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Bankhaus Ellwanger & Geiger KGStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, StuttgartAktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart
Anhang für das Geschäftsjahr 2016der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, StuttgartInhaltsverzeichnis A. Allgemeine Angaben B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
D. Sonstige Angaben E. Nachtragsbericht F. Unterschrift der Mitglieder der Geschäftsführung A. Allgemeine Angaben * Die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart, hat ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. * Gemäß §§ 8 und 9 RechKredV wurde für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 die Gliederung nach Restlaufzeiten vorgenommen. * Bei den sog. Wahlpflichtangaben (Angaben, die entweder in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können) haben wir uns für die Angabe im Anhang entschieden. In diesen Fällen sind bei den jeweiligen Posten auch die Vorjahreszahlen angegeben. * Die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart, ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister A unter der Nummer HRA738 eingetragen. B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden * In den Personalaufwendungen sind die Haftungsvergütungen der Geschäftsführer enthalten. * Die Barreserve wurde zum Nominalbetrag bewertet. * Forderungen an Kunden und Kreditinstitute haben wir zum Nennwert bilanziert. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. * Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt. Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir nach den Erfahrungen der Vergangenheit bemessene Pauschalwertberichtigungen auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet. * Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Wertaufholungen werden durch Zuschreibungen auf den höheren Kurs, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten berücksichtigt. * Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. * Die Sachanlagen und immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter (bis EUR 410,00 Anschaffungskosten) haben wir aus Vereinfachungsgründen im Anschaffungsjahr ohne Berührung des Anlagevermögens voll aufwandswirksam berücksichtigt. * Die Sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Marktpreis bewertet, Forderungen wurden mit dem Nennbetrag bilanziert. * Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. * Die anteiligen Erträge und Aufwendungen für die Zeit nach dem Bilanzstichtag wurden in den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. * Bei der Bemessung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. * Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung der "Projected Unit Credit Method" ermittelt. Hierbei wurde ein Rechnungszins von 4,01 % p. a. sowie ein Anwartschaftstrend von 1,00 % p. a. berücksichtigt; hinsichtlich der sonstigen Parameter (z.B. Gehaltstrend) wurden keine Steigerungen berücksichtigt, da es sich um individuelle Entgeltumwandlungen handelt. Das mit den Pensionsverpflichtungen i. H. v. EUR 218.995 verrechnete Deckungsvermögen i. H. v. EUR 168.163 (Zeitwert) wird saldiert als Pensionsrückstellung (EUR 50.832) ausgewiesen. Dem Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtungen i. H. v. EUR 8.484 stehen Erträge aus dem Deckungsvermögen mit EUR 5.050 gegenüber. Saldiert ergeben sich Aufwendungen von EUR 3.434. * Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zeitraum für die Ermittlung des Durchschnittsatzes zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen von 7 auf 10 Jahre verlängert. Bei Anwendung des 7-jährigen Durchschnittzinssatzes käme ein Rechnungszins von 3,28 % zur Anwendung. Daraus ergibt sich ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 15.364, der gemäß § 253 Abs.6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt. * Auf eine Abzinsung der unter den anderen Rückstellungen ausgewiesenen langfristigen Rückstellungen für Aufbewahrung wurde aufgrund des Artikels 67 Absatz 1 Satz 2 EGHGB verzichtet. Der Betrag der Überdeckung beläuft sich gemäß Artikel 67 Absatz 1 Satz 4 EGHGB auf EUR 13.183. * Aus der unterschiedlichen Bewertung zwischen Handels- und Steuerbilanz ergeben sich Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aus der hieraus resultierenden Steuerbelastung/-entlastung entstehen die passiven und aktiven latenten Steuern. * Die temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben saldiert aktive latente Steuern. Auf eine Ausübung des Aktivierungswahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wurde verzichtet. C. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz Aktiva * Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gelten die folgenden Restlaufzeiten:
* In dem Posten Forderungen an Kunden sind Forderungen mit unbestimmter Laufzeit von EUR 5.472.737 (Vj. EUR 9.185.842) enthalten. * In den Forderungen an Kunden besteht ein Genussrecht gegenüber der Health Care Beteiligung S.á.r.l., Luxembourg i. H. v. EUR 1.500.000,00. * Durch Rangrücktrittsvereinbarungen ist die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG als Nachranggläubigerin mit einem Teilbetrag i. H. v. EUR 480.000 ihrer Forderungen gegen die Ellwanger & Geiger Finanzmanagement GmbH, Stuttgart, und mit einem Teilbetrag i. H. v. EUR 25.000 ihrer Forderungen gegen die Ellwanger & Geiger Private Immobilien GmbH, Stuttgart hinter die Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubigern zurückgetreten. * Die in dem Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthaltenen Beträge, die in dem Jahr, das auf den Bilanzstichtag folgt, fällig werden, belaufen sich auf EUR 10.027.600 (Vj. EUR 983.000). Die Anleihen und Schuldverschreibungen unterliegen in Höhe von TEUR 6.990 Verfügungsbeschränkungen, diese bestehen in Höhe von TEUR 3.517 gegenüber der Bundesbank, in Höhe von TEUR 1.965 bei der EUREX und in Höhe von TEUR 1.507 gegenüber der DZ Bank. * In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen sind oder Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
* In folgenden Posten sind enthalten:
* Entwicklung des Anlagevermögens 2016
* Im Posten Sachanlagen sind enthalten:
* In der Position sonstige Vermögensgegenstände sind folgende bedeutsame Einzelposition enthalten: Gewinnausschüttung Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH EUR 750.000 Managementvergütungen aus dem Fondsgeschäft EUR 408.100 Stille Beteiligung VfB Stuttgart Beteiligungs GmbH EUR 532.500 * Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten keine Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten. * In dem Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 6.207.023 (Vj. EUR 5.950.636) enthalten. Passiva * Für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gelten die folgenden Restlaufzeiten:
Verbriefte Verbindlichkeiten aus begebenen Schuldverschreibungen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. * Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. * Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind als wesentliche Einzelbeträge Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von EUR 1.066.385 (Vj. EUR 1.137.129) und die Privatkonten der Gesellschafter in Höhe von EUR 2.565.139 (Vj. EUR 1.337.137) enthalten. * In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind oder gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
