TÜV SÜD Auto Partner GmbH
Selbe AdresseVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Beate Reimann seit 10.2.2014 | Geschäftsführer |
Martin Horst Lauer seit 5.12.2012 | Prokura |
Michael Fischermanns seit 10.10.2012 | Prokura |
Thomas Ritzka seit 10.10.2012 | Prokura |
Roman Rudolf seit 10.10.2012 | Geschäftsführer |
Petra Birgit Speidel seit 17.12.2007 | Geschäftsführer |
Christian Magirus seit 5.9.2005 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Magirus International GmbHStuttgartJahresabschluss zum 31. März 2008LageberichtA. Geschäfts- und RahmenbedingungenA. 1. Markt und TrendsDas Geschäftsjahr 2007/08 (01.04.07 - 31.03.08) war von einer dynamischen, aber auch differenzierten Entwicklung der Märkte geprägt. Die im Vorjahr implementierte neue Ausrichtung der Geschäftsfelder hat es dem Unternehmen ermöglicht die Entwicklung des Marktes deutlich besser in eigene Erfolge umzusetzen. In einem insgesamt positiven Geschäftsumfeld stieg die Bereitschaft der Kunden, in Erweiterungen ihrer Systeme als auch in neue Technologien zu investieren. In Europa entwickelten sich alle Länder mit Ausnahme von Italien deutlich dynamisch. Die politische Lähmung in Italien und die daraus folgende Wirtschaftspolitik war nicht nur wenig förderlich für die lokale Konjunktur, sondern auch für den lokalen IT Markt. Auswirkungen der ab Herbst um sich greifenden Krise auf den Finanzmärkten waren in unserem Marktsegment gegen Ende des Geschäftsjahres nur in Großbritannien feststellbar. In Großbritannien ist der Finanzsektor einer der größten Wirtschaftsbereiche, in denen unsere Lösungen zum Einsatz kommen. Banken und Versicherungen in Großbritannien reduzierten deutlich Ihre Investitionen in IT-Equipment gegen Ende der Berichtsperiode. Der IT Markt segmentierte sich in dem Berichtszeitraum weiter. Die Trends in den einzelnen Bereichen sind nicht mehr aussagefähig für die Gesamtbranche und beeinflussen jeder für sich die Entwicklung des Gesamtmarktes nur noch sehr begrenzt. Einem verhaltenen Wachstum im Bereich von Servern stand stabiles Wachstum im Bereich Storage Systeme gegenüber. Neue Technologien wie Virtualisierung wiesen wie im Vorjahr hohe zweistellige Wachstumsraten aus. Das regelmäßige Auftreten neuer Bedrohungen für die Sicherheit und Stabilität von IT-Systemen, stützte weiterhin das hohe Wachstum im Markt für Secure Networking Systeme. Neue Bedrohungen erfordern jedoch oft auch neue technologische Lösungen. Dieses wiederum verlagert das Wachstum sehr schnell von einem Lösungsangebot zu einem anderen. Gerade noch erfolgreiche Produkte verlieren an Attraktion und oft tritt ein neuer Anbieter für die neuste Technologie in den Markt ein. Im Bereich der Distribution von Servern, Storage Systemen und bei System Software beschleunigte sich die Konsolidierung deutlich. Insbesondere amerikanische Distributoren wie Avnet bemühen sich um den konsequenten Aufkauf von europäischen Distributoren der Hersteller HP, IBM, und Sun. Damit erreichte der Level an Akquisitionsaktivitäten ein Niveau vergleichbar den Boom Jahren 1999-2001. A. 2. Entwicklung von Magirus im MarktDie Entwicklung von Magirus war im Geschäftsjahr 2007/08 nicht nur durch ein positives Marktumfeld geprägt, sondern überlagert von Verkauf unserer Geschäftsbereiche EID und ITAG. Im Geschäftsjahr 2006/07 hatte Magirus seine Geschäftsfelder in 3 Geschäftsbereiche zusammengefasst und neu ausgerichtet: Enterprise Infrastructure Distribution (EID) konzentriert sich auf die Herstellerdistribution von IBM und HP Hard- und Software-Produkte ohne nennenswerte eigene Serviceleistungen. Dieser von etablierten, wachstumsschwachen Technologien geprägte Geschäftsbereich könnte bei marktkonformen Wachstumsraten seine in den Vorjahren mangelnde Profitabilität durch kostenbewusste Fokussierung deutlich verbessern. Enterprise Solution Distribution (ESD) fokussiert auf Lösungsdistribution in den Bereichen Storage /Information Management, Secure Networking, Virtualisierung sowie Open Source. Umfangreiche produktnahe Serviceangebote sowie sich ergänzende wachstumsstarke Technologieangebote ermöglichten diesem Geschäftsbereich eine Wachstumsrate von über 40%. Hohe Investitionen begleiteten dieses Geschäft, für das wir auch in den folgenden Geschäftsjahren noch erhebliche Wachstumspotentiale sehen. IT Advisory Group (ITAG) integriert alle Services, die produktneutralen Consulting Charakter haben. Alle produktnahen Services wurden dem Bereich ESD angegliedert. Die erfolgreiche Umsetzung dieser neuen Geschäftsbereichsstruktur erlaubte eine differenzierte Fokussierung auf Kostenstrukturen wie auch Wachstumspotentiale. Gleichzeitig eröffnete sie dem Unternehmen neue strategische Optionen hinsichtlich von Teilbereichsabspaltungen oder Integrationen neuer Akquisitionen. Hohe Wachstumsraten von über 40% im Geschäftsbereich ESD, die führende Marktposition in Europa als "Early Starter" im Bereich Virtualisierung, die starke Stellung im europäischen Markt für Storage Lösungen, erhebliches noch nicht ausgenutztes Potential im Bereich Secure Networking sowie das umfangreiche Technologie Know-How und Serviceangebot des Unternehmens, kombiniert mit dem Bedarf an weiteren Investitionen zur Stabilisierung der hohen Wachstumsrate, führte zur Entscheidung von Magirus sich auf diesen Geschäftsbereich zu konzentrieren. Eine sich beschleunigende Markt-Konsolidierung im Geschäftsbereich EID und das Auftreten interessierter Käufer, ermöglichten den finanziell erfolgreichen Abverkauf des Geschäftsbereichs EID. Der Geschäftsbereich ITAG erreichte nach Transfer der produktnahen Services in dem Geschäftsbereich ESD keine kritische Geschäftsgröße mehr und wurde ebenfalls veräußert. Damit ermöglichte die im Geschäftsjahr 2006/07 erfolgte Aufspaltung des Unternehmens in drei Geschäftsbereiche jenseits besseren Kostenstrukturen und optimierter Fokussierung auf Wachstumspotentiale, eine Abtrennung einzelner Unternehmensbereiche bei Realisierung hoher Teilunternehmenswerte. A. 3. Verkauf des Geschäftsbereichs EIDNach ausführlichen internen Diskussionen beauftragte Magirus im März 2007 externe Berater zur Prüfung der Möglichkeiten eines Teilunternehmensverkaufs. Die im Vorjahr erfolgte Aufspaltung in drei neue Geschäftsbereiche ermöglichte nicht nur technisch eine Betriebsteilung mit Teilverkauf, sondern erlaubt auch die transparente Darstellung aller relevanten Kennzahlen. M&A Berater von KPMG erstellten ein Financial Data Book und die Investmentbank Close Brothers ein Fact Book sowie einen verbindlichen Transaktionszeitplan. Anfang Mai wurden potentielle Interessenten