Sihl GmbH
44mBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Reinhold Rank seit 25.11.2025 | Prokura |
Tobias Wolfgang Dr. Boland seit 12.2.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Nahrath seit 4.1.2023 | Prokura |
Philipp Peter Franz Lücke seit 8.6.2022 | Prokura |
Armin Markus Vetter seit 18.12.2020 | Geschäftsführer |
Bernd Josef August Scholbrock seit 18.12.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 16.66% | |
| 16.66% | |
| 14.84% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
8 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 8 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SCHOELLERSHAMMER GmbHDürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Gegenstand der SCHOELLERSHAMMER GmbH ist die Herstellung und der Vertrieb von Papier und branchenverwandten Produkten. Das Unternehmen fokussiert sich ausschließlich auf Wellpappenrohpapier als Vorprodukt für die Wellpappenindustrie und unterliegt ausschließlich den Mechanismen des B2B-Geschäfts im Commodity-Bereich. 2. Forschung und Entwicklung Der Schwerpunkt der Entwicklung liegt auf der kontinuierlichen Absicherung der branchenüblichen Qualitätsstandards unter stetiger Optimierung der Kosten bei sinkender Rohstoffqualität. Um den hohen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, ist eine permanente technische Weiterentwicklung der Produktionsanlagen zur Qualitätssicherung und Kostenoptimierung notwendig. Deshalb optimiert SCHOELLERSHAMMER kontinuierlich chemische und technische Prozesse in allen Produktionsanlagen. Mit dem Betrieb zweier Produktionsanlagen bestehen gute Voraussetzungen für die Entwicklung weiterer Spezialitäten im Sektor der Verpackungspapiere. Überdies ist SCHOELLERSHAMMER Gesellschafterin der in Düren forschenden MODELLFABRIK PAPIER und beteiligt sich als assoziierter Projektpartner aktiv an den Forschungsarbeiten. Die Modellfabrik Papier verfolgt das Ziel, die CO 2 -neutrale Papierherstellung zu erforschen. Gleichzeitig arbeitet eine bereichsübergreifende Arbeitsgruppe daran, die hier gewonnen Erkenntnisse, ergänzt um marktgängige Energiekonzepte, laufend in Maßnahmen und Investitionen zur Reduzierung klimaschädlicher Emissionen in der Praxis umzusetzen. Im Geschäftsjahr 2023 fielen nicht aktivierfähige Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 101,4 T€ (Vorjahr 96,2 T€) an. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Als Gründe für die gedämpfte Konjunktur werden die nach wie vor hohen Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland genannt. Eine weitere post-Corona-Erholung der Wirtschaft habe damit in 2023 entgegen der im Vorjahr bestehenden Erwartungen nicht stattgefunden. Für die EU-27-Länder veröffentlicht Eurostat einen Anstieg der preisbereinigten Wirtschaftsleistung um + 0,4% - bezogen auf unsere jeweiligen regionalen Absatzmärkte stellt sich ein differenziertes Bild dar. Während Spanien einen Anstieg von 2,5% verzeichnet, liegen andere wichtige Absatzmärkte wie Italien, Frankreich, die Niederlande und Polen bei teilweise deutlich unter 1% Wachstum. Die Prognose für UK geht von einem Wachstum von rd. 0,5% für das Jahr 2023 aus. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Absatz deutscher Papierfabriken für Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 13,7%, die Produktion um 13,7% gesunken. Der Inlandsabsatz ist mit 14,1% stärker gefallen als der Export mit 12,1%. Der Absatz teilt sich so auf, dass etwa 50,7% im Inland und 49,3% im Ausland abgesetzt werden. Der Export der deutschen Papierfabriken für Papier, Karton und Pappe findet im Wesentlichen in europäische Märkte statt. Eingehend mit der Mengenentwicklung verzeichnete der Erzeugerpreisindex des Statischen Bundesamtes für Wellenpapier aus Altpapier und sonstiges Wellenpapier von Januar 2023 bis Dezember 2023 einen Rückgang um 33,0 %. 3. Geschäftsverlauf Obwohl sich der Absatz und die Produktionsmengen auf Vorjahresniveau bewegten, konnte SCHOELLERSHAMMER nicht an das sehr gute Geschäftsjahr 2022 anknüpfen. Dies ist insbesondere auf einen deutlichen Rückgang der Verkaufspreise im Jahresverlauf und damit einhergehend ein deutlich geringeres Margenniveau zurückzuführen. Auch der spürbare Rückgang der Energiekosten gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 konnte diesen Effekt nur teilweise kompensieren. Beide Papiermaschinen haben eine gute Leistung erzielt. Der Planwert von 515.733 to, der mit Blick auf etwaig erforderliche marktbedingt Abstellmaßnahmen entstanden ist, wurde um 12.562 to überschritten, so das mit 528.294 to nahezu das Produktionsniveau des Vorjahres erreicht werden konnte. SCHOELLERSHAMMER hat sich im Absatz überdurchschnittlich gut behaupten können, die eigene Auslastung ist im Vergleich zum Branchendurschnitt deutlich weniger stark gesunken. Im Wettbewerbsvergleich wird SCHOELLERHAMMER als nicht integrierter Lieferant durch eine hohe Qualität und Lieferperformance und zunehmend auch als Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit wahrgenommen. Die Produktion wurde aufgrund technologischer Erfordernisse an einigen Tagen reduziert, so dass sich ohne diese Ereignisse ein entsprechend höheres Produktions- und Absatzmenge eingestellt hätte. Im Ergebnis lag der erzielte Jahresfehlbetrag um rd. 9.213 T€ unterhalb des geplanten Jahresüberschusses von rd. 6.100 T€, was allein auf die Margensituation zurückzuführen ist. Damit hat sich das Ergebnis deutlich schlechter entwickelt, als wir ohnehin bereits in unsere Prognose im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2023 erwartet hatten. 