Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 90103
Vorher
DZ Beteiligungsgesellschaft mbH Nr. 20DZ DirektService GmbH
Eingetragen
1.2.2011
Branche
Effekten- und WarenterminhandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Die Erbringung von Finanzkommissionsgeschäft, Depotgeschäft und Eigenhandel für andere im Sinne des Kreditwesengesetzes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Pascal Seidel
seit 4.2.2025
Prokura
Lukas Tigges
seit 6.7.2016
Prokura
Jens Lehmann
seit 30.3.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
Germany
800.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GENO Broker GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Organisation und rechtliche Struktur

Die GENO Broker GmbH (GENO Broker) agiert als 100%ige Tochtergesellschaft der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main (DZ BANK). Die wirtschaftliche Solidität sichert ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag mit der DZ BANK, die darüber hinaus durch Vertreter im Aufsichtsrat die Überwachungsfunktion wahrnimmt.

Aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen

Der GENO Broker erhielt am 11.08.2023 den Erlaubnisbescheid zum Betreiben von Bankgeschäften als CRR-Kreditinstitut. Der Bescheid entfaltet seine Wirkung zum 12.08.2023. Seither unterliegt der GENO Broker der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank. Bis zu diesem Tag galten für den GENO Broker im Jahr 2023 die Anforderungen an mittlere Wertpapierinstitute.

Strategie

Der GENO Broker prüft die Strategie jährlich und passt diese bedarfsweise an. Seit September 2023 durchläuft der GENO Broker eine umfangreiche Strategieüberarbeitung in der die zukünftigen Geschäftsaktivitäten grundlegend an die DZ BANK angenähert werden sollen. Thematisch beinhaltet diese bereits, dass künftige Geschäftstätigkeiten gemeinsam mit der DZ BANK initiiert werden. Gleichzeitig sollen die Funktionen des GENO Broker enger mit dem Bereich Kapitalmärkte Privatkunden der DZ BANK verbunden werden. Im Zielbild entsteht unter der Governance der DZ BANK eine übergreifende Business Unit aus welcher der GENO Broker heraus agiert. Die nachhaltige Absicherung der Beziehungen von Primärbanken der Genossenschaftlichen FinanzGruppe als Allfinanz-Anbieter zu deren Kunden steht im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung des GENO Broker. Die strategische Positionierung des GENO Broker zeichnet sich weiterhin durch ein für den Bankkunden integriertes und zur Produktpalette der Primärbanken komplementäres Angebot im Wertpapiergeschäft aus. Das Dienstleistungsangebot gewährleistet aus Sicht der Geschäftsführung, dass den Primärbanken ein umfängliches Leistungsspektrum im Wertpapiergeschäft, das sich vorrangig an den Bedürfnissen der Kunden orientiert, zur Verfügung steht.

Diese strategische Grundposition des GENO Broker basiert auf der am 05.05.2015 erteilten Erlaubnis zum Betreiben von Bank- sowie Finanzdienstleistungsgeschäften gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG (Finanzkommissionsgeschäft), § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 Buchst. c KWG (Eigenhandel für andere) und § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG (Depotgeschäft) sowie dem Verhältnis zur Muttergesellschaft DZ BANK in ihrer Rolle als Zentralinstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die Aufnahme des Geschäftsbetriebs erfolgte zum 01.07.2015.

Der GENO Broker flankiert die Absicherung der Beziehungen von Primärbanken zu deren Kunden insbesondere durch den expliziten Verzicht auf das Betreiben des Einlagen- und Kreditgeschäfts. Das in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe verankerte Subsidiaritätsprinzip erfüllt der GENO Broker, es existiert aus Sicht der Geschäftsführung kein Konkurrenzverhältnis zu den Primärbanken. Darüber hinaus bietet der GENO Broker eine Plattform für Primärbanken zur Optimierung der Ertrags- und Kostenstrukturen im Wertpapiergeschäft, teils mit einem auf den Onlinekunden ausgerichteten Leistungsangebot. Der GENO Broker hilft den Primärbanken so, die Aktivitäten der Onlinekunden im Wertpapier Depot-B Geschäft auszubauen. Ziel der Geschäftsführung ist es die Wahrnehmung der Wertpapierkompetenz der regionalen Primärbank zu stärken.

Das Geschäftsmodell des GENO Broker umfasst dabei folgende wesentliche Geschäftsaktivitäten:

Juristische Depotführung übernehmen:

Depots juristisch für Endkunden der Primärbanken führen

Rechtliche Formalitäten wie z.B. steuerliche Meldungen unterstützen

Kundenservice und Marktfolgedienste für Primärbanken anbieten

Wertpapierhandel anbieten:

Ausführung und Abwicklung von Endkunden-Orders prozessieren

VR Profi Broker / VR Profi Trader im VR-netkey Umfeld bereitstellen

Mobil Device Nutzung/ Onlinetools für 'Asset Allocation und Ordering'

Zusätzliche Orderaufgabe via Fax / Telefon (gegen Aufpreis) anbieten

Vertriebsunterstützung:

Front-Ends für Primärbanken-Berater bereitstellen zwecks Nutzung in genossenschaftlicher Beratung

Verzahnung im Vertriebsmanagement

Nutzung von B2B4C Maßnahmen zur Erschließung neuer Wertpapierkunden

B2C Management vollziehen:

Endkundenmanagement im Hybriden- und Onlinekanal, an durch die Primärbank gewählten Kundensegmenten vollziehen

Technologiebasierte Automation aufbauen, einsetzen um Kundenverhalten zu analysieren

Aktivitäten in den Depots auszubauen und mittels Feedback eine stetige Verbesserung für Endkunden vollziehen

Transformation der B2C Maßnahmen mit der DZ BANK

Um die zunehmenden regulatorischen Anforderungen im Wertpapiergeschäft zu adressieren und gleichzeitig vorhandene Infrastrukturen und Leistungsangebote zu nutzen, bedient sich der GENO Broker im Rahmen von Outsourcing-Verträgen Leistungsangeboten von Providern der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Damit sollen sowohl Prozesse zur modularen Leistungserstellung für die Geschäftsaktivitäten sowie die laufende Betriebsorganisation sichergestellt werden. Unsere Ziele unterstützen nicht zuletzt mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit des GENO Broker-Angebots im Markt (Konkurrenz der Direktbanken) die Erhaltung der Kundenbeziehung der Primärbanken.

Im Berichtsjahr hat der GENO Broker die vormals ausgelagerten Tätigkeiten das KundenServiceCenter betreffend wieder vollständig selbst übernommen. Die Geschäftsführung erhofft sich durch diesen Schritt eine qualitativ hochwertige Bearbeitung von Kundenanfragen und Kundenaufträgen im Rahmen der Orderannahme.

Insgesamt impliziert das operative Geschäftsmodell des GENO Broker für die nächsten fünf Jahre, d.h. 2024-2028, aus Sicht der Geschäftsführung folgende wesentliche Grundvoraussetzungen zu den Geschäftsaktivitäten für Marktfolge und Betrieb:

 

1. Effiziente Leistungserstellungsprozesse

 

2. Schlanke, kostenorientierte Betriebsorganisation

 

3. Laufende Überprüfung der Auslagerungen

 

4. Hohe Betriebsbereitschaft bei definierten Qualitätsstandards

Wirtschaftliches Umfeld

Die bereits 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich verschiedene Einflüsse. Zu Beginn des Jahres wurde die Wirtschaft noch durch die hohe Inflation und Materialengpässe gebremst, während sich im Jahresverlauf die kräftigen Leitzinserhöhungen der Notenbanken negativ auf die Wirtschaft auswirkten. Im 4. Quartal kamen Unsicherheiten durch den eskalierenden Nahostkonflikt sowie den wirtschaftspolitischen Kurs Deutschlands nach dem Haushalturteil auf. Die Inflation betrug zum Jahresende 2023 in Deutschland 5,9 %. Entlastungsmaßnahmen des Staates sowie eine geringe Steigerung bei den Energiepreisen wirkten sich mildernd auf die Inflationsrate aus. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Jahresverlauf um 12,4 % und lagen damit deutlich über der Inflationsrate. 1 Durch die Inflationsausgleichsprämie und die deutliche Mindestlohnerhöhung stiegen die Reallöhne im Jahr 2023 um 0,6 %. 2

Aufgrund der weiterhin hohen Inflation reagierten die Notenbanken der USA und Europas mit dem Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik durch kräftige Zinserhöhungen. Ende des Jahres lag der Leitzins im Euroraum bei 4,0 % und in Amerika bei 5,25 bis 5,5 %. 3 Der DAX schloss am letzten Handelstag (29.12.2023) mit einem Wert von 16.751,64 Punkten. Dies entspricht einem Zuwachs von 20,31 %. Der Anfangskurs (02.01.2023) von 13.923,59 Punkten stellte gleichzeitig auch den tiefsten Kurs des Jahres dar. Der Schlusskurs lag nur wenig unter dem Jahreshoch von 16.794,43 Punkten. 4

