AGC INTERPANE Holding GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Flachglas
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INTERPANE International Glas GmbHLauenfördeKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 20211. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Aktivitäten des INTERPANE-Konzerns umfassen 4 Geschäftsfelder:
1.2. Steuerungssystem Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Konzerns erfolgt über von der Geschäftsführung festgelegte Rahmenvorgaben, die im Budgetprozess in operative, messbare Ziele umgesetzt werden. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird ergänzt durch eine permanente und zeitnahe Überprüfung der Geschäftsentwicklung sowie der Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen Planabweichungen. Umsatz- und Ergebnisgrößen bilden die bedeutsamsten wirtschaftlichen Steuerungskennzahlen im INTERPANE-Konzern. Hierbei liegt ein besonderes Augenmerk auf der Gesamtleistung (Umsatzerlöse ± Bestandsveränderungen sowie anderer aktivierter Eigenleistungen) und dem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Die Steuerungskennzahlen werden sowohl für jedes Konzernunternehmen als auch für den Gesamtkonzern einheitlich ermittelt; segmentspezifische Kennzahlen werden nicht eingesetzt. Zusätzlich zu den finanziellen Leistungsindikatoren wird als wesentliche, nichtfinanzielle Kennzahl die Arbeitssicherheit (Anzahl der Arbeitsunfälle und Krankheitstage in Relation zur tatsächlich geleisteten Arbeitszeit) herangezogen. 1.3. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der INTERPANE-Gruppe erfolgen primär in der INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Die Hauptaktivitäten lagen 2021 erneut im Bereich der Glasbeschichtung für den Architekturglas-Bereich:
Des Weiteren ist die Eruierung neuer Märkte und Substrate für Vakuumbeschichtungsprozesse fortgesetzt worden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung in der EU war auch im Berichtsjahr stark von der Corona-Pandemie bestimmt. Nach dem massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um - 5,9 % hat das Bruttoinlandsprodukt 2021 - nach vorläufigen Berechnungen - mit einer Wachstumsrate von 5,3 % wieder annähernd das Vorkrisenniveau erreicht (Quelle: Eurostat-Datenbank, Wachstumsrate des realen BIP / TEC00115, Stand 09.03.2022). In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe im II. und III. Quartal d. J. wieder gewachsen. Hingegen wurde im IV. Quartal die wirtschaftliche Erholung infolge der 4. Corona-Welle und einer erneuten Verschärfung der Corona-Schutzmaß- nahmen gestoppt. Auf Gesamtjahresbasis hat das statistische Bundesamt eine im europäischen Vergleich unterdurchschnittliche Wachstumsrate von + 2,9 % veröffentlicht nach - 4,9 % im Vorjahr. In Frankreich und Österreich war nach - im Vergleich zu Deutschland - deutlich stärkeren Rückgängen des Bruttoinlandsprodukts (2020: - 7,9 % resp. - 6,7 %) jeweils ein dynamischeres Wachstum von + 7,0 % resp. + 4,5 % im Jahr 2021 zu verzeichnen. In Europa nahm gemäß einer EUROCONSTRUCT-Prognose die Baunachfrage 2021 um 5,6 % zu, sodass die Coronabedingten Einbußen im Vorjahr (- 4,7 %) mehr als ausgeglichen wurden. Der Wohnungsbau verzeichnete 2020 einen Rückgang von - 4,4 % und dürfte mit einem Plus von 7,1 % im Jahr 2021 von allen Bausegmenten am kräftigsten zugelegt haben. Dabei wurden im Neubau- und Bestandsbereich gleichermaßen Wachstumsraten von rd. 7 % ausgewiesen. Im Nichtwohnhochbau soll das Bauvolumen um knapp 4 % angestiegen sein (ifo Schnelldienst 2/2022 vom 16.02.2022). Die inländische Bauwirtschaft hatte sich 2020 trotz der Corona-Krise recht robust gezeigt und gegenläufig zum europäischen Trend waren die realen Bauinvestitionen um 2,5 % angestiegen. Das Baujahr 2021 gestaltete sich dagegen wesentlich anspruchsvoller: Ungünstigen Witterungsbedingungen im I. Quartal d. J. folgten ab dem II. Quartal erhebliche Lieferengpässe bei fast allen Baumaterialien mit der Folge von massiven Verteuerungen und darüber hinaus ein sich verstärkender Fachkräftemangel, der zugleich auch zu höheren Lohnforderungen seitens der Arbeitnehmer/innen führt. Trotz eines Anstiegs der Baugenehmigungen um 3,3 % auf einen Rekordwert in diesem Jahrhundert von rd. 381.000 Wohnungen war demzufolge im Berichtsjahr nur ein moderates Wachstum der Bauinvestitionen von 0,7 % zu verzeichnen. Im Wohnungsbau soll das Wachstum mit + 1,3 % etwas höher ausgefallen sein (Statistisches Bundesamt, Fachserie 18 Reihe 1.4: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen 2021, 04.03.2022 und Pressemitteilung Nr. 95 vom 10.03.2022). In West- und Zentraleuropa ist nach Angaben des Verbands Glass for Europe, Brüssel, im Jahr 2021 die Gesamtnachfrage nach Flachgläsern um 10,7 % auf 8,4 Mio. Tonnen angestiegen. Im Bauglassektor, auf den mit 7,5 Mio. Tonnen rund 90 % der Glasmenge entfallen, war im Vorjahresvergleich ein Anstieg um 11,3 % zu verzeichnen. Seit dem II. Quartal 2021 ist der Bauglassektor wieder auf das Niveau vor der Coronapandemie zurückgekehrt. In der Automotivebranche wurde der Erholungsprozess durch die Knappheit von Elektronikbauteilen und hohe Energiekosten gedämpft, sodass sich die Glasnachfrage nur um 5,9 % erhöht hat. Für die deutsche Fensterbranche prognostiziert der Verband Fenster + Fassade in Frankfurt, dass die Absatzmenge 2021 um etwa 2,3 % auf 15,8 Mio. Fenstereinheiten (FE) gestiegen sein soll, wobei im Neubau ein Anstieg um 2,8 % auf rd. 6,1 Mio. FE und im Modernisierungsbereich um 1,9 % auf rd. 9,7 Mio. FE erwartet worden ist (Heinze GmbH, Studie für den Fenstermarkt, Oktober 2021). 