Go3Dent GmbH
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GE Money Bank GmbHHannoverJahresabschluss zum 31. Dezember 2007LageberichtGESCHÄFTLICHE ENTWICKLUNGGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Berichtsjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 2,5 %. Die Wachstumsimpulse im Jahr 2007 kamen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Der deutlich größere Beitrag zur Steigerung des Bruttoinlandproduktes war hierbei der starke Anstieg des Exportüberschusses. Vor allen Dingen der deutliche Anstieg der Exportleistung des produzierenden Gewerbes trug zu dieser Steigerung bei. Auch der Wachstumsbeitrag aus dem Inland ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr ausgebaut worden. Hier wirkte sich die Erhöhung der Ausrüstungsinvestitionen der deutschen Wirtschaft positiv aus. Die deutschen Unternehmen investierten auch im Jahre 2007 wieder mehr in neue Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge als im Vorjahr. Die Konsumausgaben trugen 0,2%-Punkte zum gesamten Wirtschaftswachstum bei. Positive Impulse gingen allerdings ausschließlich von den Konsumausgaben des Staates aus, die preisbereinigt um 2,0 % zulegten. Die privaten Konsumausgaben verringerten sich im Vorjahresvergleich um 0,3 %. Im Jahre 2006 leistete der private Konsum demgegenüber noch einen positiven Wachstumsbeitrag von 0,6 %-Punkten. In diesen beiden Ergebnissen spiegelt sich auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer wider, die im Jahr 2006 zu Vorzieheffekten geführt hat. Diese verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben wurde begleitet durch einen deutlichen Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter. Sie stiegen allerdings stärker als die Nettolöhne und -gehälter. Ein weiterer Einflussfaktor für das gesunkene Konsumverhalten war die gestiegene Sparquote. Sie stieg um 0,3%-Punkte auf 10,8 % des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte, nachdem sie im Vorjahr gesunken war. Mit dieser insgesamt weiterhin guten Stimmung in der gesamten Wirtschaft ist es auch zu einer weiteren Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt gekommen. Die Zahl der Erwerbslosen ging um 641.000 auf 3,6 Millionen zurück. Die durchschnittliche Erwerbslosenquote verringerte sich auf 8,3 %. Insbesondere der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse übte eine positive Wirkung auf den Gesamtarbeitsmarkt aus. Der durchschnittliche Anstieg des Verbraucherpreisindexes betrug im Jahre 2007 2,2 %. Die Steigerungsrate lag damit um 0,5 %-Punkte über der des Vorjahres. Größter Einflussfaktor dieser Steigerung war der gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittliche Anstieg der Energie- und Kraftstoffkosten. Die zweite Jahreshälfte war zudem durch deutlich anziehende Preise für Nahrungsmittel gekennzeichnet. Die Zinsen an den Geld- und Kapitalmärkten stiegen in allen Laufzeitbereichen während des Jahres an. Allerdings war der Anstieg der kurzfristigen Geldmarktzinsen (3-Monatsgeld + 0,72 %-Punkte) deutlich höher als der Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen (10-Jahresgeld + 0,24 %-Punkte). Durch diese Situation kam es im 4. Quartal des Jahres zu sehr geringen Zinsdifferenzen zwischen Anlagen mit 3-monatiger Zinsbindung oder 10-jähriger Zinsbindung. Teilweise kam es auch zu einer inversen Zinsstruktur an den Geld- und Kapitalmärkten. Diese Entwicklung ist durch die Finanzmarktkrise in den USA (Subprime Krise) entstanden. Hierdurch kam es bei vielen Marktteilnehmern zu einem erheblichen Liquiditätsbedarf und dadurch zu einer Verteuerung der kurzfristigen Geldmarktzinsen. Durch die massiven Leitzinssenkungen in den USA entspannte sich diese Situation zum Jahresende etwas. Besonderheiten im Geschäftsjahr Optimierung der Vertriebsstrukturen/Vertriebsmaßnahmen Aufbauend auf der im Vorjahr verabschiedeten neuen Unternehmensstruktur war einer der Schwerpunkte des Berichtsjahres die Optimierung der Vertriebsstrukturen und der Vertriebsmaßnahmen. Hier sind insbesondere zu nennen: • Ausbau der mobilen Vertriebseinheit (Mobile Sales Force] um 12 Mitarbeiter auf jetzt 17 Mitarbeiter. Durch den Ausbau hat die Bank einen wichtigen Beitrag zur Steigerung ihrer Serviceleistungen im Filialvertrieb umgesetzt. Die Mitarbeiter der Mobile Sales Force führen Beratungsgespräche außerhalb der normalen Geschäftsöffnungszeiten nach individueller Vereinbarung mit dem Kunden. • Ausbau der Beratungskompetenz durch den Aufbau eines mobilen Beratungsteams im Anlagegeschäft (Mobile Asset Manager). Dieses Team unterstützt ausgesuchte Filialen im gesamten Anlagegeschäft. • Optimierung der Filialstandorte durch Umzug von 5 Filialen in neue Filialräume und Gründung eines zusätzlichen Standortes. • Implementierung einer neuen Marketingkampagne mit dem Ziel die Neukundengewinnung und den Bekanntheitsgrad der Bank zu steigern. Das erste Ziel ist bundesweit mit spezifischen Marketingmaßnahmen unterstützt worden. Das zweite Ziel ist in einem regionalen Teilmarkt getestet worden. Hierbei kamen verschiedene Marketingbausteine zum Einsatz. Neben verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen in den 16 beteiligten Filialen und diversen Presseartikeln in Online- und Printmedien sind auch klassische Werbemaßnahmen durchgeführt worden. Diese beinhalteten Anzeigen in Tageszeitungen und Anzeigenblättern, Radiospots und zahlreiche Groß-Plakate. Neue Bearbeitungssoftware zur Unterstützung von Kontoführungs- und Beitreibungstätigkeiten (Projekt Indus) Im Berichtsjahr ist ein großes Projekt für die Bank erfolgreich beendet worden. Mit der Implementierung der neuen Bearbeitungssoftware zur Unterstützung von Kontoführungs-und Beitreibungstätigkeiten (Projekt Indus) hat die Bank einen weiteren Schritt zur Steigerung ihrer Prozessproduktivität vollzogen. Die Software unterstützt und optimiert einzelne Prozesse des Kreditgeschäftes im Rahmen der Kundenserviceaufgaben und die Prozesse der Kontoführungs- und Beitreibungsmaßnahmen im Bereich der zahlungsgestörten Kreditengagements. Upgrade des Core Banking Systems Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Arbeiten zu einem umfassenden Versionswechsel in unserem Core Banking System KORDOBA abgeschlossen. Auch hierdurch hat die Bank einen Beitrag zur Prozessoptimierung und zur Effizienzsteigerung in ihrem Core Banking System erzielt. Weitere Versionsanpassungen sind für das Jahr 2008 geplant. Projekt Basel II Im Berichtszeitraum nutzte die Bank das Wahlrecht zur Erfüllung der neuen Eigenkapitalerfordernisse nach Basel II. Somit muss die Bank erst ab dem 1. Januar 2008 die Eigenkapitalerfordernisse nach Basel II erfüllen. Im Rahmen der Basel-II-Umsetzung wurde die Entscheidung getroffen sowohl für das Kreditrisiko als auch für Operationelle Risiken den Standardansatz einzuführen und umzusetzen. Die Vorbereitungen hierfür sind weitgehend abgeschlossen. Die erste offizielle Berichterstattung ist für April 2008 auf Basis der Daten zum Ende des ersten Quartals 2008 geplant. Die Umsetzung der Anforderungen der "Säule 2", in Deutschland die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sind im Berichtsjahr in einem zweiten Projektteil nahezu vollständig umgesetzt und implementiert worden. Die Umsetzung der "Säule-3-Offenlegung" ist für das Jahr 2008 vorgesehen. Es ist geplant, einen GE Money-einheitlichen Standard zu wählen. Kia Bank GmbH, Zweigniederlassung der GE Money Bank Mit dem Abschluss einer Kooperation mit Kia Motors Deutschland (KMD) ist die Bank bundesweiter Kooperationspartner im Autofinanzierungsgeschäft der Kia Händlerorganisation geworden. Diese Kooperation umfasst sowohl das Absatzfinanzierungsgeschäft mit Privatkunden als auch das Einkaufsfinanzierungsgeschäft mit Autohändlern. Die Bank hat im Rahmen dieser Kooperation mit KMD vereinbart, die Geschäftsaktivitäten unter der Firma Kia Bank, Zweigniederlassung der GE Money Bank GmbH, durchzuführen. Die aufbau- und ablauforganisatorischen Voraussetzungen hierfür sind im Rahmen eines bereichsübergreifenden Projektes bis Ende März 2007 erfüllt worden. Die Kooperation ist im April 2007 operativ gestartet worden. Für die Umsetzung dieser Kooperation sind im Jahr 2007 umfangreiche Investitionen getätigt worden. Dieses umfasst auch die Einführung einer neuen Händlersoftware sowohl für die vertriebsunterstützenden Prozesse am Point of Sale (Front end) als auch für die Backoffice Tätigkeiten. Diese Investitionen sind auch für die Zusammenarbeit mit den übrigen Finanzierungspartnern im Autogeschäft nutzbar und werden die Serviceleistungen der Bank in diesem Geschäftssegment verbessern. Geschäftsverlauf der GE Money Bank GmbH Kerngeschäft der Bank ist der Absatz von Konsumentenkrediten und das Einlagen- und Anlagegeschäft mit Privatkunden. Der Vertrieb der GE Money Bank erfolgt über Filialen (inkl. der den Filialen angeschlossenen "Mobile Sales Force"), über Direktvertriebsmodule (Internet, Post, Telefon) und über Kooperationspartner aus dem Bereich Auto und Handel. Auf die detaillierte Beschreibung der geschäftlichen Entwicklung wird in der Kommentierung zur Entwicklung der einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung eingegangen. JAHRESBILANZ Die Bilanzsumme reduzierte sich um 2,9% auf € 2.703,4 Mio. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Treuhandvermögen. Ursprünglich wurde der Baufinanzierungsbestand der ehemaligen Allbank im Rahmen einer stillen Zession an ein Drittinstitut veräußert. Im Rahmen einer weiteren Veräußerung des Portfolios im Berichtsjahr durch das Drittinstitut wurde die Abtretung gegenüber den Kreditnehmern offen gelegt. In den Fällen, in denen die Kunden dem Kreditgeberwechsel zugestimmt haben, erlosch damit das Treuhandverhältnis. Der Kreditbestand wurde um 135,5 Mio. € ausgeweitet. Im Kerngeschäft, dem Konsumentenkredit, konnte der Bestand um 6,2% bzw. 128,0 Mio. € gesteigert werden. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Bestand an Händlereinkaufsfinanzierungen mit einem Zuwachs von 35,2 Mio.€. In den Run-OFF-Portfolien (Fondsfinanzierungsgeschäft, Beamtenvorsorgekredite und gewerblich vermittelte Ratenkredite) wurden die Bestände weiter reduziert. Neugeschäft wird hier nicht mehr herausgelegt. Zur Refinanzierung des Wachstums der Aktivseite wurden die Kundeneinlagen einschließlich der verbrieften Verbindlichkeiten deutlich ausgeweitet. Neben den bestehenden Kundengruppen konnten in 2008 auch institutionelle Einleger, wie Versicherungen, Krankenkassen, Kommunen und kommunale Regiebetriebe als Kunden gewonnen werden.
Die im Vorjahr begonnene Restrukturierung der Eigenmittel wurde zum Jahresende abgeschlossen. Hinsichtlich der von der Gesellschafterin (GECD) zur Verfügung gestellten 20 Mio. € nachrangigen Verbindlichkeiten wurde zum 29. Juni 2007 eine vorzeitige Rückzahlung vereinbart. Der Rückzahlungsbetrag wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 wurde der Restbuchwert des von der GECD zur Verfügung gestellten Genussrechtskapitals von EUR 2,5 Mio. auf Grund einer Abtretung aller Rechte aus diesem Genussrechtskapital von der GECD an die GEMB ebenfalls der Kapitalrücklage zugeführt. Das von der GE Capital International Financing Corporation, New York/USA zur Verfügung gestellte Genussrechtskapital wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 in Anteile stiller Gesellschafter umgewandelt. Der Buchwert dieses Genussrechts betrug zum 31. Dezember 2007 vor der Umwandlung in Anteile stiller Gesellschafter TEUR 40.064 Kreditgeschäft Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Forderungen an Kunden um 135,5 Mio. € oder 6,1 % gesteigert. Durch die strategische Neuausrichtung des Kreditgeschäftes der Bank nach der Fusion der Vorgängerinstitute im Jahr 2003 und der damit verbundenen Einstellung von Vertriebsaktivitäten wurde in einigen Produktbereichen kein Neugeschäft mehr generiert. Auf Grund der vertraglichen Kreditrückführungen nehmen die Bestände in diesen Geschäftsarten nur noch ab. Hiervon betroffen sind u. a. das Fondsfinanzierungsgeschäft und das gewerblich vermittelte Kreditgeschäft. Ohne diese Sonderfaktoren ergibt sich eine Steigerung der Kundenforderungen um 163,6 Mio. € oder 7,7 %. Im Kerngeschäft, dem Konsumentenkreditgeschäft, konnte der Bestand um 6,2% bzw. 128,0 Mio. € gesteigert werden. Im Filialgeschäft wurde durch Neukundenakquisition, Cross-Selling-Aktivitäten und Marketingmaßnahmen der Bestand um 45,7 Mio. € oder 5,5% gesteigert. Im Autogeschäft konnte das Geschäft sowohl durch Intensivierung bestehender Händlerverbindungen als auch durch die Akquisition von neuen Kooperationspartnern ausgeweitet werden. Der Bestandszuwachs betrug hier 25,4 Mio.€. Aus der im Jahr 2007 gestarteten Kooperation mit Kia Motor Deutschland wurde zum Jahresende in der "Kia Bank" ein Bestand von 35,1 Mio. € an Absatzfinanzierungen bilanziert. Zur Intensivierung und Festigung der Händlerverbindungen standen wir unseren Kooperationspartnern im KFZ-Handel in 2007 vermehrt mit Einkaufsfinanzierungen zur Verfügung. Der Bestand wurde mit einem Zuwachs von 35,2 Mio. € mehr als vervierfacht.