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Nach dem Anstieg im Vorjahr um 1,9 % konnte krisenbedingt kein weiteres Wachstum mehr generiert werden. Damit rutschte die deutsche Wirtschaft erstmals nach dem Corona-Jahr 2020 wieder in die Rezession. Die einzelnen Wirtschaftsbereiche entwickelten sich im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Die Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem Wachstum von 1,8 %. Übertroffen wurde das Wachstum nur vom Sektor der Information und Kommunikation mit einem Wachstum von 2,6 %. Durch Materialengpässe und hohe Energiepreise reduzierte sich die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe um 2,0 %. Der preisbereinigte private Konsum reduzierte sich um 0,8 %, als Grund werden die hohen Verbraucherpreise angeführt. 5

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin robust. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich um etwa 300.000 auf rund 2,7 Mio. Menschen. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,7 %. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg um 330.000 auf rund 45,9 Mio. Menschen, ein neuer Höchststand. 6

Branchenentwicklung

Im Direktbanken-Markt befinden sich entsprechend des hohen Reifegrades des Wertpapiergeschäfts einerseits bereits Brokerage-Anbieter im aktiven Wettbewerb um Kunden im beratungsfreien Wertpapiergeschäft. Hinzu kommen die sogenannten NEO-Broker, die mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und hohen Guthabenzinsen arrivierten Brokern, aber auch Filialbanken zunehmend Marktanteile streitig machen. 7 Andererseits stellen Beratung und Aufklärung im Wertpapiergeschäft nach wie vor einen zentralen Bedarf für ein großes Kunden-Klientel dar. Dieser Wunsch wird auch von den Direktbanken zunehmend durch neue digitale Beratungsangebote bedient. Allerdings setzen insbesondere Depotkunden in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe auf Qualitätsmerkmale wie bspw. Beratung und Vor-Ort-Verfügbarkeit ihrer Institute. Demzufolge stellt sich der GENO Broker perspektivisch zwischen Direkt- und Multikanalbanken auf, um ein ausgewähltes Dienstleistungsspektrum im Wertpapiergeschäft anzubieten und dadurch auch den stationären Vertrieb der Primärbanken bei der Beratung der Depotkunden zu ergänzen.

Die Kapitalmärkte konnten die weltweiten Krisen gut verkraften. Der Ausblick auf eine geringer werdende Inflation und infolgedessen sinkende Leitzinsen beflügelte die Laune der Anleger. Im Zuge dessen klettere der Dax auf neue Höchststände. Bei den Kunden des GENO Broker verfingen die positiven Signale jedoch nur bedingt. Die Handelsaktivität bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Steuerungssystem

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung und Überwachung des GENO Broker erfolgt auf Basis finanzieller Leistungsindikatoren unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit. Die für die Steuerung und Überwachung erforderlichen Daten und Informationen liefert ein regelmäßiges Reporting an die Geschäftsleitung. Wesentliche Kennzahlen zur Beurteilung des Kundengeschäfts des GENO Broker sind die Entwicklung der Anzahl der geführten Kundendepots als auch die durchschnittliche Anzahl der Transaktionen pro Depot. Weiterhin wird die Unternehmenssteuerung durch die finanziellen Leistungsindikatoren "Provisionsertrag und "Deckungsbeitrag II" (DB II) unterstützt. Der DB II berechnet sich dabei als Überschuss des Provisionsergebnisses zuzüglich sonstiger Erträge abzüglich variabler Kosten.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Unternehmenswert des GENO Broker wird neben den finanziellen Kennzahlen von nicht finanziellen Leistungsindikatoren beeinflusst. Durch das Angebot integrierter und zur Produktpalette der Primärbanken subsidiärer Dienstleistungen im Wertpapiergeschäft stellt der GENO Broker aus Sicht der Geschäftsführung ein wettbewerbsfähiges Preis-/ Leistungsangebot zur Depotführung und für Wertpapier-Orders zur Verfügung. Auch regulatorische Anforderungen können somit zentral umgesetzt werden. Die Kundenzufriedenheit als wichtiger Steuerungsparameter des Geschäftsmodells wird regelmäßig durch Kundenzufriedenheitsstudien, Feedback- Gespräche mit den Kundenberatern der Kooperationsbanken sowie Auswertungen im Beschwerdemanagement analysiert. Als Arbeitgeber ist der GENO Broker an einer langfristigen Bindung seiner Mitarbeiter interessiert. Coaching und Schulungen werden regelmäßig in Anspruch genommen, um den weitreichenden Änderungen der regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden. Die Ausrichtung der Geschäftsplanung ist langfristig orientiert.

Überblick über den Geschäftsverlauf

Ertragslage

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Die Ertragslage des GENO Broker ist grundsätzlich geordnet. Im Zuge des fortlaufenden Ukrainekriegs und der weiterhin hohen Inflation sind die für 2023 gesteckten Ziele nicht erreicht worden. Durch die unsichere Gemengelage und die stark gestiegenen Zinsen reduzierte sich die Transaktionstätigkeit der Depotkunden weiter. Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2022 stabilisierte sich die Transaktionsanzahl auf niedrigem Niveau. Dies wirkt sich auf die nachfolgend genannten Bezugsgrößen aus.

Der GENO Broker befindet sich - auch im Zuge eines laufenden Strategieprojekts - in einer Übergangsphase und erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von -2.351 TEUR (Vorjahr: -3.010 TEUR). Das Ergebnis wurde durch einen Ertragszuschuss der DZ BANK in Höhe von 2.000 TEUR signifikant verbessert. Das Ergebnis liegt dadurch um 152 TEUR über dem geplanten Verlust von 2.503 TEUR.

Die Anzahl der Depots zeigt mit 92.674 Depots (Vorjahr: 87.423) zum Jahresende einen Anstieg. Die Anzahl der Depots liegt jedoch um 19 % unterhalb der Planung (113.404 Depots). Dies ist vor allem auf Beeinträchtigungen im Vertrieb und Verzögerungen des Depotübertrags aus neu vereinbarten Kooperationen mit Partnerbanken aufgrund der immer noch vorhandenen technischen Barrieren zwischen GENO Broker und Partnerbanken zurückzuführen. Insbesondere ist hier die verschobene Einführung der neuen genossenschaftlichen Vertriebsplattform zu nennen. Die Depoterträge konnten aufgrund des Depotwachstums gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Entwicklung der Neudepots im Geschäft mit bereits bestehenden Kooperationsbanken verlief mit einem Plus von 7.792 Depots sehr positiv und über dem Planwert.

Das Provisionsergebnis liegt bei 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR). Der leichte Rückgang ist auf die weiter zurückhaltende Handelstätigkeit der Kunden wegen beschriebener Krisensituationen zurückzuführen. Im Jahr 2023 wurden durch unsere Kunden 325.061 Transaktionen ausgeführt (Vorjahr: 371.074). Die Erwartungen aus dem Prognosebericht des Vorjahres hinsichtlich der Entwicklung des Provisionsergebnisses (+ 38,7 %) konnten aufgrund der beschriebenen Problematiken bei der technischen Anbindung neuer Kooperationsbanken sowie insbesondere auch der gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht erfüllt werden.

Die Personalaufwendungen betragen 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Die Anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 % gestiegen. Sie belaufen sich auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) und werden zu 46,9 % (Vorjahr: 56,2 %) durch die Kosten für die Auslagerungen im laufenden Geschäft sowie zu 17,6 % (Vorjahr: 13,8 %) durch Innovations- und Beratungskosten verursacht. Besonderen Einfluss auf die Höhe des Innovations- und Beratungskosten, hatten im Berichtsjahr vor allem die Aufwendungen für die beratende Begleitung der strategischen Neuaufstellung des GENO Broker sowie die Einführung eines CRM-Systems für unsere Endkundenbearbeitung. Depoteröffnungskosten betragen 3,8 % (Vorjahr: 2,8 %) und sind in den Anderen Verwaltungsaufwendungen erfasst und ausgewiesen. Der Planwert für die anderen Verwaltungsaufwendungen konnte dennoch um 6 % unterschritten werden, da vor allem die Depoteröffnungskosten unter dem Planwert lagen.

Insgesamt liegt das Nettoergebnis (bestehend aus Provisionsergebnis, sonstigen betrieblichen Erträgen und Zinsergebnis) 31,7 % unterhalb der geplanten Werte.

Der Deckungsbeitrag II - ohne Berücksichtigung des Ertragszuschusses - als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist im Vergleich zum Vorjahr (3,7 Mio. EUR) um 16,2 % gesunken. Er liegt mit 3,1 Mio. EUR 39,2 % unterhalb des angestrebten Planwerts.

Die Kapitalrendite als Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme beträgt 0,0 %.

