AbZ-Pharma GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Feltens seit 23.5.2011 | Geschäftsführer |
Theodorus Jacobus Andriessen seit 18.11.2010 | Geschäftsführer |
Sven Dr. Dethlefs seit 25.10.2010 | Geschäftsführer |
Nicole Maria Freifrau von Gregory seit 25.10.2010 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ratiopharm International GmbHUlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtI. Geschäftsumfeld und RahmenbedingungenOrganisat orische und rechtliche Struktur Die ratiopharm International GmbH (im Folgenden auch: ratiopharm International) ist im Bereich des Vertriebs von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Kosmetika, Nahrungsergänzungsmitteln und ähnlicher im vorgenannten Zusammenhang stehender Produkte tätig und erbringt Dienstleistungen, die mit der Herstellung und dem Vertrieb der o.g. Produkte in Verbindung stehen. Die Umsätze werden im Wesentlichen im Ausland erzielt. Die ratiopharm International ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ratiopharm GmbH. Die ratiopharm GmbH hat am 01. Dezember 1999 mit der ratiopharm International einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Entsprechend wurde im Geschäftsjahr 2010 ein Gewinn in Höhe von € 133,8 Mio. (im Vorjahr:€ 71,8 Mio.) an die ratiopharm GmbH abgeführt. Die ratiopharm International wird in den Konzernabschluss der Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel einbezogen. Als Merckle/ratiopharm Gruppe wird im Folgenden das Pharmageschäft der ehemaligen obersten Muttergesellschaft VEM Vermögensverwaltungs GmbH (im Folgenden auch: VEM) bezeichnet und umfasst damit die Merckle GmbH und deren in- und ausländische Tochter- und Enkelgesellschaften (insbesondere ratiopharm GmbH und ratiopharm International GmbH). Die ratiopharm International hält zum 31. Dezember 2010 Beteiligungen an 5 verbundenen Tochterunternehmen. Hinsichtlich einer detaillierten Aufstellung zum Anteilsbesitz der ratiopharm International verweisen wir auf den Anhang. Während die ratiopharm GmbH auf dem inländischen Markt tätig ist, werden die ausländischen Märkte von der ratiopharm International GmbH bedient. Standstillvereinbarung sowie Unternehmensverkauf Die VEM Vermögensverwaltungs GmbH (VEM) übte bis zum Geschäftsjahr 2010 über ihre Tochtergesellschaften, Merckle GmbH, Pharma GmbH, Pharma Holding GmbH und ratiopharm GmbH, die einheitliche Leitung über die ratiopharm International aus. Über eine Kette von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen erhielt die VEM das Ergebnis der ratiopharm International. Der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der VEM wurde zum 31. Dezember 2009 gekündigt. Die Merckle GmbH und andere der Familie Merckle zuzurechnenden Gesellschaften haben aufgrund einer angespannten Vermögens- und Finanzlage mit ihren Kapitalgebern in 2008 sogenannte Standstill-Abkommen geschlossen. Unter diesen Standstill-Abkommen wurden insbesondere planmäßige Zins- und Tilgungsleistungen sowie Rückforderungen von Bankverbindlichkeiten gestundet. Die Liquidität der Unternehmensgruppe wurde durch die sogenannte Standstill III-Vereinbarung bis zum 31. Dezember 2010 und durch einen Restrukturierungskredit in Höhe von € 110 Mio. vom 3. /4. Juni 2009 gesichert. Im Standstill-Abkommen haben sich die Gesellschafter der VEM Vermögensverwaltung GmbH verpflichtet, u. a. ihre Anteile an der Merckle/ratiopharm Unternehmensgruppe zu veräußern. Der Verkaufsprozess wurde im August 2010 durch Verkauf der Merckle/ratiopharm Gruppe an die israelische Teva Gruppe abgeschlossen. Der bereits im März 2010 zwischen der VEM Vermögensverwaltung GmbH und der Teva Gruppe abgeschlossene Kaufvertrag trat durch Zustimmung der Kartellbehörden mit Wirkung zum 10. August 2010 in Kraft. Demnach ist die Teva Health GmbH, Ulm, die ihrerseits in den Teva-Konzern mit oberstem Mutterunternehmen Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, eingebunden