* In den Verbindlichkeiten sind keine Fremdwährungsposten enthalten (Vj. EUR 5.953.088) enthalten. * Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio- bzw. Bearbeitungsentgelte, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 169.545 (Vj. EUR 104.339) enthalten. Die Bearbeitungsentgelte werden nach dem tatsächlichen Kostenverlauf abgegrenzt. * Die Rückstellungen beinhalten als wesentliche Einzelpositionen Rückstellungen für Personalkosten i. H. v. TEUR 486 (Vj. TEUR 840) und Prüfungskosten i. H. v. TEUR 167 (Vj. TEUR 158). * In dem Posten Eventualverbindlichkeiten sind Bürgschaften i. H. v. EUR 6.395.030 (Vj. EUR 6.135.754) enthalten. * Zum Bilanzstichtag waren gemäß § 36 RechKredV nachfolgend aufgeführte Termingeschäfte noch nicht abgewickelt (Anlagen in TEUR)
* Die Geschäfte wurden zur Deckung von Zins-, Wechselkurs- und Marktpreisschwankungen abgeschlossen, Handelsgeschäfte sind keine enthalten. Kontrahenten sind OECD-Banken. * Für die Wertermittlung von Optionen werden Optionspreismodelle eingesetzt. Deren Einsatz erfolgt auf der Basis der allgemein anerkannten grundlegenden Annahmen. Danach bestimmt sich der Wert der Option insbesondere nach dem Wert des zugrundeliegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basiszinssatz, dem risikolosen fristenadäquaten Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontraktes. * Den in der obigen Tabelle ausgewiesenen Futures und Optionen liegen Kundengeschäfte zugrunde. * Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind nicht durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert. * Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen (EUR 6,4 Mio.; Vj. EUR 6,1 Mio.) sowie aus unwiderruflichen Kreditzusagen (EUR 7,6 Mio.; Vj. EUR 10,2 Mio.) unterliegen dem jeweiligen Adressenausfallrisiko des Schuldners. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist der Eintritt des Haftungsfalls bei den Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen jeweils als relativ gering sowie die Inanspruchnahme bei den Kreditzusagen unter 12,45 % (Vj. 29,87 %) einzuschätzen. * Die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG steuert das allgemeine Zinsänderungsrisiko im Bankbuch zentral im Rahmen des Aktiv-/Passivmanagements. Hierbei handelt es sich nach herrschender Meinung nicht um eine Bewertungseinheit im Sinne des * § 254 HGB, sondern um eine Bewertungskonvention, bei der alle derivativen und nicht derivativen Finanzinstrumente des Bankbuchs in einem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen (Refinanzierungsverbund). Folglich ermittelt die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG im Rahmen der verlustfreien Bewertung für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch barwertbezogen, ob dem Wert der Leistungsverpflichtungen insgesamt ein ausreichend hoher Gegenleistungsanspruch gegenübersteht. Sofern aus der Bewertung der gesamten Zinsposition des Bankbuchs ein Verpflichtungsüberschuss resultieren würde, wäre dem handelsrechtlichen Vorsichtsprinzip durch Bildung einer Rückstellung gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB (Drohverlustrückstellung) Rechnung zu tragen. Die Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Verwaltungskosten erfolgt auf Nominalbasis. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 bestand kein negativer Verpflichtungsüberschuss. II. Gewinn- und Verlustrechnung * Dritten erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, sind unter den Provisionserträgen ausgewiesen:
* In 2016 sind in Höhe von TEUR 393 (Vj.TEUR 238) Kreditbearbeitungsgebühren in den Zinserträgen ausgewiesen. * Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus internen Leistungsverrechnungen sowie Kostenerstattungen i. H. v. TEUR 1.763 (Vj. TEUR 678), Erträge aus Erstattung geldwerter Vorteil i. H. v. TEUR 72 (Vj. TEUR 150), Mieterträge i. H. v. TEUR 48 (Vj. TEUR 51), sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 88 (Vj. TEUR 54). Die Erträge aus internen Leistungsverrechnungen resultieren aus der Verrechnung von Dienstleistungen an Tochtergesellschaften und Beteiligungen (insbesondere für Controlling, EDV, Organisation, Personal und Rechnungswesen). * Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Vertriebsunterstützung i. H. v. TEUR 169 (Vj. TEUR 158) ausgewiesen. * Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind i. H. v. TEUR 311 (Vj. TEUR 279) angefallen und betreffen im Wesentlichen das ordentliche Ergebnis des laufenden Jahres. In dieser Position sind, analog dem Vorjahr, keine latenten Steuern enthalten. D. Sonstige Angaben * Von der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. * Kredite an die Mitglieder der Geschäftsführung bestanden nicht. Ebenfalls lagen keine eingegangenen Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen vor. * Kreditzusagen an die Mitglieder des Verwaltungsrates bestanden in Höhe von TEUR 33. * Im Geschäftsjahr wurden an frühere persönlich haftende Gesellschafter Ruhegehälter von TEUR 400 sowie eine Beratervergütung mit TEUR 30 bezahlt. * Die Vergütungen an den Verwaltungsrat sowie an den Kreditausschuss betragen TEUR 18. * Herr Mario Caroli ist in der Geschäftsführung bei den Tochtergesellschaften der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG: E & G Funds & Asset Management GmbH, Stuttgart, E & G Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbH, Stuttgart, Gesellschaft für Vermittlung immobiler Vermögenswerte mbH, Stuttgart, sowie Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH, Stuttgart. * Herr Dr. Volker Gerstenmaier, ist Geschäftsführer bei den Tochtergesellschaften der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG: Gesellschaft für Vermittlung immobiler Vermögenswerte mbH, Stuttgart, E & G Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbH, Stuttgart, Ellwanger & Geiger Private Immobilien GmbH, Stuttgart und Ellwanger & Geiger Finanzmanagement GmbH, Stuttgart. * Im Geschäftsjahr wurden Honorare i. H. v. TEUR 199 (Vj. TEUR 171) für den Abschlussprüfer aufwandswirksam berücksichtigt. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEUR 114 (Vj. TEUR 114), andere Bestätigungsleistungen TEUR 33 (Vj. TEUR 28), Steuerberatungsleistungen TEUR 40 (Vj. TEUR 27) sowie auf sonstige Leistungen TEUR 12 (Vj. TEUR 2). * Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. Sämtliche Geschäfte werden zu marktüblichen Konditionen getätigt. * Des Weiteren ist das Bankhaus Ellwanger & Geiger KG Mitglied im Bundesverband Deutscher Banken sowie in dessen Einlagensicherungsfonds. * Für zwei aktive und vier ausgeschiedene Versorgungsberechtigte bestehen Pensionszusagen. Zwei Pensionsberechtigte haben ihre Rechtsansprüche jeweils vor dem 1. Januar 1987 erworben. Die entsprechend dem Wahlrecht des Art. 28 EGHGB nicht gebildete Pensionsrückstellung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.013 (Vj. TEUR 3.992). * Die Zahl der 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurde 1 weibliche (Vj. 2 bzw. 4) Auszubildende beschäftigt. * Die Geschäftsführung des Bankhauses lag im Berichtsjahr 2016 in den Händen der persönlich haftenden Gesellschafter, der Herren Dr. Volker Gerstenmaier, Stuttgart (Privatbankier) und Mario Caroli, Staig (Privatbankier). * Dem Verwaltungsrat gehörten im Geschäftsjahr 2016 an:
* Die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss auf, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und in dem zentralen Unternehmensregister eingesehen werden kann.
E. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31.12.2016 haben sich keine Ereignisse ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Bank haben. Parallel zu der im Berichtsjahr vorgenommenen Verlagerung des Bereichs Gewerblichen Immobilien auf die Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH wurde zum 01.01.2017 auch der Bereich Private Immobilien, welcher Makler Dienstleistungen im Segment Private Kunden anbietet, von der Bankhaus Ellwanger und Geiger KG auf die 100%ige Tochtergesellschaft Ellwanger & Geiger Private Immobilien GmbH verlagert. Die vorgenommene Verlagerung führt auf Ebene des Bankhauses zu einer Minderung des Provisionsüberschusses wie auch der Personal- und Sachkosten. Diese Effekte sollen künftig durch phasengleiche Gewinn-Ausschüttungen - ausgewiesen im Beteiligungsergebnis - kompensiert werden. Darüber hinaus prüft die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG derzeit Möglichkeiten zur Änderung ihrer Rechtsform. F. Unterschrift der Mitglieder der Geschäftsführung
Stuttgart, den 16.Mai 2017 Bankhaus Ellwanger & Geiger KG Mario Caroli Dr. Volker Gerstenmaier Lagebericht Geschäftsjahr 2016Bankhaus Ellwanger & Geiger KGI. Geschäftstätigkeit Die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG ist ein unabhängiges Unternehmen, das seine Dienstleistungen unter dem Dach einer Privatbank anbietet. Das Geschäftsmodell bedient die Bedürfnisse institutioneller Kunden und der vermögenderen Privatkundschaft. Tätigkeitsschwerpunkte der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG sind für institutionelle Kunden die Konzeption, der Vertrieb und das Management eigener Spezialfonds sowie Dienstleistungen rund um Immobilien für nationale und internationale professioneller Anleger. Im Privatkundengeschäft sind es die Vermögensberatung und -verwaltung, das Geschäft mit Immobilienzwischenfinanzierungen sowie die Vermittlung von Wohnimmobilien. II. Geschäftsverlauf Die allgemeine Situation für Banken beim zinstragenden Aktiv- und Passivgeschäft, die Einlagen- und Kreditzinsen und insbesondere die Negativzinsen bei Einlagen bei der Deutschen Bundesbank beeinflussen auch den Geschäftsverlauf des Bankhauses. Dennoch konnte das Zinsergebnis aufgrund einer sehr disziplinierten Margen-Gestaltung im Kreditgeschäft stabil und gegenüber der Planung positiv gehalten werden. Dabei wurde das Kreditgeschäft entsprechend der Kreditstrategie konservativ und risikoorientiert betrieben. Wesentliche Wertberichtigungen fielen nicht an. Die Bereiche Vermögensverwaltung und Individualberatung konnten nicht im geplanten Umfang neue Kunden gewinnen, was per Saldo zu einer Unterschreitung der ursprünglichen Ertragsplanung des Bankbereichs führte. Dem steuerten wir u. a. durch ein weiteres Kostensenkungsprogramm gegen. Die Maßnahmen werden konsequent umgesetzt und greifen bereits sichtbar. Dies beinhaltete auch Personalmaßnahmen, vor allem in den nachgelagerten Bereichen. Der Bereich Private Immobilien hat die Erwartungen erfüllt. Sowohl die Filialen (Sindelfingen, Waiblingen und Esslingen) als auch das Hauptbüro in Stuttgart entwickelten sich erfreulich. Die Planzahlen konnten übertroffen werden. Zum 1. Januar 2016 wurde der institutionelle Immobilienbereich, welcher Berater und Makler Dienstleitungen anbietet von der Bankhaus Ellwanger und Geiger KG auf die 100%ige Tochtergesellschaft Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH verlagert. Das Tochterunternehmen hat, bedingt durch Sondergeschäfte, die für das Geschäftsjahr 2016 gesteckten Ziele weit übertroffen. Obwohl die Märkte sehr eng und die Konkurrenzsituation, wie auch in allen anderen Geschäftsfeldern des Bankhauses sehr groß ist, gelang es Sondermandate zu akquirieren, welche zu signifikanten Ergebnisbeiträgen führten. Im Weiteren haben sich die Büros in Stuttgart und München im Rahmen des Plans entwickelt. Die vorgenommene Verlagerung des gewerblichen Immobiliengeschäfts führt auf Ebene des Bankhauses zu einer Minderung des Provisionsüberschusses wie auch der Personal- und Sachkosten. Dieser Effekt wurde durch eine phasengleiche Gewinn-Ausschüttung - ausgewiesen im Beteiligungsergebnis - kompensiert. Die Tochtergesellschaft E & G Funds & Asset Management GmbH konnte die Erträge aus der bereits in 2015 teilweise abgeschlossenen Strukturierungen und Neuplatzierung eines Immobilienpaketes in einen Spezialfonds final heben und einen hohen Sonderprojektertrag ausweisen. Darüber hinaus verlief das Geschäftsjahr im Rahmen der Planung. Neue Projekte sind zwar in Vorbereitung, erfordern aber hohe Vorlaufaktivitäten/Kosten und sind noch nicht abgeschlossen. Wie schon in den Vorjahren, insbesondere vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit, liegt ein Hauptaugenmerk auf dem Verlauf anhängiger Rechtsfälle aus der Vermittlung von Beteiligungen. Hier ist es zu keinen weiteren signifikanten neuen Entwicklungen gekommen. Die bekannten Themen aus der Beraterhaftung entspannen sich zunehmend, für die verbleibenden Risiken wurden ausreichend Rückstellungen gebildet bzw. sind durch eine Versicherung gedeckt. Die Risikotragfähigkeit und Bonität der Bank war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Wir werden unsere vorsichtige Unternehmenspolitik sowohl im Kreditbereich wie auch in der Anlageberatung weiterhin fortführen. Dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells sehen wir uns trotz anhaltender Niedrigzinsphase und weiterhin steigender Kosten der Regulierung auch für die Zukunft gut aufgestellt. III. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2016 um EUR 20,2 Mio. bzw. 12,0 % auf EUR 189,0 Mio erhöht. Auf der Aktivseite erhöhte sich die Barreserve um 20,5 Mio. EUR bei gleichzeitigem Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute um EUR 10,7 Mio.. Im Zuge des gesteigerten Aktivgeschäfts konnten die Forderungen an Kunden um EUR 10,6 Mio. auf EUR 102,6 Mio. (Vj. EUR 91,9 Mio.) deutlich ausgebaut werden. Der Anteil an der Bilanzsumme lag mit 54,3 % (Vj. 54,5 %) auf Vorjahresniveau. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um EUR 12,2 Mio. Mit EUR 156,4 Mio. (Vj. EUR 144,2 Mio.) bzw. 82,8 % (Vj. 85,4 %) hat diese Bilanzposition unverändert den größten Anteil an der Bilanzsumme. Die sonstigen Verbindlichkeiten und andere Posten haben sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 0,6 Mio vermindert. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber Vorjahr um EUR 8,6 Mio. auf EUR 11,6 Mio. erhöht. Den Risiken des Kreditgeschäfts wurde durch die gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Wertpapiere und der übrigen Aktiva erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip, das Wertaufholungsgebot wurde beachtet. Die anrechenbaren Eigenmittel gemäß der Verordnung (EU) 575/2013 betragen auf Ebene der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG zum Jahresende TEUR 14.583 und weisen - bezogen auf die Summe der gewichteten Risikoaktiva und Marktrisikopositionen - eine Gesamtkennziffer von 14,98 % aus. Auf Konzernebene belaufen sich die anrechenbaren Eigenmittel auf TEUR 15.993 bei einer Gesamtkennziffer von 15,38 %. 2. Finanzlage Die Kennziffer gemäß Liquiditätsverordnung wurde stets eingehalten. Zum 31. Dezember 2016 betrug die Kennziffer 2,36. Die LCR-Kennziffer (Liquidity-Coverage-Ratio) lag auf Institutsebene per 31. Dezember 2016 bei 139 % (Konzern 149 %) und damit deutlich über der zum Stichtag geltenden Mindestquote von 70 %. Infolge unserer Refinanzierungsmöglichkeiten über Kundengelder, den Offenmarkt sowie den Interbankenhandel ist eine ausreichende Liquiditätsversorgung auch weiterhin gegeben. 3. Ertragslage Entwicklung der Ertragslage
Der Zinsüberschuss hat sich trotz anhaltender Niedrigzinsphase mit EUR 2,3 Mio. leicht über Vorjahresniveau (EUR 2,2 Mio.) stabilisiert. Effekte aus der rückläufigen Gesamtzinsspanne konnten dabei durch den Ausbau der Kreditbestände kompensiert werden. In den Laufenden Erträgen aus Aktien, Beteiligungen und verbundenen Unternehmen sind Ausschüttungen der Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH (EUR 0,8 Mio.) sowie der E & G Bridge Equity GmbH & Co. KG (EUR 0,3 Mio.) ausgewiesen. Der Provisionsüberschuss hat sich - einhergehend mit der zum 1. Januar 2016 vorgenommenen Verlagerung des gewerblichen Immobiliengeschäfts - gegenüber dem Vorjahr um EUR 7,1 Mio. auf EUR 7,5 Mio. reduziert. Einhergehend mit der vorgenannten Verlagerung des gewerblichen Immobiliengeschäfts haben sich die Personalaufwendungen gegenüber Vorjahr um EUR 3,9 Mio. und die anderen Verwaltungsaufwendungen um EUR 1,2 Mio. reduziert. Der Saldo der Sonstigen Aufwendungen/Erträge hat sich von EUR 0,3 Mio. auf EUR 1,9 Mio. verbessert. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Erträge im Rahmen der konzerninternen Leistungsverrechnung sowie Versicherungs-Erstattungen aus früheren Rechtsfällen. Die Bedeutung des Dienstleistungsgeschäftes ist aus der Relation zum Zinsüberschuss erkennbar. Rund 77 % (Vj. 87 %) des Zins- und Provisionsüberschusses kommen aus dem Provisionsbereich, die restlichen 23 % (Vj. 13 %) aus dem Zinsbereich. Das Bewertungsergebnis (Kompensation der GuV - Positionen 13, 14, 15 und 16) beläuft sich insgesamt auf + TEUR 130 (Vj. TEUR 233). Der Steueraufwand belief sich auf TEUR 311 (Vj. TEUR 279). Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.292 (Vj. TEUR 915) wurde nach Abzug der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Höhe von 15 TEUR (Vj. 0 TEUR) auf die Gesellschafterkonten verteilt und wird nach Feststellung des Jahresabschlusses den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt. Die Eigenkapitalrendite lag im Geschäftsjahr 2016 bei 8,6 % (Vj. 6,1 %). Ein wesentliches Ziel der Geschäftspolitik ist es, diese Kennziffern durch eine nachhaltige Ertragssteigerung sowie ein weiterhin konsequentes Kostenmanagement weiter zu verbessern. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Ertragssteigerung und Kostensenkung werden hierzu konsequent weiterverfolgt. Gegenüber der ursprünglichen Planung für das Geschäftsjahr 2016 ergibt sich eine Ergebnisverbesserung in Höhe von rd. EUR 0,5 Mio. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen eine unter Plan liegende Risikovorsorge, über der ursprünglichen Erwartung liegende Erträge im Bereich Private Immobilien sowie Sondererträge aus Versicherungsleistungen für ehemalige Rechtsfälle. IV. Risikomanagement Unter Risikomanagement versteht das Bankhaus Ellwanger & Geiger den Einsatz eines umfassenden Instrumentariums für den Umgang mit Risiken im Rahmen der Risikotragfähigkeit, der durch die Geschäftsleitung festgelegten Strategie sowie der risikoorientierten Gesamtbanksteuerung. Dazu gehören insbesondere Aufbau- und Ablauforganisationen sowie Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Um eine rechtzeitige Identifizierung und Steuerung der Risiken sicherstellen zu können, werden unsere Risikosteuerungs- und -controllingprozesse kontinuierlich validiert und bei Bedarf weiterentwickelt. Aufbauend auf die Systematik der MaRisk kategorisieren wir unsere wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken, Vertriebsrisiken und sonstige Risiken (u. a. strategisches Risiko und Reputationsrisiko). In einer jährlich stattfindenden Risikoinventur werden die für das Bankhaus Ellwanger & Geiger relevanten Risiken erfasst und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit bewertet. Wir planen und steuern unserer Institut mit einem GuV-orientierten Risikotragfähigkeits- und Limitsystem unter Berücksichtigung des Going-Concern-Ansatzes. Dieser Ansatz verfolgt das Ziel, den Fortbestand des Instituts auch dann zu gewährleisten, wenn Verluste während des Risikobetrachtungshorizonts eintreten. Ergänzend werden barwertige Berichtsgrößen ermittelt. Als Risikodeckungsmasse werden die freien Eigenmittel gemäß Säule 1 (Verordnung EU 575/2013) sowohl auf Instituts- wie auch auf Gruppenebene, d.h. inklusive der E & G Tochterunternehmen herangezogen. Die darauf aufbauende Risikotragfähigkeitsberechnung wird weiter sowohl auf Institutsebene (monatlich) wie auf Gruppenebene (vierteljährlich) erstellt. Neben der Bankhaus KG werden aktuell die als wesentlich eingestuften Tochterunternehmen bei der Berechnung der Risikotragfähigkeitsberechnung auf Gruppenebene berücksichtigt: • E & G Funds & Asset Management GmbH • Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH • E & G Beteiligungs- und Management GmbH • Ellwanger & Geiger Private Immobilien GmbH Verbleibende Risiken aus der E & G Finanzmanagement GmbH (i.W. Beraterhaftung) werden aufgrund der Haftungsdachfunktion bei der Bankhaus KG abgebildet. Bei allen wesentlichen oder aufsichtsrechtlich zu konsolidierenden Tochterunternehmen erfolgt bei messbaren Risiken die Berücksichtigung in den Einzelrisikoarten der Gruppenrisikotragfähigkeit. Alle weiteren unwesentlichen Tochterunternehmen fließen in der Gruppenbetrachtung über das Beteiligungsrisiko ein.