Vermögenslage

Die Vermögenslage des GENO Broker ist geordnet. Die Bilanzsumme des GENO Broker beläuft sich auf 16,8 Mio. EUR (Vorjahr: 13,5 Mio. EUR). Die Passivseite ist geprägt durch das Eigenkapital, welches unverändert i. H. v. 10 Mio. EUR besteht. Die Aktivseite besteht im Wesentlichen aus den Forderungen an Kreditinstitute i. H. v. 8,7 Mio. EUR, davon 7,1 Mio. EUR gegenüber der DZ BANK (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR davon 5,4 Mio. EUR bei der DZ BANK). Weiterhin bestehen Guthaben i. H. v. 3,4 Mio. EUR bei der Deutschen Bundesbank (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR). Zwischen dem GENO Broker und der Muttergesellschaft, der DZ BANK, besteht ein Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag, in welchem auch die Verlustübernahme geregelt ist. Das negative Ergebnis des GENO Broker ist vollumfänglich als Forderung an die DZ BANK auf der Aktivseite der Bilanz unter den Sonstigen Vermögensgegenständen i. H. v. 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) ausgewiesen. Eventualverbindlichkeiten bzw. Verbindlichkeiten aus Bürgschafts- und Gewährleistungsverträgen bestehen nicht.

Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsfähigkeit des GENO Broker sowie die Angemessenheit der Eigenmittel waren im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Die Gesamtkapitalquote, die zum 31.12.2023 auf Basis der regulatorischen Anforderungen an CRR-Kreditinstitute errechnet wurde, beträgt 58,71 % und liegt damit deutlich über der regulatorischen Zielkapitalquote von 11,25 %. Die Anforderungen an die ausreichende Liquiditätsausstattung des GENO Broker ergeben sich ebenfalls aus der CRR. Hier sind die Liquidity Coverage Ratio (LCR) sowie die Net Stable Funding Ratio (NSFR) relevant. Die LCR gibt das Verhältnis der hochliquiden Aktiva zu den gewichteten Netto-Zahlungsmittelabflüssen der nächsten 30 Tage an. Dabei müssen die hochliquiden Aktiva die Abflüsse immer decken. Da sich beim GENO Broker auf Grundlage der regulatorischen Anforderungen keine zu berücksichtigenden Abflüsse ergeben, ist die LCR-Quote stets erfüllt. Der GENO Broker hält die hochliquiden Aktiva ausschließlich in Form von Guthaben bei der Deutschen Bundesbank vor. Die NSFR gibt das Verhältnis von benötigter stabiler Refinanzierung zu vorhandener stabiler Refinanzierung wieder. Hier muss die benötigte stabile Refinanzierung immer durch die vorhandene stabile Refinanzierung gedeckt sein. Die Quote lag zum 31.12.2023 bei 213,58 % und damit deutlich oberhalb der Mindestanforderung von 100 %. Der GENO Broker refinanziert sich ausschließlich über das bereitgestellte Eigenkapital. Die benötigte stabile Refinanzierung ergibt sich aus ggfs. unterjährig aufgelaufenen Verlusten sowie den kurzfristig gehaltenen Guthaben bei anderen Kreditinstituten. Der GENO Broker hat alle Quoten jederzeit übererfüllt. Die Finanz- und Liquiditätslage ist geordnet.

Die Geschäftsleitung beurteilt die wirtschaftliche Lage des GENO Broker unter Berücksichtigung der aktuellen Übergangsphase zum neuen "Target Operating Model" insgesamt als befriedigend. Die Kapitalausstattung des GENO Broker ist solide. Wesentliche Finanzrisiken sind in der Bilanzstruktur nicht erkennbar. Der Verlauf des Berichtsjahres wird in Bezug auf das Provisionsergebnis sowie die Entwicklung der Kostenseite unter den gegebenen Voraussetzungen im Hinblick auf Inflation, Nahostkonflikt und Ukraine-Krieg als zufriedenstellend bewertet. Die maßgeblichen Herausforderungen zur Neukundengewinnung innerhalb bereits vereinbarten Kooperationen mit Partnerbanken liegen weiterhin in technischen Hürde.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Der GENO Broker verfügt im Risikomanagement über eine Risikocontrolling-Funktion, die für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken zuständig ist. Die Risikocontrolling-Funktion des GENO Broker ist dem Marktfolge-Geschäftsführer unterstellt, damit aufbauorganisatorisch von der Marktseite des GENO Broker getrennt und in das Ressort Risikomanagement & Compliance integriert. Dementsprechend ist die Risikocontrolling-Funktion (inkl. des Leiters der Risikocontrolling-Funktion) unter Bezug auf AT 4.4.1 Tz. 5 MaRisk i.V.m. Tz. 184 der EBA/GL/2017/11 bzw. Tz. 201 EBA/GL/2021/05 in der 2. Ebene installiert. Die Risikocontrolling-Funktion ist insbesondere für die Aufgaben gemäß AT 4.4.1 der MaRisk verantwortlich. Unter anderem gehören hierzu die jährliche Risikoinventur, die Angemessenheitsprüfungen und die aufsichtlich geforderten Stresstest.

Die Risikobereitschaft und damit der Risikoappetit des GENO Broker ist konservativ bzw. gering, was sich bereits aus dem Geschäftsmodell sowie der Lizenz des GENO Broker ergibt. Dem GENO Broker ist es nicht erlaubt, über Depot A- oder Kreditgeschäfte bewusst Zins- und Kursrisiken einzugehen. Durch Auslagerungen können zusätzliche operationelle Risiken entstehen. Als z.B. mitigierende Maßnahmen existieren dazugehörige Haftungsregelungen, die zeitnahe Providersteuerung und ein angemessenes Auslagerungsmanagement.

Die Geschäftsleitung des GENO Broker hat Risikosteuerungs- und Risikocontrolling-Prozesse eingerichtet, die eine

 

a) Identifizierung,

 

b) Beurteilung,

 

c) Steuerung sowie

 

d) Überwachung und

 

e) Kommunikation

der wesentlichen Risiken auch aus ausgelagerten Tätigkeiten und damit verbundenen Risikokonzentrationen gewährleisten. Dabei werden Vorkehrungen zur Begrenzung von Risikokonzentrationen getroffen, um die wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen, vollständig zu erfassen und in angemessener Weise darzustellen. Hierzu nutzt der GENO Broker verschiedene Risikomessverfahren. Operativ wird durch die im Risiko- und Steuerungshandbuch dargelegten geeigneten Maßnahmen wie das Limitsystem oder auch die regelmäßige Risikomessung und Bewertung, gewährleistet, dass die Risiken und die damit verbundenen Risikokonzentrationen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und der Risikotoleranzen wirksam begrenzt und überwacht werden.

Kreditrisiko

Adressausfallrisiken sind im Geschäftsmodell der GENO Broker GmbH wegen der nicht vorhandenen Lizenzen für das Kredit- und Einlagengeschäft nur in geringem, unwesentlichem Umfang möglich. Das Ausfallrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Kreditschuldner seinen Zahlungsverpflichtungen teilweise oder vollständig nicht mehr nachkommt. Zudem betreibt der GENO Broker keinen Eigenhandel i. S. d. Depot A-Geschäfts. Für den GENO Broker ist nur das Ausfallrisiko als Risikounterart des Kreditrisikos relevant und diese Risikounterart wurde im Zuge der Risikobeurteilung als unwesentlich bewertet und nicht gesteuert.

Länderrisiko

Der GENO Broker tätigt keine Geschäfte, die mit solchen Risiken behaftet sind.

Marktpreisrisiko

Als Marktpreisrisiken werden die potenziellen Verluste oder entgangenen Gewinne bezeichnet, die sich aus Veränderungen von Marktparametern ergeben können. Mangels Lizenz für das Einlagen- / Kreditgeschäft und mangels Führen eines Depots A hält der GENO Broker keine mit Marktpreisrisiken behafteten Positionen. Einzig aus der Platzierung der Liquidität und des Kapitals auf den laufenden Konten bei z. B. der Bundesbank und der DZ BANK entstehen geringfügige Zinserträge oder -aufwände. Für den GENO Broker ist insofern nur das allgemeine Zinsänderungsrisiko als Risikounterart des Marktpreisrisikos relevant und diese Risikounterart wurde im Zuge der Risikobeurteilung als unwesentlich bewertet. Infolgedessen wird das Marktpreisrisiko weder gesteuert noch überwacht.

Liquiditätsrisiko

Das klassische Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachgekommen werden kann. Für den GENO Broker ist nur das Zahlungsunfähigkeitsrisiko als Risikounterart des Liquiditätsrisikos relevant und diese Risikounterart wurde im Zuge der Risikobeurteilung als unwesentlich bewertet. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird nicht in der Risikotragfähigkeitsrechnung berücksichtigt. Die Steuerung der operativen Liquidität obliegt dem Leiter Finanzen. Das Risiko wird überwacht durch den Bereich Risikomanagement & Compliance. Der GENO Broker ist kein kapitalmarktorientiertes Institut und orientiert sich daher an den Anforderungen gemäß Abschnitt BTR 3.1 der MaRisk. Abschnitt BTR 3.2 der MaRisk ist für den GENO Broker nicht einschlägig.

