Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 724394
Vorher
seleon GmbH
Eingetragen
13.8.1998
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Erbringung von Dienstleistungen für Medizingerätehersteller und andere Unternehmen insbesondere in den Bereichen der Beratung, Entwicklung, Industrialisierung, Supply Chain Management, Produktion und After-Sales Services. Erwerb, Halten, Verwalten und Verwerten von Unternehmensbeteiligungen sowie von sonstigen Vermögensanlagen, soweit es hierfür jeweils keiner behördlichen Erlaubnis bedarf, Unternehmensberatung, soweit es hierfür jeweils keiner behördlichen Erlaubnis bedarf, die Erbringung von Managementdienstleistungen für verbundene Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Peter Dr. Molnar
seit 17.4.2026
Geschäftsführer
Frank-Martin Rammelt
seit 27.1.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert1.47% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sasse Beteiligungsgesellschaft mbH
1.47%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sasse Beteiligungsgesellschaft mbH
Germany
1.293.321 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

seleon GmbH

Heilbronn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Seit 1998 entwickelt und produziert die seleon GmbH im Kundenauftrag komplexe medizintechnische Geräte, lässt diese zu und hat sich somit zu einem der führenden, international tätigen Anbieter von Dienstleistungen in der Medizintechnik entwickelt.

"High-Class Medical Technology, First-Class Service"

Auf Basis unserer ausgeprägten Innovationskraft und unseres technologischen Anspruchs erarbeiten wir erstklassige Lösungen für unsere Auftraggeber und stellen damit einen nachhaltigen Mehrwert für unsere Kunden dar.

Unsere Kernkompetenzen liegen in diesen drei Geschäftsfeldern:

• Produktentwicklung von komplexen medizintechnischen Systemen

• Produktion von Medizinprodukten nach internationalem Standard

• Consulting bei allen entwicklungsbegleitenden regulatorischen Themen, internationalen Zulassungen und Unternehmenszertifizierungen

2. Forschung und Entwicklung

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Kunden entwickeln wir individuelle Lösungen für komplexe Geräte der Medizintechnik. Durch umfangreiches Ingenieurswissen und jahrelange Erfahrung setzen wir Ihre Ideen konsequent und effizient in medizin-technische Produkte um und führen diese sicher in Richtung "time to market".

Insbesondere die Professionalität unserer Experten aus den Bereichen System Engineering, Konstruktion, Elektronik, Software und Firmware erlaubt es uns, auf eine Vielzahl an Technologien zurückzugreifen. Unsere Kunden profitieren damit von dem Spezialwissen der interdisziplinären Entwicklerteams über den gesamten Prozess einer Produktentwicklung - von der Konzeption bis zur Entwicklung von Funktionsmustern, Prototypen und finalen Produkten. Als Medizintechnik-Experten beachten wir bereits zu Beginn der Designphase alle relevanten Regularien und anwendbare Normen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Trotz dem hohen Druck auf die Medizintechnik Branche in Deutschland, kann laut Aussage der BVMed-Herbstumfrage ein Umsatzplus von 4,8 % gegenüber dem Krisenjahr 2022 verzeichnet werden. Allerdings sind die Kosten für die Umsetzung der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) stark gestiegen, sowie die Personal-, Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise. Die KMU, welche 93 % der Branche ausmachen, und Innovationstreiber sind, sind besonders betroffen. Aktuell gibt es dadurch einen Rückgang der Investitionen in Deutschland, während immer mehr Forschungsinvestitionen ins Ausland verschoben werden.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Gegenüber dem Vorjahr konnte der Umsatz von 12,7 Mio. Euro auf 14,8 Mio. Euro gesteigert werden. Der Forecast aus dem Lagebericht 2022 konnte damit bestätigt werden. Der Mehrumsatz wurde vor allem in den Bereichen Entwicklung und Produktion durch eine sehr gute Auftragslage und Anlauf von neuen Projekten generiert. Des Weiteren konnte sich der Bereich Consulting durch die hohen Nachfragen an MDR-Unterstützung steigern.

Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit der des Vorjahres ist im Folgenden dargestellt.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr
T Euro
Vorjahr
T Euro
Veränderung
T Euro
Betriebsergebnis 1.252 740 512
Finanzergebnis -87 -88 1
Ertragsteuerbelastung 0 0 0
Jahresergebnis 1.165 651 514

Das Betriebsergebnis konnte auf Grund von Umsatz- und Effizienzsteigerung um 512 TEuro gesteigert werden.