2.2. Geschäftsverlauf Insgesamt verzeichnete der INTERPANE-Konzern eine erfreuliche Geschäftsentwicklung im Jahr 2021, insbesondere vor dem Hintergrund der Beeinträchtigungen im Zuge der Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen. Die generelle Marktnachfrage nach Flachglas-Produkten erwies sich in der DACH-Region als robust und steigende Beschaffungskosten für Vormaterialien sowie insbesondere Energie konnten durch höhere Absatzpreise für unbeschichtete und beschichtete Basisgläser weitgehend kompensiert werden. Sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragslage (EBITDA; EGT) haben sich im Vorjahresvergleich spürbar verbessert. Insbesondere im Produktbereich Floatglas konnten deutliche Steigerungen verzeichnet werden, während auf der nachgelagerten Wertschöpfungsstufe in den Weiterverarbeitungs-Unternehmen des INTERPANE-Konzerns die gute Ertragslage des Vorjahres weitgehend bestätigt wurde. 2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die konsolidierte Gesamtleistung erhöhte sich von € 383 Mio. um 12,2 % auf € 430 Mio. und übertraf zugleich die Budgetvorgabe von € 388 Mio. um 10,7 %. Der (im wesentlich preisbedingte) Anstieg der Gesamtleistung resultierte sowohl aus dem Floatglas-Geschäft (unbeschichtete und beschichtete Basisgläser) als auch aus den INTERPANE-Weiterverarbeitungsbetrieben (Isolier- und Sicherheitsgläser). Die Exportquote blieb mit 55,9 % (2020: 56,1 %) nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von € 7,4 Mio. auf € 8,8 Mio. zu; hiervon entfallen € 4,9 Mio. auf die Auflösung von Rückstellungen und auf Währungsgewinne. Die Materialaufwendungen erhöhten sich von € 217 Mio. auf € 250 Mio. einhergehend mit einem Anstieg der Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung exklusive der sonstigen betrieblichen Erträge) um 1,6 Prozentpunkte auf 58,2 %. Das Rohergebnis nahm von € 174 Mio. um 8,7 % auf € 189 Mio. zu. Der Personalaufwand beläuft sich unverändert auf € 74,4 Mio., die Personalaufwandsquote verbesserte sich zugleich von 19,4 % auf 17,3 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen - im Wesentlichen bedingt durch höhere Transportkosten - um € 3,3 Mio. oder 5,9 % auf € 60,3 Mio. an. In Summe ergibt sich eine kräftige Verbesserung im EBITDA von € 42,2 Mio. um 27,6 % auf € 53,8 Mio.; das für 2021 budgetierte EBITDA (€ 39,9 Mio.) wurde zudem um 35,0 % übertroffen. Die Abschreibungen beliefen sich auf € 12,1 Mio. (2020: € 11,8 Mio.), so dass im Berichtsjahr ein EBIT von € 41,8 Mio. ausgewiesen wird gegenüber € 30,4 Mio. im Jahr 2020. Das negative Finanzergebnis (im Wesentlichen bestehend aus Zinserträgen und -aufwendungen) konnte im Vorjahresvergleich von - € 1,6 Mio. um 16,7 % auf - € 1,4 Mio. abgebaut werden. Die Verringerung der Ertragssteuerlast von € 6,1 Mio. auf € 4,7 Mio. resultiert aus den latenten Steuern (2021: Ertrag von € 5,2 Mio.; 2020: Ertrag von € 2,2 Mio.). Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich von € 20,5 Mio. um 65,7 % auf € 34,0 Mio. Die Konzern-Bilanz weist zum 31. Dezember 2021 bei einer Bilanzsumme von € 246 Mio. (31.12.2020: € 218 Mio.) einen Anstieg im Eigenkapital auf € 110 Mio. aus (Vorjahr: € 85 Mio.); die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 39,0 % auf 44,5 % im INTERPANE-Konzern. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich infolge der planmäßigen Tilgung von Bankdarlehen von € 54,4 Mio. auf € 42,7 Mio. Zugleich nahmen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 um € 10,8 Mio. auf € 32,8 Mio. deutlich zu. Hinsichtlich der Laufzeit der Verbindlichkeiten verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Zudem bestehen zum Bilanzstichtag nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund € 25 Mio. Auf Basis eines Cashflows in Höhe von € 47,2 Mio. (Vorjahr: € 33,8 Mio.) errechnet sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 45,5 Mio. im Vergleich zu € 40,8 Mio. im Vorjahr. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf € 12,0 Mio. (2020: € 10,2 Mio.); davon entfielen € 1,5 Mio. auf technische Anlagen und Maschinen, € 1,7 Mio. auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie € 8,4 Mio. auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen die Erweiterung / Modernisierung der Standorte in Plattling und Belgern; diese Investitionsmaßnahme sollen 2022 finalisiert werden. Demgegenüber stehen Einzahlungen aus dem Abgang von Sach- und Finanzanlagevermögen in Höhe von € 0,5 Mio. (2020: € 0,2 Mio.). Per Saldo belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit auf - € 11,5 Mio. gegenüber - € 10,0 Mio. im Vorjahr. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -€ 23,1 Mio. (Vorjahr: -€ 21,0 Mio.) beinhaltet im Wesentlichen den Abbau der Bankverbindlichkeiten (-€ 11,7 Mio.), Gewinnausschüttungen (- € 9,4 Mio.) und die Garantiedividende an Minderheitsgesellschafter (- € 0,7 Mio.). In Summe zeigt die Konzernkapitalflussrechnung das folgende Bild:
Die wirtschaftlichen Kennzahlen des INTERPANE-Konzerns haben sich 2021 sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum Budget verbessert. Die wirtschaftliche Lage im INTERPANE-Konzern kann - auch im Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts - als weiterhin zufrieden stellend beurteilt werden. Zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. Die Krankheitsquote stieg im Berichtsjahr von 5,0 % auf 5,7 % an. Die Kennzahlen zur Arbeitssicherheit haben sich im Vorjahresvergleich unterschiedlich entwickelt: Die "Incident Rate" beziffert das absolute Unfallaufkommen und hat sich in der INTERPANE-Gruppe von 1,21 auf 1,06 verbessert. Die Risk Rate, die neben dem absoluten Unfallaufkommen die Unfallschwere unter Beachtung der zugehörigen Ausfalltage berücksichtigt, erhöhte sich von 2,54 auf den Faktor 3,64. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Nachholeffekte im Zusammenhang mit der Rücknahme restriktiver Corona-Schutzmaßnahmen sowie weiterhin niedrige Zinsen sollen die Entwicklung der europäischen Wirtschaft im Jahr 2022 stützen. Demgegenüber stehen negative Effekte aus dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine sowie den in diesem Zusammenhang beschlossenen Sanktionen gegen Russland und möglichen Gegenmaßnahmen. Insbesondere bei fossilen Energieträgern (Gas, Erdöl, Kohle) und diversen Rohstoffen sind erhebliche Verknappungen und Kostensteigerungen zu verzeichnen. Die positiven Wachstumsprognosen aus dem Herbst 2021 von 3,9 % im Euroraum und 3,7 % in Deutschland (ifo-Schnelldienst Dezember 2021: "ifo Konjunkturprognose Winter 2021") wurden vor diesem Hintergrund deutlich nach unten korrigiert. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht in seiner jüngsten Prognose nur noch von Erhöhungen des Bruttoinlandsproduktes um 2,8 % im Euroraum sowie 2,1 % in Deutschland aus (Kieler Konjunkturberichte Nr. 90; 18.03.2022). Das europäische Bauvolumen soll sich 2022 laut EUROCONSTRUCT um 3,6 % erhöhen, während die Wohnungsfertigstellungen in Europa um 4,8 % auf 1,9 Mio. Wohneinheiten ansteigen sollen (ifo Schnelldienst 2/2022 vom 16.02.2022). Für Deutschland erwartet das IfW eine Ausweitung der Bauinvestitionen um 3,2 % im Wohnungsbau sowie 2,2 % in der gesamten Baubranche und somit um jeweils 1 Prozentpunkt niedriger als vor Kriegsbeginn in Osteuropa. Die Bauglas-Nachfrage in West- und Zentraleuropa sollte sich 2022 infolge der positiven Prognosen für die europäische Bauwirtschaft mindestens stabil entwickeln. Für die deutsche Fensterbranche erwarten die Branchenverbände 2022 einen Anstieg der Absatzmenge um 0,3 Mio. FE oder 1,9% auf 16,1 Mio. FE. Ein Rückgang der Nachfrage im Nichtwohnbau um 1,2 % auf 4,1 Mio. FE soll durch ein Plus im Wohnbau um 3,1 % auf 12,0 Mio. FE überkompensiert werden. Dem INTERPANE-Konzern ist es 2021 - trotz Corona-Pandemie und steigenden Beschaffungskosten - gelungen, sowohl die Gesamtleistung als auch die Ertragskennziffern (EBITDA; EGT) im Vergleich zum Vorjahr und dem Budget deutlich zu verbessern. Auch im Jahr 2022 werden sich - unterstützt von einer in Summe positiven Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen - aus den erwarteten Nachfrageentwicklungen im nationalen und internationalen Fenster- und Fassadenmarkt erneut Absatzchancen für INTERPANE ergeben. Die Strategie der Konzentration auf höherwertige Basisglas- und Isolierglasprodukte wird auch im Jahr 2022 konsequent fortgeführt. Ausgehend von einem leicht steigenden Absatzpreisniveau für Basisgläser plant die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 auf Konzernebene mit einem moderaten Anstieg der Gesamtleistung um rd. € 7 Mio. oder 1,6 % auf € 436 Mio. Das EBITDA soll mit rd. € 54 Mio. das Vorjahresniveau bestätigen. Die Geschäftsentwicklung im I. Quartal des Geschäftsjahres 2022 entsprach weitgehend unseren Erwartungen; wir konnten eine Gesamtleistung von rd. € 124 Mio. erzielen im Vergleich zu € 105 Mio. im Vorjahreszeitraum sowie € 108 Mio. im Budget. Zugleich sind die Beschaffungskosten für Vormaterialien und Energie massiv angestiegen, sodass das EBITDA nach drei Monaten mit € 10,5 Mio. etwas unter den Vergleichswerten des Vorjahres und des Budgets liegt. Die nichtfinanzielle Kennzahl zur Arbeitssicherheit soll 2022 mindestens den Wert des Jahres 2021 bestätigen. 3.2. Chancen- und Risikobericht 3.2.1 Vorbemerkungen Der INTERPANE-Konzern versucht, Chancen frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern. Dabei werden auch Risiken eingegangen, um Chancen bestmöglich nutzen zu können. Das Chancen- und Risikomanagement stellt sicher, dass die Geschäftstätigkeit in einem gut kontrollierten Unternehmensumfeld ausgeübt wird. Sowohl das gesamtwirtschaftliche Umfeld und insbesondere die Entwicklungen in der Glas-, Fenster- und Solarbranche als auch die internen Prozesse werden fortlaufend überwacht, um Chancen und Risiken so früh wie möglich zu erkennen. Das Risikomanagementsystem ist Bestandteil der gesamten Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungsprozesse im Konzern. Die Unternehmensleitung kann somit wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und - falls erforderlich - Maßnahmen zur Gegensteuerung rechtzeitig einleiten. Mit Hilfe des installierten internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass die Betriebsabläufe einschließlich des Zugriffs- und Berechtigungssystems im IT-Bereich einer regelmäßigen, systematischen Überwachung unterliegen. Nachfolgend werden die Chancen und Risiken dargestellt, die für den INTERPANE-Konzern von wesentlicher Bedeutung sind und die entsprechenden Maßnahmen des Risikomanagements erläutert. Die Chancen und Risiken sind nach Bedeutung für den INTERPANE Konzern absteigend sortiert. Nach unserer Einschätzung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand unserer Unternehmensgruppe in ihrer Gesamtheit gefährden sollten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt der INTERPANE-Konzern über ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien, um die Unternehmensfinanzierung sicherzustellen. 