Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 732253
Vorher
WMF Group GmbH
Eingetragen
10.6.2015
Branche
Herstellung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von nichtelektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von (elektrischen und nichtelektrischen) Küchen-, Koch-, Tisch- und Haushaltsgeräten, ferner von Erzeugnissen für den Bedarf gastronomischer Betriebe, Kantinen, Krankenhäusern und ähnlicher Versorgungsinstitutionen sowie von Verkaufsautomaten und insbesondere professionellen Kaffeemaschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andre Röse
seit 16.10.2025
Prokura
Renaud de Butler
seit 31.3.2025
Prokura
Prokura
Benjamin Thurner
seit 31.3.2025
Prokura
Dieter Donis
seit 15.10.2024
Prokura
Martin Zouhar
seit 10.1.2024
Geschäftsführer
Sebastian Hanebutt
seit 10.1.2024
Prokura
Peter Dr. Stiefel
seit 26.9.2022
Prokura
Martin Geiger
seit 28.11.2019
Prokura
Alexander Schlee
seit 26.6.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SEB INTERNATIONALE S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Finedining Topco GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WMF GmbH

Geislingen an der Steige

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht

der WMF GmbH, Geislingen/Steige

Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit der WMF GmbH

Die WMF GmbH ist zu 100 Prozent Teil der französischen Groupe SEB. Die Finanzierung der WMF GmbH und deren Tochtergesellschaften erfolgt durch das Mutterunternehmen SEB S.A. Diese erstellt auch einen die WMF GmbH einschließenden Konzernabschluss.

Die WMF GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr, im Rahmen der Einbindung in die Konzernleitung durch Groupe SEB, weiter für die strategische und operative Ausrichtung der Geschäftsbereiche WMF-Consumergeschäft, Professional-Coffee-Machines und Hotel der WMF Gruppe zuständig.

Die WMF GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein führender Anbieter von Tisch- und Küche-Produkten für den Endverbraucher und von vollautomatischen professionellen Kaffeemaschinen für den gewerblichen Bereich. Produktionsstätten befinden sich in Geislingen/Steige und Hayingen. 121 Einzelhandelsgeschäfte der WMF Retail GmbH, sowie Vertriebsgesellschaften und externe Vertriebspartner sorgten weltweit für den Vertrieb der Produkte.

Der Bereich Consumergeschäft der WMF GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem eigengefertigte und fremdbezogene Haushaltswaren der Marken WMF, Kaiser und Silit für den Küchen- und Wohnbereich, sowie Elektrokleingeräte über den Fachhandel und in WMF-Filialgeschäften vertrieben. Kernwarengruppen waren Bestecke, Kochgeschirre, Küchenwerkzeuge, Backformen, Elektrokleingeräte sowie Tisch- und Wohnaccessoires. Der Vertrieb erfolgte im Inland und Ausland, in ausländischen Schwerpunktmärkten auch über Vertriebsgesellschaften.

Das Professional-Coffee-Machines Geschäft der WMF GmbH umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von vollautomatischen Kaffeemaschinen für den Gastronomie-und Hotelbedarf, die Systemgastronomie und die Büroversorgung. Wichtiger Bestandteil des Geschäfts ist darüber hinaus ein großes, werkseigenes Servicenetz. Der Vertrieb erfolgt im Inland und Ausland, in ausländischen Schwerpunktmärkten auch über Vertriebsgesellschaften.

Die Geschäftsbereiche der WMF GmbH waren im abgelaufenen Geschäftsjahr für das Management von Produktdesign und -entwicklung, Produktmanagement, Qualitätskontrolle und Vertrieb verantwortlich. Die Querschnittsfunktionen Einkauf, Fertigung, Logistik, Datenverarbeitung usw. waren zentral, durch die WMF GmbH bzw. die Konzernmutter, organisiert.

Wesentlicher externer Einflussfaktor für das operative Geschäft der WMF GmbH ist die konjunkturelle Entwicklung in den Absatzmärkten. Für den Bereich Professional-Coffee-Machines wirken sich vor allem die Investitionsbereitschaft der Gastronomie und Hotellerie, für den Bereich Consumergeschäft die Entwicklung der privaten Nachfrage auf die Geschäftsentwicklung aus.

Ende 2022 wurde das Projekt "Skyline" kommuniziert. Gemeinsam mit der Groupe SEB verfolgt die WMF das Ziel, in der DACH-Region unsere Position als Nummer Eins im Konsumgütermarkt weiter auszubauen und zu stärken. Dies ist auch vor dem Hintergrund eines schwierigen Marktumfelds und des sich verändernden Kaufverhaltens der Verbraucher*innen entscheidend. Ausgangspunkt war die strategische Entscheidung, Teile der WMF GmbH und die Groupe SEB Deutschland GmbH zusammenzuführen und neu auszurichten. Gleichzeitig wurden für die weiteren Geschäfts- und Funktionsbereiche der WMF neue, passende Strukturen geschaffen, die eine erfolgreiche und flexible Steuerung der jeweiligen Bereiche ermöglichen. Die neuen Unternehmenseinheiten werden auf dem stabilen Fundament der Groupe SEB von einfachen und harmonisierten Prozessen profitieren. Dadurch können die einzelnen Unternehmen in Zukunft Entscheidungen schneller und passgenauer treffen. Mit den Veränderungen ist Geislingen an der Steige nun auch Hauptsitz für die gesamten Consumer-Aktivitäten der Groupe SEB in der DACH-Region. Der Bereich Professional-Coffee-Machines verbleibt in der WMF GmbH, die so zu einem fokussierten und dedizierten Geschäftsbetrieb im Bereich Professioneller Kaffeemaschinen ausgerichtet wird. Sie bildet ein Kompetenzzentrum in Geislingen/Steige innerhalb des Groupe SEB Konzerns, welches alles von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und Aftersales/Service umfasst.

Im Rahmen des Projekts "Skyline" wurden bzw. ist angedacht sowohl Teile der WMF GmbH als auch Tochtergesellschaften der WMF GmbH auf andere Gesellschaften zu übertragen.

Folgende Teile der WMF GmbH wurden auf andere Gesellschaften übertragen bzw. ist eine Übertragung noch vorgesehen.

Zum 01.01.2024 wurde das Wholesale-Vertriebsgeschäft der WMF GmbH für Consumerprodukte der Marken WMF, Silit, Kaiser im Markt Deutschland im Rahmen eines Asset Deals in die Groupe SEB WMF Consumer GmbH (vormals Groupe SEB Deutschland GmbH) übertragen. Der Bereich "Consumer Goods", wozu u.a. die Bereiche Strategisches Marketing, Produktentwicklung, und Qualitätsmanagement zählen, wurde im Wege eines Asset Deals zum 01.01.2024 von der WMF GmbH in die WMF Business Unit Consumer GmbH (vormals wmf consumer electric GmbH) übertragen. Für das Jahr 2024 verbleiben u.a. die Vorräte und die damit verbundenen Kosten etc., sowie die Umsätze des Consumergeschäfts noch in der WMF GmbH. Der verbleibende Umsatz erfolgt in 2024 jedoch jetzt fast vollständig als Intercompany Umsatz, vor allem mit der Groupe SEB WMF Consumer GmbH und der Groupe SEB WMF Retail GmbH (vormals WMF Retail GmbH), zu Intercompany Verrechnungspreisen. Für 2025 ist ebenfalls ein vollständiger Übergang des Umsatzes und der Vorräte etc. auf die WMF Business Unit Consumer GmbH vorgesehen. Die Zentralfunktionen, wozu u.a. die Bereiche Accounting & Controlling, Recht & Compliance, Zentraler Einkauf und Personalwesen zählen, wurde im Rahmen eines Asset Deals zum 01.01.2024 von der WMF GmbH auf die neu gegründete Groupe SEB WMF Shared Services GmbH übertragen. Für 2025 ist geplant, die aktuell in der WMF GmbH enthaltene Messerfertigung in Hayingen von der WMF GmbH auf die Silit Werke GmbH & Co KG übergehen zu lassen.