kontaktiert. Parallel wurde ein elektronischer Data Room eingerichtet. Nachdem der Kreis der Bieter durch Vorauswahl basierend auf indikativen Angeboten auf zwei eingeschränkt wurde, erhielten beide Bieter die Möglichkeit zur umfangreichen Due Diligence im Datenraum wie auch vor Ort. Am 18. Juli 2007, 4 Monate nach Start des Projektes, wurde basierend auf sich bis zuletzt ändernden Angeboten und Vertragsentwürfen, als gewinnender Bieter Avnet Inc., Phoenix, Arizona, USA auf Vorschlag des Vorstandes durch Aufsichtsrat und Hauptversammlung festgelegt. Die Verträge zum Verkauf des Geschäftsbereichs EID wurden von Avnet und Magirus noch in der Nacht des 18. Juli 2007 unterschrieben. Nach Erfüllung aller aufschiebenden Vertragsbedingungen, insbesondere nach Zustimmung der Kartellbehörden und der Europäischen Kommission, sowie der Einwilligung von HP und IBM zum Vertragsübergang, erfolgte am 8. Oktober 2007 der Vollzug der Transaktion. Im Rahmen der Transaktion veräußert Magirus den gesamten Geschäftsbereich EID mit allen zugehörigen ca. 140 Mitarbeitern in den Landesgesellschaften Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Vereinigte Arabische Emirate sowie in den Zentralgesellschaften. Ebenfalls veräußert wurden die Geschäftsbeziehungen zu den relevanten Kunden, die entsprechenden Franchisevereinbarungen mit IBM und HP, das zugehörige Intellectual Property, die noch auf Lager befindliche Ware von IBM und HP sowie in geringeren Umfang gewisses Anlagevermögen. Der Enterprise Value als Summe vom Kaufpreis und übernommen Finanzierungsbedarf betrug € 122 Mio. Da die Transaktion als Asset-Deal strukturiert wurde, erfolgte kein Übergang einer rechtlichen Einheit oder Gesellschaft der Magirus Gruppe. Nicht veräußert wurden die zugehörigen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Vom Betriebsübergang betroffen waren alle dem Geschäftsbereich EID zugeordneten Mitarbeiter, einschließlich Management, in den Bereichen Vertrieb, Vertriebsunterstützung, technische Unterstützung, Produkt Marketing, sowie Einkauf. Bei Magirus verblieben alle Mitarbeiter der anderen Geschäftsbereiche sowie alle Mitarbeiter der nicht direkt zugeordneten Funktionen in Bereich Finanzverwaltung, Personalverwaltung, Controlling, Logistik, interne IT, allgemeines Marketing, sowie Management der Landes- und Zentralgesellschaften. Ebenfalls übernahmen Avnet keine Räumlichkeiten von Magirus. Magirus verbleibt somit sowohl eine Infrastruktur als auch ein Overhead, der deutlich über den Bedarf des verbleibenden Geschäfts liegt. Entsprechende Anpassungsmaßnahmen blieben daher unvermeidlich, auch wenn das Unternehmen davon ausgeht, dass es in Folge der hohen Wachstumsrate des ESD Geschäftsbereichs die vorhandene Infrastruktur in absehbarer Zeit zu erheblichen Teilen wieder füllen kann. Nach Abschluss der Transaktion am 8. Oktober 2007 hat Magirus Avnet noch bis zum 26. Januar 2008 die Büroräume an allen relevanten Standorten, seine Logistik, IT-Systeme und diverse andere Verwaltungsleistungen zur Verfügung gestellt. Die entsprechenden Leistungen wurden von Avnet pauschal, aber nicht vollkommen kostendeckend erstattet. Nach Auszug der Mitarbeiter von Avnet aus unseren Räumlichkeiten, wurden die entsprechenden Anpassungsmaßnahmen bei Büros, Logistik, IT-Systemen, etc. wie auch am Mitarbeiterstamm, insbesondere in Bereichen Finanzverwaltung, Personalwesen, Logistik, interne IT, sowie Management umgesetzt. A. 4. Strategie und HerausforderungenWesentliche Teile des Erlöses aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs EID wurden und werden zur Entschuldung des Unternehmens, für die notwendigen Anpassungs- und Restrukturierungsmaßnahmen bei Overhead und Infrastruktur, sowie für Investitionen zur Absicherung des Wachstums des verbleibenden Geschäftsbereiches verwendet. Magirus wird sich auch zukünftig als privates Unternehmen auf die Märkte in West Europa und dem Mittleren Osten konzentrieren. Als ein integriertes, multinationales Unternehmen mit einer ausgereiften Infrastruktur werden sich unsere Landesgesellschaften unter Berücksichtigung lokaler kultureller Anforderungen weiterhin auf den Vertrieb und das Erbringen von kundennahen Dienstleistungen konzentrieren, während die Zentralgesellschaften in Stuttgart und Straßburg die Verantwortung für Finanzen, Controlling, Einkauf, Logistik, IT-Systeme, etc. wahrnehmen. Basierend auf den in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen im Geschäftsbereich ESD, fokussiert sich Magirus auf die Distribution wachstumsstarker und technologisch anspruchsvoller Produkte für den Betrieb und das Management von Rechenzentren kombiniert mit einem erfolgreichen Angebot eigener produktnaher technischer Dienstleistungen. Das in der Distribution erzielbare Absatzvolumen bildet die Basis für ein skalierbares und kostenbewusstes Geschäftsmodell. Das Angebot technisch hochwertiger Dienstleistungen angepasst an die distribuierten Produkte, ermöglicht das Erzielen deutlich höherer Margen. Der integrierte Vertrieb von Distributions-Produkt und eigenem Service, differenziert uns im Markt und ermöglicht die Kombination eines kostenorientierten Distributionsgeschäftes mit einem margenstarken Servicegeschäft mit dem Ziel einer verbesserten Umsatzrendite. Die Ausrichtung auf wachstumsstarke neue Technologien geht damit synchron einher. Neue Technologien erhöhen den Bedarf technischer Dienstleistungen deutlich, während Wachstumsstärke die Basis für skalierbare Distributionserlöse sicherstellt. Die Chancen dieses Geschäftsmodells definieren auch seine Risiken. Magirus wird kontinuierlich vor der Anforderung stehen, neue Technologie frühzeitig zu identifizieren und in sie zu investieren. Besondere Herausforderung dabei ist die kontinuierliche Bewertung, welche neue Technologien in der Lage sind, distributionsrelevante Absatz-Volumina zu erreichen. Dabei wird bei Erreichung maximaler Distributionsvolumen immanent eine Standardisierung der Technologie erfolgen, die im Laufe der Entwicklung der Märkte den Bedarf für begleitende Serviceangebote reduziert. Nicht nur der rechtzeitige und wichtige Einstieg in neue Technologien, ob als Neustart oder Akquisition, ist entscheidend für den Erfolg unseres Unternehmens, sondern genauso der rechtzeitige Ausstieg, ob als Desinvestment oder als Verkauf eines Unternehmensteilbereiches. A. 5. Entwicklung des Produkt- und ServiceangebotesMagirus konzentriert sein Angebot auf IT-Infrastruktur-Produkte und dazugehörige Services. Als Distributor vertreiben wir dieses Angebot über Systemhäuser an Rechenzentren und IT-Abteilungen mittelständischer