Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 771787
Vorher
Blitz 19-165 GmbHPlatin2025 Holding GmbH
Eingetragen
24.5.2019
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Erwerb, Halten, Finanzierung und Verwaltung sowie Veräußerung von Beteiligungen und beteiligungsähnlichen Rechten an anderen inländischen und ausländischen Personen- und Kapitalgesellschaften für eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Thomas März
seit 12.2.2025
Geschäftsführer
Julia Dr. Hennig
seit 6.11.2023
Prokura
Torsten Türling
seit 6.11.2023
Geschäftsführer
Markus Kastner
seit 21.11.2022
Prokura
Prokura
Berthold Kraus
seit 21.4.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Platin2025 Acquisition S.à.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Platin2025 Acquisition S.à.r.l.
Luxembourg
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Syntegon Holding GmbH

Waiblingen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

KONZERNABSCHLUSS UND KONZERNLAGEBERICHT

Geschäftsjahr 2023

Inhalt.

KONZERNLAGEBERICHT

Grundlagendes Konzerns

Wirtschaftsbericht

Prognose-, Risiko-und Chancenbericht

Vorausschauende Aussagen

KONZERNABSCHLUSS Gewinn-und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

KONZERNLAGEBERICHT.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell und Struktur der Syntegon-Gruppe

Ziele und Strategie

Forschung und Entwicklung

Wichtige Ereignisse

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Geschäftsverlauf

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Finanzielle Leistungsindikatoren

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Chancen

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Branchenentwicklung

Prognose der bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vorausschauende Aussagen

Grundlagen des Konzerns.

Geschäftsmodell und Struktur der Syntegon- Gruppe.

Die global agierende Syntegon-Gruppe ist ein führender Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnologie für flüssige und feste Produkte der Pharma- und Lebensmittelindustrie. An mehr als 30 Standorten weltweit entwickelt, produziert und vertreibt die Syntegon-Gruppe Technologien sowie Services und profitiert dabei von einem über 160 Jahre langen Erfahrungsschatz. Auf die intelligenten und nachhaltigen Lösungen von Syntegon vertrauen multinationale Konzerne, mittelständische Unternehmen, Lohnunternehmer und Start-ups. Syntegon unterstützt seine Kunden bei dem Ausbau effizienter Produktionsprozesse und erwirtschaftete weltweit im Jahr 2023 mit rund 6.000 Mitarbeiter:innen 1 einen Umsatz von 1,49 Mrd. EUR.

1 Mitarbeiter:innen: ohne Auszubildende (Stand 31.12.2023)

Die Syntegon-Gruppe ist in die Divisionen Pharma und Food aufgeteilt, welche durch Lösungen aus dem Bereich Service unterstützt werden.

Division Pharma

Die Division Pharma beinhaltet Lösungen im Bereich flüssiger und fester Pharmazeutika, Pharma-Prozesstechnik sowie MedTech und unterstützt pharmazeutische Unternehmen dabei, den weltweiten Zugang zu sicheren Medikamenten zu vereinfachen. Dafür sorgt ein umfassendes Portfolio, das sich von Einzelmaschinen bis hin zu kompletten Linien für sämtliche Prozessschritte in der Entwicklung, Herstellung, Abfüllung, Inspektion und Verpackung flüssiger und fester Darreichungsformen erstreckt. Hinzu kommen umfangreiche Qualifizierungs- und Validierungsleistungen.

Division Food

Die Division Food umfasst Prozess- und Verpackungslösungen für die sichere Produktion und Verpackung qualitativ hochwertiger Lebensmittel. Hierzu zählt horizontale und vertikale Verpackungstechnik für feste und flüssige Nahrungs- mittel. Das Portfolio umfasst Einzelmaschinen und vollständige Systemlösungen für Primär- und Sekundär- bzw. Tertiärverpackung trockener Lebensmittel, Tiefkühlkost und Molkereiprodukte sowie Prozesstechnik für die Herstellung von Süßwaren.

Übergreifender Service

Neben neuen und bewährten Technologien bietet die Syntegon-Gruppe ein umfassendes geschäftsbereichsübergreifendes Serviceportfolio. Weltweit unterstützen Expert:innen von Syntegon Unternehmen der Pharma- und Lebensmittelindustrie über den gesamten Maschinenlebenszyklus hinweg, von Wartungen über Umrüstungen und Ersatzteilmanagement hin zur digitalen Anlagenoptimierung. Mit einem weltweiten Netzwerk von Experten:innen unterstützt das Unternehmen darüber hinaus bei Modernisierungen und bietet einen technischen Support sowie Bedienertrainings und End-of-Life-Services. Mit digitalen Lösungen von Syntegon steuern Kunden Produktionsprozesse und schaffen Transparenz sowie die digitale Vernetzung bezüglich ihrer Fertigungs- und Maschinendaten. Die Spezialist:innen für Prozess- und Verpackungstechnik verfügen zudem über ein eigenständiges Supply-Chain-Netzwerk mit verlässlichen, zuliefernden Unternehmen weltweit.

 

i Prozentangaben

Prozentangaben wurden stets auf Basis der Werte in TEUR

ermittelt. Insofern können sich bei den Prozentangaben geringe Rundungsdifferenzen ergeben.

Ziele und Strategie.

Unsere Vision ist es, Kundenzufriedenheit, Innovationskraft, Attraktivität der Arbeitsplätze sowie Marktposition und Profitabilität durch intelligente und nachhaltige Lösungen weiter zu verbessern.

Unser Treiber ist unsere Mission: Prozess- und Verpackungstechnik für ein besseres Leben. Ob mit Einzelmaschinen, Systemen oder Services, in das Zentrum der Strategie haben wir unsere Kunden, unsere Mitarbeiter:innen und unsere Kapitalgeber gestellt. Dabei stützt sich die Syntegon-Gruppe auf zwei wesentliche Säulen: Reduzierung von Kosten und Komplexität sowie profitables Wachstum.

Die Initiative Project Excellence zielt darauf ab, bewährte Praktiken, Standards oder Methodologien zu implementieren, um die Qualität, Effizienz und den Erfolg von Projekten zu steigern. Damit möchten wir effizientere und an die Unternehmensgröße angepasste Prozesse schaffen. Wir sind überzeugt, dass die Maßnahmen im Rahmen der Initiative Project Excellence dazu beitragen werden, das Projektmanagement in der Syntegon-Gruppe zu optimieren. Dadurch möchten wir unseren Kunden ein verbessertes Erlebnis bieten.

Exzellenz im Einkauf wird unter anderem durch die Bündelung von Einkaufsvolumina, Optimierung der Beschaffungsstrategie und der Konsolidierung der Lieferantenbasis erzielt. Dabei soll die kontinuierliche Optimierung der Einkaufsorganisation und die standortübergreifende Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielen. Unsere Supply-Chain-Organisation zielt dabei auf die frühzeitige Einbindung des Einkaufs in Projekte sowie die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen ab, um so in den frühen Phasen unserer Projekte die richtigen Entscheidungen treffen zu können.

Ein Weg zum Erfolg ist die im Jahr 2023 weiter fortgeführte Optimierung des Portfolios, wodurch Syntegon sich aus unprofitablen Geschäftsfeldern zurückzieht und den Fokus auf strategisch wichtigere Geschäftsfelder legt und ausbaut. Aus unserer Sicht ist es für eine zukunftssichere Aufstellung essenziell, ein Portfolio anzubieten, das unseren Kunden mit den gewünschten Lösungen versorgt und gleichzeitig gewinnbringend ist. Das Design des Produktportfolios ist eine wichtige Maßnahme zum Ausbau und Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit - strategisch wichtige Geschäftsfelder stehen weiterhin im Fokus unserer Transformationsaktivitäten.

Die Portfolio-Optimierung geht auch mit der zweiten Säule der Transformation einher: Profitables Wachstum. Im Rahmen der Initiative Vertriebsexzellenz wird eine höhere Marktdurchdringung durch verbesserte Kundenorientierung und Optimierung interner Prozesse angestrebt.

Dabei soll insbesondere das profitable Service-Geschäft erheblich zum geplanten Wachstum beitragen, was durch die angestoßene Service-Transformation unterstrichen wird. Es wird auf eine gesteigerte Lieferleistung gegenüber Kunden abgezielt, die u. a. durch eine verbesserte Lieferkette für Ersatzteile erreicht werden soll. Service-Angebote und -Lösungen werden stetig ausgebaut.

Innovationen in den Bereichen nachhaltige Verpackungen, Automation und digitale Lösungen sind weitere Elemente des angestrebten profitablen Wachstums.

Die Stakeholder im Mittelpunkt unseres Handels - ein nachhaltiges Unternehmen mit Verantwortung

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber Umwelt, Gesellschaft, Beschäftigten und anderen Stakeholdern zur Verfolgung der Nachhaltigkeitsziele der Syntegon-Gruppe bewusst.

Um diese Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, arbeitet Syntegon mit verschiedenen Interessengruppen zusammen. Nach etablierten Standards bewertet das Unternehmen regelmäßig, welche Partner dabei von besonderem Interesse sind und identifiziert Berührungspunkte mit der eigenen Nachhaltigkeitsstrategie.

Dabei steht die Nachhaltigkeitsstrategie auch im Einklang mit der Gesamtunternehmensstrategie der Syntegon-Gruppe. Im Mittelpunkt unserer Strategie stehen unsere Produkte sowie die Frage, wie wir unsere Maschinen und Systeme noch ressourcenschonender gestalten können. Die Syntegon-Gruppe hat am 20. Juli 2023 erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht in Anlehnung an die internationalen Standards der Global Reporting Initiative (GRI) für das Jahr 2022 veröffentlicht.

Der Nachhaltigkeitsbericht der Syntegon-Gruppe ist digital verfügbar und kann über die Syntegon Website abgerufen werden.

Forschung und Entwicklung.

Syntegon hat jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung neuester Technologien im Bereich der Prozess- und Verpackungstechnik. Wir sind der Auffassung qualitativ hochwertige, effiziente und zuverlässige technische Lösungen anbieten zu können.

Unsere Kunden im Fokus

Dabei verfügt die Syntegon-Gruppe über ein globales Netz an Kompetenzzentren und Produktionsstandorten. Mehr als 1.400 Mitarbeiter:innen im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten kontinuierlich an neuen Technologien und kundenspezifischen Lösungen.

Im Fokus stehen dabei die Anforderungen unserer Kunden. Hierfür sind wir im Rahmen von Entwicklungsprojekten im engen Austausch mit Kunden und Anwendern. In über zehn Kompetenzzentren werden produktgruppenspezifische Forschungsprojekte vorangetrieben. 2.000 Patente und Patentanmeldungen belegen die Innovationskraft von Syntegon.

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Summe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mit 53.946 TEUR (Vj. 49.055 TEUR) wieder über Vorjahr. Hier sind Wertminderungen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4.470 TEUR beinhaltet.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr für selbsterstellte Entwicklungen Kosten in Höhe von 9.913 TEUR (Vj. 13.134 TEUR) aktiviert (Aktivierungsquote 15,5 %, Vj. 21,1 %) und Abschreibungen in Höhe von 2.471 TEUR (Vj. 1.217 TEUR) vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden Softwareentwicklungskosten in Höhe von 605 TEUR (Vj. 2.987 TEUR) aktiviert. Somit ergibt sich unter weiterer Berücksichtigung von Wechselkurseffekten für die aktivierten selbst erstellten Vermögenswerte ein Buchwert von 47.183 TEUR (Vj. 41.695 TEUR).

Im Rahmen der Kaufpreisallokation 2020 wurden selbst erstellte Technologien mit einem Gesamtwert von 60.377 TEUR identifiziert und aktiviert. Im Berichtsjahr sind im Rahmen des Unternehmenserwerbs von Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai weitere Technologien in Höhe von 2.426 TEUR identifiziert und aktiviert worden. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Restbuchwert der gesamten aufgedeckten stillen Reserven für Technologien im Konzern 36.961 TEUR (Vj. 42.395 TEUR).

Nachhaltigkeit für Hersteller und Verbraucher

Verbraucher auf der ganzen Welt entwickeln ein zunehmendes Bewusstsein für die Umweltauswirkungen von Verpackungen und ändern ihre Einkaufsgewohnheiten zugunsten umweltfreundlicherer Optionen, wie bspw. Papierverpackungen. Vorschläge der EU zur Reduzierung der Verschmutzung durch Verpackungsmaterialien, wie bspw. die Packaging and Packaging Waste Directive (PPWR), sind Beispiele für laufende Gesetzesvorhaben, die auch den Verpackungsmaschinenbau verändern. Wir sind der Auffassung, mit unseren Entwicklungen und Plattformen im Neumaschinengeschäft, aber auch im Bereich Service, diesen Veränderungen Rechnung zu tragen. So ermöglichen wir es bspw., bestimmte Verpackungskartonagen mit unserer Lock- Style-Technologie zuverlässig und klebstofffrei verschließen zu lassen oder aber durch puderlose Produktionstechnologie von Gummi- und Geleeprodukten die Reinigungsprozesse und Prozesszeiten zu verkürzen. Zur Unterstützung unserer Kunden bei einer CO 2 -reduzierten Herstellung ihrer Produkte, schaffen wir im Rahmen eines mit dem VDMA abgestimmten Prozesses die erforderliche Transparenz über die verursachte CO 2 -Emmission entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Die erhobenen Daten können wir auch verwenden, um die Optimierung der Ressourceneffizienz unserer Maschinen zu evaluieren.

Effizienz durch Digitalisierung und Datentransparenz

Mit der Vorstellung von Synexio als cloudbasierte Softwarelösung zur Erfassung, Auswertung und Visualisierung von Maschinen- und Produktionsdaten, wurden mit "Monitor" bereits im Jahr 2022 unsere ersten Impulse im Bereich digitaler Lösungen präsentiert. Die im Jahr 2023 als zweite von drei veröffentlichen Ausbaustufen "Uptime" zeigt nicht nur den aktuellen Status einer Produktionsanlage an, sondern bindet auch zusätzliche Sensoren ein und stellt Auswertewerkzeuge zur Verfügung, die helfen sollen, Fehler und abweichende Trends rechtzeitig zu erkennen und damit eine Maschine produktiv und energieeffizient zu betreiben.

Flexibilität durch Modularisierung

Syntegon reagiert flexibel auf Kundenanforderungen wie z. B. schnelle Formatumstellungen kombiniert mit robusten Abfüll- und Verschließprozessen. Voraussetzung dafür ist die Optimierung des Modularisierungs- und Automationsgrads unserer Maschinen. Wir haben auf der Interpack mit der Intelligent Direct Handling (IDH), die bei höchsten Geschwindigkeiten Produkte unabhängig von deren Ausrichtung greifen und geordnet zur Primärverpackung zuführen kann, vor internationalem Publikum eine effiziente und flexible Innovation im Bereich der Modularisierung präsentiert. Diese Innovation wurde durch die Jury mit dem Dt. Verpackungspreis 2023 gekrönt, was zum Sieg in der Kategorie Verpackungsmaschinen geführt hat. Mit der SVX-Baureihe hat Syntegon im Jahr 2023 auf der Interpack vier Maschinen mit hohem Modularisierungsgrad für die gängigsten Schlauchbeutelanwendungen bei hohen Ausbringungsleistungen in der Lebensmittelindustrie vorgestellt. Unserer Auffassung nach teilt die flexible PMX-Verpackungsmaschine für Mahlkaffee und ganze Bohnen diese Vorteile: höchste Flexibilität durch Modularisierung soll es unseren Kunden ermöglichen, ihre spezifischen Anforderungen bei effizienter Ausbringung zu realisieren. Beide Maschinentypen verarbeiten auch nachhaltige Verpackungsmaterialien.

Individuelle Lösungen mit höchster Qualität

Mit der Entwicklung der neuen Banderoliermaschine GKB 2100 ergänzt Syntegon sein umfassendes Portfolio für die Herstellung flüssig gefüllter Hartkapseln um eine weitere wichtige Technologie. Um die Dichtheit der Hartgelatine- (oder HPMC 2 -) Kapseln sicherzustellen, muss die Fügenaht an den beiden Kapselhälften nach Befüllung mit einem Band dicht verschlossen werden. Die dafür nötigen Prozessschritte wurden in der GKB vereint und mit Prozessüberwachungs-Technologien kombiniert, die eine hohe Ausbringungsmenge pro Stunde zulassen.

2 Hydroxypropylmethylzellulose

Vom Pilotmaßstab zur höchsten Ausbringung

Wie schon 2022 mit dem Wirbelschicht-Granulator SolidLab 2, dem Labormischer Mycromic oder dem Laborkapselfüller GKF60, wurde für orale Dosierungen auf der Interpack 2023 die Entwicklung des passenden Kleinchargen-Tabletten- Coater Sepion bis 175 Liter Fassungsvermögen vorgestellt.

Dieser weist die gleiche Funktionalität zur gleichmäßigen Beschichtung von Tabletten auf, wie die größeren Ausführungen mit einem Fassungsvermögen bis zu 1.000 Liter.

Die Entwicklung der vollautomatisierten, handschuhfreien Abfüll- und Verschließmaschine Versynta microBatch wurde erstmals auf der CPHI-Konferenz und -Messe im Jahr 2023 ausgestellt. Die hochflexible und vollautomatische Plattform soll bei der Verarbeitung von aseptischen und hochpotenten Kleinstchargen unterstützen, die sich zunehmend am Markt etablieren. Schnelle Chargenwechsel, geringe Produktverluste und die perfekte Integration von Maschine und Isolator sollen helfen, die Qualität und Leistung zu sichern.

Wichtige Ereignisse.

Torsten Türling ist neuer CEOvon Syntegon

Mit Wirkung zum 1. November 2023 hat die Syntegon-Gruppe Torsten Türling in die Geschäftsführung bestellt. Torsten Türling ist zum neuen Chief Executive Officer (CEO) ernannt worden und verstärkt die Geschäftsleitung der Syntegon-Gruppe als erfahrener Manager, der das Wachstum und die Innovation der Gruppe weiter vorantreiben und die Vertriebsaktivitäten deutlich stärken möchte.

Sukzessiver Erwerb Klenzaids Contamination Controls Private Limited

Am 27. September 2023 unterzeichnete die Syntegon Technology GmbH, Waiblingen, einen Vertrag mit Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, zum Erwerb weiterer Anteile in Höhe von 41 %, wodurch der Eigenkapitalanteil des Konzerns an dem Unternehmen von 49 % auf 90 % anstieg. Die Ausweitung der Anteile bei der indischen Tochtergesellschaft erfolgte, um die Aktivitäten und Lösungen im Bereich pharmazeutischer Prozess- und Verpackungstechnik weiter auszubauen und Synergien zu realisieren, um so Wachstum voranzutreiben. Die Transaktion wurde am 30. November 2023 vollzogen. Durch die Hingabe der bestehenden Beteiligung, die bis zum Erwerbszeitpunkt nach der Equity-Methode bewertet wurde und zum Erwerbszeitpunkt zum Fair Value neubewertet und als Gegenleistung hingegeben worden ist, entstand ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe 9.642 TEUR, der sich aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert zum Zeitpunkt der Transaktion und dem Fair Value ergibt. Der Betrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Durch den Erwerb entstand zum Transaktionszeitpunkt weiterhin ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 25.189 TEUR, der innerhalb der immateriellen Vermögenswerte erfasst ist. Darüber hinaus ist eine Put-Option für den Erwerb der verbleibenden 10 % als finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des zum antizipierten Ausübungszeitpunkt ermittelten und diskontierten Rückzahlungsbetrags erfasst. Weitere Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sind von untergeordneter Bedeutung.

Neuaufnahme Gesellschafterdarlehen; Kapitalerhöhung Syntegon Holding GmbH

Ein im August 2023 zusätzlich aufgenommenes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 107.200 TEUR wurde im Zuge einer Sacheinlage im November 2023 vollständig in die Kapitalrücklage der Syntegon Holding GmbH durch die Gesellschafterin eingebracht. Zum Zeitpunkt der Einlage betrug der Buchwert des eingebrachten Darlehens 98.151 TEUR und beinhaltet den bis zum Einlagezeitpunkt offenen Rückzahlungsbetrag und aufgelaufene und unbezahlte Zinsen in Höhe von 493 TEUR.

Geplante Veräußerung eines Teilbereichs der Division Food

Im September 2023 gab die Geschäftsleitung bekannt, einen Teilgeschäftsbereich der Division Food für Verpackungsmaschinen für Flüssignahrungsmittel aus strategischen Aspekten zu veräußern. Die Zugänge zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten betreffen Vermögenswerte und Schulden dieser Geschäftsaktivitäten. Die Verkaufsbemühungen für die Veräußerungsgruppe haben bereits begonnen und es wird mit einem Verkauf im Jahr 2024 gerechnet.

Wertminderungen im Rahmen der Umgliederung in Höhe von 4.470 TEUR sind bereits im Geschäftsjahr 2023 erfolgswirksam in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst und beziehen sich auf immaterielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten eingestuft sind.

Weitere Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ergaben sich im Berichtsjahr mit der geplanten Veräußerung nicht.

Wirtschaftsbericht.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die seit 2022 herrschenden Krisen und die daraus resultierenden makroökonomischen Folgen führten bereits im Vorjahr 2022 zu einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums auf 3,2 %. Infolgedessen basierte auch der Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 auf Unsicherheiten der weiteren Entwicklung dieser geopolitischen Unruhen. Dazu zählen global stark steigende Inflationsraten, begleitet von einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Diese Faktoren führten zu deutlich geringeren Wachstumsprognosen für das Geschäftsjahr 2023. Die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im Vorjahr 2022 prognostizierte Wachstumsrate für das Jahr 2023 lag bei 2,9 %.

Dieser Trend setzte sich auch im Berichtsjahr fort, so dass der IWF seine Weltwirtschaftswachstumsprognose für das Berichtsjahr in seinen Veröffentlichungen aus dem Oktober 2023 mit einer globalen Wachstumsrate 2023 in Höhe von 3,0 % bestätigte.

Während vor allem die Industrieländer die Auswirkungen der Abwärtstrends im Jahr 2023 spürten und das Wachstum auf 1,5 % abkühlte, verzeichneten die Entwicklungs- und Schwellenländer weiterhin Wachstumsraten von 4,0 %, wie im Vorjahr prognostiziert.

Obgleich die absoluten Wachstumsraten der Inflation aufgrund der Erholung der Rohstoff- und Energiepreise von 8,7 % in 2022 auf 6,9 % in 2023 reduziert werden konnten, war die Weltwirtschaft in 2023 nach wie vor von einer erhöhten Kerninflation gekennzeichnet. Dies führte zu restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Zentralbanken und weltweit zu höheren Finanzierungskosten für Unternehmen, was wiederum Investitionsverzögerungen zur Folge hatte. Für den globalen Markt richtungsweisende Impulse aus China sind trotz Aufhebung der Null-COVID-Politik in China und einem Wachstum von 4,9 % in 2023 nicht in vollem Umfang angekommen, da sich die geopolitischen Spannungen auch auf den Außenhandel und das wirtschaftliche Umfeld in China in 2023 ausgewirkt haben.

Rückgängige Auftragsbestände im Maschinenbau bremsen positive Effekte durch die Verbesserung der globalen Lieferkettenprobleme

Nachdem das Jahr 2022 für den Maschinenbau stark durch Probleme in den globalen Lieferketten geprägt wurde, haben sich die Engpässe im Laufe des Jahres 2023 zunehmend entspannt. Während im ersten Quartal noch 57 % der Unternehmen von mittleren bis schweren Beeinträchtigungen aus der Materialverfügbarkeit berichteten, waren es im dritten Quartal nur noch 20 %. Diesem positiven Trend standen abschmelzende Auftragsbestände im Jahresverlauf entgegen, weswegen fehlende Auftragseingänge im Maschinenbau als limitierender Produktionsfaktor von ca. 10 % zum Jahresbeginn auf 35 % im dritten Quartal an Bedeutung zunahmen. Seit Jahresbeginn 2023 blieben die Auftragseingänge im Maschinenbau monatlich hinter dem Vorjahr zurück, in Summe bis November 2023 um real 13 %.

Schätzungen des statistischen Bundesamtes und des VDMA gehen insgesamt für den Maschinenbau von einem Produktionsrückgang (real) von 1 % bis zu 2 % im Jahr 2023 aus und prognostizieren den gleichen Wert für 2024, teilweise sogar einen Rückgang von 4 % (VDMA). Maschinen für Nahrungsmittel und Verpackungsmaschinen zeigten ein nominelles Umsatzwachstum von 6,5 % in 2022 / 2021 und 7,8 % im 1. HJ 2023, wobei ein erheblicher Teil des Wachstums auf inflationsbedingte Preiserhöhungen zurückzuführen war und das reale Wachstum deutlich niedriger lag.

Gebremstes Investitionsverhalten unserer Kundenindustrien Pharma und Food Hauptgrund für rückläufige Auftragsbestände waren und sind derzeit verhaltendes Investitionsverhalten der Kundenindustrien Pharma und Lebensmittel. Dies liegt insbesondere an den global hohen Zinsniveaus sowie an den durch Inflation gestiegenen Kosten. Gerade im Pharma-Generikabereich können steigende Kosten nur bedingt weitergegeben werden, da in vielen Gesundheitssystemen die Medikamentenpreise fixiert sind oder nur begrenzt erhöht werden können. Inflation wird nach Umfragen als der bedeutendste makroökonomische Trend für die Pharma-Industrie bewertet. Weitere Unsicherheiten ergeben sich u. a. durch zunehmenden Preisdruck auf Medikamente insbesondere in den USA aus dem im Jahr 2022 verabschiedeten Inflation Reduction Act heraus. In Summe führt dies zu einer deutlich weniger optimistischen Stimmung in der Industrie als in den Vorjahren, so dass im Jahr 2023 erstmals seit mindestens 2020 weniger als die Hälfte der Befragten der VDMA-Blitzumfrage im Oktober 2023 ein optimistisches Bild für das Wachstum in den nächsten 12 Monaten hatten. Dies hat entsprechende Auswirkungen auf Investitionen. Als Fazit gibt es weiterhin viele Projektanfragen im Markt, Entscheidungen verzögern sich aber oft industrieweit.

Zur Jahresmitte 2023 war jedoch eine Aufhellung der Stimmung erkennbar. Während der gleitende 12-Monatsdurchschnitt zum Oktober noch einen Rückgang der Auftragseingänge für Verpackungsmaschinen von -11 % zum Vorjahr zeigte, lag der 3-Monatsdurchschnittswert für August bis Oktober 2 % über dem Vorjahr. Im Oktober 2023 gingen bei den Herstellern von Verpackungsmaschinen (ohne Getränkeabfüllmaschinen) real 4 % mehr Aufträge ein als im Vorjahresmonat. Die Bestellungen aus dem Inland sanken um 1 % unter den Vorjahreswert. Aus dem Ausland stiegen die Bestellungen um 4 %. Eine weitere Entspannung in den Auftragseingängen war auch bei Syntegon zum Jahresende hin zu verzeichnen.

Der Umsatz in der Verpackungsmaschinenbranche lag im Betrachtungszeitraum Januar bis Oktober 2023 preisbereinigt um 2 % unter der Vorjahreswert.

Geschäftsverlauf.

Entwicklung der Syntegon- Gruppe

Der Geschäftsverlauf wird für die Gruppe erläutert und dort, wo es zur Vermittlung von relevanteren Informationen dient, auf Ebene der Divisionen Food und Pharma.

Mit 1.580.067 TEUR lag der Auftragseingang der Syntegon- Gruppe im Geschäftsjahr 2023 nominal 2,2 % (Vj. 1.545.362 TEUR) über dem Vorjahresniveau und der Umsatz mit 1.485.313 TEUR 2,8 % über Vorjahr (Vj. 1.444.833 TEUR).

In einer wechselkursbereinigten Betrachtung ergaben sich für den Auftragseingang ein Anstieg um 3,7 %, wesentlich durch die Division Pharma getrieben, und für den Umsatz eine Steigerung von rund 4% gegenüber Vorjahr. Die Steigerung des Umsatzes wurde im Wesentlichen von der Division Food getragen.

Bei isolierter Betrachtung des divisionsübergreifenden Bereiches Service zeigt sich dort wechselkursbereinigt ein moderater Zuwachs des Auftragseinganges sowie ein erheblicher Anstieg des Umsatzes gegenüber Vorjahr, der vor allem von einem starken Ersatzteilgeschäft getrieben wurde.

Mit einem Wert von 193.127 TEUR (Vj. 200.068 TEUR) lag das um Einmalaufwendungen für Transformations- und Restrukturierungstätigkeiten und weitere nicht-operative Sondereffekte adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der Syntegon-Gruppe für 2023 leicht unter Vorjahresniveau, wechselkursbereinigt um rund 3.200 TEUR. Positiv hervorzuheben ist die in Verbindung mit dem gestiegenen Umsatz deutlich positive Entwicklung des Ergebnisbeitrages der Division Food.

Entwicklung bleibt hinter den Erwartungen

Gegenüber unserer Vorjahresprognose entwickelten sich in 2023 der Auftragseingang leicht und der Umsatz moderat schwächer.

In der Division Pharma wirkte sich vor allem bei den Technologien für flüssige und feste Pharmazeutika hauptsächlich das ungünstige gesamtwirtschaftliche Marktumfeld mit hoher Inflation und Zinsen negativ auf die Entwicklung aus. Dabei blieb insbesondere auch der asiatische Markt hinter den Erwartungen. In der Division Food gestaltete sich speziell das Nordamerika-Geschäft und regionenübergreifend das Geschäft mit den Technologien für Verpackungsmaschinen flüssiger Nahrungsmittel und Vertikal-Verpackungsmaschinen als herausfordernd. Bei Verpackungsmaschinen im Bereich flüssiger Nahrungsmittel zeigten sich deutlich einschränkende Einflüsse aufgrund der intensiven Verknüpfung der milchverarbeitenden Industrie mit dem Einsatz von Gas als Produktionsressource sowie aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich zukünftiger Verpackungsrichtlinien.

Das adjustierte Ergebnis 2023 vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der Syntegon-Gruppe lag deutlich unter der Vorjahresprognose. Neben dem unter der Prognose liegenden Umsatz wirkte sich weiterhin eine unter den Erwartungen liegende Bruttomarge aus. Eine teilweise Kompensation erfolgte durch reduzierte Vertriebs- und Gemeinkosten in Folge eines strikten Kostenmanagements.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 1.485.313 TEUR (Vj. 1.444.833 TEUR), was einem Anstieg von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Von den erzielten Umsatzerlösen entfielen rund 63,4 % (Vj. 65,8 %) auf den Verkauf von Maschinen, der Rest auf Service inkl. Ersatzteilgeschäft. Die Umsätze verteilten sich zu etwa 35,6 % auf Europa (Vj. 31,5 %), 36,4 % auf Amerika (Vj. 33,3 %) und 28,0 % auf Asien und den Rest der Welt (Vj. 35,2 %).