Die Entwicklung der Neukreditherauslage zeigt folgendes Bild:
Insgesamt konnte die Neukreditherauslage im Jahr 2007 deutlich um 17,0% oder 119,7 Mio. € auf 825,5 Mio. € gesteigert werden. Die Planwerte, die eine Steigerung der Neukreditherauslage von 27% vorsahen, konnten mit Ausnahme des Warenfinanzierungsgeschäftes nicht voll erreicht werden. Im Filialgeschäft konnte die Neukreditherauslage im Vergleich zum Vorjahr um 4,8% oder 16,5 Mio. € gesteigert werden. Die Wachstumsrate entspricht in etwa dem Vorjahreswert. Der Planwert wurde um 51,2 Mio. € verfehlt. Im Autofinanzierungsgeschäft wurde ein Zuwachs in der Neukreditherauslage von 95,4 Mio. € oder 32,9% erzielt. Auf den Vertriebsweg KIA Bank entfallen davon 36,6 Mio.€. Die geplante Neukreditherauslage wurde um 16,4 Mio. € nicht erreicht. Dieses ist insbesondere auf den Vertriebsweg KIA zurückzuführen. In dem übrigen Autofinanzierungsgeschäft der Bank wurden die geplanten Neugeschäftsvolumina erreicht. Das Neukreditgeschäft in der Sparte Direktvertrieb wird weitgehend über das Internet generiert. Durch die technische Überarbeitung und Optimierung der Anwendungsmöglichkeiten unserer Internetplattform konnte auch in diesem Segment die Neukreditherauslage gesteigert werden. Im Bereich der Warenabsatzfinanzierungen lag die Neukreditherauslage im Berichtszeitraum 3,4 Mio. € oder -8,7% unter dem Vorjahreswert. Grund hierfür ist, dass eine große Händlerkooperation beendet wurde. Einlagengeschäft Die Kundeneinlagen einschließlich der verbrieften Verbindlichkeiten konnten im Berichtsjahr um 97,1 Mio. € auf 1.865,2 Mio. € erhöht werden. Die Kundeneinlagen lagen etwas über dem Niveau des Vorjahres. Die verbrieften Verbindlichkeiten wurden im Jahr 2007 um 81,3 Mio.€. gesteigert. Im Berichtsjahr wurden neue Emissionen in Höhe von 140 Mio. € aufgelegt, davon 80 Mio. € mit einer Laufzeit von einem Jahr. Der Absatz belief sich auf 107,8 Mio.€, davon entfallen 59,0 Mio. € auf Emissionen mit kurzen Laufzeiten. Um die Refinanzierungsbasis zu erweitern wurde das Produkt "Termingeld von Institutionellen Anlegern" in die Produktpalette aufgenommen. Es wurden zum Jahresende Gelder von 218 Mio. € von institutionellen Einlegern bei der Bank angelegt. Im Bereich der Spareinlagen waren wie auch im Vorjahr Bestandsabflüsse zu verzeichnen. Die Spareinlagen reduzierten sich um 197,2 Mio. € auf 633,5 Mio.€. Zur weiteren Stärkung unserer Refinanzierungsbasis haben wir aus einer Kreditzusage aus dem Konzern von 200,0 Mio. € 50,0 Mio. € aufgenommen. Insgesamt bestanden zum Bilanzstichtag 350,0 Mio. € nicht genutzte Kreditzusagen von anderen Konzernunternehmen, die kurzfristig in Anspruch genommen werden können. Eigengeschäfte Die Bank ist ein Nicht-Handelsbuchinstitut. Sie tätigt nur kurzfristige Interbankengeschäfte zur Liquiditätssteuerung. Handelsgeschäfte zur Erzielung von Spekulationsgewinnen tätigt die Bank nicht. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Ertragslage der Bank hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Neben dem geringeren Zins- und Provisionsüberschuss hat die Bank eine Reihe von Zukunftsinvestitionen durchgeführt, die zu einem deutlichen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen geführt haben. Hier sind vor allen Dingen der Aufbau der Zweigniederlassung "Kia Bank", die Investitionen in die Optimierung der IT-Systeme und in den Ausbau der Vertriebsstrukturen zu nennen (siehe auch "Besonderheiten im Geschäftsjahr"). Dieses führte insgesamt zu dem Ausweis eines negativen Ergebnisses für das Berichtsjahr.
Zu den einzelnen Komponenten des Jahresüberschusses nehmen wir wie folgt Stellung: Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr vermindert Der wesentliche Einflussfaktor auf die Veränderung des Zinsüberschusses im Berichtsjahr war der deutliche Anstieg der Refinanzierungskosten infolge der deutlichen Zinssteigerungen an den Geld- und Kapitalmärkten. Insgesamt stiegen die Refinanzierungskosten im Jahresvergleich um 2,0 Mio.€. Die durchschnittliche Verzinsung der Kundeneinlagen (einschließlich verbriefter Verbindlichkeiten) erhöhte sich um 0,33 %-Punkte. Parallel hierzu verminderte sich die Summe der Zinserträge im Jahresvergleich um ebenfalls 2,0 Mio.€. Dieser Rückgang setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Komponenten zusammen. Die Zinserträge aus dem Kerngeschäft der Bank (Ratenkreditgeschäft, Dispositionskreditgeschäft und Händlereinkaufsfinanzierung) wurden um 2,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Die Steigerung im Kerngeschäft ist ausschließlich auf die Volumensausweitung zurückzuführen. Der durchschnittliche Bestandszins verminderte sich im Jahresvergleich. Die Zinserträge aus den Abwicklungsbeständen der Bank (Run-OFF Portfolien) verminderten sich im gleichen Zeitraum um 2,0 Mio.€. Die Haupteinflussgröße auf den Rückgang der Zinserträge ist in dem deutlichen Rückgang der Bestände der Interbankenforderungen zu sehen. Durch den Rückgang des Einlagengeschäftes der Bank und das parallel hierzu gestiegene Kundenkreditgeschäft verminderte sich das Volumen der freien Liquidität und der hieraus sich ergebenden Anlagemöglichkeiten im Jahresvergleich deutlich. Hieraus ergaben sich insgesamt 3,3 Mio. € geringere Zinserträge. Die Maßnahmen der Bank waren hauptsächlich darauf ausgerichtet, Zinserhöhungen im Aktivgeschäft unter Berücksichtigung der gegebenen Markt- und Konkurrenzsituation durchzusetzen und die Konditionen im Passivgeschäft nur zeitversetzt und unterproportional der Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt anzupassen. Aufgrund dieser Maßnahmen verringerte sich die Marge im Kundengeschäft im Jahresvergleich nur um 0,19 %-Punkte. Provisionsergebnis Der in der Ergebnisdarstellung ausgewiesene Provisionsüberschuss verminderte sich im Jahresvergleich um 5,4 Mio. € oder-12,9%. Die Provisionserträge liegen mit 51,3 Mio. € um 2,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Während die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft, dem Zahlungsverkehr und den Erträgen aus dem sonstigen Vermittlungsgeschäft (weitgehend Provisionen aus der Vermittlung von Lebensversicherungen) leicht über dem Vorjahresniveau liegen, ist bei den Erträgen aus dem Kreditgeschäft ein Rückgang von 3,0 Mio. € zu verzeichnen. Der Rückgang resultiert zum einen aus der Reduktion von Gebührenbelastungen die im Rahmen des Beitreibungsprozesses erhoben werden und zum anderen aus geringeren Provisionserträgen die die Bank für die Vermittlung von Restschuldversicherungen erhalten hat. Aufgrund der Steigerungen der Neukreditherauslage im Auto- und Warenfinanzierungsgeschäft waren entsprechend höhere Zahlungen für Provisionen für die Kreditvermittlung zu leisten. Verwaltungsaufwendungen Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 9,0 Mio. € bzw. 6,1% auf 156,6 Mio.€. Die Personalkosten in Höhe von 53,5 Mio. € konnten nahezu auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Während die Ausgaben für Löhne und Gehälter geringfügig um 2% anstiegen, konnten diese Mehraufwendungen durch geringere Aufwendungen für Soziales und Altersversorgung fast kompensiert werden. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich um 9,2 Mio. € auf 95,0 Mio.€. Wesentliche Treiber der Mehraufwendungen sind die unter dem Punkt Besonderheiten des Geschäftsjahres aufgeführten Maßnahmen. So entstanden für den Aufbau der Kia Bank (Zweigniederlassung der GE Money Bank) direkte Projektkosten in Höhe von 3,4 Mio.€. Darin sind u.a. Personalkosten der Mitarbeiter der Bank, die im Rahmen der Projekte zur Implementierung der Niederlassung "KIA Bank" tätig waren, nicht enthalten. Zur Unterstützung des Vertriebes und zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Bank wurden in 2007 die Marketingausgaben (ohne Berücksichtigung der Ausgaben für die Kia Bank (Zweigniederlassung der GE Money Bank)) um 3,0 Mio. € oder 44,7% gesteigert. Für die umfangreicheren Dienstleistungen aus dem Konzern, insbesondere der Region, waren Mehraufwendungen in Höhe von 2,4 Mio. € angefallen. Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen Der Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen in Höhe von 6,2 Mio. € liegt um 1,2 Mio. € unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Vorjahr wurden Erträge aus Anwaltsgebühren in Höhe von 1,9 Mio. € unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen. Durch Umstellung der Beitreibungsprozesse wurden in 2007 nur noch Erträge aus Anwaltsgebühren von 0,2 Mio. € erzielt. Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. € verminderten sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 0,4 Mio.€. Wesentlicher Grund für die Reduktion waren Buchverluste bei dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens im Vorjahr. Ergebnis aus dem Leasinggeschäft Das Ergebnis aus dem Run-Off Portfolio Leasing hat sich um T€ 740 bzw. - 58,7 % auf T€ 521 vermindert. Grund für diese Entwicklung ist der weitere planmäßige Abbau des Portfolios. Veränderung der Cost-Income-Ratio (vor Risikovorsorge) Die Cost-Income-Ratio (vor Risikovorsorge) erhöhte sich im Jahresvergleich von 77% im Vorjahr auf 87% im Berichtsjahr. Die Cost-Income-Ratio wurde ermittelt als Prozentanteil der Verwaltungsaufwendungen zur Summe der Einkünfte (Zins- und Provisionsüberschuss plus Saldo der übrigen ordentlichen Erträge und Aufwendungen plus Ergebnis aus dem Leasinggeschäft). Aufwendungen für die Dotierung der Risikovorsorge deutlich gesunken Die Bank hat im Jahr 2007 36,7 Mio. € für Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen aufgewendet. Damit sind die Risikokosten im Vergleich zum Vorjahr um 10,1 Mio. € gesunken. Die Ermittlung der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für das Teilzahlungskreditgeschäft erfolgte zum 31. Dezember 2007 erstmals in Anlehnung an das nach den konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien vorgesehene Bewertungsmodell für Teilzahlungskredite. Die Anpassung der Bewertungsmethodik für die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen im Teilzahlungskreditgeschäft führte zu einer Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von Mio. € 2,8. Die Anpassung dieser Bewertungsmethodik an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien führte auch zu einer Veränderung der Kriterien für die Ausbuchung von Forderungen aus dem Teilzahlungskreditgeschäft im Vergleich zum Vorjahr. Die Änderung der Ausbuchungssystematik führte nach Verrechnung des Verbrauches bestehender Einzelwertberichtigungen zu einem Aufwand für Abschreibungen auf Forderungen von Mio. € 8,6. Die Eingänge aus der Beitreibung von abgeschriebenen Forderungen sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Insgesamt konnten Eingänge auf abgeschriebene Forderungen von 11,4 Mio. € realisiert werden. In diesen Betrag sind Erlöse aus dem Verkauf von abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 2,6 Mio. € enthalten. Neutrales Ergebnis Das Neutrale Ergebnis in Höhe von 0,9 Mio. € liegt um 1,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultiert weitgehend aus deutlich geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Erträge aus Verlustübernahme Die Einlagen stiller Gesellschafter nehmen gemäß Vertrag anteilig am Verlust des Unternehmens teil. An dem Ergebnis vor Verlustteilnahme in Höhe von 12,3 Mio. € partizipierten die stillen Gesellschafter in Höhe von 4,7 Mio. EUR. Ergebnis Das negative Ergebnis in Höhe von -7,6 Mio. € (vor Verlustteilnahme -12,3 Mio.€) weicht von dem prognostizierten ausgeglichenen Ergebnis ab und kann somit nicht vollständig befriedigen. Aufgrund von unter Plan liegenden Neukreditherauslagen fehlten im Zinsertrag als auch im Provisionsertrag entsprechende Erträge. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen fiel mit einem Plus von 9,0 Mio. € höher als erwartet aus. Die Aufwendungen zur Abdeckung der Risiken fielen trotz Änderung im Wertberichtigungsmodell geringer aus als prognostiziert. Niederlassungen und Filialen Die Bank ist durch ein bundesweites Filialnetz in Deutschland vertreten. Insgesamt waren zum Ende des Berichtsjahres 92 Filialen aktiv. Davon wurde eine Filiale in Frankfurt/Main im Berichtsjahr neu eröffnet. Zusätzlich betreibt die Bank zum Jahresende 5 Kioskfilialen/Service-Center in den Räumen unserer Kooperationspartner im Warenfinanzierungsgeschäft. Ergänzend zu den Filialen sind an 4 Filialstandorten Investment-Center eingerichtet worden. Im Berichtsjahr hat die Kia Bank, Niederlassung der GE Money Bank in Hannover den aktiven Geschäftsbetrieb aufgenommen. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterSchulungsmaßnahmen Die Bank führte im Berichtsjahr diverse Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter durch. Der hierfür aufgestellte Trainingsplan orientiert sich an den Entwicklungsbedürfnissen der Mitarbeiter und an den Gesamtzielen des Unternehmens. Die zielgerichtete Weiterbildung der Mitarbeiter wird hierbei als Investition zur Steigerung des Fachwissens, der Managementfunktionen und zur Optimierung der Servicequalität im Kundenkontakt gesehen. Die meisten der internen Schulungsmaßnahmen wurden im bankinternen Schulungszentrum in Bielefeld durch interne und externe Seminarleiter durchgeführt. Die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen betrugen im Berichtsjahr 732 T€. Die Schwerpunkte der internen Weiterbildungsmaßnahmen lagen in den folgenden Trainingsbereichen: • Leadership & Professional Skills • Produkttraining (hauptsächlich für die Filialmitarbeiter) • Verkaufstraining • Nachwuchsförderungstraining • Fachspezifische Trainingsinhalte (z.B. IT) • Projektmanagementtrainings Darüber hinaus wurden von diversen Mitarbeitern fachspezifische Seminare zu unterschiedlichen Sachgebieten bei externen Anbietern besucht. Im Berichtsjahr waren im Durchschnitt 32 Auszubildende in der Bank beschäftigt. Der Schwerpunkt der Ausbildung liegt hierbei im Filialgeschäft. Die Bank versteht die Ausbildungsaktivitäten als wichtigen Schritt zur Generierung qualifizierter Mitarbeiter im Filialgeschäft. Betriebliche Altersvorsorge Die Bank bedient verschiedene Vorsorgemodelle für die betriebliche Altersvorsorge der Mitarbeiter. Die Vielfalt der Vorsorgemodelle ist durch die Akquisition der Vorgängerinstitute und deren Fusion zur GE Money Bank GmbH entstanden. Entsprechend den unterschiedlichen Leistungsinhalten der Vorsorgemodelle bildet die Bank notwendige Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf Basis von finanzmathematischen Gutachten unabhängiger Gutachter. Im Berichtsjahr wurde die Unterstützungskasse der WKV Bank GmbH, Stuttgart e.V. zum 01.07.2007, mit Vertrag vom 20.06.2007, aufgelöst. Die Pensionsverpflichtungen der Unterstützungskasse in Höhe von 2.527 T€ wurden von der Bank übernommen. Sie werden unter den Pensionsverpflichtungen bilanziert. Per 31.12.2007 wurden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 50,4 Mio. € ausgewiesen. Leistungsorientierte Bezahlung Zur Unterstützung der Erreichung wichtiger Unternehmensziele besteht in der Bank ein Bonussystem, das sich an der individuellen Erreichung von Zielvereinbarungen orientiert. Der Anteil der Bonusleistungen am Gesamtgehalt der Mitarbeiter ist abhängig von der hierarchischen Position und vom Einsatzbereich der Mitarbeiter. In den Vertriebsbereichen (Filialleiter, Sales Manager im Autogeschäft, Mobile Sales Force und Mitglieder des Senior Management Team) sind die Bonuszahlungen stark an die