und großer Industrieunternehmen. Da unser Produkt- und Dienstleistungsangebot den Aufbau, Ausbau und Betrieb von IT-Infrastrukturen adressiert, ist es nur in geringen Maßen von kundenspezifischen Anwendungen abhängig. Somit ist unser Angebot auch nicht branchenspezifisch und spricht alle Anwendungen von IT-Infrastrukturen in der Industrie, in Banken und Versicherungen, im Dienstleistungsgewerbe und bei der öffentlichen Hand an, sofern eine Mindestgröße der IT-Installation erreicht wird. In Anpassung an einen sich immer mehr segmentierenden Markt wie auch in Folge des Verkaufs des Geschäftsbereiches EID, konzentriert Magirus sich auf eine Handvoll dynamisch entwickelnder Technologien für diesen Markt. Für die einzelnen Technologiefelder bietet unser Unternehmen integrierte Portfolios aus Kernprodukten, Add-On Produkten und produktnahen eigenen Services an. In jedem Technologiefeld umfasst unser Portfolio 1 bis 4 Kernprodukte, 5 bis 20 Add-On Produkte und 2 - 4 Gruppen unterschiedlicher technischer Dienstleistungsangebote. Entsprechend dem Technologiefokus berichten wir ab dem Geschäftsjahr 2007/08 über die Entwicklung der einzelnen Technologiefelder in unserem Unternehmen, sowie über die Strukturen unseres Servicegeschäfts. Eine Aufteilung in Hardware und Software ist nicht mehr sinnvoll, insgesamt werden unsere Geschäftsfelder heute aber von Software dominiert. Der verkaufte Geschäftsbereich EID mit seinem Server, Storage und System Softwareprodukten der Hersteller HP und IBM trug noch mit einem Umsatz von € 188 Mio. zum Geschäftsjahr 2007/08 bei. Er erwirtschaftete dabei einen Deckungsbeitrag I von ca. € 16 Mio. Der Geschäftsbereich ESD erzielte bei einem Wachstum von 39,4 % einen Umsatz von € 240 Mio. mit einem Deckungsbeitrag I von € 40,04 Mio. Bei einer leicht über Marktdurchschnitt liegenden Wachstumsrate von 70% trug das Geschäftsfeld Virtualisierung mit 35% zum Umsatz und mit 28% zum Deckungsbeitrag I des Geschäftsbereiches ESD bei. Wichtigster Hersteller in diesem Bereich war für uns VMWare. Das Geschäftsfeld Storage Management Solutions wuchs um 41% und erzielte damit am ESD-Geschäft einen Umsatzanteil von 31% und einen Anteil am Deckungsbeitrag I von 21%. Die deutlich über dem Marktwachstum von ca. 13% liegende Wachstumsrate ist mit deutlichen Gewinnen von Marktanteilen einher gegangen und wird getragen von der engen Zusammenarbeit mit unserem Hauptlieferanten EMC. Das zum Beginn des vorletzten Geschäftsjahres mittels Akquisition erworbene Geschäftsfeld Secure Networking erzielte nach der durch die Integration im Vorjahr bedingten Schrumpfung ein Wachstum von 15%. Dabei beschleunigte sich das Wachstum kontinuierlich, lag aber noch deutlich unter dem Wachstum des entsprechenden Technologiesektors von ca. 19%. Wichtige Hersteller in diesem Geschäftsfeld waren Nortel, Checkpoint, Juniper und Nokia. Secure Networking trug dabei mit 27% zum Umsatz und mit 25% zum Deckungsbeitrag I des Geschäftsbereichs ESD bei. Bei einer Wachstumsrate von 76% trug der Bereich Open Source mit jeweils ca. 2% zum Umsatz und Deckungsbeitrag I bei. Dieses dynamische aber noch kleine Geschäftsfeld konzentrierte sich auf den Handel von Wartungsverträgen für an sich kostenlose Produkte. Mit eigenen Dienstleistungen erwirtschaftete Magirus 5% vom Umsatz, aber 24% vom Deckungsbeitrag I des ESD-Geschäfts. Das Wachstum betrug einschließlich Berücksichtigung des Desinvestments des Geschäftsbereichs ITAG 17%, bei Neutralisierung von ITAG betrug es 53%. Jenseits des Geschäftsbereichs ITAG werden die produktnahen Services des Geschäftsbereiches ESD im Wesentlichen in 3 Servicebereichen von Magirus erbracht. Der Servicebereich Academy mit dem Schwerpunkt Training erzielte 72% Umsatzanteil an unser Dienstleistungsangebot. Der Servicebereich Professional Services mit den beiden Schwerpunkten Analyse-Services und Installations-Services erzielte 19% unseres Serviceumsatzes und den Bereich Support Services in dem die Tätigkeiten der Magirus Support Center zusammengefasst ist, erzielte 9% Umsatzanteil. A. 6. GeschäftsentwicklungMagirus ist in nahezu allen Ländern Mitteleuropas und auch im Mittleren Osten vertreten. Nachdem im Berichtsjahr der Geschäftsbereich EID verkauft wurde, rechtfertigt das Geschäft in einzelnen kleinen Landesmärkten nicht mehr den Betrieb einer selbständigen Landesgesellschaft. Unsere an sich erfolgreichen Gesellschaften in Österreich und Portugal wurden deshalb verwaltungstechnisch und im Management an Deutschland bzw. Spanien angegliedert. Unsere Landesgesellschaften in den mittelgroßen Märkten Holland und Schweiz teilen sich trotz selbständiger lokaler Führung ebenfalls wesentlichen Verwaltungsfunktionen mit Deutschland. Dagegen wurde die Geschäftstätigkeit in Belgien zum Ende des Geschäftsjahres vorläufig eingestellt und über die Einstellung des Betriebes in Finnland muss nachgedacht werden. Unser verbleibendes skandinavisches Geschäft in Dänemark und Schweden wurde im Management und in der Verwaltung an Großbritannien angegliedert. Im Geschäftsjahr 2007/08 bestimmten noch Deutschland und Großbritannien große Teile des Umsatzes des Konzerns in Folge des hohen Anteils des Geschäftsbereiches EID in diesen beiden Ländern. Auch das Geschäft in der Schweiz, Österreich, Dänemark und Schweden und Middle East wurde dominiert vom Geschäftsbereich EID. In den anderen Ländern, insbesondere in Italien, Frankreich und Spanien überwog bereits dagegen der Geschäftsbereich ESD. Nach dem erfolgten Abverkauf von EID, ist der Konzern jetzt gleichmäßiger aufgestellt mit vergleichbaren Geschäftsanteilen für Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich. Das ESD Geschäft entwickelte sich in allen Ländern dynamisch. Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Middle East erzielten nennenswerte Einnahmen in Folge des EID Verkaufs, sowohl als direkten Anteil entsprechend dem Verkaufsvertrag, als auch in Folge des von der Magirus International zu gewährenden gesetzlichen Handelsvertreterausgleichs. Diesen Erlösen standen erhebliche Aufwendungen zur Restrukturierung der verbliebenen Organisation gegenüber. Es fielen Transitions-Boni für zu Avnet wechselnde Mitarbeiter in Folge der vertraglichen Bedingungen zur Erreichung einer hohen Transferquote genauso an, wie für Mitarbeiter denen transparent war, dass nach Ende der Transitionsphase keine weitere Verwendung für sie im Unternehmen bestand. Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter genauso wie Abstandszahlungen für überflüssige Büroflächen belasteten deutlich die Landesergebnisse. Diese sind somit oft von den Einnahmen und Aufwendungen in Folge der EID-Transaktion mehr geprägt als vom laufenden Geschäft. Das laufende Geschäft im Bereich ESD entwickelte sich stabil in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und Großbritannien. In Spanien setzte sich die positive Entwicklung des Vorjahres fort, das Landesergebnis selber ist belastet durch die Aufbauleistung in Portugal. Portugal wurde nach Ende des Geschäftsjahres in eine eigene Gesellschaft überführt und wird somit erst im Laufe des nächsten Geschäftsjahrs einzeln ausgewiesen. Magirus France konnte in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres endlich das Tal der Tränen verlassen und wieder Anschluss an den restlichen Konzern finden. Die deutlichen Fortschritte lassen für das Geschäftsjahr 2008/09 ein ausgeglichenes Ergebnis als greifbar erscheinen. Sorgen bereitet die Entwicklung in Dänemark und Schweden. Nach Abtrennung des EID-Geschäfts und Wechsel der Geschäftsführung zu Avnet, gelang es einem Wettbewerber, wichtige Mitarbeiter während des Führungsvakuums abzuwerben. Die Mannschaft konnte mittlerweile wieder stabilisiert und ergänzt werden, jedoch noch nicht alles verlorene Geschäft zurückgewonnen werden. Auch in Holland haben Instabilität im Management der Landesgesellschaft negative Auswirkungen auf das Geschäft gezeigt. Eine neue Führung und Zusammenlegung der Verwaltung mit Deutschland konnten mittlerweile eine Trendwende herbeiführen. Sowohl in Holland wie auch in Dänemark und Schweden war die Reaktionsgeschwindigkeit der Konzernleitung in Folge der Belastungen aus der EID-Transaktion nicht hinreichend genug um größeren Schaden von den betroffenen Landesgesellschaften abzuwehren. Folgenbelastungen für das Geschäftsjahr 2008/09 sind nicht auszuschließen. Unsere Landesgesellschaft in Dubai hat zwar den Abverkauf des EID-Bereichs stabil überstanden, jedoch ist bedingt durch die lokalen Marktverhältnisse unser ESD-Geschäft noch unterentwickelt. Im Mittleren Ostern herrschen zwar insgesamt wirtschaftlich ausgesprochen positive Bedingungen vor, die auch auf den IT-Markt ausstrahlen, doch setzt sich eine neue Technologie im Mittleren Osten im Regelfall mit 2-3 Jahren Verspätung gegenüber Mitteleuropa durch, d.h. der erreichbare Markt für unser Angebot ist relativ klein, verspricht aber noch länger anhaltende hohe Wachstumsraten. A. 7. Entwicklung der Magirus InternationalDer Magirus-Konzern verfügt im Wesentlichen über fünf Zentralgesellschaften: Die Magirus AG als reine Finanzholding des Konzerns, die Magirus International GmbH als operative Holding des Konzerns, die Magirus Systems Integration SAS in Straßburg als verantwortliche Gesellschaft für Fertigung, Logistik und Support, die Magirus Support Center SAS als Betreiber des Support Centers für unser Lösungsgeschäft sowie die als Marketingagentur tätige CAMP Marketing-Service GmbH. Die Magirus International GmbH ist die zentrale operative Gesellschaft des Magirus-Konzerns. Sie verantwortet neben dem gesamten Wareneinkauf in allen Ländern Europas auch die Faktura und die Forderungsverwaltung, stellt die Konzernbuchhaltung und das Controlling, betreibt die zentrale IT-Systeme und verantwortet das Produktmanagement. Die jeweiligen Landesgesellschaften treten als Agenturen nur vermittelnd für Magirus International auf. Die Warenlieferung und Fakturierung erfolgt durch Magirus International, die den Landesgesellschaften für ihre Vertriebsleistungen eine Provision erstattet und sie gleichzeitig mit leistungsbezogenen Umlagen belastet. Magirus Middle East in Dubai arbeitet nicht im Agenturmodell. Die erwirtschaftete Marge wird im Agenturmodell zu erheblichen Teilen als Provision wieder an die Landesgesellschaften ausgereicht. Die Magirus International GmbH finanziert sich im Wesentlichen durch Provisionsabzüge für Kosten, die dem Umsatz direkt zuordenbar sind. Eine Nichterreichung der Umsatzziele des Konzerns beeinflusst damit auch das Ergebnis der Magirus International GmbH. Aus dieser Umlage werden wiederum Anteile an die Magirus Systems Integration SAS abgeführt, die als Unterauftragnehmer der Magirus International GmbH agiert. Da die Magirus International GmbH zudem in ihrer Funktion als Bereitsteller wesentlicher Teile der Konzerninfrastruktur weniger flexibel in ihrer Kostenstruktur ist, verlaufen die wirtschaftlichen Anpassungsprozesse hier langsamer als in den Landesgesellschaften. Wesentliche Ursache für den im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Magirus International GmbH ausgewiesenen Gewinn in Höhe von € 15,69 Mio., nach € -1,44 Mio. im Vorjahr, waren Erlöse wie auch die Aufwendungen in direktem Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbereichs EID. Neben hohen Kosten der Transaktion selber und folgenden Restrukturierungsaufwendungen hatte Magirus International entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen Handelsvertreterausgleiche an die Landesgesellschaften in Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden und dem Mittleren Osten zu leisten. A. 8. Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge, OrganschaftSeit dem Geschäftsjahr 2001/02 bestehen zwischen der Magirus AG einerseits sowie der Magirus International GmbH, der Magirus Deutschland GmbH, der CAMP Marketing-Service GmbH und der Magirus SupportNet GmbH (ehemals Magirus Verwaltungs-gesellschaft) andererseits Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. B. ErtragslageB. 1. Gewinn- und VerlustrechnungNach Abgang des EID Geschäftes zum 8. Oktober 2007 und unter Einschluss des dafür erzielten Erlöses verringerte sich die Gesamtleistung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2006/07 von € 612,10 Mio. auf € 518,32 Mio. Der Vertriebsumsatz sank dabei von € 601,55 Mio. auf € 435,78 Mio. und enthält € 12,00 Mio. aus dem Verkauf des dem EID-Geschäftsbereich zugeordneten Lagers. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit weist einen Gewinn vor Ergebnisabführung € 15,69 Mio. aus, nach einem Verlust von € 1,44 Mio. im Vorjahr. Damit folgte dem Verlustjahr 2006/07 ein durch den Erlös aus dem Teilunternehmensverkauf von € 72,92 Mio. bestimmtes Rekordergebnis. Da der Verkaufserlös einen Asset-Deal repräsentiert, stehen diesem erhebliche Aufwände gegenüber. In erster Line zählen hierzu die Handelsvertreter-Ausgleichszahlungen in Höhe von € 31,4 Mio. Dazu zählen auch Transitionsboni (€ 0,4 Mio.) für Mitarbeiter die zu Avnet wechselten, Treueboni (€ 0,5 Mio.) zur Stabilisierung der verbleibenden Mannschaft, zusätzliche Management-Boni (€ 0,2 Mio.) und diverse Abfindungen (€ 0,2 Mio.) um den verbleibenden Mitarbeiterstamm insbesondere im Management und der Verwaltung an das verkleinerte Unternehmen anzupassen, einschließlich fortlaufende Gehaltszahlungen für viele bereits gekündigt und beurlaubte, aber arbeitsrechtlich noch nicht ausgeschiedene Mitarbeiter. Entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen mit Avnet stellte Magirus nach dem 8. Oktober 2007 bis Januar 2008 sowohl Räumlichkeiten, Logistik, IT-System, Buchhaltung, Personalabrechnung und diverse andere kostenpflichtige Services zur Verfügung. Diese wurden von Avnet mit volumenabhängigen Pauschalbeträgen vergütet. Da die projizierten Volumina nicht in dem erwarteten Maße abgewickelt wurden, kam es zu einer Unterdeckung in Höhe von ca. € 1,3 Mio. Das verkaufte EID-Geschäft war marktspezifisch durch jeweils 2 verlustbringenden Quartale pro Jahr, April-Juni, Juli-September, ein ausgeglichenes Januar-März Quartal und ein gewinnstarkes Oktober-Dezember Quartal geprägt. Der Verkauf des Teilgeschäftsbereichs EID am Ende der saisonalen Verlustperiode und vor Beginn der saisonalen Gewinnperiode bedingte den Verblieb eines hohen operativen Verlustes von ca. € 4 Mio. aus den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres (April-September) bei Magirus. Der hohe erwartete Umsatz und Gewinn der folgenden 6 Monate beeinflusste die Höhe des erzielten Verkaufspreises für EID deutlich positiv. Im Vorjahr hat Magirus allein im Quartal Oktober-Dezember von IBM und HP Boni-Zahlungen von über € 7 Mio. erhalten. Vertragsbestandteil mit Avnet war auch die Erfordernis der Zustimmung der Hersteller IBM und HP zum Übergang der Franchisevereinbarungen und Distributionsverträge. Beide Hersteller ließen sich diese Zustimmung mittels Verzicht von Magirus auf noch ausstehenden Boni-Zahlungen aus Vorperioden in Höhe von ca. € 5 Mio. vergüten. Das verbleibende ESD-Geschäft belastete das Ergebnis mit einem operativen Verlust, da es einerseits nicht groß genug war um Overhead und Infrastruktur des Unternehmens nach dem 8. Oktober 2007 finanziell tragen zu können, andererseits weil es auch zu Betriebsstörungen durch Unsicherheiten nach Bekanntwerden des EID-Verkaufs kam. So stagnierte die Umsatzentwicklung bei ESD von Mitte Juli bis November. Diese Stagnation verdeutlicht aber auch die Dynamik des ESD Bereiches, da das Wachstum in den verbleibenden Monaten ausreichte, eine Wachstumsrate von über 40% aufs Jahr zu erzielen. Modellrechnungen zeigten, dass ESD seinen Umsatz von den erreichten € 240 Mio. auf ca. € 430 Mio. ausweiten müsste um bei unveränderter Firmenstruktur ein ausgeglichenes Unternehmensergebnis zu erreichen. Bereits durchgeführte Anpassungsmaßnahmen haben die Gewinnschwelle des Konzerns auf einen Umsatz von ca. € 370 Mio. sinken lassen, dem ein Budget für das Geschäftsjahr 2008/2009 von € 352 Mio. mit einem Planverlust von € 1,8 Mio. (im Konzern) gegenübersteht. Die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Berichts-erstellung lässt eine Erreichung dieses Budgets erwarten. B. 2. AufwandDie Reduzierung der Personalkosten einschließlich Sozialabgaben um 2,9% von € 6,45 Mio. auf € 6,27 Mio. ist einerseits geprägt von den entfallenen Aufwendungen der per 8. Oktober ausgeschiedenen Mitarbeiter des Geschäftsbereiches EID sowie des weiteren Personalabbau infolge davon. Anderseits waren Transitionsboni, Managementboni, Tantiemen und Vergütungen für Überstunden in der Transitionsphase sowie Abfindungen als Aufwand zu verbuchen wie auch noch Gehaltszahlungen an viele gekündigte und bereits beurlaubte Mitarbeiter zu leisten waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich in Folge der hohen Transaktionsaufwendungen des
Teilunternehmensverkauf und diverser Folgekosten. Um
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich um € 0,65 Mio. und repräsentieren die zum Ende des letzten Geschäftsjahres vorgenommenen Investitionen in die Serverlandschaft und die Storagesysteme. Der rapide Verfall des US$ wie auch des britischen £ hinterließen deutliche Spuren im Ergebnis. Dem Anstieg der Währungsverluste von € 4,98 Mio. auf € 6,20 Mio. steht eine in den sonstigen Erlösen enthaltene Reduzierung der Währungsgewinne von € 4,49 Mio. auf € 3,96 Mio. gegenüber. Der Nettowährungsverlust stieg deutlich von € 0,49 Mio. auf € 2,24 Mio. Nachdem Magirus in der Vergangenheit in einem Umfeld starker Kursschwankungen Einkauf und Absatz in Fremdwährungen so zu balancieren verstand, dass sich eventuelle Verluste und Gewinne gegenseitig ausglichen, ist dies jetzt nicht mehr im vollen Umfang möglich, da die Wareneinkäufe in größerem Maße als bisher in US$ erfolgen, denen kein Absatz in gleicher Währung gegenübersteht. Entsprechend sicherte sich Magirus im US$-Bereich gegen Schwankungen und realisierte deshalb teilweise auch nicht die potentiellen Gewinne. Überrascht wurden wir von den Schwankungen des Schweizer Franken und dem schnellen Fall des britischen Pfundes. Das Finanzergebnis betrug € -4,00 Mio. gegenüber € -3,23 Mio. im Vorjahr und verschlechterte sich somit um € 0,77 Mio. Steigenden Zinsen, der entsprechenden Auslastung der Kreditlinien im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres bis zum Verkauf des EID-Geschäftsbereichs sowie dem Fortbestehen von PREPS und der Asset-Backed-Securitization Finanzierung standen die Erlöse aus dem Teilunternehmensverkaufs gegenüber. Der infolge des Teilbetriebsverkaufs sinkende Finanzierungsbedarf (Working Capital) stellte sich aufgrund des Zahlungsverhaltens der Kunden und der Auszahlung der Hersteller-Boni aus dem EID Geschäft erst gegen Ende des Geschäftsjahrs ein. Darüberhinaus sanken die Zinsen aus Konzernverrechnung bedingt durch die Rekapitalisierung der Gesellschaften Magirus France S.A.R.L. und Magirus Nordic AB, Schweden durch die Magirus AG. Die Reduzierung des Umsatzvolumens nach Abverkauf des Geschäftsbereichs EID bedingte einen entsprechenden Rückgang der Skontoerlöse von € 1,72 Mio. auf € 0,89 Mio. bei gleichzeitiger Minderung der Skontoaufwendungen von € 0,88 Mio. auf € 0,63 Mio. B. 3. BelastungenIn einem wirtschaftlich stabileren Umfeld konnte eine Reduktion der Forderungsausfälle erreicht werden. Nach € 0,94 Mio. im Vorjahr betrugen sie € 0,71 Mio. in 2007/2008. Ein einzelner Forderungsausfall in Deutschland in Folge eines unverständlichen Vergleichs des Insolvenzverwalters mit der solventen, börsennotierten Schweizer Muttergesellschaft des deutschen Insolventen belastete das Ergebnis mit € 0,45 Mio. Die Forderungsausfallquote war mit 0,17 % kaum
verändert. Die Forderungsausfälle werden im
Agenturmodell an die jeweiligen Tochtergesellschaften
weiterbelastet.
