teemfactor GmbH
Selbe AdresseInstitute für Factoring-Geschäfte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dominik Hems seit 14.5.2024 | Prokura |
Stefan Thorsten Dietger Mühr seit 28.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARZ Haan AGHaanKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN-
UND VERLUSTRECHNUNG
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| 2022 | 2021 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 34.617.711,62 | 33.644.093,44 |
| 2. Provisionserträge | 38.152.936,31 | 34.045.026,54 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 2.441.260,73 | 614.256,13 |
| 4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | 616.850,04 | 209.959,72 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -391.879,51 | -405.269,33 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.173.114,01 | -1.122.977,26 |
| -1.564.993,52 | -1.528.246,59 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -37.239.414,13 | -34.427.897,84 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -6.924.493,00 | -6.218.769,40 |
| - davon für Altersvorsorgung: EUR 77.131,73 (Vorjahr: EUR 50.650,34) | ||
| -44.163.907,13 | -40.646.667,24 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | -4.736.379,14 | -4.252.791,83 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -19.226.392,25 | -16.848.693,28 |
| 9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen | -4.857.889,73 | -838.545,73 |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 123.807,34 | 123.357,34 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 8.743.704,62 | 8.625.514,25 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | -30.000,00 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.083.941,72 | -2.629.868,71 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.720.219,64 | -3.503.104,65 |
| - davon Ertrag aus latenten Steuern: EUR 63.388,36 (Vorjahr: EUR 91.569,65) | ||
| 15. Ergebnis nach Steuern | 4.342.547,53 | 6.984.289,39 |
| 16. Sonstige Steuern | -38.443,74 | -47.944,18 |
| 17. Konzernjahresüberschuss | 4.304.103,79 | 6.936.345,21 |
| 18. Gewinnvortrag | 51.551.482,73 | 46.187.414,00 |
| 19. Ausschüttung | -2.512.690,40 | -1.262.566,80 |
| 20. Verrechnung Rücklage eigene Anteile | -265.511,78 | -309.709,68 |
| 21. Konzernbilanzgewinn | 53.077.384,34 | 51.551.482,73 |
Der Konzernabschluss der ARZ Haan AG, die ihren Sitz in Haan, Landstraße 39 - 41 hat und im Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter HRB 12670 eingetragen ist, und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2022 wurde entsprechend den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) aufgestellt. Ergänzend wurden wegen der Einbeziehung von drei Finanzdienstleistungsinstituten i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG Erweiterungen des gesetzlichen HGB-Gliederungsschemas und Zusatzangaben nach den einschlägigen Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG) berücksichtigt. Bei den Erläuterungen standen die Grundsätze der Klarheit, Übersichtlichkeit und Wesentlichkeit im Vordergrund.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Muttergesellschaft ARZ Haan AG geltenden Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Da die RZH Rechenzentrum für Heilberufe GmbH (RZH), die AZH-Abrechnungszentrale für Hebammen GmbH (AZH) Abrechnungsdienstleistungen sowie die in 2022 zum Konzernkreis hinzugekommene teemfactor GmbH (TF) im Wege des Factorings erbringen, wurden die Jahresabschlüsse dieser Gesellschaften im Rahmen der Konzernabschlusserstellung durch mit den für sie geltenden Regeln für Finanzdienstleistungsinstitute i.S.d. § 1 Abs. 1a KWG, den besonderen Regelungen des § 340a Abs. 1 HGB und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) bzw. HB-II-Anpassungen in den Konzernabschluss einbezogen.
Wegen der gemischten Konzernstruktur, bei der weder das Finanzdienstleistungsgeschäft noch das übrige Geschäft eindeutig dominieren, wurde entschieden, die HGB-Struktur des Konzernabschlusses im Grundsatz beizubehalten; eine Überleitung der KWG-Abschlüsse (HB II) wurde erstellt. Gleichzeitig wird aber mit der Erweiterung des Gliederungsschemas der Gewinn- und Verlustrechnung um bedeutsame Sonderposten des Kreditgeschäftes (Provisionserträge, Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft, Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft) sowie erweiterten Anhangangaben den besonderen Informationsbedürfnissen aufgrund der Einbeziehung von Finanzdienstleistungsunternehmen Rechnung getragen.
Die Vorschrift zur Stetigkeit bei der Ausübung von Ansatz- und Bewertungsmethoden und bei der Inanspruchnahme von Ausweiswahlrechten wurde beachtet.
Wegen der im Rahmen der folgenden Erläuterungen verwendeten Firmenkurzbezeichnungen verweisen wir auf die tabellarische Aufstellung des Konsolidierungskreises im nachfolgenden Abschnitt.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der ARZ Haan AG als Muttergesellschaft die folgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen:
| Name und Sitz | Höhe des Anteils am Kapital | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis 2022 |
| % | TEUR | TEUR | |
| ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan (DLH) | 100 | 11.000 | 0 *) |
| ARZ Apotheken Holding GmbH, Haan (APOH) | 100 | 6.722 | 0 *) |
| ARZ Sonstige Leistungserbringer Holding GmbH, Haan (SLBH) | 100 | 22.778 | 0 *) |
| ARZ Service GmbH, Haan (ARS) | 100 | 9.356 | 0 *) |
| RZH Rechenzentrum für Heilberufe GmbH, Wesel (RZH) | 100 | 7.129 | 0 *) |
| AZH-Abrechnungszentrale für Hebammen GmbH, Lauingen (AZH) | 100 | 57 | 0 *) |
| ARZ.dent GmbH, Hamburg (DENT) | 100 | 10.019 | 0 *) |
| DM EDV- und Bürosysteme GmbH (DM) | 100 | 1.754 | 0 *) |
| arz.digital GmbH, Düsseldorf (DIG) | 100 | 25 | 0 *) |
| ARZ.med GmbH, Haan (MED) | 100 | 25 | 0 *) |
| ARZ Consulting GmbH, Haan (ARC) | 100 | 25 | 0 *) |
| teemfactor GmbH, Tutzing (TF) | 100 | 228 | -628 |
Damit sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 zwölf inländische Gesellschaften erfasst. Die ARZ concept GmbH, Haan, wird auf Grundlage des § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss mit einbezogen und daher zu Anschaffungskosten im Konzernabschluss abgebildet.
Alle Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt.
Die DIGAPO-Digitale Dienstleistungen für Apotheken vor Ort GmbH, Berlin, Anteil 33,3 %, ist gemäß § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist (letzte verfügbare Finanzkennzahlen: Eigenkapital 2020: TEUR 77, Ergebnis 2020: TEUR -113). Die Gesellschaft ruht.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2022 wurden die Geschäftsanteile an der Teamfaktor GmbH, Tutzing, erworben und die Gesellschaft in "teemfactor GmbH" umbenannt und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Durch den erstmaligen Einbezug dieser Gesellschaft sind die Vorjahresbeträge nicht vollständig mit den Zahlen des Berichtszeitraumes vergleichbar. Wesentliche Positionen, welche die teemfactor GmbH zum Konzernabschluss 2022 beiträgt, sind im Folgenden erläutert.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung für Erwerbsvorgänge bis 31. Dezember 2009) erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 HGB a. F. vor BilMoG im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Die aus der Kapitalkonsolidierung entstehenden aktiven Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 301 HGB a. F. vor BilMoG dem Geschäfts- oder Firmenwert oder anderen immateriellen Vermögensgegenständen zugewiesen. Passive Unterschiedsbeträge wurden in den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung eingestellt.
Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab 1. Januar 2010 wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB n. F. nach BilMoG) durchgeführt, wonach eine Verrechnung des Eigenkapitals des Tochterunternehmens mit dem Anteilswert an dem einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitwert der aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt. Ein nach Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert oder ggf. als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen.
Die Schuldverhältnisse innerhalb des Konzerns sowie die sich entsprechenden Aufwendungen und Erträge aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wurden aufgerechnet.
Latente Steuern wurden im Konzernabschluss entsprechend den §§ 274 i.v.m 298 HGB und 306 HGB berücksichtigt.
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Immaterielle Vermögensgegenstände (inklusive selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände) und Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlicher Minderung der technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen auf Software sowie Geschäfts- oder Firmenwerte. Software wird planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Sowohl der die DM (ab 1. Januar 2019) als auch TF (ab 1. Januar 2022) betreffende Geschäfts- oder Firmenwert werden über zehn Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde in Anlehnung an §309 Abs, 1 HGB i.V.m. §253 Abs.3 S.4 HGB, wider besserer Schätzung gewählt. Beide stammen aus der Neubewertung im Zuge der Erstkonsolidierung.
Von der Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG wird Gebrauch gemacht.
Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips des § 253 Abs. 3 HGB bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung werden Finanzanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für schwergängige, überalterte und beschädigte Waren werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Längerfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Barwert angesetzt.
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte nach den Vorgaben von DRS 18 (ohne Überleitungsrechnung). Latente Steuern auf Verlustvorträge sowie aus Einzelabschlüssen (Abweichungen Handelsbilanz/ Steuerbilanz) sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (entspricht 30,0 %) angesetzt.
Die eigenen Aktien werden mit dem Nennbetrag bzw. dem rechnerischen Wert offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag bzw. rechnerischem Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Aktien wird mit den anderen Gewinnrücklagen bis zu deren Aufbrauchen verrechnet, der überschießende Betrag wird mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Sofern der Erlös aus der Veräußerung eigener Aktien die durchschnittlichen Anschaffungskosten dieser Aktien übersteigt, wird der Mehrbetrag der Kapitalrücklage zugeführt.
Die Pensionsrückstellungen werden auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten (Teilwertmethode) angesetzt. Die Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck, einem Rententrend von 2,0 % sowie einem Rechnungszinsfuß von 1,78 %. Da die Rückstellungen ausschließlich für Rentner bestehen, wird bei der Bewertung der Rückstellungen kein Lohn- und Gehaltstrend angesetzt. Für die Bewertung ist nicht mehr auf den durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre abzustellen, sondern es ist ein Durchschnittszinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre zugrunde zu legen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 42.
Die Jubiläumsrückstellungen sind ebenfalls auf Basis versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet.
Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Das Abzinsungswahlrecht für Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurde nicht ausgeübt.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.
Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten werden mit den valutierenden Nennwerten zum Bilanzstichtag ausgewiesen.
1. Anlagevermögen
Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. In diesem Jahr wurden TEUR 530 in die geleisteten Anzahlungen umgegliedert, da die Inbetriebnahme immaterieller Anlagegüter weder in 2021 noch in 2022 stattgefunden hat. Im Vorjahr wurde dieser Betrag in der Position "Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten" ausgewiesen.
Auf die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwerte) wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 958 vorgenommen. Diese entfallen auf den Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung DM (TEUR 750, Buchwert zum 31. Dezember 2022 TEUR 4.503) sowie TF (TEUR 208, Buchwert zum 31. Dezember 2022 TEUR 1.873).
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Wie im Vorjahr bestehen keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Von den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen hat ein Betrag von TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 102) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die Forderungen aus dem Abrechnungsgeschäft von TEUR 250.114 (davon teemfactor GmbH: TEUR 4.134) betreffen im Wesentlichen Vorschussforderungen, die durch noch offene im Rahmen des unechten Factorings übernommenen Kassen- und Privatabrechnungen dieser Kunden unterlegt sind und haben eine Restlaufzeit bis 3 Monate.
3. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Der Finanzmittelfonds in der Kapitalflussrechnung ist als "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" definiert.
4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 861 beinhaltet insbesondere Positionen für Wartung von Software und der Scanneranlagen.
5. Aktive und passive latente Steuern
Der Bestand an aktiven sowie passiven latenten Steuern setzt sich hinsichtlich der Herkunft der Differenzen wie folgt zusammen:
| Steuersätze | Anfang 2022 | Veränderung 2022 | Ende 2022 | |
| in % | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Aus Einzelabschlüssen: | ||||
| Selbsterstellte Software | 30,0 | -137 | 39 | -98 |
| Rückstellungen | 30,0 | 159 | 7 | 166 |
| Pauschalwertberichtigung | 30,0 | 134 | 18 | 152 |
| 156 | 64 | 220 |
Die sich nach Verrechnung ergebende Steuerentlastung gemäß §274 Abs. 1 HGB wird bilanziell als aktive latente Steuer ausgewiesen.
6. Eigenkapital
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.
Das Grundkapital beträgt TEUR 3.258 und ist eingeteilt in 1.184.614 Stückaktien. Diese wiederum sind aufgeteilt in 906.667 Stammaktien und 277.947 stimmrechtslose Vorzugsaktien. Bei allen Aktien handelt es sich um vinkulierte Namensaktien. Das gezeichnete Kapital wurde um den rechnerischen Wert der eigenen Anteile zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 121 (44.079 Stück à EUR 2,75) (Veränderung in 2022: TEUR -10) gemindert. Der aus den im Geschäftsjahr durchgeführten Transaktionen mit eigenen Aktien resultierende Unterschiedsbetrag wurde mit TEUR 1 der Kapitalrücklage zugeführt und mit TEUR 265 bei den Gewinnrücklagen bzw. beim Gewinnvortrag in Abzug gebracht.
Bei einer Kapitalerhöhung kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 Satz 3 AktG geregelt werden.
Die Gesellschaft ist bis zum 21. Juni 2026 ermächtigt, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben und wieder zu veräußern, wobei dies nicht zum Zwecke des Handels mit eigenen Aktien erfolgen darf.
Eine Einzelaufstellung der Aktienan- und -verkäufe nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG enthält die beigefügte Anlage 2 zum Anhang.
Im Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 53.077 ist ein Gewinnvortrag von TEUR 48.773 enthalten.
7. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen von TEUR 1.391 entfallen mit TEUR 1.133 auf Ertragssteuern für das Jahr 2021 sowie mit TEUR 258 auf das Jahr 2022.
8. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 3.682 (Vorjahr: TEUR 3.770) betreffen überwiegend den Personalbereich. Sie wurden für Abfindungen, Urlaubs-, Überstunden-, Gleitzeitguthaben, Sonderzahlungen und Gehaltszahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter gebildet. Daneben sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschluss- und Beratungskosten sowie ausstehende Rechnungen ausgewiesen.
9. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Rahmen eines Schuldscheindarlehens von TEUR 130.000 innerhalb von 1 bis 5 Jahren fällig. Alle weiteren Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die teemfactor GmbH ist mit Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit TEUR 3.494 einbezogen.
Die Gesellschaften der ARZ-Gruppe haften im Rahmen eines Haftungsverbundes für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Diese sind über eine Globalzession der Forderungen und Kontenverpfändungen besichert. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird aufgrund der aktuellen Planung als gering eingeschätzt.
10. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 173 betrifft den Bereich Praxissoftware für Zahnärzte.
11. Treuhandvermögen/Treuhandverbindlichkeiten
Die dem Treuhandvermögen in gleicher Höhe gegenübergestellten Treuhandverbindlichkeiten resultieren aus der Abrechnung von Rezepten und Leistungsnachweisen von Leistungserbringern im Gesundheitswesen gegenüber allen Kostenträgern (Krankenkassen, etc.) einschließlich der im Rahmen der Inkassotätigkeit für die Apotheker einbehaltenen Herstellerrabatte.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Erträge der RZH, AZH und TF werden aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit aufgeteilt in Provisionserträge (TEUR 38.153; Vorjahr: TEUR 34.045) und Zinserträge (TEUR 8.664; Vorjahr: TEUR 8.589). Aus dem gleichen Grund wurde das Gliederungsschema um die Posten "Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft" und "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft" erweitert.
1. Umsatzerlöse
Die Umsätze in den verschiedenen Geschäftsfeldern (Sparten) stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
| 2022 | 2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| Abrechnungsdienstleistungen (ohne Kreditgeschäft) | 23.142 | 23.369 |
| Übrige Erlöse | 11.475 | 10.275 |
| 34.617 | 33.644 |
Die Umsätze werden ausschließlich im Inland erzielt.
2. Provisionserträge
Die Provisionserträge betreffen ausschließlich Abrechnungsdienstleistungen der RZH, AZH sowie TF und werden ausschließlich im Inland erzielt.
3. Periodenfremde Aufwendungen/Erträge
Es bestehen Erträge im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen/Eingänge auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von TEUR 617 (Vorjahr: TEUR 210). Demgegenüber werden Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 4.858 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 839). Periodenfremde Aufwendungen von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen Verbindlichkeiten einer neuen Konzerngesellschaft, die im Vorjahr nicht passiviert wurden.
4. Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinserträge aus dem Kreditgeschäft beinhalten Finanzierungszinsen von TEUR 8.664 (davon teemfactor GmbH: TEUR 182; Vorjahr: TEUR 8.589), die in den Honoraren der RZH, AZH und TF inkludiert sind.
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Ab-/Aufzinsung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 15).
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Das Ergebnis wird mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 2.720 (Vorjahr: TEUR 3.503) belastet. Die Ertragsteuern beinhalten einen latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 92).
V. Sonstige Angaben
1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die ARZ-Gruppe haftet im Rahmen eines Haftungsverbundes für Verbindlichkeiten aus dessen Finanzierung. Zum Bilanzstichtag beträgt die Gesamthaftungssumme TEUR 168.427. Die Gesellschaften der ARZ-Gruppe haben im Rahmen einer Globalzession und durch Kontenverpfändungen Sicherheiten gewährt. Unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung der betreffenden Gesellschaften erscheint eine Haftungsinanspruchnahme unwahrscheinlich.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Miet- bzw. Leasingverträgen sowie einer Kapitalzusage für eine Beteiligung (TEUR 60). Sie setzen sich nach Fristigkeiten wie folgt zusammen:
| TEUR | |
| fällig innerhalb eines Jahres | 2.298 |
| fällig innerhalb von eins bis fünf Jahren | 4.185 |
| fällig nach mehr als fünf Jahren | 3.224 |
| 9.707 |
2. Arbeitnehmerzahl
Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt 919 Mitarbeiter (Vorjahr: 849), davon 253 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 244) sowie 39 Aushilfen (Vorjahr: 29). Zum Bilanzstichtag waren 941 Mitarbeiter (Vorjahr: 871) im Konzern tätig, davon 255 Teilzeitkräfte (Vorjahr 251) sowie 43 Aushilfen (Vorjahr 33).
3. Abschlussprüferhonorar
Das Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB für das Geschäftsjahr 2022 beträgt TEUR 238 für die Abschlussprüfung sowie TEUR 50 für sonstigen Leistungen.
4. Befreiungswahlrechte nach § 264 Abs. 3 HGB
In Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB verzichten die nachfolgenden Gesellschaften auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse:
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ARZ Apotheken Holding GmbH, Haan |
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ARZ Sonstige Leistungserbringer Holding GmbH, Haan |
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ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan |
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ARZ Service GmbH, Haan |
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ARZ.dent GmbH, Hamburg |
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DM EDV- und Bürosysteme GmbH, Garrel |
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arz.digital GmbH, Düsseldorf |
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ARZ.med GmbH, Haan |
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ARZ Consulting GmbH, Haan |
In Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB verzichten die nachfolgenden Gesellschaften auf die Erstellung eines Anhangs ihrer Jahresabschlüsse:
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ARZ Apotheken Holding GmbH, Haan |
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ARZ Sonstige Leistungserbringer Holding GmbH, Haan |
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ARZ Dienstleistungsholding GmbH, Haan |
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ARZ.dent GmbH, Hamburg |
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DM EDV- und Bürosysteme GmbH, Garrel |
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arz.digital GmbH, Düsseldorf |
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ARZ.med GmbH, Haan |
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ARZ Consulting GmbH, Haan |
5. Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Steffen Kalkbrenner (bis 31. Juli 2022)
Bereichsleiter Finanzen, Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf
Dr. Klaus Poggemann
Bereichsleiter Recht, Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf
Thomas Preis (Vorsitzender)
Apotheker, Alpha Apotheke OHG, Köln
Christoph Schmölzing
Sprecher der Geschäftsführung, Apothekerverband Nordrhein e.V., Düsseldorf
Daniel Zehnich (ab 01. August 2022) (stellvertretender Vorsitzender)
Bereichsleiter Gesundheitsmarkt und Beteiligungen,
Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG, Düsseldorf
Die Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder beliefen sich auf insgesamt TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 95).
Vorstand
Dr. Philipp Siebelt, Vorstandssprecher
Tammo Arndt, Vorstand (bis 31. Dezember 2022)
Sebastian Dehißelles, Vorstand (ab 01. März 2023)
Von der Anwendung der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB wurde bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands Gebrauch gemacht.
Ebenfalls wurde von der Anwendung der Schutzklausel des § 314 Abs. 3 HGB für die Angabe der Gesamtbezüge im Berichtsjahr eines ehemaligen Geschäftsführers und eines ehemaligen Vorstands sowie der Angabe des Betrages der für den ehemaligen Geschäftsführer und den ehemaligen Vorstand gebildeten Pensionsrückstellungen Gebrauch gemacht.
6. Nachtragsbericht
Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 hat die ARZ Haan Unternehmensgruppe eine weitere Gesellschaft akquiriert. Zum 1. April hat die ARZ Consulting GmbH, Haan, die nach Insolvenzplan vorgesehene Stammeinlage von TEUR 500 an die akquirierte Gesellschaft geleistet. Weitere finanzielle Auswirkungen aus dem Akquisevorgang sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht hinreichend quantifizierbar.
Vorstand und Aufsichtsrat beabsichtigen der Hauptversammlung vorzuschlagen, den zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn der ARZ Haan AG in Höhe von € 57.241.792,60 zur Ausschüttung einer Dividende von € 2,00 je Stückaktie (dies entspricht € 2.369.228,00) zu verwenden. Der Teilbetrag davon, der auf eigene Aktien entfällt, wird auf neue Rechnung vorgetragen, da diese Aktien nicht dividendenberechtigt sind. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
8. Konzernzugehörigkeit
Die ARZ-Gruppe wird als Teilkonzern bei der NORWIMA Nordrheinische Gesellschaft für Wirtschaft und Marketing in Apotheken mbH (größter Kreis) in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.
Haan, den 19. April 2023
Dr. Philipp Siebelt, Vorstandssprecher
Sebastian Dehißelles, Vorstand
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Konzernkreisveränderungen | 31.12.2022 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 650.060,00 | - | - | - | - | 650.060,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 20.034.482,20 | 2.250.133,31 | 12.314,33 | -529.925,15 | 145.958,00 | 21.888.334,03 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.385.283,53 | 2.080.727,43 | - | - | - | 15.466.010,96 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | - | 42.365,00 | - | 529.925,15 | - | 572.290,15 |
| 34.069.825,73 | 4.373.225,74 | 12.314,33 | - | 145.958,00 | 38.576.695,14 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstückgsgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 10.286.460,77 | 116.643,57 | 3.795.980,63 | - | 1.595,00 | 6.608.718,71 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 10.220.054,26 | 864.031,09 | 2.753.203,82 | - | 33.819,00 | 8.364.700,53 |
| 20.506.515,03 | 980.674,66 | 6.549.184,45 | - | 35.414,00 | 14.973.419,24 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | - | 25.000,00 | - | - | - | 25.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 402.400,00 | 60.000,00 | - | - | - | 462.400,00 |
| 3. Genossenschaftsanteile | 9.000,00 | - | - | - | 500,00 | 9.500,00 |
| 411.400,00 | 85.000,00 | - | - | 500,00 | 496.900,00 | |
| 54.987.740,76 | 5.438.900,40 | 6.561.498,78 | - | 181.872,00 | 54.047.014,38 | |
| Abschreibungen | ||||
| 01.01.2022 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2022 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 195.017,94 | 130.012,01 | - | 325.029,95 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.026.740,76 | 2.585.546,79 | 12.314,33 | 9.599.973,22 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 8.132.221,77 | 958.510,13 | - | 9.090.731,90 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | - | - | - | - |
| 15.353.980,47 | 3.674.068,93 | 12.314,33 | 19.015.735,07 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstückgsgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.873.208,09 | 256.112,52 | 2.984.764,44 | 2.144.556,17 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.403.708,03 | 806.197,69 | 2.752.326,95 | 6.457.578,77 |
| 13.276.916,12 | 1.062.310,21 | 5.737.091,39 | 8.602.134,94 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | - | - |
| 2. Beteiligungen | 155.000,00 | - | - | 155.000,00 |
| 3. Genossenschaftsanteile | - | - | - | - |
| 155.000,00 | - | - | 155.000,00 | |
| 28.785.896,59 | 4.736.379,14 | 5.749.405,72 | 27.772.870,01 | |
| Restbuchwerte | ||
| 31.12.2022 | 31.12.2021 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 325.030,05 | 455.042,06 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 12.288.360,81 | 13.007.741,44 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 6.375.279,06 | 5.253.061,76 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 572.290,15 | - |
| 19.560.960,07 | 18.715.845,26 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstückgsgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.464.162,54 | 5.413.252,68 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.907.121,76 | 1.816.346,23 |
| 6.371.284,30 | 7.229.598,91 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.000,00 | - |
| 2. Beteiligungen | 307.400,00 | 247.400,00 |
| 3. Genossenschaftsanteile | 9.500,00 | 9.000,00 |
| 341.900,00 | 256.400,00 | |
| 26.274.144,37 | 26.201.844,17 | |
Einzelaufstellung der Aktienan- und -verkäufe nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
Ankauf
| Zeitraum | Anzahl | anteiliger Wert am GK | Anschaffungskosten | ||
| EUR | % | EUR/Stück | EUR Gesamt | ||
| Januar | 504 | 1.386,00 | 0,030 | 68,54 | 34.544,16 |
| Mai | 1.672 | 4.598,00 | 0,100 | 68,54 | 114.598,88 |
| Juli | 50 | 137,50 | 0,003 | 79,07 | 3.953,50 |
| August | 400 | 1.100,00 | 0,024 | 79,07 | 31.628,00 |
| Oktober | 960 | 2.640,00 | 0,057 | 79,07 | 75.907,20 |
| Dezember | 200 | 550,00 | 0,012 | 79,07 | 15.814,00 |
| Summe | 3.786 | 10.411,50 | 0,226 | 276.445,74 | |
Verkauf
| Zeitraum | Anzahl | anteiliger Wert am GK | Veräußerungserlös | ||
| EUR | % | EUR/Stück | EUR Gesamt | ||
| Juli | 13 | 35,75 | 0,001 | 79,07 | 1.027,91 |
| Summe | 13 | 35,75 | 0,001 | 1.027,91 | |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
| 2022 | 2021 | |
| TEUR | TEUR | |
| 1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten | 4.304 | 6.936 |
| + planmäßige Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 4.736 | 4.253 |
| + Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen | 4.858 | 839 |
| + außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen | 0 | 30 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -105 | 165 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 24 | 18 |
| +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -1.692 | -605 |
| +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Abrechnungsgeschäft | -36.930 | -27.767 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 228 | 735 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Abrechnungsgeschäft | 955 | -7.114 |
| +/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -1.188 | -67 |
| + Zinsaufwendungen | 3.084 | 2.630 |
| - Zinserträge, welche nicht dem Abrechnungsgeschäft zuzurechnen sind | -79 | -37 |
| - Sonstige Beteiligungserträge | -124 | -123 |
| +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag | 2.720 | 3.503 |
| +/- Ertragsteuerzahlungen | -2.488 | -2.512 |
| = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -21.697 | -19.116 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -2.963 | -1.408 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2.000 | 4 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -981 | -595 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -85 | -180 |
| - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis | -1.304 | 0 |
| + Erhaltene Zinsen, welche nicht dem Abrechnungsgeschäft zuzurechnen sind. | 79 | 37 |
| + Erhaltene Dividenden | 124 | 123 |
| = Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3.130 | -2.019 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| + Einzahlung aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 0 | 130.000 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten | 30.983 | -113.416 |
| - Gezahlte Zinsen | -3.072 | -2.615 |
| - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | -2.513 | -1.263 |
| + Einzahlungen für die Veräußerung eigener Anteile | 1 | 0 |
| - Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile | -276 | -323 |
| = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 25.123 | 12.383 |
| 4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) | 296 | -8.752 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -264 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 134 | 8.886 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 166 | 134 |
| 5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds | ||
| Liquide Mittel | 166 | 134 |
| Gezeichnetes Kapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | ||||
| Stammaktien | Vorzugsaktien | Stammaktien | Vorzugsaktien | Summe | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2021 | 2.493 | 764 | 0 | -98 | 3.159 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | -13 | -13 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2021 | 2.493 | 764 | 0 | -111 | 3.146 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | -10 | -10 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2022 | 2.493 | 764 | 0 | -121 | 3.136 |
| Konzernrücklagen | |||||
| Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | ||||
| nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB | nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Summe | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2021 | 2.610 | 0 | 102 | 0 | 2.712 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2021 | 2.610 | 0 | 102 | 0 | 2.712 |
| Erwerb eigener Anteile | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2022 | 2.611 | 0 | 102 | 0 | 2.713 |
| Konzernbilanzgewinn | Konzerneigenkapital | |
| Summe | Summe | |
| TEUR | TEUR | |
| Stand 01.01.2021 | 46.189 | 52.060 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | -13 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklage | -310 | -310 |
| Ausschüttung | -1.263 | -1.263 |
| Konzernjahresüberschuss | 6.936 | 6.936 |
| Stand 31.12.2021 | 51.552 | 57.410 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | -9 |
| Einstellung in / Entnahme aus Rücklage | -265 | -265 |
| Ausschüttung | -2.513 | -2.513 |
| Konzernjahresüberschuss | 4.304 | 4.304 |
| Stand 31.12.2022 | 53.078 | 58.927 |
Vorbemerkung
In dem vorliegenden Lagebericht wird grundsätzlich die Einschätzung des Vorstands der Gesellschaft wiedergegeben. Sofern Einschätzungen und Meinungen auf externen Informationen basieren, werden diese explizit mit Quellenangaben gekennzeichnet.
1. Grundlagen des Konzerns
1.1 Geschäftsmodell
Aktuell beschäftigt die ARZ Haan AG Unternehmensgruppe bundesweit inklusive freier Mitarbeiter und Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen über 1.000 Mitarbeiter und gliedert sich in die Sparten Rezeptabrechnung für Apotheken, Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer sowie Dienstleistungen. Hierbei operieren die Konzerngesellschaften als Dienstleistungsunternehmen zwischen den jeweiligen Berufsgruppen und den Krankenkassen.
Insgesamt sind die Unternehmen der ARZ Haan AG Unternehmensgruppe damit als "systemrelevant" einzustufen, weil hierdurch ein wesentlicher Beitrag zur Liquiditätsversorgung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen geleistet wird. Mittelbar werden über 30 Millionen Patienten durch Dienstleistungen der Unternehmensgruppe tangiert.
Die ARZ Haan AG selbst erbringt als operativ tätige Holding sämtliche administrativen Dienstleistungsfunktionen für alle zum Konzernverbund gehörigen Konzerngesellschaften. Diese werden kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt, um den konzernweiten einheitlichen Standard aufrechterhalten zu können.
Das zentrale Betätigungsfeld der ARZ Service GmbH mit Sitz in Haan ist die Abrechnung von Rezepten gegenüber gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern im Auftrag von Apotheken. In diesem Kontext werden auch ergänzende Produkte und Dienstleistungen, wie beispielsweise flexible Zahlungstermine, angeboten.
Innerhalb der Unternehmenssparte der Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer bearbeiten drei operative Gesellschaften den Markt. Neben der DM EDV- und Bürosysteme GmbH mit Sitz in Garrel, die Softwarelösungen für stationäre und ambulante Pflegedienstleister am Markt anbietet, erbringen zwei weitere auf die Abrechnung von Belegen und Verordnungen spezialisierte Gesellschaften in dieser Unternehmenssparte erlaubnispflichtige Factoringdienstleistungen. Diese Gesellschaften unterliegen nach § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG der Aufsicht durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und der Bundesbank.
Die RZH Rechenzentrum für Heilberufe GmbH operiert vertrieblich bundesweit und verarbeitet die Belege an den Standorten Wesel, Oldenburg und Hannover. Das zentrale Betätigungsfeld ist dabei die Abrechnung von Belegen gegenüber gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern im Auftrag von Berufsgruppen, die den Sonstigen Leistungserbringern zuzuordnen sind. Grundsätzlich gliedert sich das Geschäftsmodell in vier Geschäftsfelder. Dazu gehört das Angebot von Abrechnungsdienstleistungen in den Geschäftsfeldern Pflege, Hilfsmittel, Heilmittel und Transport. Zu den fokussierten Kernkompetenzen zählen hierbei insbesondere die Geschäftsfelder Pflege und Heilmittel.
Die AZH-Abrechnungszentrale für Hebammen GmbH bietet bundesweit Dienstleistungen über den Standort Lauingen an. Das ausschließliche Betätigungsfeld ist dabei die Abrechnung von Belegen gegenüber gesetzlichen Krankenkassen und sonstigen Kostenträgern im Auftrag von Hebammen, die den Sonstigen Leistungserbringern zuzuordnen sind. Derzeit erbringt die AZH umfassende Abrechnungsdienstleistungen für rund 4.500 bundesweit tätige Hebammen.
Die Dienstleistungssparte der Unternehmensgruppe umfasst insbesondere IT-Dienstleistungen. Als zentrale Ideen- und Innovationsschmiede operiert hierbei die arz.digital GmbH, mit Sitz in Düsseldorf, im Hinblick auf IT-basierte Neuprodukte. Daneben agieren die ARZ.dent GmbH, mit Sitz in Hamburg, im Dentalmarkt und bietet Zahnarztpraxen eine innovative, cloudbasierte Praxissoftwarelösung ("teemer") an sowie die ARZ.med GmbH, mit Sitz in Haan, die sich auf die Erstellung von polypharmazeutischen Gutachten fokussiert.
Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 wurde die TeamFaktor GmbH, Tutzing, akquiriert, im Anschluss erfolgte die Umfirmierung in teemfactor GmbH. Diese Gesellschaft bietet Factoringlösungen im Dentalmarkt an und verfügt neben einer langjährigen Marktkompetenz über einen hohen Automatisierungsgrad. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Marktangebot für Pflegehilfsmittel in der ARZ Consulting GmbH, Haan, aufgebaut.
1.2 Ziele und Strategien
Im Jahr 2022 wurde die verabschiedete Strategie konsequent umgesetzt und in Teilen weiter geschärft. Neben der erfolgreichen Fortführung einer stärkeren Diversifikation vom reinen Abrechnungsmarkt hin zu digitalen Produkten, konnte auch über organisches Wachstum in den Abrechnungsgesellschaften eine Stärkung der Basis erzielt werden.
Die zwei weiteren Dimensionen der Strategie bilden einerseits die Entwicklung neuer Produkte und Services für die bereits bedienten Kundengruppen zur Verbreiterung der konzernweiten Wertschöpfungstiefe sowie die grundsätzliche Erschließung neuer Kundengruppen im Gesundheitswesen. Exemplarisch sticht hier der für die Unternehmensgruppe junge Dentalmarkt heraus, der über die Akquisition der teemfactor GmbH weiter gestärkt wurde.
Mit diesen Einzelbausteinen begegnet die Unternehmensgruppe den Herausforderungen der Marktveränderungen und auch der gesamtgesellschaftlichen Digitalisierungsprozesse. Die ARZ Haan AG evaluiert und steuert hierbei alle übergreifenden strategischen Konzernprojekte. Im Rahmen von kontinuierlichen Abstimmungen auf Ebene des Aufsichtsrates sowie auch auf Vorstandsebene werden die Elemente der Strategie regelmäßig überprüft und bestätigt.
1.3 Steuerungssystem
Die effiziente Steuerung der Unternehmensgruppe wird durch den Vorstand der ARZ Haan AG mit der Unterstützung der administrativen Funktionen in der zentralen Dienstleistungsholding gewährleistet. Sämtliche Daten und Entwicklungen aus den Einzelgesellschaften werden in der ARZ Haan AG aggregiert, aufbereitet und bewertet. Hieraus werden in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der ARZ Haan AG, den Zentralfunktionen und den lokalen Geschäftsführungen die Maßnahmen zur Unternehmenssteuerung definiert.
3. Wirtschaftsbericht
3.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Eine Reihe von Entwicklungen des Geschäftsjahres 2022 stehen weiterhin unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Hierbei sind die jeweiligen Berufsgruppen in den Einzelgesellschaften sehr unterschiedlich betroffen. Einzelne Kundengruppen wie beispielsweise Apotheken konnten ihr Dienstleistungsangebot weiterhin durch Testangebote erweitern, während in anderen Geschäftsfeldern (insbesondere Sanitätshäuser und Therapeuten) eine reguläre Ausübung des laufenden Betriebs, unter anderem durch Quarantäneregelungen, nicht ununterbrochen sicherzustellen war. Insgesamt kann man jedoch für die Unternehmensgruppe festhalten, dass die Marktauswirkungen der Corona- Pandemie einen eher neutralen Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten hat.
Der im Februar 2022 gestartete Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat signifikante Auswirkungen auf die Energiepreise und Lieferketten in Europa. Daraus resultieren aktuell deutlich steigende Inflationsraten und Experten warnen vor einer einsetzenden Lohn-Preisspirale. Auch die Unternehmensgruppe ist von diesen Auswirkungen betroffen. Neben deutlich steigenden Logistikkosten für die Abholung von Belegen sind bisweilen einzelne Komponenten für Investitionsgüter (vor allem IT-Hardware) nicht reibungslos und oft nur mit massivem Zeitverzug beschaffbar. Die Unternehmensgruppe reagiert diesbezüglich - wo dies marktlich durchsetzbar ist - mit steigenden Produktpreisen für die jeweiligen Kundengruppen. Aufgrund von Unsicherheiten bezogen auf die Netzstabilität der bundesweiten Stromnetze wurden Notfallpläne und -szenarien aktualisiert sowie relevante technische Komponenten überprüft.
Darüber hinaus ist eine gesamtwirtschaftliche Betrachtungsweise für die Unternehmensgruppe nur bedingt aussagekräftig und maßgeblich. Relevant sind allerdings die Megatrends, die sich in den letzten Jahren verstärkt abzeichnen. Neben der demografischen Bevölkerungsentwicklung, der signifikanten Zunahme der Pflegebedürftigen und den damit verbundenen kontinuierlich steigenden Aufwendungen im Gesundheitswesen, ist für die Unternehmensgruppe auch die voranschreitende Digitalisierung ein wesentlicher externer Parameter. Sowohl politisch intendierte Veränderungsprozesse, sich wandelnde Anforderungen an das Fachpersonal als auch ein Generationswechsel auf der Kundenseite manifestieren hierbei die Veränderungsdynamik im Hinblick auf digitale Workflows. Die neue Generation von Leistungserbringern fordert innovative IT-Lösungen auch von Abrechnungsgesellschaften.
Des Weiteren sind die für die Abrechnungsdienstleistungen vereinbarten Refinanzierungslinien von externen Marktgegebenheiten beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2022 entwickelten sich die Marktzinsen - bedingt durch die hohe Inflationsdynamik - deutlich steigend. Für die Unternehmensgruppe zieht dies teurere Refinanzierungskonditionen als Konsequenz nach sich, die nur in Teilen an die Kunden weitergeben werden können.
Volkswirtschaftliche Indikatoren illustrieren einen Anstieg der Ausgaben im Gesundheitswesen, die nicht zuletzt pandemiebedingt geprägt sind. Die Ausgaben im Gesundheitswesen 1 haben sich im Vergleich der beiden Vorjahre auf Basis einer ersten Schätzung um rund 6 % gesteigert. Für die kommenden Jahre rechnet die Unternehmensgruppe mit einer Fortsetzung des Trends, weil insbesondere die Aufnahme von Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten zu einer höheren Ausgabenbasis führen wird.
Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt durch Gesetze und Verordnungen, die im direkten Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu sehen sind. Darüber hinaus gab es aber auch für die Leistungserbringergruppen der Unternehmensgruppe relevante politische Veränderungsprozesse. Das im Jahr 2021 verabschiedete Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) entfaltet zum 1. September 2022 seine volle Wirkung. Inhalte sind unter anderem eine Tarifbindung für die Leistungserbringer bzw. auch eine veränderte Kapazitätskalkulation auf der Basis von Personalschlüsseln.
Im Krankenhauspflegeentlastungsgesetz (KHPflEG) sind Eckpunkte zur personellen Bemessung des Pflegepersonals aber auch der Geburtshilfe in den Kliniken geregelt. Insgesamt werden die Auswirkungen aus den gesetzlichen Veränderungen für die Unternehmensgruppe als eher neutral eingeschätzt.
Mit Blick auf die Umsetzung des E-Rezeptes im Apothekenmarkt gibt es immer noch keinen finalen Durchbruch. Die avisierten Pilotregionen (die Kassenärztlichen Vereinigungen Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe) sind aufgrund von Datenschutzbedenken gegen die aktuelle Lösung zunächst ausgestiegen. Aufgrund dieser Entwicklungen wird die Gematik (Gesellschaft für Telematik) bis zur Jahresmitte 2023 ein neues Sicherheitsverfahren entwickeln. Für die Unternehmensgruppe bedeutet diese Prozessverzögerung, dass temporär sowohl der Papier- als auch der elektronische Rezept-Workflow weiterhin parallel unterstützt werden muss.
Das Marktumfeld der Zahnärzte ist geprägt durch eine weiter anhaltende Konsolidierung, die sich im Wesentlichen durch das Interesse institutioneller Investoren und dem Aufbau größerer Praxisketten vollzieht. Diese Tendenz wird sich weiter verstärken und erfordert deshalb professionelle IT-Lösungen. Zudem liegt das Durchschnittsalter bei rund 25 % der praktizierenden Zahnärzte über 60 Jahre, so dass sich hier - analog zu anderen Leistungserbringergruppen - in den kommenden Jahren ein deutlicher Generationswechsel vollziehen wird. Aus diesem Grund hat die Unternehmensgruppe durch die Übernahme von "teemer" die einzige cloudbasierte Marktlösung im Dentalmarkt integriert. Mit der Übernahme der teemfactor GmbH wird das Angebot für diese Kundengruppe nun deutlich erweitert.
3.2 Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage
Die Unternehmensgruppe beurteilt den operativen Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2022 insgesamt als positiv. Diese Bewertung resultiert insbesondere aus der Tatsache, dass die gesteckten Ziele deutlich übererfüllt werden konnten. Die jeweiligen Unternehmenssparten waren sehr unterschiedlich von den Auswirkungen der Corona- Pandemie betroffen; letztlich ergab sich jedoch ein leicht positiver Effekt auf der Umsatz- und der Ergebnisseite im Vergleich zur Planung. Konterkariert wurde das operative Ergebnis durch eine notwendige Wertberichtigung auf Forderungen aus dem Abrechnungsgeschäft von 3,2 Mio. EUR bei einer Konzerngesellschaft, die jedoch einen Einmaleffekt für die Unternehmensgruppe darstellt.
Im Geschäftsjahr 2022 waren eine Zunahme des Wettbewerbsdrucks sowie der Trend zur Nutzung digitaler Daten im Gesundheitswesen feststellbar. Gleichzeitig konnte die Entwicklung der digitalen Lösungen und Produkte deutlich vorangetrieben werden, die für die Zukunft weiteres Wachstumspotential versprechen. Dazu zählen unter anderem die Software-Lösung HEDI, die damit weiteren wichtigen Kundengruppen im Bereich Heilmittel angeboten werden kann.
Insgesamt konnte ein stabiles organisches Umsatzwachstum in den einzelnen Unternehmenssparten erzielt werden. Hieraus resultiert im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives operatives EBT (Earnings before Taxes) - der wesentlichen Steuerungskennzahl in der Unternehmensgruppe.
Insgesamt sind die Umsatzerlöse und Provisionserträge gegenüber dem Vorjahr um rund 7 % gestiegen. Gegenüber der Planung für das Geschäftsjahr 2022 ergab sich eine positive Abweichung in Höhe von rund 3 %. Das EBT beläuft sich konzernweit auf 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR), die Reduzierung basiert auf einem erhöhten Wertberichtigungsbedarf. Somit liegt das EBT trotz höherer Umsätze auch unterhalb der Planansatzes von 8,4 Mio. EUR.
Der Abrechnungsmarkt für Apotheken stand weiterhin unter dem Eindruck der Insolvenz der AvP Deutschland GmbH im dritten Quartal 2020. Hierdurch wurden insbesondere aufsichtsrechtliche und absicherungsrelevante Fragestellungen intensiv am Markt thematisiert. Die ARZ Service GmbH bietet ihren Kunden offene Sammeltreuhandkonten an, so dass einzelne Fragestellungen aus der AvP-Insolvenz nicht einschlägig werden können. Des Weiteren war das Geschäftsjahr 2022 durch die Umsetzungsphase des E-Rezeptes geprägt. Aufgrund politischer Entscheidungen ergaben sich im Apothekenmarkt verschiedene positive Sondereffekte (beispielsweise bei der Allokation von Impfstoffen bzw. der Ausstellung von Impfzertifikaten). Gegenläufig wirkten sich die steigenden Marktzinsen aus, die zu einer Verteuerung der Refinanzierungskonditionen führen.
In der Sparte der Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer wurde mit der stärkeren Vernetzung und vertrieblichen Kooperation zwischen der RZH Rechenzentrum für Heilberufe GmbH und der DM EDV GmbH ein Bundle-Produkt kreiert, mit welchem eine effizientere Nutzung digitaler Daten und damit eine Reduktion der Aufwandsposition umsetzbar wird. Hierzu war insbesondere der Know-how-Transfer zwischen den Konzerngesellschaften maßgebend. Die AZH Abrechnungzentrale für Hebammen GmbH konnte im Geschäftsjahr wichtige Schritte mit Blick auf den Aufbau digitaler Produkte (unter anderem QM-Lösung) finalisieren.
Die in der ARZ.dent GmbH etablierte Dentalsoftware "teemer" konnte ihren Kundenstamm sowie die Marktpräsenz im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant steigern. Parallel dazu hat die arz.digital GmbH IT-Produkte für die operativen Gesellschaften entwickelt, um sowohl die jeweiligen Marktpositionen zu stärken als auch die Wertschöpfungstiefe aus Konzernsicht zu verbreitern.
3.2.1 Ertragslage
Der Konzernjahresüberschuss der ARZ Haan AG Unternehmensgruppe beträgt 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,9 Mio. EUR) und resultiert aus den operativ erwirtschafteten Erträgen der Konzerngesellschaften.
Die Umsatzerlöse und Provisionserträge im Kreditgeschäft haben sich um 5,1 Mio. EUR auf 72,8 Mio. EUR erhöht. Nach Sparten gegliedert ergibt sich innerhalb des Konzerns im Wesentlichen die folgende Umsatzentwicklung:
In der Sparte der Rezeptabrechnung für Apotheken liegt der Umsatz mit 23,1 Mio. EUR fast auf dem Niveau des Vorjahres (23,4 Mio. EUR). Der leichte Rückgang ist auf die Abrechnung von gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Leistungen zurückzuführen, die auf Corona-Schutzmaßnahmen basieren.
Die Sparte der Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer konnte einen Zuwachs der Umsatzerlöse bzw. Provisionserträge auf 34,6 Mio. EUR (Vorjahr: 34,0 Mio. EUR) verbuchen. Diese Entwicklung basiert auf erfolgreichen Vertriebsaktivitäten und damit im Zusammenhang stehenden höheren Abrechnungsvolumina über sämtliche Geschäftsfelder hinweg.
Bei den weiteren Erlösen wurde ein signifikanter Anstieg von 10,3 Mio. EUR auf 11,5 Mio. EUR erreicht.
Die Personalaufwendungen in Höhe von 44,2 Mio. EUR (Vorjahr: 40,6 Mio. EUR) betreffen Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie Sozialabgaben. Der Anstieg basiert hauptsächlich auf der gewachsenen Mitarbeiteranzahl und Gehaltsanpassungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 19,2 Mio. EUR (Vorjahr 16,8 Mio. EUR) aufgrund von Preissteigerungen für Energie und Logistikleistungen überproportional zum Umsatz gestiegen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen von 4,4 Mio. EUR sind hauptsächlich durch einen größeren Fall von Abrechnungsbetrug im Bereich der Sonstigen Leistungserbringer geprägt.
Die Zinserträge in Höhe von 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR) beinhalten fast ausschließlich den Zinsanteil des Honorars, der auf die Vorfinanzierung des Abrechnungsgeschäftes der RZH, AZH und teemfactor entfällt und nach den Rechnungslegungsvorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) entsprechend auszuweisen ist.
Die Zinsaufwendungen des Konzerns in Höhe sind aufgrund von Zinserhöhungen auf 3,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR) gestiegen und ergeben sich im Wesentlichen aus dem Vorfinanzierungsbedarf in den Sparten der Rezeptabrechnung für Apotheken sowie der Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer. Das laufende Refinanzierungsgeschäft des ARZ-Konzerns wird durch das Kreditengagement eines Bankenkonsortiums unter Führung der Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG begleitet.
3.2.2 Vermögenslage
Die Investitionen in Höhe von 5,4 Mio. EUR entfallen mit 4,4 Mio. EUR auf immaterielle Vermögensgegenstände, mit 1,0 Mio. EUR auf Sachanlagen sowie mit 0,1 Mio. EUR auf Finanzanlagen.
Die in der Konzernbilanz enthaltenen Forderungen aus dem Abrechnungsgeschäft in Höhe von 250,1 Mio. EUR (Vorjahr: 218,0 Mio. EUR) sind der RZH, AZH und teemfactor zuzurechnen und bestehen nahezu ausnahmslos gegenüber Kunden.
Im ARZ-Konzern wird bei einer Bilanzsumme in Höhe von 281,6 Mio. EUR (Vorjahr: 247,7 Mio. EUR) ein Eigenkapital von 58,9 Mio. EUR (Vorjahr: 57,4 Mio. EUR) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote beträgt 20,9 % (Vorjahr: 23,2 %).
Die Einzelaufstellung der Aktienan- und -verkäufe nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG ist im Anhang enthalten.
Die Verbindlichkeiten des ARZ-Konzerns in Höhe von 216,7 Mio. EUR (Vorjahr: 184,7 Mio. EUR) entfallen im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten, welche das Abrechnungsgeschäft mit den Sonstigen Leistungserbringern betreffen.
3.2.3 Finanzlage
Der Cash-Flow im Konzern ist vor allem durch den gestiegenen Vorfinanzierungsbedarf aus dem Abrechnungsgeschäft geprägt. Die liquiden Mittel erhöhten sich leicht zum Stichtag von 0,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,2 Mio. EUR in 2022.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften verfügen im Rahmen einer Konsortialfinanzierung über ausreichende Kreditlinien, deren Inanspruchnahme geschäftsbedingt sehr stark zwischen den Geschäftsfeldern variiert.
Im Geschäftsjahr 2022 war die Zahlungsfähigkeit der ARZ Unternehmensgruppe jederzeit gegeben.
4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
4.1 Form der Berichterstattung
Im Jahresverlauf 2022 wurden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen der ARZ Haan AG durchgeführt, auf welchen der Aufsichtsrat umfassend über die Finanz- und Ertragslage sowie die konzernweiten Projekte und Vorhaben informiert wurde.
Innerhalb der Unternehmensgruppe wird über ein standardisiertes konzernweites monatliches Berichtswesen die Informationsbereitstellung zentral gesteuert. Neben den monatlichen Berichtsroutinen mit rollierendem Forecast werden drei Hochrechnungen durchgeführt, die jeweils zum Frühjahr und zum Herbst des Geschäftsjahres stattfinden und eine dezidierte Ergebnisvorschau auf das Jahresende geben. Hieraus generieren der Gesamtvorstand sowie auch die operativ verantwortlichen Geschäftsführer die erforderlichen Handlungsoptionen auf operativer und strategischer Ebene für die Unternehmensgruppe.
Darüber hinaus stellen die aufsichtsrechtlichen Funktionen, zu denen unter anderem das Risikocontrolling, die Interne Revision und die Compliance-Funktion gehören, regelmäßige Berichte mit Handlungsempfehlungen zur Verfügung.
4.2 Prognosebericht
Basierend auf den immer noch stattfindenden Kriegshandlungen in der Ukraine sowie den sich daraus ergebenen Effekten (insbesondere die Steigerung der Energiekosten sowie die deutlich erhöhte Inflation) rechnet die Unternehmensgruppe mit annähernd proportional zum Umsatz steigenden Sach- und Personalaufwendungen, die nur zum Teil an die Kundengruppen weiterbelastet werden können. Zudem wird für das kommende Jahr eine Zinsbelastung auf hohem Niveau antizipiert. Insgesamt ist das Gesundheitswesen als konjunkturunabhängiges Marktsegment grundsätzlich keinen klassischen Konjunkturzyklen unterworfen.
Die aktuelle Flüchtlingssituation dürfte zudem zu einer erhöhten Nachfrage an Dienstleistungen im Gesundheitswesen führen, die analog zu 2015 durch die Sozialkassen zu decken sind. Hieraus kann im Einzelfall ein positiver Mengeneffekt durch steigende absolute Gesundheitsausgaben resultieren.
Im Hinblick auf die dafür wesentlichen Marktzinssätze erwartet die Unternehmensgruppe für das Jahr 2023 einen weiteren Anstieg bezogen auf das aktuelle Zinsniveau.
Konzernweit werden weiterhin auch in 2023 alle Anstrengungen unternommen, um - auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie - eine reibungslose Fortführung der wesentlichen Abrechnungsprozesse sicherzustellen, die operativen Weiterentwicklungen voranzutreiben sowie die Funktionsfähigkeit des laufenden Betriebs der verschiedenen Gesellschaften aufrechtzuerhalten. Hierzu zählt insbesondere die Steigerung des Anteils der E-Rezepte im Apothekenmarkt.
Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung und der damit verbundenen Fokussierung auf die Kernkompetenzen in den bestehenden Gesellschaften sowie der Akquisition chancenreicher Geschäftsmodelle im Gesundheitswesen, wird der Weg des profitablen Unternehmenswachstums weiterhin fortgeführt.
Der Vorstand der Unternehmensgruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Zugewinns an Neukunden mit einem Erlösanstieg im einstelligen Prozentbereich über alle Geschäftssparten und einer rückläufigen Profitabilität im einstelligen Prozentbereich bezogen auf das Vorsteuerergebnis (EBT), weil einige Sondereffekte aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr wiederholbar sind. Gebührenerhöhungen für bestimmte Gruppen von Leistungserbringern (z. B. Physiotherapeuten) sichern dabei zusätzlich den Umsatz ab.
Für die Sparte der Rezeptabrechnung für Apotheken erwartet die Unternehmensgruppe eine anhaltende Konsolidierung des Apothekenmarktes. Im Rahmen der geplanten Implementierung des E-Rezeptes im Geschäftsjahr 2023 kommt es zu einer Verschiebung der Kostendegression, weil Parallelprozesse für papier- und IT-basierte Workflows vorgehalten werden müssen.
Innerhalb der Sparte der Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer werden durch laufende IT-Projekte in den Einzelgesellschaften wesentliche Grundlagen für die zukünftigen Digitalisierungsanforderungen im Gesundheitswesen gelegt. Die strategisch intendierte Ausprägung von spezialisierten Kompetenzzentren für die jeweiligen Geschäftsfelder wird weiterhin kosteneffiziente Produktionsprozesse sichern sowie einen hohen individuellen Betreuungsgrad der Kundengruppen und einen konstant hohen Diversifikationsgrad in der Unternehmenssparte fortlaufend gewährleisten. Die Entwicklung von maßgeschneiderten Softwarelösungen für die jeweiligen Geschäftsfelder wird auch weiterhin mittel- und langfristig forciert.
Die Dienstleistungssparte wird perspektivisch mit der Ausweitung auf neue Kundengruppen einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung des Diversifikationsgrades leisten. Neben der "teemer"- Praxissoftware gehört hierzu insbesondere das mit der Akquisition der teemfactor GmbH neu in die Unternehmensgruppe gekommene Angebot von Factoring für Zahnarztpraxen.
4.3 Chancen- und Risikobericht
4.3.1 Risikocontrollingsystem
Alle unternehmerischen Aktivitäten innerhalb der Unternehmensgruppe unterliegen einem internen Kontrollsystem (IKS), welches durch ein aktives Risikocontrolling begleitet wird. Das ARZ-eigene Risikocontrollingsystem dient sowohl zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Vorgaben bzw. einer geforderten organisatorischen Institutionalisierung als auch besonders zur Schaffung eines wirtschaftlichen Vorteils für die Unternehmensgruppe. Das installierte Risikocontrollingsystem soll die Überarbeitung ineffizienter Prozesse bzw. innerorganisatorischer Fehlentwicklungen sowie mögliche substanzielle Ergebnisbelastungen für die Unternehmensgruppe aufdecken und den Prozess zur Steuerung von Gegenmaßnahmen initiieren.
Der Ausgangspunkt des Risikocontrollingsystems ist in der Risikostrategie determiniert, die aus der Unternehmensstrategie der ARZ Haan AG Unternehmensgruppe bzw. der Geschäftsstrategien der Konzernunternehmen abgeleitet wurde. Im weiteren Verlauf werden periodisch in allen operativen Konzerngesellschaften Risikoinventuren durch das zentrale Risikocontrolling initiiert. Zur Deckung der identifizierten Risiken ist ein Risikodeckungspotenzial aus dem Eigenkapital des Konzerns unter Berücksichtigung des Planergebnisses bis zum nächsten Bilanzstichtag - saldiert um mögliche stille Reserven bzw. stille Lasten - und dem Einbezug eines pauschalen Risikoabschlags abgeleitet worden. Dieses Risikodeckungspotenzial wird auf die einzelnen Risikoarten und Geschäftssegmente verteilt und unterliegt im Rahmen der Risikoberichterstattung einem fortlaufenden Review.
Im Nachgang werden die Ergebnisse aus den Risikoinventuren und der IT-gestützten Risikoerhebung zentral zusammengefasst, bewertet und in einem quartalsmäßigen Risikobericht dargestellt. Innerhalb des Risikoberichts findet ebenfalls die Darstellung von möglichen Gegenmaßnahmen statt. Diese werden mit der zuständigen Fachabteilung bzw. der Geschäftsführung oder der Konzernleitung gemeinsam identifiziert. Die Risikoarten gliedern sich dabei in die durch die MaRisk definierten Kategorien: Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken sowie operationelle Risiken.
Neben der reinen Ableitung und Erkennung von Risiken nutzt die Unternehmensgruppe das Risikocontrolling auch zur Optimierung von Ablaufprozessen und damit der Realisierung von Chancen bei der Geschäftsentwicklung. Sämtliche Optimierungspotenziale werden ebenfalls im Rahmen des Risikoberichts dargelegt.
4.3.2 Risiken
• Wirtschaftliches Umfeld
• Das Leistungsumfeld der Unternehmensgruppe ist beschränkt auf das Gesundheitswesen und gliedert sich in die Sparten Rezeptabrechnung für Apotheken, Belegverarbeitung für Sonstige Leistungserbringer und Zahnärzte sowie Dienstleistungen. Hierbei operieren die Konzerngesellschaften zwischen den jeweiligen Berufsgruppen und den Krankenkassen. Die Geschäftstätigkeiten finden dabei ausschließlich im Inland statt. Der Krieg in der Ukraine hat keine direkten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit; es werden keine Kunden- oder Marktbeziehungen mit der Ukraine, Belarus oder Russland unterhalten. Eine mittelbare Betroffenheit besteht dennoch, da es infolge der Kriegshandlungen und der politischen Auseinandersetzung mit Russland zu deutlich gestiegen Energiepreisen und in der weiteren Folge zu einer hohen Inflationsdynamik kam. Für die Unternehmensgruppe schlagen sich diese Entwicklungen in gestiegenen Sach- und Personalkosten nieder.
• Adressenausfallrisiken
Eine besondere Bedeutung für die Unternehmensgruppe nehmen die Transaktionen im Umfeld von Apotheken, Sonstigen Leistungserbringern und Krankenkassen ein. Die Zahlungsmodalitäten der Kostenträger sind grundsätzlich in den einzelnen Arzneimittellieferverträgen bzw. den individuellen oder übergeordneten Leistungskatalogen festgeschrieben. Aufgrund der speziellen Situation verbleibt das Ausfallrisiko beim übertragenden Leistungserbringer, wenn man von möglichen Absetzungen der Kostenträger oder Vorauszahlungen an den Leistungserbringer absieht. Die Adressenausfallrisiken divergieren zwischen den Geschäftssegmenten. Aufgrund der historisch abgeleiteten marginalen Forderungsausfallquote bei der Rezeptabrechnung für Apotheken ist ein IT-gestütztes Monitoring nur in der Sparte der Sonstigen Leistungserbringer angezeigt. Hier werden zur Risikosteuerung und -überwachung monatliche Reportingroutinen eingesetzt, die auf der Basis der historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten und der offenen Posten ein determiniertes Adressenausfallrisiko auf Geschäftssegmentebene darstellen.
• Im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 bestätigte sich der Verdacht eines wesentlichen Adressenausfallrisikos durch Abrechnungsbetrug bei einer Konzerngesellschaft. Zwischenzeitlich hat der Kunde Insolvenz angemeldet. Der Fokus der aktuellen Bemühungen liegt auf der Prüfung der Werthaltigkeit und den Optionen zur Rückführung der Forderungen.
Marktpreisrisiken
Alle Unternehmen der Unternehmensgruppe beobachten intensiv die Marktentwicklungen und damit verbunden auch die Konditionen am Markt. Zur Steuerung der Marktpreisrisiken wird der Deckungsbeitrag - abgeleitet aus dem regulären Vertriebscontrolling - auf Geschäftssegmentebene im Rahmen eines Plan/Ist-Abgleichs monatlich dem eingeplanten Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt. Im Geschäftsjahr 2022 bestanden für die operativen Gesellschaften Marktpreisrisiken in Höhe von durchschnittlich 225 TEUR, die im Wesentlichen aus Umsatzabweichungen, teils durch Kundenkündigungen sowie unterproportionalem Umsatzwachstum und Zinsänderungsrisiken resultierten. Dem Zinsänderungsrisiko begegnet die Unternehmensgruppe über den Einsatz von Zinsgleitklauseln in Kundenverträgen. Hiermit ist zugleich ein mögliches Marktpreisrisiko bezogen auf die Marktzinsentwicklung abgesichert. Für die Konzerngesellschaften, die eine Refinanzierung in Anspruch nehmen, werden die Zinsänderungsrisiken regelmäßig im Rahmen der Berichterstattung überprüft. Im Hinblick auf die dafür wesentlichen Marktzinssätze erwartet die Unternehmensgruppe für das Jahr 2023 einen weiteren Anstieg bezogen auf das aktuelle Zinsniveau.
Die Umsätze der operativen Gesellschaften sind trotz der angespannten konjunkturellen Entwicklung stabil auf Planungsniveau, im Bereich der Apothekenabrechnung haben sich darüber hinaus signifikante Zusatzerlöse aus Finanz- und Beratungsdienstleistungen ergeben. Die Umsatzentwicklung ist maßgeblich von den inländischen Gesundheitsausgaben abhängig. Die Ausgaben des Gesundheitssystems pro Einwohner sind dabei regelmäßig ansteigend. Seit dem Jahr 2000 erhöhten sich lt. der Gesundheitsausgabenrechnung des Statistischen Bundesamtes die Ausgaben im Durchschnitt um 3,6 % jährlich, für den Bereich Arzneimittel sogar um 3,8 % jährlich im Durchschnitt. Im Verlauf der Corona-Pandemie (Vergleich des Jahres 2020 zu 2019) ist die Steigerung der Pro-Kopf-Ausgaben mit 7,2 % besonders hoch ausgefallen. Die demografische Entwicklung in Deutschland unterstützt dabei den langfristigen Trend der steigenden Gesundheitsausgaben. 2
• Liquiditätsrisiken
Ein akutes Liquiditätsrisiko oder ein bestandsgefährdendes Risiko für die Unternehmensgruppe oder deren einzelne Konzernunternehmen ist nicht erkennbar und wird durch die bestehende Konsortialfinanzierung mit einem Volumen in Höhe von 500 Mio. EUR faktisch begrenzt. Die Zinsen bemessen sich nach dem aktuell geltenden EURIBOR zuzüglich einer Bankenmarge. Aufgrund der vertraglich fixierten Refinanzierungslinie der Unternehmensgruppe sowie der stabilen Liquiditätssituation insgesamt ist die Finanzierung der Unternehmensgruppe gewährleistet. Um mögliche Veränderungen oder notwendige Liquiditätsbedarfe rechtzeitig zu erkennen, findet ein tägliches Reporting der Inanspruchnahme der Refinanzierungslinie statt. Aus aktueller Sicht ergibt sich - insbesondere durch die bestehende Konsortialfinanzierung - im Geschäftsjahr 2022 kein substanzielles Liquiditätsrisiko für die Unternehmensgruppe.
• Operationelle Risiken
• Eine strukturierte Analyse der operationellen Risiken wird über eine interviewbasierte Risikoinventur durch das zentrale Risikocontrolling der Unternehmensgruppe in regelmäßigen Abständen durchgeführt. Der Risikobericht Q IV 2022 beurteilt die operationellen Risiken als wesentliche Risikoposition. Bezogen auf die Gesellschaft bilden hierzu IT-Systemrisiken bzw. auch Ablauf- und Prozessrisiken den wesentlichen Anteil. Einschlägige Gegenmaßnahmen sind initiiert und wurden im Geschäftsjahr 2022 zum Teil bereits sukzessive implementiert und damit die Risikoposition gesenkt. Zusätzlich ergeben sich aus den eingeleiteten Projekten Chancen zur Prozessoptimierung, die dann auch perspektivisch zu geringeren Prozesskosten führen.
• Dem hohen Anspruch von Abrechnungsdienstleistungen an sichere IT-Prozesse und IT-Infrastruktur begegnet die Unternehmensgruppe über die regelmäßige Kontrolle von Prozessen und Abläufen. Zur grundsätzlichen Sicherstellung dieser Prozesse wurde neben internen Prozessoptimierungsmaßnahmen auch die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 umgesetzt. Derzeit fallen die ARZ Haan AG, die ARZ Service GmbH sowie auch die AZH-Abrechnungszentrale für Hebammen GmbH in den Bezugsrahmen des Zertifikats.
• Der Bereich IT-Sicherheit der ARZ Haan AG beobachtet kontinuierlich die Gefährdungslage der IT-Sicherheit in Deutschland. Im Fokus stehen Cyber-Angriffe auf Unternehmen, staatliche sowie öffentliche Institutionen, aber auch Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung dieser Lagen. Insgesamt spitzte sich im Berichtszeitraum die bereits zuvor angespannte Lage weiter zu. Die Bedrohung im Cyber-Raum ist damit so hoch wie nie. Im Berichtszeitraum wurde eine hohe Bedrohung durch Cybercrime beobachtet. Ransomware blieb die Hauptbedrohung für Unternehmen. Hinzu kamen verschiedene Bedrohungen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, zum Beispiel durch Hacktivismus, insbesondere mittels Distributed-Denial-of-Service-Angriffen (DDoS-Angriffen), und Kollateralschäden bei Cyber-Sabotage-Angriffen im Rahmen des Krieges. Sowohl durch Cybercrime als auch durch Cyber-Aktivitäten im Rahmen des Kriegs in der Ukraine hat es darüber hinaus im Berichtszeitraum Störungen von IT-Lieferketten gegeben. Eine Erhöhung der Resilienz gegenüber Cyber-Angriffen und technischen Störungen ist daher eine Hauptaufgabe. 3
3 Statusbericht ISMS und Datenschutz; Stand
Januar 2023
• Die Berechnung der operationellen Risiken findet in Anlehnung an den Basisindikatoransatz statt. Zusätzlich wird eine individuelle Einschätzung der Risikopositionen zur Validierung des Basisindikatoransatzes vorgenommen.
• Die Unternehmensgruppe verfügt auch unter Einbezug der dargestellten Risiken über ein hinreichendes Risikodeckungspotenzial sowie ausreichend freie Liquidität - auch unter Einbezug der implementierten Stresstest-Szenarien.
4.3.3 Chancen
Die wesentlichen Chancen für die Unternehmensgruppe liegen in der kontinuierlichen Marktdynamik des Gesundheitswesens, in der Gewinnung neuer Kundengruppen und der überproportionalen Ertragskraft der Einzelgesellschaften begründet. Basierend auf der Konzernstrategie werden die jeweiligen Marktsegmente analysiert, um neue Kundengruppen, Geschäftsmodelle oder potenzielle Akquisitionskandidaten zu identifizieren, die perspektivisch die Profitabilität der Unternehmensgruppe verbessern.
Basierend auf der Umsetzung der Konzernstrategie ergeben sich für die Unternehmensgruppe neue Wachstumschancen. Neben der Fortführung des organischen Wachstums und der damit einhergehenden Prozessoptimierungen sollen geeignete Unternehmen im Gesundheitswesen als profitable Portfolioergänzung adressiert werden. Darüber hinaus strebt die Unternehmensgruppe danach, die Wertschöpfungskette um angrenzende Services und Dienstleistungen zu erweitern und vor dem Hintergrund der digitalen Veränderungsprozesse im Gesundheitswesen eine Diversifikation vom reinen Abrechnungsmarkt vorzunehmen. In diesem Zusammenhang werden die Effekte der voranschreitenden Digitalisierung als chancenreich bewertet.
Zudem bestehen in der Verstärkung des Trends steigender Prozessaufwendungen bei manuellen Prozessen im Gesundheitswesen zusätzliche Chancen die bisherige Marktposition auszubauen und von einer sich beschleunigenden Digitalisierung zu profitieren, weil die ARZ Haan AG Unternehmensgruppe bereits seit längerem digitale Produkte und Geschäftsmodelle entwickelt und neue Kundengruppe erschließt.
Zusammenfassend kann ein ausgewogenes Risiko-Chancenverhältnis konstatiert werden, so dass mit einer Fortsetzung der positiven Unternehmensentwicklung gerechnet wird.
5. Sonstige Angaben
Die Anzahl der Mitarbeiter sowie der Bestand an eigenen Aktien im Geschäftsjahr 2022 sind im Konzernanhang dargestellt.
5.1 Zweigniederlassungen
Die ARZ Unternehmensgruppe ist an mehreren Standorten vertreten. Neben dem Unternehmenssitz in Haan verfügt die Unternehmensgruppe über Niederlassungen in Bückeburg, Düsseldorf, Garrel, Hamburg, Hannover, Lauingen, Oldenburg, Tutzing, Schorfheide (Ortsteil Finowfurt) und Wesel.
5.2 Angaben über die Geschlechterquote
Der Aufsichtsrat sowie auch der Vorstand der ARZ Haan AG haben im Geschäftsjahr 2015 die gesetzlich geforderten Geschlechterquoten definiert. Zum Stichtag liegt die Ist-Quote innerhalb des Aufsichtsrates aufgrund der Verkleinerung des Aufsichtsrates und dem Ausscheiden der Arbeitnehmervertreter unterhalb der Zielquote 4.
| Zielquote | Ist-Quote | |
| Aufsichtsrat | 33,3 % | 0,0 % |
| Vorstand | 0,0 % | 0,0 % |
| Bereichsleitung | 30,0 % | 30,0 % |
5.3 Erklärung zum Abhängigkeitsbericht
Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Haan, den 19. April 2023
Dr. Philipp Siebelt, Vorstandssprecher
Sebastian Dehißelles, Vorstand
An die ARZ Haan AG, Haan:
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der ARZ Haan AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und dem Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ARZ Haan AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
| • |
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben über die Geschlechterquote), die in Abschnitt 5.2 des Lageberichts enthalten ist. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
| • |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • |
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • |
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| • |
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 19. April 2023
Mazars
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer
Lydia Sophia Gogolok, Wirtschaftsprüferin
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr laufend überwacht. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle in sechs Sitzungen und anhand mündlicher und schriftlicher Berichte unterrichten lassen.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der ARZ Haan AG sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vorgelegen und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 3. Mai 2023 unter Teilnahme des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Dabei hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der ARZ Haan AG, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022 geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen. Er stellt den aufgestellten Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022.
Düsseldorf, den 3. Mai 2023
DER AUFSICHTSRAT
Thomas Preis, Vorsitzender
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