Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide
Selbe AdresseBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für Luftfahrzeuge
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Pfeiffer seit 26.3.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
EUROAPI | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EUROAPI Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EUROAPI Germany GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EUROAPI Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EUROAPI Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt J. des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang im Abschnitt "A. Allgemeine Hinweise" sowie in Kapitel "L. Risiken und Chancen - Finanzierung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die EUROAPI Germany GmbH in das Cash- Pooling der EUROAPI SA, Paris, Frankreich, eingebunden ist und sich die Gesellschaft ausschließlich hieraus finanziert. Zum Aufstellungsdatum weist die Gesellschaft einen Verbindlichkeitssaldo gegenüber der EUROAPI SA aus. Der bestehende Cash-Pool Vertrag kann von beiden Vertragsparteien mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen gekündigt werden. Entsprechend ihrer Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum geht die Gesellschaft insgesamt von negativen Cashflows aus, sodass sie auf die externe Zuführung liquider Mittel zur Begleichung ihrer kurzfristigen Verbindlichkeiten angewiesen ist. Daher hat die EUROAPI SA mit Vertrag vom 19. Juli 2024 verbindlich zugesagt, die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2025 mit denjenigen finanziellen Mitteln auszustatten, die zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft benötigt werden. Die Gesellschaft ist somit zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit auf die finanzielle Unterstützung der EUROAPI SA angewiesen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buch-führung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 19. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
Bendler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023EUROAPI Germany GmbH, Frankfurt am MainInhaltsverzeichnis A. ALLGEMEINE HINWEISE B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS (1) UMSATZERLÖSE (2) ERHÖHUNG ODER VERMINDERUNG DES BESTANDS VON FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSEN (3) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE (4) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN (5) ZINSERGEBNIS (6) STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG (7) ANLAGEVERMÖGEN (8) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (9) FLÜSSIGE MITTEL (10) GEZEICHNETES KAPITAL (11) KAPITALRÜCKLAGE (12) ERGEBNISVERWENDUNG (13) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN (14) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN (15) VERBINDLICHKEITEN (16) RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN D. SONSTIGE ANGABEN ANGABEN ÜBER MITARBEITENDE NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE UND SONSTIGE BEDEUTENDE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN ABSCHLUSSPRÜFERHONORAR GESCHÄFTSFÜHRUNG GESAMTBEZÜGE DER GESCHÄFTSFÜHRUNG AUFSICHTSRAT MUTTERUNTERNEHMEN BETRIEBSPRÜFUNG EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG A. Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft ist unter der Firma EUROAPI Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main unter der Nummer 121366 im Handelsregister Frankfurt am Main, Abt. B, eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zu vorliegenden bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht in Kapitel "L. Risiken und Chancen - Finanzierung". Es gelten die handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie die einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Soweit zum besseren Verständnis der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst sind, werden diese sowie die davon-Vermerke und Mitzugehörigkeitsvermerke im Anhang gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Es werden keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei selbst erstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten nach den für Erzeugnisse geltenden Grundsätzen ermittelt. Bewegliche und unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei der Ermittlung der Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei der Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wird von einem Wertansatz zu Standardkosten - mit einer Anpassung an die Ist-Kosten - ausgegangen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unterliegen einem Niederstwerttest auf niedrigere Wiederbeschaffungskosten. Erzeugnisse werden gegebenenfalls auf vom Verkaufspreis abgeleitete niedrigere realisierbare Werte am Bilanzstichtag abgewertet. Dem Ansatz der Handelswaren liegt eine absatzmarktorientierte Bewertung zugrunde. Bei der Ermittlung der realisierbaren Werte wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet. In die Herstellungskosten von Erzeugnissen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen einbezogen. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Für im Einzelnen nicht erkennbare Wertminderungen werden Abschreibungen in angemessener Höhe pauschal vorgenommen. Wertaufholungen erfolgen im Anlage- und Umlaufvermögen, sofern hierfür die Voraussetzungen vorliegen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft umfassen sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Altersversorgungssysteme. Rückstellungen für leistungsorientierte Altersversorgungssysteme (Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) werden für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet und mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wird das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) zugrunde gelegt. Dabei werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartende Lohn-, Gehalts- und Rentenerhöhung berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes und unter der Annahme einer pauschalen Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren diskontiert. Dabei kommt der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zur Anwendung. Der zum Jahresende 2023 angewandte Zinssatz beläuft sich auf 1,83% (Vorjahr: 1,79%). Unter Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beliefe sich der Zinssatz zum Jahresende auf 1,75% (Vorjahr: 1,45%). Dies ergibt einen Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.134 (Vorjahr: TEUR 5.154). Darüber hinaus liegen den versicherungsmathematischen Berechnungen ein Gehaltstrend von 2,85% (Vorjahr: 2,95%) und ein Rententrend von 2,1% (Vorjahr: 2,2%) zugrunde. Für den Jahresabschluss 2023 kommen die veröffentlichten Sterbetafeln "Heubeck 2018G" zum Ansatz. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (einschl. zukünftiger Kosten- und Preisänderungen) angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,75% (Vorjahr: 1,45%) für Jubiläumsverpflichtungen und in Höhe von 1,04% (Vorjahr: 0,58%) für Altersteilzeitverpflichtungen abgezinst. Dabei werden die von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zinssätze zugrunde gelegt. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen bestehen Verpflichtungen aufgrund von Lebensarbeitszeitkonten. Diese Zahlungsverpflichtungen werden treuhänderisch an die R+V Lebensversicherung AG abgeführt. Das sich hieraus ergebende saldierungsfähige Vermögen ist mit den zugehörigen Verpflichtungen aus Altersvorsorgeverpflichtungen saldiert ausgewiesen. Es ergibt sich insofern kein Bilanzausweis. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich der Versicherungswert auf TEUR 3.737 (Vorjahr: TEUR 3.360). Rückstellungen in fremder Währung werden unter Beachtung des Höchstwertprinzips bilanziert. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Sofern der Erfüllungsbetrag einen Zinsanteil enthält, erfolgt die Bilanzierung zum Barwert. Die Gesellschaft ermittelt latente Steuern nach den Vorschriften des § 274 HGB. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,93% (Vj. 31,93%) zugrunde gelegt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. C. Erläuterungen zum Jahresabschluss (1) Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach Absatzregionen
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 275.677 (Vorjahr: TEUR 306.836) verteilen sich auf die folgenden Tätigkeitsbereiche: Herstellung und Vermarktung von pharmazeutischen Wirkstoffen (TEUR 258.959; Vorjahr: TEUR 263.880) sowie Erbringung von Dienstleistungen (TEUR 16.718; Vorjahr: TEUR 42.956). (2) Erhöhung oder Verminderung des Bestands von fertigen und unfertigen Erzeugnissen Die Erhöhung des Bestands von fertigen und unfertigen Erzeugnissen beläuft sich auf TEUR 10.816 (Vorjahr: Verminderung des Bestandes TEUR 21.604). (3) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.394 (Vorjahr: TEUR 0) als periodenfremde Erträge im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Außergewöhnliche Erträge sind wie im Vorjahr nicht angefallen. (4) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 85.868 (Vorjahr: TEUR 88.153) und enthalten insbesondere Aufwendungen für Fremdarbeiten, Fremdlöhne und sonstige Fremdleistungen in Höhe von TEUR 18.901 (Vorjahr: TEUR 18.624), Fremdreparaturen in Höhe von TEUR 14.772 (Vorjahr: TEUR 13.511), Leasing, Mieten und Pachten in Höhe von TEUR 5.196 (Vorjahr: TEUR 5.280) sowie Versicherungen TEUR 2.241 (Vorjahr: TEUR 14.444). Hinzu kommen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 5.283 sowie Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 1.561). Außergewöhnliche Aufwendungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen. (5) Zinsergebnis