Außergewöhnliche Belastungen ergaben sich wie bereits ausgeführt in nennenswerter Größe aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs EID. C. FinanzlageC. 1. Zugang zum internationalen Kapitalmarkt: ABSIm Geschäftsjahr 2003/04 suchte Magirus mittels eines ABS-Programmes erstmals Zugang zum internationalen Kapitalmarkt. Bei der auf fünf Jahre, ursprünglich bis zum Februar 2008, ausgelegten ABS-Transaktion (ABS = Asset Backed Securitization = durch Umlaufvermögen besicherte Wertpapiere) wurde der überwiegende Teil der Magirus-Forderungen gegenüber Kunden in Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Dänemark, Frankreich und Spanien an ein Special Purpose Vehicle übertragen. Diese Zweckgesellschaft platziert festverzinslich strukturierte Wertpapiere am internationalen Kapitalmarkt, die mit Rechten an den Magirus-Forderungen besichert sind. Nicht übertragen werden Forderungen aus Italien, den Niederlanden, Schweden und Middle East. Die Inanspruchnahme von ABS - Mitteln schwankte geschäftsabhängig zwischen nominal € 16,6 Mio. und € 60,0 Mio. Zum 31.03.08 lag die Inanspruchnahme nominal bei € 16,6 Mio. nach € 40,9 Mio. im Vorjahr. Der Netto-Finanzierungseffekt nach Abschlägen betrug zum Stichtag € 8,9 Mio. (Vorjahr € 30,2 Mio.) und reflektierte das in Folge des Teilunternehmensverkaufs reduzierte Forderungsvolumen. Da das ABS Programm strukturell nicht mehr zum deutlich reduzierten Forderungsvolumen passte, vereinbart Magirus derzeit mit der Dresdner Bank eine Fortführung zu deutlich geänderten Konditionen die u.a. eine deutlich reduzierte Mindestinanspruchnahme von noch € 10,0 Mio. bei gleichzeitiger Höchstgrenze von € 40,0 Mio. vorsieht. Bei einer vereinfachten Vertragsstruktur und gleichzeitig besseren Einbindung der Kreditversicherung Hermes schließt das ABS-Programm jetzt auch Schweden, die Niederlande und Portugal ein. Somit sind nur Italien und der Mittlere Osten aufgrund lokaler rechtlicher Einschränkungen nicht Bestandteil dieser dynamischen Refinanzierung. Bei insgesamt verringerten Volumen kann mittels deutlich geringerer Abschläge und Sicherheitsleistungen ein relativ besserer Finanzierungsquotient erzielt werden. Gerade in diesen turbulenten Zeiten an den Finanzmärkten steht uns damit ein flexibles Finanzinstrument zur Verfügung. D. VermögenslageD. 1. Vermögens- und KapitalaufbauDie Bilanzsumme sank zum 31.03.08 um € 65,65 Mio.
von € 165,21 Mio. im Vorjahr auf
Das Anlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen in das Sachanlagevermögen und Umbauten des Gebäudes nur leicht von € 9,90 Mio. auf € 10,34 Mio. Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich deutlich von € 16,90 Mio. auf € 9,29 Mio., die sonstige Vermögensgegenstände konnten von € 5,47 Mio. auf € 1,37 Mio. gesenkt werden. Hierbei war vor allem die Rückzahlung von Umsatzsteuer-Forderungen aus verschiedenen europäischen Länder von Bedeutung. Der Bestand an Bankmitteln und Finanzanlagen erhöhte sich durch Mittelzugang von Avnet deutlich von € 0,91 Mio. auf € 7,03 Mio. Das Stammkapital bleib unverändert bei € 3,0 Mio., die Reduzierung der Bilanzsumme auf der Passivseite der Bilanz ist begründet durch die komplette Rückführung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 25,46 Mio. im Vergleich zum Vorjahr sowie einer deutlichen Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 65,66 Mio. auf € 29,24 Mio.. Die Verbindlichkeiten gegen über verbundenen Unternehmen und der Magirus AG erhöhten sich jedoch durch die mit dem EID Verkauf verbundenen Aufwendungen und den Ergebnisabführungsvertrag um € 21,46 Mio. auf € 55,82 Mio. Die sonstigen Verbindlichkeiten, u.a. aus dem ABS-Programm, reduzierten sich um knapp 70 % auf € 10,95 Mio. Die Positionen reflektierten den gesunkenen Finanzbedarf in Folge des Verkaufs des Geschäftsbereiches EID der zum Ende des Geschäftsjahres realisiert werden konnte. D. 2. InvestitionenNeben überschaubaren Investitionen in die Optimierung des Technologie- und Logistikzentrums in Straßburg bestimmten weiterhin hohe Investitionen in die IT-Systeme sowie die Anpassungen der Büroausstattungen an die neue Unternehmensstruktur das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Investitionen in IT - Systeme konzentrierten sich auf die gegenüber der Planung deutlich vorgezogene Einführung eines elektronischen Dokumenten Management Systems zur deutlichen Reduktion der Papierdokumentation. Diese durch gesetzliche Anforderungen bedingte Investition wurde um ca. 18 Monate vorgezogen, da damit auch vertragliche Dokumentationspflichten gegenüber Avnet erfüllt werden konnten. Allgemeiner Trend ist, dass Anforderungen des Gesetzgebers zunehmend den Aufwand für Anpassungen und Erneuerungen betriebskritischer Software dominieren. Die sich aus diesen Anwendungen ergebenden deutlich erhöhten Leistungsanforderungen bedingten den Ausbau des zentralen Server- und Storagesystems. E. NachtragsberichtE. 1. Anstehende VeränderungenNach einer Phase großer Umbrüche steht die Sicherung einer stabilen Firmenstruktur und der organischen Unternehmensentwicklung im Vordergrund. Der Erfolg eines Unternehmens wird geprägt von einem klaren Verständnis der Ziele des Unternehmens und der Rolle jedes einzelnen Mitarbeiters im Unternehmen zur Erreichung dieser Ziele. Auch bei transparent kommunizierter Zielsetzung braucht es eine Zeit stabiler Organisationsstrukturen des Unternehmens bis dieser Selbstfindungsprozess abgeschlossen ist. Hohe organische Wachstumsraten sind eine hinreichende Herausforderung an ein Unternehmen und sind ebenfalls in einer stabilen Organisation besser abbildbar. Vor diesem Hintergrund beabsichtigten wir keine große Veränderung vorzunehmen. Ausstehend sind allerdings noch restliche Anpassungsmaßnahmen nach dem Verkauf der Geschäftsbereiche EID und ITAG. Hierzu gehört auch die Beendigung des Joint Ventures mit der Fraunhofer Gesellschaft in Form der INNOVA Beratungsgesellschaft mbH. Akquisitionen zur Beschleunigung des Wachstums sind in Anbetracht der derzeit hohen organischen Wachstumsrate nicht vorrangig. Nicht ausschließen möchten wir allerdings einzelne gezielte Akquisitionen um unser Angebot europaweit zu harmonisieren. Interesse unseres Unternehmens besteht in erster Linie an der Akquisition von Security-Distributoren in England, Dänemark und Deutschland. In England und Dänemark ist Magirus historisch bedingt im Security-Markt nicht positioniert, während wir in Deutschland unterrepräsentiert sind und den Abstand zu den beiden lokalen Marktführern als zu groß empfinden. Der derzeitige Gesprächsstand lässt jedoch eine nennenswerte Akquisition als wenig wahrscheinlich erscheinen. F. Risiko- und PrognoseberichtF. 