Folgende Tochtergesellschafen der WMF GmbH wurden auf andere Gesellschaften übertragen.

Die WMF Retail GmbH wurde zum 01.12.2023 zu Groupe SEB WMF Retail GmbH umfirmiert. Für das Jahr 2024 ist eine Abspaltung von der WMF GmbH auf die Groupe SEB WMF Consumer GmbH (vormals Groupe SEB Deutschland GmbH, s.o.) vorgesehen. Die WMF Business Unit Consumer GmbH (vormals wmf consumer electric GmbH) wurde zum 31.12.2023 von der WMF GmbH an die Finedining Topco GmbH übertragen. Die Finedining Topco GmbH, bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr die 100%ige Muttergesellschaft der WMF GmbH, ist jetzt ebenfalls die 100%ige Muttergesellschaft der Groupe SEB WMF Consumer GmbH, der Groupe SEB WMF Shared Services GmbH und der WMF Business Unit Consumer GmbH. Für 2024ff sind weitere Anteilsübergänge an die Muttergesellschaft bzw. Schwestergesellschaften geplant.

1.2. Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung der WMF GmbH ist im Wesentlichen auf finanzielle Leistungsindikatoren ausgerichtet. Die hier bedeutsamsten Kennzahlen sind Umsatzerlöse, EBIT (EBIT = Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und vor Ertragsteuern) und Investitionen. Relevanter nichtfinanzieller Leistungsindikator ist im Rahmen der Unternehmenssteuerung die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeitenden.

1.3. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung umfasste im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der WMF GmbH die Themen Innovationsmanagement, Produktentwicklung/Design, Konstruktion und Verfahrensentwicklung für die Fertigung. Dies erfolgt für Professional-Coffee-Machines sowie den Consumerbereich und deren Tochtergesellschaften. Die WMF investierte 2023 4 Prozent ihres Umsatzes (VJ 3 Prozent) in Entwicklungsvorhaben, überwiegend in Produktinnovationen. Die Aktivierungsquote für selbst geschaffene Rechte und Werte ging um 8 Prozentpunkte auf 6 Prozent zurück.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2023 um 0,3 Prozent niedriger als in 2022 (Vorjahr +1,8 Prozent).

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 Prozent höher (Vorjahr: 0,6 Prozent höher).

Die Entwicklungen der für die WMF GmbH relevanten Branchen zeigen konträre Entwicklungen. Der Einzelhandelsumsatz in 2023 liegt real um 3,3 Prozent unter 2022 (Vorjahr -0,7 Prozent). Der Gastgewerbeumsatz stieg um real +1,1 Prozent (Vorjahr +45,4 Prozent), jedoch im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 war der reale Gastgewerbeumsatz im Jahr 2023 um 11,3 Prozent niedriger (Vorjahr -12,5 Prozent).

2.2. Geschäftsverlauf der WMF GmbH
2.2.1. Ertragslage

Die WMF GmbH weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz moderat unter Vorjahresniveau in Höhe von 699,8 Mio. € aus. Im Bereich Professional-Coffee-Machines ist mit +15 Prozent ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der Bereich Consumergeschäft hingegen zeigt mit -20 Prozent einen deutlichen Rückgang gegenüber 2022, der Rückgang spiegelt überwiegend den 2022 erfolgten Übertrag des DTC-Geschäfts in die WMF Retail GmbH wider. Im Jahr 2022 verkaufte die WMF Retail GmbH Waren ausschließlich im Rahmen eines Kommissionsmodelles, wodurch der DTC-Umsatz vollständig in der WMF GmbH enthalten war. Ab 2023 wurde der erzielte Umsatz direkt in der WMF Retail GmbH ausgewiesen. Die Bücher der WMF GmbH zeigen im aktuellen Geschäftsjahr den Umsatz mit der WMF Retail GmbH zu Intercompany Verrechnungspreisen.

Das in 2023 erzielte EBIT der WMF GmbH lag mit -7,1 Mio. € deutlich über Vorjahr (-22,7 Mio. €).

Die wesentlichen Einzelpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung der WMF GmbH bestimmten das Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen 2023 auf 27,5 Mio. € (Vorjahr 24,7 Mio. €), die Veränderung zum Vorjahr resultiert in Wesentlichen aus dem Anstieg der Erträge aus Leistungen an verbundene Unternehmen um +4,5 Mio. €. Gegenläufig wirkt die Entwicklung der außerordentlichen Erträge, das abgelaufene Geschäftsjahr enthält Erträge aus der Veräußerung der WMF Business Unit Consumer GmbH (vormals wmf consumer electric GmbH) an die Finedining Topco GmbH in Höhe von 8,7 Mio. €. Im Vorjahr waren aus der Veräußerung des DTC-Bereichs an die WMF Retail GmbH Erträge in Höhe von 11,8 Mio. € enthalten.

Der Materialaufwand der WMF GmbH ist 2023 auf 366,5 Mio. € leicht angestiegen (Vorjahr 363,3 Mio. €). Bedingt war dies vor allem durch einen veränderten Umsatzmix.

Der Personalaufwand blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 192,3 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr 193,5 Mio. €). Allfällige Lohn- und Gehaltssteigerungen werden in der Gesamtjahresbetrachtung durch den unterjährigen Übergang des DTC-Bereichs im Vorjahr ausgeglichen.

Die 2023 erfolgten planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen liegen mit 26,3 Mio. € auf Vorjahresniveau (26,5 Mio. €). Sowohl im aktuellen Jahr als auch im Vorjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der WMF GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 deutlich auf 150,0 Mio. € zurückgegangen (Vorjahr 219,7 Mio. €). Der Rückgang ist vor allem im Zusammenhang mit der Übertragung des DTC-Bereiches in die WMF Retail GmbH im Jahr 2022 zu sehen, in welchem die Kosten der WMF Retail GmbH der WMF GmbH noch in Rechnung gestellt wurden.

Die Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen stiegen 2023 aufgrund höherer Dividendenerträge deutlich auf 60,0 Mio. € an (Vorjahr 50,8 Mio. €). Auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Berichtsjahr keine Veränderung vorgenommen (im Vorjahr Wertminderungen in Höhe von 16,0 Mio. €).

Das Finanzergebnis (vor allem bestimmt durch Beteiligungs- und Zinsergebnis) stieg damit trotz höherer Zinsaufwendungen von 12,8 Mio. € (Vorjahr 6,3 Mio. €) deutlich auf 46,4 Mio. € (Vorjahr 30,7 Mio. €).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind 2023, wie im Vorjahr, nicht angefallen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss von 39,3 Mio. € realisiert (Vorjahr 8,0 Mio. €).

2.2.2. Finanzlage

Die Finanzlage ist durch hohe Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gekennzeichnet. Hintergrund ist die finanzielle Einbindung der WMF GmbH in die SEB S.A. sowohl durch ein langfristiges, festverzinsliches Ratendarlehen als auch durch kurzfristiges Cash Pooling. Im Rahmen einer Patronatserklärung der SEB S.A. gegenüber der WMF GmbH bis zum 31. Dezember 2024 wird die jederzeitige Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen sichergestellt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gingen zum 31. Dezember 2023 deutlich auf 534,7 Mio. € zurück (Vorjahr 582,4 Mio. €), insbesondere durch den deutlichen Abbau der konzerninternen Finanzierung in Höhe von -46,5 Mio. €.

Das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital der WMF GmbH erhöhte sich deutlich auf 199,8 Mio. € (Vorjahr 160,5 Mio. €), die Eigenkapitalquote stieg deutlich auf 22 Prozent (Vorjahr 17 Prozent).

Die flüssigen Mittel sind zum 31. Dezember 2023 auf 0,6 Mio. € angestiegen (Vorjahr 0,2 Mio. €).

Der operative Cashflow 2023 (dargestellt als Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) beläuft sich auf 65,6 Mio. € (Vorjahr: 34,5 Mio. €) und deckt somit mehr als die Investitionen. Der Anstieg zum Vorjahr resultiert vor allem aus dem höheren Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss.