Eine ständige Überwachung der eingegangen Risiken sowie der vorhandenen Risikodeckungsmasse, die die Obergrenze für die Übernahme von Verlusten darstellt, wird durch die Risikotragfähigkeit sichergestellt. Diese ermittelt als übergeordnetes Steuerungsinstrument aufgrund der Gegenüberstellung der eingegangenen Risiken sowie der vorhandenen Risikodeckungsmasse unter Berücksichtigung von aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine entsprechende Risikoauslastung, welche für strategische Geschäftsentscheidungen herangezogen wird. Als Gesamtbank-Risikolimit (= Verlustobergrenze Normal-Szenario) wird lediglich 95 % der ermittelten Risikodeckungsmasse angesetzt, welche für die Abdeckung der wesentlichen Risiken eingesetzt werden kann und steht damit zur Ableitung konkreter Risikolimite zur Verfügung. Die restlichen 5 % werden als Risikopuffer verwendet. Im Normal-Szenario sind zum Jahresende 2016 auf Institutsebene den Adressausfallrisiken (inkl. Beteiligungsrisiko) Verlustlimite in Höhe von 52 % (Konzern 36 %) und den Marktpreisrisiken inklusive Zinsänderungsrisiken Verlustlimite in Höhe von 21 % (Konzern 26 %) zugewiesen. Weitere Verlustlimite bestehen über insgesamt 14 % für das Vertriebsrisiko (Konzern 18 %), 12 % für die operationellen Risiken (Konzern 18 %) sowie für Liquiditätsrisiken 1% (Konzern 2 %). Ausgehend von unserer Risikotragfähigkeitsrechnung stellt sich die Entwicklung der Risikosituation wie folgt dar:
Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr 2016 stets gegeben. Im Rahmen unserer Kapitalplanung gehen wir für das Folgejahr 2017 von einer Risikoentwicklung auf vergleichbarem Niveau aus (Gesamtrisiko auf Institutsebene von ca. 2,5 Mio. EUR - auf Konzernebene von ca. 2,4 Mio. EUR). Für das Stresstesting aller wesentlichen Risiken bilden wir sowohl historische als auch hypothetische Risikoszenarien. Darüber hinaus führen wir auch inverse Stresstests durch. Mit der Identifizierung, Quantifizierung, Limitierung und Überwachung der Risiken ist der Bereich Risikomanagement betraut, welcher organisatorisch von den Marktbereichen getrennt ist. Dieser Bereich berichtet direkt der Geschäftsführung. a) Adressenausfallrisiken Als Adressenausfallrisiken wird die Gefahr gesehen, dass ein Kreditnehmer seinen vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Ebenfalls spiegelt sich im Adressenausfallrisiko die Bonitätsverschlechterung eines Kreditnehmers wider, d.h. ein Kreditnehmer verschlechtert sich während der Laufzeit des Geschäfts in seiner Bonität, was sich wiederum in einer höheren Ausfallwahrscheinlichkeit ausdrückt. Regelmäßig wird die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat über die Entwicklung des Kreditportfolios informiert. Im vierteljährlichen Adressrisikobericht für das Kundenkreditgeschäft wird die Portfoliozusammensetzung insbesondere nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Absicherungsgrad und Risikotreibern analysiert. Die Ermittlung der erwarteten Kreditrisiken aus dem Kundengeschäft erfolgt auf der Basis des Blankovolumens je Risikogruppen bzw. VR-Ratingklassen. Das Blankovolumen wird mit den aktuellen Ausfallsätzen auf Basis der jeweiligen Bonitätsklasse bzw. Ratingstufe multipliziert. Bestehende Kreditengagements und deren Sicherheiten werden gemäß unseres Risikofrüherkennungssystems regelmäßig überwacht. Der Kreditrisikobericht bildet mit weiteren Früherkennungssystemen die Basis für Kreditentscheidungen und ermöglicht eine Bewertung des Kreditportfolios, um frühzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Als Grundlage für die Auswahl von Kontrahenten und Emittenten gilt sowohl das in der Strategie festgelegte Mindestrating, also auch die durch das Risikocontrolling initiierte kreditgeschäftliche Prüfung. Jedem Kontrahenten und Emittenten wird ein Limit vergeben, dessen Einhaltung fortlaufend überwacht wird. In die Risikobetrachtung fließen die Kontrahenten und Emittenten mit den ihnen zugewiesenen externen Ratings und dem entsprechenden Ausfallsatz nach S & P ein. Die Ratings werden monatlich überprüft. Die Struktur des Kreditgeschäfts setzt sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt zusammen: Volumen verteilt nach Risikogruppen
Volumen verteilt nach Größenklassen
Räumliche Verteilung
Grundsätzlich erfolgt die Kreditvergabe sehr risikoavers und unter dem Gesichtspunkt der ertragsorientierten Banksteuerung. Die Adressenausfallrisiken aus den Eigenanlagen werden in regelmäßigen Reportings überwacht. Für den Kreditgenehmigungsprozess bestehen exakte Kompetenzregelungen. Kreditbewilligungen der Geschäftsführer ab TEUR 500 für gesicherte Kredite sind vom Kreditausschuss des Verwaltungsrates zu genehmigen. Die nach Bonitätsmerkmalen vorgenommene Risikoklassifizierung des Kreditportfolios unterliegt einer ständigen Überwachung seitens der Kreditabteilung. Die Eingrenzung des Kontrahentenrisikos erfolgt durch eine mit Limiten versehene Partnerliste, deren Einhaltung hinsichtlich Zusammensetzung und Limitüberschreitung laufend überwacht wird. Das Auslandsrisiko ist unbedeutend. Den Adressenausfallrisiken wird allgemein durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen sowie bei ausfallgefährdeten Engagements grundsätzlich durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen auf den Blankoanteil Rechnung getragen. Sofern es sich um gruppeninterne Kreditvergaben im Rahmen des aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreises handelt, werden diese konsolidiert. b) Marktpreisrisiken Unter Marktpreisrisiken wird die Gefahr von Verlusten, die aus der Veränderung der Marktpreise von Handelsobjekten resultiert, gesehen. Zu den bedeutendsten Marktpreisrisiken zählen folgende Ausprägungen: • Zinsänderungsrisiko • Aktienkursrisiko • Währungsrisiko In unserem Hause spielt aufgrund geschäftspolitischer Entscheidung lediglich das Zinsänderungsrisiko eine Rolle. Wir steuern und überwachen das Zinsänderungsrisiko laufend über eine Bewertung der Auswirkungen aus möglichen Veränderungen der Zins- und Geschäftsstruktur. In der GuV-orientierten Betrachtungsweise ist die relevante Steuerungsgröße die Entwicklung des Zinsergebnisses für das laufende Geschäftsjahr, die folgenden 12 Monate sowie 5 Folgejahre. Mit Hilfe der dynamischen Zinselastizitätsbilanz wird im vierteljährlichen Rhythmus das Zinsergebnis unter Verwendung von individuellen Zins- und Geschäftstrukturen simuliert. Darüber hinaus betrachten wir im quartalsweise zu erstellenden Marktpreisrisikobericht die Entwicklung des Zinsbuchbarwerts sowie das barwertige Zinsbuchrisiko nach der Value at Risk Methode. Die Risikokennzahl misst den möglichen zukünftigen Verlust des aktuellen Portfolios bei vorgegebenem Sicherheitsniveau (Konfidenzniveau) auf der Grundlage historischer Marktpreisänderungen (Volatilitäten). Das hier zugrunde gelegte Konfidenzniveau beträgt im Normalszenario 99 %, im Worst-Case-Szenario 99,99 %, wobei jeweils eine Haltedauer von 250 Handelstagen unterstellt wird. Als Zeitreihe für das Normalszenario dienen historische Marktpreisveränderungen der letzten fünf Jahre. Die Bankenaufsicht verwendet den Basel-II-Zinsrisikokoeffizienten ("Basel-II-Kennziffer") als Indikator für die Messung der Zinsänderungsrisiken. Mittels eines Zinsschocks von +/- 200 BP wird die maximale Veränderung des Zinsbuchbarwertes ins Verhältnis zum haftenden Eigenkapital gesetzt. Das Bankhaus liegt dabei unter der Grenze von 20 %, ab der die Bankenaufsicht den Begriff "Institut mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko" festgelegt hat.
Das Abschreibungsrisiko der Eigenanlagen stellen wir aufgrund des geringen Umfangs und des niedrigen Risikogehalts über das monatliche Risikoreporting dar. Dabei werden die simulierten Kursrisiken unter Verwendung einer Ad-hoc-Zinsstrukturverschiebung mit einer Haltedauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau im Normal-Szenario von 99 % bzw. im Stress-Szenario von 99,9 % dargestellt. Zur Ermittlung von Zinsänderungsrisiken wird auf das VR-Control Modul "Zinsmanagement" sowie "Ziabris" zurückgegriffen. Darüber hinaus erfolgt die Bewertung der Credit-Spread-Risiken auf Basis der bonitätsabhängigen Spreadhistorie je Emittent. Dabei wird die Swapkurve mit der Kurve des jeweiligen Emittenten verglichen. Die Datenhistorie beträgt i.d.R. mind. 3 Jahre und wird gespiegelt. Bei den Spreadveränderungen wird auf eine Haltedauer von 250 Tagen und einem Konvidenzniveau von 99 % abgestellt. Das Credit-Spread-Risiko wird mittels Spreadaufschlag am Wertpapier berücksichtigt und somit nicht separat ausgewiesen, sondern ist Bestandteil des Marktpreisrisikos. Ausgehend von einer Jahresverlustobergrenze erfolgt die Limitsetzung auf die jeweiligen Risikobereiche auf Gesamtbankebene. Das Risikocontrolling überwacht und analysiert die Entwicklung der Risiken monatlich und berichtet darüber der Geschäftsführung. Die Bestandslimite unterliegen der täglichen Überwachung. c) Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken definieren das Risiko, welches durch die Abweichung erwarteter und tatsächlicher Zahlungsströme entsteht. Das Liquiditätsrisiko lässt sich klassischerweise in drei Einzelaspekte aufschlüsseln. Diese sind im Folgenden: • Terminrisiko • Abrufrisiko • Liquiditätsanspannungsrisiko Das Terminrisiko, welches auch als aktivisches Liquiditätsrisiko bezeichnet wird, beschreibt die Ungewissheit über die Kapitalbindungsdauer von Aktivgeschäften. Dieses kann entstehen, wenn sich Kreditnehmer nicht vertragskonform verhalten, d.h. ihren vertraglich vereinbarten Pflichten wie z. B. Zins- und Tilgungszahlungen nicht fristgerecht nachkommen. Das Abrufrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Kreditzusagen unerwartet in Anspruch genommen werden oder Einlagen unerwartet abgezogen werden. Beispielsweise könnten Einlagen vor vertraglicher Fälligkeit abgezogen werden oder der Einlagenabzug die Höhe der bisherigen Erfahrungswerte übersteigen. Das Liquiditätsanspannungsrisiko wird häufig auch als Refinanzierungsrisiko bezeichnet. Hierunter wird die Gefahr verstanden, dass aufgrund mangelnder Marktliquidität die Veräußerung von Positionen nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Allen drei o.g. Einzelaspekten ist das Bankhaus Ellwanger & Geiger ausgesetzt. Jedoch wird beispielsweise durch gezielte Auswahl und stringenten Vorgaben der Geschäftsführung in der Titelauswahl das Liquiditätsanspannungsrisiko begrenzt. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsbereitschaft werden ausreichend liquide Mittel gehalten. Eine weitere Refinanzierungsmöglichkeit ist durch die Hinterlegung von Wertpapieren bei der Deutschen Bundesbank gewährleistet. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 refinanziert sich das Bankhaus im Wesentlichen über Kundengelder. Die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsverordnung wird täglich überwacht. Entwicklung der Liquiditätskennzahl gemäß LiqV
