Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 237890
Vorher
Limehouse GmbH
Eingetragen
29.12.2017
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermittlungstätigkeiten für Beherbergungsdienstleistungen
Gegenstand
Anmietung, Renovierung und Möblierung von Wohnungen und Gewerbeflächen und deren Weitervermietung unter einer einheitlichen Marke einschließlich Erbringung und Vermittlung von Servicedienstleistungen für Mieter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

Ungelöste Beteiligungen (14)

NameAnteil
Limehome GmbHEigenbeteiligung
4.60%
MOMENI Holding GmbHEigenbeteiligung
0.72%

Gesellschafter
Beta

14 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 14 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Picus Capital GmbH
Germany
14.997 €
23.32%
HV Holtzbrinck Ventures Fund VII GmbH & Co. geschlossene Investment KG
Germany
13.519 €
21.02%
Lakestar III LP
GGY
10.903 €
16.96%
JOMAVO UG (haftungsbeschränkt)
Germany
6.875 €
10.69%
Sustainis Investment UG (haftungsbeschränkt)
Germany
3.529 €
5.49%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Limehome GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Limehome GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 237890 eingetragen.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Darstellung im Jahresabschluss

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Gemäß den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen für Kapitalgesellschaften erfolgt die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 266 HGB und § 275 Abs. 2 HGB nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde die Angabe im Anhang gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden an den ertragsteuerlichen Vorschriften unter Beachtung der Vorschriften des HGB ausgerichtet. Es sind insbesondere die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Herstellungskosten in der Entwicklungsphase angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Herstellungskosten angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt und bewertet:

Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Ausleihungen an verbundene Unternehmen zu Anschaffungskosten

sonstige Ausleihungen zu Anschaffungskosten

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten nach dem Durchschnittsverfahren unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind.

Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet. Die Bewertung erfolgt zum notwendigen Erfüllungsbetrag. Dabei werden Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern werden gebildet, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen und sich daraus eine Steuerentlastung oder -belastung in der Zukunft ergibt. Die sich ergebende Steuerbe- und die sich ergebende Steuerentlastung wird verrechnet und in dieser Höhe entweder aktive latente Steuern oder passive latente Steuern bilanziert. Der Betrag, der sich ergebenden Steuerentlastung oder -belastung wird mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Der Posten wird aufgelöst, sobald die Steuerentlastung bzw. -belastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Steuerliche Verlustvorträge sind bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der passiven latenten Steuern berücksichtigt.

Soweit GuV-Posten auf Fremdwährungsforderungen oder -verbindlichkeiten beruhen, erfolgt ihre Bewertung zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs.

Angaben zu der Nutzung von Wahlrechten bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gesetzliche Wahlrechte bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden wie folgt genutzt:

Das Wahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung der in der Entwicklungsphase angefallenen Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde im Geschäftsjahr 2023 erstmals abweichend von den Vorjahren ausgeübt, da die Voraussetzungen für die Aktivierung der Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2023 erstmalig erfüllt waren:

technische Realisierbarkeit der Fertigstellung für den geplanten Gebrauch oder Verkauf

Absicht der Fertigstellung zur Nutzung oder zum Verkauf

Fähigkeit zur Nutzung oder zum Verkauf

künftiger wirtschaftlicher Nutzen

Verfügbarkeit der zum Abschluss der Entwicklung notwendigen Ressourcen

zuverlässige Messung der zurechenbaren Herstellkosten

für die angestrebten immateriellen Vermögensgegenstände besteht kein Aktivierungsverbot.

Herstellungskosten der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nur die gesetzlichen Pflichtbestandteile einbezogen.

Die planmäßige Abschreibung im Anlagevermögen erfolgt nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt hierbei:

Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene Software 5 Jahre

Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 - 15 Jahre

Vermögensgegenstände mit einem geringen Wert bis 150 Euro werden vereinfachend sofort abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen wird, soweit zum Bilanzstichtag eine Wertminderung eingetreten ist, nur bei dauerhafter Wertminderung der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Fremdkapitalzinsen werden weder im Anlage- noch im Umlaufvermögen aktiviert.

Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Vergleich zum Vorjahr stetig angewandt.

Angaben zu der Nutzung von Wahlrechten bei der Darstellung des Jahresabschlusses

Die Darstellung im Jahresabschluss erfolgt stetig im Vergleich zum Vorjahr.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten

Vermögen und Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Forderungen:

Art der Forderung zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
(Vorjahr in TEuro) TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 0,0 (875,2)
gegen verbundene Unternehmen 14.395,6 (5.934,4)
sonstige Vermögensgegenstände 946,5 (825,0)
Summe 15.342,1 (7.634,6)
Art der Forderung zum 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
= 1 Jahr > 1 Jahr
(Vorjahr in TEuro) TEuro TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 0,0 (875,2) 0,0 (0,0)
gegen verbundene Unternehmen 12.563,7 (4.529,1) 1.831,9 (1.405,3)
sonstige Vermögensgegenstände 758,3 (636,8) 188,2 (188,2)
Summe 13.322,0 (6.041,1) 2.020,1 (1.593,5)

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio im Sinne von § 250 Abs. 3 HGB in Höhe von Euro 115.000,00 (Vorjahr Euro 145.000,00).

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angaben der Abschreibung des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2023 werden aufgrund der vorgenommenen Saldierung der aktiven latenten Steuern mit den passiven latenten Steuern keine latenten Steuern ausgewiesen.

Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEuro 424,5 resultieren aus der Aktivierung von Entwicklungskosten bei der Limehome GmbH und der Zeitwertbewertung der übernommenen Vermögensgegenstände bei der Limehome Germany GmbH im Rahmen der Verschmelzung der Ben Babazadeh GmbH auf die Limehome Germany GmbH.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die aktiven latenten Steuern wurden jedoch lediglich in Höhe von TEuro 424,5 auf einen Teilbetrag der bestehenden Verlustvorträge zum Ausgleich der passiven latenten Steuern gebildet.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 32,98 %.

Das Jahresergebnis wurde in der Position Steuern vom Einkommen und Ertrag aufgrund der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern nicht belastet.

Eigenkapital, Schuldposten und Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die Gesellschaft ist zum Stichtag bilanziell überschuldet. Eine bilanzielle Überschuldung bedeutet nicht zwingend, dass die Gesellschaft auch im insolvenzrechtlichen Sinne überschuldet ist. Eine insolvenzrechtliche Überschuldung liegt vor, wenn das zum Zeitwert bewertete Vermögen der Gesellschaft, welches im Wesentlichen aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Verbindung mit den durch diese zu günstigen Konditionen abgeschlossenen Mietverträgen besteht, die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt, es sei denn, die Fortführung des Unternehmens ist nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich.