Zielerreichung gebunden. Sie können bis zu 40 % des Grundgehaltes erreichen. Hierdurch ist eine stark leistungsorientierte Komponente in die Vergütungsstrukturen der Bank integriert worden. Die Zielvereinbarungen werden im Rahmen der jährlichen Mitarbeitergespräche über die Leistungs- und Entwicklungsbeurteilung der Mitarbeiter zwischen Management und Mitarbeiter sowie im Rahmen der operativen Jahresplanung vereinbart. Sonstige Vergütungsinhalte Neben den leistungsorientierten Gehaltsstrukturen fördert die Bank durch ein besonderes Auszeichnungssystem (Award Vergabe) die Leistungsorientierung der Mitarbeiter. Hierbei können Mitarbeiter für besondere Leistungen eine besondere Auszeichnung (Award) erhalten. Diese Auszeichnung kann in Form einer monetären Prämierung als auch in Form eines Sachgeschenkes erfolgen. Die Nominierung wird durch die Kollegen und/oder den Vorgesetzten vorgenommen. Darüber hinaus finden in den Filialen regelmäßig Wettbewerbe zur Verkaufsförderung bestimmter Produkte statt. Die Filialmitarbeiter können hierbei einen Bonus oder eine nicht monetäre Prämie, z. B. eine Reise, gewinnen. Betriebszugehörigkeit/Fluktuation Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter liegt bei 8 Jahren. Diese Quote ist in den letzten Jahren gesunken. Durch die Eingliederung der Bank in einen der größten Konzerne der Welt nehmen viele Mitarbeiter Aufgaben und neue Herausforderungen in anderen Bereichen des Konzerns wahr. Dadurch ist die Fluktuation in einzelnen Bereichen relativ hoch. Die Fluktuationsquote des Jahres 2007 lag in der Gesamtbank bei ca. 10%. Kundenbeschwerdemanagement Das Kundenbeschwerdemanagement zielt darauf ab, Kundenbeschwerden innerhalb aller Bereiche der Bank nach gleichen Qualitätsstandards zu bearbeiten. Vom zentralen Kundenbeschwerdemanagement wird die Klärung und Beantwortung der Beschwerde durch Einschaltung von weiteren internen Fachressourcen koordiniert. Durch die zentrale Erfassung der Beschwerden in einer Datenbank wird die kundenorientierte Bearbeitung gesteuert und weiter fortentwickelt. Sie ist die Grundlage für das Reporting an die Geschäftsführung und an das Senior Management Team. Ziel dieses Prozesses ist es, über die in der Datenbank hinterlegten Beschwerdegründe qualitative Verbesserungen anzustoßen und die Zufriedenheit unserer Kunden zu optimieren. Risikobericht1. Organisation des Risikomanagements 1.1 Verantwortlichkeiten im Risikomanagement- und Controllingprozess 1.1.1 Geschäftsführung Die Gesamtverantwortung aller Geschäftsleiter ist unabhängig von der internen Zuständigkeitsregelung für die Geschäftsorganisation durch die MaRisk vorgegeben und in der Bank umgesetzt. Diese Gesamtverantwortung umfasst die Festlegung angemessener Strategien und die Einrichtung interner Kontrollverfahren sowie aller wesentlichen Elemente des Risikomanagements. 1.1.2 Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat wird über die Einhaltung der MaRisk sowie die Aktualisierung der Unternehmensstrategie, der Risikostrategie und des Risikohandbuches regelmäßig unterrichtet. Das Reporting (Enterprise Risk Report) durch die Geschäftsleitung an den Aufsichtsrat erfolgt in der Regel im Rahmen der stattfindenden Aufsichtsratssitzungen. 1.1.3 Abteilung Enterprise Risk Management Die Abteilung Enterprise Risk Management (ERM) stellt in der GEMB die zentrale Abteilung des Unternehmensrisikomanagements dar. Die Hauptaufgaben von ERM bestehen in der Beratung der Geschäftsleitung bei der aktiven Risikosteuerung der Bank, in der Erarbeitung von Handlungsvorschlägen, in der Lieferung der Gesamtrisikoberichterstattung, in der Darstellung und Bewertung aller wesentlichen Gesamtbankrisiken, in der Bewertung der Wirksamkeit der eingesetzten Überwachungsprozesse, in der Überwachung der Umsetzung der beschlossenen Risikosteuerungsmaßnahmen und in der Festlegung, Einführung, Überprüfung und Überwachung von Risikomanagementsystemen und deren Arbeitsrichtlinien. 1.1.4 Bereich Risk Der Bereich Risk ist verantwortlich für das operative Risikomanagement und -controlling des gesamten Kreditgeschäftes, insbesondere für die Berechnung und Überwachung der Risikovorsorge nach US-GAAP und HGB, für die Vergabe von Kreditkompetenzen, die Implementierung und Überwachung des Kreditherauslageprozesses (z. B. Scoring), die Gestaltung sämtlicher Kredit-Arbeitsrichtlinien, für die Überwachung und Optimierung des Kreditportfolios, dessen Risikoklassifizierung und für daraus resultierende Analysen zur Strategie- und Entscheidungsfindung speziell auch für Kredite im Verzug und in der Abwicklung. Der Bereich Risk ist außerdem maßgeblich an der Implementierung von Kontrollen bei der Gestaltung neuer Produkte und Vertriebskanäle beteiligt. Die Abteilungen ERM und der Bereich Risk arbeiten eng zusammen und werden von anderen Abteilungen unterstützt. 1.2 Beschreibung des Risikomanagementprozesses 1.2.1 Risikoinventur/Gesamtrisikoprofil Die MaRisk stellen Anforderungen an das Management aller für ein Institut wesentlichen Risiken. Die Entscheidung, welche Risiken für ein Institut wesentlich sind, ist auf Basis einer Analyse aller Risiken (Gesamtrisikoprofil) vom Institut individuell festzulegen. Als für die Bank wesentliche Risiken sind • das Adressenausfallrisiko • das Zinsänderungsrisiko • das Liquiditätsrisiko und •die operationellen Risiken festgelegt worden. 1.2.2 Risikotragfähigkeitsmodell Ziel der Risikotragfähigkeitsberechnung der Bank ist die Beurteilung, inwieweit die Ertragskraft und die Eigenmittelausstattung der Bank ausreichend sind, um mögliche Aufwendungen zur Abdeckung von Kreditrisiken, Zinsänderungsrisiken und anderen Risiken zu gewährleisten. Hierbei ist die gesetzlich vorgeschriebene Eigenmittelausstattung gemäß § 10 KWG (Grundsatz I) zu berücksichtigen. Risikodeckungsmasse/Risikodeckungspotenzial Neben den regulatorischen Eigenkapitalanteilen werden bei der Erstellung der Risikotragfähigkeitsbetrachtung der Bank weitere Risikodeckungspotenziale (u.a. geplantes Jahresergebnis, stille Reserven) berücksichtigt. Bei der Ermittlung des ökonomischen Kapitals wird das gesamte Risikodeckungspotential ermittelt, daraus die Risikodeckungsmasse abgeleitet und Limite für wesentliche Risiken festgelegt. Die Risikodeckungsmasse betrug nach dem Enterprise Risk Report zum 31. Dezember 2007 EUR 239,8 Mio. Limitierungsmodell Auf Basis der dargestellten Risikodeckungsmasse sind zur Festlegung von Risikolimiten Szenarioanalysen durchgeführt worden. Sowohl die Summe der errechneten Risiken für die Normal Case- und für die Worst Case- Betrachtung ergaben eine notwendige Risikodeckungsmasse die auch das regulatorische Eigenkapital beinhaltet. Die Bank hat deshalb die Risikodeckungsmasse incl. der Verwendung des regulatorischen Eigenkapitals festgelegt. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass trotz Limiteinhaltung für den Fall von schlagend werdenden Risiken, der Kapitaleigner zur Einhaltung der Grundsatz I Anforderungen eventuell kurzfristig Eigenkapital nachschießen muss. Darstellung der festgelegten Limite:
1 Als Limitauslastung des Normal-Case-Szenarios wurde das Ergebnis des Worst-Case-Szenarios berücksichtigt. Die Ermittlung der Limitauslastung für das Normal-Case-Szenario planen wir im I. Quartal 2008 vorzunehmen. Tabelle: Darstellung der festgelegten Limite und der Limitauslastung Die Zuordnung eines Risikolimits für Liquiditätsrisiken ist auf Grundlage der MaRisk AT 4.1, Tz. 3 nicht vorgenommen worden. Die Gegenüberstellung von Risikodeckungsmassen und Limiten zeigt die Auslastung der den wesentlichen Risikoarten zugewiesenen Limite bei unterschiedlichen Szenarien. Die Limite wurden so bemessen, dass unabhängig davon, welches Szenario eintritt, eine Reserve vorhanden ist. Den vorgenannten Limiten werden die Auslastungen durch die Quantifizierung von unerwarteten Verlusten aus Adressenausfallrisiken (ECAP-Modell), die Barwertveränderung des Anlagebuches bei einem unterstellten Zinsanstieg (Ausweichverfahren BaFin) und durch die Quantifizierung der operationellen Risiken (Standardansatz Basel II) gegenübergestellt. 1.2.3 Risikosteuerungskreislauf Der Steuerungskreislauf ist das risikoartenübergreifende Steuerungselement des Risikomanagementprozesses in der GE Money Bank. Der Reqelkreislauf des Risikomanagements umfasst folgende Prozessschritte:
Abbildung: Regelkreislauf des Risikomanagements 1.2.3.1 Risikoidentifikation Im Rahmen eines Risikomanagementprozesses kommt der Risikoidentifikation naturgemäß eine überragende Bedeutung zu, da sich nicht erkannte Risiken einer Risikobewältigung entziehen und somit die Verwirklichung der Ziele des Risikomanagements verhindern. Um zukünftige risikobehaftete Entwicklungen möglichst früh zu erkennen, bedarf es daher - einer fortlaufenden Überwachung und - geeigneter Frühindikatoren, die sich mit dem zeitlichen Vorlauf zu den Risikoeinflussfaktoren verändern und somit Risikoeintrittsgefahren frühzeitig signalisieren. 1.2.3.2 Bewertung und Analyse von Risiken Die Risikoanalyse und Risikobewertung (Risikobeurteilung) knüpfen unmittelbar an die Risikoerkennung an. Ziel dieser Teilfunktion des Risikomanagements ist es, den Entscheidungsträgern aufzuzeigen, wo konkreter Handlungsbedarf besteht. Zur sachgerechten Beurteilung eines Risikos ist zum einen eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Eintretens und zum anderen eine Angabe über die mögliche Ergebniswirkung für den Fall des Risikoeintritts erforderlich. 1.2.3.3 Steuerung der Risiken Im Rahmen des Risikomanagementprozesses kommt der Risikosteuerung die wichtigste Aufgabe zu. Dabei sind mit Hilfe entsprechender Instrumente die Risiken in die in der Risikostrategie festgelegten Strategierichtung zu lenken. Die Risikosteuerung umfasst damit insbesondere die Entscheidung über strukturelle oder operative Steuerungsmaßnahmen im Rahmen definierter Risikostrategien. Beispiele für strukturelle Steuerungsmaßnahmen sind z.B. die Festlegung von Limitsystemen, Kreditausschlusskriterien oder der Zielportfoliostruktur im Hinblick auf bestimmte Merkmale wie Granularität, Vorgaben für die Branchen- und Länderstruktur u. a. Operative Steuerungsmaßnahmen können z.B. durch die fallweise Entscheidung zur Verminderung oder Transferierung von Risiken (Forderungsveräußerungen, Abschluss von Kreditversicherungen etc.) beschlossen werden. 1.2.3.4 Risikoüberwachung und -kommunikation Beide Aktivitäten sind gemeinsam für die Erreichung der risikopolitischen Ziele von großer Bedeutung. Im Rahmen der Risikoüberwachung stellt das Risikomanagement durch einen Soli-Ist-Vergleich sicher, dass die im Zusammenhang mit der Risikosteuerung eingeschlagene Zielrichtung eingehalten wird. Eine wirksame Risikoüberwachung setzt daher eine hinreichend genaue Vorstellung eines Sollzustandes voraus. Zur Risikoüberwachung zählen daher insbesondere die Überprüfung der Einhaltung der festgelegten Strategien sowie strukturelle und operative Maßnahmen. Im Enterpise Risk Report werden vierteljährlich die Erreichungsgrade der Geschäfts- und auch die Risikostrategieziele dargestellt, bewertet und ggf. Handlungsempfehlungen gegeben, welche dann im Enterprise Risk Committee mit dem Board und dem SMT diskutiert werden. Die Risikokommunikation umfasst die Information an die Entscheidungsträger über das Ergebnis der Risikoüberwachung. Zum Einen ist eine regelmäßige Berichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat sicherzustellen. Zum Anderen muss gewährleistet sein, dass bei wesentlichen Schadensfällen eine Ad-hoc-Berichterstattung an die Geschäftsführung stattfindet, so dass diese Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten kann. Zur Erfüllung dieser Ad-hoc-Berichterstattung hat die Bank im Risikosteuerungsprozess und im Lmitierungssystem Schwellenwerte festgelegt. Bei Erreichung dieser Schwellenwerte ist eine Ad-hoc-Berichterstattung zwingend vorgeschrieben. Die interne Revision ist in diesem Fall ebenfalls einzuschalten. 2. Managementprozess der materiellen Risiken 2.1 Adressenausfallrisiko 2.1.1 Strategien Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit im Kreditgeschäft der Bank liegt im Ratenkreditgeschäft mit wirtschaftlich unselbständigen Privatpersonen in der Bundesrepublik Deutschland. Die strategische Ausrichtung der Bank ist auf die Gewinnerzielung ausgerichtet. Die Gewinnerzielung im Kreditgeschäft ist zwangsläufig mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Zur Steuerung dieser Risiken hat die Bank in der Risikostrategie verschiedene Steuerungselemente beschrieben. Dieses sind hauptsächlich: • Risikobegrenzung • Risikovermeidung • Risikoverminderung • Risikodiversifizierung • Risikoüberwälzung • Risikokompensation 2.1.2 Struktur und Organisation der Risikosteuerung Das Management der Adressenausfallrisiken obliegt dem Bereich Risk. Der Bereich ist für die Erarbeitung und Überwachung der Steuerungsinhalte und Steuerungsvorgaben im Rahmen des Managements der Adressenausfallrisiken verantwortlich. 2.1.2.1 Management der Adressenausfallrisiken bei der Kreditherauslage Die Abteilung Portfolio-Management überwacht und analysiert die Portfolien und die Neukreditherauslagen in den jeweiligen Geschäftsarten und Vertriebswegen und ist für die Aktualisierung der Arbeitsrichtlinien (Policies) verantwortlich. Einsatz und Veränderungen der eingesetzten Antragsscorekarten, der Liquiditätschecks, der Maximalkreditberechnung (Credit Limit), der Nutzung externer Informationsquellen (z.B. SCHUFA) und sonstiger Ankaufskriterien werden von der Abteilung vorgeschlagen und je nach Relevanz vom Bereichsleiter Risk (CRO) oder von der Geschäftsführung entschieden. Die Kreditherauslagekriterien für das Kerngeschäft der Bank - Ratenkredite und Dispositionskredite - sind in einem automatisierten Kreditentscheidungssystem (Strategy Manager) hinterlegt und geben eine Systemkreditentscheidung (Genehmigung, Genehmigung mit Auflagen/manuelle Entscheidung oder Ablehnung) vor. Weiterhin sind personenbezogene Maximalkreditkompetenzen im System hinterlegt. Unter Verwendung dieser Kompetenzen können in bestimmten Fällen Systementscheidungen übervotiert werden (Overrides). Die in der Bank vergebenen Kreditkompetenzen sind in der internen Organisationsrichtlinie Policy 5.0 geregelt. Die an Filialmitarbeiter/-leiter vergebenen Kompetenzen werden durch die Abteilung ZKE überwacht und gepflegt und sind auch in den Kreditworkflows für das Händler- und Filialgeschäft hinterlegt. Die Parametrisierung der Kreditentscheidungssoftware erfolgt in der Abteilung Loss Management, die auch für die Analysen zur Portfolioqualität, zu Zahlungsstörungen sowie für die Analysen zu den Beitreibungserfolgen Verantwortung trägt. 2.1.2.2 Beitreibungsprozesse. Die im Ratenkreditgeschäft implementierten, automatisierten Mahnprozesse werden durch die Anwendung einer Beitreibungsscorekarte (Collectionscore) unter Nutzung spezieller Collectionstrategien unterstützt. 