OPmobility Management Germany GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pierre-Henri Marie Desportes seit 24.7.2020 | Geschäftsführer |
Tommy Pitsch seit 16.4.2014 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Plastic Omnium Composites GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Plastic Omnium Composites GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Plastic Omnium Composites GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. September 2020 Ernst
& Young GmbH
Rapple, Wirtschaftsprüfer Turba, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2018AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2018
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2018 BIS 31. DEZEMBER 2018I. ALLGEMEINES Der Jahresabschluss der Plastic Omnium Composites GmbH, München, Amtsgericht München, HRB 200418, zum 31. Dezember 2018 wurde gemäß §§ 242 bis 256a und §§ 264 bis 288. HGB aufgestellt, ergänzende Vorschriften des GmbH Gesetzes wurden beachtet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat Betriebsstätten in Mexiko in Ramos Arizpe/Coahuila, Silao/Guanajuato, Puebla/Puebla, San Luis Potosi/San Luis Potosi und Aguascalientes/ San Louis Potosi. Aus diesen Betriebsstätten werden die Kunden Chrysler, Caterpillar, General Motors, Daimler und Volkswagen mit Stoßfängern, Heckklappen und weiteren Plastikteilen beliefert. Aktive Betriebstätten in Deutschland gibt es zurzeit nicht. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren, technische Anlagen und Maschinen über Nutzungsdauern von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, durchgeführt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten, die der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibung auf das Anlagevermögen und Teile der Verwaltungskosten einbezogen. Bewertungsvereinfachungsverfahren kommen bei der Plastic Omnium Composites GmbH nicht zur Anwendung. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Unter den unfertigen Leistungen werden noch nicht abgerechnete Leistungen für Entwicklungsprojekte und Werkzeugherstellung ausgewiesen, welche nach der Completed Contract Methode bilanziert werden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennwerten angesetzt. Soweit erforderlich, werden auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf sonstige Forderungen Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Forderungen gegenüber verbundener Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen werden als Forderungen gegenüber verbundener Unternehmen gezeigt. Das Gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden bei Bestehen einer rechtlichen oder faktischen Verpflichtung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt. In den mexikanischen Betriebsstätten anfallende Geschäftsvorfälle werden systemseitig mit dem jeweiligen Kurs zum Transaktionszeitpunkt in EURO umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, die nicht den mexikanischen Betriebsstätten zuzuordnen sind, werden gemäß §256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die zum Konsolidierungskreis der Compagnie Plastic Omnium S.A., Lyon, Frankreich, gehören. Latente Steuern werden aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Gesellschafterin nicht angesetzt, da latente Steuern insoweit beim Organträger zu erfassen sind. Realisierung von Umsatzerlösen Die Umsatzrealisierung erfolgt grundsätzlich bei Übertragung der Chancen und Risiken, wenn die vertraglich vereinbarten Konditionen erfüllt sind. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ (1) Anlagevermögen Das Anlagevermögen setzt sich wie folgt zusammen. Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Im Vorjahr wurden intern angefallene Stunden für die Werkzeugentwicklung, die dem Kunden in Rechnung gestellt werden, als immaterielle Vermögensgegenstände gezeigt. Im Geschäftsjahr 2018 wurde die Bilanzierungsrichtlinie diesbezüglich geändert, sodass seitdem diese in den Vorräten gezeigt werden. Wäre der Ausweis zum 31.12.2017 als Vorräte erfolgt, wären 7.412 T€ als Vorräte gezeigt worden. Als immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen werden Entwicklungs- und Projektierungskosten (Anpassungsentwicklung),um neue Produkte oder Prozesse für einen Kunden zu planen oder zu entwerfen sowie, sowie die Serienproduktion im definierten Produktionsstandort zu implementieren. Die Abschreibungen auf Entwicklungs- und Projektierungskosten erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer über 3 Jahre. Im Unterschied zum Vorjahr werden Stunden für die Auftragsentwicklung von Werkzeugen im Berichtsjahr 2018 nicht mehr in den Immateriellen Vermögengegenständen ausgewiesen, sondern als Vorräte. Aufgrund des Wechsels der Bilanzierungsmethode bezüglich der Projekte zum 1.1.2018, wurden diese einzeln betrachtet und das weitere Vorgehen festgelegt. Der Ausweis der Werkzeugentwicklungsstunden erfolgt unter Vorräten, da die Werkzeuge mit SOP (Start of Production) an die Kunden verkauft werden und die Kontrolle damit auf die Kunden übergeht. Der Vorjahresausweis in der Bilanz 2017 wurde nicht angepasst. (2) Vorräte Die Vorräte setzen sich zum Jahresende wie folgt zusammen:
Vor dem 1.1.2018 wurden langfristige Fertigungsprojekte nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (aber ohne Realisierung der Marge) bewertet, d.h. zu vertraglich vereinbarten Zeitpunkten (je nach Leistungsfortschritt), wurden Teilrechnungen an den Kunden gestellt, die daraus resultierenden Werkzeugumsätze wurden ertragswirksam mit Rechnungsstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Der daraus resultierende Gewinn wurde neutralisiert und ab Start der Serienprodutkion über 36 Monate verteilt. Gemäß der langfristigen Erfahrungswerte entsprechen die 36 Monate dem gewöhnlichen Produktlebenszyklus. Ab 1.1.2018 - mit einer Umstellung der Bilanzeriungsrichtlinie werden langfristige Projektaufträge gemäß Plastic Omnium Konzernrichtlinie nach IFRS und nach HGB nach der Completed Contract Methode bewertet, d.h. die angefallenen Entwicklungskosten werden als unfertige Leistungen aktiviert und Teilabrechnungen als erhaltene Anzahlungen erfasst. Mit dem Start der Produktion und der Fertigstellung der Werkzeuge werden die unfertigen Erzeugnisse und Umsätze ergebniswirksam erfasst. Aufgrund der oben genannten Umstellung erfolgte eine Umgliederung der erhaltenen Anzahlungen (15,4 Mio. Euro) in Vorräte (20,5 Mio. Euro). (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 67,3 Mio. € (VJ: 32,7 Mio. €). In den Forderungen 2018 ist eine Forderung in Höhe von 13,0 Mio. € enthalten, die im Vorjahr als Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurde. Darin enthalten sind Forderungen aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr innerhalb der Plastic Omnium Gruppe sowie eine Forderung gegenüber der Schwestergesellschaft (Plastic Omnium Finance, Levallois, Frankreich) im Rahmen des bestehenden Cash-Pool-Agreements in Höhe von 0,2 Mio. EUR (VJ: 5 Mio. €). Forderungen gegen Dritte bestanden in Höhe von 37 T€ (VJ: 20,8 Mio. €). Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. (4) Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 150 T€. Die Gesellschaft (Organgesellschaft) hat mit Datum vom 21. Dezember 2010 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin Plastic Omnium GmbH, München (Organträger) abgeschlossen, der durch eine Vertragsänderung am 16. Dezember 2014 angepasst wurde. Ertragsteuerlich ergibt sich dadurch ein Organschaftsverhältnis i.S.d. §§ Uff. KStG. (5) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:
(6) Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 92,7 Mio. € (VJ: 36,8 Mio. €) enthalten Verbindlichkeiten von 36,4 Mio. € aus Cash Pooling der Betriebsstätte Mexiko und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von Schwestergesellschaften. Zudem wird ein Betrag von 13,0 Mio. € gegen eine mexikanische Schwestergesellschaft, die im Vorjahr die Verbindlichkeiten reduziert hat, in 2018 als Forderung auf der Aktivseite ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 26,4 Mio. € (VJ: 18,6 Mio. €) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1,9 Mio. € (VJ: 0,7 Mio. €) sind vor allem Kreditorische Debitoren in Höhe von 1,5 Mio. € enthalten. Im Vorjahr sind diese als Reduktion der Forderungen gezeigt worden (2,4 Mio. €). (7) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Weder für die deutsche noch für die mexikanische Betriebsstätte bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. IV. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Es sind keine nicht bilanzierten Geschäfte vorhanden. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeiten wie folgt zusammen:
Aufgliederung nach geographischen Märkten:
(2) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträgen sind Null. Im Vorjahr gab es Erträge aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von 151 T€. (3) Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von 0,6 Mio. € (VJ: 1,2 Mio. €), Aufwendungen aus Kostenweiterbelastungen von Schwestergesellschaften & Royalties in Höhe von 2,5 Mio. € (VJ 2,4 Mio. €) sowie Aufwendungen aus Knowhow Fees in Höhe von 31,3 Mio. € (VJ: 25,6 Mio. €) enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen und Erträge angefallen. (4) Finanzergebnis Im Finanzergebnis sind im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Cash Pool enthalten. (5) Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages mit der Plastic Omnium GmbH an diese abgeführt. VI. SONSTIGE ANGABEN (1) Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft:
(2) Geschäftsführung Die Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtszeitraum:
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe über die Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans verzichtet. (3) Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt 58 T€. (4) Gesellschafterin Einzige Gesellschafterin ist die Plastic Omnium GmbH, München. (5) Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Burelle S.A., Lyon/Frankreich einbezogen, (https://www.burelle.fr/publications/rapports-annuels/) Dies stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Weiterhin wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Compagnie Plastic Omnium S.A., Lyon, Frankreich, als kleinsten Konsoldierungskreis einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft auf Anfrage, oder unter https://www.plasticomnium.com/fr/finance/nos-resultats.html erhältlich. VII. NACHTRAGSBERICHT Das Unternehmen ist von der Covid-19-Pandemie betroffen. In strikter Einhaltung der von den lokalen Behörden ergriffenen Maßnahmen und aufgrund der Stilllegung der Produktionsketten der Automobilhersteller, war das Unternehmen gezwungen seine eigenen Produktionszentren in Mexiko ab Ende März 2020 zu schließen. Im Zeitraum von Mitte Mai 2020 bis Mitte Juni 2020 wurden alle Werke wieder hochgefahren. Das Unternehmen setzt alle Maßnahmen um, um die Mitarbeiter zu schützen, die Kontinuität seiner Geschäftstätigkeit durch enge Zusammenarbeit mit den Kunden sicherzustellen und die Robustheit seiner Finanzstruktur aufrechtzuerhalten. Notwendige Maßnahmen werden ergriffen, um sich mit größtmöglicher Flexibilität an die neue Situation anzupassen.