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung führt die bilanzielle Überschuldung nicht zu einer insolvenzrechtlichen Überschuldung der Gesellschaft, weil das zum Zeitwert bewertete Vermögen der Gesellschaft die bestehenden Verbindlichkeiten deckt. Daher wurde der Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Diese Einschätzung begründet sich wie folgt:

Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein Wachstumsunternehmen. Wie bei Wachstumsunternehmen üblich, finanziert die Gesellschaft die Produktentwicklung, das Unternehmenswachstum sowie den laufenden Betrieb über Investorenmittel. Dies bedeutet auch, dass, solange das Unternehmen nicht Cash-Flow-positiv ist, die Frage der Fortführung der Geschäftstätigkeit davon abhängt, ob das Unternehmen in der Lage ist, rechtzeitig weitere Investorenmittel für die Aufrechterhaltung der Liquidität zu beschaffen. Die Geschäftsleitung geht unter Berücksichtigung dieser Aspekte von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Die Gründe für diese Einschätzung sind:

Aus der mittelfristigen Erfolgs- und Finanzplanung ergibt sich eine positive Fortführungsprognose der Gesellschaft.

Mit Datum vom 9. Dezember 2023, 27. März 2024, 21. Mai 2024 und 2. August 2024 wurden Wandeldarlehensverträge im Umfang von TEuro 5.874 abgeschlossen. Die Einzahlung der Wandeldarlehen erfolgte bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses vollständig. Aus der von der Geschäftsleitung aufgestellten mittelfristigen Erfolgs- und Finanzplanung ergibt sich, dass die Fortführung der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich ist.

Da die deutschen Tochtergesellschaften bereits im Vorjahr sowie im laufenden Geschäftsjahr positive Ergebnisse (Peter & Peter Boarding House Mitte GmbH: 1,6 MEUR, Vorjahr: 1,6 MEUR; Limehome Germany GmbH: 2,7 MEUR, Vorjahr: 1,5 MEUR) erzielten und die Geschäftsführung von einer positiven Trendfortsetzung auf dem Kernmarkt ausgeht, führt dies aufgrund des vorliegenden Ergebnisabführungsvertrags mit den deutschen Gesellschaften zu einer Stärkung der liquiden Mittel der Limehome GmbH.

Weiterhin führt das Erreichen der Gewinnschwelle im zweitgrößten Markt Spanien in 2023 dazu, dass in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 die Rückführung von Konzerndarlehen sowie Gewinnausschüttungen angestrebt werden können, welche positiv zum Liquiditätsbestand der Limehome GmbH beitragen werden. Laut Planung wird ab dem Geschäftsjahr 2026 ein positiver Cashflow auf Gruppenebene erreicht.

Allerdings unterliegt die Erfolgs- und Finanzplanung den für Startup-(Wachstums-)Unternehmen typischen wesentlichen Unsicherheiten, so dass der Fortbestand des Unternehmens nur gesichert ist, wenn sich aus unvorhergesehenen Planabweichungen keine nachhaltige Liquiditätslücke ergibt. Solche Planabweichungen können sich auf der Umsatz- oder Kostenseite, z.B durch unerwartete Verzögerungen oder Hürden bei der Entwicklung oder des Markteintritts ergeben und hierdurch ungeplante Finanzierungsengpässe auslösen. Sofern sich die Annahmen über die Liquiditätszuflüsse aus dem operativen Geschäft der Tochtergesellschaften nicht wie prognostiziert realisieren, könnte der Bestand des Unternehmens gefährdet sein.

Der Gesamtbetrag der Beträge im Sinne von § 268 Abs. 8 S. 2 HGB (Ausschüttungssperre) in Höhe von TEuro 862,7 resultiert in voller Höhe aus der Zeitwertbewertung von Vermögensgegenständen und aktivierten Entwicklungskosten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 650,0 TEuro (Vorjahr 373,7 TEuro) setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Personalaufwendungen mit 317,8 TEuro (Vorjahr 185,5 TEuro), für Abschluss und Prüfung mit 174,7 TEuro (Vorjahr 54,6 TEuro) und ausstehenden Rechnungen mit 157,5 TEuro (Vorjahr 133,6 TEuro) zusammen.

Die Gesellschaft hat für verschiedene Mitarbeiter ein virtuelles Beteiligungsprogramm (virtuelle Anteile) aufgesetzt. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm ist als Exitbeteiligung und als Differenzgeschäft ausgestaltet. Die Mitarbeiter müssen sich den vollständigen Anspruch auf ihre jeweiligen virtuellen Anteile über einen festgelegten Zeitraum erdienen. Die Gesellschaft begründet im Gegenzug teilweise einen Rechtsanspruch auf Ausgleichszahlung in Höhe der Erfüllungsverpflichtung aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm gegenüber einzelnen Gesellschaftern. Somit ergibt sich für diesen Teil durch diesen zukünftigen Vorteilsausgleich eine kompensierende Wirkung. Dementsprechend ist - aufgrund der wirtschaftlichen Betrachtungsweise sowie der aktuellen Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines definierten Exitereignisses - keine Rückstellung zu bilden.

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag
(Vorjahr in TEuro) TEuro
gegenüber Kreditinstituten 17,2 (27,2)
aus Lieferungen und Leistungen 651,5 (894,2)
gegenüber verbundenen Unternehmen 36.792,7 (10.536,5)
sonstige Verbindlichkeiten 680,5 (1.122,0)
Summe 38.141,9 (12.579,9)
Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
= 1 Jahr 1 - 5 J. > 5 Jahre
(Vorjahr in TEuro) TEuro TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 10,5 (10,5) 6,7 (16,7) 0,0 (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 651,5 (894,2) 0,0 (0,0) 0,0 (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 5.139,7 (3.925,5) 31.653,0 (6.611,0) 0,0 (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 601,6 (844,3) 78,9 (277,7) 0,0 (0,0)
Summe 6.403,3 (5.674,5) 31.738,5 (6.905,4) 0,0 (0,0)

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 157.278,00) enthalten.

Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus der Weiterbelastung von zentral durch die Gesellschaft gesteuerte Funktionen aus den Bereichen Finanzen, Beschaffung, IT, Kundenservice, IT-Lizenzen und Versicherungen. Es wird grundsätzlich ein Markup von 6% berechnet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" Erträge in Höhe von 2.293,2 TEuro enthalten, die ausschließlich IC Weiterbelastungen betreffen. Weiterhin sind in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" Schadensersatzansprüche in Höhe von 5,6 TEuro enthalten.