2.2.3. Vermögenslage

Das Anlagevermögen der WMF GmbH lag zum 31. Dezember 2023 mit 651,1 Mio. € leicht unter Vorjahr (661,1 Mio. €). Bedingt durch niedrigere Investitionen in Höhe von 17,5 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €) im Vergleich zu den Abschreibungen in Höhe von 26,3 Mio. € (Vorjahr 26,5 Mio. €).

Das Umlaufvermögen ist auf 275,0 Mio. € (Vorjahr 285,4 Mio. €) zurückgegangen. Maßgeblich für den Rückgang waren vor allem geringere Vorräte (-45,1 Mio. € auf 119,9 Mio. €), dies konnte vor allem durch den im Vorjahresvergleich optimierten Warenbezug erreicht werden. Konträr wirken deutlich höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+30,8 Mio. € auf 75,1 Mio. €), vor allem bedingt durch den DTC Verkauf an die WMF Retail GmbH und die damit entstandene Leistungsbeziehung, aus.

Die zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Rückstellungen lagen mit 149,2 Mio. € unter Vorjahr (159,8 Mio. €). Der Rückgang resultiert vor allem aus dem planmäßigen Verbrauch der Rückstellungen für Prozessrisiken, da das sogenannte Squeeze-Out-Verfahren der ehemaligen Minderheitsaktionäre der WMF AG im Jahr 2015, im abgelaufenen Geschäftsjahr technisch vollständig abgewickelt werden konnte.

Die Verbindlichkeiten gingen zurück auf 578,4 Mio. € (Vorjahr 627,3 Mio. €). Der Rückgang erfolgte insbesondere durch eine Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus konzerninterner Finanzierung.

2.2.4. Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände der WMF GmbH beliefen sich 2023 auf insgesamt 17,5 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €).

Zentraler Investitionsschwerpunkt in der WMF GmbH waren die kontinuierliche Verbesserung der Standortstruktur in Geislingen. Im Bereich Professional-Coffee-Machines lag der Fokus der Investitionen auf der Weiterentwicklung von IT-Systemen, sowie Entwicklungsleistungen, Werkzeuge für neue Maschinentypen und zur turnusmäßigen Ablösung bestehender Modellreihen, sowie Fertigungseinrichtungen. Im Bereich Consumergeschäft waren Investitionen in Shop-in-Shop Konzepte sowie Werkzeuge für neue Produkte und Fertigungseinrichtungen Schwerpunktthemen.

2.3. Mitarbeitende

Die Anzahl der 2023 in der WMF GmbH beschäftigten Mitarbeitenden (Jahresdurchschnitt), lag mit 2.068 um -415 Personen unter Vorjahr. Der Rückgang spiegelt fast vollständig die Wirkung der unterjährigen Ausgliederung des DTC-Bereichs im Vorjahr in die WMF Retail GmbH auf den Jahresdurchschnitt wider.

Wir bei der WMF sind davon überzeugt, dass lebenslanges Lernen der beste Weg ist, um mit den Veränderungen in einer globalisierten und immer komplexer werdenden Arbeitswelt Schritt zu halten. Wir unterstützen unsere Mitarbeitenden aktiv dabei, Herausforderungen zu meistern und möchten ihnen vielfältige Möglichkeiten geben, um sich weiterzuentwickeln. Mit gut ausgebildeten Mitarbeitenden erhöhen wir als Unternehmen unsere Agilität, Wettbewerbsfähigkeit und Kompetenz. Dies unterstreichen wir zusätzlich durch unser umfangreiches Fortbildungsprogramm.

2.4. Vergleich des Geschäftsverlaufs mit der Prognose des Vorjahres

Die Prognose des Vorjahres für 2023 sah für die WMF GmbH einen Umsatz leicht über Vorjahresniveau vor. Es wurde ein leicht positives EBIT erwartet. Die Investitionsprognose 2023 sah ein Volumen deutlich über dem Niveau des Vorjahres vor. Für die Anzahl der Mitarbeitenden wurde ein leichter Aufbau, vor allem im Bereich Professional-Coffee-Machines, erwartet.

Der Geschäftsverlauf 2023 der WMF GmbH war vor dem Hintergrund der allgemein herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich in den einzelnen Geschäftsbereichen. Der Umsatz 2023 liegt mit 699,8 Mio. € moderat unter Vorjahresniveau; die anspruchsvolle Umsatzprognose konnte vor allem durch Einflüsse wie hohe Inflation, Energiepreisentwicklung sowie Zinsentwicklung etc. nicht erfüllt werden. Während der Umsatz im Bereich Professional-Coffee-Machines der Erwartung entspricht, lag der Umsatz im Bereich Consumergeschäft, vor allem bedingt durch die Kaufzurückhaltung aufgrund hoher Inflation sowie der Energiepreisentwicklung etc., deutlich unter den ambitionierten Erwartungen. Das 2023 realisierte EBIT in Höhe von -7,1 Mio. € liegt deutlich über dem Vorjahreswert. Beeinflusst auch durch die inflationsbedingte Kaufzurückhaltung wurde die EBIT-Prognose deutlich unterschritten. Der für 2023 prognostizierte, leichte Aufbau von Mitarbeitenden im Bereich Professional-Coffee-Machines ist zwar erfolgt, allerdings aus der durchschnittlichen Gesamtanzahl Mitarbeitende der WMF GmbH aufgrund der genannten Effekte (Übertrag DTC-Bereich) nicht direkt ablesbar.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1. Grundsätze des Risiko- und Chancenmanagements

Das Risikomanagementsystem der WMF stellt als integraler Bestandteil der Planungs- und Geschäftsprozesse sicher, dass Risiken frühzeitig erkannt und unter Kontrolle gehalten werden. Risikomanagement erfolgt grundsätzlich dezentral durch die jeweils zuständigen Bereichs- und Prozessverantwortlichen. Zentrale Überwachungsfunktionen werden durch Interne Revision und Controlling wahrgenommen. Geschäftsführung und Aufsichtsrat werden hierbei stets über alle maßgeblichen Risiken informiert.

Wesentliche Merkmale des Risikomanagementsystems der WMF sind Identifikation, Bewertung, Steuerung und Kontrolle der Risiken und Chancen; Chancen werden hierbei nicht verrechnet. Die Identifikation der Risiken erfolgt entlang der Wertschöpfungskette über die Funktionen Beschaffung bis Vertrieb und berücksichtigt darüber hinaus die Unternehmensrisiken aus zentralen Funktionen wie etwa Finanzen. Durch die Bildung einer Rangordnung werden die Risiken und Chancen der Gesellschaft entsprechend ihrer relativen Bedeutung dargestellt. Identifizierte Risiken werden bezüglich ihres Umfangs und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und regelmäßig überwacht.

Die Geschäftsführung hat die folgenden maßgeblichen Risiken und Chancen identifiziert, welche gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen die umfassenden Veränderungen im Rahmen des Projektes "Skyline" zeigen.

3.2. Risiko- und Chancenlage

Die Geschäftsentwicklung der WMF bleibt durch Unsicherheiten der Konjunkturentwicklung beeinflusst.

Auf Beschaffungsseite bestehen weiterhin Risiken im Zusammenhang mit der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten. Lieferverzögerungen von Zulieferern bzw. deren Vorlieferanten können sich negativ auf die Produktverfügbarkeit der WMF auswirken. Weiterhin sind zunehmend auch international restriktive Tendenzen im freien Warenverkehr zu erkennen.

Darüber hinaus bestehen unverändert unternehmensbezogene Risiken, die es zu kontrollieren und zu begrenzen gilt. Wie im Abschnitt Finanzlage erwähnt, stellt die Patronatserklärung der SEB S.A. gegenüber der WMF GmbH die jederzeitige Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen sicher. Dem latent bestehenden Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird weiterhin im Wesentlichen durch Ausfallversicherungen sowie durch kontinuierliches Forderungsmanagement begegnet.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden können, liegen derzeit nicht vor.