Das Finanzergebnis ist auf Grund des gleichbleibenden Darlehens stabil geblieben.

Auf Grund angepasster Kostenstrukturen in 2021 und der anhaltenden Optimierung der Organisationsstruktur und den Aufwänden sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres geblieben.

Die Aufwendungen für Personal sind im Vergleich zum Vorjahr um 907 TEuro gestiegen. Grund hierfür ist Aufbau von Fachpersonal im Bereich Engineering Software/Firmware und im Bereich Consulting. Die Organisationsstruktur der indirekten Mitarbeiter bleibt unverändert.

Die aktuelle Auftragslage entwickelt sich positiv steigend. Alle Geschäftsbereiche haben aktuell einen guten Auftragsbestand und Vertriebsforecast, welcher schon ein Großteil des Geschäftsjahres 2024 abdeckt.

b) Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber den Vorjahren sehr positiv entwickelt. Grund hierfür sind Kostenoptimierungen im Bereich betriebliche Aufwände, Material- und Personalkosten sowie ein strenges Forderungsmanagement. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten per 31.12.2023. Die aktuelle Liquiditätssituation hat sich positiv im Laufe des Berichtsjahres entwickelt und zeigt sich derzeit sehr stabil mit einem weiter positiven Verlauf.

Auf Grund der Restrukturierung in 2020 wurde die Kreditlinie bei der Kreissparkasse Heilbronn i.H.v.

1 Mio. Euro aufgelöst und ein Gesellschafterdarlehen i.H.v. 1,4 Mio. Euro aufgenommen. Die Finanzierungsmittel werden benötigt, um die Verluste aus dem Jahr 2019 aufzufangen, den laufenden Geschäftsbetrieb der Gesellschaft zu sichern und die Ausgaben für die Umsetzung des Strategie- und Zukunftskonzeptes zu finanzieren. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024.

Die Gesellschaft hat im Berichtjahr im Rahmen der Ersatzinvestitionen und Erneuerung sowie Ausbau der Standorte in das Sachanlagevermögen investiert. Für das kommende Jahr 2024 sind Investitionen in die Förderung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter geplant. Diese Investments werden über das operative Geschäft finanziert. Die Erneuerung und Optimierung unserer IT-Infrastruktur und Systemlandschaft wird über ein Leasing-Model finanziert.

Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihre Verbindlichkeiten unter Skontoabzug zu bezahlen.

c) Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Aktiva Geschäftsjahr
T Euro
Vorjahr
T Euro
Veränderung
T Euro
Anlagevermögen 236 249 -13
Kurzfristige Vermögenswerte 4.358 3.726 +632
Liquide Mittel 1.277 912 +365
Rechnungsabgrenzung 100 89 +11
Passiva
Eigenkapital 3.338 2.173 +1165
Rückstellungen 659 551 +108
Verbindlichkeiten 1.974 2.252 -278
Bilanzsumme 5.971 4.976 995

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 13 TEuro gesunken.

Durch den verschobenen Anlauf eines neuen Produktionsprojektes in 2024 wurden Ende des Jahres 2023 unfertige- und fertige Erzeugnisse vorproduziert, um die Lieferfähigkeit zu gewährleisten. Diese vorgefertigten Erzeugnisse (rd. 370 TEuro) werden in 2024 ausgeliefert und reduzieren somit die Vorräte der unfertigen Erzeugnisse. Des Weiteren haben sich die Bestände der RHBs um rd. 90 TEuro gegenüber dem Vorjahr erhöht - dies ist den Lieferkettenproblematiken und -engpässen geschuldet. Zur Sicherung der Lieferfähigkeit mussten größere Mengen an Lagerbeständen eingekauft werden. Des Weiteren wurden hohe Umsätze im Q4/2023 generiert und steigerten so den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Jahresende. Auf Grund dessen erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte um 632 TEuro.

Das Eigenkapital zum Ende des Geschäftsjahrs konnte durch den Jahresüberschuss gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote ist auf 55,9 % (Vj. 43,7 %) gestiegen. Grund hierfür ist das positive Jahresergebnis sowie die gesunkenen Verbindlichkeiten. Die bereinigte Eigenkapitalquote (Eigenkapital zzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter im Verhältnis zur Bilanzsumme bereinigt um die Anzahlungen) ist gegenüber dem Vorjahr von 71,8 % auf 79,4 % gestiegen.

Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um 108 T€ gestiegen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• Betriebsergebnis bzw. EBIT und

• Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohmarge, EBIT-Marge, und Working Capital heran.

Kennzahlen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderungen
Rohmarge 68 % 71 % + 3 %
EBIT-Marge 9 % 6 % - 3 %
Working Capital 4.035 TEuro 3.102 TEuro 932 TEuro

Durch den veränderten Umsatzmix der einzelnen Business Units, sinkt die Rohmarge um 3 % gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge konnte durch weitere Optimierung der Kostenstruktur und Effizienzsteigerung gegenüber dem Vorjahr um 3 % gesteigert werden.

Das Working Capital ist im Vergleich zum Vorjahr, auf Grund der erhöhten Bestände von unfertigen und fertigen Erzeugnissen gestiegen.

4. Gesamtaussage

Unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert. Durch die Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur sowie Umstrukturierung der Organisation konnte die Stabilisierung der Gesellschaft erzielt werden. Weitere Ziele für die zukünftige Ausrichtung der Organisation bezogen auf Markt, Kunde und Internationalisierung wurden in enger Zusammenarbeit mit Fachexperten erarbeitet und umgesetzt.

Unser Finanzmanagement ist weiterhin darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

III. Zweigniederlassungsbericht

Unser Unternehmen verfügt neben dem Hauptsitz in Heilbronn unverändert über eine inländische Niederlassung in Dessau, sowie einen neuen Standort in Leipzig.

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt 92 Mitarbeiter (Vorjahr 90) beschäftigt, davon 53 in Heilbronn (Vorjahr 48), 35 in Dessau (Vorjahr 36), 4 in Leipzig (Vorjahr 3).

IV. Prognosebericht

Der Markt der Medizintechnik hat in den letzten Jahren hohe Umsatzeinbrüche hinter sich. Zu einem sorgte die Corona-Pandemie für eine weltweite Krise und nun bremsen Rohstoffmangel, Lieferengpässe und lange Wiederbeschaffungszeiten die Branche aus.

Als größtes Hemmnis für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) sowie Engpässe bei den Benannten Stellen an. Allerdings profitiert vor allem das Consulting durch den gestiegenen Aufwand und unterstütz somit Kunden bei der Umstellung und Erneuerung der Anforderungen.

Wir sehen für uns ein Wachstumspotenzial und rechnen mit einem Umsatzplus zwischen 7-11 % p.a. in den nächsten vier Jahren. Des Weiteren wird durch die strukturelle Anpassung, Prozessoptimierungen und ein optimiertes Kostenmanagement ein verbessertes Betriebsergebnis erwartet.

Weiterhin werden wir speziell im Bereich Produktentwicklung mit Kooperationspartnern und externen Beratern zusammenarbeiten, um im Falle von Auslastungsschwankungen im Projektgeschäft schnell reagieren zu können.

Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

V. Chancen- und Risikobericht

In der Medizintechnikbranche ist der Trend zu beobachten, dass Engineering Projekte deutlich höhere Anforderungen an die Softwareentwicklung gegenüber der Hardwareentwicklung haben. Dies führt dazu, dass seleon die Verteilung der Engineering Ressourcen entsprechend den Marktanforderungen weiterhin anpassen wird. Des Weiteren wird das Thema "Cybersecurity" und "App-Entwicklung" immer präsenter und auch hier gilt es Know-How und Expertenwissen ins Unternehmen zu bringen.

Der Fachkräftemangel trägt maßgeblich zu einer erhöhten Auftragsvergabe bei und eröffnet, unter anderem, die Möglichkeit der Anhebung unserer Stundensätze. Allerdings ist der Fachkräftemangel auch eine Wachstumsbremse für uns, da Neueinstellungen nur in einem begrenzten Umfang und mit erhöhten Personalrekrutierungskosten möglich sind.

Unter dem zunehmenden Druck auf die Medizintechnikbranche in Deutschland, den steigenden Kosten durch die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR), sowie bei Personal, Logistik, Rohstoffen und Energie, leiden vor allem die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die 93 % der Branche ausmachen. Die Folge ist, dass Investitionen in Deutschland zurückgehen und zunehmend ins Ausland verlagert werden. Dies stellt auch für uns ein Risiko dar, dem wir durch die Entwicklung zusätzlicher Beratungsprodukte, Investitionen in unser Marketing und Netzwerk sowie verstärkte Vertriebsaktivitäten entgegenwirken wollen.

