Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 119825
Vorher
zeros + ones Agentur für neue Medien GmbHzeros+ones GmbHdiva-e zeros+ones GmbHdiva-e Platforms GmbH
Eingetragen
11.3.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Informationssystemen aller Art, insbesondere multimediale Präsentationen von Produkten und Unternehmen, Videound Musikproduktionen, Grafikdesign einschließlich einschlägiger Vermittlungsleistungen, Beratung, Schulung und Projektierung beim Einsatz multimedialer Systeme, sowie alle Geschäfte, die mit diesem Geschäftszweck zusammenhängen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Peschl
seit 2.6.2021
Geschäftsführer
Frank Rauchfuß
seit 2.6.2021
Geschäftsführer
Björn Paul Stieler
seit 28.5.2021
Geschäftsführer
Torsten Green
seit 20.10.2001
Geschäftsführer
Dietrich Hueck
seit 20.10.2001
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

diva-e NEXT GmbH (vormals: diva-e Platforms GmbH)

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Inhaltsverzeichnis

Grundlagen des Unternehmens

Veränderung der Unternehmensstruktur

Veränderung in der Geschäftsführung

Strategie

Geschäftstätigkeit und Geschäftsfelder

Wirtschaftliches Umfeld

Märkte

Gesamtwirtschaftliche Lage

Branchenentwicklung

Wirtschaftsbericht

Ertragslage

Zins- und Finanzergebnis

Finanzlage

Vermögenslage

Gesamtaussage des Managements zur wirtschaftlichen Lage

Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungssysteme

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter:innen

Corporate Social Responsibility

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen/Chancen im Branchenumfeld

Unternehmensstrategische Chancen

Risiken

Risiken aus externen Rahmenbedingungen

Branchenrisiken

Leistungswirtschaftliche Risiken

Finanzielle Risiken

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/Branchenentwicklung

Prognose und Gesamtaussage zur voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens

Nachtragsbericht

Grundlagen des Unternehmens

Die diva-e NEXT GmbH gehört zu den führenden E-Commerce-Dienstleistern und Digitalagenturen in Deutschland, die auf die Umsetzung von Internet- und Technologieprojekten und deren Webseiten spezialisiert ist. Das Unternehmen besitzt langjährige Erfahrung und technologische Expertise bei der Planung, Umsetzung und Optimierung von Projekten entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette. Zu den Kunden des Unternehmens zählen sowohl mittelständische Betriebe als auch Großkonzerne, überwiegend mit Sitz in Deutschland und den übrigen EU-Mitgliedsstaaten. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in außereuropäischen Märkten tätig, insbesondere in Nordamerika.

Der Hauptsitz des Unternehmens ist München. Zum 31. Dezember 2021 unterhielt die diva-e NEXT außerdem Standorte in Berlin, Frankfurt a.M., Hamburg, Jena, Karlsruhe, Leipzig und Stuttgart.

Die diva-e NEXT GmbH ist eingegliedert in die diva-e Gruppe, zusammengefasst unter der Konzernholding Digitronics Holding GmbH.

Veränderung der Unternehmensstruktur

Im Berichtsjahr wurde die diva-e Platforms GmbH mit Wirkung zum 10. April 2021 in die diva-e NEXT GmbH umfirmiert.

Die Schwestergesellschaften diva-e Products GmbH und pro!vision GmbH wurden im Sommer 2021 rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die diva-e NEXT GmbH verschmolzen.

Die diva-e NEXT hat am 11. November 2021 rückwirkend zum 1. Januar 2021 die Howiger GmbH, Jena, übernommen, die die Beratung, Umsetzung und den Betrieb von Digitalisierungsprojekten übernimmt. Zudem ist Howiger als zertifizierter MuleSoft-Partner auf Datenintegration spezialisiert.

Veränderung in der Geschäftsführung

Für die diva-e NEXT GmbH sind zu Geschäftsführern bestellt:

Torsten Green

Björn Stieler (ab 01.04.2021)

Frank Rauchfuß (ab 15.05.2021)

Michael Peschl (ab 15.05.2021)

Marcel Fuhlmann (bis 15.05.2021)

Sascha Sauer (bis 15.05.2021)

Sirko Schneppe (bis 15.05.2021)

Strategie

Die diva-e NEXT verfolgt die Strategie eines nachhaltig organischen Wachstums. Mit dem Strategieprogramm Vision 2025: "We create digital champions" liegt der Fokus auf weiterem Wachstum und darauf, führend auf dem Markt der Digital Solution Provider als "Transactional Experience Partner" 1 2 im deutschsprachigen Raum zu agieren. Ziel ist es, nach Jahren eines anhaltend stark anorganischen Wachstums, den Ausbau der Marktstellung voranzutreiben und nachhaltig organisch zu wachsen.

1 https://www.wuv.de/Archiv/Diva-e-will-mehr-Verantwortung

2 https://www.diva-e.com/en/txp/

Geschäftstätigkeit und Geschäftsfelder

Das Leistungsangebot der NEXT umfasst insbesondere:

Projektmanagement und Agile Consulting

Consulting und Weiterentwicklung von Enterprise & Marketing Cloud Suites

User Experience und Interface Consulting

Data Analytics und Entwicklung im Rahmen von Customer Data Platforms (CDP)

Strategy Consulting im Rahmen von TXP Plattformen und Data-Drive-Business

Entwicklung von kundenindividuellen Softwarelösungen

"Best of Breed" Lösungen für Content- und Commerce-Kunden

Performance Marketing, Content Marketing sowie SEO und SEA

Services und Produkte spiegeln sich in der Organisationsstruktur wider, die sich in Competence Units und darunterliegende Competence Center gliedert.

Wirtschaftliches Umfeld

Im Zuge der Eindämmung der Covid-19-Pandemie in Folge von Impfkampagnen hat sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021 ab dem Frühjahr kräftig erholt. Fehlende Frachtkapazitäten und neuerliche Schutzmaßnahmen in China haben zu Staus und Verzögerungen im globalen Handel geführt, wodurch die weltweiten Lieferketten beeinträchtigt wurden. Fehlende Rohstoffe und Vorprodukte haben zum Jahresende zu einer nachlassenden Dynamik der Konjunkturentwicklung insbesondere im Industriebereich geführt. Aus der ungebrochen hohen Nachfrage in vielen Bereichen resultierten in der Folge erhebliche Preissteigerungen insbesondere bei Vorleistungsgütern 3 .

3 https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2021/12/17-konjunktur-weltwirtschaft.html

Märkte

Digitale Werbung und digitales Marketing zählen mittlerweile zu den zentralen und unverzichtbaren Kommunikationskanälen. So hat der Markt für digitale Werbung nach Angaben des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in den vergangenen Jahren ein jährlich beständiges Wachstum gezeigt. Die Werbeumsätze im E-Commerce haben durch die Schutzmaßnahmen und Lockdowns im Zuge der Covid-19-Pandemie zusätzlich Schub bekommen. Anders als in vielen anderen Wirtschaftszweigen ist nicht mit langfristig negativen Folgen der Pandemie im digitalen Werbemarkt zu rechnen, Lieferengpässe sind höchstens aufgrund von personell begrenzten Ressourcen in Einzelfällen zu erwarten.

Der BVDW rechnet daher für die kommenden Jahre mit einer Fortsetzung des stetigen Branchenwachstums unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 4 .

Dem Internetagenturranking von iBusiness zufolge hat die Pandemie dennoch auf Unternehmensebene viele Digitalagenturen wirtschaftlich getroffen. Andererseits sind trotz starker Marktturbulenzen viele Agenturen gewachsen. Die deutschen Full-Service-Internetagenturen haben für das Internetagentur-Ranking im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 zusammen 1,88 Milliarden Euro Honorarumsatz -gemeldet (Drittkosten und Umsätze, die keine Interaktiv-Honorare sind - beispielsweise Media-Budgets und Software-Lizenzen - werden herausgerechnet). Insgesamt 17.393 festangestellte MitarbeiterInnen beschäftigen die gelisteten 159 Top-Agenturen. Das ist nominell sowohl bei der Gesamtmitarbeiterzahl (-4,1 Prozent) als auch beim Gesamtumsatz (-2,9 Prozent) jeweils ein Rückgang 5 .

Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingung bestätigt das Digitalagenturen-Ranking des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), welches seit 2001 erhoben wird, die sehr gute Marktstellung der diva-e GmbH. Zugleich bringt das Agenturranking das Wettbewerbsumfeld gut zum Ausdruck. Der Gesamtumsatz der darin beteiligten Internetagenturen ist in Summe 2,9 % gesunken, was die durch Covid-getriebene Entwicklung der Branchen gut widerspiegelt. Die unmittelbaren Wettbewerber, mit denen die diva-e NEXT GmbH vor allem bei großen Ausschreibungen internationaler Konzerne konkurriert, lassen sich zwei Bereichen zuordnen: dem kreativ-technologischen Bereich und dem Bereich Global Service Provider - internationale Beratungshäuser, die zunehmend in den Markt eintreten. Im Agenturenranking liegt das Unternehmen in den vergangenen Jahren beständig unter den Top-10-Platzierten 6 .

Die qualitative Arbeit des Unternehmens wird auch von unabhängiger Stelle wiederholt ausgezeichnet. So wurde im vergangenen Jahr diva-e NEXT der Red Dot Award 7 in der Kategorie "Brands & Communication" für ein Webprojekt verliehen, das für den Fußballverein Hertha BSC realisiert wurde.

4 https://www.bvdw.org/fileadmin/bvdw/upload/studien/ovk-reports/OVK-Online-Report_2021-01_final.pdf

5 https://www.ibusiness.de/aktuell/db/118636SUR.html

6 https://www.bvdw.org/der-bvdw/gremien/internetagentur-ranking/ranking

7 https://www.diva-e.com/de/news/diva-e-erhaelt-red-dot-award-fuer-neue-hertha-bsc-website/

Gesamtwirtschaftliche Lage

In Deutschland verlief die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ebenso wie in zahlreichen Nachbarländern nach Branchen gesehen unterschiedlich. 8 Die Schutzmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hatten vor allem für den Handel und viele Dienstleistungsbereiche negative Effekte. Dagegen zeigten sich viele Industriesektoren in der ersten Jahreshälfte vergleichsweise robust. Ab dem Sommer kehrte sich die Lage um. Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen dämpften die konjunkturelle Dynamik in der Industrie. In einzelnen Branchen wie etwa der Automobilindustrie kam es zu Produktionsausfällen aufgrund von Lieferengpässen bei Halbleitern. So standen temporären Rückgängen bei der Produktionsleistung eine positive Entwicklung bei den Auftragseingängen und sehr zuversichtliche Exporterwartungen gegenüber. Die Unternehmen im Handel und in den Dienstleistungsbereichen hingegen profitierten von den schrittweisen Lockerungen im öffentlichen Leben, ehe diese Sektoren zum Herbst hin von einem Wiederaufflammen des Pandemiegeschehens betroffen waren. Insgesamt ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,9 Prozent gestiegen 9 .

8 https://www.ifo.de/DocDL/sd-2022-01-freuding-seitz-wohlrabe-branchenentwicklung.pdf

9 https://de.statista.com/themen/26/bip/ :~:text=Das%20Bruttoinlandsprodukt%20(BIP)%20in%20Deutschland,Vorjahr%20um%202%2C9%20Prozent.

Branchenentwicklung

Der Dienstleistungsbereich Information und Kommunikation entwickelte sich im Jahr 2021 mit einer Veränderung von +3,3 % gegenüber Vorjahr besser als die Gesamtwirtschaft 10 . Das Geschäftsklima in der Informationstechnologie- und Kommunikationsbranche bewegte sich zum Jahresende 2021 auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor Ausbruch der Covid-19-Pandemie Anfang 2020. Der Bitkom-ifo-Digitalindex 11 lag im Dezember 2021 bei 24,0 Punkten. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lag der Wert bei 19,4 Punkten.

Zugleich bringt das Agenturranking von iBusiness 12 das Wettbewerbsumfeld gut zum Ausdruck. Der Gesamtumsatz der darin beteiligten Internetagenturen ist im Jahr 2021 in Summe um 2,9 % gesunken, was die durch Covid-19-geprägte Entwicklung der Branchen gut widerspiegelt.

10 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2022/BIP2021/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile

11 https://www.bitkom.org/sites/default/files/2022-01/bitkom-ifo-digitalindex_web_dezember_2021-1.xlsx

12 https://www.ibusiness.de/aktuell/db/118636SUR.html

Wirtschaftsbericht

Die Produktlinie EPWR ist zum 01.04.2021 durch die diva-e NEXT verkauft worden, da sie nach eingehender Analyse nicht zur künftigen strategischen Ausrichtung der diva-e-Gruppe passt und die zukünftigen Wachstumsaussichten als deutlich begrenzt beurteilt werden.

Mit der Übernahme der Howiger GmbH durch die diva-e NEXT und deren Integration in die Salesforce-Unit sind der Geschäftsbereich und das Know-how in einer wachstumsstarken Technologie gestärkt worden.

Aufgrund der im vergangenen Geschäftsjahr vorgenommenen Verschmelzung der Schwestergesellschaften diva-e Products GmbH und pro!vision GmbH auf die diva-e NEXT und des Zukaufs der Howiger GmbH ist der Abschluss nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Die Vorjahreswerte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten die Werte der Einzelgesellschaft. Um eine Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen zu erreichen, werden im Folgenden die Vorjahreswerte der verschmolzenen Gesellschaften in Summe dargestellt.

Ertragslage

Der Umsatz der diva-e NEXT ist im Geschäftsjahr 2021 um 20,2 % von 53,4 Mio. € auf 64,2 Mio. € gestiegen. Insbesondere der Digitalisierungsschub nach der COVID-Pandemie hat die Geschäftsentwicklung der diva-e NEXT nachhaltig geprägt. So haben erneute Infektionsschutzmaßnahmen branchenübergreifend den Digitalisierungstrend 13 innerhalb der Gesamtwirtschaft verstärkt. Dementsprechend verzeichnete die diva-e NEXT eine starke Nachfrage seitens ihrer Bestands-, aber auch von Neukund:innen in allen Geschäftsbereichen. So konnten eine Reihe von Großkunden unter anderem aus dem Einzelhandelssektor gewonnen werden, die perspektivisch weiteres Wachstumspotenzial besitzen. Gleichzeitig haben sich dabei zunehmend positive Impulse einer Anpassung der im Projektgeschäft verrechneten Honorarsätze bemerkbar gemacht.

Im Berichtsjahr hat die diva-e NEXT einen Rohertrag von 52,5 Mio. € erzielt, welcher das Ergebnis der Umsatzerlöse, Bestandsveränderungen, aktivierten Eigenleistungen abzüglich des Materialaufwandes widerspiegelt. Dies entspricht einem Anstieg von 10,0 % gegenüber dem Vorjahreswert (2020: 47,7 Mio. €). Der Anstieg ist sowohl auf das organische Wachstum (Mitarbeiterwachstum) als auch auf Umsätze durch höheren Zukauf von Leistungen durch freie Mitarbeiter:innen zurückzuführen.

Die Materialkosten bestehen ausschließlich aus bezogenen Leistungen und erreichten im Geschäftsjahr 11,8 Mio. € (2020: 5,8 Mio. €). Im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Erholung zur Mitte des Geschäftsjahres hat das Unternehmen eine ausgesprochen dynamisch steigende Nachfrage von Kund:innenseite verzeichnet, durch die es im operativen Geschäft zunehmend zu Kapazitätsengpässen gekommen ist. Zusätzliche Ausfälle von Mitarbeiter:innen aufgrund eines erhöhten Krankenstands im Zuge der Pandemie haben in dieser Situation zu zusätzlichen Belastungen geführt. Um dennoch das Marktmomentum aktiv zu nutzen, bestehende Umsatzpotenziale zu realisieren und neue Kund:innen zu akquirieren, hat diva-e NEXT verstärkt freie Mitarbeiter:innen eingesetzt, um das Auftragsvolumen zu bearbeiten. Die dadurch entstandene temporäre Belastung der Umsatz-EBITDA-Relation hat die Geschäftsführung bewusst zugelassen mit Blick auf das im Gegenzug entstandene organische Wachstum. Strategisch gesehen werden zudem die so weit wie möglich langfristig gewonnenen Kund:innen zunehmend aus den aufgestockten internen Kapazitäten heraus bedient.