Mit Lizenzerteilung zum 12.08.2023 als CRR-KI überwacht und steuert der GENO Broker seine Liquidität entsprechend den Anforderungen aus der Kapitaladäquanzverordnung (Capital Requirements Regulation; kurz: CRR) und dem ILAAP-Leitfaden der EZB. Konkret werden die Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) in der normativen Perspektive berechnet und die Liquiditätstragfähigkeit über die Liquiditätsablaufbilanz in der ökonomischen Perspektive aufgestellt. Das Liquiditätsdeckungspotenzial besteht beim GENO Broker aus dem von der DZ BANK bereitgestellten Eigenkapital i. H. v. 10 Mio. EUR. Die stabile und langfristige verfügbare Refinanzierungsquelle stellt das Eigenkapital im Zusammenhang mit dem Gewinn- und Beherrschungsvertrag (BG-Vertrag) dar. Der GENO Broker definiert als Liquiditätspuffer alle aktuell verfügbaren Sichteinlagen (nicht Treuhandkonten) sowie kurzfristig (bis 12 Monate) angelegte Gelder bei nationalen Kreditinstituten sowie die Einlagen bei der Deutschen Bundesbank.

Operationelle Risiken

Die Steuerung der als wesentlich eingestuften operationellen Risiken (kurz: OpRisk) (Prozess- und Abwicklungsrisiko, IT- und Informationssicherheitsrisiko (inkl. dem Cyber-Risiko), Rechtsrisiko, Compliance Risiko, Fraud Risiko und Auslagerungsrisiko) obliegt dem Risikomanager des GENO Broker. Der GENO Broker verwendet innerhalb des Tools "agree21ORM" ein Verfahren zur Risikobewertung mit Hilfe der Risiko-Relevanz-Matrix. Dieses Verfahren basiert auf Schätzungen jeder einzelnen Ereigniskategorie des OpRisk zu Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenspotenzial. Mit der Risiko-Relevanz-Matrix können deshalb alle erwarteten Verluste aller Ereigniskategorien durch Expertenschätzungen bewertet werden. Das OpRisk wird schließlich innerhalb des Tools "agree21ORM" mithilfe der Monte-Carlo-Simulation und dem Value at Risk bei einem Konfidenzniveau von 99,9 % auf Basis der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenspotenzials je Ereigniskategorie ermittelt.

Zur Begrenzung und Überwachung dieses Risikos wurde ein entsprechendes Limitsystem installiert. Durch z. B. das interne Kontrollsystem, Versicherungen, Haftungsvereinbarungen mit den Dienstleistern, die Rechtsberatung durch externe Rechtsanwälte und Rechtsanwälte des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands e.V. sowie den Einsatz rechtlich geprüfter Formulare und Verträge sollen das OpRisk verringert werden.

Auf Grund der Auslagerungsintensität wurde eine explizite Auslagerungsstrategie formuliert. Den Risiken aus Outsourcing wird durch die Umsetzung der MaRisk-Vorgaben Rechnung getragen. Dies geschieht durch die Einstufung nach wesentlichen und nicht wesentlichen Auslagerungen, die Risikoanalyse bei wesentlichen Auslagerungen sowie die mindestens jährliche Überprüfung nicht wesentlicher Auslagerungen hinsichtlich ihrer Einstufung. Darüber hinaus befasst sich der GENO Broker mit Vorkehrungen zur evtl. vorzeitigen Beendigungen von Auslagerungen und es existiert eine "3 Lines of Defense"-Strategie (operative Providerkontrollen, MaRisk-Controlling GENO Broker GmbH sowie Prüfung durch interne Revision). Zudem besteht eine Notfallorganisation unter Integration der Auslagerungsunternehmen und ein Outsourcing-Controlling ist etabliert. Ein System zur Messung sowie zum Reporting von Risikokennzahlen wurde eingerichtet und wird permanent weiterentwickelt. Der Geschäftsführung wird ein vierteljährlicher Outsourcing-Report zur Verfügung gestellt.

Sonstige Risiken

Die Steuerung der sonstigen Risiken (Geschäftsrisiko, Strategisches Risiko, Reputationsrisiko, Abhängigkeitsrisiko, Modellrisiko) obliegt dem Risikomanager des GENO Broker. Der GENO Broker hat im Rahmen der Risikoinventur die sonstigen Risiken in Summe als wesentlich eingestuft, wobei nur das Geschäftsrisiko die quantitative Wesentlichkeitsschwelle überschreitet. Die Geschäftsrisikoermittlung erfolgt über einen Value at Risk (VaR) unter Verwendung eines Konfidenzniveaus von 99,9 %. Im Geschäftsrisiko werden das strategische Risiko sowie das Reputationsrisiko implizit berücksichtigt. Das Modellrisiko wird aufgrund seiner Unwesentlichkeit nicht quantifiziert.

Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risken)

Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation des GENO Broker haben können. Die im "Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken" der Bundesanstalt für die Finanzaufsicht aufgeführten Beispiele aus den Bereichen Soziales und Unternehmensführung werden innerhalb anderer Risikoarten berücksichtigt. Grundsätzlich tätigt der GENO Broker keine Geschäfte, die mit solchen Risiken behaftet sind. Mangels Lizenz für z. B. das Kreditgeschäft, die Emission von Wertpapieren oder die Anlageberatung kann der GENO Broker solche Risiken nicht eingehen.

Im Jahr 2022 wurden die Risiken im Bereich Environment i. R. d. Risikoinventur erstmals einer qualitativen Relevanzanalyse unterzogen. Hierbei wurde auch der Leitfaden der EZB zu Klima- und Umweltrisiken berücksichtigt. Die Analyse bestätigt die Relevanz der physischen und der transitorischen Risiken nicht aber der Greenwashing-Risiken. Diese zwei Unterrisikoarten sind nicht wesentlich und werden über das operationelle Risiko oder das Geschäftsrisiko angemessen berücksichtigt. Die Bereiche Social und Governance wurden in der Risikoinventur im Jahr 2023 untersucht. Risiken im Bereich Soziales und Unternehmensführung sind für den GENO Broker relevant und werden bspw. über Ereigniskategorien im OpRisk oder über das Geschäftsrisiko angemessen einbezogen.

Die Offenlegungspflichten der Nonfinancial Reporting Directive (NFRD) bzw. zukünftig Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) finden unter Berücksichtigung der genannten Kriterien auf den GENO Broker keine Anwendung.

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT-Risken)

Die IKT-Risiken rücken zunehmend in den Fokus der Aufsicht, nicht zuletzt über die ab 2025 in Kraft tretende EU-Verordnung zur digitalen operationalen Resilienz im Finanzsektor (DORA) bzw. heute bereits über die MaRisk und BAIT.

Die IKT-Risiken werden i. R. d. Risikoinventur einer qualitativen Relevanzanalyse unterzogen. Die IKT-Risiken unterteilen sich in das IKT-Verfügbarkeits- und Kontinuitätsrisiko, das IKT-Sicherheitsrisiko, das IKT-Änderungsrisiko, das IKT-Datenintegritätsrisiko und das IKT-Auslagerungsrisiko. Sämtliche Unterrisikoarten sind beim GENO Broker grundsätzlich relevant. Diese werden jedoch innerhalb des OpRisk bereits bei verschiedenen Ereigniskategorien ausreichend berücksichtigt.

Risikotragfähigkeit

Die Planung und die Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risikotragfähigkeit. Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit hat der GENO Broker gemäß § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 KWG i. V. m. AT 4.1 Tz. 1 MaRisik ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer Risikotragfähigkeitsrechnung und einer Kapitalplanung sowie ergänzenden Stresstests umgesetzt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die Risiken durch das Risikodeckungspotenzial (RDP) laufend gedeckt sind.

Mit Lizenzerteilung als CRR-KI zum 12.08.2023 hat der GENO Broker die Anforderungen der CRR und des ICAAP-Leitfadens der Europäischen Zentralbank (EZB) einzuhalten. Im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts werden zwei Perspektiven betrachtet: die ökonomische und die normative Perspektive. Zur Ermittlung des RDP wendet der GENO Broker in der ökonomischen Perspektive einen barwertnahen Ansatz an.

In Bezug auf die ökonomische Risikotragfähigkeit zeigt die nachfolgende Grafik die Entwicklung des RDP und des Risikokapitalbedarfs des letzten Jahres. Es wird ersichtlich, dass das RDP im betrachteten Zeitraum zunächst zum Stichtag 31.03.2023 durch den Verlustausgleich seitens der DZ BANK ansteigt, ehe es ab 30.06.2023 stetig gefallen ist, was in einem sich stetig verschlechterten GuV-Ergebnis begründet liegt.

Auf Einzelrisikoebene beträgt die Auslastung zum 31.12.2023 beim OpRisk 43 % (Vorjahr 61 %) und beim sonstigen Risiko 85 % (Vorjahr 54 %). Der deutliche Anstieg der Auslastung beim Geschäftsrisiko ist insbesondere auf das weiterhin stagnierende Transaktionsgeschäft zurückzuführen. Das schwierige wirtschaftliche und politische Umfeld führt zur Verunsicherung der Kunden. Zum Bilanzstichtag weist die Risikotragfähigkeitsberechnung ein OpRisk i. H. v. rund 515,9 TEUR (Vorjahr: 735 TEUR) und ein sonstiges Risiko i. H. v. rund 1.275,3 TEUR (Vorjahr: 649 TEUR) aus. Die Limite wurden unterjährig immer eingehalten.