2.1.2.3 Beschreibung der Bewertungsmodelle incl. Szenarioanalyse Für das Ratenkreditgeschäft wird im Rahmen des ECAP-Processes eine Segmentierung des Bestandes (US-GAAP) nach Ratingstufen eines Verhaltensscorings vorgenommen, dass in 2007 zur Portfoliobewertung gemäß HGB bezüglich erwarteter und unerwarteter Verluste weiterentwickelt wurde. Im Rahmen dieses ECAP-Processes werden vierteljährlich die verschiedenen Portfolien bezüglich der "Ausfälle" der letzten 12 Monate (90 Tage Verzug) analysiert und durchschnittliche "Ausfallquoten" (PD) und durchschnittliche Verlustquoten (LGD, Loss Given Default) ermittelt und daraus abgeleitet erwartete und unerwartete Verluste errechnet. Zur Ermittlung der Verlustquoten werden die Bestände zum Zeitpunkt des Ausfalls, Kosten der Beitreibung und Beitreibungsergebnisse (Recovery-Analysen) herangezogen. Zur Bestimmung der ökonomischen Eigenkapitalanforderungen werden die Ausfallquoten und Verlustquoten der letzten fünf Jahre unter Berücksichtigung von Korrelationen und einem Konfidenzniveau von 99,99% herangezogen. Außerdem wird in einem Stressszenario (Simulation des Anstieges der Arbeitslosenquote in ihrer Auswirkung auf die Ausfallquote) eine negative Entwicklung der Ausfallquote bewertet und dem Normalszenario gegenübergestellt. Für die übrigen Portfolien (Dispositionskredite, Fondsfinanzierungen, Beamtenvorsorgedariehen, sonstige Forderungen) werden Segmentierungen nach Rückstandsgruppen vorgenommen. Auf Basis dieser Segmentierungen werden Portfolio-Entwicklungen ermittelt und Verlustquoten berechnet. Für diese Portfolien wird mangels aussagekräftiger Daten die Default-Verlustquote (LGD) gemäß Solvabilitätsverordnung verwendet. Für den Bereich Einkaufsfinanzierungen wird das Portfolio aufgrund eines konzerneinheitlichen Ratings klassifiziert. Als Verlustquoten werden ebenfalls die Default-Verlustquote gemäß Solvabilitätsverordnung herangezogen. 2.1.3 Art und Umfang des Risikoberichtes 2.1.3.1 Kreditrisikobericht (Policy 6.0) Wichtigster Risikobericht zur Steuerung der Adressenausfallrisiken ist der monatliche Policy 6.0 Bericht. Er beinhaltet zusammenfassende Beurteilungen makro-ökonomischer Entwicklungen, Kennzahlen zu identifizierten und verhinderten Betrugsfällen sowie wesentliche Informationen, Analysen und Bewertungen zu den einzelnen Teilporfolien Auto, Filialgeschäft, Direct, RSF, Dispositionskredite und Einkaufsfinanzierungen mit Kennzahlen zu rückständigen Konten, Abschreibungen und Wertberichtigungen. Im Bericht werden für wichtige Kennzahlen auch Planzahlen sowie deren Erreichung dargestellt. Darüber hinaus werden auch Vorjahresdaten dargestellt. Der Policy 6.0 Bericht wird der Geschäftsführung und dem gesamten Senior Management Team sowie vierteljährlich dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt. 2.1.3.2 Gesamtrisikoreport (ERM-Report) Weiterhin wird quartalsweise der ERM-Report erstellt, der den Gesamtrisikoreport über alle Risikoarten darstellt. In diesem Bericht werden zu dem Bereich Adressenausfallrisiken folgende Berichtsinhalte zur Verfügung gestellt: • Ergebnisse der ökonomischen Eigenkapitalanforderungen für das gesamte Kreditportfolio und differenziert nach Teilportfolien • Entwicklung der Qualität des Portfolios gemessen an der Entwicklung der erwarteten Verluste (Expected Loss) und unerwarteten Verluste (Unexpected Loss) • Auswirkungen der Stress-Szenarien auf den erwarteten und unerwarteten Verlust • Entwicklung der Ausfall- und Verlustquoten (PD- und LGD-Quoten) • Entwicklung des Portfolios nach Verhaltensscoreklassen • Größenklassengliederung • Entwicklung der Pauschal- und Einzelwertberichtigungen • Entwicklung im Nicht-Kerngeschäft (Bankenforderungen) • Aussagen zu evtl. nicht strategiekonformen Kreditentscheidungen der Geschäftsführung im Berichtszeitraum. Der ERM-Report wird der Geschäftsführung und dem gesamten Senior Management Team sowie dem Aufsichtsrat vierteljährlich zur Verfügung gestellt. 2.2 Marktpreisrisiken (Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch) 2.2.1 Strategien und Prozesse Die GEMB steuert Zinsänderungsrisiken über ihre Zinsablaufbilanz. Weiterhin besteht ein Limitsystem. Dabei ist ein Limit für den jahresperiodischen Einfluss einer Zinsänderung auf das Zinsergebnis von 7,0 Mio. und für Barwertveränderungen des Bankbuches in Höhe von € 25,0 Mio. eingerichtet. Die Barwertveränderungen werden mit Hilfe von 2 Szenarien ermittelt:
2.2.2 Struktur und Organisation der Risikosteuerung 2.2.2.1 Beschreibung der Bewertungsmodelle Die Zinsablaufbilanz ist das Basisinstrument in der GE Money Bank zur Messung und Bewertung von Zinsänderungsrisiken und für die Ermittlung der Auswirkungen von Veränderungen der Geld- und Kapitalmarktzinsen sowohl auf das zukünftige Zinsergebnis der Bank als auch für die Barwertveränderung des Bankbuches. Dabei werden sämtliche aktivischen und passivischen Bilanzpositionen der Bank mit ihrer jeweils angenommenen bzw. juristischen Zinsbindung gegenübergestellt. Die Ablaufannahmen dieser Positionen werden nachfolgend erläutert: Festverzinsliche Bilanzpositionen Die Abläufe der festverzinslichen Positionen entsprechen grundsätzlich der vertraglichen Zinsbindung (juristische Fälligkeit). Forderungen an Kunden werden ggf. um Annahmen für vorzeitige Kündigungen/Ablösungen und Abschreibungen korrigiert. Verbindlichkeiten an Kunden werden ggf. um Annahmen für vorzeitige Verfügungen korrigiert. Unverzinsliche Bilanzpositionen Für die unverzinslichen Aktiva und Passiva werden grundsätzlich in Abhängigkeit von den individuellen Positionsinhalten Ablaufannahmen unterstellt. Variabel verzinsliche Bilanzpositionen Variabel verzinsliche Positionen des Kundengeschäftes verhalten sich i.d.R. nicht entsprechend ihrer juristischen Fälligkeit. Insbesondere variable Einlagen stehen der Bank wie festverzinsliche Einlagen längerfristig als Refinanzierungsmittel zur Verfügung. Daher sind für variable Positionen Abläufe zu bestimmen, die die produktspezifischen Ablauffristen adäquat abbilden. Die Ermittlung der Ablaufannahmen erfolgt im Wesentlichen auf Basis von drei Einflussgrößen: • der Bestandsvolatilität des Produktes • der Elastizität der Produktzinsen im Vergleich zur Geld- und Kapitalmarktentwicklung sowie • der durchschnittlichen Kontolebensdauer. Die Annahmen werden jährlich aktualisiert und dokumentiert. Eine Überwachung dieser Ablauffiktionen durch einen Vergleich mit der tatsächlichen Volumenentwicklung soll mindestens quartalsweise erfolgen. Die Ergebnisse werden der Geschäftsleitung im Rahmen des ALCO Meetings berichtet. 2.2.2.2 Szenarioanalysen Bei der barwertigen Betrachtung des Zinsänderungsrisikos verwendet die GE Money Bank den Baseler Standardansatz für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos der sogenannten "Outlier" Banken. Dabei wird die absolute Barwertveränderung des Bankbuches aufgrund des Baseler Standard-Marktszenarios unter Berücksichtigung des BaFin-Schreibens vom 16. Februar 2007 für plötzliche und unerwartete Zinsänderungen (+130 Basispunkte / -190 Basispunkte Parallelshift) dem Eigenkapital (Tier 1 und Tier 2) gegenübergestellt. Als aufsichtsrechtlich kritischer Wert wird ein Verhältnis (Barwertänderung zu Eigenkapital) von 20% oder mehr definiert. Zur Ermittlung der zinsbedingten Barwertänderung benutzt die Bank das sogenannte Ausweichverfahren. Das Ausweichverfahren basiert auf den von der BaFin ermittelten Zinssensitivitäten für die im Rundschreiben 7/2007 vorgegebene Laufzeitbandstruktur. Die Bank hat die Barwertveränderung des Bankbuches bei Berücksichtigung einer plötzlichen und unerwarteten Zinsveränderung von +130 Basispunkten / -190 Basispunkten als Worse-Case-Szenario definiert. Das Normal-Case-Szenario beinhaltet eine angenommene Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um +/- 75 Basispunkte. Neben der Anwendung der Barwertmethode zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit erfolgt eine Betrachtung der Auswirkungen eines schockartigen Anstiegs der Geld- und Kapitalmarktzinsen auf das handelsrechtliche Zinsergebnis. Hierbei erfolgt eine aus der Ertragsplanung abgeleitete Limitierung von Zinsänderungsrisiken. Als Zinsänderungsrisiko ist die Sensitivität des Zinsüberschusses auf Sicht von einem Jahr, zwei Jahren oder drei Jahren bei einem Zinsschock von +130/ -190 bp definiert. Die Ergebnisse der einzelnen Szenariobetrachtungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
2.2.3 Organisationsstrukturen zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos Asset and Liability Committee (ALCO) Die operative Steuerung des Zinsänderungsrisikos wird durch die Abteilung ERM durchgeführt. Die Information an die Entscheidungsträger über das Ergebnis der Risikoüberwachung erfolgt durch die Abteilung ERM im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an das ALCO. Diese Berichterstattung umfasst: • Annahmen für vorzeitige Ablösungen/Verfügungen und Abschreibungen sowie Ablaufannahmen für unverzinsliche, fest bzw. variabel verzinsliche Positionen • Höhe und Auslastung des Zinsänderungsrisikos hinsichtlich des periodischen Zinsergebnisses auf Sicht von einem Jahr, zwei und drei Jahren sowie hinsichtlich der barwertigen Betrachtung • Ergebnisse der Stress-Tests: Höhe und Auslastung der Zinsänderungsrisiken bei Szenariobetrachtungen (barwertige Betrachtung und handelsrechtliches Ergebnis) • Einhaltung/Erfüllung von Arbeitsrichtlinien und Limitierungen • Ergebnisse von zinsrisikobezogenen internen/externen Prüfungen (bspw. hinsichtlich der Angemessenheit des Steuerungssystems) Mitglieder des ALCO Committee sind:
Als weitere Mitglieder nehmen teil:
Die Abteilung ERM organisiert und moderiert das Meeting. In diesem Gremium werden alle Maßnahmen und Entscheidungen zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos erarbeitet und von der Geschäftsleitung offiziell entschieden. 2.3 Liquiditätsrisiken 2.3.1 Strategien und Prozesse Das aus Sicht der Bank wichtigste Liquiditätsrisiko besteht in einem möglichen Zahlungsmittelabruf von Einlegern (Abrufrisiko). Obwohl durch die große Anzahl von Kunden eine große Streuung der Refinanzierungsmittel besteht, kann es durch den hohen Anteil von Spareinlagen mit kurzen juristischen Fälligkeiten am Gesamteinlagenbestand der Bank bspw. bei einem erheblichen Reputationsschaden (Worst-Case-Szenario) aufgrund der leichten Verfügbarkeit dieser Einlagen kurzfristig zu einem massiven Einlagenabzug kommen. Das Risiko der Verteuerung der Refinanzierung durch die Verschlechterung der Bonität der Bank (Refinanzierungsrisiko) und das Marktliquiditätsrisiko werden von der Bank als unwesentliche Liquiditätsrisiken eingestuft. Für das Management der Liquidität hat die Bank drei Steuerungsansätze (Grundsatz II, Strategische Liquidität, Worst-Case-Szenario) festgelegt. Die laufende Überprüfung dieser drei Steuerungsansätze und damit auch die laufende Überprüfung eines auftretenden Liquiditätsbedarfs obliegt der Abteilung ERM. 2.3.2 Struktur und Organisation der Risikosteuerung 2.3.2.1 Beschreibung der Bewertungsmodelle und Szenarioanalysen 2.3.2.1.1 Steuerung der kurzfristigen Liquidität Mit der Steuerung der kurzfristigen Liquidität über die Grundsatz-II-Kennzahl grenzt die Bank diese Betrachtung ihrer Liquiditätslage unter Einhaltung der durch das Bankenaufsichtsrecht vorgegebenen externen Rahmenbedingungen ein. Hierbei gilt die aufsichtsrechtliche Liquidität dann als ausreichend, wenn die in den nächsten 30 Kalendertagen zur Verfügung stehenden Zahlungsmittel die Zahlungsverpflichtungen mindestens abdecken. Die Disposition der gesetzlich vorgegebenen Mindestreserveverpflichtungen und der sich hieraus ergebende Liquiditätsbedarf oder die überschüssige Liquidität wird täglich vorgenommen. Bei der Interpretation und Steuerung der Liquidität über den Grundsatz II ist zu beachten, dass insbesondere die Bodensätze von der Bankenaufsicht extern vorgegeben sind und damit nicht zwangsläufig auf die individuellen Verhältnisse der Bank zutreffen müssen. Die Einhaltung der Vorgaben des Grundsatzes II war während des Berichtsjahres jederzeit gegeben. 2.3.2.1.2 Steuerung der strategischen Liquidität Aufgrund der Problematik, dass die Annahmen der extern festgelegten aufsichtsrechtlichen Grundsatz-II-Steuerung von dem tatsächlichen Liquiditätsverlauf abweichen und im Grundsatz II keine Neugeschäftserwartungen berücksichtigt werden, hat die GEMB ein strategisches Liquiditätsmanagement eingeführt und diese Annahmen korrigiert. Als erster Arbeitsschritt bei der Steuerung der Strategischen Liquidität wird die "Operative Liquidität" ermittelt. Sie besteht aus folgenden Positionen: • Tages- und Termingelder bei Kreditinstituten • Guthaben laufender Konten (incl. Kasse, Kasse-AKT, GAA) • Guthaben Zentralbank (incl. Mindestreserve) • Kreditfazilität (GE-Linie) • GE Cashpool Zur Ermittlung eines evtl. Liquiditätsbedarfs ist dann die erforderliche Mindestliquidität festgelegt, die in der Bank aus der Summe der folgenden Positionen besteht: • Ø Giroeinlagenabbau aufgrund von Transaktionen i. d. letzten 6 Monaten • Ø Guthaben laufender Konten (incl. Kasse, Kasse-AKT, GAA) i.d. letzten 6 Monaten • Ø Mindestreserveguthaben i.d. letzten 6 Monaten Ziel des strategischen Liquiditätsmanagements ist es, dass die operative Liquidität laut Liquiditätsvorschau die Summe der Mindestliquidität im Betrachtungszeitraum nicht unterschreitet. Auf dieser Basis wird eine Liquiditätsvorschau auf Sicht von bis zu 6 Monaten unter Berücksichtigung von 2 Ansätzen ermittelt und die voraussichtliche operative Liquidität prognostiziert: • Prognose der operativen Liquiditätsentwicklung auf Basis der geplanten künftigen Veränderungen des Kredit- und Einlagengeschäfts entsprechend der jeweils aktuellen Planung • Prognose der operativen Liquiditätsentwicklung auf Basis der tatsächlichen Veränderung des Kredit- und Einlagengeschäfts im Durchschnitt der letzten 6 Monate Zum Bilanzstichtag betrug der Überschuss der operativen Liquidität über die Mindestliquidität 286 Mio.€. Auch die Liquiditätsvorschau für die nächsten 6 Monate zeigt einen deutlichen Überschuss der operativen Liquidität über die Mindestliquidität. 2.3.2.1.3 Steuerung der Liquidität im definierten "Worse-Case"-Fall Aufgrund der derzeitigen Struktur der Restlaufzeiten von Kundenforderungen und Kundenverbindlichkeiten besteht eine Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Ablaufannahmen. Aus diesem Grunde wurde zur Steuerung des Liquiditätsrisikos im Worst Case Falle ein Modell entwickelt, dass diese Abhängigkeit simuliert und gleichzeitig überprüft, ob die Refinanzierungsmöglichkeiten für einen möglichen massiven Einlagenabzug aufgrund eines Reputationsschadens ("Gerüchte im Markt") der GEMB gegeben sind. In einem ersten Rechenschritt wird die Stichtagsliquidität für die unterschiedlichen Laufzeitbänder (30 Tage; bis 90 Tage; bis 6 Monate; bis 12 Monate) ermittelt. In dieser Stichtagsliquidität werden alle Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge berücksichtigt. Die Zahlungsausgänge beinhalten auch mögliche Zahlungen an Kunden im Einlagengeschäft auf Grund von juristischen Fälligkeiten. Diese juristischen Fälligkeiten werden mit Hilfe von historisch abgeleiteten Wahrscheinlichkeiten hinsichtlich der beobachteten Haltedauern korrigiert. Auf Basis dieser Korrekturen wird die jeweilige Liquiditätsüber- oder -unterdeckung je Laufzeitband ermittelt. Der Bank steht zur Absicherung möglicher Liquiditätsunterdeckungen eine Kreditlinie des GE-Konzerns zur Verfügung. Die Prognose der notwendigen Liquidität im "Worst-Case-Fall" war am Bilanzstichtag durch die bestehende Liquidität und die abrufbaren GE-Refinanzierungsmittel abgesichert. 2.4 Operationelle Risiken Die Steuerung von operationeilen Risiken ist ein für die gesamte Institutsgruppe gültiger Prozess. Zu dieser Gruppe gehören die Muttergesellschaft GE Capital Deutschland, die GE Money Bank und die GE Money Services einschließlich der Niederlassung der GE Money Services in Wroclaw, Polen. Die GEMB definiert operationelle Risiken als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition umfasst sowohl rechtliche Risiken als auch Reputationsrisiken. Strategische Risiken sind in dieser Definition nicht enthalten. 