Die Personalkosten im Geschäftsjahr 2021 sind auf 35,1 Mio. € gesunken (2020: 35,6 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Veränderung der Anzahl der Geschäftsführer als auch auf die zu Beginn des Jahres 2021 erfolgte Umstrukturierung innerhalb der diva-e Gruppe zurückzuführen ist. Mitarbeiter:innen aus den Bereichen Sales und Key-Accountmanagement sind im Zuge dessen in die Muttergesellschaft diva-e Digital Value Excellence GmbH gewechselt. Ebenso ist das komplette Team AMS (Application Management) in die diva-e Cloud GmbH gewechselt. Abseits dieser Entwicklungen erfolgten neben der Aufstockung des Personalbestandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Gehaltsanpassungen bei den vorhandenen Mitarbeiter:innen im Rahmen der üblichen Branchenentwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,3 Mio. € (2020: 1,0 Mio. €).

Die bereits in 2019 geschlossenen neuen Mietverträge für unsere Betriebsstätten in Berlin und München trugen auch in 2021 zu höheren Betriebsausgaben bei. Für beide Standorte wurden größere Flächen als in 2021 für eigene Mitarbeiter:innen benötigt, angemietet. Dies erfolgte mit Blick auf den aufgestellten Wachstumsplan 2021-2023, sowohl im Mitarbeiterstamm als auch im Umsatz und EBITDA. Ein Teil der Flächen in München konnte ab September 2021 untervermietet werden, was aber erst ab Dezember 2021 ergebniswirksame Auswirkungen hatte. An unserem Berliner Standort konnten wir erfolgreich Teilflächen vorzeitig zu Ende Mai 2021 abmieten und weitere Reduzierungen folgen im Jahr 2022.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 16,1 Mio. € (2020: 11,7 Mio. €). Der Hauptanstieg der Kosten resultiert größtenteils aus höheren Mietaufwendungen und Verlusten aus der Verschmelzung/Umwandlung in Höhe von 0,7 Mio. €. Außerdem darin enthalten ist die Verwaltungskostenumlage der Muttergesellschaft von 7,2 Mio. € (2020: 5,9 Mio. €) deren Erhöhung zurückzuführen ist auf höhere Personalkosten aufgrund der mit Beginn 2021 vollzogenen Umstrukturierung (den Wechsel des Sales- und Key-Accountmanagements aus den Tochtergesellschaften in die diva-e Digital Value Excellence GmbH) als auch erhöhten Recruitingkosten um das gesteckte Ziel des Mitarbeiterwachstums zu erreichen. Lässt man diese Aufwendungen sowie Reorganisationskosten und Kosten für die Integration von Flächen & Standorten von insgesamt 1,9 Mio €. unberücksichtigt, liegt das EBITDA auf normalisierter Basis bei 11,7 Mio. € und damit über dem entsprechenden Vorjahreswert von 8,6 Mio. €.

Reisekosten bleiben weiterhin niedrig. Gleichzeitig haben eine verminderte Reisetätigkeit und der Ersatz von physischen Mitarbeiter:innen- und Kund:innen-Veranstaltungen durch digitale Events 14 zu Kosteneinsparungen geführt.

Das Ergebnis nach Steuern erreichte 2,0 Mio. €. Im Vorjahr betrug das Ergebnis -0,1 Mio. €.

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft wurde der erzielte Gewinn zu 100 % an diese Mutter abgeführt.

13 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Digitalisierungsindex/publikation-download-Langfassung-digitalisierungsindex-2021.pdf?__blob=publicationFile&v=2

14 https://www.diva-e.com/de/news/stayhealthy-stayoptimistic-staystrong/

Zins- und Finanzergebnis

Das Zins- und Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 0,1 Mio. € (2020: 0,2 Mio. €).

Finanzlage

Die Gesellschaft hat am 15. November 2016 einen Cash-Pooling-Vertrag mit der Muttergesellschaft, diva-e Digital Value Excellence GmbH, abgeschlossen. Hieraus resultiert zum Bilanzstichtag ein Liquiditätsüberschuss von 5,0 Mio. € (2020: 4,4 Mio. €). Trotz weiterer Belastungen durch die Covid-19-Pandemie konnte die Gesellschaft einen positiven operativen Cashflow in Höhe von 0,6 Mio. € erwirtschaften (2020: 0,9 Mio. €, bereinigt um Forderungen in Höhe von 2,5 Mio. € an die Muttergesellschaft diva-e Digital Value Excellence GmbH durch das initiale einsetzten des Cash-Pooling bei dem Addon pro!vision GmbH).

Die außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich stichtagsbedingt um 4,5 Mio. € auf 32,1 Mio. € (Vorjahr 36,6 Mio. €) reduziert, was im Wesentlichen aus den Mietvertragsverpflichtungen abzuleiten ist.

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Soweit erforderlich, kann die Gesellschaft jederzeit durch den bestehenden Cash-Pooling-Vertrag auch auf liquide Mittel der Muttergesellschaft zugreifen.

Vermögenslage

Die Sachanlagen lagen zum Bilanzstichtag im Geschäftsjahr 2021 bei 1,9 Mio. € und damit unverändert gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert zum 31.12.2020 von 1,9 Mio. €. Den Abschreibungen standen die Anschaffungen von IT-Ausrüstung für neue Mitarbeiter:innen, aber auch für Ersatzbeschaffung gegenüber.

Wie bereits in den vergangenen Geschäftsjahren ist die Bilanz auf der Aktivseite geprägt durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,0 Mio. € (2020: 9,6 Mio. €) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 5,6 Mio. € (2020: 5,2 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich damit um 2,4 Mio. € erhöht. Die Forderung gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus einem Liquiditätsüberschuss in Höhe von 5,0 Mio. € im Rahmen des Cash-Pooling-Vertrags mit der Muttergesellschaft.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Vorsteuern im Folgejahr abziehbar von 0,1 Mio. €, Umsatzsteuer von 0,1 Mio. € und Kautionen von 0,2 Mio. € und belaufen sich stichtagsbedingt insgesamt auf 0,5 Mio. €.

Die Passivseite ist insbesondere bestimmt durch Leistungsverbindlichkeiten von 4,8 Mio. € (2020: 4,9 Mio. €). Darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen der diva-e-Gruppe in Höhe von 6,1 Mio. € (2020: 3,4 Mio. €), die im Wesentlichen aus der Abrechnung der Verwaltungskostenumlage zum 31. Dezember 2021, Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung sowie aus der Umsatzsteuerzahllast aufgrund der Umsatzsteuerorganschaft an die Muttergesellschaft resultieren. Außerdem enthalten sind 0,7 Mio. € für Darlehensverbindlichkeiten aus Mietkäufen.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2021 Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mio. € gebildet (2020: 2,4 Mio. €), welche sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. € und Rückvergütungsansprüchen gegenüber Kunden in Höhe von 0,1 Mio. € für zusammensetzen.

Die Bilanzsumme der diva-e NEXT GmbH stieg zum 31. Dezember 2021 im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 2,3 Mio. € auf 20,6 Mio. € (2020: 18,3 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte auf der Aktivseite vor allem aus höheren Forderungen, auf der Passivseite hauptsächlich aus höheren Verbindlichkeiten und gestiegenem Eigenkapital. Die Erhöhung der Kapitalrücklage von 2,4 Mio. € auf 5,9 Mio. € resultiert aus der Verschmelzung der Schwestergesellschaften diva-e Products und pro!vision auf die diva-e NEXT.

Die Eigenkapitalquote beträgt 40,8 % (Vorjahr: 46,3 %).

Gesamtaussage des Managements zur wirtschaftlichen Lage

Die geplante Gesamtleistung von 54,6 Mio. € wurde mit einer erreichten Gesamtleistung von 64,2 Mio. € um 17,7 % übertroffen, aber der geplante Rohertrag von 51,2 Mio. € wurde mit einem Ergebnis von 52,5 Mio. € nur mit 2,5 % leicht übertroffen. Die schlechtere Konversion von Gesamtleistung in Rohertrag liegt an dem überplanmäßigen Einsatz von Freelancern. Dieser war notwendig, um den internen Kapazitätsmangel auszugleichen, der durch den Einstellungsstopp während des Lockdowns im Jahr 2020 sowie dem folgenden kompetitiven Arbeitsmarkt entstanden ist, und das anziehende Absatzpotenzial des Marktes möglichst umfänglich zu nutzen. Der fehlende Rohertrag wird teilweise durch unterplanmäßige Personalaufwände und sonstige betriebliche Aufwendungen kompensiert. Der Personalaufwand ist aufgrund des nicht realisierten Einstellungsplans unter den Erwartungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen unter dem Planwert, aufgrund aufrecht erhaltener Einsparungsmaßnahmen und Restriktionen (insbesondere betreffend Reise-, Werbungs- und Eventkosten). Im Ergebnis liegt das normalisierte EBITDA mit 11,7 Mio. € 1,7 % über dem geplanten EBITDA von 11,5 Mio. €.

