ecoSWITCH Vertriebs GmbH
Selbe AdresseElektrizitätshandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Kreusch seit 23.4.2026 | Geschäftsführer |
Mike Hörner seit 26.1.2026 | Prokura |
Jürgen Breit seit 3.4.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Crailsheim | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 34.42% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Crailsheim GmbHCrailsheimJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für 20231. Vorbemerkung Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Stadtwerke Crailsheim GmbH (kurz: STW Crailsheim) betätigt sich unverändert auf den Kerngeschäftsfeldern Strom-, Gas-, Wärme- und Trinkwasserversorgung, dem Leistungsbereich der energienahen Dienstleistungen sowie dem Betrieb von Bädern, einer Sauna und einer Parkierungsanlage. Zur Stärkung und Ergänzung der Geschäftsfelder werden zudem Unternehmensbeteiligungen gehalten. Rahmenbedingungen Der Geschäftsverlauf der Stadtwerke Crailsheim GmbH unterliegt einer Vielzahl externer Faktoren. Neben Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen im Netzbetrieb und dem daraus entstehenden Einfluss auf die erzielbaren Netzentgelte, wirkt sich die Entwicklung der Konjunktur, der Witterung sowie der Energiepreise maßgeblich auf das Energievertriebsgeschäft aus. Speziell der Absatz im Gas- und Wärmesektor, vor allem bei Privatkunden, hängt stark von den Witterungsbedingungen ab. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,6 Grad Celsius, gilt das vergangene Wirtschaftsjahr 2023 als das wärmste Jahr seit Beginn der flächendeckenden Temperaturaufzeichnungen (1881) in Deutschland. Im direkten Vergleich zum Vorjahr (Durchschnittstemperatur: 9,1 Grad Celsius) macht das eine Steigerung von 1,4 Grad aus. Neben den Witterungsverhältnissen ist die Entwicklung der Konjunktur ein weiterer zentraler Faktor für die Energieversorgungsbranche. Besonders die Energienachfrage bei Sonderkunden ist an die Wirtschaftsentwicklung gekoppelt. Im direkten Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Wirtschaftsleistung des Jahres 2023 einen Rückgang von -0,3 Prozent. Gebremst wurde die Konjunktur überwiegend durch die Inflation sowie hohe Leitzinsen der Notenbanken. Der Anstieg des Preisniveaus von 2022 auf 2023 lag bspw. bei + 5,9 Prozent. Ebenso zurückzuführen ist der Rücklauf auf den abgeschwächten Warenim- und export sowie den Investitionseinbruch bspw. im Bau-, Maschinen- und Fahrzeugsektor. Zusammengefasst war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Betrachtungszeitraum, wie schon bereits im Vorjahr, geprägt von anhaltenden geopolitischen Spannungen, hohen Energiepreisen und einem geschwächten Arbeitsmarkt. Der Ausblick in die zukünftige Wirtschaftsentwicklung ist dennoch positiv. Laut Angabe der Bundesregierung und des Wirtschaftsministeriums wird für das Jahr 2024 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent gerechnet. Auch für das Jahr 2025 soll sich die deutsche Wirtschaft weiter erholen und ein BIP-Wachstum von 1,0 Prozent erreichen. Das Netzgeschäft der Stadtwerke ist geprägt von zunehmenden Regulierungsvorgaben sowie hohen Anforderungen an die Versorgungszuverlässigkeit. Um hier eine zuverlässige Versorgung zu gewährleisten, tätigen die Stadtwerke unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte die dafür notwendigen Unterhaltungs- und Investitionsmaßnahmen. Im Bereich der energienahen Dienstleistungen hat die Stadtwerke Crailsheim GmbH die im Jahr 2016 mit der Gemeinde Kirchberg gegründete Energievertriebsgesellschaft (12,5 T€ Beteiligung) weitergeführt und eine positive Entwicklung der Stromlieferung an Endkunden im Gemeindegebiet erzielt. Das Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2023 auch wie in den zurückliegenden Jahren in Besitz der Zertifizierung des eigenen Energiemanagementsystems nach DIN ISO 50001. Das Zertifikat hat eine Gültigkeit bis November 2024. Strommarkt Der durchschnittliche Preis für Stromlieferungen (Grundlastprodukt Base) am Spotmarkt der European Energy Exchange (EEX) lag 2023 mit 93,61 €/MWh rund 136,23 €/MWh deutlich unter dem Vorjahreswert. Der durchschnittliche Preis für ein MW Base 2023 lag mit 137,00 €/MWh rund -53,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die nachstehende Grafik zeigt: Ein-Jahres-Terminpreise am Strom-Großhandelsmarkt in Deutschland in € / MWh (Monatsdurchschnitt)
Grafik Handel ecoSWITCH AG 2023 Gasmarkt Die Gasversorgung in Deutschland basiert überwiegend auf langfristigen Gasimportverträgen. Neben ölindexierten Langfristverträgen prägen kurzfristige Handelsgeschäfte mit frei verfügbaren Mengen die Lage an den Gasmärkten. Bei diesen Transaktionen hat Öl keinen Einfluss auf die Preisbildung. Der durchschnittliche Spotmarktpreis zeigte sich im Jahr 2023 deutlich geringer als noch 2022. Dieser lag im Jahr 2023 im Schnitt bei 53,40 €/MWh. Durchschnittlich lag der Spotmarktpreis rund -54,60 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die Bandlieferung für 2024 bewegte sich im Jahr 2023 in einer Spanne von 53,77 €/MWh bis 69,09 €/MWh bezogen auf die monatlichen Mittelwerte. Noch im Vorjahr lagen die Preise für das Lieferjahr 2024 rund -64,35 €/MWh niedriger. Die nachstehende Grafik zeigt: Ein-Jahres-Terminpreise am Gas-Großhandelsmarkt in Deutschland in € / MWh (Monatsdurchschnittswert)