Im Rahmen des Projektes Skyline (vergleiche 1.1 Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit) wurde ein großer Teil der dort beschriebenen Maßnahmen bereits umgesetzt. Den möglichen Projektrisiken, für die noch zur Umsetzung anstehenden Maßnahmen, wird auch zukünftig durch ein entsprechendes Monitoring sowie der grundsätzlichen Einbindung aller relevanten Konzernfunktionen Rechnung getragen.

Währungsrisiken auf der Beschaffungsseite sind für die WMF mit der Übernahme durch Groupe SEB deutlich zurückgegangen, bestehen jedoch weiterhin. Die Fakturierung der zentral über die Groupe SEB Einkaufsgesellschaft bezogenen Waren erfolgt weiterhin weitgehend in EUR. Die notwendigen Preiserhöhungen zum Ausgleich von latent vorhandenen Preissteigerungsrisiken auf der Beschaffungsseite bleiben weiterhin schwierig.

Die Geschäftsprozesse der WMF werden durch eine breite Palette teilweise komplexer IT-Systeme gestützt. Den Risiken der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen sowie dem Verlust oder der Manipulation von Daten und vertraulichen Informationen wird durch stabil ausgelegte IT-Systeme und durch den speziell dafür etablierten Funktionsbereich IT-Sicherheit entgegengewirkt. Außerdem finden in regelmäßigen Abständen entsprechende Schulungen für die Mitarbeiter statt, weshalb die Risiken insgesamt als eher gering bewertet werden. Länderspezifische Unterschiede in der lokalen Gesetzgebung stellen eine Schwierigkeit dar, da die IT-Systeme der GSEB auf die französische Gesetzeslage ausgelegt sind, z.B. in Bezug auf Datenschutz, Steuerrecht, Zollrecht. Diesem Thema wird durch einen fortlaufenden, dezentralen Abgleich mit dem in Deutschland anzuwendendem Recht begegnet.

Wegen der starken Marktstellung der WMF besteht ein latentes Risiko wettbewerbsrechtlich relevanter Handlungen. Um das Bewusstsein für mögliche Risiken mit hohem Schadensumfang zu schärfen und Verstöße gegen Wettbewerbsrecht zu vermeiden, werden Mitarbeiter gezielt geschult.

Die WMF GmbH hält zum Stichtag Anteile an Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Bei jedem finanziellen Engagement dieser Art besteht das Risiko, dass sich bei den Tochter- und Beteiligungsunternehmen auf Grund von Veränderungen des Wettbewerbsumfeldes oder anderer externer Faktoren deren Zahlungsfähigkeit oder Unternehmenswert ändert. Die WMF GmbH trägt dem als mittel bewerteten Risiko durch eine laufende Überwachung der Beteiligungsgesellschaften und die jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit des Finanzanlagevermögens Rechnung.

Den bestehenden Risiken der WMF stehen langfristig vor allem Chancen im internationalen Professional-Coffee-Machines Geschäft gegenüber. Diese ergeben sich insbesondere aus dem internationalen Projektgeschäft (Systemgastronomie, Convenience Stores, Coffee Shops etc.) und der auch im Professional-Coffee-Machines Geschäft zunehmenden Digitalisierung.

4. Prognosebericht

4.1. Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Internationale Währungsfonds erwartet für die deutsche Konjunktur 2024 ein leicht über Vorjahr liegendes Wachstum von 0,5 Prozent, die Prognose für die Weltwirtschaft liegt bei 3,1 Prozent.

4.2. Erwartete Entwicklung der Leistungsindikatoren

Die WMF GmbH erwartet für das Geschäftsjahr 2024, bedingt durch den im Rahmen des Projekts Skyline (siehe Skyline in Risiko- und Chancenlage) beschriebene Verbleib des Umsatzes des Consumergeschäfts zu Verrechnungspreisen für 2024 in der WMF GmbH, einen Umsatz lediglich leicht unter dem Vorjahresniveau (2023: 699,8 Mio. €) und ein leicht positives EBIT (2023: -7,1 Mio. €). Die 2024 vorgesehenen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Werte sollen deutlich über Vorjahresniveau liegen (2023: 17,5 Mio. €). Für die Anzahl der Mitarbeitenden der WMF GmbH, wird aufgrund der im Rahmen vom Projekt "Skyline" erfolgten Übergänge von Funktionen und Mitarbeitenden auf andere Gesellschaften, ein deutlicher Rückgang erwartet (2023: 2.068). Für den Bereich Professional-Coffee-Machines wird ein moderater Aufbau erwartet.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Gem. § 289f Abs. 4 HGB wurden folgende Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung in 2023 neu festgelegt. Die Zielgrößen für die erste und zweite Führungsebene unter der Geschäftsführung wurden 2024 neu festgelegt.

Für den Aufsichtsrat in Höhe von 25 Prozent.

Für die Geschäftsführung in Höhe von 0 Prozent.

Begründung: Derzeit verfügt die Gesellschaft über zwei Geschäftsführer. Sollte ein Posten in der Geschäftsführung innerhalb der fünfjährigen Geltungsdauer der Zielgröße frei werden, ist der Aufsichtsrat bestrebt, verstärkt Frauen dafür zu gewinnen. Sowohl die Nachwuchsförderung innerhalb des Unternehmens als auch der Personalgewinnungsprozess auf Geschäftsführungsebene ist darauf ausgerichtet, geeignete Kandidatinnen zu fördern und zu gewinnen. Die Festlegung einer Zielgröße von über 0% würde aber bedeuten, dass innerhalb von fünf Jahren einer der Geschäftsführer gehen und auf jeden Fall eine Frau als Geschäftsführerin berufen werden muss. Dieser Zwang soll vermieden werden.

Für die erste Führungsebene unter der Geschäftsführung in Höhe von 30 Prozent und für die zweite Führungsebene in Höhe von 30 Prozent.

Für die Erreichung der Zielgrößen wurden für Aufsichtsrat und Geschäftsführung eine Frist bis zum 30.06.2028 sowie für die erste und zweite Führungsebene eine Frist bis zum 31.12.2027 festgelegt.

 

Geislingen/Steige, 19.03.2024

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der WMF GmbH (vormals WMF Group GmbH), Geislingen/Steige

AKTIVA

Werte
in T€
Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (3) 90.061 97.404
II. Sachanlagen (3) 108.199 110.812
III. Finanzanlagen (3) 452.863 452.864
651.123 661.080
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (4) 119.908 164.973
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76.168 72.360
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 75.052 44.302
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.260 3.619
154.480 120.281
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (6) 627 153
275.015 285.407
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.222 1.121
927.360 947.608

PASSIVA

Werte
in T€
Anhang 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Stammkapital (7) 1.000 1.000
II. Kapitalrücklage (8) 1.170 1.170
III. Gewinnvortrag (8) 158.332 150.302
IV. Jahresüberschuss 39.300 8.030
199.802 160.502
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen (9) 87.481 85.431
2. Sonstige Rückstellungen (10) 61.717 74.414
149.198 159.845
C. Verbindlichkeiten (11)
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 712 524
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.998 32.706
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 534.664 582.377
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.986 11.654
578.360 627.261
927.360 947.608

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

der WMF GmbH (vormals WMF Group GmbH), Geislingen/Steige

Werte
in T€
Anhang 2023 2022
Umsatzerlöse (13) 699.802 747.508
Bestandsveränderung der Erzeugnisse -2.835 3.158
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.500 4.976
Gesamtleistung 700.467 755.642
Sonstige betriebliche Erträge (14) 27.506 24.679
Materialaufwand (15) -366.507 -363.261
Personalaufwand (16) -192.329 -193.503
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (3) -26.266 -26.494
Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -150.003 -219.730
Beteiligungsergebnis 60.006 34.794
Aufwendungen (im Vorjahr: Erträge) aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages (18) -802 2.197
Zinsergebnis (19) -12.763 -6.294
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (20) -9 0
Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 39.300 8.030
Gewinnvortrag 158.332 151.472
Ausschüttung 0 -1.170
Bilanzgewinn 197.632 158.332

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Allgemeines

Die WMF GmbH hat ihren Sitz in Geislingen/Steige. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 732253.