Die normative Perspektive beurteilt über einen mehrjährigen Zeitraum, inwiefern ein Institut sowohl bei geplanten als auch bei ungünstigen Bedingungen die regulatorischen Kapitalanforderungen erfüllt. In der normativen Perspektive kommen daher ein Basis- und ein adverses Szenario zur Anwendung. Das RDP entspricht den regulatorischen Eigenmitteln gem. Teil 2 CRR. Aufgrund der neuen Anforderungen aus der Kapitaladäquanzverordnung hat der GENO Broker in der Kapitalplanung die Eigenmittelanforderungen nach CRR (zuvor nach IFR), die Kapitalpuffer und den Managementpuffer integriert.

Im Basis Szenario besitzt der GENO Broker über alle Jahre hinweg ausreichend überschüssige Eigenmittel.

Risikotragfähigkeitsrechnung Basis Szenario (alle Angaben
in TEUR)
Rechnungsposition Plan 2024 Plan 2025 Plan 2026 Plan 2027 Plan 2028
Bilanzielles Eigenkapital 10.000 10.000 10.000 10.000 10.000
Abzugspositionen -4.666 -2.990 -2.077 -1.367 -658
Geplanter Verlust / Gewinn -3.916 -2.263 -1.522 -984 -448
Geplante Immaterielle Vermögensgegenstände -750 -728 -555 -383 -210
Eigenmittel nach Abzugsposten 5.334 7.010 7.923 8.633 9.342
Eigenmittelanforderungen (8 % aus CRR) -1.303 -1.238 -1.264 -1.326 -1.466
Risikogewichtete Positionsbeträge -393 -380 -343 -353 -364
Gesamtrisikobetrag OpRisk (Basisindikatoransatz) -910 -858 -920 -973 -1103
Kapitalpuffer -529 -497 -562 -688 -832
Kapitalerhaltungspuffer (2,5 % der RWA) -407 -382 -432 -529 -640
Antizyklischer Kapitalpuffer (0,75 % der RWA) -122 -115 -130 -159 -192
Eigenmittel nach regul. Anforderungen 3.502 5.274 6.097 6.619 7.044
Managementpuffer -1.275 -1.275 -1.275 -1.275 -1.275
Überschuss der freien Eigenmittel 2.226 3.999 4.822 5.343 5.769

Auch im adversen Szenario weist der GENO Broker über alle Jahre hinweg ausreichend überschüssige Eigenmittel vor.

Risikotragfähigkeitsrechnung adverses Szenario (alle Angaben
in TEUR)
Rechnungsposition 2024 2025 2026 2027 2028
Bilanzielles Eigenkapital 10.000 10.000 10.000 10.000 10.000
Abzugspositionen -5.108 -3.920 -3.006 -2.761 -2.517
Verlust durch adverses Szenario -4.358 -3.192 -2.451 -2.378 -2.307
Geplante Immaterielle Vermögensgegenstände -750 -728 -555 -383 -210
Eigenmittel nach Abzugsposten 4.892 6.080 6.994 7.239 7.483
Eigenmittelanforderungen (8 % aus CRR) -1.266 -1.199 -1.203 -1.200 -1.270
Risikogewichtete Positionsbeträge -355 -363 -351 -342 -330
Gesamtrisikobetrag OpRisk (Basisindikatoransatz) -910 -836 -852 -858 -940
Kapitalpuffer -514 -487 -489 -488 -516
Kapitalerhaltungspuffer (2,5 % der RWA) -396 -375 -376 -375 -379
Antizyklischer Kapitalpuffer (0,75 % der RWA) -119 -112 -113 -113 -119
Eigenmittel nach regul. Anforderungen 3.112 4.395 5.302 5.551 5.698
Managementpuffer -1.275 -1.275 -1.275 -1.275 -1.275
Überschuss der freien Eigenmittel 1.837 3.119 4.027 4.276 4.422

Zusätzlich zu den aufgezeigten Elementen der Kapitalplanung müssen auch die CET1-Quote, die Verschuldungsquote und die Großkreditobergrenze gemäß CRR in einem Basis- und einem adversen Szenario berechnet und die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen eingehalten werden.

Im Basis Szenario werden alle aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen erfüllt.

Einzuhaltende Quoten und Anforderungen gemäß CRR im Basis Szenario
Kapitalquote Plan 2024 Plan 2025 Plan 2026 Plan 2027 Plan 2028
Eigenmittel (vor Abzug regulatorische Anforderung) 5.334 7.010 7.923 8.633 9.342
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 CRR 16.290 15.477 15.797 16.579 18.328
CET1- / Gesamtkapitalquote (%) GENO Broker 33% 45% 50% 52% 51%
Mindestgesamtkapitalquote (%) 11,25% 11,25% 11,25% 11,25% 11,25%
Verschuldungsquote (Leverage Ratio) Plan 2024 Plan 2025 Plan 2026 Plan 2027 Plan 2028
Gesamtrisikomessgröße für die Verschuldungsquote 15.115 15.215 15.315 15.466 15.615
Kernkapital 5.334 7.010 7.923 8.633 9.342
Verschuldungsquote (%) GENO Broker 35% 46% 52% 56% 60%
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (%) 3% 3% 3% 3% 3%
Planungsrechnung Großkreditobergrenze
in TEUR
Plan 2024 Plan 2025 Plan 2026 Plan 2027 Plan 2028
Großkreditobergrenze für Institute (Basisszenario) 5.334 7.010 7.923 8.633 9.342
Großkreditobergrenze für Nicht-Kreditinstitute (Basisszenario) 1.334 1.752 1.981 2.158 2.355

Auch im adversen Szenario werden alle aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen erfüllt.

Einzuhaltende Quoten und Anforderungen gemäß CRR im adversen Szenario
Kapitalquote 2024 2025 2026 2027 2028
Eigenmittel (vor Abzug regulatorische Anforderung) 4.892 6.080 6.994 7.239 7.483
Eigenmittelanforderungen gem. Art. 92 CRR 15.821 14.983 15.034 15.005 15.871
CET1- / Gesamtkapitalquote (%) GENO Broker 31% 41% 47% 48% 47%
Mindestgesamtkapitalquote (%) 11,25% 11,25% 11,25% 11,25% 11,25%
Verschuldungsquote (Leverage Ratio) 2024 2025 2026 2027 2028
Gesamtrisikomessgröße für die Verschuldungsquote 14.615 14.615 14.615 14.665 14.665
Kernkapital 4.892 6.080 6.994 7.239 7.483
Verschuldungsquote (%) GENO Broker 33% 42% 48% 49% 51%
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (%) 3% 3% 3% 3% 3%
Planungsrechnung Großkreditobergrenze
in TEUR
2024 2025 2026 2027 2028
Großkreditobergrenze 100 % EM (adverses Szenario) 4.892 6.080 6.994 7.239 7.483
Großkreditobergrenze für Nicht-Kreditinstitute (adverses Szenario) 1.223 1.520 1.748 1.810 1.871

Liquiditätstragfähigkeit

Aufgrund der neuen Anforderungen des ILAAP-Leitfadens der EZB hat der GENO Broker neben dem Risikotragfähigkeitskonzept auch ein Liquiditätstragfähigkeitskonzept erstellt. Die Liquiditätstragfähigkeit wird ebenfalls über eine ökonomische und normative Perspektive überprüft.

Zunächst wird das Liquiditätsdeckungspotenzial (LDP) als die Gesamtheit aller verfügbaren liquiden Mittel zur Deckung aller erwarteten und unerwarteten Zahlungsmittelabflüsse definiert. Das LDP besteht beim GENO Broker aus dem von der DZ BANK bereitgestellten Eigenkapital i. H. v. 10 Mio. €. Das Eigenkapital stellt darüber hinaus in Zusammenhang mit dem Gewinn- und Beherrschungsvertrag die stabile und langfristig verfügbare Refinanzierungsquelle dar. Der GENO Broker definiert als Liquiditätspuffer alle aktuell verfügbaren Sichteinlagen (nicht Treuhandkonten) sowie kurzfristig (bis 12 Monate) angelegte Gelder bei nationalen Kreditinstituten sowie die Einlage bei der Deutschen Bundesbank.

Im Rahmen der ökonomischen Perspektive des ILAAP wird die Angemessenheit der Liquiditätsausstattung jeweils zum Quartalsultimo über eine Liquiditätsablaufbilanz in einem Basis- und einem adversen Szenario überprüft. Der betrachtete Zeithorizont beträgt 18 Monate. Die Szenario-Annahmen aus der normativen Perspektive des ICAAP (Kapitalplanung) werden übernommen. Die Liquiditätstragfähigkeit ist dann gegeben, wenn die interne Liquidität über den gesamten Betrachtungszeitraum für die Deckung der Risiken und der erwarteten Abflüsse ausreicht.

Für die normative Perspektive ergibt sich aus dem ILAAP-Leitfaden der EZB die Projektion der beiden Liquiditätskennzahlen LCR und NSFR unter Zugrundelegung von erwarteten und ungünstigen künftigen Entwicklungen. Auch hierbei wird auf die Annahmen der normativen Perspektive (ICAAP) abgestellt und die Projektion der LCR und NSFR erfolgt über den gleichen Zeitraum von fünf Jahren.