Grafik Handel ecoSWITCH AG 2023 Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen Insgesamt sind die energiepolitischen Rahmenbedingungen weiterhin wenig verlässlich und ständigen Änderungen unterworfen. Daraus resultiert oft eine fehlende Planungssicherheit für Investitionen in der Erzeugung und beim Netzausbau. Bei insgesamt sinkenden Vertriebsmargen und regulierten Netzentgelten stellen die stetig steigenden Aufwendungen für die Erfüllung der Anforderungen aus der Regulierung und die geplanten Anforderungen zur Sicherung gegen mögliche Angriffe auf die Netzsteuerungssysteme eine erhebliche Belastung dar. Die gesamte Energiewirtschaft steht weiterhin in einem massiven Umbruch. Kunden werden zu Energieerzeugern mit Eigenverbrauch, die damit den bisher vom Versorger bezogenen Strom verdrängen. Hinzu kommt der seit Mitte 2021 anhaltende extreme Auftrieb der Energiepreise am Termin- und Sportmarkt, der zu deutlich höheren finanziellen Risiken im Endkundengeschäft geführt hat. Vor diesem Hintergrund haben wir unser strategisches Risikomanagement und das interne Berichtswesen weiter ausgebaut. Ziel ist es, auch zukünftig schnell und aktiv auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren zu können. Insgesamt bleibt abzuwarten, ob es der Politik gelingt, klare und verlässliche Rahmenbedingungen für die weitere energiewirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu schaffen. Die Stadtwerke Crailsheim GmbH hat sich personell und organisatorisch so ausgerichtet und aufgestellt, dass sie trotz dieser Unsicherheiten weiterhin aktiv am Energiemarkt und den damit verbundenen Leistungsbereichen teilnimmt. Trotz dieser insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft konnte die Stadtwerke Crailsheim GmbH im abgelaufenen Wirtschaftsjahr ein Ergebnis erzielen, welches über den Erwartungen lag. 2. Geschäftsentwicklung Stromversorgung
* im Rahmen der rollierenden Abrechnung
hochgerechnete Werte
Der Stromabsatz ist gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 1,1 % von 108,5 Mio. kWh auf 109,7 Mio. kWh gestiegen. Im Kundensegment Sondervertragskunden ist der Absatz um 1,1 Mio. kWh von 57,8 Mio. kWh im Jahr 2022 auf 58,9 Mio. kWh im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023 gestiegen (+ 1,9 %). Bei den Tarifkunden ist die Abgabe mit 48,2 Mio. kWh minimal um 0,02 Mio. kWh gesunken. Der Anteil der Tarifkunden am Gesamtverkauf beträgt 43,9 % (Vorjahr: 44,4 %). Erdgasversorgung
* im Rahmen der rollierenden Abrechnung
hochgerechnete Werte
Der Erdgasabsatz ist um 7,93 Mio. kWh von 237,5 Mio. kWh im Jahr 2022 auf 245,5 Mio. kWh gestiegen (3,3%). Der Erdgasbezug durch Tarifkunden ist um 6,93 Mio. kWh von 89,7 Mio. kWh 96,7 Mio. kWh gewachsen (7,7 %). Der Absatz bei den Sondervertragskunden ist gegensätzlich gesunken. Die Absatzmenge lag mit 117,2 Mio. kWh um -2,7 Mio. kWh (- 2,3 %) unter dem Absatz des Vorjahres mit 119,9 Mio. kWh. Der Eigenverbrauch mit 31,6 Mio. kWh entspricht einer Zunahme im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 %. Fernwärmeversorgung
* im Rahmen der rollierenden Abrechnung
hochgerechnete Werte
Der gesamte Wärme- und Kälteverkauf ist gegenüber dem Vorjahr mit 42,7 Mio. kWh um insgesamt -0,8 Mio. kWh (- 1,9 %) auf 41,9 Mio. kWh im Berichtsjahr 2023 gesunken. Der Tarifkunden-Absatz ist im Vergleich zum Vorjahr von 15,0 Mio. kWh um 2,4% auf 15,3 Mio. kWh gestiegen. Die Wärme- und Kälteabgabe an Sonderkunden lag hingegen mit 25,0 Mio. kWh um -1,1 Mio. kWh unter der Abgabe des Vorjahres (26,1 Mio. kWh). Der Wärmeeigenverbrauch lag mit 1,5 Mio. kWh um 0,03 Mio. kWh ebenfalls unter dem Vorjahreswert. Trinkwasserversorgung
* im Rahmen der rollierenden Abrechnung
hochgerechnete Werte
Der Trinkwasserverkauf ist im Berichtsjahr um 4,8 % gestiegen und somit um 133,6T m 3 höher gegenüber dem Vorjahr. Die bezogene Trinkwassermenge ist im gleichen Zeitraum um 103,2T m 3 (3,3 %) von 3,084 Mio. m 3 auf 3,187 Mio. m 3 gestiegen. Daraus ergibt sich für das abgelaufene Wirtschaftsjahr eine Differenz zwischen Einkauf und Verkauf in Höhe von 254.990 m 3 (Vorjahr 285.400 m 3 ). Die Trinkwasserabgabe an Tarifkunden lag im Berichtsjahr 2023 mit rund 1,575 Mio. m 3 8,9% über dem Vorjahr (1,447 Mio. m 3 ). Die Trinkwasserabgabe an Großkunden ist gegenüber dem Vorjahr mit einer Abgabe von 1,316 Mio. m 3 um 22.640 m 3 (+ 1,7 %) auf 1,339 Mio. m 3 gestiegen. Der Eigenverbrauch ist um 17.570 m 3 zum Vorjahr (35.780 m 3 ) auf 18.210 m 3 gesunken (- 49,1 %). Nach der Wasserverlustbewertung nach DVGW-Arbeitsblatt W392 wird der spezifisch reale Wasserverlust (m 3 /km * h) mit 0,092 angegeben. Dies zeigt keine relative Veränderung zum Vorjahr. Weiterhin wird der Wasserverlust nach wie vor im mittleren Segment eingestuft. Bäder
Die Anzahl der Hallenbadbesucher lag im Berichtsjahr bei 68.855. Gegenüber dem Vorjahr mit einer Besucherzahl von 57.379 ergab sich demnach eine Zunahme um 11.476 Besucher (+ 20,0 %). Im Freibad Maulachtal konnte eine Besucherzahl von 53.884 erreicht werden, was einem Rückgang von -5.065 Besuchern (-8,6 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Besucherzahl für das Freibad Goldbach betrug 5.683. Eine Abnahme um -621 Besucher (-9,9 %) im Vergleich zum Vorjahr. Die Sparte Bäder verzeichnete eine Erhöhung des Besucheraufkommens um 4,7 % auf insgesamt 128.422 Gäste im Berichtsjahr 2023. Das hervorragende Besucheraufkommen des Jahres 2023 ist ein Indiz für die Bekanntheit der Bäderlandschaft bei den Badegästen sowie deren Beliebtheit. Durch die im Jahr 2023 getätigte Investition in den Hallenbadneubau, soll den Besuchern noch mehr Anreiz geboten und die Nachfrage gesteigert werden. Sauna