Im Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 82,6 TEuro (Vorjahr 45,0 TEuro) enthalten.

Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.592,0 TEuro (Vorjahr 1.732,2 TEuro) enthalten.

Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 138,5 Arbeitnehmer (Vorjahr 114 Arbeitnehmer), davon 134 Angestellte und 2 Aushilfen.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch die Geschäftsführer

Dr. Josef Vollmayr, Geschäftsführer der Limehome GmbH

Cesar de Sousa Freitas, Geschäftsführer der Limehome GmbH

geführt. Bezüglich der Bezüge wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden Haftungsverhältnisse: Haftung aus der Bestellung sonstiger Sicherheiten

für fremde Verbindlichkeiten TEuro 29.226,7 (VJ TEuro 25.527,0)
(davon gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen: TEuro 29.226,7)
(davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert: TEuro 29.226,7)

Im Rahmen der Haftung für die fremden Verbindlichkeiten wurden ausgewählte Bankkonten der Limehome GmbH (TEuro 2.106,5) verpfändet. Aus Mietverträgen, welche die Limehome Spain S.L.U. mit diversen Vermietern abgeschlossen hat, könnten sich mögliche Haftungsverhältnisse für die Limehome GmbH ergeben.

Mit einer Inanspruchnahme wird derzeit nicht gerechnet.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEuro 6.774,95 (Vorjahr 6.871,89 TEuro), davon betreffen TEuro 1.160,00 (Vorjahr 1.262,00 TEuro) Verpflichtungen aus Lizenzverträgen und TEuro 5.614,95 (Vorjahr 5.609,89 TEuro) Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro 15.462.183,90 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über den Anteilsbesitz an nachstehenden Unternehmen, an denen das Unternehmen mindestens den fünften Teil der Anteile zum 31. Dezember 2023 hält, berichtet. Die Berichterstattung über den Anteilsbesitz wird vollständig vorgenommen.

Firmenname Beteiligungs- Quote Jahresergebnis 1) Eigenkapital 2) in TEuro
In TEuro
Limehome Germany GmbH, München 100% 0,0 9.664,3
Peter & Peter Boarding House Mitte GmbH, München 100% 0,0 25,0
Limehome Spain S.L. (Sociedad Unipersonal), Madrid 100% 9,7 4.243,2
Limehome Hungary Kft., Budapest 100% -97,1 -93,6
Limehome Italy S.R.L., Rom 100% -432,8 -422,8
Limehome Portugal Unipessoal Lda, Portugal 100% -68,1 -43,1
Limehome International GmbH, München 100% 0,0 25,0
Secure Stays GmbH, München 100% 0,0 25,0

1) Jahresergebnis unter Berücksichtigung der vorliegenden Ergebnisabführungsverträge
2) Inklusive Jahresergebnis 2023

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres wurde der internationale Expansionskurs der Limehome Gruppe auf dem Europäischen Markt weiter fortgesetzt.

Im Rahmen der Expansion auf den bereits bestehenden Märkten wurden weitere Objekte zum Portfolio hinzugefügt.

Zur Finanzierung der weiteren Expansion und Sicherung der Unternehmensfortführung der Limehome Gruppe wurden durch die Limehome GmbH mit Verträgen vom 19. Dezember 2023, 27. März 2024, 21. Mai 2024 und 2. August 2024 Wandeldarlehen im Umfang von TEUR 5.874 eingeworben und in 2024 bereits in voller Höhe abgerufen.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 19. März 2024 wurde die Limehome Co-Invest GP UG (haftungsbeschränkt) als 100 %iges Tochterunternehmen der Limehome GmbH gegründet.

Mit Wirkung zum 31. August 2024 wurden 100% der Anteile an der Limehome Portugal Unipessoal Lda, von der Limehome GmbH auf die Limehome International GmbH übertragen.

 

München, den 12. Dezember 2024

Geschäftsführer:

Dr. Josef Vollmayr

Cesar de Sousa Freitas

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Limehome GmbH

München

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 148.990,04 148.990,04
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 168.328,55 168.328,55
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 113.933,25 113.933,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 113.933,25 317.318,59 431.251,84
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 702.059,16 330.118,41 426.962,63 605.214,94
Summe Sachanlagen 702.059,16 330.118,41 426.962,63 605.214,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.868.973,97 3.845.999,86 16.714.973,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.767.469,44 1.894,94 1.769.364,38 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 418.141,79 418.141,79
Summe Finanzanlagen 14.636.443,41 4.266.036,59 1.769.364,38 17.133.115,62
Summe Anlagevermögen 15.452.435,82 4.913.473,59 2.196.327,01 18.169.582,40
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 12.019,04 12.019,04
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.787,25 22.787,00 45.574,25
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.787,25 34.806,04 57.593,29
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.010,49 169.269,41 135.422,96 222.856,94
Summe Sachanlagen 189.010,49 169.269,41 135.422,96 222.856,94
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 211.797,74 204.075,45 135.422,96 280.450,23
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 136.971,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 168.328,55 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.359,00 91.146,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 373.658,55 91.146,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.358,00 513.048,67
Summe Sachanlagen 382.358,00 513.048,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.714.973,83 12.868.973,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.767.469,44
3. sonstige Ausleihungen 418.141,79 0,00
Summe Finanzanlagen 17.133.115,62 14.636.443,41
Summe Anlagevermögen 17.889.132,17 15.240.638,08

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 136.971,00 0,00
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 168.328,55 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.359,00 91.146,00
373.658,55 91.146,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 382.358,00 513.048,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.714.973,83 12.868.973,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.767.469,44
3. sonstige Ausleihungen 418.141,79 0,00
17.133.115,62 14.636.443,41
Summe Anlagevermögen 17.889.132,17 15.240.638,08
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 452.543,90 339.961,04
2. geleistete Anzahlungen 0,00 189.629,88
452.543,90 529.590,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 875.237,05
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.395.617,64 5.934.382,39
3. sonstige Vermögensgegenstände 946.453,59 825.006,69
15.342.071,23 7.634.626,13
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.492.466,84 3.525.480,07
Summe Umlaufvermögen 19.287.081,97 11.689.697,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 484.176,13 354.072,31
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.131.441,34 0,00
38.791.831,61 27.284.407,51