4. Lage des Unternehmens a) Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von 220.588 T€ sind im Vorjahresvergleich (341.785 T€) um gut 35% gesunken. Ursächlich für diesen Rückgang war das gegenüber dem Vorjahr branchenweit deutlich geringere Verkaufspreisniveau. Gegenüber der im Vorjahr getroffenen Prognose für 2023 lag der Umsatz deutlich unter den bereits negativen Erwartungen. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen sind im Vorjahresvergleich (258.886 T€) mit 196.132 T€ im gleichen Zeitraum um rund 62.753 T€ bzw. 24,2% ebenfalls deutlich gesunken. Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Einstandspreise für Energie, Altpapier und Hilfsstoffe zurückzuführen. Daraus ergibt sich folgender Vergleich für das Bruttoergebnis vom Umsatz:
Die Vertriebskosten sind leicht von 26.968 T€ in 2022 auf 27.079 T€ in 2023 gestiegen. Der Anstieg in Höhe von 111 T€ ist im Wesentlichen durch höhere Distributionskosten im Rahmen eines entsprechenden Kostenanstiegs der Frachtkosten bei gleichzeitig geringeren Provisionsaufwendungen für Handelsvertreter im Rahmen geringerer Verkaufspreise begründet. Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ist im Vergleich zum Vorjahr um 732 T€ von 3.074 T€ in 2022 auf 3.807 T€ in 2023 gestiegen. Dieser Anstieg hängt im Wesentlichen mit höheren Zinskosten im Rahmen des allgemeinen Zinsanstiegs sowie der Neuaufnahme von Fremdkapital im Rahmen der Finanzierung der zum Bilanzstichtag noch im Bau befindlichen Reststoffverwertungsanlage, kurz RVA, zusammen. Insgesamt ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 3.113 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss von 35.871 T€). Dieses Ergebnis liegt deutlich unterhalb der von uns im Vorjahr für 2023 beschriebenen Erwartungen. Zwar hatten wir eine deutliche Verschlechterung der Umsatzrentabilität und damit des EBITDA bzw. des Jahresüberschusses erwartet. Eine Verlustsituation war aber nicht erwartet worden. Das erzielte Ergebnis ist daher insgesamt als nicht zufriedenstellend zu beurteilen. b) Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft kann trotz der operativen Ergebnisentwicklung als stabil bezeichnet werden. Das Finanzmanagement ist weiterhin darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und somit einen größtmöglichen Skontoertrag zu erzielen. Gleichzeitig ist das Forderungsmanagement konsequent darauf ausgerichtet, die Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich nach erfolgter Regeltilgung der Konsortialdarlehen sowie der Neuaufnahme von 12.500 T€ im Rahmen der RVA- Finanzierung zum Bilanzstichtag auf 42.091 T€. Überdies bestehen im Finanzierungskonzept weitere Banklinien zur Betriebsmittelfinanzierung. Die liquiden Mittel der Gesellschaft betrugen zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 3.937 T€. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 12.442 T€. Gegenüber dem Vorjahr (39.424 T€) hat er sich um 26.982 T€ deutlich reduziert, was bei nahezu konstanten Abschreibungen insbesondere auf das deutlich geringere Jahresergebnis zurückzuführen ist. Gleichzeitig ergab sich ein positiver Liquiditätseffekt aus geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+ 8.890 T€ aufgrund einer geringeren Absatzmenge im Monat Dezember sowie eines ggb. Vorjahr deutlich geringeren Preisniveaus) sowie geringeren sonstigen Vermögensgegenständen (+ 7.811 T€, im Wesentlichen bedingt durch die Zahlung von 7.065 T€ Anzahlungen durch die bürgschaftsgebende Bank im Rahmen der Insolvenz des ursprünglich mit dem Bau der Reststoffverwertungsanlage beauftragten Anlagenbauers). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -29.530 T€ (Vorjahr: -10.216 T€) und ist insbesondere durch weitere Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der Reststoffverwertungsanlage geprägt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei -5.362 T€ (VJ: -12.424 T€) und ist im Wesentlichen durch folgende Sachverhalte geprägt:
Die Gesellschaft überwacht die Finanzplanung permanent, um auf etwaige negative Entwicklungen reagieren zu können. Insgesamt werden aus der laufenden Finanzplanung keine Finanzierungsengpässe erwartet. Neben den liquiden Mitteln kann die Gesellschaft auf ausreichende, zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommene Kreditlinien zurückgreifen. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen ist um 22.700 T€ von 112.070 T€ in 2022 auf 134.770 T€ in 2023 gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus weiteren geleisteten Anzahlungen für die im Bau befindliche Reststoffverwertungsanlage, die im ersten Quartal 2024 ihren Regelbetrieb aufnehmen soll - dagegen stehen Abschreibungen von 6.831 T€. Die Gesamtsumme der Zugänge beläuft sich auf 29.565 T€, insb. für den Bau und die Anlagentechnik der Reststoffverwertungsanlage. Das Vorratsvermögen (inkl. Schadstoffemissionsrechten) reduziert sich im Vorjahresvergleich leicht um 1.167 T€ von 18.778 T€ in 2022 auf 17.611 T€ in 2023. Der Rückgang resultiert überwiegend aus einem geringeren Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren. Der Bestand an liquiden Mitteln ist mit 3.937 T€ gegenüber dem Vorjahr (26.387 T€) zum Stichtag deutlich gesunken. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 76.030 T€ und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 3.132 T€ reduziert. Unter Berücksichtigung der vertraglich nachhaltig gesicherten Gesellschafterdarlehen und Darlehen nahestehender Personen sowie des Genussrechtskapitals belaufen sich die so definierten Eigenmittel im Berichtsjahr auf 110.724 T€ (Vorjahr: 119.412 T€). Die Bilanzsumme der Gesellschaft verkürzte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 9,4% auf 171.743 T€. Daraus resultiert eine Eigenkapitalquote von 44,3% bzw. eine Eigenmittelquote von 64,5%. Die Gesellschaft verfügt damit unverändert über eine solide Kapitalstruktur. Die Rückstellungen sind insgesamt um 1.085 T€ von 10.495 T€ in 2022 auf 9.410 T€ in 2023 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Vorjahre betreffende geringere Steuerrückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten sind um 13.704 T€ von 92.006 T€ in 2022 auf 78.302 T€ in 2023 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einem deutlich geringeren Niveau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (./. 10.391 T€) - der geringere Saldo im Vergleich zum Stichtag 31.12.2022 resultiert insbesondere aus einem Rechnungsausgleich deutlich vor Fälligkeit zur Vereinfachung eines Releasewechsels des ERP-Systems. Weiterhin haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 5.880 T€ im Rahmen der Rückführung von Gesellschafterdarlehen reduziert. 5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung sind insbesondere die folgenden Kennzahlen von Bedeutung: Umsatz pro Mitarbeiter:in, Umsatzrendite sowie das EBITDA. Der Umsatz pro Mitarbeiter:in betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 793 T€ und ist damit gegenüber dem Vorjahr (1.285 T€) um 38,2 % gesunken. Die Umsatzrendite, berechnet als das Betriebsergebnis bzw. EBIT, also das Ergebnis nach Steuern bereinigt um die Ertragsteuern und das Zinsergebnis, im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, hat sich aufgrund der erläuterten Effekte auf der Umsatz- und Herstellungskostenseite im Geschäftsjahr von 16,3% auf 0,1% reduziert. Das EBITDA, also das Ergebnis nach Steuern bereinigt um die Ertragsteuern, das Zinsergebnis sowie die Abschreibungen auf das Anlagevermögen, betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 7.019 T€ nach 62.698 T€ im Vorjahr, was einem Rückgang um 88,9% entspricht. Das für den Erhalt der Begünstigungen für energieintensive Unternehmen erforderliche Energiemanagement wurde im Geschäftsjahr durch Reduzierung der spezifischen Energieverbräuche weiterentwickelt. Unsere Belegschaft betreffend befinden wir uns in einem ständigen Entwicklungsprozess. Damit das Unternehmen optimale Leistungen erbringen kann, müssen die Personalressourcen adäquat geplant und die richtigen Menschen an den richtigen Positionen eingesetzt werden. Mit einer Kultur des Förderns und Forderns wollen wir ein Umfeld schaffen, in dem die Mitarbeitenden motiviert sind und optimale Ergebnisse erzielen können. Indikation hierfür ist eine geringe Fluktuation. Nach einem Wert von 5,2% im Vorjahr konnten wir im abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder auf einen Wert von 4,3% zurückkehren. Unser mittelfristiges Ziel für diese Kennzahl liegt bei 4,0%. Vor dem Hintergrund des vollkontinuierlichen Betriebs unserer Papiermaschinen und deren Peripherie wird es zunehmend herausfordernder, Fachkräfte an uns zu binden. Auch vor diesem Hintergrund wurde das Ausbildungswesen - insbesondere durch Maßnahmen des Personalmarketings - weiter gestützt und die Anzahl der Auszubildenden wurde auf hohem Niveau gehalten. III. Prognosebericht Die Herbstprognose 2023 unseres europäischen Dachverbands geht für das Jahr 2024 von einem Wachstum der Nachfrage von 1,6% aus. Auch für die Jahre 2025 und 2026 erwartet die Studie ein kontinuierliches Nachfragewachstum (rd. 2,2% p.a) und damit eine Rückkehr auf das in 2022 vorherrschende Nachfragniveau im Jahr 2025. Gleichwohl steigt der bereits in der Vorjahresstudie dargestellte Angebotsüberhang aufgrund der Berücksichtigung erwarteter zusätzlicher Kapazitäten an. Die Planung für das Jahr 2024 geht dennoch von einem operativen Ergebnis aus, welches in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Dies