Die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen i. H. v. 100 % für die LCR und die NSFR werden im Basis Szenario über alle Jahre hinweg deutlich übererfüllt.

Liquiditätsanforderungen gemäß CRR im Basis Szenario
Liquidity Coverage Ratio (LCR) Plan 2024 Plan 2025 Plan 2026 Plan 2027 Plan 2028
Hoch Liquide Aktiva 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000
Netto-Zahlungsmittelabflüsse - - - - -
LCR-Quote (%) GENO Broker * 999.999 % 999.999 % 999.999 % 999.999 % 999.999 %
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (%) 100% 100% 100% 100% 100%
* Gemäß regulatorischen Anforderungen hat der GENO Broker keine zu berücksichtigende Abflüsse
Net Stable Funding Ratio (NSFR) Plan 2024 Plan 2025 Plan 2026 Plan 2027 Plan 2028
Verfügbare Stabile Refinanzierung 9.250 9.272 9.445 9.617 9.790
Benötigte Stabile Refinanzierung 4.671 3.254 2.654 2.165 1.677
NSFR-Quote (%) GENO Broker 198% 285% 356% 444% 584%
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (%) 100% 100% 100% 100% 100%

Im adversen Szenario werden die Mindestanforderungen immer noch deutlich übererfüllt.

Liquiditätsanforderungen gemäß CRR im adversen Szenario
Liquidity Coverage Ratio (LCR) 2024 2025 2026 2027 2028
Hoch Liquide Aktiva 1.000 1.000 1.000 1.000 1.000
Netto-Zahlungsmittelabflüsse - - - - -
LCR-Quote (%) GENO Broker * 999.999 % 999.999 % 999.999 % 999.999 % 999.999 %
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (%) 100% 100% 100% 100% 100%
* Gemäß regulatorischen Anforderungen hat der GENO Broker keine zu berücksichtigende Abflüsse
Net Stable Funding Ratio (NSFR) 2024 2025 2026 2027 2028
Verfügbare Stabile Refinanzierung 9.250 9.272 9.445 9.617 9.790
Benötigte Stabile Refinanzierung 5.054 4.019 3.368 3.302 3.237
NSFR-Quote (%) GENO Broker 183% 231% 280% 291% 302%
Aufsichtsrechtliche Anforderungen (%) 100% 100% 100% 100% 100%

Chancen

Allgemeines

Im Weiteren legt der GENO Broker den Fokus auf das Geschäftsjahr 2024.

Chancen für weiteres Geschäftswachstum sieht der GENO Broker insbesondere in der engeren Kooperation mit dem Bereich Kapitalmärkte Privatkunden der DZ BANK. Dadurch erhofft sich der GENO Broker einen deutlich schlankeren Aufbau bei der Leistungserbringung für die Partnerbanken. Der GENO Broker kann die Partnerbanken unterstützen, sich auf die Beratung von Kunden zu fokussieren und trotzdem die gesamte Angebotspalette im Wertpapiergeschäft aufrecht zu erhalten - auch bei selbstentscheidenden Kunden (z.B. telefonische Order). Der GENO Broker bedient das preissensible Online-Wertpapiergeschäft ebenso wie er Primärbanken eine Lösung bietet, gezielt und effizient das Beratungsgeschäft weiterzuführen und somit weiterhin als Vollbankanbieter zu agieren. Die arbeitsteilige Trennung dieser Marktbearbeitung orientiert sich an den präferierten Kundenkanälen und konzentriert sich aus Sicht des GENO Broker auf die selbst entscheidenden Online Brokerage Kunden. Diese Positionierung bietet aus Sicht der Geschäftsführung klare Mehrwerte für Kunde, Primärbank und GENO Broker.

Identifikation, Management und Bewertung von Chancen

Der GENO Broker beobachtet zur Identifikation von Chancen das Markt- und Wettbewerbsumfeld, um Informationen über Produkt- und Marktinitiativen sowie die Konditionengestaltung der Wettbewerber zu erhalten.

Das Management der Chancen ist Bestandteil des Anforderungsmanagements. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Strategieprozesses entscheidet die Geschäftsleitung, in welchem Maße Investitionen getätigt werden sollen, um neue Handlungsfelder zu erschließen.

Prognosebericht

Laut Prognosen der Deutschen Bundesbank steht die deutsche Wirtschaft nach einem Rezessionsjahr 2023 im Jahr 2024 vor einem kleinen Wachstum, das reale BIP soll demnach um 0,4 % steigen. Die Erholung begründet sich unter anderem mit wachsenden Exporten sowie steigenden Löhnen. Auch die Inflationserwartung geht weiter zurück, liegt aber noch über dem angestrebten Inflationsziel von 2,0 %. Im Jahresverlauf rechnet die Deutsche Bundesbank mit einer weiterhin guten Lage am Arbeitsmarkt.

Durch die enge Verzahnung mit der DZ BANK soll sich in den verschiedenen Handlungsfeldern ein klar abgegrenztes Leistungsangebot zu Gunsten der Primärbanken in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe ergeben. Die im Jahr 2023 durch den BVR vorgenommene Integration des GENO Broker in Leitlinien der Vertriebsstrategien der Genossenschaftlichen FinanzGruppe kann nach Ansicht der Geschäftsführung die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 begünstigen.

Weitere Chancen sieht der GENO Broker in einer günstigen Marktentwicklung oder in verändertem Kundenverhalten, welches zu einer höheren Transaktionsanzahl pro Depot führt. Auch die im Geschäftsjahr erfolgte Integration des GENO Broker in die Omnikanal-Plattform der Atruvia kann nach Ansicht der Geschäftsführung zu höheren Transaktionszahlen führen.

Unser strategisches Ziel für das Jahr 2024, eingebettet in die Gesamtstrategie unserer Muttergesellschaft, der DZ BANK, ist eine solide Leistungserbringung im operativen Geschäft sowie ein weiteres konsequentes Kostenmanagement unter Nutzung von Skaleneffekten. Damit sollen die nötigen Strukturen für eine Verbesserung der Ergebnislage geschaffen werden. Der GENO Broker rechnet mit einem Erhalt des aktuellen Depotbestands. Neudepots werden vor allem aus bereits zugesagten und anstehenden Depotmigrationen von Kooperationsbanken sowie aus Beständen mit Partnerbanken generiert. Unsere Planung sieht im Jahresdurchschnitt 2024 einen Bestand von insgesamt 100 Tausend Depots vor. Für die Anzahl der Transaktionen unserer Kunden rechnen wir mit einer Steigerung von 13,8 % auf 370 Tausend Transaktionen im Jahr 2024, wobei die durchschnittliche Anzahl von Transaktionen pro Depot auf einem weiter niedrigen Niveau von ca. 3,7 angenommen wird. In der Deckungsbeitragsrechnung erwarten wir eine Verstetigung der Kosten pro Depot im operativen Bereich, wobei inflationsbedingte Preissteigerungen berücksichtigt sind. Der Planwert für das Provisionsergebnis liegt bei 4,8 Mio. EUR während der Deckungsbeitrag II bei 3,7 Mio. EUR liegt. Dies entspräche einem DB II-Wachstum von 17 %. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme i. H. v. -3,0 Mio. EUR. Unsicherheiten in Bezug auf die Geschäftsentwicklung ergeben sich einerseits aus der weiteren Eskalation der verschiedenen internationalen Konflikte. Hier bleibt abzuwarten, inwiefern diese Auswirkungen auf die vorgenannten Planungen haben. Weitere Unsicherheiten bestehen in der weiteren Inflationsentwicklung und der Zinspolitik der Zentralbanken.

Betriebliche Herausforderungen sehen wir im Jahr 2024 vor allem in der organisatorischen Neuausrichtung des Geschäftsbetriebs des GENO Broker in der Business-Unit. Die Inhalte und Aufgaben, die der GENO Broker dann eigenständig oder in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Kapitalmärkte Privatkunden der DZ BANK besetzt, werden in dem laufenden Strategieprojekt gemeinsam mit der DZ BANK erarbeitet. Darüber hinaus stehen weiterhin die Automatisierung und Standardisierung von Prozessen im Vordergrund unseres Handelns.

