Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Colt Technology Services GmbH
Gervinusstraße 16, 60322 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antje Blanka Margrit Tilger seit 25.11.2025 | Prokura |
Stephan Wanke seit 12.3.2025 | Geschäftsführer |
Kuno Schlechter seit 4.3.2022 | Prokura |
Michael Georg Sandner seit 21.8.2020 | Prokura |
Ruth Christine Welter seit 15.3.2017 | Prokura |
Michael Alexander Kohl seit 9.9.2016 | Prokura |
Peter Christian Weber seit 6.6.2016 | Prokura |
Annika Dorothea Steeg seit 10.9.2015 | Prokura |
Corinna Laick seit 10.9.2015 | Prokura |
Oliver Theo Günther Weiß seit 18.2.2015 | Prokura |
Jürgen Mellinghoff seit 7.10.2010 | Prokura |
Daniel Stefan Meier seit 28.11.2008 | Prokura |
Jörg Helmut Wasems seit 28.11.2008 | Prokura |
Thomas Schmückle seit 9.10.2008 | Prokura |
Martin Nüdling seit 9.10.2008 | Prokura |
Marko Radja seit 9.10.2008 | Prokura |
Tim Löschenkohl seit 9.10.2008 | Prokura |
Andreas Wanders seit 9.10.2008 | Prokura |
Norbert Spieler seit 9.10.2008 | Prokura |
Ralf Jonas seit 9.10.2008 | Prokura |
Christian Müller seit 9.10.2008 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Colt Technology Services GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht 20221 Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell Unternehmenszweck der Colt Technology Services GmbH (im folgenden "Colt" genannt) ist der Aufbau und der Betrieb von Telekommunikationsnetzwerken und -infrastruktur sowie die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen. Neben dem Kerngeschäft Betrieb und Vertrieb von Netzen und Anschlüssen engagiert sich Colt auch in dem Geschäftsfeld Datenzentren, das neue Wachstumschancen bietet. Als Dienstleister spricht Colt ausschließlich Geschäftskunden an. 1.2 Ziele und Strategien Die Unternehmensgruppe Colt Group Holdings Limited, London/England, zu der Colt zählt (nachfolgend "Colt-Gruppe" genannt), stellt Großkunden, dem Mittelstand und Netzwerkbetreibern eine Informationsplattform sowie eine Reihe von individuellen Dienstleistungen und integrierten Geschäftslösungen mittels Netzwerken, Telekommunikation, und Datenzentren zur Verfügung. Die Colt-Gruppe will weltweit die Zukunft durch hochleistungsfähige Netzwerkverbindungen mitgestalten. Das Netzwerk der Colt-Gruppe (Colt IQ Network) verbindet mehr als 900 Rechenzentren in den Wirtschaftszentren Europas, Asiens und Nordamerikas sowie über 29.000 Gebäude (über 5.700 davon in Deutschland), die direkt an das Netzwerk angeschlossen sind. Die Colt-Gruppe hat den Anspruch die Anforderungen der Unternehmen an Konnektivität zu verstehen und bietet dafür Lösungen mit hoher Bandbreite, die zum Erfolg ihrer Kunden beitragen. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus datenintensiven Branchen in mehr als 213 Städten (über 30 davon in Deutschland) in rund 32 Ländern. Die Colt-Gruppe versteht sich als Innovationsführerin bei den Themen Software Defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV). Die Colt-Gruppe verfolgt ihre Strategie durch
1.3 Steuerungssystem / finanzielle Leistungsindikatoren In den vergangenen Jahren wurde das Geschäftsmodell der Colt-Gruppe von einem Länderorganisationsmodell hin zu einer internationalen markt- und produktbasierenden Organisation entwickelt. Eine gemeinsame Plattform von Systemen und Prozessen wurde in der Colt-Gruppe aufgebaut, Shared Service Zentren wurden geschaffen, die technologischen Plattformen und die Produktpalette wurden weiterentwickelt. Die Colt-Gruppe bedient die Märkte mittels der drei Bereiche Colt Customer Experience Organisation, Colt Commercial Organisation und Colt Technology Organisation, um die Kundenbedürfnisse zu erfüllen. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der fünf Jahresplanung und des jährlichen Planungsprozesses wird das Ziel, profitablen Umsatz zu erzielen, kontinuierlich verfolgt. Um den Bedürfnissen der Interessengruppen "Eigentümer", "Mitarbeiter" und "Kunden" nach Transparenz und Vergleichbarkeit gerecht zu werden, teilt die Colt-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit in die zwei Geschäftsbereiche Netzwerke und Datencenter ein. Umsatz und EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation, Amortization) sind die wesentlichen Größen, um den Unternehmenserfolg zu messen. Die Kenngrößen beziehen sich auf die IFRS-Werte im Rahmen des Konzernabschlusses der obersten Muttergesellschaft ohne konzerninterne Weiterbelastungen. Die Überleitung der Steuerungsgrößen zur Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB ergibt sich aus den nachfolgenden Tabellen.
Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich der Umsatz nach IFRS um 6,3 Mio. € auf 283,6 Mio. €, das EBITDA nach IFRS erhöhte sich um 1,9 Mio. € auf 120,8 Mio. €. Der Rückgang des EBITDA nach HGB liegt im Wesentlichen in höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund gestiegener Belastungen der Colt Gruppe für die Nutzung des Telekommunikationsnetzes sowie der Inanspruchnahme der von der Gruppe zur Verfügung gestellten Leistungen begründet. Die Investitionen in Höhe von 77,1 Mio. € lagen mit 10,4 Mio. € unter dem Vorjahr. Investitionen wurden im Rahmen von Kundenprojekten sowie für den Netzausbau getätigt. 1.4 Forschung und Entwicklung Colt hat seit seiner Gründung im Jahr 1996 mehr als 2,3 Milliarden Euro überwiegend in Deutschland investiert und damit einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum in Deutschland geleistet. Aktuelle und zukünftige Investitionen fließen in die Aktualisierung des Colt IQ Network sowie die Ausweitung unseres eigenen Netzwerkes in Deutschland und in Osteuropa, wo Colt im Geschäftsjahr 2019 in Polen, Ungarn, Kroatien, Tschechien, Bulgarien sowie in der Slowakei Niederlassungen gegründet hat. Die Geschäftsentwicklung war von diesen Niederlassungen in 2022 nicht wesentlich beeinflusst. Colt hat in Deutschland keine eigenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag in Deutschland im Jahr 2022 preisbereinigt mit 1,8 % um 1,1%-Punkte unter dem Vorjahrjahreswert. Die Arbeitslosenquote verringerte sich auf 5,3 % (Vorjahr: 5,7 %) in 2022. Die Zahl der Erwerbstätigen ist auf 45,6 Mio. (Vorjahr: 45,2 Mio.) gestiegen. 1 Die Digitalisierung der Wirtschaft stagnierte in 2022. 2 Die wesentlichen Herausforderungen der Telekommunikationsbranche hinsichtlich Austauschbarkeit von Produkten und Diensten bei gleichzeitiger Marktsättigung, aggressivem Preiswettbewerb, hoher Veränderungsgeschwindigkeit durch Technologiefortschritt und Vorgaben durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) waren auch 2022 weiterhin gegeben. Dies wird auch für die weitere Zukunft zu erwarten sein. Die Umsätze im Telekommunikationsmarkt sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland war auch in 2022 geprägt von regulatorischen Eingriffen. Das Marktvolumen der Festnetzsparte erhöhte sich leicht auf 33,6 Mrd.€ (Vorjahr: 33,0 Mrd. €). Der Marktanteil der alternativen Anbieter (nicht Telekom Deutschland GmbH) im Teilmarkt Festnetze erhöhte er sich von 11,4 Mrd. € auf 11,6 Mrd. €, während der Teilmarkt für Breitbandkabelnetze leicht zulegte und 6,2 Mrd. € betrug (Vorjahr: 6,1 Mrd. €). Nach Untersuchungen des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Dialog Consult aus Oktober 2022, sind der Anteil der Over The Top (OTT) Gesprächsminuten von Internet-Unternehmen, die ihre Dienste ohne direkte Beteiligung des Internetzugangsanbieters des Endkunden anbieten wie z.B. WhatsApp, Skype und Facetime leicht gestiegen während die vom Festnetz abgehenden Gesprächsminuten leicht gesunken sind. Der Datenverkehr aus Mobilfunknetzen legte 2022 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 47 % zu und lag bei 11,2 Mrd. GB. Auch im Jahr 2022 ist die Gesamtzahl der Cloud-Nutzer weiterhin angestiegen. Somit setzen mittlerweile 84 % der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing ein. Weitere 13 % der Unternehmen befinden sich in Planungs- bzw. Diskussionsphasen. Zentrale Themen im Cloud Computing Compliance Management sind weiterhin die EU-Datenschutz-Grundverordnung, die Leistungsfähigkeit und Stabilität der Cloud sowie Vertrauen in die Sicherheit und Compliance des Cloud Providers. Sicherheitskonzepte sind wichtige Dreh- und Angelpunkte für die zukünftige Entwicklung des Cloud Marktes. Unternehmen setzen immer häufiger spezifische Sicherheitskonzepte für Ihre einzelnen Cloud-Anwendungsszenarien, in denen Sicherheitsanforderungen und Sicherheitsmaßnahmen für den jeweiligen Anwendungsfall definiert sind, ein. 3 2.2 Geschäftsverlauf Im Berichtszeitraum 2022 erzielte Colt Umsätze in Höhe von 300,7 Mio. € (Vorjahr: 303,7 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die wie erwartet niedrigere Nachfrage im Sprachbereich zurückzuführen. Auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Colt-Gruppe, beispielsweise durch die erfolgreiche Umstellung auf Remote-Arbeit und verstärkte Investitionen in Videoanrufsysteme, reagiert. Auch in 2022 ist sich die Colt-Gruppe der anhaltenden Herausforderungen der Fern- und Hybridarbeit bewusst gewesen und hat seit Februar 2023 eine globale Richtlinie "Flexible First" für hybrides Arbeiten in allen Colt-Ländern außer Indien etabliert und das Bewusstsein von Ersthelfern für psychische Gesundheit weltweit geschärft. Zum 31. Dezember 2022 waren 5.722 aktive Gebäude (Vorjahr: 5.646) direkt an die Stadtnetze von Colt angebunden. Auf eine Aussage über den Marktanteil von Colt wird hier verzichtet. Dies liegt im Wesentlichen an dem hohen Spezialisierungsgrad auf bestimmte Branchen (u.a. Finanzdienstleistungen), der Konzentration auf Geschäftskunden und in der Produktpalette begründet. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Das Rohergebnis erhöhte sich um 8,5 Mio. € auf 170,6 Mio. € (Vorjahr: 162,1 Mio. €), was im Wesentlichen auf einen Rückgang der Materialaufwendungen aufgrund gesunkener Ausgaben für Mietleitungen zurückzuführen ist. Die Personalkosten blieben nahezu unverändert zum Vorjahr und betrugen 44,9 Mio. € (Vorjahr: 44,7 Mio. €). Die Abschreibungen fielen mit 57,5 Mio. € um 10,8 Mio. € höher als im Vorjahr aus. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf eine Korrekturbuchung in Höhe von 7,9 Mio. € im Vorjahr zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im laufenden Geschäftsjahr um 11,2 Mio. € auf 94,2 Mio. € (Vorjahr: 83,0 Mio. €). Diese Erhöhung beruht vorrangig auf höheren Belastungen der Colt-Gruppe für Managementleistungen (6,2 Mio. €) sowie den erheblich gestiegenen Energiekosten (4,7 Mio. €). Der Betriebsverlust erhöhte sich aufgrund der beschriebenen Entwicklungen auf 25,9 Mio. € (Vorjahr: 12,3 Mio. €). Das Finanzergebnis betrug -5,1 Mio. € (Vorjahr: -3,1 Mio. €). Der Anstieg liegt im Wesentlichen in der Erhöhung der Darlehensverbindlichkeiten begründet. Das Berichtsjahr schloss mit einem Fehlbetrag von 31,1 Mio. € (Vorjahr: 15,4 Mio. €) ab. Die Ergebnisveränderung wurde durch verschiedene Faktoren wie zuvor beschrieben beeinflusst. Der Jahresfehlbetrag 2022 soll auf die neue Jahresrechnung vorgetragen werden. 2.3.2 Finanz- (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität) und Vermögenslage Die Eigenkapitalquote betrug 36,0 % (Vorjahr: 47,1 %). Der Rückgang ist auf das ergebnisbedingt niedrigere Eigenkapital bei zeitgleichem Anstieg der Bilanzsumme zurückzuführen. Der Anteil des Anlagevermögens betrug 84,5 % (Vorjahr: 85,6 %), der Anteil des Umlaufvermögens betrug 11,6 % (Vorjahr: 10,9 %) vom Gesamtvermögen. Das Anlagevermögen ist durch das Eigenkapital zu 42,6 % (Vorjahr: 55,0 %) gedeckt. Ein weiterer Teil des Anlagevermögens ist durch Darlehen in Höhe von 85,6 Mio. € (Vorjahresendbestand: 50,8 Mio. €) der Colt-Gruppe finanziert. Es wurden Brutto-Investitionen von 77,1 Mio. € (Vorjahr: 87,5 Mio. €) durchgeführt. Diese wurden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Leistungserbringung für Kunden sowie den Netzausbau investiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt um 2,3 Mio. € bei leicht gesunkenen Umsätzen. Die Außenstandsdauer der Forderungen betrug 46,0 Tage. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich in 2022 um 3,1 Mio. € erhöht. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr stichtagsbedingt um 0,8 Mio. € auf 21,2 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €) gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich insgesamt in 2022 um 47,2 Mio. € erhöht. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen im Wesentlichen in den Weiterbelastungen von der Colt Gruppe für die Nutzung des europäischen Netzes und die Belastungen von Managementkosten sowie in der Erhöhung der Darlehen begründet. Im Jahr 2022 erwirtschaftete Colt einen operativen Cashflow (vor Investitions- und Finanzierungstätigkeiten) in Höhe von 38,0 Mio. € (Vorjahr: 47,6 Mio. €). Der Rückgang liegt im Wesentlichen in höheren konzerninternen Weiterbelastungen begründet. Colt ist auf die finanzielle Unterstützung der Konzernobergesellschaft angewiesen, deren weitere Entwicklung für die finanzielle Ausstattung von Colt maßgeblich ist. Aufgrund der liquiden Reserven der Konzernobergesellschaft zum Jahresende ist die zukünftige Finanzierung von Colt sichergestellt. Zusätzlich besteht das Cashpooling-Agreement mit der Konzernobergesellschaft, um die laufende, gegenseitige Liquidität sicherzustellen. 2.4 Mitarbeiter und nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1 Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter ist gestiegen. Sie betrug Ende 2022 440 Mitarbeiter (Vorjahr: 432). 2.4.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Colt nimmt an dem Corporate Social Responsibility Program der Colt-Gruppe teil. Dieses Programm adressiert die Bereiche Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, Umwelt und Gesellschaft. Mitarbeiter- und Kundenbefragungen werden regelmäßig durchgeführt und ausgewertet, um weitere Verbesserungen zu erzielen. Im Bereich der Kundenbefragungen hat sich der Net-Promotor-Score von 69 auf 71 verbessert. Durch die laufende Ermittlung und Verbesserung des Auftragseinganges wird eine möglichst hohe Planungssicherheit angestrebt. Laufende externe Überprüfung von Systemen und Prozessen u.a. im Bereich Sicherheit und Datenschutz werden durchgeführt und zertifiziert. Colt Mitarbeiter in Deutschland nahmen in 2022 gemeinnützige Aufgaben in einer Größenordnung von 70 Manntagen (Vorjahr: 146 Manntage) wahr. Da wir ausschließlich Grünstrom nutzen, liegt die CO 2 Emissionen von Colt für den bezogenen Strom bei 0 %. Dies war auch schon in den Vorjahren der Fall. Für alle nicht finanziellen Leistungsindikatoren planen wir stabile Ergebnisse. 