3.2.2 Absatzchancen und -risiken Absatzrisiken sind für unsere Unternehmensgruppe von zentraler Bedeutung. Konjunkturelle Entwicklungen, die Akzeptanz unserer Produkte beim Kunden und angemessene Verkaufspreise haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftserfolg. Wir begegnen diesen Risiken auch durch eine permanente technologische Weiterentwicklung unseres Produktportfolios und einer konsequenten Beachtung unserer hohen Qualitätsstandards. Auch 2022 kann INTERPANE an der Nachfrage in der energetischen Gebäudesanierung in Europa, den europaweiten Investitionen im Wohnungsneubau sowie dem nationalen und insbesondere internationalen Projektgeschäft im Fassadenbau partizipieren. Die Krisenanfälligkeit der Konjunktur aufgrund der mitunter bereits (sehr) hohen Verschuldungsniveaus und der Strukturprobleme in diversen europäischen Volkswirtschaften ist jedoch weiterhin gegeben. Weitere Risiken resultieren insbesondere aus dem Krieg in der Ukraine und den gegenüber Russland verhängten Sanktionspaketen, die zu einer Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung in Europa führen dürften. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören jedoch nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns, so dass negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe weniger stark durchschlagen sollten. Die durch die Ukraine-Krise resultierenden ökonomischen Folgen für die europäische Wirtschaft und auch für unsere Unternehmensgruppe sind insgesamt nicht vollständig absehbar und quantifizierbar. Jedoch erwarten wir, dass sich die Energiepreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen und den Inflationsdruck erhöhen werden, da dieser Konflikt neben den Energiepreisen und die Verbraucherpreise weiter nach oben treiben wird. Der Volatilität auf den Energiemärkten begegnen wir einerseits durch Gas-Hedging-Abschlüsse und andererseits durch Preiserhöhungen auf der Absatzseite für unsere Produkte, um die massiv steigenden Kosten an den Markt weiterzugeben. Der Austritt Großbritanniens aus der EU hat zu einer Verschlechterung der Exportmöglichkeiten in diesem für den INTERPANE-Konzern durchaus wichtigen Auslandsmarkt geführt. Ein Rückgang der Umsatzerlöse in Großbritannien wurde in der Budgetplanung berücksichtigt. Im I. Quartal des Jahres 2022 konnte - trotz der saisonal bedingt eher schwächeren Marktnachfrage - ein Absatzpreisniveau für unbeschichtete und beschichtete Basisgläser über dem Jahresdurchschnitt 2021 erreicht werden. 3.2.3 Operative Chancen und Risiken Neben den Vertriebsaktivitäten und damit der Auftragsakquisition zur angemessenen Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten besteht eine wesentliche Herausforderung im operativen Bereich in der Sicherstellung einer effizienten und termingerechten Fertigung der Produkte innerhalb vorgegebener Qualitätsstandards. Unvorhergesehene Betriebsunterbrechungen können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Zur Eindämmung der potenziellen Risiken aus der Corona-Pandemie wurde in allen Gruppenunternehmen Notfallszenarien entwickelt und umgesetzt, die die Auswirkungen auf Personal, Produktion sowie Vertrieb berücksichtigen. Auch wenn die Fallzahlen weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegen, gehen wir aufgrund der überwiegend milden Krankheitsverläufe und der sukzessiven Rücknahme der Schutzmaßnahmen davon aus, dass die Risiken aus der Corona-Pandemie 2022 tendenziell sinken werden. Gleichwohl wird die weitere Entwicklung der Pandemie intensiv beobachtet. Der bestehende Maschinenpark wird mittels Neuinvestitionen sowie durch permanente Instandhaltungsmaßnahmen auf einem hohen technischen Stand gehalten. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch ein nach DIN ISO 9001 zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Zudem bestehen seit vielen Jahren Versicherungen gegen Elementarschäden und zum Teil gegen Betriebsunterbrechunen. 3.2.4 Informationstechnologie (IT) - Chancen und Risiken Der zunehmenden Abhängigkeit wesentlicher Geschäftsprozesse von IT-Anwendungen und der IT-Infrastruktur tragen wir durch eine eigene IT-Organisation für den INTERPANE-Konzern Rechnung. Die Datensicherheit und -verfügbarkeit wird mittels redundanter Serverstrukturen gewährleistet und entspricht dem aktuellen Stand der Technik. Den IT-Risiken wird mit geeigneten personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen begegnet. Das interne Kontrollsystem sieht sowohl systematische als auch manuelle bzw. halbmanuelle Kontrollen vor. Die Ordnungsmäßigkeit der IT-Systeme und -Organisation wird im Rahmen externer IT-Systemprüfungen regelmäßig überprüft. Operationelle Risiken, die die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen oder die Richtigkeit des Jahresabschlusses in Frage stellen, wurden in diesen Prüfungen nicht festgestellt. Die eingesetzte IT-Infrastruktur und die IT-Anwendungen sind geeignet, wesentliche Fehler in der rechnungslegungsrelevanten Datenverarbeitung festzustellen und die Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit der rechnungslegungsrelevanten Daten zu gewährleisten. 