1. RisikomanagementBei der Magirus-Gruppe besteht ein fest installiertes Risikomanagement-System. Grundlage dafür bieten aktuelle und effiziente Geschäftsprozesse (Zertifizierung nach ISO 9002), Kontrollen und Maßnahmen in den Bereichen Beschaffung, Materialwirtschaft, Vertrieb, Lieferung, Beteiligung und Finanzierung, Organisation und Personalverwaltung. Eine angemessene Verantwortungsverteilung ist durch die Organisationsstruktur ebenfalls sichergestellt. Zweck des Risikomanagement-Systems ist, sämtliche identifizierbaren Risiken frühzeitig zu erkennen, zu berichten und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Organisatorisch gliedert sich das Risikomanagement-System in die Bereiche Unternehmensplanung, Controlling, interne Revision sowie den Bereich Audit. Hierzu bestehen Checklisten, die wir den möglichen Risiken als geeignete Kontrollen und Maßnahmen gegenüberstellen. Diese Checklisten werden regelmäßig überarbeitet und an aktuelle Verhältnisse angepasst bzw. ergänzt. Im Rahmen der Unternehmensplanung werden auf Basis gruppenweiter Erkenntnisse und historischer Erfahrungen realistische Ziele für einzelne Gesellschaften oder Abteilungen erarbeitet. Kritische Entwicklungen werden somit in Form von Zielabweichungen sichtbar. Durch ein konsistentes Berichtswesen und systematische Analysen durch den Bereich Controlling, wird der Geschäftsleitung und den operativen Abteilungen ein aktuelles Management Informations-System zur Verfügung gestellt. In diesem Zusammenhang wird neben Abweichungs- und Trendanalysen mit Kenn- und Messzahlen gearbeitet. Im Rahmen der internen Revision werden Einzelgesellschaften oder Unternehmensteile hinsichtlich der Einhaltung der Konzernprozesse, Wirtschaftlichkeit sowie Korrektheit und Aktualität der gelieferten Informationen überprüft. Die Prüfungen finden regelmäßig statt und sind vom Vorstand der Magirus AG beauftragt. Der Bereich "Audit" soll dagegen ausschließlich die wirtschaftliche Effizienz der Prozesse im Unternehmen beurteilen. Er verfolgt als solches mehr Ziele als die interne Revision und trägt wesentlich zur Ermittlung von wirtschaftlichem Optimierungspotenzial genauso wie zur Qualitätssteigerung der Unternehmensprozesse bei. Darüber hinaus sind zur Stabilisierung der Finanzkosten derivative Finanzinstrumente im Einsatz. Sie stellen die variable Verzinsung von Verbindlichkeiten aus der Gebäudefinanzierung auf eine fix kalkulierbare Basis, koppeln die bestehende fixe Verzinsung des Genussrechtskapitals an die Refinanzierungsentwicklung des Finanzmarktes und sollen außerdem die variabel verzinslichen Kontokorrentlinien stabil gestalten. Das Risiko in diesen Finanzinstrumenten besteht in der Veränderung der preisbeeinflussenden Parameter. Die Parameter der eingesetzten Instrumente sind zur Diversifizierung und Risikominimierung sehr unterschiedlich gehalten. Sie enthalten die Marktzinssätze sowie die in den Instrumenten verarbeiteten unterschiedlichen Zinssatz-Differenzen zwischen unterschiedlichen Kredit-Laufzeiten und die fix hinterlegten Zinsswap-Sätze. F. 2. Aussichten, Chancen und RisikenMagirus geht für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 wieder von einem weniger stabileren Geschäftsumfeld aus. Trotz der Krise der Finanzmärkte und auch trotz des inflationären Anstiegs der Rohstoffpreise bei gleichzeitigem Absturz des US$ und des britischen £, erwarten wir einen sich nur geringfügig abschwächenden Aufschwung in Deutschland und in den von Deutschland beeinflussten Nachbarländern Österreich, Schweiz und Niederlande. Allerdings sehen wir die Aussichten in Frankreich und Italien als kritischer an. Auswirkungen der Krise an den Finanzmärkten sind dafür jetzt deutlich in England und Spanien wahrzunehmen. Die hohen Energiepreise sichern dagegen eine dynamische konjunkturelle Entwicklung des Mittleren Ostens. Für das Geschäftsjahr 2008/09 erwarten wir ein hohes organisches Wachstum des Geschäftsbereich ESD getragen durch eine Ausweitung des Software-Geschäfts und des Dienstleistungsbereiches. Insbesondere unsere in Europa marktführende Position im Bereich Virtualisierung sollte die Erreichung unserer Ziele ermöglichen, da Marktforscher hier Wachstumsraten zwischen 60% und 75% vorhersagen. Wie bereits in unseren letzten Lageberichten hingewiesen, kann der permanente Technologiewandel in unserer Branche zu nicht vorhersehbaren Marktverwerfungen führen. Diesem Risiko war unser Unternehmen schon immer ausgesetzt - in der Vergangenheit haben wir das eher als Chance begriffen. Auch führen technologische Änderungen regelmäßig zu Beeinträchtigungen des Geschäfts, da oft die Abschätzung des Bedarfs für verbesserte oder neue Produkte nicht präzise möglich ist. Beispielhaft ist der Erfolg unseres Unternehmens im Bereich Virtualisierung. Dieser Geschäftsbereich reduziert den Bedarf an Hardware, insbesondere an Servern, aber auch an Storage. Der Erfolg hier kannibalisierte somit die Basis unseres historischen Erfolges. Unsere bewiesene Fähigkeit technologische Trends frühzeitig zu erkennen hat uns schon in der Vergangenheit von vielen Mitbewerbern differenziert. Unsere heutige Unternehmensausrichtung basiert mehr denn je auf dieser Fähigkeit. Die damit gestiegenen Chancen im Markt erhöhen die Risiken ebenfalls. Unsere Hauptvertriebswege sind Systemhäuser und Reseller. Hier hat die wirtschaftliche Entwicklung zu einem starken Ausleseprozess geführt. Bei einer sich reduzierenden Anzahl von Kunden konzentrieren die verbleibenden Kunden höhere Umsätze auf sich. Im Bereich neue Technologien entstehen jedoch regelmäßig auch neue Systemhäuser. Durch die Fokussierung des Unternehmens auf die Vermarktung neuer Technologien nach Verkauf unseres klassischen Geschäftsbereiches EID erwarten wir daher eine deutlich breitere Kundenbasis im Verhältnis zur Größe des verbleibenden Geschäfts. Die Ausweitung unserer Lösungskompetenz und unser vertieftes Serviceangebot eröffnen Magirus aber auch die Möglichkeit, ein Direkt-Vertriebsmodell zu implementieren. Dieses ist derzeit nicht beabsichtigt. Es hat sich herausgestellt das diese gewonnene Fähigkeit die Bindung unserer Vertriebspartner erhöht und uns bei stabilisierten Margen Volumenwachstum ermöglicht. Ohne Zweifel skaliert unser serviceorientiertes Distributionsmodell derzeit besser als ein Direktvertriebsmodell. Als Risiko erweist sich die Unstetigkeit im Verhalten unserer Vorlieferanten. Insbesondere im Bereich Security ist diese Unstetigkeit bei Lieferanten markttypisch. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen in unserem Geschäft in erster Linie in den an Kunden ausgereichten Warenkrediten und möglichen Forderungsausfällen sowie dem Liquiditätsmanagement und dem Währungsrisiko. Kreditrisiken werden durch eine eigene Expertengruppe, sowohl in Ländern als auch parallel in der Zentrale, überwacht. Ein großer Anteil der Kreditrisiken ist bei Hermes rückversichert. Ein einzelner großer Forderungsausfall in Deutschland steht in Zusammenhang mit einer unglücklichen Vergleichsvereinbarung des Insolvenzverwalters mit der börsennotierten Schweizer Muttergesellschaft des deutschen Insolventen. Den erheblichen Schwankungen des Liquiditätsbedarfs können wir mit einem angepassten ABS-Programm eine sich synchron verhaltende Refinanzierungsmöglichkeit gegenüber stellen. Währungsrisiken haben infolge der Dominanz des US$ bei unseren Einkäufen und der hohen Instabilität dieser Währung deutlich zugenommen. Als Reaktion hat das Unternehmen im Mai 2008 eine neue Währungssicherungsmechanik eingeführt. Als größtes Risiko verbleibt allerdings das konjunkturelle Umfeld in Europa. Die weiteren Auswirkungen der Krise an den Finanzmärkten, die instabilen Wechselkurse und die schnell steigenden Energie- und Rohstoffpreise bergen erhebliches Risiko für das allgemeine wirtschaftliche Umfeld. Die oben genannten Risiken und weitere derzeit noch nicht vorhersehbaren Risiken können jederzeit die äußeren Rahmenbedingungen nachhaltig verändern. Wir werden auch weiterhin das Umfeld intensiv beobachten und jederzeit alle Alternativen zur Absicherung des Unternehmenserfolges prüfen und gegebenenfalls umsetzen. Wie aber im abgelaufenen Geschäftsjahr bewiesen, kann auch in schwierigen Zeiten ein strukturell gesundes und dynamisches Unternehmen sein Leistungsangebot ausbauen oder sich wesentlich neu orientieren und somit neue Potenziale erschließen.