In Summe verlief die Geschäftsentwicklung der diva-e NEXT GmbH im Jahr 2021 besser als erwartet. Der Grund hierfür ist die gute Marktposition und Nachfrageentwicklung nach COVID. Zusätzlich wurde aus organisatorischen Gründen ein Teil des Geschäfts der diva-e Advertising GmbH in die diva-e NEXT GmbH verlagert. Es haben sich im vergangenen Jahr sehr positive Trends und Entwicklungen am Markt herausgebildet, die für die operativen Geschäftsfelder des Unternehmens in den kommenden Jahren nachhaltige Wachstums- und Umsatzpotenziale bieten.

Basierend auf der hier beschriebenen Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage, insbesondere unter dem Hinblick der aktuellen Marktentwicklung sowie der eingeleiteten strategischen Maßnahmen erachten wir die wirtschaftliche Situation als stabil.

Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung der diva-e NEXT orientiert sich bei der Führung des Unternehmens im Wesentlichen an finanziellen Steuerungsgrößen. Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen sind:

der Rohertrag definiert als das Ergebnis aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen abzüglich Materialaufwand

das normalisierte EBITDA des Konzerns definiert als das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern, korrigiert um Transaktionskosten sowie Aufwendungen, die betriebswirtschaftlich dem Aufbau der neuen Konzernstrukturen und der Reorganisation zuzurechnen sind, und der

Rohertrag und EBITDA werden im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung für die diva-e NEXT erhoben und ausgewertet.

Durch Umstrukturierung in der Gesellschaft und die Entwicklungen in der Covid-19-Pandemie steuert die Geschäftsführung die Konzerngesellschaften nicht mehr nach der Kennziffer Umsatzerlöse, sondern Rohertrag. Letzterer stellt die um den Materialaufwand bereinigten Gesamtleistungen dar. Dies ist im Berichtszeitraum insbesondere von Bedeutung geworden, weil die durch freie Mitarbeiter:innen und externe Anbieter erbrachten Leistungen zwischenzeitlich signifikant angestiegen sind.

Im Jahr 2021 wurde darüber hinaus ein KPI-Treiberbaum entwickelt und entsprechend eine treiberbasierte Planung, Steuerung und Analyse der obengenannten Steuerungsgrößen eingeführt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter:innen

Das Know-how und die Qualifikation der Mitarbeiter:innen sind einer der zentralen Erfolgsbausteine der Digitronics Holding. Wir stärken unsere Stellung als Arbeitgeber mit innovativen Arbeitsplatzkonzepten, flexiblen Arbeitsbedingungen und verschiedenen weiteren Angeboten für die persönliche Entwicklung der einzelnen Mitarbeitenden. Die diva-e Gruppe ist im vergangenen Geschäftsjahr vom Jobportal Kununu und dem Magazin Focus 15 als bester Arbeitgeber in der Branche Digitalisierung ausgezeichnet worden. Auch die Great-Place-to-Work-Zertifizierung 16 sicherte sich das Unternehmen zum wiederholten Male. Bei den German Stevie Awards 17 18 gehörte es zu den Preisträgern in den Kategorien "Team des Jahres im Bereich Human Resources" und "Vorbildlichster Arbeitgeber". Und von der Zeitschrift Freundin 19 und Kununu 20 hat es 2021 zum sechsten Mal das Siegel "Die familienfreundlichsten Arbeitgeber" erhalten.

In unternehmensinternen Arbeitsgruppen arbeiten die Mitarbeiter:innen der diva-e Gruppe an der stetigen Weiterentwicklung unseres Engagements sowie unserer Konzepte in den Bereichen Diversität, Umwelt, soziales Engagement und Unternehmenswerte. Das Management der Digitronics Holding achtet auf ein Mitarbeitenden- und Arbeitsumfeld, das bewusst auf Vielfalt ausgerichtet ist. Wir sind überzeugt davon, dass das Unternehmen von unterschiedlichen persönlichen Fähigkeiten, Talenten und Erfahrungen der Mitarbeitenden profitiert. Diskriminierung und Rassismus werden nicht geduldet. Werte und Diversitätskonzepte sind Teil unserer lebendigen Unternehmens- und Feedbackkultur. Wir bekennen uns zur Chancengleichheit ungeachtet von Alter, Geschlecht, Religion, ethnischer Herkunft und sexueller Orientierung. Vertrauen, Neugier, Respekt vor dem anderen, Zusammenarbeit und Toleranz sind feste Werte unserer Unternehmenskultur 21 . Sie stehen nicht nur auf dem Papier, sondern werden aktiv durch Werte-Workshops im Unternehmen verankert, im täglichen Miteinander gelebt und stetig weiterentwickelt.

Im Berichtsjahr konnte die diva-e NEXT ihre Mitarbeiterkapazität zum Stichtag 31. Dezember 2021 von 412 Mitarbeiter:innen auf 542 Mitarbeitende ausbauen. Von den 542 Mitarbeiter:innen bestand bei 505 Mitarbeiter:innen ein festes Anstellungsverhältnis. 29 Mitarbeiter:innen waren Studierende/Praktikant:innen und 8 Auszubildende absolvierten ihre Ausbildung.

15 https://focusbusiness.de/arbeitgeber/suche

16 https://www.greatplacetowork.de/workplace/item/2368/diva-e+digital+value+excellence+gmbh

17 https://www.diva-e.com/de/news/german-stevie-awards-2021/

18 https://stevieawards.com/gsa/gewinner-der-german-stevie%C2%AE-awards-2021

19 https://www.freundin.de/lifestyle-kununu-familienfreundlichste-arbeitgeber-2021

20 https://www.diva-e.com/de/news/top-15-familienfreundlichste-arbeitgeber-deutschlands/

21 https://www.diva-e.com/de/karriere/unsere-werte-unsere-kultur/

Corporate Social Responsibility

Nachhaltigkeit und CSR sind feste Bestandteile der Unternehmensstrategie 2025. Im vergangenen Geschäftsjahr ist eine neue Position eingerichtet worden, die zentral alle ESG-Themen (Environment, Social, Governance) bündelt, um Ressourcen gezielter und effizienter einzusetzen sowie die bestehenden CSR-Teams stärker miteinander vernetzt.

Als führendes Unternehmen der Digitalbranche nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung und Vorbildfunktion ernst. Dabei sehen wir unsere Verantwortung besonders bei einer nachhaltigen Digitalisierung. Das beinhaltet einen sensiblen und sinnvollen Umgang mit Daten sowie eine verantwortungsbewusste Handhabung neuer Technologien, wie etwa künstlicher Intelligenz in internen und kundenbezogenen Projekten und Transparenz, um das Vertrauen in die digitale Welt und digitale Geschäftsmodelle zu stärken

Verantwortungsvolles, ökologisches Handeln nimmt einen hohen Stellenwert in der Digitronics Holding ein. Seit 2017 arbeitet ein eigens gegründetes konzernübergreifendes Green-Team standortübergreifend zusammen. Dazu werden laufend kleinere Initiativen und Events erfolgreich umgesetzt, um bei allen Mitarbeitenden das Bewusstsein für die Thematik Nachhaltigkeit und Ökologie zu steigern und in Summe den Nachhaltigkeitswert zu erhöhen. Alle Standorte sowie unsere Data Center werden zu 100 % mit Öko-Strom versorgt. Wir betreiben Mülltrennung und achten auf ressourcenschonende Verbräuche. Die technische Infrastruktur der Standorte des Unternehmens ist mit Akkus und Ladegeräten ausgestattet. Im Rahmen eines Programms zur Reduktion von CO 2 wird den Mitarbeitenden die Möglichkeit geboten, ein Firmenfahrrad über das Unternehmen via Gehaltsumwandlung zu beziehen. Während der Covid-19-Pandemie ist die Reisetätigkeit der Mitarbeitenden stark eingeschränkt worden. Als bevorzugtes Reisemittel wird die Bahn genutzt, wobei Tickets so weit wie möglich papierlos über digitale Apps erstellt werden.