Der Jahresabschluss der WMF GmbH ist nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In Abweichung zum Gliederungsschema nach § 275 Abs. 2 HGB sind die "Sonstigen Steuern" in Höhe von 944 T€ (im Vorjahr 901 T€) in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten.

Im Berichtsjahr erfolgte der Verkauf der Anteile an der WMF Business Unit Consumer GmbH (vormals: wmf consumer electric GmbH). Der Veräußerungspreis betrug 8,7 Mio. € und die Anschaffungskosten der Beteiligung betrugen 0,0 Mio. €, so dass sich im Berichtsjahr ein außerordentlicher Ertrag aus der Veräußerung von Unternehmensteilen in Höhe von ebenfalls 8,7 Mio. € ergibt, siehe hierzu auch Textziffer (14).

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und aktivierungspflichtige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen wird nicht ausgeübt. Das Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird für Entwicklungskosten in Anspruch genommen. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte (ggfs. nach Fertigstellung) und das abnutzbare bewegliche Sachanlagevermögen werden linear abgeschrieben.

Für Anlagenzugänge wird, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Anlagegut nicht mehr als 800 € (im Vorjahr 800 €) betragen, eine sofortige Aufwandserfassung vorgenommen ("Geringwertige Anlagegüter").

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Ausleihungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen die steuerlich aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei.

Der Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes der Vorräte liegt im Wesentlichen eine Gängigkeitsroutine zugrunde, der dahinterstehende Schätzungsspielraum wird über Abschlagsroutinen ausgeübt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Für Zins- und Ausfallrisiken werden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Die Eigenkapitalposten sind zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen werden für vertragliche Versorgungsansprüche (Festzusagen) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach einem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Verfahren, kurz PUC-Verfahren) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83% p.a (im Vorjahr von 1,79% p.a.) bewertet. Der Berechnung wurden eine Rentenanpassung in Höhe von 2,5% p.a. (im Vorjahr 2,2% p.a.) und eine Fluktuationsrate in Höhe von 7,5% zugrunde gelegt. Gemäß § 246 Abs. 2 HGB werden Rückstellungen für arbeitnehmerfinanzierte Altersvorsorge (Deferred Compensation) mit den entsprechenden Aktivwerten verrechnet.

Als Rechnungsgrundlagen für die Bewertung der Pensions-, Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck in der mit dem Update vom 02.10.2018 veröffentlichten Version (im Vorjahr Richttafeln 2018 G).

Die Ermittlung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der IDW-Stellungnahme (IDW RS HFA 3) zur Rechnungslegung "Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitleistungen"; der zugrundeliegende Rechnungszins beträgt 1,07% p.a. (im Vorjahr 0,55% p.a.). Der Rechnungszins für die Ermittlung der Jubiläumsverpflichtungen beträgt 1,75% p.a. (im Vorjahr 1,45% p.a.). Den Berechnungen wurde unverändert eine Gehaltssteigerung in Höhe von 2,5% p.a. zugrunde gelegt.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen, Bankguthaben und Verbindlichkeiten in Fremdwährung

Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Bankguthaben in Fremdwährung sind mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt gebucht unter Berücksichtigung von Verlusten und Gewinnen aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag bei der Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasitemporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst.

Auf steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern gebildet, wenn deren Verrechnung in den nächsten 5 Jahren erwartet wird.

Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert. Ein Aktivüberhang wird entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgewiesen.

(3) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten erworbene Software und Patente sowie selbst geschaffene Rechte und Werte. Software und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren, Patente auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Als Nutzungsdauern liegen beim Geschäfts- oder Firmenwert 15 Jahre, bei Markenrechten 20 Jahre, bei Kundenbeziehungen 5 Jahre und bei technologischen Werten 14 Jahre zugrunde. Für den Geschäfts- oder Firmenwert wird die Nutzungsdauer von 15 Jahren stark geprägt von der langfristigen Nutzbarkeit der Marke "WMF". Die Geschäftsbereiche der WMF fokussieren sich stark auf dem hohen Wert der WMF-Markenprodukte.

Die Zugänge in 2023 betreffen im Wesentlichen Software sowie selbst geschaffene Rechte und Werte (Entwicklungskosten). Zudem wurde die Einführung / Entwicklung neuer IT-/ERP-Systeme fortgeführt.

Für Forschungs- und Entwicklungskosten ist im Geschäftsjahr 2023 ein Gesamtbetrag in Höhe von 26,9 Mio. € (im Vorjahr 24,5 Mio. €) angefallen. Davon entfielen 1,5 Mio. € (5,6%) auf aktivierte selbst geschaffene Rechte und Werte.

Sachanlagen

Investitionsschwerpunkte waren Baumaßnahmen an verschiedenen Bestandsgebäuden, Maschinen für die Produktion sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen von Shop-in-Shop-Konzepten.

Gebäude werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 20 bis 50 Jahren, Technische Anlagen und Maschinen zwischen 5 und 15 Jahren und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben. Für Vermögensgegenstände, die zum 01. Januar 2015 bei der Verschmelzung der WMF AG übernommen worden sind, wird die seitherige Nutzung durch die WMF AG mindernd für die Nutzungsdauer angesetzt.

Finanzanlagen

Bezüglich der Angaben zu den verbundenen Unternehmen und den Beteiligungen wird auf Ziffer 21 verwiesen.

Es liegen im Jahr 2023 weder Wertberichtigungen noch Wertaufholungen vor.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 26,3 Mio. € (im Vorjahr 26,5 Mio. €). Außerplanmäßige Abschreibungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten Abschreibungen
Stand 01.01.2023
T€
Zugänge
T€
Abgänge
T€
Umbuchungen
T€
Stand 31.12.2023
T€
Stand 01.01.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 7.958 156 0 579 8.693 5.944
2. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 48.975 4.163 287 560 53.411 34.586
3. Marke, Kundenbeziehungen, technologische Werte 112.698 0 0 0 112.698 54.680
4. Geschäftswert 25.700 0 0 0 25.700 13.707
5. Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögensgegenstände 13.760 3.228 3.160 -1.117 12.711 2.770
209.091 7.547 3.447 22 213.213 111.687
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 83.297 1.420 3.480 1.547 82.784 18.705
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.518 1.820 4.347 407 48.398 31.980
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.582 2.741 4.241 2.738 45.820 24.964
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.509 3.926 465 -4.714 7.256 445
186.906 9.907 12.533 -22 184.258 76.094
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 519.638 0 0 0 519.638 66.800
2. Beteiligungen 20 0 0 0 20 0
3. Sonstige Ausleihungen 6 0 1 0 5 0
519.664 0 1 0 519.663 66.800
915.661 17.454 15.981 0 917.134 254.581
Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
T€
Abgänge/ Zuschreibung
T€
Umbuchungen
T€
Stand 31.12.2023
T€
Stand 01.01.2023
T€
Stand 31.12.2023
T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Rechte und Werte 1.028 0 0 6.972 2.014 1.721
2. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen 6.344 287 0 40.643 14.389 12.768
3. Marke, Kundenbeziehungen, technologische Werte 5.437 0 0 60.117 58.018 52.581
4. Geschäftswert 1.713 0 0 15.420 11.993 10.280
5. Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögensgegenstände 0 2.770 0 0 10.990 12.711
14.522 3.057 0 123.152 97.404 90.061
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 3.107 3.465 0 18.347 64.592 64.437
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.651 4.346 -431 30.854 18.538 17.544
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.987 3.524 431 26.858 19.618 18.962
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 445 0 0 8.064 7.256
11.745 11.780 0 76.059 110.812 108.199
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 66.800 452.838 452.838
2. Beteiligungen 0 0 0 0 20 20
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 6 5
0 0 0 66.800 452.864 452.863
26.267 14.837 0 266.011 661.080 651.123

(4) Vorräte

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 36.954 32.311
Unfertige Erzeugnisse 14.804 16.679
Fertige Erzeugnisse, Waren 68.150 115.983
119.908 164.973

(5) Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 75.052 T€ (im Vorjahr 44.302 T€). Zudem sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche, Ansprüche auf Bonusgutschriften von sowie Sollposten bei Lieferanten, Forderungen gegen Mitarbeiter und weitere kurzfristig realisierbare Vermögensgegenstände.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(6) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Es handelt sich im Wesentlichen um Guthaben bei Kreditinstituten; außerdem werden unter dieser Position Kassenbestände ausgewiesen.