3 Prognose-, Chancen und Risikobericht3.1 Prognosebericht Der Preiswettbewerb in den Sprachdiensten, u.a. durch die weitere Verbreitung von Flatrates und die Bündelung von Fix- und Mobiltelefonieangeboten sowie der Übergang zur Internet-Telefonie (der steigende Anteil der OTT Gesprächsminuten von Internet-Unternehmen wie z.B. WhatsApp, Skype und Facetime) zu Lasten der vom Festnetz abgehenden Gesprächsminuten, tragen zu einem erwarteten Rückgang von Festnetzsprachdiensten bei. Das erwartete Wachstum im Bereich Ethernet entspricht hingegen dem Marktwachstum für Ethernet. Die Aussichten für Datendienste - insbesondere in den Produktgruppen Ethernet und IP - sind mit einem erwarteten Anstieg positiv zu sehen. Nach wie vor achtet Colt auf den Deckungsbeitrag und verzichtet bewusst auf margenniedrigen und risikoreichen Umsatz. Mittel- und langfristig wird von einem weiteren Rückgang der Umsätze mit Sprachdiensten ausgegangen und verstärkt in den Ausbau von Datendiensten und Cloud Computing investiert. Im Datengeschäft verzeichnete Colt im Berichtsjahr wieder ein geringes Wachstum. Es wird davon ausgegangen, dass das Datengeschäft inklusive Cloud Computing der Colt-Gruppe bei sich stabilisierender wirtschaftlicher Lage wachsen wird. Das Colt "Operating Model" mit starken Shared Service Centers in Indien, Spanien und Rumänien sowie spezialisierten Geschäftsbereichen statt einer Länderorganisation hat sich erfolgreich etabliert. Mit einem umfassenden Programm zur Steigerung von Qualität und Effizienz von Kernprozessen möchte Colt eine nachhaltige Senkung der lokalen Fixkosten, z.B. durch Einführung verbesserter ERP-Programme, erzielen. Dieses Vorhaben wird auch in den kommenden Jahren verfolgt. Neben den Kosteneinsparungen werden darüber hinaus Verbesserungen der Prozessqualität und Produktivität weiterhin erwartet. Die geplanten Umsatzsteigerungen mit Datennetzen werden die geplanten mittel- und langfristigen Umsatzrückgänge im Sprachbereich nicht kompensieren. Wir erwarten, dass für das laufende Geschäftsjahr die Umsätze im Sprachbereich weiter sinken und die Umsätze mit Datennetzen auf dem Vorjahresniveau verbleiben wird und somit insgesamt eine leichte Verminderung der Umsätze, sowohl nach IFRS als auch HGB, für das Jahr 2023 zu erwarten ist. Trotz der Verbesserung des Produktmixes sowie den erzielten Kostenvorteilen wird für die nächsten Jahre von erheblichen Jahresfehlbeträgen (HGB) auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 ausgegangen. Ursache der zu erwartenden Jahresfehlbeträge werden die hohen Abschreibungen und Zinsbelastungen sein, während gleichzeitig im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von Kosteneinsparungen mit einem positiven EBITDA nach IFRS ohne konzerninterne Weiterbelastungen zwischen 115 und 120 Mio. € gerechnet wird. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde ein leichter Umsatzrückgang nach IFRS und ein positives EBITDA nach IFRS zwischen 110 und 115 Mio. € prognostiziert. Mit einem Umsatzrückgang von 6,4 Mio. € (-2,3 %) und einem EBITDA nach IFRS i.H.v. 120,8 Mio. € wurden die Prognosen im Umsatz erreicht. Maßgeblich für die Umsatzentwicklung war das rückläufige Geschäft im Sprachbereich. Im EBITDA wurde die Prognose aufgrund der niedrigeren Kosten für Mietleitungen geringfügig übertroffen. 3.2 Risikobericht 3.2.1 Regulatorische Entwicklung Folgende Entwicklungen im regulatorischen Umfeld waren für Colt im Jahr 2022 von Bedeutung: 3.2.1.1 Festnetzterminierung Colt hat wie bereits berichtet seine Terminierungsentgelte entsprechend angepasst und berechnet seinen Zusammenschaltungspartnern seit dem 01.07.2021 den einheitlichen Preis von €ct. 0,07/Minute statt wie vorher zuletzt €ct. 0,05/Minute (für PSTN und NGN, ohne Unterscheidung zwischen Peak- und Off-Peak-Zeiten). In Ausübung ihrer Marktaufsichtsfunktion verlangte die Bundesnetzagentur (BNetzA) im Nachgang von allen Telekommunikationsanbietern die Vorlage der entsprechenden Vereinbarungen mit den Vertragspartnern, um die Umsetzung der Verpflichtung zu kontrollieren. Zunächst mit der Telekom und dann auch mit ausgewählten Wettbewerbern, mit denen das gegenseitig ausgetauschte Minutenkontingent eine relevante Größe erreicht, hat Colt ab 2021 eine gesonderte vertragliche Regelung zu Verkehren mit verschiedenen Ursprüngen (EU/Non-EU) getroffen. Die Vertragspartner haben sich hierbei darauf geeinigt, ihre jeweiligen Verbindungen nur mit gültiger PAI (P-Asserted Identity, Ursprungskennung) zu übergeben, um Manipulations- und Betrugsfälle auszuschließen. Die Annahme, dass sich bei Berücksichtigung aller Verkehre und Betrachtung der Gesamtkosten und -umsätze auf Wholesale-Ebene ein tendenziell positives finanzielles Gesamtergebnis für Colt abzeichnen könnte, hat sich seither als zutreffend erwiesen. 3.2.1.2 Vorratsdatenspeicherung Die Erbringer öffentlich zugänglicher Telefondienste und Internetzugangsdienste sind gemäß § 113b TKG zur Speicherung der dort genannten Verkehrsdaten seit dem 01.07.2017 von Gesetzes wegen verpflichtet. Mit Beschluss vom 22.06.2017 hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes festgestellt, dass der klagende Internetzugangsdiensteanbieter bis zum rechtskräftigen Abschluss des Hauptsacheverfahrens nicht verpflichtet ist, die in § 113b Abs. 3 TKG genannten Telekommunikationsverkehrsdaten zu speichern (Az. 13 B 238/17). Aufgrund dieser Entscheidung und ihrer über den Einzelfall hinausgehenden Begründung hat die BNetzA bis zum rechtskräftigen Abschluss eines Hauptsacheverfahrens von Anordnungen und sonstigen Maßnahmen zur Durchsetzung der in § 113b TKG geregelten Speicherverpflichtungen gegenüber allen verpflichteten Unternehmen