2.4.1 Strategien und Prozesse Die Operational Risk Strategie ist Teil der gesamten Risikostrategie der GEMB und bildet den Rahmen des operationeilen Risikomanagementprozesses. Sie bildet die Basis für alle Aktivitäten in Zusammenhang mit operationellen Risiken und beinhaltet folgende Schwerpunkte: • Schaffung von Risikotransparenz in der Bank, um eine risikogerechte Steuerung und Überwachung der Operationellen Risiken zu ermöglichen • Steuerung der Operationellen Risiken durch die Implementierung einer pro aktiven Risikoanalyse und -steuerung • Limitierung der Operationellen Risiken 2.4.2 Struktur und Organisation der Risikosteuerung 2.4.2.1 Beschreibung der Bewertungsmodelle incl. Szenarioanalyse Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung wird das operationelle Risiko auf Basis der Vorgaben des Standardansatzes gemäß SolvV berücksichtigt. Die Bank hat für sich die Geschäftsfelder Retail- und Firmenkundengeschäft festgelegt. Die ermittelte Eigenkapitalunterlegung ist von der Bank als Worst-Case-Szenario definiert worden. Die Limitauslastung wird monatlich überwacht. Die Ermittlung des Bruttoertrages erfolgt auf Basis der Ergebnisdarstellung der RechkredV. Eine Kürzung um die Sondereinflüsse (Erträge mit Einmalcharakter) wird vorgenommen. Das Ergebnis ist ein Durchschnittswert der letzten 3 Jahre. Die ermittelte Limitauslastung betrug zum Bilanzstichtag 21 Mio. €. Zur Validierung dieses Vorgehens, werden zusätzlich jährlich die Ergebnisse des Self Assessments sowie monatlich die in einer Datenbank erfassten Schadenfälle zur Überwachung der Limitauslastung herangezogen. Die Bank plant die Ergebnisse des Self Assessments als Normal-Case-Szenario zu nutzen. Zum 31. Dezember 2007 wurde jedoch im Rahmen der Risikotragfähigkeitsberechnung noch das Worst-Case-Szenario zusätzlich ais Normal-Case-Szenario berücksichtigt. Das oben beschriebene Verfahren ist aus Sicht der Bank so lange valide, sofern die im Rahmen des Seif Assessments quantifizierten operationellen Risiken und die Summe der in der Datenbank erfassten operationellen Schadenfälle jeweils unter der Limitauslastung des Standardansatzes liegen. 2.4.2.2 Organisationsstrukturen beim Management der operationellen Risiken Eine wesentliche Voraussetzung für ein wirkungsvolles Management operationeller Risiken stellt die eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben dar. In der nachfolgenden Graphik wird die Aufbau- und Ablauforganisation für das Management operationeller Risiken dargestellt:
Abbildung: Operational Risk Management Organisation Die einzelnen Verantwortlichkeiten und Aufgaben in der Bank werden nachfolgend beschrieben. Geschäftsleitung (Board of Directors) Die Geschäftsleitung hat in Zusammenarbeit mit dem OpRisk Committee und dem OpRisk Leader die strategischen Vorgaben festzulegen, die in allen Bereichen einzuhalten sind. Die Geschäftsleitung trägt somit die Verantwortung für alle wesentlichen Elemente des Risikomanagementsystems für operationelle Risiken. Operational Risk Committee Das Operational Risk Committee ist ein Entscheidungsgremium, das sich aus der Geschäftsleitung und dem Senior Management Team zusammensetzt. Es tagt monatlich und erhält hierzu einen Bericht des OpRisk Leaders über eingetretene Schadenfälle und die aktuelle Risikosituation in der GEMB. Das OpRisk Committee stellt das zentrale Überwachungsorgan für bereichsübergreifende Themen hinsichtlich operationeller Risiken der Bank dar und unterstützt die Geschäftsleitung bei risikorelevanten Entscheidungen und der Wahrnehmung der Verantwortung in Bezug auf operationelle Risiken. Operational Risk Leader Der Operational Risk Leader (OpRisk Leader) hat die Verantwortung für die Erarbeitung der fachlichen Vorgaben in Form von Richtlinien und die Entwicklung und Einführung von Methoden zum Management operationeller Risiken. Cross-functional-Team Die Mitglieder des Cross-functional-Teams unterstützen die Mitarbeiter ihrer Bereiche bei der Risikoidentifikation und der Verlustdatensammlung. Sie werden vom jeweiligen Bereichsleiter benannt. Das Cross-functional-Team trifft sich grundsätzlich einmal im Monat. Die Mitglieder sind zentrale Ansprechpartner für die Mitarbeiter der zugeordneten Bereiche und informieren diese über ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Managementprozess operationeller Risiken. 2.4.2.3 Steuerung der operationeilen Risiken Die Bank hat zum Management von operationeilen Risiken den unter 1.2.4 beschriebenen Risikomanagementprozess (Steuerungskreislauf) implementiert. Hiermit wird gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt und vollständig erfasst werden. Der Risikomanagementprozess unterliegt einer ständigen Überwachung und besteht aus den folgenden vier Phasen: Risikoidentifizierung Die erste Phase verfolgt das Ziel operationelle Risiken zu erkennen und bildet die Grundlage eines funktionierenden Risikomanagementsystems. Hierfür sind primär die Mitarbeiter und die Mitglieder des Cross-functional-Teams der einzelnen Bereiche verantwortlich. Zur Risikoidentifizierung werden alle drei Methoden: Verlustdatenbank, Self Assessment und Risikoindikatoren eingesetzt. Risikobewertung und -analyse Ziel der Risikobeurteilung ist es, durch die Bewertung und Analyse der operationellen Risiken ein klares Bild über das operationelle Risikoprofil der GEMB zu erhalten. Die identifizierten Risiken werden mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer Schadenshöhe qualitativ bewertet. Dabei wird das aus operationellen Risiken resultierende Verlustpotential bestimmt. Risikosteuerung Als Grundlage für Entscheidungen über Steuerungsmaßnahmen dienen die in den Phasen zuvor identifizierten und bewerteten operationeilen Risiken. Maßnahmen zur Steuerung werden von den Mitgliedern des Cross-functional-Teams und des OpRisk Leaders, unterstützt durch Informationen und Schadensmeldungen, vorgeschlagen. Über die Umsetzung der Maßnahmen entscheidet das OpRisk Committee. Risikoüberwachung und -reporting Die Überwachung des operationellen Risikoprofils obliegt dem OpRisk Leader. Das OpRisk Committee agiert als Eskalations- und Entscheidungsgremium. Zur Überwachung des Risikoprofils werden in Teilbereichen Risikoindikatoren eingesetzt. Grundsätzlich liefert das Reporting Informationen über entstandene Verluste, potentielle Verluste, Key Risk Indikatoren, festgelegte Maßnahmen und deren Status. Die Reportingfrequenz ist monatlich. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach dem robusten Wachstum der deutschen Volkswirtschaft in den letzten beiden Jahren erwartet die Bank für das Jahr 2008 eine weitere jedoch abgeschwächte Steigerung des Bruttoinlandsproduktes. Die Bank erwartet eine Steigerung der volkswirtschaftlichen Gesamtleistung. Während das Wachstum im Jahre 2007 zu großen Teilen durch die starke Auslandsnachfrage nach deutschen Investitionsgütern getrieben war, wird der Anstieg der Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr deutlich stärker von der Binnennachfrage getragen werden. Die wichtigsten Gründe für die nachlassende Dynamik der Auslandsnachfrage sind hauptsächlich in der im Vorjahr virulent gewordenen Finanzmarktkrise (US-Subprime Krise) und in der wirtschaftlichen Abschwächung in den Vereinigten Staaten und den damit verbundenen Abwertungstendenzen des US-Dollars zu sehen. Insoweit wird das positive Gesamtbild der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von der Entwicklung am amerikanischen Hypotheken- und Finanzmarkt getrübt. Im Jahr 2007 setzte sich die Belebung auf dem Arbeitsmarkt fort und fand ihren Niederschlag in einem Anstieg der Erwerbstätigkeit, darunter insbesondere auch der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und in einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Diese Dynamik wirkt nach der Einschätzung der GEMB ins nächste Jahr fort und wird zu einem weiteren Anstieg der Gesamtbeschäftigtenzahl und zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Verlauf des Jahres 2008 führen. Diese weitere Verbesserung am Arbeitsmarkt wird dazu führen, dass die verfügbaren Einkommen real zunehmen und so den privaten Konsum anschieben werden, der sich somit zu einer wichtigen Stütze der Konjunktur entwickeln wird. Als Auswirkung der Finanzmarktkrise kam es im Jahre 2007 zu einem deutlichen Liquiditätsbedarf an den internationalen Finanzmärkten. Die Folge hieraus war eine deutliche Erhöhung der kurzfristigen Geld- und Kapitalmarktzinsen. Durch diese Entwicklung kam es an den Geld- und Kapitalmärkten zu einer sehr flachen Zinsstruktur mit nur geringen Unterschieden zwischen kurzfristigen Geldmarktzinsen und langfristigen Kapitalmarktzinsen. Die Bank erwartet zum Jahresende durch Senkungen des Leitzinssatzes durch die Notenbanken eine Absenkung der kurzfristigen Geldmarktzinsen und somit eine Entspannung der aktuellen Zinssituation. Auch erwartet die Bank im weiteren Verlauf des Jahres einen leichten Anstieg der langfristigen Kapitalmarktzinsen. Die Inflationsrate wird sich im kommenden Jahr nach Einschätzung der Bank über dem Niveau des Jahres 2007 bewegen. Haupteinflussgrößen werden weiterhin die hohen Energiepreise und die weiter steigenden Nahrungsmittelpreise sein. Unternehmensinterne Planungsannahmen Planungsprozess Die operative Planung der Bank entsteht durch zwei ineinanderfließende Planungsphasen, die langfristige, eher strategische Planung und die kurzfristige, eher operative Planung. Die strategische Planung findet nach dem 1. Quartal statt und umfasst eine Vorausschau/Aktualisierung der aktuellen Jahresplanung sowie eine Vorschau für die 3 Folgejahre. Die Planung basiert auf der Analyse externer Faktoren, wie Konjunkturprognosen, Wettbewerbssituation und europäische sowie deutsche Gesetzesänderungen. Auf dieser Basis werden Risiken und Chancen identifiziert und bewertet, strategische Ziele vereinbart, und Aktionen bereichsübergreifend erarbeitet, wie diese Ziele zu erreichen sind. Der Schwerpunkt dieser Planung beinhaltet die strategische Weiterentwicklung der Bank. Die wichtigste Frage die hierbei beantwortet wird ist wie rentables Wachstum für die Bank generiert werden kann. Es geht hauptsächlich um die Erarbeitung von Ideen wie die strategischen Ziele erreicht werden können und weniger um die präzise Bewertung der finanziellen Auswirkung auf das Jahresergebnis. Die operative Planung erfolgt kurz vor dem 3. Quartal und baut auf dem Fundament der strategischen Planung auf. Der Schwerpunkt wechselt auf eine genaue Quantifizierung der schon im strategischen Plan entschiedenen Maßnahmen. Bei der Quantifizierung wird der "bottom-up"-Ansatz angewandt. Grundsätzlich ist die Planung in zwei Teile aufgeteilt: "Business-as-usual" und "Wachstums-Initiativen". "Business-as-usual" beinhaltet eine Fortschreibung der aktuellen monatlichen Entwicklung (Run-Rates) und der dazu notwendigen Kosten (incl. der Risikokosten) sowie den sich hieraus ergebenden Zins- und Provisionsüberschuss. Bei den "Wachstums-Initiativen" handelt es sich um neue Maßnahmen, die eine individuelle Bewertung sowohl der Zins- und Provisionsergebnisse als auch des Kostenaufwandes (incl. der Risikokosten) erfordern. Die operative Planung besteht aus der Konsolidierung jeder "Buisiness-as-usual"-Komponente sowie jeder "Wachstums-Initiative". Nach dieser Analyse kann es zu Veränderungen der "buttom-up"-Werte kommen, die dann wieder mit den einzelnen Verantwortlichen bis hin zum Profitcenter-Verantwortlichen diskutiert werden. Als Ergebnis werden Plandaten (Jahresziele) mit den einzelnen Verantwortlichen vereinbart. Die einzelnen Zielvereinbarungen (Vertriebsziele) werden zu Gesamtbankzielen addiert und in eine Ergebnisplanung (GuV) übergeleitet. Parallel hierzu kommt es zu Planungsgesprächen in der Hauptverwaltung mit den Verantwortlichen für die zentralen Kostenbudgets (z. B. Personal, IT, Marketing, Operations). Die hier vereinbarten Budgets werden ebenfalls in die Ergebnisplanung integriert. Für den gesamten Planungsprozess ist der Bereich Finanzen verantwortlich. Der Kreis schließt sich bei der darauf folgenden strategischen Planung (im Folgejahr), wo die operative Planung erstmals aktualisiert wird und als Basis für die nächste Analyse der folgenden 3 Jahre verwendet wird. Filialgeschäft Auf Basis der im Jahre 2007 im Rahmen der Strategieüberarbeitung verabschiedeten Maßnahmenbündel erwartet die Bank eine Steigerung der Neukreditherauslage in diesem Vertriebsbereich. Die wichtigsten Einflusskomponenten hierbei sind: • Mobile Sales Force Der in 2006 gegründete mobile Vertrieb wurde nach der erfolgreichen Implementierungsphase des Jahres 2006 im Geschäftsjahr 2007 um zusätzliche Mitarbeiter erweitert. Der Aufbau soll auch in 2008 sukzessive weiter vorangetrieben werden. • Individuellerer Produktverkauf im Kreditgeschäft (Buy Smarter) Durch die Einführung einer neuen Scorekarte Ende 2007 und der damit verbundenen genaueren Risikodifferenzierung des Neugeschäftes soll eine verbesserte Risikosteuerung bei gleichzeitig erhöhtem Kreditankauf ermöglicht werden. Neben zusätzlichem Volumen soll insbesondere die durchschnittliche Verzinsung verbessert werden. • Regionale Marketingmaßnahmen Durch regionale Marketingmaßnahmen in ausgewählten Regionen soll die Markenbekanntheit deutlich verbessert werden. In einer Pilotmaßnahme konnte im Rhein/Ruhrgebiet die Markenbekanntheit deutlich verbessert werden. Diese Maßnahmen sollen in 2008 verstärkt werden. Darüber hinaus ist eine Steigerung der Cross-Selling-Quote im Prognosezeitraum vorgesehen. Basierend auf diesen Maßnahmen ist eine Neukreditherauslage im Jahr 2008 in Höhe von 450 Mio. € sowie im Jahr 2009 in Höhe 470 Mio. € geplant worden. Ein weiteres Ziel ist die Steigerung der Absatzleistungen im Bereich des Wealth Managements. Durch den Einsatz von spezialisierten Mobilen Asset Managern hat die Bank in 2007 begonnen diese Produkte effizienter zu vermitteln. Die Anzahl der spezialisierten Mitarbeiter soll im Jahr 2008 weiter erhöht werden. Im Einlagengeschäft ist weiterhin eine weitgehend konzernunabhängige, kundenbasierte Refinanzierung geplant. Schwerpunkt hierbei sind neben dem Tagesgeldkonto jeweils zeitlich befristete Aktionsprodukte. Durch die Optimierung unseres Internetauftrittes sollen vermehrt Produkte auch online angeboten werden. Direktvertrieb Schwerpunkt des Direktvertriebes ist der Ausbau des Internetgeschäftes. Daneben wird der Direktvertrieb verstärkt eine unterstützende Funktion für das Filialgeschäft einnehmen. Hiermit verbunden ist auch eine Öffnung des Internetvertriebes für weitere Bankprodukte. Die Bank sieht hierin eine weitere Verbesserung ihrer Serviceleistung gegenüber dem Kunden. Insgesamt ist in diesem Vertriebsbereich ein Neukreditgeschäft von 53 Mio. € für das Jahr 2008 sowie 60 Mio. € für das Jahr 2009 geplant. Kfz-Finanzierungsgeschäft Aufbauend auf der positiven Entwicklung der Verkaufsleistung im Jahre 2007 erwartet die Bank eine weitere Steigerung der Neukreditherauslage in diesem Vertriebssegment. Basis für diese Einschätzung sind die im Vorjahr gefestigten neuen Organisationsstrukturen und die neue Managementkultur. Schwerpunkt ist die Erweiterung der Händlerbasis. Dieses soll auch durch