ist insbesondere mit Einspareffekten in den Bereichen Energie und Entsorgung im Rahmen des für Q1.2024 geplanten Anlaufs der Reststoffverwertungsanlage begründet. Weiterhin wird von deutlich geringeren Fremdbezugskosten für Energie ausgegangen, da bereits verbesserte Absicherungsgeschäfte abgeschlossen und die Spotmarktpreise für Strom und Gas eine rückläufige Tendenz aufweisen. Das Absatzniveau wird mit 532.000 to ebenfalls auf Niveau des Vorjahres geplant, dies untermauert durch die bereits vereinbarten Kundenbudgets in Verbindung mit einer starken Wettbewerbsposition bedingt durch eine überdurchschnittlich hohe Produktqualität, Lieferperformance und Nachhaltigkeitspositionierung. Das Altpapier für die Wellpappenrohpapierproduktion ist ein global gehandelter Rohstoff. Aktuell rechnen wir damit, dass sich die Altpapierpreise in 2024 auf einem vergleichsweise hohen Niveau seitwärts bewegen. Durch unseren Standort mitten in Europa gehen wir für unser Haus grundsätzlich von einer hohen Versorgungssicherheit aus. Mit Inbetriebnahme einer Reststoffverwertungsanlage im ersten Quartal 2024 können wir durch die thermische Verwertung von in der Produktion anfallenden Reststoffen sowohl unseren für die Dampferzeugung erforderlichen Bedarf an Erdgas senken als auch unsere Abhängigkeit von volatilen Erdgaspreisen reduzieren. Gleichzeitig senken wir unsere CO 2 -Emissionen, weil die thermische Verwertung der Reststoffe einen im Vergleich zum Erdgaseinsatz geringeren CO 2 -Ausstoß hervorruft. Für 2024 sieht die Planung einen leichten preisbedingten Rückgang der Umsatzerlöse vor. Bei einer erwarteten unveränderten durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl wird sich somit auch der Umsatz pro Mitarbeiter:in entsprechend negativ entwickeln. Beim Betriebsergebnis bzw. EBIT erwarten wir ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 etwas höheres Niveau, insbesondere bedingt durch eine höhere erwartete Strompreiskompensation. In Summe erwarten wir bei weiter deutlich steigenden Zinsaufwendungen aus der Investitionsfinanzierung für das Geschäftsjahr 2024 ein ausgeglichenes Ergebnis. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Die sich aus einem komplexen wirtschaftlichen Umfeld ergebenen Verwerfungen und Einflüsse auf die Gesamtkonjunktur stehen im Fokus unserer Risikobetrachtung. Die sich hieraus für Schoellershammer, sowohl auf der Absatz- wie auf der Beschaffungsseite, ergebenen Auswirkungen lassen sich vielfach weder mittel- noch kurzfristig vorhersagen. Um auf dynamische Veränderungen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs angemessen und frühzeitig reagieren zu können, werden kontinuierlich risikoorientierte Analysen vorgenommen. Darüber hinaus besteht für Schoellershammer ein unverändertes Risiko in den Marktspezifika der Wellpappenrohpapierbranche, welche sich insbesondere durch eine hohe Volatilität in Bezug auf die Beschaffungspreise für den Rohstoff Altpapier und die Verkaufspreise für das Endprodukt auszeichnen. Aufgrund der Homogenität des Endproduktes und der vergleichsweise hohen Markttransparenz haben Faktoren wie Lieferfähigkeit, Flexibilität und Verlässlichkeit eine besonders hohe Bedeutung. In 2024 sehen wir in Übereinstimmung mit unserem Branchenverband einen Anstieg der Nachfrage. Der daraus erwartbare automatische Effekt einer Preiserhöhung bleibt jedoch aus, weil der vorhandene Angebotsüberhang entgegenwirkt. Das im Aufstellungszeitpunkt dieses Berichts vorherrschende Preisniveau genügt nicht, um die entstehenden Produktionskosten zu decken. Infolgedessen hat der Vertrieb von Schoellershammer notwendige Preiskorrekturen in die Wege geleitet, deren positive Effekte zum Ende des ersten Quartals 2024 erwartet werden. Sollten diese Preiskorrekturen nicht nachhaltig aufrecht gehalten werden können, würde sich hieraus ein entsprechendes Ergebnisrisiko entwickeln. Im Bereich der Herstellkosten sehen wir nach wie vor das Risiko volatiler Energiepreise. Wir begegnen dem durch eine Diversifizierung unserer Wärmequellen. Im Kontext der Energiekosten bleibt als grundsätzliches Risiko der Erhalt der Begünstigung als energieintensives Unternehmen bestehen. Der Wegfall dieser Förderungen (Besondere Ausgleichregelung, Strompreiskompensation) würde unmittelbar den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit zu ausländischen Wettbewerbern bzw. unverändert begünstigten inländischen Wettbewerbern bedeuten. Im Bereich der Leistungserstellung ist die technische Verfügbarkeit der Produktionsanlagen und deren Infrastruktur als wesentliches Risiko zu nennen. Vermeintlich kleine Defekte können zu signifikanten Abweichungen der Produktionsleistung führen. In diesem Bereich ist es wichtig, mit Maßnahmen wie vorbeugender Instandhaltung und Schaffung von Redundanzen die Verfügbarkeit weiter zu steigern. Außerdem sehen wir uns einem immer enger werdenden Arbeitsmarkt im Wettbewerb um Fachkräfte gegenüber. Wir müssen wachsende Anstrengungen unternehmen, um qualifizierte Mitarbeitende für Schoellershammer zu gewinnen und zu halten. Sofern es uns nicht gelingt, das erforderliche Personal zur Verfügung zu haben, laufen wir Gefahr, nicht alle Schichten adäquat besetzen zu können oder unterstützende Prozesse suboptimal abzuarbeiten. Das Thema Wasserkreislauf steigt grundsätzlich in der Aufmerksamkeit von Papierfabriken. Dabei geht es sowohl um den Erhalt bestehender Wasserentnahmerechte als auch um die Einhaltung der geforderten Beschaffenheitswerte des Abwassers. Wir setzen uns im Rahmen der Risikoanalyse intensiv mit der eingesetzten Informationstechnologie auseinander. Hier sehen wir die drei Handlungsfelder