Die Herstellungskosten des Umsatzes betrugen im Geschäftsjahr 967.495 TEUR (Vj. 944.605 TEUR). Dies entspricht 65,1 % (Vj. 65,4 %) der Umsatzerlöse.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag in 2023 bei 517.818 TEUR (Vj. 500.228 TEUR) und damit um 3,5 % leicht über dem Wert des Vorjahres.

Die Vertriebskosten lagen mit 237.961 TEUR (Vj. 221.252 TEUR) über Vorjahr. Der Anteil bezogen auf den Umsatz war mit 16,0 % (Vj. 15,3 %) leicht über Vorjahresniveau.

Verwaltungskosten sind in Höhe von 133.077 TEUR (Vj. 120.684 TEUR) angefallen. Der Anteil bezogen auf den Umsatz war mit 9,0 % (Vj. 8,4 %) ebenfalls leicht über Vorjahresniveau.

Die Personalaufwandsquote, bezogen auf den Umsatz, betrug 37,2 % (Personalaufwand absolut: 552.300 TEUR, Vj. 36,7 % bzw. 529.784 TEUR) im Berichtsjahr 2023. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:innen belief sich auf 5.735 (Vj. 5.547).

Die Gruppe wendete im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 53.946 TEUR für Forschung und Entwicklung auf (Vj. 49.055 TEUR). Dies entspricht 3,6 % (Vj. 3,4 %) der Umsatzerlöse. Planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte und Technologien des Konzerns sind in den Herstellungskosten des Umsatzes beinhaltet, soweit diese zur Erzielung von Umsätzen dienen. In den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind Wertminderungen in Höhe von 4.470 TEUR auf immaterielle Vermögenswerte beinhaltet, die sich im Zusammenhang mit der Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten eines Teilbereichs der Division Food ergeben.

Die Abschreibungsquote der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, bezogen auf den Umsatz, lag für das Berichtsjahr 2023 bei 3,3 % (Vj. 3,6 %). Der absolute Abschreibungsaufwand betrug 49.145 TEUR (Vj. 52.716 TEUR), davon 22.172 TEUR (Vj. 24.503 TEUR) resultierend aus Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben realisierten stillen Reserven.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 38.378 TEUR (Vj. 30.249 TEUR). Sie enthalten unter anderem Erträge aus Wechselkursveränderungen (11.212 TEUR, Vj. 13.174 TEUR) sowie übrige sonstige Erträge (8.993 TEUR, Vj. 10.646 TEUR). Dies sind im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Dritte, wie z. B. IT- und Speditionskosten sowie Rückerstattungen von Versicherungen. Des Weiteren entstanden Erträge aus der Neubewertung des bestehenden nach der Equity-Methode bewerteten 49 %-Anteils des Konzerns an Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, in Höhe von 9.642 TEUR, welcher im Rahmen des Unternehmenserwerbs realisiert worden ist.

Im Geschäftsjahr 2023 fielen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 20.965 TEUR (Vj. 19.489 TEUR) an.

Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen (13.768 TEUR, Vj. 11.670 TEUR), Derivaten (497 TEUR, Vj. 2.947 TEUR) und Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte (3.010 TEUR, Vj. 2.632 TEUR).

Finanzerträgen von 14.121 TEUR (Vj. 20.333 TEUR) standen im Geschäftsjahr 2023 Finanzaufwendungen von 61.013 TEUR (Vj. 66.217 TEUR) gegenüber, so dass das Finanzergebnis -46.892 TEUR (Vj. -45.884 TEUR) betrug.

Die Finanzaufwendungen beinhalten die effektiven Zinsaufwendungen für die Gesellschafterdarlehen in Höhe von 30.539 TEUR (Vj. 38.828 TEUR). Im Vorjahr sind Aufwendungen in Höhe von 12.070 TEUR aufgrund der Buchwertanpassung als Resultat der Neugestaltung des variabel verzinslichen Gesellschafterdarlehens beinhaltet.

Das Ergebnis vor Steuern lag mit 64.948 TEUR (Vj. 76.057 TEUR) unter Vorjahresniveau.

Der Steueraufwand vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 22.629 TEUR (Vj. 47.995 TEUR) ist vor allem durch die Entwicklung des Ertrags der latenten Steuern netto in Höhe von 9.091 TEUR (Vj. Aufwand 13.385 TEUR) und des Ertragsteueraufwands netto in Höhe von 31.720 TEUR (Vj. 34.610 TEUR) gesunken.

Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 42.319 TEUR (im Vj. 28.062 TEUR).

Es enthält unter anderem Abschreibungen, Wertminderungen und die Fortentwicklung auf die im Rahmen der Kaufpreisallokationen identifizierten Vermögenswerte resultierenden latenten Steuern. Des Weiteren sind als "adjustierter" Sondereffekt ergebniserhöhend die Erträge aus der Neubewertung der bestehenden Beteiligung an Klenzaids und dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert zum Zeitpunkt der Transaktion und dem Fair Value in Höhe von 9.642 TEUR enthalten.

In Summe sind Einmal- und Transformationsaufwendungen, die sich außerhalb unseres gewöhnlichen Geschäftsgangs befinden und in der Ergebnissteuerungsgröße adjustiertes EBITDA adjustiert werden, in Höhe von 32.142 TEUR (Vj. 25.411 TEUR) angefallen.

Diese Aufwendungen können bspw. Kosten für Restrukturierungsberatung, Reorganisation, Neuausrichtung des Geschäfts oder Kosten für den Ausbau der Harmonisierung der IT-Struktur beinhalten, aber auch einmalig wesentliche nicht wiederkehrende Einmalaufwendungen- und Erträge beinhalten.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Syntegon-Gruppe betrug zum Stichtag 31. Dezember 2023 1.642.082 TEUR (Vj. 1.610.444 TEUR).

Zum 31. Dezember 2023 betrug die Eigenkapitalquote der Gruppe 14,5 % (Vj. 6,1 %).

Die Vermögenswerte und Schulden der zur Veräußerung gehaltenen Gruppe von Vermögenswerten für einen Teilbereich der Division Food sind separat dargestellt.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die flüssigen Mittel inklusive Wertpapiere mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten betrugen 133.991 TEUR zum 31. Dezember 2023 (Vj. 149.346 TEUR) und bestanden aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren in Höhe von 187.214 TEUR (Vj. 205.411 TEUR) vorhanden.

Ferner beinhalten die kurzfristigen Vermögenswerte 147.735 TEUR (Vj. 112.446 TEUR) Vertragsvermögenswerte, 29.839 TEUR (Vj. 29.222 TEUR) übrige Vermögenswerte, 12.234 TEUR (Vj. 13.858 TEUR) übrige finanzielle Vermögenswerte und 5.767 TEUR (Vj. 7.185 TEUR) Ertragsteuerforderungen.

Der Wert der Vorräte belief sich auf 231.057 TEUR (Vj. 260.435 TEUR), davon unfertige Erzeugnisse und Leistungen 113.317 TEUR (Vj. 136.471 TEUR).

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen 857.330 TEUR (Vj. 832.541 TEUR). Der wesentliche Anteil entfiel hierbei mit 743.443 TEUR (Vj. 745.641 TEUR) auf das Anlagevermögen inkl. Nutzungsrechte für Leasinggegenstände und Finanzanlagen. Das Anlagevermögen beinhaltet Wertansätze für nichtkonsolidierte Beteiligungen und Minderheitsbeteiligungen in Höhe von 7.545 TEUR (Vj. 7.451 TEUR).

256.099 TEUR (Vj. 274.261 TEUR) des Anlagevermögens resultieren aus Neu- oder Erstbewertungen von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation. Dies betraf im Wesentlichen die Bewertung von Kundenstamm (130.431 TEUR, Vj. 134.052 TEUR), Grundstücken und Gebäuden (69.243 TEUR, Vj. 66.399 TEUR), sowie von Technologien (36.961 TEUR, Vj. 42.395 TEUR), von Trademarks (10.276 TEUR, Vj. 10.499 TEUR).

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 36.915 TEUR und Schulden in Höhe von 16.013 TEUR beinhalten die Gruppe von Vermögenswerten und Schulden, die für den beabsichtigten Verkauf eines Teilgeschäftsbereich der Division Food für Verpackungsmaschinen für Flüssignahrungsmittel vorgesehen sind. Die Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Vorräte (9.424 TEUR), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4.998 TEUR) und Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (15.395 TEUR), sowie Vertragsvermögenswerte (6.786 TEUR). Die Schulden beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (4.691 TEUR), übrige Rückstellungen (3.591 TEUR) und Vertragsverbindlichkeiten (3.316 TEUR).

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden zum 31. Dezember 2023 betrugen 601.918 TEUR (Vj. 721.585 TEUR). Den größten Teil dieses Wertes bilden Vertragsverbindlichkeiten (263.987 TEUR, Vj. 295.611 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (131.472 TEUR, Vj. 131.227 TEUR), übrige Verbindlichkeiten (115.010 TEUR, Vj. 120.938 TEUR), übrige finanzielle Verbindlichkeiten (11.679 TEUR, Vj. 94.546 TEUR) sowie kurzfristige Rückstellungen (55.099 TEUR, Vj. 71.552 TEUR), im Wesentlichen aus dem Verkaufsbereich (30.697 TEUR, Vj. 44.853 TEUR) und dem Personalbereich (10.835 TEUR, Vj. 17.241 TEUR).

Langfristige Schulden und Finanzierung

Zum 31. Dezember 2023 betrugen die langfristigen Schulden 802.434 TEUR (Vj. 789.991 TEUR). Im Wesentlichen beinhalten die langfristigen Schulden die Buchwerte der Gesellschafterdarlehen, deren Laufzeiten zwischen 2026 und Mitte 2029 enden, und ein Darlehen gegenüber einem Kreditinstitut, welches eine Laufzeit bis Ende 2027 bzw. Mitte 2028 hat.

Der Buchwert der Gesellschafterdarlehen zum Bilanzstichtag beträgt 586.044 TEUR (Vj. 603.811 TEUR). Ein im Jahr 2023 aufgenommenes Gesellschafterdarlehen in Höhe von 107.200 TEUR, mit ursprünglich gleichen Laufzeiten und Konditionen wie die der bisherigen Gesellschafterdarlehen, wurde im Zuge einer Sacheinlage vollständig in die Kapitalrücklagen der Syntegon Holding GmbH durch die Gesellschafterin ergebnisneutral eingebracht. Zum Zeitpunkt der Einlage betrug der Buchwert des eingebrachten Darlehens unter Berücksichtigung sämtlicher bis zum Einlagedatum getätigter teilweiser Rückzahlungen 98.151 TEUR - darin beinhaltet sind zum Zeitpunkt der Einlage angelaufene und nicht bezahlte Zinsen in Höhe von 493 TEUR.

Die oben genannten Gesellschafterdarlehen sind teilweise variabel verzinslich und durch einen Zinscap und -floor beschränkt, aber auch festverzinslich. Zinszahlungen erfolgen regelmäßig unter Beachtung des vertraglichen Zinszeitraumes bzw. einmal jährlich, während Tilgungszahlungen unter Beachtung einer Ankündigungsfrist erfolgen. Die Gesellschafterin kann unter bestimmten Bedingungen, insbesondere falls Syntegon seinen Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehensverträgen nicht nachkommt, die Gesellschafterdarlehen fällig stellen.

Die langfristigen Schulden beinhalten weiterhin ein Darlehen gegenüber einem Kreditinstitut in Höhe von 60.000 TEUR (Vj. 60.000 TEUR), welches durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China, besichert ist. Das Bankdarlehen kann auf bis zu max. 90.000 TEUR gegen Einlage weiterer Zahlungsmittel in Anspruch genommen werden.

Neben der oben erwähnten Gesellschafterdarlehen verfügt die Syntegon-Gruppe über einen Verfügungsrahmen für eine zugesagte Kredit- sowie Garantielinie eines internationalen Bankenkonsortiums. Zum Stichtag ist die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen (Vj. 80.000 TEUR). Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis Mitte 2028 und zum 31. Dezember 2023 einen Gesamtverfügungsrahmen von maximal 187.500 TEUR (Vj. 150.000 TEUR), während die Garantielinie ein Gesamtverfügungsrahmen von maximal 175.000 TEUR beinhaltet. Die Verzinsung der Inanspruchnahme der Kreditlinie orientiert sich einerseits am EURIBOR, wobei jedoch ein unterer Grenzwert von 0 % gilt, und an einem Aufschlag, der in Abhängigkeit des Verschuldungsgrads maximal 3,5 % beträgt. Für die Garantie gelten die gleichen Rahmenbedingungen, jedoch abweichende Prozentsätze der Verzinsung. Die Finanzierung ist gebunden an die Einhaltung von Financial Covenants durch Syntegon, insbesondere durch Einhalten eines maximalen Verschuldungsgrades, sofern die Ausschöpfung der Kreditlinie ein vorgegebenes Maß überschritten hat. Bei Nichterreichung der vereinbarten Financial Covenants kann eine frühzeitige Rückzahlungsverpflichtung entstehen. Im Berichtszeitraum und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wurden die Financial Covenants stets eingehalten

In den langfristigen Schulden sind darüber hinaus im Wesentlichen latente Steuern (42.007 TEUR, Vj. 42.379 TEUR) und Rückstellungen (49.888 TEUR, Vj. 52.819 TEUR), im Wesentlichen aus dem Personalbereich (17.649 TEUR, Vj. 19.680 TEUR) und aus dem Verkaufsbereich (24.972 TEUR, Vj. 25.118 TEUR) sowie für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (6.038 TEUR, Vj. 7.675 TEUR) enthalten.

Syntegon verkauft vereinzelt und revolvierend Forderungen mittels Factorings. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Factoringvolumen 0 TEUR (Vj. 4.242 TEUR).

Cash-Pool

Innerhalb der Syntegon-Gruppe sind die Gesellschaften, soweit die lokalen Regularien dies gestatten, einem von zwei Cash-Pools (USA, Rest der Welt) angeschlossen. Ausnahmen gelten insbesondere für Gesellschaften, die in Ländern mit Finanzmarktrestriktionen (z. B. China) ansässig sind.

Cashflow

Der Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit betrug zum 31. Dezember 2023 90.668 TEUR (Vj. 18.748 TEUR). Der Anstieg ergibt sich insbesondere aus der Reduktion des kurzfristig gebundenen Kapitals im Bereich der Vorräte, sowie dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrigen Verbindlichkeiten sowie zahlungsunwirksamer Veränderungen in den Pensions- und langfristigen Rückstellungen. Die Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 29.884 TEUR (Vj. 46.112 TEUR) waren unter dem Vorjahr.

Andere nicht zahlungswirksame Transaktionen beinhalten bspw. Wertminderungen und Erträge aus der Neubewertung von Beteiligungen, die ergebnis- aber nicht zahlungswirksam waren.

Sofern die Syntegon-Gruppe von Factoring als Form der Finanzierung Gebrauch gemacht hat, werden die Mittelzuflüsse im operativen Cashflow dargestellt.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Berichtsjahr 2023 in Höhe von 55.362 TEUR (Vj. 46.191 TEUR) war im Wesentlichen durch Investitionen in das Anlagevermögen (37.204 TEUR, Vj. 34.110 TEUR), Auszahlungen in Höhe von 6.480 TEUR (Vj. 16.480 TEUR) im Zusammenhang mit der Besicherung eines Darlehens (langfristige Einlage) sowie Desinvestitionen in das Anlagevermögen und andere langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.999 TEUR (Vj. 1.769 TEUR) geprägt. Die Unternehmenserwerbe (15.828 TEUR) im Berichtsjahr betreffen die Aufstockung der Anteile auf 90 % an Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, Indien und beinhalten die Übernahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Der Mittelabfluss (Vj. Mittelzufluss) aus Finanzierungstätigkeit im Jahr 2023 betrug 46.676 TEUR (Vj. 3.614 TEUR).

Tilgung von Finanzverbindlichkeiten fanden in Höhe von 110.947 TEUR (Vj. 55.056 TEUR) statt. Zusätzliche Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten erfolgten kurzfristig in Höhe von 107.200 TEUR (Vj. 95.004 TEUR).

Die kurzfristige Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Form eines in 2023 zusätzlich abgeschlossenes Gesellschafterdarlehens stand im Zusammenhang mit der anschließenden Sacheinlage des Darlehens in die Kapitalrücklage der Syntegon Holding GmbH durch die Gesellschafterin. Zum Zeitpunkt der Einlage betrug der Buchwert des eingebrachten Darlehens 98.151 TEUR und beinhaltet den offenen Rückzahlungsbetrag und aufgelaufene und unbezahlte Zinsen in Höhe von 493 TEUR.

Die Zinszahlungen zur Finanzierung der Syntegon Gruppe belaufen sich im Berichtsjahr auf 37.915 TEUR (Vj. 31.180 TEUR).

Die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 5.014 TEUR (Vj. 5.154 TEUR) ist auf Vorjahresniveau.

Währungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds ergeben sich in Höhe von -3.985 TEUR (Vj. -1.503 TEUR) im Berichtsjahr.

Die in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Liquidität enthält Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 133.991 TEUR (Vj. 149.346 TEUR). Darin beinhaltet sind auch die Veränderungen der Übernahme der Zahlungsmittel in Höhe von 1.227 TEUR aufgrund des Unternehmenserwerbs - diese sind mit den Auszahlungen für die zusätzlichen Anteile saldiert in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es zahlungsunwirksame Investitionen durch den Abschluss von Leasingverträgen in Höhe von 4.204 TEUR (Vj. 8.083 TEUR).

Zahlungsfähigkeit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Syntegon-Gruppe jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Zudem standen im abgelaufenen Geschäftsjahr stets ausreichend Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs zur Verfügung. Die Finanzlage war jederzeit geordnet. Über den Bilanzstichtag hinaus stehen der Gruppe noch nicht in Anspruch genommene kurzfristige Kreditlinien in Höhe von 187.500 TEUR, sowie ein weiterer Verfügungsrahmen zur Ziehung eines Darlehens gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 30.000 TEUR zur Verfügung.

Finanzielle Leistungsindikatoren.

Über die regelmäßige interne Konzernberichterstattung überwacht und steuert die Geschäftsleitung die operative Leistungsfähigkeit der Syntegon-Gruppe und erörtert die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage.

Dadurch stellt die Unternehmensleitung sicher, dass den Ansprüchen der Kapitalgeber im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung Rechnung getragen wird und schafft so die Basis für wertschaffende Planungs- und Investitionsentschei dungen.

Die für die Syntegon-Gruppe im Geschäftsjahr 2023 bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:

2023 in TEUR 2022
Umsatz 1.485.313 1.444.833
Auftragseingang 1.580.067 1.545.362
EBITDA, adjustiert 193.127 200.068

Umsatz

Umsatz entspricht den im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechend der verpflichtend in der EU anzuwendenden IFRS.

Auftragseingang

Der Auftragseingang repräsentiert das in der Betrachtungsperiode akquirierte EUR-Volumen an verbindlichen Kundenaufträgen, unabhängig vom tatsächlichen oder geplanten Datum der Realisierung des Umsatzes. Für den Ausweis des Auftragseingangs gelten einheitliche, interne Richtlinien. Der Auftragseingang ist ein wichtiger Indikator zur Steuerung der Syntegon-Gruppe, da er frühzeitig Rückschlüsse auf die künftige Auslastung, die Umsatzerlöse und das Ergebnis zulässt.

EBITDA, adjustiert

Als operative Ergebnisgröße zur internen Unternehmenssteuerung wird das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA, adjustiert) herangezogen. Adjustierungen (Earnings adjustments) reflektieren die Sichtweise des Managements auf das im operativen Geschäft erzielte Ergebnis und beinhalten signifikante und außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs angefallene Einmal- und Transformationsaufwendungen in Höhe von 32.142 TEUR (Vj. 25.411 TEUR). Diese Aufwendungen können bspw. Kosten für Restrukturierungsberatung, Reorganisation, Neuausrichtung des Geschäfts oder Kosten für den Ausbau der Harmonisierung der IT-Struktur beinhalten, aber auch einmalig wesentliche nicht wiederkehrende Einmalaufwendungen- und Erträge.

Um zeitnah auf Tendenzen reagieren zu können, ermittelt Syntegon regelmäßig unterjährig Prognosen für das Gesamtjahr, die den Auftragseingang, Umsatzerlöse und das adjustierte EBITDA betreffen.

Prognose-, Risiko- und Chancenbericht.

Risiko- und Chancenbericht.

Risiken

Risikomanagement

Die Risiken und Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Divisionen sind mitunter durch die konjunkturelle Lage der Weltwirtschaft beeinflusst. Die beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen bilden dabei die Grundlage der Bewertung der vorliegenden Risiken und Chancen. Die Möglichkeit, dass sich der Geschäftsverlauf gegenüber der Planung besser oder schlechter entwickelt oder Marktbedingungen sich verändern, besteht grundsätzlich für alle Divisionen des Konzerns.

Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir diversen internen und externen Einflüssen und Entwicklungen ausgesetzt, die sich auf die Verwirklichung unserer Unternehmensziele auswirken können. Dabei sieht sich die Syntegon-Gruppe mit wachsenden Anforderungen aus Regulatorik, Wirtschaft und Gesellschaft konfrontiert.

Als Risiko verstehen wir jedes Ereignis, welches das Erreichen unserer Ziele negativ beeinflussen kann. Dazu gehören monetäre sowie nicht monetäre Risiken. Als Chance definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen.

Das Risikomanagement der Syntegon-Gruppe hat zum Ziel, die mit der unternehmerischen Tätigkeit verbundenen Chancen und Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen Chancen wahrzunehmen sowie Risiken zu begrenzen. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Planungs- und Berichtssystems der Gruppe und bezieht alle betrieblichen Prozesse, Funktionsbereiche, Hierarchiestufen und Stabsfunktionen ein, um nachhaltig den Erfolg des Konzerns zu gewährleisten.

Die Verantwortung für die Risikosteuerung wird grundsätzlich dezentral auf allen Managementebenen des Konzerns wahrgenommen, Governance-Aufgaben sind dagegen zentral organisiert.

Die Identifikation und Steuerung der Risiken erfolgt in den Fachbereichen sowie an den verschiedenen Standorten. Darüber hinaus sind diese auch in der Verantwortung, Maßnahmen zur Reduzierung beziehungsweise Beherrschung der Risiken einzuleiten.

Innerhalb der beschriebenen Risikofaktoren, erfolgt die Erörterung einzelner Risiken entsprechend ihrer relativen Bedeutung für die Gruppe in absteigender Reihenfolge.

Politische Risiken und Risiken durch geopolitische Unruhen

Für die Weltwirtschaft und alle Unternehmen stellen politische Unruhen und externe Vorfälle im politischen, rechtlichen oder gesellschaftlichen Umfeld ein grundsätzliches Risiko dar.

Derartige geopolitischen Risiken setzen den weltweit aktiven Konzern dem Risiko aus, dass wesentliche politische Ereignisse in einzelnen Ländern oder Regionen zu einem Verlust von Vermögenswerten führen können.

Auch wenn die Syntegon-Gruppe überwiegend in politisch ruhigen und friedlichen Gebieten tätig ist, können langanhaltende Handelsbeschränkungen oder negative zukünftige Entwicklungen geopolitischer Spannungen und regionaler Konflikte aufgrund der Globalisierung und Vernetzung negative Auswirkungen auf die globale Welt- und Marktwirtschaft haben, und somit auch unsere Absatz- und Beschaffungsmärkte betreffen.

Das direkte Volumen der Geschäfts- und Handelsbeziehungen mit Russland und der Ukraine ist bei Syntegon gering, daher stufen wir das unmittelbare Risiko, bspw. durch Wertminderungen, weiterhin insgesamt als niedrig ein, spüren aber die anhaltenden makroökonomischen Folgen, wenn auch in immer geringeren Maßen als im Vergleich zum Vorjahr.

Neben dem Russland-Ukraine-Krieg ist hier unter anderem eine weitere Verschärfung der Entwicklung zwischen der Volksrepublik China und der Republik China (Taiwan), und auch der weiteren Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China zu nennen. Eine Verschärfung des Konflikts könnte nicht nur die zahlreichen Handelsbeziehungen im Bereich der Halbleiterindustrie zwischen Taiwan und Europa bzw. Deutschland, sondern auch unsere wichtigen Märkte in Asien bedrohen. Hinzu kommen Handelsbeschränkungen im Bereich Halbleiter- und Chipindustrie zwischen den Vereinigten Staaten und China, deren Folgen durch eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen Taiwan und China noch einmal verstärken könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiteren Eskalation sowie die damit einhergehenden Risiken für die Halbleiterindustrie können wir weiterhin nur schwer abschätzen.

Wir betrachten diese als wesentlich, falls der Konflikt eskaliert und Taiwan Mikrochips für die Halbleiterindustrie nicht mehr exportieren könnte. Dies würde Einfluss auf die globalen Lieferketten sowie auf die angespannte Stabilität der Weltwirtschaft haben und die derzeitige Resilienz der Weltwirtschaft gefährden.

Die unmittelbaren Auswirkungen des Konflikts zwischen der Terrororganisation Hamas und Israel sind derzeit als begrenzt einzuschätzen. Dennoch verfolgt das Unternehmen aufmerksam die Entwicklungen. Wir schätzen es für unwahrscheinlich ein, dass dieser Krieg dauerhafte Auswirkungen auf den Rohstoff- und Ölmarkt sowie die Weltwirtschaft haben wird, allerdings besteht das Potenzial, dass der Konflikt durch die Einbeziehung bisher unbeteiligter Länder und Gruppen auf eine neue Ebene gehoben wird. Dies könnte langfristige negative Folgen für die Weltwirtschaft haben und unmittelbare Auswirkungen auf die Makroökonomie nach sich ziehen. Die Geschäftsleitung steht derzeit vor der Herausforderung, das Risiko präzise einzuschätzen. Vorläufig wird es als gering betrachtet, wobei der weitere Verlauf als unsicher angesehen wird.

Für oben beschriebene Risiken führen wir ein enges Monitoring der weltweiten Entwicklungen und Auswirkungen auf die Länder durch. Geschäftsentscheidungen werden unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet und beim Eintreten eines wesentlichen politischen Ereignisses werden frühzeitig und zielgerichtet die Risiken analysiert.

Kerninflation und restriktive Geldpolitik der europäischen und amerikanischen Zentralbank

Als Reaktion auf die starke Geldentwertung im Jahr 2022 änderten die europäische Zentralbank und das Notenbanksystem der USA ihre expansive Geldpolitik und erhöhten in 2022 und 2023 in mehreren Schritten die Leitzinsen auf bis zu 4,5 % (EZB), bzw. 5,5 % (USA), um so die vor allem durch die hohen Energiepreise ausgelöste Inflation einzudämmen. Die Ära einer langanhaltenden expansiven Geldpolitik wurde damit vorerst beendet, um in eine Phase restriktiver Geldpolitik überzugehen.

Die geldpolitischen Maßnahmen und staatlichen Interventionen führten im Berichtsjahr zur Erholung der Preise für Energieträger, allerdings verblieb im Kern eine um Energiepreise bereinigte Inflation, die sich lt. IWF (Oktober 2023) im Berichtsjahr auf 6,3 % weltweit einpendelte. Im Vorjahr ist diese noch auf 6,4 % beziffert worden.

Die Kombination aus anhaltenden hohen Preissteigerungsraten und Verlust der Kaufkraft sowie gleichzeitig ein dauerhaftes hohes Zinsniveau und zögerndes Investitionshalten könnten zu einem weiteren Abkühlen der Wirtschaft führen, obgleich wir der Auffassung sind, dass Syntegon mit einer Positionierung in den Märkten Pharma und Food robust dasteht.

Um Preisstabilität zu gewährleisten, werden die Zentralbankensysteme mittelfristig eine Preissteigerungsrate um 2 % anstreben, was bei einer anhaltenden Kerninflation das Erfordernis bringt, die Leitzinsen vorerst auf hohem Niveau aufrechtzuerhalten. Erste Zinspausen der Zentralbankensysteme signalisieren, dass der Zenit des Zinsniveaus erreicht zu sein scheint. Auch deuten die Prognosen des IWF daraufhin, dass sich die Kerninflation durch geeignete Maßnahmen in 2025 wieder auf Normalniveau einpendeln und in 2024 zumindest auf 5,3 % zurückgehen könnte, sofern weitere externe Faktoren nicht unvorhergesehen eintreten.

Wir sind der Auffassung, dass das Risiko eines weiteren Abkühlens der Weltwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr etwas geringer ist, und wir sehen uns nach wie vor robust aufgestellt, können aber unvorhergesehene Ereignisse und damit verbundenen Auswirkungen auf die Konjunktur aufgrund der derzeit volatilen und von Unsicherheit geprägten Märkte nur schwer einschätzen.

Absatz- und Vertriebsrisiken

Aufgrund unserer Positionierung in den Märkten Pharma und Food sind wir der Auffassung, robust dazustehen, auch vor dem Hintergrund exogener Einflüsse auf unsere Absatzmärkte und Kunden. Allerdings ist ein hohes Maß an Unsicherheit, wie wir es derzeit beobachten können, generell schädlich für das Investitionsklima. Investitionen unserer Kunden können sich verschieben oder ersatzlos gestrichen werden. Negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Syntegon-Gruppe können vor allem dann auftreten, wenn sich die Konjunktur unserer Absatzmärkte noch stärker abkühlt als die im Prognosebericht beschriebene gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2024. Eine sinkende Nachfrage würde die Realisierung der Auftragseingangs- und Umsatzziele erschweren.

Als Reaktion auf diese Unsicherheit sind wir bestrebt, unsere Aktivitäten in wichtigen Absatzmärkten wie Nordamerika, Asien und Indien zu intensivieren, um das Risiko negativer Auswirkungen durch die Verschärfung von Konflikten zu diversifizieren. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die Sicherung unserer starken Position in Europa, indem wir unsere bestehenden Kundenbeziehungen in dieser Region weiter stärken und Lösungen für die Bedürfnisse des europäischen Marktes entwickeln. Diese ganzheitliche Strategie ermöglicht es der Syntegon-Gruppe, flexibel auf geopolitische Entwicklungen zu reagieren, Risiken zu minimieren und gleichzeitig ihre globale Präsenz auszubauen.

Wettbewerbs- und Preisdruck aufgrund der Konkurrenz aus Asien sind nach unserer Einschätzung nennenswerte Risiken, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken können. Maßnahmen zur Reduzierung dieser Risiken sind ein aktives Kostenmanagement sowie kontinuierliche Prozessoptimierung. Zusätzliche Maßnahmen sind die Ausweitung des Produktportfolios am Markt und die Anreicherung der Produkte um zusätzliche Funktionen für eine Differenzierung des Wettbewerbes. Durch Investitionen in Digitalisierung und Automation möchte Syntegon den Kundennutzen weiter steigern und somit die allgemeinen Vertriebsrisiken weiter minimieren.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Verfügbarkeit von Bauteilen und Lieferkettenunterbrechung bedeutend besser geworden, so dass das Risiko von Vertragsstrafen aufgrund zeitlicher Verschiebungen und Fertigstellung unserer Kundenprojekte etwas geringer ist. Allerdings können weitere Sanktionen oder Störungen der Lieferketten durch neue externe Impulse diese Phase der Erholung der Lieferketten schnell wieder rückgängig machen, so dass die Gruppe weiterhin mit den im Beschaffungsmarktrisiko und rechtlichen Risiken beschriebenen Maßnahmen entgegentritt.