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 64.301,00 64.301,00
eigene Anteile 3.346,00- 3.346,00-
ausgegebenes Kapital 60.955,00 60.955,00
II. Kapitalrücklage 50.724.769,11 50.724.769,11
III. Verlustvortrag 36.454.981,55 24.457.287,20
IV. Jahresfehlbetrag 15.462.183,90 11.997.694,35
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.131.441,34 0,00
Summe Eigenkapital 0,00 14.330.742,56
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 649.953,76 373.724,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.167,20 27.199,57
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 651.499,29 894.243,91
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.792.730,20 10.536.450,84
4. sonstige Verbindlichkeiten 680.481,16 1.122.046,43
38.141.877,85 12.579.940,75
38.791.831,61 27.284.407,51

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Limehome GmbH ist im Handelsregister unter HRB 237890, Amtsgericht München, eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Vermietung von Serviced Apartments an Geschäfts- und Privatreisende. Die Steuerung sämtlicher Standorte erfolgt am Firmensitz in München.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die 2017 gegründete Limehome GmbH fungiert innerhalb der Limehome-Gruppe als Management-Holdinggesellschaft und führt die folgenden übergeordneten zentralen und strategischen Funktionen aus, welche den einzelnen Gruppengesellschaften Limehome Germany GmbH, Peter & Peter Boarding House Mitte GmbH, Limehome Spain SL., Limehome Hungary K.F.T., Limehome Italy S.R.L, Limehome Portugal Unipessoal LDA, Limehome Greece Single Member P.C., Limehome international GmbH und Secure Stays GmbH zur Verfügung gestellt werden:

Zentrale Funktionen

Geschäftsführung

Personalabteilung

Marketing

Finanzabteilung mit Buchhaltung und Steuern

Strategische Funktionen

Geschäftsentwicklung

Preisgestaltung und Marktanalyse

Entwicklung IT-Tools

Gestaltung / Design Apartments

Die wesentliche Funktion der Limehome GmbH ist der Erwerb, die Gründung sowie das Halten und Verwalten von Tochtergesellschaften. Darüber hinaus übernimmt die Gesellschaft wesentliche strategische Aufgaben für die operativen Gesellschaften der Gruppe. So wird innerhalb der Limehome GmbH die globale Expansionsstrategie definiert und es werden alle wesentlichen Tools zur Wirtschaftlichkeitsanalyse neuer Standorte zur Verfügung gestellt. Im Übrigen übernimmt die Limehome GmbH für alle operativen Gesellschaften die Abwicklung des zentralen Einkaufs zur Ausstattung der jeweiligen Standorte und Apartments. Des Weiteren werden die gruppenübergreifenden Marketingaktivitäten aus der Limehome GmbH gesteuert, um die Marke Limehome weiterzuentwickeln und im Markt zu etablieren. Zuletzt erbringt die Gesellschaft weitere allgemeine Verwaltungstätigkeiten im Rahmen klassischer Head-Office Funktionen.

Das von Limehome entwickelte, technologiebasierte Betreiberkonzept erlaubt einen stark zentralisiert Betrieb der Standorte, angefangen bei einem eigens entwickelten Pricing-Mechanismus bis hin zu automatisierten Property Management-Prozessen. Die Technologie ermöglicht, dass Prozesse rund um das Thema Betrieb und Kundenservice der Serviced Apartments über verschiedene Anwendungsfälle inkl. der Anbindung von externen Dienstleistern vernetzt und automatisiert ablaufen.

Die Limehome Gruppe bietet die Serviced Apartments sowohl über eine eigene Buchungsplattform als auch über die größten externen Buchungsportale sowie in kleinem Maße über den Direktvertrieb via eigenen Kundenservice an.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungstätigkeit der Limehome GmbH umfasst die Beobachtung und Analyse von Trends und Kundenfeedback entlang der Customer Journey sowie die Entwicklung des digitalen Produkts durch interne Ressourcen unter Inanspruchnahme von externen Dienstleistern. Darüber hinaus wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette in die Entwicklung einer zentralen Hospitality-Plattform zur zentralen Steuerung und Optimierung aller Geschäftsprozesse investiert. Aufgrund der zunehmenden Komplexität des internationalen und hochautomatisierten Geschäftsmodelles, welche sich durch die Aufnahme der operativen Tätigkeit in den einzelnen Landesgesellschaften materialisiert, nimmt die Neu- und Weiterentwicklung technischer Funktionen für die eigene Buchungs- und Verwaltungsplattform einen immer größeren Stellenwert im Leistungsportfolio der Limehome GmbH ein. Die Limehome GmbH übernimmt den wesentlichen Teil der Entwicklungs- und Anpassungsleistungen im Bereich der digitalen Infrastruktur für alle operativen Gesellschaften innerhalb der Gruppe, wobei auf ein hohes Maß an Replizierbarkeit Wert gelegt wird. Die handelsrechtlichen Entwicklungskosten betragen in der Berichtsperiode 305 TEUR (Vorjahr: 0 EUR). Die sonstigen durch die Entwicklungsabteilungen sowie externe Dienstleister erbrachten Leistungen werden dem laufenden Betrieb der internen Plattform zugerechnet. Forschung betreibt der Konzern nicht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Europäischer Markt

Der europäische Hotelmarkt setzte den positiven Trend aus dem Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 weiter fort. Die RevPAR-Werte (Erlös pro verfügbarem Zimmer) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 16% und lagen damit im Durchschnitt 22% über dem Vorkrisenniveau aus 2019. Der positive Trend ist sowohl auf weiterhin steigende Auslastungsraten (+7,9% zum Vorjahr) als auch weiterhin steigende Tagesraten (+7,2% zum Vorjahr) zurückzuführen. 1

Trotz der rückläufigen realen Kaufkraft infolge der stark gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten hält das Nachholbedürfnis der Konsumenten im Reisesegment an. Die Hotelmärkte profitieren weiterhin von der Rückkehr internationaler Gäste.

Deutscher Markt

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Kalenderjahr 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3% (im Vj. +1,8%) 2. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8% gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, verzeichneten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland demnach im vergangenen Jahr 487,2 Millionen Gästeübernachtungen 3.

1 Quelle: Deka Immobilien Monitor
2 Quelle: Statistisches Bundesamt der Bundesrepublik Deutschland
3 Quelle: Statistisches Bundesamt der Bundesrepublik Deutschland

Trotz der anspruchsvollen makroökonomischen Lage stellt dies einen Zuwachs von 8,1% zum Vorjahr dar. Damit erreicht die Zahl der Übernachtungen fast das Vorkrisenniveau von 2019 (-1,7%).