Soziales Engagement ist ein wesentlicher Aspekt in der Unternehmensphilosophie der Digitronics Holding. Das Unternehmen unterstützt durch soziales Engagement die Kommunen an den einzelnen Standorten und darüber hinaus. Beispiele hierfür sind Kleiderspenden für Obdachlose, Weihnachtsgeschenke für Waisenkinder und Spenden an Tierschutzvereine. Unter dem Motto "Kleine Geste, große Wirkung" bekommen alle Mitarbeitenden des Unternehmens die Möglichkeit, monatlich 99 Cent ihres Gehalts zu spenden. Das gespendete Geld wird gesammelt und kommt lokalen, sozialen Einrichtungen zugute. Seit dem vorvergangenen Geschäftsjahr stellt die Digitronics Holding ihren Mitarbeitenden zusätzlich einen Teil ihrer Arbeitszeit für ihr soziales Engagement zur Verfügung. Dafür erhält jeder 0,5 Tage pro Jahr, die für die Mitarbeit in sozialen Projekten zur Verfügung stehen.

Chancen- und Risikobericht

Chancen

Geschäftliche Chancen frühzeitig zu erkennen und konsequent zu nutzen, ist ein wesentlicher Teil unternehmerischen Handelns bei diva-e NEXT. Die nachfolgend aufgeführten Chancen sind nicht unbedingt die einzigen, die sich uns bieten. Die Einschätzung einzelner Chancen kann sich zudem ändern, da sich Umfeld, Märkte, wichtige Trends oder Technologien ständig weiterentwickeln.

Gesamtwirtschaftliche Chancen/Chancen im Branchenumfeld

Wie in den vorangegangenen Abschnitten erwähnt, bietet die wirtschaftliche Erholung in der ausgehenden COVID-19-Phase für Digitaldienstleister wie die Tochtergesellschaften der diva-e NEXT deutliche Marktchancen. Dies zeigt sich bereits in der Nachfrage- und Ergebnisentwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres. In der Kombination mit den bereits abgeschlossenen Integrationsmaßnahmen und der organisatorischen Umstrukturierung stufen wir die Chancen als sehr hoch ein, von der zukünftigen Marktentwicklung zu profitieren. Zumal sich die digitale Transformation innerhalb der Gesamtwirtschaft, zusätzlich getrieben von der Klimatransformation notwendigerweise beschleunigt fortsetzen wird, was Dienstleistern aus der Digitalbranche zusätzliche Geschäftschancen beschert.

Die diva-e NEXT ist auf die technologische Weiterentwicklung in negativer wie positiver Hinsicht angewiesen. Die Entwicklung von traditionellen hin zu modernen Kommunikationskanälen und die daraus resultierenden Kundenbedürfnisse sind die wesentliche Geschäftsgrundlage der Gesellschaft und insbesondere durch die allgemeine digitale Transformation eine nachhaltige Chance für uns.

Unternehmensstrategische Chancen

Die wirtschaftliche Situation in der Post-Covid-19-Phase bietet für Digitaldienstleister wie die diva-e NEXT deutliche Chancen, was die aktuelle Nachfrage- und Ergebnisentwicklung auch bereits zeigt. In der Kombination mit den bereits abgeschlossenen Integrationsmaßnahmen und den zusätzlich im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen stufen wir die Chancen als sehr hoch ein, von der zukünftigen Marktentwicklung zu profitieren

Als Teil der diva-Gruppe unter dem Dach der Digitronics Holding eröffnen sich uns durch die intensive Zusammenarbeit auf Konzernebene und einen gemeinsamen Marktauftritt sowohl innerhalb des Konzerns als auch mit strategischen Partnern die Chance auf zusätzliches Kundenpotenzial und sehr positive Entwicklungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang wird diva-e NEXT ihr Marken- und Leistungsprofil im angelaufenen Geschäftsjahr weiter schärfen, um die Digitalisierungswünsche ihrer Kund:innen optimal zu adressieren und am Markt noch bekannter zu werden. Die abgeschlossene organisatorische Umstrukturierung in Competence Units und darunterliegende Competence Center zielt direkt darauf ab, unseren Kund:innen ein passgenaues Leistungsangebot und eine hochqualitative Betreuung bieten zu können. . Mit der Integration von Howiger haben wir eine wachstumsstarke Technologie 22 in die diva-e-Gruppe holen können, durch die wir unsere Marktposition 23 festigen.

Während die Integration der Gesellschaften weitestgehend abgeschlossen ist, führt die Veränderung der Arbeitswelten dazu, dass die Anforderungen an Arbeitsplätze und Arbeitswelten sich weiterhin verändern. Bereits von uns geplante und angemietete Flächen können nicht mehr in der geplanten Form genutzt werden. Hierdurch entsteht Veränderungsbedarf, der sich in Form von neuen Büro- und Flächenkonzepten, Investitionen in Home-Office Arbeitsplätze und Change-Management materialisiert. Da diese Themen bereits in 2021 angegangen worden sind, resultieren daraus für die kommenden Jahre zusätzliche Chancen durch realisierte Kosteneinsparungspotenziale.

22 https://howiger.de/

23 https://www.salesforce.com/news/stories/salesforce-ranked-1-in-crm-market-share-for-eighth-consecutive-year/

Risiken

Die diva-e Gruppe ist sich über die Existenz gewisser Risiken bewusst. Zu den allgemeinen Risiken von Umwelt- und Arbeitsschutz, gibt es konzernweit greifende Regelungen. Größere und unternehmensindividuelle Risiken, wie z.B. Cyber-Risiken, sind durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Die Beurteilung und Behandlung von Risiken finden durch dafür abgestellte Teams statt.

Risiken aus externen Rahmenbedingungen

Die allgemeine konjunkturelle Entwicklung beeinflusst die Bereitschaft von Unternehmen, in Werbe- und Marketingmaßnahmen zu investieren, so dass auch die Werbewirtschaft diesen Zyklen unterliegt. Für die Tochtergesellschaften der Digitronics Holding kann dies zu einem verminderten Auftragsvolumen und Umsatzeinbußen führen, denen mit entsprechenden Kapazitätsanpassungen entgegengesteuert werden kann. Demgegenüber lassen sich jedoch auch antizyklische Strategien bei den Werbeinvestitionen beobachten. Gleichzeitig zeigt der hohe technologische Umsatzanteil der Gruppe kaum konjunkturelle Schwankungen und sichert damit den Gesamtumsatz ab.

Im Hinblick auf die Covid-19-spezifischen Risiken bzw. die damit verbundenen konjunkturellen Unwägbarkeiten hat die diva-e Gruppe auch im Jahr 2021 zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die sicherstellen sollen, dass ein Geschäftsbetrieb möglichst unbeschadet möglich ist. Diese Maßnahmen wie Home-Office, regelmäßige Testmöglichkeiten und weiterhin eingeschränkte Reisetätigkeit haben sehr gut gegriffen. Das Aufkommen einer neuen Virusvariante, eines neuen Lockdowns oder zumindest eines verstärkten Infektionsgeschehens könnte vereinzelt Kunden belasten und entsprechend zu Umsatz- und Forderungsausfällen führen. Das Risiko wird als mittel eingeschätzt.

Branchenrisiken

Ein wesentlicher Teil des Umsatzes der diva-e NEXT wird in Form von kürzer- oder längerfristigen Projekten erzielt. Die weit verbreitete Auftragsvergabe durch Ausschreibungen bei unserer Zielgruppe führt häufig zu Verträgen mit Projektcharakter, sodass es zu Schwankungen in der Auslastung der Agentur kommen kann. Diesem Risiko wirkt insbesondere der Zusammenschluss von vier Einzelgesellschaften zur diva-e NEXT entgegen, indem eine gemeinsame breite und langjährige Kundenbasis entsteht und eine übergreifende Auslastungssteuerung stattfindet. Das Risiko wird als mittelmäßig eingestuft.