(7) Stammkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert 1.000 T€ und ist voll eingezahlt.

(8) Kapitalrücklage / Gewinnvortrag und
Ausschüttungssperre

Der zur Ausschüttung gesperrte Betrag im Sinne der §§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB beläuft sich auf 8.171 T€ und setzt sich wie folgt zusammen:

Werte
in T€
Betrag Passive latente Steuer Ausschüttungsgesperrter Betrag
aktivierte selbst geschaffene Rechte und Werte 7.172 2.137 5.035
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 999 298 701

Es besteht zusätzlich ein Aktivüberhang latenter Steuern, vgl. Textziffer (12). Das Wahlrecht zur Aktivierung von aktiven latenten Steuern wird jedoch nicht ausgeübt. Dennoch erhöht sich der ausschüttungsgesperrte Betrag um 2.435 T€ aufgrund der bilanziellen Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit den in der obigen Tabelle angesetzten passiven latenten Steuern.

Aus der Kapitalrücklage in Höhe von 1.170 T€ und dem Gewinnvortrag in Höhe von 158.332 T€ resultiert demnach noch ein frei verfügbares Eigenkapital in Höhe von 151.331 T€ vor Ergebnisverwendung.

(9) Pensionsrückstellungen

Der Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (Rechnungszins 1,75% p.a.) führt zu einem Unterschiedsbetrag in Höhe von 999 T€ im Vergleich zum aktuellen Bilanzansatz.

Die Rückstellung für Deferred Compensation (Erfüllungsbetrag) in Höhe von 4.833 T€ (Vorjahr 5.430 T€) wurde mit dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen (als beizulegendem Zeitwert) in derselben Höhe saldiert. Die Leistungen aus der Rückdeckungsversicherung dienen ausschließlich der Erfüllung der jeweiligen Pensionsverpflichtung und sind dem Zugriff übriger Gläubiger durch Verpfändung entzogen. Bei verpfändeten Rückdeckungsversicherungen entsprechen die Anschaffungskosten dem Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung besteht aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines garantierten Guthabens aus Überschussbeteiligung. Die im Personalaufwand verrechneten Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 597 T€ (im Vorjahr 145 T€).

(10) Sonstige Rückstellungen

Der größte Teil der sonstigen Rückstellungen entfällt auf den Personal- und Sozialbereich (30.925 T€, im Vorjahr 27.243 T€), ausstehende Gutschriften an Kunden (20.587 T€, im Vorjahr 16.192 T€), Gewährleistungen (5.070 T€, im Vorjahr 4.390 T€) und ausstehende Rechnungen (3.725 T€, im Vorjahr 5.218 T€). Prozessrisiken (im Vorjahr 19.943 T€) waren nur noch in Höhe von 380 T€ enthalten.

Schätzungsspielräume liegen vor allem bei den Garantierückstellungen vor. Diese werden durch Anwendung eines aus Erfahrungswerten abgeleiteten Prozentsatzes für Gewährleistungsaufwendungen auf die gewährleistungsbehafteten Umsätze ausgeübt.

(11) Verbindlichkeiten

zum 31.12.2023:

insgesamt davon mit Restlaufzeit davon Gesichert
T€ bis 1 Jahr
T€
von 1 -5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 712 712 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.998 32.998 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 534.665 534.665 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 9.986 9.848 0 138 0
davon aus Steuern 4.995 4.995 0 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 405 267 0 138 0

zum 31.12.2022:

insgesamt davon mit Restlaufzeit davon gesichert
T€ bis 1 Jahr
T€
von 1 -5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
T€
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 524 524 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.706 32.706 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 582.377 326.663 255.714 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.654 11.477 0 177 0
davon aus Steuern 5.422 5.422 0 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 442 265 0 177 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus der Finanzierung in Höhe von 466.187 T€ (im Vorjahr 512.677 T€) und Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von 68.478 T€ (im Vorjahr 69.700 T€) enthalten. Verbindlichkeiten gegenüber der Konzernobergesellschaft SEB S.A. betragen 466.419 T€ (Vorjahr 512.517 T€).

Die "sonstigen Verbindlichkeiten" enthalten im Wesentlichen Habenposten von Kunden, noch nicht fällige Steuerschulden, Einbehalte aus den Lohn- und Gehaltsabrechnungen sowie Verpflichtungen gegenüber sozialen Unterstützungseinrichtungen.

(12) Latente Steuern

Die latenten Steuern im laufenden Jahr und im Vorjahr ergeben sich als Saldo aus passiven und aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen, die in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich sind. Wie im Vorjahr (aktive latente Steuern in Höhe von 58.565 T€ und passive latente Steuern in Höhe von 29.802 T€) ergibt sich für das laufende Jahr ein Aktivüberhang in Höhe von 32.873 T€ (aktive latente Steuern in Höhe von 61.035 T€ und passive latente Steuern in Höhe von 28.162 T€). Dieser wird gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz ausgewiesen. Der Berechnung wurde jeweils ein Steuersatz von 29,8% zugrunde gelegt.

31.12.2023
T€
Veränderung
T€
31.12.2022
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 17.806 -1.476 19.282
Sachanlagen 4.798 -164 4.962
Finanzanlagen 5.558 0 5.558
Vorräte -60 29 -89
Sonstige Vermögensgegenstände -3 0 -3
Pensionsrückstellungen -13.507 -583 -12.924
Sonstige Rückstellungen -1.255 39 -1.294
Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge -46.210 -1.955 -44.255
-32.873 -4.110 -28.763

(13) Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
a) nach Geschäftsbereichen
Tisch und Küche 353.344 321.968
Filialen 0 117.812
Konsumgeschäft 353.344 439.780
Kaffeemaschinen (Objektgeschäft) 316.698 275.361
Sonstige (vor allem Dienstleistungen an WMF- Konzerngesellschaften und aus der Weiterbelastung Sortimentskräfte) 29.760 32.367
699.802 747.508
b) nach Regionen
Inland 421.728 492.782
Europa (außer Inland) 177.240 177.800
außereuropäisches Ausland 100.834 76.926
699.802 747.508

(14) Sonstige betriebliche Erträge

2023
T€
2022
T€
Erträge aus dem Abgang und aus sonstigen Transaktionen von/mit Gegenständen des Anlagevermögens 3 71
Erträge aus Veräußerung des DTC-Geschäftsbereichs **) 8.698 11.778
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen *) 5.452 5.716
Erträge aus Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen 8.931 4.436
Erträge aus der Währungsumrechnung 1.174 939
Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen *) 41 62
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen *) 613 193
übrige betriebliche Erträge 2.594 1.484
27.506 24.679

*) periodenfremd
**) außerordentliche Erträge aus der Veräußerung der 100%-igen Beteiligung an der WMF Business Unit Consumer GmbH an die Finedining TopCo GmbH (im Vorjahr: des DTC-Geschäftsbereichs an die WMF Retail GmbH)

(15) Materialaufwand

2023
T€
2022
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 345.859 345.013
Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.648 18.248
366.507 363.261

(16) Personalaufwand

2023
T€
2022
T€
Löhne und Gehälter 160.261 160.630
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 32.068 32.872
davon für Altersversorgung (4.523) (5.539)
192.329 193.503

Die vom Arbeitgeber getragenen Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr 307 T€) im Rahmen der Inanspruchnahme von Kurzarbeit werden als Personalaufwand erfasst. Im Falle der Erstattung durch die Bundesagentur für Arbeit wird dies als Kürzung des Personalaufwands (Nettoausweis) gezeigt.