die zum Jahresende 2007 vorgenommene Einführung einer neuen Händlersoftware, die sowohl die vertriebsunterstützenden Prozesse am Point of Sale (Front End) als auch die Backoffice-Tätigkeiten unterstützt, erreicht werden. Durch die Umsetzung von weiteren vertriebsunterstützenden Maßnahmen erwartet die Bank hier eine Steigerung der Neukreditherauslage auf 375 Mio. € für das Jahr 2008 und 380 Mio. € für das Jahr 2009. Als weiteres Ziel wurde die Steigerung der Penetrationsquote im Restschuldversicherungsgeschäft definiert. Zur Abrundung der Produktpalette wird die Bank im Jahr 2008 auch verstärkt das Leasinggeschäft anbieten. Kia Bank, Niederlassung der GE Money Bank Mit dem Aufbau der Kia Bank, Niederlassung der GE Money Bank, hat die Bank den wichtigsten organisatorischen Beitrag im Rahmen der Kooperation mit Kia Motor Deutschland (KMD) im Jahre 2007 umgesetzt. Hierdurch steht der Bank das bundesweite Händlernetz des Kooperationspartners als Zuträger im Autofinanzierungsgeschäft zur Verfügung. Diese Kooperation umfasst sowohl das Absatzfinanzierungsgeschäft mit Privatkunden als auch das Einkaufsfinanzierungsgeschäft mit Autohändlern. Die Bank erwartet aus dieser Kooperation einen deutlichen Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten in diesem Segment. Im Rahmen der operativen Planung ist ein Kreditneugeschäft aus dieser Kooperation in Höhe von 90 Mio. € für das Jahr 2008 und 110 Mio. € für das Jahr 2009 geplant worden. Retail Sales Finance (RSF) Der im Berichtsjahr in den Märkten der Kooperationspartner neu eingeführte Marktauftritt der Bank ist erfolgreich umgesetzt worden. Mit dem neuen Kiosk-Konzept stehen Bankmitarbeiter am Point of Sale in den Märkten der Kooperationspartner zur Beratung und zum Abschluss von Finanzierungsangeboten zur Verfügung. Hierdurch konnte im Berichtsjahr der Wegfall einer großen Kooperation fast vollständig kompensiert werden. Die Bank erwartet eine Fortführung dieser positiven Tendenz und erwartet in diesem Vertriebssegment eine Neukreditherauslage in Höhe von 30 Mio. € für das Jahr 2008 und 35 Mio. € für das Folgejahr. Ergebnisprognose für die Gesamtbank In 2007 hat die Bank ein Wachstum in der Neukreditherauslage um 17% erreicht. Diese sehr positive Entwicklung brachte die Bank in eine neue Situation, in der das Kreditgeschäft schneller wuchs als das Einlagengeschäft und die Spitzenrefinanzierung über Einlagen von institutionellen Investoren gewährleistet werden musste. In den Vorjahren, wäre eine solche Entwicklung unproblematisch gewesen. Jedoch haben sich mittlerweile die Kapitalmärkte wegen der US-Subprime-Krise eingeengt. In der Folge hieraus kämpften die Banken erstens um Kundeneinlagen und zweitens kam es zu einer deutlichen Verteuerung vor allen Dingen der Geldmarktzinsen an den internationalen Kapitalmärkten. Diese beiden Faktoren führten zu einer Verteuerung der Refinanzierungskosten der Einlagen institutioneller Investoren als auch der gesamten Refinanzierung der Bank. Trotz dieser Dynamik wird der Wettbewerb im Kreditgeschäft weiterhin verstärkt über den Preis geführt. In einigen Fällen (bei Kfz-Finanzierung) wird in diesem Verdrängungswettbewerb der Kundenzins sogar niedriger als die Refinanzierungskosten angeboten. Diese Effekte zusammen führten zu erheblichem Druck auf die Zinsmarge. Eine weitere Einflussgröße auf das Zinsergebnis in 2007 ergab sich auf Grund der Änderung der Zusammensetzung des Kreditportfolios. Kreditgeschäft, das vor 4-5 Jahren herausgelegt worden ist, baute sich bei ganz normaler Rückzahlung ab und wurde durch Geschäft ersetzt, das wegen der Marktsituation mit niedrigeren Kundenzinssätzen angekauft werden musste. In 2008 und dem Folgejahr erwarten wir nicht, dass sich eine solche Dynamik wiederholt. Auf der Basis unserer Prognose, eines leichten Anstieges der langfristigen Kapitalmarktzinsen und der Auswirkungen der im Jahre 2007 sukzessive angestiegenen Zinsen erwarten wir im Jahresvergleich eine Verteuerung der Refinanzierungskosten. Parallel hierzu ergibt sich tendenziell die Möglichkeit die Kundenzinssätze in der Kfz-Finanzierung anzuheben und somit die Zinsmargen in diesem Geschäftssegment zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass sich die Zinsmarge im Jahr 2008 weiter leicht abschwächen wird und es nur durch die deutliche Volumensteigerung zu einer Ausweitung des Zinsüberschusses kommt. Für das Jahr 2009 erwarten wir durch den weiteren Volumenanstieg bei einer im Vergleich zum Jahr 2008 konstanten Zinsmarge, einen Anstieg des Zinsüberschusses. Der Provisionsüberschuss ist im Jahre 2007 leicht zurückgegangen. Durch die Optimierung der Vertriebsstrukturen und durch den weiteren Volumenanstieg im Neukreditgeschäft erwartet die Bank eine Umkehr dieser Situation in den Jahren 2008 und 2009. Der wichtigste Einfluss wird hierbei die Steigerung der Provisionseinnahmen aus dem Restschuldversicherungsgeschäft und der Verkauf von Wealth-Management-Produkten sein. Der Gesamtertrag (Summe des Zins- und Provisionsüberschusses und sonstige betriebliche Erträge) wird in den Jahren 2008 und 2009 steigen. Parallel zum Anstieg des Gesamtertrages werden auch die Verwaltungsaufwendungen in den Folgejahren steigen. Der Hauptgrund für die Steigerung liegt in den deutlich höheren Marketingkosten sowie in der weiteren Modernisierung der Systeme Kordoba und AFB begründet. Die Geschäftsführung hält diese Investitionen für entscheidend um in den kommenden Jahren das Geschäftsvolumen weiter steigern zu können. Die Auswirkungen dieser Investitionen auf die Gesamtsumme der Verwaltungsaufwendungen wird durch die Durchführung weiterer Rationalisierungsmaßnahmen teilweise kompensiert. Die Aufwendungen zur Abdeckung von Risiken im Kreditgeschäft werden sich auf Grund der Volumensteigerung des Kreditportfolios in den Folgejahren erhöhen. Eine qualitative Verschlechterung des Kreditportfolios sieht die Bank nicht. Auch werden auf Grund der volkswirtschaftlichen Rahmendaten keine negativen Einflüsse auf das erwartete Zahlungsverhalten der Kunden von der Bank prognostiziert. Insgesamt erwartet die Bank unter Berücksichtigung aller geplanten Einflussgrößen eine positive Ergebnisentwicklung in den Folgejahren. Chancen und Risiken im Jahre 2008Chancen Margen im Kreditneugeschäft Auf Grund der starken Wettbewerbssituation, hauptsächlich im Kfz-Absatzfinanzierungsgeschäft, konnten die deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten der Banken im Jahre 2007 nicht vollkommen im Kundenkreditgeschäft weitergegeben werden. Aktuell ist eine Entspannung dieser Situation in sofern erkennbar, als dass Mitbewerber Konditionserhöhungen vornehmen. Die Bank wird jede Möglichkeit nutzen die Margen im Neugeschäft zu verbessern. Auf Grund der aktuellen Entwicklung erwartet die Bank eine leichte Verbesserung der Neugeschäftsmargen im Kundenkreditgeschäft. Neue Software im Händlerkreditgeschäft Durch die Implementierung eines neuen Bearbeitungssystems im Händlerkreditgeschäft wird die Bank die Serviceleistung in diesem Geschäftssegment deutlich erhöhen. Mit diesem neuen System werden die Bearbeitungsprozesse im Händlereinkaufsfinanzierungsgeschäft und im Kfz-Absatzfinanzierungsgeschäft auf einer einheitlichen Systemoberfläche zusammengefasst. Hierdurch werden durch die technische Verlinkung kürzere Bearbeitungszeiten sowohl in der Ausnutzung von genehmigten Kreditlinien in der Händlereinkaufsfinanzierung als auch im Genehmigungs- und Bearbeitungsprozess der Kfz-Absatzfinanzierung erreicht. Über diese Software wird ab dem Jahre 2008 auch die Leasingfinanzierung von der Bank angeboten. Hierdurch wird eine weitere Optimierung der Produktpalette im Kfz-Händlergeschäft erreicht und die gesamte Serviceleistung der Bank in diesem Geschäftssegment weiter erhöht. Die Bank erwartet hierdurch eine weitere Steigerung des Kreditneugeschäftes. Neues Incentive Modell Durch die Einführung eines neuen Anreizprogramms sollen die ergebnisoptimierten Verkaufserfolge stärker honoriert werden. Für die Bank ist es wichtig das Vertriebserfolge auch zwingend die Profitabilität der Bank erhöhen müssen. Unter Berücksichtigung dieser Vorgabe werden in allen Incentiveprogrammen der Bank ab dem Jahre 2008 nur noch Vertriebsleistungen berücksichtigt, die auch festgelegten Profitabilitätsvorgaben gerecht werden. Die Bank erwartet hierdurch eine Verbesserung der Profitabilität der Bank. Neue Marketingstrategie Im Berichtsjahr hat die Bank eine neue Marketingstrategie entwickelt und in Teilmärkten erfolgreich getestet. Diese Strategie war darauf ausgerichtet die Bekanntheit der Bank deutlich zu steigern. Dieses ist durch den Einsatz und die Kombination verschiedener Marketingbausteine erreicht worden. Neben verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen in den 16 beteiligten Filialen und diversen Presseartikeln in Online- und Printmedien sind auch klassische Werbemaßnahmen durchgeführt worden. Diese beinhalteten Anzeigen in Tageszeitungen und Anzeigenblättern, Radiospots und zahlreiche Groß-Plakate. Die Bank hat die Wirkung dieser Marketingmaßnahmen auf den Bekanntheitsgrad durch ein unabhängiges Institut aus dem Bereich der Markt- und Kommunikationsforschung messen lassen. Auf Grund der positiven Ergebnisse wird die Bank diese Kampagne im Jahre 2008 weiter ausbauen und um spezielle Produktwerbung ergänzen. Diese Maßnahme wird nach Einschätzung der Bank die Geschäftsentwicklung im Jahr 2008 positiv beeinflussen. Kostenoptimierung durch weitere Prozessverbesserungen Im Jahre 2006 hat die Bank erfolgreich an dem Projekt zur Auslagerung und Zusammenlegung von Backofficetätigkeiten und der damit einhergehenden Nutzung von Skaleneffekten gearbeitet. Nach der abgeschlossenen Umsetzung der Auslagerungsmaßnahme im Jahre 2007 werden im Jahre 2008 weitere Auslagerungsmöglichkeiten analysiert und wenn möglich umgesetzt. Risiken Zinsen Die Verteuerung der Refinanzierungskosten wird sich auch auf die Refinanzierungskosten der Bank in weiten Teilen des Jahres 2008 negativ auswirken. Eine Weitergabe der Verteuerung der Refinanzierungskosten wird durch die beschriebene Wettbewerbssituation nur sukzessive durch Erhöhung der Verzinsung im Kreditneugeschäft und nur mit Zeitverzug möglich sein. Insgesamt erwartet die Bank auch im Jahre 2008 durch die Erhöhung der Refinanzierungskosten eine weitere Belastung der Bruttozinsspanne. Hieraus kann sich eine negative Auswirkung auf den zu erwartenden Zinsüberschuss ergeben. Verschärfung der Wettbewerbssituation im Privatkundengeschäft In den letzten Jahren haben die Großbanken das Geschäft im Privatkundensegment deutlich ausgebaut und forciert. Dadurch ist in diesem Geschäftssegment neben den genossenschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Marktteilnehmern ein weiterer Wettbewerber in das Marktsegment eingetreten. Durch diese Verstärkung der Wettbewerbssituation kam es in den letzten Jahren zu einem verstärkten Preiskampf mit den negativen Auswirkungen auf die Geschäftsmargen. Dieser Trend wird sich im Jahre 2008 fortsetzen. Versicherungs-Vertrags-Gesetz(VVG) Durch das neue Versicherungsvertragsgesetz (VVG) haben die Banken deutlich höhere Anforderungen an Produktinformationen für den Kunden offenzulegen. Hierdurch ergibt sich ein höherer Beratungs- und Dokumentationsaufwand in diesem Geschäftssegment. Inwieweit dieses einen negativen Ergebniseinfluss haben wird ist noch nicht abschließend geklärt. Die Bank schließt allerdings einen negativen Ergebniseinfluss, auch durch Veränderungen der Provisionssätze nicht aus. Konsumentenkredit Richtlinie (Consumer Credit Directive) Aktuell gibt es starke Bestrebungen des Gesetzgebers die Transparenz für den Kunden im Bankgeschäft deutlich zu erhöhen. Ziel dieser Regulierung ist eine stärkere Offenlegung von Preisinhalten hauptsächlich für Gebühren und Zinsanteile. Nach Einschätzung der Bank könnte es hierdurch zu einem Wegfall bestimmter Gebühren für Leistungen im Kundenkreditgeschäft kommen. Eine genaue Bestimmung der Ergebnisauswirkung ist im Rahmen des aktuellen Konsultationsprozesses nicht möglich. Nach Einschätzung der Bank könnte hiervon auch das Restschuldversicherungsgeschäft der Bank betroffen sein. Adressenausfallrisiken Auf Basis der bestehenden Bestrebungen des Gesetzgebers das Privat-Insolvenzrecht zu verändern könnte sich ein Anstieg der Privatinsolvenzen ergeben. Ergebnisauswirkungen sind im Rahmen des aktuellen Konsultationsprozesses nicht zu ermitteln. Die Bank geht grundsätzlich davon aus, dass die bestehenden Wertberichtigungsmodelle ausreichende Risikovorsorge generieren um diese Gesetzesänderung zu kompensieren. Auch werden die besseren volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die jedoch von der Entwicklung am amerikanischen Hypotheken- und Finanzmarkt getrübt werden, nach Einschätzung der Bank insgesamt einen kompensatorischen Effekt haben. Die Bank tätigt keine Geschäfte in den von der Subprime-Krise betroffenen Marktsegmenten. Sollte sich die konjunkturelle Entwicklung entgegen der Prognose jedoch verschlechtern, könnte dieses auch Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen in der deutschen Volkswirtschaft haben. In diesem Fall könnte es zu einem Anstieg der Adressenausfallrisiken kommen. Aufstockungsverpflichtungen und Zinsnachzahlungen Durch die negative Ergebnissituation der Vorjahre ist es zu Verlustpartizipationen der Einlagen der stillen Gesellschafter gekommen. Vereinbarte Zinszahlungen für diese Kapitalanteile wurden vertragsgemäß nicht vorgenommen. Sowohl die Verlustpartizipationen im Geschäftsjahr 2007 und in den Vorjahren als auch die nachzuzahlenden Zinsen für das Geschäftsjahr 2007 und die Vorjahre sind im Falle einer Gewinnerzielung in der Zukunft vorberechtigt zu bedienen. Die bis zum 31. Dezember 2007 nicht bedienten Zinsansprüche belaufen sich insgesamt auf 31,4 Mio., davon entfallen 8,2 Mio. auf das Geschäftsjahr 2007. Die Aufstockungsverpflichtungen aus Verlustpartizipationen der stillen Einlagen betragen zum 31. Dezember 2007 EUR 52,6 Mio., davon entfallen EUR 4,7 Mio. auf das Geschäftsjahr 2007. Risiko des Misserfolges der Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft Im Jahre 2007 hat die Bank verschiedene strategische Aktivitäten begonnen, die für die Bank in den Folgejahren einen positiven Beitrag bei der Erzielung eines profitablen Wachstums erbringen sollen. Hierunter sind MSF (Mobile Sales Force), MAM (Mobile Asset Managers), Broker und die Marketingkampagne zur Steigerung des Bekanntheitsgrades zu sehen. Alle diese Maßnahmen sind als Investitionen in die Zukunft zu sehen und werden durch den GE-Konzern unterstützt. Auf Grund des Investitionscharakters können hieraus kurzfristig Ergebnisbelastungen entstehen. Die weitere Vergrößerung des Marktanteils des Konzerns im deutschen Privatkundenmarkt wird in Abhängigkeit der Ergebnisse der geplanten Aktivitäten des GE-Konzerns zum Verkauf der Bank durch sinnvolle Investitionen unterstützt werden. Aufnahme des Due Dilligence Prozesses zur Veräußerung der Bank Ende März 2008 hat der GE Konzern im Rahmen der Neustrukturierung des Privatkundengeschäftes mit der Banco Santander eine unverbindliche, vorläufige Absichtserklärung unterzeichnet, nach der die Banco Santander plant die Bank zu übernehmen. Der Due Dilligence Prozess wird im 2. Quartal 2008 durchgeführt. Diese Verkaufsaktivitäten können die Erreichung der geplanten Ziele erschweren. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.
