PEP Energie Grün GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Haake seit 24.1.2018 | Geschäftsführer |
Marco Penzhorn seit 20.1.2017 | Geschäftsführer |
Madlen Kania seit 27.2.2013 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Anhaltinische Gas GmbHMagdeburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2015Bilanz zum 31. DEZEMBER 2015ANHALTINISCHE GAS GMBH, MAGDEBURGAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015ANHALTINISCHE GAS GMBH, MAGDEBURGI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Anhaltinischen Gas GmbH (nachfolgend Gesellschaft genannt) wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Vorjahreszahlen, sofern sie nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung angegeben sind, werden in TEUR und in Klammern angegeben. Die Gesellschaft hat, ebenso wie im Jahr 2014, die Größenklassenmerkmale gem. § 267 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr überschritten. Sie ist somit als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bilanz ist nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB gegliedert (§ 266 HGB). Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 HGB ff. angewendet. Für den Anhang werden die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Going-concern Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Anlagevermögen Für das Jahr 2015 ist kein Anlagevermögen auszuweisen. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Darüber hinaus wird das allgemeine Zins- und Ausfallrisiko durch die Bildung einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag bewertet. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses Entsprechend § 284 Abs. 1 HGB macht die Gesellschaft von Ihrem Wahlrecht dahingehend Gebrauch, die gemäß der §§ 265 Abs. 3 HGB, 266 Abs. 2 und 3 und 275 Abs. 3 HGB erforderlichen Angaben im Anhang anzugeben. Forderungen Die Forderungen auf den 31.12.2015 in Höhe von EUR 6.309.286,38 (TEUR 4.367) sind ausschließlich solche aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Nettoforderungen gegenüber Drittkunden ausreichend Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 4.253.764,20 (TEUR 3.022) gliedern sich wie folgt:
Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände EUR 533.891,22 (TEUR 438) gliedern sich wie folgt und sind innerhalb eines Jahres fällig:
Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 100.000,00 (TEUR 100) und ist vollständig eingezahlt. Der Bilanzverlust entwickelte sich zum 31.12.2015 wie folgt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen EUR 1.998.966,33 (TEUR 2.015) enthalten insbesondere folgende Einzelrückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang einnehmen:
Die wesentlichen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen. Sie werden gebildet, wenn es Differenzen zwischen abgerechneten Gasmengen (erlösseitig) und den der AGG in Rechnung gestellten Gasmengen gibt. Die Portfolienrechnungen basieren auf allokierten Gasmengen, die vom Netzbetreiber in den jeweiligen Bilanzkreis des Lieferanten gemeldet werden. Die AGG stellt die Werte den abgerechneten Gasverbräuchen gegenüber und bildet bei Abweichungen dann Rückstellungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen waren nicht zu bilden. Verbindlichkeiten Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.560.026,96 (TEUR 2.230) gliedern sich wie folgt:
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.377.880,23 (TEUR 3.530) haben eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr und enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben gegenüber dem Hauptzollamt (Energiesteuer) in Höhe von EUR 1.598.734,46 (TEUR 1.833). IV. Haftungsverhältnisse Im Berichtsjahr bestehen keine Haftungsverhältnisse. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Steuern vom Einkommen und Ertrag Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird belastet durch folgende Steuern: Zinsabschlagsteuer EUR 0,00 (TEUR 1) Solidaritätszuschlag auf Zinsabschlagsteuer EUR 0,00 (TEUR 0) VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 117 (TEUR 153) setzen sich wie folgt zusammen: Verbindlichkeiten aus dem Internet-Service-Providing Vertrag gegenüber KID Magdeburg GmbH in Höhe von TEUR 1 jährlich. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Verbindlichkeiten aus dem Mietvertrag für die Software NetKalk.Netzte.Gas gegenüber der ene`t GmbH in Höhe von TEUR 3 jährlich. Der Vertrag läuft zunächst bis 30.09.2017. gegen verbunden Unternehmen Verbindlichkeiten aus dem Mietvertrag für die Büroräume in Magdeburg, Albert-Vater-Str. 50, von TEUR 9 für die jährliche Kaltmiete. Die Verpflichtungen bestehen gegenüber der Muttergesellschaft GETEC heat & power AG. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit. Verbindlichkeit aus einem Dienstleistungsvertrag mit der GETEC DAM GmbH von jährlich TEUR 103. Der Vertrag läuft zunächst bis zum 31.12.2016. VII. Sonstige Angaben Beschäftigte Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurde durchschnittlich 1 Arbeitnehmer beschäftigt. Kredite und Vorschüsse Kredite und Vorschüsse, über die nach § 285 Nr. 9c HGB zu berichten ist, liegen nicht vor. Geschäftsführung Geschäftsführerin der Gesellschaft war im Geschäftsjahr: Frau Dipl.-Wirtsch.-Ing. Daniela Scheile, Barleben (von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit) Informationen zu den übrigen Pflichtangaben, hinsichtlich derer nach § 285 HGB i. V. m. § 288 Abs. 1 HGB zu berichten ist, sind entbehrlich, da insoweit keine berichtspflichtigen Tatbestände vorliegen. Unternehmen im Konzernabschluss Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Anhaltinische Gas GmbH einbezogen ist, stellt die GETEC heat & power AG, mit Sitz in Magdeburg, Albert-Vater-Str. 50, auf. Dieser Konzernabschluss ist in Magdeburg erhältlich und wird wiederum in den Konzernabschluss der GETEC Energie Holding GmbH mit Sitz in Magdeburg, Albert- Vater- Str. 50, einbezogen. Der Konzernabschluss der GETEC Energie Holding GmbH umfasst den größten Kreis von Unternehmen, dem die Anhaltinische Gas GmbH zugehörig ist. Die Offenlegung dieser Konzernabschlüsse steht derzeit noch aus. Nach Offenlegung sind diese beim Amtsgericht Stendal bzw. im elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Das Geschäftsergebnis wurde auf Grundlage des Ergebnisabführungsvertrags (eingetragen im Handelsregister am 3. Juli 2008) vollständig an den Organträger abgeführt. Somit endet das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis von EUR 0,00. Der Bilanzverlust von EUR 762,95 bleibt bestehen und wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Magdeburg, 23. Februar 2016 gez. Daniela Scheile, Geschäftsführerin Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015ANHALTINISCHE GAS GMBH, MAGDEBURGA. Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland Die deutsche Wirtschaft präsentierte sich im Berichtsjahr insgesamt solide. Nach einer dynamischen Entwicklung im ersten Halbjahr 2015 schwächte der Aufwärtstrend der deutschen Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte etwas ab. Die Wachstumsverlangsamung in den Schwellenländern führte zu geringeren Exporten und Unternehmensinvestitionen. Mit einen Steigerung des BIPs von 1,7 % befand sich das Wachstum leicht über dem Niveau des Vorjahres. Damit ist und bleibt Deutschland weiterhin einer der Stabilisatoren in der Eurozone. Für das Jahr 2016 gehen die meisten Prognosen von einem gleichbleibenden Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. So erwartet die Bundesregierung in ihrer Jahresprojektion eine Steigerung von 1,6 %, die Bundesbank erwartet ein Wachstum von 1,8 %. Bei den Prognosen wird davon ausgegangen, dass sich die Entwicklung der Weltwirtschaft nicht negativ auf die deutsche Wirtschaft auswirkt. Zudem wird davon ausgegangen, dass der Finanzsektor stabil bleibt sowie der Beschäftigungsaufbau und die verbundenen Einkommenssteigungen zu einer weiteren binnenwirtschaftlichen Dynamik beitragen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg der Verbraucherpreisindex Deutschlands im Jahresdurchschnitt von 2014 zu 2015 um 0,3 %. Damit lag die Jahresteuerungsrate deutlich unter den Werten der beiden Vorjahre (2014: 0,9 %; 2013: 1,5 %). Der geringe Anstieg der Verbraucherpreise ist im Wesentlichen auf den starken Rückgang der Rohölpreise zurückzuführen. Entwicklung der Energiebranche Die Energiebranche stand auch im Jahr 2015 unter dem maßgeblichen Einfluss der Energiewende. Langfristig sicher und sauber muss die Energieversorgung in Deutschland auch zukünftig sein. Das letzte Kernkraftwerk soll 2022 vom Netz gehen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch soll weiter steigen, der Primärenergieverbrauch und somit auch der CO 2-Ausstoß sinken. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, wurde 2015 der schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung eingeleitet. Nach aktuellen Plänen der Bundesregierung erfolgt das Kohle-Aus bis spätestens 2040. Mit dem Ausstieg aus der Kohle ist mit weiter steigenden Versorgungsrisiken und einer zunehmenden Abhängigkeit von Energieeinfuhren aus risikobehafteten Förderregionen zu rechnen. Der Ausbau von erneuerbaren Energiequellen kann einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des Energieversorgungsrisikos leisten und die Importabhängigkeit reduzieren. Mit dem Gesetzentwurf zur weiteren Entwicklung der Strommarktes und der Kapazitätsreserveverordnung hat die Bundesregierung einen neuen Ordnungsrahmen für die Energieversorgung beschlossen. Weiterhin besteht die Problematik der Kostenverteilung. Die Energie soll für den Normalverbraucher bezahlbar bleiben und die heimische Wirtschaft darf dadurch im internationalen Vergleich nicht an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014 (EEG 2014) geht die Bundesregierung den nächsten Schritt an und versucht mit einem Paradigmenwechsel die Kostendynamik bei der EEG-Umlage zu durchbrechen und die Marktintegration der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Ab 2017 wird die Vergütung durch Ausschreibung am Markt ermittelt und nicht mehr staatlich festgelegt. Nach der Veröffentlichung des Gesamtkonzeptes im Juli 2015 und einer zweimonatiger Konsultation hat das BMWi am 08. Dezember 2015 ein Eckpunktepapier erstellt, welches die Vorschläge zum Ausschreibungswettbewerb konkretisiert. Über 80 % des erneuerbaren Stromes sollen zukünftig über Ausschreibungen erfasst werden. Negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie hat sich die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) ausgewirkt. Das Gesetz wurde am 18. Dezember 2015 beschlossen und tritt zum 01.01.2016 in Kraft. Bis auf die stromkostenintensiven Industriebetriebe erhalten industrielle Eigenerzeuger zukünftig keine Förderung nach dem KWKG mehr und werden damit gegenüber den Kommunen diskriminiert. Damit fällt für viele Industrieunternehmen die Möglichkeit einer kostengünstigen und effizienten Stromversorgung weg. Aufgrund der herrschenden Ungewissheit über die Entwicklung der Förderung brach der Zubau der Kraft-Wärme-Kopplung in Deutschland bereits 2015 um über 70 % gegenüber dem Vorjahr ein. Insgesamt haben sich im Jahr 2015 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Preise im Energiesektor um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Entwicklungen in den Märkten, in denen die Anhaltinische Gas GmbH aktiv ist, sind nachfolgend dargestellt. Erdgasmarkt Die Erdgaspreise setzten im Jahr 2015 ihren Preiseinbruch fort. Im ersten Halbjahr hatte der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland die Erdgaspreise noch auf erhöhtem Niveau gehalten. Auch der Beschluss der niederländischen Regierung, die Förderung des größten Erdgasfeldes Europas aufgrund von Erdbeben auf 16,5 Mrd. m3 zu begrenzen, hatte zunächst auf die Preisentwicklung eine ansteigende Wirkung. Außerdem war der Rohölpreis Brent zwischen April und Juni mit 62 bis 68 USD je Fass deutlich höher als zu Jahresbeginn. Diese Ereignisse verloren im Zeitablauf jedoch immer mehr an Einfluss bzw. kehrten sich um und neue kamen nicht hinzu. So hat sich das nationale Erdgasangebot in OECD-Europa in den ersten neun Monaten dieses Jahres kaum reduziert. Einer Förderung in Höhe von 180 Mrd. m3 in 2014 standen 178 Mrd. m3 von Januar bis September 2015 gegenüber. Gleichzeitig ist die Erdgasnachfrage um 5,6 % auf 334 Mrd. m3 angestiegen. Die sehr milde Witterung vor allem im ersten Vierteljahr 2015 spielt beim Vorjahresvergleich zwar eine erhebliche Rolle, dennoch gab es einen spürbaren Nachfrageüberhang, der nicht nur über höhere Nettoimporte bedient wurde. Diese stiegen von Januar bis September 2015 um knapp 4,5 % gegenüber dem Vorjahr an. Das