Grundsätzlich wirkt sich für unser Geschäft positiv aus, dass unsere Kunden nicht am Wirtschaftssystem, sondern am Gesundheitssystem und damit nicht direkt an der Rezession hängen. Allerdings bemerken auch wir Schwierigkeiten in der Projektvergabe bei klein- bis mittelständischen Unternehmen, die aus Kosteneinsparungsmaßnahmen oder auf Grund von Investitionsstopps keine Großprojekte extern vergeben können.

Der Ausbau unserer Nearshore-Lösung wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensstrategie sein, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenwirken, Kapazitätsschwankungen ausgleichen und damit die Ergebnissituation positiv beeinflussen zu können.

Grundsätzlich ist im Projektgeschäft ein Trend zu Festpreisaufträgen, teilweise Werkverträgen, zu beobachten, die ein Kalkulationsrisiko in sich bergen.

Risikominimierend sehen wir an unserem Geschäftsmodell, dass unser Geschäft und damit das Risiko auf drei Bereiche diversifiziert sind; die Entwicklung, die Produktion und das Consulting.

Die neue strategische Ausrichtung hinsichtlich Markt und Kunde und der Erschließung von neuen Regionen, sowie die Identifikation von neuen Innovationen, Applikationen und Technologien werden als Chance gesehen neue Märkte zu erschließen und zukünftig das Risiko auf ein breites Portfolio von Bestands- und Neukunden zu streuen.

Der globale Engpass bei den Rohstoffen trifft momentan fast alle Branchen, so auch die Medizintechnik-Branche. Lieferengpässe, lange Wiederbeschaffungszeiten und höhere Preise fordern ein proaktives und vorausschauendes Supply Chain Management, das auch wir umsetzten müssen, um die Lieferfähigkeit gegenüber unserer Kunden aufrecht zu erhalten.

Aktuell erkennen wir kein Risiko in Bezug auf den Ukraine-Krieg, welches unser Geschäft gefährden oder negativ beeinflussen könnte.

Unter Abwägung aller Chancen und Risiken und vor dem Hintergrund der geplanten strukturellen Maßnahmen sehen wir keine Risiken, welche unseren Bestand gefährden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlicher Auswirkung auf die Entwicklung bzw. Lage haben sich bis zur Erstellung des Jahresabschlusses nicht ergeben.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 235.782,00 249.002,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 23.334,00 25.253,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 23.334,00 25.253,00
II. Sachanlagen 212.448,00 223.749,00
1. technische Anlagen und Maschinen 44,00 44,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 212.404,00 223.705,00
B. Umlaufvermögen 5.635.402,27 4.638.930,01
I. Vorräte 1.839.864,45 1.307.134,10
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 0,00 18.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.518.354,18 2.419.354,07
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.518.354,18 2.419.354,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.277.183,64 912.441,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 99.619,70 89.036,23
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.970.803,97 4.976.968,24

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.338.088,58 2.173.314,18
I. gezeichnetes Kapital 1.293.321,00 1.293.321,00
II. Kapitalrücklage 10.777.019,04 10.777.019,04
III. Verlustvortrag 9.897.025,86 10.547.774,62
IV. Jahresüberschuss 1.164.774,40 650.748,76
B. Rückstellungen 659.145,00 551.307,00
C. Verbindlichkeiten 1.973.570,39 2.252.347,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.400.000,00 1.400.000,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.400.000,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 1.400.000,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 573.570,39 852.347,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 573.570,39 852.347,06
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.970.803,97 4.976.968,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.499.511,37 8.969.368,07
2. Personalaufwand 7.007.309,93 6.094.424,10
a) Löhne und Gehälter 5.930.574,73 5.125.311,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.076.735,20 969.112,74
davon für Altersversorgung 17.604,42 13.829,27
3. Abschreibungen 87.090,85 97.550,50
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 87.090,85 97.550,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.137.782,72 2.037.054,67
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 438,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 86.800,04 87.672,04
7. Ergebnis nach Steuern 1.180.527,83 653.104,76
8. sonstige Steuern 15.753,43 2.356,00
Jahresüberschuss 1.164.774,40 650.748,76

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die seleon GmbH hat ihren Sitz in Heilbronn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HR B 724394 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bewertung erforderten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB nicht in Anspruch, sondern erstellt den Jahresabschluss nach den Grundsätzen für große Kapitalgesellschaften.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu den je nach Fertigungsgrad angefallenen Herstellungskosten.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Zur verlustfreien Bewertung sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Rückzahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) offen von dem Posten Vorräte abgesetzt, soweit die Anzahlungen den Vorräten zugeordnet werden konnten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betroffenen Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet werden.