Beschaffungsmarktrisiken

Die im oberen Abschnitt des Risikoberichts beschriebenen geopolitischen Unruhen und makroökonomischen Folgen für die Gesamtwirtschaft führten im Berichtsjahr weiter zu einer hohen Preissteigerungsrate und gestiegenen Materialpreisen.

Die für die Marktbeobachtung herangezogenen Quellen des IWF deuten darauf hin, dass für das nächste Jahr 2024 nach wie vor mit einer erhöhten Kerninflation zu rechnen ist, ebenso wurde als Korrektiv zur hohen Inflation ein restriktiver fiskalpolitischer Kurs durch die Zentralbanken eingeläutet, der zusammen mit der Inflation zu einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führte.

Für 2024 erwarten wir aufgrund des induzierten Rückgangs der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auch einen Rückgang der Nachfrage bei unseren Lieferanten, wodurch sich die Kapazitätsengpässe bei unseren Lieferanten weiter entspannen dürften. Diese erwartete Entspannung kann uns Raum für Verhandlungen der zukünftigen Preiskonditionen bei unseren Lieferanten geben, um so die Preissteigerungen der Vergangenheit zu neutralisieren. Wir beobachten allerdings auch, dass sich die Unternehmensrefinanzierung bei unseren Lieferanten aufgrund der gestiegenen Zinsen deutlich erschwert hat und uns somit im Verhandlungsspielraum und in der Flexibilität beim Kapazitätsausbau einschränken kann.

Die noch im Vorjahr beobachtbaren Kapazitäts- und Lieferengpässe weltweit sowie die unserer Lieferanten, haben sich im Jahr 2023 deutlich entspannt, was sich auch in einer verbesserten Lieferfähigkeit unserer Lieferanten spiegelt.

Wir haben weiterhin sehr lange Lieferzeiten im Bereich Elektro- und Halbleiterkomponenten vorgefunden, was wir entsprechend durch vorausschauende Beschaffungen in diesem Bereich kompensiert haben und was durch erhöhte Lagerbestände begleitet worden ist. Wir sind der Auffassung, durch die Strategie einer vorrauschauenden Beschaffung eine deutliche Stabilisierung unserer Lieferfähigkeit im Jahr 2023 herbeigeführt zu haben.

Die beschriebenen Risiken des Vorjahres sind in den Lieferketten und in der Funktionsfähigkeit der Lieferketten derzeit eingepreist, so dass wir für 2024 nicht von einer weiteren Anspannung der Verfügbarkeit von Bauteilen ausgehen.

Gleichzeitig erwarten wir, die erhöhten Lagerbestände in den nächsten Monaten abbauen zu können.

Für die Herstellung und Produktion unserer Lösungen im Bereich Verpackungstechnik ist die Gruppe insbesondere den im Beschaffungsmarkt inhärenten Risiken wie bspw. Stabilität der Lieferketten aber auch Preisentwicklung für Rohstoffe, Materialien und Komponenten sowie der Lieferfähigkeit unserer Lieferanten ausgesetzt. Negative Entwicklungen dieser Risiken können finanzielle Nachteile auf die Syntegon-Gruppe haben, welche unter Umständen nicht vollständig kompensiert werden könnten.

Wir sind der Auffassung, dass Syntegon mittels einer zentralen Einkaufsorganisation und der Optimierung des Supply-Chain-Managements geeignete Maßnahmen hat, um die wesentlichen Risiken zu adressieren. Dies betrifft bspw. einen intensiven Austausch mit unseren Kunden und Lieferanten, beinhaltet aber auch die Beobachtung, Analyse und Bewertung unseres Lieferantenportfolios, Beobachtung der Marktpreise und die Verwendung von Preis- und Volumenabsicherung.

Die laufende Optimierung des Beschaffungsmanagements, die kontinuierliche Anpassung der Einkaufsstrukturen- und -prozesse an unser Geschäftsmodell sowie die Entwicklung der Märkte sollen uns dabei unterstützen, auch langfristig die Beschaffungsmarktrisiken zu managen.

Tendenziell schätzen wir das Beschaffungsmarktrisiko geringer als im Vorjahr ein. Dies sollte insbesondere der Fall sein, wenn es zu keinen weiteren unerwarteten externen Entwicklungen kommt, die getroffenen Maßnahmen im Bereich der Fiskalpolitik die hohe Kerninflation effizient bekämpfen und die Lieferketten durch die Verlangsamung der Verbrauchernachfrage zur Ruhe kommen.

Risikomangelnder Fach- und Nachwuchskräfte

Wir sind der Auffassung, dass eine langfristige Bindung unserer Mitarbeiter:innen und die Akquise von hoch qualifizierten Fach- und Führungskräften ein elementarer Bestandteil unseres Erfolgs ist. Auch die Syntegon-Gruppe agiert in dem hoch kompetitiven Arbeitsmarkt um den Nachwuchs in Fach- und Führungspositionen und steht damit weltweit im Wettbewerb. Syntegon ist generell dem Risiko ausgesetzt, dass offene wichtige Stellen nicht adäquat und zeitlich besetzt werden oder wir wertvolle Mitarbeiter:innen verlieren.

Wir begegnen diesem Risiko durch gezielte Mitarbeiterförderung, laufende Fortbildungsmöglichkeiten und auf die einzelnen Interessen - soweit sinnvoll und möglich - abgestimmte Aufgaben und Tätigkeiten, um unsere Mitarbeiter:innen langfristig an uns zu binden. Mit unserer verstärkten und gezielten Präsenz an Hochschulen, Messen und Veranstaltungen möchten wir unsere Sichtbarkeit am Arbeitsmarkt weiter erhöhen und unsere Zielgruppe ansprechen.

Finanzielle Risiken

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken resultieren aus marktbedingten Schwankungen von Zinssätzen. Syntegon ist Zinsänderungsrisiken in Teilen der Finanzierung ausgesetzt (variabel verzinsliche Finanzierung). Der überwiegende Teil dieser Risiken ist jedoch durch Zinsbegrenzungsklauseln in den relevanten Darlehen abgesichert.

Wechselkursrisiken

Syntegon ist aufgrund der internationalen Konzernaktivitäten einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Diese Risiken werden grundsätzlich über die globale Präsenz mit lokalen Produktionen und weltweiten Einkaufsaktivitäten abgemildert. Verbleibende Risiken, die sich aus dem operativen Bereich, z. B. Fakturierung in Fremdwährung, ergeben, werden mittels Absicherung durch Devisentermingeschäfte verringert. Die Abwicklung von Sicherungsgeschäften zur Reduzierung von Währungsrisiken erfolgt ausschließlich über Banken mit guter Bonität. Aktuell kommen ausschließlich Standard-Devisentermingeschäfte und, sofern in Einzelfällen erforderlich, z. B. im Falle von Finanzmarktrestriktionen, sog. NDFs (non deliverable forwards) zum Einsatz. Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig.

Adressausfallrisiken

Das Risiko von Forderungsausfällen und Zahlungsverzögerungen ist zwar grundsätzlich gegeben, im Projektgeschäft werden entsprechende Risiken jedoch im Wesentlichen durch zeitlich definierte Abschlagszahlungen von Kunden verringert. Darüber hinaus dienen teilweise, in Abhängigkeit von der Bonität der Kunden sowie des Landes, in dem der Kunde ansässig ist, Akkreditive der Reduzierung des Forderungsausfallrisikos.

Liquiditäts- und sonstige finanzielle Risiken

Das Liquiditätsrisiko besteht grundsätzlich darin, Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können. Hinsichtlich der Risiken aus Finanzierung (Gesellschafterdarlehen, Kredit- und Garantielinie der Banken) wird auf den Abschnitt Langfristige Schulden und Finanzierung verwiesen. Aufgrund der bisherigen und aktuellen Ertrags- und Liquiditätssituation des Unternehmens waren und sind diese Risiken nicht immanent.

Informationstechnische Risiken

Zunahme von Phishing-Versuchen, die Professionalisierung von Angriffsmethoden, Gefährdung durch Hackerangriffe, gerade auch vor dem Ausbau des Anteils an Remote Arbeit und Cloudlösungen mit unseren Partnern, erfordern eine Steigerung der Resilienz durch die Implementierung weiterer präventiver Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Cyber Security.

Um den Risiken von Angriffen entgegenzuwirken, findet neben der etablierten Malware- und Virenerkennung eine Erweiterung in Form einer Endpoint-Detection-and-Response-Lösung (EDR) statt. Damit wird Schädlingen mit Isolations- und Mitigationsmaßnahmen entgegengetreten und die digitale Forensik zur Nachverfolgung entscheidend verbessert.

Gegen einen möglichen Ausfall von IT-Systemen sowie Datenverlust und -manipulation durch interne Fehlerquellen sichert sich Syntegon mit umfassenden, unternehmensweit gültigen technischen und organisatorischen Maßnahmen ab. Damit werden potenzielle Risiken hinsichtlich finanzieller Einbußen in der Produktentwicklung, der Fertigung sowie administrativer Abläufe signifikant reduziert.

Die Verwendung von Cloud-Lösungen birgt generell Gefahren, denen wir durch neue Sicherheitsanforderungen und technologische Änderungen im Bereich VPN- und Cloud-Zugriff durch die Einführung einer speziellen Cloud- Sicherheitslösung begegnen. Hierbei handelt es sich um cloud-basierte Sicherheitsüberprüfungen, die kontinuierlich durch den Security-Dienstleister um neue Gefahrenerkennungen erweitert wird.

Unsere IT-Organisation führt proaktiv vorbeugende Systemwartungen durch und stellt die Einhaltung maßgeblicher IT-Richtlinien sicher. Darüber hinaus unterhält unsere IT-Organisation ein umfangreiches Programm zur Informationssicherheit, bspw. verpflichtende Trainings zur Sensibilisierung und Weiterbildung aller Mitarbeiter:innen von Syntegon, die zur Prävention und zum richtigen Verhalten beim Eintreten eines Sicherheitsvorfalls beitragen sollen.

Eine hohe Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur wird durch redundante Auslegung der IT-Systeme bzw. IT-Komponenten für besonders geschäftskritische und relevante Anwendungen sichergestellt.

Alle Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der gesamten IT-Infrastruktur werden permanent überwacht und systematisch auditiert. Sicherheitsvorfälle werden sorgfältig und detailliert ausgewertet und erforderliche Maßnahmen zur Verbesserung der Schutzmaßnahmen abgeleitet.

Gewährleistungsrisiken

Die hohen Qualitäts- und Gewährleistungsanforderungen stellen grundsätzlich ein Risiko für die Syntegon-Gruppe dar, wenn sich aus möglichen Kundenbeanstandungen hohe Folgekosten, Reputationsverluste, Produkthaftungsansprüche oder Meldepflichten an Behörden ergeben.

Diesen begegnen wir durch ein durchgängiges Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 mit entsprechenden Prozessen (Beanstandungsmanagement) und regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter:innen.

Die Risikopositionen aus Gewährleistungen haben wir bemessen und in Form von Rückstellungen bzw. durch angemessene Versicherungsdeckungen Vorsorge getroffen.

Rechtliche Risiken

Die Syntegon-Gruppe ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit national und international unterschiedlichen rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in Verfahren beteiligt sein. Daraus können sich Zahlungs- / Haftungs- und andere Risiken und Verpflichtungen ergeben. Der Ausgang einzelner Verfahren kann nicht mit absoluter Sicherheit beurteilt werden. Sofern erforderlich werden für einen Sachverhalt Rückstellungen angesetzt, wenn nach unserer Beurteilung ein negativer Ausgang wahrscheinlicher ist als ein positiver. Rückstellungen unterliegen Schätzungen, Annahmen und Prognosen, die naturgemäß Schwankungen unterliegen und von Unsicherheiten geprägt sind. Es können sich hieraus positive oder negative Abweichungen ergeben, wenn der Ausgang ein anderer ist als ursprünglich angenommen.

Chancen

Unsere Chancen stehen auch im Einklang mit unseren Zielen und Strategien und beinhalten außerdem:

Chancen aus Risiken

Den im Risikobericht beschriebenen Risiken stehen auch Chancen gegenüber, wenn sich die genannten Einflussfaktoren in eine für uns vorteilhafte Richtung entwickeln. Beispielsweise könnte eine deutliche Entspannung der geopolitischen Unruhen zu neuen Entwicklungschancen führen, aber auch zu einer Entlastung der Kerninflation und restriktiven Zinspolitik, was insgesamt die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns positiv beeinflussen könnte. Entscheidend wird sein, ob die globalen vielfältigen externen Unruhen sich entspannen und der Konzern somit von einer über der Erwartung liegenden weltwirtschaftlichen Entwicklung profitieren kann. Dies lässt sich derzeit nur schwer prognostizieren.

Markttrend bezogene Chancen

Die Gruppe beobachtet, dass die Kundenindustrien Lebensmittel und Pharma von langfristigen Trends geprägt werden, die einen Investitionsbedarf und ein kontinuierliches Marktwachstum für Equipment im Bereich von 4 % bis 6 % sicherstellen. Die Kundenindustrien können der Gruppe daher nachhaltig globale Chancen bieten.

Beispielsweise können sich Chancen für die Division Pharma im Bereich der Adipositas-Medikamente ergeben. Die hohe Nachfrage übersteigt derzeit das Angebot, und Analysten prognostizieren ein starkes Wachstum bis zu 100 Mrd. USD im Jahr 2030. Dies hat zu entsprechenden Investitionsprogrammen führender Hersteller geführt, um dieser Nachfrage gerecht zu werden. Neben diesen führenden, bereits im Markt befindlichen Medikamenten gibt es über 50 weitere Präparate von über 35 Herstellern in der klinischen Erprobung. Der Großteil sind derzeit noch Parenteralia (Injektion/Infusion), es gibt aber auch erste Varianten in Tablettenform in Planung.

Wir sind der Auffassung ideal aufgestellt zu sein, um an der positiven Entwicklung im Sektor der Adipositas-Medikamente zu partizipieren. Syntegon verfügt über eine breite Palette geeigneter Maschinen, darunter Füll- und Inspektionsmaschinen für Karpulen sowie Montagemaschinen für Autoinjektoren und Pens. Langjährige intensive Kundenbeziehungen zu bestehenden und potenziellen Herstellern stärken diese Position. Die Geschäftsleitung ist der Auffassung, dass international gewonnene Projekte bei Kunden aus den Bereichen Processing, Liquid & Inspection sowie Medtech uns ebenso eine Chance geben können von diesem Trend zu profitieren, wie eine wachsende Projektpipeline, die mit Investitionen bis etwa 2026 hindeutet.

Innovation als integraler Bestandteil der Gesamtstrategie

Neben diesen trendbezogenen Chancen erwarten wir einen Beitrag zum Geschäftserfolg aus Innovationen. Die Geschäftsleitung ist der Auffassung, dass die Innovationsstrategie einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft haben kann und für unsere Kunden von großer Bedeutung ist.

In der Division Pharma haben wir mit erfolgreichen Markteinführungen wie die der Laborkapselfüller-Plattform GKF 60 für namhafte Pharmazeuten und Lohnhersteller sowie die Einführung der Versynta microBatch auf der CPHI-Messe Barcelona das Portfolio erweitert. Mit diesen Innovationen können wir eine frühzeitige Beteiligung an der Entwicklung neuer Medikamente ermöglichen und können Syntegon als bevorzugten Technologielieferanten für kommende Kommerzialisierungen positionieren.

Die Markteinführungen und Investitionen in Technologieplattformen können es Syntegon auch in aufstrebenden Segmenten wie Zell- und Gentherapien ermöglichen zu partizipieren, wo langfristig ein überproportionales Wachstum erwartet wird.

In der Division Food werden wir unter anderem die hochmodulare vertikal füllende Plattform SVX für weitere Industrien entwickeln. Um die gestiegene Nachfrage nach Automation und Optimierung von Produktionsprozessen gerecht zu werden, haben wir geplant weitere Anwendungsmöglichkeiten für die neue modulare Pick-and-Place-Plattform Robot-on zu entwickeln. Für horizontal abgepackte Produkte werden "Count-Feed" Lösungen für Kekse sowie weitere innovative Lösungen lanciert.

Durch den steigenden Bedarf an verpackten Lebensmitteln sehen wir weiterhin Chancen mit unseren Innovationen in neue Märkte vorzudringen.

Syntegon sieht sich insgesamt mit diesen Chancen in einer soliden Position in einem sich dynamisch entwickelnden Markt.

Akquisitionen als Bestandteil unserer Strategie

Erstmalig in der Geschichte seit dem Ausscheiden aus der Bosch-Gruppe im Jahr 2020 haben wir im Berichtsjahr erfolgreich die Akquisition der Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai / Indien, vollzogen und erwarten hier Wachstumspotential für die Gruppe. Unternehmenserwerbe erlauben uns, in vielversprechenden Märkten verstärkt zu wachsen oder einen Zugang zu neuen Märkten und Technologien zu erlangen. Dabei können wir unter anderem sowohl von Erlös- als auch Kostensynergien profitieren und durch erfolgreiche Akquisitionen positiv auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hinwirken.

Sustainability als Chance für Syntegon

Weitere Chancen ergeben sich durch immer weiter steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit. Vor allem Kunden in den Industrienationen machen dies verstärkt zu einem Kriterium bei der Auftragsvergabe. Aus Sicht der Geschäftsleitung trägt Syntegon seit Jahren mit ihren Produkten dazu bei, Ressourcen und Energie zu sparen. Umweltfreundliche Verpackungen gewinnen somit immer mehr an Bedeutung.

Es werden sowohl Ersatz von Plastikfolien durch Papier als auch allgemein nach Lösungen gesucht, die weniger Verpackungsmaterial verwenden. Syntegon ist hier sehr gut aufgestellt und kann seit Jahren Kunden umweltfreundliche Lösungen für viele Industrien anbieten, in dem immer mehr Anlagen zur Verwendung von Papier oder recyclingfähigen Kunststoff-Monomaterialien aus- oder nachgerüstet werden. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach einem Ersatz von Plastik Trays um Kekse, Kuchen oder Riegel zu schützen, in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Schon jetzt hat Syntegon Lösungen auf mehreren Plattformen entwickelt und arbeitet dabei eng mit unseren Kunden zusammen, um frühzeitig weitere Lösungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Folgen durch den Klimawandel

Für eine nachhaltige Entwicklung der Syntegon-Gruppe ist eine Auseinandersetzung mit den Folgen des Klimawandels unabdingbar. Im Rahmen seines Risikomanagements verfolgt das Unternehmen das Ziel, Chancen und Risiken durch den Klimawandel frühestmöglich zu identifizieren und zu bewerten. Durch geeignete Maßnahmen möchte Syntegon Chancen wahrnehmen und Risiken begrenzen. Dabei betrachtet das Unternehmen insbesondere Entwicklungen rund um Extremwetterereignisse, klimatische Veränderungen, Auswirkungen auf Rohstoff- und Energieversorgung, regulatorische oder rechtliche Rahmenbedingungen sowie gesundheitliche Auswirkungen.

Als Chancen hat Syntegon neben oben beschriebener nachhaltiger Verpackungslösungen unter anderem Wettbewerbsvorteile durch eine steigende Nachfrage nach den eigenen Produkten, die Entstehung neuer Absatzmärkte sowie verstärkte Unabhängigkeit durch eigenerzeugte Energie identifiziert. Dem gegenüber stehen Risiken wie beispielsweise die mangelnde Verfügbarkeit von Materialen sowie Lieferverzögerungen, eine sinkende Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens, Schäden durch Unwetterereignisse sowie steigende Energiekosten. Syntegon reagiert auf die identifizierten Chancen und Risiken durch Maßnahmen wie die weitere Diversifizierung der eigenen Lieferkette, anhaltende Investitionen in Forschung & Entwicklung, kontinuierliche, zukunftsgerichtete Marktanalysen, Krisenmanagementpläne und die sukzessive Abkehr von fossilen Energieträgern.

Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation

Der Geschäftsleitung sind weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses Risiken bekannt, die allein oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Syntegon-Gruppe gefährden könnten.

In Summe sieht sie ein ausgewogenes Chancen- und Risikoverhältnis für die Syntegon-Gruppe. Sie ist davon überzeugt, den identifizierten Risiken mit den genannten Maßnahmen entgegentreten und durch unternehmerisches Handeln die Chancen zum Vorteil von Syntegon nutzen zu können.

Die beschriebenen Risiken sind nicht die einzigen Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist. Risiken, die Syntegon noch nicht bekannt sind, oder solche, die aktuell noch als weniger signifikant eingeschätzt werden, könnten sich ebenfalls nachteilig auf das Unternehmen auswirken. Ebenso können sich unvorhersehbare Ereignisse ergeben, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit und somit auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Syntegon-Gruppe sowie die Reputation des Konzerns auswirken können.

Prognosebericht.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Der Prognosebericht der Syntegon-Gruppe berücksichtigt relevante Fakten und Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bekannt waren und basiert auf Annahmen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung, die auf dem von der Geschäftsleitung verabschiedeten Business Plan basieren.

Nach dem Abkühlen der Weltwirtschaft auf 3,0 % im Jahr 2023 erwarten wir unter Verweis auf den IWF (Oktober 2023) aufgrund der Vielzahl der globalen Herausforderungen und Unsicherheiten auch für das Geschäftsjahr 2024 eine fortgesetzte Abschwächung der globalen Wirtschaftsleistung.

Die Prognosen für 2024 bringen aufgrund der weltweiten Dynamik makroökonomischer Faktoren, der anhaltenden Kerninflation und dem hohen Zinsniveau kein Auffrischen der Weltwirtschaft mit. Der Ausblick für das globale Wachstum für das Geschäftsjahr 2024 wird durch die jüngsten Veröffentlichungen des IWF im Oktober 2023 mit 2,9 % prognostiziert, was nach 2022 (3,5 %) und 2023 (3,0 %) das dritte Jahr in Folge Wachstumsprognosen unter dem globalen Durchschnittswachstum von 2000 bis 2019 (3,8 %) bedeutet.

Der IWF rechnet weiterhin insbesondere für die Industrieländer mit einer weiteren Verlangsamung des Wachstums auf 1,4 % für das Jahr 2024, während für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein gleichbleibendes Wachstum von 4,0 % auch für 2024 erwartet wird.

Wir rechnen auch im Jahr 2024 mit politischen und handelsrechtlichen Spannungsherden, die weiterhin schwer einzuschätzen sind. Eine Verschärfung des Konflikts zwischen China und Taiwan, aber auch mit dem Einbezug der USA, können globale negative Auswirkungen auf die Konjunktur und unsere Märkte haben. Dies gilt des Weiteren für eine weitere Eskalation des Russland-Ukraine-Kriegs und einer Ausweitung der kriegerischen Handlungen auf weitere Nationen innerhalb des Krieges zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas. Die globale Vernetzung und der unmittelbare gesamtwirtschaftliche Zusammenhang zwischen geopolitischen Krisen und der Konjunktur führen zu einem nach wie vor volatilen wirtschaftlichen Umfeld, in dem sich die Gruppe befindet, aber nach wie vor robust aufgestellt sieht.

Angesichts der Vielzahl aktueller und potenzieller geopolitischer Konflikte ist der Ausblick mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Branchenentwicklung

Auf Basis externer Berichte und Analysen für das Jahr 2024, insbesondere die des VDMA, aber auch aufgrund eigener Erfahrungen und Beobachtungen, geht die Gruppe von wenigen globalen Wachstumsimpulsen für die Maschinenbaubranche aus, während vereinzelt länderspezifisch sich ein heterogenes Bild abzeichnen kann. Der VDMA prognostiziert auch für das Jahr 2024 einen allgemeinen Abwärtstrend aufgrund fehlender Neuaufträge in der Maschinenbau-Branche, verursacht durch die beschriebenen geo- und makroökonomischen Entwicklungen. Global sind abschmelzende Auftragsbücher und steigende Unsicherheiten auch für das Jahr 2024 zu beobachten, was tendenziell in einem flachen, ohne signifikanten, Wachstum mündet. Während hingegen im asiatischen Raum für Indien der VDMA ein deutliches Wachstum aufgrund hohen gesamtwirtschaftlichen Wachstums und Direktinvestitionen prognostiziert, pendelt sich das Branchenwachstum im Maschinenbau für China auf 2 % ein und damit weiterhin auf einem sehr geringen Niveau, wie bereits im Vorjahr.

Ein differenziertes Bild ist in den USA zu beobachten, wo zwar die Prognosen für die reale Veränderung im Maschinenbau sich von -3 % auf -2 % verbessern, aber dennoch weiterhin negativ sind. Auch in der EU beobachten wir weiterhin negative Wachstumsprognosen für das Jahr 2024 um die -2 %, und damit 1 Prozentpunkt schlechter als in der Vorjahresprognose 2023.

Die globale Konjunkturflaute führt nach Schätzungen des VDMA zu einem prognostizierten Produktionsrückgang für den Maschinenbau von 4 %.

Speziell für den Bereich Verpackungsmaschinen erwartet der überwiegende Anteil einer Mitgliederbefragung des VDMA ein leichtes Umsatzwachstum zwischen 0 % und 5 %, was inflationsbereinigt auch keine wesentlichen positiven Impulse unserer Erwartung nach mit sich bringen dürfte.

Wir erwarten daher aus den allgemeinen Markt- und Branchenentwicklungen wenig Rückenwind, sehen aber weiterhin für die Syntegon-Gruppe robuste Auftragseingänge für das Geschäftsjahr 2024, so dass unsere Prognose für das Jahr 2024 auch auf den im Chancenbericht beschriebenen Markttrend bezogenen Chancen fußt. Teilweise haben sich diese Markttrends bereits in Form von Auftragseingängen für das Jahr 2024 für die Gruppe materialisiert. Die Gruppe erwartet über den Bilanzstichtag hinaus weitere Auftragseingänge für diese Markttrends, die zusätzlich Wachstumspotential für die Gruppe mitbringen könnten.

Prognose der bedeutsamsten Leistungsindikatoren

In Anbetracht der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der dargestellten Risiken und Chancen, gehen wir für die Syntegon-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 in einem ausgewogenen Planungsszenario von der folgenden Entwicklung aus. Dabei unterstellen wir, dass geopolitische Spannungen nicht weiter zunehmen werden.

Wir gehen davon aus, dass der Auftragseingang der Syntegon-Gruppe im Geschäftsjahr 2024 weiter auf gutem Niveau und über dem des Berichtsjahres sein wird. Wir erwarten einen moderaten Anstieg der Auftragseingänge im Jahr 2024.

Die bestehenden Auftragseingänge zum Berichtsjahresende sind auch ein Treiber des erwarteten moderaten Anstieges des Umsatzes im Jahr 2024 gegenüber dem Berichtsjahr.

Auf Basis des geplanten Umsatzanstieges im Jahr 2024 erwarten wir ein moderat steigendes adjustiertes EBITDA im Jahr 2024.

Vorausschauende Aussagen.

Der vorliegende Konzernlagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Syntegon-Gruppe sowie auf (gesamt-)wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen beziehen. Wörter wie "annehmen, glauben, einschätzen, erwarten, beabsichtigen, können / könnten, sollten" und ähnliche Begriffe kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Diese Aussagen stellen die aktuellen Einschätzungen des Syntegon-Managements dar, welche auf Basis, der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen worden sind. Vorausschauende Aussagen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Risiken und Unsicherheiten aus. Einige Beispiele hierfür sind eine ungünstige Entwicklung der weltwirtschaftlichen Situation, insbesondere ein Rückgang der Nachfrage in unseren wichtigsten Märkten und Divisionen, unabwendbare Ereignisse höherer Gewalt wie Naturkatastrophen, Pandemien, geopolitische Unruhen und Auseinandersetzungen, eine mögliche Veränderung der Akzeptanz unserer Produkte und Services, Preiserhöhungen bei Rohstoffen, die Umsetzung von Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, Unterbrechung der Fertigung aufgrund von Lieferengpässen, Belegschaftsstreiks oder Insolvenzen. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder etwa diese oder weitere Faktoren eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Waiblingen, den 15. Februar 2024

Torsten Türling

Dr. Peter Hackel

Dr. Walter Bickel

KORNZERNABSCHLUSS.

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtergebnisrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung

Konzernanhang

Grundlagen der Berichterstattung, Rechnungslegungsmethoden sowie Einschätzungen und Ermessensentscheidungen

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Bilanz

Sonstige Angaben

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Gewinn- und Verlustrechnung.

Anhang 2023 in TEUR 2022
Umsatzerlöse 1 1.485.313 1.444.833
Herstellungskosten des Umsatzes -967.495 -944.605
Bruttoergebnis 517.818 500.228
Vertriebs- und Verwaltungskosten 2 -371.038 -341.936
Forschungs- und Entwicklungskosten 3 -53.946 -49.055
Sonstige betriebliche Erträge 4 38.378 30.249
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 -20.965 -19.489
Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden 10 1.593 1.944
EBIT 111.840 121.941
Finanzerträge 14.121 20.333
Finanzaufwendungen -61.013 -66.217
Finanzergebnis 6 - 46.892 - 45.884
Ergebnis vor Steuern 64.948 76.057
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7 -22.629 -47.995
Ergebnis nach Steuern 42.319 28.062

Gesamtergebnisrechnung.

Anhang 2023 in TEUR 2022
Ergebnis nach Steuern 42.319 28.062
Posten, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -6.269 13.796
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Neubewertung der leistungsorientierten Pensionspläne 23 7.093 4.526
Latente Ertragsteuern 7 -2.432 -1.565
Sonstiges Ergebnis - 1.608 16.757
Gesamtergebnis 40.711 44.819

Bilanz.