 

Frankfurt am Main, den 06. März 2024

GENO Broker GmbH

Stefanie Hermann, Geschäftsführerin

Jens Lehmann, Geschäftsführer

1 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16.01.2024
2 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 456 vom 29.11.2023
3 Vgl. Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar
4 Vgl. Historische Kurse des Dax, online im Internet: https://www.boerse.de/historische-kurse/Dax/DE0008469008
5 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16.01.2024
6 Vgl. Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 16.01.2024 und Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Nr. 2 vom 03.01.2024
7 Vgl. Fischer, Bulis, Erath, Oliver Wyman, Online-Wertpapier-Brokerage 2024, S.2

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR TEUR
1. Barreserve
1. a) Guthaben bei Zentralnotenbanken 3.377.516,71 1.878
darunter bei der Deutschen Bundesbank 3.377.516,71 1.878
2. Forderungen an Kreditinstitute
2. a) täglich fällig 8.681.514,65 6.612
3. Forderungen an Kunden 948.695,94 955
4. Immaterielle Anlagewerte 700.401,92 572
4. a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 598.366,00 194
4. b) geleistete Anzahlungen 102.035,92 378
5. Sachanlagen 356.665,00 187
6. Sonstige Vermögensgegenstände 2.671.859,31 3.248
7. Rechnungsabgrenzungsposten 13.984,27 7
SUMME DER AKTIVA 16.750.637,80 13.459

PASSIVA

31.12.2022
EUR TEUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 6.213.893,99 2.912
2. Rückstellungen
2. a) Steuerrückstellungen 17.714,75 33
2. b) andere Rückstellungen 519.029,06 514
536.743,81 547
3. Eigenkapital
3. a) gezeichnetes Kapital 800.000,00 800
3. b) Kapitalrücklage 9.200.000,00 9.200
3. c) Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0
10.000.000,00 10.000
SUMME DER PASSIVA 16.750.637,80 13.459

Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahrs vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

2022
TEUR
1. Zinserträge aus 141.159,08 -53
1. a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 141.159,08
darunter Negativverzinsung auf Bankeinlagen (Vorjahr TEUR 57) -0,06
2. Zinsaufwendungen -14.831,05 0
Zinsergebnis 126.328,03 -53
3. Provisionserträge 17.283.207,75 13.087
4. Provisionsaufwendungen -12.782.481,96 -8.406
Provisionsergebnis 4.500.725,79 4.681
5. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestand 0,00 0
6. Sonstige betriebliche Erträge 29.090,79 12
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
7. a) Personalaufwand -4.041.666,85 -3.356
7. aa) Löhne und Gehälter -3.486.303,40 -2.918
7. ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -555.363,45 -437
darunter Altersversorgung (Vorjahr 5 TEUR) -11.050,00
7. b) andere Verwaltungsaufwendungen -4.701.972,00 -4.424
-8.743.638,85 -7.780
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -202.099,84 -96
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -78.778,07 -81
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -4.368.372,15 -3.318
11. Außerordentliche Erträge 2.017.154,05 308
12. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
13. Außerordentliches Ergebnis 2.017.154,05 308
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0
15. Sonstige Steuern soweit nicht unter Posten sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen -333,06 0
Aufwendungen ausgewiesen
16. Erträge aus Verlustübernahme 2.351.551,16 3.010
17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Hinweise

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG - "Länderspezifische Berichterstattung"

Allgemeine Hinweise

Die GENO Broker GmbH (GENO Broker) ist eingetragen als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Frankfurt am Main, Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregister-Nummer HRB 90103.

Mit der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main (DZ BANK), besteht seit dem 23.03.2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie eine damit einhergehende ertragssteuerliche Organschaft und seit dem 01.08.2015 eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Die DZ BANK bezieht die GENO Broker GmbH aus Gründen der Wesentlichkeit nicht mit in ihren Konzernabschluss ein.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist gemäß dem Handelsgesetzbuch sowie den ergänzenden Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr. Die Beträge sind in Euro ausgewiesen.

Vermögensgegenstände und Schulden werden nach den allgemeinen Vorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Sonderregelungen der §§ 340 ff. HGB bewertet.

Das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank sowie die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind zu Nennwerten angesetzt.

Abzugrenzende Zinsen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 2 TEUR aus einer täglich fälligen Geldanlage bei der DZ BANK und werden gemäß § 11 RechKredV im Posten "Forderungen an Kreditinstitute" ausgewiesen.

Für die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute erhaltene Zinsen werden im GuV-Posten Zinserträge ausgewiesen. Für diese Posten gezahlte Zinsen (sogenannte "Negativzinsen") werden als "darunter"-Position ebenfalls im GuV-Posten Zinserträge ausgewiesen.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Bei drohender Uneinbringlichkeit werden Wertberichtigungen vorgenommen. Der GENO Broker ermittelt, um latenten Kreditrisiken Rechnung zu tragen, eine Pauschalwertberichtigung anhand der durchschnittlichen Ausfallquote der Kundenforderungen der vergangenen 5 Jahre. Für den Fall akuter Ausfallrisiken von Forderungen ermittelt der GENO Broker entsprechende Einzelwertberichtigungen. Die Immateriellen Anlagewerte sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der linearen Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren bilanziert.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich der linearen Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bilanziert.

Im Einzelnen liegen den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Software 3-7 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 23 Jahre
EDV-Hardware 3 - 5 Jahre
Mieterein- und Umbauten 5 Jahre

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Zuschreibung nach § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 800 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden. Alle Anlagegüter darüber sind aktiviert und planmäßig abgeschrieben worden.

Unter dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind keine Beträge zusammengefasst, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt.

Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam angesetzt, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Transitorische Posten liegen als aktive Rechnungsabgrenzungsposten für gezahlte Rechnungen vor, deren Aufwand erst in Folgeperioden anfällt.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen sind mit der voraussichtlichen zu zahlenden Steuerschuld angesetzt. Die anderen Rückstellungen sind in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung einer zukünftigen Zahlungsverpflichtung notwendig ist. Dabei haben wir Einschätzungen vorgenommen, ob dem Grunde nach rückstellungspflichtige Tatbestände vorliegen und ob nach aktuellen Erkenntnissen eine Inanspruchnahme zu erwarten ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von größer als einem Jahr liegen nicht vor.

Das Eigenkapital des GENO Broker ist zum Nennwert angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den auf der Aktivseite sowie der Passivseite ausgewiesenen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sind keine Beträge in fremder Währung enthalten.

Die Barreserve i. H. v. 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,9 Mio. EUR) entspricht ausschließlich dem Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

Die Forderungen an Kreditinstitute i. H. v. 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 6,6 Mio. EUR) beziehen sich auf die unterhaltenen Nostro-Konten 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR) bei der DZ BANK, die zwei Wertpapierverrechnungskonten i. H. v. 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) beinhalten. Weiterhin besteht ein Termingeld bei der DZ BANK i. H. v. 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR). Bei den Forderungen an die DZ BANK handelt es sich um Forderungen an den Gesellschafter. Daneben bestehen Konten bei der Raiffeisenbank im Hochtaunus eG i. H. v. 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR).

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig.

Die Forderungen an Kunden beinhalten Depotgebühren, Depotpostenentgelte und Portogebühren i. H. v. 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR).

Die Forderungen an Kunden haben eine Laufzeit von kleiner 3 Monaten.

Bei den Immateriellen Anlagewerten handelt sich zum Großteil um speziell für den GENO Broker geschaffene Individualsoftware.

Entwicklung der Anschaffungswerte
(TEUR)
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Endbestand
774 226 - - 1.000
Entwicklung der Abschreibungen
(TEUR)
01.01.2022 Zuschreibungen AfA lfd. Jahr Kummulierte AfA Umbuchungen Endbestand NEU
201 - 99 300 - 300
Restbuchwert
(TEUR)
31.12.2023 31.12.2022
700 572

Die Entwicklung der einzelnen Posten der Sachanlagen ergibt sich aus dem Anlagespiegel.

Anlagegruppen BGA EDV-Hardware Mieterein- und umbauten Anlagen im Bau Geringwertige Wirtschaftsgüter
Entwicklung der Anschaffungswerte (TEUR) 01.01.2023 152 185 12 48 50
Zugänge 101 39 122 - 15
Abgänge 4 2 12 - -
Umbuchungen 0 - 48 - 48 -
Endbestand 249 222 170 - 64
Entwicklung der Abschreibungen (TEUR) 01.01.2023 72 134 3 - 50
Zuschreibungen - - - - -
Entnahme für Abgänge 1 2 12 - -
AfA lfd. Jahr 21 32 37 - 14
Kummulierte AfA 92 164 28 - 64
Umbuchungen - - - - -
Endbestand NEU 92 164 28 - 64
Restbuchwert (TEUR) 31.12.2022 80 51 9 48 0
31.12.2023 157 58 142 - 0

Die Sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen die Forderung an den Gesellschafter, die DZ BANK, aus der Verlustübernahme i. H. v. 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR).

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 14 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) sind im Wesentlichen Abgrenzungen von Lizenzgebühren für jährlich begrenzte Nutzungsrechte erfasst.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus noch nicht abgeführter Kapitalertragsteuer/Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer i. H. v. 2,0 Mio. EUR sowie 1,2 Mio. EUR aus in der Abwicklung befindlichen Erbschaftsfällen. Ebenfalls enthalten sind Zahlungsverpflichtungen aus Provisionsaufwendungen an Kooperationsbanken i. H. v. 1,5 Mio. EUR sowie aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. 1,0 Mio. EUR (davon gegenüber der Gesellschafterin 0,6 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten aus in Abwicklung befindlicher Erbschaftsfälle haben eine unbestimmte Laufzeit. Die anderen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von kleiner 3 Monaten.

Die Rückstellungen i. H. v. 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) setzen sich aus Steuerrückstellungen und anderen Rückstellungen zusammen. Den größten Anteil in den anderen Rückstellungen stellen die Personalrückstellungen für Bonuszahlungen und noch nicht in Anspruch genommenen Urlaub dar (0,4 Mio. EUR).