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen, die durch die Änderung des Rechnungszinses bei Pensionen bedingt sind (TEUR 1.193, Vorjahr: TEUR 1.071). (6) Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Gesellschaft erwartet keine Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes. (7) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. (8) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr oder mehr als fünf Jahren bestehen wie im Vorjahr nicht. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 9.217 (Vorjahr: TEUR 15.309) erfasst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.235 enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.218) und sonstigen Verwaltungsgebühren (TEUR 17). Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen wie im Vorjahr nicht. (9) Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel betragen TEUR 2.330 (Vorjahr: TEUR 3.413) und betreffen Bankguthaben. (10) Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 1.000 und ist unverändert zum Vorjahr. Es wird vollständig von der EUROAPI SA, Paris, Frankreich, gehalten. (11) Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage von TEUR 127.961 (Vorjahr: TEUR 127.961) ist zum Vorjahr unverändert geblieben und resultiert aus der Abspaltung des Geschäftsbereiches "Entwicklung, Herstellung und Vertrieb pharmazeutischer Wirkstoffe (Wirkstoffproduktion)" als Teilbetrieb API von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH auf die EUROAPI Germany GmbH ("Teilbetrieb API"). Da der Netto-Buchwert des auf die EUROAPI Germany GmbH übertragenen Vermögens den Ausgabebetrag des hierfür gewährten Geschäftsanteils am gezeichneten Kapital der EUROAPI Germany GmbH in 2021 überstieg, wurde der entsprechende Differenzbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt. (12) Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 16.689 wird auf neue Rechnung vorgetragen. (13) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen TEUR 64.231 (Vorjahr: TEUR 62.698). Der Unterschiedsbetrag ("Abstockungsgewinn"), der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben bzw. zehn Geschäftsjahren ergibt, unterliegt nach § 253 Absatz 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Demnach dürfen Gewinne nur dann ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem Unterschiedsbetrag entsprechen. Dieser Unterschiedsbetrag beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.134 (Vorjahr: TEUR 5.154), der durch die Kapitalrücklage entsperrt werden kann. Der Anteil der Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 677). (14) Sonstige Rückstellungen
Unter den Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden unter anderem Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und andere Personalverpflichtungen, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, Strukturmaßnahmen, Umweltschutzmaßnahmen, Abbruch- und Sanierungsverpflichtungen und Leistungen, für die noch keine Rechnung vorliegt, ausgewiesen. Diese entsprechen 99% des Gesamtbetrages. (15) Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 75.128; Vorjahr: TEUR 62.848) sind im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Cash-Pooling Vereinbarung (TEUR 60.082; Vorjahr: TEUR 49.522), sonstigen Verwaltungsgebühren (TEUR 7.342; Vorjahr: TEUR 7.654), sowie erbrachten Lieferungen und Leistungen (TEUR 7.704; Vorjahr: TEUR 5.672) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Lohnsteuern in Höhe von TEUR 1.318 (Vorjahr: TEUR 5.697). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. (16) Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen im Zusammenhang mit Zahlungen aus CDMO (Contract Development and Manufacturing Organization) -Verträgen für zum Jahresende noch nicht erbrachte Leistungen. D. Sonstige Angaben Angaben über Mitarbeitende
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige bedeutende finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, und Leasingverträgen, die mit unterschiedlichen Laufzeiten und Beträgen, teilweise gekoppelt an einen Rahmenvertrag über standortbezogene Leistungen mit der Infraserv GmbH & Co. Höchst KG, Frankfurt am Main, über mehrere Jahre abgeschlossen sind. Im Berichtszeitraum betragen die Aufwendungen hieraus TEUR 3.105 (Vorjahr: TEUR 4.085). Der Betrag beinhaltet sowohl Gebäudemieten, Flächenpachten und Mietnebenkosten. Zum 31. Dezember 2023 bestehen hieraus insgesamt zukünftige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.650 (Vorjahr: TEUR 9.014). Gebäudemieten haben teilweise Laufzeiten bis 2043, die Laufzeiten der Pachten gehen zum Teil über diesen Zeitraum hinaus. Bestehende Risiken aus diesen Verträgen betreffen die Zahlungsmittelabflüsse in der genannten Größenordnung sowie die Zahlungsverpflichtung bis zum Ablauf der Vertragslaufzeit, auch bei Nichtnutzung der Miet- und Pachtgebäude sowie Leasinggegenstände im Falle notwendiger Strukturanpassungen. Vorteile aus der Anmietung ergeben sich bei kurzfristigen Vertragslaufzeiten aus der insgesamt höheren Flexibilität, auf Veränderungen des Raumbedarfs reagieren zu können, den damit verbundenen geringeren Fixkosten sowie aus dem im Vergleich zum Erwerb geringeren anfänglichen Zahlungsmittelabfluss. Miet-, Pacht- und Leasingverträge dienen der mittel- bis langfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 121.231 (Vorjahr: TEUR 111.317). Hiervon entfallen TEUR 6.416 (Vorjahr: TEUR 11.701) auf Verpflichtungen aus Investitionsvorhaben. Zusätzlich bestehen Einkaufs- und Serviceverträge mit einem Verpflichtungsvolumen in Höhe von TEUR 114.815 (Vorjahr: TEUR 99.616). Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Die Sanofi SA, Paris, Frankreich, ist mit rund 30% an der EUROAPI SA, Paris (vormals: Gentilly), Frankreich, beteiligt. Im Geschäftsjahr 2023 unterhielt die EUROAPI Germany GmbH mit den Gesellschaften der Sanofi SA Gruppe Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus Lieferungen sowie Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2023 bestanden daneben noch Transaktionen mit mittel- oder unmittelbar in 100-prozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der EUROAPI SA einbezogenen Unternehmen. Abschlussprüferhonorar Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar werden im Konzernabschluss der EUROAPI S.A., Paris, Frankreich veröffentlicht. Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der für die Geschäftsführungstätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für ihre Tätigkeit keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Mutterunternehmen Die EUROAPI Germany GmbH ist ein Tochterunternehmen der EUROAPI SA, Paris, Frankreich, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Offenlegung des Konzernabschlusses der EUROAPI SA. erfolgt beim Greffe du Tribunal de Commerce, Paris, Frankreich. Betriebsprüfung Laufende ertragsteuerliche Betriebsprüfungen haben bei der EUROAPI Germany GmbH bisher nicht stattgefunden und wurden im Berichtszeitraum auch nicht angekündigt. Allerdings wurde in 2022 eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung für den Monat Dezember 2021 durchgeführt. Das Finanzamt hat den finalen Prüfungsbericht in 2023 erlassen und es wurden keine wesentlichen Feststellungen getroffen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Das Unternehmen hat am 28. Februar 2024 ein Konzernweites Restrukturierungsprogramm mit dem Namen Fokus-27 bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Projekt zur Erschließung von profitablem Wachstum und zur Steigerung der Erträge durch ein gestrafftes Wirkstoff-Portfolio mit hohem Mehrwert, welches die Einstellung von 13 Wirkstoffen mit niedrigen oder negativen Margen und die Konzentration auf hoch differenzierte, profitable Produkte wie Vitamin B12, Prostaglandine, Peptide und Oligonukleotide beinhaltet. Darüber hinaus geht es dabei um ein fokussiertes CDMO-Angebot, das sich auf die anerkannten Fähigkeiten und Technologieplattformen stützt und ein rationalisiertes industrielles Umfeld mit Schwerpunkt auf renditestarken Investitionsausgaben und eine schlankere Organisation mit effizienteren Arbeitsmethoden. Für die deutsche Einheit wurden in 2024 diesbezüglich Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.500 erfasst, zur Abbildung der künftigen Verpflichtungen aus den Mitarbeiterfreisetzungen bis zum Ende 2025. Zu weiteren Maßnahmen über 2025 hinaus werden die Verhandlungen mit den Sozialpartnern im ersten Quartal 2025 aufgenommen.