ist, zu 100% an der ratiopharm International GmbH beteiligt. Geschäftstätigkeit der Merckle/ ratiopharm Gruppe und der ratiopharm International GmbH Das international ausgerichtete Generikageschäft, die Forschung und Entwicklung innovativer Produkte (Generika und Biosimilars), verbunden mit einer leistungsfähigen und hochmodernen Produktion sind die Standbeine der Merckle/ratiopharm Gruppe. Die Merckle/ratiopharm Gruppe ist eines der größten internationalen Generikaunternehmen mit jährlich 319 Millionen verkauften Packungen weltweit. Die Merckle/ratiopharm Gruppe ist neben dem Stammsitz in Deutschland auch im Ausland mit Tochtergesellschaften bzw. Niederlassungen vertreten. Der Vertrieb erfolgt über die ratiopharm GmbH (Inland) und die ratiopharm International GmbH (Ausland). Die Produktion der Merckle/ratiopharm Gruppe verfügt über drei Produktionsstandorte der Merckle GmbH in Deutschland (Ulm, Weiler und Blaubeuren) sowie eine neu errichtete Launch-Produktionsstätte in Goa, Indien. Die Produktion der herkömmlichen chemischen Produkte ("Feste Arzneimittel", "Halbfeste Arzneiformen" sowie "Flüssige Darreichungsformen") erfolgt in Deutschland. Die Herstellung von biopharmazeutischen Wirkstoffen erfolgt ausschließlich am Standort Ulm, während die biopharmazeutischen Endprodukte von einem verbundenen Unternehmen am Standort Ulm produziert werden. Die Launch Facility in Indien wurde im Dezember 2009 durch die EU-Behörde auditiert und ist somit als Produktionsstätte für Indien und Europa wie auch Kanada anerkannt. Im Geschäftsverlauf 2010 konnte der erste Launch aus der neuen Launchproduktion erfolgen. Die ratiopharm Unternehmensgruppe entwickelt und produziert eigene patentfreie Pharmaprodukte und bietet sie preiswert an. Mit 242 verschreibungspflichtigen und 97 apothekenpflichtigen Substanzgruppen sowie weltweit mehr als 8.000 Zulassungen für Pharmazeutika, verfügt ratiopharm über ein großes Substanzsortiment. Nahezu alle Anwendungsgebiete, von Allergien über Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darmproblemen bis hin zu Zahnschmerzen werden abgedeckt. Die hohen Stückzahlen und der Wegfall der Kosten für Grundlagenforschung bei Generika ermöglichen günstige Preise bei gleichzeitiger Sicherung der hohen pharmazeutischen und therapeutischen Qualität. Die ratiopharm International vertreibt im Wesentlichen über ausländische Konzerngesellschaften die Produkte der ratiopharm. Geschäftsverlauf und Lage Die Gesellschaft hat im Vergleich zum Vorjahr einen Ergebnisanstieg um € 62 Mio. von € 71,8 Mio. in 2009 auf € 133,8 Mio. in 2010 zu verzeichnen. Bei den Umsätzen ist ein Anstieg von € 57 Mio. zu verzeichnen. Korrespondierend hierzu ist der Materialaufwand um € 54,9 Mio. angestiegen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge (+ € 206 Mio.) hängt überwiegend mit den Beteiligungsverkäufen zusammen, aus der die Gesellschaft Erträge in Höhe von € 199 Mio. erzielt hat. Demgegenüber stehen Verluste aus Beteiligungsverkäufen in Höhe von € 94 Mio., die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Somit hat die Gesellschaft aus den Beteiligungsverkäufen insgesamt in 2010 einen Gewinn von € 105 Mio. erzielt. Die Erträge aus Beteiligungen sind im Geschäftsjahr um € 30 Mio. rückläufig. Abschreibungen auf Finanzanlagen waren in 2010 i.H.v. € 19,3 Mio. notwendig. Die ratiopharm International ist aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages verpflichtet ihr Ergebnis an die ratiopharm abzuführen. Die Ergebnisabführung führte im Berichtsjahr zu Aufwendungen in Höhe von € 133,8 Mio. II. Ertragslageratiopharm International hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 391,8 Mio. erzielt (im Vorjahr: € 335,4 Mio.) und liegt damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Durch die Umstrukturierung im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel wurde das Auslandsgeschäft weiter ausgebaut. Korrespondierend