Das Eigenkapital des GENO Broker beträgt unverändert 10 Mio. EUR. Es setzt sich zusammen aus dem Stammkapital von 0,8 Mio. EUR und der Kapitalrücklage von 9,2 Mio. EUR.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung genannten Beträge sind im Inland erwirtschaftet.

Der Zinsüberschuss i. H. v. 0,1 Mio. EUR (Vorjahr -0,1 Mio. EUR) ergibt sich im Wesentlichen aus eingenommen Zinsen für die Termingeldanlage bei der DZ BANK. Im Vorjahr haben negative Einlagezinsen noch die Einnahmen aus der Termingeldanlage überwogen.

Der Provisionsüberschuss i. H. v. 4,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) resultiert aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft. Dieser setzt sich aus dem Provisionsertrag i. H. v. 17,3 Mio. EUR abzüglich der Provisionsaufwendungen von 12,8 Mio. EUR zusammen. Im Provisionsertrag sind Erträge aus Depotgebühren von 3,0 Mio. EUR sowie Transaktionsgebühren i. H. v. 14,0 Mio. EUR enthalten. Die Provisionsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf gezahlte Depotgebühren von 2,1 Mio. EUR sowie 10,5 Mio. EUR gezahlte Transaktionsentgelte.

Die Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter steigen von 2,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,5 Mio. EUR. Grund hierfür ist die stetig gestiegene Anzahl der Mitarbeitenden im Jahresverlauf. Weiterhin entfallen 0,6 Mio. EUR auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützungen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen i. H. v. 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) sind maßgeblich geprägt durch Kosten für die Service Provider und Dienstleistungen Dritter (2,3 Mio. EUR), Prüfungs- und Beratungskosten (1,1 Mio. EUR), Aufwendungen für Mietzahlungen und Leasing (0,5 Mio. EUR), Unterhaltskosten und anderen Betriebsaufwendungen (0,3 Mio. EUR), Kosten für Depoteröffnungen/-überträge (0,2 Mio. EUR) sowie Lizenzgebühren (0,2 Mio. EUR) und Marketingaufwendungen (0,1 Mio. EUR).

Die außerordentlichen Erträge i. H. v. 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 0,3 Mio. EUR) enthalten im Wesentlichen Einnahmen aus einem Ertragszuschuss der DZ BANK (2,0 Mio. EUR).

Der Ertrag aus der Verlustübernahme durch die DZ BANK beträgt 2,4 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR).

Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres mit Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die weder zu einer Berücksichtigung in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung geführt hätten, sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht eingetreten.

Die GENO Broker GmbH agiert in der Rechtsform einer GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der DZ BANK. Der Konzernabschluss der DZ BANK wird beim Handelsregister Frankfurt am Main unter HRB 45651 bzw. im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Der GENO Broker nimmt die Ausnahmeregelung gemäß § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch.

Im Berichtsjahr beschäftigte der GENO Broker durchschnittlich 42 Mitarbeiter sowie zwei Geschäftsführer.

Geschlecht Jahresdurchschnitt
Männlich 26
Weiblich 16

Die Netto-Honorare der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Frankfurt am Main, betragen 178 TEUR für die Erbringung von Abschlussprüfungsleistungen sowie sonstige Bestätigungsleistungen i. H. v. 5 TEUR, für sonstige Prüfungen, bei denen das Berufssiegel geführt wird oder geführt werden kann. Es ist kein Honorar an andere Gesellschaften des internationalen PwC-Netzwerks angefallen.

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB, welche für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen nicht.

Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung für Unternehmen

Der GENO Broker ist Teil der DZ BANK Gruppe. In bestimmten Rechtsordnungen, in denen die DZ BANK Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur globalen Mindestbesteuerung (BEPS 2.0 Pillar 2) erlassen oder inhaltlich umgesetzt. In Deutschland erfolgt die Umsetzung im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen, das am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlich wurde. Das Gesetz tritt für das am 1. Januar 2024 beginnende Geschäftsjahr des Konzerns in Kraft. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich der erlassenen oder materiell-rechtlich umgesetzten Rechtsvorschriften und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit des Konzerns von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen.

Der GENO Broker ist Teil der Mindeststeuergruppe gemäß § 3 Abs. 1 MinStG mit der DZ BANK AG als oberste Muttergesellschaft und Gruppenträger. Der Gruppenträger schuldet die Mindeststeuer nach dem MinStG und hat den Mindeststeuer-Bericht sowie die entsprechende Steuererklärung im Inland abzugeben. Die DZ BANK Gruppe erwartet aus Konzernsicht ein lediglich unwesentliches Ertragsteuerrisiko aus der globalen Mindestbesteuerung.

Operativ rechnet der GENO Broker jedoch mit wachsenden Reportingpflichten und dementsprechenden zeitlichen Mehraufwendungen.

Die Geschäftsleitung des GENO Broker setzte sich im Geschäftsjahr 2023 aus den folgenden Personen zusammen:

 

Stefanie Hermann, Geschäftsführerin Markt, Bad Salzungen

 

Jens Lehmann, Geschäftsführer Marktfolge, Kaarst

Der Aufsichtsrat des GENO Broker setzt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

 

Gregor Roth (Vorsitzender), Bereichsleiter Transaction Management DZ BANK, Brechen

 

Frank Markus Reitmeier (stellvertretender Vorsitzender), Bereichsleiter Kapitalmärkte Privatkunden DZ BANK, Limburgerhof

 

Matthias Oliver Ehringer, Bereichsleiter Payments & Accounts der DZ BANK, Köln

 

Tariq Ismail Noori, bis 31.12.2023 Abteilungsleiter Strategie Konzern der DZ BANK, ab 01.01.2024 Generalbevollmächtigter VR Payment GmbH, Nidderau

 

Frankfurt am Main, den 06. März 2024

Stefanie Hermann, Geschäftsführerin

Jens Lehmann, Geschäftsführer

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG - "Länderspezifische Berichterstattung"

Der GENO Broker hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich im Wesentlichen auf ihre Geschäftstätigkeit als Anbieter von Depotdienstleistungen und Finanzkommisionsgeschäften in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit des GENO Broker besteht im Wesentlichen darin, die Depotverwaltung für Privatkunden sicherzustellen und den Handel mit Wertpapieren und Zertifikaten zu ermöglichen.

Der GENO Broker definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Laufende Erträge, Provisionserträge, und dem Nettoertrag des Handelsbestands. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 17.424 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger (inkl. Geschäftsführung) in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 44.

Ertragssteuerlich befindet sich der GENO Broker in einer Organschaft mit der Konzernmutter DZ BANK. Insofern fallen beim GENO Broker keine Steuern auf Einkommen und Ertrag an. Das Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführungsvertrag beträgt -2.351 TEUR. Nach Ergebnisabführungsvertrag beträgt das Ergebnis 0 TEUR. Die Kapitalrendite als Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme beträgt demnach 0,0 %.

Zu den Auswirkungen aus der Gesetzgebung zur internationalen Mindestbesteuerung (Pillar 2) verweisen wir auf unseren Anhang.

Die GENO Broker GmbH hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GENO Broker GmbH, Frankfurt am Main

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GENO Broker GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GENO Broker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

[1] Provisionsertrag

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

[1] Provisionsertrag

(1) Im Jahresabschluss der GENO Broker GmbH werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Provisionserträge" Erträge in Höhe von T€ 17.283 ausgewiesen, die im Wesentlichen aus dem Wertpapierkommissions- und Festpreisgeschäft sowie dem Depotgeschäft resultieren. Die mit dem Wertpapierkommissions- und Festpreisgeschäft korrespondierenden Erträge werden im Wertstellungszeitpunkt der zugrundeliegenden Transaktion realisiert. Die mit dem Depotgeschäft korrespondierenden Erträge werden quartalsweise im Zeitpunkt der Abrechnung realisiert. Die Provisionserträge stellen mit 99% der Erträge der normalen Geschäftstätigkeit die wesentliche Ertragsquelle der GENO Broker GmbH dar und haben damit einen maßgeblichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft. Daher waren die Provisionserträge im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die relevanten Prozesse zur Vereinnahmung von Provisionserträgen hinsichtlich ihrer Angemessenheit beurteilt. Darüber hinaus haben wir darauf aufbauend die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation und die IT-Systeme berücksichtigt. Ferner haben wir die zugrundeliegenden Verträge stichprobenhaft eingesehen und die zutreffende Erfassung und Abgrenzung der Provisionserträge in Stichproben nachvollzogen. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns von der Angemessenheit der zur Ermittlung der Provisionserträge maßgeblichen Prozesse und Methoden sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Kontrollen der Gesellschaft überzeugen.

(3) Die Angaben der GENO Broker GmbH zum Provisionsertrag sind in dem Abschnitt Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung des Anhangs enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von dem Aufsichtsrat am 23. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Abschlussprüfer der GENO Broker GmbH, Frankfurt am Main, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Kerstin Voeller.

 

Frankfurt am Main, den 6. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kerstin Voeller, Wirtschaftsprüfer

Nadine Heyken, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 25. März 2024 festgestellt.

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