Frankfurt am Main, den 19. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Gary Baker Oliver Pfeiffer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für 2023EUROAPI Germany GmbH, Frankfurt am MainInhaltsverzeichnis A. Geschäftsmodell B. Wirtschaftliches Umfeld C. Wesentliche Ergebnisse des Geschäftsjahres D. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren E. Umsatz- und Ergebnisentwicklung F. Vermögens- und Kapitalstruktur. G. Finanzlage und Investitionen H. Forschung und Entwicklung I. Mitarbeiter und Auszubildende J. Zielgrößen und Fristen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern K. Umwelt -, Sicherheits- und Gesundheitsmanagement L. Risiken und Chancen M. Ausblick A. Geschäftsmodell Der EUROAPI Konzern ist ein europäischer Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen mit rund 200 Produkten im Portfolio. Pharmazeutische Wirkstoffe (sog. APIs-Active Pharmaceutical Ingredients) sind verantwortlich für die pharmazeutische Wirkung von formulierten Arzneimitteln und werden mit hochtechnologischen Industrieprozessen hergestellt. An 6 Standorten in Europa bietet EUROAPI eine große Bandbreite an Technologien und entwickelt gleichzeitig innovative Moleküle durch seine Contract Development and Manufacturing Organisation (CDMO). Die EUROAPI Germany GmbH im Industriepark Höchst / Frankfurt ist im Konzernverbund der EUROAPI-Gruppe einer der größten Produktions- und Entwicklungsstandorte. Als Mehrzweck- Chemiestandort werden am Standort mehr als 25 APIs produziert. Auf der Grundlage der Erfahrung von Sanofi auf dem Gebiet der Oligonukleotide und der langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Peptide bietet das Unternehmen eine Plattform für deren Entwicklung und kommerziellen Scale-up am Standort Frankfurt. Zudem bildet die EUROAPI Germany GmbH das gesamte Spektrum der Entwicklungsaktivitäten ab, von der klinischen Phase bis zur Einreichung und Markteinführung, einschließlich der Unterstützung durch die Behörden und der kommerziellen Bereitstellung. B. Wirtschaftliches Umfeld Der API-Markt ist global ausgerichtet und in die Lieferkette von Arzneimitteln integriert, in der APIs die wichtigsten Komponenten in Bezug auf klinische Wirksamkeit und Wert darstellen. Der globale Markt für pharmazeutische Wirkstoffe erreichte in 2023 ein Gesamtvolumen von 206,95 Milliarden US-Dollar (+ 6,1% gegenüber dem Vorjahr) und soll auf 219,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 wachsen. Bis zum Jahr 2028 wird mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,2 % auf dann 279 Milliarden US-Dollar gerechnet. (Quelle: Pharmaceutical API Manufacturing Global Market Report 2024; The Business Research Company) Schlüsselfaktoren für das Wachstum sind die steigenden Aktivitäten in der Arzneimittelforschung und -entwicklung, die zunehmende Bedeutung von Generika und die zunehmende Verbreitung von Biopharmazeutika. Es wird erwartet, dass die verbreitete Prävalenz chronischer Krankheiten die Nachfrage nach Arzneimitteln erhöhen wird, was das Wachstum des Marktes für pharmazeutische Wirkstoffe in Zukunft ankurbeln dürfte. Es wird auch erwartet, dass der Trend zum Outsourcing durch große multinationale Pharmaunternehmen weiter zunehmen wird, was zu einer erhöhten Nachfrage nach hochwertigen APIs führen wird (Quelle: EFCG.cefic.org). Die Nachfrage nach pharmazeutischen Wirkstoffen in Westeuropa konzentriert sich hauptsächlich auf Großbritannien und Deutschland, was im Wesentlichen auf den höheren Umsatzanteil von Generika in diesen Ländern zurückzuführen ist. (Quelle: EFCG.cefic.org) Der Markt für aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe (API) wird traditionell von Arzneimitteln wie Antiinfektiva und Diabetes, Herz-Kreislauf-, Analgetika und Schmerzmitteln dominiert. Entsprechend den Trends in Forschung & Entwicklung verschiebt sich die Nachfrage jedoch in Richtung der Entwicklung komplexer APIs, die in neuartigen Formulierungen verwendet werden und auf therapeutische Nischenbereiche abzielen. Die für die Produktion der Wirkstoffe notwendigen Zulassungen (= CEPs, Certificate of Suitability of Monographs of the European Pharmacopoeia) werden heute zu rund zwei Dritteln in Asien gehalten, auch mehr als die Hälfte der Hersteller sitzt dort. Nur noch 33 Prozent der CEPs werden in Europa gehalten. (Quelle: Pro Generika, Studie: Woher kommen unsere Wirkstoffe?) Ein Wirkstoff kann von verschiedenen Herstellern produziert werden. Es kann also mehrere CEPs verschiedener Hersteller für ein API geben. Damit ist in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Abhängigkeit der westlichen Welt von Asien für pharmazeutische Wirkstoffe entstanden. In Anbetracht der in jüngster Zeit zunehmenden Arzneimittelknappheit, die überwiegend auf Wirkstoffknappheit zurückzuführen ist und sich entscheidend auf die Patientenversorgung auswirkt (Quelle: Pro Generika, Studie: Woher kommen unsere Wirkstoffe?), stellt die EUROAPI Germany GmbH als Teil der EUROAPI-Gruppe zusätzliche API-Versorgungskapazitäten für Europa und darüber hinaus sicher. Das Marktwachstum begrenzende Faktoren sind u.a. die stringente Kontrolle der Arzneimittelpreise in verschiedenen Ländern, insbesondere im Bereich der Generika (Rabattverträge), der harte Wettbewerb zwischen den bestehenden Akteuren und strenge Regulierungsrichtlinien. C. Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin durch den Krieg Russlands in der Ukraine mit weiterhin hoher Inflation sowie verstärkten Knappheiten in Einzelmärkten belastet. Insbesondere Kostenerhöhungen bei Energien und Rohmaterialien, die Herausforderungen in den Lieferketten sowie anhaltender Wettbewerbsdruck kennzeichneten das Geschäftsjahr 2023 der EUROAPI Germany GmbH. Die rechtzeitige Beschaffung und der Aufbau von Sicherheitsbeständen besonders kritischer Rohstoffe sowie die Absicherung der Einkaufspreise der wesentlichen Energien sind Beispiele der getroffenen Maßnahmen zum Management der finanziellen Auswirkungen. Um das geplante Umsatzwachstum im CDMO-Geschäft sicherzustellen, wurden die im Jahr 2022 begonnenen Investitionen in Sachanlagen, insbesondere in der Peptid- & Oligonukleotid- Betriebsstätte, im Jahr 2023 fortgeführt. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023 mit einem leichten Rückgang der Umsätze sowie des EBITDA konnten mit dem erzielten Umsatz von 275,7 Mio.€ und einem EBITDA in Höhe von 2,0 Mio.€ nicht ganz erfüllt werden, was im Wesentlichen in einem stärker als erwarteten Rückgang der Produktnachfrage im Markt sowie durch Preissteigerungen bei bezogenen Materialien und Leistungen begründet ist. D. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren Neben den Umsatzerlösen ist das EBITDA (Earning Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortization) eine der bedeutsamsten, von der EUROAPI-Gruppe zur Steuerung und Analyse der Ertragslage herangezogenen Kennzahlen. Da es sich hierbei um eine Kennzahl handelt, welche im Rahmen des Konzernabschlusses der EUROAPI-Gruppe verwendet wird, basiert das EBITDA auf den nach IFRS ermittelten und um Konsolidierungseffekte angepassten Erträgen und Aufwendungen. Die Kennzahl entspricht im Wesentlichen dem handelsrechtlichen Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung der Abschreibungen und Amortsationen auf materielle und immaterielle Vermögensgegenstände (siehe Herleitung im Kapitel "E. Umsatz- und Ergebnisentwicklung"). Im nachfolgenden Abschnitt wird erläutert, welche wesentlichen Effekte die finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr beeinflusst haben. E. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die Umsatzerlöse der EUROAPI Germany GmbH lagen preis- und mengenbedingt mit 276 Mio.€ unter dem Vorjahreswert (Vj. 307 Mio.€). Die Exporterlöse betragen 209 Mio.€ (Vj. 211 Mio.€). Die bedeutsamsten Produkte der EU- ROAPI Germany GmbH sind Fexofenadin mit 52 Mio.€ (Vj. 50 Mio.€), Metamizol mit 21 Mio.€ (Vj. 26 Mio.€) und Glimepirid mit 17 Mio.€ (Vj. 23 Mio.€). Im Rahmen des Contract Manufacturing für einen Kunden in den USA wurden außerdem 43 Mio.€ (Vj. 38 Mio.€) erlöst. Die Inlandserlöse betragen 67 Mio.€ (Vj. 96 Mio.€). Hierzu hat insbesondere der Peptide Wirkstoff Lixisenatid mit 21 Mio.€ Umsatz beigetragen. Der Materialaufwand beläuft sich auf 115 Mio.€ (Vj. 100 Mio.€) und betrifft mit 91 Mio.€ (Vj. 80 Mio.€) die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sowie mit 24 Mio.€ (Vj. 20 Mio.€) die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) erhöhte sich im Geschäftsjahr bedingt durch die gesunkenen Umsätze sowie des Produktmixes auf 42 % (Vj. 33 %). Der Personalaufwand beträgt 89 Mio.€ (Vj. 89 Mio.€). Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 70 Mio.€ (Vj. 65 Mio.€), auf soziale Abgaben 12 Mio.€ (Vj. 13 Mio.€) sowie auf Aufwendungen für die Altersversorgung 6 Mio.€ (Vj. 11 Mio.€). Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) beläuft sich im Geschäftsjahr auf 32 % (Vj. 29 %). Die Abschreibungen betragen 15 Mio.€ (Vj. 14 Mio.€) und betreffen im Wesentlichen die planmäßigen Abschreibungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 86 Mio.€ (Vj. 88 Mio.€). Hierin enthalten sind im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdarbeiten, Fremdlöhne und sonstige Fremdleistungen in Höhe von 19 Mio.€ (Vj. 19 Mio.€), Versicherungen von 2 Mio.€ (Vorjahr: 14 Mio.€) sowie Fremdreparaturen in Höhe von 15 Mio.€ (Vj. 14 Mio.€). Das EBITDA beträgt 2,0 Mio.€ und ermittelt sich für das Geschäftsjahr wie folgt:
Das EBITDA ist um 10,5 Mio.€ auf 2,0 Mio.€ gesunken, im Wesentlichen bedingt durch geringere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr sowie durch Preissteigerungen bei bezogenen Materialien und Leistungen. Das Finanzergebnis beläuft sich auf -3,5 Mio.€ (Vj. - 2,2 Mio.€). Es wird im Wesentlichen durch den Zinsanteil für Pensionen sowie den Zinsen für die Cash-Pool Schulden beeinflusst. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf -16,7 Mio.€ (Vj. -3,3 Mio.€). Der Steueraufwand beträgt 80 T € (Vj. 0 €). F. Vermögens- und Kapitalstruktur Die Bilanzsumme der EUROAPI Germany GmbH beläuft sich auf 331 Mio.€ (Vj. 330 Mio.€). Die Bilanzkennzahlen stellen sich wie folgt dar:
Das Anlagevermögen beträgt 121 Mio.€ (Vj. 97 Mio.€) und umfasst im Wesentlichen Sachanlagen. Die Anlagenquote (Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) beläuft sich auf 37 % (Vj. 29 %). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 73 Mio.€ (Vj. 112 Mio.€) und betreffen mit 2 Mio.€ (Vj. 10 Mio.€) Forderungen gegen verbundene Unternehmen und mit 58 Mio.€ (Vj. 84 Mio.€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen inländische Steuerbehörden in Höhe von 9 Mio.€ (Vj. 15 Mio.€). Die Vorräte betragen zum Geschäftsjahresende insgesamt 135 Mio.€ (Vj. 117 Mio.€). und beinhalten mit 98 Mio.€ (Vj. 89 Mio.€) im Wesentlichen Unfertige (44 Mio.€ (Vj. 41 Mio.€)) und Fertige Erzeugnisse und Waren (54 Mio.€ (Vj. 48 Mio.€)). Die Eigenkapitalquote beträgt 31 % (Vj. 36 %). Die Veränderung des Eigenkapitals in Höhe von -17 Mio.€ ist auf den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres zurückzuführen. Die Rückstellungen belaufen sich auf 103 Mio.€ (Vj. 111 Mio.€). Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 64 Mio.€ (Vj. 63 Mio.€), 15 Mio.€ (Vj. 14 Mio.€) betreffen Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen, 12 Mio.€ (Vj. 14 Mio.€) für mitarbeiterbezogene Verpflichtungen, 3 Mio.€ (Vj. 13 Mio.€) Rückstellungen für ausstehende Verpflichtungen sowie 7 Mio.€ (Vj. 6 Mio.€) für Abbruch- und Sanierungsverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten betragen 117 Mio.€ (Vj. 98 Mio.€). Davon betreffen 75 Mio.€ (Vj. 63 Mio.€) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, welche sich im Wesentlichen aus der Verbindlichkeit aus der konzerninternen Cash-Pool Verbindlichkeit in Höhe von 60 Mio.€ (Vj. 50 Mio.€) sowie aus sonstigen Verwaltungsgebühren in Höhe von 7 Mio.€ und durch die Gesellschafterin erbrachten Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8 Mio.€ (Vj. 6 Mio.€) zusammensetzen. Des Weiteren sind darin 38 Mio.€ (Vj. 20 Mio.€) betreffend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten enthalten. Darüber hinaus belaufen sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf 3 Mio.€ (Vj. 9 Mio.€). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Lohnsteuern und Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1 Mio.€ (Vj. 6 Mio.€) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit in Höhe von 2 Mio.€ (Vj. 1 Mio.€). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen die erhaltenen Anzahlungen von 10 Mio.€ (Vj. 2 Mio.€), die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. G. Finanzlage und Investitionen Die EUROAPI Germany GmbH ist in die gruppenweite Finanzierung der EUROAPI-Gruppe integriert. Zum Bilanzstichtag bestehen Cash-Pool Verbindlichkeiten in Höhe von 60 Mio.€ (Vj. 50 Mio.€) gegenüber der EUROAPI SA. Bedingt durch die Einbindung in den EUROAPI-Konzern ist die Finanzlage der EUROAPI Germany GmbH durch die bestehenden konzerninternen Finanzierungsbeziehungen geprägt. Der bestehende Cash-Pool Vertrag mit der EUROAPI SA, Paris, Frankreich, kann von beiden Vertragsparteien mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen gekündigt werden. Die EUROAPI SA hat mit Vertrag vom 19. Juli 2024 verbindlich zugesagt, die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2025 mit denjenigen finanziellen Mitteln auszustatten, die zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft benötigt werden. Im Jahr 2023 hat die EUROAPI Germany GmbH insgesamt 35 Mio.