zum Umsatzanstieg ist ein Anstieg des Materialaufwands zu verzeichnen. Die Entwicklung der Merckle/ratiopharm Gruppe zeigt, dass der nachhaltige Wachstumskurs der letzten Jahre ungeachtet weiterer staatlicher Eingriffe in einzelnen Märkten und intensiver Wettbewerbssituation beibehalten werden konnte. Damit gehört die Merckle/ratiopharm Gruppe weiterhin zu den führenden Herstellern im europäischen und weltweiten Generika-Markt. Das Auslandsgeschäft trägt mittlerweile mehr als die Hälfte zum Gesamtumsatz der Gruppe bei. Das positive Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von € 133,8 Mio. (im Vorjahr: € 71,8 Mio.) konnte im Wesentlichen durch die Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Tochtergesellschaften im Konzernverbund Teva realisiert werden. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 100 Mio. resultiert im Wesentlichen aus den Verlusten aus Beteiligungsverkäufen der ausländischen Tochtergesellschaften. Mit Vertrag vom 24. November 2010 hat die ratiopharm International und der Betriebsrat einen Interessenausgleich und ein Sozialplan vereinbart. Im Geschäftsjahr sind aus den vorgenannten Vereinbarungen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von insgesamt € 0,5 Mio. angefallen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Die Restrukturierungsaufwendungen decken insbesondere die Abfindungszahlungen und Aufwendungen für freigestellte Mitarbeiter ab. Zum 31. Dezember 2010 hat die Gesellschaft hierfür eine Rückstellung von € 0,5 Mio. passiviert. Die Personalkosten konnten im Geschäftsjahr 2010 um € 0,5 Mio. reduziert werden aufgrund des Personalabbaus im Rahmen der Restrukturierung. Die ratiopharm International führt selbst keine Forschung und Entwicklung durch. III. VermögenslageDie langfristigen Vermögenswerte haben sich zum 31. Dezember 2010 bei der ratiopharm International gegenüber dem Vorjahr um € 269,2 Mio. auf € 22,7 Mio. verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Reduzierung der Anteile an verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Im Rahmen der Umstrukturierungen im Konzern hat die Gesellschaft fast alle (bis auf fünf Gesellschaften) ihre ausländischen Tochtergesellschaften im Konzernverbund verkauft. Verbliebende Beteiligungsbuchwerte mussten im Geschäftsjahr um € 19,3 Mio. abgeschrieben werden. Der Anstieg des Umlaufvermögens (€ 109,4 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus den durch die Beteiligungsveräußerungen bedingten Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. ratiopharm International hat weiterhin eine geringe Eigenkapitalquote von 0,007% (Vorjahr: 0,006%). Die Gesellschaft führt ihr Ergebnis im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die ratiopharm ab. IV. FinanzlageFinanzmanagement Durch das Standstill-Abkommen mit ursprünglicher Laufzeit bis 31. Dezember 2010 wurde die Finanzlage der Merckle/ratiopharm-Gruppe stabilisiert und durch den Gesellschafterwechsel weiter gefestigt. Im Rahmen des Kaufvertrages verpflichtete sich die ratiopharm International alle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, die nicht Bestandteil des Akquisitionsobjektes der Teva Gruppe waren, zurückzuführen. Dieser Verpflichtung ist die Gesellschaft nachgekommen. Somit konnte der Eigentümerwechsel vollzogen werden, wodurch das Standstill-Abkommen und der Treuhandvertrag außer Kraft getreten ist. Das Finanzmanagement wurde bis zum Gesellschafterwechsel am 10. August 2010 maßgeblich durch die Vorgaben im Rahmen der Standstill-Vereinbarungen beeinflusst. Seit Gesellschafterwechsel ist die ratiopharm International und ihre noch verbliebenen Tochtergesellschaften in das Finanzmanagement der Teva Gruppe eingebunden. Durch die Ertragskraft der Merckle/ratiopharm-Gruppe ist die Finanzlage weiterhin stabilisiert. Wesentliche Finanzierungsquelle sind derzeit die aus dem operativen Geschäft erzielten Mittelzuflüsse. Die ratiopharm International führt ihren gesamten Gewinn an die Muttergesellschaft ratiopharm GmbH ab. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren zum Geschäftsjahresende 2010 nicht mehr (im Vorjahr: € 1 Mio.). So konnten die kurzfristig gewährten Kredite zur Liquiditätssicherung im Rahmen der Verkaufs der Merckle/ratiopharm Gruppe vollständig zurückgefahren werden. Sämtliche Verbindlichkeiten waren bis zum Unternehmenserwerb durch die Teva Gruppe vom Standstill-Abkommen III erfasst und unterlagen einer Stundung bis zum 31. Dezember 2010. Mit dem Verkauf der Merckle/ratiopharm Gruppe wurden sämtliche Kreditverbindlichkeiten abgelöst. Die notwendigen Mittel hierfür wurden vom Neugesellschafter zur Verfügung gestellt. Liquiditätsanalyse Die Liquidität war im Fortgang des Geschäftsjahres nicht ständig frei verfügbar und richtete sich nach den Regeln des Standstill III. Mit Wirkung des Anteilskaufvertrages durch die Teva Gruppe wurde die Standstill-Vereinbarung wieder aufgehoben und die Restriktionen zur Liquidität der Gesellschaft obsolet. Seit dem 9. Mai 2011 besteht zwischen der Teva Health GmbH und den Gesellschaften der Merckle/ratipharm-Gruppe eine Cash-Pool-Vereinbarung aus der bei Bedarf Liquide Mittel abgerufen werden können. Die Höhe ist unbegrenzt. Die aktuelle Überprüfung der Risikosituation ergab, dass die Zukunftsfähigkeit gesichert ist und aufgrund der breiten Basis an Produkten, Kunden und Lieferanten keine Risikokonzentrationen bestehen, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden würden. V. NachtragsberichtDie Teva Health GmbH hat mit Vertrag vom 9. Mai 2011 mit den Gesellschaften der ratiopharm/Merckle Gruppe einen Cash-Pool-Vertrag abgeschlossen. Die Cash-Pool-Vereinbarung ist am 16. Mai 2011 in Kraft getreten und auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Weitere Vorgänge von grundsätzlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt geworden. VI. Prognose und RisikoberichtChancen und Risiken der künftigen Entwicklung Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Das vorhandene Risikomanagement wurde den aktuellen Entwicklungen angepasst, insbesondere durch den Aufbau von Liquiditäts- und Planungsszenarien. Die laufende Überwachung, vor allem der Zahlungsfähigkeit, wurde deutlich intensiviert. Durch den Eigentümerwechsel und der damit verbundenen Überwindung der Liquiditätsengpässe hat sich die Lage zum Bilanzstichtag weiter normalisiert. Als Teil der Teva-Gruppe sind wir in ein eigenkapitalstarkes, börsennotiertes und ertragreiches Unternehmen eingegliedert. Markt- und Produktrisiken sowie Markt- und Produktchancen Der Generika-Markt ist international durch eine von Konjunktureinflüssen relativ unabhängige und in der Regel kontinuierlich steigende Nachfrage geprägt, unter anderem durch Patentabläufe und zunehmende Alterung der Bevölkerung. In den letzten fünf Jahren waren die weltweiten Generika-Märkte geprägt durch Wachstum. Dies gilt insbesondere auch für die Märkte in denen die Merckle/ratiopharm Gruppe vertreten ist. Um an diesen Marktchancen zu partizipieren, hat die Merckle/ratiopharm Gruppe ihre Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen seit 2006 stark intensiviert, so dass die Produktpipeline für die kommenden Jahre sehr gut gefüllt ist. Im Berichtsjahr wurden mehrere hundert Projekte bearbeitet. Für die kommenden Jahre rechnen wir mit einer konstant hohen Projektzahl zumal die beiden Pipelines der Teva und der ratiopharm konsolidiert werden. Dies bedeutet für die Merckle/ratiopharm Gruppe, dass sie durch eigene Produktrechte unabhängiger von Dritten Lizenzgebern werden. Da Lizenzgeber oftmals Wirkstoffe und/oder Bulkware im Paket vertreiben, erwarten wir signifikant niedrigere Herstellungskosten bei Neueinführungen, weil wir zum einen Lizenzgebühren sparen und zum anderen unsere eigene kostengünstigere Produktion stärker auslasten können. Darüber hinaus ist es möglich, Wirkstoffe, die einen wesentlichen Teil unserer Herstellungskosten darstellen, zu günstigeren Weltmarktpreisen einkaufen zu können. Durch die Forschungsaktivitäten der Merckle/ratiopharm Gruppe werden durch eigene Patentrechte wichtige Wettbewerbsvorteile gewahrt, im Wesentlichen eine höhere Unabhängigkeit von Dritten sowie einen frühzeitigen, teilweise exklusiven Markteintritt. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 wurden viele Patentanmeldungen eingereicht. Ferner betreibt die Merckle/ratiopharm Gruppe eine chemische Wirkstoffforschung, eine Formulierungsforschung sowie eine Technologieforschung. Dadurch ist die Merckle/ratiopharm Gruppe in der Lage, eigenentwickelte Neueinführungen noch schneller am Markt zu platzieren. So ist es der Merckle/ratiopharm Gruppe gelungen, bei vielen Neueinführungen als erster auf dem Markt zu sein. Dieses hohe Niveau sichert der Merckle/ratiopharm Gruppe bei Neueinführungen von Generika hohe Marktanteile. Im vergangenen Jahr wurden über 500 Produktneueinführungen durchgeführt. Davon entfallen ca 1/3 auf Deutschland 2/3 entfallen auf alle übrige Länder Europas und Kanada. Anhand der Neueinführungen kann abgelesen werden, dass die Märkte außerhalb Deutschlands zunehmend wichtiger werden. Aus Sicht der Geschäftsleitung bestehen für die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe und der ratiopharm International folgende Risiken: Staatliche-regulatorische Ausgestaltungen des öffentlichen Gesundheitswesens in den einzelnen nationalen Märkten können die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft beeinflussen. Die Änderung von bestehenden oder die Einführung neuer Vorschriften insbesondere mit Bezug auf den Einsatz von Generika können sich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Risikomanagement Die Geschäftsentwicklung der ratiopharm International wird, wie oben dargestellt, insbesondere von rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, den Veränderungen von Marktpreisen und dem Wettbewerbsumfeld, in dem sich die Merckle/ratiopharm Gruppe und im Speziellen die ratiopharm International GmbH bewegt, beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wurde ein konzernweites Risikomanagementsystem installiert, das auch für die ratiopharm International gültig ist. Ausblick Die Strategie, das internationale Geschäft in Wachstumsmärkten zielstrebig auszubauen, sich in neuen Geschäftsfeldern zu engagieren zahlt sich für die Merckle/ratiopharm Gruppe weiter aus. Für die Jahre 2011 und 2012 erwarten wir für die ratiopharm International ein deutliches Umsatzwachstum und gehen von weiteren positiven Ergebnissen aus. Das starke Umsatzwachstum resultiert insbesondere aus dem internationalen Geschäft sowie dem wachsenden Beitrag biotechnologischer Produkte, den Biosimilars. In 2010 stammen bereits über 25% der Produkte aus Eigenentwicklung. Ziel ist es, diesen Anteil in den nächsten Jahren sukzessive auf 50% zu steigern, weltweit mehr als 500 Produkteinführungen durchzusetzen und ab 2014 mehr als 50% eigenentwickelter Produkte abzusetzen. Dadurch können die Herstellungskosten weiter gesenkt und die Profitabilität des Unternehmens weiter erhöht werden. Auch die Ende 2009 eröffnete Launch-Site in Indien wird hierbei einen Beitrag zur höheren Profitabilität leisten. ratiopharm hat in den vergangenen Jahren die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich erhöht. Diese Zukunftsinvestitionen verschaffen der Unternehmensgruppe einen Vorsprung für die kommenden Jahre, wenn weltweit eine Vielzahl von Blockbuster-Patenten auslaufen. Der Verkaufsvorgang der Merckle/ratiopharm Gruppe an die Teva Gruppe wird sich zukünftig positiv auf das Geschäft der ratiopharm International auswirken. Insofern gehen wir auch weiterhin von einer positiven Zukunft und vermehrten Chancen aus der Eingliederung in die Teva Gruppe für die Gesellschaft, unter Berücksichtigung der erkennbaren Chancen und Risiken aus.
