtschaft, da Unternehmen im Zuge der Marktanforderungen ihre digitalen Geschäftsmodelle ausbauen und ihre digitalen Funktionen erweitern müssen. Gemäß IDC werden Unternehmen, die noch mit Altsystemen arbeiten, ihre Anwendungen umgehend modernisieren müssen, um überlebensfähig zu bleiben und sich an die digitalisierte Welt anzupassen.

Ausblick auf die Geschäftsentwicklung

Um die erreichte Stabilität des Unternehmens zu untermauern, dem zunehmenden Wettbewerbsdruck im Bereich der Standarddienstleistungen zu begegnen und neu entstehende Chancen wahrzunehmen, wird konsequent in die Akquisition neuer Kunden in bestehenden und neuen Marktsegmenten und Ländern investiert. Zudem wird das Leistungsportfolio weiterhin innerhalb der industriellen Digitalisierung über das reine Product Lifecycle Management hinaus ausgeweitet. Ziel dieser Diversifizierungsmaßnahmen ist es, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden, Märkten und Technologien auf ein Minimum zu beschränken und gleichzeitig die Grundlage für weiteres gesundes und nachhaltiges Unternehmenswachstum zu schaffen.

Umsatz- und Ergebnisprognose

Wir weisen darauf hin, dass zukunftsbezogenen Aussagen auf den gegenwärtigen Erwartungen und Prognosen sowie den derzeit verfügbaren Informationen basieren. Aufgrund der jeder Planung innewohnenden Unsicherheit kann die tatsächliche Entwicklung von diesen Einschätzungen abweichen.

Für das Jahr 2024 gehen wir im Vergleich zum Jahr 2023 derzeit von einer Steigerung in Bezug auf die Gesamtleistung aus.

Eine fundierte Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist grundsätzlich jedoch nur mit einer großen Schwankungsbandbreite möglich, da unsere Kunden uns gegenüber keine langfristig belastbaren Planungen und Beauftragungen vorlegen können.

In unserer Projektion gehen wir davon aus, dass die Gesellschaft in 2024 erneut eine Vielzahl an Neukunden und Neuprojekten gewinnen wird - dies sowohl auf dem Hauptmarkt in Deutschland, sowie aufgrund der fortschreitenden Internationalisierungsbemühungen der PITERION insbesondere auch auf dem europäischen Markt - sodass sich der Auftragseingang in 2024 sowohl auf unserem Hauptmarkt Deutschland, als auch in Europa im Vergleich zum Vorjahr steigern wird.

Für das Ergebnis nach Steuern planen wir für das Jahr 2024 derzeit mit einem potentiellen Überschuss innerhalb einer Bandbreite zwischen TEUR 3.250 und TEUR 3.750.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 261.613,07 254.609,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 61,00 61,00
II. Sachanlagen 151.339,00 135.916,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.997,00 23.387,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.342,00 112.529,00
III. Finanzanlagen 110.213,07 118.632,46
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 103.157,46 98.632,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.055,61 20.000,00
B. Umlaufvermögen 10.477.233,15 6.801.071,71
I. Vorräte 132.450,50 28.548,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.301.852,13 4.119.616,69
1. Forderungen gegen Gesellschafter 5.081,66 4.933,65
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.428,50 12.245,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.284.341,97 4.102.437,65
III. Wertpapiere 135.768,23 185.651,61
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.907.162,29 2.467.254,91
C. Rechnungsabgrenzungsposten 45.531,30 34.395,42
Summe Aktiva 10.784.377,52 7.090.076,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.181.273,53 5.002.296,05
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 600.000,00 600.000,00
III. Bilanzgewinn 6.556.273,53 4.377.296,05
davon Gewinnvortrag 3.577.296,05 3.538.651,37
B. Rückstellungen 2.070.597,85 770.064,82
C. Verbindlichkeiten 1.532.191,72 1.317.414,46
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 380.200,22 255.739,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 380.200,22 255.739,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.225,27 2.111,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.225,27 2.111,68
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.148.766,23 1.059.563,63
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.148.766,23 1.059.563,63
D. Rechnungsabgrenzungsposten 314,42 301,26
Summe Passiva 10.784.377,52 7.090.076,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 17.988.970,52 11.389.693,32
2. Personalaufwand 11.888.967,29 8.683.942,73
a) Löhne und Gehälter 10.142.029,01 7.403.862,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.746.938,28 1.280.080,51
davon für Altersversorgung 22.048,96 27.506,31
3. Abschreibungen 91.211,01 93.666,54
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 79.215,70 82.119,08
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 11.995,31 11.547,46
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.745.981,85 1.306.878,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 317,92
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.999,75 11.905,81
davon aus verbundenen Unternehmen 12.650,09 11.795,38
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 46.303,62 79.517,41
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 46.303,62 19.424,45
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.027,49 1.371,68
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.260.024,02 384.824,67
9. Ergebnis nach Steuern 2.982.454,99 851.397,14
10. sonstige Steuern 3.477,51 12.752,46
11. Jahresüberschuss 2.978.977,48 838.644,68
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.577.296,05 3.538.651,37
13. Bilanzgewinn 6.556.273,53 4.377.296,05