€ (Vj. 24 Mio.€) in Sachanlagen investiert. Die größten Investitionsausgaben entfielen auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten für Peptide & Oligonukleotide und für Fexofenadin. H. Forschung und Entwicklung Die EUROAPI Germany GmbH beheimatet drei globale R&D Plattformen des EUROAPI Konzerns. Der Fokus der Plattformen liegt zum einen auf der Entwicklung von neuen Methoden zur Verbesserung der aktuellen Herstellungsprozesse verschiedener pharmazeutischer Wirkstoffe (APIs) aus dem Portfolio des Standorts Frankfurt, aber auch Projekte anderer Standorte der Gruppe werden erforscht und entwickelt. Hierzu werden analytische, chemische und computertechnische Methoden (e.g. Prozesssimulation) angewendet. Zum anderen werden am Standort Frankfurt verschiedene Projekte für Kunden im Bereich klinischer Forschung durchgeführt und im Auftrag der Kunden bis zur kommerziellen Reife gebracht. Diese Projekte haben das Ziel, einen robusten Herstellungsprozess für die APIs zu entwickeln und diese dann in ausreichender Menge herzustellen. Weiterhin werden auch Innovationsprojekte verfolgt, die in komplett neuen Verfahrenstechniken und Methoden zur Herstellung, Reinigung und/oder analytische Charakterisierung münden können. I. Mitarbeiter und Auszubildende Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die EUROAPI Germany GmbH 787 aktive Mitarbeiter (31. Dezember 2022: 747) und 45 Personen befanden sich in der Ausbildung (31. Dezember 2022: 27). J. Zielgrößen und Fristen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern Die Gesellschaft hat nach Durchführung eines Statusverfahrens nach §§ 97 ff. AktG im Dezember 2022 einen nach Maßgabe des Drittelbeteiligungsgesetzes zusammenzusetzenden Aufsichtsrat errichtet. Nach § 7 der Satzung setzt sich der Aufsichtsrat aus sechs Mitgliedern zusammen, von denen vier Mitglieder durch die Gesellschafterversammlung und zwei Mitglieder durch die Arbeitnehmervertreter zu wählen sind. Die Wahl der vier Anteilseigner-Vertreter ist im Dezember 2022 und die Wahl der Arbeitnehmervertreter ist im Februar 2023 erfolgt. Gemäß § 52 Abs. 2 Satz 1 GmbHG hat die Gesellschafterversammlung für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung Zielgrößen festzulegen. Zum Zeitpunkt der Festlegung bestand der Aufsichtsrat aus drei weiblichen Mitgliedern und einem männlichen Mitglied. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat die Gesellschafterversammlung mit Wirkung ab dem 21. Dezember 2022 bezogen auf einen aus sechs Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat als Zielgröße 33,33% festgelegt. Zum Zeitpunkt der Festlegung war die Geschäftsführung mit zwei jeweils männlichen Geschäftsführern besetzt und ist dies auch weiterhin. Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung hat die Gesellschafterversammlung mit Wirkung ab dem 21. Dezember 2022 als Zielgröße 0 festgelegt. Die Frist für die Erreichung der Zielgrößen ist jeweils der 30. Juni 2026. Bei der Festlegung der Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung hat sich die Gesellschafterversammlung von der Erwägung leiten lassen, dass die Geschäftsführung der Gesellschaft derzeit und unter Berücksichtigung der Planung mit zwei männlichen Kandidaten besetzt ist bzw. besetzt sein wird. Die Besetzung der Geschäftsführung mit zwei Geschäftsführern erlaubt eine effiziente Unternehmensführung. Die Auswahl der Geschäftsführer durch die Gesellschafterversammlung ist am Interesse der Gesellschaft ausgerichtet und erfolgt mit Blick auf die erforderliche Qualifikation des Kandidaten bzw. der Kandidatin. Eine Erweiterung der Geschäftsführung ist in absehbarer Zeit nicht vorgesehen. Sollten sich über die bestehende Planung hinausgehende Veränderungen in der Geschäftsführung abzeichnen, wird sich die Gesellschafterversammlung erneut mit der Zielfestlegung für den Frauenanteil in der Geschäftsführung befassen. Gemäß § 36 GmbHG legen die Geschäftsführer für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer Zielgrößen fest. Die Geschäftsführung der Gesellschaft versteht unter der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung alle Mitarbeiter der Gesellschaft, die unmittelbar an die Geschäftsführer berichten und eigene Personal- und Budgetverantwortung haben ("Management Level 1"). Entsprechend werden als zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung alle Mitarbeiter verstanden, die unmittelbar an die Mitarbeiter des Management Level 1 oder global berichten und eigene Personalverantwortung und/oder Budgetverantwortung haben ("Management Level 2"). Am 27. Dezember 2022, dem Stichtag für die Festlegung der Zielgrößen, bestand die erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung aus 13 Mitarbeitern, darunter 2 Frauen, und die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung aus 27 Mitarbeitern, darunter 8 Frauen. Als Zielgröße für den Frauenanteil für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung hat die Geschäftsführung mit Wirkung ab dem 27. Dezember 2022 beschlossen, dass der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung bis 30. Juni 2026 mindestens 3 Frauen und der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführer mindestens 9 Frauen angehören sollen. Dies entspricht einem Ziel für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von 23,08% und einem Ziel für den Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung von 33,33%. K. Umwelt-, Sicherheits- und Gesundheitsmanagement Die EUROAPI Germany GmbH hat sich in ihrer HSE-Policy (Gesundheit-, Sicherheits- und Umweltschutz-Politik) zum verantwortungsvollen Handeln und zur fortlaufenden Verbesserung beim Schutz des Menschen vor Unfällen, Sicherheits- und Gesundheitsrisiken sowie zum Schutz der Umwelt verpflichtet. Dazu haben wir ein funktionierendes HSE-Managementsystem aufgebaut und entwickeln dieses fortlaufend weiter. Unsere hohen Standards im Umwelt-, Sicherheits- und Gesundheitsmanagement sind für uns wichtige Erfolgsfaktoren, deren Einhaltung wir durch regelmäßige interne und externe Überwachung der Abläufe und etablierten Managementsysteme sicherstellen. Nachdem die Einheiten der EUROAPI Germany GmbH am Standort Frankfurt bis zur Abspaltung von der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH im November 2021 schon nach der internationalen Umweltnorm DIN EN ISO 14001 sowie nach der Energiemanagementnorm DIN EN ISO 50001 