München, den 30.09.2020 Pierre-Henri Desportes Plastic Omnium Composites GmbH, München Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20181. Grundlagen Geschäftstätigkeit Die Plastic Omnium Composites GmbH (im Folgenden "POCO") hat ihren Hauptsitz in München und ist Teil der französischen Plastic Omnium Gruppe mit Sitz der Muttergesellschaft in Levallois/Paris. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Burelle S.A. einbezogen. In diesem Geschäftsfeld hat sich die Gruppe als innovativer und zuverlässiger Partner der Automobilindustrie etabliert. Als weltweit produzierende Gruppe der kunststoffverarbeitenden Industrie beliefert sie die internationale Automobilindustrie mit lackierten und unlackierten Fahrzeugkarosserieaußenteilen, wie Frontend- und Rearendmodulen, Stoßfängern, Kotflügeln und Heckklappen. Im Jahr 2014 wurden im Rahmen eines Asset Deals mit einer anderen Gesellschaft der Plastic Omnium Gruppe in Mexiko Vermögensgegenstände zum Buchwert gekauft, wodurch neue Betriebsstätten in Mexiko entstanden sind. Einschließlich 2018 läuft die Produktion das vierte volle Jahr. Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände bestanden zum einen aus Entwicklungskosten von Fahrzeugteilen für die Projekte mit Daimler, Ford und VW und zum anderen aus Lagerbestand für die Produktion. Dieser Asset Deal führte seither zu einer signifikanten Erhöhung der Geschäftstätigkeit. Von dem Montagewerk in Kandel wurde der Kunde Daimler Trucks bis März 2017 mit Einstiegen beliefert und aus den Werken in Mexiko werden die Kunden Chrysler, Caterpillar, General Motors, Daimler und Volkswagen mit Stoßfängern, Heckklappen, Motorhauben und weiteren Plastikteilen beliefert. Das gesamte operative deutsche Geschäft wurde im Rahmen der Veräußerung des konzernweiten Truckgeschäftes an die Mutares-Gruppe im März 2017 im Rahmen eines Asset Deals an die Inoplast Trucks GmbH verkauft. Die Inoplast Trucks GmbH wurde per 30.06.2017 an die Mutares-Gruppe verkauft. Ende 2018 wurde eine neue Business Unit gegründet, deren Leitung (ab 2019) aus der Plastic Omnium Auto Composites GmbH erfolgen soll. Die Gesellschaft konzentriert sich auf kundenbezogene Produktion, speziell für den mexikanischen und amerikanischen Markt. Das Ziel ist es, die eigenen Anforderungen und die der Kunden bezüglich Qualität und Produktion zu erfüllen. Diese Zielerreichung wird anhand verschiedener Kennzahlen gemessen und kontinuierlich verbessert. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung (Grundlagenforschung) neuer Produkte und Technologien wird grundsätzlich von dem gruppeneigenen Entwicklungszentrum "Sigmatech" in Lyon/Frankreich und Troy in Michigan/US durchgeführt. Dort wird der Hauptteil der notwendigen Ressourcen an Mitarbeitern und Ausrüstungsgegenständen aufgrund erzielbarer Synergieeffekte vorgehalten und anschließend projektbezogen weiterverrechnet. Die Gesellschaft erwirbt die Anwendungstechnologie konzernintern entgeltlich und aktiviert diese dann als Immaterielle Vermögensgegenstände. Im Geschäftsjahr 2018 wurden in diesem Zusammenhang 7,7 Mio. € (Vorjahr: 14,4 Mio. €) aktiviert und 7,5 Mio. € (Vorjahr: 5,9 Mio. €) Abschreibungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren, da anschließend Facelifts durch die Kunden durchgeführt werden, was für die Gesellschaft dann Änderungsbedarf am Aussehen der gelieferten Produkte und somit an den Werkzeugen bedeutet. Daneben zahlt die Gesellschaft für die Nutzung der Grundlagentechnologie Lizenzgebühren an den Konzern. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung des Wirtschaftswachstums kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Wirtschaftswachstum
Quelle: Europäische Kommission, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltweit lag der Automobilabsatz im Jahr 2018 mit fast 79 Millionen verkauften Fahrzeugen nur knapp unter dem Vorjahr (-0,8%). In Europa (EU28+EFTA) sowie in Westeuropa haben sich die Zulassungen nach einem robusten ersten Halbjahr und einem starken Abfall im letzten Quartal ebenfalls auf Vorjahresniveau eingependelt (-0,1% bzw. -0,8 %). Hier verzeichneten die deutschen Automobilhersteller mit 0,1% ein im Vergleich zum Vorjahr unbeträchtlich geringeres Wachstum. Großbritannien lag abermals deutlich im Minus (-6,8%). Die Verkäufe auf dem US-amerikanischen Markt stiegen leicht an (0,5%), liegen aber immer noch auf einem hohen Niveau. In China ist der Markt in 2018 nach 3 Dekaden Wachstum mit -3,8% rückläufig, ist aber mit 23,3 Mio. verkauften Pkw nach wie vor mit 29,4% der weltweit größte Absatzmarkt. 1