2. Geschäftsverlauf

Die Limehome-Gruppe profitiert von ihrem Ansatz, jegliche Prozesse, bei denen in herkömmlichen Hotels zwischenmenschliche Kontakte nötig sind, zu digitalisieren. Dadurch, sowie durch die margenoptimierte Steuerung der Buchungspreise mittels eines eigenen KI-gestützten Preis-Algorithmus, konnten die Unternehmen der Limehome-Gruppe mit ihren Apartments Auslastungsquoten erreichen, die im Branchenvergleich über das gesamte Jahr 2023 deutlich über denen des Wettbewerbs lagen.

Der Anstieg des Jahresfehlbetrags von 12,0 MEUR auf 15,5 MEUR war überwiegend der fortschreitenden Expansion und Investitionen in die Erweiterung des Standortnetzes, der IT-Entwicklung und dem Aufbau von Personal geschuldet. Seit der Ausgliederung des operativen Teilbetriebs im Jahr 2022 werden die Umsatzerlöse aus dem Betrieb der Apartments in der Limehome Germany GmbH erzielt. Gegenläufig wirkte sich die erhaltene Gewinnabführung der Limehome Germany GmbH (2,7 MEUR, Vorjahr: 1,5 MEUR) und der Peter & Peter Boarding House Mitte GmbH (1,6 MEUR, Vorjahr: 1,6 MEUR) aus.

Zusammenfassend schätzt die Geschäftsleitung die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 als sehr positiv ein. Insbesondere das weiterhin sehr große Interesse von etablierten Marktteilnehmern im Immobilienmarkt an einer Zusammenarbeit an künftigen Projekten, sowie die in 2023 stetig wachsende Anzahl an unter Vertrag genommenen Apartments für die künftige Eröffnung ermöglicht der Limehome GmbH und damit der gesamten Gruppe aus Sicht der Geschäftsleitung den Ausbau der eigenen Reichweite und die Erreichung von Skaleneffekten und einer steigenden Fixkostendegression, die das Jahresergebnis in zukünftigen Geschäftsjahren in Richtung der Gesamtprofitabilität bewegen werden. Die positiven Ergebnisse der operativen deutschen Gesellschaften spiegeln bereits die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe wider.

2.1. Ertragslage

Der Anstieg des Jahresfehlbetrags von 12,0 MEUR auf 15,5 MEUR resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Fortsetzen des eingeschlagenen Wachstumskurses, in dessen Folge Kosten für Personal und bezogene Leistungen weiter gesteigert wurden, während die Limehome GmbH als Holding bis auf die Konzernumlage seit 2022 keine eigenen Umsatzerlöse mehr generiert. Aufgrund hoher Anfangsinvestitionen in neue Märkte kann ein Großteil der Kosten, die der Gesellschaft entstehen, nicht auf die bestehenden Tochtergesellschaften umgelegt werden.

Die Umsatzerlöse stiegen von 1,4 MEUR auf 2,3 MEUR, da durch das gestiegene Geschäftsvolumen mehr Leistungen innerhalb des Konzerns erbracht wurden. Darüber hinaus wurden Mietflächen untervermietet (0,5 MEUR).

Die sonstigen betriebliche Erträge in Höhe von 3,1 MEUR (Vorjahr: 0,6 MEUR) bestehen im Wesentlichen aus Innenerlösen aus Weiterbelastungen im Konzernverbund (2,3 MEUR, Vorjahr: 0,3 MEUR), der Rest entfällt im Wesentlichen auf Erstattungen aus Rückvergütung und Bonusvereinbarungen mit Lieferanten sowie auf Buchgewinne aus durchgeführten Sale-and-Lease-Back-Transaktionen.

Der Anstieg im Personalaufwand von 7,5 MEUR in 2022 auf 10,6 MEUR in 2023 ist im Wesentlichen bedingt durch das Wachstum der eigenen Belegschaft und dadurch steigende Aufwendungen für Löhne und Gehälter inklusive Nebenkosten. Zum Jahresende 2022 waren 150 Mitarbeiter (Vorjahr: 119 Mitarbeiter) bei der Limehome GmbH beschäftigt.

Im sonstigen betrieblichen Aufwand werden alle Aufwendungen, die nicht direkt dem Betrieb und der Erbringung von Konzerndienstleistungen direkt zugerechnet werden, ausgewiesen. Dies umfasst neben der Verwaltung der zentral gesteuerten Marketingaktivitäten auch sonstige Verwaltungsaufwendungen wie Büromiete, nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten, Expansionskosten für die Erweiterung des Standortnetzes und die Inanspruchnahme von externen Dienstleistern und Beratern. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,6 MEUR im Jahr 2022 auf 10,9 MEUR in 2023 ist durch erhöhte Geschäftsaktivitäten in allen Unternehmensbereichen geschuldet und vor allem wachstums- und expansionsgetrieben.

2.2. Finanz- und Vermögenslage

Im Laufe des Jahres 2023 wurde der Finanzbedarf der Limehome GmbH vorrangig aus der Weiterreichung eines Darlehens durch die Limehome Germany GmbH gedeckt, welches ihr in 2022 gewährt wurde. Dies führte zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 10,5 MEUR auf 36,8 MEUR. Auch in 2024 werden weitere Teilbeträge des Darlehens zur Finanzierung genutzt. In 2023 fanden auf Ebene der Limehome GmbH keine Eigenkapitalmaßnahmen statt.

Durch den Jahresverlust des Geschäftsjahres besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 1,1 MEUR. Die Gesellschaft hat im Jahr 2024 weitere Wandeldarlehen mit qualifizierten Rangrücktritt eingeworben und dadurch ihre Finanzierung sichergestellt.

Da die Limehome GmbH nur im Rahmen der konzernweiten Leistungserbringung Umsätze generiert, ist die weitere ausreichende Ausstattung mit liquiden Mitteln auch vom Erfolg der operativen Tochtergesellschaften abhängig. Die deutschen Tochtergesellschaften erzielten bereits im Vorjahr sowie im laufenden Geschäftsjahr positive Ergebnisse (Peter & Peter Boarding House Mitte GmbH: 1,6 MEUR, Vorjahr: 1,6 MEUR; Limehome Germany GmbH: 2,7 MEUR, Vorjahr: 1,5 MEUR), wobei die Geschäftsführung von einer weiterhin positiven Trendfortsetzung auf dem Kernmarkt ausgeht (vgl. Prognosebericht), da durch die bereits gesicherten zusätzlichen Objekte eine starke Skalierung absehbar ist. Durch Erreichen der Gewinnschwelle im zweitgrößten Markt Spanien in 2023 sowie die Möglichkeit, die durch das weitere Wachstum notwendigen Investitionen durch Vermieterzuschüsse zu finanzieren, wird Spanien in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 durch Rückführung von Konzerndarlehen sowie Gewinnausschüttungen ebenso positiv zum Liquiditätsbestand der Limehome GmbH beitragen. Gleichzeitig laufen erfolgreiche Bestrebungen, die noch vergleichsweise kleinen weiteren operativen Gesellschaften möglichst schnell in die Gewinnzone skalieren zu lassen, sodass auch hier kein weiterer Liquiditätsbedarf notwendig ist. Auch die steigende Verfügbarkeit von Finanzierungsprodukten zur Refinanzierung der notwendigen Kautionen für die angemieteten Objekte reduziert bereits den aktuellen und zukünftigen Cashbedarf weiter.