zertifiziert waren, konnte die EUROAPI Germany GmbH eine eigenständige Zertifizierung nach diesen Normen im Rahmen eines Zertifizierungsaudits durch den TÜV Rheinland zu Beginn des Jahres 2023 erlangen und durch ein Überwachungsaudit im Dezember 2023 bestätigen. L. Risiken und Chancen Risiko- und Chancenmanagement Als Unternehmen, dessen Produkte weltweit vertrieben werden, ist die EUROAPI Germany GmbH in ihrer Geschäftstätigkeit Risiken unterschiedlicher Art ausgesetzt. Dabei stellt der zielgerichtete Umgang mit Chancen und potenziell negativen Entwicklungen eine wichtige Komponente der Unternehmensführung dar. Ziel des Risikomanagements ist es, dass Risiken rechtzeitig erkannt und bewusst gesteuert werden. Bei der EUROAPI Germany GmbH ist die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des Systems der Unternehmensführung. Das Risikomanagement setzt in den einzelnen Geschäftsfunktionen an, in denen Risiken identifiziert werden und detaillierte Informationen für die Risikoanalyse und Planung von Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehen. Die zentrale Koordination des Risikomanagements erfolgt durch die globale Risk Management Abteilung, wo wesentliche Risiken aller Geschäftsfunktionen beurteilt und dokumentiert werden sowie die Umsetzung von Gegenmaßnahmen nachverfolgt wird. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über die wesentlichen Risiken sowie über den Umsetzungsgrad der Gegenmaßnahmen informiert. Diese Organisation bildet die Grundlage für das Risikomanagementsystem der EUROAPI Germany GmbH. Weitere Elemente des Risikomanagements sind die Planungs- und Controlling Prozesse, das interne Regelwerk und das Berichtswesen. Chancen und Risiken der Gesellschaft werden in Sitzungen des Leitungsteams regelmäßig besprochen und beurteilt. Durch bestehende "Compliance"-Richtlinien werden die Mitarbeiter zur Einhaltung von Gesetzen und Regelungen verpflichtet. Kernstück dieser Richtlinien ist ein Verhaltenskodex - der "Code of Ethics"-, der durch weitere Verhaltensregeln und Handlungsanweisungen, z. B. für die Einkaufs- und Vertriebsprozesse, ergänzt wird. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Zuverlässigkeit unserer Finanzberichterstattung stützen wir uns auf ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem. Dabei werden wichtige Arbeitsabläufe und interne Kontrollen dokumentiert und regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft. Risiken Branchenrisiken / Wettbewerbsrisiken Die Branche ist einem starken Preiswettbewerb aus Asien, insbesondere aus China und Indien, ausgesetzt. Die Nachfrage der Kunden ist sehr unbeständig und wird beeinflusst von Kostenoptimierung und Versorgungssicherheit. Darüber hinaus hat der Sektor in letzter Zeit starke Spannungen bei der Verfügbarkeit und den Kosten von Rohstoffen und eine gravierende Verteuerung der Energien erlebt. Trotz getroffener Gegenmaßnahmen, wie das Hedging von Energiepreisen, hat dies zu einem starken Anstieg der Selbstkostenpreise der EUROAPI Germany GmbH geführt. Die Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt stellt ebenfalls eine Herausforderung dar, da das geplante Wachstum des Geschäfts sowie die Altersstruktur der Beschäftigten im Unternehmen die kontinuierliche Einstellung von qualifizierten Mitarbeitern erfordert. Risiken in Forschung und Entwicklung (F&E) Die Entwicklung innovativer Prozesse und Produkte, sei es zusammen mit den Kunden, oder in eigenen innovativen Projekten ist wichtiger Bestandteil von Forschung und Entwicklung der Gesellschaft. Aufgrund der Komplexität und der wissenschaftlich schwierig vorhersehbaren Ergebnisse, können sich Projekte und erarbeitete Prozesse als nicht erfolgreich herausstellen und nicht weiterverfolgt werden. Die EUROAPI Germany GmbH arbeitet auf einem hohen Sicherheitsstandard nach GLP (Good Laboratory Practise) und GMP (Good Manufacturing Practise). Hierzu wird der ständige Austausch intern und mit unseren Kunden gepflegt. Der einzelne Erfolg von F&E Projekten und die Erstellung neuer Prozesse ist schwierig vorherzusagen. Die EUROAPI Germany GmbH begegnet dieser Unsicherheit durch aktives Portfoliomanagement und Auswahl von Projekten in verschiedenen Phasen der Entwicklung. Im Rahmen des Projektmanagements im Bereich F&E sowie die Meilenstein-basierte Verfolgung des Projektfortschrittes ermöglicht uns ein aktives Management des F&E Projektportfolios und minimieren somit das Risiko eines sich potenziell rasch verändernden Portfolios. Weiterhin sind für die erfolgreiche Durchführung von F&E Projekten eine exzellente Ausbildung und spezielle Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von großer Wichtigkeit. Für die EUROAPI Germany GmbH sind Verfahrenstechnik und Festphasen-Synthese/Reinigung spezielle Fähigkeiten mit einem limitierten Pool an Experten. Die Gesellschaft konnte dennoch einen Stamm an Expertinnen und Experten in den letzten Jahren rekrutieren und konstant ausbauen. Produktions- und Beschaffungsmarktrisiken Die EUROAPI Germany GmbH kauft Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe weltweit bei unterschiedlichen Lieferanten ein. In Fällen, in denen nur ein einziger Lieferant zur Verfügung steht, ist die EUROAPI Germany GmbH bestrebt, angemessene Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufzubauen und soweit möglich weitere Lieferanten zu qualifizieren. Darüber hinaus ist es das Ziel, den Bezug strategischer Materialien durch mittel- bis langfristige Verträge zu sichern und somit das Risiko zukünftiger Preisschwankungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu reduzieren. Die Synthese von pharmazeutischen Wirkstoffen erfordert komplexe Produktionsverfahren und die Einhaltung der Regeln der GMP (Good Manufacturing Practice). Eine Nichteinhaltung dieser Anforderungen kann zu Produktionsbeschränkungen und zu Auswirkungen auf die Reputation und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens führen. Sämtliche Produkte sowie die bei der Herstellung verwendeten Materialien werden daher kontinuierlich durch die entsprechenden Fachfunktionen auf ihre spezifikationskonforme Qualität, Reinheit, Zusammensetzung und Stabilität überprüft, gemäß den gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen an Herstellung und Qualitätskontrolle. Die EUROAPI Germany GmbH hat 2023 den überwiegenden Anteil ihrer Umsätze mit dem Sanofi-Konzern erzielt. Die mit Unternehmen des Sanofi-Konzerns abgeschlossenen Lieferverträge haben somit einen erheblichen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens. Schwierigkeiten bei Produktion oder dem Vertrieb von pharmazeutischen Wirkstoffen an Sanofi können einen signifikanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EUROAPI Germany GmbH haben. Umweltschutzrisiken/Sicherheitsrisiken Infolge der Unvorhersehbarkeit und Nichtabschätzbarkeit von Elementarschäden und aufgrund potenzieller Umweltgefahren, die mit der Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen und Zwischenstufen - selbst bei Einhaltung unserer hohen technischen und sicherheitstechnischen Standards - verbunden sind, wird das Unternehmen durch eine eigene HSE- Abteilung unterstützt und die Prozesssicherheit durch ein integriertes Gesundheits-, Umweltschutz- und Sicherheitsmanagement gewährleistet. Beim Schutz der EUROAPI Germany GmbH gegen Risiken von außen, einschließlich der Gefahr von terroristischen Anschlägen, wird die Erfüllung der Security-Anforderungen durch die entsprechenden Fachabteilungen und Einrichtungen des Standortdienstleisters sichergestellt. Die EUROAPI Germany GmbH am Standort Frankfurt stellt einen Betriebsbereich der oberen Klasse nach Störfallverordnung (12. BImSchV) dar. Der erforderliche Sicherheitsbericht des Unternehmens wurde im Sommer 2023 fristgerecht vollständig überarbeitet und aktualisiert und an die zuständige Behörde übergeben. Eine Inspektion der Überwachungsbehörde fand im Juni 2023 statt und wurde ohne Mängelfeststellung bestanden. Als produzierendes Unternehmen trägt die EUROAPI Germany GmbH die Verantwortung für die Vermeidung von Umweltrisiken und die Beseitigung von diesbezüglichen Lasten, die gegebenenfalls durch die Freisetzung oder Entsorgung von Schadstoffen aus Betriebsstätten verursacht wurden bzw. werden könnten. Unser Betriebsgelände wurde systematisch auf entsprechende potenzielle Risiken überprüft. Die Überprüfungen werden laufend fortgesetzt. Finanzwirtschaftliche Risiken Ausfallrisiken für den Forderungsbestand aus unserem Drittkundengeschäft reduzieren wir, indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden überwacht und entsprechende Kreditlimits festgelegt werden. Die EUROAPI Germany GmbH hat verschiedene Verpflichtungen im Zusammenhang mit Pensionszusagen. Diese Verpflichtungen werden regelmäßig durch die Erstellung versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Veränderungen der Bewertungsparameter (z.B. Veränderungen des Diskontierungszinssatzes, der Gehaltssteigerungsrate und des Rententrends) können Auswirkungen auf den Wert der Pensionsverpflichtungen haben und zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne erforderlich machen. Rechtliche Risiken Die EUROAPI Germany GmbH kann im Zuge ihrer normalen Geschäftstätigkeit in gerichtliche Verfahren involviert und möglichen daraus resultierenden Ansprüchen Dritter ausgesetzt sein. Für bestehende Risiken werden dann durch die Bildung von Rückstellungen in angemessener Höhe Vorsorge getroffen wird. Das Unternehmen ist bestrebt, Haftungs- und Schadensrisiken, die in Ausübung der unternehmerischen Tätigkeit auftreten können durch entsprechende Vertragsgestaltungen weitestgehend zu minimieren und soweit dies wirtschaftlich sinnvoll ist, zu versichern. Trotzdem können z.B. selbst erfolglose Produkthaftungsklagen erhebliche Kosten verursachen. Auch besteht die Gefahr, dass in Folge von Rechtsstreitigkeiten Verluste entstehen, die über der Höchstgrenze oder außerhalb des Deckungsbereichs bestehender Versicherungen liegen und für deren Deckung auch vorhandene Rückstellungen nicht ausreichen. Das geistige Eigentum des Unternehmens beruht im Wesentlichen auf einem bedeutenden Know-how, einschließlich Geschäftsgeheimnissen, in Bezug auf die Herstellung von Wirkstoffen, deren Zwischenprodukten und Analysemethoden sowie auf einigen damit verbundenen Patenten und Patentanmeldungen. Da wir in erster Linie Wirkstoffe für unsere Kunden entwickeln und herstellen, sind wir der Ansicht, dass unsere Patente und Patentanmeldungen für die Ausübung unserer wirtschaftlichen Tätigkeit nicht wesentlich sind. Selbst im Falle des Ablaufs oder Verlusts unserer Patente kann es weiterhin einen Wettbewerbsvorteil aus unseren industriellen Kapazitäten und den dazugehörigen Kenntnissen in der Entwicklung und Herstellung von Wirkstoffen und Zwischenprodukten aus der Synthese für uns geben. Steuerliche Risiken / Transferpreise Der Umfang des Liefer- und Leistungsverkehrs zwischen der EUROAPI Germany GmbH und anderen Gesellschaften der EUROAPI-Gruppe ist gering. Entsprechend der bestehenden Richtlinien erfolgt der Leistungsaustausch mit den anderen Gesellschaften des Konzerns dem "at arm's length"-Grundsatz der OECD-Richtlinien. Die Verrechnungspreise werden regelmäßig überprüft und - falls erforderlich - angepasst. Finanzierung Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der EUROAPI SA, Paris, Frankreich, eingebunden und finanziert sich ausschließlich über den bestehenden Vertrag. Dieser bestehende Cash-Pool Vertrag kann von beiden Vertragsparteien mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen gekündigt werden. Entsprechend der Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum ist insgesamt von negativen Cashflows auszugehen, sodass die Gesellschaft auf die externe Zuführung liquider Mittel zur Begleichung ihrer kurzfristigen Verbindlichkeiten angewiesen ist. Aus diesem Grund hat die EU- ROAPI SA mit Vertrag vom 19. Juli 2024 verbindlich zugesagt, die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2025 mit denjenigen finanziellen Mitteln auszustatten, die zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft benötigt werden. Die Gesellschaft ist somit zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit auf die finanzielle Unterstützung der EUROAPI SA angewiesen. Personalrisiken Der künftige Unternehmenserfolg der EUROAPI Germany GmbH hängt auch von den Mitarbeitern ab. Dabei spielen das Ausbildungs- bzw. Qualifizierungsangebot und eine hohe Mitarbeitermotivation eine wesentliche Rolle. Der Wettbewerb um Mitarbeiter mit fachspezifischen Kenntnissen in der Pharmaindustrie in Zeiten von Fachkräftemangel und leerem Bewerbermarkt hält bereichspezifisch an. Die Notwendigkeit, bestehende Unternehmens- und Organisationsstrukturen fortlaufend an die sich ändernden Marktgegebenheiten anzupassen, stellt auch für die Mitarbeiter eine besondere Herausforderung dar. Durch Vergütungs-, Weiterbildungs- und Entwicklungssysteme möchte die EUROAPI Germany GmbH auch zukünftig für derzeitige und potentielle Mitarbeiter interessant bleiben und diese langfristig an das Unternehmen binden. Im Zuge von sich ständig verändernden Anforderungen an die Abläufe innerhalb des Unternehmens und damit Organisationsveränderungsprogrammen wird daher auch großes Augenmerk auf die Möglichkeiten von Transfers von Mitarbeitern zwischen unterschiedlichen