Die hohe Dynamik der Technologien bedeutet für diva-e NEXT wie für jedes andere Unternehmen auch das Risiko, mit der Weiterentwicklung nicht Schritt halten zu können und auf die Technologien zu setzen, die sich nicht am Markt durchsetzen. Durch die nachgewiesen hohe technologische Kompetenz und eine enge Zusammenarbeit mit den entwickelnden Branchen begegnen wir diesem Risiko und stellen für unsere Kunden verlässliche Partner dar, sodass das Risiko als gering eingestuft wird. Im Jahr 2021 haben wir Partnerschaften wie mit Spryker, Bloomreach, Microsoft und Salesforce gepflegt und mit Adobe weiter ausgebaut, um hier wichtige Kernkompetenzen zu stärken.

Das für 2022 geplante Mitarbeiterwachstum stellt das Unternehmen sowohl in Bezug auf die angespannte Wettbewerbssituation auf dem Arbeitsmarkt als auch bei der Integration in das Unternehmen vor Herausforderungen. Die Effizienz und Personalmanagementkapazitäten sind damit potenziell eingeschränkt. Insgesamt erachten wir dieses Risiko als steuerbar, ohne die Betreuung bestehender Mitarbeiter:innen einschränken zu müssen oder zu vernachlässigen.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die Leistungsfähigkeit der diva-e NEXT beruht maßgeblich auf der Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter:innen. So ist das Unternehmen darauf angewiesen, fortlaufend hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu suchen und zu halten, insbesondere vor dem Hintergrund der branchenüblichen Fluktuation. Der zunehmend angespannte Arbeitsmarkt erschwert die Aufgabe, notwendige Mitarbeiterkapazitäten zügig aufzubauen beziehungsweise freiwerdende Stellen neu zu besetzen. Dazu kommt, dass eine steigende Zahl branchenfremder Unternehmen Fachkräfte einstellt, um intern digitales Marketing und digitale Projekte umzusetzen. Dies verschärft die Angebotssituation auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich. Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat die Muttergesellschaft Digitronics Holding GmbH konzernübergreifend ein integriertes Personalmanagement installiert, das die nachhaltige Mitarbeiterentwicklung und eine kompetitive Recruiting-Strategie beinhaltet. Der Wettbewerb um zusätzliche Talente erweist sich auf dem aktuellen Arbeitsmarkt allerdings als herausfordernd, da dieser längst ein Bewerbermarkt ist. Die Konkurrenz um die besten neuen Mitarbeitenden ist groß. Vor diesem Hintergrund und dem Ziel nach organischem Wachstum wird das Risiko auf der Personalbeschaffungsseite als hoch eingestuft.

Durch das forcierte Home Office besteht das Risiko, dass die Mitarbeiterbindung/Identifikation mit diva-e NEXT abnimmt. Innerhalb der Gruppe arbeiten wir mit Events und einer sehr dynamischen Unternehmenskommunikation daran, die Identifikation mit dem Unternehmen hochzuhalten. Außerdem wird, unter den eingerichteten Schutzmaßnahmen, eine schrittweise Rückkehr mit Mitarbeiter:innen in die Offices erwartet. Das Risiko wird somit als gering eingestuft.

Durch neue Arbeitswelten in der Nach-Covid-19-Phase werden sich Anforderungen an Arbeitsplätze und -umgebungen verändern. Bereits geplante und angemietete Flächen werden wir daher nicht mehr in der geplanten Form nutzen. Hierdurch entsteht Veränderungsbedarf, der sich in Form von neuen Büro- und Flächenkonzepten, Investitionen in Home-Office Arbeitsplätze und Change-Management zeigt. Insgesamt ist das Risiko hieraus aber gering anzusehen, da diese Themen bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr angegangen worden sind.

Finanzielle Risiken

Die diva-e NEXT ist in den Unternehmensverbund der diva-e Gruppe integriert und wird übergreifend gesteuert. Die sich daraus ergebenden Veränderungen bergen sowohl Chancen als auch Risiken. Das Risiko wird als gering eingestuft.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

In Gesamtwürdigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und der Märkte in der Post-Covid-19-Ära betrachtet das Management das Ausmaß der Risiken als gering für die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und sieht die Liquidität und die Fortführung der Unternehmenstätigkeit als sichergestellt an.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung/Branchenentwicklung

Der International Monetary Fund (IMF) geht für 2022 von einer Schrumpfung des Weltwirtschaftswachstums auf 3,6°% aus. Hierfür ursächlich sei der Ukrainekrieg, der wirtschaftlich insbesondere die Ukraine und Russland, in der Folge aber auch die globale Wirtschaft, belasten werde. Der Krieg könnte zudem negative Auswirkungen auf den Fortschritt bei den COVID-Impfungen haben, wegen der Erschwerung politischer internationaler Unterstützung von Schwellenländern. Insgesamt ist die Prognose, von deutlichen Unsicherheiten geprägt aufgrund der diversen denkbaren Krisentreiber mit globalen Auswirkungen, z.B. den Entwicklungen im Ukrainekrieg, Verschärfungen von Sanktionen gegen Russland oder aber einer Null-COVID-Strategie in China. 24

Die Branche der digitalen Werbewirtschaft war im vergangenen Jahr und bleibt im Jahr 2022, nach Einschätzungen des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft (BVDW), ein Profiteur der COVID-Pandemie. Die ohne stetige Verbreitung von digitalen Endgeräten hat während der Pandemie nochmals an Fahrt aufgenommen. Somit gut für die Digitale Transformation gerüstet, haben die Menschen über das Jahr 2021 zunehmend ihre Mediennutzung, Arbeits- und Freizeitaktivitäten sowie Konsumgewohnheiten in den digitalen Raum verlagert. Es wird erwartet, dass der digitale Werbemarkt sich diese Dynamik auch im Jahr 2022 zu Nutze machen kann und um 11,8°% wächst. Hierbei bleibt der Krieg in der Ukraine ein Unsicherheitsfaktor, dessen Folgen auch für die Branche nicht absehbar ist. 25

24 IMF World Economic Outlook - April 2022 - Seite XVI

25 https://www.ovk.de/app/uploads/2022/04/20220420_OVK-Report-2022_01.pdf

Prognose und Gesamtaussage zur voraussichtlichen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen unterliegt die diva-e NEXT Faktoren, auf die sie selbst keinen Einfluss hat. Veränderungen in der allgemeinen, tatsächlichen oder wahrgenommenen Wirtschaftslage und -stimmung können sich sowohl positiv als auch negativ auf das Wachstum des Unternehmens auswirken.

Alle Aussagen über die Zukunft des Unternehmens beruhen auf Informationen und Erkenntnissen, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts bekannt und verfügbar waren. Da diese Daten kontinuierlichen Änderungen unterliegen, sind Prognosen stets mit Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlichen Ergebnisse in den Folgeperioden können daher abweichen.

Durch unseren kontinuierlichen Planungsprozess ist sichergestellt, dass sich kurzfristig ergebende Chancen schnell und konsequent genutzt werden können, wie auch auf unerwartete Risiken entsprechend reagiert werden kann. Die wesentlichen Risiken und Chancen sind im Risiko- und Chancenbericht beschrieben. Die dort näher erläuterten Risiken und Chancen betreffen sämtliche Leistungsindikatoren und können dazu führen, dass deren tatsächliche Entwicklung von der Prognose abweicht.

Aufgrund der sehr guten Auftragslage gehen wir für das Gesamtjahr 2022 von einer deutlich positiveren Entwicklung bei Rohertrag und EBITDA aus. Auf der anderen Seite sind die wirtschaftlichen Auswirkungen der geopolitischen Spannungen in Europa, insbesondere in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, im laufenden Geschäftsjahr ein nur schwer abschätzbarer Faktor für die Geschäftsentwicklung und die Finanz- und Ertragslage der diva-e NEXT sowie für das gesamtwirtschaftliche Umfeld insgesamt. Vorbehaltlich der daraus resultierenden Unsicherheiten erwarten wir einen Anstieg des Rohertrags um 14,0 Mio. € bzw. 26,7 % im Vergleich zum Vorjahr und ein Wachstum des EBITDA von 7,9 Mio. € bzw. 67,3 %. Für die beschriebene Entwicklung wird insbesondere mit einem wesentlichen Personalwachstum um 90 Mitarbeiter:innen bzw. 16,6 % gerechnet.

Nachtragsbericht

Für berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Lage des Unternehmens wesentlich sind, verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses.