Hannover, den 7. April 2008 Die Geschäftsleitung Morrissey Laubenthal Bilanz der GE Money Bank GmbH, HannoverAktivseite
Gewinn-
und Verlustrechnung der GE Money Bank GmbH, Hannover ,
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| Aufwendungen | 2006 | ||||
| EURO | EURO | EURO | EURO | TEUR | |
| 1. Zinsaufwendungen | 53.808.072,85 | 51.793 | |||
| 2. Provisionsaufwendungen | 15.103.458,25 | 12.498 | |||
| 3. Nettoaufwand aus Finanzgeschäften | 20.323,78 | 13 | |||
| 4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | 53.542.422,13 | 53.276 | |||
| aa) Löhne und Gehälter | 41.398.612,38 | (40.609) | |||
| ab)
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung |
12.143.809,75 | (12.667) | |||
| darunter: für Altersversorgung | 4.870.600,64 | (4.267) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 95.047.247,69 | 85.854 | |||
| 148.589.669,82 | 139.130 | ||||
| 5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 9.137.170,14 | 11.648 | |||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 669.002,74 | 1.595 | |||
| 7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 36.728.137,64 | 46.845 | |||
| 8. Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern | -219.848,08 | 484 | |||
| 9. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen | 185.057,53 | -270 | |||
| Summe der Aufwendungen | 264.021.044,67 | 263.736 | |||
| Erträge | 2006 | ||||
| EURO | EURO | TEUR | |||
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 191.018.206,58 | 193.057 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 9.811,50 | 9 | |||
| 191.028.018,08 | 193.066 | ||||
| 2. Laufende Erträge aus Beteiligungen | 7.968,00 | 8 | |||
| 3. Provisionserträge | 51.303.216,75 | 54.077 | |||
| 4. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | 192,98 | 391 | |||
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 9.416.198,84 | 16.194 | |||
| 6. Erträge aus Verlustübernahme | 4.651.557,12 | 0 | |||
| 7. Jahresfehlbetrag | 7.613.892,90 | 0 | |||
| Summe der Erträge | 264.021.044,67 | 263.736 | |||
| 1. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 64.510.131,09 | 64.510 | |||
| 2. Jahresfehlbetrag | 7.613.892,90 | 0 | |||
| 3. Entnahme aus Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| 4. Bilanzverlust | 72.124.023,99 | 64.510 |
Der Jahresabschluss der GE Money Bank GmbH zum 31. Dezember 2007 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.
Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nominalwert bilanziert.
Die Forderungen an Kunden aus dem Ratenkreditgeschäft sind brutto, d.h. einschließlich Zins- und Bearbeitungsgebühren, angesetzt. Die für künftige Rechnungsperioden berechneten Zinsen und Gebühren werden passivisch abgegrenzt. Die übrigen Forderungen an Kunden sind zum Nominalwert bilanziert. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sind aktivisch von den Kundenforderungen abgesetzt.
Die Einzelwertberichtigungen und die Pauschalwertberichtigungen decken die erkennbaren und die latenten Risiken aus dem Kreditgeschäft angemessen ab. Die Ermittlung der Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für das Teilzahlungskreditgeschäft erfolgte zum 31. Dezember 2007 erstmals in Anlehnung an das nach den konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien vorgesehene Bewertungsmodell für Teilzahlungskredite. Im Vorjahr wurden die Einzelwertberichtigungen - differenziert nach restanten und laufenden Forderungen - auf der Grundlage interner Modelle und die Pauschalwertberichtigungen für das Teilzahlungskreditgeschäft in Anlehnung an die Stellungnahme des BFA 1/1990 ermittelt.
Die Anpassung der Bewertungsmethodik an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien führte auch zu einer Veränderung der Kriterien für die Ausbuchung von Forderungen aus dem Teilzahlungskreditgeschäft im Vergleich zum Vorjahr. Während im Vorjahr eine Ausbuchung nur erfolgte, sofern auf eine restante Forderung innerhalb der letzten 12 Monate vor dem Bewertungszeitpunkt kein Zahlungseingang zu verzeichnen war, erfolgt nach dem im Berichtsjahr angewandten Modell eine Ausbuchung der Forderungen, sofern nach dem Erreichen eines bestimmten Ratenrückstandes in den letzten 12 Monaten vor dem Bewertungszeitpunkt kein Zahlungseingang auf die jeweilige Forderung zu verzeichnen ist, ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Kreditnehmers eröffnet wird oder spätestens 48 Monate nach der Kündigung des Kreditvertrages durch die Bank.
Die vorstehenden Methodenänderungen waren zur Vermittlung eines besseren Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie zur Anpassung der Bewertungsmethodik an konzerneinheitliche Bilanzierungsrichtlinien erforderlich.
Die Anpassung der Bewertungsmethodik für die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen im Teilzahlungskreditgeschäft führte zu einer Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen in Höhe von Mio. € 2,8.
Die Änderung der Ausbuchungssystematik führte nach Verrechnung des Verbrauches bestehender Einzelwertberichtigungen zu einem Aufwand für Abschreibungen auf Forderungen von Mio. € 8,6.
Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung für diejenigen Forderungen an Kunden, die nicht dem Teilzahlungskreditgeschäft zuzuordnen sind, wurde weiterhin in Anlehnung an die Stellungnahme des BFA 1/1990 des Instituts der Wirtschaftsprüfer e.V., Düsseldorf, vorgenommen.
Für Vertragsrisiken im Bestand der Fondsanteilsfinanzierungen wurde eine Risikovorsorge für akute und latente Risiken gebildet. Zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden die Vertragsrisiken zum 31. Dezember 2007 differenziert nach dem Rechtsgrund der geltend gemachten Ansprüche ermittelt. Dabei wurden abweichend von der Vorgehensweise im Vorjahr auch außergerichtlich erhobene Ansprüche und latente Risiken berücksichtigt. Dadurch war eine Zuführung zu der Risikovorsorge für Vertragsrisiken von Mio. € 1,9 erforderlich.
Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere werden nach dem strengen Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 3 HGB zum Marktpreis, maximal in Höhe der Anschaffungskosten bilanziert.
Die Aktien und anderen nichtfestverzinslichen Wertpapiere betreffen Investmentanteile. Sie sind dem Anlagevermögen zugeordnet und werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 2 HGB bewertet. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Posten ist insgesamt zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen verpfändet.
Die Beteiligungen werden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung plan- und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der steuerlichen AfA-Tabeilen.
Die Abschreibung des Geschäfts- und Firmenwertes wurde mit 15 Jahren, entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften, auf die voraussichtliche Nutzungsdauer gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB ausgerichtet.
Passive latente Steuern werden nach § 274 Abs. 1 HGB bilanziert. Von dem Wahlrecht, aktive latente Steuern zu bilanzieren, wurde kein Gebrauch gemacht.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag einschließlich Zinsabgrenzungen bilanziert worden. Verbindlichkeiten, die durch eigene Vermögensgegenstände gesichert sind, bestehen nicht.
Die in die passive Rechnungsabgrenzung eingestellten Zinsen und Bearbeitungsgebühren werden über die Laufzeit der zugrunde liegenden Kreditverträge analog der Effektivzinsmethode aufgelöst.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 6a EStG unter Anwendung eines Zinssatzes von 6 % p.a. errechnet. Sie sind mit dem Teilwert bilanziert und decken sämtliche Verpflichtungen. Die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck wurden als Berechnungsgrundlage angewandt.
Die Verpflichtungen aus Jubiläums-, Vorruhestands- und Altersteilzeitvereinbarungen wurden auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung eines Zinssatzes von 5,5 % p.a. versicherungsmathematisch ermittelt.
Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt.
Nachrangige Verbindlichkeiten werden zum Nominalwert bilanziert.
Die unter dem Eigenkapital ausgewiesene Einlage stiller Gesellschafter ist zum Rückzahlungsbetrag abzüglich der Teilnahme an Verlusten ausgewiesen, nicht bediente Zinsansprüche sind im Anhang genannt.
Eventualverbindlichkeiten wurden zum Nennbetrag abzüglich gebildeter Rückstellungen bilanziert.
Fremdwährungsbeträge werden unter Beachtung des § 340h HGB umgerechnet.
In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde vom Saldierungswahlrecht nach § 340f Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
Restlaufzeitengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten
| Forderungen an Kreditinstitute in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Täglich fällig | 99.103 | 107.564 |
| Andere Forderungen | ||
| bis drei Monate | 0 | 20.171 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 0 | 0 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| mehr als fünf Jahre | 0 | 0 |
| Summe | 99.103 | 127.735 |
| Forderungen an Kunden in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| bis drei Monate | 221.460 | 230.164 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 455.890 | 419.818 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 1.421.185 | 1.333.878 |
| mehr als fünf Jahre | 257.193 | 236.336 |
| Summe | 2.355.728 | 2.220.196 |
Im Laufzeitband bis drei Monate sind Kundenforderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von T€ 60.785 (i.Vj. T€ 79.601) enthalten.
Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von T€ 1.877 sind T€ 8 im Laufe des Jahres 2008 endfällig.
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Täglich fällig | 0 | 3.432 |
| mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | ||
| bis drei Monate | 44 | 4 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 2 | 4 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 9 | 20 |
| mehr als fünf Jahre | 0 | 32 |
| Summe | 55 | 3.492 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Spareinlagen | ||
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 630.527 | 827.753 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | ||
| bis drei Monate | 250 | 392 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 417 | 233 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 2.151 | 2.158 |
| mehr als fünf Jahre | 130 | 164 |
| Summe Spareinlagen | 633.475 | 830.700 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Andere Verbindlichkeiten | ||
| Täglich fällig | 866.827 | 868.320 |
| Andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | ||
| bis drei Monate | 149.903 | 1.458 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 71.606 | 2.547 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 3.030 | 5.995 |
| mehr als fünf Jahre | 0 | 0 |
| Summe Andere Verbindlichkeiten | 1.091.366 | 878.320 |
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 59.974 (i.Vj. T€ 11.686) enthalten. Davon entfallen T€ 7.217 (i. Vj. T€ 7.204) auf Gesellschafter.
| Verbriefte Verbindlichkeiten in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Restlaufzeit | ||
| bis drei Monate | 3.154 | 8.214 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 60.143 | 20.541 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 72.048 | 21.622 |
| mehr als fünf Jahre | 5.000 | 8.658 |
| Summe verbriefte Verbindlichkeiten | 140.345 | 59.035 |
In den Verbrieften Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 140.345 sind T€ 63.297 enthalten, die im Laufe des Jahres 2008 fällig werden.
Börsenfähige Wertpapiere
| Börsenfähige Wertpapiere in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
|
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
1.877 | 197 |
| davon börsenfähig | 1.877 | 197 |
| davon börsennotiert | 11 | 0 |
| Aktien
und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere |
174 | 174 |
| davon börsenfähig | 174 | 174 |
| davon börsennotiert | 174 | 174 |
Die Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind zur Sicherung von Pensionsansprüchen verpfändet.
Treuhandgeschäfte
Bei dem Bilanzposten Treuhandvermögen handelt es sich um den an ein anderes Kreditinstitut veräußerten Baufinanzierungsbestand der ehemaligen ALLBANK in Höhe von T€ 81.725 (i.Vj. T€ 272.613) und um durchlaufende Treuhandkredite in Höhe von T€ 279 (i.Vj. T€ 811). Das Treuhandvermögen umfasst ausschließlich Forderungen an Kunden. Bei den Treuhandverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Entwicklung des Anlagevermögens
|
Anlagevermögen
in T€ |
Wertpapiere
des Anlage- vermögens |
Beteili-
gungen |
Immaterielle
Anlagewerte |
Betriebs- und
Geschäftsaus- stattung (einschl. Anzahlungen) |
Vermiet-
vermögen |
| Anschaffungskosten | 174 | 291 | 71.879 | 31.432 | 9.886 |
| Zugänge 2007 | 5 | 0 | 246 | 2.633 | |
| Abgänge 2007 | 8 | 0 | 11.940 | 1.612 | 7.112 |
| Abschreibungen gesamt | 0 | 0 | 23.691 | 19.563 | 1.465 |
| Abschreibungen 2007 | 0 | 0 | 5.171 | 3.087 | 879 |
| Restbuchwert 2007 | 171 | 291 | 36.494 | 12.890 | 1.309 |
| Restbuchwert 2006 | 174 | 291 | 41.419 | 13.567 | 4.791 |
Die Bank weist Beteiligungen mit einem Gesamt-Buchwert von T€ 291 (i.Vj. T€ 291) aus.
|
Beteiligungen
Name und Sitz der Gesellschaft |
Gesellschaftskapital in Mio.€ | Anteil am Kapital in % |
Buchwert in
T€ |
| Liquiditäts-Konsortialbank GmbH, Frankfurt | 200 | 0,17 | 214 |
| Schufa Holding AG, Wiesbaden | 4,9 | 2,76 | 77 |
Aus der Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH besteht eine Nachschusspflicht gemäß § 26 GmbH-Gesetz in Höhe von bis zu T€ 1.660 sowie eine Solidarhaftung für die Erfüllung der Nachschussverbindlichkeiten der demselben Verband zuzurechnenden Gesellschafter.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird in vollem Umfang im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt. Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 200 vorgenommen.
Das Vermietvermögen beinhaltet im Wesentlichen Kraftfahrzeuge zur privaten und geschäftlichen Nutzung. Das Neugeschäft wurde im Verlauf des ersten Halbjahres 2004 eingestellt, der verbleibende Bestand wird planmäßig abgewickelt.
Die wichtigsten Einzelpositionen unter der Position Sonstige Vermögensgegenstände / Sonstige Verbindlichkeiten beinhalten:
| Sonstige Vermögensgegenstande in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Deckungskapital Rückdeckungsversicherung | 239 | 479 |
| Fällige Leasingraten u. andere Forderungen aus dem Leasinggeschäft | 50 | 401 |
| Forderungen aus Kostenweiterbelastungen im GE Konzern | 879 | 6.111 |
| Forderungen aus Restschuldversicherung | 4.693 | 5.230 |
| Rückforderung E-Bay | 0 | 1.163 |
| Forderungen gegen das Finanzamt | 49 | 1.498 |
| Forderungen gegen den umsatzsteuerlichen Organträger | 0 | 855 |
| Schecks und andere Einzugspapiere | 200 | 100 |
In dem Gesamtausweis - Sonstige Vermögensgegenstände - sind an verbundene Unternehmen T€ 5.738 (i.Vj. T€ 9.783) enthalten.
| Sonstige Verbindlichkeiten in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Verbindlichkeiten aus der Gehaltsabrechnung | 786 | 4.073 |
| Noch abzuführende Beiträge aus Restschuldversicherungen | 2.019 | 967 |
| Zinsabschlagsteuer | 5.849 | 5.211 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer | 568 | 491 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.115 | 634 |
| Verbindlichkeiten GE Capital Registry Inc. | 0 | 1.917 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Betrieb von Geldautomaten | 1.055 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Kostenweiterbelastungen im Konzern | 674 | 4.922 |
In dem Gesamtausweis - Sonstige Verbindlichkeiten - sind an verbundene Unternehmen T€ 3.743 (i.Vj. T€ 12.470) enthalten.