Abteilungen sowie die Bindung von Talenten an das Unternehmen gelegt. Die Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf die Belegschaft werden permanent durch detaillierte Analysen überprüft, um etwaige Risiken infolge einer Überalterung der Belegschaft oder hinsichtlich der Nachfolgeplanung rechtzeitig zu erkennen und vorbeugende Maßnahmen treffen zu können. Risiken der Informationssicherheit / Informationstechnologie Es bestehen Richtlinien mit technischen, softwareseitigen und organisatorischen Vorkehrungen für Zugangskontrolle, Zugriffsrechte, Viren- und Datenschutz sowie für System- und Softwareänderungen. Durch eine redundante Auslegung von technischen Ressourcen gewährleistet die EU- ROAPI Germany GmbH - auch bei Ausfall einzelner Komponenten - die erforderliche Verfügbarkeit ihrer geschäftskritischen Anwendungssysteme und den Zugriff auf geschäftsrelevante Daten. Backup- und Restore-Verfahren dienen dazu, in Abhängigkeit von den betrieblichen Notwendigkeiten, Daten regelmäßig zu sichern und im Notfall einen Wiederherstellungsprozess einzuleiten, um den dauerhaften und unwiederbringlichen Verlust von Informationen zu vermeiden. Chancen Chancen zur Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich grundsätzlich durch den Ausbau als CDMO mit der Produktion und Entwicklung von API für Unternehmen, die dafür keine eigenen Kapazitäten haben. Die EUROAPI Germany GmbH verfügt über langjährige, spezielle Erfahrung in der Produktion von Oligonukleotiden und Peptiden. Um die Chancen in diesem Wachstumsmarkt wahrzunehmen, werden signifikante Investitionen zur Erweiterung der Produktionskapazität getätigt. Ebenfalls ein wichtiger Pluspunkt bei der Entwicklung des Produktportfolios und der Produktionsprozesse sind die R&D Kapazitäten am Standort Frankfurt, die mit dem ungarischen Standort die größten im Konzern sind mit speziellem Know-how in komplexen chemischen Prozessen. Der im April 2023 vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwurf des Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetzes (ALBVVG) zeigt zudem das Interesse der Bundesregierung, der Gefahr eines Wirkstoffmangels und der Abhängigkeit vor allem von asiatischen Herstellern zu begegnen. Daraus können sich für die EUROAPI Germany GmbH als deutscher Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen am Standort in Frankfurt Chancen ergeben. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Wir sind zuversichtlich, dass unsere Ertragskraft und unsere Vermögens- und Finanzlage sowie unser aktuelles Produktportfolio und unsere Produktpipeline eine sehr gute Grundlage für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung bilden und die EUROAPI Germany GmbH über die notwendigen Ressourcen verfügt, um diese Chancen auch nachhaltig zu nutzen. M. Ausblick Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch die Auswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts sowie eine weiterhin hohe Inflation. Da ein Ende des Krieges in der Ukraine zum Zeitpunkt der Aufstellung nicht absehbar ist, geht die Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2024 davon aus, dass sich hieraus Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung ergeben. Auch wenn eine Entspannung bei den Energie- und Rohstoffpreisen absehbar ist, wird erwartet, dass diese sich weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. Zusätzliche Herausforderungen sind der angespannte Arbeitsmarkt für viele Fachfunktionen sowie die Neuausrichtung der Energieversorgung in Deutschland. Der globale Markt für pharmazeutische Wirkstoffe soll von 219,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 279 Milliarden US-Dollar im Jahr 2028 wachsen, bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,2 %. Der größte Markt in 2023 war Nordamerika, der mit der größten erwarteten Wachstumsrate ist der Nahe Osten (Quelle: Pharmaceutical API Manufacturing Global Market Report 2023; The Business Research Company). Die EUROAPI Germany GmbH will an dem globalen Wachstum als weltweit agierendes Unternehmen partizipieren. Auch die aktuellen Diskussionen in Europa um die Versorgungssicherheit bei pharmazeutischen Wirkstoffen, wie zum Beispiel in der deutschen Regierung zur Bekämpfung von Lieferengpässen bei patentfreien Arzneimitteln, können mittelfristig dazu beitragen, die Marktumfeld für das in Deutschland produzierende Unternehmen positiv zu beeinflussen. Für den Ausbau des CDMO-Geschäfts in der EUROAPI Germany GmbH wurden im Jahr 2023 zusätzliche Ressourcen aufgebaut, um das für die kommenden Jahre geplante Umsatzwachstum und die Chancen in diesem Geschäftsfeld sicherzustellen. Hierfür sind weitere signifikante Investitionen in Sachanlagen, insbesondere im Bereich Peptide & Oligonukleotide, geplant. Zudem wird eine Projektorganisation zur Steuerung des gesamten Prozesses der Angebotserstellung bis zur Produktion und Kommerzialisierung etabliert. Am 28. Februar 2024 wurde ein Konzernweites Restrukturierungsprogramm mit dem Namen Fokus-27 bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Projekt zur Erschließung von profitablem Wachstum und zur Steigerung der Erträge durch ein gestrafftes Wirkstoff-Portfolio, welches die Einstellung von 13 Wirkstoffen mit niedrigen oder negativen Margen und die Konzentration auf hoch differenzierte, profitable Produkte wie Vitamin B12, Prostaglandine, Peptide und Oligonukleotide beinhaltet. Darüber hinaus geht es dabei um ein fokussiertes CDMO- Angebot, das sich auf die anerkannten Fähigkeiten und Technologieplattformen stützt und ein rationalisiertes industrielles Umfeld mit Schwerpunkt auf renditestarken Investitionsausgaben und eine schlankere Organisation mit effizienteren Arbeitsmethoden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird insgesamt von einem moderat reduzierten Umsatz und einem deutlich reduzierten EBITDA im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen. Diese Entwicklung wird auch durch das Restrukturierungsprojekt Fokus-27 bedingt sein. Für das Jahr 2025 erwarten wir einen Umsatz leicht unter dem Niveau des Jahres 2024 sowie ein EBITDA auf der Höhe des Geschäftsjahres 2024. Hinsichtlich der "Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.
Frankfurt am Main, den 19. Dezember 2024 Die Geschäftsführung Gary Baker Oliver Pfeiffer Dieser Jahresabschluss für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr wurde von der Gesellschafterversammlung mit Beschluss vom 24. Januar 2025 festgestellt.
Frankfurt am Main, den 24. Januar 2025 EUROAPI Germany GmbH David Seignolle, Vorsitzender des Aufsichtsrates / Chairperson of the Supervisory Board |
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