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
T€
2022
T€
IT-Kosten 8.277 8.682
Reise- und Bewirtungskosten 3.280 2.437
Vertreterprovisionen 355 1.082
Werbekosten 15.892 18.465
Ausgangsfrachten 14.948 15.252
Mieten und Pachten 13.647 17.978
Leasingkosten 6.091 5.807
Reparaturen 3.148 3.274
Versicherungen 2.013 2.099
Gebühren und Beiträge 1.205 4.220
Personalnebenkosten 2.914 2.653
Porto, Fernsprechgebühren 634 829
Beratungskosten 17.650 18.729
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 409 51
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 611 595
Sonstige Steuern 944 901
Leistungsbezug von Dritten 49.032 103.249
übrige betriebliche Aufwendungen *) 8.953 13.426
150.003 219.730

*) davon außerordentliche bzw. periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.594 T€ (im Vj. 4.700 T€) im Zusammenhang mit dem Projekt "Skyline"

(18) Beteiligungsergebnis

2023
T€
2022
T€
Erträge aus Beteiligungen 60.006 50.794
davon aus verbundenen Unternehmen (60.006) (50.794)
Wertminderungen auf Anteile an verb. Unt. 0 16.000
60.006 34.794

(19) Zinsergebnis

2023
T€
2022
T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16 281
davon aus verbundenen Unternehmen (0) (0)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.779 6.575
davon an verbundene Unternehmen (11.114) (4.876)
-12.763 -6.294

Die Zinsaufwendungen enthalten den Zinsanteil aus der Rückstellungszuführung für Pensionen in Höhe von 1.501 T€ (im Vorjahr 1.513 T€) und für Jubiläumszuwendungen und Altersteilzeit in Höhe von 116 T€ (im Vorjahr 105 T€). Die Ermittlung des Aufzinsungsaufwands erfolgt mit einem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins, wie er von der deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, und zwar für:

Pensionsrückstellungen: für die vergangenen 10 Geschäftsjahre mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren

Jubiläumsrückstellungen: für die vergangenen 7 Geschäftsjahre mit einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren

Altersteilzeitrückstellungen: für die vergangenen 7 Geschäftsjahre mit einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind wie im Vorjahr keine Erträge oder Aufwendungen aus latenten Steuern enthalten.

(21) Anteilsbesitz

I. Anteile an verbundenen Unternehmen Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
in T€
Ergebnis 3)
T€
1. Inländische Unternehmen
proHeq GmbH, Birkenfeld 1) 100,0 -8.863 -2.837
proLOG - logistics services GmbH, Dornstadt 1) 100,0 819 754
WMF Retail GmbH, Geislingen/Steige 1) 100,0 121 0
proMONT - Montage GmbH, Geislingen/Steige 1) 100,0 214 126
Schaerer Deutschland GmbH, Lonsee-Urspring 2) 100,0 592 511
Silit-Werke GmbH & Co. KG, Riedlingen 1) 100,0 12.689 93
Silit-Werke Beteiligungs-GmbH, Riedlingen 1) 100,0 204 3
Silit-Haushaltswaren GmbH, Riedlingen 2) 100,0 76 33
W. F. Kaiser u. Co. GmbH, Diez 1) 100,0 2.420 26
WMF Gastronomie Service GmbH, Geislingen/Steige 1) 100,0 -681 -112
WMF Immobilienverwaltungs GmbH., Geislingen/Steige 1) 100,0 437 162
2. Ausländische Unternehmen
SEB Professional BELUX bvba, Wilrijk, Belgien 2) 100,0 -893 -2.445
WMF Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 1) 4) 100,0 43 -10
SEB Professional France S.a.r.l., Paris, Frankreich 1) 4) 100,0 72 -656
WMF Consumer Goods France S.à.r.l., Crissey, Frankreich 1) 100,0 -3.705 -807
SEB Professional Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande 1) 100,0 9.444 -1.089
SEB Österreich Handels GmbH, Innsbruck, Österreich 1) 4) 39,0 8.495 1.315
WMF in Österreich Ges.m.b.H., Innsbruck, Österreich 1) 4) 100,0 2.615 1.125
Schaerer AG, Zuchwil, Schweiz 1) 100,0 109.983 98.349
SEB Professional Iberia S.A., Madrid, Spanien 1) 100,0 483 87
proHeq (CZ) s.r.o., Domazlice, Tschechische Republik 2) 100,0 2.403 897
SEB Professional UK Ltd., Purley, Vereinigtes Königreich 1) 4) 100,0 1.755 1.586
SEB Professional North America Corporation, Signal Hill, USA 2) 100,0 10.415 11.971
Wilbur Curtis Co. Inc., Montebello, USA 2) 100,0 2.993 2.423
CEI RE Acquisition LLC, USA 2) 100,0 1.535 224
Coffee Day Schaerer Technologies p.l., Bangalore, Indien 1) 4) 51,0 -646 -120
SEB Professional Japan K.K, Tokio, Japan 1) 100,0 871 470
WMF (Hong Kong) Manufacturing Co. Ltd., Hong Kong 2) 4) 100,0 5.496 -705
WMF (He Shan) Manufacturing Co. Ltd., He Shan, VR China 2) 4) 100,0 1.519 -52
Groupe SEB (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen, VR China 1) 4) 100,0 1.502 470
WMF (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, VR China 1) 100,0 7.743 99
SEB Professional (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China 1) 100,0 -3.542 -2.011
II. Beteiligungen
BauscherHepp Inc., Boynton Beach, USA 2) 4) 49,0 1.229 -1.913
Gastromedia Sp. z o.o., Warschau, Polen 1) 4) 20,0 506 93

1) Direkt
2) Indirekt
3) Jahresüberschuss gemäß vorliegenden landesrechtlichen Jahresabschlüssen, bei ausländischen Gesellschaften ggfs. Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag
4) zum 31.12.2022

(22) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die Gesamtsumme der "Sonstigen finanziellen Verpflichtungen" beträgt am 31. Dezember 2023 bei der WMF GmbH 91 Mio. € (davon gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen 0,0 Mio. €, davon aus Altersversorgung 0,0 Mio. €). Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen sowie dem Bestellobligo aus Investitionen. Mit dem Abschluss von Miet- und Leasingverträgen wird die Kapitalbindung verringert und das Investitionsrisiko verbleibt beim Leasinggeber.

Daneben bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,0 Mio. € und gegenüber Dritten in Höhe von 1,3 Mio. €. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen, da die zu Grunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen erfüllt werden.

Für das seit 2015 eingeleitete Spruchstellenverfahren, für welches in Vorjahren eine Rückstellung in Höhe von 20,0 Mio. € gebildet wurde, konnte im Vorjahr eine finale Einigung erzielt werden. Daran anschließend wurde im Berichtsjahr ein Betrag in Höhe von 18,2 Mio. € verbraucht und ein Betrag von 1,3 Mio. € aufgelöst, so dass das Entschädigungsverfahren zum Bilanzstichtag weitestgehend abgeschlossen ist.

(23) Honorar für den Abschlussprüfer

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt 270 T€ für die Abschlussprüfung und 0 T€ und für andere Bestätigungsleistungen. Steuerberatungsleistungen wurden vom Abschlussprüfer für die WMF GmbH nicht erbracht.