Das derzeit in der Limehome GmbH bilanzierte mittelfristige Darlehen in Höhe von insgesamt 25,6 MEUR (Vorjahr: 1,4 MEUR), welches von der Limehome Germany GmbH ausgereicht wurde, ist erst nach Ende des Prognosezeitraumes zur Rückzahlung fällig. Da die Zinsen ebenfalls erst mit Rückführung des Hauptdarlehens fällig werden, wird die Liquidität der Limehome GmbH im Prognosezeitraum nicht durch etwaige Rückführungen belastet.

Wenn die Prognosen zum finanziellen Erfolg der operativen Gesellschaften sowie der allgemeinen Reduktion der Investitionen zur Errichtung neuer Standorte eintreffen, ist die Zahlungsfähigkeit der Limehome GmbH bis Ende des Prognosezeitraums gesichert.

Die Erhöhung der Bilanzsumme von 27,3 MEUR auf 38,8 MEUR ist im Wesentlichen durch den Anstieg der zuvor bezeichneten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet.

Im Anlagevermögen bilanziert die Limehome GmbH im Geschäftsjahr 2023 erstmalig selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände vor Abschreibungen im Umfang von 317 TEUR. Darüber hinaus erhöhten sich die Finanzanlagen von 14,6 MEUR um 2,5 MEUR auf 17,1 MEUR. Neben dem Ausweis des Stammkapitals der neuen Konzerngesellschaften Limehome Portugal (25 TEUR), Limehome International (29 TEUR) sowie Secure Stays (25 TEUR) ist vor allem die Erhöhung des Beteiligungsansatzes der Limehome Spain nach Wandlung eines Konzerndarlehens in Höhe von 3,8 MEUR in Eigenkapital für den Anstieg verantwortlich. Als gegenläufiger Effekt ist die Umgliederung des verbleibenden Konzerndarlehens der Limehome Spain in das Umlaufvermögen auszumachen (Vorjahreswert 1,8 MEUR), da es durch den Beginn der Rückzahlung nicht mehr als langfristige konzerninterne Forderung angesehen wird.

Der Anstieg des Umlaufvermögens von 11,7 MEUR in 2022 auf 19,3 MEUR in 2023 ist vorrangig auf die Erhöhung der konzerninternen Forderungen aus Konzerndarlehen sowie Ergebnisabführungsverträgen zurück zu führen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftslage der Gesellschaft wird vor allem durch ein umfassendes tägliches Berichtswesen von der Geschäftsführung und dem direkten Management überwacht und kontrolliert.

Die Steuerung der Limehome GmbH sowie der kompletten Limehome Gruppe konzentriert sich im operativen Bereich auf den betrieblichen Umsatz sowie das betriebliche Ergebnis der operativen Einheiten auf Standortebene. Ersteres ist insbesondere von den Auslastungsquoten sowie den durchschnittlichen Tagespreisen getrieben, während letzteres im Wesentlichen durch die Kosten des operativen Betriebs (i.e. Miete, Strom, Energie, Internet, TV, Reinigung, etc.) maßgeblich beeinflusst wird. Deshalb definiert die Geschäftsführung für die operativen Gesellschaften die Umsatzerlöse, die durchschnittlichen Auslastungsquoten sowie das Betriebsergebnis auf Standortebene als finanzielle Leistungsindikatoren. Darüber hinaus ist eine der wesentlichen Funktionen der Limehome GmbH die strategische Expansion und in diesem Zusammenhang die Gründung neuer Gesellschaften im Zuge der internationalen Expansion. Darüber hinaus wird zur Bemessung der gesamten betrieblichen Profitabilitätsentwicklung sowohl auf Ebene der Limehome GmbH als auch auf Ebene der Limehome- Gruppe das EBITDA als zentrale Steuerungskennzahl genutzt.

Das Berichtswesen der Gesellschaft bietet ausreichende Erkennungsmechanismen für unerwartete negative Entwicklungen im operativen Geschäft auf Ebene der Tochtergesellschaften und erlaubt der Limehome GmbH gleichzeitig schnelle Reaktionen auf sich ändernde Gegebenheiten.

Darüber hinaus werden ebenfalls nicht-finanzielle Leistungsindikatoren aus den operativen Einheiten, wie Kundenbewertungen auf Buchungsportalen oder die Anzahl an Kundenservice-Kontakten pro Aufenthalt, herangezogen und laufend überwacht, um die Qualität interner Prozesse, die sich unmittelbar auf die Kundenzufriedenheit auswirken, zu sichern.

III. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

1. Chancenbericht

Die Chancen und Risiken der Gesellschaft sind weitgehend vom operativen Betrieb der Apartments, der auf Ebene der Limehome Germany GmbH, der Peter und Peter Boarding House Mitte GmbH, der Limehome Spain SL, der Limehome Hungary K.F.T., der Limehome Italy S.R.L., der Limehome Portugal Unipessoal LDA, der Limehome Greece Single Member P.C. und der Secure Stays GmbH abgebildet wird, abhängig.

Die Limehome GmbH agiert über ihre Tochterunternehmen als führender Innovator im Segment der Serviced Apartments, einer wachsenden Asset-Klasse im Immobilienumfeld, deren Gesamtanteil am gesamten Hospitality-Markt getrieben durch geänderte Kundenpräferenzen kontinuierlich steigt.

Beispielhaft für die geänderten Kundenpräferenzen ist der Anstieg des sogenannten "bleisure travel" zu nennen, welcher die Verlängerung von Geschäftsreisen um einige Tage privaten Aufenthalt beschreibt.

Diese Marktpotenziale in einem wachsenden Segment des stark fragmentierten Hospitality-Gesamtmarktes, der in den aktuellen Zielmärkten der Limehome GmbH in Europa langsam wieder auf Vorkrisenniveau angekommen ist, können für Limehome durch eine konsequente Expansion national und international erschlossen werden.