Ulm, den 10. November 2011 Theodorus Andriessen Sven Dethlefs Stefan Feltens BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine AngabenIm August 2010 hat die VEM Vermögensverwaltung GmbH die Merckle/ratiopharm Guppe an die israelische Teva Gruppe verkauft. Im Rahmen dieser Akquisition wurden auch die Gesellschaften CT Arzneimittel GmbH, AbZ Pharma GmbH, ratiopharm Canada sowie vier Immobiliengesellschaften verkauft. Der bereits im März 2010 zwischen der VEM Vermögensverwaltung GmbH und der Teva-Gruppe abgeschlossene Kaufvertrag trat durch Zustimmung der Kartellbehörden mit Wirkung zum 10. August 2010 in Kraft. Demnach ist die Teva Health GmbH, Ulm, die ihrerseits in den Teva-Konzern mit oberstem Mutterunternehmen Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, eingebunden ist, zu 100 % mittelbar an der ratiopharm International GmbH beteiligt. Aufgrund des Verkaufs der ratiopharm International an die Teva Health GmbH wurden folgende Transaktionen durchgeführt:
Der Jahresabschluss der ratiopharm International GmbH, Ulm, für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Regelungen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden erstmals im Geschäftsjahr 2010 angewandt. Soweit sich durch das BilMoG Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzpositionen ergeben haben, wurden die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden angepasst. Bedingt durch die erstmalige Anwendung der BilMoG-Vorschriften bzw. der entsprechenden Übergangsregelung resultieren außerordentliche Erträge in Höhe von € 0,2 Mio. aus der Bewertungsänderung der kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten und -forderungen. Die Darstellungs- und Bewertungsstetigkeit nach §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 2 Nr. 3 HGB gilt bei einer Änderung der bisherigen Darstellung oder der bisher angewandten Bewertungsmethoden auf Grund der erstmaligen Anwendung der durch das BilMoG geänderten Vorschriften gemäß Art. 67 Abs. 8 S. 2, 2. Halbsatz EGHGB im Übergangsjahr nicht. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend Art. 67 Abs. 8 Satz 2, 1. Halbsatz EGHGB nicht angepasst. Sämtliche Beträge sind, soweit nicht abweichend angegeben - in Millionen Euro dargestellt. Die gesetzlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB beibehalten. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Gem. § 267 Abs. 2 HGB ist die ratiopharm International GmbH eine große Kapitalgesellschaft und unterliegt damit der gesetzlichen Prüfungspflicht. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und sechs Jahren. Sofern außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sind, werden diese vorgenommen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt im Allgemeinen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen und Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen drei und zehn Jahren. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, die bei späterem dauerhaftem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 150 Euro werden aufwandswirksam erfasst. Für alle anderen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 Euro bis 1.000 Euro erfolgt eine lineare Poolabschreibung über fünf Jahre. Finanzanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Das Umlaufvermögen wird nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen sind vollständig wertberichtigt. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden mit dem maßgeblichen Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach Maßgabe der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Währungsumrechnung für Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zu den jeweiligen Kursen am Entstehungstag. Am Bilanzstichtag erfolgt die Währungsumrechnung zum Devisenkassamittelkurs des betreffenden Stichtags. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Zum 31. Dezember 2010 waren keine latenten Steuern auf Ebene der ratiopharm International zu ermitteln, da die Gesellschaft zu dem Organkreis der Teva Health GmbH gehört und sich damit die temporären Differenzen auf der Ebene der Teva Health GmbH auswirken. 3. BilanzerläuterungenAKTIVA Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Als Immateriellen Vermögensgegenständen werden Zulassungen für Arzneimittel und Lizenzen für EDV-Software ausgewiesen. Die geleisteten Anzahlungen auf Zulassungen sind Anzahlungen zum Erwerb von Vertriebszulassungen. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt im Allgemeinen bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei anderen Anlagen und Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 15 Jahren. Soweit notwendig, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, die bei späterem dauerhaften Wegfall der Gründe rückgängig gemacht werden. Die Finanzanlagen betreffen die Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Wert von Anteilen an insgesamt fünf verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (siehe Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Anteile an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 19.303 auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Umlaufvermögen Die in der Bilanz ausgewiesenen Vorräte setzen sich aus Unfertigen Erzeugnissen und Waren zusammen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden, unter Berücksichtigung von Ausfall- und Zinsrisiken um eine entsprechende Pauschalwertberichtigung gekürzt, ausgewiesen. Bei zweifelhaften Forderungen wurden direkte Wertabschläge berücksichtigt. Uneinbringliche Forderungen sind abgeschrieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 253 Mio.) beinhalten im Wesentlichen kurzfristig gewährte Darlehensforderungen gegen die Teva Health GmbH (€ 156 Mio.) sowie weitere kurzfristig gewährte Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ 52 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Herstellerabgabepreis-Abrechnungen und Steuererstattungsansprüche. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. Die flüssigen Mittel betreffen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Geschäftsjahr vorausbezahlte Registrierungskosten sowie Beiträge und Gebühren ausgewiesen. PASSIVA Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Gesellschaft ausgewiesen, welches sich unverändert auf € 25.564,59 (DM 50.000,00) beläuft. Zwischen der ratiopharm International GmbH und der unmittelbaren Muttergesellschaft ratiopharm GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Entsprechend wurde im Geschäftsjahr ein Gewinn von € 133,8 Mio. an die ratiopharm GmbH abgeführt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Rückstellung für vertraglich vereinbarte, nicht abgenommene Handelsware für die Jahre 2007 bis 2010. Für die verbleibende Vertragslaufzeit wurde für die vertraglich vereinbarte, laut Planung der Gesellschaft, nicht absetzbare Handelsware, eine Rückstellung passiviert. Die Bewertung der Rückstellungen wurde unter Berücksichtigung eines Abschlags auf das vereinbarte Abnahmevolumen vorgenommen, da von einer Einigung zwischen den Vertragspartnern ausgegangen wurde. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden offene Liefer- und Leistungsverpflichtungen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 281 Mio.) betreffen überwiegend erhaltene Darlehen sowie Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung an unsere Muttergesellschaft (€ 133,8 Mio.) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€ 5 Mio.) Davon bestehen gegenüber unseren Gesellschaftern Verbindlichkeiten in Höhe von € 241 Mio.. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausländische Umsatzsteuerverbindlichkeiten (€ 1,9 Mio.). Die Restlaufzeiten betragen für sämtliche Verbindlichkeiten weniger als ein Jahr. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse betragen € 391,8 Mio. Davon wurden € 0,7 Mio. im Inland, € 338,2 Mio. innerhalb der Europäischen Union sowie € 52,9 Mio. im übrigen Ausland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten folgende Positionen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in Höhe der Rückstellungsauflösung periodenfremde Erträge in Höhe von € 0,3 Mio. Der Personalaufwand beinhaltet Löhne, Gehälter, Prämien sowie die gesetzlichen Sozialabgaben. Die Beschäftigtenzahl belief sich im Jahresdurchschnitt auf 28 angestellte Arbeitnehmer (Vorjahr: 25). Die Abschreibungen betreffen planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen (€ 94,3 Mio.), Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen (€ 30,0 Mio.), Miete- und Lizenzaufwendungen (€ 8,8 Mio.). Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus einer Dividendenausschüttung einer Tochtergesellschaft. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge resultieren aus kurzfristigen Darlehensforderungen und Festgeldanlagen. Die Abschreibung auf Finanzanlagen (€ 19,3 Mio.) betrifft die Abschreibung auf die Beteiligung an einer Tochtergesellschaft aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen an verbundene Unternehmen aus gewährten Darlehen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die einbehaltene ausländische Quellensteuer. Die sonstigen Steuern enthalten Kfz-Steuer und Umsatzsteuer. Außerordentliche Erträge (Fremdwährungsumrechnung) wurden in Höhe von € 0,2 Mio. im Zusammenhang mit BilMoG erfasst. 5. Sonstige AngabenLatente Steuern Zum 31. Dezember 2010 waren keine latenten Steuern auf Ebene der ratiopharm International zu ermitteln, da die Gesellschaft seit 2010 zu dem Organkreis der Teva Health GmbH gehört und damit die temporären Differenzen auf der Ebene der Teva Health GmbH berücksichtigt werden müssen. Haftungsverhältnisse (§268 Abs. 7 HGB) und sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 251 HGB) Haftungsverhältnisse bestehen in Form einer gesamtschuldnerischen Bankbürgschaft der ratiopharm/Merckle-Gruppe in Höhe von € 5 Mio. Sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nominalwert wie folgt darzustellen:
Außerbilanzielle Geschäfte ( § 285 Nr. 3 HGB ) Es bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage notwendig sind. Personalbestand (§285 Nr. 7 HGB) Die Beschäftigtenzahl belief sich im Jahresdurchschnitt auf 28 angestellte Arbeitnehmer. Angabe für Organmitglieder ( § 285 Nr. 9a - 9c HGB) Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Organe der Gesellschaft (Geschäftsführer) (§ 285 Nr. 10 HGB) : Herr Oliver Windholz, Wirtschaftsingenieur, Ettlingen (bis zum 31.12.2010) Herr Gerd Lehmann, Leiter Marketing und Vertrieb, Ulm (bis zum 1.8.2011) Herr Thomas Ehmann, Rechtsanwalt, bis zum (bis zum 1.8.2011) Herr Dr. Sven Dethlefs, General Manager & CEO, Hamburg (seit 23.08.2010) Herr Theodorus Andriessen VP Goverance & EU Taxation, Haarlem/Niederlande (seit 23.08.2010) Herr Stefan Feltens, CFO Deutschland, Ulm (seit 1.5.2011) Anteilsbesitz (§ 285 Nr. 11 HGB) An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hat die ratiopharm International GmbH unmittelbar oder mittelbar mindestens 20% der Anteile (Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüsse, die Werte sind gerundet.
1) Angaben bzgl. Haftungskapital, Eigenkapital und Jahresergebnis bzw. -verlust beziehen sich jeweils auf das Ende des letzten Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2009 Konzernzugehörigkeit ( § 285 Nr. 14 HGB ) Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die ratiopharm International GmbH sowie ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel einbezogen. Unmittelbare Muttergesellschaft ist die ratiopharm GmbH, Ulm die mittelbares Tochterunternehmen der Teva Health GmbH, Ulm ist. Oberstes Mutterunternehmen ist die Teva Pharmaceutical Industries Ltd., Petach Tikva, Israel, die einen Konzernabschluss aufstellt und am Sitz des Unternehmens veröffentlicht, in den die Teva Health GmbH, Ulm und ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen werden und der in einer in die deutsche Sprache übersetzten Fassung beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und anschließend im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht wird ratiopharm International GmbH ist daher nach §§ 291, 292 HGB in Verbindung mit der Konzernabschlussbefreiungsverordnung (KonBefr) von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Der befreiende Konzernabschluss, der gemäß § 292 HGB nach US GAAP aufgestellt ist, enthält im Wesentlichen folgende vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden: Der Ansatz der Herstellkosten bei der Bewertung des Vorratsvermögen. Die bilanzierten Pensionsrückstellungen werden - abweichend zum handelsrechtlichen Wert - unter Berücksichtigung eines niedrigeren Zinssatzes ermittelt. Honorar des Abschlussprüfers ( § 285 Nr. 17 HGB ) Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB beinhaltet den Aufwand für die Abschlussprüfung mit € 0,1 Mio. Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen ( § 285 Nr. 21 HGB ) Die Geschäfte der ratiopharm International GmbH mit nahe stehenden Personen sind zu marktüblichen Bedingungen bzw. Konditionen erfolgt.
Ulm, den 10. November 2011 Theodorus Andriessen Dr. Sven Dethlefs Stefan Feltens Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ratiopharm International GmbH, Ulm, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 10. November 2011 PricewaterhouseCoopers
Anita Botzenhardt, Wirtschaftsprüfer ppa. Andreas Thieme, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde am 22.02.2012 festgestellt. |
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