(24) Mitarbeiter mit unbefristeten Verträgen (Jahresdurchschnitt)

Angestellte 2023 Gewerbliche gesamt Angestellte 2022 Gewerbliche gesamt
1.542 525 2.067 1.944 539 2.483
(davon Auszubildende) 46 42 88 51 46 97

(25) Organe der WMF GmbH

Mitglieder des Aufsichtsrats

Stanislas de Gramont

Vorsitzender

Chairman and Chief Executive Officer Groupe SEB

Frank Schnötzinger

1. stellv. Vorsitzender

Betriebsrat und Technischer Key Account Manager der WMF GmbH

Olivier Casanova, Senior Executive Vice President, Chief Financial Officer der Groupe SEB

(ab 01.10.2023)

Thierry de La Tour d'Artaise , Chairman Groupe SEB

Metin Dogan, Betriebsratsvorsitzender der WMF GmbH

Martin Geiger, Vice President Operations Consumer der WMF GmbH

Alexandra Klempa, Betriebsratsvorsitzende der proLOG logistics services GmbH

Richard Lelievre, Executive Vice President Industrial Operations Groupe SEB

(ab 01.10.2023)

Alain Leroy, Executive Vice President Industrial Operations Groupe SEB

(bis 30.09.2023)

Nathalie Lomon, Senior Executive Vice President, Chief Financial Officer der Groupe SEB

(bis 30.09.2023)

Martin Purschke, 1. Bevollmächtigter der IG-Metall, Geschäftsstelle Esslingen

Dr. Beate Scheidt, Gewerkschaftssekretärin beim Vorstand der IG Metall

Delphine Segura Valvet, Senior Executive Vice President Human Resources der Groupe SEB

Philippe Sumeire, Vice President Legal der Groupe SEB

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Oliver Kastalio, CEO

Vorsitzender

Bernd Stoeppel, CFO

(bis 10.01.2024)

Martin Zouhar, Präsident Global BU PCM

(seit 10.01.2024)

(26) Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung

Aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses werden nach Ablauf des Geschäftsjahrs für das Geschäftsjahr 2023 96 T€ (Vorjahr 96 T€) Aufsichtsratsvergütungen gezahlt.

Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen für die Tätigkeit der Geschäftsführer wird vom Wahlrecht des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ehemalige Mitglieder

Für die Pensionsverpflichtungen der WMF GmbH gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes (der WMF AG) und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 15.523 T€ zurückgestellt.

Die laufenden Bezüge betragen 745 T€.

(27) Mutterunternehmen, Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten als auch zugleich für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die SEB S.A., Écully, Frankreich. Dieser Konzernabschluss wird im französischen Register unter Nr. 300 349 636 RCS Lyon offengelegt.

Zudem ist beabsichtigt, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der SEB S.A. entsprechend der Vorschriften §§ 325 Abs. 3, 328 HGB im Bundesanzeiger offenzulegen. Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung, weshalb die WMF GmbH keinen gesonderten Teilkonzernabschluss und Teilkonzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 offenlegt. Der Konzernabschluss der SEB S.A. wird nach den International Financial Reporting Standards (kurz: IFRS), wie diese in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

(28) Nachtragsbericht

Im Rahmen des Projekts "Skyline" hat die WMF GmbH zum 01.01.2024 folgende Unternehmensteile im Rahmen von Asset Deals veräußert:

das Wholesale-Vertriebsgeschäfts (Consumerprodukte der Marken WMF, Silit und Kaiser) im Markt Deutschland an die Groupe SEB WMF Consumer GmbH den Bereich "Consumer Goods", wozu u.a. die Bereiche Strategisches Marketing, Produktentwicklung, und Qualitätsmanagement zählen, wurde an die WMF Business Unit Consumer GmbH

den Bereich "Zentralfunktionen", wozu u.a. die Bereiche Controlling, Recht & Compliance, zentraler Einkauf und Personalwesen zählen, an die Groupe SEB WMF Shared Services GmbH

Weitere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten.

(29) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 39.300 T€ mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von 158.332 T€ zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Geislingen/Steige, 19. März 2024

Die Geschäftsführung

Kastalio

Zouhar

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WMF GmbH, Geislingen an der Steige

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WMF GmbH, Geislingen an der Steige, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WMF GmbH, Geislingen an der Steige, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt 5 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote),

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 19. März 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Ilg, Wirtschaftsprüfer

Constantin Fuchs, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt.

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Gesellschafterversammlung der WMF GmbH hat am 31.07.2024 folgendes beschlossen: Der zum 31. Dezember 2023 im Jahresabschluss ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von EUR 39.300.283,15 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von EUR 158.331.596,56 verrechnet und als Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen.

Bericht des Aufsichtsrats

der WMF GmbH

Der Aufsichtsrat erläutert nachfolgend insbesondere die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Konzernabschlüsse.

Prüfung der Geschäftstätigkeit

Der Aufsichtsrat führte im Jahr 2023 insgesamt zwei Sitzungen durch, am 22. März und 18. Oktober 2023, bei denen der Vorstand über die Geschäftsentwicklung und strategische Ausrichtung der WMF GmbH in den einzelnen Geschäftsbereichen berichtete. Insbesondere wurde der Aufsichtsrat über den jeweiligen Stand und Fortschritt der Restrukturierung der WMF GmbH und der damit verbundenen Ausgliederung der einzelnen Geschäftsbereiche in eigenständige Unternehmen ("Projekt Skyline") informiert.

Der Aufsichtsrat wurde mündlich und schriftlich vom Vorstand über die Geschäftslage, insbesondere die Geschäftspolitik, Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität des Unternehmens, die Risikosituation und das Risikomanagement des Unternehmens sowie über Compliance informiert. Etwaige Abweichungen im Geschäftsgang von den festgelegten Plänen und Zielen wurden vom Vorstand detailliert erläutert. Der Aufsichtsrat prüfte diese auf Grundlage der vorgelegten Unterlagen.

Darüber hinaus diskutierte der Aufsichtsrat in Vollsitzung alle wesentlichen Geschäftsvorgänge im Zusammenhang mit der Überwachung der Unternehmensführung und beriet den Vorstand bei wichtigen Entscheidungen. Zustimmungsbedürftige Angelegenheiten wurden vom Vorstand stets rechtzeitig zur Beschlussfassung vorgelegt. Nach eingehender Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand stimmte der Aufsichtsrat über die Maßnahmen und Zustimmungsbedürftigen Vorgänge im Einklang mit den gesetzlichen und satzungsgemäßen Bestimmungen ab.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats (Vertreter der Anteilseigner) Nathalie Lomon und Alain Leroy haben ihre Ämter zum 30. September 2023 niedergelegt. Durch Beschluss der Anteilseigner von Finedining Topco wurden Olivier Casanova und Richard Lelievre mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2023 zu ihren Nachfolgern ernannt.

Darüber hinaus bestätigte der Aufsichtsrat den Rücktritt des Geschäftsführers Bernd Stoeppel mit Wirkung zum 31.12.2023 und ernannte Herrn Martin Zouhar mit Wirkung zum 01.01.2024 zum weiteren Geschäftsführer der WMF GmbH.

Jahresabschluss der WMF GmbH für das Geschäftsjahr 2023

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, erstellt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB), sowie der Lagebericht der WMF GmbH wurden durch Gesellschafterbeschluss von Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, die zum Abschlussprüfer gewählt wurde, geprüft. Diese stellte fest, dass die Unterlagen und Verfahren gesetzeskonform und satzungsgemäß sind und erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht, der Vorschlag zur Gewinnverwendung und der Prüfungsbericht wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur eigenen Prüfung vorgelegt. Der Abschlussprüfer erläuterte dem Aufsichtsrat die Prüfungsergebnisse des Jahresabschlusses in der Sitzung am 19. März 2024 detailliert. Der Aufsichtsrat diskutierte die Unterlagen intensiv mit den Prüfern und unterzog sie seiner eigenen sorgfältigen Prüfung.

Nach eingehender Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts durch den Aufsichtsrat genehmigte dieser die Ergebnisse der Prüfung durch die Abschlussprüfer. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat daher keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der WMF GmbH genehmigt. Gemäß § 46 Nr. 1 GmbHG ist dieser von der Gesellschafterversammlung festzustellen.

Dank des Aufsichtsrats

Der Erfolg unseres Unternehmens beruht vor allem auf dem außergewöhnlichen Einsatz unserer Geschäftsführer sowie der Mitarbeiter und ihrer gewählten Vertreter. Der Aufsichtsrat möchte allen Beteiligten für ihren Einsatz zum Wohle des Unternehmens danken.

 

Geislingen/Steige

Der Aufsichtsrat

Stanislas de Gramont, Vorsitzender

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