lag ausdrücklich nicht an der Einfuhr von Flüssiggas (LNG), dessen Volumen sich um 7,5 % erhöhte, sondern an der Pipeline gebundenen Erdgasimport, der lediglich um 0,3 % expandierte. Folglich hat auch die Entleerung der Erdgasspeicher die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage geschlossen. Tatsächlich kam es in den ersten neun Monaten in 2014 zum gleichen Zeitraum im Jahr 2015 zu einer Bewegung von +21 Mrd. m3 auf +4 Mrd. m3. Darüber hinaus haben das tatsächliche und das potenzielle Angebot an LNG erheblich zugenommen. Einen Teil des zusätzlichen globalen Angebots könnten die Schwellenländer absorbieren, weil z. B. der Erdgasverbrauch in Asien unter dem Weltdurchschnitt liegt. Japan, das von September 2013 bis Mitte August 2015 keine Nuklear-energie erzeugte, hat mittlerweile seine Reaktoren aktiviert, so dass die LNG-Einfuhr in den ersten zehn Monaten in 2015 sogar um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. In China war der Rückgang mit -2,3 % ähnlich hoch, während es in Südkorea in den ersten neun Monaten 2015 sogar einen Einbruch um über 40 % gegenüber dem Vorjahr gab. Per Saldo treffen das aktuelle und das zusätzliche Angebot also auf eine zu schwache Nachfrage. Dies wird dadurch verstärkt, dass 2015, wie schon das Jahr 2014, im Ranking der Aufzeichnungen einen Spitzenplatz bezüglich hoher Temperaturen einnehmen durfte. Dem steht zwar eine höhere Einfuhr in Europa gegenüber. Vollständig kompensieren kann dies den Nachfrageausfall Asiens aber nicht. Fazit: Die oben genannten Ausführungen legen nahe, dass der Tiefpunkt der Erdgaspreise erst 2016 erreicht werden sollte. Zwar könnte Gazprom auf die "LNG-Flut" mit einer Verringerung der Erdgaslieferungen nach Europa reagieren. Besonders wahrscheinlich ist dies aber nicht. Zudem spielt der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, obwohl weiter vorhanden, am Gasmarkt keine Rolle mehr. Durch das Hinzutreten der USA am weltweiten LNG-Markt werden vielmehr der Wettbewerb und damit die Verhandlungsposition der Abnehmer gestärkt, wobei das Preisniveau in den USA noch günstiger ist als anderswo. Hinzu kommt der Iran, der laut Weltbankbericht vom Oktober bereits im letzten Jahr 173 Mrd. m3 oder 5 % der Weltproduktion gefördert hat. Nach dem Wegfall der Sanktionen ist davon auszugehen, dass Erdgas dort künftig nicht mehr nur für den hiesigen Markt bereitgestellt wird. Immerhin steht der Iran für 18 % der globalen Erdgasreserven, noch vor Russland mit 17 % und Katar mit 13 %. Auch von der Nachfrageseite werden die Erdgaspreise voraussichtlich keine unerwartete Unterstützung bekommen. So dürften sich weder der Euroraum noch Großbritannien im Jahr 2016 konjunkturell beschleunigen. Abschließend ist das Risiko, dass die Erdgaspreise aufgrund des bereits niedrigen Niveaus und zahlreicher bekannter Belastungsfaktoren im Jahr 2016 im Trend noch weiter sinken werden, kleiner als ein Einpendeln auf niedrigem Niveau. Spürbar steigende TTF-Notierungen sind dagegen unwahrscheinlich, weil das Preisniveau im Vergleich zu Öl oder Kohle immer noch deutlich höher ist. Ein Ende der Talfahrt, voraussichtlich ab dem Frühjahr, ist zudem auch deshalb angezeigt, weil sich auch die Rohölpreise stabilisieren bzw. wieder moderat aufwärts entwickeln dürften. Ölmarkt Nachdem Rohöl Brent im Vorjahr um knapp 50 % auf 57,33 USD eingebrochen war, stürzte es 2015 um weitere 35 % auf 37,06 USD ab. Im ersten Drittel des Jahres 2015 war davon auszugehen, dass die bestehenden Preisprognosen von 80 USD zum Ende 2015 abgestützt werden würden. So kletterte Brent am 6. Mai in der Spitze auf 69,63 USD an und hielt sich bis Anfang Juli über der 60 US-Dollar Marke. Das Problem war jedoch, dass die Bewegung von Anfang Februar bis Ende Juni keine fundamentale Unterstützung hatte und damit rein technisch getrieben war. So blieb trotz der vielfach falschen Erwartung, dass die US-Rohölförderung aufgrund des Einbruchs der Erdölbohranlagen merklich sinken werde, das Angebot hoch. Dies galt auch auf globaler Ebene. So ging die US-Energiebehörde Anfang des Jahres davon aus, dass 2015 92,75 Mio. Fass pro Tag gefördert werden. Tatsächlich wurden es aber 95,54 Mio. Fass pro Tag. Vor allem das Delta war im Vergleich zur