abgesehen. Es sollen zudem keine Bußgeldverfahren wegen einer nicht erfolgten Umsetzung gegen die verpflichteten Unternehmen eingeleitet werden. Colt ist trotz des Beschlusses und trotz der Aussetzung durch die BNetzA nicht mit letzter Rechtssicherheit von der Verpflichtung ausgenommen, Vorratsdaten zu speichern. Um ganz sicher zu gehen, müsste Colt selbst klagen. Hierauf hat Colt nach intensiver Abwägung verzichtet und das interne Umsetzungsprojekt dementsprechend ausgesetzt. Das OVG NW hat seinen Beschluss des einstweiligen Rechtsschutzes im Hauptsacheverfahren im April 2018 bestätigt. Am 25.09.2019 hat das Bundesverwaltungsgericht als letzte Instanz in einem Vorlagebeschluss den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Klärung der Auslegung der deutschen VDS-Regelung im Hinblick auf die EU-Datenschutzrichtlinie angerufen. Der EuGH hat am 20.09.2022 festgestellt, dass die deutschen Regelungen zur Vorratsdatenspeicherung nicht mit EU-Recht vereinbar sind, d. h. die in Deutschland gesetzlich geregelte anlasslose Vorratsdatenspeicherung verstieß und verstößt gegen Grundrechte der Betroffenen. Der Gesetzgeber muss die Vorratsdatenspeicherung (VDS) nun neu regeln, wobei sich Bundesjustizminister und Innenministerin noch um die Ausgestaltung streiten (Quick Freeze vs. volles Ausnutzen des EuGH-Spielraums). 3.2.1.3 Telekommunikationsüberwachung Colt befindet sich in Umsetzung der Anforderungen der Technische Richtlinie zur Kommunikationsüberwachung (TR TKÜV) 7.2, die gegenüber der der EU-Kommission im Notifizierungsverfahren 2020/810/D von der BNetzA angezeigten finalen Entwurfsfassung keine inhaltlichen Änderungen erfahren hat. Diese wurde zwischenzeitlich durch die TR TKÜV 8.0 ersetzt, die aber lediglich redaktionelle Anpassungen an das revidierte, zum 01.12.2021 in Kraft getretene Telekommunikationsgesetz (TKG) vorgenommen hat (Bezüge zu den Einzelverpflichtungen nach den §§ 170 ff. TKG n. F.). Mit gleichzeitiger Veröffentlichung der Vfg. Nr. 9/2022 im Amtsblatt Nr. 2/2022 der Bundesnetzagentur am 26.01.2022 galt die TR TKÜV 8.0 gemäß § 210 S. 2 TKG ab dem 09.02.2022. Die TR TKÜV 8.1, die neue Festlegungen zur Mitwirkung bei technischen Ermittlungsmaßnahmen bei Mobilfunkgeräten nach § 171 S. 1 TKG, zur Speicherung von Anordnungsdaten nach § 170 Abs. 6 TKG sowie zur Erweiterung der Auskunftsverfahren für Bestandsdaten nach § 174 Abs. 7 TKG enthielt, wurde von Colt 2022 umgesetzt. Derzeit wird die Ausgabe 8.2 als Entwurf von der BNetzA konsultiert. Colt hat sich an der öffentlichen Anhörung der betroffenen Telekommunikationsanbieter am 29.03.2023 in Mainz beteiligt. Durch Weiterentwicklungen in der Technischen Spezifikation 3GPP TS 33.128 zur technischen Umsetzung von Überwachungsmaßnahmen in 5G-Mobilfunknetzen sowie aufgrund veränderter Anforderungen an die Bereitstellung einer vollständigen Überwachungskopie waren erneute Anpassungen notwendig, zudem auch in inhaltlicher und redaktioneller Hinsicht. Die Auswirkungen auf Colt sind begrenzt. 3.2.1.4 EU-Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD II) Seit Inkrafttreten des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG), das auf nationaler Ebene die EU-Zahlungsdiensterichtlinie 2 (PSD II) umsetzt, ist die Entgegennahme/Weitergabe von Entgelten an Dritte nur noch Unternehmen erlaubt, die eine Zahlungsdienste-Lizenz besitzen bzw. von einer Ausnahmeregelung profitieren (s. "Regulatorische Entwicklungen 2017, 2018", Ziff. IV.) Colt nimmt für sich weiterhin die Bereichsausnahme Telekommunikation gemäß § 2 Abs. 3 i.V.m. § 2 Abs. 1 Nr. 11 Buchstabea ZAG in Anspruch. Die Neumeldung und Bestätigung dem VATM gegenüber zur Weitergabe an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), dass die Schwellwerte auch im Jahr 2021 eingehalten wurden, erfolgte am 23.02.2022. 3.2.1.5 Mietleitungsverfahren Colt beteiligt sich nach wie vor an den diversen Verfahren, die vom VATM vor der BNetzA geführt werden und das Vorleistungsangebot der Telekom Deutschland GmbH betreffend Mietleitungen betreffen. Zwei aus Sicht der Wettbewerber erfolgreich geführte Missbrauchsverfahren betreffend Liefer-, Preis- und Leistungskonditionen wurden von Telekom beklagt und befinden sich nun im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln. Ein Entgeltgenehmigungsverfahren wurde unlängst angeschlossen und brachte Absenkungen der Vorleistungskosten mit sich. Das Standardangebotsverfahren zum zukünftigen "Ankerprodukt" VPN 2.0 steht kurz vor einer Entscheidung. Nach wie vor steht allerdings noch eine neue Migrationsvereinbarung aus (Leitungsmigration SDH/Ethernet over SDH auf natives Ethernet), die Telekom überarbeiten muss bzw. BNetzA in ihren Inhalten teilweise neu anordnen. Darüber hinaus steht das Verfahren über die Neufassung der Regulierungsverfügung zu Vorleistungsprodukten im Mietleitungsmarkt kurz vor ihrem Abschluss. Für Colt geht es dabei vor allem um die Frage, in welchem Umfang der Telekom Regulierungsverpflichtungen auferlegt werden. Zwar bezieht Colt vorwiegend unregulierte Mietleitungsprodukte von der Telekom, jedoch beeinflussen die Rahmenbedingungen (techn. Parameter, Entgelte etc.) der regulierten Vorleistungen die unregulierten Vorleistungen wesentlich und geben Colt einen Hebel für Nachverhandlungen des kommerziellen Angebotes der Telekom. 