Die Personenanzahl ist von 18.079 Besuchern im Jahr 2022 um 4.076 Saunagäste auf 22.155 Besucher im Berichtsjahr gestiegen (+ 22,5 %). Diese Erhöhung ist auf das bei Saunagästen angesehene, umfangreiche Wellnessangebot zurückzuführen. Parkierung
Die Kurzparker sind von 31.260 Besuchern im Jahr 2022 um 6.433 Kurzparker auf 37.693 gestiegen (+ 20,6 %). Im Bereich der Dauerparker gab es einen prozentualen Anstieg der Besucher von 10,3% im Vergleich zum Vorjahr. Beschaffungsmarkt Der Energiebezug erfolgt unverändert über unser Beteiligungsunternehmen die ecoSWITCH AG und beim Trinkwasser über den Zweckverband Wasserversorgung Jagstgruppe. Personal Der Personalstand zeigt sich mit durchschnittlich 185 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Vorjahr 173), davon 7 Auszubildende (Vorjahr 6), unverändert knapp. Es gilt der Tarifvertrag der Versorgungsbetriebe (TV-V). Eine TV-V Gehaltserhöhung erfolgte im Wirtschaftsjahr 2023 nicht. Tarifliche Einigungen erbrachten die schrittweise Auszahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 3.000€ netto ab 01. Juni 2023 für Beschäftigte der Versorgungsbetriebe. Eine tabellenwirksame tarifliche Anhebung um 5,5 % + einem Sockelbetrag von 200€ erfolgen zum 01. April des Jahres 2024. Umweltschutz Mit dem Betrieb und stetig steigendem Ausbau der Blockheizkraftwerke konnten auch im Jahr 2023 enorme CO 2 -Einsparungen verzeichnet werden. Einen weiteren, ganz erheblichen Beitrag zur CO 2 -Einsparung bringt unsere solare Nahwärmeversorgung im Baugebiet Hirtenwiesen II in Crailsheim. Dort wird mit Hilfe der Sonnenenergie 50 % des Wärmebedarfs für ein Gebiet mit rund 440 Wohneinheiten gedeckt. Weiterhin engagieren wir uns im Bereich der erdgasbetriebenen und strombetriebenen Fahrzeuge sowie der Photovoltaik. Die eigenbetriebene Erdgastankstelle wird bereits seit 2020 mit 100 % Biomethan betrieben. Dazu tragen wir einen bedeutenden Schritt zur Verkehrswende bei. Des Weiteren betreiben wir auf Gebäuden der Stadt Crailsheim und unserem eigenen Betriebsstandort zusammen mit Anteilseignern Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt 315 kW. Tätigkeitsfelder Netzbetrieb Zu den Tätigkeiten der STW Crailsheim GmbH, Crailsheim zählt der Netzbetrieb in den Bereichen Strom, Gas, Wasser und Fernwärme. Die Abwicklung wird im kaufmännischen Bereich durch den Shared Service in einem 2 Mandanten Modell bereitgestellt. Die STW Crailsheim trägt die Verantwortung für den sicheren Betrieb, die Instandhaltung und den Zugang für Dritte. Die Netzentgelte, die durch den Netznutzer an die STW Crailsheim zu zahlen sind, werden von der Landesregulierungsbehörde Baden-Württemberg festgelegt. Energieerzeugung Die Erzeugung von Strom und Wärme erfolgt über KWK-Anlagen im Bereich Fernwärme der Gesellschaft. Diese liefert den Strom über innerbetriebliche Leistungsverrechnung an den Strom Vertrieb und Wärme an den Endkunden. Contracting Die Contracting Aktivitäten im Bereich Wärme decken sämtliche Stufen der Wertschöpfungskette ab. Diese reichen von der Bedarfsanalyse über die Planung, Finanzierung und Realisierung bis hin zur Betriebsführung, Wartung und Instandhaltung der Anlagen bei Kunden der örtlichen Industrie sowie im Auftrag Dritter bei deren eigenen Anlagen und Anlagen von Kunden. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse der Stadtwerke Crailsheim GmbH beliefen sich im Jahr 2023 auf 105,798 Mio. € (ohne Strom- und Energiesteuer). Somit liegen sie um rund 25,7 % über den Umsatzerlösen des Vorjahres mit 84,136 Mio. € (ohne Strom- und Energiesteuer) und entsprechen den Erwartungen der Wirtschaftsplanung unter Einbeziehung der Aufstellung der geschlossenen Endkundenverträge. An den Umsatzerlösen hatten die Bereiche wie folgt Anteil:
Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, für bezogene Waren und Leistungen sind um 37,36 % auf 86,763 Mio. € (Vorjahr 63,166 Mio. €) gestiegen. Das Rohergebnis betrug im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2023 rund 21,027 Mio. € (Vorjahr 22,679 Mio. €). Der Aufwand für Personal ist gegenüber dem Vorjahr (10,210 Mio. €) im Jahr 2023 um 6,93 % auf 10,917 Mio. € gestiegen. Dies lässt sich im Wesentlichen auf die jährliche tarifliche Anpassung des Tarifvertrages und die Zuführung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Die Summe der Abschreibungen liegt bei 4,507 Mio. € und damit rund 6,09 % über dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 15,36 % auf 3,643 Mio. € gestiegen. Der Zinsaufwand im Jahr 2023 beträgt rund 0,855 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr (0,470 Mio. €) um 82,05 % gestiegen. Der Aufwand beinhaltet auch Zinsaufwendungen, die aufgrund von Haftungsübernahmen aus den Jahren 2010 bzw. 2011 im Rahmen der Beteiligung der Stadtwerke an der KSV - Die regionale Klärschlammverwertungsgesellschaft mbH, Dinkelsbühl (im Folgenden kurz: KSV GmbH) geleistet werden müssen. Nach einem ausgewiesenen Gewinn im Jahr 2022 von 3,645 Mio. € wird für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 2,969 Mio. € ausgewiesen. Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme ist von 100,400 Mio. € im Jahr 2022 auf 111,078 Mio. € zum Ende des Geschäftsjahres 2023 gestiegen. Das Anlagevermögen ist von 80,124 Mio. € im Jahr 2022 auf 87,988 Mio. € gestiegen. Der Anteil des Anlagevermögens am gesamten Vermögen beträgt 79,21 %. Im Vorjahr betrug der Anteil 79,81 %. Der Anteil des Umlaufvermögens am gesamten Vermögen ist von 20,19 % auf 20,79 % gestiegen. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt 31,145 Mio. € (Vorjahr 30,384 Mio. €) und macht damit einen Anteil von 28,04 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr 30,26 %). Das Fremdkapital ist gegenüber dem Vorjahr mit 70.016 Mio. € um 9,917 Mio. € auf 79,933 Mio. € gestiegen. Es beläuft sich damit auf 71,96 % der Bilanzsumme (Vorjahr 69,74 %). In Bezug auf das Anlagevermögen mit einer Gesamtsumme in Höhe von 87,988 Mio. € bleibt das Verhältnis des Anlagedeckungsgrad I mit 35% (Vorjahr 38%) etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Investitionen Die Investitionstätigkeit war im Jahr 2023 durch Anschaffungen/Erneuerungen in den Versorgungssparten geprägt. Die Gesamtsumme der Investitionen in das Anlagevermögen betrug im Jahr 2023 rund 12,494 Mio. € (Vorjahr 10,958 Mio. €). Beteiligungen Die Stadtwerke Crailsheim GmbH hält unverändert Beteiligungen an der Stadtwerke Neuffen AG (2.101 T€), der ecoSWITCH AG (337,5 T€), der Fränkische Wasser Service GmbH (12,5 T€), dem Zweckverband Wasserversorgung Jagstgruppe (5.278 T€), sowie der Beteiligung Windenergie Kirchberg/Jagst GmbH & Co. KG (510,0 T€). Seit 2016 besteht eine Beteiligung (12,5 T€) an der GrünStrom Kirchberg GmbH. Wertschöpfung
Kapitalflussrechnung
Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Dies war im Berichtsjahr unverändert jederzeit gewährleistet. Rentabilität
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die Vermögens- und Ertragslage etwas unter den Vorjahreswerten bewegt. Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren sehen wir das Jahresergebnis und die Fähigkeit, jederzeit unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Beide Indikatoren sehen wir als ausreichend erfüllt an. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Der Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage der Stadtwerke Crailsheim GmbH ist, vor dem Hintergrund der politischen und ökonomischen Entwicklung im Jahr 2023, als herausfordernd, aber insgesamt positiv zu beurteilen. Im Ergebnis vermehrt sich das bilanzielle Eigenkapital aufgrund des Jahresüberschusses auf TEUR 31.145 (Vorjahr 30.384). Aufgrund der nach wie vor auskömmlichen Eigenkapitalquote von rund 28,04 % (Vorjahr 30,26 %) und der soliden Liquiditätssituation kann die Gesellschaft hoffnungsvoll auf die zukünftigen Jahre blicken. Der stabile Kundenstamm ermöglicht eine angemessene Ergebnissituation in den Kerngeschäftsfeldern. Erfolgreich sind die Stadtwerke in Kooperation mit anderen Partnern im Bereich energienahe Dienstleistungen, wie beispielsweise in Zusammenarbeit in der ARGE ESC für die Stadt Schwabach und das Behördenzentrum Marburg. 4. Chancen- und Risikobericht Risikomanagement heißt Risikosteuerung. Im Rahmen des Risikomanagements betrachten die Stadtwerke
Das Risikomanagement der Stadtwerke bezieht sich grundsätzlich auf alle 4 Risikogruppen, wobei die finanzielle Risikosteuerung sicherlich die Hauptaufgabe des Risikomanagements der Gesellschaft darstellt. Hier gilt es, die tragfähigen Risiken zu bewirtschaften. Risiken Risiken sind unverändert im Energie Ein- und Verkauf zu sehen. Diesen Risiken begegnen wir mit:
Angesichts eines funktionierenden Controllings sehen wir im breiten Feld unseres Leistungspakets "Dienstleistungen" keine Risiken. Preis- und Absatzrisiken Die Energiebeschaffung erfolgt im Auftrag der Stadtwerke Crailsheim durch das Beteiligungsunternehmen ecoSWITCH AG. Üblicherweise erfolgt die Beschaffung rechtzeitig vor dem Lieferjahr in sog. Tranchen mit Standardprodukten (Base, Peak). Während die Absatzmenge i.d.R. als jährlich wiederkehrende Größe angenommen werden kann, besteht ein Preisrisiko zwischen dem Beschaffungszeitpunkt und dem Zeitpunkt der Vertragsverlängerung mit Sondervertragskunden. Im Absatzjahr 2023 bestanden keine Absatzrisiken aus der Beschaffung. Absatzrisiken aus der Beschaffung von Standardprodukten für das Lieferjahr 2024 waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt. Marktrisiken Das Marktumfeld der Stadtwerke Crailsheim ist durch allgemeine Risiken der konjunkturellen Entwicklung sowie des Energiemarktes gekennzeichnet. So können sich weitere Risiken aus Nachfragerückgängen von Industrie- und Gewerbekunden ergeben. Finanzielle Risiken bestehen, wenn aufgrund der angespannten geopolitischen Situation Vorlieferanten bei einem Gas-Lieferstopp ausfallen und die entsprechenden Mengen zu dann sehr hohen Marktpreisen wieder eingedeckt werden müssen, die Lieferverpflichtungen gegenüber den Endkunden aber weiter eingehalten werden müssen. Beteiligungen Die Beteiligungen ecoSWITCH AG , Crailsheim, (Anteil 49,5 %), Stadtwerke Neuffen AG, Neuffen, (25,1 %), Fränkische Wasser Service GmbH, Crailsheim, (50 %) sowie Zweckverband Wasserversorgung Jagstgruppe, Crailsheim (70,91 %) sind wirtschaftlich ebenso stabil wie die Grünstrom Kirchberg GmbH, Kirchberg (50 %), und bewegen sich erfolgreich in ihrem jeweiligen Marktumfeld. Eine allgemeine Absicherung besteht über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung. Daneben ist - soweit erforderlich - die juristische und fachliche Begleitung durch kompetente Berater sichergestellt. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Chancen Die Chancen der Gesellschaft liegen in der bevorstehenden Energiewende. Hier gilt es die regenerative Energieerzeugung zu fördern und die Chancen im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung über bestehende und neue Wärmenetze zu nutzen. Außerdem liegt der Fokus auf der Erweiterung der energienahen Dienstleistungen für Kommunen, Stadtwerke und Industriekunden. Anreizregulierung Seit 01.01.2009 nehmen die Stadtwerke Crailsheim am sog. "vereinfachten Anreizregulierungsverfahren" teil. Im Jahresabschluss 2023 ist wie bereits im Vorjahr der Saldo des Regulierungskontos (früher periodenübergreifende Saldierung) von Mehr/Mindereinnahmen aus Netzentgelten berücksichtigt. 5. Resümee und Ausblick Das Geschäftsjahr 2023 war für die Stadtwerke Crailsheim GmbH gefüllt mit anspruchsvollen Herausforderungen. Die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine machten sich über das gesamte Jahr hinweg mit Macht bemerkbar: Zu nennen sind das Allzeithoch bei den Energiepreisen und die drohende Gasmangellage, dazu verunsicherte Kunden sowie kurzfristig beschlossene Soforthilfen und komplexe Preisbremsen - all das sind nur einige Stichworte, die andeuten, mit welchen Themen wir uns neben dem klassischen Netzbetrieb und dem klassischen Energievertrieb intensiv beschäftigen mussten. Die Stadtwerke Crailsheim GmbH sieht in dem Umbau hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung zusätzliche Chancen. Zum einen wird der Bedarf an Strom steigen, zum anderen eröffnet die Klimawende Potenziale für neue bzw. den Ausbau bestehender Geschäftsfelder wie z. B. den Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur, um die Umstellung auf die E-Mobilität mit Strom voranzutreiben sowie dem Angebot an zusätzlichen Energiedienstleistungen inkl. einer umfassenden Energieberatung und dem Verkauf von Photovoltaik-Anlagen. Mit einem Partner bieten wir hier seit Anfang 2024 für Privatkunden ein interessantes Photovoltaik-Paket Gleichzeitig wollen wir unser Wärmeversorgungsnetz weiter ausbauen und die Voraussetzungen für eine zukünftige klimaneutrale Wärmeversorgung schaffen die u.a. eine industrielle Abwärmenutzung beinhaltet und unser im Bau befindliches neues Hallenbad zu 66% mit der Abwärme aus der Kühlanlage eines lokal ansässigen Unternehmens versorgen wird. Die für die Stadt Crailsheim von uns entwickelte kommunale Wärmeplanung ist Basis der angestrebten Weiterentwicklung unserer Sparte Wärmeversorgung. Neben dem Ausbau des energienahen Dienstleistungsgeschäftes bleibt die Basis unserer unternehmerischen Tätigkeiten selbstverständlich weiterhin der Betrieb von Netzen sowie die preisgerechte Energie- und Wasserversorgung unserer Kunden. Die Planung für das Wirtschaftsjahr 2024 sieht einen Jahresüberschuss in Höhe von 12,243 Mio. € vor. Ob dieses Ergebnis erreicht werden kann, hängt im Wesentlichen von der weiteren Konjunktur- und Wettbewerbsentwicklung, den Witterungsverhältnissen, der Entwicklung der Wirtschaft sowie unseren Unternehmensbeteiligungen ab. Der Gas- und Wärmeabsatz der Stadtwerke Crailsheim GmbH ist im Wesentlichen temperaturabhängig. Die Jahresplanung 2024 weist einen Planumsatz von 81,903 Mio. € aus. Die Investitionen im Jahr 2024 sind geprägt durch die netztechnische Erschließung von neuen Baugebieten und die Erneuerung der neu hinzugewonnenen Stromverteilnetze. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen im Plan auf 16,207 Mio. €. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung Die Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder (Netzbetrieb, Energie- und Wasserversorgung) sowie der Ausbau des energienahen Dienstleistungsgeschäftes und damit zur Weiterentwicklung der Stadtwerke vom reinen Versorgungsunternehmen zum Energiedienstleister wird nach unserer Einschätzung eine weiterhin positive Gesamtentwicklung des Unternehmens ermöglichen. Zukunft gerichtete Aussagen Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf unseren gegenwärtigen Annahmen und Prognosen beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Wir übernehmen keinerlei Verpflichtung, solche Zukunft gerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Crailsheim, den 7. Juni 2024 Hr. Macharzenski, Geschäftsführer Hr. Breit, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 20231. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt hinsichtlich der Bilanzsumme und der Umsatzerlöse die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB). Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen. Die Gesellschaft ist unter der Stadtwerke Crailsheim GmbH mit Sitz in Crailsheim im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 670647 eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet worden, wobei auf die eigenen Leistungen auch Lohn- und Materialgemeinkostenzuschläge berechnet wurden. Die planmäßigen Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer erfolgen nach der linearen Methode. In Vorjahren ist - soweit steuerlich zulässig - von der degressiven Abschreibungsmethode Gebrauch gemacht worden. Für geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000,00€ wird ein Sammelposten gebildet, der einheitlich über 5 Jahre mit jeweils 20 % abgeschrieben wird. Unter den Finanzanlagen werden die Beteiligungen und Wertpapiere zu Anschaffungskosten, die Ausleihungen zum Nominalwert ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet. Risikobehafteten Forderungen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Die empfangenen Ertragszuschüsse sind zum Einzahlungsbetrag passiviert. Die ertragswirksame Auflösung für erhaltene Zuschüsse erfolgt ab 2004 entsprechend der Nutzungsdauer der aktivierten Hausanschlüsse. Die Auflösung der in Vorjahren erhaltenen Ertragszuschüsse erfolgt linear über 20 Jahre. Ertragszuschüsse des Jahres 2003 wurden entsprechend der damaligen Rechtslage von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projected unit credit method mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren und unter der Berücksichtigung eines Gehalttrends gebildet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 17.463,00 € und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte auf Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck. Der Rückstellung liegen ein Zinssatz von 1,82 % p.a. (Vj. 1,78 % p.a.), Rententrends von 2,0 % bzw. 1,75 % (Vj. 0,0 % bzw. 1,75 % p.a.) und Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 0,0 % (Vj. 0,0 %) zu Grunde. Nach § 246 Abs. 2. Satz 2 HGB i.d.F. des BilMOG wurden ab dem Jahr 2010 die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen verrechnet; entsprechend wurden die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen miteinander verrechnet. Die Rückstellung für Altersteilzeit im handelsrechtlichen Jahresabschluss berücksichtigt Verpflichtungen aus bereits bestehenden und künftigen Altersteilzeitarbeitsverhältnissen. Bei der Bewertung der Rückstellung wurde ein Rechnungszins von 1,07 % p.a. (Vj. 0,52 % p.a.) bei einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr bzw. 0,0 % p.a. (Vj. 0,0 % p.a.) bei einer Restlaufzeit unter einem Jahr und Gehaltserhöhungen von 2,0 % p.a. (Vj. 2,0 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken in Höhe der zukünftigen erwarteten Inanspruchnahme. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zum Zeitpunkt der Erfüllung notwendig wird. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang gezeigt. Finanzanlagen Die Beteiligung am Zweckverband Wasserversorgung Jagstgruppe, Sitz Crailsheim, beläuft sich auf 70,95 % des zum 31. Dezember 2022 beim Zweckverband ausgewiesenen Eigenkapitals. Das Eigenkapital am 31. Dezember 2022 beträgt 9.592.243,38 € (Vj. 9.592.243,38 €). Der Bilanzgewinn 2022 des Zweckverbandes liegt satzungsgemäß bei 0 € (Vj. 0 €). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt bislang noch nicht vor. Die Beteiligung der Gesellschaft an der ecoSWITCH AG , Sitz Crailsheim, beträgt 49,5 %. Das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital beläuft sich auf 29.772.733,79 € (Vj. 5.393.994,66 €). Der Jahresüberschuss 2023 der ecoSWITCH AG beträgt 28.678.739,13 € (Vj. 4.358.713,21 €). An der Fränkischen Wasser Service GmbH, Sitz Crailsheim, ist die Gesellschaft mit 50 % beteiligt. Das zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 57.659,31 € (Vj. 44.548,65 €). Im Jahr 2023 weist die Fränkische Wasser Service GmbH einen Jahresüberschuss von 13.110,66 € (Vj. 6.957,97 €) aus. Im September 2004 wurde eine Beteiligung in Höhe von 25,1 % an der Stadtwerke Neuffen AG, Neuffen, erworben. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt 5.958.913,91 € (Vj. 6.289.296,56 €). Der Jahresüberschuss für das Jahr 2023 beläuft sich auf 19.617,35 € (Vj. 446.215.63 €). An der am 19. Oktober 2016 gegründeten GrünStrom Kirchberg GmbH ist die Gesellschaft mit 50 % beteiligt. Das Ergebnis der GrünStrom Kirchberg GmbH für das Wirtschaftsjahr 2023 beläuft sich auf einen Jahresfehlbetrag von 4.744,40 € und einer Eigenkapitalsumme von 28.125,82 € (Vj. Eigenkapital: 32.870,22 €, Jahresüberschuss: 1.784,48 €). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der auf den Abschlussstichtag abgegrenzte Verbrauch in Höhe von 16.878 T€ (Vj. 11.052 T€) abzüglich erhaltener Anzahlungen in Höhe von 13.288 T€ (Vj. 10.824 T€) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen Forderungen aus debitorischen Kreditoren, Energiesteuererstattungsansprüche und Forderungen gegenüber der KFW im Rahmen der Dezemberhilfen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben 0 T€ (Vj. 129 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Des Weiteren enthalten diese Forderungen solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 523 T€ (Vj. 534 T€). Die restlichen Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Kapitalrücklage Die in Vorjahren als Entnahme aus der Kapitalrücklage erfassten Gewinnausschüttungen in Höhe von 7.500.000,00 € wurden im Berichtsjahr berichtigt. Die Kapitalrücklage beträgt danach zum 31.12.2023 18.067.227,38 € (Vj. 12.775.446,58 €). Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen betragen nach der Berichtigung der als Entnahme aus der Kapitalrücklage erfassten Gewinnausschüttung 2.856.018,19 €. Empfangene Ertragszuschüsse Der von unseren Kunden erhaltene Anteil an den Baukosten der Verteilungsanlagen ist unter "Empfangene Ertragszuschüsse" passiviert. Die Baukostenzuschüsse werden bis 2002 innerhalb von 20 Jahren zu Gunsten der Umsatzerlöse linear aufgelöst. Für ab 2004 erhaltene Baukostenzuschüsse erfolgte die Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der aktivierten Hausanschlüsse. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die ausgewiesenen Pensionsrückstellungen von 1.077 T€ (Vj. 1.042 T€) ergeben sich durch Verrechnung des beizulegenden Werts der Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen (beizulegender Wert entspricht dem Aktivwert) in Höhe von 391 T€ (Vj. 408 T€) mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.468 T€ (Vj. 1.450 T€). Folgende Aufwendungen und Erträge wurden verrechnet: Zinsaufwand von 24 T€ (Vj. 32 T€) wurde mit dem Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen von 16 T€ (Vj. 16 T€) saldiert. Bezüglich der Zusatzversorgung der Arbeitnehmer der Stadtwerke Crailsheim GmbH liegt eine mittelbare Pensionsverpflichtung gemäß Art. 28 Abs. 1 EGHGB vor. Die über eine Zusatzversorgungskasse abzuwickelnden Versorgungsleistungen der Arbeitnehmer führen zu einer Subsidiärhaftung des entsprechenden Arbeitgebers, die zu einer mittelbaren Pensionsverpflichtung der Stadtwerke führt. Eine Passivierungspflicht besteht für derartige Verpflichtungen gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht. Das Passivierungswahlrecht wurde in der Bilanz dahingehend ausgeübt, dass ein Ausweis nicht erfolgt. Nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB besteht jedoch die Verpflichtung, den Betrag der in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen im Anhang anzugeben. Da der verlässlichen Betragsangabe praktische Schwierigkeiten der Ermittlung seitens der Zusatzversorgungskasse entgegenstehen, werden entsprechend den Äußerungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V. (IDW) qualitative Angaben gemacht. Die Gesellschaft ist als Arbeitgeber Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbands Baden-Württemberg (Karlsruhe). Während der Zeit der Beschäftigung des Arbeitnehmers besteht für die Gesellschaft eine Umlagepflicht, die eine zusätzliche Altersversorgung des Arbeitnehmers ermöglicht. Der Umlagesatz beträgt in 2023: vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 insgesamt 9,44 % (Umlagesatz Arbeitgeber-Anteil 8,89 %) und setzt sich wie folgt zusammen: 5,75 % Arbeitgeberanteil 2,60 % vom Arbeitgeber zu tragendes Sanierungsgeld 0,54 % vom Arbeitgeber zu tragender Zusatzbeitrag 0,55 % Arbeitnehmeranteil Das umlagepflichtige Entgelt betrug im Geschäftsjahr 2023: 7.475 T€ (Vj. 7.250 T€). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen 2.375 T€ (Vj. 1.930 T€) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, 233 T€ (Vj. 90 T€) für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen, 442 T€ (Vj. 389 T€) für Urlaub/ Überstunden. Verbindlichkeitenspiegel in EUR
Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 1.101 T€ (Vj. 721 T€) wurden saldiert mit den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (38.230 T€) (Vj. 35.051 T€) und insgesamt in Höhe von 37.129 T€ (Vj. 34.330 T€) auf der Passivseite ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.042 T€ (Vj. 196 T€). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen dieses Jahr 105,8 Mio. € (Vj. 84,1 Mio. €). Hiervon entfallen 54,7 Mio. € (Vj. 46,7 Mio. €) auf die Stromversorgung, 32,2 Mio. € (Vj. 21,4 Mio. €) auf die Gasversorgung, 8,8 Mio. € (Vj. 7,7 Mio. €) auf die Trinkwasserversorgung, 9,1 Mio. € (Vj. 7,5 Mio. €) auf die Fernwärmeversorgung, 0,6 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €) auf die Saunalandschaft, 0,3 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €) auf den Bäderbetrieb und 0,1 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €) auf das Parkhaus. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von 39 T€ (Vj. 19 T€), von Rückstellungen in Höhe von 384 T€ (Vj. 214 T€) sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von 26 T€ enthalten (Vj. 26 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 3,6 Mio. € (Vj. 3,2 Mio. €) umfassen im Wesentlichen Wartungskosten, EDV-Kosten, Unterhaltungskosten, Versicherungsprämien, Aufwendungen für Schadensfälle, Wertberichtigungen zu Forderungen sowie Prüfungs- und Beratungskosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen enthalten aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 74 T€ (Vj. 22 T€). Zinsaufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Zinsen aus Aufzinsung in Höhe von 27 T€ (Vj. 32 T€) enthalten. Diese sind im Wesentlichen durch die Bildung der Pensionsrückstellung entstanden. Ertragsteuern und Energiesteuern Die Strom- und Energiesteuer enthalten in Höhe von 11 T€ (Vj. 311 T€) periodenfremde Erträge. 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Die Stadtwerke Crailsheim GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter bei der ARGE ESC, Crailsheim (BGB-Gesellschaft). Daneben bestehen in geringem Umfang weitere Haftungsverhältnisse, beispielsweise für Avalkredite. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in geschäftsüblichem Umfang. Neben den geschäftsüblichen finanziellen Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen im Rahmen des Hallenbad Neubaus, die über den geschäftlichen Umfang hinausgehen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden diesbezüglich Bauleistungen in Höhe von 5,943 Mio.€ vertraglich vergeben, deren finanzielle Verpflichtung erst im folgenden Geschäftsjahr 2024 zu Tragen kommen. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG
Mitglieder der Geschäftsführung Dipl.-Betriebswirt Uwe Macharzenski, Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Jürgen Breit, Geschäftsführer Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehören an: Herr Dr. Christoph Grimmer, Crailsheim, Oberbürgermeister (Vorsitzender) Herr Karl Druckenmüller, Crailsheim, Bankkaufmann Herr Heiko Feudel, Crailsheim, Stadtrat (ab 3. März 2023) Herr Peter Gansky, Crailsheim, Theologe Herr Harald Gronbach, Crailsheim, Landwirt Herr Roland Klie, Crailsheim, Finanzwirt Herr Michael Klunker, Crailsheim, Stadtrat (bis 2. März 2023) Herr Sebastian Klunker, Crailsheim, kaufm. Angestellter Herr Alexander Kraft, Crailsheim, Stadtrat Herr Wolfgang Lehnert, Crailsheim, Schulleiter (ab 3. März 2023) Herr Gernot Mitsch, Crailsheim, Lehrer Herr Gerhard Neidlein, Crailsheim, Stadtrat Herr Jens Zielosko, Crailsheim, Lehrer (bis 2. März 2023) Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtsjahr 28 T€. Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnet Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl gem. § 267 Abs. 5 HGB der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.969 T€ wird in den Gewinnvortrag eingestellt.
Crailsheim, 7. Juni 2024 Geschäftsführer Macharzenski Breit Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadtwerke Crailsheim GmbH Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Crailsheim GmbH, Crailsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Crailsheim GmbH, Crailsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens -, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Weinsberg, 7. Juni 2024 AAT
INTEGRETAS GMBH
Klatte, Wirtschaftsprüfer Schäuffele, Wirtschaftsprüfer Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023 Aktivitätenbilanz nach § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Aktivitätenbilanz nach § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Aktivitäten-Gewinn- und Verlustrechnung nach § 6b Abs. 3 EnWG für 2023
Anlagennachweis zum 31.12.2023 - Elektrizitäsverteilung -in EUR
Anlagennachweis zum 31.12.2023 - moderner Messstellenbetrieb -in EUR
Anlagennachweis zum 31.12.2023 - Gasverteilung -in EUR
Angaben über die Zuordnungsregeln gemäß § 6b Absatz 3 Satz 7 EnWG Im Hinblick auf die Bilanzierungsmethoden, die den Tätigkeitsabschlüssen zugrunde gelegt wurden, verweisen wir auf die Angaben im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 der Stadtwerke Crailsheim GmbH. Die Sparten "Fernwärme", "Wasser", "Bäder", "Sauna", "Parkhaus" und "Breitband" bilden zusammen die Tätigkeiten außerhalb des "Gas- und Elektrizitätssektors" i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 4 EnWG und sind den "Sonstigen Aktivitäten" zugeordnet. Für die Berichterstattung wurden die Aktiv- und Passivposten sowie die Aufwendungen und Erträge den einzelnen Aktivitäten direkt oder durch Schlüsselung zugeordnet. Alle Bilanzwerte werden soweit möglich direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unangemessen hohen Aufwendungen verbunden ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Der Anlagenspiegel zeigt die Aufgliederungen sowie die Entwicklung der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Anlagengegenstände wurden den Bereichen soweit möglich direkt zugeordnet. Die nach Aufteilung sämtlicher Aktiv- und Passivposten auf die einzelnen Aktivitäten verbleibenden Differenzen zwischen Aktiv- und Passivseite (Residualgröße) werden als Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegen andere Betriebszweige ausgewiesen. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung werden die direkt zurechenbaren Umsatzerlöse, sonstige betrieblichen Erträge und Aufwendungen den einzelnen Bereichen direkt zugeordnet. Die nicht direkt zuordenbaren Kosten werden zunächst auf allgemeine Kostenschlüssel gebucht und von dort anhand von Kostenschlüsseln verteilt. Die Kostenschlüssel bestehen oder setzen sich aus den Komponenten Umsatz, Ergebnis, Personal oder Anlagen zusammen. Die Ertragsteuern werden im Verhältnis der auf die einzelnen Bereiche anfallenden Ergebnisse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aufgeteilt. Verbindlichkeitenspiegel in EUR 31.12.2023 Elektrizitätsverteilung
Verbindlichkeitenspiegel in EUR 31.12.2022
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Die Stadtwerke Crailsheim GmbH ist unbeschränkt haftender Gesellschafter bei der ARGE ESC, Crailsheim (BGB-Gesellschaft). Daneben bestehen in geringem Umfang weitere Haftungsverhältnisse, beispielsweise für Avalkredite. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in geschäftsüblichem Umfang. Sonstige Davon-Vermerke Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben keine eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. |
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