Dabei kann die Limehome Gruppe durch ihr digitales und innovatives Geschäftsmodell unter der Verwendung von automatisierten Prozessen und einer problemlosen Skalierbarkeit durch die zentrale Steuerung von wesentlichen Geschäftsprozessen schnell auf Trends reagieren und im Vergleich zur etablierten Konkurrenz mit einer deutlich geringeren Fixkostenbasis operieren.

Dies erlaubt Limehome durch absolut geringere und allgemein variablere Kostenblöcke, profitabel Standorte mit geringerer Zimmeranzahl zu eröffnen, als dies bei der klassischen Konkurrenz möglich ist. Limehome kann daher Immobilienprojekte mit Partnern realisieren, die nicht für klassische Geschäftsmodelle im Hotel-Umfeld offen oder für die Anbieter weniger attraktiv sind. Dies ist für die Zukunft neben dem klassischen Vermieter-Modell, bei dem Limehome selbst als Betreiber der Serviced Apartments auftritt auch auf andere Vertragsmodelle wie beispielsweise Management-Verträge oder ein Franchise-Modell ausweitbar. Dadurch können eine noch breitere Palette an potenziellen Zusammenarbeitsprojekten erschlossen werden.

Das digitale, kontaktlose Geschäftsmodell in der Kundeninteraktion erlaubt es Limehome zudem, im Vergleich zur klassischen Konkurrenz in der Beherbergungsindustrie in Zeiten von Reise- und Kontaktbeschränkungen deutlich krisenresistenter zu sein, und spricht mit einem höheren Sicherheits- und Hygienelevel im Vergleich zum Personenkontakt in der klassischen Hotel-Dienstleistung dadurch auch früher einen breiteren potenziellen Kundenpool an.

2. Risikobericht

Langfristige Vertragsverhältnisse

Die Limehome GmbH als Muttergesellschaft der Limehome Gruppe fungiert als Vertragspartner für Mietverträge in Ländern, in denen noch keine lokale Landesgesellschaft existiert. Nach Gründung der Landesgesellschaft werden diese Vertragsverhältnisse auf die jeweilige Landesgesellschaft übertragen. Sollte aus diversen Gründen keine lokale Gesellschaft bis zum Zeitpunkt des Mietbeginns gegründet werden, so verbleibt das Vertragsverhältnis bei der Limehome GmbH. Sofern sich aufgrund von sich ändernden externen Gegebenheiten über eine längere Zeit, die zum Teil außerhalb der Kontrolle der Gesellschaft befinden, Änderungen in den antizipierten Kundenpräferenzen ergeben, ist die Gesellschaft unabhängig davon an vertraglich vereinbarte Mietverpflichtungen über die gesamte Laufzeit gebunden. Dadurch besteht das Risiko, dass angemietete Mietflächen nicht mehr profitabel für die ursprünglich geplanten Zwecke vermietet werden können. Diesem Geschäftsrisiko wird entgegengewirkt, indem eine große Sorgfalt unter der Verwendung von Szenarioanalysen bei der Standortauswahl getroffen wird, sowie durch die Vertragsgestaltung und Verhandlung zur Vereinbarung von mieterseitigen Optionen auf Verlängerungen oder Kündigungsrechte, wo möglich und sinnvoll. Die Geschäftsleitung sieht durch die bisherige Historie sehr weniger aufgegebener Standorte und eine hohe historische Trefferquote von Standort-Prognosen vor Vertragsschlüssen dieses Risiko bzgl. der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering und die Auswirkungen durch effektive Gegenmaßnahmen und Früherkennung als niedrig an. Die Geschäftsführung sieht in den langfristigen Mietverträgen zudem Chancen, da sich die Gesellschaft Mietpreise langfristig sichert, woraus sich stille Reserven aus diesen Mietverhältnissen ergeben können.

Finanzierung der Gesellschaft

Als junges Wachstumsunternehmen ist die Limehome GmbH auf Zugang zu ausreichend Liquidität zur Erfüllung der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten sowie zur Ermöglichung von strategischen Initiativen angewiesen. Sofern der Zugang zu neuem Kapital künftig für die Gesellschaft erschwert würde, könnte sich dies negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Der derzeitige Finanzierungsrahmen wird allerdings als ausreichend angesehen, um neben der laufenden Geschäftstätigkeit auch die Expansion über die absehbare Zeit unterstützen zu können.

Eine positive Ertragslage bei der Limehome GmbH ist maßgeblich von den Jahresergebnissen der operativen Tochtergesellschaften abhängig. Durch die Ergebnisabführungsverträge der Limehome GmbH mit den operativen Tochtergesellschaften (Limehome Germany GmbH und der Peter & Peter Boarding House Mitte GmbH) ergibt sich ein gewisses Risiko im Falle eines negativen Jahresergebnisses ebendieser. Gleichzeitig wird auf Basis der Ergebnisabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften bzw. Ausschüttungen durch das Tochterunternehmen in Spanien und deren derzeit positiven Ergebnissen die Finanzierung der Limehome GmbH bzw. der auf Ebene der Gesellschaft getragenen zentralen Kosten für die Entwicklung der Unternehmensgruppe unterstützt und in der Zukunft, nach Erreichen der Gewinnschwelle, sichergestellt. Die Ist-Werte für das Geschäftsjahr 2024 und der Forecast für 2025 zeigen deutlich erhöhte Gewinne der einzelnen Einheiten in Deutschland und Spanien. Sollte die Limehome-Gruppe den Übergang in die Gewinnzone und den erwarteten positiven operativen Cashflow nicht entsprechend der Unternehmensplanung erreichen, könnte sich künftig eine bestandsgefährdende Situation ergeben. Die Geschäftsleitung sieht das Risiko bzgl. der Eintrittswahrscheinlichkeit als gering, die potenziellen Auswirkungen durch die Früherkennung und die Möglichkeit effektiver Gegenmaßnahmen und als niedrig an.

IT-Risiken

Das digitale Geschäftsmodell der Limehome GmbH ist in hohem Maße abhängig von der jederzeit problemlosen Funktionsweise der IT-Systeme und ist daher einem Geschäftsrisiko aus dem möglichen Ausfall dieser Systeme ausgesetzt. Ausgedehnte Zeiträume mit Ausfällen, System- oder Programmierungsfehlern oder anderweitige Systembeeinträchtigungen können zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Prozesse der kundennahen Geschäftsabläufe führen. Als Gegenmaßnahme verwendet die Limehome GmbH ausschließlich moderne, cloud-basierte und skalierbare Serverlösungen von etablierten Partnern und beschäftigt interne und externe Experten, die durch ein systemgestütztes Monitoring sowie durch ergänzende Maßnahmen proaktiv die Integrität und Sicherheit der Systeme sicherstellen, um die IT Risiken auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Die Geschäftsleitung bewertet dieses Risiko bzgl. der Eintrittswahrscheinlichkeit und potentiellen Auswirkungen deshalb als gering.