Im Finanzbereich besteht noch eine Anschlussverschuldung aus dem Investitionsprojekt PM6, die weiterhin einen relevanten Kapitaldienst nach sich zieht. Zur Begegnung dieser Risiken hat Schoellershammer die finanziellen Verpflichtungen aus den Finanzierungsverträgen einerseits mit realistischen leistungswirtschaftlichen Parametern abgestimmt und andererseits durch den Einsatz von Zinssicherungsderivaten, Maßnahmen zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos ergriffen. Im Berichtsjahr erfolgte zudem eine Teilvalutierung der zur Finanzierung der Reststoffverwertungsanlage bereitgestellten Kreditmittel. Wie jedes Unternehmen ist Schoellershammer Rechts- und Compliance-Risiken ausgesetzt. Verstöße gegen Vorschriften können zu erheblichen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen führen und strafrechtliche Folgen haben. Um sicherzustellen, dass alle relevanten gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden, haben wir im Jahr 2023 ein Compliance Management System eingeführt. In diesem System widmen wir uns schwerpunktmäßig Betrugs- und Korruptionsrisiken als Präventivmaßnahme. Seitens der europäischen Regulatorik setzen wir uns intensiv mit dem Thema der Packaging und Packaging Waste Regulation (PPWR) auseinander. Langfristig liegt für die gesamte Branche ein Risiko in den zweifelhaften Bestrebungen, Verpackungslösungen aus einem nachwachsenden Rohstoff, die auf hochwertigem Recycling in einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft basieren, abzulösen. Vor diesem Hintergrund kommt auch dem Forschungsziel der MODELLFABRIK PAPIER, eine CO 2 -neutrale Papierherstellung zu ermöglichen, hohe strategische Bedeutung zu. Durch ein aktives Qualitäts-, Risiko- und Kontinuitätsmanagement wenden wir Gefahren so weit wie möglich vom Unternehmen ab. 2. Chancenbericht Der globale Trend zur Verringerung klimaschädlicher Emissionen sowie grundsätzlich aller Themen nachhaltiger Entwicklung betrifft in besonderem Maße die Papierindustrie als energieintensive Branche. Wir sehen in der Aufgabe zur Veränderung, die sich hieraus ergibt, eine große Chance zur Differenzierung in einem ansonsten eher austauschbaren Commoditymarkt. Daher haben wir im Geschäftsjahr 2023 unseren ersten, in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) aufgestellten Nachhaltigkeitsbericht 2022 erstellt und auf unserer Homepage veröffentlicht. Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten zielt - wie bereits beschrieben - auf die Dekarbonisierung der für den Produktionsprozess benötigten Energie ab. Nach Ausfassung der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) bereitet uns unser Nachhaltigkeitsbericht 2022 auch gut auf die zukünftige verpflichtende Berichterstattung nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) vor. Die Rückmeldungen aus Gesprächen mit unseren Stakeholdern zeigen, dass sich SCHOELLERSHAMMER auf diesem Gebiet heute positiv vom Feld der Wettbewerber abhebt. Wir sind sicher, dass dieses Thema zukünftig eine immer größere Relevanz entfalten wird und Schoellershammer auf einem guten Weg ist, die darin liegenden Chancen für sich zu nutzen. Weiterhin arbeitet das Unternehmen daran, die Möglichkeiten zunehmender Digitalisierung für sich zu nutzen. Hierzu zählt beispielsweise die Erweiterung der vorliegenden Company Carbon Footprint (CCF) Bilanz und einen artikelbezogenen Product Carbon Footprint (PCF). Damit ließe sich der Wettbewerbsvorteil von Schoellershammer noch aussagekräftiger dokumentieren und würde unsere Kunden in die Lage versetzen, diesen Vorteil ihrerseits bei der Scope 3-Bilanzierung ihrer Wellpappenrohpapierbedarfe auf Echtdaten nutzbar zu machen. Nicht zuletzt sehen wir in einem Transformationsprozess weg von fossilen Energieträgern hin zu einem Mix aus regenerativen Energien neben der Vision einer klimaneutralen Produktion von Wellpappenrohpapieren realistische Chancen nachhaltige Kostenvorteile zu heben und Abhängigkeiten zu reduzieren. Als Familienunternehmen in der 7. Generation arbeiten wir zudem bereits seit vielen Jahren nach einem ganzheitlichen Grundsatz. Die Kenntnis, dass wenn Unternehmen Verantwortung übernehmen, nicht nur Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende, sondern die ganze Gesellschaft profitiert ist uns deshalb nicht neu. Denn Corporate Social Responsibility (CSR) bezeichnet das bewusste Streben, ökologische und soziale Ziele mit wirtschaftlichem Handeln in Einklang zu bringen und das Konzept einer durchgehend nachhaltigen Entwicklung umzusetzen. Wir verstehen nachhaltige Entwicklung als eine Entwicklung, welche den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Bedürfnisse zukünftiger Generationen zu gefährden. 3. Risikoberichterstattung zur Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten Ausgestaltung und Umsetzung des Absicherungskonzeptes folgen der Risikostrategie, einen Teil abzusichern und einen anderen Teil mit dem Markt floaten zu lassen. Der Charakter der Absicherungsstrategie ist derart angelegt, dass ein aufeinander abgestimmter Einsatz unbedingter (Zinsswaps) und bedingter (Zinscaps) Sicherungsinstrumente aus unserer Sicht ein optimales Verhältnis aus Wirtschaftlichkeit und Risikotragfähigkeit darstellt. 4. Gesamtaussage Wie alle privatwirtschaftlichen Unternehmen unterliegt Schoellershammer einer hohen Veränderungsgeschwindigkeit. Die Auswirkungen dieser Veränderungen können nicht oder nur begrenzt im Rahmen unternehmerischen Handelns antizipiert werden. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind jedoch keine Risiken erkennbar, aus denen eine unmittelbare Gefährdung für den Fortbestand des Unternehmens abgeleitet werden könnte. Die Gesamtrisikolage der Gesellschaft stellt sich vor dem Hintergrund der bestehenden Finanz- und Ertragslage sowie der erwarteten Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr als gut beherrschbar dar.
Düren, den 22. März 2024 SCHOELLERSHAMMER GmbH Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023SCHOELLERSHAMMER GMBH, DürenA. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft SCHOELLERSHAMMER GmbH mit Sitz in Düren wird beim Registergericht Düren unter der Nummer HRB 8595 geführt. Die Gesellschaft ist eine große Gesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 3 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 238 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 3 HGB in Staffelform nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. B. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Grundsätzen des Vorjahres. Die Zugänge im beweglichen Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich nach bisherigen Methoden abgeschrieben. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden berücksichtigen alle erkennbaren Risiken; sie sind im Einzelnen bei der Erläuterung der Bilanzpositionen dargestellt. Die Aufstellung der Bilanz erfolgte unter Berücksichtigung der Regelungen des Gesellschaftsvertrags vor Ergebnisverwendung. Die Bilanz beinhaltet entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen, welche am Bilanzstichtag zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt wurden. C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen EDV-Software, die Automatisierung der Papiermaschine 6 (PM6) sowie ein Wassernutzungsrecht. Die EDV-Software wird linear über drei bis fünf Jahre und die Automatisierung der PM6 über 15 Jahre abgeschrieben. Das Wassernutzungsrecht unterliegt keiner Abschreibung. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der aufgelaufenen Abschreibungen bewertet. Gebäude werden, soweit steuerlich zulässig, degressiv gemäß § 7 Abs. 5 EStG, ansonsten linear über Nutzungsdauern bis zu max. 50 Jahren abgeschrieben. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird ausschließlich nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,- werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen Unter den Finanzanlagen werden Beteiligungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Die Beteiligungen betreffen die Anteile an der Papyrus GmbH (EUR 500) sowie der Modellfabrik Papier gGmbH (EUR 2.000). Vorräte Die Bestandsermittlung erfolgt durch körperliche Aufnahme im Rahmen von vorgelagerten Stichtagsinventuren sowie in einigen Lagerbereichen mittels permanenter Inventur. Für Bestände in Konsignations- u. Auslieferungslägern liegen Bestätigungen der Lagerhalter zum Abschlussstichtag vor. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren (wie im Vorjahr) zu Anschaffungskosten angesetzt, welche aus den gültigen Einkaufspreisen der Hauptlieferanten bzw. aus Durchschnittspreisen ermittelt, in die EDV-geführte Lagerbuchhaltung eingepflegt und laufend anhand von Zugängen aktualisiert werden. Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, höchstens jedoch zu den voraussichtlich im Durchschnitt erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich Erlösschmälerungen und noch anfallender Verwaltungs- und Vertriebskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, Fertigungskosten, Gemeinkosten für Material und Fertigung sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, der Lagerreichweite oder aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt, wobei auf Lieferforderungen neben notwendigen Einzelwertberichtigungen eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen wurde. Forderungen haben ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Fremdwährungsforderungen sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Liquide Mittel Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Die Abgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt ÊUR 76.030.602,82 und verteilt sich auf folgende Positionen:
Genussrechtskapital Das Genussrechtskapital beträgt EUR 8.000.000,00. Aus bilanzieller Sicht erfüllt es die Anforderungen als Fremdkapital und wird im Einklang mit § 265 Abs. 5 HGB als eigener Posten gesondert ausgewiesen. Der Vertrag endet mit vollständiger Rückzahlung, spätestens jedoch am 31. Dezember 2027. Pensionsrückstellungen Die Pensionsverpflichtungen sind unter Berücksichtigung der gemäß BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,83 % zu Grunde gelegt. Zudem wurden Rentensteigerungen von 2,0 % angenommen. Es wurden die Sterbetafeln Heubeck RT 2018 G verwendet. Der sich aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von 230.082,00 EUR wurde im Berichtsjahr in Höhe von EUR 15.340,00 zugeführt (Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB). Der verbleibende Unterschiedsbetrag liegt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 bei 15.322,00 EUR. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 7 (Angabe gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB), der einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegt. Steuerrückstellungen Für den Veranlagungszeitraum 2023 wurden keine Steuerrückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer gebildet. Es bestehen Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftssteuer von TEUR 1.145 betreffend die Vorjahre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.291 bestehen im Wesentlichen für Personal (TEUR 2.164, Vorjahr: TEUR 2.916) sowie für ausstehende Rechnungen von Lieferanten (TEUR 3.691, Vorjahr: TEUR 2.938). Der Ansatz erfolgte jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Sie decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Verpflichtungen, Verluste und Risiken, soweit sie das abgelaufene Geschäftsjahr oder Vorjahre betreffen, ab. Die Rückstellung für Altersteilzeit ist unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften zum notwendigen Erfüllungsbetrag ermittelt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,83 % zu Grunde gelegt. Zudem wurden Gehaltssteigerungen von 2,0 % sowie eine BBG-Dynamik von 2,0 % angenommen. Es wurden die Sterbetafeln Heubeck RT 2018 G verwendet. Zusätzlich wurde im handelsbilanziellen Ansatz mit einer Inanspruchnahme-Wahrscheinlichkeit von 50,00 % gerechnet. Eine Saldierung mit Planvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB war nicht erforderlich. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind im Einzelnen im folgenden Verbindlichkeitsspiegel dargestellt:
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten haben ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Diese sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und gegenüber nahestehenden Personen handelt es sich um verzinsliche Darlehenskonten. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen betreffen gewährte Familiendarlehen, welche nachrangig gegenüber allen weiteren Fremdkapitalgebern zu befriedigen sind. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 42.090.746,59 sind durch folgende Pfandrechte oder ähnliche Rechte i.S.d. § 285 Nr. 1 lit b) HGB gesichert:
D. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 220.588 entfallen TEUR 95.149 (43,2 %) auf das Inland, TEUR 83.377 (38,0 %) auf die EU (ohne Deutschland) und TEUR 41.562 (18,8 %) auf das Drittland. Im Vorjahr wurden die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 341.785 mit TEUR 154.042 (45,1 %) im Inland, mit TEUR 123.383 (36,1 %) in der EU (ohne Deutschland) und TEUR 64.360 (18,8 %) im Drittland (inkl. Großbritannien) erzielt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.927 auf TEUR 15.040 gestiegen. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung, insbesondere im Verhältnis zum britischen Pfund in Höhe von TEUR 3.309, sowie Erstattungen aus der Strompreiskompensation in Höhe von TEUR 9.825. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlich zusammen aus Wechselkursverlusten aus der Konvertierung des britischen Pfunds in Höhe von TEUR 2.421 und periodenfremden Aufwand in Höhe von TEUR 2.010. Der periodenfremde Aufwand beinhaltet in Höhe von TEUR 970 Aufwand aus der Rückstellungsbildung für mögliche Korrekturen im Zusammenhang mit Strom- und Energiesteuern. Materialaufwand, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB
Personalaufwand, gegliedert nach § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB
E. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich bis zum Bilanzstichtag auf EUR 61.431.866,52 (davon im Jahr 2024 fällig: EUR 8.358.440,88) Der durch den Betrieb der Papiermaschine 6 erforderliche Mehrbedarf an Dampf wird durch den Betrieb einer zusätzlichen Dampferzeugungsanlage im Rahmen eines Contracting-Vertrages abgedeckt. Zu diesem Zweck hat der Contracting-Geber eine aus drei Kesseln bestehende Dampferzeugungsanlage mit nachgeschalteter Dampfturbine zur Stromerzeugung errichtet. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen betragen EUR 31.444.044,77 zuzüglich Umsatzsteuer (davon im Jahr 2024 fällig: EUR 3.889.984,93). Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2031. Zur Reduzierung des CO 2 -Ausstoßes und zur Optimierung der Energieeffizienz wurden in 2020 verschiedene Projekte in Angriff genommen, aus denen sich zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen von insgesamt EUR 6.281.597,16 ergeben (davon im Jahr 2024 fällig: EUR 3.230.522,36). Von den EUR 6.281.597,16 sind EUR 3.473.597,16 über ein Leasing finanziert, der Restbetrag ist über öffentliche Fördermittel und Fremdkapital finanziert. Um die betriebs- und umweltspezifischen Anforderungen zu erfüllen, erfolgt der Betrieb der unternehmenseigenen Kläranlage im Zusammenspiel mit einem auf diesem Gebiet spezialisierten Partner. Die sich aus diesem Betriebsführungsvertrags ergebenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf EUR 2.257.601,25 zuzüglich Umsatzsteuer (davon im Jahr 2024 fällig: EUR 732.195,00). Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2026. Der Betrag der weiteren sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen beläuft sich auf EUR 856.623,34 zuzüglich Umsatzsteuer (davon im Jahr 2024 fällig: EUR 505.737,60). Die Laufzeit der weiteren sonstigen finanziellen Leasingverpflichtungen reicht bis Januar 2025. Nicht passivierte laufende Pensionen: EUR 3.265.793 (Vorjahr: EUR 3.945.973) Die laufenden Pensionsverpflichtungen bestehen gegenüber einem früheren Gesellschafter- Geschäftsführer. Den jeweiligen Angaben liegt das versicherungsmathematische Gutachten vom 31. Oktober 2023 der Aon Solutions Germany GmbH, 45481 Mülheim an der Ruhr, zu Grunde. Die nicht passivierte Pensionsanwartschaft und die nicht passivierte laufende Pension sind unter Berücksichtigung der nach BilMoG geltenden Bewertungsvorschriften nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,83 % zu Grunde gelegt. Zudem wurden Rentensteigerungen von 2,0 % angenommen. Es wurde die Sterbetafeln Heubeck RT 2018 G verwendet. Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 285 Nr. 7 HGB:
Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Beirats gemäß § 285 Nr. 10 HGB Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird durch die nachfolgend aufgeführten Geschäftsführer vertreten:
Alle Geschäftsführer vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem weiteren Geschäftsführer oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 285 Nr. 9a HGB in Verbindung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Beirat
Die Gesamtbezüge des Beirats beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 191. Angaben zu Genussrechtskapital gemäß § 285 Nr. 15a HGB Im Berichtsjahr bestehen Genussrechte in Höhe von EUR 8.000.000. Angaben zu Abschlussprüferhonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB Der Abschlussprüfer, die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erhält für das Geschäftsjahr 2023 nachfolgende Honorare:
Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 20, 23 HGB Zur Risikominderung von Zinsschwankungen bezüglich der Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden am 31. Dezember 2023 folgende zinsbezogene Geschäfte:
Die zum Bilanzstichtag bestehenden Derivate sollen die unsicheren Zinsaufwendungen auf Basis des 3-Monats-EURIBOR aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in einen sicheren Zahlungsstrom transformieren. Die Zinsswap-Geschäfte bilden zusammen mit den Darlehen bis 30. Juni 2025 eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB (Mikro-Hedge) und sind als schwebendes Geschäft einzuordnen. Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB
Angaben zu latenten Steuern gemäß § 285 Nr. 29 HGB Aktive Steuerlatenzen resultieren aus Differenzen bei der Bilanzierung von Anlagevermögen, Pensions- und Altersteilzeit-Rückstellungen sowie Differenzen bei der Bewertung von Zinssicherungsderivaten. Die Berechnung erfolgt auf Basis eines Steuersatzes von 31,575 % (Hebesatz Düren 450 %). Der Überhang aktiver latenter Steuern wurde entsprechend dem Wahlrecht aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung für den Jahresfehlbetrag in Höhe von 3.112.665,81 € vor:
Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet.
Düren, den 22. März 2024 Die Geschäftsführer der SCHOELLERSHAMMER GmbH Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SCHOELLERSHAMMER GmbH, Düren Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SCHOELLERSHAMMER GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHOELLERSHAMMER GmbH, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vor-schriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 22. März 2024 Grant
Thornton AG
Hermann-Josef Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer Ralf Clemens, Wirtschaftsprüfer |
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