Rohölnachfrage, die sich ebenfalls lebhafter entwickelte als gedacht, deutlich größer. Zudem lasteten auf Brent, wie auf anderen Märkten auch, das ganze Jahr über geopolitische Themen wie die Einigung mit dem Iran, die Griechenlandkrise und vor allem im Juli und August 2015 die Sorge um den Zustand der Wirtschaft Chinas. Hinzu kam, dass die globalen Konjunkturdaten im Trend die Erwartungen der Analysten unterboten haben, was zu fortgesetzten Abwärtsrevisionen der BIP-Perspektiven führte. Strommarkt Die Stromproduktion erreichte im Jahr 2015 einen historischen Höhepunkt. Mit 647 Terawattstunden wurde 2015 mehr Strom erzeugt als jemals zuvor in der Geschichte Deutschlands. Seit 2014 ist die Stromerzeugung um etwa drei Prozent angestiegen, vor allem weil die Kohlekraftwerke ihre Stromproduktion trotz der gestiegenen Anteile Erneuerbarer Energien kaum gedrosselt haben. Da sich der Stromverbrauch kaum geändert hat, schlägt sich die gestiegene Stromproduktion in einem gestiegenen Stromexport nieder. So wuchs die Ausfuhr von Strom im Jahr 2015 um rund 50 % und erreichte mit 60,9 Terawattstunden ebenfalls einen neuen Rekordwert. Damit wurde etwa ein Zehntel des in Deutschland produzierten Stroms ins Ausland verkauft. Dies verdeutlicht, dass Deutschland Strom im Überfluss hat - trotz der Stilllegung der Atomkraftwerke. Die Kehrseite ist aber, dass der von den Erneuerbaren Energien im Inland überflüssig gemachte Kohlestrom jetzt ins Ausland drängt. Die Klimabilanz des deutschen Stromsystems hat sich deshalb im vergangenen Jahr kaum verbessert, die Gesamt-Treibhausgasemissionen Deutschlands sind sogar leicht angestiegen. Am 23. August 2015 deckten Erneuerbare Energien in der Spitze 83,2 % des deutschen Stromverbrauchs. Eine Bewährungsprobe bestand das Stromsystem hingegen während der partiellen Sonnenfinsternis am 20. März: Hierbei kam es mit sehr starken Schwankungen der bundesweiten Solarstromproduktion hervorragend zurecht. Gleichwohl verdoppelte sich die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen von 64 auf 126. Hierbei hat sich jedoch das Niveau der Preise deutlich verringert, so dass die Auswirkungen der negativen Strompreise nicht so groß sind. Auch insgesamt waren die Großhandelspreise rückläufig: An der Strombörse sanken sie um etwa zehn Prozent auf 3,16 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der niedrigste Preis in den vergangenen zehn Jahren. Stromlieferungen in den Handelsjahren 2017 bis 2019 konnten an der Börse sogar für weniger als 3 Cent pro Kilowattstunde eingekauft werden. Leicht rückläufig war im Jahr 2015 die Stromproduktion von Kern- und Gaskraftwerken. Die Kernenergie reduzierte ihren Anteil am deutschen Strommix aufgrund der Abschaltung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld. Gaskraftwerke lieferten weniger Strom, weil sie aufgrund der niedrigen CO 2-Preise im EU-Emissionshandel zu höheren Kosten produzierten als Kohlekraftwerke. Der Stromverbrauch stieg wie auch der Gesamtenergie-verbrauch aufgrund des etwas kälteren Winters im Jahr 2015 leicht an. Sonstige Märkte Die schlechte Stimmung in der deutschen Biomethanbranche hält auch im Jahr 2015 weiterhin an. Nach wie vor ist dieser Umstand dem Wegfall des EEGs als Anreiz zur Entwicklung neuer Projekte geschuldet. Andere Bereiche wie der Wärmemarkt oder der Verkehrssektor können keine signifikanten Impulse setzen. Daher geht es für viele Marktakteure eher um die Sicherung sowie um eine effizientere Gestaltung ihres Bestandsgeschäfts. Der Zubau von Biomethananlagen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen. Für November 2015 sind in Deutschland 185 Anlagen bekannt, die betrieben werden. Deren Einspeisekapazität beträgt in Summe 115.000 Nm 3/h. Im Jahr 2014 gingen 28 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 17.640 Nm 3/h ans Netz. In 2015 hingegen wurden bisher lediglich sieben Anlagen mit einer Einspeisekapazität von insgesamt 4.060 Nm 3/h in Betrieb genommen. Die Preisentwicklung von Biomethan ist entscheidend für die Investition in neue Projekte und die Zusammenstellung von Biomethan-Portfolios. Die Preisentwicklung ist aber auch ein wichtiger Indikator für die Marktentwicklung. Das Preisniveau der größeren Handelsvolumen