Quelle: National Automobile Manufacturers Associations (Europa), Verband der Automobilindustrie (USA, China) In Deutschland lag die Produktion in 2018 mit mehr als 5,1 Millionen Fahrzeugen um -9,3 % unter dem Vorjahr. Die Binnennachfrage nach Fahrzeugen in € ist in 2018 um -0,2% geringfügig und der Export um -8,8 % gesunken. Auch in 2018 werden 3 von 4 der in Deutschland produzierten Fahrzeuge exportiert. 2
1 Quellen: IHS Markit, Q5 European Automobile
Manufacturers Association "ACEA" 2018 Economic and Market
report-EU automotive Industrie 2018 vom 26.02.2019
Wettbewerber Das Marktumfeld der Gesellschaft ist gekennzeichnet durch wenige international tätige Automobilhersteller, denen eine relativ geringe Anzahl an Zulieferern gegenübersteht. Die Wettbewerbsstruktur kann demgemäß als zweiseitiges Oligopol bezeichnet werden. Geschäftsverlauf Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Der Produktionsabsatz fertiger Erzeugnisse und Waren liegt 14 % über dem Vorjahresniveau. Die Umsätze konnten vor allem in der im April 2017 in Betrieb genommenen Betriebstätte San Louis Potosi in 2018, im ersten vollen Jahr, signifikant erhöht werden. Des Weiteren konnten auch die Umsätze aus Entwicklungsaufträgen (Anwendungsentwicklung) und Werkzeugen im Geschäftsjahr 2018 um 17% zum Vorjahr gesteigert werden. Diese Umsätze sind abhängig von Modellwechseln bei Kunden, die aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre nicht gleichverteilt, sondern zyklisch erfolgen. Insgesamt lagen die Umsätze 2018 wie im Vorjahr prognostiziert, deutlich über denen des Vorjahres. Der Umsatzanstieg von insgesamt 50,9 Mio. € in 2018 schlug sich im Ergebnisanstieg nieder, so dass im laufenden Geschäftsjahr mit 26,4 Mio. € ein sehr gutes Ergebnis verzeichnet werden konnte (VJ: 18,6 Mio. €). Finanzielle Leistungsindikatoren Working Capital Die Working Capital Position der POCO hat sich von -43,6 Mio. € im Vorjahr auf -29,9 Mio. € im Berichtsjahr verändert. Das Umlaufvermögen, insbesondere die Vorräte sind aufgrund der geänderten Ausweismethode für Entwicklungsprojekte stärker gestiegen als die kurzfristigen Verbindlichkeiten. EBITDA Das EBITDA verbesserte sich von 29,3 Mio. € auf 46,5 Mio. €. Die Veränderung ist auf den erhöhten Umsatz und die verbesserte Auslastung zurückzuführen, vermindert um die abhängig vom Umsatzanstieg ebenfalls gestiegenen Konzern-Management und Commission Fees. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Kundenstamm Die POCO betreibt weiterhin Geschäfte mit den Automobilherstellern in Mexico, insbesondere mit GM, VW und Chrysler. Bei diesen Kunden wird versucht, das bestehende Geschäft auszubauen und weiterhin zusätzliches Geschäft zu akquirieren, um zukünftiges Wachstum sicherzustellen. Arbeitnehmerbelange Ziel des Unternehmens ist es allen Mitarbeitern eine motivierende Aufgabe, ein attraktives Arbeitsumfeld und vielversprechende Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Sicherheitsbelange Die Sicherheit unserer Mitarbeiter steht bei uns an oberster Stelle und wird mittels Unterweisungen und Weiterbildungen sichergestellt. Die Unfall Frequenz Rate Tf1 (Unfälle pro 1 Million Arbeitsstunden -unter Einbezug der Zeitarbeitskräfte-) wurde innerhalb der Plastic Omnium Gruppe um 29 % Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 1,40 gesenkt, die Gesundheit unserer Mitarbeiter steht an erster Stelle. Lage Ertragslage Der Umsatz des Geschäftsjahres 2018 ist im Vergleich zum Vorjahresumsatz um 50,9 Mio. € gestiegen und beläuft sich auf rund 416,4 Mio. €. Der Grund hierfür liegt in der Inbetriebnahme des Werkes in San Louis Potosi im April 2017 und der fortgesetzte Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2018. Die sonstigen betrieblichen Erträge in 2018 belaufen sich auf null, im Vorjahr beinhalteten sie einen Gewinn aus Wechselkursdifferenzen in Höhe 0,2 Mio. €. Die unterproportionalen Veränderungen in den Positionen Materialaufwand und sonstigen betriebliche Aufwendungen sind hauptsächlich bedingt durch den Anstieg des Produktionsvolumens der Betriebsstätten in Mexiko. Die Materialaufwendungen beinhalten zudem vermehrte Zukäufe von höher-preisigen Komponenten und Accessoires wie RPA (Robotic Process Automation), Kameras und Parkhilfen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5,0 Mio. € ist hauptsächlich bedingt durch Aufwendungen aus weiterbelasteten Know-How und Commission Fees. Der Materialaufwand betrug 80,2% vom Umsatz und der Bestandsveränderung (VJ 83,8%), woraus sich ein Anstieg von 4 % der Marge auf 19,8% (VJ 16,2%) bedingt durch die bessere Auslastung ergibt. Der positive Effekt der höheren Umsatzerlöse und der besseren Marge schlägt bis auf das Ergebnis nach Steuern durch, welches sich von 18,6 Mio.