 

München, 03.06.2022

Björn Stieler, Geschäftsführer

Torsten Green, Geschäftsführer

Frank Rauchfuß, Geschäftsführer

Michael Peschl, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2021

diva-e NEXT GmbH, München

AKTIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 114.482,00 112.384,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.474,00 115.956,00 2.784,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.816,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.848.396,00 1.688.465,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78.750,00 1.927.146,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte in Arbeit befindliche Aufträge 240.080,75 233.184,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.013.071,72 8.062.722,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.567.266,69 1.283.724,10
3. sonstige Vermögensgegenstände 492.545,40 18.072.883,81 487.308,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 178.125,98 2.112,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.408,69 339.523,83
20.643.601,23 12.218.024,18

PASSIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.900,00 25.900,00
II. Kapitalrücklage 5.877.563,28 2.416.401,08
III. Gewinnvortrag 2.509.935,80 2.509.935,80
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 8.276,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.038.456,23 2.046.732,23 1.374.413,81
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 290.806,60 160.920,51
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.588.070,85 1.453.790,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.073.465,46 2.689.342,99
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.215.683,51 10.168.026,42 1.580.705,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.443,50 6.613,27
20.643.601,23 12.218.024,18

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

diva-e NEXT GmbH, München

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 64.178.857,02 39.942.919,78
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge 6.896,75 -34.968,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 52.424,05 56.171,51
4. sonstige betriebliche Erträge 1.339.964,14 720.046,91
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 6.896,61 (Vj. EUR 579,92)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.770.422,94 -11.770.422,94 -4.809.731,59
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -29.264.783,25 -21.523.687,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.811.591,87 -35.076.375,12 -4.295.339,91
- davon für Altersversorgung EUR 290.367,31 (Vj. EUR 252.536,32)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -720.596,66 -734.309,68
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -16.088.492,98 -9.216.152,26
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.438,43 (Vj. EUR 462,91)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 169.597,77 108.337,30
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 168.958,09 (Vj. EUR 97.946,14)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57.894,54 -5.122,10
- davon an verbundene Unternehmen EUR 16.253,01 (Vj. EUR 0,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.617,60 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 2.021.339,89 208.164,43
13. sonstige Steuern -629,87 -1.691,00
14. auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne -2.020.710,02 -206.473,43
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

ANHANG zum 31.12.2021

diva-e NEXT GmbH, München

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: diva-e NEXT GmbH (bis zum 9. April 2021: diva-e Platforms GmbH)
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 119825

Sonstige Angaben

Die diva-e NEXT GmbH, München, ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Mit Wirkung zum 01.01.2021 wurden die diva-e Products GmbH, München, Amtsgericht München, Registernummer HRB 226145, die pro!vision GmbH, Berlin, Amtsgericht Berlin (Charlottenburg), Registernummer HRB 78141 B sowie die Howiger GmbH, Jena, Amtsgericht Jena, Registernummer HRB 515643 auf die diva-e NEXT GmbH verschmolzen.

Die Verschmelzung erfolgte in Ausübung des Wahlrechts nach § 24 UmwG zu Buchwerten. Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultiert aus der Verschmelzung der diva-e Products GmbH und pro!vision GmbH. Da es sich um die Verschmelzung von Schwestergesellschaften handelt (sog. side-stream merger), wird der Vermögensmehrwert der diva-e Products GmbH und pro!vision GmbH in Höhe des Saldos aus Aktiva abzgl. Schulden als sonstige Zuzahlung nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in der Kapitalrücklage erfasst.

Angabe und Erläuterung angepasster Vorjahreszahlen

Der Jahresabschluss enthält Posten, deren Werte aufgrund der Verschmelzung nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar sind. Die Vorjahreswerte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung beinhalten die Werte der Einzelgesellschaft. Um eine Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen zu erreichen, werden im Folgenden die Vorjahreswerte der verschmolzenen Gesellschaften in Summe dargestellt:

AKTIVA

31.12.2021
Euro
31.12.2020 Summe verschmolzene Gesellschaften
Euro
31.12.2020 Einzelgesellschaft
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 115.956,00 171.509,00 115.168,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 0,00 5.816,00 5.816,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 26.374,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 1.848.396,00 1.831.925,00 1.688.465,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78.750,00 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 240.080,75 233.184,00 233.184,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.013.071,72 9.624.823,74 8.062.722,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.567.266,69 5.208.777,12 1.283.724,10
3. sonstige Vermögensgegenstände 492.545,40 743.165,00 487.308,68
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 178.125,98 94.319,30 2.112,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 109.408,69 400.357,53 339.523,83
Bilanzsumme 20.643.601,23 18.340.250,69 12.218.024,18

PASSIVA

31.12.2021
Euro
31.12.2020 Summe verschmolzene Gesellschaften
Euro
31.12.2020 Einzelgesellschaft
Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.900,00 25.900,00 25.900,00
II. Kapitalrücklage * 5.877.563,28 5.877.563,28 2.416.401,08
III. Gewinnvortrag 2.509.935,80 2.509.935,80 2.509.935,80
IV. Jahresüberschuss 0,00 82.304,93 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 218.362,30 0,00
2. sonstige Rückstellungen 2.038.456,23 2.463.044,23 1.374.413,81
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 290.806,60 228.492,37 160.920,51
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.588.070,85 1.623.880,64 1.453.790,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 6.073.465,46 3.380.219,48 2.689.342,99
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.215.683,51 1.852.732,71 1.580.705,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 15.443,50 77.814,95 6.613,27
Bilanzsumme 20.643.601,23 18.340.250,69 12.218.024,18

* um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden sämtliche Eigenkapitalpositionen der verschmolzenen Gesellschaften als Kapitalrücklage gezeigt

Gewinn- und Verlustrechnung 2021
Euro
2020 Summe verschmolzene Gesellschaften
Euro
2020 Einzelgesellschaft
Euro
1. Umsatzerlöse 64.178.857,02 53.357.172,95 39.942.919,78
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen 6.896,75 -72.463,76 -34.968,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 52.424,05 220.583,78 56.171,51
4. Gesamtleistung 64.238.177,82 53.505.292,97 39.964.123,29
5. sonstige betriebliche Erträge 1.339.964,14 1.021.532,65 720.046,91
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.770.422,94 -5.787.836,88 -4.809.731,59
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -29.264.783,25 -29.924.215,52 -21.523.687,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -5.811.591,87 -5.722.543,29 -4.295.339,91
8. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -720.596,66 -1.633.567,32 -734.309,68
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -16.088.492,98 -11.684.294,66 -9.216.152,26
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 169.597,77 224.402,02 108.337,30
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -57.894,54 -43.955,04 -5.122,10
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.617,60 -25.847,77 0,00
13. Ergebnis nach Steuern 2.021.339,89 -71.032,84 208.164,43
14. sonstige Steuern -629,87 -3.604,14 -1.691,00
15. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 363.415,34 0,00
16. auf Grund eines Beherrschungs- und Gewinn- abführungsvertrags abgeführte Gewinne -2.020.710,02 -206.473,43 -206.473,43
17. Jahresüberschuss 0,00 82.304,93 0,00

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften entsprechend den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Im Einzelnen werden folgende Bewertungsgrundsätze angewandt:

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen die notwendigen Bestandteile gemäß § 255 Abs. 2 HGB und betreffen im Wesentlichen Personalkosten und fremdbezogene Entwicklerkosten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3-20 Jahren und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Die Anschaffungskosten selbständig nutzbarer beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Sofern der beizulegende Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennbetrag, vermindert um angemessene Pauschal- und Einzelwertberichtigungen, angesetzt.