Auch das Risiko durch Angriffe von außen wird als gering eingeschätzt. Durch die cloud-basierte Technologie können die IT-Systeme der Limehome GmbH kaum von außen in der Nutzung eingeschränkt werden und Zugriff aller Nutzer ist sichergestellt.

Einflüsse aus Konjunktur und Politik

Die geopolitische Situation in Europa birgt potenzielle Risiken, die außerhalb des Einflusses der Limehome GmbH liegen.

Durch das steigende Preisniveau birgt sich zudem ein inhärentes Inflationsrisiko, was sich für die Limehome GmbH in einer Weitergabe gestiegener Herstellungs- und Selbstkosten durch Dienstleister an die Limehome GmbH als Auftraggeber äußern kann. Dieser Effekt hätte negative Margenauswirkung, sofern ein gestiegenes Preisniveau sich nicht in Marktpreisen für Übernachtungen ebenfalls niederschlagen würde und so Preise nicht an Endkunden weitergegeben werden können.

In den abgelaufenen Monaten des Jahres 2024 konnte die Geschäftsführung der Limehome GmbH jedoch ein weiterhin positives Reiseaufkommen mit stabil hohen Marktpreisen beobachten. Dies lässt neben dem erfolgreichen Abschluss weiterer Mietvertragsverhandlungen in der ersten Jahreshälfte den Schluss zu, dass die Risikosituation aktuell und kurz- bis mittelfristig in dieser Hinsicht unter Kontrolle scheint.

Zusammenfassend beurteilt die Geschäftsführung der Limehome GmbH die Risikolage als angemessen bis positiv, da die wesentlichen Risiken durch geeignete Initiativen eingedämmt wurden und sich am Markt auch im Geschäftsjahr 2024 nicht materialisiert haben. Potentielle Risiken der Zukunft werden durch ein enges Tracking des operativen Geschäftsergebnisses auf Profitabilität sowie durch eine fortschreitende Etablierung im Immobilienmarkt entgegengewirkt und somit der Wachstumskurs der Gesellschaft auf absehbare Zeit abgesichert.

Die Geschäftsführung sieht auf Basis der dargestellten Risikosituation die Fortführungsprognose für die nächsten 12 Monate sowie darüber hinaus nicht gefährdet.

3. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 prognostizieren Branchenverbände und Industrieexperten, dass die beobachteten Nachholeffekte der vergangenen Jahre nach und nach abflachen werden. Angesichts von Großveranstaltungen wie der Fußball-Europameisterschaft und einer absehbaren Zunahme im Geschäfts- und Messe-Tourismus wird dennoch mit einer konstanten Nachfrage gerechnet.

Insbesondere das Serviced-Apartment-Segment zeigt sich durch den Doppelfaktor aus touristischer und klassischer Geschäftsreise-Nachfrage krisenresilient. Zudem sind Konsolidierungstendenzen im Serviced-Apartment-Segment erkennbar, wodurch sich anorganische Wachstumsopportunitäten für etablierte Spieler auftun.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Limehome GmbH stellvertretend für die gesamte Limehome Gruppe ein deutliches Wachstum an neuen Zimmern im hohen zweistelligen Prozentbereich. Treiber hierfür ist die weiterhin sehr starke Nachfrage sowohl von Gästen als auch Eigentümern am Segment Serviced Apartments. Bis einschließlich Oktober 2024 konnte bereits ein Bestandszuwachs um ca. 50% auf das Portfolio im Vergleich zum Stichtag realisiert werden.

Bedingt durch die weiterhin positive Geschäftsentwicklung auf dem deutschen Kernmarkt sowie dem zu erwartenden Beitrag der spanischen Tochtergesellschaft zum Betriebsergebnis aus Teilausschüttungen der erzielten Gewinne bei gleichzeitig moderatem Anstieg der Kosten in der Managementholding rechnet die Geschäftsführung damit, das EBITDA von -12,5 MEUR im Geschäftsjahr 2023 (Vorjahr: - 10,0 MEUR) innerhalb des Prognosezeitraumes in 2024 zunächst auf das Intervall zwischen -9,0 MEUR und -11,5 MEUR zu verbessern und in 2025 ein negatives EBITDA von ca. 2,0 MEUR zu erreichen. Zur Verbesserung des EBITDA werden maßgeblich die positiven Ergebnisabführungen bzw. Ausschüttungen der deutschen und spanischen Tochtergesellschaften von insgesamt ca. 6 MEUR im Geschäftsjahr 2024 und ca. 18 MEUR im Geschäftsjahr 2025 beitragen, wovon der wesentliche Ergebnisbeitrag aus der Aktivität der deutschen Gesellschaften resultieren wird. Ab dem Geschäftsjahr 2026 erwarten wir einen positiven Cashflow auf Gruppenebene.

 

München, 12. Dezember 2024

Dr. Josef Vollmayr

Cesar de Sousa Freitas

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.398.062,33 799.335,19
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.940.669,49 6.334.435,06
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.656.458,46 1.212.346,57
10.597.127,95 7.546.781,63
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.075,45 101.004,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.882.786,96 6.617.646,73
5. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 4.326.614,59 3.144.984,13
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 137.289,82 105.344,71
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.622.448,81 1.749.739,63
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme (Mutter) 15.643,47 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -15.460.115,90 -11.965.507,96
11. sonstige Steuern 2.068,00 32.186,39
12. Jahresfehlbetrag -15.462.183,90 -11.997.694,35

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Limehome GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Limehome GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Limehome GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf den Abschnitt "Eigenkapital, Schuldposten und Passive Rechnungsabgrenzungsposten" im Anhang sowie auf die Abschnitte III. 2. "Risikobericht" und III. 3. "Prognosebericht" im Lagebericht, in der die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand des Unternehmens nur gesichert ist, wenn sich aus unvorhergesehenen Planabweichungen keine nachhaltige Liquiditätslücke ergibt. Wie im Abschnitt "Eigenkapital, Schuldposten und Passive Rechnungsabgrenzungsposten" im Anhang sowie in den Abschnitten III. 2. "Risikobericht" und III. 3. "Prognosebericht" im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da doose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 12. Dezember 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer

gez. Maximilian Stocker, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2023 erfolgte am 28. März 2025.

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