Anhang

Allgemeine Angaben

Die PITERION GmbH hat ihren Sitz in Böblingen und ist eingetragen beim Amtsgericht Stuttgart (Reg.Nr. HRB 721312).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den besonderen Vorschriften der §§ 264 - 289 HGB für Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRuG) und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Ergänzend wurden die Bestimmungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung nach § 275 Absatz 2 HGB ist im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Bilanz wurde nach § 266 HGB gegliedert. Die Bilanz wurde entsprechend der Regelungen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibung kam die lineare Abschreibung zur Anwendung.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um lineare Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze (amtliche AfA-Tabellen) vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit einem Wert von Euro 250,00 bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird, sofern notwendig, durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschluss-Stichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr nach dem Abschluss-Stichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschluss-Stichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschluss-Stichtag.

Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken in angemessenem Umfang und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Dem vorhandenen allgemeinen Gewährleistungsrisiko wird durch eine pauschale Gewährleistungsrückstellung von unverändert 0,5 % der Umsatzerlöse mit Dienstleistungen Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auswirkungen auf den Jahresabschluss

Das Jahr 2023 war geprägt durch stark gestiegene Energiepreise und eine weiterhin hohe Inflation. Die hohe Inflation hat sich sowohl auf die Beschaffungspreise als auch auf die Angebotspreise ausgewirkt. Dies zeigt sich insbesondere in der Steigerung des Umsatzes und der Personalkosten.

Aufgrund der oben beschriebenen Effekte lag das Jahresergebnis zwar deutlich über dem des Vorjahres ist aber zugleich nur eingeschränkt vergleichbar mit dem des Vorjahres.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres detailliert im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.676,85
Immaterielle Vermögensgegenstände 213.676,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.505,16
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.308.279,47 94.638,70
Sachanlagen 1.359.784,63 94.638,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 174.123,14 4.525,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 490.131,10 53.359,23 20.000,00
Finanzanlagen 664.254,24 57.884,23 20.000,00
2.237.715,72 152.522,93 20.000,00
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Abschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.676,85 213.615,85
Immaterielle Vermögensgegenstände 213.676,85 213.615,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.505,16 32.508,16 4.390,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.308.279,47 1.270.576,17 74.825,70
Sachanlagen 1.359.784,63 1.303.084,33 79.215,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 174.123,14 75.490,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 490.131,10 516.434,72 46.303,62
Finanzanlagen 664.254,24 591.925,40 46.303,62
2.237.715,72 2.108.625,58 125.519,32
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zuschreibungen vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.676,85 61,00 61,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 213.676,85 61,00 61,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.505,16 18.997,00 23.387,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.308.279,47 132.342,00 112.529,00
Sachanlagen 1.359.784,63 151.339,00 135.916,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 174.123,14 103.157,46 96.632,46
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 490.131,10 7.055,61 20.000,00
Finanzanlagen 664.254,24 110.213,07 118.632,46
2.237.715,72 261.613,07 254.609,46

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft verfügte im Berichtsjahr über folgende angabepflichtige Beteiligungen:

Anteile an verbundenen Unternehmen Kapital gesamt Anteil an der Gesellschaft Ergebnis 2023
PITERION India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 2.000.000,00 INR 98 % 5.351.252,00 INR (zum 31.03.2023)
PITERION North America Inc., Fort Lee, USA 100.000,00 USD 100 % -55.501,54 USD
PITERION Polska sp. Z o. o., Warschau, Polen 50.000,00 PLN 100 % 2.831,39 PLN
FLEXILION GmbH, Böblingen, Deutschland 25.000,00 EUR 100 % 31.558,05 EUR
PITERION Sweden AB, Stockholm, Schweden 50.000,00 SEK 100 % 72.203,00 SEK (zum 30.04.2023)
FLEXILION Singapore PTE. LTD., Singapur, Singapur 5.000,00 USD 100 % -15.056,00 EUR
PITERION Italy S.R.L., Mailand, Italien 10.000,00 EUR 100 % 7.118,00 EUR
PITERION Canada Inc., Ontario, Kanada 30.000,00 CAD 100 % liegt nicht vor

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.170.231,27 3.869.501,07
- davon mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 19.484,11 32.245,39
- davon mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 114.110,70 232.936,58
- davon mit Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
6.303.826,08 4.134.683,04

Eigenkapital

1. Stammkapital

Das Stammkapital beträgt EUR 25.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

2. Kapitalrücklage

Zuführungen oder Entnahmen aus der Kapitalrücklage sind im Geschäftsjahr nicht vorgenommen worden.

3. Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen EUR 600.000,00.

Zuführungen oder Entnahmen zu den anderen Gewinnrücklagen sind im Geschäftsjahr nicht vorgenommen worden.

4. Bilanzgewinn

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:

EUR
Jahresüberschuss 2023 2.978.977,48
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.577.296,05
Bilanzgewinn 2023 6.556.273,53
Vortrag auf neue Rechnung 6.556.273,53

Rückstellungen

Die ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen der Rückstellungen.

In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Personalrückstellungen 785 572
Gewährleistung 102 65
Abschluss- und Prüfung 44 40
Aufbewahrung 19 19
Sonstige 58 27
Summe 1.008 723

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe laufende Verrechnungen.

Verbindlichkeitenspiegel 2023 Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Gesamtbetrag
Erhaltene Anzahlungen 130.000,00 0,00 0,00 130.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 183.238,84 0,00 0,00 183.238,84
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 380.200,22 0,00 0,00 380.200,22
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.225,27 0,00 0,00 3.225,27
Sonstige Verbindlichkeiten 835.527,39 0,00 0,00 835.527,39
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
- davon Steuern 537.114,25 0,00 0,00 537.114,25
- davon soziale Sicherheit 40.511,35 0,00 0,00 40.511,35
- davon übrige Verbindl. 257.901,79 0,00 0,00 257.901,79
1.532.191,72 0,00 0,00 1.532.191,72

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 336,94 i. Vj. EUR 2.289,46).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betragen EUR 317,92 (i. Vj. EUR 0,00).

Außerplanmäßige Abschreibungen Finanzanlagevermögen

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betragen EUR 46.303,62 (i. Vj. EUR 19.424,45).

Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag EUR 493.895,09. Diese resultieren aus Mietverträgen für Büroräume und Wohnungen (EUR 408.245,09) sowie aus kurz- und mittelfristigen Leasingverträgen (EUR 85.650,00).

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es sind keine zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen abgeschlossen worden.

Organe und Aufwendungen für Organe

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Gesellschaft durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Herr Ravi Nirankari, Dipl.-Ingenieur

Herr Mourad Othman, Dipl.-Ingenieur

Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte - einschließlich Geschäftsführer (zwei) - während des abgelaufenen Geschäftsjahres im Jahresdurchschnitt 123 Arbeitnehmer (i. Vj. 103).

Konzernverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 ist die PITERION GmbH weder als Konzerntochter in einen Konzernabschluss einzubeziehen, noch ist sie selbst verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen.

Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PITERION GmbH haben.

 

Böblingen, 27. Juni 2024

gez. Ravi Nirankari, Geschäftsfüher

gez. Mourad Othman, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die PITERION GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der PITERION GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der PITERION GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Bad Aibling, 09. August 2024

Peter Rapp, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

22 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.