Im monatlichen Risikobericht fließen die Liquiditätsrisiken in Form von Refinanzierungsrisiken ein. Dabei werden die historischen Sichteinlagenabflüsse (seit 2009) innerhalb von 12 Monaten ermittelt. Der größte prozentuale Volumenrückgang wird auf den aktuellen Sichteinlagenbestand projiziert und mit einem realistischen Mehraufwand multipliziert. Der Mehraufwand ergibt sich aus dem Spread zwischen dem Zinssatz für Bestandskunden und den erforderlichen Konditionen zur Neugeschäftsgewinnung im Passivgeschäft. Ebenfalls wird im monatlichen Turnus ein Liquiditätsbericht erstellt, der sowohl eine Simulation der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl unter bestimmten Annahmen als auch eine Liquiditätsablaufbilanz beinhaltet. In beiden Darstellungen werden die Zahlungsmittel den Zahlungsverpflichtungen gegenüberstellt, wobei zusätzlich größere Abflüsse berücksichtigt werden, von denen ausgegangen wird, dass diese innerhalb der nächsten vier Wochen abfließen werden. Für den Zeitraum des ersten Monats stellen wir eine wöchentliche Betrachtung der erwarteten Mittelbewegungen in der Liquiditätsablaufbilanz an, für den Rest des Jahres werden die Mittelbewegungen in Monatsbändern ausgewiesen. Dadurch sind wir in der Lage, die Entwicklung der kurzfristigen Liquiditätslage unseres Hauses detailliert abzubilden. Als weitere Liquiditätskennzahl wird monatlich die auf einen Betrachtungszeitraum von 30 Tagen festgelegte Liquidity Coverage Ratio (LCR) berechnet. Die LCR soll einen ausreichenden Liquiditätspuffer in einem kurzfristigen Stressszenario sicherstellen. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 beläuft sich die LCR auf Institutsebene auf 139 % (Konzern 149 %). Quartalsweise wird die aufsichtsrechliche NSFR Kennziffer ermittelt. Sie dient zur Beurteilung der Stabilität von Refinanzierungen über einen Zeithorizont von bis zu einem Jahr und darüber hinaus. Sie soll sicherstellen, dass die Vermögenswerte im Verhältnis zu Ihrer Liquidierbarkeit zumindest anteilig mit langfristigen stabilen Mitteln refinanziert sind. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 lag die NSFR auf Institutsebene bei 205 % (Konzern 207 %). Darüber hinaus haben wir in unserem Institut ein Ampelsystem definiert, das die Beobachtung und die Steuerung des Liquiditätsrisikos erleichtert. Für den Fall eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses hat die Bank in einem Handbuch einzuleitende Maßnahmen definiert. d) Operationelle Risiken Operationelle Risiken lassen sich als die Gefahr von Verlusten definieren, welche in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von Prozessen, Mitarbeitern, Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Durch entsprechende Arbeitsanweisungen und Funktionstrennungen werden diese Risiken begrenzt. Soweit Risiken als versicherbar identifiziert werden, sind sie im Rahmen einer zeitgemäßen Risikopolitik versichert. Betriebliche Risiken, die durch einen Ausfall von technischen Einrichtungen auftreten können, sind durch Notfall-Planungen insbesondere im EDV-Bereich abgesichert. Die Möglichkeit zur kurzfristigen Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit ist gegeben. Die Geschäftsführung wird mindestens vierteljährlich durch den "Bericht der operationellen Risiken" über bedeutende Schadensfälle und wesentliche operationellen Risiken unterrichtet. In diesem Bericht wird für das Bankhaus Ellwanger und Geiger auf folgende Punkte eingegangen: A) Operationelle Risiken ohne Rechtsrisiken: Für die Risikoermittlung wird auf Basis der historischen Schadensfälle der letzten 8 Jahre der Durchschnittswert als erwarteter Verlust angesetzt. Als unerwarteter Verlust wird der maximale Jahresverlust der letzten 8 Jahre (Hintergrund: 99 % Konfidenzniveau) abzgl. dem erwarteten Verlust angesetzt. Potenzielle sowie schlagend gewordene operationelle Risiken werden zeitnah, mindestens im Rahmen der jährlichen Risikoinventur analysiert und bei Bedarf Maßnahmen eingeleitet, damit erneute Vorkommnisse der gleichen bzw. ähnlichen Art und Weise vermieden werden. Es wird weiter geprüft, welche wesentlichen Risiken sich aus der Risikoinventur ergeben. Durch das Zusammenführen von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe kann aus den Risiken eine Gesamtschadenshöhe ermittelt werden. B) Risiken aus aktuell vorliegenden Rechtsstreitigkeiten / Beschwerden: Bestehende Rechtsstreitigkeiten bzw. Beschwerden werden über eine Expertenschätzung (Basis: Beschwerdehöhe in Verbindung mit der zu erwartenden Schadenshöhe / Eintrittswahrscheinlichkeit) bewertet. Der ermittelte Betrag wird als erwarteter Verlust berücksichtigt. Für das Gesamtrisiko wird der erwartete Verlust verdoppelt. C) Risiken aus latenten Rechts-/Beschwerdefällen: Bezüglich der latenten Risiken (ohne konkrete Beschwerde bzw. Rechtsstreitigkeit) wird ebenfalls eine Expertenschätzung zur Risikoquantifizierung durchgeführt. Einflussgrößen sind dabei die historischen Beschwerde- bzw. Schadensquoten, um den erwarteten Verlust ermitteln zu können. Als unerwarteter Verlust wird der größte Gesamtjahresverlust (ohne Sonderfälle) aus der Historie verwendet. Auf Konzernebene fließen in die Berechnung des operationellen Risikos die Tochtergesellschaften Ellwanger & Geiger Real Estate GmbH, Ellwanger & Geiger Private Immobilen GmbH, E & G Funds & Asset Management GmbH und E & G Beteiligungs- & Management GmbH mit ein. Aufsichtsrechtlich unterlegen wir die operationellen Risiken auf der Grundlage des Basisindikatoransatzes mit Eigenkapital. e) Vertriebsrisiken / Ausschüttungsrisiken Aufgrund der großen Bedeutung der Vertriebsaktivitäten wurde das Vertriebsrisiko als eigenständige Risikokategorie aufgenommen. Hierunter wird auch das Ausschüttungsrisiko abgebildet. Das Vertriebsrisiko bezeichnet das Risiko, die geplanten Vertriebsziele nicht zu erreichen. Das Ausschüttungsrisiko bezeichnet das Risiko, das die geplanten Ausschüttungen für das Institut geringer ausfallen. Die Grundlage für die Steuerung des Vertriebs ist die Positionierung der Bank oder der Tochtergesellschaften gegenüber ihren Kunden. Damit wird der Markt, in dem die Bank tätig ist bzw. tätig sein will, definiert. Das Konzept ist die Basis für eine konsequente Ausrichtung des Leistungspotenzials auf die Bedürfnisse der Kunden. Um den Vertrieb zu