3.2.5 Finanz-/Währungschancen und -risiken Wir begegnen potenziellen finanziellen Risiken mit einer strikten Kontrolle unserer operativen Kosten einschließlich der erforderlichen Investitionen; des Weiteren steht das Working Capital-Management unter permanenter Beachtung. Zudem stehen wir mit unseren Fremdkapitalgebern in zeitnahem Dialog. Der INTERPANE-Konzern wickelt sowohl auf der Beschaffungsseite als auch auf der Absatzseite den weit überwiegenden Teil der Geschäftsprozesse auf Eurobasis ab. Im internationalen Projektgeschäft werden insbesondere US-Dollar-Währungspositionen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Zahlungsausfälle konnten in der Vergangenheit durch eine konsequente Beachtung der Kundenbonität sowie ein stringentes Debitorenmanagement und durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung begrenzt werden. Zinsänderungsrisiken werden in Bezug auf variable Verzinsungen zeitnah überwacht. 3.2.6 Beschaffungschancen und -risiken Durch die eigene Herstellung von Floatglas sind wir auf der Beschaffungsseite der nachgelagerten Wertschöpfungsstufen der Glasveredelung und Glasverarbeitung weitestgehend autark. Zudem greifen wir auf die europaweiten AGC-Produktionskapazitäten sowie auf den AGC-Lieferantenpool zurück. Dem Risiko einer nicht ausreichenden Versorgung mit Materialien in der benötigten Qualität begegnen wir durch die kontinuierliche Überprüfung unserer Lieferantenbasis. Die Versorgungssicherheit war ständig gewährleistet. Durch langfristig abgeschlossene Verträge beim Einkauf von Rohstoffen soll auch für das Jahr 2022 eine weitgehend kalkulierbare Kostenstruktur und Rohstoffverfügbarkeit gewährleistet werden. Gleichwohl stellen die rapiden Kostensteigerungen für fossile Energieträger insbesondere bei der sehr energieintensiven Herstellung von Floatglas eine große Herausforderung dar. Weiterhin sollen Kostensteigerungen auf der Beschaffungsseite durch adäquate und zeitnahe Anpassungen der Absatzpreise kompensiert werden. 3.2.7 Einbindung in den AGC-Konzernverbund Aus der Einbindung in den AGC-Konzernverbund ergeben sich Chancen und Risiken. Sowohl auf der Absatzseite und in der Auslastung der vorhandenen Produktionskapazitäten werden Synergiepotentiale genutzt. Ebenfalls werden Kosteneinsparungen im Einkauf durch Bündelung der Beschaffungsmengen realisiert. Als Bestandteil des AGC-Konzernverbundes wird INTERPANE allerdings auch von strategischen Entscheidungen seitens AGC beeinflusst. 3.2.8 Ausblick / Unternehmensfortführung Die wirtschaftliche Zukunft des INTERPANE-Konzerns soll durch die vorhandene Ertragskraft und die Erzielung von erneut positiven Cashflows abgesichert werden. Das Erreichen der Prognose für das Geschäftsjahr 2022 hängt von den zugrunde liegenden Annahmen ab. Hierzu gehören eine unverändert hohe Auslastung der Produktionskapazitäten in allen Geschäftsfeldern des INTERPANE-Konzerns im Verbund mit dem AGC-Konzern. Inwieweit das Konjunktur- und Marktumfeld sowie die kurz- und mittelfristigen Markterwartungen im Inland und den angrenzenden Nachbarländern durch die Covid-19-Krise und den Krieg in der Ukraine beeinträchtigt werden, ist aus jetziger Sicht wiederum nur schwer abschätzbar.
Lauenförde, 20. Mai 2022 INTERPANE International Glas GmbH gez. Geschäftsführung Jörn C. Hesselbach Jochen H. Hesselbach Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021der INTERPANE International Glas GmbHLauenfördeA. ALLGEMEINE ANGABEN 1. Vorbemerkung Der Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde (im Folgenden auch IP International genannt), wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die INTERPANE International Glas GmbH hat ihren Sitz in Lauenförde und wird im Handelsregister unter der Nr. HRB 110686 beim Amtsgericht Hildesheim geführt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochtergesellschaften haben, mit Ausnahme der INTERPANE Glastechnik GmbH, Plattling, nach § 264 Abs. 3 HGB von der Möglichkeit der Befreiung von der Pflicht zur Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht, da eine Prüfung des Konzernabschlusses nach § 317 Abs. 3 HGB erfolgte. Die Offenlegungsverpflichtung der inländischen Tochtergesellschaften wird gem. §264 Abs. 3 HGB durch die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfüllt. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, sind neben der Muttergesellschaft elf inländische Gesellschaften sowie sechs Gesellschaften aus dem europäischen Ausland einbezogen, bei denen die INTERPANE International Glas GmbH mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Die Einbeziehung beginnt ab dem Zeitpunkt der Beherrschung. Sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr besteht. Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Verbundene Unternehmen (Konsolidierungskreis) In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende inländische Gesellschaften einbezogen:
Mit den Gesellschaften Nr. 1 bis Nr. 10 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Konzerngesellschaften.