Stuttgart, im Juni 2008 Fabian von Kuenheim BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung und Aufgliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens
AnhangI. Allgemeine AngabenDie Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist im laufenden Geschäftsjahr von den Auswirkungen des Verkaufs des Geschäftsbereichs EID geprägt, die Vergleichbarkeit zu den Vorjahreszahlen ist daher sehr eingeschränkt. II. Bilanzierungs-, Ausweis- und BewertungsmethodenDie Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewandt. Der Gesellschaftervertrag enthält keine ausdrücklichen Bestimmungen zur Bilanzierungs- und Bewertung. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden linear und pro rata temporis vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 wurden bis Dezember 2007 voll abgeschrieben und im Jahr des Zugangs als Abgang gebucht. Ab Januar 2008 wird für Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 150,00 und € 1.000,00 ein Sammelposten des Anlagevermögens gebildet und im Jahr der Anschaffung und den 4 folgenden Jahren mit jeweils 20% abgeschrieben. Geschäftswerte und erworbene Kundenstämme werden über fünf Jahre und pro rata temporis abgeschrieben. Die Vorräte sind ausgehend von den Anschaffungskosten nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Für erkennbare Risiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in der erforderlichen Höhe vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Währungsforderungen und Währungsverbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Kurs zum Einbuchungszeitpunkt erfasst. Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag wurden berücksichtigt; Grundlage war der jeweilige Mittelkurs. Die sonstigen Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag angesetzt. Alle bis zum Abschlussstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken sind berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Umlaufvermögen Vorräte Anschaffungskostenminderungen im Vorratsvermögen wurden nicht berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Hermes gegen das Ausfallrisiko versichert. Zum 31. März 2008 waren rund 71,08 % der Forderungen versichert. Für 10 % dieser abgesicherten Forderungen trägt Magirus alleine das Ausfallrisiko. Die Pauschalwertberichtigung für das Ausfallrisiko beträgt im Berichtsjahr aufgrund der tatsächlichen Forderungsausfälle 0,2 %. Der Asset Backed Securitization-Vertrag, der den Verkauf von auf EUR, GBP, DKK und CHF lautenden Forderungen mit der Master Finance Inc. Grand Cayman, Cayman Islands, British West Indies, beinhaltet, besteht unverändert. Das vertraglich vereinbarte Ankaufvolumen bewegt sich zwischen € 15 Mio und € 70 Mio. Das wirtschaftliche Eigentum der Forderungen liegt weiterhin bei der Magirus International GmbH, der Ausweis erfolgt somit unverändert in der Bilanz der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden zwischen € 16,6 Mio nominal und € 60,9 Mio Finanzierungsmittel über ABS in Anspruch genommen. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr nur solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Inland und Ausland werden mit 5,00 % p.a. verzinst, und bestehen gegenüber folgenden Unternehmen:
Eigenkapital Das Stammkapital beträgt unverändert € 3,0 Mio und wird zu 100 % von der Magirus AG gehalten. Rückstellungen Die Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die aus dem Asset Backed Securities-Vertrag zugeflossenen liquiden Mittel sind in den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 8,95 Mio (Vorjahr € 30,2 Mio) ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr nur solche aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Inland und Ausland werden mit 5,00 % p.a. verzinst, und bestehen gegenüber folgenden Unternehmen:
Verbindlichkeiten Gesellschafter Gegenüber der Magirus AG bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 35.746.140,30. Die Verbindlichkeiten bestehen aus der konditionsgleichen Überlassung der PREPS Genussrechte, dem laufenden Verrechnungskonto sowie der Ergebnisübernahme durch die Magirus AG. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten sind nicht gesichert. IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es wurde folgende Patronatserklärungen abgegeben:
Die Valutierung betrug zum 31. März 2008:
Gemeinsam mit der Magirus Aktiengesellschaft, Stuttgart, besteht eine gesamtschuldnerische Bürgschaft gegenüber:
Die Valutierung betrug 31. März 2008:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB bestehen in Form von Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:
Von den Umsatzerlösen betreffen T€ 9.388 verbundene Unternehmen (Vorjahr T€ 15.767). In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist als größte Position der Erlös aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs EID in Höhe von T€ 72.915 enthalten. Außerdem sind Kostenerstattungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.154 (Vorjahr T€ 4.714), Kursgewinne von T€ 3.964 (Vorjahr T€ 4.492) sowie Kostenerstattung für Serviceleistungen an den Käufer des Geschäftsbereichs EID in Höhe von T€ 1.311 und Mieterträge in Höhe von T€ 69 (Vorjahr T€ 397) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Provisionen und Boni von T€ 77.090 (Vorjahr T€ 46.627) und Kursverluste von T€ 6.199 (Vorjahr T€ 4.986) ausgewiesen. VI. Organe der GesellschaftGeschäftsführung
Die Geschäftsführer erhielten - mit Ausnahme von Frau Speidel und Herr Weber (im Zeitraum 01.12.07 - 31.03.08) - keine Geschäftsführervergütung von der Gesellschaft. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 285 Satz 1 Nr. 9a HGB wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB unterlassen, weil sich anhand dieser Angabe die Bezüge der vergüteten Geschäftsführer feststellen lassen. Beirat
Der Beirat hat für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 keine Bezüge erhalten. Mitglieder des Aufsichtsrats der Magirus AG, die gleichzeitig Mitglied des Beirats der Magirus International GmbH sind, erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft. VII. Sonstige AngabenDerivative Finanzinstrumente Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit der Magirus Gruppe wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten zurückgegriffen. Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Zinssicherungsinstrumente eingesetzt. Hierbei handelt es sich um Zinsswaps. Zum 31.03.2008 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zinsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente entsprechen - bezogen auf den Bilanzstichtag - den von den Banken ermittelten Marking-to-market Werten und basieren auf allgemein anerkannten Bewertungsmodellen. Im einzelnen wurden folgende Modelle angewandt: Barwertmethode, erweitertes Vasicek-Modell, Heath-Jarrow-Morton-Modell.
Beschäftigte Mitarbeiter gemäß § 267 (5) HGB
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen Die Magirus AG, Stuttgart, als alleinige Gesellschafterin bezieht diesen Jahresabschluss gemäß § 294 HGB in ihren Konzernabschluss ein. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Stuttgart, 12. Juni 2008 Magirus International GmbH, Stuttgart Fabian von Kuenheim Christian Magirus Petra Speidel Axel Feldhoff Claus Niedworok Gert Weber Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Magirus International GmbH, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2007 bis 31. März 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 13. Juni 2008 PricewaterhouseCoopers
Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin |
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