AKTIVA

in TEUR
Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte 857.330 832.541
Übrige finanzielle Vermögenswerte 9 82.442 76.355
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 10 3.750 16.392
Vertragsvermögenswerte 11 22.112 4.059
Sachanlagen 12 270.842 277.547
Nutzungsrechte Leasing 28 10.713 12.013
Immaterielle Vermögenswerte 13 450.593 432.238
Übrige Vermögenswerte 14 8.556 7.823
Latente Steuern 7 8.322 6.114
Kurzfristige Vermögenswerte 784.752 777.903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15 133.991 149.346
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 187.214 205.411
Übrige finanzielle Vermögenswerte 17 12.234 13.858
Vertragsvermögenswerte 11 147.735 112.446
Ertragsteuerforderungen 5.767 7.185
Übrige Vermögenswerte 18 29.839 29.222
Vorräte 19 231.057 260.435
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 20 36.915 -
Bilanzsumme 1.642.082 1.610.444

PASSIVA

in TEUR
Anhang 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Schulden 802.434 789.991
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 21 649.644 663.997
Leasingverbindlichkeiten 29 6.666 8.255
Vertragsverbindlichkeiten 25 54.229 22.541
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23 6.038 7.675
Übrige Rückstellungen 22 43.850 45.144
Latente Steuern 7 42.007 42.379
Kurzfristige Schulden 601.918 721.585
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24 131.472 131.227
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 21 11.679 94.546
Leasingverbindlichkeiten 29 5.127 4.348
Vertragsverbindlichkeiten 25 263.987 295.611
Ertragsteuerverbindlichkeiten 26 3.531 3.363
Übrige Verbindlichkeiten 22 115.010 120.938
Ertragsteuerrückstellungen 22 9.048 5.054
Übrige Rückstellungen 22 46.051 66.498
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 20 16.013 -
Eigenkapital 27 237.730 98.868
Gezeichnetes Kapital 25 25
Kapitalrücklage 187.752 89.601
Gewinnrücklagen 5.030 -39.064
Kumuliertes übriges Eigenkapital 44.923 48.306
Bilanzsumme 1.642.082 1.610.444

Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Anhang 27 Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Anpassungen von leistungsorientierten Plänen
01.01.2022 25 89.601 - 67.497 19.939
Ergebnis nach Steuern - - 28.062 -
Sonstiges Ergebnis - - - 2.961
Gesamtergebnis - - 28.062 2.961
Umbuchung - - 371 -371
31.12.2022 25 89.601 - 39.064 22.529
01.01.2023 25 89.601 - 39.064 22.529
Ergebnis nach Steuern - - 42.319 -
Sonstiges Ergebnis - - - 4.661
Gesamtergebnis - - 42.319 4.661
Einstellung in die Kapitalrücklage - 98.151 - -
Umbuchung - - 1.775 -1.775
31.12.2023 25 187.752 5.030 25.415
in TEUR
Anhang 27 Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
01.01.2022 11.981 54.049
Ergebnis nach Steuern - 28.062
Sonstiges Ergebnis 13.796 16.757
Gesamtergebnis 13.796 44.819
Umbuchung - 0
31.12.2022 25.777 98.868
01.01.2023 25.777 98.868
Ergebnis nach Steuern - 42.319
Sonstiges Ergebnis -6.269 -1.608
Gesamtergebnis -6.269 40.711
Einstellung in die Kapitalrücklage - 98.151
Umbuchung - 0
31.12.2023 19.508 237.730

Kapitalflussrechnung.

in TEUR
Anhang 29 2023 2022
EBIT 111.840 121.941
Planmäßige Abschreibungen 49.145 52.716
Erhöhung (Vj. Verringerung) Pensions- und langfristige Rückstellungen 5.771 -9.427
Gewinne aus Abgang von Anlagevermögen und Veräußerungsgruppen -359 -73
Verluste aus Abgang von Anlagevermögen und Veräußerungsgruppen 1.433 199
Finanzerträge, zahlungswirksam 12.205 15.592
Finanzaufwendungen, zahlungswirksam -16.188 -19.769
Gezahlte Ertragsteuern -29.884 -46.112
Erträge aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, nicht zahlungswirksam -1.593 -1.944
Erhaltene Dividenden aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden 1.593 1.282
Andere nicht zahlungswirksame Transaktionen -3.629 -
Verringerung (Vj. Erhöhung) Vorräte 23.397 -40.771
Erhöhung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Vermögenswerte -38.547 -4.068
Verringerung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten -7.338 -33.036
Verringerung kurzfristige Rückstellungen -17.178 -17.782
Mittelveränderung aus betrieblicher Tätigkeit (A) 90.668 18.748
Erwerb von Tochterunternehmen und Beteiligungen -15.828 -
Investitionen in das Anlagevermögen -37.204 -34.110
Bareinlage zur Absicherung von Finanzverbindlichkeiten * -6.480 -16.480
Erhaltene Zinsen und Dividenden * 2.151 2.630
Desinvestitionen in andere langfristige Investitionsvermögenswerte - 1.642
Erlöse aus Abgang von Anlagevermögen und Veräußerungsgruppen 1.999 127
Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit (B) -55.362 - 46.191
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 107.200 95.004
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -110.947 -55.056
Gezahlte Zinsen -37.915 -31.180
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -5.014 -5.154
Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit (C) -46.676 3.614
in TEUR
Anhang 29 2023 2022
Minderung der liquiden Mittel (A+B+C) - 11.370 - 23.829
Liquidität Jahresanfang (01.01.) 149.346 174.678
Währungsbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -3.985 -1.503
Liquidität Jahresende (31.12.) 133.991 149.346

* Vorjahreswerte angepasst. Siehe Kapitel Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Änderungen wesentlicher Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, Änderungen

Konzernanhang.

Grundlagen der Berichterstattung, Rechnungslegungsmethoden sowie Einschätzungen und Ermessensentscheidungen.

Allgemeine Angaben

Syntegon ist ein weltweit führender Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnik. Die Syntegon-Gruppe verfügt über ein umfangreiches Spektrum an Maschinen, Systemen und Dienstleistungen und bietet an mehr als 30 Standorten in mehr als 15 Ländern weltweit industriespezifische Beratung, Industriekompetenz und Maschinenservices an.

Die Syntegon Holding GmbH, nachfolgend auch "Gesellschaft" oder "Syntegon" genannt, ist beim Handelsregister Stuttgart unter HRB 771787 eingetragen und hat ihren Firmensitz in der Stuttgarter Straße 130 in 71332 Waiblingen, Deutschland. Alleiniger Anteilseigner ist eine Gesellschaft von CVC Capital Partners, die Platin2025 Acquisition S.à r.l., Luxembourg. CVC hat seinen Hauptsitz in Luxembourg und ist als ein führender international tätiger Finanzinvestor mit Niederlassungen in Europa, Asien, den USA sowie in Südamerika tätig.

Alle Beträge werden in Tausend EUR (TEUR) angegeben, soweit nicht anders vermerkt. Abweichungen von Betragsangaben untereinander sind aufgrund von Rundungen möglich.

Die Berichtswährung des Konzerns entspricht der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, der Syntegon Holding GmbH, und damit dem Euro.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der zum 31. Dezember 2023 aufgestellte Konzernabschluss wurde am 15. Februar 2024 durch die Geschäftsleitung freigegeben. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden beim Unternehmensregister eingereicht und dort bekannt gemacht.

Grundlagen der Bilanzierung

Angewendete IFRS

Der Konzernabschluss der Syntegon Holding GmbH zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den diesbezüglichen Interpretationen, soweit sie von der Europäischen Union (EU) übernommen sind, aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des § 315e Abs. 1 des Handelsgesetzbuches (HGB) beachtet.

Veröffentlichte, noch nicht angewendete IFRS-Standards und Interpretationen; Im Geschäftsjahr 2023 erstmals angewendete Rechnungslegungsstandards Die nachfolgend aufgeführten Standards werden bei der Syntegon-Gruppe im Berichtsjahr erstmals angewendet:

IFRS 17 und Änderungen an IFRS 17 aus Juni 2020 - Versicherungsverträge

IAS 1 und Practice Statement 2 - Angaben zu Rechnungslegungsmethoden

IAS 8 Definition rechnungslegungsbezogener Schätzungen

IAS 12 Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen,

die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen

IAS 12 Internationale Steuerreform - Pillar II Model Rules

Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen

Auswirkungen ergeben sich aus der Anwendung der Änderung von IAS 12, welche den Ansatz latenter Steuern für Transaktionen, aus denen betragsgleiche abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen entstehen, behandelt. Syntegon setzt beim erstmaligen Ansatz eines Leasingverhältnisses aktive und passive latente Steuern (in gleicher Höhe) an, und saldiert diese entsprechend. Der Bruttoausweis wird im Kapitel Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (Anhang 7) dargestellt. Aus den anderen Standards ergeben sich keine weiteren Änderungen.

Die folgenden überarbeiteten und neu herausgegebenen IFRS und IFRIC waren im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden. Im Geschäftsjahr wurde keiner dieser neuen oder geänderten Standards und Interpretationen vorzeitig angewendet.

STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Erstanwendungszeitpunkt Übernommen von der EU
Änderungen an IAS 21: Fehlende Umtauschbarkeit 01.01.25 Nein
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7: Reverse-Factoring Transaktionen 01.01.24 Nein
Änderungen an IAS 1: Einstufung von Schulden als kurz- oder langfristig (Januar 2020); Einstufung von Schulden als kurz- oder langfristig - Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkts (Juli 2020); Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen (Oktober 2022) 01.01.24 Ja
Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion 01.01.24 Ja
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen Auf unbestimmte Zeit verschoben -

Die obigen Änderungen oder Herausgabe neuer Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Syntegon-Gruppe haben.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses ist es nicht geplant, die dargestellten Änderungen, neue Standards oder Interpretationen vorzeitig, sondern, falls anwendbar, gemäß den EU-Bestimmungen anzuwenden.

Darstellung

Vermögenswerte sind als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Realisierung innerhalb des gewöhnlichen operativen Geschäftsverlaufs der Syntegon-Gruppe bzw. innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder wenn es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt. Alle anderen Vermögenswerte sind als nicht kurzfristig klassifiziert.

Verbindlichkeiten sind als kurzfristig klassifiziert, wenn deren Erfüllung im Rahmen des gewöhnlichen operativen Geschäftsverlaufs der Syntegon-Gruppe bzw. innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird oder wenn die Gesellschaft keine Rechte hat, die Zahlung der Verbindlichkeit um mindestens zwölf Monate zu verschieben. Alle anderen Verbindlichkeiten sind als nicht kurzfristig klassifiziert.

Aktive und passive latente Steuern sowie Vermögenswerte und Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden grundsätzlich als langfristig klassifiziert.

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf die betriebliche Tätigkeit nach der indirekten Methode dargestellt und in Bezug auf die Investitions- und Finanzierungstätigkeiten nach der direkten Methode.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang jeweils gesondert erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanz ist entsprechend des International Accounting Standards (IAS) 1 Darstellung des Abschlusses in kurz- und langfristige Posten gegliedert.

Bewertung

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips.

Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Syntegon-Gruppe beinhaltet den Abschluss der Gesellschaft und aller wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, auf die die Gesellschaft direkt oder indirekt Beherrschung ausüben kann.

Beherrschung liegt vor, wenn Syntegon variablen Rückflüssen aus seinem Engagement bei dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist oder Rechte auf solche hat und die Fähigkeit besitzt, diese Rückflüsse mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Verfügungsgewalt bedeutet, dass Syntegon über bestehende Rechte verfügt, die es Syntegon ermöglichen, die relevanten Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu steuern, also die Aktivitäten, die im Wesentlichen die vorgenannten Rückflüsse bestimmen.

Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert (Erwerbsmethode) zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) und dem anteiligen beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird, falls aktivisch, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder, falls passivisch, ergebniswirksam erfasst.

Jeder erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft.

Die Abschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind einheitlich nach den für die Syntegon-Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Für sämtliche Gesellschaften ist das Berichtsjahr das Kalenderjahr. Ausnahmen hiervon sind die Syntegon Technology India Private Limited und die erstmalig in den Konzernabschluss einbezogene Klenzaids Contamination Controls Private Limited, deren Geschäftsjahr am 1. April beginnt und am 31. März endet. Die Syntegon Technology India Private Limited stellt zum 31. Dezember 2023 einen Zwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember auf, der in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Die Klenzaids Contamination Controls Private Limited stellt zum 31. Dezember 2023 einen Zwischenabschluss für den Zeitraum 1. Dezember bis 31. Dezember auf, der in den Konzernabschluss einbezogen wurde.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat.

Gemäß IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind Beteiligungen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen. Bei der Equity-Methode werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens sowie um den Anteil des Konzerns an den Veränderungen des sonstigen Ergebnisses des Beteiligungsunternehmens angepasst. Der Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust des Beteiligungsunternehmens wird im Gewinn und Verlust, der Anteil des Konzerns an den Veränderungen des sonstigen Ergebnisses des Beteiligungsunternehmens wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen wird auf Wertminderung getestet.

Die Auswirkungen konzerninterner Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet, Zwischengewinne und Zwischenverluste im Anlage- und Vorratsvermögen werden eliminiert, konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden nach IAS 12 Ertragsteuern latente Steuern gebildet.

Konsolidierungskreis

Die Syntegon Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen der Gruppe auf. Die Syntegon Holding GmbH wiederum wird in den Konzernabschluss der Platin2025 Holdings S.à r.l., Luxembourg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen der Gruppe aufstellt; letztgenannte Gesellschaft hat ihren Sitz in 20, Avenue Monterey L-2163 Luxembourg und veröffentlicht ihren Abschluss im RCS Luxembourg (B 236.100).

Der Konsolidierungskreis der Syntegon-Gruppe umfasst neben der Syntegon Holding GmbH als Mutterunternehmen weitere 28 (Vj. 28) vollkonsolidierte Gesellschaften. Davon sind sieben (Vj. 7) inländische und 21 (Vj. 21) ausländische Tochterunternehmen.

ANTEILSBESITZLISTE
Name der Gesellschaft Sitz Anteile Konsolidierungsart Zeitpunkt der erst maligen Einbeziehung Fußnote
Syntegon Holding GmbH Deutschland Mutterunternehmen Vollkonsolidierung -
Syntegon GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 30.12.2019 3, 4
Syntegon US Holding Inc. USA 100 % Vollkonsolidierung 30.12.2019
Syntegon Technology GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020 3, 4
Syntegon Tecnologia de Embalagem Limitada Brasilien 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd. China 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology A/S Dänemark 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Packaging Technology GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020 3
Pharmatec GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020 3
Hüttlin GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020 3
Ampack GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020 3
Makat Candy Technology GmbH Deutschland 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020 3
Kliklok International Limited Großbritannien 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology Limited Großbritannien 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology India Private Limited Indien 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology K.K. Japan 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Packaging Solutions B.V. Niederlande 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
SBM Schoeller-Bleckmann Medizintechnik GmbH Österreich 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Packaging Systems AG Schweiz 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Pouch Systems AG Schweiz 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology Services AG Schweiz 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology Singapore Pte. Ltd. Singapur 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology (Thailand) Co., Ltd. Thailand 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Osgood Industries LLC USA 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Kliklok LLC USA 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Packaging Technology LLC USA 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Pharma Technology LLC USA 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Syntegon Technology Services LLC USA 100 % Vollkonsolidierung 02.01.2020
Klenzaids Contamination Controls Private Limited Indien 90 % Vollkonsolidierung 01.12.2023
Syntegon Technology Ltd. Ägypten 100 % nicht konsolidiert 1
Valicare GmbH Deutschland 100 % nicht konsolidiert 1
Syntegon Technology SAS Frankreich 100 % nicht konsolidiert 1
Syntegon Technology Ltd. Kanada 100 % nicht konsolidiert 1
Syntegon Technology South Africa (Pty) Ltd. Südafrika 100 % nicht konsolidiert 1
Syntegon Technology Kft. Ungarn 100 % nicht konsolidiert 1
Valicare s.r.o. Slowakei 51 % nicht konsolidiert 1
Industrial Pharmaceutical Resources (IPR), Inc. USA 50 % at Equity 02.01.2020 2
Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT Food CLC Central GmbH) Deutschland 8 % FVPL 5
embedded ocean GmbH Deutschland 5 % FVPL 5

1 Bei einigen Tochtergesellschaften wurde auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss aufgrund von untergeordneter Bedeutung, sowohl einzeln als auch in Summe, verzichtet.

2 Es handelt sich um assoziierte Unternehmen, die gemäß der Equity-Methode bilanziert werden.

3 Die Gesellschaften machen von den Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

4 Befreiung gemäß § 291 Abs. 1 f. HGB von den Vorschriften zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts.

5 Es handelt sich um Beteiligungen, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden und deren Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Veränderungen des Konsolidierungskreises Horizontale Verschmelzung Syntegon Packaging Technology B.V. auf die Syntegon Packaging Solutions B.V.

Im Berichtsjahr wurde im Rahmen einer horizontalen Verschmelzung die Syntegon Packaging Technology B.V., Rotterdam, Niederlande, auf die Syntegon Packaging Solutions B.V., Weert, Niederlande, zu Buchwerten verschmolzen. Es handelt sich dabei um einen rein konzerninternen Vorgang ohne Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Potenzielle Änderungen der tatsächlichen oder latenten Steuern infolge der konzerninternen Verschmelzung werden erfolgswirksam erfasst.

Sukzessiver Erwerb Klenzaids Contamination Controls Private Limited

Am 30. November 2023 erwarb der Konzern weitere 41 % der Anteile und Stimmrechtsanteile an Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, Indien. Dadurch stieg der Eigenkapitalanteil des Konzerns an dem Unternehmen von 49 % auf 90 %, wodurch der Konzern Beherrschung über die Klenzaids Contamination Controls Private Limited erlangte.

In den im Erwerbszeitpunkt erworbenen identifizierten Vermögenswerten und Schulden sind Inputs (Hauptverwaltung, Technologien, Vorräte, Kundenbeziehungen), Produktionsprozesse und eine organisierte Belegschaft enthalten. Die Syntegon-Gruppe folgert daher, dass die erworbenen Inputs und Prozesse wesentlich zur Fähigkeit beitragen, Erträge zu erwirtschaften und ist zu dem Schluss gekommen, dass die erworbene Gesellschaft ein Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse darstellt.

Aufgrund der Beherrschung von Klenzaids hat der Konzern die Möglichkeit, seine Aktivitäten und Lösungen im Bereich pharmazeutischer Prozess- und Verpackungstechnik auszubauen und zu erweitern.

In dem Monat Dezember 2023 trug Klenzaids Umsatzerlöse von 1.608 TEUR und einen Gewinn vor Steuern von 129 TEUR zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2023 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse nach Schätzungen der Geschäftsleitung bei 1.493.813 TEUR und der Konzerngewinn für das Jahr bei 43.619 TEUR gelegen. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat die Geschäftsleitung angenommen, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2023 gültig gewesen wären.

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst.

in TEUR 2023
Zahlungsmittel für den Erwerb weiterer 41 % der Anteile an Klenzaids 17.055
Gegenleistung für die Hingabe der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage in Höhe von 49 % zum Fair Value bewertet 22.686
Finanzielle Verbindlichkeit für die Put-Option der verbleibenden 10 % 3.380
Gesamte übertragene Gegenleistung (Kaufpreis) 43.121

Der beizulegende Zeitwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage der Klenzaids Contaminations Controls Private Limited betrug zum Erwerbszeitpunkt 22.686 TEUR und wird als Gegenleistung im Rahmen der Erlangung von Beherrschung hingegeben.

Der Konzern räumt dem anderen Gesellschafter von Klenzaids das Recht ein (Put), aber hat auch das Recht (Call), nach Ablauf einer fünfjährigen Sperrfrist ab dem Erwerbszeitpunkt 30. November 2023, die verbleibenden Stimmrechtsanteile an Klenzaids der Syntegon-Gruppe anzudienen (Put-Option) bzw. zu erwerben (Call-Option) und behandelt die daraus resultierende finanzielle Verbindlichkeit als Teil der übertragenen Gegenleistung. Diese fünfjährige Sperrfrist reduziert sich auf eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zeitpunkt, wenn es auf Ebene der Gruppe zu einem Kontrollwechsel kommt. Dabei kommt bei einem Kontrollwechsel jeweils der frühere Zeitpunkt des Ablaufens der Sperrfristen als Ausübungszeitpunkt in Betracht.

Der Konzern wendet die anticipated acquisition Methode nach IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung an und setzt die finanzielle Verbindlichkeit für die Put-Option zum diskontierten Rückzahlungsbetrag an. Entsprechend werden keine Minderheitenanteile im Eigenkapital, sondern eine finanzielle Verbindlichkeit für den antizipierten Erwerb der von Dritten gehaltenen Anteile erfasst.

Es liegen keine bedingten Gegenleistungen vor.

Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von 190 TEUR für Rechtsberatung und Due Diligence angefallen, die in den Verwaltungskosten ergebniswirksam erfasst worden sind.

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.

2023
Sachanlagen 3.044
Immaterielle Vermögenswerte 11.742
Vertragsvermögenswerte 196
Übrige Vermögenswerte 1.681
Flüssige Mittel 1.227
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.749
Vorräte 3.443
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.149
Vertragsverbindlichkeiten 1.237
Übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 2.955
Latente Steuern 3.809
Nettovermögen 17.932

Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes wesentlich erworbener Vermögenswerte waren wie folgt:

Bewertungsmethode
Sachanlagen Der beizulegende Zeitwert wesentlicher Sachanlagen für Grundstücke und Gebäude basiert auf unabhängigen Bewertungen auf Basis von Marktvergleichswertfahren
Immaterielle Vermögenswerte Der beizulegende Zeitwert für Kundenbeziehungen, Technologien und Auftragsbestand wurde jeweils nach gängigen Kapitalwertverfahren wie bspw. der Relief-from-royalty and multi-period excess earning Methode ermittelt
Vorräte Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich nach dem geschätzten Nettoveräußerungspreis innerhalb des gewöhnliches Geschäftszyklus abzüglich geschätzter Kosten zur Fertigstellung und des Verkaufs und einer angemessenen Marge, die erforderlich ist für die Veräußerung der Vorräte

Werden innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen der vorstehenden Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs angepasst. Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse ist von keinen Änderungen auszugehen und die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs als final zu betrachten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst und ist der Division Pharma zugeordnet:

in TEUR 2023
Gesamte übertragene Gegenleistung 43.121
Erworbenes Nettovermögen 17.932
Geschäfts- oder Firmenwert 25.189

Die Neubewertung des bestehenden 49 %-Anteils des Konzerns an Klenzaids zum beizulegenden Zeitwert führte zu einem Gewinn von 9.642 TEUR. Dieser Betrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in das bestehende Geschäft des Konzerns. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich steuerlich nicht abzugsfähig.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

In den Einzelabschlüssen werden Transaktionen in Fremdwährung zum Zeitpunkt der Transaktion mit dem zu diesem Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst, unabhängig davon, ob sie kursgesichert sind oder nicht. Monetäre Posten (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten) in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Umrechnungskurses am Stichtag in die funktionale Währung der Einheit umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Daraus resultierende Währungsgewinne und -verluste werden je nach Art der Transaktion unmittelbar erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen beziehungsweise im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Umrechnung konsolidierter ausländischer Gesellschaften

Die Jahresabschlüsse der konsolidierten ausländischen Gesellschaften, deren funktionale Währung nicht dem Euro entspricht, werden in die Konzernwährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Nach dieser werden Vermögenswerte und Schulden jeweils mit den Stichtagskursen, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode in Euro umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung zu Durchschnittskursen und der Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen ergebende Unterschiedsbetrag wird ebenfalls im kumulierten übrigen Eigenkapital erfasst. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden bei der Veräußerung des jeweiligen Tochterunternehmens in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Folgende Kurse der wichtigsten Fremdwährungen lagen der Währungsumrechnung zugrunde:

DURCHSCHNITTSKURS 1 EUR entspricht
Währung 2023 2022
Brasilianischer Real BRL 5,40 5,44
Chinesischer Renminbi CNY 7,66 7,08
Indische Rupie INR 89,30 82,68
Japanischer Yen JPY 151,99 138,05
Schweizer Franken CHF 0,97 1,00
Dänische Krone DKK 7,45 7,44
Britisches Pfund GBP 0,87 0,85
Singapur-Dollar SGD 1,45 1,45
Thailändischer Baht THB 37,63 36,86
US Dollar USD 1,08 1,05
STICHTAGSKURS 1 EUR entspricht
Währung 31.12.2023 31.12.2022
Brasilianischer Real BRL 5,36 5,64
Chinesischer Renminbi CNY 7,85 7,36
Indische Rupie INR 91,90 88,17
Japanischer Yen JPY 156,33 140,66
Schweizer Franken CHF 0,93 0,98
Dänische Krone DKK 7,45 7,44
Britisches Pfund GBP 0,87 0,89
Singapur-Dollar SGD 1,46 1,43
Thailändischer Baht THB 37,97 36,84
US Dollar USD 1,11 1,07

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Änderung wesentlicher Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, Änderungen

Die Syntegon-Gruppe wendet die nachfolgend genannten wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unverändert über die Berichts- und Vergleichsperiode in diesem Konzernabschluss an.

Änderungen von Rechnungslegungsmethoden sind retrospektiv auf vergangene Geschäftsvorfälle anzuwenden, während Änderungen von Schätzungen prospektiv auf zukünftige Geschäftsvorfälle anzuwenden sind.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Die Syntegon-Gruppe bewertet vordefinierte Vermögenswerte und Schulden an jedem Stichtag zum beizulegenden Zeitwert ("fair value"). Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt nach IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts. Dabei werden die Inputfaktoren der Bewertungsverfahren wie folgt kategorisiert:

Stufe 1: nicht berichtigte quotierte Preise auf aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: direkt oder indirekt beobachtbare Inputfaktoren, die nicht Stufe 1 zuzuordnen sind

Stufe 3: nicht beobachtbare Inputfaktoren.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall entweder auf dem Hauptmarkt oder, wenn kein Hauptmarkt vorhanden ist, auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Schuld erfolgt. Voraussetzung ist, dass der Konzern Zugang zum Hauptmarkt oder vorteilhaftesten Markt haben muss.

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden die aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens resultierenden Neumaschinenverkäufe, Ersatzteilgeschäfte und Servicedienstleistungen ausgewiesen. Die Syntegon-Gruppe erfasst den Betrag als Erlös aus Kundenverträgen (IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden), der für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen an Kunden als Gegenleistung erhalten wird. Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die entsprechenden Verträge tatsächlich erfüllt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und die Einbringung der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Die Gruppe berücksichtigt die Kreditwürdigkeit des Kunden und historische Daten, um die Wahrscheinlichkeit der Einbringung der Gegenleistung zu beurteilen. Hinsichtlich der Bestimmung des Zeitpunkts bzw. des Zeitraums wird auf den Übergang der Verfügungsgewalt an den Gütern oder Dienstleistungen auf den Kunden abgestellt (control approach).

Für die Bestimmung wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind, wird das Fünf-Stufen-Modell angewendet. Dabei werden die vorhandenen eigenständig abgrenzbaren Leistungsverpflichtungen innerhalb der Verträge mit Kunden identifiziert. Der Transaktionspreis wird gemäß den Regeln des IFRS 15 ermittelt und ggf. auf die vorhandenen Leistungsverpflichtungen allokiert. Die variablen Preisbestandteile aus den Kundenverträgen, wie z. B. Rabatte, Kundenboni, sonstige Preisnachlässe und Vertragsstrafen werden analysiert, ermittelt und bei der Erlöserfassung berücksichtigt - sie schmälern den beizulegenden Zeitwert der erwarteten Gegenleistung. Wenn möglich werden bei der Allokation des Transaktionspreises auf - falls vorhanden - mehrere Leistungsverpflichtungen beobachtbare Einzelveräußerungspreise verwendet. Für jede Leistungsverpflichtung, die gemäß IFRS 15 abstrakt und im Vertragskontext eigenständig abgrenzbar ist, wird die Art der Erlösrealisierung in zeitraum- bzw. zeitpunktbezogene Erfassung festgelegt.

Die Umsatzerlöse des Konzerns gehen im Wesentlichen auf die nachfolgend beschriebenen Leistungsverpflichtungen zurück:

Lösungen rund um die Verpackungs- und Prozesstechnik

Kundenverträge für Verpackungsmaschinen und Modernisierungen, bei denen keine alternative Verwendungsmöglichkeit vorliegt oder der Kunde Verfügungsgewalt über den Vermögenswert hat, während dieser erstellt wird und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistung besteht, wird die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung angewandt und die Umsatzerlöse entsprechend ihres Fertigstellungsgrads ("percentage-of-completion") realisiert, andernfalls erfolgt die Umsatzrealisierung bei Übergang der Verfügungsgewalt auf den Kunden. In der Syntegon-Gruppe kommt dabei die inputbasierte Methode zur Bestimmung des Fertigstellungsgrads zum Einsatz.

Dabei wird die Cost-to-Cost-Methode angewandt, da diese den Leistungsfortschritt am genauesten misst; auf Projektebene werden die bereits angefallenen Kosten den erwarteten Gesamtkosten gegenübergestellt und basierend auf diesem Verhältnis die Umsatzerlöse und damit die Marge realisiert.

Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über die Güter erlangt und damit zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dies ist grundsätzlich dann gegeben, wenn der Kunde Besitz an den Ersatzteilen erlangt und damit die weitere Nutzung bestimmen und den verbleibenden Nutzen aus diesen Ersatzteilen ziehen kann.

Die Zahlungskonditionen sind markt- und branchenüblich.

Übergreifende Serviceleistungen

Die Realisierung von Umsatzerlösen aus Serviceleistungen erfolgt in der Regel über den Zeitraum der Leistungserbringung, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und er diesen Nutzen gleichzeitig verbraucht.

Dies ist der Fall, sofern die Serviceleistung gegenüber dem Kunden erbracht ist. Es handelt sich in der Syntegon- Gruppe dabei im Wesentlichen um Dienstleistungen, die die Wartung der Anlagen beinhalten.

Nach IFRS werden auf Vertragsebene bestehende Leistungsüberschüsse oder Leistungsverpflichtungen als Vermögenswert bzw. als Verbindlichkeit ausgewiesen. Ein Vertragsvermögenswert ist auszuweisen, sofern die erhaltenen Anzahlungen geringer als die bereits erbrachten Leistungen sind, Syntegon somit einen Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung hat. Umgekehrt wird eine Vertragsverbindlichkeit passiviert, sollten die erhaltenen Anzahlungen die erbrachten Leistungen übersteigen.

Signifikante Finanzierungskomponenten werden nicht als separate Leistungsverpflichtung berücksichtigt, sofern der Zeitraum zwischen Übertragung einer zugesagten Leistungsverpflichtung und Bezahlung durch den Kunden weniger als ein Jahr beträgt.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Aufwendungen für Forschungstätigkeiten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der die Kosten anfallen. Entwicklungskosten, die unter den Voraussetzungen des IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte als immaterieller Vermögenswert zu aktivieren sind, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (siehe hierzu Abschnitt "Immaterielle Vermögenswerte" in diesem Kapitel) abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten werden über ihren Produktlebens- oder Verwendungszyklus abgeschrieben und führen entsprechend ihrer Verwendung zur Herstellung von zur Veräußerung bestimmten Produkten zu Herstellungskosten des Umsatzes in den Folgeperioden oder Aufwand in den entsprechenden Funktionskosten.

Ergebnis aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden

Sämtliche Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit den Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, werden in diesem Posten ausgewiesen. Dies beinhaltet neben den anteiligen Ergebnissen auch Veräußerungserlöse und die Wertminderung bzw. Wertaufholung auf Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden. Die Darstellung der Ergebnisbeiträge erfolgt im operativen Ergebnis, da es sich um strategische Partnerschaften im Zusammenhang mit dem Kerngeschäft der Gruppe handelt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten sowohl tatsächliche als auch latente Steuern. Latente Steuern werden grundsätzlich auf der Grundlage der bilanzorientierten Methode nach IAS 12 Ertragsteuern gebildet. Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden dabei auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen, sofern ein Ausgleich dieser Unterschiede im Zeitablauf zu erwarten ist. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen und nicht genutzten Steuergutschriften berücksichtigt, sofern sie wahrscheinlich genutzt werden können. Sie werden nicht gebildet, wenn die temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus einem erstmaligen Ansatz anderer Vermögenswerte und Schulden in einer Transaktion, die kein Unternehmenszusammenschluss ist, entsteht, die sich weder auf das steuerliche noch auf das IFRS-Ergebnis auswirkt.

Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften, Verlustvorträge oder anderweitig passive latente Steuern verrechnet werden können. Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Ergebnissen von Tochterunternehmen werden keine passiven latenten Steuern gebildet, da sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Bei der Bildung werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich in den Jahren gelten werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren bzw. ausgleichen werden. Die Auswirkungen von Änderungen von Steuersätzen auf aktive und passive latente Steuern werden in dem Zeitpunkt berücksichtigt, in dem die Änderung rechtskräftig beschlossen oder gesetzlich angekündigt wurde.

Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst mit Ausnahme derer, die sich auf Sachverhalte beziehen, die direkt im sonstigen Ergebnis oder im übrigen Eigenkapital erfasst worden sind.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn ein Rechtsanspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. Dementsprechend werden auch aktive und passive latente Steuern innerhalb der steuerlichen Organschaften miteinander verrechnet.

Für unsichere Ertragsteuerpositionen wird eine Steuerverbindlichkeit gebildet beziehungsweise bei Bestehen eines Verlustvortrags oder Steuervergünstigung die darauf entfallende aktive latente Steuer entsprechend reduziert. IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung stellt die Anwendung von Ansatz- und Bewertungsvorschriften des IAS 12, wenn Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung besteht, klar. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, zum Beispiel ob eine Einschätzung gesondert oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher oder erwarteter Wert für die Unsicherheit herangezogen wird und ob Änderungen im Vergleich zur Vorperiode eingetreten sind. Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung unsicherer Ertragsteuerpositionen unbeachtlich. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme, dass die Steuerbehörden den fraglichen Sachverhalt untersuchen und ihnen alle relevanten Informationen vorliegen.

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden bilanziell erfasst, wenn eine Gesellschaft der Syntegon-Gruppe Vertragspartei des Finanzinstruments gem. IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag entscheidend. Zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes sind finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und entsprechend der Vorschriften des IFRS 9 Finanzinstrumente zu klassifizieren. Sofern die Folgebewertung nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, sind direkt zurechenbare Transaktionskosten beim erstmaligen Ansatz zu berücksichtigen. Die Fair Value Option nach IFRS 9 wird nicht ausgeübt.

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte werden, soweit für den Syntegon Konzern relevant, in folgende Bewertungskategorien eingeteilt:

FVPL Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
AC Finanzielle Vermögenswerte, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden
FVOCI Erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte.

Die Designation der finanziellen Vermögenswerte in die oben genannten Kategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz.

Die initiale Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IFRS 9 durch einen zweistufigen Test, bei dem das Geschäftsmodell zur Verwaltung finanzieller Vermögenswerte sowie die jeweiligen Zahlungsstrombedingungen daraufhin untersucht werden

ob das zugrundeliegende Geschäftsmodell darauf ausgerichtet ist, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme zu halten (Geschäftsmodell "Halten"), ob Zahlungsströme auch aus der Veräußerung (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen") oder ausschließlich aus der Veräußerung (Geschäftsmodell "Verkaufen") erzielt werden sollen, und

ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich

Zins- und Tilgungszahlungen darstellen ("solely payment of principal and interest", SPPI).

Die Bestimmung des Geschäftsmodells erfolgte im Berichtsjahr auf Basis der zu diesem Zeitpunkt gültigen Unternehmenssteuerung. Die Finanzinstrumente werden zu diesem Zweck in Gruppen zusammengefasst, denen jeweils ein einheitliches Geschäftsmodell zugrunde liegt. Die Überprüfung der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme wird auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden zum Nennwert bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte, bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das eingesetzte Kapital sind und die im Rahmen des Geschäftsmodells "Halten" gehalten werden, sind der Kategorie AC ("at amortised cost") zuzuordnen. Bei bestehender Absicht die Zahlungsströme auch aus dem Verkauf der finanziellen Vermögenswerte zu vereinnahmen, also das Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen" zugrunde liegt, sind die finanziellen Vermögenswerte in der Kategorie FVOCI ("at fair value through OCI") zu bewerten.

Sind die Voraussetzungen des SPPI-Tests nicht erfüllt, so sind die finanziellen Vermögenswerte der Kategorie FVPL ("at fair value through profit and loss") zuzuordnen.

Innerhalb der Syntegon-Gruppe bestehen ausschließlich finanzielle Vermögenswerte der Kategorien AC und FVPL. Finanzinstrumente, die in die Kategorie AC einzuordnen sind, sind nach der erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten ("at amortised cost", AC) unter Anwendung der Effektivzinsmethode, zu bewerten. Gewinne und Verluste aus Wertminderungen oder aus der Ausbuchung werden ergebniswirksam erfasst. In diese Kategorie fallen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen sowie übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte.

Währungskursgewinne und -verluste der Kategorien FVPL und AC werden gesondert im Finanzergebnis dargestellt, wenn das zugrundeliegende Geschäft einen Finanzierungscharakter hat.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie FVPL sind ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögenswerten werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Berichtsjahr gehaltenen Fremdwährungsderivate mit Banken sowie Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode einbezogen werden, zur Veräußerung gehaltene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bestimmte sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte sind dieser Kategorie zuzuordnen.

Für finanzielle Vermögenswerte (ohne Eigenkapitalinstrumente), die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind gemäß IFRS 9 für erwartete Kreditverluste Wertminderungen zu erfassen. Ein Kreditverlust (Ausfall) kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen und der Syntegon-Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Umfang der Erfassung erwarteter Verluste richtet sich nach einem dreistufigen Modell. Es wird danach unterschieden, ob sich das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte seit ihrem Zugang wesentlich erhöht hat. Stufe 1 umfasst alle finanziellen Vermögenswerte, bei denen keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vorliegt. In diesen Fällen sind Kreditverluste bezogen auf die Ausfallwahrscheinlichkeit in den nächsten zwölf Monaten zu erfassen. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos des Schuldners wird der finanzielle Vermögenswert der Stufe 2 zugeordnet und die Wertberichtigung wird in Höhe der über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erwarteten Verluste vorgenommen. Eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos wird vermutet, wenn vereinbarte Zahlungen seit mehr als 30 Tagen überfällig sind oder Informationen über eine Verschlechterung der finanziellen Situation des Schuldners vorliegen. Kommen außerdem objektive Hinweise auf das Vorliegen einer Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten hinzu, so wird der (bonitätsbeeinträchtigte) finanzielle Vermögenswert der Stufe 3 zugeordnet. Ein Zahlungsverzug von mehr als 90 Tagen, Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners bis hin zur hohen Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, aber auch bedeutende Veränderungen des ökonomischen, technologischen oder rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Schuldners, können zu einer Zuordnung zu Stufe 3 führen. Das 3-Stufen-Modell wird auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf Darlehensforderungen und auf sonstige finanzielle Vermögenswerte angewendet.

Nach IFRS 9 besteht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen ein vereinfachter Ansatz, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Danach sind Wertberichtigungen stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste zu bemessen, unabhängig von der Veränderung des Ausfallrisikos seit Zugang des finanziellen Vermögenswerts. Dabei werden zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale zusammengefasst. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Arbeiten und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Dementsprechend wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass die erwarteten Verlustquoten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen angemessenen Näherungswert der Verlustquoten für Vertragsvermögenswerte darstellen. In der Syntegon-Gruppe werden nicht bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wertberichtigt auf Basis einer gewichteten, kombinierten Berücksichtigung der Risiken von Branchen (publizierte Branchenrisiken) und Ländern (publizierte Credit Default Swap - Bewertungen), in denen die Syntegon-Gruppe Umsätze erzielt. Branchen- und Länderrisiken werden als entscheidend für die Beurteilung von Ausfallwahrscheinlichkeiten angesehen. Das so ermittelte Ausfallrisiko, gegebenenfalls ergänzt um Parameter, die unserer Einschätzung der aktuellen und künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation Rechnung tragen, wird einheitlich auf alle nicht bonitätsbeeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte angewendet. Die Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeit wird regelmäßig überprüft und gegebenenfalls an neue Rahmenbedingungen angepasst.

Liegen für Forderungen Informationen über finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners vor, erfolgt eine Einzelfallbetrachtung und es wird eine Wertberichtigung für bonitätsbeeinträchtigte Forderungen berücksichtigt. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, wenn das Recht auf Zahlung erloschen ist. Dies ist z. B. nach Beendigung eines Insolvenzverfahrens oder nach einer gerichtlichen Entscheidung der Fall. Des Weiteren erfolgt eine Ausbuchung, beispielsweise im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen, wenn Syntegon im Wesentlichen alle Chancen und Risiken aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen hat.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden, soweit für die Syntegon-Gruppe relevant, in folgende Bewertungskategorien eingeteilt:

FVPL Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
AC Finanzielle Verbindlichkeiten, die mittels der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden.

Die Designation der finanziellen Verbindlichkeiten in die oben genannten Kategorien erfolgt bei ihrem erstmaligen Ansatz.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei werden für finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie AC gegebenenfalls direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Wechselverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Darlehensverbindlichkeiten sowie sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet. Dabei entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht oder getilgt werden. Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie FVPL ("at fair value through profit and loss") sind ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts sowie Erträge und Aufwendungen aus diesen finanziellen Verbindlichkeiten werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Berichtsjahr gehaltenen Fremdwährungsderivate mit Banken, sind dieser Kategorie zuzuordnen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird unterstellt, dass der beizulegende Zeitwert dem Buchwert entspricht.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Die erstmalige Erfassung von Finanzanlagen, die nach der Equity-Methode bewertet werden, erfolgt zu Anschaffungskosten.

Zum Erwerbszeitpunkt wird ein Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, sofern eine positive Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil an dem neubewerteten Eigenkapital des assoziierten Unternehmens bzw. des Gemeinschaftsunternehmens entsteht. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage einbezogen.

Syntegon überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Hinweise auf Wertminderungen bzw. Wertaufholungen bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen vorliegen.

Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag einer Beteiligung, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus den beiden Beträgen aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert. Eine Wertaufholung wird dann vorgenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Werterhöhung vorliegen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen, unter Ausnahme der Leasing- Nutzungsrechte, wird entsprechend IAS 16 Sachanlagen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige Abschreibungen sowie Wertminderungen bewertet. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die Abschreibungen werden über den wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen.

Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der Vermögenswerte werden mindestens zu jedem Stichtag überprüft.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude 10 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 8 - 11
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 25

Darüber hinaus werden Sachanlagen bei Indikation gemäß IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten auf Wertminderungen geprüft (Impairment Test). Sofern der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist, werden entsprechende Wertminderungen erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und dem Nutzungswert des Vermögenswertes. Der beizulegende Zeitwert ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Konditionen erzielbare Betrag.

Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Soweit den einzelnen Vermögenswerten keine Zahlungsmittelzuflüsse unmittelbar zugeordnet werden können, werden Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anschließend mit deren Buchwerten verglichen, um so den Betrag der potenziellen Wertminderung zu ermitteln. Die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird anschließend auf einzelne Vermögenswerte allokiert.

Wertaufholungen erfolgen, wenn die Gründe für eine Wertminderung aus den Vorjahren entfallen sind. Diese dürfen die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigen, die sich ergeben hätten, wäre die Wertminderung nicht erfasst worden. Reparaturkosten werden erfolgswirksam erfasst.

Beim Verkauf oder Abgang von Sachanlagen werden die Anschaffungskosten und die aufgelaufene Abschreibung sowie Wertminderungen ausgebucht und ein sich ergebender Gewinn oder Verlust erfolgswirksam ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen sowie gegebenenfalls in der Periode erfasste Wertminderungsaufwendungen und Wertaufholungen werden entsprechend den Bereichen, in denen die Vermögenswerte genutzt werden, in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Leasing

Syntegon beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder nicht.

Leasingverhältnisse werden zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand der Syntegon-Gruppe zur Nutzung zur Verfügung steht, als Leasingverbindlichkeit mit einem entsprechenden Nutzungsrecht aus Leasingverhältnissen bilanziert.

Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses angesetzt. In die Leasingzahlungen werden neben fixen Zahlungen für die Leasingkomponenten und für Nicht-Leasingkomponenten auch variable Leasingzahlungen einbezogen, soweit diese auf einem Index oder einem Zinssatz beruhen. In diesem Zusammenhang nimmt die Syntegon-Gruppe das Wahlrecht in Anspruch, die Zahlungen für Nicht-Leasingkomponenten grundsätzlich als Leasingzahlungen zu berücksichtigen.

In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Weitergehend sind Beträge, die im Rahmen von Restwertgarantien voraussichtlich zu entrichten sind, sowie Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Leasingnehmer eine Kündigungsoption wahrnehmen wird, in die Bewertung einbezogen. Sollte Syntegon mit hinreichender Sicherheit eine Kaufoption ausüben, ist der Ausübungspreis entsprechend in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit zu berücksichtigen.

Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, der der Währung und Laufzeit des jeweiligen Vertrags entspricht, abgezinst. Jede Leasingzahlung wird in einen Tilgungs- und Finanzierungsanteil aufgeteilt.

In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert. Die Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit wird unter den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden auch Kündigungsoptionen und Verlängerungsoptionen berücksichtigt, soweit deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wird.

Wesentliche Leasingverhältnisse der Syntegon-Gruppe existieren im Bereich Immobilien, Fahrzeuge und Ausstattung - die Restlaufzeiten der Leasingverhältnisse in den Bereichen Fahrzeuge und Ausstattung betragen durchschnittlich 2- 3 Jahre.

Nutzungsrechte werden bei Beginn des Leasingverhältnisses zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit,

sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Lea- singzahlungen abzüglich aller etwaig erhaltener Leasinganreize,

alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und

geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts, an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen.

Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrundeliegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht des Konzerns hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts. Die Abschreibung des Nutzungsrechts ist gemäß IAS 1 in den jeweiligen Funktionsbereichen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen.

Syntegon nimmt von den Anwendungserleichterungen hinsichtlich geringwertiger Leasinggegenstände ("low-value items") und Leasingverhältnisse mit Laufzeit nicht länger als zwölf Monate ("Short term") Gebrauch.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts zukünftig ein wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist und sich die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuverlässig bestimmen lassen. Diese Vermögenswerte werden in Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer für immaterielle Vermögenswerte beträgt in der Regel vier bis zehn Jahre. Bei aus Unternehmenserwerben bilanzierten immateriellen Vermögenswerten wie Technologien, Markenlizenzen sowie Kundenstamm beträgt die Nutzungsdauer zehn bis 35 Jahre. Bei konkreten Anhaltspunkten werden abnutzbare immaterielle Vermögenswerte zudem auf Werthaltigkeit überprüft.

Übersteigt bei einem Unternehmenserwerb der Kaufpreis das anteilige mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzte Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs, so kann hieraus ein Geschäfts- oder Firmenwert entstehen. Geschäfts- oder Firmenwerte sind auf Ebene ihrer zahlungsmittelgenerierenden Einheit jährlich auf Werthaltigkeit zu prüfen. Sofern der Buchwert des Reinvermögens der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den höheren Wert aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten übersteigt, sind Wertminderungen nach IAS 36 vorzunehmen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern regelmäßig auf Wertminderungen hin geprüft (Impairment Test). Eine Wertminderung wird gemäß IAS 36 vorgenommen, sofern der erzielbare Betrag des Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Soweit den einzelnen Vermögenswerten keine Zahlungsmittelzuflüsse unmittelbar zugeordnet werden können, werden Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst. Der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit wird anschließend mit deren Buchwert verglichen, um so den Betrag der potenziellen Wertminderung zu ermitteln. Die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird anschließend auf einzelne Vermögenswerte allokiert.

Entsprechende Wertaufholungen erfolgen, wenn die Gründe für die Wertminderung aus den Vorjahren entfallen sind.

Ausgenommen ist die Wertaufholung für den abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert.

Entwicklungskosten sind Kosten für den Transfer von Forschungsergebnissen oder anderen Erkenntnissen auf einen Plan oder Entwurf für die Schaffung von neuen oder für die wesentliche Verbesserung von bestehenden Produkten oder Verfahren. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die in IAS 38.57 aufgeführten Kriterien kumulativ erfüllt sind. Unter anderem muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des betreffenden immateriellen Vermögenswerts gegeben sein, so dass er genutzt oder verkauft werden kann. Des Weiteren müssen die Absicht sowie die Fähigkeit der Fertigstellung und der Nutzung oder des Verkaufs gegeben sein. Darüber hinaus muss aus dem immateriellen Vermögenswert ein wirtschaftlicher Nutzen für das Unternehmen resultieren sowie die zurechenbaren Ausgaben müssen verlässlich ermittelt werden. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft linear über den Produktlebenszyklus von in der Regel zehn Jahren abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der unfertigen Entwicklungsleistungen wird mindestens einmal jährlich überprüft. Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden in dem Funktionsbereich Forschung und Entwicklung ausgewiesen.

Forschungs- und nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der sie anfallen.

Vorräte

Der Ansatz der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittsmethode. Neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen beinhalten die Herstellungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen unter der Annahme einer Normalauslastung, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Bestands- und Vertriebsrisiken, die sich aus der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen auf den Nettoveräußerungswert der Vorräte berücksichtigt, sofern dieser unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegt.

Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte und Überbestände auf ihren niedrigeren Nettoveräußerungswert erfolgswirksam vorgenommen.

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und Schulden

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden.

Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ergibt sich in der Regel aus laufenden Kaufpreisverhandlungen mit potenziellen Käufern. Der Aufwand aus etwaigen Abwertungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird entsprechend der Zuordnung der zugrundeliegenden Vermögenswerte innerhalb der Funktionskosten dargestellt.

Ein etwaiger Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe wird zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden auf anteiliger Basis zugeordnet - mit der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmer, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oder biologischen Vermögenswerten, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein Verlust zugeordnet wird.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und jedes nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen wird nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert, sobald sie als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft sind.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Unternehmen in der Syntegon-Gruppe verfügen über verschiedene Pensionspläne. Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen sowie Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen werden bei Fälligkeit als Aufwand für Leistungen an Mitarbeiter der Periode erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert in dem Maße erfasst, in dem eine Rückerstattung in bar oder eine Verminderung der zukünftigen Zahlungen erfolgen wird.

Die Bewertung von Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen erfolgt nach IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von erwarteten Gehalts- und Rentensteigerungen.

Bei inländischen Konzerngesellschaften werden die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Im Ausland werden ebenfalls landesspezifische Rechnungsgrundlagen und Parameter angewandt.

Externe Planvermögen, die angelegt sind, um die Zusagen zu decken, werden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet, sofern die Voraussetzungen gegeben sind.

Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends von den unterstellten Rechnungsparametern sowie Änderungen der Annahmen aus Neubewertungen leistungsorientierter Pensionszusagen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten. Diese Gewinne oder Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst und als solches in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die kumulierten Neubewertungen sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und in der Konzern-Bilanz in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Neubewertungen dürfen in Folgeperioden nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden.

Der Saldo aus leistungsorientierter Verpflichtung und Planvermögen (Nettopensionsverpflichtung) wird mit dem der Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zugrundeliegenden Rechnungszins verzinst. Die daraus resultierenden Nettozinsaufwendungen bzw. -erträge werden erfolgswirksam im Finanzergebnis in den Zinsaufwendungen bzw. -erträgen ausgewiesen. Laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, der sich aus Änderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen durch Planänderungen oder Plankürzungen ergibt, wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und innerhalb der Funktionsbereiche ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird zum jeweils früheren der folgenden Zeitpunkte erfolgswirksam erfasst:

dem Zeitpunkt, an dem die Anpassung oder Kürzung des Plans eintritt, oder

dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die mit der Restrukturierung verbunden Kosten ansetzt.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Ertragsteuern und sonstigen Steuern. Die latenten Steuern werden in separaten Positionen der Bilanz ausgewiesen.

Übrige Rückstellungen

Innerhalb der übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen Rückstellungen für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten aus einem vergangenen Ereignis ausgewiesen, sofern ein Mittelabfluss wahrscheinlich und hinsichtlich seiner Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung berechnet. Dabei ist bei der Ermittlung der Verpflichtung das inhärente Risiko und etwaige Unsicherheiten zu berücksichtigen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. In diesen Fällen wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellung als Zinsaufwand erfasst. Die Abzinsung erfolgt mit dem fristen- und risikoadäquaten Kapitalmarktzinssatz.

Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumsgelder sowie für Verpflichtungen aus Langzeitkonten werden analog der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 aufgrund von versicherungsmathematischen Gutachten beziehungsweise aufgrund analoger Parameter ermittelt und bewertet. Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends von den unterstellten Rechnungsparametern sowie Änderungen der Annahmen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten, die erfolgswirksam in den Funktionsbereichen gezeigt werden. Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Zur Deckung der Altersteilzeitverpflichtungen sowie zur Deckung der Verpflichtungen aus Langzeitkonten wurden Garantien abgeschlossen. Diese Garantien stellen kein Planvermögen im Sinne von IAS 19 dar und führen zu keinem bilanziellen Ausweis.

Rückstellungen für Restrukturierungen werden nach IAS 37 in Verbindung mit IAS 19 gebildet.

Den Rückstellungen für Gewährleistungen werden regelmäßig interne und externe Kosten des individuellen Garantiefalls zugrunde gelegt. Dies setzt einen einzelnen, konkreten Garantiefall voraus. Daneben werden Rückstellungen auf Basis von Erfahrungswerten aus Vorjahren gebildet.

Für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden, sofern aufgrund vergangener Ereignisse die unvermeidbaren Kosten der Vertragserfüllung über dem wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag liegen, Rückstellungen gebildet. Neben den inkrementellen Kosten werden auch dem Vertrag direkt zurechenbare Gemeinkosten berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand nur aktiviert, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen für Vermögenswerte werden bei der Ermittlung des Buchwertes der Vermögenswerte abgezogen. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen, die die Zuwendungen kompensieren sollen. Zuwendungen für künftige Aufwendungen werden als passivischer Abgrenzungsposten erfasst.

Anpassung des Ausweises von Auszahlungen für Besicherungen von Darlehen gegenüber Kreditinstituten und damit verbundenen Zinszahlungen

Die Syntegon Technology GmbH verfügt über ein Verfügungsrahmen zur Ziehung eines Darlehens gegenüber Kreditinstituten bis zu max. 90.000 TEUR. Die Besicherung dieser Bankkreditlinie erfolgt durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China. Die zur Sicherung geleisteten Einlagen werden verzinst.

Auszahlungen für die Besicherung und daraus resultierende Zinszahlungen werden aufgrund der Verbindung zur Aufnahme von Darlehen gegenüber Kreditinstituten in der Konzernkapitalflussrechnung 2022 in der Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Entsprechend des Charakters der Auszahlungen für die Besicherung und daraus resultierende Zinszahlungen erfolgt in der Konzernkapitalflussrechnung 2023 ein Ausweis in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit.

Nach IAS 8 erfolgt eine rückwirkende Anpassung des Ausweises (Darstellung) in der Konzernkapitalflussrechnung für alle betroffenen Perioden.

In der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022 werden die Zeilen "Bareinlage zur Absicherung von Finanzverbindlichkeiten" und "Erhaltene Zinsen und Dividenden" von der Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit in die Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit umgegliedert. Die Mittelveränderung aus Finanzierungstätigkeit erhöht sich entsprechend von -10.236 TEUR auf 3.614 TEUR. Die Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit verringert sich von -32.341 TEUR auf -46.191 TEUR.

Globale Mindestbesteuerung - Pillar 2

Die Gruppe hat die internationale Steuerreform - Pillar 2 Modell (Änderungen an IAS 12) mit deren Veröffentlichung am 23. Mai 2023, übernommen. Da die Pillar 2-Gesetzgebung zum Berichtszeitpunkt noch nicht anwendbar war, unterliegt der Konzern aktuell dahingehend keiner Steuerbelastung. Der Konzern macht von der Ausnahmeregelung von der Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit der Top-Up-Steuer Gebrauch, die Gegenstand der im Mai 2023 veröffentlichten Änderungen an IAS 12 war und unterliegt der Verpflichtung, weitere Anhangsangaben zu den sich aus der Pillar 2 Modell Gesetzgebung ergebenden Betroffenheit zu machen.

Die Ausnahmeregelung gilt rückwirkend. Da jedoch bis zum 31. Dezember 2022 in keinem der Länder, in denen die Top- Up-Steuer erhoben wird, ein neues Gesetz zur Umsetzung der Top-Up-Steuer erlassen wurde oder anwendbar war, ist eine solche Rückwirkung der Ausnahmeregelung nicht erforderlich. Bis zum 31. Dezember 2023 sind in keiner Rechtsordnung, in der die Gruppe tätig ist, neue Gesetze zur Umsetzung der Top-Up-Steuer anwendbar und zu diesem Zeitpunkt sind keine damit verbundenen tatsächlichen Steuern ausgewiesen.

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung von Abschlüssen nach IFRS erfordert das Treffen von Annahmen und Schätzungen. Diese können Einfluss auf die Bewertung und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Art und den Umfang der Eventualverbindlichkeiten haben. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen können. Schätzungen und Annahmen beziehen sich insbesondere auf die nachfolgend dargestellten Sachverhalte.

Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Vertragsvermögenswerten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt auf der Grundlage der Einschätzung von erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeiten. Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte basiert auf Schätzungen und Annahmen hinsichtlich der Risiken der Branchen und Länder entsprechender Kundenportfolios. Dabei stützt sich die Syntegon-Gruppe auf publizierte Branchenrisiken sowie publizierte Credit Default Swaps. Des Weiteren wird die Einschätzung des Managements hinsichtlich der aktuellen und künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation berücksichtigt.

Wichtige Ermessungsentscheidungen betreffen auch die Identifizierung und Bestimmung des Zeitpunktes oder Zeitraumes der Erfüllung der vertraglichen Leistungsverpflichtungen aus Kundenverträgen und die Ermittlung des Transaktionspreis aus Kundenverträgen.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, des Sachanlagevermögens sowie der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen und der Beteiligungen werden diskontierte zukünftige Zahlungsströme zugrunde gelegt, die mit Schätzungen verbunden sind. Außerdem werden Diskontierungszinssätze sowie Wachstumsfaktoren unter Annahmen ermittelt.

Die Neubewertung von im Rahmen von Unternehmenserwerben erworbenen Vermögenswerten und Schulden unterliegt Schätzungen in Form von Annahmen, Methoden, Zahlungsflüssen und Bewertungsparameter. Teilweise handelt sich dabei um Annahmen und Schätzungen des Managements.

Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern des abnutzbaren Sachanlagevermögens sowie immaterieller Vermögenswerte werden unter Annahmen bestimmt. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem immateriellen Vermögenswert dem Unternehmen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließt. Die Beurteilung des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens unterliegt den Annahmen und Schätzungen des Managements.

Die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 Leasingverhältnisse ist unter anderem von den Laufzeiten der Leasingverhältnisse abhängig. Bei deren Bestimmung werden sämtliche Tatsachen und Umstände im Hinblick auf die Ausübungswahrscheinlichkeit von Kündigungs- und Verlängerungsoptionen berücksichtigt.

Die Bilanzierung aktiver latenter Steuern erfolgt unter der Voraussetzung, dass ihre zukünftige Realisierung wahrscheinlich ist. Dies erfordert das Treffen von Annahmen in Bezug auf künftig erwirtschaftete steuerpflichtige Gewinne sowie den Zeitpunkt, zu dem sich temporäre Bewertungsdifferenzen voraussichtlich umkehren werden.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bewertet. Verschiedene Annahmen sind hier erforderlich, insbesondere im Zusammenhang mit der Lebenserwartung sowie der künftigen Gehaltsentwicklung und Rentendynamik.

Darüber hinaus sind für die Beurteilung der Werthaltigkeit des Vorratsvermögens sowie für die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen Schätzungen vorzunehmen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrundeliegenden Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und werden fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Bewertung von Vorräten erfordert Annahmen und Schätzungen, unter anderem in Bezug auf die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes.

Auswirkungen aufgrund des Klimawandels auf die verwendeten Parameter für Schätzungen werden berücksichtigt, wenn entsprechende vorliegen und bekannt sind.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.

1 Umsatzerlöse

Umsatzerlösströme

Die Syntegon-Gruppe erwirtschaftet Umsatzerlöse hauptsächlich aus dem Verkauf von Prozess- und Verpackungstechnik, Ersatzteilen und der Erbringung von Service- und Dienstleistungen.

Dabei verteilen sich die Umsatzerlöse auf die Lieferungen und Leistungen und Servicedienstleistungen wie folgt:

2023 in TEUR 2022
Lieferungen und Leistungen 1.419.008 1.380.778
Servicedienstleistungen 66.305 64.055
1.485.313 1.444.833

Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft sind in den Umsatzerlösen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden

Die Umsatzerlöse wurden in den folgenden Regionen erwirtschaftet:

2023 in TEUR 2022
Europa 528.353 454.424
Amerika 540.967 481.132
Asien und Rest der Welt 415.993 509.277
1.485.313 1.444.833

Die Umsatzrealisierung erfolgt sowohl zeitpunkt- als auch zeitraumbezogen; eine Aufteilung ist in der nachfolgenden Tabelle getrennt nach den Divisionen dargestellt:

in TEUR
2023 2022
Pharma Food Konzern Pharma Food Konzern
Zeitraumbezogene
Leistungserbringungen 363.636 384.018 747.654 312.243 301.042 613.285
Zeitpunktbezogene
Leistungserbringungen 406.890 330.769 737.659 470.369 361.179 831.548
770.526 714.787 1.485.313 782.612 662.221 1.444.833

Der gesamte Transaktionspreis, der den zum Bilanzstichtag nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen aus kurz- und langfristigen Kundenverträgen mit Erlöserfassung über einen Zeitraum zuzuordnen ist, beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 660.287 TEUR (Vj. 571.335 TEUR). Darin beinhaltet sind auch Umsatzerlöse aus den Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden sind. Die Geschäftsleitung rechnet damit, dass 79 % (Vj. 89 %) dieses Transaktionspreises in der nächsten Berichtsperiode als Erlös erfasst wird, der Rest in der darauffolgenden Berichtsperiode.

2 Vertriebs- und Verwaltungskosten

2023 in TEUR 2022
Verwaltungskosten -133.077 -120.684
Vertriebskosten -237.961 -221.252
- 371.038 - 341.936

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten enthalten insbesondere Personal- und Sachkosten, Abschreibungen, Kundendienst-, Logistik-, Marktforschungs-, Verkaufsförderungs-, Versand- und Werbekosten.

3 Forschungs- und Entwicklungskosten

2023 in TEUR 2022
Forschungs- und Entwicklungskosten -63.859 -62.189
Im Geschäftsjahr aktivierte Entwicklungskosten 9.913 13.134
- 53.946 - 49.055

Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten nicht aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten sowie auch Abschreibungen auf Anlagevermögen und Wertminderungen. Im Geschäftsjahr wurden 9.913 TEUR (Vj. 13.134 TEUR) Entwicklungskosten aktiviert. Weiterhin enthalten die Forschungs- und Entwicklungskosten Wertminderungen in Höhe von 4.470 TEUR, die auf die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte entfallen. Wir verweisen auf Kapitel 20 für weitere Erläuterungen.

4 Sonstige betriebliche Erträge

2023 in TEUR 2022
Erträge aus Wechselkursveränderungen 11.212 13.174
Erträge aus der Neubewertung bestehender Beteiligungen 9.642 -
Erträge aus Derivaten 2.118 2.277
Erträge aus der Vereinnahmung bereits wertberichtigter Forderungen 2.052 860
Erträge aus Abgängen des Anlagevermögens 359 73
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 766 57
Erträge aus Vermietung 893 786
Erträge aus Beteiligungen 2.343 2.376
Übrige sonstige betriebliche Erträge 8.993 10.646
38.378 30.249

Den Erträgen aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 11.212 TEUR (Vj. 13.174 TEUR) stehen Aufwendungen in Höhe von 13.768 TEUR (Vj. 11.670 TEUR) gegenüber, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Die Währungsgewinne sind im Wesentlichen im Lieferungs- und Leistungsverkehr entstanden.

Darüber hinaus sind Erträge in Höhe von 9.642 TEUR aus der Neubewertung der bestehenden Beteiligung an Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, Indien, entstanden, welche im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs als Gegenleistung hingegeben worden ist.

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten im Wesentlichen Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen mit der nicht konsolidierten Einheit Valicare GmbH.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Dritte, wie z. B. IT- und Speditionskosten sowie Rückerstattungen von Versicherungen. Weiterhin sind in den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 321 TEUR (Vj. 1.055 TEUR) enthalten.

5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 in TEUR 2022
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen -13.768 -11.670
Aufwendungen aus Derivaten -497 -2.947
Wertberichtigung auf Forderungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige Vermögenswerte -3.010 -2.632
Aufwendungen aus Abgängen des Anlagevermögens -1.433 -199
Sonstige Steuern -867 -132
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -1.390 -1.909
- 20.965 - 19.489

Den Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 13.768 TEUR (Vj. 11.670 TEUR) stehen Erträge aus Wechselkursveränderungen in Höhe von 11.212 TEUR (Vj. 13.174 TEUR) gegenüber. Die Währungsverluste sind im Wesentlichen im Lieferungs- und Leistungsverkehr entstanden.

6 Finanzergebnis

2023 in TEUR 2022
Zinsen und ähnliche Erträge 2.488 2.695
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -42.434 -45.943
Zinsergebnis - 39.946 - 43.248
Erträge aus Beteiligungen - 140
Erträge aus Wechselkursveränderungen 4.998 9.010
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen -10.218 -12.171
Erträge aus Derivaten 6.480 8.317
Aufwendungen aus Derivaten -7.561 -7.794
Übrige Erträge 155 171
Übrige Aufwendungen -800 -309
Übriges Finanzergebnis - 6.946 - 2.636
Finanzergebnis gesamt - 46.892 - 45.884
davon Finanzerträge 14.121 20.333
davon Finanzaufwendungen -61.013 -66.217

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den Gesellschafterdarlehen der Platin2025 Acquisition S.à r.l., Luxembourg sowie Zinsaufwendungen aus Kreditlinien und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Anhang 21). Weitere Details sind den Kapiteln 21, 30 und 31 zu entnehmen.

7 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern gliedern sich nach ihrer Herkunft wie folgt:

2023 in TEUR 2022
Tatsächliche Steuern -31.720 -34.610
Latente Steuern 9.091 -13.385
- 22.629 - 47.995

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der Rechtslage in den einzelnen Ländern zum voraussichtlichen Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Für deutsche Unternehmen gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (Vj. 15 %). Unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags von 5,5 % (Vj. 5,5 %) und der für in Deutschland erzielte Gewinne zu entrichtenden Gewerbesteuer ergibt sich ein Gesamtsteuersatz von 29 % (Vj. 29 %). Die Steuersätze außerhalb Deutschlands liegen zwischen 15 % und 34 % (Vj. 14,12 % bis 34 %).

Zum 31. Dezember 2023 sind die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern folgenden Posten zuzuordnen:

in TEUR
31.12.2023 31.12.2022
Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Forderungen, übrige Vermögenswerte und Vorräte 129.386 49.067 102.967 27.659
Sachanlagevermögen 8.471 23.011 8.372 22.918
Nutzungsrechte - 927 - -
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.586 55.773 7.937 54.947
Geschäfts- oder Firmenwert 7.708 - 5.919 -
Verbindlichkeiten 15.713 49.075 7.138 35.922
Leasingverbindlichkeiten 927 - - -
Rückstellungen 2.007 35.630 6.222 35.831
Steuerliche Verlustvorträge 11.000 - 2.457 -
Summe 179.798 213.483 141.012 177.277
Saldierungen 171.476 171.476 134.898 134.898
8.322 42.007 6.114 42.379

Bezüglich der Art der temporären Unterschiede und der Art noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge und noch nicht genutzter Steuergutschriften ergeben sich vor und nach Saldierung die oben in der Tabelle dargestellten aktiven und passiven latenten Steuern.

Im Vorjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1.860 TEUR ausgewiesen. Diese wurden in die jeweiligen Posten umgegliedert, denen die wertberichtigten aktiven und passiven latenten Steuern zugeordnet waren, um eine zuverlässige und relevante Vermittlung von Informationen zu erzielen.

Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert worden sind, bestehen in Höhe von 206.682 TEUR (Vj. 196.104 TEUR). Davon werden 9.660 TEUR (Vj. 6.437 TEUR) in den kommenden drei Jahren verfallen. Im Berichtsjahr wurden keine latenten Steuern auf Steuergutschriften gebildet.

Des Weiteren bestehen Zinsvorträge in Höhe von 117.141 TEUR (Vj. 80.314 TEUR), auf die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden.

Wertberichtigungen wurden im Wesentlichen auf die aktiven latenten Steuern der japanischen Einheit vorgenommen, da deren Nutzung in den kommenden Jahren nicht wahrscheinlich ist.

Auf einbehaltene, bereinigt um nach lokalrechtlichen Anforderungen nicht ausschüttungsfähige, Gewinne bei ausländischen Tochterunternehmen in Höhe von 186.038 TEUR (Vj. 134.057 TEUR) sind keine passiven latenten Steuern berechnet worden. Bei Ausschüttung sind die Gewinne zu 5 % der deutschen Besteuerung zu unterwerfen; gegebenenfalls würden ausländische Quellensteuern anfallen. Darüber hinaus wären bei Ausschüttung der Gewinne eines ausländischen Tochterunternehmens an eine ausländische Zwischenholding gegebenenfalls weitere ertragsteuerliche Konsequenzen zu beachten.

Im Geschäftsjahr werden latente Steuern in Höhe von -2.432 TEUR (Vj. -1.565 TEUR) ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese entfallen im Berichtsjahr sowie im Vorjahr vollständig auf die Änderung versicherungsmathematischer Parameter gemäß IAS 19.

Basis für den erwarteten Ertragsteueraufwand ist der deutsche Steuersatz von 29 %. Der Unterschied zwischen erwartetem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

2023 in TEUR 2022
Ergebnis vor Steuern 64.948 76.057
Erwarteter Ertragsteueraufwand 18.835 22.057
Steuersatzbedingte Abweichungen -10.839 -9.406
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 9.368 14.240
Steuerfreie Erträge -2.092 -388
Abschreibung oder Nichtaktivierung von latenten Steuern 801 15.312
Periodenfremde Effekte 6.662 6.013
Sonstige Unterschiede -106 167
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 22.629 47.995
Steuerquote 35 % 63 %

Die periodenfremden Effekte in Höhe von 6.662 TEUR (Vj. 6.013 TEUR) betreffen im Wesentlichen Quellensteuern.

Oberste Muttergesellschaft der Gruppe im Sinne der EU- Richtlinie 2022 / 2523 vom 14. Dezember 2022 zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für multinationale Unternehmensgruppen und große inländische Gruppen in der Union ist die Platin2025 Holdings S.à r.l. mit Sitz in 20, Avenue Monterey L-2163 Luxembourg. Luxembourg hat mit Wirkung zum 1. Januar 2024 eine Primärergänzungssteuer zur Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung eingeführt. In der Folge können sich Mehrsteuern für die Gruppe aus der globalen Top-Up Besteuerung nur ergeben, soweit Steuerjurisdiktionen, in denen die Gruppe tätig ist, eine anerkannte nationale Ergänzungsteuer erheben bzw. deren Erhebung einführen und die Voraussetzungen für den Anfall einer solchen anerkannten nationalen Ergänzungssteuer vorlägen. Die Gruppe arbeitet an der Analyse und der Umsetzung der neuen Regelungen unter Berücksichtigung des Standes der gesetzlichen Umsetzung in den einzelnen Jurisdiktionen. Eine verlässliche Schätzung zu erwartender Steuereffekte auf die Syntegon-Gruppe ist noch nicht möglich.

Der Konzern hat eine vorübergehende Befreiung von der Bilanzierung latenter Steuern für die Auswirkungen der Top- Up-Steuer in Anspruch genommen und erfasst diese als laufende Steuer, wenn sie anfällt.

8 Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr wurden Materialaufwendungen in Höhe von 427.792 TEUR (Vj. 458.500 TEUR) und Personalaufwendungen in Höhe von 552.300 TEUR (Vj. 529.784 TEUR) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Angaben zu Abschreibungen sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen enthalten.

Erläuterungen zur Bilanz.

9 Langfristige übrige finanzielle Vermögenswerte

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Festgeld bei Kreditinstituten 74.512 68.218
Beteiligungen 7.545 7.451
Darlehensforderungen 43 29
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 342 657
82.442 76.355

Das Festgeld bei Kreditinstituten besteht im Wesentlichen in China und weist eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren auf. Dieses Festgeld wurde im Wesentlichen als Sicherheit eines Bankdarlehens hinterlegt, ist aber weder für die Syntegon-Gruppe noch für das Tochterunternehmen kurzfristig zugänglich. Wir verweisen auf Anhang 21.

Neben dem oben genannten Festgeld bei Kreditinstituten bestehen keine weiteren Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die zu Anschaffungskosten bewerteten nicht konsolidierten Tochtergesellschaften.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte stehen unter anderem im Zusammenhang mit Derivaten und umfassen üblicherweise Standard-Devisentermingeschäfte.

Angaben zu Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Forderungen sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement im Abschnitt zu den Kreditrisiken enthalten (Anhang 31).

10 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Buchwert der Anteile 3.750 16.392
Konzernanteil am Ergebnis nach Steuern 1.593 1.944
Verlust aus der Veräußerung der Anteile an der Rotzinger Group AG - -
Konzernanteil am sonstigen Ergebnis - -
Konzernanteil am Gesamtergebnis 1.593 1.944

Wir verweisen auf die Ausführungen zum Kapitel Konsolidierungsgrundsätze und Veränderungen des Konsolidierungskreises, wo dargestellt wird, dass die Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, Indien, bis zum wirksamen Erwerb am 30. November 2023 durch den Konzern ein assoziiertes Unternehmen der Gruppe war.

Oben genannte Informationen für 2023 beinhalten das Ergebnis von Klenzaids nur für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. November 2023.

Der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen beläuft sich im Berichtsjahr auf 3.750 TEUR (Vj. 16.392 TEUR) und umfasst das folgende assoziierte Unternehmen:

Name der Gesellschaft Sitz Anteile Geschäftstätigkeit
Industrial Pharmaceutical Resources (IPR), Inc. USA 50 % Verpackungsmaschinenbau

Das nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen war im Hinblick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns zum Bilanzstichtag von untergeordneter Bedeutung.

11 Vertragsvermögenswerte

Der Konzern hat die folgenden Vertragsvermögenswerte erfasst:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Vertragsvermögenswerte 169.847 116.505
Umsatzerlöse aus der Erfüllung von Leistungsverpflichtung früherer Perioden -12.780 -6.445

Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche der Syntegon-Gruppe auf Gegenleistung für erbrachte aber zum Abschlussstichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen vom Verkauf von Prozess- und Verpackungstechnik.

Angaben zu Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement im Abschnitt zu den Kreditrisiken enthalten (Anhang 31).

Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen (Anhang 16) umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt und die zu erbringende Leistung vollständig erbracht worden ist.

12 Sachanlagen

in TEUR
Grundstücke, Gebäude des Anlagevermögens Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
Bruttowerte 01.01.2022 235.048 37.503 28.588 1.951 - 303.090
Zugänge 1.752 3.789 4.341 6.783 23 16.688
Umbuchungen 193 520 453 -1.166 - 0
Abgänge - -1.160 -1.275 -4 - -2.439
Währungsanpassungen 5.333 1.145 1.033 24 - 7.535
Bruttowerte 31.12.2022 242.326 41.797 33.140 7.588 23 324.874
Abschreibungen 01.01.2022 13.187 6.094 1.206 - - 20.487
Zugänge 11.971 6.695 7.133 - - 25.799
Abgänge - -1.066 -1.130 - - -2.196
Währungsanpassungen 1.316 933 988 - - 3.237
Abschreibungen 31.12.2022 26.474 12.656 8.197 - - 47.327
Buchwerte 31.12.2022 215.852 29.141 24.943 7.588 23 277.547
Bruttowerte 01.01.2023 242.326 41.797 33.140 7.588 23 324.874
Konzernkreisänderungen 2.778 200 66 - - 3.044
Zugänge 2.643 5.078 3.089 14.237 273 25.320
Umbuchungen 1.870 3.037 1.089 -5.996 - 0
Abgänge -8.082 -5.534 -4.696 -102 - -18.414
Währungsanpassungen 3.357 218 547 599 - 4.721
Umbuchung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte -13.784 -9.134 -6.661 - - -29.579
Bruttowerte 31.12.2023 231.108 35.662 26.574 16.326 296 309.966
Abschreibungen 01.01.2023 26.474 12.656 8.197 - - 47.327
Zugänge 8.442 6.039 6.200 - - 20.681
Abgänge -7.385 -4.933 -3.912 - - -16.230
Währungsanpassungen 559 356 622 - - 1.537
Umbuchung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte -3.760 -5.736 -4.695 - - -14.191
Abschreibungen 31.12.2023 24.330 8.382 6.412 - - 39.124
Buchwerte 31.12.2023 206.778 27.280 20.162 16.326 296 270.842

Die Entwicklung der Sachanlagen beinhaltet nicht die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen, wir verweisen auf Kapitel 28. Zur Vermittlung von zuverlässigeren und relevanteren Informationen sowie in Übereinstimmung mit der Bilanz ist die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen nicht mehr in der Vorjahrespalte genannt, sondern ebenfalls in Kapitel 28.

Planmäßige Abschreibungen werden, in Abhängigkeit von der Art des Vermögenswertes, in den Herstellungskosten des Umsatzes, in den Forschungs- und Entwicklungskosten oder in den Vertriebs- und Verwaltungskosten erfasst. In den Abschreibungen des Berichtsjahres sind keine Wertminderungen enthalten (Vj. 3.068 TEUR). Es wurden weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr Wertaufholungen vorgenommen.

Die eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen betragen 12.947 TEUR (Vj. 4.166 TEUR). Verfügungsbeschränkungen bestehen im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren nicht. In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand von den Anschaffungskosten abgezogen.

13 Immaterielle Vermögenswerte

in TEUR
Erworbener Kundenstamm Erworbene Trademarks Erworbene Technologien Übrige erworbene Vermögenswerte
Bruttowerte 01.01.2022 160.620 11.639 60.152 9.347
Zugänge - - - 1.062
in TEUR
Erworbene Firmenwerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
Bruttowerte 01.01.2022 194.589 27.189 463.536
Zugänge - 16.121 17.183

Währungsbedingte Veränderungen sind in den Restbuchwerten der erworbenen immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2023 beinhaltet. Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen aktivierte Entwicklungsleistungen sowie im geringeren Umfang selbst erstellte Software.

Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte werden, in Abhängigkeit von der Art des immateriellen Vermögenswertes, in den Herstellungskosten des Umsatzes oder in den Vertriebs- und Verwaltungskosten erfasst. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus Abschreibungen der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten Vermögenswerte. Diese entfallen auf Kundenstamm, Technologien und Trademarks. Wertminderungen im Geschäftsjahr stehen im Zusammenhang mit der Gruppe von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten, da diesen Vermögenswerten in einem Verkaufsszenario ein erzielbarer Betrag von 0 beizulegen war. Innerhalb der Syntegon-Gruppe ist keine weitere Nutzung geplant und im Rahmen der Vorbereitungen eines Verkaufs wurde ein beizulegender Zeitwert (Kategorie 3) abzüglich der Kosten der Veräußerung ermittelt. Wir verweisen auf Kapitel 20.

Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (Vj. 0 TEUR).

Der Geschäfts- oder Firmenwert zum Bilanzstichtag in Höhe von 220.832 TEUR (Vj. 197.607 TEUR) verteilt sich auf die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Food und Pharma, wie folgt:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Food 50.716 50.007
Pharma 170.116 147.600
220.832 197.607

Die Firmenwerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegt. Als erzielbarer Betrag wird der beizulegende Zeitwert (Kategorie 3) abzüglich der Kosten der Veräußerung angesetzt. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wird aus den zukünftigen Mittelzuflüssen abgeleitet. Den Mittelzuflüssen liegen Planungsrechnungen mit einem Zeithorizont von vier Jahren zugrunde, die auf einer vom Management verabschiedeten Mittelfristplanung basieren. Für den darüberhinausgehenden Zeitraum werden ausgehend vom letzten Planjahr Zahlungsströme angenommen, die mit einer einheitlichen Wachstumsrate extrapoliert werden. Die Planungen beruhen auf Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Marktanteile, das Wachstum der jeweiligen Märkte sowie die Profitabilität der Erzeugnisse und Dienstleistungen. Mittelzuflüsse jenseits des Planungszeitraums werden unter Berücksichtigung eines erwarteten nachhaltigen Wachstumsfaktors ermittelt.

Die für den Werthaltigkeitstest verwendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Prozent
31.12.2023 31.12.2022
Food
Wachstumsfaktor 1,00 1,00
Diskontierungssatz nach Steuern 10,42 8,11
Pharma
Wachstumsfaktor 1,00 1,00
Diskontierungssatz nach Steuern 10,42 8,11

Als risikoloser Zins werden 2,81 % (Vj. 2,07%) und als Marktrisikoprämie 7,5 % (Vj. 7,5 %) angesetzt. Der verwendete typisierte Steuersatz beträgt für die Gruppe von Vermögenswerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Pharma 23,2 %, für Food 25,7 % (Vj. Beide jeweils 24,3 %). Der jährliche Werthaltigkeitstest bei Geschäfts- oder Firmenwerten wurde auf den Stichtag 30. November 2023 durchgeführt. Wechselkursbedingt betrug der Geschäfts- oder Firmenwert zum 30. November 2023 195.043 TEUR (Zahlungsmittelgenerierende Einheit Pharma 144.836 TEUR; Zahlungsmittelgenerierende Einheit Food 50.207 TEUR), ohne den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen des Unternehmenserwerbs von Klenzaids Contamination Controls Private Limited, Mumbai, Indien. Der Werthaltigkeitstest ergab im Geschäftsjahr keinen Wertminderungsbedarf. Eine Erhöhung der gewichteten Kapitalkosten und Verringerung der langfristigen Wachstumsrate jeweils um 1,0 Prozentpunkte sowie eine Verringerung der Bruttomarge um 1,0 Prozentpunkte ergibt jeweils keinen Wertminderungsbedarf für die Geschäfts- oder Firmenwerte der jeweiligen Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

14 Langfristige übrige Vermögenswerte

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Überdeckung von Pensionsverpflichtungen 7.817 6.817
Sonstige langfristige übrige Vermögenswerte 739 1.006
8.556 7.823

Überdeckte Pensionsverpflichtungen bestehen in Deutschland (7.670 TEUR, Vj. 1.326 TEUR) und in Japan (147 TEUR, Vj. 147 TEUR). In den USA bestanden im Vorjahr überdeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von 5.335 TEUR, die aufgrund der in Anhang 23 beschriebenen Planabgeltung im Berichtsjahr teilweise abgegangen und teilweise in die kurzfristigen übrigen finanziellen Vermögenswerte umgebucht worden sind. Des Weiteren bestanden im Vorjahr in Indien überdeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von 9 TEUR.

Die sonstigen langfristigen übrigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen.

15 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Guthaben bei Kreditinstituten (Laufzeit bis 90 Tage) 133.986 149.340
Kassenbestand 5 6
133.991 149.346

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar. Auf die Cash-Bestände in den Ländern China (23.954 TEUR, Vj. 51.997 TEUR), Indien (5.737 TEUR, Vj. 620 TEUR), Thailand (3.584 TEUR, Vj. 4.251 TEUR) und Brasilien (4.024 TEUR, Vj. 3.776 TEUR) kann ebenfalls unbeschränkt zugegriffen werden, allerdings liegen teilweise Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von diesen Ländern ins Inland vor.

Erläuterungen zur Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind dem Kapitel Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung (Anhang 29) zu entnehmen.

Details zum Kreditrisiko sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement (Anhang 31) enthalten.

16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 187.214 205.411

Weder zum Stichtag noch zur Vergleichsperiode bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Angaben zum Kreditrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement (Anhang 31) enthalten.

17 Kurzfristige übrige finanzielle Vermögenswerte

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Guthaben bei Kreditinstituten (Laufzeit mehr als 90 Tage) 1.193 815
Darlehensforderungen 491 6.162
Derivate 2.441 729
Forderungen ggü. nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen aus Ergebnisabführung 2.209 2.376
Sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte 5.900 3.776
12.234 13.858

Die Derivate umfassen üblicherweise Standard-Devisentermingeschäfte.

Die sonstigen übrigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Vermögenswerte in Höhe von 2.024 TEUR, die aus der Pensionsplanabgeltung in den USA resultieren. Diese beinhalten monetäre Geldfonds. Des Weiteren beinhaltet der Posten unter anderem Rückerstattungsansprüche aus dem Deckungsvermögen der Pensionsverpflichtungen in Deutschland sowie debitorische Kreditoren sowie Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 707 TEUR (Vj. 457 TEUR).

Weitere Angaben zur Pensionsplanabgeltung sind im Kapitel Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Anhang 23), weitere Angaben zum Kreditrisiko sind im Kapitel Kapital- und Risikomanagement (Anhang 31), weitere Angaben zu den Darlehen sind im Kapitel zu den Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen (Anhang 33) enthalten.

18 Kurzfristige übrige Vermögenswerte

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Forderungen an Finanzbehörden (ohne Ertragsteuerforderungen) 18.728 18.511
Sonstige übrige Vermögenswerte 11.111 10.711
29.839 29.222

Die Forderungen an Finanzbehörden betreffen erstattungsfähige Aus- und Einfuhrabgaben sowie Umsatzsteuern.

Die sonstigen übrigen Vermögenswerte enthalten aktive Rechnungsabgrenzungen für Software-Lizenzen, Versicherungen und andere Dienstleistungen sowie Anzahlungen für Messen.

Des Weiteren sind Forderungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 719 TEUR enthalten (Vj. 900 TEUR).

19 Vorräte

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 69.458 84.434
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 113.317 136.471
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 37.063 18.288
Geleistete Anzahlungen 11.219 21.242
231.057 260.435

Vom Gesamtbetrag der Vorräte sind 48.159 TEUR (Vj. 50.641 TEUR) zum Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betragen 11.967 TEUR (Vj. 14.449 TEUR).

Im Berichtsjahr wurde die Veränderung der Wertminderungen in Höhe von 3.764 TEUR (Vj. 2.768 TEUR) als Aufwand erfasst.

Der Betrag der Vorräte, der im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 419.452 TEUR (Vj. 458.500 TEUR) als Aufwand erfasst worden ist, ist im Wesentlichen in den Herstellungskosten des Umsatzes erfasst.

20 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Im September 2023 gab die Geschäftsleitung bekannt, einen Teilgeschäftsbereich der Division Food für Verpackungsmaschinen für Flüssignahrungsmittel aus strategischen Aspekten zu veräußern. Die Zugänge zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten betreffen Vermögenswerte und Schulden dieser Geschäftsaktivitäten. Die Verkaufsbemühungen für die Veräußerungsgruppe haben bereits begonnen und es wird mit einem Verkauf im Jahr 2024 gerechnet.

Wertminderungen im Rahmen der Umgliederung in Höhe von 4.470 TEUR sind bereits im Geschäftsjahr 2023 erfolgswirksam in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst und beziehen sich auf immaterielle Vermögenswerte (Technologien), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft sind.

Am 31. Dezember 2023 umfassen die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden folgende Posten:

VERMÖGENSWERTE in TEUR
2023
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 15.395
Vorräte 9.424
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.998
Vertragsvermögenswerte 6.786
Übrige Vermögenswerte und übrige finanzielle Vermögenswerte 312
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 36.915
SCHULDEN in TEUR
2023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.691
Vertragsverbindlichkeiten 3.316
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.680
Übrige Rückstellungen 3.591
Übrige Verbindlichkeiten und übrige finanzielle Verbindlichkeiten 2.735
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 16.013

Im sonstigen Ergebnis sind kumulative Aufwendungen in Höhe von 658 TEUR enthalten, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen.

21 Kurzfristige und langfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten

in TEUR
31.12.2023 31.12.2022
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 1 Jahr über 1 Jahr
Derivate 744 32 2.045 118
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 1.375 60.130 80.004 60.000
Darlehensverbindlichkeiten 749 586.060 57 603.879
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.811 3.422 12.440 -
11.679 649.644 94.546 663.997

Die Derivate umfassen üblicherweise Standard-Devisentermingeschäfte.

Die Gruppe ist neben Vertragsverbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen im Wesentlichen über fix und variabel verzinsliche Gesellschafterdarlehen, Darlehen gegenüber Kreditinstituten und kurzfristig verfügbare Kreditlinien fremdfinanziert.

Das variabel verzinsliche Gesellschafterdarlehen an die Syntegon Holding GmbH besteht durch ein im Jahr 2022 neu eingeführtes Gesellschafterdarlehen mit einer Restlaufzeit von 6 Jahren und 6 Monaten bis Mitte 2029 und ein zusätzliches Gesellschafterdarlehen vom August 2023 mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Ende 2028. Die Konditionen dieser Darlehen sind identisch.

Die Verzinsung der variablen Gesellschafterdarlehen leiten sich am EURIBOR Zinssatz ab, der sich innerhalb der Zinsunter- und Obergrenze von 0 % und 0,75 % bewegt, zuzüglich einem Margen- und Verwaltungsaufschlag. Die Zinsobergrenze für den EURIBOR hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2026. Das Darlehen ist aktuell mit 5,27 % (Vj. 4,66 %) verzinst. Zinszahlungen erfolgen regelmäßig unter Beachtung des vertraglichen Zinszeitraumes, während Tilgungszahlungen unter Beachtung einer Ankündigungsfrist erfolgen.

Das im August 2023 abgeschlossene zusätzliche Gesellschafterdarlehen wurde im Zuge einer Sacheinlage im November 2023 vollständig in die Kapitalrücklage der Syntegon Holding GmbH durch die Gesellschafterin eingebracht. Zum Zeitpunkt der Einlage betrug der Buchwert des eingebrachten Darlehens 98.151 TEUR und beinhaltete den offenen Rückzahlungsbetrag und aufgelaufene und unbezahlte Zinsen in Höhe von 493 TEUR.

Der Buchwert des variabel verzinslichen Gesellschafterdarlehens beträgt zum Bilanzstichtag 406.759 TEUR (Vj. 424.770 TEUR).

Weiterhin beinhalten die langfristigen Darlehensverbindlichkeiten zwei festverzinsliche Gesellschafterdarlehen, die an die Syntegon US Holding Inc. (zum 31. Dezember 2023 179.285 TEUR, Vj. 179.041 TEUR) ausgegeben wurden.

Die Gesellschafterdarlehen an die Syntegon US Holding Inc. sind in 2026 bzw. 2028 zurückzubezahlen und verzinst mit Zinssätzen von 3,01 % bzw. 3,96 %. Zinszahlungen erfolgen jährlich.

Die Syntegon Technology GmbH verfügt weiterhin über ein Verfügungsrahmen zur Ziehung eines Darlehens gegenüber Kreditinstituten bis zu max. 90.000 TEUR, wovon im Berichtsjahr 60.000 TEUR (Vj. 60.000 TEUR) in Anspruch genommen sind. Die Besicherung dieser Bankkreditlinie erfolgt durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China. Die Laufzeit des Darlehens ist gleichlaufend mit der Besicherung bis 2027 bzw. 2028. Die Verzinsung orientiert sich einerseits am EURIBOR und einem Aufschlag, der im Berichtsjahr bei 1,75 % lag.

Es besteht weiterhin eine kurzfristig verfügbare Kreditlinie, welche im Berichtsjahr auf einen Gesamtverfügungsrahmen von 187.500 TEUR (Vj. 150.000 TEUR) erhöht wurde, mit einer Laufzeit bis Mitte 2028. Zum Stichtag ist die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen (Vj. 80.000 TEUR). Die für die Erhöhung des Gesamtverfügungsrahmens im Jahr 2023 anteilig angefallenen Transaktionskosten in Höhe von 3,0 % werden bei Inanspruchnahme entsprechend im Buchwert der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeit berücksichtigt.

Derzeit ist nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen. Die Transaktionskosten werden bei Nichtinanspruchnahme aktivisch abgegrenzt und linear über die Laufzeit abgeschrieben. Bei der Inanspruchnahme dieser revolvierenden Kreditlinie handelt es sich um kurzfristige, in der Regel wenige Monate, Kreditziehungen. Weiterhin besteht eine Garantielinie mit einem Gesamtverfügungsrahmen von maximal 175.000 TEUR.

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten den Barwert einer bestehenden Optionsvereinbarung zum Erwerb von Unternehmensanteilen. Wir verweisen auf das Kapitel Konsolidierungsgrundsätze.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Berichtsjahr 5.707 TEUR kreditorische Debitoren (Vj. 9.108 TEUR) sowie 977 TEUR (Vj 1.537 TEUR) Verbindlichkeiten aus Cash-Pool gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen. Des Weiteren enthalten sie Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 859 TEUR (Vj. 759 TEUR).

Im Geschäftsjahr sowie in den Vergleichsperioden bestehen neben den beschriebenen Gesellschafterdarlehen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten keine weiteren finanziellen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

22 Kurzfristige und langfristige übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Abgegrenzte Verbindlichkeiten im Personalbereich 61.101 63.664
Abgegrenzte Verbindlichkeiten im Verkaufsbereich 21.104 21.523
Sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten 18.170 22.136
Steuerverbindlichkeiten (ohne Ertragsteuerverbindlichkeiten) 9.519 7.664
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 5.116 5.951
115.010 120.938

Abgegrenzte Verbindlichkeiten im Personalbereich betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Vergütungs-, Urlaubs- sowie Überstundenmaßnahmen, im Verkaufsbereich insbesondere Zahlungsverpflichtungen aufgrund von zu gewährenden Provisionen. Sonstige abgegrenzte Verbindlichkeiten bestehen für ausstehende Rechnungen und zu gewährende Gutschriften sowie Jahresabschlusskosten.

Die Steuerverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Aus-, Einfuhr- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus abzuführender Lohn- und Kirchensteuer.

Die sonstigen übrigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 1.579 TEUR (Vj. 1.113 TEUR).

Sämtliche abgegrenzte und übrige Verbindlichkeiten sind kurzfristiger Natur.

in TEUR
31.12.2023 31.12.2022
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 1 Jahr über 1 Jahr
Steuerrückstellungen (ohne Ertragsteuerrückstellungen) 999 128 983 190
Rückstellungen im Personalbereich 10.835 17.649 17.241 19.680
Rückstellungen im Vertriebsbereich 30.697 24.972 44.853 25.118
Sonstige Rückstellungen 3.520 1.101 3.421 156
46.051 43.850 66.498 45.144

Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Grunderwerbsteuer für die Grundstücke der deutschen Einheiten. Diese ist im Rahmen der Akquisition der Syntegon Technology Gruppe angefallen.

Die Rückstellungen im Personalbereich betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Jubiläumsvergütungen, Altersteilzeit, geplanten Personalanpassungsmaßnahmen, sowie Lebensarbeitszeitkonten.

Im Vertriebsbereich bestehen hauptsächlich Rückstellungen für Garantiefälle, drohende Verluste und Konventionalstrafen. Die langfristigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Garantiefälle sowie im geringeren Umfang Konventionalstrafen.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr beinhalten diverse Beträge für gegenwärtige Verpflichtungen, die bezüglich ihrer Fälligkeiten und ihrer Höhe noch ungewiss sind.

Die übrigen Rückstellungen haben sich zu den entsprechenden Bilanzstichtagen wie folgt verändert:

Steuerrückstellungen Rückstellungen im Personalbereich Rückstellungen im Vertriebsbereich
Buchwerte 01.01.2022 7.595 43.796 88.633
Verbrauch -6.468 -14.332 -25.497
Auflösung -14 -5.480 -19.469
Zuführung einschl. Aufzinsung 4.837 12.789 25.746
Währungsanpassungen 277 148 558
Buchwerte 31.12.2022 6.227 36.921 69.971
Buchwerte 01.01.2023 6.227 36.921 69.971
Konzernkreisänderungen - - 18
Verbrauch -3.506 -15.233 -17.246
Auflösung - -3.720 -11.909
Zuführung einschl. Aufzinsung 7.032 11.639 18.107
Währungsanpassungen 422 -182 -622
Umbuchung in die zur Veräußerung gehaltenen Schulden - -941 -2.650
Buchwerte 31.12.2023 10.175 28.484 55.669
in TEUR
Sonstige Rückstellungen Summe
Buchwerte 01.01.2022 5.585 145.609
Verbrauch -1.219 -47.516
Auflösung -1.502 -26.465
Zuführung einschl. Aufzinsung 534 43.906
Währungsanpassungen 179 1.162
Buchwerte 31.12.2022 3.577 116.696
Buchwerte 01.01.2023 3.577 116.696
Konzernkreisänderungen - 18
Verbrauch -559 -36.544
Auflösung -1.434 -17.063
Zuführung einschl. Aufzinsung 3.014 39.792
Währungsanpassungen 23 -359
Umbuchung in die zur Veräußerung gehaltenen Schulden - -3.591
Buchwerte 31.12.2023 4.621 98.949

Weder zum 31. Dezember 2023 noch zum Vergleichsstichtag bestehen Haftungsverhältnisse oder Eventualverbindlichkeiten.

23 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes Ansprüche im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zu. Die Versorgungsleistungen umfassen sowohl bereits laufende Leistungen als auch Anwartschaften aktiver oder ausgeschiedener Mitarbeiter.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Versorgungs- oder Versicherungsträger. Über die Zahlung der Beiträge hinaus bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Bei leistungsorientierten Versorgungssystemen (Defined Benefit Plans) handelt es sich um rückstellungs-, fonds- oder versicherungsfinanzierte Versorgungssysteme.

Die Anlage des Planvermögens ist an den zugrundeliegenden leistungsorientierten Versorgungszusagen ausgerichtet. Zu diesem Zweck werden regelmäßig Asset-Liability-Studien durchgeführt. Eine wichtige Steuerungsgröße dabei ist der Finanzierungsstatus. Dieser wird fortlaufend unter Beteiligung externer Experten überwacht. Die Anlagepolitik ergibt sich aus entsprechenden Governance-Richtlinien. Für die Umsetzung der Vermögensanlage sind externe Vermögensverwalter mandatiert.

Im Folgenden werden die für die Syntegon-Gruppe bedeutendsten leistungsorientierten Altersvorsorgepläne beschrieben. Diese Pläne unterliegen versicherungsmathematischen Risiken wie Langlebigkeitsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Kapitalmarktrisiken.

Deutschland

Der am 1. Januar 2006 eingeführte Plan zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist ein beitragsbasierter Vorsorgeplan mit gehaltsabhängigen Beiträgen zum Aufbau von Altersleistungen sowie Zusatzleistungen für Erwerbsminderungs- und Todesfälle. Der Plan ist zum Teil über externe Versorgungsträger finanziert. Der Wert der Vermögenswerte der externen Versorgungsträger wird mit der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) ermittelten Pensionsverpflichtung verrechnet. Weitere Teile der deutschen Pläne sind durch ein Contractual Trust Agreement (CTA) gedeckt.

Während der Anwartschaftsphase werden Firmen- und Mitarbeiterbeiträge bis zur steuerlichen Höchstgrenze dem Vermögen des Pensionsfonds zugeführt. Beiträge, die die steuerliche Höchstgrenze überschreiten, werden der Direktzusage zugewiesen. Die Höhe der Anwartschaft steigt analog zur Performance des Pensionsfonds. Altzusagen wurden in den bAV Plan überführt. Für eine stetig abnehmende Anzahl von Mitarbeitern in der Anwartschaftsphase ist als Übergangsregelung eine feste Verzinsung der Anwartschaft garantiert.

Zusatzleistungen für Erwerbsminderungs- und Todesfälle werden aufgrund der Dienstzeitunabhängigkeit der Zusage bilanziell erst nach Eintritt eines entsprechenden Versorgungsfalls erfolgswirksam erfasst.

Die erdienten Ansprüche werden bei Renteneintritt, Erwerbsminderung oder Tod in Form von Einmalzahlungen, Ratenzahlungen oder als lebenslange Rente ausgezahlt. Für Renteneintritte ab dem 1. Januar 2016 erfolgt die Rentenauszahlung über den Pensionsfonds als fondsförmige Rente. Aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Einstandspflicht wird der Plan von Rentenbeginn an wie ein beitragsorientierter Plan behandelt.

Schweiz

In der Schweiz wird ein kapitalgedeckter Pensionsplan, der die Rechtsform einer Stiftung hat, unterhalten. Alle demographischen und finanziellen Risiken werden durch die Stiftung getragen und vom Stiftungsrat regelmäßig beurteilt. Im Falle einer Unterdeckung können Anpassungen wie die Veränderung der Verrentungsfaktoren oder die Erhöhung zukünftiger Beiträge vorgenommen werden.

Pensionspläne unterstehen dem schweizerischen Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG). Alle Leistungen sind gesetzlich definiert, das BVG bestimmt die Höhe der zu gewährenden Mindestleistungen.

Der Pensionsplan erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen.

Einzahlungen in den Pensionsplan erfolgen als Firmen- und Mitarbeiterbeiträge. Die Auszahlung der Leistungen erfolgt in Form von lebenslangen Renten oder Einmalzahlungen.

in Prozent
Deutschland Schweiz Gesamt
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Abzinsungsfaktor 3,30 3,70 1,40 2,15 2,06 2,83
Erwarteter Gehaltstrend 2,70 2,70 1,95 1,95 2,22 2,23
Erwarteter Rententrend 2,30 2,30 - - 0,77 0,75

Zur Ermittlung des Abzinsungsfaktors in der Eurozone wurden Anleihen berücksichtigt, die am Bilanzstichtag von mindestens einer der Ratingagenturen mit AA bewertet wurden. Die Ermittlung des Abzinsungsfaktors erfolgt für alle Regionen gemäß IAS 19.

Der Gehaltstrend enthält zukünftig erwartete Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation und der Inflation geschätzt werden.

Die Bewertung der Pensionspläne erfolgt unter Anwendung der aktuellen Sterbetafeln zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres. Die zum 31. Dezember 2023 verwendeten Sterbetafeln sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

ANGEWANDTE STERBETAFELN IM BERICHTSJAHR
Deutschland Heubeck Richttafeln 2018G
Schweiz BVG 2020 mit CMI Projektionen und 1,5 % langfristige Verbesserungsrate

Im Vorjahr wurden die folgenden Sterbetafeln verwendet:

ANGEWANDTE STERBETAFELN IM VORJAHR
Deutschland Heubeck Richttafeln 2018G
Schweiz BVG 2020 mit CMI Projektionen und 1,5 % langfristige Verbesserungsrate

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung kann für die wesentlichen Regionen wie folgt auf die Rückstellung übergeleitet werden:

in TEUR
Barwert der Verpflichtung Planvermögen Sonstiger Vermögenswert Nicht erfasster Vermögenswert Rückstellung
Deutschland 169.026 -166.492 -1.326 - 1.208
Schweiz 302.683 -345.407 - 42.723 -1
Sonstige 36.359 -39.088 8.133 1.064 6.468
Bruttowert 31.12.2022 508.068 - 550.987 6.807 43.787 7.675
Deutschland 178.333 -184.005 7.670 - 1.998
Schweiz 354.239 -386.735 - 32.496 -
Sonstige 7.671 -4.983 147 1.205 4.040
Bruttowert 31.12.2023 540.243 - 575.723 7.817 33.701 6.038

Die Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtung ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

in TEUR
Barwert der Verpflichtung Planvermögen Sonstiger Vermögenswert Nicht erfasster Vermögenswert Rückstellung
Stand 01.01.2022 570.841 - 601.576 10.381 32.105 11.751
Nettoaufwand der Periode
Laufender Dienstzeitaufwand 15.907 15.907
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -
Gewinne aus Planabgeltungen, die nicht im Zusammenhang mit nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand stehen - -
Zinsaufwand / -ertrag 4.227 -4.459 99 -133
Sonstiges 399 399
20.134 - 4.060 - 99 16.173
Neubewertungen
Verluste aus Planvermögen ohne bereits im Zinsaufwand/ -ertrag erfasste Beträge 70.071 70.071
Verluste aus der Änderung demographischer Annahmen - -
Gewinne aus der Änderung finanzieller Annahmen -99.069 -99.069
Erfahrungsbedingte Verluste 14.546 14.546
Sonstige Anpassungen 9.926 9.926
- 84.523 70.071 - 9.926 - 4.526
Beiträge
Arbeitgeber -12.344 -12.344
Begünstigte der Pensionspläne 6.314 -6.314 -
6.314 - 18.658 - - - 12.344
Rentenzahlungen * -22.073 18.549 -3.524
Erstattungen CTA 4.158 4.158
Währungseffekte 17.375 -19.471 1.647 -449
Änderungen sonstige Vermögenswerte -3.564 -3.564
Stand 31.12.2022 508.068 - 550.987 6.817 43.777 7.675

* Davon 1.959 TEUR Übertragungen für Neurentner in WTW-PF Rendit

in TEUR
Barwert der Verpflichtung Planvermögen Sonstiger Vermögenswert Nicht erfasster Vermögenswert Rückstellung
Stand 01.01.2023 508.068 - 550.987 6.817 43.777 7.675
Nettoaufwand der Periode
Laufender Dienstzeitaufwand 12.844 12.844
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -
Gewinne / Verluste aus Planabgeltungen, die nicht im Zusammenhang mit nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand stehen -26.571 28.657 2.086
Zinsaufwand / -ertrag 13.852 -15.003 964 -187
Sonstiges 775 775
125 14.429 - 964 15.518
Neubewertungen
Gewinne aus Planvermögen ohne bereits im Zinsaufwand / -ertrag erfasste Beträge -19.095 -19.095
Verluste aus der Änderung demographischer Annahmen 3 3
Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen 26.762 26.762
Erfahrungsbedingte Gewinne -1.738 -1.738
Sonstige Anpassungen -13.025 -13.025
25.027 - 19.095 - - 13.025 - 7.093
Beiträge
Arbeitgeber -12.296 -12.296
Begünstigte der Pensionspläne 6.901 -6.901 -
6.901 - 19.197 - - - 12.296
Konzernkreisänderungen 1.033 -898 135
Rentenzahlungen * -18.394 14.814 -3.580
Erstattungen CTA 4.288 4.288
Währungseffekte 19.945 -21.883 1.985 47
Änderungen sonstige Vermögenswerte 3.024 3.024
Planabgeltungen 2.024 -2.024
Umbuchung in die zur Veräußerung gehaltenen Schulden -2.462 782 -1.680
Stand 31.12.2023 540.243 - 575.723 7.817 33.701 6.038

* Davon 958 TEUR Übertragungen für Neurentner in WTW-PF Rendit

Die Planabgeltung betrifft einen geschlossenen Pensionsplan in den USA, der im Berichtsjahr auf eine Versicherungsgesellschaft übertragen wurde.

Die Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen in Höhe von 26.762 TEUR (Vj. Gewinne in Höhe von 99.069 TEUR) stehen im Zusammenhang mit dem Anstieg des Abzinsungsfaktors.

Die Gewinne aus dem Planvermögen in Höhe von 19.095 TEUR (Vj. Verluste in Höhe von 70.071 TEUR) sowie die sonstigen Anpassungen in Höhe von -13.025 TEUR (Vj. 9.926 TEUR) resultieren aus der Kapitalmarktentwicklung. Der nicht erfasste Vermögenswerte ist aufgrund seines begrenzten wirtschaftlichen Nutzens nach IAS 19 nicht ansatzfähig. Die ihn reduzierenden Verluste in Höhe von 13.025 TEUR werden entsprechend ebenfalls nicht angesetzt.

Das Fondsvermögen setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:

in Prozent
Deutschland Schweiz
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2 % 1 % 4 % 2 %
Eigenkapitalinstrumente 30 % 48 % 31 % 31 %
davon Europa 17 % 16 % 39 % 30 %
davon Nordamerika 59 % 57 % 45 % 0 %
davon Asien-Pazifik 7 % 7 % 6 % 0 %
davon Emerging Markets 17 % 20 % 10 % 11 %
davon Sonstige 0 % 0 % 0 % 59 %
Schuldinstrumente 57 % 42 % 27 % 27 %
davon Staatsanleihen 64 % 44 % 17 % 5 %
davon Unternehmensanleihen 24 % 35 % 83 % 95 %
davon sonstige Schuldinstrumente 12 % 21 % 0 % 0 %
Immobilien 7 % 4 % 36 % 38 %
davon selbst genutzt 0 % 0 % 0 % 0 %
davon nicht selbst genutzt 100 % 100 % 100 % 100 %
Sonstige 4 % 5 % 2 % 2 %

Für Zahlungsmittel, Eigenkapitalinstrumente und Schuldinstrumente liegen Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt vor. Für die übrigen Anlageklassen liegen überwiegend keine Marktpreisnotierungen in einem aktiven Markt vor. In der Kategorie "Sonstige" werden im Wesentlichen Infrastrukturanlagen und Anlagen in Spezialfonds ausgewiesen.

Duration und erwartete Fälligkeiten der Pensions verpflichtung

Zum 31. Dezember 2023 beträgt die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen 13,2 Jahre (Vj. 12,5 Jahre).

Erwartete Fälligkeiten der undiskontierten erwarteten Pensionszahlungen:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Weniger als ein Jahr 28.302 27.360
Zwischen einem Jahr und zwei Jahren 27.905 28.487
Zwischen zwei und drei Jahren 29.274 29.010
85.481 84.857

Die voraussichtlichen Zuwendungen zum Planvermögen im Geschäftsjahr 2023 betragen 14.470 TEUR (Vj. 13.207 TEUR).

Die voraussichtlichen direkt zu erbringenden Versorgungsleistungen im Geschäftsjahr 2023 betragen 5.246 TEUR (Vj. 4.083 TEUR).

Die folgende Tabelle zeigt die Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung in Bezug auf die versicherungsmathematischen Parameter:

in Prozent
Deutschland Schweiz
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Abzinsungsfaktor
Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte -2 -2 -6 -5
Verringerung um 0,5 Prozentpunkte 2 2 6 6
Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte n / a -1 n / a -3
Verringerung um 0,25 Prozentpunkte n / a 1 n / a 3
Gehaltstrend
Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte n / a n / a 0 0
Verringerung um 0,25 Prozentpunkte n / a n / a 0 0
Rententrend
Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte 0 0 2 2
Verringerung um 0,25 Prozentpunkte 0 0 -2 -2
Lebenserwartung
Zunahme um ein Jahr 1 1 2 2

Die Sensitivitätsanalysen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen basieren auf dem gleichen Verfahren, das für die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verpflichtungen aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angewandt wurde (Anwartschaftsbarwertverfahren). Es wurde jeweils die Änderung einer Annahme angesetzt und die übrigen Annahmen unverändert gelassen. Mögliche Korrelationseffekte wurden somit nicht berücksichtigt. Die geänderten Annahmen hinsichtlich der Abweichung des Abzinsungsfaktors stehen im Zusammenhang mit dem in den vergangenen Jahren gestiegenen Zinsniveau.

Beitragsorientierte Versorgungspläne

Die Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne betragen 42.792 TEUR (Vj. 40.517 TEUR). Beitragsorientierte Versorgungspläne bestehen in wesentlichem Umfang in Deutschland, in der Schweiz sowie in China und in den USA.

Jubiläumsrückstellungen

Die Aufwendungen für die Zuführung zu den Jubiläumsrückstellungen betragen 1.767 TEUR (Vj. -515 TEUR).

Altersteilzeitrückstellungen

Die Aufwendungen für die Zuführung zu den Altersteilzeitrückstellungen betragen 3.653 TEUR (Vj. 4.501 TEUR).

24 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 131.220 131.013
Wechselverbindlichkeiten 252 214
131.472 131.227

Im Geschäftsjahr 2023, wie auch im Vorjahr, bestehen keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ein Fälligkeitsdatum von mehr als einem Jahr haben.

25 Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsverbindlichkeiten stellen noch nicht erbrachte Leistungsverpflichtungen abzüglich der von Kunden erhaltenen Anzahlungen für die Kundenauftragsfertigung von Prozess- und Verpackungstechnik dar, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden.

Der Konzern hat die folgenden Vertragsverbindlichkeiten erfasst sowie Umsatzerlöse realisiert, welche zu Beginn der Periode oder früheren Perioden in den Vertragsverbindlichkeiten beinhaltet waren:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Vertragsverbindlichkeiten 318.216 318.152
Umsatzerlöse, welche zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren 295.611 318.432

26 Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die kurzfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Behörden in China.

27 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 25 TEUR.

Zum Bilanzstichtag beträgt die Kapitalrücklage 187.752 TEUR (Vj. 89.601 TEUR). Die Erhöhung der Kapitalrücklage beinhaltet ein durch Sacheinlage eingebrachtes Darlehen in Höhe von 98.151 TEUR durch die Gesellschafterin.

Das kumulierte übrige Eigenkapital beinhaltet Währungsumrechnungsdifferenzen sowie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Neubewertung der Verpflichtungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

28 Leasingverhältnisse

Die Gesellschaften der Syntegon-Gruppe treten im Wesentlichen als Leasingnehmer auf. Die Leasingverträge betreffen überwiegend Grundstücke und Gebäude und Fahrzeuge sowie, in geringerem Umfang, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Mietkonditionen werden individuell ausgehandelt und enthalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Konditionen. Sie werden in der Regel für feste Zeiträume geschlossen, können jedoch Verlängerungsoptionen aufweisen.

Die in der Bilanz erfassten Nutzungsrechte gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Grundstücke und Gebäude 5.248 7.292
Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970 1.003
Fahrzeuge 4.495 3.718
10.713 12.013

Die Nutzungsrechte entwickelten sich wie folgt:

in TEUR
Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen, BGA Fahrzeuge
Buchwert 01.01.2022 5.521 702 3.019
Zugänge 4.378 807 2.898
Abgänge -16 - -
Abschreibungen -2.394 -506 -2.199
Währungsumrechnung -197 - -
Buchwert 31.12.2022 7.292 1.003 3.718
Buchwert 01.01.2023 7.292 1.003 3.718
Konzernkreisänderungen 45 - -
Zugänge 620 476 3.108
Abgänge -284 - -6
Abschreibungen -2.156 -509 -2.325
Währungsumrechnung -269 - -
Buchwert 31.12.2023 5.248 970 4.495

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Aufwendungen aus Leasingverträgen erfasst:

2023 in TEUR 2022
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 537 367
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 260 65
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert 1.535 1.157
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte 4.990 5.099
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen - -

Die gesamten Zahlungsabflüsse aus Leasingverhältnissen für feste und variable Zahlungen, kurzfristige und geringwerte Leasingverhältnisse belaufen sich im Geschäftsjahr auf 6.809 TEUR (Vj. 6.376 TEUR). Eine Fälligkeitsanalyse der Zahlungsabflüsse der Folgejahre ist im Kapitel Liquiditätsrisiken enthalten (Anhang 31).

Sonstige Angaben.

29 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung der Syntegon-Gruppe zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel im Laufe des Geschäftsjahres basierend auf der indirekten Methode nach IAS 7.18. Gemäß IAS 7 Kapitalflussrechnungen werden die Zahlungsströme nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit getrennt.

Sofern die Syntegon-Gruppe von Factoring als Form der Finanzierung Gebrauch gemacht hat, werden die Mittelzuflüsse im operativen Cashflow dargestellt. Wir verweisen auf Anhang 30.

Andere nicht zahlungswirksame Transaktionen beinhalten bspw. Wertminderungen und Erträge aus der Neubewertung von Beteiligungen, die ergebnis-, aber nicht zahlungswirksam waren.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es zahlungsunwirksame Investitionen durch den Abschluss von Leasingverträgen in Höhe von 4.204 TEUR (Vj. 8.083 TEUR).

Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit während des Geschäftsjahres sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:

in TEUR
Zahlungswirksame Veränderungen
01.01.2022 Aufnahme Tilgung Zinszahlung
Finanzverbindlichkeiten 699.351 95.004 -55.056 -30.813
Leasingverbindlichkeiten 9.674 - -5.154 -367
709.025 95.004 - 60.210 - 31.180
in TEUR
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Aufnahme Kapitalisierte Zinsen Sonstige Änderungen 31.12.2022
Finanzverbindlichkeiten - 45.473 4.583 758.542
Leasingverbindlichkeiten 8.083 367 - 12.603
8.083 45.840 4.583 771.145
in TEUR
Zahlungswirksame Veränderungen
01.01.2023 Aufnahme Tilgung Zins- zahlung
Finanzverbindlichkeiten 758.542 107.200 -110.947 -33.306
Leasingverbindlichkeiten 12.603 - -5.014 -537
771.145 107.200 - 115.961 - 33.843
in TEUR
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Aufnahme Kapitali- sierte Zinsen Sonstige Änderungen 31.12.2023
Finanzverbindlichkeiten -98.151 37.432 553 661.323
Leasingverbindlichkeiten 4.204 537 - 11.793
- 93.947 37.969 553 673.116

Die Finanzverbindlichkeiten umfassen zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten der Syntegon-Gruppe gegenüber der Platin2025 Acquisition S.à r.l. in Höhe von 586.044 TEUR (Vj. 603.811 TEUR).

30 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Kategorien bzw. Klassen

Die Buchwerte und Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gegliedert nach den Kategorien bzw. Klassen gemäß IFRS 9, stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
AKTIVA Kategorie gemäß IFRS 9 Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 133.991 n / a 149.346 n / a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 186.487 n / a 205.411 n / a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FVPL 727 727 - -
Kurzfristige übrige finanzielle Vermögenswerte
Guthaben bei Kreditinstituten AC 1.193 n / a 815 n / a
Darlehensforderungen AC 491 n / a 6.162 n / a
Derivate FVPL 2.441 2.441 729 729
Sonstige Forderungen gegenüber nichtkonsolidierten Gesellschaften AC 2.209 n / a 2.376 n / a
Sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte AC 3.876 n / a 3.776 n / a
Sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte FVPL 2.024 2.024 - -
Langfristige übrige finanzielle Vermögenswerte
Festgeld bei Kreditinstituten AC 74.512 n / a 68.218 n / a
Beteiligungen n / a * 7.247 n / a * 7.153 n / a *
Beteiligungen FVPL 298 298 298 298
Darlehensforderungen AC 43 n / a 29 n / a
Derivate FVPL 116 116 401 401
Sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte AC 226 n / a 256 n / a
Summe der finanziellen Vermögenswerte, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 403.028 436.389
Summe der finanziellen Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) 5.606 5.606 1.428 1.428

AC - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost)

FVPL - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit or loss)

n / a - auf Angabe des Zeitwertes wird aufgrund IFRS 7.29(a) verzichtet

n / a * - aus Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Beteiligungen fallen nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9

in
TEUR
31.12.2023 31.12.2022
PASSIVA Kategorie gemäß IFRS 9 Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 131.220 n / a 131.013 n / a
Wechselverbindlichkeiten AC 252 n / a 214 n / a
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing n/a * 11.793 n / a * 12.603 n / a *
Kurzfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate FVPL 744 744 2.045 2.045
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 1.375 1.375 80.004 80.004
Darlehensverbindlichkeiten AC 749 n / a 57 n / a
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 8.811 n / a 12.440 n / a
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate FVPL 32 32 118 118
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 60.130 60.130 60.000 60.000
Darlehensverbindlichkeiten AC 586.060 546.473 603.879 607.584
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten AC 3.422 3.422 - -
Summe der finanziellen Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) 792.019 887.607
Summe der finanziellen Verbindlichkeiten bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) 776 776 2.163 2.163

AC - Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortised cost)

FVPL - Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (at fair value through profit or loss)

n / a - auf Angabe des Zeitwertes wird aufgrund IFRS 7.29(a) verzichtet

n / a * - im Anwendungsbereich von IFRS 16

Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind gemäß IFRS 13 einer Bewertungshierarchie zugeordnet. Es handelt sich hierbei um Beteiligungen (Stufe 3), zur Veräußerung gehaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 3), sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte (Stufe 1) und Derivate (Stufe 2), die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVPL).

Derivate, die auf Stufe 2 eingestuft sind, werden basierend auf Marktdaten wie Fremdwährungskursen unter Anwendung der Discounted Cash-Flow-Methode bewertet.

Bei den Beteiligungen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVPL), handelt es sich um Beteiligungen, die die Syntegon-Gruppe für strategische Zwecke hält und die OCI-Option nicht in Anspruch genommen hat und in der Fair-Value-Hierarchie-Stufe 3 eingeordnet sind. Sowohl im aktuellen als auch im Vorjahr wurden für diese Beteiligungen Marktwerte und entsprechende wertmäßige Veränderungen in unwesentlicher Höhe festgestellt, die Anschaffungskosten können daher eine angemessene Schätzung des beizulegenden Zeitwerts sein.

Bei den zur Veräußerung gehaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Stufe 3), die zum beizulegenden Zeitwert bewerten werden (FVPL), sind die fortgeführten Anschaffungskosten ebenfalls eine angemessene Schätzung, wesentliche Wertminderungen sind nicht vorliegend.

Sonstige übrige finanzielle Vermögenswerte (Stufe 1), die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (FVPL), werden anhand beobachtbarer Marktdaten wie Wertpapierkurse des Geldmarkts bewertet.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wird auf Basis von beobachtbaren Marktdaten wie Währungskursen oder Zinskurven ermittelt (Stufe 2).

Für die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, approximiert der Buchwert den beizulegenden Zeitwert.

Nettoergebnis nach Kategorien

In der folgenden Tabelle werden die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Auswirkungen aus Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 saldiert dargestellt:

2023 in TEUR 2022
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) -1.026 -1.044
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVPL) -600 18
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) -45.739 -45.459
- 47.365 - 46.485

Im Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind das Ergebnis aus Forderungs- und Darlehensbewertung, Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie Zinserträge enthalten.

Das Nettoergebnis aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie Zinsaufwendungen. Das Nettoergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet im Wesentlichen das Ergebnis aus Fremdwährungsderivaten.

Aus den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten resultieren Gesamtzinserträge in Höhe von 2.488 TEUR (Vj. 2.669 TEUR). Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten führen zu Gesamtzinsaufwendungen in Höhe von 41.664 TEUR (Vj. 45.613 TEUR), wovon sich 30.539 TEUR (Vj. 38.828 TEUR) auf Gesellschafterdarlehen beziehen. Davon wurden im Berichtsjahr 26.412 TEUR (Vj. 24.151 TEUR) bezahlt und 4.127 TEUR (Vj. 2.607 TEUR) abgegrenzt. Im Vorjahr ergab sich ein Aufwand aus der Anpassung des Buchwerts in Höhe von 12.070 TEUR aufgrund der Neugestaltung des Gesellschafterdarlehens, das zu einer Belastung des Nettoergebnisses führte.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden Rechnungen mit den entsprechenden Gutschriften in einem einzigen Arbeitsprozess verarbeitet und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt das verbleibende Kreditrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das verbleibende Liquiditätsrisiko für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttowert) 196.426 214.174
Saldierung von Gutschriften -9.212 -8.763
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Buchwert) 187.214 205.411
Verbleibendes Kreditrisiko 187.214 205.411
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Bruttowert) 140.684 139.990
Saldierung von Gutschriften -9.212 -8.763
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Buchwert) 131.472 131.227
Verbleibendes Liquiditätsrisiko 131.472 131.227

Das Saldierungspotential der Derivate beträgt im Geschäftsjahr 641 TEUR (Vj. 1.130 TEUR). Die Gesellschaften der Syntegon-Gruppe haben Finanzinstrumente als Sicherheit für zahlreiche Kreditaufnahmen verpfändet. Zu weiteren Informationen über die Verpfändung finanzieller und nicht finanzieller Sicherheiten für Kreditaufnahmen wird auf das Kapitel 32 verwiesen.

Factoring-Transaktionen mit Übertragung im Wesentlichen aller Chancen und Risiken

Die Syntegon-Gruppe ist Vertragspartner von mehreren Factoring-Vereinbarungen zum revolvierenden Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden aus über den Zeitraum des Zahlungsziels zahlbaren Entgelten aus Verkäufen. Die Vereinbarungen haben dabei keine feste Laufzeit und können beidseitig mit entsprechender vertraglicher Kündigungsfrist gekündigt werden. Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Volumen der verkauften und ausgebuchten Forderungen 0 TEUR (Vj. 4.242 TEUR).

Die zu veräußernden Forderungen werden unter Beachtung der im Forderungskaufvertrag festgelegten Ankaufskriterien durch freie Entscheidung von Syntegon ausgewählt und den Finanzdienstleistungsunternehmen angeboten.

Ein für die jeweilige Risikobeurteilung relevantes Kreditrisiko (Ausfallrisiko) besteht nicht, da es sich dabei um einen echten, regresslosen Forderungsverkauf (true sale) handelt. Eine Rückkaufsverpflichtung seitens Syntegon bzw. ein Rückkaufsrecht des Ankäufers besteht nicht.

Die Forderungen werden gegen Zahlung eines Kaufpreisabschlags vollständig auf die Finanzdienstleistungsunternehmen übertragen. Der von der Syntegon-Gruppe zu tragende risikobedingte Maximalverlust ist auf den Kaufpreisabschlag begrenzt, der bei Verkauf von den Finanzdienstleistungsunternehmen einbehalten wird.

Die verkauften Forderungen werden vollständig ausgebucht, da im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen wurden. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der Erstattung der verkauften Forderung abzüglich des variablen Kaufpreisabschlages erfasst und die Differenz zu den verkauften Forderungen aufwandswirksam erfasst.

Ein wesentliches anhaltendes Engagement liegt nicht vor.

31 Kapital- und Risikomanagement

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des zentral organisierten Kapitalmanagements ist es, die finanzielle Substanz zu erhalten und somit finanzielle Unabhängigkeit sowie profitables Wachstum sicherzustellen.

Die finanzielle Steuerung der Syntegon-Gruppe orientiert sich an den Vorgaben des Anteilseigners CVC. Wesentliche Steuerungsgrößen für die Wertschaffung sind neben dem Umsatz und dem Auftragseingang das adjustierte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA). Hinsichtlich der Definition des adjustierten EBITDA wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Das interne Berichtswesen richtet sich grundsätzlich nach den IFRS. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen ist Maßstab zur Beurteilung des Erfolgs. Zudem dienen sie der Portfoliosteuerung. Des Weiteren werden klassische Bilanz-, Liquiditäts- und Verschuldungskennzahlen im Rahmen des Kapitalmanagements verwendet.

Sicherungspolitik und Finanzderivate

Das operative Geschäft der Syntegon-Gruppe ist insbesondere von Währungskurs- und Zinsschwankungen betroffen. Geschäftspolitisches Ziel ist es, diese Risiken durch Sicherungsmaßnahmen zu begrenzen. Die Steuerung erfolgt zentral durch die Konzernmutter der Syntegon-Gruppe.

Interne Vorschriften und Richtlinien legen dabei Handlungsrahmen und Verantwortlichkeiten bei Sicherungsvorgängen verbindlich fest. Gemäß diesen Vorschriften dürfen derivative Finanzinstrumente nur im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft sowie der Geldanlage bzw. bei Finanzierungsvorgängen eingesetzt werden. Spekulationsgeschäfte sind nicht zulässig. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt ausschließlich über Banken mit guter Bonität nach dem Rating führender Rating-Agenturen und unter Berücksichtigung der aktuellen Risikobewertungen der Finanzmärkte. Aktuell kommen ausschließlich Standard-Devisentermingeschäfte und in Einzelfällen, im Falle von Finanzmarktrestriktionen (beispielsweise in Brasilien), sogenannte Non Deliverable Forwards (NDF) zum Einsatz.

Währungsrisiken

Fremdwährungsrisiken entstehen aus zukünftigen Transaktionen und bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die auf einer anderen Währung als der funktionalen Währung der betroffenen Konzernunternehmen basieren. In der Syntegon-Gruppe sind dies überwiegend ausgereichte Darlehen innerhalb der Gruppe, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die in einer anderen als der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich über externe Devisentermingeschäfte.

Zur Darstellung der resultierenden Währungsrisiken gemäß IFRS 7 wurden für die wichtigsten Fremdwährungen von Syntegon sämtliche monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Fremdwährung für alle konsolidierten Gesellschaften zum Bilanzstichtag analysiert und Sensitivitätsanalysen für die jeweiligen Währungspaare, bezogen auf das Nettorisiko, vorgenommen. In die Analyse wurden auch Währungsderivate mit einbezogen, da sich Kursänderungen auf den Fair Value und somit auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirken. Es wurde untersucht, wie sich die Veränderung der Risikovariablen "Wechselkurse" ("Terminwechselkurse" im Falle der Devisentermingeschäfte) auf das Ergebnis auswirken würde. Hierbei wurde angenommen, dass der Bestand zum Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Eine Veränderung des EUR um 10 % (ausgehend vom Stichtagskurs bzw. vom Terminkurs zum Stichtag und unter Annahme, dass andere Variablen konstant bleiben) gegenüber den in der Tabelle genannten Fremdwährungen, welche die wesentlichsten Fremdwährungspositionen enthalten, würde sich unter Berücksichtigung der abgeschlossenen Devisentermingeschäfte auf das Ergebnis vor Steuern wie folgt auswirken:

in TEUR
Nettoposition Forderung Anstieg des
EUR
Rückgang des
EUR
und Verbindlichkeiten um 10
%
um 10
%
2023 2022 2023 2022 2023 2022
CHF -61.191 -26.271 1.515 -459 -1.852 562
CNY -23.869 -7.844 -293 -815 359 996
GBP -948 2.956 -506 -782 618 964
JPY 12.129 731 -619 392 757 -480
USD 26.860 4.565 -2.003 440 2.448 -535

Das dargestellte bilanzielle Währungsrisiko stimmt nicht mit dem wirtschaftlichen überein, das auf Grundlage des geplanten Kapitalflusses ermittelt wird.

Zinsrisiken

Zinsrisiken in der Syntegon-Gruppe resultieren im Wesentlichen aus variabel verzinsten Bankguthaben sowie seit 2022 auch aus den variabel verzinsten Gesellschafterdarlehen und in Anspruch genommenen kurzfristigen variabel verzinsten Kreditlinien. Das Zinsänderungsrisiko für die Gesellschafterdarlehen ist durch eine Zinsunter- und -obergrenze anteilig gesichert (Anhang 21). Zum Bilanzstichtag waren die Zinsrisiken, die aus den Bankguthaben resultieren, nicht gesichert.

Gemäß IFRS 7 wurde eine Sensitivitätsanalyse des Zinsrisikos für die genannten Bilanzpositionen vorgenommen, unter Berücksichtigung der Zinsunter- und -obergrenze für das Gesellschafterdarlehen. Dabei wurde untersucht, wie sich die Veränderung der Risikovariablen "Marktzins" um 100 Basispunkte (ausgehend vom Zinssatz zum Stichtag und unter Annahme, dass andere Variablen konstant bleiben) auf das Ergebnis vor Steuern auswirken würde:

2023 in TEUR 2022
variabel verzinsliche Finanzinstrumente -332.658 -412.341
in TEUR
Anstieg des Marktzinsniveaus um 100 Basispunkte Rückgang des Marktpreisniveaus um 100 Basispunkte
2023 2022 2023 2022
Ergebnis vor Steuern 757 98 -757 -98

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko beziffert das Risiko eines ökonomischen Verlustes, falls ein Transaktionspartner seiner vertraglichen Zahlungsverpflichtung nicht nachkommt.

Das maximale Kreditrisiko entspricht für jede Klasse von Finanzinstrumenten dem Buchwert der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte. Das Kreditrisiko ergibt sich grundsätzlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Darlehensforderungen sowie aus Derivaten mit positiven Marktwerten.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Wesentlichen geführt bei Banken mit Investmentgrade (entsprechend Risikoklasse 1, schlechtere Risikoklasse 2). Syntegon nimmt an, dass ihre Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Basis der externen Ratings der Banken ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden daher keine Wertminderungen ermittelt und erfasst.

Das Kreditrisiko aus Kundenforderungen wird fortlaufend erfasst und überwacht. In einer internen Anweisung sind Zuständigkeiten und Aufgaben im Rahmen der Kreditverantwortung geregelt. Dies betrifft vor allem die Festlegung der Zahlungsbedingungen, die Festlegung des Kreditlimits, die Freigabe von Lieferungen sowie die Forderungsüberwachung.

Zur Verringerung des Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Rechnungen mit den entsprechenden Gutschriften in einem einzigen Arbeitsprozess verarbeitet und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich der Forderung auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Forderung gleichzeitig mit der dazugehörigen Verbindlichkeit zu begleichen. Darüber hinaus werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise mit einem Eigentumsvorbehalt besichert.

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte (bonitätsbeeinträchtigt und nicht bonitätsbeeinträchtigt) im Geschäftsjahr dargestellt.

Für bonitätsbeeinträchtigte Vermögenswerte dienen Einzelwertberichtigungen dazu, ein konkretes, individuelles Ausfallrisiko abzubilden.

in TEUR
Forderungen aus Lieferung und Leistungen Vertragsvermögenswerte
Stand 01.01.2022 7.984 2.077
Veränderung der Wertberichtigung für bonitätsbeeinträchtige Vermögenswerte 675 -
Veränderung der Wertberichtigung für nicht bonitätsbeeinträchtigte Vermögenswerte -425 145
Währungsanpassung 1 -
Stand 31.12.2022 8.235 2.222
Veränderung der Wertberichtigung für bonitätsbeeinträchtige Vermögenswerte -2.050 -
Veränderung der Wertberichtigung für nicht bonitätsbeeinträchtigte Vermögenswerte 686 116
Umbuchung in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte -121 -
Währungsanpassung 1 3
Stand 31.12.2023 6.751 2.341

Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Forderungen sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vertragsvermögenswerte in der für die Kreditrisiko-Beurteilung relevanten Gliederung:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 193.965 213.646
besichert 3.261 4.210
nicht fällig 146.232 136.646
fällig 44.472 72.790
davon bonitätsbeeinträchtigt 8.759 16.505
davon nicht bonitätsbeeinträchtigt 35.713 56.285
Vertragsvermögenswerte 172.188 118.727
davon nicht bonitätsbeeinträchtigt 172.188 118.727

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die mögliche Unfähigkeit der Syntegon-Gruppe, bestehende oder künftige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Syntegon-Gruppe ist im Wesentlichen über Gesellschafterdarlehen finanziert. Diese haben eine Laufzeit bis Ende 2026, Ende 2028 und Mitte 2029 und sind endfällig sowie marktüblich verzinst. Die Zinsaufwendungen werden regelmäßig an die Gesellschafterin gezahlt. Syntegon kann die Gesellschafterdarlehen unter Beachtung einer Ankündigungsfrist von drei Geschäftstagen ohne zusätzlich anfallende Gebühren vorzeitig zurückzahlen. Die Gesellschafterin kann unter bestimmten Bedingungen, insbesondere falls Syntegon seinen Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehensverträgen nicht nachkommt, die Darlehen fällig stellen.

Außer über die oben erwähnten Darlehen (Anhang 21) der Gesellschafterin ist die Syntegon-Gruppe über eine zugesagte Kredit- sowie eine Garantielinie eines internationalen Bankenkonsortiums finanziert (Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag: 0 TEUR; Vj. 80.000 TEUR). Die Vereinbarung wurde auf Ebene der Gesellschafterin abgeschlossen und berechtigt die Syntegon GmbH und Syntegon Technology GmbH zur Inanspruchnahme. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit bis Mitte 2028 und zum 31. Dezember 2023 ein Volumen von 187.500 TEUR, während die Garantielinie ein Volumen von 175.000 TEUR beinhaltet. Die Verzinsung der Inanspruchnahme der Kreditlinie orientiert sich einerseits am EURIBOR, wobei ein unterer Grenzwert von 0 % gilt, und an einem Aufschlag, der in Abhängigkeit des Verschuldungsgrads maximal 3,5 % beträgt. Für die Garantielinie gelten die gleichen Rahmenbedingungen, jedoch abweichende Prozentsätze der Verzinsung. Die Finanzierung ist gebunden an einen Financial Covenant, nämlich die Einhaltung eines maximalen Verschuldungsgrades, sofern die Ausschöpfung der Kreditlinie ein vorgegebenes Maß überschritten hat. Im Berichtszeitraum und zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts hat bzw. hätte Syntegon diese Anforderung stets deutlich übertroffen. Bei Nichterreichung des vereinbarten Financial Covenants kann eine frühzeitige Rückzahlungsverpflichtung entstehen.

Weiterhin besteht eine Bankkreditlinie, die bis zu max. 90.000 TEUR (Inanspruchnahme zum 31. Dezember 2023: 60.000 TEUR, Vj. 60.000 TEUR) in Anspruch genommen werden kann. Die Laufzeit ist bis Ende 2027 bzw. Mitte 2028. Das Bankdarlehen ist durch die Einlage von überschüssigen Zahlungsmitteln der Syntegon Packaging Technology (Hangzhou) Co., Ltd., China, besichert.

Die Entwicklung von Finanzmitteln und -verbindlichkeiten werden im Rahmen des Liquiditätsmanagements fortlaufend überwacht. Es bestehen Liquiditätsreserven in Form von kurzfristig verfügbaren Finanzmitteln in Höhe von 133.991 TEUR (Vj. 149.346 TEUR).

Zur Verringerung des Liquiditätsrisikos werden Rechnungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden erhaltenen Gutschriften in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeitet. Dieses Vorgehen erfolgt nur, wenn ein Rechtsanspruch auf Saldierung besteht und beabsichtigt ist, den Ausgleich der Verbindlichkeit auf Basis des Nettobetrags vorzunehmen beziehungsweise die Verbindlichkeit gleichzeitig mit der dazugehörigen Forderung zu begleichen. Die undiskontierten Zahlungsabflüsse der originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten sind aus den folgenden Tabellen ersichtlich:

Buchwert in TEUR
2023 2024 2025 2026
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 131.220 131.220
Wechselverbindlichkeiten 252 252
Leasingverbindlichkeiten 11.793 5.127 3.191 1.703
Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen 586.044 26.997 35.965 128.061
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 74.503 10.935 3.564 3.422
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Mit Bruttoausgleich 776
Zahlungsabflüsse 40.949 856
Zahlungszuflüsse 40.292 914
in TEUR
Undiskontierte Zahlungsabflüsse
2027 2028 2029 ff.
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Wechselverbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 555 80 1.225
Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen 34.155 123.633 407.577
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 48.422 21.642
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Mit Bruttoausgleich
Zahlungsabflüsse
Zahlungszuflüsse
Buchwert 2022 2023 2024 in TEUR 2025
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 131.013 131.013
Wechselverbindlichkeiten 214 214
Leasingverbindlichkeiten 12.603 4.348 3.124 1.684
Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen 603.811 28.183 25.576 27.320
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 152.569 94.921 2.319 2.313
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Mit Bruttoausgleich 2.163
Zahlungsabflüsse 75.498 2.551
Zahlungszuflüsse 73.549 2.501
in TEUR
Undiskontierte Zahlungsabflüsse
2026 2027 2028 ff.
PASSIVA
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Wechselverbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 936 344 3.722
Verbindlichkeiten aus Gesellschafterdarlehen 119.289 26.349 542.071
Sonstige übrige finanzielle Verbindlichkeiten 2.313 47.313 15.347
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Mit Bruttoausgleich
Zahlungsabflüsse
Zahlungszuflüsse

In den undiskontierten Zahlungsabflüssen sind Zins- und Tilgungszahlungen enthalten. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind dem frühesten Zeitband zugeordnet. Die variablen Zinszahlungen wurden unter Verwendung des letzten vor dem jeweiligen Bilanzstichtag festgestellten Zinssatzes ermittelt.

32 Als Sicherheiten übertragene Vermögenswerte

Die Buchwerte der als Sicherheiten übertragenen Vermögenswerte für kurz- und langfristige Kreditaufnahmen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Floating Charge (Schwebende Belastung)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 78.737 64.314
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 70.005 67.918
Forderungen gegenüber verbundenen konsolidierten Unternehmen 361.662 390.129
Übertragene Anteile an verbundenen Unternehmen 641.626 641.626

Die als Sicherheiten übertragenen Forderungen bestehen auf Einzelgesellschaftsebene gegenüber verbundenen Unternehmen. Im vorliegenden Konzernabschluss wurden diese im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Die als Sicherheiten übertragenen Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung eliminiert.

Sicherheiten können von den Gläubigern in Anspruch genommen werden, wenn Syntegon nicht in der Lage ist, die finanziellen Verpflichtungen aus der übergeordneten langfristigen Finanzierungsvereinbarung (Senior Facility Agreement) sowie aus der Vereinbarung der in Anhang 21 beschriebenen gesicherten Bankkreditlinie zu erfüllen.

33 Angaben zu Beziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Definition nahestehende Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen gehören die Gesellschaften der CVC-Gruppe (CVC Capital Partners und ihre direkten und indirekten Tochtergesellschaften) mit Ausnahme der Gesellschaften der Syntegon-Gruppe (im folgenden CVC-Gruppe).

Geschäftsvorfälle zwischen der Syntegon Holding GmbH und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Nahestehende Unternehmen bzw. Personen sind andererseits auch die Gesellschaften, die von Syntegon beherrscht werden, jedoch aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht konsolidiert werden, sowie solche, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, das Management in Schlüsselpositionen sowie sonstige nahestehende Unternehmen und Personen. Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Im Folgenden werden die erbrachten sowie empfangenen Lieferungen und Leistungen dargestellt:

ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

2023 in TEUR 2022
Nicht konsolidierte Gesellschaften der Syntegon Gruppe 1.722 915
Nach der Equity-Methode einbezogene Gesellschaften der Syntegon-Gruppe 81 480

EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

2023 in TEUR 2022
Nicht konsolidierte Gesellschaften der Syntegon-Gruppe 22.584 21.543
Nach der Equity-Methode einbezogene Gesellschaften der Syntegon-Gruppe 2.654 10.296
Sonstige nahestehende Personen des Management in Schlüsselpositionen 4.884 4.015

Beteiligungserträge von nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 2.343 TEUR (Vj. 2.376 TEUR) stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Valicare GmbH.

Des Weiteren sind die folgenden Erträge und Aufwendungen gegenüber der CVC-Gruppe sowie gegenüber den nicht konsolidierten Einheiten der Syntegon-Gruppe in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die Aufwendungen gegenüber der CVC-Gruppe beinhalten die Zinsaufwendungen aus Gesellschafterdarlehen.

ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

2023 in TEUR 2022
Erträge - nicht konsolidierte Einheiten der Syntegon Gruppe 72 202
Aufwendungen - nicht konsolidierte Einheiten der Syntegon Gruppe 58 1.067
Aufwendungen - CVC-Gruppe 30.539 38.828

Die folgende Tabelle zeigt die Forderungen und Verbindlichkeiten, die gegenüber der CVC-Gruppe sowie gegenüber nicht konsolidierten Gesellschaften der Syntegon-Gruppe und solchen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden:

NICHT KONSOLIDIERTE UND NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE GESELLSCHAFTEN DER SYNTEGON GRUPPE

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Forderungen 4.800 4.529
davon aus Finanzierungstätigkeiten 491 1.084
davon aus erbrachten Lieferungen und Leistungen 1.765 863
davon aus Ergebnisabführungsverträgen 2.209 2.376
davon aus Sonstige 335 206
Verbindlichkeiten 4.588 6.242
davon aus Finanzierungstätigkeiten 1.677 1.537
davon aus erbrachten Lieferungen und Leistungen 2.581 3.629
davon aus Sonstige 330 1.076

CVC- GRUPPE

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Verbindlichkeiten 586.044 603.811
davon aus Finanzierungstätigkeiten 586.044 603.811

Die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen bestehen gegenüber der nicht konsolidierten Tochtergesellschaft Valicare GmbH.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 1.476 TEUR (Vj. 561 TEUR) gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen und weitere 289 TEUR (Vj. 302 TEUR) gegenüber Gesellschaften, welche nach der Equity-Methode bilanziert, werden, enthalten.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind 2.581 TEUR (Vj. 2.742 TEUR) gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen und weitere 0 TEUR (Vj. 887 TEUR) gegenüber Gesellschaften, welche nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, enthalten.

Die Forderungen aus Finanzierungstätigkeiten enthalten ein kurzfristiges Darlehen gegenüber der nicht konsolidierten Gesellschaft Syntegon Technology South Africa (Pty) Ltd. Die dazugehörigen Zinsforderungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 0 TEUR (Vj. 31 TEUR). Das Darlehen ist mit 9,9 % verzinst und lautet auf 10 Millionen ZAR.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten enthalten Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Platin2025 Acquisition S.à r.l. in Höhe von 586.044 TEUR (Vj. 603.811 TEUR). Zudem sind Verbindlichkeiten aus Cash-Pool gegenüber der Valicare GmbH in Höhe von 977 TEUR (Vj. 1.537 TEUR) enthalten sowie ein kurzfristiges Darlehen gegenüber der Valicare s.r.o. in Höhe von 700 TEUR (im Vj. Forderung in Höhe von 500 TEUR). Dieses ist mit einem Zinssatz in Höhe von 4,39 % verzinst .

Für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den nicht konsolidierten Unternehmen der Syntegon-Gruppe wurden keine Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr vorgenommen, wie im Anhang 31 Kapital- und Risikomanagement, Abschnitt Kreditrisiken, erläutert.

Für sonstige nahestehende Personen des Managements in Schlüsselpositionen wurden im Berichtsjahr keine abgegrenzten Verbindlichkeiten gebildet (Vj. 538 TEUR).

Gesamtbezüge der Personen in Schlüsselpositionen des Managements

Bei den Personen in Schlüsselpositionen des Managements handelt es sich um die Geschäftsführer der Syntegon Holding GmbH.

Die Geschäftsführung besteht aus

Torsten Türling (Vorsitzender der Geschäftsführung - Chief Executive Officer, seit 1. November 2023)

Dr. Peter Hackel (Geschäftsführer - Chief Financial Officer)

Dr. Walter Bickel (Geschäftsführer - Chief Transformation Officer)

Hans Johan Magnus Nilsson (Geschäftsführer bis 31. Mai 2023 - Service, ab 1. Juni 2023 Mitglied der Geschäftsleitung - Chief Service Officer)

Im Übrigen waren im Berichtsjahr folgende Personen Mitglieder der Geschäftsleitung

Dr. Michael Grosse (Vorsitzender der Geschäftsführung - Chief Executive Officer, bis 31. Oktober 2023)

Uwe Harbauer (Geschäftsführer - Pharma, bis 31. Mai 2023)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsleitung belaufen sich im Geschäftsjahr auf 6.310 TEUR (Vj. 3.649 TEUR) und setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 in TEUR 31.12.2022
Kurzfristig fällige Leistungen 2.367 2.977
Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses 233 672
Leistungen aus Anlass der Beendigung von Dienstverhältnissen 3.710 -
6.310 3.649

Zum 31. Dezember 2023 wurde für die Geschäftsleitung 2.656 TEUR (Vj. 2.367 TEUR) für Pensionsverpflichtungen zurückgestellt, 183 TEUR (Vj. 1.245 TEUR) für Bonusrückstellungen sowie 3.444 TEUR (Vj. 0 TEUR) für Abfindungen.

Share-based payments

CVC Capital Partners gewährt ausgewählten Mitarbeitern und dem Management in Schlüsselpositionen (zusammen: Manager) Anteile an der Platin 2025 Beteiligungs GmbH & Co. KG, und damit ein indirektes Investment an der Syntegon Holding GmbH. Die Manager haben im Rahmen dieses Beteiligungsprogramms (equity settled) Anteile an der Platin 2025 Beteiligungs GmbH & Co. KG erworben, die wiederum Stammanteile und Vorzugsanteile an der Platin2025 Luxembourg S.à r.l. sowie Teile der an diese Gesellschaft ausgegebenen Gesellschafterdarlehen hielt. Die Management Beteiligungsgesellschaft hat ein Gesamtkapital von 7.500 TEUR und hielt vor der Refinanzierung Ende 2021 / Anfang 2022 8,2 % der Stammanteile und 1,1 % der Vorzugsanteile an der Platin2025 Luxembourg S.à r.l. sowie 1,1 % der an diese Gesellschaft ausgegebenen Gesellschafterdarlehen. In 2020 haben Manager Kapitalanteile in Höhe von 6.735 TEUR zum Nominalwert erworben. Davon entfallen auf das Management in Schlüsselpositionen Kapitalanteile in Höhe von 2.650 TEUR und auf denen nahestehende Unternehmen 1.200 TEUR. In 2022 und 2023 haben Manager weitere Anteile an der Management Beteiligungsgesellschaft für einen aus dem aktuellen Equity Value abgeleiteten Kaufpreis erworben (2022: 4.275 TEUR, 2023: 2.500 TEUR). Der aktuelle Equity Value wurde auf Basis einer aus einer Peer-Group abgeleiteten Multiple Bewertung ermittelt.

Des Weiteren gewährt CVC Capital Partners ausgewählten Mitarbeitern und dem Management in Schlüsselpositionen (zusammen: Manager) Anteile an der Platin2025 MEP 2 GmbH & Co. KG, und damit ein indirektes Investment an der Syntegon Holding GmbH. Die Manager haben im Rahmen dieses Beteiligungsprogramms Anteile an der Platin2025 MEP 2 GmbH & Co. KG erworben, die wiederum Stammanteile und Vorzugsanteile an der Platin2025 Management S.à r.l hält. Die Management Beteiligungsgesellschaft hat ein Gesamtkapital von 5.000 TEUR und hält 47,6 % der Stammanteile und 7,5 % der Vorzugsanteile an der Platin2025 Management S.à r.l. (mittelbar 5,0 % an der Platin2025 Luxembourg S.à r.l.). Im Berichtsjahr haben Manager Kapitalanteile für einen aus dem aktuellen Equity Value abgeleiteten Kaufpreis in Höhe von 2.360 TEUR erworben. Davon entfallen auf das Management in Schlüsselposition Kapitalanteile in Höhe von 2.200 TEUR.

Beide Share-based payment Pläne sind als equity-settled beurteilt.

Equity Values werden auf Basis einer Multiple-Bewertung aus einer repräsentativen Peer Group abgeleitet. Wesentliche Bewertungsparameter die Allokation des Equity Values auf erworbene Eigenkapitalinstrumente ist die zu Grunde gelegte Vesting Period und die aus einer Peer Group hergeleitete Volatilität.

Im Falle eines Exits (z. B. Verkauf der Gesellschaft) werden die Manager die Anteile dem Erwerber zu denselben Konditionen wie die übrigen Investoren verkaufen. Bei einem erfolgreichen Exit werden zunächst von den Verkaufserlösen Transaktionskosten und Verbindlichkeiten abgezogen. Anschließend wird der übrig gebliebene Erlös an alle Anteilseigner ratierlich entsprechend dem Anteilsbesitz verteilt.

Sofern ein Manager vor dem Eintritt eines Exits ausscheidet, werden die Anteile von CVC Capital Partners zurückgekauft. Der Rückkaufspreis entspricht im Fall der Eigenkündigung dem geringeren aus Erwerbspreis der Beteiligung und dem Fair Value der Anteile zum Zeitpunkt des Ausscheidens.

Im Geschäftsjahr 2023 sind mehrere Manager vorzeitig ausgeschieden und entsprechend wurden die von ihnen gehaltenen Anteile zurückerworben.

34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 24. Januar 2024 hat die Syntegon-Gruppe das beschlossene Konzept zur Reorganisation und Optimierung der Aufbauorganisation der Ampack GmbH, Königsbrunn, an die Vertretung der Arbeitnehmer vorgestellt und angekündigt.

Wir beurteilen die Ankündigung als wertbegründendes Ereignis, das keine Auswirkung auf den vorliegenden Konzernabschluss 2023 hat. Die erforderlichen Maßnahmen sind für das Geschäftsjahr 2024 in der Umsetzung geplant und beinhalten unternehmensweite Anpassungen der Organisationstruktur zur Sicherstellung eines effizienten Ablaufs der Organisation und der Prozesse sowie geplante Personalmaßnahmen. Die geschätzten Restrukturierungsmaßnahmen für dieses Konzept für das Jahr 2024 werden voraussichtlich in Höhe eines einstelligen Millionbetrages die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2024 entsprechend belasten.

35 Zusätzliche Angaben gemäß § 315e HGB

Angaben zu den Mitarbeitern

Die Anzahl der Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
EMEA 3.989 3.924
Amerika 693 685
Asien Pazifik 1.053 938
5.735 5.547

Die Angaben beziehen sich auf durchschnittliche Köpfe im Berichts- und Vorjahr. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigt die Syntegon-Gruppe 6.097 (Vj. 5.585) Mitarbeiter (ohne Auszubildende).

Angaben zum Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Durchschnittliche Köpfe

2023 in TEUR 2022
Löhne und Gehälter 464.569 442.667
Kosten der sozialen Sicherheit 69.041 67.226
Kosten der Altersversorgung 16.457 17.779
Sonstige Kosten 2.233 2.112
552.300 529.784

Angaben über die Vergütung der Geschäftsführung

Die Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich im Geschäftsjahr auf 2.210 TEUR (Vj. 3.059 TEUR), die der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung auf 3.710 TEUR (Vj. 0 TEUR).

Für Verpflichtungen aus Pensionen und Entgeltumwandlungen für ehemalige Geschäftsführer sind zum 31. Dezember 2023 insgesamt 7.354 TEUR (Vj. 4.813 TEUR) zurückgestellt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für Prüfungs- und Beratungsleistungen in Deutschland betragen:

2023 in TEUR 2022
Honorare für
Abschlussprüferleistungen 683 509
Andere Bestätigungsleistungen 79 57
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 10 -
772 566

 

Waiblingen, den 15. Februar 2024

Syntegon Holding GmbH

Torsten Türling

Dr. Peter Hackel

Dr. Walter Bickel

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers.

An die Syntegon Holding GmbH, Waiblingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Syntegon Holding GmbH, Waiblingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Syntegon Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögens- schädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 15. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Matthias Mühlenfeld, Wirtschaftsprüfer

ppa. Johannes Hausmann, Wirtschaftsprüfer

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