1) Ergebnis vor Ergebnisabführung
In den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH wurden folgende ausländische Gesellschaften einbezogen:
2) Ergebnis lt. Handelsbilanz II
Folgende Gesellschaften werden im Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen:
Die Beteiligung an der AGC f | glass GmbH, Sülzetal, wurde 2008 erworben. Der Beteiligungsansatz wurde 2009 sukzessive durch Einzahlungen in das Kapital erhöht. Der im Erwerbszeitpunkt aufgedeckte positive Unterschiedsbetrag von ursprünglich T€ 794 wird im Rahmen der Equity-Bewertung als Geschäfts- oder Firmenwert über 15 Jahre abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital der AGC f | glass GmbH beträgt zum 31.12.2021 noch T€ 54. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden folgende Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine Komplementärgesellschaft. 3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Tochterunternehmen, die vor dem 1. Januar 2012 erworben wurden, nach der Buchwertmethode gemäß § 321 Abs. 1 Nr. 1 HGB a. F. Dabei werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein als Firmenwert zu berücksichtigender Unterschiedsbetrag wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die bei der Aufrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem jeweils anteilig erworbenen Eigenkapital entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge im Konzernabschluss der INTERPANE AG sind bei der Erstkonsolidierung zum 1. Januar 1986 bis zur Höhe der Zeitwerte den Wertansätzen der Grundstücke und Gebäude zugeschrieben worden. Die danach verbleibenden Unterschiedsbeträge werden gemäß § 301 Abs. 3 HGB in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und in den Folgejahren abgeschrieben. Aktivische Unterschiedsbeträge aus Erstkonsolidierungen an folgenden Bilanzstichtagen werden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen sowie - soweit vor 1999 entstanden - auch mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Innenumsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung in den Folgejahren nach Maßgabe der Entwicklung des anteiligen bilanziellen Eigenkapitals des Unternehmens im Equity-Wert fortgeschrieben. Ein bei Erwerb einer Beteiligung bestehender anteiliger Bilanzverlust des Unternehmens stellt einen Unterschiedsbetrag im Rahmen des Erwerbs dar und wird im Equity-Wert als Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Die folgenden Anforderungen des DRSC wurden bisher nicht umgesetzt:
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Abschluss der IP International sowie die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und über 4 bis 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung eines sich aus der Erstkonsolidierung von Beteiligungen ergebenden Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt planmäßig über 15 Jahre, da die Stabilität und Bestandsdauer der Branche, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Lebenszyklus der Produkte eine realistische Nutzung des gezahlten Aufgeldes über einen solchen Zeitraum erwarten lässt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen der Gebäude erfolgen linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von max. 50 Jahren. Technische Anlagen, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie andere Anlagen werden linear über einen Zeitraum von 2 bis 21 Jahren abgeschrieben. Bei den Zugängen wurden die Abschreibungen zeitanteilig nach der pro-rata-temporis Methode vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Bewertung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgte mit dem anteiligen Eigenkapital. Der Unterschiedsbetrag wurde bei erstmaliger Einbuchung als Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Equity-Bewertung abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse fließen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten ein. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Bewertung der Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wird bestehenden Risiken durch den Ansatz von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, wobei das Bestehen einer Kreditversicherung Berücksichtigung fand. Die Forderungen sind mit ihrem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Aktive und passive latente Steuern werden mit den jeweiligen Steuersätzen der zugrunde liegenden Sachverhalte bewertet und gemäß § 306 HGB saldiert ausgewiesen. Bei Ansatz und Bewertung von latenten Steuern wird der Deutsche Rechnungslegungsstandard (DRS 18) angewendet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (§ 253 Abs. 1 HGB) angesetzt, der auch Preis- und Kostensteigerungen enthält, für deren Eintritt ausreichend objektive Hinweise vorliegen. Sie wurden in Höhe des Betrages gebildet, mit dem die Gesellschaft eventuell in Anspruch genommen werden könnte und den sie zur Abdeckung von Risiken benötigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 0 (Vj. T€ 0). Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen betrugen T€ 108 (Vj. T€ 263) und wurden in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d.h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB, d.h. der Zuführung i. H. v. mindestens 1/15 des aus der Umbewertung per 1. Januar 2010 resultierenden Unterschiedsbetrages, wurde bis 2015 Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der verbleibende Unterschiedsbetrag in voller Höhe zugeführt. Die Bilanzierung der übrigen Verbindlichkeiten erfolgt mit ihren Erfüllungsbeträgen. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind im Konzern in Höhe von T€ 241 (Vj. T€ 358) angefallen. Auf eine Aktivierung von Entwicklungskosten wurde verzichtet, da eine verlässliche Zurechnung der Aufwendungen nicht möglich war. 5. Währungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Mittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. In den Einzelabschlüssen werden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten nach § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge aus Währungsumrechnungen werden in Höhe von T€ 1.027 (Vj. T€ 2.314), Aufwendungen in Höhe von T€ 1.677 (Vj. T€ 1.935) ausgewiesen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden in Euro aufgestellt. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 6. Anlagevermögen Die Entwicklung der kumulierten Anschaffungs-/Herstellungskosten, der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens als Anlage zu diesem Konzernanhang dargestellt. Unter dem Posten immaterielle Vermögensgegenstände werden überwiegend Software und Lizenzen ausgewiesen. Weiterhin wird dort der aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Buchwert von T€ 36 (Vorjahr T€ 80) ausgewiesen. Die Aufgliederung des Finanzanlagevermögens der IP International ergibt sich aus der beigefügten Entwicklung des Konzernanlagevermögens. 7. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von € 12,7 Mio. (Vj.€ 9,9 Mio.) und resultieren ebenfalls aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. In den sonstigen Vermögensgegenständen weisen T€ 176 (Vj. T€ 176) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus. Die übrigen Forderungen haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
8. Rechnungsabgrenzungsposten Rechnungsabgrenzungsposten sind innerhalb der Konzernbilanz in Höhe von T€ 372 (Vj.T€ 473) ausgewiesen, wobei der Ausweis keine Disagien betrifft. 9. Latente Steuern Latente Steuern werden gemäß § 274, § 306 HGB sowie DRS 18 angesetzt und haben u.a. ihre Ursache in der Anpassung der Handelsbilanz I an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Handelsbilanz II bei den jeweiligen ausländischen Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen erfolgten Anpassungen bei der Bewertung des Anlagevermögens und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden angesetzt, soweit der Vorteil aus dem Verlustvortrag mit hinreichender Wahrscheinlichkeit realisiert werden kann. Weiterhin werden latente Steuern berücksichtigt, die aus der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen im Wesentlichen aufgrund der Eliminierung von Zwischengewinnen sowie aus steuerlichen Sonderabschreibungen in den Vorjahren resultieren (§ 306 HGB). Passive latente Steuern werden auf den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes gebildet. Die erstmalige Einbuchung erfolgte im Jahre 2003 erfolgsneutral über einen Zugang beim Geschäfts- oder Firmenwert; latente Steuereffekte aus der Abschreibung des Unterschiedsbetrages wurden erfolgswirksam verrechnet. Soweit bei der erstmaligen Einbuchung latenter Steuern im Jahre 2003 Vorjahre betroffen waren, erfolgte die Behandlung der latenten Steuern erfolgsneutral. Die Berechnung der latenten Steuer erfolgt bei inländischen Sachverhalten mit dem Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,8 % zzgl. Gewerbesteuer, die sich aufgrund unterschiedlicher Hebesätze zwischen 11,5 % und 15,0 % bewegt. Bei den französischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit 28,0 % und bei der österreichischen Gesellschaft mit 25,0 % angesetzt. Der Ausweis von aktiven und passiven latenten Steuern in der Konzernbilanz erfolgt saldiert. Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern im Konzern wird in folgender Übersicht wiedergegeben:
10. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der IP International beträgt € 5.120.000,00 und wird wie folgt gehalten:
Anteile anderer Gesellschafter Der Bilanzausweis ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel. 11. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen entsprechen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen (§ 253 Abs. 2 HGB), abzgl. der korrespondierenden Aktivwerte, d. h. den Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen (§ 246 Abs. 2 HGB). Von dem Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 EGHGB, d. h. der Zuführung i. H. v. 1/15 des aus der Umbewertung per 1. Januar 2010 resultierenden Unterschiedsbetrages wurde bis 2015 Gebrauch gemacht. Der noch verbleibende Unterschiedsbetrag wurde im Geschäftsjahr 2016 den Pensionsrückstellungen in voller Höhe zugeführt. Zusätzlich bestehen zum 31. Dezember 2021 nicht rückgedeckte Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 3.414. Folgende wesentliche Parameter wurden dabei verwendet:
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte mit der PUC-(Projected Unit Credit) Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurde der pauschalierte durchschnittliche Marktzins zur Abzinsung verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt T€ 696 (Vorjahr T€ 917). Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Es wurden zum Bilanzstichtag Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von T€ 7.794 im Konzern mit dem beizulegenden Wert (entspricht den Anschaffungskosten) von Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und nur zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, in Höhe von T€ 2.604 verrechnet. Gemäß § 246 Abs. 2 und § 277 Abs. 5 HGB wurden Zinsaufwendungen aus Pensionsverpflichtungen saldiert mit Erträgen aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von T€ 137 (Vj. T€ 263) im Zinsergebnis ausgewiesen. Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen wurden mit Erträgen aus der Auflösung sowie dem Verbrauch (Pensionszahlungen) der Pensionsrückstellungen bzw. der Veränderung der Aktivwerte verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen des Konzerns enthalten insbesondere Beträge für ausstehende Rechnungen, Personalaufwendungen, zu erbringende Gewährleistungen, Tantiemen, Boni sowie sonstige Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst. 12. Verbindlichkeitenspiegel Die Verbindlichkeiten des Konzerns weisen die folgenden Laufzeiten auf (in Klammern sind die Vorjahreszahlen angegeben):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren im Wesentlichen aus dem Darlehen mit der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Limited ("MUFG") vom 24. März 2017 mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2022. Das Darlehen ist besichert durch eine Garantieerklärung der AGC Glass Europe SA sowie der INTERPANE GLAS INDUSTRIE AG. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von T€ 14.186 (Vj.T€ 9.791) In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 1.493 (Vj.T€ 1.338) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit mit T€ 1.251 (Vj.T€ 1.134) enthalten. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 13. Umsatzerlöse Im Folgenden ist eine Aufgliederung der konsolidierten Umsatzerlöse nach Tätigkeitsgebieten sowie nach geographisch bestimmten Märkten (Fakturierungsort) vorgenommen worden (die in Klammern genannten Beträge betreffen das Vorjahr):
14. Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrafen die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Belgern, sowie die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. Im Vorjahr betrafen die anderen aktivierten Eigenleistungen die INTERPANE Glasgesellschaft mbH, Wipperfürth, sowie die INTERPANE Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Lauenförde. 15. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 3.888 (Vj. T€ 1.365) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.027 (Vj. T€ 2.314) enthalten. 16. Personalaufwand/Personalbestand Der durchschnittliche Personalbestand hat sich im Berichtsjahr folgendermaßen entwickelt:
17. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.677 (Vj. T€ 1.935) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 6 (Vj. T€ 0) angefallen. 18. Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Erträge aus der Abzinsung bzw. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten (vgl. Tz. 11). 19. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Die Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen betrafen die f | glass. 20. Steuern
Im Konzernsteueraufwand vom Einkommen und vom Ertrag 2021 sind Erträge - nach Saldierung mit Aufwendungen - in Höhe von T€ 5.180 (Vorjahr T€ 2.234) aus der Veränderung von aktiven sowie passiven latenten Steuern enthalten, die im Wesentlichen aus aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Bewertungsunterschiede stammen. Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:
Die Zusammensetzung und Entwicklung der latenten Steuern im Konzern wird unter der Position "Latente Steuern" dargestellt. 21. Ausgleichszahlungen an Minderheitsgesellschafter Im Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Oktober 2005 zwischen der IP International und der INTERPANE AG wird dem Minderheitsgesellschafter der INTERPANE AG eine Mindestdividende (brutto T€ 704 p.a.) garantiert. D. SONSTIGE ANGABEN 22. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Als sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB sind an Leasing-, Miet- und Pachtverträge zu erwähnen:
Mit dem assoziierten Unternehmen f | glass besteht ein Long Term Supply Agreement. Hierin verpflichtet sich die IP AG und / oder mit deren verbundenen Unternehmen eine Mindestmenge an unbeschichteten oder beschichteten Flachgläsern pro Jahr zu einem definierten Abnahmepreis von der f | glass abzunehmen. Aufgrund der derzeitigen Marktsituation ist aus diesem Beschaffungsvertrag mit keinen Verlusten zu rechnen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine weiteren Eventualverbindlichkeiten oder sonstige nicht aus der Bilanz ersichtlichen finanziellen Verpflichtungen. 23. Bildung von Bewertungseinheiten Devisentermingeschäfte werden zur Absicherung und Reduzierung der Risiken aus Schwankungen von Fremdwährungspositionen zwischen Auftragseingang und Auftragsabschluss eingesetzt. Zukünftige, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Fremdwährungseinzahlungen aus dem Isolierglasobjektgeschäft in Nordamerika werden mit dem aktuellen Wechselkurs bei Vertragsabschluss durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Da alle wertbestimmenden Faktoren aus Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen, erfolgt die Beurteilung der Wirksamkeit mittels der Critical-Terms-Match Methode. Das Grundgeschäft und das Devisentermingeschäft werden zu einer Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der Einfrierungsmethode, d.h. die eintretenden wirksam abgesicherten Wertveränderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden nicht erfasst. Zum Bilanzstichtag waren Devisentermingeschäfte in US-Dollar in Höhe eines Nominalwertes von T€ 1.625 (Vorjahr T€ 2.366) abgeschlossen. 24. Nachtragsbericht Seit dem 24.2.2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Sowohl Russland als auch die Ukraine gehören nicht zu den strategischen Absatzmärkten des INTERPANE-Konzerns, so dass negative Auswirkungen dieses Konflikts auf die Absatzchancen unserer Unternehmensgruppe weniger stark durchschlagen sollten. Die durch die Ukraine-Krise resultierenden ökonomischen Folgen für die europäische Wirtschaft und auch für unsere Unternehmensgruppe sind insgesamt nicht vollständig absehbar und quantifizierbar. Jedoch erwarten wir, dass sich die Energiepreise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau bewegen und den Inflationsdruck erhöhen werden, da dieser Konflikt neben den Energiepreisen und die Verbraucherpreise weiter nach oben treiben wird. Der Volatilität auf den Energiemärkten begegnen wir einerseits durch Gas-Hedging-Abschlüsse und andererseits durch Preiserhöhungen auf der Absatzseite für unsere Produkte, um die massiv steigenden Kosten an den Markt weiterzugeben. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung gemäß § 314 Nr. 25 HGB, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind und über die zu berichten wäre, ergaben sich nicht. 25. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde
Als Prokurist wurde 1997 Herr Dipl.-Kfm. Frank Schürmann, Vlotho, bestellt. 26. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr wurde die Befreiung nach § 314 Abs. 3 Satz 2 i.V.m § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. 27. Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, belief sich auf T€ 297 (Vorjahr T€ 305), und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. 28. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 34.004 mit dem bestehenden Konzernbilanzverlust zu verrechnen und den verbleibenden Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 2.671 auf neue Rechnung vorzutragen. 29. Konzernabschluss Oberstes Mutterunternehmen ist die AGC Inc., Tokio/Japan, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird auf der Homepage der AGC Inc. veröffentlicht.
Lauenförde, 20. Mai 2022 Jörn C. Hesselbach Jochen H. Hesselbach Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021der INTERPANE International Glas GmbHLauenförde
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021der INTERPANE International Glas GmbHLauenförde
Konzernkapitalflussrechnung
Der Finanzmittelbestand umfasst Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Kapitalflussrechnung erfolgte entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21). Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der INTERPANE International Glas GmbH, Lauenförde, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021 der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der INTERPANE International Glas GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 20. Mai 2022 KPMG
AG
Kuntz, Wirtschaftsprüfer Özgüc, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung Der Konzernabschluss wurde am 13. Juli 2022 festgestellt. |
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