von EEG 2012er, 3ct-Gas hat sich im Schnitt um ca. 0,30 ct/kWh erhöht. Die Preise für Reststoffe hingegen sind im Laufe des Jahres 2015 weitestgehend stabil geblieben und zum Jahresende leicht gestiegen. Zum Jahresende wurden die begrenzt vorhandenen Mengen zu Spotpreisen von bis zu 78 - 80 €/MWh gehandelt. Für das Jahr 2016 könnte die Gefahr bestehen, dass Marktteilnehmer gezielt Mengen einkaufen, um am Jahresende sehr hohe Preise im Spotbereich erzielen zu können, was das Preisniveau des Biomethan-Marktes extrem verfälschen würde. Die Steinkohlenotierungen des Frontmonat- und Kalenderjahrkontraktes sind 2015 um 32 % bzw. 34 % eingebrochen. Der starke US-Dollar, der Preisverfall anderer Rohstoffe wie Rohöl oder Eisenerz sowie besorgniserregende Meldungen um den tatsächlichen Zustand der chinesischen Wirtschaft vor allem im Juli und August waren drei wesentliche Gründe hierfür. Die Stärke des US-Dollars, die 2015 in ihr fünftes Jahr ging, hat sich aufgrund deutlicher Hinweise des FOMC, den Leitzins Ende 2015 anzuheben, bis Anfang Dezember spürbar beschleunigt. Vor diesem Hintergrund waren die Absatzpreise wichtiger Förderländer in heimischer Währung günstiger als in USDollar. Dies spiegelte sich eins zu eins in der Kohleausfuhr wider. So sank die Ausfuhr Russlands in den ersten elf Monaten dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr nur um knapp 1 %, während diejenige Indonesiens von Januar bis September um knapp 8 % und der USA um ca. 21 % rückläufig war. Indonesiens Kohle wird dabei zusätzlich vom vergleichsweise niedrigen Energiegehalt belastet. Waren von August 2014 bis Juni 2015 noch spürbare Zuwächse bei der Kohleeinfuhr zu verzeichnen, stehen seit Juli negative Vorzeichen zu Buche. Höhepunkt war dabei der Septemberwert mit einem Rückgang um über 27 % auf 12,6 Mio. Tonnen. Dahinter steckt aber nicht etwa ein geringerer Bedarf an Kohle, sondern ein Ausbau der heimischen Förderung. Indien ist nach China und den USA immerhin der weltweit drittgrößte Kohleförderer und verfügt über Reserven für die nächsten 100 Jahre. China und Indien vereinen knapp 70 % des weltweiten Kohleverbrauchs auf sich und rund 30 % der seewärtigen Einfuhr. Die EUAs (2015) wiesen 2015 ein Plus von 10 % auf. Der herbe Absturz von Anfang bis Mitte Dezember verhinderte zwar ein noch positiveres Ergebnis. Der Anstieg der EUAs war aber erneut, abgesehen von einigen Agrarrohstoffen, die große Ausnahme im Rohstoffsektor. Die Preisentwicklung der EUAs basierte auf vor allem auf zwei wichtigen Faktoren. Zum einen hatte die Politik einen erheblichen Einfluss. Nachdem der Industrieausschuss (Mitte Januar, negativ) und der Umweltausschuss (Ende Februar, positiv) des Europaparlaments sich zum Thema "Marktstabilisierungsreserve" (MSR) positioniert hatten, lag der Ball bei den nationalen Parlamenten, beim EU-Parlament und bei der EU-Kommission. Gesamtleistung, Umsatz und Auftragsentwicklung Die Anhaltnische Gas GmbH hebt mit einer möglichen Erdgaslieferung zusätzliche Potenziale im Contracting und erweitert so das Angebotsspektrum der GETEC heat & power AG und tritt auch als Partner der GETEC WÄRME & EFFIZIENZ AG auf. Die Gesellschaft verkauft bundesweit in allen Marktgebieten Erdgas- und Biomethan an Kunden aus dem gewerblichen und industriellen Bereich. Dabei agiert das Unternehmen ausschließlich als reine Vertriebsgesellschaft mit dem Ziel, bestehende und neue Kunden mit Erdgas zu beliefern. Weiterhin wird durch das Angebot des Erdgasverkaufes der Zugang für neue potenzielle Contracting Kunden erleichtert. Die Entwicklung der Gesamtleistung im Berichtszeitraum belegt das Vertrauen in die Kompetenz des Unternehmens. Die Gesamtleistung beträgt im Berichtsjahr 95.052 Tsd. EUR und konnte gegenüber dem Vorjahr um 31,6 % gesteigert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt 1.173 Tsd. EUR. Die allgemeine Geschäftsentwicklung der Anhaltinische Gas GmbH ist nur bedingt abhängig von konjunkturellen Bewegungen. Im Berichtsjahr erlebte die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen der Gesellschaft einen nachhaltigen Aufwärtstrend. Die Auftragslage ist nach wie vor stabil. Das Unternehmen verfügt über die Möglichkeit, schnell und flexibel auf neue Marktgeschehnisse und Anforderungen zu reagieren. Produktion und Beschaffung Der Bedarf an Erdgas beim Einsatz zur Wärmeerzeugung wird maßgeblich durch Klima und Wetter beeinflusst. Das Jahr 2015 war insgesamt das zweitwärmste Jahr seit Beginn der regelmäßigen Temperaturmessungen 1881. Die einzelnen Monate waren teilweise geprägt von extremen Wettersituationen. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Im Berichtsjahr wurden die Planansätze im Bereich der Umsatzerlöse trotz der milden Witterung deutlich übererfüllt. Durch engagierte vertriebliche Aktivitäten konnten eine Vielzahl von Industrieunternehmen für die Belieferung durch die Anhaltinische Gasgesellschaft mbH gewonnen werden. Die Akquisition dieser Unternehmen war zum Zeitpunkt der Erstellung der Planzahlen noch nicht absehbar. Des Weiteren hatte die Produktionserweiterung bestehender Industriekunden einen ebenso positiven Effekt auf die Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2015. Im Jahr 2015 belief sich die erzeugte Biomethanmenge auf rd. 440 GWh. Diese Menge wurde durch die Gesellschaft teilweise an konzerneigene Anlagen geliefert und zum Großteil an Abnehmer aus der Biomethanbranche vollständig vermarktet. B. Darstellung der Lage der Anhaltinische Gas GmbH Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Anhaltinische Gas GmbH veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr von 10.984 TEUR um 3.547 TEUR auf 14.531 TEUR. Im Berichtszeitraum wird kein Anlagevermögen ausgewiesen. Das Umlaufvermögen hat sich mit 14.456 TEUR zu 10.977 TEUR im Vorjahr verändert. Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen stehen aus 2014 7.389 TEUR im Berichtsjahr 10.563 TEUR gegenüber. Der Bankbestand erhöhte sich von 1.996 TEUR auf 2.730 TEUR. Die Struktur des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten sind stabil. Insofern ist die Vermögenslage der Gesellschaft als positiv herauszustellen. Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr mit 10.984 TEUR um 3.547 TEUR auf 14.531 TEUR. Das zum Bilanzstichtag 2015 ausgewiesene Eigenkapital beträgt 99 TEUR, welches aufgrund des Ergebnisabführungs-vertrages gegenüber dem Vorjahr unverändert bleibt. Auf eine Ermittlung der Eigenkapitalquote wird auch im Jahr 2015 verzichtet, da diese aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht aussagefähig ist. Der aus Jahresüberschuss und Abschreibungen ermittelte Cash-Flow betrug im Berichtsjahr 1.173 TEUR. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. In Anbetracht dessen lässt sich die Finanzlage als solide beurteilen. Ertragslage Unter Einbeziehung der sonstigen betrieblichen Erträge ergibt sich eine Gesamtleistung in Höhe von 95.052 TEUR (Vorjahr: 72.216 TEUR). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine absolute Erhöhung von 22.836 TEUR und einen prozentualen Anstieg um 31,6 %. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 von 70.862 TEUR um 23.621 TEUR auf 94.483 TEUR, womit die erwartete Entwicklung in diesem Bereich erneut deutlich übertroffen wurde. Der Materialaufwand weist eine mit der Entwicklung der Umsatzerlöse korrelierende Zunahme auf. So wurde eine entsprechende Erhöhung des Materialaufwandes von 70.146 TEUR im Jahr 2014 auf 92.815 TEUR im Berichtszeitraum verzeichnet. Das Rohergebnis für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 2.237 TEUR, was im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe von 2.070 TEUR eine Erhöhung um 167 EUR bedeutet. Im Bereich des Personalaufwandes ist im Vergleich zum Berichtsjahr 2014 eine Minderung um 14 TEUR auf 53 TEUR in 2015 festzustellen. Unter Berücksichtigung des Ergebnisabführungsvertrages ergibt sich für das Berichtsjahr ein Jahresüberschuss in Höhe von 0 TEUR. Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 2015 beträgt 1.173 TEUR. Die Umsatzentwicklung spiegelt die positive Lage des Unternehmens wider. Auch für das Geschäftsjahr 2016 ist mit einem Positivtrend der Geschäftsentwicklung zu rechnen. Besondere Darstellungsform zur Entwicklung und Lage des Unternehmens Zur Entwicklung der Anhaltinische Gas GmbH wird auf die nachfolgende Erfolgsplanung verwiesen. Diese Plandaten ergeben sich aus der erwarteten Entwicklung des Geschäfts der Anhaltinische Gas GmbH.
C. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung des nächsten Jahres basiert auf der Annahme, dass die im Geschäftsjahr 2015 bestehende Erlös- und Aufwandsstruktur im Prognosejahr 2016 erhalten bleibt. Des Weiteren gehen wir von unveränderten rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen aus. Derzeit sind wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotenziale, die besonderen Einfluss auf die Ertragslage der Anhaltinische Gas GmbH haben, nicht erkennbar. Die sich möglicherweise aus der Volatilität des Marktes ergebenden Preisrisiken und -chancen sind zu vernachlässigen. Die Lieferung des Erdgases an den Kunden und damit auch die Preisfindung erfolgt durch entsprechende Preisgleitklauseln, die den Markt widerspiegeln. Durch das Wachstum des GETEC heat & power AG-Konzerns sowie des GETEC WÄRME & EFFIZIENZ AG-Konzerns werden sich auch für die Anhaltinische Gas GmbH weitere Wachstumschancen ergeben. Für das neue Geschäftsjahr wird ein merkliches Umsatzwachstum in Verbindung mit einem damit einhergehenden höheren Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwartet. Darüber hinaus ist weiterhin zu beobachten, dass eine Erlösverschiebung von der GETEC heat & power AG hin zur Anhaltinische Gas GmbH erfolgt. Dies ist das Ergebnis aus dem sich verändernden Contracting-Markt im Industriebereich und wird zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Der Trend bei den Industriekunden geht sukzessive in die Richtung des EPC-Contracting. Damit wird das Gesamtpaket Vollcontracting, in dem eine Anlage zur Verfügung gestellt und Endenergie geliefert wird, dahingehend zerlegt, sodass schlussendlich die GETEC heat & power AG schlüsselfertige Anlagen für den Kunden baut und die Anhaltinische Gas GmbH die Brennstofflieferung übernimmt. Damit werden die Erlöse aus dem Wärmeverkauf auf Seiten der GETEC heat & power AG durch Erlöse aus der Brennstofflieferung auf Ebene der Anhaltinische Gas GmbH weitestgehend substituiert. Die im Vorjahr dargestellten Wachstumschancen haben sich vollumfänglich realisiert. Damit konnten wetterbedingte Minderverkaufsmengen und zum Teil geringere Umsatzerlöse aus Preiseffekten im Gas überkompensiert werden. Alle möglichen Risiken werden über ein Risikomanagementsystem überwacht. Dies versetzt die Anhaltinische Gas GmbH in die Lage, eventuelle Risiken frühzeitig zu erkennen, sachgerecht bewerten zu können und somit rechtzeitig effektive Gegenmaßnahmen einzuleiten. Risiken, die Finanzierungsinstrumente betreffen, sind nicht zu erwarten. Zinsänderungsrisiken sind zu vernachlässigen, da die Gesellschaft im Bedarfsfall auf Gesellschafterdarlehen mit fixen Zinssätzen zurückgreifen kann. Darüber hinaus werden keine spekulativen Finanzgeschäfte abgeschlossen. Durch regelmäßig wiederkehrende unterjährige Detailanalysen zeigt das Controlling die Entwicklung der Projekte auf und stellt ein wichtiges Instrument zum Erkennen und Analysieren von möglichen Risiken und Abweichungen dar. Mit Hilfe einer vierteljährlichen Berichterstattung wird der allgemeine Geschäftsverlauf der Anhaltinische Gas GmbH kontinuierlich überwacht. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Risikostruktur und die vorhandenen Risiken im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert haben. Darüber hinaus gibt es keine Anhaltspunkte für bestehende und zukünftige Risiken, die den Fortbestand der Anhaltinische Gas GmbH gefährden können. D. Sonstige Angaben Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Anhaltinische Gas GmbH, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, hat es nicht gegeben. Voraussichtliche Entwicklung Die Anhaltinische Gas GmbH wird sich im kommenden Geschäftsjahr 2016 intensiv durch Akquisition neuer Gasmengen um den weiteren Ausbau des Gasportfolios und damit um eine weitere wirtschaftliche Verbesserung bemühen. Darüber hinaus wird die Gesellschaft versuchen, neue Geschäftsfelder zu erschließen, um die wirtschaftliche Situation des Unternehmens breiter aufzustellen.
Magdeburg, 17.03.2016 gez. Dipl.-Wirt.-Ing. D. Scheile Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015ANHALTINISCHE GAS GMBH, MAGDEBURGDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt teilweise in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Anhaltinische Gas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 15. März 2016 AUDITA
Treuhand GmbH & Co. KG
gez. G. Gaedecke, Wirtschaftsprüfer ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHTANHALTINISCHE GAS GMBH, MAGDEBURGDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 03.03.2016 mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.173.206,73 EUR durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages werden 1.173.206,73 EUR bis zum 31.03.2016 an die GETEC heat & power AG abgeführt. Der vorvertragliche Bilanzverlust in Höhe von 762,95 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
28 nahegelegene Organisationen
Wärme- und Kältehandel
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Wärme- und Kältehandel
Wärme- und Kältehandel
Wärme- und Kältehandel
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Elektrizitätshandel
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Erschließung von unbebauten Grundstücken
Wärme- und Kältehandel
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Garten- und Landschaftsbau
Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen