Stammdaten

Register
Amtsgericht Bamberg HRB 1212
Vorher
UNICOR GmbH Rahn Plastmaschinen
Eingetragen
30.8.1984
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Die Entwicklung und Produktion von Maschinen insbesondere zur Herstellung von materialsparenden Rohren und Profilen oder anderen Produkten mittels ähnlicher Verfahren sowie alle damit im Zusammenhang stehenden oder diesem Zweck dienenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Hubert Kossner
seit 15.6.2005
Prokura
Klaus Kaufmann
seit 12.7.2001
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

UNICOR GmbH

Haßfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

UNICOR GMBH, HAßFURT

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die negativen Rahmenbedingungen der Jahre 2015 und davor, aufgrund unterschiedlicher weltwirtschaftlicher Einflussgrößen, sowie das zurückhaltende Investitionsklima des öffentlichen Sektors bezüglich Investitionen in Infrastruktur (kommunale Entwässerung), hat in das Jahr 2016 deutlich nachgewirkt und auch die Investitionsbereitschaft typischer UNICOR-Kunden (z.B. Rohrhersteller) weiterhin gedämpft.

Der wichtige russische Markt ist für uns weiterhin nicht zugänglich, Brasilien leidet unter einer anhaltenden massiven Wirtschaftskrise. Im Verlauf des Jahres haben sich jedoch grundlegende Parameter positiv verändert. Das nun vorteilhafte Wechselkursverhältnis US-$ zu EUR erleichtert Geschäftsabschlüsse in den USA, zudem kommt eine grundsätzlich positivere Einschätzung der Entwicklung der US-Wirtschaft, was auch bei typischen UNICOR Kunden im amerikanischen Markt wieder in einer ambitionierteren Investitionspolitik resultiert. In Indien sehen wir auf Basis der aktuellen volkswirtschaftlichen Wirtschaftsinitiativen, z.B. in Form weitreichender Infrastrukturvorhaben (Straßenbau, Wasserver-, Abwasserentsorgung) die weitere Geschäftsentwicklung der UNICOR ebenso positiv. Weitere Emerging Markets für UNICOR, die aufgrund ihrer aktuellen Performance zukünftig substanzielle Beiträge zu positiven Geschäftsentwicklung der UNICOR bringen können sind IRAN, Vietnam, Indonesien, Mexiko, Chile, Peru. Wir erwarten, dass auch Russland als Markt wieder Fahrt aufnimmt.

1. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr haben wir in einem unserer wichtigsten Märkte - USA eine Tochtergesellschaft gegründet, um die bestehenden Kunden besser betreuen zu können bzw. neue Kundensegmente zu erschließen. Mittelfristig verfolgen wir das strategische Ziel unsere US-Tochter zu einem Hub für Vertrieb, Kundenbetreuung, Service, After Sales und als Kompetenzzentrum für Prozessentwicklung für unsere Nord- und Südamerikanischen Kunden aufzubauen und damit unsere lokale Präsenz deutlich zu stärken. Unter den gegebenen wirtschaftspolitischen Entwicklungen soll auch die Möglichkeit gegeben sein, einen Teil der Wertschöpfung in der amerikanischen Niederlassung auszuführen.

In Indien ist es uns gelungen, Marktbearbeitung und Fertigung gemeinsam mit einem hochrenommierten indischen Partner im Bereich Kunststoffmaschinenbau in Form einer langjährigen Kooperationspartnerschaft strategisch neu aufzustellen. Die Grundlagen für eine wirtschaftlich engagierte Entwicklung in den kommenden Jahren sind damit aufbereitet.

Obwohl das Geschäftsjahr 2016 unsere Umsatz- und Ertragserwartungen nicht vollständig erfüllt hat, ist es dennoch gelungen eine signifikante Trendwende gegenüber den Vorjahren einzuleiten. Das erste Halbjahr war noch durch eine sehr verhaltene Umsatzentwicklung gekennzeichnet, die auf den schleppenden Auftragseingang des Jahres 2015, den geringen Auftragsstand zu Beginn des Jahres und die kundenseitige Verzögerung bei der Abwicklung eines Großprojektes zurückzuführen waren. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres entwickelte sich hingegen vielversprechend, sodass wir im zweiten Halbjahr die Aufträge, die wir im ersten Halbjahr akquirierten, trotz Ausnutzung aller Kapazitätsreserven nur teilweise fertigstellen konnten. Die Fertigstellung einiger Aufträge und damit deren Umsatzwirksamkeit verschoben sich außerplanmäßig auf das nachfolgende Rumpfgeschäftsjahr. Das Rohergebnis betrug 9.080 TEUR, gegenüber 2015 bedeutet das eine Steigerung von 9,5 %.

Der deutlich positivere Geschäftsverlauf gegenüber Vorperioden ist vor allem auf die Neuausrichtung des Unternehmens im Hinblick auf das Projektportfolio sowie auf die Markteinführung einer neuen Maschinengeneration im kleinen Durchmesserbereich zurückführen. Im Sinne einer Projektrisikobetrachtung war es unser Ziel den Umsatz mit einer hohen Anzahl kleinerer Projekte zur realisieren anstatt auf wenige große Projekte zu setzen. Die Einführung unserer neuen Maschinengeneration für den kleinen Durchmesserbereich, die sich besonders durch unerreichte Wirtschaftlichkeit (Investition, Effizienz, Produktivität) und ein neuartiges Plattformkonzept auszeichnet, rundete diesen strategischen Richtungswechsel ab.

Obwohl das durchschnittliche Einzelprojektvolumen deutlich geringer war, konnten wir den Umsatz um 16,2%, die Betriebsleistung um 23,1% und das Rohergebnis um 9,5% gegenüber dem Vorjahr steigern. Ein straffes Kostenmanagement und die Freisetzung interner Leistungsreserven haben ebenso zu einer positiven Trendumkehr im Geschäftsverlauf beigetragen.

Letztendlich ist es uns aber vor allem aus Kapazitätsgründen und aufgrund nachwirkender Entwicklungskosten, resultierend aus der Markteinführung der neuen Maschinengeneration, nicht mehr gelungen, den Turnaround im Jahr 2016 zu realisieren. Der Jahresverlust 2016 beträgt 742 TEUR.

2. Mitarbeiter

Zum Geschäftsjahresende waren bei der UNICOR GmbH insgesamt 119 Personen, davon 17 Auszubildende und 5 Teilzeitkräfte beschäftigt. Die Ausbildungsquote von UNICOR liegt mit 14,3 % weiterhin deutlich über dem IHK - Durchschnitt von 6 %. Die Identifikation mit UNICOR und die damit verbundene Mitarbeitertreue ist ungebrochen.

Unsere im Jahr 2016 eingeleitete strategische Neuorientierung hat auch die strategische Mitarbeiter- und Organisationsentwicklung zum Inhalt. Die gezielte Weiterentwicklung unserer Leistungsträgerinnen, Expertinnen und Know-How Träger, der Aufbau von Nachwuchs-Fach-/Führungskräften an strategisch relevanten Unternehmenspositionen sowie die Einführung von Wissensmanagement- und Verbesserungsprozessen stehen dabei im Vordergrund.

Aufgrund der positiven Auftragslage werden wir im nachfolgenden Geschäftsjahr, selektiv zusätzliche Mitarbeiterkapazität und -kompetenz aufbauen

3. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir unsere Entwicklungsschwerpunkte den Marktanforderungen im kleinen und mittleren Maschinensegment angepasst. Im Kleinmaschinenbereich wurden der UC 36 G2 und der UC 135 entwickelt. Die neuen Maschinengenerationen konnten wir erfolgreich in den Markt einführen und aus den Erfahrungen der ersten Produktionslose und Anwendererfahrungen Verbesserungen ableiten und in Technologiemodifikationen einfließen zu lassen.

2016 haben wir auch erstmals, im Rahmen von Kundenprojekten gemeinsam mit Kunden, volldigitalisierte Produktionslinien für speziell konfektionierte Produkte entwickelt. Die Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung und Sensorik werden unseren strategischen Innovationsprozess in den kommenden Jahren dominieren und wesentliche verfahrenstechnische Neuansätze generieren. Sie werden uns ermöglichen den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb durch attraktiven Kundennutzen deutlich auszubauen, die Technologie gegen "Kopieren" zu schützen und neue Anwendungsbereiche zu erschließen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung gab es keine wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtszeitraum wurden keine Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen.

4. Vermögen, Finanzen und Ertrag

Die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten aufgestellte Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt entwickelt:

TEUR 31.12.2016
%
TEUR 31.12.2015
%
Aktiva        
Anlagevermögen 1.138 9% 1.411 11%
  12.758 100% 12.390 100%
Passiva        
wirtschaftliches Eigenkapital   26% 3.318 27%
Fremdkapital 9.440 74% 9.072 73%
  12.758 100% 12.390 100%

Im Vergleich zum Vorjahr ist eine leichte Bilanzverlängerung festzustellen. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 19%. Die getätigten Investitionen fielen deutlich niedriger aus als die Höhe der Abschreibungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 24% zurückgegangen. Der Hauptgrund hierfür ist die Durchführung eines konsequenten Forderungsmanagements. Die Vorratsbestände sind um 24 % angewachsen. Die flüssigen Mittel haben sich um TEUR 432 reduziert. Die erhaltenen Anzahlungen für Bestellungen sind um TEUR 954 deutlich gestiegen.

Das wirtschaftliche Eigenkapital (Eigenkapital zzgl. Nachrangdarlehen) hat sich gegenüber dem Vorjahr, aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages, nicht verändert. Die daraus resultierende wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt 26 % (Vj. 27 %).

Die Erhöhung des Fremdkapitals um 4 % ist in der Hauptsache auf den Anstieg der Rückstellungen um 47% sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die erhaltenen Anzahlungen für Bestellungen sind um TEUR 134 ebenfalls gestiegen.

Die UNICOR GmbH hat im Geschäftsjahr 2016 ein Rohergebnis von TEUR 9.080 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 8.294 eine Steigerung von 9,5% erreicht. Die Personalkosten sind mit TEUR 6.023 gegenüber TEUR 6.190 im Vorjahr leicht zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 496 TEUR gestiegen. Hauptsächlich sind dafür projektbezogene Vorsorgeaufwendungen, erhöhte Messekosten durch die alle drei Jahre stattfindende Kunststoffmesse in Düsseldorf sowie erhöhte Marktbearbeitungskosten in den USA und Indien verantwortlich. Der Anstieg bei den Zinsaufwendungen um 110 TEUR gegenüber dem Vorjahr ist auf die stärkere Ausnutzung der Kreditlinien zurückzuführen.

Die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage betrachten wir für unser Unternehmen aus heutiger Sicht als angespannt. Wesentliche Änderungen der Finanzierungsstruktur gegenüber dem Vorjahr sowie der Kreditkonditionen haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben. Die zur Verfügung stehenden Kreditlinien wurden im Berichtszeitraum stark in Anspruch genommen, waren aber ausreichend für die Finanzierung der Gesellschaft. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist sichergestellt.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 97 getätigt, die hauptsächlich in die amerikanische Tochtergesellschaft sowie in Ersatz- bzw. Erweiterungsinvestitionsprojekte geflossen sind. Bei den Erweiterungsinvestitionen handelt es sich um spezielle Werkzeuge, die zur Herstellung des aktuellen Auftragsbestandes notwendig sind.

5. Chancen und Risiken bei künftigen Entwicklungen

Durch die fortlaufende interne Modernisierung der Organisation, das Freisetzen versteckter Effizienzreserven, den Neuaufbau von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen in Kompetenzfunktionen, einen strategischen Innovationsprozess mit Fokus auf "Industrie 4.0"-Konzepte und neue Anwendungsfelder, sowie durch die Erschließung neuer und Weiterentwicklung strategischer internationaler Märkte wird die UNICOR langfristig krisenresistenter aufgestellt.

Asiatischen Billiganbietern müssen wir mit Technologievorsprung, innovativen Prozesslösungen sowie hoher Engineering- und Verfahrenskompetenz bei gleichzeitiger attraktiver Investment-Rentabilität begegnen. Kundenspezifische Anlagen und Verfahren, neue Anwendungsbereiche und konsequente Ausnutzung der Potenziale von UNICOR Anlagen stellen die wesentlichen Herausforderungen und Risiken für den Markterfolg der UNICOR dar. Es reicht nicht mehr, eine Standardanlage "aus der Schublade" zu verkaufen. Jede Anlage für sich, ist speziell den individuellen Kundenbedürfnissen anzupassen. Um mit einem solchen Geschäftsmodell wirtschaftlich erfolgreich zu sein, sind alle Unternehmensprozesse (Supply Chain, Engineering, Fertigung, Montage, Inbetriebnahme, Service-After Sales, Logistik) konsequent aus- und ein leistungsfähiges Risikomanagement (technisch, wirtschaftlich) einzurichten.

Große Chancen bietet unser Nischenmarkt weiterhin im Bereich kleiner und mittlerer Maschinen mit einem Investitionsvolumen unter einer Million Euro. Mit der neuen G2 Maschinengenration im Kleinmaschinensegment haben wir unsere Wettbewerbschancen deutlich verstärkt. Weitere Neu-Entwicklungen in diesem Segment, sowie die Erhöhung der Investitions-Rentabilität unserer Maschinen und Anlagen, sollen unsere Marktposition weiter verbessern und ausbauen.

Positiv für UNICOR ist unser starker Service, der auch in den kommenden Jahren strategisch fokussiert weiterentwickelt wird (Industrie 4.0; Condition Monitoring, Fernwartung, Zustandsanalysen, Ersatzteildatenbanken, automatisierte Anbindung an ERP-Systeme, automatisierte Ersatzteilbestellungen usw.).

6. Risiken und Managementziele bei Finanzinstrumenten

Wie auch in den vergangenen Geschäftsjahren sind die obersten Ziele, die Gesellschaft mit einer ausreichenden Kapital- und Liquiditätsstruktur auszustatten. Diese Ziele decken sich mit dem Geschäftsmodell des Hauptgesellschafters, der GAW Beteiligungs GmbH, um die strategische Entwicklung und das damit verbundene Wachstum von UNICOR voranzutreiben. Die wirtschaftlich positive Entwicklung der UNICOR GmbH im aktuellen Geschäftsjahr soll weiter fortgesetzt werden. Die Optimierung des Working Capital Managements wird diesen positiven Trend unterstützen.

Besonders wichtig wird es im Geschäftsjahr 2017 sein, bedingt durch das erwartete Wachstum und den höheren Auftragsbestand, den steigenden Liquiditätsbedarf über die Projekt-Cash-Flows sicherzustellen. Hierzu werden alle zur Verfügung stehenden Finanzierungswege in Betracht gezogen.

Besonders auf "exotischen" Märkten, wie Südamerika, Indien oder Afrika werden die Aufträge fast ausschließlich mit Hilfe von Akkreditiven abgewickelt, um das Risiko eines Zahlungsausfalles zu minimieren.

Unsere Aufträge bieten wir grundsätzlich in Euro oder US-$ an. Aus diesem Grund werden Geschäfte auf Dollarbasis nach kaufmännischen Gesichtspunkten bewertet und gegebenenfalls durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zum Bilanzstichtag lagen wie im Vorjahr keine Geschäfte dieser Art vor.

Das Ausfallrisiko bei den Forderungen ist, wie auch im Vorjahr, sehr gering, da speziell Aufträge mit längeren Zahlungszielen durch Bankgarantien, Akkreditive oder Garantien des Bundes abgesichert sind.

Das konsequent arbeitende Forderungsmanagement garantiert, dass säumige Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen deutlich schneller nachkommen.

Die UNICOR GmbH hat in einem für die Maschinenbaubranche üblichen Maß Kredite mit Financial und Non Financial Covenants (Kreditklauseln mit Auflagen) vereinbart. Die Verletzung kann negative finanzielle Auswirkungen haben. Die Einhaltung wird vorrausschauend überwacht, um, sofern erforderlich, Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Das Risiko schätzen wir aktuell als mittelhoch ein. Die Auswirkungen hieraus wären kritisch. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag ein rechnerischer Covenant-Verstoß der Vorperiode vor. Dieser Verstoß wurde nicht weiter beanstandet.

UNICOR's rollierende, detaillierte Projekt-, Ergebnis- und Cash-Flow-Planung ist ein Instrument mit dem es dem Management möglich ist, auf Veränderungen und deren Auswirkungen frühzeitig zu reagieren.

Ein fortlaufendes Monitoring der Liquiditätssituation erfolgt über ein regelmäßiges monatliches Reporting. Mit einer monatlichen, rollierenden Liquiditätsplanung von mindestens 4 Monaten werden potentielle Engpässe erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Um Liquiditätsrisiken entgegenzuwirken, setzten wir 2016 verstärkt auf den Abbau unserer Bestände sowie die Projektfinanzierung über den Projektcashflow sicherzustellen.

In der Liquiditätsplanung 2017 ist eine erweiterte Inanspruchnahme, als die vereinbarten Kreditlinien nicht vorgesehen. Aus heutiger Sicht hätte eine Kündigung oder wesentliche Kürzung der Kreditlinien negative Auswirkungen auf die Liquiditätslage der UNICOR GmbH im kommenden Geschäftsjahr.

7. Ausblick

Das Geschäftsjahr 2016 war über weite Strecken durch die schwierigen Verhältnisse der vorangegangenen Jahre geprägt, besonders das gedämpfte Investitionsklima der Jahre 2015 und davor bzw. der unterdurchschnittliche Auftragsstand zu Beginn des Jahres 2016 waren im abgelaufenen Geschäftsjahr noch prägend.

Die Situation hat sich ab dem zweiten Halbjahr grundlegend geändert. Wir arbeiten seitdem unter Ausnutzung aller Kapazitätsreserven.

Aus unterschiedlichen Gründen (Konzernstandard, Feiertage im Dezember usw.) wird künftig das Geschäftsjahr vom 1. März bis 28. (29.) Februar des Folgejahres andauern, erstmalig beginnend mit 1.3.2017. Dafür wird für den Zeitraum vom 1. Januar bis 28. Februar 2017 ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet.

Mit unserer Gesellschaft in den USA und der Kooperation in Indien erwarten wir zudem neue geschäftliche Impulse und Projekte. Unsere Innovationsschwerpunkte (Automatisierung, Digitalisierung, Generationsmanagement, neue Anwendungen) werden UNICOR als Markt- und Technologieführer langfristig stärker positionieren und sind Grundlage für unser zukünftiges Unternehmenswachstum.

Die Marktsituation präsentiert sich vielversprechend und die interne Leistungsfähigkeit unterstützt das ambitionierte Wachstumsvorhaben. Insgesamt wird eine deutliche Steigerung des Jahresergebnisses gegenüber 2016 prognostiziert. Die Gesellschaft übernimmt einen Auftragsbestand (TEUR 12.275) in das kommende Rumpfgeschäftsjahr 2017, der bereits 80% der Planvorgaben abdeckt. Zum 30. Juni 2017 lag dieser Wert bei 89%. Daher wird eine deutliche Steigerung des Jahresergebnisses für das Geschäftsjahr 2017/2018 gegenüber 2016 prognostiziert. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2017, vom 1. Januar bis 28. Februar, wurde bereits ein positives Ergebnis von TEUR 414 erzielt.

 

Haßfurt, den 13. Juli 2017

Dipl. Ing. Klaus Kaufmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2016

UNICOR GMBH, HAßFURT

AKTIVA

31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.138.287,62 1.411.018,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 110.952,74 172.368,74
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 110.951,74 172.367,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 1.027.333,88 1.238.649,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.371,00 14.369,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 917.370,84 1.097.933,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.592,04 120.725,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.621,63
III. Finanzanlagen 1,00 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.536.823,16 10.910.831,38
I. Vorräte 5.977.703,43 4.823.999,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.428.109,14 5.524.186,83
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.011.786,27 3.941.874,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.225.477,07 1.390.683,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 190.845,80 191.628,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 131.010,59 562.645,29
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 83.028,08 68.371,26
  12.758.138,86 12.390.220,89

PASSIVA

   
  31.12.2016
EUR
31.12.2015
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.418.052,29 2.418.052,29
I. Gezeichnetes Kapital 1.022.600,00 1.022.600,00
II. Gewinnrücklagen 268.748,59 268.748,59
III. Gewinnvortrag 1.126.703,70 1.126.703,70
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.482.876,55 1.008.643,97
C. VERBINDLICHKEITEN 8.857.210,02 8.963.524,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.390.037,55 6.101.622,56
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 713.129,13 578.722,20
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.621.420,03 1.311.214,66
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 900.925,00 900.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 231.698,31 71.965,21
  12.758.138,86 12.390.220,89

Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

2016
EUR
2015
EUR
1. Rohergebnis 9.079.993,31 8.294.306,15
2. Personalaufwand -6.023.140,27 -6.190.371,44
a) Löhne und Gehälter -5.073.023,12 -5.194.170,59
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -950.117,15 -996.200,85
- davon für Altersversorgung: EUR 9.864,98 (Vorjahr: EUR 11.136,15)    
3. Abschreibungen -318.070,52 -346.750,41
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.152.742,08 -2.656.753,05
5. Betriebsergebnis -413.959,56 -899.568,75
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 106.092,05 20.343,98
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 77.607,01 (Vorjahr: EUR 18.790,46)    
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen -51.987,56 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -380.297,51 -270.446,27
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 90.000,00 (Vorjahr: EUR 90.000,00)    
9. Finanzergebnis -326.193,02 -250.102,29
10. Ergebnis nach Steuern -740.152,58 -1.149.671,04
11. Sonstige Steuern -2.185,17 -2.362,54
12. Erträge aus Verlustübernahme 742.337,75 1.152.033,58
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

UNICOR GMBH, HAßFURT

A. Allgemeine Angaben

Die UNICOR GmbH hat ihren Sitz in Haßfurt und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts Bamberg (Reg.-Nr. 1212).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, in der Fassung des Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz (BilRUG), über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268, 274a, 276-278, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

B. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 - 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt.

Die Bewertungsmethoden wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

sind zu Anschaffungskosten bewertet und wurden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von zwei bis sechs Jahren zugrunde.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der unter dem Geschäfts- oder Firmenwert bilanzierte Kundenstamm wurde vollständig abgeschrieben und ist zum Restbuchwert bilanziert.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen, unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von zehn bis neunzehn Jahren.

Technische Anlagen und Maschinen

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen, unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von ein bis fünfzehn Jahren.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Die planmäßigen linearen Abschreibungen erfolgen, unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von ein bis vierzehn Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis zu einem Nettowert von EUR 410,00 wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel berücksichtigt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen, bis auf den Sammelposten, grundsätzlich zeitanteilig.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen, wegen negativen Eigenkapital bewertet.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

sind grundsätzlich mit dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem letzten niedrigeren Einkaufspreis am Bilanzstichtag aktiviert.

Unfertige und Fertige Erzeugnisse

sind auf Basis von Einzelkalkulationen, unter Berücksichtigung ihres Fertigstellungsgrades, bewertet. Die Einzelkalkulationen beruhen auf den entsprechenden Ist-Kosten lt. Betriebsabrechnung (Kostenträgerbericht) und enthalten neben den direkt zurechenbaren Material-, Fertigungs- und Konstruktionseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung auch anteilige Material-, Fertigungs- und Konstruktionsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB als Verwaltungsgemeinkosten aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen

sind zu den Nennwerten ausgewiesen. Wertberichtigungen einzelner Positionen waren nicht erforderlich.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

sind zu den verrechenbaren Zahlungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Geldkurs des Entstehungstages oder dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Allen mit erkennbaren und latenten Risiken behafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko ist wie im Vorjahr durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestand berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem Rechnungszinsfuß von 5,5% abgezinst. Die verzinslichen Forderungen wurden um den jeweiligen Zinsbetrag vermindert.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

sind mit ihrem Nominalwert bilanziert.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Abwertungen wegen niedrigerer Verzinsung wurden nicht vorgenommen. Mit einem Ausfallrisiko behaftete Posten sind mit angemessenen Einzelwertberichtigungen bilanziert.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

sind mit den jeweiligen Nennwerten bewertet. Die Kassenbestände ausländischer Währungen sind mit dem entsprechenden Geldkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten

sind zu ihren Anschaffungskosten, bezogen auf den jeweiligen Gesamtbetrag unter Abzug planmäßiger, linearer Abschreibungen bewertet.

LATENTE STEUERN

Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der UNICOR Beteiligungs GmbH. Demzufolge sind die Unterschiedsbeträge aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz von Vermögensgegenständen und Schulden dem Organträger zuzurechnen und auf Ebene der Organgesellschaft keine latenten Steuern zu bilden.

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

entspricht dem Stammkapital lt. Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist in voller Höhe erbracht.

RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag passiviert. Nachrangige Gesellschafterdarlehen sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Nach § 256a HGB erfolgt die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten - unter Beachtung des Realisationsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 5.419.372,00 (Vj. TEUR 5.515) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von EUR 8.737,14 (Vj. TEUR 9) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 2.172.229,07 (Vj. TEUR 1.391) Forderungen gegenüber Gesellschaftern. Es handelt sich dabei um Forderungen, die im Rahmen eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages entstanden sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

EUR 31.12.2016
EUR
TEUR 31.12.2015
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 5.340.566,55 49.471,00 5.847 255
aus erhaltenen Anzahlungen 713.129,13 0,00 579 0
aus Lieferungen und Leistungen 1.621.420,03 0,00 1.311 0
gegenüber verb. Unternehmen 925,00 900.000,00 0 900
sonstige Verbindlichkeiten 231.698,31 0,00 71 1
  7.907.739,02 949.471,00 7.808 1.156

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 900.000,00 (Vj. TEUR 900) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Es handelt sich dabei um Verbindlichkeiten, die im Rahmen eines Darlehensvertrages entstanden sind. Sie sind in Höhe von EUR 900.000,00 (Vj. TEUR 900) nachrangig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Laufzeit von bis zu zwei Jahren.

Für einen Kreditbetrag besteht eine Sicherungsübereignung i.H.v. EUR 106.250,00 (Vj. TEUR 319).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein periodenfremdes Ergebnis in Höhe von EUR 121.863,91 (Vj. TEUR 321) enthalten. Im Wesentlichen setzt sich dieses Ergebnis durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen zusammen.

Erträge aus Verlustübernahme

Der Betrag betrifft den Verlust des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 742.337,75 (Vj. TEUR 1.152), welcher auf Grund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der UNICOR Beteiligungs GmbH, Haßfurt, übernommen wird.

E. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB:

31.12.2016
EUR
aus Leasingverträgen  
Laufzeit 1-3 Jahre 215.809,59
Laufzeit 4-5 Jahre 65.656,85
  281.466,43

Darüber hinaus besteht ein unbefristeter Mietvertrag mit der Uponor GmbH, Haßfurt. Der Netto-Mietzins beträgt monatlich EUR 32.562,05 und kann von jeder Partei mit 18monatiger Kündigungsfrist schriftlich zum Monatsende gekündigt werden.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer:

2016 2015
Gewerbliche Arbeitnehmer 49 50
Angestellte 57 63
Kurzfristig und geringfügig Beschäftigte 0 0
  106 113
Auszubildende   14
  121 127

Aufstellung Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist zu 100% an der UNICOR North America Inc., mit Sitz in 48162 Monroe, MI USA, beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt USD -71.118,40.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr:

Dipl. Ing. Klaus Kaufmann, alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat auf ihrer Gesellschafterversammlung vom 6. Februar 2017 beschlossen, das Geschäftsjahr auf den Zeitraum vom 1. März bis 28. Februar des folgenden Jahres umzustellen. Der Zeitraum von 1. Januar bis 28. Februar 2017 ist ein Rumpfgeschäftsjahr.

F. Unterschrift gemäß § 245 HGB

UNICOR GmbH, Haßfurt

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

 

Haßfurt, den 13. Juli 2017

Dipl. Ing. Klaus Kaufmann

Die Gesellschafterversammlung vom 6. Oktober 2017 hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 durch Beschluss festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 902.609,28 6.612,71 0,00 909.221,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 293.542,07 0,00 0,00 293.542,07
  1.196.151,35 6.612,71 0,00 1.202.764,06
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 201.250,92 0,00 0,00 201.250,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.668.053,04 23.328,55 0,00 5.691.381,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.395.244,59 21.021,26 2.238,27 1.414.027,58
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.621,63 0,00 5.621,63 0,00
  7.270.170,18 44.349,81 7.859,90 7.306.660,09
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.988,56 0,00 51.988,56
  0,00 51.988,56 0,00 51.988,56
Abschreibungen
Stand am 1.1.2016
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 730.241,54 68.028,71 0,00 798.270,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 293.541,07 0,00 0,00 293.541,07
  1.023.782,61 68.028,71 0,00 1.091.811,32
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 186.881,92 9.998,00 0,00 196.879,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.570.119,20 203.891,55 0,00 4.774.010,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.274.519,55 36.152,26 2.236,27 1.308.435,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  6.031.520,67 250.041,81 2.236,27 6.279.326,21
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.987,56 0,00 51.987,56
  0,00 51.987,56 0,00 51.987,56
Stand am 31.12.2016
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.951,74 172.367,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
  110.952,74 172.368,74
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.371,00 14.369,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 917.370,84 1.097.933,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 105.592,04 120.725,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 5.621,63
  1.027.333,88 1.238.649,51
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 0,00
  1,00 0,00

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der UNICOR GmbH, Haßfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 13. Juli 2017

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hübschmann, Wirtschaftsprüfer

Danesitz, Wirtschaftsprüfer

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