€ auf 26,4 Mio. € verbessert hat. Die Abschreibungen und die Zinsen sind angestiegen. Der Anstieg der Zinsen ist bedingt durch das hohe Investitionsvolumen in Mexico. Ursachen für die gestiegenen Abschreibungen ist einerseits das erhöhte Projektvolumen als auch die Fertigstellung der Anlagen im Bau sowie die Abschreibungen auf die Technischen Anlagen in San Louis Potosi, nicht zuletzt aus dem 2. Halbjahr 2017, die in 2018 mit 12 Monaten Abschreibung zu Buche schlagen. Der Personalaufwand ist um 49,3 % auf 1,4 Mio. € angestiegen, bei einer Erhöhung der Mitarbeiteranzahl von 8 auf 11. Finanzlage Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag 5,65 Mio. € (VJ 5,65 Mio. €). Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2018 bei 3,0% (VJ 3,9%). Grund für den Rückgang ist das auf 183,8 Mio. € (VJ: 139,3 Mio. €) gestiegene Fremdkapital. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber dem Gesellschafter. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 92,7 Mio. € (VJ: 36,8 Mio. €) resultieren unter anderem aus den Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling. Die Intercompany Verbindlichkeiten sind alle kurzfristiger Natur (Fällig <1 Jahr). Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Anzahlungen auf Werkzeugentwicklungsprojekte und die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Plastic Omnium GmbH in Höhe von 26,4 Mio. € ist unter Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Durch die Cash-Pooling Vereinbarung mit dem Mutterkonzern steht der Gesellschaft jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Die POCO hatte ein Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 0,1 Mio. €. Gegenüber dem gruppenweiten Cash-Pooling weist die Betriebsstätte in München eine Forderung in Höhe von 0,2 Mio. € aus, die Betriebsstätte in Mexiko hingegen eine Verbindlichkeit in Höhe von 36,4 Mio. € aus Cash-Pooling. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen betrugen 18,3 Mio. €, in immaterielle Vermögensgegenstände 7,7 Mio. €. Hauptsächlich betrifft dies das Werk in San Luis Potosi. An den Gesellschafter wurde der Vorjahresüberschuss in Höhe von 18,6 Mio. € aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. Der Zinsaufwand stieg im Jahr 2018 auf 2,9 Mio. € (VJ: 2,2 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine nennenswerten Zinserträge erzielt. Zudem werden durch die Finanzierung über das konzerninterne Cash-Pooling keine zusätzlichen Kreditlinien bei externen Banken benötigt. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 189,5 Mio. € (VJ: 144,9 Mio. €). Das Anlagevermögen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 von 84,1 Mio. € im Jahr 2017 auf 85,2 Mio. €. Die Immateriellen Vermögensgegenstände gingen um -7,5 Mio. € zurück, während die technischen Anlagen um 15,4 Mio. € gestiegen sind, darin enthalten sind 6,8 Mio. € Umgliederungen aus geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr 2018 betrugen 17,2 Mio. €. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. Die Vorräte in Höhe von 36,9 Mio. € (VJ: 7,1 Mio. €) bestehen zum größten Teil aus unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen. Der Anstieg in Höhe von 29,8 Mio. € resultiert zum Großteil aus der Umstellung der Bilanzierungsrichtlinie zum 1.1.2018 von Teilgewinnrealisierung auf die Completed Contract Methode und aus Entwicklungsstunden für Werkzeuge, die in 2018 in den Vorräten ausgewiesen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistung in Höhe von 0,04 Mio. € (VJ 20,8 Mio. €) sind in 2018 um 20,8 Mio. € gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielten im Vorjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 20,6 Mio. €. Im aktuellen Jahr sind diese in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen, um eine bessere Übersicht herzustellen. Die Forderungen aus Lieferungen gegen verbundene Unternehmen liegen mit 67,3 Mio. € deutlich über dem Vorjahresniveau (VJ: 32,7 Mio. €). Unter Berücksichtigung der Vorjahresforderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 20,6 Mio. € ist die Veränderung zum Vorjahr deutlich geringer. Zusätzlich wird in 2018 eine Forderung gegen eine mexikanische Schwestergesellschaft in Höhe von 13 Mio. € berücksichtigt. Generell unterliegen diese den Schwankungen des US-Dollarkurses. Bezüglich der Erläuterung der Passivseite verweisen wir auf die Darstellung der Finanzlage. Gesamtaussage Die Situation der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie lag in Bezug auf den weltweiten Absatz nur knapp unter dem Vorjahr. Die Weltautomobilproduktion der deutschen Hersteller war in 2018 um -9,3 % rückläufig, während die Produktion von Pkw in dem für die Gesellschaft relevanten NAFTA Markt mit weniger als -1 % geringfügiger rückläufig war. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde maßgeblich durch das konstant erfolgreiche Geschäft und ein 13,9% Umsatzwachstum in 2018 geprägt, welches sich ebenfalls in einer starken Ergebnisverbesserung ausdrückte. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2018 ein zufriedenstellendes positives Ergebnis erzielen. 3. Chancen- und Risikobericht Angaben zu einzelnen Risiken und Chancen Das Unternehmen ist von der Covid-19-Pandemie betroffen. In strikter Einhaltung der von den lokalen Behörden ergriffenen Maßnahmen und aufgrund der Stilllegung der Produktionsketten der Automobilhersteller war das Unternehmen gezwungen, seine eigenen Produktionszentren ab Ende März 2020 zu schließen und hat dann alle Werke im Zeitraum von Mitte Mai 2020 bis Mitte Juni 2020 wieder hochgefahren. Die Planung wird jeden Tag der sich ändernden Gesamtsituation angepasst; zum heutigen Zeitpunkt haben die meisten Kunden wieder langsam angefangen, zu produzieren. Covid 19 wird das Ergebnis und den Umsatz in 2020 wesentlich beeinflussen. Für 2020 rechnet die Gesellschaft mit 370 Mio. USD bis 390 Mio. USD Umsatz und einem Jahresüberschuss von 5 Mio. USD bis 7 Mio. USD. Die Eindämmungsmaßnahmen schränken die wirtschaftliche Entwicklung in den für uns wichtigen Automobilmärkten ein. Die Auswirkung der Maßnahmen auf die Gesellschaft ist noch unbestimmbar. Sollte sich die Absatzsituation in den für uns relevanten Märkten jedoch nicht normalisieren, wird sich dies weiterhin negativ auf unseren Absatz auswirken. Notwendige Maßnahmen zur Kostensenkung wurden ergriffen, um sich an die neue Situation anzupassen. Wir sehen eine wesentliche Chance für die Entwicklung in den Folgejahren durch die erzielte Einigung der USA und Kanada über die Verlängerung des NAFTA-Abkommens incl. Mexico. Das Abkommen unter dem neuen Namen "United States Mexico Canada Agreement", kurz USMCA, regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Unsere Entwicklung in den Folgejahren wird hauptsächlich von der Entwicklung auf dem USMCA Markt und der dortigen Marktposition unserer Großkunden abhängen. Eine weitere Chance sehen wir in der Produktentwicklung, da selbstfahrende Konzepte im Wesentlichen auf Sensoren, Mikroradar- sowie Scannersystemen basieren, die sich hinter Kunststoffabdichtungen verbergen lassen. Hier sehen wir Chancen für unsere Kernkompetenz in der Kunststofffertigung, da Metall die benötigte Sensorik eher behindert, während Kunststoff wesentlich durchlässiger ist. Außerdem gehen wir davon aus, dass in Zukunft die Modularität einen höheren Stellenwert in Autos haben wird und wir hierzu einiges durch die Kooperation zwischen Plastic Omnium Frankreich mit Brose und Hella, zum Beispiel für Türmodule, beisteuern werden können. Dementsprechend wird unser Fokus weiterhin auf hoher Qualität, Effizienzsteigerung und Flexibilität entsprechend den Erfordernissen liegen. Gleichzeitig werden wir an der Sicherung von Aufträgen arbeiten, um auch in den nächsten Jahren zu einem profitablen Wachstum der Gruppe beizutragen. Durch die Akquisition von neuen Kunden und Projekten schaffen wir uns die Grundlage, um auch in den kommenden Jahren zu wachsen. Eine Chance bieten hier die deutschen Automobilhersteller, die auf dem sich langsam erholenden amerikanischen Markt agieren. Hier ist insbesondere der Kunde Mercedes zu nennen, der neu gewonnen wurde. Zudem ist es gelungen, die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Hersteller Ford auszubauen, um so weitere Produktionsprojekte mit Start im September 2020 zu akquirieren. Die Gesellschaft ist abhängig von der Finanzierung durch den PO-Konzern. Hier ist die Gesellschaft in das Konzern Cash-Pooling-Programm einbezogen, für welches vom Konzern eine Bestätigung zur Aufrechterhaltung bis mindestens zum 31.08.2021 besteht. Um das Währungsrisiko zu minimieren, versucht die Gesellschaft dieses durch ein "Natural Hedging" und identischen Zahlungsziele bei Kunden und Lieferanten zu minimieren. Durch die frühzeitige Erfassung der weltweit geplanten Zahlungsströme der einzelnen PO-Gesellschaften, welche durch die zentrale Treasury Abteilung in Paris erfolgt, wird versucht, die Verluste durch Kursschwankungen weiter zu minimieren und Ein- und Ausgangszahlungen in den gleichen Devisen vorzunehmen. Neben Chancen bietet der amerikanische Markt auch Risiken, denn der Automobilmarkt ist direkt durch die wirtschaftliche Entwicklung auf dem amerikanischen Gesamtmarkt beeinflusst. Zudem bietet auch die Entwicklung der Rohstoffpreise sowohl Chancen als auch Risikopotential. Hier ist insbesondere die Entwicklung des Rohölpreises von Bedeutung, da dieser einen direkten Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaft hat. Das Risiko eines weiteren Ölpreisanstieges wird als moderat angesehen. Ein weiteres Risiko ist die Konzentration auf einige Großkunden, das wir allerdings durch die Akquisition von neuen Kunden reduzieren wollen. Diese Risiken bergen ein mittleres Eintrittsrisiko, je nach Veränderung der örtlichen Marktlagen. Jedoch wird versucht die einzelnen Risiken durch geeignete Maßnahmen zu minimieren, um so die Auswirkung auf das Ergebnis und den Cash Flow gering zu halten. Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist die Gesellschaft sowie die gesamte Automobilindustriestärker als der Gesamtmarkt durch Covid-19 betroffen, welches zu geringeren Umsätzen und Ergebnissen in 2020 führen, die aber nach wie vor positiv sind. Die Geschäftsführung erwartet unverändert, dass die Ertragskraft der Gesellschaft eine solide Grundlage für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt, um Chancen, die sich der Plastic Omnium Composites GmbH bieten, zu nutzen. Nach Ansicht der Geschäftsführung sind die beschriebenen Risiken (mit Ausnahme eines eventuellen weiteren zeitlich nicht einzuschätzenden Covid-19-Lockdowns) aus heutiger Sicht beherrschbar und weisen hinsichtlich ihrer Auswirkung und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit einen bestandsgefährdenden Charakter auf. 4. Prognosebericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Januar-Prognose für das Jahr 2020 von einem Weltwirtschaftswachstum in Höhe von 3,3 % aus, was unter der erwarteten Steigerungsrate für 2019 liegt. Im Euro-Währungsraum erwartet der IWF insgesamt ein Wachstum von 1,3 % wobei für Deutschland ein Wert von 1,1 % prognostiziert wird:
Quelle: International Monetary Fund (IWF) Vor Ausbruch der Corona-Pandemie wurde in der Automobilindustrie für 2020 für Europa ein im Vorjahresvergleich leicht steigender Automobilabsatz von 15,5 Millionen Fahrzeugen erwartet. Für die USA wird erneut von einem leichten Rückgang ausgegangen, für China von einem konstanten Niveau:
Quelle: LMC Automotive Zum 1.10.2018 haben sich USA und Kanada über die Verlängerung des 1994 geschlossenen Nordamerikanischen Handelsabkommens (NAFTA) geeinigt. Dieses regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. Es betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar (19,79 Billionen Euro) ab. Die neue Vereinbarung trägt den Namen US-Mexiko-Kanada-Abkommen (United States Mexico Canada Agreement, kurz USMCA). Auch Mexico profitiert von dem Abkommen, musste aber auch weitreichende Zugeständnisse im Automobilsektor machen. Es ist damit zu rechnen, dass dies zu höheren Produktionskosten und Anpassungen in den Zuliefererketten führen könnte sowie zu höheren Lohnkosten. Die Vereinbarung ist am 1. Juli 2020 in Kraft getreten. Mit direkten Auswirkungen rechnet die Gesellschaft erst in 2022 aufgrund langfristiger Projekte. (Quelle: Adveniat online-30.06.2020). Aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus (SARS-CoV-2) werden in vielen Ländern weitreichende gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen getroffen, welche die sozialen Kontakte stark einschränken. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu reduzieren und eine Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Es ist aktuell schwer absehbar, wie lange die gesundheitspolitischen Maßnahmen in Kraft bleiben müssen und wann sich das gesellschaftliche Leben wieder normalisiert. Im Juni 2020 berichtete der IMF (International Monetary Fund) in seinem "World Economic Update", dass die Covid-19 Pandemie einen größeren negativen Effekt hatte, als im Frühjahr 2020 vorhergesagt und dass die Erholung voraussichtlich nicht so schnell eintreten wird, wie ursprünglich erwartet. Für 2020 prognostiziert der IWF ein Weltwirtschaftswachstum von -4,9 %, für 2021 wird ein Wachstum von 5,4 % erwartet. Für USA beträgt die Wachstumsprognose -8% für 2020 und +4,8 für 2021. Für Deutschland beträgt sie -7,8% für 2020 und +5,4 % für 2021. Und für Mexico beträgt die Wachstumsprognose -10,5 % für 2020 und +3,3 % für 2021. In Mexiko verzögerte sich die Wiederaufnahme der im März 2020 eingestellten Automobilproduktion für die deutschen Automobilhersteller Volkswagen und Audi aufgrund von Covid-19 in der letzten Mai-Woche im mexikanischen Puebla aufgrund eines Dekrets der Regierung, da keine Bedingungen für die Wiederaufnahme der Aktivitäten in der Automobil- und Bauindustrie bestünden. Zunächst müssen die Infektionszahlen sinken. Die Gesellschaft hat Ihre Produktion in der 2. Juni-Hälfte 2020 in Puebla wieder aufgenommen. In anderen Landesteilen ist die Automobilproduktion in der 2. Mai-Hälfte wieder aufgenommen worden. So begannen General Motors und BMW in San Louis Potosi mit einer gestaffelten Rückkehr. Die Gesellschaft hat die übrigen Werke in der 2. Mai-Woche wieder hochgefahren. Eine Öffnung der Werke in Mexico fand aufgrund des starken Drucks aus USA statt. (Quelle: dw.com, Deutsche Welle online, Artikel vom 26.05.2020). Experten rechnen dieses Jahr mit einem Wirtschaftseinbruch zwischen 8-11% (Quelle: Adveniat, 30.06.2020). Das in 2017 prognostizierte deutliche Umsatzwachstum wurde in 2018 erzielt. Im Geschäftsjahr 2019 ist der Umsatz um mehr als 20 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und die Brutto-Marge mit fast 20% nahezu konstant geblieben. Der Umsatzanstieg resultiert in erster Linie aus den gestiegenen Produktionsumsätzen an verschiedenen Standorten, während die Werkzeugumsätze saisonal bedingt im Vorjahresvergleich geringer ausfielen. Damit lagen die Umsatzsteigerung als auch die Bruttomarge mit -2 % bzw. -3 % knapp unter den für 2019 prognostizierten Werten. Das EBITDA in 2019 war nach Abzug der zum Teil umsatzabhängigen Aufwendungen mit 46,3 Mio. EUR positiv. Es lag mit -0,5 % fast auf Vorjahresniveau aber weit unter der EBITDA-Prognose für 2019. Vor Covid-19 wurden für 2020 und Folgejahre Umsätze in Höhe von 500 Mio. USD für die mexikanische Betriebsstätte angenommen - basierend auf dem weiteren Ausbau des Geschäfts mit Mercedes und zusätzlich ab dem 4. Quartal 2020 mit Ford. Vor Eintreten der Covid-19 Krise und dem damit verbundenen Produktionsstopp, hat die Poco GmbH innerhalb des ersten Quartals 2020 das Budget um 5,7 % übertroffen sowie ein um 11,8 % höheres Gesamtergebnis erzielt. Die Geschäftsführung analysiert das aktuell sehr dynamische Umfeld kontinuierlich auch in Zusammenhang mit der möglichen Notwendigkeit von Kosteneinsparungen. Covid 19 wird das Ergebnis und den Umsatz in 2020 wesentlich beeinflussen. Für 2020 rechnet die Gesellschaft mit 370 Mio. USD bis 390 Mio. USD Umsatz und einem Jahresüberschuss von 5 Mio. USD bis 7 Mio. USD. Aufgrund der geplanten positiven Ergebnisentwicklung und der Finanzierung über das konzerneigene Cash-Pooling System geht die Geschäftsführung auch für die Folgejahre von einer Sicherstellung der Unternehmensfortführung aus. Ein regelmäßiges Follow-Up aller Projekte sowie die Bewertung von Chancen und Risiken helfen dem Management, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Entscheidungen der Geschäftsführung liegt neben der Akquise von Kundenprojekten auf der Analyse der aktuellen Entwicklungen und der hieraus resultierenden Maßnahmen, sowie auf der Verbesserung der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen. Ebenso wird die Kooperation mit anderen Entwicklungszentren der Intelligent Exterior Systems der Plastic Omnium Gruppe (z.B. mit Sigmatech) die internationale Zusammenarbeit stärken und zu einer weiteren Verbesserung der Innovationsfähigkeit in den Bereichen Produkte und Prozesse führen. Durch den innovativen Einsatz von Kunststoffteilen wird die Gesellschaft im Produktbereich in die Lage versetzt, Lösungen für die Herausforderungen der Kunden und des Automobilmarktes durch die Elektrifizierung der Fahrzeuge und den hiermit verbundenen Gewichtseinsparungsanforderungen sowie neuen Designansprüchen anzubieten. Wir erwarten hierdurch mittelfristig Wachstum auch durch neue Produktfelder. Innovationen im Prozessbereich, auch durch den Einsatz neuer technischer Ansätze durch Industrie 4.0-Lösungen, wie zum Beispiel der Einsatz innovativer Maschinensteuerungen oder RFID-Lösungen (Radio Frequency Identification) in den Logistik-Prozessen, werden die Produktionsstückkosten mittelfristig senken. Dies wird wiederum positive Auswirkungen auf Ertrag und Wettbewerbsfähigkeit haben.
München, den 30.09.2020 Pierre-Henri Desportes |
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