Die übrigen Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel wurden zum Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Betrachtungsweise notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 146.608,81 1.013.965,11 782.977,06 377.596,86
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 705.560,70 561.965,38 871.728,19 395.797,89
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 852.169,51 1.575.930,49 1.654.705,25 773.394,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.635,08 34.635,08- 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 60.461,90 60.461,90 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.269.641,78 2.636.015,56 1.523.195,34 34.635,08 5.417.097,08
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 78.750,00 78.750,00
Summe Sachanlagen 4.304.276,86 2.775.227,46 1.583.657,24 0,00 5.495.847,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 600.000,00 600.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 600.000,00 600.000,00 0,00
5.156.446,37 4.951.157,95 3.838.362,49 0,00 6.269.241,83
kumulierte Abschreibung 01.01.2021
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr [1] Zugänge [2]
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2021
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 34.224,81 58.339,05[1] 734.829,06 263.114,86
905.380,06[2]
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 702.776,70 1.490,00[1] 871.728,19 394.323,89
561.785,38[2]
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 737.001,51 59.829,05[1] 1.606.557,25 657.438,75
1.467.165,44[2]
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.819,08 28.819,08- 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 15.289,63[1] 26.908,90 0,00
11.619,27[2]
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.581.176,78 645.477,98[1] 1.468.079,40 28.819,08 3.568.701,08
1.781.306,64[2]
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.609.995,86 660.767,61[1] 1.494.988,30 0,00 3.568.701,08
1.792.925,91[2]
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
3.346.997,37 720.596,66[1] 3.101.545,55 0,00 4.226.139,83
3.260.091,35[2]
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2021
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 114.482,00 112.384,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.474,00 2.784,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 115.956,00 115.168,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 5.816,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.848.396,00 1.688.465,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78.750,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.927.146,00 1.694.281,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
2.043.102,00 1.809.449,00

Die Zugänge resultieren aus Zugängen durch Verschmelzung sowie aus Zugängen des Geschäftsjahres und gliedern sich wie folgt:

Zugang durch Verschmelzung
Euro
Zugang Geschäftsjahr
Euro
Zugang gesamt
Euro
immaterielle Vermögensgegenstände 1.523.506,44 52.424,05 1.575.930,49
Sachanlagen
1. Grundstücke, ähnliche Rechte und Bauten 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 37.993,27 22.468,63 60.461,90
3. andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 1.924.766,64 711.248,92 2.636.015,56
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 78.750,00 78.750,00
Anteile an verbundene Unternehmen 0,00 600.000,00 600.000,00
Summe 3.486.266,35 1.464.891,60 4.951.157,95

Die Aufteilung der Abschreibungen auf Abschreibungen des Geschäftsjahres (1) und Zugänge durch Verschmelzung (2) sind dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit Euro 5.031.958,18 (Vorjahr: Euro 1.182.756,57) aus Cash-Pooling und mit Euro 535.308,51 (Vorjahr: Euro 100.967,53) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von insgesamt Euro 5.077.802,42 (Vorjahr: Euro 1.186.030,79) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 116.975,27) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Zum Bilanzstichtag besteht eine Rückstellung für ruhestandsnahe Freistellung und sonstige Freistellungszwecke in Höhe von Euro 47.180,88 (Vorjahr: Euro 39.306,30). Diese wurde mit der als Deckungsvermögen klassifizierten Rückdeckungsversicherung in gleicher Höhe gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Die Rückstellung wird jeweils nur für ein Jahr gebildet, daher erfolgt keine Abzinsung der Rückstellung.

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Rückdeckungsversicherungsansprüche entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zzgl. Überschussbeteiligung) gemäß den Mitteilungen des Versicherers.

Die sonstigen Rückstellungen untergliedern sich in Personalkostenrückstellungen insbesondere für variable Gehaltsbestandteile und Freizeitausgleich in Höhe von Euro 769.573,82 (Vorjahr: Euro 531.015,17), Urlaubsrückstellungen von Euro 687.285,57 (Vorjahr: Euro 460.590,80), Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeiträge und Ausgleichsabgaben von Euro 179.100,31 (Vorjahr: Euro 138.129,50), Rückstellungen für Umsatzrückvergütungen mit Euro 147.055,59 (Vorjahr: Euro 86.694,00), Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten von Geschäftsunterlagen mit Euro 96.200,00 (Vorjahr: Euro 71.400,00), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von Euro 159.240,94 (Vorjahr: Euro 65.584,34) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen mit Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 21.000,00) .

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit Euro 3.164.248,45 (Vorjahr: Euro 1.892.620,57) Liefer- und Leistungsverpflichtungen und mit Euro 2.909.217,01 (Vorjahr: Euro 796.722,42) sonstige Verbindlichkeiten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 5.165.206,04 (Vorjahr: Euro 2.410.718,90) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 543.870,19 (Vorjahr: Euro 377.106,30) enthalten sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von Euro 53.964,12 (Vorjahr: Euro 31.476,70).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben zum 31. Dezember 2021 Euro 479.787,83 (Vorjahr: Euro 629.213,37) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen Euro
CU Enterprise Suites 20.585.160,00
CU Custom Platforms 14.867.060,00
CU MultiVendors 12.579.820,00
CU Advertising 6.961.000,00
CU Consulting & Data 5.718.100,00
CU NEXT 3.430.860,00
Sonstige 36.857,02
Gesamt 64.178.857,02

Aufgrund der organisatorischen Umstrukturierung innerhalb der Gesellschaft und der neuen Steuerung nach Competence Units statt Business Units ab 2021 können keine vergleichbaren Vorjahreszahlen angegeben werden.

Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten 2021
Euro
2020 Summe verschmolzene Gesellschaften
Euro
2020 Einzelgesellschaft
Euro
Deutschland 54.894.462,95 49.059.541,77 37.325.152,64
EU 4.114.838,47 3.017.304,87 1.902.878,97
Drittland 5.169.555,60 1.280.326,31 714.888,17
Gesamt 64.178.857,02 53.357.172,95 39.942.919,78

In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlösschmälerungen in Höhe von Euro 249.099,45 enthalten, welche den Jahren 2018 bis 2020 zuzurechnen sind.

sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 15.241,37 (Vorjahr: Euro 3.622,09) im Wesentlichen aus Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre enthalten.

sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von Euro 177.300,16 (Vorjahr: Euro 39.336,82) für Mietzahlungen des Jahres 2020 sowie aus Nebenkostenabrechnungen für Vorjahre enthalten.

Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen außergewöhnliche Aufwendungen aus der Aufwärtsverschmelzung der Howiger GmbH in Höhe von Euro 707.611,52 enthalten.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

Die Gesellschaft hat als Sicherheit für ein Darlehen der Muttergesellschaft sämtliche gegenwärtigen und zukünftigen Forderungen sowie flüssigen Mittel verpfändet.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses auf Basis der erwarteten Geschäftsentwicklung nicht zu rechnen.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 32.103.827,78 (Vorjahr: Euro 36.634.908,59) sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Festangestellte 457
Studenten, Werkstudenten, Bacheloranden/Masteranden 20

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 114.482,00.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Laufe des Geschäftsjahres fanden keine Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zu Stande gekommen sind.

Namen der Geschäftsführer

Torsten Green München Managing Director Enterprise Suites der diva-e NEXT GmbH
Björn Stieler Karlsruhe Managing Director Custom Platforms der diva-e NEXT GmbH (ab 01.04.2021)
Frank Rauchfuß Deisenhofen Managing Director Consulting & Data der diva-e NEXT GmbH (ab 15.05.2021)
Michael Peschl Tittling Managing Director Advertising der diva-e NEXT GmbH (ab 15.05.2021)
Marcel Fuhlmann Berlin CEO der diva-e NEXT GmbH (bis 15.05.2021)
Sascha Sauer Jena Geschäftsführer Produktbereich FCAS der diva-e NEXT GmbH (bis 15.05.2021)
Sirko Schneppe Jena CSO der diva-e NEXT GmbH (bis 15.05.2021)

Vergütungen der Geschäftsführer

Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden Euro 553.261,02 gewährt.

Konzernzugehörigkeit

Die diva-e NEXT GmbH wird in den Konzernabschluss der Digitronics Holding GmbH, München, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Digitronics Holding GmbH in München erhältlich.

Die EMERAM Private Equity Fund I GmbH & Co. KG, München, stellt in ihrer Eigenschaft als oberstes Mutterunternehmen einen IFRS-Einzelabschluss und einen IFRS-Lagebericht zum 31.12.2021 auf, der den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht zum 31.12.2021 nach § 315e Abs. 3 HGB für den größten Konzernkreis bildet. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger in deutscher Sprache veröffentlicht und ist dort erhältlich.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, die Auswirkung auf das Geschäftsergebnis, den Geschäftsverlauf, die Lage oder die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft haben.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Gewinn des Geschäftsjahres wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags an die Gesellschafterin abgeführt.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 3. Juni 2022

Björn Stieler, Geschäftsführer

Torsten Green, Geschäftsführer

Frank Rauchfuß, Geschäftsführer

Michael Peschl, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die diva-e NEXT GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der diva-e NEXT GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der diva-e NEXT GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 3. Juni 2022

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