optimieren und das Risiko von Fehlentwicklungen und die mit dem Vertrieb verbundenen Risiken zu reduzieren, werden Analysen des Kundenbedarfs sowie des wirtschaftlichen Umfeldes, durchgeführt. Die Messung und Steuerung des Vertriebsrisikos erfolgt insbesondere über Kunden-, Produkt- und Profit-Center-Rechnung (DB-III-Rechnung). Grundlage bei der Berechnung des Vertriebsrisikos sind zum einen die geplanten Provisionsergebnisse für das Planjahr sowie Folgejahr, zum anderen die Planabweichungen der Provisionserträge der letzten 8 Jahre (Hintergrund: Abbildung eines Konjunkturzyklus). Es werden der Bankbereich (innerhalb der Bankhaus KG) sowie die einzelnen relevanten Tochtergesellschaften analysiert. Dabei werden die Jahre nach Ihrer Aktualität prozentual gewichtet. Für die Risikoberechnung werden ausschließlich negative Planabweichungen berücksichtigt Bei der Risikotragfähigkeitsrechnung auf Institutsebene wird im Vertriebsrisiko auch das sogenannte Ausschüttungsrisiko berücksichtigt. Bei der Risikotragfähigkeitsrechnung auf Gruppenebene wird auch für die Tochtergesellschaften untersucht, ob durch Vertriebsrisiken eine Minderung der Substanz erfolgt. Das Vertriebsrisiko wird für das aktuelle und das nachfolgende Geschäftsjahr ermittelt. Das Risiko, welches von den zwei Jahren am höchsten ist, wird als Vertriebsrisiko berücksichtigt, um der rollierenden 12 Monate gerecht zu werden. Die Risikotragfähigkeitsrechnung stellt allein auf den Substanzwert (i.W. freie Eigenmittel nach Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen) ab. Vor dem Hintergrund sind bei Betrachtung des Vertriebsrisikos nur Planabweichungen relevant, welche zu einer Minderung des Substanzwertes - bei sonst gleichbleibenden Annahmen für die übrigen Planungsgrößen - führen würden. f) Sonstige Risiken Im Bereich der sonstigen Risiken haben wir u.a. das strategische Risiko, das Reputationsrisiko, das Compliance- und Outsourcing-Risiko identifiziert. Diese Risiken werden kontinuierlich, mindestens aber jährlich im Rahmen der turnusmäßigen Durchführung des Inventurprozesses auf Vollständigkeit und Plausibilität überprüft. Im Risikotragfähigkeitskonzept werden die sonstigen Risiken nicht gesondert dargestellt, da deren Auswirkungen sich in den bereits abgebildeten wesentlichen Risiken niederschlagen. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Risiken Unser Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem ist entsprechend dem Umfang, der Komplexität und dem Risikogehalt unseres Hauses aufgebaut. Das System ist detailliert dokumentiert, unterliegt einer laufenden Überwachung und wird permanent weiterentwickelt. Im Rahmen ihrer Prüfungshandlungen überprüft unsere externe Innenrevision regelmäßig die Systeme und Dokumentationen zur Risikoquantifizierung. Risiken, deren Eintritt den Bestand des Bankhauses gefährden, sind derzeit nicht erkennbar. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG sowie dem Konzern auch im Geschäftsjahr 2017 ausreichend Liquidität zur Verfügung stehen wird, die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen (inkl. Kapitalerhaltungspuffer) erfüllt werden und sich die Bank sowie der Konzern im Rahmen der Risikotragfähigkeit bewegen wird. V. Sonstiges Unsere Mitarbeiter waren in der Vergangenheit und sind auch in der Zukunft unser größter Erfolgsfaktor und sollen auch zukünftig entsprechend weiterentwickelt und gefördert werden. Dies zeigt sich insbesondere durch eine lange Betriebszugehörigkeit, eine geringe Fluktuationsquote sowie die Inanspruchnahme von Fortbildungsmaßnahmen. VI. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Kosten- und prozessorientiertes Arbeiten wird konsequent fortgeführt. Darüber hinaus hat sich der Bankbereich vertrieblich neu organisiert. Wir werden konsequent weiter nur die Produkte und Dienstleistungen anbieten, die nachgewiesenermaßen zu einem positiven Deckungsbeitrag führen. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die negativen Effekte aus dem Niedrigzinsniveau anhalten und wir dies durch einen weiteren Ausbau des provisionswirksamen Geschäfts, insbesondere in der Vermögensverwaltung wie auch die Fortsetzung unseres konsequenten Kostenmanagements kompensieren werden. Per Saldo rechnen wir für die Bankhaus Ellwanger & Geiger KG im Jahr 2017 mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von Mio. 0,5 bis Mio. 0,8 EUR. Die vorgenommene Thesaurierung von Gewinnen auf Ebene der E & G Tochterunternehmen leistet einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der erhöhten Eigenmittelanforderungen wie auch zur Stärkung der Risikotragfähigkeit von Bank und Gruppe insgesamt. Über die bekannten Sachverhalte hinaus sind uns keine Umstände mit gravierendem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt. Das Kreditgeschäft wird weiter unverändert risikoavers betrieben. Risiken bezüglich der weiteren Ertragsentwicklung können sich insbesondere aus einem starken konjunkturellen Rückgang und - damit einhergehend - einbrechenden Immobilien- und Wertpapiermärkten ergeben. Durch ein konsequentes Risikomanagement ist sichergestellt, dass derartige Risiken frühzeitig erkannt und unmittelbar Gegenmaßnahmen zur Sicherung der Risikotragfähigkeit unseres Institutes eingeleitet werden. Wesentlicher Bestandteil ist dabei die Betrachtung von adversen Entwicklungen sowie deren Auswirkungen auf die aktuelle wie langfristige Kapitalausstattung der Bank bzw. der E & G-Gruppe.
Stuttgart, 16. Mai 2017 BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Bankhaus Ellwanger & Geiger KG, Stuttgart, und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 16. Mai 2017 Ernst
& Young GmbH
Frey Wirtschaftsprüfer Seifert Wirtschaftsprüfer |
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