3.2.1.6 TKG-Novelle Die Revision des Telekommunikationsgesetzes (TKG) im Rahmen des Telekommunikationsmodernisierungsgesetzes (TKModG) ist mittlerweile abgeschlossen. Der Bundesrat stimmte dem am 22. April vom Bundestag in zweiter/dritter Lesung verabschiedeten TKModG am 7. Mai 2021 zu (BR-Drs. 325/21). Das damit zum 1. Dezember 2021 in Kraft getretene TKModG wird das TKG in weiten Teilen erneuern. Auswirkungen hat das TKModG vorrangig auf Verbraucher, OTT I-Anbieter (Individual- oder Gruppenkommunikation ohne inhaltliche Angebote, z. B. Instant Messenger und Webmail-Dienste), die Förderung des Breitbandausbaus und die Wohnungswirtschaft - für reine Geschäftskundenanbieter wie Colt sind die Folgen - nicht zuletzt auch dank erfolgreicher Arbeit der Verbände im Gesetzgebungsverfahren - relativ begrenzt, vor allem konnte an vielen Stellen des Gesetzes eine klare Unterscheidung zwischen Verbrauchern und Geschäftskunden erreicht werden mit der Folge, dass Geschäftskundenanbieter von der Umsetzung vieler verbraucherspezifischer Regelungen ausgenommen sind.
Die neuen oder revidierten Verpflichtungen des novellierten TKG sind mittlerweile vollständig umgesetzt. 3.3 Weitere Risiken Nebst den regulatorischen Entwicklungen, die mit höheren Anforderungen an Transparenz und Geschwindigkeit einhergehen, sehen wir weitere Risiken durch den Wettbewerb im Markt. Ferner fordert das Geschäft immer hohen Investitionsbestand und entsprechende Instandhaltungskosten, die hohe Liquidität benötigen. Bestandsgefährdende Risiken sehen wir aufgrund der Finanzierung durch das Mutterunternehmen nicht. Gestiegene Energiekosten im Bereich Rechenzentrumsleistungen kann die Gesellschaft per Vertrag an die Kunden weitergeben. Im Bereich der Knoten hat Colt die Kosten selbst zu tragen. Ukraine-Situation: Wir überwachen weiterhin sorgfältig die Situation in der Ukraine und mögliche Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter oder Dienstleistungen. Colt besitzt keine eigene Infrastruktur und beschäftigt keine Mitarbeiter in Russland oder der Ukraine und wir erwarten keine Auswirkungen auf unser Netzwerk, unsere Dienstleistungen oder unsere Lieferkette. Anfang März 2022 hat die Colt-Gruppe angesichts der Verhängung zusätzlicher Sanktionen gegen mit Russland verbundene Organisationen und Einzelpersonen durch das Vereinigte Königreich und die EU einen Sanktionsausschuss eingerichtet, dessen Aufgabe es ist, die Vorgehensweise der Colt-Gruppe in bestimmten Gebieten zu prüfen und Entscheidungen über bestimmte Kunden- oder Lieferantenangelegenheiten zu treffen. Die Beschaffungs-, Vertriebs- und Risikoteams der Colt-Gruppe waren an der Berichterstattung an das Initial Assessment Team (IAT) oder den Sanktionsausschuss über B-End-Dienste die in Russland enden, über Dritte deren Betrieb von Russland abhängig war und über Anfragen zu Kunden oder Lieferanten in Bezug auf Großbritannien und/oder oder EU-Sanktionslisten beteiligt. Unsere erfahrenen BCM- und Health & Safety-Teams überwachen und verwalten permanent die Situation. Colt arbeitet nach dem ISO 22301:2019-Standard, bei dem alle identifizierten kritischen Geschäftsfunktionen über bewährte Business Continuity-Pläne verfügen. Wir betreiben ein globales Netzwerk und verfügen über mehrere operative Zentren auf der ganzen Welt mit starken und gut getesteten Kontinuitätsplänen. Wir beobachten ständig Bedrohungen und Bedrohungsgruppen, sehen aber derzeit nichts Spezifisches für die Situation in der Ukraine. Wir testen und validieren unsere Cyber Response Playbooks regelmäßig gegen eine Vielzahl von cyberbasierten Bedrohungen. Wir erwarten momentan keine Auswirkungen auf unsere Lieferkette und arbeiten mit unseren Lieferanten und Partnern zusammen, um die jeweils aktuelle Situation zu bewerten. Für einige Kunden arbeiten wir mit lokalen Anbietern in Russland zusammen. Wir arbeiten mit unseren Partnern zusammen, um die Auswirkungen auf ihre Dienstleistungen zu verstehen. 3.4 Chancenbericht Bedingt durch Markt-Fokussierung mittels des Geschäftsbereichs Netzwerke wird ein profitableres Umsatzwachstum angestrebt, um die Umsatz- und Gewinnrückgänge im Sprachbereich zu kompensieren. Auf Grund der organisatorischen Aufstellung mit Shared Service Centers in kostengünstigen Ländern werden weitere Skalierungseffekte genutzt. Den Markt für Cloud Computing sehen wir weiterhin als wesentliche Chance für unsere Gesellschaft. Ferner sehen wir auch ein erhebliches Potential in der Erweiterung unserer Netze in Osteuropa. Colt hat die Beziehungen zu seinen Kunden und Partnern im Jahr 2022 weiter gestärkt, mit besonderem Schwerpunkt auf der gemeinsamen Entwicklung von Lösungen mit seinen Partnern und der Erweiterung seiner Reichweite mit Cloud Service Providern (CSPs). Die Colt-Gruppe hat sich auch auf Nachhaltigkeit konzentriert, ein Schlüsselelement seiner Strategie. Im Jahr 2022 veröffentlichte die Colt-Gruppe ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht und hat sich wissenschaftlich fundierte Ziele zur CO 2-Reduktion gesetzt. Lumen (EMEA) : Am 2. November 2022 gab Lumen Technologies Inc. (NYSE: LUMN) (Lumen) den Abschluss einer Vereinbarung über die Veräußerung seines EMEA-Geschäfts (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) an die Colt-Gruppe für 1,8 Mrd. USD bekannt. Am 8. Februar 2023 wurde ein Share Sale and Purchase Agreement in Bezug auf diese geplante Übernahme unterzeichnet. Diese geplante Transaktion unterliegt behördlicher Zustimmungen und würde die Veräußerung von Lumens EMEA-Geschäft einschließlich seiner Netzwerke, Rechenzentren und Netzwerkausrüstung in EMEA, an die Colt-Gruppe beinhalten. Sollte diese geplante Transaktion zustande kommen, beabsichtigen die Colt-Gruppe und Lumen, eine strategische Beziehung aufzubauen, die es Colt ermöglicht, weiterhin EMEA-basierte Kunden zu unterstützen, die Serviceanforderungen außerhalb von EMEA haben. 