Auf das Leasinggeschäft entfallende Aktivwerte sind mit T€ 47 (i.Vj. T€ 95) in den Forderungen an Kunden, mit T€ 50 (i.Vj. T€ 401) in den sonstigen Vermögensgegenständen und mit T€ 1.309 (i.Vj. T€ 4.791) in den Sachanlagen enthalten.
Passivwerte werden mit T€ 17 (i.Vj. T€ 141) unter den Rechnungsabgrenzungen und T€ 20 (i.Vj. T€ 61) unter den Rückstellungen ausgewiesen.
Die Rückstellungen des Geschäftsjahres gliedern sich wie folgt:
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 50.373 | 46.719 |
| Rückstellungen für Steuern in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Körperschaft- u. Gewerbesteuer der ehem. Allbank für 2003 | 550 | 550 |
| Rückstellungen für andere Steuerrisiken | 842 | 1.144 |
| Rückstellungen für Passive latente Steuern | 74 | 294 |
| Gesamt | 1.466 | 1.988 |
Der Posten Andere Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen:
| in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Rückstellungen im Personalbereich | 4.369 | 6.116 |
| Stornoreserve für Versicherungsprovisionen | 12.861 | 10.377 |
| Rückstellungen für zukünftige Zinszahlungen bei StepUp-Sparprodukten | 4.573 | 5.501 |
| Rückstellungen für ausstehende Rechnungen | 8.329 | 8.164 |
Der Anstieg der Pensionsrückstellung ist im Wesentlichen auf die Übernahme sämtlicher Verpflichtungen (Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 2.527) der Unterstützungskasse der WKV Bank GmbH, Stuttgart e.V. zum 01. Juli 2007 durch die GEMB im Rahmen der Auflösung der Unterstützungskasse zurückzuführen. Im Gegenzug wurden auch die Vermögenswerte der Unterstützungskasse auf die GE Money Bank übertragen.
Die Rückstellungen im Personalbereich beinhalten neben Rückstellungen für Bonuszahlungen Beträge für Altersteilzeit, Abfindungen, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsverpflichtungen und andere Zahlungen.
Die Stornoreserverückstellung für Restschuldversicherungsprovisionen und Lebensversicherungen deckt die Rückerstattungen von Provisionen bei vorzeitigen Vertragsauflösungen ab.
Die Rückstellung für zukünftige Zinszahlungen bei StepUp-Sparprodukten beinhaltet die lineare Verteilung des gesamten Zinsaufwands für die Gesamtlaufzeit des jeweiligen Vertrages, bezogen auf die aktuelle Verweildauer abzüglich der bereits gezahlten Zinsen.
Für latente Steuern wurde eine Rückstellung in Höhe von T€ 74 (i.Vj. T€ 294) gebildet.
Rechnungsabgrenzungsposten
In den aktiven Rechnungsabgrenzungen sind Unterschiedsbeträge für Sparbriefe und begebene Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von T€ 554 (i. Vj. T€ 400) enthalten.
| Passive Rechnungsabgrenzung in T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Kreditgebühren Ratenkredite | 362.736 | 335.085 |
| Bearbeitungsgebühren Ratenkredite | 37.398 | 33.532 |
| Zinszuschüsse Händlergeschäft | 2.013 | 900 |
| Disagien im Kreditgeschäft | 861 | 1.337 |
| Abgrenzungen aus dem Leasinggeschäft | 17 | 141 |
| Agien aus eigenen Emissionen | 30 | 22 |
| Gesamt | 403.055 | 371.017 |
In den nachfolgenden Bilanzposten sind abgegrenzte Zinsen passiviert, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
| T€ | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.281 | 1 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 2.304 | 1.255 |
Nachrangige Verbindlichkeiten
Für die unter den nachrangigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Passiva sind Aufwendungen für Zinsen in Höhe von T€ 3.882 (i.Vj. T€ 3.403) angefallen. Von verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. € 65 im Bestand.
Hinsichtlich des ursprünglich bei der Gesellschafterin aufgenommenen Nachrangdarlehens i. H. v. Mio. € 20 wurde gemäß Vertrag vom 28.06.2007 am 29.06.2007 eine vorzeitige Rückzahlung vereinbart. Der Rückzahlungsbetrag wurde der Kapitalrücklage zugeführt.
| Betrag in T€ | Zinssatz | Rückzahlbar am |
| 65.000 | 100 Basispunkte über 3- Monats-EURIBOR | 31.12.2010 |
Im Falle eines Konkurses, einer Liquidation, eines Vergleiches oder eines sonstigen Verfahrens zur Vermeidung eines Konkurses der Bank gehen die Forderungen der Gläubiger aus diesen Darlehen gegenüber den Forderungen aller nicht nachrangigen Gläubiger der Bank im Range nach. Eine Aufrechnung des Anspruchs der Gläubiger auf Rückzahlung gegen anderweitige Ansprüche der Bank ist ausgeschlossen. Für die Forderungen aus diesen Darlehen sind keine vertraglichen Sicherheiten durch die Bank oder durch Dritte gestellt worden.
Genussrechtskapital
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 wurde der Restbuchwert (T€ 2.465) des Genussrechtskapitals der Gesellschafterin (Nominal T€ 4.000) auf Grund einer Abtretung aller Rechte aus diesem Genussrechtskapital von der GECD an die GEMB der Kapitalrücklage als andere Zuzahlung nach Maßgabe von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zugeführt.
Die Ansprüche der Gesellschafterin auf bis zum 31.12.2007 nicht bediente Zinsansprüche und auf Wiederauffüllung der Verlustteilnahmen in Vorjahren sind durch die Umwidmung erloschen.
Das von der GE Capital International Financing Corporation gewährte Genussrecht von nominal T€ 65.000 (Buchwert vor Umwandlung T€ 40.064) wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 in eine Einlage stiller Gesellschafter umgewandelt. Im Rahmen des Vertrags wurde vereinbart, dass die aus der anteiligen Teilnahme der Genussrechtsinhaber an den in Vorjahren entstandenen Verlusten resultierenden Aufstockungsbeträge sowie die auf Grund der Verlustsituation der Bank aufgeschobenen Zinszahlungen zukünftig nach den Regelungen des Vertrags über die bestehende Einlage stiller Gesellschafter behandelt werden.
Zum Bilanzstichtag bestand somit kein Genussrechtskapital mehr.
Eigenkapital
Das Stammkapital der Bank beträgt € 3.067.760,00. Sämtliche Anteile werden von der General Electric Capital Deutschland GmbH, Hannover, gehalten (HRB 62135).
Mit Vertrag vom 01.04.2004 tätigte die GE Capital International Financing Corporation, New York, eine stille Einlage. Die Einlage wurde durch Umwidmung von € 60.000.000 des ebenfalls von der GE Capital International Financing Corporation, New York, gehaltenen Genussrechtskapitals von ursprünglich € 125.000.000 erbracht.
Mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 hat die GEMB mit der GE Capital International Financing Corporation, New York, einen Vertrag zur Umwandlung der Genussrechte mit dem Nominalbetrag von T€ 65.000 in Anteile stiller Gesellschafter geschlossen. Der Buchwert dieser Genussrechte betrug unter Berücksichtigung der Verlustpartizipation der Vorjahre zum 31. Dezember 2007 vor der Umwandlung in Anteile stiller Gesellschafter T€ 40.064. Im Rahmen des Vertrags wurde vereinbart, dass die aus der anteiligen Teilnahme der Genussrechtsinhaber an den in Vorjahren entstandenen Verlusten resultierenden Aufstockungsbeträge sowie die auf Grund der Verlustsituation der Bank aufgeschobenen Zinszahlungen zukünftig nach den Regelungen des Vertrags über die bestehende Einlage stiller Gesellschafter behandelt werden.
| Betrag in € nominal | Verlustteilnahme in € | Zinssatz | rückzahlbar am |
| 125.000.000 | 52.605.040,31 | 340 Basispunkte über l-Monats-EURIBOR | 31.12.2010 |
Unter Berücksichtigung der Verlustpartizipationen zum 31. Dezember 2007 sowie der Verlustpartizipationen in Vorjahren beträgt der Buchwert der Einlagen stiller Gesellschafter zum Bilanzstichtag Mio. € 72,4.
Die stille Einlage erfolgte in Übereinstimmung mit den Vorschriften des § 10 Abs. 4 KWG. Eine Verzinsung der Einlage erfolgt nur, soweit durch die Zinszahlung kein negatives Ergebnis entsteht. Aufgrund des Jahresergebnisses 2007 sind keine Zinsen zu passivieren. Die bisher nicht bedienten Zinsansprüche belaufen sich insgesamt auf T€ 31.397 (i.Vj. T€ 9.708 für stille Einlagen und T€ 13.519 für das nunmehr in stille Einlagen umgewandelte Genussrechtskapital), davon entfallen T€ 8.170 auf das laufende Geschäftsjahr.
Durch Teilnahme am Verlust beträgt der Buchwert der Einlage stiller Gesellschafter T€ 72.395.
Bei der Einlage stiller Gesellschafter besteht eine Aufstockungsverpflichtung aus zukünftigen Gewinnen bis zur Höhe des Nominalkapitals. Der Zeitraum der Aufstockung beinhaltet auch die ersten 4 Jahre nach Fälligkeit der Einlage.
Die Kapitalrücklagen erhöhten sich durch die Einzahlungen der Gesellschafterin aus der nachrangigen Verbindlichkeit und dem Genussrechtskapital um T€ 22.465 auf T€ 184.795. Die Gewinnrücklagen betragen unverändert T€ 2.761.
Die Bank erzielt ihre Erträge nahezu ausschließlich im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Umsatzerlöse und andere Erträge aus dem Leasinggeschäft der ehemaligen LfA sind im Berichtsjahr in Höhe von T€ 1.400 (i.Vj. T€ 4.149) vereinnahmt worden. Sie sind in der Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen.
Aufwendungen für Abschreibungen auf Vermietvermögen der ehemaligen LfA sind in Höhe von T€ 879 (i.Vj. T€ 2.757) angefallen. Sie sind in der Position "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Abgangsverluste aus dem Vermietvermögen in Höhe von T€ 0 (i.Vj. T€ 131) ausgewiesen worden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten neben den Erträgen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von T€ 1.400 (i.Vj T€ 4.149) im Wesentlichen Erträge aus weiterbelasteten Infrastrukturkosten an die GE Money Services in Höhe von T€ 5.318 (i.Vj. T€ 5.973), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.341 (i.Vj. T€ 3.176) und Erträge aus der Bereitstellung von Sachmitteln zur Beitreibung von Forderungen in Höhe von T€ 185 (i.Vj. T€ 1.912).
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden unter anderem Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von T€ 224 (i.Vj. T€ 643) und Aufwendungen für Schadenersatz in Höhe von T€ 349 (i.Vj. T€ 437) ausgewiesen.
Laufende Ertragssteuern sind im Geschäftsjahr 2007 aufgrund der Verlustsituation nicht angefallen (i.Vj. T€ 0). Die ausgewiesenen Ertragssteuern betreffen die Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für passive latente Steuern.
Erträge aus Verlustübernahme
Die Erträge aus der Verlustübernahme betreffen die Verlustpartizipation der Einlagen Stiller Gesellschafter.
Bilanzverlust
Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von € 64.510.131,09 und des im Berichtsjahr erzielten Jahresfehlbetrages von € 7.613.892,90 beträgt der Bilanzverlust € 72.124.023,99. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Geschäftsführer der GE Money Bank GmbH
| Sean Morrissey | Diplom-Mathematiker | (Sprecher) |
| Heinz Mayer | Bankkaufmann | bis 30.11.2007 (stellvertr. Sprecher) |
| Dr. Dirk Hinze | Diplom-Ökonom | bis 30.06.2007 |
| Holger Laubenthal | Diplom-Ingenieur | seit 01.12.2007(stellvertr. Sprecher) |
Aufsichtsratsmitglieder der GE Money Bank GmbH
| Dr. Christoph Reimnitz | Director Business-Development GE-Commercial Finance Europe, London (Vorsitzender) |
| Georg Knoth | Geschäftsführer GE Europe GmbH (stellvertretender Vorsitzender) |
| Beate Forker | stellvertretende Filialleiterin bei der GE Money Bank GmbH |
Bezüge, Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse von bzw. gegenüber Organmitgliedern
Die Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich für das Jahr 2007 auf insgesamt T€ 1.813 (i.Vj. T€ 1.379). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und ihren Hinterbliebenen waren zum 31.12.2007 insgesamt 7.808 T€ (i.Vj. T€ 7.533) zurückgestellt; die laufenden Pensionszahlungen betrugen T€ 867 (i.Vj. T€ 825). An Mitglieder des Aufsichtsrats sind Kredite in Höhe von T€ 27 (i.Vj. T€ 23) ausgereicht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Aufsichtsratstätigkeit keine Bezüge.
Angabe der im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare an den Abschlussprüfer
Im Geschäftsjahr wurden T€ 823 (i.Vj.T€ 447) Honorar für die Abschlussprüfung und T€ 119 (i.Vj. T€ 63) für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen als Aufwand erfasst.
Mitarbeiter
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 2007 männl. | 2007 weibl. | 2007 gesamt | 2006 männl. | 2006 weibl. | 2006 gesamt |
| Vollzeitbeschäftigte | 360 | 338 | 698 | 361 | 342 | 703 |
| Teilzeitbeschäftigte | 6 | 92 | 98 | 4 | 77 | 81 |
| 366 | 430 | 796 | 365 | 419 | 784 | |
| Auszubildende | 10 | 22 | 32 | 6 | 23 | 29 |
| 376 | 456 | 828 | 371 | 442 | 813 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Mietverpflichtungen für Geschäftsräume, Überwachungsanlagen und Kraftfahrzeuge.
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB | Betrag in T€ |
| 2008 | 8.544 |
| 2009 | 6.442 |
| 2010 | 4.461 |
| 2011 | 2.149 |
| 2012 | 1.804 |
| 2013 | 1.451 |
| 2014 und später | 634 |
| Gesamt | 25.485 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind besichert durch Bankbürgschaften von Drittinstituten in Höhe von T€ 440 (i.Vj. T€ 440).
Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung
Folgende für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erreichen einen wesentlichen Umfang im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit:
- Vermittlung von Versicherungs- (insbesondere Restschuldversicherungen) und Bauspargeschäften
- Verwaltung von Treuhandkrediten
- Depotverwaltung
Konsolidierungskreis
Der Jahresabschluss der GE Money Bank GmbH, Hannover, wird in den Konzernabschluss der GE Capital Deutschland GmbH, Hannover, als Mutterunternehmen einbezogen. Er wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Der Konzernabschluss der GE Capital Deutschland GmbH, Hannover, wird in den Konzernabschluss der General Electric Capital International Financing Corporation, New York, welche durch das New York State Banking Department überwacht wird, einbezogen.
Der Konzernabschluss im größten Kreis wird von General Electric Company aufgestellt und kann unter folgender Adresse angefordert werden:
General Electric Company,
3135 Easton Turnpike, Fairfield,
Connecticut 06431, USA.
Hannover, den 7. April 2008
Die Geschäftsleitung
Morrissey
Laubenthal
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GE Money Bank GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grandsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfimg werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GE Money Bank GmbH, Hannover. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 7. April 2008
KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Madsen, Wirtschaftsprüfer
Thiede, Wirtschaftsprüfer
Die unterzeichnende General Electric Capital Deutschland GmbH, die alleinige Gesellschafterin der GE Money Bank GmbH (nachfolgendend die "Gesellschaft") mit Sitz in Hannover, eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 61772, beschließt unter Verzicht auf sämtliche Form- und Fristerfordernisse für die Einberufung und Abhaltung einer Gesellschafterversammlung Folgendes:
1) Der Gesellschafterversammlung liegt der von den Geschäftsführern der Gesellschaft am 26. März 2008 aufgestellte und mit Bestätigungsvermerk der KPMG vom 07. April 2008 versehene Jahresabschluss einschließlich Lagebericht sowie der diesbezügliche zustimmende Beschluss des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 18.04.2008 vor. Der Jahresabschluss und das Protokoll der Aufsichtsratssitzung vom 16.04.2008 liegen diesem Beschluss als Anlage bei.
...
Auf Basis dieser Informationen beschließt die Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2007 der Gesellschaft.
...
Hannover, den 16. April 2008
General Electric Capital Deutschland GmbH
gez. Sean Morrissey
gez. Eva Gils
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschieben sind.
Hannover, 7. April 2008
Morissey
Laubenthal
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