IV. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

AKTIVA

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

PASSIVA

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags. Die Bilanz wurde ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 659 und setzen sich wie folgt zusammen:

Variable Erfolgsvergütung (TEUR 284), Überstunden (TEUR 94), ausstehende Rechnungen (TEUR 87), Resturlaub (TEUR 67), Rückvergütung Kunden (TEUR 50), Berufsgenossenschaft (TEUR 30), Jahresabschlussprüfung (TEUR 21), Ausgleichsabgabe (TEUR 12), Aufbewahrung (TEUR 3) und sonstige Rückstellungen (TEUR 11).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Monatliche Belastung,
Euro
Gesamtbetrag auf Restlaufzeit,
Euro
Mietverträge 30.955 2.080.410
Leasingverträge 14.553 429.826
Verpflichtungen aus Software-Wartungsverträgen 12.630 151.558
Gesamt 58.138 2.661.794

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gem. § 285 Abs. 4 HGB ist im Folgenden dargestellt:

Entwicklung,TEUR Consulting,
TEUR
Produktion,
TEUR
Gesamt,
TEUR
Gesamt 6.216 3.611 4.971 14.798

VI. Sonstige Angaben

1. Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB beträgt im Berichtsjahr 92 Mitarbeiter (Vj. 90). Hiervon waren 13 Mitarbeiter (Vj. 14) in der Produktion, 43 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung (Vj. 41), 26 Mitarbeiter im Bereich Consulting (Vj. 22) und 10 Mitarbeiter in der Verwaltung (Vj. 12) beschäftigt.

2. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der seleon GmbH durch den Geschäftsführer:

- Herr Frank-Martin Rammelt, Dipl.-Ing., Hofheim am Taunus

Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt, die Gesellschaft allein zu vertreten.

Bezüglich der Angabe der Geschäftsführergehälter wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Der Beirat hat sich im Berichtsjahr wie folgt zusammengesetzt:

- Herr Christoph R. Manegold, Geschäftsführer, Düsseldorf (Vorsitzender)

- Herr Thomas R. Villinger, Geschäftsführer, Heilbronn

- Herr Dr. Christian Koropp, Director, Bonn

3. Die Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der Firma zfhn Zukunftsfonds Heilbronn GmbH & Co. KG, Heilbronn.

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Firma zfhn Zukunftsfonds Heilbronn GmbH & Co. KG, Heilbronn, aufgestellt und ist im Bundesanzeiger erhältlich.

4. Das berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 21 inklusive Auslagen. Es wurden Steuerberatungsleistungen i. H. v. TEUR 4 berechnet.

 

Heilbronn, den 9. März 2024

seleon GmbH

Geschäftsführung

gez. Frank-Martin Rammelt

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 744.809,66 10.245,00 0,00 0,00 0,00 755.054,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 744.809,66 10.245,00 0,00 0,00 0,00 755.054,66
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 116.409,96 0,00 0,00 0,00 0,00 116.409,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.083.268,62 63.625,85 0,00 16.661,84 0,00 1.130.232,63
Summe Sachanlagen 1.199.678,58 63.625,85 0,00 16.661,84 0,00 1.246.642,59
Summe Anlagevermögen 1.944.488,24 73.870,85 0,00 16.661,84 0,00 2.001.697,25
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 719.556,66 12.164,00 0,00 0,00 0,00 731.720,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 719.556,66 12.164,00 0,00 0,00 0,00 731.720,66
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 116.365,96 0,00 0,00 0,00 0,00 116.365,96
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.563,62 74.926,85 0,00 16.661,84 0,00 917.828,63
Summe Sachanlagen 975.929,58 74.926,85 0,00 16.661,84 0,00 1.034.194,59
Summe Anlagevermögen 1.695.486,24 87.090,85 0,00 16.661,84 0,00 1.765.915,25
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 23.334,00 25.253,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 23.334,00 25.253,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 44,00 44,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 212.404,00 223.705,00
Summe Sachanlagen 0,00 212.448,00 223.749,00
Summe Anlagevermögen 0,00 235.782,00 249.002,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die seleon GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der seleon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der seleon GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heilbronn, den 18. März 2024

HERRMANN + MAY TREUHAND GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Thomas May, Wirtschaftsprüfer

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