3.5 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess Zur Identifizierung aktueller und zukünftiger Risiken nutzt Colt wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten einheitlichen Unternehmensrichtlinien, sorgfältige Auswahl und Schulung von Mitarbeitern, Einsatz von zuverlässigen und zeitgemäßen IT-Systemen sowie angemessene Kontroll- und Prüfschritte in allen Kernprozessen. Ziel ist die Einhaltung von externen und internen Anforderungen. Diese Maßnahmen sollen die Geschäftsführung sowie die Konzernleitung in die Lage versetzen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und angemessen gegenzusteuern. So wird beispielsweise dem allgemeinen Kreditrisiko mit der entsprechenden Vorgabe von Kreditlimits pro Kunden, dem Anfordern von Sicherheits- und Abschlagszahlungen, einer permanenten Kreditlimitüberwachung und einem zeitgerechten Mahn- und Abschaltwesen begegnet. Darüber hinaus wurden für das allgemeine Kreditrisiko Einzel- und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die erforderlichen Wertberichtigungen wurden in Abhängigkeit der Alters- und Kundenstruktur mit unterschiedlichen Prozentsätzen auf den Forderungsbestand am Bilanzstichtag ermittelt. Im Rahmen der weiteren Off-Shore-Aktivitäten werden Risiko- und Risikofrüherkennungen im Auftrag der lokalen Geschäftsführung durch die Shared-Service-Center sichergestellt. 3.6 Datenschutz Die Colt-Gruppe hat verschiedene Dokumente und Policies um die Sicherheit der Netze und Systeme zu unterstützen. Ein Kernpunkt ist ISO 27001, welche die Prozesse rund um das Sicherheitsmanagement behandelt. Die entsprechenden Zertifikate können eingesehen werden. Die Colt-Gruppe ist Mitglied im ISF (Information Security Forum) und interagiert mit nationalen und internationalen Computer Emergency Response Teams (CERT). Im Detail hat Colt Standards und Prozeduren die sich z.B. um Security Incident Response, Security Risk Management und Minimum Data Protection kümmern. Regeln und Prozeduren zur Datenschutzgrundverordnung wurden bei Colt eingeführt und dokumentiert. Länderspezifische Ansprechpartner für Datenschutz wurden ernannt und stehen Colt Mitarbeitern und Kunden zur Verfügung. Systeme und Prozesse werden kontinuierlich der aktuellen Bedrohungslage und dem Stand der Technik angepasst
Frankfurt am Main, den 20. Juni 2023 Richard Tilbrook, Geschäftsführer
1 Statistisches Bundesamt, 02.01.2023
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine AngabenDie Colt Technology Services GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB Reg. Nr. 46123). Die Colt Technology Services GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Allgemeine Angaben Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Gesellschaft ist von der finanziellen Unterstützung der Colt-Gruppe abhängig. Zu diesem Zweck wurde von der Muttergesellschaft, Colt Group Holdings Limited, eine Patronatserklärung abgegeben. Danach unternimmt die Colt Group Holdings Limited alle angemessenen Anstrengungen, um der Gesellschaft die notwendige finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, so dass die Gesellschaft in der Lage ist ihre Unternehmenstätigkeit fortzuführen und ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter € 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (diese betreffen zuordenbare Einzelkosten sowie angemessene anteilige Gemeinkosten, Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt) abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sollte die dauerhafte Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr vorliegen, wird entsprechend zugeschrieben. Die Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Folgende Nutzungsdauern werden pro Kategorie angesetzt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich analog der steuerrechtlichen Regelung vorgegangen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250 nicht übersteigen. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2022 wurde eine Gesellschaft vor dem Hintergrund der geplanten Ausgliederung eines Rechenzentrums erworben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Darüber hinaus ist für das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalabwertung vorgenommen worden. Die erforderlichen Abwertungen wurden in Abhängigkeit der Alters- und Kundenstruktur mit unterschiedlichen Prozentsätzen auf den Forderungsbestand am Bilanzstichtag ermittelt. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage werden zum Nennwert bilanziert Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückbau-/Renovierungsverpflichtungen - Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbau-/Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurde die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von durchschnittlich 1,27 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Seit 2013 wird die Vereinfachungsmöglichkeit in Anspruch genommen, die Beträge, die in gleichen "Jahresscheiben" anfallen, mit dem einheitlichen Zinssatz der durchschnittlichen Restlaufzeit abzuzinsen (entsprechend IDW RS HFA 34). Hierbei wurden im Berichtsjahr Zinssätze von 0,43 % bis 1,17 % angewandt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zu ihrem Nennbetrag, alle übrigen Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Fremdwährungsumrechnung Aus Vereinfachungsgründen erfolgt die unterjährige Verbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Zum 31.12.2022 wurden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt und latente Steuern mit einem Steuersatz von 31,71 % errechnet. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern, der nicht bilanziert wurde. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Bei den in den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaft:
Umlaufvermögen Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit Ausnahme der Kautionen (sonstige Vermögensgegenstände T€ 409; Vorjahr T€ 125) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und dem Cashpool (T€ 5.850; Vorjahr T€ 2.724). Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Mieten und Wartungsleistungen für die folgenden Geschäftsjahre abgegrenzt. Eigenkapital Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt (in €):
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel:
Zum 31.12.2022 bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Lohnsteuer, Quellensteuer, Umsatzsteuer (T€ 1.540; Vorjahr T€ 2.283) und Sozialversicherungsverbindlichkeiten (T€ 263; Vorjahr T€ 316). Passive Rechnungsabgrenzungsposten Der passiveRechnungsabgrenzungsposten besteht aus geschäftsjahresübergreifenden Rechnungen an Kunden. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse enthalten die an Kunden berechneten Entgelte für Leistungen nach Abzug von Preisnachlässen, Rabatten und Skonti, jedoch ohne Mehrwertsteuer und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Umsätze wurden in Deutschland erzielt. Die Kostenweiterbelastungen für im Unternehmen erstellte Leistungen sowie mit direktem Kostenbezug werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:
Weitere periodenfremde Erträge haben sich nicht ergeben. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen enthalten wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen. Aufgrund einer Korrekturbuchung im Vorjahr in Höhe von T€ 7.900 ist der Gesamtbetrag der Abschreibungen nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind sonstige Steuern in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 5) ausgewiesen. Die Kosten für die Weiterbelastungen der Konzernobergesellschaft für das Netzwerk wurden um den Kostenanteil für im Unternehmen erstellte Leistungen reduziert und werden in der Position Materialaufwand ausgewiesen. V. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 423 (Vorjahr 411) Mitarbeiter (Angestellte) beschäftigt, davon 269 im Service, 122 im Vertrieb und 33 in der Verwaltung. Geschäftsführung Vertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2022
Die Geschäftsführer haben im laufenden Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen Gebäude in verschiedenen Städten, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Bei den sonstigen Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um Gestattungsverträge und Wegerechte für Rohr- und Kabeltrassen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Als natürliche nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Es bestehen keine sonstigen Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Zusammenfassung der wesentlichen Geschäftemit nahestehenden Unternehmen nach Geschäftsarten:
Die Muttergesellschaft, Colt Group Holdings Limited, London/England, hat gegenüber der Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Es wird auf die Ausführungen im Abschnitt II.1. verwiesen. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr umfasst:
Gesellschafter und Konzernverhältnisse Gesellschafter ist zum 31. Dezember 2022 ausschließlich die Colt Technology Services Europe Ltd., London/England. Der Konzernabschluss wird für den kleinsten und größten Kreis von der Colt Group Holdings Limited, London/England, aufgestellt und ist auf der Plattform des Companies House verfügbar. Jahresergebnis Der Jahresfehlbetrag von T€ 31.075 wird zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Frankfurt am Main, den 20. Juni 2023 Richard Tilbrook, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Colt Technology Services GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Colt Technology Services GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Colt Technology Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 20. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Christopher Finke, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 21. Juni 2023 festgestellt. |
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